Nr. 304 Zweites Blatt. Samstag 28. Dezember 1001 151. Jahrgang ;g"~ iitidroltdf n ttMtAAl* ®=== UAVlleyeiler zuiwiger M 8ttb^b°s'ru,^i,:ttW (BdlCTdl5 U111 d c r f11 ä t ^rucfctti _ * *7 Zxiff i V UnlversitatS - Druckerei L-M Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Sichen MM —__ T " zeigenteil: Hans Beck. Entwurf des Iinanzgefetzes und des Kaupl- Aoraufchtugs der Staats-Kinuahmeu und Aus- gaöen für 1902/03. i. S ?. H. des Großherzogs hat das Großh. SJliniftermm der Finanzen den Ständen des Groß- yerzogtums und zwar zunächst der Zweiten Kammer derselben den Entwurf des Finanzgesetzes und den Entwurf des H auptv oran sch l a gs der Staats- Einnahmen und Ausgaben des Großherzogtums für das Etatsjahr 1902/03 überreicht. Mnachst die Form des Hauptvoranschlags betrifft, so wurde dafür die durch den laufenden Hauptvoranschlag eingeführte Form beibehalten, da sich solche bewahrt, und im allgemeinen auch den Beifall der Landstande gesunden hat. Nur zwei Aenderungen, bezw. Ergänzungen untergeordneter Art wurden vorgenommen: einmal wurden die Drucktypen der Erläuterungen und der Anmerkungen vertauscht; der Druck in deutschen Lettern liest sich leichter als der in lateinischen, und glaubte man daher die Erläuterungen, die einen wesentlich größeren Raum im Budget einnehmen, als die Anmerkungen, in deutschen Typen drucken lassen zu sollen (Petit Fraktur) Für die Anmerkungen mußten dann lateinische Lettern (Petit Cursiv) Anwendung finden. Sodann ist in allen Fällen, in welchen sich die Erläuterungen auf der der betreffenden Anforderung gegenüberstehenden Seite be- fmden, hierauf durch eine unter die Anforderung gesetzte Notiz „Erläuterung siehe jenseits" und Beidruck eines auf jene Seite verweisenden Pfeils aufmerksam gemacht. Der Etat des Braunkohlenbergwerks Ludwigshofinuna wurde, da dieses Werk Mittlerwelle im Tausch gegen Staatswald aus dem Besitz des Großh. Hauses-Fcmrllien-Eigen- tum tu Staatseigentum übergegangen, aus der H. Hauptabteilung „Haus-Domänen" ausgeschieden und in die III. Hauptabteilung „Staatsdomänen" ausgenommen. Unter einem neuen Kapllel „Weinbaudomänen" sind die Einnahmen und Ausgaben dieser Domänen erstmals besonders aufgeführt. Das Kapllel „Landesfeuerlöschkasse" lann für die Folge Wegfällen, da der hier bisher vorgesehen gewesene Staatsbeitrag in Zukunft aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke geleistet werden soll; diesem Fonds haben nach dem den Landständen vorliegenden Gesetzentwurf auch die von den Feuerversicher- ungsgesellschasten künftig zu entrichtenden erhöhten Abgaben zuzufließen, aus welchen jener Betrag in erster Linie zu entnehmen ist. Schließlich ist noch die Bildung eines neuen Kapitels „Handwerkergenossenschaften" zu erwähnen. Bei Betrachtung des Inhalts und des Abschlusses des vorliegenden E t a t s e n t w u r f s ist davon auszugehcn, daß die Aufstellung desselben sich unter dem Zeichen eines allgemeinen geschäftlichen und wirtschaftlichen Rückganges vollzog. In solchen Zeiten treten die Vortelle einjähriger Etats besonders in die Erscheinung; neben der erleichterten Vergleichung der einzelnen Jahresvoranschläge unter sich bieten einjährige Etats insbesondere auch den Vorteil, daß bei solchen Etats eine zutreffendere und schärfere Veranschlagung der Ausgaben und, was sonst noch wichtiger ist, der Einnahmen ermöglicht wird, als dies bei mehrjährigen Etats der Fall sein kann: unvorhergesehene, empfindliche Abweichungen zwischen Voranschlag und Rechnung lassen sich danach so ziemlich vermeiden. Die durch das Gesetz vom 27. Juni 1900, betreffend die Festsetzung der Staatshaushalts- Perioden, auch bei uns bewirlle Einführung einjähriger Etats, deren zweiter nun im Entwurf vorliegt, hat sich danach wohl schon jetzt als eine glückliche und heilsame Maßregel erwiesen, deren Durchführung gerade zur richtigen Zell eingesetzt hat. In dem ersten, die Einnahmen und Ausgaben der Verwaltung betreffenden Teil des Haupt-Voranschlags ist, wie nicht minder auch im 2. Teil, bei Einstellung aller Posten diesmal mit besonders peinlicher Gewissenhaftigkeit und Sparsamkeit verfahren worden; insbesondere blieb — angesichts der bereits betonten Ungunst der Zeiten — die Einstellung und Veranschlagung der Ausgaben auf das unbedingt: Notwendige und Dringliche beschränkt, und es wurden neben der — durch die größere Beweglichkeit einjähriger Etats erleichterten — vorübergehenden Ermäßigung einzelner früherer Verwilligungen neue Anforderungen nur dann ausgenommen, wenn deren Unterdrückung zum Schaden der Sache gereicht haben würde. Dessen ungeachtet stieß die Balancierung des Etats auch diesmal wieder auf große Schwierigkeiten-. Hauptsächlich waren es zwei — unserer eigenen, entscheiden- den Einwirkung mehr oder weniger entzogene — Einflüsse, die sehr ungünstig auf die Gestaltung des Etats einwirkten. Einmal und in erster Linie der Rückgang der Erträgnisse der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft; nach dem von der Zentralstelle der Gemeinschafts-Verwaltung aufgestellten Etat für 1902/03 wird sich der zwischen beiden Staaten zu verteilende Gesamtüberschuß der Einnahmen über die Ausgaben auf 533 264 649 Mart berechnen, während derselbe für das laufende Jahr auf 569 272 380 Mark geschätzt war. Es wird hier also, vornehmlich infolge des Rückgangs im Erwerbsleben gegen den vorhergehenden Etatsansatz mit einer Reinertragsminderung von 36 007 731 Mark gerechnet, was für das (Hvoßherzogtum g^gen den laufenden Etatsansatz einen Einnahme-Rückgang von 712 390 Mark darstellt (Ansatz im laufenden diesseitigen Etat — 11923 929 Mk., im künftigen — 11 211539 Mark). In zweiter Linie sind hier die finanziellen Beziehungen zum Reich zu nennen. Dieselben entwickelten sich zwar schon in den letzten Jahren wieder zu Ungunsten der Bundesstaaten, trotzdem konnte noch bei Aufstellung des laufenden Etats angenommen werden, daß sich die Matri- kularbeiträge an das Reich und die Ueberweisungen vom Reich für dieses Jahr noch ausgleichen würden. — In Wirklichkeit haben sich diese Erwartungen allerdings hier so wenig erfüllt, wie bei der Schätzung der Eisenbahnerträge. — Der neue Reichs-Etatsentwurf für 1902/03 ändert nunmehr dieses Bild vollständig, im Wesentlichen auch zufolge des allgemeinen wirtschaftlichen Niedergangs. Bei Einstellung der Matrikularbeiträge und der Ueberweisungen in gleicher Höhe würde der Reichsetat mit einem Ausgabeüberfchuß von 59 000 000 Mark abschließen. Es ist vorgesehen, hiervon 35 000 000 Mark durch eine ogenannte Zuschußanleihe aufzubringen, die übrigen 24 000 000 Mark aber durch ungedeckte Matrikularbeiträge aufzubringen. Hiernach ist in dem Entwurf des Reichsetats und demgemäß auch in dem vorliegenden dies- selligen Etatsentwurs ein ungedeckter Matrikularbeitrag des Großherzogtums von 480 030 Mk. eingestellt, indem die Ueberweisungen mit 1082247O Mk., 524 530Mk. geringer als bisher, die Matrikularbeiträge mit 11302 500 Mk., nur 44 500 Mk. weniger als für 1901/02, vorgesehen wurden. Beide Umstände: Rückgang der Eisenbahn-^ erträgnisse und Verminderung der Ueberweisungen von dem Reich wirken hiernach also allein verschlechternd auf das diesseitige Budget ein um 1 192 420 Mk. Nun hat aber schon das laufende Budget mit einem nur aus den Vermögensüberschüssen ftüherer Jahre zu deckenden Fehlbellag abgeschlossen von 2 197 654 Mk. 37 Pfg. es wäre also eigentlich zu befürchten gewesen, daß das neue Budget (1902/03) einen Fehlbetrag aufweisen würde von 3 390 074 Mk. 37 Pfg. Wenn diese Befürchtung sich that- sächlich nicht verwirklicht hat, so ist dies zunächst zurückzuführen auf die bereits betonte überall bethätigte Beschränkung in der Einstellung und Veranschlagung der Ausgaben auf das unbedingt Notwendige, hauptsächlich aber auf eine wesentliche Steigerung fast sämtlicher rein hessischer Einnahmen. Dieser erfteuliche Umstand sei hier besonders heroorgehoben. In Wirklichkeit verringert sich der Ausgabeüberschuß der laufenden Verival- tung auf........ 1 690 600 Mk. 74 Pfg. Statt einer Verschlechterung um 1 192 420 Mk. ergiebt sich somit eine Besserung von 2 197 654 Mk. 37 Pfg. - 1690 600 ant 74 Pfg. . 507 053 Mk. 63 Pfg. was — abgesehen von den Einwirkungen der Eisenbahnge- meinfchaft und des Reichs — für die übrige Verwaltung eine Besserung der Lage bedeutet von . 1 699 473 Mk. 63 Pfg. 1 699 473 Mk. 63 Pfg. Der Fehlbetrag im laufenden Verwaltungs-Etat wurde durch Einstellung eines gleich hohen, dem Vermögen entnommenen Betrages gedeckt. Von diesem Vermögen (den aus früheren Jahren angesammelten und im Vermögensbudget aufgeführten Ueberschüssen der Hauptstaatskasse) ist noch ein Betrag von 1701306.99 Mk. verfügbar; derselbe würde somit etwa gerade ausreichen, den Fehlbetrag des Jahres 1902/03 zu decken. Mit solcher; Art der Deckung käme Kunst und Wissenschaft. Ausländische Urteile über die Kaiserrede. Mit dem Bestreben sachlich zu sein, und nicht ohne Wohlwollen urteilt der „Temps": „Die Siegesallee ist ein wenig feierlich, und unsere Pariser Flaneure, die in der Aca^ien-Avenue nach den jungen und hübschen Damen auszuschauen pflegen, würden vielleicht finden, daß die Gesichter jener Herren der Fröhlichkeit ermangelten. Aber sic ermangeln gewiß nicht der Größe, und Kaiser Wilhelm hat wieder einmal gezeigt, daß er den Patriotismus seines Volkes zu pflegen versteht. Die Siegesallee würde also ihren Zweck erreichen, auch wenn sie nicht ästhetisch schön wäre. Aber sie ist es, nur nicht in dem Sinne, wie Wilhelm II. es meint- In seiner Rede zwischen Braten und Käse hat er erklärt, die Berliner Bildhauerei sei auf einer Höhe, die die Renaissance vielleicht nie erreicht habe. Gewiß ist die gegenwärtige Berliner Bildhauerei achtenswert, aber sie steht weit unter der italienischen Bildhauerei der Renaissance und der französischen Bildhauerei der drei letzten Jahrhunderte. Berlin besitzt weder einen Michel Angelo noch einen Paul Dubois, noch einen Rodin oder Fremiet. Aber es besitzt einen Wilhelm II. und wir sagen das sonder Spott, denn künstlerisch ist es von gleichem Wert, da geniale Künstler nur unter Herrschern, die sich für sie interessieren, gedeihen können. In Paris verbaut man neuerdings die schönsten Plätze und die Straßenbahnen zerstören immer mehr das elegante Straßenbild. Wir wären ftoh, wenn wie Wilhelm II. die Bahn Unter den Linden Loubet die durch die Champs Elysees verhindern würde". — Einige Gehässigkeit spricht aus den Bemerkungen der „Debats". Sie nennen die Rede des deutschen Kaisers über die Kunst ein Potpourri von dogmatischen Aphorismen. Man sei bei ihrer Lektüre vorerst llp Verlegenheit, das geistige Band zu finden; wenn man sich aber etwas Mühe gebe, finde man in dieser Verwirrung drei Havptidecn. Die erste sei die patriotische- Wenn der Kaiser da aber meine, das Hochhalten eines Ideals sei der deutschen Nation eigentümlich, so vergesse er, daß auch die Franzosen und die Russen ihre Ideale hätten, und die Engländer in Transvaal die halb- wllden Völker unter dem Vorwand ausrotteten, - daß sie im Namen der Zivilisation Ideale verträten. Die zweite Idee ist die ästhetische. Wenn der Kaiser sage, die Kunst solle das Ideal den unteren Ständen bringen, so müsse man fragen, ob die oberen es nicht nötig hätten. Ter Kaiser schmeichle damit den höheren Ständen. Und wenn der Kaiser sage: die Alten hätten die Leute reden lassen, so könnten die Neuen eben den Kaiser reden lassen. Die dritte Idee sei die patriotisch-ästhetische und ihr Haupt- vertreter der offizielle Bildhauer des Kaisers, der deutsche Prcf s o: Begas mell seinen Pf eu d o - kl a s si sch en Schöpfungen. Wenn der Kaiser meine, überall gebe sich ein ungeheurer Respekt vor der deutschen Bildhauerei kund, so irre er sich, denn die Berliner wie die Münchener akademische Richtung erzeuge: nur gründliche, Langeweile. — Das Londoner „Daily Chronicle" kritisiert: „Man sagt nicht zu viel, wenn man behauptet, daß die Majorität der zweiunddreißig Ottos, Johanns, Friedrichs und Karls, die in diesen zwei langen weißen Marmorreihen stehen, vollständig unbekannte Persönlichkeiten sind. Ter Berliner weiß nichts von ihrer Stellung in der Geschichte, vermutlich aus dem einfachen Grunde, weil so wenige von ihnen überhaupt eine Stellung in der Geschichte eingenommen haben. Der Kaiser hat sie aufgestellt, er hat sie aus der eigenen Tasche bezahlt, und das genügt dem Durchschnittsbürger. Zwei oder drei der Figuren haben dem Volk etwas zu erzählen — der große Kurfürst, Friedrich der Große und der alte Kaiser, aber die anderen schweigen und sind ünbekannt. Es mag auch fraglich sein, ob das „Marmarameer", wie der Berliner die Siegesallee jetzt nennt, wirklich eine wertvolle Zugabe zu dem künstlerischen Schmuck der deutschen Hauptstadt ist. Die Monumente mögen wohl dekorativ sein, wie sie so daftehen in ihrer weißen Reinheit, sich abhebend von einem sommerlichen, grünen Hintergrund, zu ihren Füßen große Blumenbeete; aber sie sind sicher- lich keine individuellen Kunstwerke. Wenn man sie einzeln betrachtet, so bemerkt man, daß die Majorllät nicht ein mal niittel mäßig genannt werden kann, und daß ein bedeutender Teil unter aller Kritik ist. Im ganzen genommen sind vielleicht fünf oder sechs Gruppen die Schöpfungen bedeutender Männer wie Begas, Magnussen und Uphnes wirllich gut, der Rest, wie ich schon gesagt habe, ist nur dekorativ. Es sind akademische Studien, in historische Kostüme gekleidet." „Tolle Nächte", ein Drama von L. L. Tolstoi, dem Sohne des berühmten Dichter-Philosophen, ist bei seiner Erstaufführung in Moskau gründlich durch, gefallen. Philipp Wolfrums „Weihnachts-Myste- rium" erlebte dieser Tage in Worcester seine erste Aufführung in englischer Sprache. Der angesehene Komponist Edward Elgar hat sich des poesievollen Werkes mit großer Sorgfalt angenommen und nach übereinstimmenden Urteilen eine höchst respektable Wiedergabe zu stände gebracht. Der nächste (26.) Juristen tag soll, wie uns ge- ichrieben wird, laut Beschluß, der ständigen Deputation in Berlin am 10., 11. und 12. September 1902 stattsinden. Begrüßungsabend am 9. September. Der 13. September ist für einen Ausflug ins Auge gefaßt. Als Verhandlungsgegenstände sind in Aussicht genommen: 1. Zweckmäßigkeit von Zwischenprüfungen. 2. Ausdehnung der H a f t - P f t Fahrzeuge, welche unabhängig von Schienensträngen auf öffentlichen Straßen durch elementare Kraft fortbewegt werden. 3. Vorschläge für Retz i fron des Straf gesetzbuchs. 4. Rechtliche Behandlung der Ringe ober Kartelle. 5. Anerkennung und Schutz des Rechts am eigenen Bilde. 6. Rechtskraft der Entscheidungen der Verwaltungsbehörden. 7. Abgrenzung von Richterrecht und Parteibetrieb im Zivilprozeß. 8. Möglichkeit gesetzlicher Befreiung des Grund und Bodens von den darauf haftenden Schulden und Lasten. 9. Beibehaltung beziehungsweise Einführung der Strafbarkeit fahrlässiger falscher eidlicher Aussaae vor Gericht. 10. Aenderung der Vorschrift des B. G. B. 8 313, wonach die obligatorische Verpflichtung zur Uebertragung eines Grundstückseigeutums an gerichtliche ober notarielle Beurkundung bes Vertrages geknüpft ist. 11. Beurteilung der amtlich verösscn.i chten Entwürfe eures preußischen Gesetzes zum Schutze der Bau- forberungen. werden. Die mit einem Preise ausgezeichneten Entwürfe gehen städter „Hess. Reform" veröffentlicht, heißt es nämlich: Das Gericht hat keinen Anlaß,' die Glaubwürdigkeit des I mit allen Rechten in den Besitz der Kammer über. . ... ......hnt otnott aimprlnffinen. ver-1 *• QitftinttnnnrtSitrfnnne Bom 1. ; Unterzeichner für dieselbe geworben werden. Ein Delegierter /wurde abgeschickt, um die Leuchten des Künstlervereins zu /Ihrer Meinung, es muß endlich mal was geschehen, nur Die hessische Handwerkskammer beabsichtigt, im Groß- Unsere Antisemiten sind durch ein GerichtSurtell in 2Iuf« 11902 an das Sekretariat, der Kammer Darmstadt, KieS- schade, daß ich nicht mitmachen kann." Langhammer mochte ,an die Staatspfründe gedacht haben, die nur für brave „keinen". Er kam zu Prof. Langhammer. ' ;tour entzückr von dem Plan. „Meine Herren, ich bin ganz Volitische Tagesschau. Die Glaubwürdigkeit des Judentums. AuS Darmstadt wird geschrieben: Kunstgewerbeschule Professor Kübel zu Mainz, 6. Joh. Lipp- mann, Besitzer der lithograph. Anstalt Schömbs, und 7. Malermeister Herrn. Roosen zu Offenbach a. M. Die mit einem Kennwort bezeichneten Entwürfe sind bis zum 1. Februar reouna gebracht worden, das im Mai d. I. vom Amtsgericht straße 133, portofrei einzusenden, ,6m gefc/)toffeneimit dem- D-mstadt unter dem Vorsitz des Amtsrichters Gerlach gefäUt roUl In den Gründen der Kl-gcabweisung, welche di- Darm- Unterlagen tonnen unentgeltl.ch vom Sfretariat bezogen Herzogtum Hessen einheitliche, künstlerisch ausgeführte> jund polizeifromme Kinder da'ist. »Gesellen- und Meisterbriefe zur Einführung zu bringen. Der Delegierte wandte sich an Professor Sch licht in g.t Rach einem dieser Tage ergangenen Preisausschreiben hat /Dieselbe Antwort. „Meine Herren, ich bin ganz Ihrer! sie zur Gewinnung geeigneter Entwürfe insgesamt 500 Mk. Meinung, aber ..." I ausgesetzt, die nach Beschluß des Preisrichteramtes zur Hälfte Dann kam Hans Herrmann an die Reihe. „Meine den drei besten Entwürfen für Gesellenbriefe mit 120 Mk., i Herren, Sie wissen schon. . " . JdO Mk., 50 Mk., und zur Hälfte den drei besten Entwürfen T oft. Uch I für Meisterbriefe mit den gleichen Beträgen zuerkannt werden V UntofÄ^geÄ ÄÄtaent «« °nd°r° Verteilung der Gesamtsumme bleibt den isinnungstüchtigkeit! ! Preisrichtern vorbehalten. Das Preisrichteramt bilden: Ein jedes Volk', ein jeder Stand, ein jeder Mensch ver- 1. Museumsdirektor Professor Dr. Back, 2. Architekt Paul sdient immer noch die Behandlung, die er sich gefallen läßt." I Eberlein, 3. Ober-Regierungsrat Dr. Usinger, 4. Hofzimmer- 1 maler Justits Weber, sämtlich zu Darmstadt, 5. Direktor der Leipzig, 24. Dez. Gegen d„s am 14. d. M. von der zweiten Strafkamnier des hiesigen Landgerichts im Prozeß gegen die Verwaltungsorgane der Leipziger Wollkämmerei ergangene Urteil wurde nicht nur von den Angeklagten, sondern auch von der Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. — Zum Äorritzer Mord teilt ein antisemitisches Blatt mit, daß der Oberstaatsanwalt in Marienwerder die Beschwerde des Zeugen St. zu bezweifeln. Derselbe hat einen zuverlässigen, ver- *♦ Briefe mit Zustimmungsurkunde. Vom 1. Januar av trauenerweckenden Eindruck gemacht und seine Aussagen unter de»:: I in Erhebung der Gebühren für Briefe mit 3uftc(^ung§5 Eide abgegeben. Er ist mos a i s ch e r R e l i gr o n, d er en U n^ eine Aenderung insofern ein, als die Gebühren (daö ^Ct b e1 'Surd) g ä n g i g^R? “genau nehmen. Seine gewöhnliche Briefporto, die Zustellungsgebühr von 20 Pfg. Religionszugehörigkeit drent daher dein Gericht unfo das Porto für die Rücksendung der Zustellungsurkunde) zur Erhöhung s einer G laubwürdigkeit." sämtlich entweder vom Absender sogleich bei der Einlieferung Diese Begründung, ine auch Richtantlsemlten überraschen sämtlich vont Empfänger bet der Aushändigung ent- muß, hat nun dem Abg. Köhler-Langsdorf u. a. Veranlassung müssen. Briefe mit Zustellungsurkunde sind gegeben, im Landtag die Regierung darüber zu befragen, wav ^mnach entweder vollständig frankiert oder vollständig un- sie zu thun gedenke, „um die m dieser U^et.^c9run^m9 frantiert zur Post zu geben. Unzureichend frankierte Briefe ausgesprochene Bevorzugung der mosaischenRe- Zustellunasurkunde erhält der Absender zur Ergänzung des ligion vor Gericht, sowie Gesetzesverletzungen der gedachten - ' Zurück In der Begründung , dieser Anfrage ö .. Neuiabrl ‘ ‘ “ man zwar leicht über die augenblicklichen Schwierigkeiten hinaus, es müßte aber ein solches Verfahren, welches den vorhandenen Vermögensrest lediglich zur Deckung des Fehlbetrags des einen Jahres 1902/03 verwenden und so vollständig aufzehren würde, als überaus kurzsichtig und nicht zu verantworten bezeichnet werden. Ein solches Vorgehen erscheint um so weniger zulässig, als das übernächste Budget *(1903/04) nach aller Voraussicht keinesfalls leichter, zu balancieren sein wird als dasjenige für 1902/03. Vorsichtiger und richtiger ist es darum zweifellos, zum Mindesten dafür zu sorgen, daß auch noch ein Teilbetrag des Ver- ,mögens für die Balaneierung wenigstensbes übernächsten 'Budgets (1903/04) aufgehoben wird. Diese Erwägung führte ■$u dem Vorschlag, nur etwa die Hälfte des Fehlbetrags wrs dem Vermögen zu entnehmen, den Rest aber durch eine Thee ist das feinste und billigste Frühstück, leicht zu bereiten und der Gesundheit zuträglicher als Kaffee. M e ß m e r' s Thee wird von allen Kennern bevorzugt und selbst an mehreren Höfen getrunken. Probepackete & 60, 80 Pfg. und 1.— Mk. 6131 — Einen weiteren gläuzcudeu Erfolg hat die Chemische Fabrik Fritz Schulz jun. Aktiengesellschaft in Leipzig mit ihren weltbekannten Haushaltungs-Artckeln: Globus-Putz-Extrakt, Putz-Seife, Amerikanische Glanzstärke, Globus-Borax, Creme-Farbe, Möbel- Politur, Haar-Pomade und Leder-Putz- und Konservierungsmitteln in diesem Jahre zu verzeichnen, mdem in weniger als Jahresfrist am 16. Dezember die 100 OOOfte Bahnkiste ab ihrer Centralsabrik in Leipzig-Plagwitz zur Verladung gebracht rouroe. (Im Vorjahre waren es an diesem Tage nur 89 000 Bahnkisten.) Ausgenommen hiervon sind die zahlreichen, täglichen Poststücke und die bedeutenden Verladungen von den Zweigfabrcken in Eger t. B. und Neuburg a. D. Diese Thatsache blldet gewiß den besten Beweis für die fortschreitende Entwicklung dieses Etabliffements, welches in seiner Spezialität, in Bezug auf Größe und Leistungsfähigkeit, auf dem Kontinent als unerreicht gelten darf. ___________________________ Auf der jüngst m London stattgehabten Militär-Exposüion war die Firma E. H. Knorr,>A.-G., Heilbronn mit ihren, einen Wellruf genießenden Erzeugnissen vertreten, welcher von der Jury idie .goldene Medaille" als höchste Auszeichnung zuerkannt wurde worden. — Professor Mikulitsch aus Breslau weilte jüngst drei Tage zu einer Operation an der Gemahlin des Gouverneurs Tobiesen in Chackow. — Rockefeller hat der Universität Chicago 6,000,000 Mark als Weihnachtsgeschenk überwiesen. Er begründete bekanntlich diese Universität, und seine Schenkungen betragen bereits über 60 Millionen Mark. Gerichtssaal. Steuererhöhung aufzubringen. Nach Artikel 13 des Gesetzes vom 12. August 1899, die allgemeine Einkommensteuer betreffend, und Art. 13 des Gesetzes vom 12. August 1899, die Vermögenssteuer betr., .. , . , . „ ist im Finanzgesetz zu bestimmen, ob die in den genannten 2lft zu verhindern." In der Begründung dieser Anfrage o „ gieuiabrgalütfwüinthe. Wir machen darauf aufmerksam, Gesetzen im cin^lncn befhmmten Steue»^ e§, ba6 jene§ Uri«! irn Widerspruch stehe „imt ver- . Postkarten mit Verzierungen aus ^äßtt/werden £ sch,ebenen Landesgesctzen und der Bundesverfaffun^ nut der ^ncr-lst°ub, Glassplitterchen, Glaskügelchen u. dgl. (sogen. Äta bS SSfleÄlteuei: ist -llgernemen V° kSttunmung m,t nicht mehr befdroert sondern anhalt, einheitlich und gleichmäßig ohne Rücksicht aus die verschiedene per Statistik, sowie nut dem Gebrauch des Richt°rst-md-s roenn die Rückgabe an den Absender nicht gelingt, Art und Große des Einkommens, befrto. Vermögens ju be- der gesamten europäischen Kulturwe t vom Untergang messen. — Das wechselseitige Verhältnis der Heranziehung Römerreiches her bis zur Mllte des 19. Jahrhunderts, uuf der beiden Steuerarten dagegen ist gesetzlich nicht gebunden. Grund dessen wird die That des Amtsrichters Gerlach als 3I(nTttorlrtirtü-^iTrtrhrTfhtftt - 11 ■■■■? 1 1 eine That erachtet, durch die er sich innerhalb seines Amtes $MIUJkIUJ«tu Kunst unv Künstler in Merlin. der Achtung und bcS Vertrauens, die sein Beruf erfordere Berttu -LDez-Der P -> len.Skanda l in der Vorlesung In der „Welt am Montag" veröffentlicht Johannes bei allen Bckennern der christlichen Konfessionen, die durch I on ^macht worden. Es sind eine Gaulle nähere Mitteilungen Über die Vorgänge, die zum I diesen Richterspruch hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit vor Ge- ^eihe polnischer Studenten vor Den Richter geladen worden. Die- Ausscheiden des bedeutenden Landschaftsmalers Professor l xjM den Bekennern des mosaischen Glaubens nachgesetzt l selben bestreiten jedoch, an der Störung teilgeiwrnrnen zu Haden. Bracht aus der Berliner Kunstakademie geführt haben. I^den, unwürdig erzeigt habe. I - Don den-neuerlichen Ernennungenzu Professorenian.bei- Um= «S" dem Motto: „Des Königs Wille soll Man braucht sich mit Herrn Kohler Nicht einverstanden Ä 'Ä h°nd°l?süh t sAVtrnor hpr Gesebrtenrevublik ibren erklären, wird aber doch m jebem Falle es verwunderlich E die Ernennung des Augenarztes Dr. G re e f f zum außerordent- dem Sw Jät ff anbernlB"0«”' baß gerichtsseitig die Ansicht zum Ausdruck gelangen n^en Professor. - Zu der »lättermelbung bafe Spahn . Was dem einen recht ist, ist dem andern I beftinunten Konfession mehr Glauben beizu-IAlthof f vom Kultusministerium amtsmude fei und tm April als billig. tyoft gleichzeitig ist der Künstler,chaft ein ^Fall I • h . J. n;mmf bekannter^! Nachfolger des Universitätskurators Schrader nach Halle gehen Bracht" beschert worden. Unter den deutschen GelehrtenImeßen sei als enter anderen. Gewiß nimmt es bei 'Hotte, bemerkt die „Nat.-Ztg.", richtig sei, daß Schrader zurück- finden sich immer noch Männer, welche die Bevormundung I maßen namentlich jeder orthodoxe Jude sehr genau mit feinem trcten werde, alles fiebrige entbehre jeder Begründung. (Schrader als eine Degradierung empftnden. Ob sich die Künstlerschaft! Eide; aber thun das denn etwa die Christen im allgemeinen steht irn höchsten Greisenalter. D. Red. d. Gieß. Anz.j gleichfalls zu einem, wenn auch nur schüchternen Protest!weniger? Ungehörig ist es ganz gewiß, wenn von Achter- — Im Mai 1907 feiert bekanntlich die Universität Gießen hervorwagen wird? Ich zweifle stark daran. Der Alt- J Scite irqendwÄche, in der Konfession, dem Beruf oder lhr 300jähnges Jubiläum, und zwei Jahre spater wird die Uni- ^e^ste^-^r Be^^er Landschaftsmalerei, ^os- Engen Bracht, Partei begründete Nuancen in der Glaubwürdigkeit §ur ift üi^Leipzig die Eanstaltung einer der Bedeutung des ifl gewi,fermaßen «E femer Stellung vttdrangt worden, gebracht werden. Es ist schon ost als eine mißliche Gedenktages würdigen Feier, wozu bereits jetzt durch Vergebung -undeine faulige Ruhe breitet ,ich über den deutfchen l empfunden worden, daß z. B. dem Beamteneide größere der Arbeiten für die Festschrift Vorbereitungen getroffen worden 'Künstlerwald au». |rt '. „ t f . - ■ < <- < pinca 9Rrinnf' I finb. Auch enthält schon der Staatshaushaltsetat für 1902/03 au- Der^,Fall Bracht" spielte sich folgendermaßen ab. Prof. Glaubwürdigkeit belgemessen wird als dem^Eide emesPrivat- in Summen für das Jubiläum. Bekanntlich entstand die Gude kündigt seinen Austritt aus dem Lehrkörper der Aka-Imannes. Man darf auf die bevorstehenden Verhandlungen 1 Leipziger Universität infolge der im Jahre 1509 zwischen den demie an und legt zugleich sein Amt als Vorsteher des!im Landtag gespannt fein. «Deutschen und Böhmen an der Universität Prag ausgebrochenen Meisterateliers für Landschastsmalerei nieder, - ■ , ,, ,■■■■ ■ |gfreitigfeiten, aus welchem Anlaß 2000 deutsche Studenten unter Am Stadt and Kand. £Ä Gudes einrucken mu,fen. Der Senat der Akad em^ie> ^er Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten !ono v. Münsterberg, gestorben 1416. entscheidet über die Neubesetzung des vakanten I jsi nurunter genauer Quellenangabe:,, Gieß. Tluz." gestattet.)! —Ter bisherige außerordentliche Professor in der Juristischen Lehrstuhls auch in diesem Sinne und schlägt dem zustän- Gießen, den 27. Dezember 1901. Fakultät der Friedrich Wilhelms-Universität zu Berlin Dr. Emil digen Minister Professor Bracht als Nach folg er Lu y f Der außerordentliche Professor sür eng->S°ckel ist zum ordentlichen Prosessvr in derselben Fakultät ernannt Gudes vor. Der Minrfter kann sich aber mit der Professur! .. an-rt-r«. .(rmnAiTM Bracht nicht recht befteunden, da, wie es in Mnstlerkreisen lifche P^ilologre Dr. Wilhelm W e tz hat einen ehrenvollen heißt, der Landschaftsmaler Professor Albert Hertel von Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Freist ö ch ste r Seit e aufg e f 0 r der t sei, sich um die vakante! bürg i. B. erhalten. (Der wohl zweifellos zu erwartende Stelle zu bewerben. Das Ende vom Liede ist: Hertel kriegt Fortgang des Prof. Wetz^ würde einen empfindlichen Verlust die mit einem Jahreseinkommen von 10000 Mk.!für Gießen, auch in gesellschaftlicher Beziehung, bedeuten, und freiem Atelier verbundene Professur, währendINamenllich hat sich Prof. W. in weiteren Kreisen bekannt Bracht, der weit über Deutschlands Grenzen hinaus an-I.^macht als 1. Vorsitzender des Gießener Lesehallevereins, erkannte Landschaftsmaler, sich mit der untergeordneten I reiner rührigen Thätigkeit gar viel verdankt. Professor Stellung /ines Akademieprofessors zu bescherden hat- I Wetz ist ein geborener Hesse. Er stammt aus Eppelsheim tol= 17 B^e=°rPäln (SrJ Worms) wo « am 7. Dttota 1M8 geboren wurde. ihrer Mitte befinden sich Männer, welche die Faust — in der Seiner kürzlich im Verlage von Max Hesie m LÄpzig er- Tasche ballen. Die in der Majorität sich befindende „Bracht- schienenen Byron-Ausgabe haben wir vor «mgen -tagen Partei" soll sogar daran gedacht haben, zu demissionieren! ein Feuilleton gewidmet. Die Red. d. Gieß. Anz.) Schließlich hielt sie aber die Vorsicht für den besseren Dell *• Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat den — her Tapferkeit, und alles blieb beim alten. Das preußische Hofkutscher Schneider zum Leibkutscher mit Wirkung vom BauunternchmersWinter, in Könitz gegen die Einstellungsverfügung Unteroffiziers-Reglement hat wieder einmal einen glänzen-1^ Januar 1902 ab ernannt. — Der Groß herz og hatI des Ersten Staatsanwalt Schweigger in Könitz, betreffend das den Sieg davongetragen, die Berliner Kunst aber eine .' ez^sstallsouraaemeister Friedmann den Charakter als Verfahren gegen den Schlächter Lewy,zurückgewiesen hat. Nun- Schlappe, von der sie sich sobald nicht erholen wird. Lontall ouraaemaaazins - Verwalter" und dem Hofwagen- '^hr soll gegen diesen Bescheid der Strafsenat des Oberlandes- Vrofeisor Bracht hat inzwischen einen ehrenvollen Ruf „Hosttaltfouragemagazms - ^erroancr uno oem ^vswagen Gerichts m Marienwerder angerufen werden. nach Dresden erhalten viele seiner tüchtigsten Schüler mer- meister Kircher als „Hosstallmagazms-Verwalter verliehen. Sligo (Irland), 24. Dez. Die Mitglieder des Parla- ,h(J/ hnßin rnf^pn' unh hip Bracht-Schule die her Ber-I— Der Großherz og hat den Gehilfen bet der Provinzial- rneNts Tully und John O'Donnell wurden wegen Aufreiz- MÄ Ä ÄÄÄ Tnl birettion Ob°Ässt7 7nd' am Gstß-n §a.imLn ^egen gehen. Dafür wird aber nunmehr die „Kitsch": auf fein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, I £ 5 ’ 5 9 Malerei entschieben an Boden gewinnen. Bei dieser I mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, mit Wirkung vom! Paris, 24. Dez. Die Schwester des zum Tode verurteilten Gelegenheit sei die Frage aufgeworfen: Wer ist Professorh Januar 1902 in den Ruhestand versetzt und ihm auslKindesrnörd ers Brierre erklärte nach dem Urteilsspruch iAlbert Hertel, der neu ernannte Vorsteher des Meister- ^em Anlaß die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienst- in einem JiNerview, sie werde bis an ihr Lebensende nicht an ateliers? — Unser Kunstpublikum kennt ihn kaum dem Namen < § mhilinns des Großmütigen verliehen Der Kreisamts- bie Schuld ihres Bruders glauben. Der Verteidiger Brierres uack aeühtoeiae denn seine Werke die böse Berliner Kritik oroens Ml"pps des wrogmuiigen verneyen. bic en dazu, gegen das Urteil Berufung emzulegen. Brierre bat ii^nie^e^nstlich"mit ihm beschäftigt die Künstler nennen! 9^h^ft Guthter zu Heppenhetm wrrde zum Gehilfen bet Urblieb bei der Urtellsverkündigung sehr ruhig und meiste auch Ahn höchst despektierlich einen Killch"-Maler. Nur die dem Kreisamt Gießen und der Provinzioldtrektton Oberhessen nachher mit gutem Appetit. Semen Wärtern erklärte er, es sei Tageszeitungen wissen mitunter zu berichten, daß Professor mit Wirkung vom 1. Januar 1902 ^nnt. — Ernannt u^.u^Appell denOGedanken^an^ieTchch lebenslänglicher Hertel — zur Frühstückstafel des Kaisers htnzugezogen fer. wurde ferner der Gefangenwarter am Landeszuchthaus Marien-■ L ' cr ^rbeit mit sich herum zu tragen. Wenn er wenigstens noch ein Stillleben als künstlerische!schloß Trautmann zum Gefangenaufseher an dieser Anstalt! ■ ■■ 11 ■ —y _ll5= /Ausbeute von der kaiserlichen Frühstückstafel mitgebracht mit Wirkung vom 5. Januar 1902. — Der Großherzog hätte! Aber auch das nicht einmal. Als Professor des ^t dem Geh. Oberbaurat Jmroth zu Darmstadt die Er- (Anonyme Aufraaeu bleibeu unberücksichtigt.) Meisterateliers mag er vollends auf dem vorgeschobenen zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. H„ru Pfarrer W. in^L. „H ille-Bobbe, die Hexe von ^orveer ausrmyen. ^instlerfchart von!Majestät dem Deutschen Kaiser und Kömg von Preußen ver- Haarlem" nannte Frans Hals, der große niederländische Maler, wenigsten ist die lungere: Kunst e^,ch stI ^^^nen Roten Adlerordens 3. Klasse und dem Wafferbau- eins seiner bedeutendsten Gemälde. Es entstand etwa um 1650 ' el an der Berliner Hochschule erbaut. Die^ Bracht-1- Baurat Sckmitt zu Mainz die Erlaubnis zur An-I"nd befindet sich heute im alten Museum zu Berlin. Eine Kopie /Schuler hatten sogar eine Petition an den Minister fein mspeltor Baurat öctjmitt zu ^camz die ^rtauoms zur § Gemäldes von der Hand des Sohnes dieses Meisters besitzt säuberlich zu Papier gebracht. Soweit llappte hie Sache. I nähme und zum tragen des ihm von Sr. Majestät^oem l Dresdener Gallerie. — Ihre Mitteilungen waren übrigens für Dann kam aber die größere Aufgabe. Es mußten auch! Deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen ytoten 1 un§ recht interessant. Man darf wohl daraus, daß bei uns zu ’* ~ * c /*" ■ **-* " Adlerordens 4. Klasse erteilt. — In den Ruhestand wurde! Lande „Hille-Bobbe" als Bezeichnung für häßliche alte Weiber und —..v.™ belicht der Bahnwärter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn- als Schirnpiwart glll schließen das man mit diesem Namen IN D°«tlerb^^,ch<,ft Bell zu Gießen mit Wirkung »om 1. JanuarM/AF'^^^^er. und Mttteldeu.schland eine sagenhafle '•jicago 6,000,OW imbete belanntlid) M beoäxä über 2ÄW ^^ÄngslN'^ 25SZ itt ’■ Jeivels, I1 ■ kdS» L 'n der Borlesung Mtanbe einer 01 sind eine en worden. 2ie= otnmen zu haben °ren an der Uni- noch eine ohne ■ M handeli sich zum außerordent- ^tMlikerialdirektor und im Äpril als nach Halle gehen s-chrader zuruct- idung. sLchrader Anz.> Lerluat Gießen iter wird die Uni- lich begehen. Ge- «e Bedeutung des t durch Vergebung gelrossen worden it für 1902/03 Millich entstand die lö09 zwischen den rg ausgebwchenen ie Studenten unter )ostmmn nach dem iirfientum Sachsen, ir Universität war : in der Juristischen Berlin Dr.Emil en Fakulläl ernannt ilte jungst drei Lage aoerneurs Tobiesm Dl. von der jwtilci -zeß gegen bie w ei ergangene Urten >ern auch von der mitiW Blatt mch die Beschwerde de- mstellungsoechiglmg nitz, beiressend das leroicfcn Hal. ^un' ?oi des Oberlandes- der des Parla- neaen Äufreiz- »g«™'9 bie'*a* ^esangnls ver m Tode verurteiltm i d--» toeiErf ‘iefS&S ■“*«unb t„1otb[C bS ‘•fc ab S'Mungs. ®cb*n (baä ,"on 20 P,. *>9 J [j„b ®o“ltanbig un, ?!-ck Brich ^anzung des lllj aufmerksam, ^rungm aus (logen. 'ändern anhält, nity gelingt', AK- I Serllan,Ä des'?' * Sagend1 l waren }ll ms, ^ Kiber und gliche? Flamen » jrt» i*6* - ?™» r- o Ä o 10 5: Sr c: ao 8*3 - iffi V D c OK a e P tfQ S ,0 e SD CD 3 :d cdok : ■*— V C p p p vP E — <7 e « cd ■M ac CD P Z 3 p V Ä' jO 1-2 O r-T. «so. p e •Ü- c ■ S- K 5 JE p w • > o ==. -5 So OK P 03 CD P ■ p E S o T-< OK • 72 CO CD CO 72 O 3 P p vO p CD CD 3 jO -> 3 OK L V OK CD w-. 3 LZ. 2 ■feg OK <_» w O uO 9 *± 4 o c * o C7 -3 C7 — C kD 73" 72 X, 3 C7 - *5 ’C s— OK—' 33 " 3*0® 3 17—0— — " 3 P OK O 72 'S O 3 CD P X r; o >£> OK *-* P‘S Q P OK P L?° ° •Ä e *© gsO 7* ö 3. - 3 « PZVP^A S 3 p 2^ p-e_72 -Z L 3Z^Z e Ä » p 1 s 1 - 2 o o CO Ä r=t 02 ■ O C3 03 - O <35 « Ä .*E £. 3- » <7 3 4» ‘o’ <35 CO L> C3 O P w ns 3 :C 2 3 CD OK = 53- “3 s 3 C CQ ’s S <7 rs L aa CD CD. :O *■ CQ o ■ CD ZK 3 3 - s 3 d3 o *-* 32(9 B 72 3 । P 3 -E <7 T *d c 3 >p 72 5 CD CO CD 3 « a vd c 3 Z o C-J a-C CD 3 Q «< .P O er.xD <3- <7 c Cb p 3 P. itl 3 S »- o Z ° .3-L d *~1 p B, *3* «3 72 3 — M E <7 L § tS Z B Z-OK = L <3 -31 g 23 —- c s= 3 Bus o9 CD ..H P % 3>^ <3 <7 0- ty 72 *3" OK — c c M Ö-?72 Ei' 3 *-' L rr <2 •p® § C C7 31 . 72 70 ic- C - O 72 N = -- CD 'SS -3 «7 5 e .. A-Q-E 05 AS 'I.>b 3® C?«K C 72 P ’S 2+i “r-3 <57 07 .E 3 CP — 6^ 5» o> © ■üS c 3 3 -g 07 S CD*tC 00 3 00 .57 07 p 3 CD L-Z,p S=c o>« 3 3 — OK O -O p 72 — 3 .3 .*3" H I»b ” —7 O ti l3XX^72 3- ,3 -3 E. Ö p ■** w » 3 2 s- L . 3 3 g> 3 E-® S -5* IZK t* .3 XT> p «2i —" 3 CD 3 "p «c o N k8 § i — .21 SK S®. « . w m“ 3 -P 72 O CD 3 p p>b Ä g V ff OK P 07 3 3 3 .3 CD-2 53 ZK°Z >5" *3 P C ^7 p 3 2- QSt SS ©"" -S 3 *P OK p 07 Q OK 72 :Q "3 tfP Cb „ =C p T #D p ^ o, O —» iP OK (XÄ w—♦ P 07 — 3-3 p p -g 3 cd ^2 - cqS S p 2 g "3 'O*. H-* 8 r-r 2. 3 rsb.3 V. p *3- — c 72 >b m AZ 'S >S'-o N-l-p ZLL P Ä »Q' "S" "S «7 <35 t= M Aufgebot. Auf Antrag 1. der Louise Pfcmnstrel, geb. Jacob, 2. Softe Geiß, geb. Jacob, beide zu Ulrichstein, 3. des Emil Wenzel zu Linden, Staat New-Jersey (Nord- Amerika), vertreten durch Rechtsanwalt Engisch in Gießen, ergeht die Aufforderung: FEINE SORTEN 50 a) an Ferdinand Theodor Christian Martin Bogel, geboren am 22. März 1831 in Gießen, Sohn des Bibliothekdieners Christoph Philipp Vogel und Ehefrau Eleonore geb. Peppler daselbst, zuletzt wohnhaft in ViU-el, der vor etwa 40 Jahren angeblich nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen ist, sich spätestens im Aufgebotsterminc Freitag, 11. Juli 1903, vormittags 10 Uhr, -u melden, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen wird; b) an alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, spätestens im Aufgebotstermiu dem unterzeichneten Gericht Anzeige zu machen. 8385 Ailbel, den 14. Dezember 1901. Großherzogliches Amtsgericht. Sohorrfteigerung im Gießener SLadtwaLd. Montag den 30. Dezember 1901, vormittags 9^ Uür beginnend, sollen im Greßener Stadtwald, Distrikten Neuhege und Haingesboden, versteigert werden: 41 rm Gicbew-Scheithoh, 43 rm Nadel- „ 48 rm Eichew-Knüppelholz, 187 rm Nadel- 2 rm Birken- „ 3500 Wellen Eicherr-Reisia, 3400 „ Nadel- , 20 rm Eichen-Stockholz, 79 rm Nabel- „ Die Zusannnenkurrst ist cm der Grünbergerstraße am Waldein- den 28. Dezember 1903. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 8603 <>sWWniißW Garantiert reine Uaschenwcmr weiß und rot Arrak Kognak Rnm Punsch - Essenzen empfiehlt 8208 Victoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktstraße 5. weine? Prima Rotwein Bei dem jetzigen hohen Stande der Mrbutterpreiw empfehlen sparsamen Hausfrauen als itdM Ersatz lür Wtata Vilello- Margarine hergestellt aus Oinderfett frischem Eigelb und pasteurisierter Sahne Gebr. Adami, Mäu&burg. Gebr. Berdux, Bahnhofstrasse. Filiale Lisdenplatz. Fran Kath. Elle, Stein strasse. Adolf Geisse, Selters weg. Wllh. Haas, Bleichstrasse. Robert Heoker, Brandgasse. 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