Nr. Ä8V Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 38. November 1901 Erscheint täglich Mit Ausnahme deS Montags. Die Giehener Kamillen- blätter werden dem Anzeiger nn Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" nnd den -Blättern für hessische Volkskunde" oierrnal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger (Sieben. AernsprechanschlußNr.bl. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzelaen zu der für den folgenden Sag erscheinenden Nr. dis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt» lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Ps^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Universität? - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witt ko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Aus dem Aeichstage. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterrn .26. November: Nicht die Tagesordnung war heute das Interessante am Reichstag. Die Bedeutung einer Seemanns- und Strandungs-Ordnung, in zeitgemäßem Sinne gestaltet, soll gewiß nicht unterschätzt werden. Aber die stattliche Schar der Tribünenbesucher war nicht dieser immerhin etwas trockenen Materie zuliebe gekommen. Dem Reichstag, seinen Mitgliedern, den Teilnehmern an dem Kamps um den Zolltarif, galt fast ausschließlich die Aufmerksamkeit. In der majestätischen Wandelhalle entfaltete sich vor Beginn der Sitzung das lebhafte Schauspiel, das immer nach den Ferien vor sich geht nnd das durch eine unendliche Menge von Händedrücken und Begrüßungswvrten, durch frohe Mienen usw. in arglosen Beobachtern den Gedanken erwecken kann, Herzlichkeit und Biederkeit seien unter den Parlamentariern 'unvermutet stark vertretene Eigenschaften Siehe da grüßen sich sogar politische Gegner „mit stmnmer Achtung" — das wird nicht hindern, daß sie 6et späterer Gelegenheit „vor dem Lande" ganz und gar nicht respektabel sich behandeln. Mit einer Welt von Stolz schreiten Abgeordnete einher, einen Zolltarif-Folianten unter dem Arme, die mutmaßlich nach den bisherigen Proben trappistischer Schweigsamkeit nur ein sonores Ja oder Nein in die Wagschale zu werfen haben. In das vielstimmige Geräusch der in Gruppen ge- führten Unterhaltung dringt der allarmierende Don des elektrischen Lärrtewerks. Die Szene wird in den Sitzungssaal verlegt. Am Präsidententisch steht hvchaufgerichtet, in unverwüstlicher Frische, Willkommensgrüße rechts und links austauschend, Graf Ba l l e st r e m, dem die nächsten Wochen in besonderem Maße Mühe und Arbeit bringen werden. Doch er ist ersichtlich guten illtutes.,. . Bei Beginn der Sitzung mögen 250 Abgeordnete anwesend sein. Auf der Bundesratsestrade befindet sich der eifrigste Reichstagsbesucher der Regierung, Graf Po sado w s ky. Sein langer Patriarchenbart ist stark ergraut, auf den Gesichtszügen prägen sich die Spuren angestrengter Geistesarbeit unverkennbar aus. Auffallenderweise hat der Staatssekretär heute wenig „Privataudienzeu" au erteilen. Man sollte meinen, daß besonders ans agrarischer Seite Neigung vorhanden sein .mußte, den Hauptbeteiligten an der Vorbereitung des Zolltarifs über dies und das zu sondieren. Doch! oie Herren nehmen einstweilen unter sich Fühlung. — Bei den ersten Worten des warmen Nachrufs, den Graf Ballestrem der Kaiesrin Friedrich widmete, erhoben sich auch die Mitglieder der äußersten Linken von den Sitzen. Die Wänderung der Strandungsordnung wurde ohne Debatte in der Kommissionsfassung angenommen Eine längere Diskussion entspann sich über die sozialdemokratischen Abänderungs-An- träge zur Seemannsordnung. Vorzugsweise beteiligten sich Abgeordnete der Hansestädte an der Erörterung, Dr. Se m- ler (natl.), Metzger, Herzfeld (Soz.), Frese (Freis. Äer.), Dr. Stockmann (Rp.), Dr. Paasche (natl.), Barg- mann (Frs. Vvlksp.). Bon der Regierung griffen Graf Posadowsky und der bremische Senator Dr. Pauli in die Debatte ein. Politische Tagesschau. Das Programm des Reichstages. W. T. B. meldet: Ter Seniorenkonvent des Reichstages beschloß, am 2. Dezember die Beratung des Zpll- tarifs zu beginnen dluf die Tagesordnung für den 27. däovember wird eine von den Nationalliberalen eingebrachte Interpellation an den Reichskanzler wegen des Jnsterburger Duells gesetzt. Die erste Etatsberatung soll am 9. Dezember beginnen. — Die deutschkonservative Fraktion beschloß, den Grafen Udo Stolberg-Wernigerode als Kandidaten für den ersten Vicepräsideuten zu präsen- tteren. Die Nationalliberalen beschlossen, die Wahl zu unterstützen. Der Reichstag nimmt sich viel vor. Das ist im Anfang immer so. Ter Weg zur Beschlußunsähigkeit ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Man kann die Ferien hinausschieben, aber man kann insbesondere die Herren vom Zentrum, die nach alter Sitte mindestens zehn Tage vor dem Fest heimwärts ziehen wollen, nicht in Berlin hallen. Mit den Zentrumsmännern flüchten die Agrarier aus' der Stadt der „Asphalt-Politiker". Bis zum 14. Dezember läßt sich auch schon viel Weises sagen, oder, nach dem malitiösen Wort Bismarcks voni Parlament, recht ausgiebig „die Schwirnrn- kunst üben auf der stürmischen Welle der Phrase". Angenehmer und förderlicher für die Feiertage ist es sicherlich, wenn der Reichstag nicht gar zu sehr das erste Gefecht ausdehnt. Der neue Marineetat. Die „Nordd. Allg- Ztg." schreibt: Im Bundesrat ist per. Marine-Etat für 1902 zur Annahme gelangt. Derselbe beträgt 209 Mill. Mk. Er bleibt daher finanziell nicht nur -im Rahmen des Geldbedarfs zum Flottengesetz, wie er seiner- zoit in der Budgetkommission festgestellt ist, sondern noch um 3,4 Mill. Mark gegen den Anschlag für 1902 zurück. Auch bezüglich der einzelnen Forderungen deckt sick), der Etat mit der Begründung zum Flottengesetz. Der Abschluß des Marine-Etats für 1901 wird voraussichtlich nennenswerte Ueberschreitungen nicht ergeben, insbesondere wird das Rechnungsjahr 190b Ueberschreitungen bei den Schi fsbautcn und Armierungen nicht aufweisen. Im übrigen darf darauf hingewiesen werden, daß die großen Schi fsbau-ttebetschreitungen der Jahre 1899 und 1900, soweit es sich hierbei um materielle Anst.stags-Ueberschreit- ungen handelt, vor das zweite Flott esetz fallen und sämtlich solche SchKsbauten betreffen, : ?lche bereits vor dem ersten Flottengesetz veranschlagt, bewilligt und auf Stapel gelegt waren. Es ist gewiß ein Zeichen, daß bei der Aufstellung des Reichsh aus hallsetats im Hinblick auf die Finanzlage ftrenge Sparsamkeit geübt worden ist, wenn Ausgaben für Mehrzwecke statt erhöht, herabgemindert werden. Dies trifft auf den Marine-Etat zu. Ganz so günftig wird freilich der neue Militär-Etat nicht sich präsentieren. Hier sollen il a. Mchrsorderungen für die Ausrüstung sämllicher Armeekorps mit Maschinengewehren vorgesehen sein. Vielleicht ist auch! mit Rücksicht hierauf der Marine-Etat möglichst knapp gehalten worden. Das amerikanische Kriegsgeschrei berührt jetzr auch ganz wesentlich Deutschland. Nach. Meldung des „Bureau Reuter" aus Curacao soll Präsident Castro die Freilassung eines wegen Tötung eines Deutschen gerichitlich verfolgten Venezolaners an- geordnet und damit eine politische Demonstration gegen Deutschland unternommen haben. Der wirkliche Sachverhalt ist, laut W. T- B., folgender: Am 26. April d. I- wurde in Caracas Georg Schlüter, Inhaber einer.Eisenwarenhandlung, ein geachtetes Mitglied der deutschen Kolonie von einem gewissen Louis Felipe Lopez nach kurzem Streit auf offener Straße durch einen Re- völverschuß gelötet. Lopez wurde unmittelbar nach der Thal verhaftet. Auf die erste Benachrichtigung von dem Vorfall wandte sich der deutsche Minifterresident an die Venezolanische- Regierung und ersuchte um Mitteilung über die von den Behörden eingeleiteten Schritte, unter Betonung der Notwendigkeit einer ausreichenden Sühne für das Geschehene. Nach einer amtlichen Meldung vom 22. d. M- hat das venezolanische Gericht den Lopez frei- gesprochen.. Daraufhin sind Schritte eingeleitet, um in erster Linie die Aufhebung des Freispruchs, und falls diese verzögert wird, Entschädigung wegen Rechtsverweigerung zu fordern. In Washington fürchtet man bereits, daß der Strell zwischen Deutschland und Venezuela vielleicht zu Verwickelungen führe. Präsident Castros Politik gehe, wie man in Washington meine, darauf hinaus, die deutsche Regierung zu fdjarfen Maßregeln zu reizen. Die Ankunft des deutschen Geschwaders vor Laguavra werde Castros Regierung nicht veranlassen, die für die Kupons der deutschen Anleihe seit lange schuldigen zwei Millionen Dollars zu bezahlen, noch werde sie für die Ermordung eines deutschen Kaufmanns in Caracas Genugthuung leisten. Der Diktator von Venezuela wolle offenbar Deutschland zu einer Aktion Duell-Interpellation im Reichstage! Gleich am zweiten Tage eine Interpellation im Reichstage — das ist ein etwas ominöser, manchen „kritischen Tag" verheißender Anfang für die Regierung. Und diese Anfrage geht von einer gemäßigten Partei aus! Geschickt, mit richtigem Erfassen des Augenblicks, ersucht die Interpellation der Nationalliberalen den Reichskanzler um Auskunft über das letzte bewegende Ereignis: das Jnsterburger Duell. Hat das Ehrengericht den die Einschränkung des Zweikampfs bezweckenden' Vorschriften entsprochen? „Welche Maßregeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu ergreifen, um den Vorschriften wirksamere Geltung zu verschaffen?" Es verlautet, daß der beste Sprecher der Nationalliberalen, Abg. Bassermann, die Interpellation begründen wird. Zweifellos übernimmt an erster Stelle Graf Bülow die Beantwortung; dann dürfte der preußische Kriegsminister v. Ooßler das Wort ergreifen. Am Montag Überbrachte der Telegraph die überraschende Kunde von der Verabschiedung des Obersten des Infanterie-Regiments, dem der unglückliche Leutnant Blaskowitz angehörte. Gestern erhielten wir die Drahtnachricht von dem bevorstehenden Rücktritt des kommandierenden Generals des ersten Armeekorps, Graf v. Finckenstein- Sollte sich die Meldung bewahrhellen, und es hat allen Anschein, daß sie sich bald bestätigt, so würde die Annahme des Zusammenhangs mit der Jnsterburger Angelegenhell nahe- liegen, und in diesem Falle konnte allerdings Graf Bülow ohne weiteres Jagen: Es sind bereits Maßregeln ergriffen, um den Vorschriften zur Einschränkung des Zweikampfes im Heere wirksamere Geltung zu verschaffen. Ein Lokalblatt weih sogar zu berichten, daß dem Kaiser sehr daran gelegen ist, nicht nur jeden Zweifel zu beheben über die Anschauungen, die er bezüglich) solcher Vorkommnisse hegt, um dadurch einen vorbeugenden Einfluß auszuüben, sondern auch dem Volke gegenüber darzuthun, daß er gesonnen ist, „mit unnachsichtlich er Strenge seine Wünsche durchzusetzen"....! Noch eine andere Frage wird vielleicht in der heutigen Reichstagsdebatte gestreift werden. Die „Nat.-Ztg." schreibt nämlich: „Der Gumbinner Mord-Prozeß hat in der jüngsten Zeit sowohl in Insterburg als in Berlin eigentümliche Vorgänge gezeitigt. Unter anderem ist der allerdings mißglückte Versuch gemacht worden, durch, in den Redaktionsräumen der „Nat.-Ztg." und in der Wohnung des Chefredakteurs angeorönete Durchsuchungen Schriftstücke zu erlangen, die, so hofft man, sich auf unsere Veröffentlichungen über die im Gumbinner Prozeß begangenen Gesetzwidrigkeiten bezögen. Wir haben gegen den von einer Abteilung des hiesigen Amtsgerichts erlassenen, nach unserer Mänung gesetzwidrigen Durchsuchungs-Beschluß Beschwerde erhoben, und werden zu geeigneter Zeit auf diese eigentümlichen Zwischenfälle zurückkommen." Man darf auch auf die Entioickelung dieser sehr eigentümlichen Angelegenheit gespannt fein. zwingen, die als eine Verletzung der Ntvnroe-Dokttin aus. gefaßt werden könne. Man wird diese amerikanisch-englischen Redereien wohl nicht ■ ernst zu nehmen haben. Daß der venezolanische Fall zu unserer vollen Befriedigung ausgehen wlld, glauben wir wohl nicht bezweifeln zu brauchen. Deutsches Wich. Berlin, 26. Nov. Ter Kaiser begab sich, wie aus Kiel gemeldet wird, heute vormittag an Bord des demnächst nach Ostasien abgehenden Keinen Kreuzers „Thetis", um sich von den Offizieren und Mannschaften zu verabschieden, dann besuchte der Kaiser die kaiserliche Werst und besichtigte mehrere Kriegsschiffe, die Pacht „Hohenzollern" und Werftanlagen. Später verweilte der Monarch im kaiserlichen Pachtklub. — Ter Kronprinz ist, wie aus Bonn gemeldet wird, seit einigen Tagen unpäßlich und hütet das Zimmer. — Ter „ReichsanH." veröffentlicht die Ernennung des Geh. Oberfinanzrats Lehmann zum Unterstaatssekretär im preußischen Finanzministerium. — Nach einer Meldung aus Chemnitz wird sich die evangelische Geistlichkeit des Königreichs Sachsen der gemeinsamen Protestkundgebung der deutschen Geistlichkeit gegen Chamberlain anschließen. — Wie der „Reichsanz." meldet, ist dem Leutnant a. D. Loebb ecke zu Haiinover, Besitzer des Ritterguts Gloethe, der Adel verliehen worden. — Wie aus Graz gemeldet wird, ist Der frühere Gouverneur von Teutsch-Ostafrika, Major Dr. v. Wißmann, auf Schloß Weißenbach nicht unbedenklich erkrankt. — In der am 25. ds. unter dem Vorsitze des Staatsministers Grafen Posadowsky-Wehner abgeyaltenen Plenarsitzung des Bundesrats wurden die Entwürfe der Etats für die Marineverwaltung, für die Einnahmen an Zöllen, Verbrauchssteuern ic., für die Einnahme an Stempelabgabeu, für die Post- und Telegraphenverwallung, für die Verwaltung der Eisenbahnen, für die Reichsjustizverwaltung, für den Reichskanzler, für das Reichsschatzamt, für das Reichseisenbahnamt, für die Reichsdruckerei, zum Reichshaushaltsetat auf das Rechnungsjahr 1902 genehmigt. — Ter „Nat.-Ztg." zufolge sind die zwischen dem Kultus' ministerium und dem Justtzministerium seit längerer Zeit schwebenden Verhandlungen wegen Zulassung von Realabiturienten zum juristischen Studium noch nicht zum Abschluß gelangt, sie erzielten indessen bereits das Ergebnis, daß man sich entschloß, nicht nur Abiturienten von Realgymnasien, fonbem unter gewissen Bedingungen auch diejenigen von Oberrealschulen zum juristischen Studium zuzulassen. Ueber die Form dieser Bedingungen, ob eine Nachprüfung in beiden alten Sprachen oder nur in einer gefordert werden soll, schweben noch Verhandlungen. — Nach offiziellen Feststellungen werden die Fraktionen des Reichstags beim Beginn des zweiten Abschnitts der zweiten Session der 10. Legislaturperiode folgende Stärke aufweisen: Deutsch^Konservative 51, Deutsche Reichspartei 20, Deutsch-Soziale Reformpartei 10, Zentrum 106, Polen 14, Nationalliberale 51, Freisinnige Vereinigung 13, Deutschfreisinnige Voltspartei 26, Deutsche Volksparter 7, Sozialdemokraten 56, feiner Fraktion gehören 37 an. — Sechs Mandate sind zur Zeit erledigt. — Ein neues Musterstatut für Gewerbe-Ge- richte ist dem Vernehmen nach im preußischen Handelsministerium in Ausarbeitung begriffen und soll in'einigen Wochen veröffentlicht werden. — Im Oranienburger freisinnigen Bezirksoerein sprach Justizrat Cassel gestern abend über die gegenwärtige Situation in der Bürgermeisterfrage. Die Abweisung des Ministers, wie die des Oberpräsidenten seien gesetzlich nicht zu begründen. Tie Stadtverordnetenversammlung werde von einer Neuwahl vorläufig Abstand nehmen; sie betrachte die Wahl Kauffmanns als gesetzlich erfolgt und rechtsverbindlich. Es bleibe nur noch die Beschwerde an das Gesamtministerium oder an den König. Es sei noch unentschieden, ob die Stadtverordnetenversammlung diese, veiden Wege, von welchen der letztere ziemlich aussichtslos erscheine, einschlagen werde. Der Magistrat werde den Wortlaut der Antworr des Ministers des Innern veröffentlichen, und die freisinnigen Vertreter Berlins im Landtage werden die Angelegenhnt Kanffmann im Landtage zur Sprache bringen. — Der Berliner Goethebund hat die Anfrage an die Übrigen Goethevereinigungen gerichtet, ob sie geneigt seien, zum Duellwesen Stellung zu nehmen. Koburg, 26. Nov. Die Erziehung des Thronerben von Sachsen-Koburg-Gotda sinder, nachdem der junge Herzog von Albany unlängst das Kadettenkorps in Potsdam nach Ablegung des Fähnrichsexamens verlassen hat, an der .'yauptkadettenanftatt zu Lichterfelde ihre Fortsetzung. Der junge Herzog lebte in Potsdam noch ganz unter dem Einfluß seiner Mutter, die sich mit des Sohnes strammer militärischer Erziehung in Deutschland nicht recht befreunden wollte. Sell die Herzogin aber ihren Haushalt in Potsdam aufgelöst, und der Prinz eine Wohnung in der Lichterfelder Hauptkadettenanstatt selbst bezogen hat, wo er für das Abitnrienten-Examen vorbereitet wird, ist der englische Einfluß völlig ausge- schaltet worden. Der junge Prinz beherrscht die deutsche Sprache, die er zwar mit englischen Anklängen spricht, schon vollkommen. Der Kaiser selbst bringt Der Erziehung des jungen Herzogs von Albany das lebhafteste Interesse entgegen und betrachtet ihn gleichsam wie seinen Adoptivsohn. Tie kaiserlichen Prinzen stehen mit dem künftigen Herzog von Sachsen-KÖburg-Gotha in lebhaftem Verkehr. der auf der der die mit IV V LL V V UVB VlVkV^IV »vv**v» w * I 1 ' z .. • / geistiger Zustand hat nicht gelitten. Seelisch sei der Präsi-I xede hielt. Er betonte die Treue der Hessen zu ihrem an- ' ' ~ " gestammten Fürstenhause als eine hervorragende äugend, die allerdings ihre Wurzel habe in dem fürsorglichen Walten der hessischen Fürsten über ihrem Volk. Aus da§ auZgebrachte Tie Feier des 25. November. Gießen, 27. November 1901. III. siehe Inserat.) . . ** Elektrische Beleuchtung wird, roie nur Horen, die im Bau begriffene Siechenanstalt bekommen, ebenso soll die Garnison-Verwaltung beabsichtigen, die neue Kaserne an unser städtisches Elektrizitätswerk im kommenden Jahre anschließen dent freilich dezimiert, da er jüngst wieder die Nachricht vom Tode von 5 En kelkin d e rn in den asrika.^- Lieder und Musikvorträgc (letztere von der Feuerwehrkapelle ausgeführt) wechselten miteinander ab. EL herrschte eine echt vatriotische Stimmung. von Schloß Fabron. *• Lohlein f. lieber den plötzlich verstorbenen Geh.» Medizinalrat Prof. Löhlein, Direktor der Frauenklinik, sind folgende Mitteilungen von allgemeinem Interesse: Hermann Löhlein, 1847 zu Koburg geboren, machte sein Studium in Jena und Berlin und promovierte 1870 zum Doktor. Nachdem er im Jahre darauf die ärztliche Staatsprüfung abgelegt hatte, trat er bei der Universitäts-Frauenklinik in Berlin, die damals Eduard Martin leitete, als Assistent cm. Nach seinem Ausscheiden aus der Universitäts-Frauenklinik habilitierte er sich als Prioatdozent für Frauenheilkunde bei der Universität Berlin. 1888 wurde er als Nachfolger Kaltenbachs zum freundlichen Persönlichkeiten habe er Besuche gemacht, so bei Mommsen und dem Bildhauer Siewering. Dr. Leyds bestätigte, daß Oesterreich ihm auf eine Beschwerde gar nicht geantwortet habe; freilich sei er in Wien nicht arcreditiert. Eine offenbar von englischer Seite sehr schlecht erfundene Nachricht kommt aus Newyork: „Aus dem englischen Dampfer „Eoya Larot, der große Mengen Proviant an Bord hatte, wurden Dynamitpatronen entdeckt, die anscheinend während der Fahrt explodieren sollten. Man vermutet, daß dieses Attentat von Burenfreunden vorbereitet worden ist." Derartige gemeine Beschuldigungen sind wahrlich nicht dazu angethan, die Engländer uns sympathischer zu machen. mutigen erteilt. , »* Auszeichnung. Dem evangelischen Pfarrer Grofch in Kastel ist der Charakter als Kirchenrat verliehen worden. ** Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden Psarr- assistent Kraus zu Gießen zum Pfarrverwalter in Essenheim, Pfarrverwalter Sell zu Wald-Michelbach zum Pfarrverwalter in Erbach (zweite Pfarrstelle), Pfarrvikar Römheld zu Grün berg zum Pfarr-Verwalter daselbst (zwecke in eine 120 o. Professor der Geburtshilfe und Frauenheilkunde und Direktor der Universitäts-Frauenklinik in Gießen berufen. Gegen das Ende der Berliner Zeit veranlaßte Löhlein mit Unterstützung der Gynäkologischen Gesellschaft die Berliner städtischen Behörden zur Errichtung von Heimstätten für Wöchnerinnen auf Rieselfeldern. Der Allgemeinheit zu gute kam auch das erfolgreiche Bemüben Löhleins, das Können der Hebammen durch die Einrichtung von Wiederholungskursen zu verbessern. Die wissenschaftlichen Veröffentlichungen Löhlcins betreffen die Lehre vom^krankhaft veränderten Becken, ! das Verhalten des Herzens bei Schwangeren, die Lehre von der Knochenerweichung, die Eklampsie, die Lehre von den Geschwülsten u. a. m. Im Zusammenhang stellte Löhlein die Entwickelung der antiseptischen und aseptischen Methoden m Frauenheilkunde dar. Vermerkt sei noch seine Denkrede Karl Schröder und die Untersuchung über die Aufgabe geburtshilflichen Anstalten im Dienst der Humanität. •• Erlaubniserteiluug. Der Kaiser hat dem General Infanterie, Baron v. Collas, Gouverneur von Mainz, Erlaubnis zur Anlegung des ihm verliehenen Großkreuzes der Krone des Verdienstordens Philipps des Groß- die Stufen der Terraffc m den Park, so gelangt man Meter lange, mit Orangenbäumen bepflanzte Allee. In dem sehr weit hin sich ausdehnenden, mit äußerster Sorgfalt gepflegten Parke entfaltet sich eine üppige südliche Vegetation. Hier finden wir außer Orangen-, Palmen-, Lorbeer- und Olivenbäumen, auch dunkle Cedern und schlanke Euealyptusbäume in sehr großer Anzahl, dichte Gebüsche von Bambusrohr, Agaven, Aloen, Mimosen, tausende von Rosensträuchern usw. und über- all dieser Pracht und Herrlichkeit breitet sich der ewig blaue Himmel des Südens aus. Aber nicht allein die äußere Lage des Schlosses und das was Mutter Natur in verschwenderischer Fülle rings darum entstehen läßt, verleihen dieser Besitzung den Stempel einer wahrhaft fürstlichen. Betreten wir das Innere, so fallen uns die in künstlerischer Vollendung ausgeführten Deckenmalereien der Säle ins Auge; kostbare Teppiche, Möbel, Vasen, Lampen, Statuen re. und endlich die große, äußerst wertvolle Gemäldesammlung legen beredtes Zeugnis ab von dem überaus feinen Kunstverständnis der fürstlichen Herrin zu lassen. „ f Worms, 25. Nov. Das Haus Cornelius Heyl veranstaltete gestern im festlich dekorierten Vereinshause ferner Fabriken eine Feier zu Ehren seiner diesjährigen Jubi- lare. Die Feier galt dem Jubilar Maurer Joh. Dreh' aus WieS-Lppenheim, der in diesem Jahre 5 0 a hre in Hem Hause ununterbrochen thätig ist, 4 Jubilaren mit 40- Aus Nidda berichtet uns unser n-Korrespondent überl-Pfanstelle). . . ■ - - 00 •» Bier Jahrzeckeu. Heute Mittwoch findet m den vier urschen Lagern erhalten habe. Des Klimas wegen ginge er nicht aus. Es besuche ihn deshalb des SonntagsI atj0na(ßn'mne, die stehend gesungen wurde, ^ein Geistlicher aus Amsterdam Dr Le»d-' letztsr Aasens „!mb« ä-u-^-hrkap-ll- halt rn Berlin )ei nicht politischer Natur gewesen; Dr. Leyds habe mit dem Auswärtigen Amte deshalb nur die Karten gewechselt. :Dei einigen der Burensache besonders Aus Stadt und Kand. Gießen, 27. November 1901. •* Bon morgen an, also mit Nr. 281 beginnend, werden wir den regelmäßigen Reichstagsbericht als für unsere Stadtauftage bestimmte Sonderausgabe des Gieß. Anz. vormittags zwischen 11 und 12 Uhr erscheinen lassen. Die Abholestellen erhalten ihn z« gleicher Zeit. , ** Großherzogin Victoria Melitta. Wie eine vom Ober* hosmarschallamt zu Koburg ausgegebene Mitteilung an die Presse besagt, wird die Herzogin Marie mit ihren Töchtern, der Großherzogin von Hessen und der Prinzessin Beatriee, am Donnerstag eine Reise nach Schloß Fabron bei Nizza antreten und zwar „zu. längerem Aufenthalt", wie es in der offiziösen Notiz heißt. Jii den letzten Tagen litt die Großherzogin an einem leichten Inf luenzaan fahl, der nun aber beseitigt ist. Die anläßlich ihres Geburtstages im Residenzschlosse zu Koburg aufgelegte Gratulationsliste bedeckte sich mit überaus zahlreichen Unterschriften, was ein sprechender Beweis dafür ist, daß sie die Sympathieen der Koburger besitzt. — Schloß Fabron erhebt sich — ungefähr ein Kilometer von der Stadt Nizza entfernt — auf einem in der Nähe des Meeres etwa 42 Meter über dem Meeresspiegel aufsteigenden Plateau. Es ist Eigentum der Herzogin Marie ! von Sachsen-Koburg-Gotha. Seitdem die im Frühjahr begonnenen umfassenden Erneuerungsarbeiten des Schlaffes vollendet sind, gewährt es mit seiner weißen, glänzend schimmernden Fassade und den im zartesten Seegrün gehaltenen Jalousien einen wahrhaft imposanten Anblick und tritt als die kostbarste Perle in dem Kranze sämtlicher Schlöffcr und Villen Nizzas hervor. Von den Fenstern des Schlosses au§ genießt man eine wundervolle Aussicht auf das in tiefstem Blau leuchtende Mittelländische Meer, auf die Stadt und die ! hinter derselben sich erhebenden Berge. Die nach Süden gelegene Hauptfassade ist im maurischen Stil gehalten, und es weisen sämtliche Fenster den Kielbogen auf. Tritt man aus den im Entresol gelegenen großen Sälen über Köln, 26. Nov. In einem Sonberzuge sind heute nachmittag 875 landwirtschaftliche Arbeiter vom hiesigen Hauptbahnhof über Berlin hinaus in ihre Heimat zurückgefahren. In nächster Zeit werden weitere Arbeiter ihre Rückreise in die östlichen Provenzen antreten. Karlsruhe, 26. Nov- Der Landtag ist heute vormittag von dem Staatsminister v. Brauer eröffnet worden. Die Thronrede besagt u- a.: Der in jüngster Zeit erfolgte Rückschlag im wirtschaftlichen Leben hat naturgemäß einen Rückgang der staatliche n Einnahmequellen zur Folge gehabt. Ter Staats- Voranschlag schließt mit einem un g e w ö h n lich h o h e n Fehlbetrag ab. Wenn gleichwohl für außerordentliche Zwecke 15 610 075 Mark gefordert werden, so ist die Erwägung entscheidend gewesen, daß eine erhebliche Einschränkung der Bauthätigkeit in den beteiligten Interessentenkreisen schwer empfunden werden müßte. Das Eisenbahnbaubudget sieht auch diesmal für den Ausbau des Bahnnetzes usw. die namhafte Summe von 84 Mill. Mk. vor. Ein mit Bayern abgeschlossener Bahnvertrag über die Fortsetzung der Eisenbahn von Miltenberg nach Wertheim wird dem Landtag unterbreitet werden. Ferner werden Gesetzentwürfe vorgelegt werden, welche die Ausbesserung der Beamten mittels Erhöhung der Wohnungsgelder und im Anschluß daran eine solche der Volksschullehrer anstreben. In Betreff der Einführung der direkten Wahlen bemerkt die Thronrede, die Reform müsse, auf den bewährten Grundlagen der Verfassung weiter bauend, allen örtlichen Interessen des Landes und sämtlichen Gruppen der Bevölkerung eine ihrer Bedeutung entsprechende Vertretung im Landtage sichern. Schließlich, besagt die Thronrede, daß für alle Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern die direkte Wahl des Bürgermeisters und Gemeinderats eingeführt werden soll. — Gegenüber der in der Thronrede hervorgehovenen Erhöhung des badischen Matrikularbeitrages an die Reichs lasse erklärt die „Sudd. Reichskorr.", derselbe Der Krieger verein hielt gestern abend in der! Restauration Feidel seine Monatsoersammlung, verbundene mit der Feier von Großherzogs Geburtstag ab. In! dem vorausgehenden geschäftlichen Teile wurde u. a. beschlossen, am 29. Dezember in Steins Garten eine Weihnachts-1 feier, diesmal mit Musik, zu veranstalten. Die seither geübte | Bescherung für die Kinder verstorbener Kameraden soll beibehalten werden, dagegen soll die bisher übliche sog. Tausch-1 Verlosung ausfallen. DaS für diese Feier ausgestellte Programm fand allseitige Zustimniung. Das Stiftungsfest wird am 25. Januar n. I. in gleicher Weise wie in früheren Jahren gefeiert werden. — Nach Erledigung der Vereins-1 angelegenheiten hielt Kamerad Kling eine längere Ansprache, | in der er den Geburtstag, unseres allverehrten Landesfürsten feierte. Er schloß seine von echt patriotischem Geiste ge4 tragenen Worte mit einem begeistert aufgenommenen Hurra h auf den Großherzog und das Groß herzogliche Haus. Bei dem Gesänge vaterländischer Lieder, die von einem Vereins-! werde sich infolge der wesentlichen Abstriche in sämtlichen mitgliede in liebenswürdiger Weise begleitet wurden, blieben [ einzelnen Reichsressorts und des dadurch! verringerten Reichs- Kameraden noch längere Zeit in festlicher Stimmung defizits ermäßigen. zusammen. ------------------—----T Auch der Eisenbahn-Verein veranstaltete gestern Ansiano. abend zur Feier des Geburtstags des Großherzogs in dem London, 26. 9!ov. Der König hat seine Zustimmung Ifestlich geschmückten Saal von „Steins Garten" eine wohl- zu dem Entwürfe desdeuts chenKünstlers Emil Fuchs! gelungene Festlichkeit. Unter den Festteilnehmern, die aus l für die Ausführung der Krönungsmedaillc gegeben. I und fern zusammengeströmt waren, sahen wir auch einen | Die Gedenkmünze trägt auf der Vorderseite ba§ Vertreter der Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., l des englischen Königspaares und eme kurze Inschrift. Direktionsmitglied, Reg.-Rat Weber. Die kurze, Aus bet RuckMe bagegen fteM man SBritanma Seftupt ' " ' b bj Eis-nbahnditektot Scho bc tt hielt, schloß aus Lu b das.^g^Wappen lieber ^’^e«tzö'ch auf ben Der Tag wurde von der Presse, angeblich "aus ausdrücklichen I Großherzog und das Großherzogliche Haus, worauf die höheren Wunsch geheim gehalten. Rechts neben der Bri- Nationalhymne gesungen wurde. Die gehobene Stimmung tannia befindet sich eine Ansicht der Westminster-Abtei,! wurde durch die Aufführung des Kadelburghchen schwankes und das Ganze ist von einer Krone überragt, von der ! In Zivil" durch Mitglieder des Stadttheaters noch animierter. Gloviastrahlen auslaufen. Die Medaille soll in Gold, nachfolgender Ball hielt die Teilnehmer und. Teil- Silber und Kupfer geprägt werden; erstere wird an Mit-1 Urnerinnen ßn dem Fest in fröhlichster Stimmung bis zur glieder des Herrscherhauses, höhere Würdenträger und die Morgenstunde zusammen. Großen des Reiches verabfolgt, wahrend dre beiden letzteren Darmstadt, 26. Nov. Wir lesen in der „Darmst. Zig.": für alle Welt- b-eltimmr sind, und freihändig ver a ft I § gx[(cri^fte Geburtsfest Ihrer Königl. Hoheiten P^aris^'26. Nov- Im Verlaufe der Beratung des des Groß Herzogs und der Groß Herz o gin wurde gestern Ehina-Anleihe-Gesetzentwurses in der Kammer beantragt von dm Beamten und Burgern un^ großen Saale des ^aal- der Sozialist Coulant von der Chinaanleihe jeder Fa-Ibaues, der als hervorragendsten Lchmuck auf dem Podium milie, deren Sohn, während des Feldzuges in China die Büste des hohen Landesherrn, im übrigen wirkungsvolle umgekommen ist, 10000 Fr. zu bewilligen- Der An- Pflanzen-Dekoration, hinter welcher eine Abteilung des! trag wird abgelehnt. Dumont (Radikal) beantragt, von 115 Infanterie-Regiments ihres Amtes sehr tüchtig waltete, der Entschädigungssumme im Voraus die für Unterstütz- festlich begangen. An 200 Personen nahmen an dem ungen und Pensionen erforderlichen Gelder zu entnehmen, ' . ^bereiteten Mahle teil. Nach dem ersten Gange die den Opfern der Expedition oder Verwandten rn Staatsrat Krug v. Nidda, um in Vertretung Mgenbct ober abstmg-nbct Stme $u gewahren ftnb. Der I h ^ta7tSministetS in treuer Ehrerbietung bie Glückwünsche “k b erg In einer sozialistischen Ver- zum Allerhöchsten Geburtstage zum Ausbruck zu bringen unb sammlung traten mehrere Redner mit dem Anträge auf, den Ruf zu erheben: Ihre Königlichen Hoheiten der Groß- den von den preußisch en Gericht en in der Wreschener Herzog und die Großherzogin leben hoch, hoch, hoch! Die Schul-Affaire Verurteilten bie Sympathie und deren Versammelten stimmten begeistert ein und hörten die Hymne Henkern, so heißt es in dem Anträge, die Verachtung f^end an. Das Mahl dehnte sich bis zur vorgerückten auszudrücken. Die Diskussion über diesen Antrag .uahm l Abendstunde aus und verlief auf das animierteste. so heftige Formen an daß die Versammlung aulgelost ^er Großherzog hat am 25. zur GeburtStags- rourbe. Die Versammelten zogen bann vor bas de u t \ e aratulakion auch ben Präsidenten der Zweiten Kammer der b"Vne woj Budapest, 26. Nov. Der Abg. Melezer wies int um 7 Uhr früh durch „Wecken" der Batalllon^-'Lplelleute Abgeordnetenhause die gegen die ungarländischen eingeleitet. In den Schulen fanden Festakte statt, tn ben Sachsen laut geworbenen Beschuldigungen zurück. Die Be-! Kirchen Festgottesdienste. Um 12 Uhr fand im Kasernenhofe Häuptling fei absurd, baß bie Sachsen vom all- ße Paroleausgabe statt, zu der das ganze Bataillon an- deutsche n Verband am Gängelband geführt werden,Letretcn war. Major Buchholtz brachte das Hoch auf den oder daß der Gustav Adols-Verern unter dem xecb , e > um 3 Uhr nachmittags vereinigte ein mantel des Protestantismus deutsche Propaganda betreibe irn „Hessischen Hofe" ungefähr 60 Herren, und den Vaterlandsverrat organisiere. darunter bas Ofsizierkorps ber hiesigen Garnison. Direktor fit hilf riß an if dktt HrieaslckauvlaLe Clement brachte bas Hoch auf das Großherzogliche Paar Aom suoafrMLMslyeN ^rregs^a P ? I § 2rßäLcenb des Festessens, bas bem Hause Kimm alle Nach einer Depesche des ^orb Krtchener aus> Pretoria! machte konvertierte ein Teil der 168 er Kapelle. Abends vom 25. ds. wurden seit dem 18. November 23 Buren ge-lyW cw? be-w in ber Turntötet, 19 verwundet unb 230 gefangen genommen; 5 haben feierten bie Kornpagmen M „Hess. -c I 0 ♦ sich ergeben. Kitchener melbet ferner: Das Blockhäuser- halle den Tag durch Aufführungen und Ball, d ) Sy st em wirb mit Erfolg nach unb nach ausgebehnt unb ber hiesigen Bürgerschaft ftark besucht "arm. Alle öffent- sichert ben Gnglänbern in ben betreffenben Teilen des Uchen sowie viele Privatgebäube waren anläßlich des Tages Landes wirksamen Rückhalt. Oestlich von Kroonstad ist mit beflaggt. Vorfeiern waren seitens bes Kriegervereins unb ber Erbauung einer neuen Linie von Blockhäusern begonnen I Cisenbahnbeamtenvereins veranstaltet worden. worben. Am 22. November hatte Oberst Dtunro bei Barkly- AuS Grünberg schreibt uns unser O-Berichterstatter East ein Gefecht mit Mybürg, unb fugte b^fem Ver-26. ds. Mts.: Anläßlich des Geburtstages Ihrer lüste an Kämpfern wie an Pferben zu. Oberst Scobell ist Hobelten fand hier geftem abend im „Casino" bei Dordrecht dem Kommandanten Fouche auf ben Fe 1 n, I ^cneffen öaft Dem Präsidenten des Kriegervereins- ~v hat 5 von dielen Leuten gefangen genommen und 601 em öciIcncn ]ian. Jr v. I v c , Pferbe erbeutet. Im Sübwesten werden bie „Ausstänbischm" bezirks Grünberg, Fabrikant C. Ranft, wurde das^^llberne vou ben Englänbern allmählich nach Norben getrieben. Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver- Jn London verlautet gerüchtweise, es sei in dem Mi-1 Uehen. . nisterrate beschlossen worden, die Bedingungen, die sie den Buren anzubieten im stände sei, zu veröffentlichen, ^ie Allerhöchste GeburtstagSf e icr folgendes: Vormittags. -o-i-o------ Qifn" ftatt Diese Bedingungen würden den Buren nicht direkt zugestellt, , Schulfeier statt. In der höheren Bürgerschule wurde I Jahreszeiten großes Konzert der Geiellschaft A* 1 • aber dafür Sorge getragen werden, sie zur Kenntnis der L. mit Gesang und Deklamation und einem Vortrag Die Gesellschaft wird nur noch 2 Konzerte geben. (Jia^er "" ....... Krüger habe die Reise nach dem Süden deshalb aufge-IKraft em sehr stark besuchter sommers g geben, weil er ben Geschäften näher bfeiben wolle. Sein!Beamten itatt, bei dem Oberamtsrichter Romheto oie Feil- jähriger Dienstzeit, 30Iabilaren mit 25jähriger Dienstzeit, sowie dem der Fabrik-Feuerwehr 25 Jahre angehörigen Mitgliedc August Schmitt aus WormS. Gerichtssaal. Hanau, 26. Nov. Vor der Strafkammer stand gestern der hiesige Amtsanwalt, Leutnant a. T. Karl Wentz, unter der Be- ichulbignng, gegen Mädchen unter 14 Jahren Sittlichkeit s- v e r b r e ch e n begangen zu haben. Tas Gericht nahm nur bei einem der drei unter Anklage stehenden Fälle ein versuchtes Sittlichkeilsoerbrechen als erwiesen an und verurteilte W. zu einer, Gefängnisstrafe von 5 Monaten. Tie Verhandlungen fanden hinter verschlossenen Thüren statt. — Weiter hatte sich der Fahrbursche Wilhelm R ü h l von Sergen wegen fahrlässiger Todt u n g vor der Strafkammer zu verantworten. Rühl fuhr am 19. September gegen abend mit einem beladenen Wagen von Vilbel nach Bergen und kam an dem mit seiner Familie neben der Fahrstraße beschäftigten Taglöhner Klein vorüber. Anstatt auf fein Gefährt au achten, sab Rühl nach dem Klein und unterhielt sich mit diesem. So kam es, daß er das mitten ans der Fahrstraße sitzende 3'/« Jahre alle Kind des Letztere«: überfuhr, sodaß es gleich Darauf seinen Verletzungen erlagi Der Angeklagte wurde deshalb ztt einer Ge- fängmsstrafe von 4 Monaten verurteilt. Handel und Verliehe Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 37. Nov. Viehmarkt. Ter gestrige Auftrieb an Rindvieh belief sich ans etwa 1000 Stück und etwa 200 bis 304 Kalber. Es waren außer unseren Landrassen am Markt vorhanden sehr schöne Simmenthaler und Ostfriesen. Der Handel in Milchvieh war ausgezeichnet, da zur Genüge Käufer vom Main, von der Nahe und von der Sieg anwesend waren, die frischmelkende und tragende Kühe suchten. Dagegen war für Fettvieh wenig Begehr; auch das Geschäft in Kälbern war nicht gut zu nennen und die Preise für diese Ware gingen herunter. Es wurden gebandelt: Milchkühe 1. Oinal. mit 450—500 Mk., 2. Oual. mit 350—400 Mk., Abmeltkühe, die dieses Mal willige Nehmer fanden, gingen für 160—200 Mk. fort. Tragende Friesen wurden für 180—220 Mk. verkauft. Junge fette Rinder, die (tm Markt waren, wurden zu 58—60 Mk. pro ZenMer Schlachtgewicht tlmgcsetzt. Die Preise für Kälber gestalteten sich pro Zentner Schlachtgewicht wie folgt: Schwere Ware 58—60 Mk., Mittelware 53—55 Mk., geringere Tiere 48—50 Mk. Der Markt wurde bis auf Fettvieh vollständig geräumt, von dem ein Teil überständig blieb. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 28. November, abends 8 Uhr, im unteren Konfirmandensaale (Kirchstraße 9): Bibelftunde. Jac. 2, 18 u. folgende. Pfarrer Dr. Grein. "Neueste Meldungen" Originaldrahtmelduugen des Gießener Anzeigers. Berlin, 27. Nov. Mit Unterstützung der Reichspartei hat Abg. Arendt folgende Interpellation gestellt: Ist es dem Reichskanzler bekannt, datz Kriegsteilnehmern, denen auf Grund des Gesetzes vom 1. Juli 1899 die jährliche Beihilfe von 120 Mk. bewilligt ist, gegenwärtig wegen Mangel an finanziellen Mitteln die Auszahlung verweigert wird? Welche Maß- regeln gedenkt der Herr Reichskanzler zu ergreifen, um schleu- nigst und endgiltig diesem Mißstände ein Ende zu machen? Hanau, 27. Nov. Baron v. Deines, der Baler des Generaladjutauteu des Kaisers, ist hier im Alter von 84 Jahren gestorben. Bochum, 27. Nov. Ja Reweriughausen wurde ein Arbeiter beim Verlassen einer Wirtschaft durch einm Dolchstich ins Genick getötet. München, 27.Nov. Nach einer amtlichen Meldung stieß gestern früh 5% Uhr auf der Station Marktredwitz ein Persouenzug mit einem Eüterzug zusammen. 2 Reisende wurden leicht verletzt. Beide Lokomotiven und mehrere Wagen sind beschädigt. Tie Verkehrsstörung ist wieder gehoben. Tie Ursache des Zusammenstoßes ist noch nicht frstgesteüt. London, 27. Nov. Der Dampfer „Alerta" ist mit 100 Passagieren bei Manila untergegangcn. London, 27. Nov. Ta Lord Balfour durch Krankheit verhindert ist, auf der konfervativen Konferenz zu sprechen, wurde Chamberlain aufgefordcrt, ihn zu vertreten. Dieser lehnte jedoch ab. London, 27. Nov. In einem Brief an seine Schwester berichtet Lord Kitchcner, daß er müde sei ttnd das Bedürfnis habe, sich auszurrthen. Man schließt daraus, daß Kitchcner in kurzer Zeit seine Demission geben wird. Madrid, 27. Rov. Infolge starken Schneefalls sind die Verbindungen vielfach unterbrochen. In ganz Spanien ist die Temperatur aus 7U unter Null gefallen. Seit 60 Jahren ist Aehnliches hier nicht beobachtet worden. Lemberg, 27. Nov. Kommandant Pierson, einer der Burendelegierten, ist gestern nach Washington abge- reist, um bei Präsideat Roosevelt zu bewirken, daß die Absendung von Maultieren nach Südafrika eingestellt werde und völlige Neutralität beobachtet werde. Balparaiso, 27. Nov. (Reuter.) Die in Umlauf ge- setzten Kriegsgerüchte werden hier auf Spekulationsabsichten zurückgeführt. Friedensanzeichen find, daß man sich in Chile mit den Vorbereitungen für öffentliche Arbeiten beschäftigt, namentlich mit dem Kanalisationssystem für Santiago, dem Kabel nach Sandypoint, der Bahn nach Carapaca und mit dem Bau von Docks für Balparaiso. Jndeffen wird bemerkt, daß die beste Gewähr gegen den Ausbruch eines Krieges zwischen Chile und seinen Nachbarn in dem ausgezeichneten Zustande seiner Nationalgarde liegen. tt. Darmstadt, 27. 9!ov. Die Zweite Kammer beschäftigte sich heute mit der Beratung der Anfrage des Abg. Korell betr- die Entschädigung der bei der Maul- und Klauenseuche gefallenen Tiere. Tie Regierung wird ersucht, durch Gewährung von unverzinslichen Darlehen oder durch eine besondere Vorlage den betroffenen Landwirten zu helfen. Eine Vorstellung der Hilfsgerichtsschreiber und zweiten Gehilfen bei den Staatsanwaltschaften um Aufbesserung der Gehaltsverhältnisse wird, nachdem der Justizminister ein Eingehen auf das Gesuch abgelehnt hat, trotzdem dem Ausschuß zur nochm a li g en P r ü f u n g überwiesen. Eine Anfrage des Abg. Noack betr- die Gehaltsverhält- nisse derBeamten bei derMain-Neckar-Bahn beantwortet Dr. Gnauth dahin, daß die Verhandlungen der Regierung mit den betreffenden Bundesstaaten zum Abschluß gelangt sind. Dabei seien die Gehalts-Verhältnisse der Beamten geregelt worden. Eine Anfrage des Abg. Berthold den Vertrag der Gemeinde Bad-Nauheim wegen Waldaustauschcs wird dahin entschieden, daß der Vertrag an den Ausschuß zurückverwiesen wird, damit er nochmalige Erhebungen über den von Nauheim erzielten Nutzen anstelle. Berlin, 27. Nov. Wie die „Nat. Korr." hört, hat sich her Kriegsminister v. Go ßler bereit erklärt, die Interpellation Bassermann über das Jnsterburger Duell sofort zu beantworten. — Von feiten einiger Mitglieder des Zentrums werden Anregungen zur Aenderung der Geschäfts-Ordnung des Reichstages behufs Verhütung einer etwaigen Obstruktion gemacht. Tiefe Anregung dürfte indes keine Aussicht auf Erfolg haben. Präsident Graf Ballestrem hat sich auch höheren Anregungen auf Aenderung der Geschäfts-Ordnung gegenüber ablehnend verhalten. — Tie Abgg. Dr. Pachnicke und Rosicke-Dessan Huben mit Unterstützung der fr eis. Vereinigung einen Jni- tiativ-Antrag im Reichstage cingcbracbt dahingehend, eine Kommission aus Regierungsvertrctern, Rcichstags-Mit- gliedern und anderen auf diesem Gebiete erfahrenen Mäu* nern zu bilden, welche die bisher geacn die Folgen der Arbeitslosigkeit geschaffenen Versicherungs- Einrichtungen prüfen und Vorschläge über eine zweckmäßige Ausgestaltung dieses Zweiges der Ver-, sichcrung inachen Zollen. — Tie sozialdem. Reichstags- Fra ltion hielt gestern nach Beendigung der Plenarsitzung eine Fraktivnssitzung ab, in der zunächst beschlossen wurde, bei der heutigen Wahl des ersten Vicepräsidenten den Abg. Singer in Vorschlag zu bringen und Zettelwahl zu fordern. Für die Besprechung der Duell-Interpellation wurden die Abgg. Haase und Bebel als Redner bestimmt. S-odann wurde beschlossen, eine Interpellation über die Völkerrechts- Widrigkeiten Englands im Burenkriege, ins- bcsondere über die Konzentrations-Lager nicht einzu- brmgen, sondern diese Frage bei der Spezialberatung des Etats umfassend zu erörtern. Endlich wurde mit Einstimmigkeit eine Interpellation an den Reichskanzler über die herrschende Arbeitslosigkeit beschlossen. Heute wird die Fraktion zum Zolltarif Stellung nehmen. — Auf Grund zuverlässigster Informationen darf mit Bestimmtheit angenommen werden, daß als Folge des Jnsterburger Duells eine präzisere Fassung der ehrengerichtlichen 93 c ft i m m ungen, soweit sie sich auf den Zweikampf beziehen, in Erwägung gezogen ist. Außerdem haben wir Grund, anzunehmen, daß von dem bisher in der Armee üblichen Brauch auch diesmal nicht abgewichen wird, nämlich besonders krasse Fälle nicht zu duldender Vorkomnmisse in einer belehrender! und ermahnenden Kabinettsordre, die durch die Generalkommandos den Kommandeuren der selbständigen Truppenkörper zur Mitteilung an ihre Offiziere zugeht, zu beleuchten. — Wie die „Disch. Tagesztg." mitteilt, hat der Bund der Landwirte Materialien zum Zolltarif in 12 Heften herausgegeben, unter denen sich als Doppelheft die Anträge des Bundes der Landwirte zum neuen Zolltarif als Eingabe an den Bundesrat und Reichstag befinden. München, 27. Nov. Nach der „N. Fr. Vztg." hat die Geliebte des Kneißl, eine Schwester seines Freundes und mitverhafteten Genoßen Vüst, dem Kneißl fast zur gleichen Zeit, in der er zum Tode verurteilt wurde, einen Knaben geboren. London, 27. Nov. Campbell Bannermann hielt gestern in Lancaster eine Rede, in der er die bekannte Rede Chamberlains berührte, und sagte: Was sollen wir sagen über das Benehmen eines Ministers, welcher eine fremde Nation nach der anderen beleidigt, und die Entrüstung aller Einwohner der größten Militärmo n ar chie des heutigen Tages erweckt. Es ist kein Zweifel, daß das auf diese Weise geweckte Empfinden ein überreiztes Empfinden ist, aber das wird die Verantwortlichkeit des Mannes nicht aus der Welt schaffen, der in solch heiklen Zeitumständen Worte gebraucht, die möglicherweise einen so gefährlichen Aus schlag geben können, Worte, die leicht dazu angethan sind, den Krieg zu verlängern. Paris, 27. Nov- „Echo de Paris" meldet über Wie n: König Alexander von Serbien beabsichtige sich von der Königin Draga scheiden zu lassen, und deren jüngere Schwester zu heiraten. Diese hält sich schon seit einiger Zeit im Palaste auf, begleitet den König überall hin, und ist bei allen seinen Spielen seine Partnerin. — Wie aus London gemeldet wird, soll der König sogar die Ehescheidung bereits eingeleitet haben. Donnerstag den 9. Januar 1902, nachmittags 2'/, Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die Liegenschaften der Peter Worch Eheleute Flur 25,74M/100 — 291 qm Hof- raite an der Chaussee auf der Warte, Flur 25/7468/ieo — 362 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Nov. 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. __________Gros._______7741 Donnerstag den 9. Januar 1902, nachmittags 2l/, Uhr, werden auf hiesigem Orl'sgericht die Liegenschaften des Wilhelm Steinbach öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Nov. 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. __________Gros._______7742 Donnerstag den 9. Januar 1902, nachmittags 2*/, Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die Liegenschaften des Wilhelm Steinbach öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Nov. 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. _________Gros._______7743 Die Lieferung der für die hiesige Bäuerische Stiftung in 1902 erforderlichen Fleisch-, Back- und Spezereiwaren, sowie der Milch, soll im Submissionswege vergeben werden. Offerten sind bis zum 7. Dezember l. F. Gartenstraße 11, pari., abzugeben, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. 7764 Gießen, 27. Nov. 1901. Ter Administrator. Bekanntmachung. Donnerstag den 28. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier, Neuenweg 28, mehrere Sophas, Kleiderschrärcke, Kommoden, Spiegel, Bilder, eine Ladentheke, 17 Bände Brockhaus Lexikon und vieles andere zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 27. November 1901. 7756 Seipel, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Donnerstag den 28. d. MtS., nachmittags 2 Uhr, sollen dahier im Lust'fchen Saale, Neuenweg 28: 1. 15 silberne Taschenuhren, 19 Uhrkctten, 35 Anzüge (alles neu), 2. 1 Kassenschrank, 1 Schreibtisch, 2 Vertikows, 1 Sofa, 12 Regulateure, 5 Kleiderschränke, 1 Divan, 1 Tru- mcaux, 1 Waschkommode, 2 Nachtschränkc, 1 Kommode u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. 7725 N.B. Die Versteigerung der Taschemchren, Uhrketten und Anzüge findet bestimmt statt. Gießen, den 26. Novbr. 1901. Seipel, Gerichtsvollzieher. Statt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: Nchsevürilch 56 {Jfg. Stitrfleifdj 54 Pfg. KirhÜkisch 50 Kfg. Sämtliche Wallthorstrasse 29, pfehlen 7746 Gänse, Honig, Butter. Frisch geschl. fette Gaus, od. 3 Euteu Mk. 4.75. 10 Pfd.-Kolli Natur- butterMk.6.75,Bieueuhouig4.50 Sl. Joczes, Probuzna via Breslau. National-sozialer Verein. Freitag den 29. 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