Mr. 201 Erste- Blatt. Ute Me-akti»«, Expedition und Wruckerei: Zchulftrahe 7. € Dettrr Eigentümer. ®<*iuntye 2 Namen Wohnort August Marten. liegenden Falle juristisch sehr schwer war einen CI"L x * ^bronwung mit Der toee zu ru instruieren so gewinnt man enst erhalten, beweisen die b?rt neuerdings zu tage getretenen den[emeUS ÄIh Äfl Bestrebungen, einen « - o b scheinhrts w eg von auf Mord Bedenken aufgestiegen, und als habe e? dem M an n h e i rn nach Eßl r n g e n durch entsprechende Ka- Antraae auf Todesstrafe aüswpir-tzp., ^oe /r dem nalrsrerung des Neckars herzustellen. 2te vorn Ko- ULi LEÄLase ausn^^i wollen. Thaffachlich mite zur Hebung der Neckarschiffahrt anaestellten Untersuch-. c 8 |00 für den rscheinenden nn. io Uhr. n fpStcflcne Q T 2 3 4 5 6 7 8 9 omroi! garten reitberühmte mite zur Hebung der Neckarschiffahrt angestellten Untersuchungen, die in einer umfassenden Denkschrift von Professor Huber niedergelegt sind, ergeben, daß der Ausführung des Projekts keine technischen Schwierigkeiten entgegenstehen : Adreffe für Drpescheni Anzeiger Stehen. Fernsprechonschluß Nr.vl. Gl ün berg Lauter Ettingshausen Atz-nhatn Ktrschgarten Merlau Ober Ohmen Groß-Eichen Ter neue Großschiffahrtsweg würde eine Länge von etwa 200 Kilometer erhalten und soll unter Einlegung von 40 Staustufen auf eine durchgängige Fahrwassertiefe von 2 Meter gebrach-t werden. Auf dem so regulierten Flusse könnten Schiffe von 600 Tonnen Tragkraft (gleich .. _ Zu beachten ist, daß ein Verteidiger des Todesurteiles srch bisher noch nicht gefunden hat. Selbst die „Kreuzzta " schreibt.' 00 stecht. äSSS'i ach, SW; •Uj • 17t., Theodor Stettz Julius Zimmer Jakob Görnert I. Johannes Müller Johanne« Reitz Dito Ludloff Karl Gemmer Karl Merz Derselbe reicht, Wieder ' + 27,4« C » + 6,4« C. Trouppe ies ternehme«, Vorstellungen. 16(665 8% 30t: t »s Lira her Kunst i’onfc Am-ßA. 100 Fuß hoben luffühnmg brmfltr wt t# uav %M* ** jie AirMll. • Utr •N. Jrschetnt täglich mit ttuahme de« Montags. Jtr Gießener Kamilien- lätter werden dem An- yifltr im Wechsel mit „Hess. Gandwirt" und „Blätter Mr Hess. BolkSkunde" vier» Mal wöchentlich beigelegt. >ur Augenblicke der Aufregung, wie sie das Bekanntwerden solchen Verbrechens begleiten. Würde ^rten auf die Minute alles nachgerechnet haben, daß Gang Tur (SVmn hon or rtu__1- -k. u , aber keine Thal, die im stände wäre, diese Zölle zu verhindern. Solche Drohungen sind „Theater- Donner". erscheint dem Fernstehenden, der für sein Urteil auf das in Der Presse vorhandene Material an Berichten und Mitteilungen angewiesen ist, die Schuld des Venrrteilten nicht unanfechtbar durch die Beweisaufnahme erhärtet; vielleicht giebt aber der Wortlaut der Begründung des Urteils einen besseren Aufschluß. $ Bekanntmachung. <..Ä aU 9em^b^$!fTc^intflt£tiiu,S^afeWaU ^6t“ "uchstehend °-r.-.ch°et-u Zuch.st.ere für Gießen, den 26. August 1901. GroßherzoglicheS Kreisamt Gieße». v. Bechtold. Grimmige Drohungen. -Kan schreibt uns aus Berlin, 26. August- ni^^^?^^^-Politik hält beim Zolltarifentwurf Nicht L>tich Industrie und Landwirtschaft streben immer Von der gegenseitigen Rücksichtnahme auf die Zollforderungen, von thatkräftiger Unterstützung und zum Siege Verhelfen ist schon gar keine Rede mehr „Sehe ieder wo er bleibe." Im Bunde der Landwirte ist man sogar derart ergrimmt auf den Zentralverband deutscher industrieller, wegen dessen ablehnender Haltung gegenüber den Getreide-Mindestzöllen. daß man rundweg erklärt, es sei die „Pflicht der landwirtschaftlichen Vertreter, die Konsequenzen zu ziehen und sowohl die Erhöhung der Industrie-Zölle als auch neue langfristige Handelsverträge abzulehnen". Also Kampf statt des „Vereint Marschierens" und „Vereint Schlagens". Auf Seiten der Industrie wird mehr Kaltblütigkeit gewahrt. Wenigstens haben die berufenen Organe der Industrie noch nicht mit ähnlichen „Repressalien" den landwirtschaftlichen Schutzzöllen gedroht. Nüchtern betrachtet, sind ja alle derartigen Revanchepläne in Bausch und Bogen Zölle abzulehnen, nicht aus sachlichen Gründen, sondern um dem anderen einen Schlag zu versetzen, absolut gegenstandslos. Ebenso verhält es sich mit Äußerungen wie: „Dann lieber völliger Freihandel, Abschaffung sowohl der landwirtschaftlichen wie der Industrie-Schutzzölle!" — wenn nämlich beispielsweise Getreidezölle nicht in Höhe von 7 Mark oder 7.50 Mark zu erreichen sind. Jedermann weiß ganz genau, daß es zu keinem von diesen „schreckenerregenden" Ereignissen kommen wird. Tie Zorngedanken sind nun einmal nicht zu verwirklichen. Weder ist ein Bündnis, „auf Zeit" natürlich, denkbar zwischen der ,inn des nächsten 4m« Sehen Korsos l । November i» rockte dnrtb „y. [)r. Doemens, ®i bürgerlicher Senat würde über gemeine Verbrechen E -Unbefangener urteilen; kommen spezielle Militaria tatei in Betracht, zieht man Offiziere als Sachverständige fr- wie es in einer Reihe anderer Verbrecherkategorien .i»- Fall ist. Reni militarifche Vergehen möge ein rein W!it..i risch es Richterkollegium aburteilen; wo es um Leben ^hre eines Menschen und ganzer Familien sich handelt, fidwit dieselbe in den Händen rechtsgelehrter Richter vor- liiiigjer behandelt zu werden. Ter Vertreter der Anklaqe- IHbörbe wies in seinem Plädoyer nach, daß ein Mord Her, vorliegen kann, nur ein Totschlag; trotzdem über-! z x.khkm die Richter, von denen fünf Offiziere sind, seine Aus- f üijiuingen und erkennen auf Mord. Wo bleibt die 5 Itoetgung der Praxis: in dubio pro reo. 'Jhir sechs Mi- iimteni ist die Spanne Zeit, für die Myrten ein Alibi riii^ nachweisen kann; gehen die Uhren der Kaserne und ClerP-ragoiier so übereinstimmend, daß diese sechs Minuten riid1: etwa in der Differenz derselben zu suchen sind Wer toi für gestern seine Anwesenheit von Minute zu Minute imtiMifen; geschweige nach Wochen und Monaten! Und' Ub' Ubet Das eine wollen wir noch dazu bemerken: gern würden wir als Verteidiger des Urteils auftreten, wenn wir es vermöchten. s oldie^ U rteiT ° wi e 1 eS^as $ h; wir ein I die je dock nur von geringer Bedeutung ist. Seine Nachbar- gefällt hat nicht erwartet haben Ueb^rasck! staaten dagegen besitzen schon lange direkte Verbindung insonderheit Är“^ r^die ^r See indem ihnen die Hauptverkehrsader Deuts^ Anklage auf Mord fallen lassen m miX 5' ? lanlhS, der Rhein mit seinen Nebenflüssen als Bindeglied die Anklaqe auf sLSaae&£ CHxttC ""d bient. Taß es aud) für Württemberg kein Ding her Un- .±?5S“A.5W.‘’- es bei dem vor- möglill-keit ist, eine direkte Verbindung mit der See zu in tntintt Botar ’.'Mt für (Stnjek/ unl ' .. 5'M Nach der Zusammensetzung des Reichstags wird auch bei den Zolltarifberatungen ja doch wieder das Zentrum die entscheidende Rolle spielen. „Tas Zentrum", sagte der Festredner Abg. Dasbach auf dem Katholikentag in Osnabrück, „steht nach wie vor glorreich da." Jedenfalls ist gegen die Stimmen des Zentrums int Reichstag in Fragen der Handelspolitik nichts zu wollen, nichts zu machen. Die rinmal eine Dummheit machen" — konnten sie sämtlich alsIwesen während der ^rhan'dwngen^^istHHnt^I al^misa^esckstossen^ ÄA^EAarffni^Är^dEttnvon ^l^?9en" gelten. Unwillkürlich, beeinflußt das Gefühl der lichleit Nicht bekannt geworden, in welcher Verfassung man 17.50 Mark Mindestitarif jemals Gesetz werde Wie weit fei mhtarWn Unterordnung .ene Freiheit des Urteils. hiJI btt für etae P^on/nhÜlse das Fleischschaf G ÄÄ "L FührL höchst wicktiae Scklüss!» C£'arau^ ^te ^an des Bundes der Landwirte zurückgeblieben. Könne jemand w.-. L, Z40hen können. im Ernst glauben, der Bund werde im nächsten Winter Über T n oars wohl annehmen, daß hier eine schwere Unter-1 die Mehrheit „verfügen"? Die konservative „Kreuz-Ztg."' Lnc.t>cr Untersuchung nicht begangen worden ist, I verfährt taktisch geschickter, als es die Preßorqane des Bunds !S^,ern • Gerichtsstelle auf das genaueste dar-I der Landwirte thun; sie legt auf das Zusammenhalten ier ’S1 verwunderlich aber bleibt es, daß! der Rechten mit dem Zentrum Wert, weil das eben der S 6 bie Oeffentlichkeit ge- praktische Weg ist, wenigstens eine mäßige Erhöhung der ^b?Kbie Verhandlungen bereits gar nichts landwirtschaftlichen Zölle zu erlangen. ^bracht haben. I Die Stellungnahme des Zentrums zum Zolltarifent- , sollen vorläufig die Hoffnung noch nicht auf-I wurf ist vorläufig behutsam und abwartend; auch der geben, daß es gelingt, den Thäter so zu ermitteln, daß! Katholikentag dürfte in dieser Hinsicht keinen genauen Auf- er restlos der That überführt wird. Dann erst würde von,schkuß geben. Aber man erfahrt vielleicht, was das Zentrum gesamten Volke der Mb weichen, das unleidliche, n i ch t bewilligen will. Und damit werden die änderest Oeftlyl daß das neue Militärgerichjtsverfahren in dem, Parteien wohl oder Wel zu rechnen haben. erfteu hervorragenden Falle, der ihm unterbreitet wurde" so wenig bewährt habe. Jeder Familienvater, der ^TrrlftfTdlr> flTrtrtf>^rrhlTn sein Kind m den Dienst des Königs giebt, kann verlangen, V11111UjV UU. ln- so ^r.?ur'9cn Fällen dem Sohne dieselbe Rechts^, Die Württemberger wünschen sich einen Was- sicherheit gewährt sei, wie ihm selber; daß nicht zweier-,s e r w e g zum Meere und meinen, von den Kosten, die lei Recht in Deutschland bestehe. , sie auf 50 Mill. Mark veranschlagen, solle Hessen ein Sechstel tragen. Württemberg ist der einzige der süddeutschen Staaten, der eigentlich noch keine schiffbare Wasserstraße besitzt. Gegenwärtig besteht zwar Kettenschleppschiffahrt auf dem Neckar von Heilbronn bis Mannheim, "7 lchUed'h'» 4 btw. Sonnens^ + 25.6« C. + 9.8« C. <3> = = B i /ten Ernst! kein einziger Politiker. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I etwa schonen wollen ? Wozu also solche erregte Ankündigungeii, die nicht ernst v. Bechtold. | E*" sehr wesentliches Moment ist aber, so viel wir, nehmen sind, weil nicht die Spur einer Wahrscheinlichkeit ~-sü----'। [ 'm«sen, bei allen Erörterungen der unerquicklichen Ange-, vorhanden ist, daß der Feldzugsplan Erfolg haben könnte? Qttm ^^ybit anyer acht gelassen worden. In dem ganzen Wenn 60 oder 80 oder etwa 100 Mitglieder des Reichstags im •+ • x * ® | , iProzeß ich wenigstens den vorliegenden ausführ-1 geschlossen gegen die Jnduftrie-Schu^ölle sttmmen würden, _ 'st Mit eine der traurigsten Seiten des unseligen lachen Berichten zufolge, niemals die Rede gewesen, woher dann ist es „auch noch so". Weiter nichts als eine T>e- Prozes es: ans Uebereifer im Interesse der so notwendigen der Mörder, wenn er unter den Soldaten zu suchlen ift, nu>nftratü>n, aber keine That, die im stände wäre, diese Lzsziplin im Heere und um diese zu wahren, hat man me scharfen Patronen hergehabt hat. Daß in der Zölle zu verhindern. Solche Drohungen sind „Theater- ber Glauben an eine unparteiische Rechtsprechung in der Reitbahn nicht scharf geschossen worden ist, bedarf keiner Armee aufs tiefste erschüttert. Man sagt sich, wenn solche weiteren Erwähnung. Ist per Mörder ein Angehöriger des Urteile im neuen öffentlichen Verfahren möglich sind, was! Regiments gewesen, so muß er sich vorher in den Besitz man früher hinter den verschlossenen Thüren vorgekommen von scharfen Patronen gesetzt haben, er muß sich solche skir! Gewiß zweifelt niemand daran, daß die militärischen vom Schieß-Unteroffizier besorgt oder irgendwo gekauft keifttzer des Gerichts nach bester Ueberzeugung, nach haben, er hat also die Absicht der Erschießung lange bcstern Wissen und Gewissen ihr Bottim abgegeben haben, vorher gehabt und einen Plan vorbereitet. Bon dem Kara- nott-bem von dem „Gerichtsherrn" der Ausspruch befamtf btner des Dragoners Weber, mit dem der tätliche Schuß geworden war: „Warum soll nicht auch ein Kriegsgericht abgegeben worden ist, ist nur vorübergehend die Rede ae- LSI. Jahrgang. Mittwoch Ä8. August 1901 GietzenerAineigerS General-Anzeiger v L-LL-K Jtllcnpreiö. lokal 12 VfK Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen VW1 »«fei. Rasse Alter Farbe Körper- beschaffen- heit Gesunb- hcits- unb Rährzustanb VogrlSbergcr Vogelsberger Simmenth. Reinzucht Stmmenlh. Kreuzung bto. Simmenth. Reinzucht bto. bto. bto. l’/s Jehre 16 Monate 14 Monate 15 Monate 17 Monate 15 Monate 14 Monate 16 Monate 16 Monate tot rot Falbscheck G-Ibsch.ck Hellfalb Hellfalbscheck Gelbrotscheck Hellfalbscheck Falb ziemlich gut gut ziemlich gut ziemlich gut ziemlich gut gut ziemlich gut gut genügenb flut flut gut gut flut gut gut gut 0*1 - 60 Eisenbahnwagen) verkehren; ihr Tiefgang könnte 1,75 Meter betragen. Die Gesajmtkosten sind auf 50 Mill. Mark veranschlagt, wovon ein Drittel auf Baden und Hessen, zwei Drittel auf Württemberg kommen. Diesem Aufwande steht aber die durch die Kanalisierung mögliche Gewinnung von Wasserkräften im Werte von 26 Mill. Mark gegenüber. — Welche Vorteile dieser neue Wasserweg allein für den Kohlentransport bietet, beweisen folgende Zahlen: Die Selbstkosten des Kohlentransports (für Schlepper und Frachtkahn, ohne die Nebenkosten) würden auf 10 To. für die Strecke Mannheim—Heilbronn 14,42 Mk., für die Strecke Mannheim— Kann statt 25,57 Mk. betragen. Im Vergleich dazu stellen sich heute für diese Strecke die geltenden Frachtsätze auf 27 und 40 Mk., also um rund 90 bezw. 60 Prozent höher. Auch; würde, sobald die Schiffahrt sich entwickelt hätte, nod)i eine mäßige Schiffahrtsabgabe sich erzielen lassen. Ihr zunächst zu erwartender Ertrag würde bei 1260 000 Mk. Ausgaben und 460 000 Mk. Einnahmen um etwa 800 000 Mk. zu niedrig sein. Dieser Fehlbetrag würde jedoch für Württemberg weitaus aufgehoben durch die Vorteile der Hebung der allgemeinen volkswirtschaftlichen Werte, durch Förderung der Industrie, Wertsteigerung des Geländes, Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und namentlich durch billigeren Kohlenbezug, der geradezu eine Lebensfrage für die dortige Industrie ist, wenn sie die Konkurrenz der Nachbarstaaten bestehen können soll. Wozu sich aber Hessen an den Kosten beteiligen soll, und zwar mit einer so immensen Summe, bleibt unverständlich. Die Vorteile, die für Hessen daraus erwachfen würden, stehen in gar keinem Verhältnis zu der Höhe der Forderung. Außerdem ist bekanntlich die Finanzlage unseres Landes derartig, daß an eine wesentliche Beteiligung an den Kosten dieses Unternehmens, das ja vorläufig auch noch in weiter Ferne liegt, wohl nicht zu denken ist. Der 21. Protestant en tag findet am 3., 4. und 5. September in Kaiserslautern statt. Nachdem die letzten Tagungen in Norddeutschland stattgefunden haben, ist diesmal wieder ein süddeutscher Ort gewählt, um auch den süddeutschen Anhängern oes protestantischen Liberalismus leichtere Gelegenheit zum Besuche der Versammlung zu bieten. Die auf der Tagesordnung stehenden Fragen: „Welche Anforderungen stellt das moderne^-Leben an die Ausrüstung des Geistlichen?" sowie: „Religionsunterricht in den Volksschulen und höheren Schulen", sind von allgemeinem Interesse und prinzipieller Bedeutung, sodaß ein zahlreicher Besuch der Versammlungen erwartet werden darf; die Verhandlungen sind öffentlich, auch Gäste haben Zutritt. Aus Kaiserslautern wird dem „Protestant" berichtet, daß der dort 800 Mitglieder starke Pvotestanten-VeTein eifrig an der Arbeit ist, di : fremden Abgeordneten und Gäste würdig zu empfangen. Er hat in der Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts sich ein „Pro- testantenhaus" erbaut, in dem er seine Mitglieder zu Vorträgen, Familienabenden und anderen festlichen Veranstaltungen sammelt. In diesen: Hause sind auch seinerzeit die Festspiele „Gustav Adolf", „Hutten-Sickingen", „Protestationssestspiel" aufgeführt worden, die beiden Knaben horte, die der Protestanten-Verein unterhalt, der protestantische Kirchenchor und der protestantische Männerverein haben in seinen Räumen Unterkunft gefunden'. Ter Pfälzer Proteftanten-Verein, zu Beginn der sechziger Jahre begründet gegen die Gewaltherrschaft einer herrsch- sückftigen und unduldsamen Orthodoxie in der pfälzischen Kirche, zählt etwa 30 000 Mitglieder unter dem Vorsitz des Seminardirektors und Landtagsabgeordneten Dr. Andreae in Kaiserslautern. Er verbreitet Schriften unter seinen Mitgliedern, organisiert Gemeinde- und Krankenpflege in den Gemeinden und veranstaltet in den Städten der Pfalz abwechselnd Jahresfeste, die als wirkliche Volksfeste bei großer Beteiligung alljährlich stattfinden. So möge er in seiner Lebendigkeit und Wirksamkeit kräftigend *" und anfeuernd auf die anderen Zweigvereine des Deutschen Protestanten-Vereins durch die Feier in seiner Mitte und durch sein Vorbild wirken. — Das genannte Blatt schreibt ferner: „Aus unserem Leserkreise geht uns für die Tagung des Protestanten-Vereins der Wunsch zu, man möge die Beratungen nicht vorübergehen lassen, ohne im Namen dessen, der uns gelehrt, daß Liebe des Gesetzes Erfüllung ist, Protest zu erheben gegen den Pharisäismus, die Rohheit und Grausamkeit der Bestimmungen, die den protestantischen Geistlichen hiirdern, gerade in den Fällen, bei denen seine Thätigkeit am nötigsten ist, un- , bekümmert um Gesetzesparagraphen seines Berufes als Seelsorger und Trostspender zu walten, nämlich, an den Gräbern der Selbstmörder, wie auch Protest zu erheben dagegen, daß man notorische „Sünder" ungehindert bestatten mag mit allen kirchlichen Ehren, dagegen denen, die wünschen, durch Feuer bestattet zu werden, die kirchlichen Ehren verweigert, um eines abgestandenen Dogmatismus willen, der in seiner eigenen Thorheit sich fängt, weil er zu behaupetn scheint, Gottes Allmacht vermöchte nicht so viel über die Asche des Verbrannten, wie über den Moder des Verwesten. Möchte man allen liberalen Synodalmitgliedern es zur Pflicht machen, gegen diese Engherzigkeit offen in den Verhandlungen der Synoden Stellung zu nehmen. Neber: den wichtigen Gegenständen der Tagesordnung greifen diese noch unmittelbarer als jene in' die das Volksbewußtsein unserer Tage beschäftigenden Fragen." Prinz Tschun, der chinesische Sühneprinz, dessen einnehmendes Konterfei wir gestern unfern Lesern unterbreiteten, ist, wie es bereits in der gestrigen Meldung aus Basel angedeutet wurde, erkrankt. Selbstverständlich kommt man leicht auf den Verdacht, „Höchstderselbe" spiegele seine plötzliche Erkrankung nur vor, er fühle sich ftisch wie «in Fisch im Wasser und ersinne jetzt irgend einen Kniff. Das, allerdings keineswegs immer ganz zuverlässige Depeschenbureau „Herold", meldete auch schleunigst aus Basel: Nach eingeholten Informationen weigert sich Prinz Tschun infolge neu eingetretener diplomatischer Komplikationen in Peking, die Reise nach Berlin fortzusetzen. Vorläufig ist für den Prinzen und sein Gefolge in Basel für die Dauer von zehn Tagen Wohnung gemietet. Es findet ein lebhafter Depeschenwechsel zwischen dem Berliner Auswärtigen Amt und dem Prinzen Tschun statt. Jetzt kommt aber aus Berlin die entschieden glaubwürdigere Meldung, daß die Erkrankung des jungen Herrn aus Peking infolge von Hitze und der ihm ungewohnten Eisenbahnfahrt thatsächlich vorliegt. Es ist im Augenblick Tuxb nicht bekannt, wann er die Reise nach Potsdam wird «ntreten können. Engländer und Bure«. Lord Kitchener ist um eine Erfahrung reicher: seine vor wenigen Wochen veröffentlichte, bekanntlich von Chamberlain inspirierte, dem Völkerrecht zuwiderlaufende Proklamation hat eine durchaus andere Wirkung erzielt, als er wünschte. Die Buren sind durch die papierne Heldenthat nicht zur Niederlegung der Waffen, sondern zu Gegen Proklamationen veranlaßt worden, die die Namen D e l a r a y s und Bothas tragen. Besonders wirkungsvoll verspricht die des letztgenannten Generals zu werden. Botha fordert, fortan sämtliche englische Ge - fangenen in den Burenlagen: z u r ü ck z u l a s s e n , damit sie als Geiseln dienen, falls den Buren die Rechte einer kriegführenden Macht abgefprochen würden. An solchem Geiselmaterial fehlt es den Buren in der Thal nicht; jeder Tag liefert ihnen Gefangene, die sie bisher entwaffneten und zumeist wieder laufen ließen. Die „herum- streisenden Marodeurs, als welche Chamberlain vor Monaten die Heerhaufen der Buren bezeichnen zu können glaubte, sind also noch heute so stark, daß sie jede Maßregel des britischen Höchstkommandierenden auf der Stelle durchkreuzen. Selbst englische Blätter bemerken offenen Hohnes, daß Kitchener mit Proklamationen den Krieg nicht zu Ende bringe, da solche auf die 93-uren ebensowenig Eindruck machen, wie die Reden, die in England oder sonstwo gehalten werden. Um den Mangel an kriegerischen Fortschritten einigermaßen zu begründen, klagt Kitchener wieder einmal in beweglichen Worten über die völlige U n 1 a u g - lichkeit der ihm von England aus gesandten R ese r v e- truppen. Tie „Times" bemerkt dazu, es werde wohl nichts übrig bleiben, als einige indische Regimenter nach Südafrika zu dirigieren. Das ist ein rundes Eingeständnis der Unmöglichkeit, in England selbst noch, brauchbares Soldatenmaterial aufzutreiben. Eine Depesche des Generals Kitchener aus Pretoria vom 25. August besagt: „Ich erhielt einen langen Brief von Steijn, in dem er die Angelegenheiten der Buren ausführlich darlegt und erklärt, daß er weiter kämpfen nterbe. Ich erhielt ferner ein kurzes Schreiben von D e W e t, der sich in demselben Sinne ausspricht und von Botha, der gegen die von mir erlassene Proklamation Einspruch erhebt und ebenfalls feine Absicht kundgiebt, den Kampf fortfetze:: zu'wollen. Andererseits hat sich jedoch! in letzter Zeit die Zahl der Buren, die sich ergeben, beträchtlich vermehrt." — Dem „Reutersche:: Bureau" wird aus Winburg gemeldet: Dem Vernehmen nach besinden sich Steijn und De Wet ganz nahe dem östlichen Ufer des Eishriver (Kapkolonie). Die Bure:: im Zentrum haben sich in noch kleinere Trupps, als sie bisher bildeten, geteilt und streifen mehr denn je bei Nacht umher, es ist daher schwieriger geworden, sie zu stellen; die Beschafff:ng von Lebensmitteln und Futter ist weniger schwierig wegen ihrer geringen Anzahl. Die Buren erhalten fortgesetzt heimlich Pferdeersatz. Zwei große Kommandos, im Ganzen 700 Mann, wurden bei einem Versuche, den Oranjeriver zu überschreiten, um in die Kapkolonie einzudringen, zurückgeschlagen. — Ein weiteres Telegramm Kitcheners aus Pretoria vom 25. August meldet, drei Offiziere und 6 5 M a:: n, die von Ladybrand her auf der Rechten von Elliots Mannschaften marschierten, ergaben sich auf ungünstigem Terrain am Morgen des 22. August und wurden vc;n einer überlegenen Streitmacht des Feindes gefangen genommen. Ein Mann wurde getötet und vier verwundet, dke Gefangenen wurden alsdann wieder fteigelassen (?). Kitchener hat eine Untersuchung eingeleitet. Kitchener meldet endlich noch: Seit dem 19. August sind 32 Buren gefalle::, 24 verwundet und 139 gefangen worden, 185 ergaben sich; ferner wurden 245 Wage::, 286 Pferde und 6615 Stück Vieh erbeutet.. — General Bloods Kolonne erreichte von Norden her, ohne auf ernsten Widerstand zu stoßen, Middelburg. Die Obersten Altenbh Und Kelewich sind noch dabei, die Distrikte nördlich vom Ma- galiesberge zu säubern. Hier ergaben sich auch die meisten Buren, darunter der Enkel Krügers. Die unter dem Befehl des General Knox stehenden Truppen beunruhigten fortwährend die zwischen Thabanchu und dem Oranjeflusse lagernden Mannschaften Kruitzingers. — Die feindlichen Abteilungen der Aufständischen in der Kapkolonie verbergen sich mit einigem Erfolge vor unseren Truppen und weichen ihnen aus. General Beatfons Kolonne drängt Scheepers Kommando nordwärts. — Nach der Verlustliste wurden am 19. August bei Uniondale 10 Husaren gefangen, die bisher noch nicht freigelassen wurden. Bei Heneen- weers-Kop in der Nähe von Fauresmith wurden am 21. ds. Mts. 4 Reguläre getötet und 8 verwundet. Deutsches Reich- Berlin, 26. Ang. Aus WilHelmshöhe wird gemeldet: Zur gestrigen Mittagstafel beim Kaiserpaar waren der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Graf v. Zedlitz-Trützschler, Intendant v. Hülsen-Wiesbaden und Pfarrer Armbröstxr geladen. "Der Botschafter in Konstantinopel, Freiherr v. Marschall, war am Samstag nach dem Empfang bei dem Kaiser zur Tafel gezogen. — Ueber die Beschlüsse der preußischen Bischofs- konferenz in Fulda wird mitgeteilt: Der Episkopat erörterte eingehend die Lage der katholischen Missionare und beschloß, der katholische:: Bevölkerung die regste Unterstützung des Missionswerkes in Hirtendriesen ans Herz zu legen. An den Kaiser soll für die den Missionaren gewährte Unterstützung eine Dankadresse gerichtet werden. Weiter beschäftigten sich die Bischöfe mit der Förderung des „Bonifatius-Vereins", der der Ausbreitung des Katholizismus in der Diaspora dient, und erklärten die Unterstützung dieses Vereins „schon im Hinblick auf die immer schärfer in Erscheinung tretende Agitation des Evangelische:: Bundes und des Gustav Adolf-Vereins" für eine der ersten Pflichten der Gläubigen. — Der „Reichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung betreffend Beschränkungen der Einfuhr und Durchfuhr aus der europäischen Türkei einschließlich der türkischen Häfen des Aegäischen und Schwarzen Meeres. — Währe::d sonst in den Re i ch sei nn ah m e n der letzten Monate ein teilweise beträchtlicher Rückgang eingetreten ist, hat die Reichspost- und Telegraphen- Verwaltung eine nicht unerhebliche Mehreinnahme zu verzeichnen gehabt. Bei ihr betrug die Einnahme von: Beginn des neuen Rechnungsjahres, also vom 1. April 1901 bis zum Schlüsse des Monats Juli, 137 160866 Mark gegen 129 306 330 Mark in demselben Zeitraum des Vorjahres, mithin im Rechnungsjahr 1901 bisher 7 854 536 Mark mehr. Dagegen ist die Reichs-Eisenbahn-Der Waltun g von dem all- gemeinen wirtschaftlichen Rückgang nicht unberührt geblieben. Bei ihr betrug die Einnahme von Beginn des Rechnungsjahres 1901 bis zum Schlüsse des Monats Jul: 29 264 600 Mark gegen 30163 000 Mark in demselben Zeit raunt des Vorjahres, so daß sich also in diesem Rech nungsjahr bisher eine Mindereinnahme von 898 400 Mk ergeben hat. — Wie man erfährt, fand infolge des l a n d w i r t sch östlichen Notstandes der Provinz Westpreutzen vr» einigen Tagen eine Beratung über die Four ag e l ief e i. ung bei den Kaisermanovern und die Einquartierung der Truppen zu Marienburg statt. "Das Resultin der Verhandlungen ergab, daß die Militärverwaltung in, folge der diesjährigen schlechten wirtschaftlichen Lage die Fourage aus :hren eigenen Magazinen liefern wird, bc in jedem einzelnen Falle von den Gemeinden an den nächst liegenden Bahnstationen in Empfang zu nehmen ist. Tm Gemeinden wird demnach nur die Anfuhr der Fouraze obliegen. — Mitteilungen des Kriegsmjnisteriums über die Fahrr der Truppeittransportschiffe: Dampfer „Bayern 24. August Genua an, 25. August ab. Dampfer „Dresden" 25. August Aden an und ab. Dampfer „Silvia" 25. August Singaporc ab. Dampfer „Erzherzog Franz Ferdinand" 24. August Singapore an, 26. August ab. Dampfer „Wittekind" 25. August Tsingtau an, 26. August ab. Friedrichsort, 26. Aug. Tie großen Herbst. Übungen der Flotte in der Ostsee begännen heute mit dem Auslaufen der gefamten Flotte aus dem Kieler Hafen. In der Kiellinie fahrend, vorauf das Linienschiff „Kaiser Wilhelm der Große" mit dem Flottenchef Admiral Koster an Bord, verließ das erste Geschwader den Hafen, dann folgte das zweite Geschwader, den Schluß bildeten zwei Torpedo bootsflotillen. In der Außenfohrde nahmen die einzelnen Geschwader die Toppelkiellinie und dampften nach dem östlichen Teile der Ostsee. Schwerin, 26. Aug. Ter Großherzog ernannte cm Stelle des verstorbenen Präsidenten des Staatsministeriums v. Bülow den Landrat Grafen Bassewitz auf Aristow zum Präsidenten des Staatsministeriums, zum Minister des Auswärttgen und des Innern. Köln, 26. Aug. Die „Köln. Ztg." erfährt zum Programm der Zaren reise: In den nächsten Tagen tritt das Zarenpaar die Seefahrt nach Kopenhagen an, wo eü sich bis zum 9. September aufhält. Alsdann begiebt der Zar sich nach Danzig, während die Zarin ihre Schwester, die Prinzessin Heinrich, besucht. Nach Beendigung der Sec- Manöver bei Danzig fährt der Zar durch den Kaiser Wilhelm-Kanal nach Dünkirchen. Ob der Gesundheitszustand der Kaiserin die Reise nach Compiegne zuläßt, hängt vorn Gutachten der Aerzte ab. Nach dem Besuch in Frankreich will das Zarenpaar längeren Aufenthalt in Spala nehmen, wo die Zarin Moorbäder gebraucht. Von Spala siedelt das Zarenpaar nach Livadia über und verbleibt dort bis Weihnachten. Der Besuch in Darmstadt fällt dieses Jahr jedenfalls aus. Eisenach, 26. Aug. Die Versammlung der Textil- Großindustriellen von Hessen und Südhanrwver protestierte einsttmmig gegen jede Erhöhung der Zolle. Austand. Kopenhagen, 26. Aug. Wie seinerzeit berichtet, wurde beim letzten Regierungswechsel ein Bauer, Ole Hansen, Mitglied des FolkethingS, zum Minister für Landwirt, schäft ernannt. (Ein Journalist, der den neuen Minister dieser Tage auf seinem Gute in der Provinz besuchte, /nf ihn auf dem Felde, mit den Ernte-Arbeiten eifrig beschäftigt. Das Gut, nicht besonders groß, ist ein sehr einfacher Bauernhof mit nur 66 Tonnen (Morgen) Land. Der Minister besorgt ganz wie früher selbst alle Arbeit, er geht sogar selbst in den Stall, um die Kühe zu füttern. Sein Sohu arbeitet mit den übrigen Leuten des Hofes für Stundenlohn und erhält ebenso wie die anderen Arbeiter jeden Samstag vom Minister seinen Verdienst ausgewhlt. Und er hat noch keine Lohnerhöhung verlangt, obgleich er sehr gut weiß, daß die Stellung seines Vaters sich bedeutend gebessert hat. Die Nachbarn des Ministers wundern fich, daß er seine Lebensweise nicht geändert habe, er aber antwortet, daß er ein Bauer sei und, wenn er nicht mit Regierungsarbeiten beschäftigt sei, auch weiterhin als schlichter Bauer leben wolle. Loudon, 26. Aug. Der deutsche Kronprinz hatErieff verlassen und begab sich nach Dunrobirn Castle zu einem Besuche des Herzogs und der Herzogin von Sucherland. Rom, 26. Aug. Einen nicht unerheblichen Erfolg hat die italienische Kolonialpolitik in Ostafrika zu verzeichnen. Die offiziöse Telegraphenagentur meldet, daß der italienische Konsul in Sansibar in Aden eingetroffen ist, nachdem er feine Mission bei dem Sultan der MiiurtiiiS, einer Völkerschaft in der Nähe der italienischen Kolonie Venadir, auSgeführt hatte. Der Sultan unterwarf sich Italien, indem er ein Abkommen unterzeichnete, in welchem er die Oberhoheit Italiens auf feinem gesamten Gebiete anerkennt und noch andere Zugeständnisse macht. Mihbrauch des Züchtignngsrechts. Der Abgeordnete Cramer-Darmstadt hat in der Zweiten hessischen Kammer folgende Anfrage gestellt: Ein geradezu empörender Mißbrauch des Züchtigung^ rechts ist seitens des Lehrers Breidenbach zu (Sberftaot an dem sechsjährigen Kinde Wilhelm Fischer daselbst verüb t worden. Der Verwaltungsgerichtshof hatte sich lnu der Sache beschäfttgt und in einer Sitzung am 1. Juni drunter Abwesenheit eines Vertreters des Staatsinterefiev eine strafrechtliche Verfolgung abgelehnt, da der Lehrer Breidenbach den Rahmen des elterttchen Züchtigungsrechtes nicht überschritten habe. Die von dem Vater des handelten Kindes angegebenen Zeugen, darunter Oberleyre Schmitt un«bl dessen Frau, Pfarrer Zentgraf, Ober)chu:rcu Müller ufw., sowie der behandelnde Arzt Dr. & re m tr zu Eberstadt, welche sich über die rohe Art der Mißhandlung empörten, wurden nicht gehört. Letzterer sagt in eine Schreiben, welches als teilweise Erwiderung gegen _ Gründe des Verwaltungsgerichtshofs gelten soll, „Wenn bei feiner Vernehmung der Lehrer Bre:ve doch zu Protokoll gegeben hat, daß er das von w verletzte Kind am selben Abend nach der ^^^tzung der elterlichen Wohnung sitzend gesehen habe, so J ich das als eine absolute Unmöglichkeit zurück, ^e wie ich bereits in meinem ersten Gutacksten vom ‘ vember v. I. bemerkte, tW (bie leiseste Berührung " verletzten Stelle, selbst der Kleider, für dasKind aWm schmerzhaft, die Backe war stark ange,chwollen und ha und ivar jede Möglichkeit ausgeschlossen, daß das^Kwan jenem Abend sitzen konnte. Ebensowenig war ! aus E1S^ute? ÄS ?*enS^H ' bamW«n 82SS*. -Lsr z«, an t Inajn begi»t ’" * sm« wenbigung ber . ^urch den Kais^ dar Gesundheit <. Ä” Mt E chala fiefeft lolerbt dort bis M 'adt fallt biep [ammlung der üdhamwver pw > t M.t «h'thta, su' *• KDZ ^hr L!£ ■ t,Tlu«l3 ju 2*4Wi AttefJ «rzrh bttitytt, k-1 Aaaer, O!r p' fier für ßan&e- r den neuen M- ' frobit^ 6tW ititm vMg iWs i VV mfaihadn: Land. Dn K- alle Arbeit, tu ihr zu fitttn ? Stuten bd Hsf6 wie die andmi Lü n Serbiens migt« ng verlang!, obglri' es »Uteri Mbeta UHnißtrl mndtr tett joft, er aha tnn er nicht mit fc ocknhw ol8 M «roupchM itobirn JeM®® gin von ltnerhtblichtn Ln:-i tit in DWj«\ henagentur * in Aden eW° ; Sultan der M iet italienisch»» Sultan nntkivr nterzeichnett,'n - einem gefanrtto dnifie macht.___ figuvgsr^ Darmstadt W .e AnWe E, rt’i^rL ?(m E^- ÄKtzf- « x ?1 mW1!' c™ihrt21X ,!S S'rffe nach^K,^ rcn 5 Ken-PK Oi(" Die Die Politik der Heraufsetzung der Abgeordnete und Bolt Neueste Meldungen. Dr. v. Coler, ist gestern abend 8 Uhr gestorben. Friskfart, den 27. August 5 % Italien. Bente Tendenz ruhig. ’U B August Wetter = i ® «D am 25.—26. August 9» 7“ 2" BW. BW. NW. Was Preise würde 738,1 741,1 743,6 4- 13,0 + 12,4 + 14,4 101.00 90 90 100 95 91.00 98.50 98.80 43.50 25.80 26.30 34.50 91 76 55 + 22 7° C. 4- 12.0° C. 2 4 bed. Himmel bew. Himmel, Sonnenschein 8 °/o Mexikaner . 4*/i ’/o Chinesen . »Vl% 8 % We‘/o 3 7s «V>% 10,1 8,1 6,7 Kreditaktien . . . Disken to-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Höchste Temperatur Niedrigste , Beichsanltihe do Konsole . . do . . Heesen . . ZZ OZ I ■e- Bochum Harpener verurteilte die Arbeiter Wuicek, Starzak und KumernoSki > die den aus Breslau stammenden Direktor der Aktien Gesellschaft Goremba in Zawodzie Slrffani ermordeten, zu je 15 Jahren Zwangsarbeit in Sibirien und nachfolgender lebenslänglicher Ansiedelung daselbst. L « W Möglichkeit gegeben, baß das »bind, wie Herr Lehrer Breidenbach, angiebt, am andern Tage vergnügt auf der Straße herumsprang. — Daß der Junge draußen war, gebe üfy zu, konnte doch der Aermste nicht sitzen! Eine Auslegung, wie sie jedoch Herr Lehrer Breidenbach beliebt, daß der Junge acht Tage lang der Schule ferngehalten worden sei, um die Sackte aufzubauschen, spricht siir sich selbst. Jene Verletzung ist auch nicht mit einem leichten Stöckchen, wie Herr Lehrer Breidenbach angiebt. reichischer Rundreiseverkehr; südwestdeutscher Rundreiseverkehr; .deutsch schweizerischer Rundreiseverkehr; iuternationaler Ruud- Die reiseverkrhr mit Frankreich und England, desgleichen mit *• Keine Rundreisevergünstigungen mehr! Am 1. Oktober werben, der „Köln. Ztg." zufolge, die Rundreisehefte in gramm heruntergegangen sei. Es sei dies ein Beweis, wie drückend die Fleischpreise schon heute der Maffe seien. Die Ernährung dieser BevölkerungSklassen dürfe deshalb nnrnög- lich zu einer noch schlechteren gemacht werden. Nach den Forderungen der Agrarier würde ein Zoll von ungefähr 20 Pfg, auf daS Pfund Schlachtgewicht kommen. Mit den Lebensmittelpreisen hänge aber auch die EigentumSver brechenS-Statiftik zusammen. Erhöhe man die ersteren, so würden die Verbrechen sofort zuuehmen. Also zur Frage der Volksgesundheit komme auch die der BolkSsittlichkeit. Bei den direkten Steuern werde die Steuerleistung nach der finanziellen Tragkraft abgestuft. Bei den indirekten Steuern aber werde dem Aermeren genau dieselbe Steuerlast wie dem Hayuau, 27. Aug. In sämtlichen hiesigen Handschuh- fabriken wurde die Arbeit eingestellt. Pfd. 66—76 , Kuh« und Rindfleisch per Pfund °> ~^.vvM.v|*etfc$ per Pfd. 64—80 $, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 84 , Kalbfleisch per Pfd, 60—66 4, Hammelfltisch per Pfd. 50—70 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00—8.00 JC, Weißkraut per St 00—00 <3, Zwiebeln per Ctr. M 7.00—8.00, Milch per Liter 18 4. Dauer der Markt,eit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags. wurde die Heimfahrt angetreten, und der Schnellzug 12,30 brachte die Ausflügler wieder nach Gießen. • schränkten Zahl von Großgrundbesitzern. Nicht minder enthält der Tarif eine Anzahl von Zollcrhöhungcn auf Rohprodukte, Halbfabrikate und Jndustricerzeugniffe, die unbedingt teil- gänzlich beseitigt, teils ermäßigt werden müssen, wenn Produktion und Konsumtion nicht in bedenklicher Weise geschädigt werden sollen. Für das Großherzogtum Hessen würde eine Gestaltung der Verhältnisse, wie sic die Sähe des Zolltarif-EntwurfS mit sich bringen, besonders empfindlich sein, weil kaum ein Drittel seiner Einwohner Landwirte sind, von denen die große Mehrzahl ohnehin alS Kleingrundbesitzer umsoweniger Nutzen aus der Erhöhung der LebenS- mittel-Zölle ziehen können, als mit dieser eine enorme Erhöhung der Warschau, 27. Aug. DaS Bezirksgericht zu Bendzin Berlin, 27. Aug. Der Generalstabsarzt der Armee, Berliner Handelsgee. Oeeterr. Staats bahn Gotthardbahn . . . Laur ah Utto . . . . Müller III., der 46 Jahre hindurch dem Gemeinderat an- gehörte, wurde Andreas Eifert II. mit 62 Stimmen gewählt. Die Beteiligung der stimmberechtigten Mitglieder an den Wahlen war nur gering. Darmstadt, 26. August. Der Erbprinz zu Hohe- lohe.Langenburg ist noch eintägigem, durch eine kurze Reife nach Homburg unterbrocheren Besuchs Aufenthalt bei dem Großherzogspaar auf Schloß Wolfsgarten gestern abend 11 Uhr wieder von da abgereist. 3. Darmstadt, 26. Aug. Zur Stellungnahme gegen den Zolltarif. En twurf resp. zur Beschlußfassung über die der Regierung zu unterbreilenden Wünsche fand heute abend in der „Stabt Pfungstadt- eine zahlreich besuchte Versammlung von Vertretern der wichtigsten gewerblichen Gruppen der Stadt start. Nach einer einleitenden Begrüßung durch den Vorsitzenden der Handelskammer Bankdirektor PareuS und einem ausführlichen Referat dcs Fabrikanten Langer- bach wurde nachstehende „Resolution" einstimmig angenommen : i d/o Grieoh. Monop.-AnL 3 i’/c Portugiesen . . Meteorologische Beobachtungen bet Stativ» Sieben. ■g’Ä -ZK 8» 5 verursacht worden, sondern mit dem schweren Spazierstock dcs Herrn Breidenbach, wie mir dies der Herr Lehrer persönlich zugestandon hat. Taß es sich ferner nicht um leichte Klapse auf die Backe (Gesicht) handelt, dürfte.daraus hervorgehen, daß die Flecken im Gesicht, von denen ich schon in meinem ersten Atteste sprach, noch andern Tages im u t r ~ . . . ., . . sichtbar waren. Ich will mir hierbei die Bemerkung nicht Vermögenden auferlegt. Dieses Zollsystem sei eine schreiende versagen, daß ich eine schwerere Mißhandlung eines Ungerechtigkeit. Auch eine Erhöhung der Steuer auf diese Kindes seitens eines Lehrers in meiner zwölfjährigen I Produkte sei deshalb unmöglich zu befürworten. Praxis nicht gesehen habe. Oesters führten mir Eltern würde aber auch andrerseits die Heraufsetzung der ' ihre Kinder zu, bei denen sich Male einer Züchtigung für diese Lebensmittel für einen Erfolg haben? Es 1 zeigten. Bei schweren Beruf des Lehrers ließ sich bei den teureren Lebensmitteln gespart werden. tyanir stets eine Erklärung, wenn cruch kerne Billigung danach würde zurückgehen, und ihre Preise finden, namentlich wenn es sich um altere Schuler hau- - • — - - ■ -- p ’ beit, jedoch eine derart schwere Mißhandlung wie fie Lm * an' »r « hier vorliegt, kann nicht schwer genug geahndet toerbcn, to^r?e ? ®er. zumal es sich um die Mißhandlung eines sechsjährigen derben. Hier habe die scheinbare Interessengemeinschaft Kindes haridelt. gez. Tr. E r e m c r." des kleinen Bauern mit dem Großen einen tiefen Riß. Fragesteller ist nun der Meinung, daß die Ursachx, die Wenn die Maffe der kleineren Bauern ihre Interessen wirk den Lehrer Breidenbach zu der Züchtigung veranlaßte, für lich richtig erfassen, so müffe sie in Bezug auf die Wirtschaftt- Beurteilung der schveren Mißhandlung, besonders in Politik nicht gegen die städtischen Arbeitermaffen sein, sondern Ita au- ?aö 8lrtc ^teL irrclebant mit ihnen gehen. Müßten die Vermögenden denselben Prozent- »st. genügt, iroch anzudeuten, daß Herr Lehrer -öreiben- fa6 füc landwirtsckaftlicke Produkte auSacben wie der kleine ’ä » Freisprurh des Verwaltungsgerickstshoss sich brüstet, daß er KnpltallsmuS nicht vorhanden. Prof. LaSpeyreS habe auf nun auf dem TiSziplinarwege höchstens mit fünfzig Mart Grund eingehender Untersuchungen festgestellt, daß Leute mit Geldstrafe oder Verweis davonkomme. einem Einkommen von 600 Mk. 67®/0 für Nahrung, mit „ haben das Vertrauen zu bei 1500 Mk. 56%, mit 14 000 Mk. 21% ausgeben. DaS jetzigen Regierung, daß sie bestrebt ist, auf dem Wege der habe für den landwirtschaftlichen Markt schwerwiegende Humanität und des Fortschritts zu regieren, man darf Bedeutung, weil ihm dadurch viel entzogen würde. Gehe f 1 lAII PTt Anhnrf , ..r -E... l. I bet» k^61ter gut, so gedeihe auch die bäuerliche Be- nngsrechtes handelt, ist Thatsache und sollte man im 3n< e ne un^ .Bauernfrage gleichzeitig. Die Masse teresse des Ansehens der Schule und des Lehrerstandes eine I. Bevölkerung fei weiterhin nicht mehr allem von dem exemplarische Bestrafung des Prügelpädagogen erroartcn ,nIanb,fd?en Markt zu ernähren. Ginge die Erhöhung der,^ - . . .. . m . . . - dürfe... Unke., -ichneter stellt deshalb die F?age: Getreidezölle durch, so würde daS Ausland hohe Zölle auf I g. ^^herzogliche Regierung Kenntnis von dem unsere auSgeführten Jndustrieprodukte legen. DaS würde niA den Wllen^ab-n. den Vorteck ein-^v-rhältwsmäßig kleinen TeilkS Vorfall, welche Grunde find ihr für die gelinde Behänd- uns in Zollkriege treiben und die Absatzgebiete für unsere der Bevölkerung auf Kosten der großen Mehrheit zu erkaufen. Darum lung des Falles maßgedmd gewesen und in rvelcher Form I Jndustrieprodukte in Frage stellen. Die augenblicklichen I richten wir unsere ergebene Bitte an hohe Staat-regierung, sie möge sich yat die disziplinäre Bestrafung des Lehrers Breidenbach schweren Stockungen und Erschütternngen in der Industrie ihrer Abstimmung imBundesrate gegen den vorgcschlageneu stattgefunden'? Eramer. Mjtxr.J . ,£ r. « t •. ?? 1animal» und Minimal-Taris für landwirtschaftliche Pro- —1 ■ 11 üblen schon ihren Rückschlag auf die «rbeiterroelt. Was d„!k-, ,°mii gegen jede Bindung -in-s T°ri„°h7- noch unten, 1Lnx- 11 Xlh 4Trtnh Honte aber die Arbeiterschaft machen, wenn Zollkriege aus sowie gür ein «tnd diskreter Herkunft werden anständige Pflegeelter« gegen hohe Vergütung gesucht. Offerten unter Nr. 03327 an die Exptditwn. CTsie Beie.digunq gegen Heinrich Kreiling nehme ick als Unwahrheit zurück Heinrich Seibert. Wieseck. den 27. Auonst 1901. Mk. 24000 5%, 2. Hypoth k, auf ein HauS in bester Lage zu Frankfurt a. M. wird zu cebiren gesucht. Sckuldner ist pünktlicher Zinszabler und in guten Verhältnissen. Evtl, wird für den Eingang des Betrages Garantie übernommen. Offerten unter G. B 5488 an die Expedition d. Bl. Gutgehende Wirtschaft mit Metzgerei in stark frequt* ttetier Ortsckaft in nächster Näht Gießens umständehalber zu vet- kaufen. Anfragen unter Nr. ssii an^die Geschäftsstelle d. Bl. 6828] Ein großer Neflaurw ionSheed und eine große Wirt schafttztheke (Buffet) zu verkauf,! Näheres bei ____________Emil Fischbach. 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