kauf Freitag A8. Juni 1901 181. Jahrgang Zweites Blatt A?r. 149 ^beiten und ihumot. N jUt LersiMdt «ach auwärtt, IMATIC Brauers heilen und geschlossen. 'T^ 10% Rabatt, 460t ®eMN*e* »glich mit Oil, ihms M Montag». •fc ONchnnr ,amilien- Mkn dem An« ******{ mit MstoT *M „Blätter IV« VWIWWIV «M MchlliiUch bnykgt. •tafcener Kn^wr tut««. Reilenfreti; total iS W», euMrte SO Pt,. Äbreffe für DepefchE, suchen. . Budapest, 27. Juni. Nach Meldungen auS Bruck a. d. Lettha wurden die österreichischen Behörden einige 2-age vor der Ankunft des Königslager aus Basel aufmerksam gemacht, daß ein Schweizer Anarchist behufs emeS Attentats auf den König nach Bruck gereist fei. Die Behörden ergriffen, da die anonym eingetroffene Verstau, digung den Stempel der Glaubwürdigkeit trug, umfaffende Vorkehrungen. Aus Wien wurden 50 Burg-Gendarmen, au» Budapest Gendarmen und Detektivs requiriert. Bei der Ankunft des Monarchen standen am Wiener Bahnhof bis Bruck auf beiden Seiten der Bahnstrecke dichte Militärposten. I Gestern wurde nächst dem Lager ein verdächtiges Individuum | verhaftet. Der Betreffende war kürzlich noch Airolo gewesen. Brief« dortiger notorischer Anarchisten wurden btt ihm vorgcfunden. Der Verhaftete bleibt vor läufig in Haft. Nach einer weiteren Meldung erfolgte gestern eine zweite Verhaftung. Dieser Verhaftete ift ita- lienischer-Arbeiter. Alle italienischen Arbeiter, die in der Umgebung beschäftigt sind, wurden ausgewiesen. Die anonyme Verständigung der österreichischen Behörden soü einer neuerlichen Version zufolge auS Genf mit der Unter, schrift M erfolgt fein. — Im Rahmen der Beratung deS JnkompaUbilitatS- Gesetzes brachte heute im Abgeordnetenhause Abg. Gasari die Affaire Ugron zur Sprache. Redner verurteilt den Versuch, gegen die Politik der legitimen Majorität Ungarns zu mtriguieren und gegen die vitalsten Interessen der eigenen Heimat Geld anzunehmen oder von einer fremden Regierung Gelder und Unterstützung zu verlangen. Es sei einerlei, ob Geld erhalten wurde oder nicht; gefordert wurde es. Redner ist überzeugt, daß, wenn der Verfuch auch gelungen wäre, dies auf die auswärtige Politik der Monarchie gar keine Wirkung gehabt hätte. Die auswärtige Politik ruhe m so festen Händen und die Ueberzeugung Ungarns, daß die derzeitige mitteleuropäische Konstellation durch keine andere als durch die Politik deS Dreibundes erhalten werden könne, lei so fest, daß lein ernster Politiker existiere, der den oer. roegenen Angriff gegen den Dreibund nicht aufs Schärfste verurteile. Der Präsident der UnabhängigkeitSpartei, Franz Koffuth, meint, die UnabhängigkeitSpartei nehme entschieden für den Dreibund Stellung. Petersburgs 26. Juni. Das spanische Blatt „Assan teilt mit, daß ein Aufstand auf Korea ausgebrochen ist und mehrere Misfionare getötet worden sind. Koreanische Truppen find zur Wiederherstellung der Ruhe entsandt lb die beste stets diese Marie. monstrationen bei ftuntentelegra^e,• suche und Röntgendemonstrationen anschlossen. Am Abend war im Zoologischen Garten Tiner, woran 400 Personen teilnahmen. Handelsminister Möller brachte den eriten Trinkspruch auf den Kaiser von -Deutschland und den König von England aus. Wilhelm von Siemens von den englifchen Elektrotechnikern, dankte und sprach gleichzeitig feine Anerkennung für die großartige Entwickelung der durch die beiden einladenden Firmen repräsentierten deutschen Elektro- schafter am hiesigen Hofe Grafen Schuwalow hier im Hotel Reichshof die neue Uniform in graugrüner Fär b e vor. Oberleutnant v. Hülsen -und ein Unteroffizier von den Alerandern hatten zu diesem Zweck die Uniform angelegt. Zu der in den letzten Tagen viel besprochenen neuen Militärvorlage, die angeblich für den Herbst zu ge- ”eI,Tat[§ruDc, 26. Juni. Di- Bad. Korr-sp^ vor- breitet heute aus angeblich zuvettaffiger Quelle, baß der Rücktritt des Staatsministers Nokk noch vor dem Zusammentritt des Landtags erfolgen werde. Auch stunden in der Uuterrichtsabteilung des JustizmmffteriUMs Per- sonaländermigen bevor. Damit wäre der Rücktritt vo " " vom Ministerium der Auswärtigen Angelegenseine Berufung zum Staatsminister nicht aus- Chma. Der russische Gesandte in China, v. GrerS, erhält Äpmnäcbft seine Abberufung aus Peking, da er für den dor- S Verantwortlichen P°si°n sich nicht als g°°ign-t -rw-°ftn hat. Wie verlautet, soll er zum Gesandten in Lüncheu er- S,ann®enetatteutnant v. Lessel meldet aus Tientsin vom 25. ds.: „Palatia" ist heute in See gegangen mit dem 3. fanterie-Regiment, 300 Leichtkranken und dem Transports führer Oberstleutnant Wallmenich. An Bord befindet sich die Leiche KettelerS. technik bcn Stand 'ber Verhandlungen betreffend die Main-Kanalisation von Offenbach bis Afchafsen- bura hört die bayrisch-offiziöse „Augsb. Abendztg. . Cs ist richtig, daß Preußen in Bezug auf^ Tarlwerhaltnisse verschiedene Forderungen erhoben hat. hJa war auch der bayerischen Regierung vorher bekannt, doch wurden diese Forderungen erst auf der Frankfurter Konferenz näher bekannt gegeben und präzisiert, xie Vorhand lunaen hierüber werdet, da es sich auch um em umfangreiches Ziffernmaterial handelt, einige Zeit in Anspruch Besflgsprti* Din-kW* Mk. 2.20, monall. 76 Pß». mit Bringkrlohn; durch «W dlbhokstcll«« Mk. 1.90, monall. 66 Bti Postbezug oiertrfiH* Mk. 2.00 ohne Kolonialpost. I AuÄMd. Gold in Westafrika. An der englischen Goldküste cylin; maleniia rotteten sich die Anti- »«2. ‘ÄSÄ’iS'i über 400 Millionen Mark erreicht haben sammeu, zertrümmerten die Kirchenfenfier und suchten eine ' 1 — •” ** * * 1— -CH Dem 0U5 Äuiuumvnut: Äupuut .virb ber ganje TiftriTt für ©ifen* ©etömmel wurde eine Anzahl Frauen ohnmächtig. -Die bahnen, gewerbliche Anlagen und einen Zustrom von Ein- mußte einschreiten und die Prozession bei ihrem Aus- -—T”""'" . tritt f^üßen. Daran, »achte» sich di- Ruh°ft°r°r daran, UM an der Beförberung ber enghfdjen Einwanderer Anteil ÖQfl „.bischöfliche Seminar und das Karmeliterklofier mit ihrpr .^amerumöuubtlmie ©OUM $(e{ncn h^Erfen. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor. In einer Kirche in Gijon fand man eine" Aufruf angeschlagen, in dem angekündigt wird, daß sämtliche Kirchen der Diözese in Brand gesteckt werden würden: die Kirchen in den Ortschaften Norena, San Juan u. s. w. seien schon durch Brand zerstört. Ja der Bevölkerung herrscht darüber lebhafte Entrüstung. Rom, 26. Juni. Dem Blatt „Fanfulla" zufolge lud Kaiser Wilhelm den König von Italien zu den deutschen Flottenmanövern ein. König Viktor Emanuel !lehnte die Einladung dankend ab, versprach aber, mit der Königin baldigst das deutsche Kaiserpaar zn de- GietzenerAnzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giehen tag« Hk »en erfchektemdeu wb. ie atzt Engländer und Bnren. Aus Kakamas sind bett Englänbern ergebene Farmer । 1 n u v v v .. - ? v, -.. /y MS",,b,'??"(«’S,*.*. « s Sssfea» ft«« s srs. w ä & * Äff sdmt s. £l abaelcVnt” bewaffnete Buren aufzunehmen. Schließlich finanzpolitischen Notwenchgkeiten fur die nowtendtgsie Stf 1: i?Kw» —• » •ää'FÄ'Sft.ttÄ chtzr-WGSEK 7-.WL.- Präsident Krug er ist am 25. b. M. tn Rotterbam cinactroh'en und begab sich mit feinem Gesolge nach bem Saufe Ter Wagen des Präsidenten würbe von früheren transvaalischen Offizieren unb Unteroffizieren c»tortiert. ,9fuf bem Rat Hanse würbe Krüger vom Bürgermeister, den Stadträten unb Ratsmitgliebern empfangen. Rach enter Ansprache bes Bürgermeisters dankte Kruger für ben Empfang unb gab ber Hoffnung Ausdruck, das; Gott fein taub dLd wieder befreien werbe. Nach ber Fruhstuckstafel unter- qtrnfibent einen Spazierritt, wobei ihm zahlreiche Ovationen dargebracht wurden. Um 4^Uhr sand großer Smvfana statt, woran sich eine Menge Teputationen be- KSfnten Ter Präsident dankte den Erschienenen herzlich. ^ ker Ansprache wurde die Politik nicht berührt. Kruger betonte nur^ England bereitete sich seit dem Zug Jame- sons aus den >irieg vor. worden. . , , . New-Bork, 26. Juni. Da Frau Mac Kinley noch immer ,'ehr leidend ist, konnte ber Präsident nicht ber Verleihung des Ehrendoktors an den deutschen Botschafter v. Holleben beiwohnen. Der Präsident Elliott verlieh v Holleben den Titel Doktor der Rechte mit den Worten: Dem Botschafter des jungen und kräftigen Deutschen Reiches, dem Lertreter eines Volkes, das derselben Rasse entsprungen ist, wie unser eigenes, deffen Gelehrte und Universitäten der Welt zum Vorbild und zur Inspiration dienten. Der Che. miker van't Hoff aus Berlin wurde auch Ehrendoktor und Profeffor Münster berg Master of arts. — Wie bi? „New Yorker Tribüne" meldet, steht es setzt fest, daß der deutsche Kaiser in den Vereinigten Staaten eine Yacht bauen läßt. WWieLcrriNMihllNg der Aadtkirche in Friedberg )( Friedberg, 26. Juni. Zur Vorgeschichte. Tie in frühgothischem Stil um 1260-^ begonnene unb am Anfang des 14. Jahrhunderts in Gebrauch nomtnene hiesige Stadtkirche, ein herrliche» Denkmal der deutschen Baukunst, nach sachverständigem Urteil „kunstge^ Volttische Tagesschau. , Die Berliner Krisengerüchte wollen nicht zur |[J£Ut)Uj£5 II?* Muhe kommen. Jetzt heißt es, es sei ein offenes Geheimnis, Berlin 26 Juni Ter Kaiser, der gestern abend an niesten. Herrn v. Thielens ^.age scheinen in der ^^at i „ Stunde seine Teilnahme an dem Herrenabend des! gezählt zu sein, doch beabsickstigt man allem Anscheine nacky , , ab ihm noch einmal Gelegenheit zur Befürwortung der von N Erinnerung an das in den Monat April 1902 ihm so energisch vertretenen Kana Vorlagezu geben^ende fünfzigjährige Regierungsjubiläum des Groß- Bei ber letzten Ministerkrise galt angeblich auch), die N § s v 0 n B a b e n ist die .Herstellung von silbernen Stellung des Justizministers Scho n sted t für erschüttert, ^/^kmün z eu in Aussicht genommen, in der Form von der der Herrenhaus-Philippika des ProfessorsRiedler von L) ei Markstücke w. Um diese Münzen ohne wei der Technischen Hochschule gegen den unheilvollen Ein- Kbichsmimzen zu kennzeichnen, erfährt ihre flust der Juristen auf unser öffentliches Leben in1 scharfer ^versstite keine Veränderung, die Aversseite soll mit dem Rede entgegentrat, was um so mehr bemerkt worden wäre, Großherzogs unb ber Umschrift: „Friedrich I als man allgemein annahm, daß Geheimrat RiedlerAn- owof'beriog von Baden" ausgestattet werden und au^er*, sichten Ausdruck gab, die wenigstens zum Teil autiy a”kem Untej bem Bildnis einen Lorbeerzweig mit den allerhöchster Stelle geteilt würden. Kern Wunder sei es -»^i-re?, raß len 1 hampton anlaufen. Sie hat für diese Strecke auch zwei neue, schnellfahrende Passagierdampfer bestellt. I88^, Markt 9^|Q unshttM 30. Juni I9O|, Men. ing. wÄÄ8**’*- M rüMttg-LE. cänke ist bestens ugen fa&tcn um 8.30 Wbormittaol u>s Ettroziiae na» Bieber. ier Garten kurt a. M. n 9 bi312 und 2‘/, bis 8 Uhr: g Saim. l/t, 11,8,5 und 7 Uhl. Reserviette SitzpW 20 stsg. , lrährend deS ganjen lologischen Garte» 5vPsg, Bqttatiom 20 Ps-. trtnlunfl eines gatut» T-wtinä Mischt Weise. «»- SeMe. ui -schicht lich und architektonisch das bedeutendste Bauwerk des GroßHerzogtums Hessen", war durch dre zerstörenden Einflüsse der Zeit und, wie man jetzt weiß, auch durch, eine unbegreifliche Anwendung von schlechtem Mauermaterial und durch eine ungenügende Fundamentierung am,Chor und Kreuzschiff in einen unhaltbaren Zustand gekommen. Aus der Sorge und Fürsorge der Erhaltung dieses edlen Knnschenkmals wurde in der Mitte der 80 er Jahre der Gedanke geboren, der bald zu dem Beschluß reifte, einen Kirchenbauverein zu gründen, der sich, zum Ziel setzte, mit allen Mitteln die baldige gründliche Wiederherstellung der Stadtkirche zu erstreben. Angesehene Männer unserer Stadt stellten sich an die Spitze des Bauvereins und es gelang ihm ganz besonders durch die Rührigkeit seines verdienstvollen Vorsitzenden, des Tirektors am hiesigen Predigerseminar Tl Weiffenbach und durch die kräftige Beihilfe des Vorsitzenden des hiesigen Kirchenvorstandes/ des Dekans Meyer, die Vorbereitungen so zu fördern, daß schon nach Ablauf von 10 Jahren das große Werk in Angriff genommen werden konnte . Unter sorgfältigster Erwägung aller Projekte durch die lokalen, sowie die oberen kirchlichen und staatlichen Behörden, unter wiederholter Hinzuziehung eines aus den hervorragendsten Sachverständigen gebildeten Kunstrats, unter Anwendung des aus dem Bell- rnuther Bruch bezogenen dauerhaften Sandsteins ist von 1896 an Chor und Kreuzschiff der Stadtkirche völlig neu aufgerichtet worden. Tas imposante Walmendach über der gesamten Kirche mit seinen Kreuzblumenkrönungen ist erneuert worden, die um das Dach nur noch stückweise erhalten gewesene prächtige Gallerie hat man um das ganze Gesims herumgeführt, den Südturmstumpf hat man architektonisch ausgestaltet und durch die Gunst hoher herrschaftlicher und bürgerlicher Wohlthäter sind zu den vorhandenen alten, sehr wertvollen Glasgemälden im Chor 10 neue Glasgemälde aus der Knnstanstalt des Professors Linnemann in Frankfurt a. M. den hoch aufstrebenden Fenstern eingefügt worden. Die gesamten Kosten der Wiederherstellung belaufen sich auf etwa 660000 Mk., zu deren Deckung der hessische Staat 200 000 Mk. beigetragen hat, während die übrige Summe durch die eifrigen Sammlungen des Kirchenbauvereins, durch eine von demselben veranstaltete Geld-- lotterte und durch Zeichnung von dreiprozentigen Darlehen innerhalb unserer Stadt aufgebracht wurde. So steht unsere Stadtkirche denn nun wieder in neuer Pracht und Festigkeit da, eine ebenbürtige Schwester der Elisabethen- tirche in Marburg, ein ve hrungswürdiges Denkmal des christlichen Glaubens und d. 3 in unserer Zeit wieder erwachten Knnst- und Schönheitssinns, eine Sehenswürdigkeit und ein Anziehungspunkt, eine Stätte der Erbauung und Seelenerhebung für das gegenwärtige und für die kommenden Geschlechter. Eine von dem bauleitenden Architekten Hubert Kratz verfaßte und von dem Vorstand des Kirchen- bauvereins am Einweihungstage herausgegebene Festschrift mit reichem bildnerischem Schmuck enthält die vollständige, hochinteressante Wiederherstellungsbaugeschichte, sowie eine eingehende Beschreibung und künstlerische Würdigung der Stadtkirche. Sie ist zu dem Preis von einer Mark in den Buchhandlungen zu haben und sindet gewiß in unserer engeren Heimat und weit über diese hinaus viele freudige Käufer und Leser. Die Wiederweihe am 2 6. Juni. Herrlicher Sonnenschein, f^he Feststimmung, festliche Bewegung in den mit Fahnen reich geichmuctten Straßen unserer Stadt schon von den frühen Morgenstunden an — das ist das Bild des heutigen so bedeutungsvollen! Tages, an dem sich die Thore wieder aufthun, die fünf Jahre lang geschlossen waren, an dem das hehre Gotteshaus wieder seinem heiligen Gebrauch zurückgegeben wird, dessen Entbehren unsere während der Wiederherstellungsarbeiten auf die kleine Burgkirche beschränkt gewesene evangelische Gemeinde schmerzlich empfand. Nachdem am Vorabend Festgeläute von den beiden Kirchen auf die hohe Feier vorbereitet hatte, begrüßte ein Posaunenchor heute morgen um 8 Uhr die Bevölkerung von der Gallerie der Stadtkirche mit dem stimmungsvollen Choral: „Nun danket alle Gott". Von 0 Uhr an sammelten sich die Korporationen mit> Vereine in der Burg und pünktlich um 9.45 Uhr setzte sich der schier endlose Festzug unter Glockengeläute in Bewegung: voran die Schuljugend, hinter ihr der Prälat unserer Landeskirche, begleitrt von den evangelischen Geistuchen der Stadt und des Dekanats Friedberg im Ornat. Es folgten die Mitglieder des Großherzoglichien! Ministeriums, unter denen wir Staatsminister Rothe und Präsident Gnauth bemerkten, fast sämtliche Herren des Ober-Konsistoriums, die Beamten der Provinzialdirektion und des hiesigen Kreisamts. Ihnen reihten sich an Mitglieder der beiden Kammern der Stände. Tie weiteren Gruppen des Festzugs bildeten der Kirchenvorstand, Heu Vorstand des Kirchenbauvereins und die Kirchengemeiilde- vertretung; der Frauenverein, der Gustav Adolf-Stiftung; die Beamten des Kreises und der Stadt Friedberg, der Stadt- und Schulvorstand, der katholische Kirchenvorstand, der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde; die Geistlichkeit des Landes; die Kandidaten des Predigerseminars, die Dekane, die Pfarrer; die Schulanstalten "der Stadt; die Vereine der Stadt; Männer und Frauen der (Gemeinde. Als der Festzug sich dem Westportal der Stadtkirche genähert hatte, wurde er von der Gallerie mit dem Posaunenschall des Chorals: „Lobet den Herrn, den rnächf- ligen König der Ehren" empfangen. Diese Begrüßung von hoher Warte aus war so ergreifend, daß sich eine tiefe weihevolle Stimmung aller Herzen bemächtigte. In den Turmhallen war der bauführende Architekt Hubert Kratz mit den Handwerkern und deren Arbeitern aufgcftcllt.. Beim Ankommen des Festzugs an dem Westportale trafen, wie der „Gieß. Anz." bereits gestern meldete, der Großherzog, die G ro ßh er z o gi n und die Prinzessin Ludwig v o n Battenberg nebst Gefolge ein. Nach kurzen Begrüßung der fürstlichen Gäste durch Prälat T. Habicht und Dekan Meyer überreichte Geh. Oberbaurat £> ofmaun von Darmstadt als Vertreter der obersten Baubehörde den Schlüssel zur Kirche dem Großherzog, der ihn dem Prälaten übergab. Tieser öffnete das Thor mit den Worten: „Es ist in keinem Anderen Heil, ist auch kein anderer! Name den Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden." Nunmehr erfolgte unter Orgelklang der feierliche Einzug in die Kirche, die sich in ihren weiten .Hallen bis auf hen letzten Platz füllte. Tie Allerhöchsten .Herrschaften nahmen auf der rechten Seite des Altars Platz, während sich die Mitglieder der Regierung gegenüber der Kanzel gruppierten. In dem vom hiesigen Musikverein mit zwei vortrefflich ausgeführten Psalmengesängen ausgeftatteten Weihegottesdienst hielt Prälat T. Habicht auf Grund von Mark. 13, 1 „Meister siehe, welche Steine und welch' ein Bau ist das" die Weiherede, in der er in zu Herzen gehenden Worten auf den dreifachen Tempel, den von Menschenhänden erbauten, den geistlichen und den ewigen Tempel hinwies. Tetan Meyer hatte seiner Festpredigt den 100. Psalm zu Grunde gelegt. Durch seine Ausführungen klang der hohe Ton kräftig wieder, der sich in die Worte faßt: „Allein Gott in der Höh' sei Ehr'" und der emporsteigt aus einem dankbaren, demütigen und aus einem glaübensfrohen Herzen. (£inen geradezu überwältigenden Eindruck empfand die Festgemeinde, als gegen Ende des Gottesdienstes mit voller Orgel und unter Posaunenschall das Gemeindelied: „Nun danket alle Gott" durch die hohen Hallen brauste. Ten liturgischen Teil der glanzvollen, unvergeßlichen Feier versah Professor Lie. Eger. — Vor der Abfahrt der Allerhöchsten Herrschaften verlieh der Großherzog, wie der „Gieß. .Anz." schon im ersten Blatt der heutigen Nr. berichtete, dem Tekan Meyer den Charakter eines Kirchenrats, dem Vorsitzenden des Kirchenbauvereins Tirektor Weiffenbach die ft rotte zum Ritterkreuz Philipps des Großmütigen und dem Bürgermeister St e in h äußer überreichte er huldvollst sein Bild. Tas Ehrenzeichen „Für treue Arbeit" erhielten verschiedene am Bau thätig ge- wesene Handwerker. _________(Schluß folgt.) Aus Stadt und Zand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist NUr unter genauer Quellenangabe: »Gieß. Anz." gestattet.) Der ersten juristischen Prüfung (Fakultätsprüfung) haben sich im laufenden Semester 40 Kandidaten unterzogen. 26 Kandidaten haben die Prüfung bestanden und zwar 2 „sehr gut", 6 „gut", 10 „im ganzen gut", 8 mit der Note „genügend". 12 Kandidaten haben das Examen nicht bestanden. Die Prüfung von 2 Kandidaten ist wegen Krankheit noch nicht zum Abschluß gelangt. *• Französische Vortrüge. Versuchsweise wird Lektor Goetschy am Freitag zum Abschluß seiner Sommervorträge eine Rezitation halten und zwar nachstehende Stücke vorlesen: A. de Müsset, La Nuit de Mai, Richepin, Conte de Noel, Victor Hugo, La conScience, Taine, Notes sur Paris, P. Verlaine, Poösies diverses und A. Daudet, L’ölixir du R. P. Gaucher. ** De r Geschäftsbericht b er Ortskrankenkasse Gießen liegt uns jetzt vor. Wir werden auf den Inhalt noch in nächster Nummer zurückvommen. )( Al len do r f a. d. Lahn, 26. Juni. Zu unserem gestrigen Bericht über das Brandunglück sei noch folgendes bemerkt. Mit dem Gewitter ging ein wolkenbruch^- artiger Regen nieder, und als der zündende, sehr heftige Schlag erfolgte, glaubte jedermann, es habe in seinem eigenen Hause eingeschlagen. Sofort stieg aus der Weiß- chen Scheune eine dichte Rauchwolke, worauf alsbald >ie Feuerwehr alarmiert wurde. Als die Tiere gerettet' werden sollten, fand man merkwürdigerweise neben den' )rei getöteten Tieren noch die Ziege und ein Kalb, die im elben Stalle .standen, lebend und unversehrt vor. Die Feuerwehr war rasch! zur Stelle und beschränkte das Feuer auf feinen Herd. Es war ein Glück, ha.6- es während des Gewitters stark regnete, denn unmittelbar neben der Wertz- chen Hvfraite steht noch ein Haus mit Strohdach, es hätte also leicht ein größerer Brand ausbrechen können. Sch. Darmstadt, 26. Juni. Das heute im Platanenhain der K ü n st l e r - K o l o n i e bei aufgehobenem Abonnement zum Besten des Viktoria-Melita-Vereins stattgehabte große Doppel-Konzert der Männerchöre Humanitas und des Neuen Philharmonischen Orchesters erfreute sich eines großartigen Besuches und sehr zahlreichen Beifalles. Tas „Flottenlied" für Chor und Orchester von G. Schstvab-Tarm- ’tabt, Musi, kvon Walter-Choinonus mußte auf stürmisches Verlangen wiederholt werden. Auch die Illumination und der im Spielhause arrangierte Ball fanden vielseitige Anerkennung. — Nächste Wvche soll ein großes, drei Tage dauerndes Bockfest arrangiert werden. fc. Darmstadl, 26. Juni. Eine zahlreich besuchte öffent- iche Versammlung sprach sich gegen die Errichtung des Bismarck-Denkmals auf dem Marktplatze aus. M ainz, 26. Juni. (Eine Megäre.) Gestern abend spät kam eine in der Zanggasse wohnende häufig dem Trünke ergebene Frau nach Hause, als der Mann bereits im Bette lag. Als der Mann abermals seine Frau in angetrunkenem Zustande gewahrte, machte er ihr darüber* Vorwürfe. Tas Weib geriet aber derart in Wut, daß ’ie in ihre Küche eilte, eine mit Petroleum gefüllte Kanne ergriff und den Inhalt derselben über das Bett und ihren Manu ergoß. Tann nahm das Weib Zündhölzer, um damit das Bett in Brand zu stecken und ihren Mann zu verbrennen. Tieser aber hatte die Absicht seines lieben Weibchens alsbald erkannt, er sprang aus dem Bette und entriß ihr die Streichhölzer. Auf den dadurch verursachten Lärm eilten die Leute im Hause zusammen, die Frau aber entfernte sich und ist bis zur Stunde noch nicht nach Hause zurückgekehrt. Tie Polizei nahm den That- beshand auf. fc. Kostheim, 26. Juni. Einen schrecklichen Tod fand gestern abend ein Sohn unseres Bürgermeisters Weckbacher. Beim Schuttabladen scheute plötzlich das Pferd und versuchte durchzugehen. Der Fuhrmann, der bereits verheiratete 29jährige Sohn unseres Bürgermeisters, sprang hinzu, um es zu halten. Plötzlich erhielt er von dem Pferde einen Schlag mit dem Vorderhufe gegen den Unterleib, daß er zusammenfiel. Nun zermalmte das wild gewordene Tier durch weitere Tritte Brustkasten und Rücken seines Herrn, so daß derselbe nach einigen qualvollen Stunden starb. fc. Biebrich a. Rh., 26. Juni. Heute verunglückte hier der Landwirt Karl Stritter III. dadurch, daß er in der Scheuer von einer Leiter herabstürzte und das Genick brach. Er war sofort tot. Vermischtes. * London, 26. Juni. Gestern erfolgte auf der Re- doute Frishwater auf der Insel Wight bei Schießübungen mit einem Schnellfeuergeschütz eine Explosion, durch welche ein Artilleriehauptmann und ein Artillerist getötet, sieben Artilleristen verwundet wurden. Gerichtssaal. Tie Frage „Ist der einjährigsreiwilligy Arzt Vorgesetzter oder nid),t?" wurdearnTienstag in einer Verhandlung vor dem Reichsmilitärgericht bejaht. Angeschuldigt war der Husar August Th. vom Hus.- Regt. Nr. 14, gegen den das Verfahren wegen Achtungs-, Verletzung, begangen an dem einjährigfreiwilligen Arzt Dr.^R., anfänglich auf Beschluß des Kriegsgerichtes den 22._ Tivision mit der Begründung eingestellt worden loar, daß ein einjährigfreiwilliger Arzt fein Vorgesetzter sei. Auf die Beschwerde des Tr. R. erging der Bescheid, das Verfahren fortzusetzen und die Anklage gegen Th. zu erheben. Dennoch sprach das Kriegsgericht der 22. Division den Angeklagten frei. In der Berufungsinstanz wurde dagegen dieses Urteil aufgehoben und der Husar wegen Achtungsverletzung zu vier Wochen strengem Arrest verurteilt. Hiergegen wurde von dem Angeklagten Revision beim Reichsmilitärgericht eingelegt. Ter Reichs-Militäranwalt schloß sich jedoch dem vorinstanzlichen Urteil an, da laut § 15 und 19 Abs. 2 der Verordnung für das Sanitätskorps der dienstthuende einjährigfreiwillige Arzt als Unterarzt zu betrachten, und daher zweifellos Borge- setzter fei. Tiefe Bestimmung wurde dann noch in beq Verhandlung am Dienstag durch eine Reihe von Entscheidungen und Verfügungen des preuß. Gen.-Auditor iatsf und des Kriegsministeriums erhärtet. Tie Revision wurde verworfen, und Die Frage, ob der einjährig-freiwillige Arzt im dienstlichen Verhältnis Vorgesetzter der Mannschaft sei, bejaht. Berlin, 26. Juni. Unter der Beschuldigung, im Jähzorn ihren Mann erschlagen zu haben, stand die Frau Emilie Fehse, geb. Wandtke, gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I. Tie Angeklagte lebte mit ihrem Manne, dem Fabrikarbeiter Fehse, in sehr unglücklicher Ehe. Nach ihrer Behauptung soll der Grund hierzu in schlechten Charaktereigenschaften des Mannes, nach der Behauptung ihrer Hausgenossen in ihrer Herrschsucht und ihrem • Jähzorn gelegen haben. Ter Mann, schwächlich und etwas verängstigt, soll nach der Darstellung der Nachbarsleute von der Frau unerträglich drangsaliert und wiederholt mit Zuckerhammer, Reibekeule und dergleichen bedroht worden sein. Es kam in der Wohnung der Angeklagten sehr häufig zu den lärmendsten Auftritten, sodaß die Nachbarn mehrfach energisch dazwischen treten und Ruhe gebieten mußten. Wie gestern einige Zeugen bekundeten, hat die Frau bei solchen Gelegenheiten oftmals die bösartigsten Drohungen gegen ihren Ehemann ausgestoßen. Am 11. April abends hörten die Nachbarn wieder aus der Wohnung der Angeklagten übergroßen Lärm heraustönen und zwar horte es sich so an, als ob die furchtbar schimpfende Frau ihren Mann fortgesetzt gegen die Thür stieß. Endlich erlangte einer der Hausbewohner Eintritt in die Küche und sah deutlich, daß die Frau mit einem Theekessel, den sie in der Hand hatte, auf den Mann eingeschkagen haben mußte. Sie gab dies auch zu und behauptete, daß der Mann sie dazu gereizt habe. Letzterer wankte, indem er etwas vor sich hin murmelte, zu einem Schemel und setzte sich dort nieder. Etwas später sahen ihn Hausbewohner ohne jede auffallende Begleiterscheinung das Haus verlassen. Etwa nach 2 Stunden sank er in der Stargarder Straße plötzlich zur Erde, er verfiel in epileptische Krämpfe, Grüßte in bewußtlosem. Zustande nach dem Krankenhause geschafft werden und ist dort noch in derselben Nacht gestorben. Nach dem übereinstimmenden Gutachten des Austaltsarztes Tr. Katsche und der Gerichtsärzte San.-Rat Tr. Mittenzweig und Dr. Stornier ist der Tod infolge eines Schädelbruchs und einer dadurch verursachten Gehirnblutung eingetreten. Die Sachverständigen hielten den Schlag mit dem Theekessel, den der Verstorbene gegen den Kopf erhalten, für die wahrscheinliche Veranlassung zum Tode, erklärten auf Befragen aber auch die Möglichkeit nicht für ausgeschlossen, daß die Schädelverletzung durch einen Fall verursacht sein konnte. Die Geschworenen gaben ihren Wahrspruch nur auf Schuldig der Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeugs ab. Tas Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis. ÄölH, 25. Juni. Die Strafkammer verurteilte nach dreitägiger Verhandlung den Großkausmann Salomon, eines jener Mitglieder der sogenannten Kölner Sternberg-Gesellschaft, zu acht Monaten Gefängnis. Salomon war beschuldigt, eine Anzahl Kinder zu unzüchtigen Handlungen verleitet zu haben. In fünf Fällen wurde diefeS nachgewiesen. Der Antrag auf vorläufige Haftentlassung wurde abgelehnt. In den nächsten Tagen wird fich wegen derselben Verbrechens der Millionär KommanS zu verantworten haben. In die Kölner Stern- bergprozesse find insgesamt 60 Personen verwickelt, di« von Fall zu Fall abgeurteilt werden. Bern, 26. Juni. Der russische Chemiestudent Dragne- witsch auS TlfltS, der in Bern am 15. Februar im chemischen Labo^ ratorium auf den russischen Studenten Koppelsohn zwei Revolverschüsse abgegeben hatte, wurde vom Berner Schwurgericht wegen Mißhandlung für schuldig erklärt und vom Gerichtshof zu neun Monaten Einzelhaft verurteilt, wovon drei Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Paris, 26. Juni. Staatsgerichtshof. Jacquier verteidigt Sur Saluces und behauptet, er hätte Recht gehabt, Versuche zu machen, her Monarchie zum Siege zu verhelfen. 1 Bei den Ausführungen über die Kundgebungen auf der Straße legt Jacquier dar, daß verschiedene Sigueu getrennt vorgingen. Ter Verteidiger bemüht sich, den Beweis zu führen, daß ein Komplott zwischen den Royalisten und Deroulede ebensowenig bestanden, wie mit den Antisemiten. Lur-Saluces trug darauf eine kurze pathetisch vorgetragene Rede vor, in der er feinen Anwälten dankt, die ihn als Royalisten und Franzosen verteidigt hätten. „Mein Vorfahre, so schließt er, der bei Roßbachs schwer verwundet fiel, schrieb seiner Mutter: Am Blut liegt nichts, wenn nur die Ehre gewahrt ift Ich sage ebenso zu meinen Richtern, an Verbannung und Gefängnis! liegt mir nichts, wenn ich meinen Kindern sagen kann: Euer Vater hat seine Ehre gewahrt. Ich erwarte Ihr Urteil gehobenen Hauptes und ruhigen Gewissens." Ter Gerichtshof zieht sich darauf zur Beratung zurück, die nahezu zwei Stunden währte. Zunächst wurde die Schuldfraga betr. Verschwörung gegen die Republik gestellt und mit 71 gegen 51 Stimmen bejaht, bei 7 Enthaltungen. Ebenso wird die Frage nach thatsächticher Ausführung des Komplotts mit 67 gegen 54 Stimmen bejaht, bei 7 Enthaltungen. Ta die Zahl der Richter 128 beträgt, ist die absolute Mehrheit für Schuldig und der Graf Lur-Saluces wird zu 5 Jahren B e r b a n n u n g| verurteilt. Tas Urteil hat allgemein überrascht. Man darf die Strenge der Richter sowohl auf die Rede des Verteidigers wie auf die hochnäsige Haltung des Ange-« Beratung; jein i!S furi als (12.28), 63 fvü (Dtlau 249 (fc 241 (A 246 (2 bag), : Dtrungll waren j Seit ui Am 91a Nmd i meister Sprache dankte i auf die 6 Aachtkli Cicely i Fr-i btt Sut' PzlME bürgem"' mobilia^ die laich b*8 W hantle fu habe, 0“ jttila, w ichloh m jlitloual bi Seliß meiste! k>hob fid ftb nten Mich heute ii und Eis he F an WM welchem $ad8- herzUche ti.nhst« A stolze, babiirc Wist I und c großer Äe bi ist, in bem 3t hatte । biefelb Betritt dKÄ suchen, bind trotf M Bank hatte, machti, iinni figer vilionc welcher verbra einem Es waltun iührun die Ba lionen ^efähr! immer '.ür die 'oll un 'legende, loschen anjlyebt l2 Uhr, Zimmer Gi '°llen A SN »ft Sport auf die Damen. 20,10 C. 5,9* 6. 26. 25. 201 80 Tendenz schwach. Bankhaus des „Ungar. Börsen-Jomal“, Budapest 49 4519 KNORRs Grab- Grab» Gras« 100 00 89 65 96.40 86.50 45.60 25.75 26.00 82 70 . 174 60 . 127 20 . 132 00 . 137.00 . 140 50 . 156 50 . 197.00 . 175.50 . 171 00 Wieseck, Flur 36/2063 10 — 159 qm garten daselbst, Flur B6/2O86/10 — 129 qm garten daselbst, 49 klagten zurückführen. Außerdem soll es in der geheimen Beratung zu sehr heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein zwischen dem radikalen Senator Aucoin und dem royalistischen Heißsporn Le Provost de Launay, deren Folge ein Tuell sein wird, und die auf die Senatoren der Linken einen sehr schlechten Eindruck gemacht haben soll. ti.ntaften Dank ausspricht. Eisenach, 26. Juni. Automobilfahrt. Hier langte aus Frankfurt als Erster Russy an (11.19), dann folgten Keser (11.261, Katzenstein (12.28), Wog, Debackan. van der Beeck, Bousquet, Arenberg bis 12.26. Es folgten Madrme Gobron Nr. 253, 216 (Plattier), 252 (Didier), 318 (Delauney), 250 (Billain), 251 (Comrot), 308 (de Klopstein), 218 lMuth), 249 (Benz), 235 (Manduit), 322 (Bell), 225 (Lucothe), 232 (Roux), 241 (Rocande), 236 (Ruesf), 205 (de Mog), 203 (Fahre), 234 (Worg), 246 (Debacker), 317 (van der Beek), 231 (Bousguet) 212 (Prinz Urenberg), 213 (F. Vernes), 227 (Boifsage). Ein Wagen ist vor Eisenach verunglückt. Leichte Verletzungen. Das Wetter, war günstig. Tausende waren zum Empfang bereit. Die Gäste wurden mit Musik, Fahnen, mit Sekt und Blumensträußen empfangen. Die Fahrt verlief ohne Unfall. Am Nachmittag wurde ein Ausflug nach der Wartburg 'gemacht. Am Abend war Bankett und Feuerwerk. Beim Bankett begrüßte Oberbürgermeister von Fewson in deutscher, Landtagsabg. Kühner in französischer Sprache die Automobilfahrer. CuLnod vom schweizerischen Automobilklub dankte mit einem Hoch auf den Großherzog, Minister von Wurmb toastete Metag dm 10. Anguß 1901, nachmittags L Uhr, sollen auf hiesigem OrtSgericht die Dem Wilh. Scbmall III. in Gießen und dessen Kindern zustehenden Grundstücke Flur 86/2061/10 — 503 qm Hof- raite auf die Eichgärten und die unserer Kasse, wie bereits bekannt gemacht wurde, ihren ungestörten Fortgang nimmt. Zum 1. Juli gehen an Hypothekenzinsen rund 800000 Mk. bar ein. Pferd e- Versteigerung Dienstag den 2. Juli d. I., vormitt. IO Uhr, sollen ,m Großherzoglichen Hos- marftalle dahier drei aus« rangierte Laudgestüts- beschäler versteigert werden. Darmstadt, den 25.Junt 1901 Großh. Landgestüts-Direktion. von Willich. 4509 von.' ES scheint an tüchtigen, leitenden Studenten zwar nicht zu fehlen, aber vor dem ersten Schritt scheinen wohl die meisten sich zu scheuen! Und doch wäre ein engerer Zusammenschluß der ntchlinkor- porterten Studenten wohl von Nutzen. Unter voller Wahrung der Freiheit de» Einzelnen die Geselligkeit, den Sport zu pflegen, um nach geistiger Arbeit angenehme Erholung unter gleichgesinnten Kommilt- tonen zu finden und auch die neuesten Ereignisse, sei e» auf lttterartschem oder politischem Gebiete in ungezwungener Weife zu besprechen — danach streben viele und es bedarf nur emeS Aufrufe», um eine freie Studentenschaft ins Leben zu rufen. Unterstützung von berufener Sette würde wohl nicht ausbleiben. - Eine besondere Ehrung für Virchow bereitet die Akademie der Wissenschaften zum 80. Geburtstage de» großen Gelehrten vor: eine Plakette mit seinem Bildnis. Die Ausführung ist dem Bildhauer Bruno Kruse übertragen, der auch die Mommsen Ptereue Schotten vertreten und erzielte nicht weniger wie: 1 Züchter-Ehrenpreis, 1 Sieger-Ehrenpreis, 6 erste Preise, 3 zweite Preise, 4 dritte Preise, 2 vierte Preise und 3 Anerkennung mit einem Geldbetrag von 1860 Mark. Jn| diesem Jahre hält der Verband keine Verbandstierschau ab, dagegen wird die nächste Verbandsschau im kommenden Jahre in Gießen abgehalten werden, voraussichtlich mit einer allgemeinen Ausstellung des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. Tie Generalversammlung des Verbandes findet am 27. Juli, virmittags 11 Uhr, in Bieden- lopf, gelegentlich einer Ausstellung des Verbandsvereins Biedenkopf statt. Auf der Tagesordnung stehen neben Verwaltungsfragen Gegenstände, die allgemeines Interesse Flur 86/2066/n — 306 qm garten daselbst, Flur 36/2O6”/iod — 45 qm Wiese Hafermehl Gränkernmehl JLinsenmehl Erbswurst Supp e nt a fein empfiehlt Emil Fischbach. Entlaufen brauner Hühnerhund, stattliches Exemplar, kurzhaarig. Besondere Kennzeichen: Sehr langer Behang, Narbe unter dem rechten Auge. Dem Wiederbringer gute Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. 4526 C. Burk, Ostanloge 14. Höchste Temperatur Niedrigste „ Meteorologische Beobachtungen der Station Gieheu.__ Kreditaktien . . . Difikonto-Kommendit Darmstadter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handolsgee. Ooaterr. Btaatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . • Harpener . . . . Klmdwirtschast. L. Ter rührige Verband der H erd buchgese lisch asten für das Vogelsberger Rind, dem die Zuchtvereine: Gießen, Schotten, Biedenkopf, Wetzlar, Marburg, Kirchhain, Tillenburg nnd Frankenberg angehören, war in Halle bei der Ausstellung der T. L. G. in diesem Monat mit 20 Rindern aus den Kreisen Biedenkopf und 31/i o/n Beiohaanlelhe , . 100.25 8 e/g do . . 89 15 und szwar hier die dem Wilhelm Schmoll III. zustehende ideelle I Hälfle öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 26. Juni 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. 4505 Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 27. Juni bieten, wie z. B. Bericht über die Ausstellung in Halle, die Beschickung der nächstjährigen Ausstellung ui Mannheim usw. Wir möchten die Züchter des Vogelsberger -bun-, soweit sie Mitglieder der Zuchtvereine Gießen und Schotten sind, zum Besuch der Ausstellung und Generalversammlung anregen. _________ vollführt streng coursgemäss den provisionsfreien Kauf, Verkauf von in- und ausländ. Wertpapieren. ♦ Umtausch-Vorschläge zur Erzielung je höheren Einkommens. ♦ Höchste Vorschüsse auf Fonds und Aktien. Ablösung von Legaten, Satzposten, Erbteile. J Nur durch uns ist eine * „rationelle Vermögens-Verwaltung“ erreichbar; Dividende für 3 Monate 5, für 6 Monate 1$, für 12 Monate 24° 0 Abwicklung bewährt prompt. * Günstigste Prämien-, Stellagen-, Minen- und „Tages“-Geschäfte. ♦ „Ungar. Börsen Journal“, XXIII. Jahrgang. » I Probejahr. — Einziger, unabhängiger finanz. Ratgeber. Interessenvertretung des Privatpublikums. ♦ Die Courssteigerungen der einzig von diesem Blatte in den Vorjahren empfohlenen Papiere T betragen circa 240 Millionen Kronen! 4529 ? Bekanntmachung Der Wagner und Landwirt Philipp Re>tz von Ettingshausen und d»ffrn Ehesrau Marie ge borene Reichmann haben durch Eheverlrag vom 12. April 1901 vor Großh. Amtsgericht Laubach als Güterrccht ihrer Ehe die Errunqenschaftsgemein- schaft der 1519 ff. des B. G. B. vereinbart. Währung im Güterrechts- reg'ster ist erfolgt. 4513 Laubach, 25. Juni 1901. Großh. Amtsgericht. 81/t 8/g Konsolz . » . 3C/0 do ... 81/nfl/c Hessen . > . 5°/o Italien. Bente . . 43/0 Griech. Monop.-Aal, 8 e/g Portugiesen . . 8O/o Mexikaner - . . 41/1 c/o Chinesen . . . Stöbt Schlachthaus. UreÜuwk. 4501 Heute und morgen: Hchskifleislh 50 Pfg. ßasklochs 40 pfg. Schmwkßkisch 45 Pfg. «m 25. btS 26. Juni t e t. Tie Situation wird so taxiert, daß man das ganze Andenrseils wird t8 der Bewegung schwer halten, ihre An- 48 Millionen betragende Geschäftskapital für verloren spreche einmütig durchzuletzm. Während nöml'ch die Einen an der hält, jedoch neigt man zu der Ansicht hin, daß die son- Behauptung sesthalten, Finkenschaft sei Studentenschaft minus Kol- stiacn Gläubiger der Bank bei ruhiger Abwickelung nichts poialion, schränken Andere den Anspruch dahin rin, daß dufin gcn, oder nur wenia cinbüßcn werden die von der Organisation nicht» wissen wollen, auch von ihr nicht Allerdings hängt diel »>« dem Schicksal der trocknungsgesellschgft ab. . . .. Osaanckation erblicken. Auf den weiteren Verlauf de» Prinz pten« Lo bedauerlich der „erpziger Fall ist, so falfch Ware bflTf man gespannt sein. (Hier in Gießen ist es stllda« es aber, unsere anderen großen Banken mit Mißtrauen' — -- ■ ■ -... - 1,1 zu betrachten; es kann nur davor gewarnt werden, den wohl in seiner Art vereinzelt dastehenden Fall aus die übrigen Institute anzuwenden. (Vergl. auch Haudelsnachr.) t r 0 ck n u n g. Man wußte ja schon seit Jahren, daß die Leipziger- Bank mit diesem Sammelsurium von Gründungen zu thun hatte, aber kein Mensch ahnte, daß die Verwaltung dieses mächtigen Institutes sich in verbrecherischer, wahnsinniger Weise mit ca. 87 M i ll i 0 n e n bei e i n e r einzigen, faulen Sache.engagiert haben könnte. Tie Re-! Visionen werden wohl noch näheren Aufschluß geben, 511' welchem Zwecke die Trebcrgesellschaft diese Riesensumme verbraucht hat, denn nach deren letzter Bilanz ist von einem derartigen Engagement keine Rede. Es ist, wie gesagt, nicht zu begreifen, wie eine Verwaltung zu solcher geradezu wahnsinnigen Geschäftsführung gekommen ist. Eine Erklärung liegt darin, daß die Bank-Tirektion, nachdem sie erst einmal viele Millionen dem Treber-Eoncern anvertraut hatte, und eine Gefährdung dieser Forderung sah, zur Rettung des Kapitals immer wieder neue Gelder hergeben mußte, um die Treber- gesellschaft vor dem Untergange zu bewahren, der nunmehr doch eintreten wird. Demnach hat also die Leitung einer so altangesehenen Bank ihre ganze Existenz an das Fortbestehen einer Aktiengesellschaft geknüpft, die aus kleinen Anfängen sich die Aufgabe stellen zu müssen geglaubt hat, mit Riesensummen eine Unmasse Fabriken im In- und Auslande zu gründen, ohne überzeugt zu sein, ob diese Geschäfte überhaupt lebensfähig sein würden. MmiierfitfllS-lllldinOltelL . . Tie Aktiengesellschaft für Trebertrocknung in Cassel,! H ) J Srankfart a. ®t., 26. Juni. Zu Ehren der Teilnehmer anI bercn kapital im Jahre 1891 nur Mk. 350000 betrug, ar Darmstadt, 26. Juni. Der sogenannten Finken sch af ö- der Automobil-Fahrt Part«—Berlin fand «ster» abend im ()citct jc<,t mjt C(L 20 Millionen Ter Kurs der Aktien wurde Bewegung droht eint Krisis. Diese akademische Reformflromung PalmenMten-Saale >in Festbankett statt, das glänzend verlief. Ober- ^abren künstlich in die vSöhe Getrieben und erreichte sucht bekanntlich alle nichünkorporiertm Studenten zu gemeinkan.er Ädick.s .rbffn.te bi. R.ih, dtt Tri»«prLa- mit «in.r vor L gm mrEnt t Än S'b-U unter voller W-brung b.r 3r.ib.it M Ein>0n-n «nb Aner. Begrüß mgsawprache, die mit einem Hoch auf die französtichm Auto- die schwindelhafte Hohe: von beinahe 300»Prozent x ennung jede» ehrlichen Standpunkts zu Organisationen zufammevzu- mobilsahrer schloß, worauf die Kapelle der Bockenheimer Husaren, die seit einigen Zähren betrachtet man das Gebühren. der Solcher Organisationen gibt et> zurzeit 13 «uf deutschen die Taselmufik aussühite, die Marseillaise spielte. Der Präsident Aktiengesellschaft als faule Manipulation und die Börse Hochschulen. Sie nennen sich Finkenschaften oder Freie Studerür-- de» französischer, Automobilklub», Baron de Zuylen, hat die in den letzten Jahren neu ausgegebenen Aknen schäft«». Sie erheben den Anspruch, alle nicht inko parierten lLiu- dankte für die freundliche Aufnahme, die alle Erwartungen übertroffen nicht angenommen. benten zu vertreten, weil zu ihren Veranstaltungen vor allem iu bm habe, gedachte der Stiftung eines Ehrenpreise» durch den Deutschen I Gestern notierten diese 20 Prozent, sind also gegen I Dertretungkwahlen alle Nichttnkorporiertrn Studer.ten Zutritt Haven. Kaiser, wodurch daS Unternehmen bedeutend gefördert worden sei, und (c.3tc Notierung 120 Prozent gefallen! Es unterliegt Dieser Ansnruch ist ihnen mehrfach bestritten worden. NamevNt« m schloß mit einem Hoch auf den Kaiser, worauf die Musik de . . qtoc;;cr sQ'f. xaa Unternehmen ebenfalls in Konkurs I Halle wollw, wieder „D. Tgl. Anz." mitteilt, die Unioeisitätsbehoi den 9i«tlonalb,mn. fpUltt B.r bllsig.. franjöflfdt. ©rnrr.ltonful ««ron ‘eincm & d?rckt den Rufammenbru» bei "" bl-jmigm als jur Crg.nilatlon g.börtg b.tr«d>Ut -ch-n. d ' ft» be »-ltflm Bm.-, tränt «uf bte Stadt grantfurt, btrrn Odnbürgn- gerat, da dur^ den Leipziger SU'ammenoruty der ^gdrückttch ,u thr brt.nnrn. Latz burd) Annahme dt-l.r S-n°>S- meister und die Mitglieder de» Komitees; Oberbürgermeister Adlck.s Geldzufluß fehlt. ^^ie leipziger Bank hat bereits Konti - der Bewegung els solcher die Spitze abgebrochen würde, „hob sich da- n nochmals und brachte einen Trinkspruch auf den Prä angemeldet, ihr Direktor Exner wurde gestern verhaf aus der Hand. Die Hallenser Finkenschaft würde eine Korporation fld nten Loubet und Frankreich aus, woraus die Mufik wiederum tie1*-* * c.-« • - ■- "" ®-------- Marse lla'se spirlte. Gegen 10 Uhr erreichte das Fest sein Ende. — Heute früh 7 Uhr erfolgte die Adfahrt über Gelnhausen nach Fulda und Eis nach. — Dor seiner Abfahrt richtete der Präsident deS Club de F ance an den Leiter der Frankfurter Etavpenstation, General a. D. Bisstng und an den Oberbürgermeister Dr. AdickeS ein Schreiben, in welchem er im Namen der gesamten Teilnehmer an der Fernfahrt Paris—Berlin, sowie im Namen seines KlubS für den schönen und herzUchen Empfant- und für die liebenswürdige Gastfreundschaft modelliert bat. _________ Wurste Meldungen. Billig zu verkaufen: 1 getragener, schwarzer Jaquelanzug 1 getragener Sacco-Anzug 1 schwarzer Cheviot-Paletot für mittelgroße Figur. Löbershof 3,1. Neuer schwerer Aederkarre« billig zu verkaufen 02463 Krankfurierstr. 8«. Herren-Kleider, sehr gut erh., für große, stattliche Figur zu Der!. 02468 Bahnhofstr. 6, II. Bekanntmachung. Die Lieferung von 5400 Centnern Nußkohlen II. Größe tüt die städtischen Anstalten für das Etatsjahr 190'M soll unter bin auf unserem Amtszimmer Nr. 15 offen liegenden Bedingungen vergeben werden. Angebote, in welchen der Preis pro Doppelmaggon, frei Bahnhof Gießen, anzuaeven ist, sind bis zum 10. Juli d. Js., vormittags 12 Uhr, mit der Aufschrlst „Kohlenlieferung" versehen, im Zimmer Nc. 15 abzuqeben. Gießen, den 26. Juni 1901. 4528 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Kandel und UerKehr. Uolkswittschast. ReichSbant. Aw 22. Juli wird in Friedberg eine von der Reichsbankhauptstellc in Frankfurt a. M. abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kaffeneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet und dieselbe zugleich ermächtigt sein, Wechsel auf Bad-Nauheim einzuziehen. Wechsel auf Friedberg sowie auf Bad-Nauheim, die nach dem 22. Juli fällig werden, werden von jetzt ab von der Reichbbank angekauft. Wechsel auf Roßwein (Königreich Sachsen) und auf die Orte: Großbauchlitz, Kleinbauchlitz, Masten und Neugreusing (Vororte von Döbeln), die vom 1. Juli ab fällig werden, werden von der Reichsbank angekauft. Sie sind an die Reichsbank-Nebenstelle zu Döbeln zu girieren. Leip zi g, 26. Juni. T-er Aussichtsrat und die Direktion ---------- „ .. . .der Leipziger Hypothekenbank veröffentlichen zur _ . _ WÄ« SW?? 27. Juni. Lau. Berl. Pol, Nachrichten- bütfU ,teX b-ft-r. ffitnb: -t-rbw.st. V. der P«ußiWe Staat»« ^usolveur der Leivriaer Bank. teilung :Der Betrag unserer im Hypothekenregister em- wirtschaftlichen Notstände Millionen Mark tut Wir haben bereits gestern berichtet, daß das einst so getragenen Hypotheken beläust sich auf 89336458 Mk., Ministern besuchten Provinzen 7 bis stolze, mächtige Institut seine Zahlungen eingestellt und während nominell 8r 418000 Mk. Pfandbriefe umlausen, Verfügung stellen müffen. dadurch eine unbeschreibliche Aufregung in alle Kreise der von denen sich nominell 1 175 000 Mk. in unserem eigenen Breslau, 27. Juni. Wegen Verbreitung dn sch» « e “ ach fischen Geschäftswelt hineingetragen hat. Besitz befinden, so datz den vom königlichen ^taatskoni- Pocken in verschiedenen Ortschaften des Kreises Grottrau Tic Leipziger Bank war bis zum Jahre 1875 Notenbank missar geprüften sicheren Hypotheken nur 86242500 Mk. Abhaltung von Märkten und Wallfahrten im ganzen lmd entwickelte sich von da ab rasch infolge ihres sehr umlaufende Pfandbriefe gegenüberstehen. Pie Pfandbriefe ÄteKe |ür 3 Wochen verboten. großen Ansehens zu der größten Kreditbank Sachsens, sind hiernach reichlich sichergeitzellt. Die faltigen Zinsen' ---------- Sie besitzt 9000 Konto - Korr en t-Ku n den, woraus zu ersehen von den Pfandbriefen, sowie den nicht eingelösten Divi- isl, in welcheni Maße die sächsische Geschäftswelt mit dendenscheinen sind einschließlich des Julicoupons zu zahlen dem Institute zusammcnhängt. 9loch> am Tage vor der Zahl-! im Betrage von 475000 Mk. Hierfür sind bare Mittel in ungseinstellung notierten die Aktien 140 Prozent, man I unserem Besitz, so daß die Einlösung des Coupons an hatte also auch an der Börse keine Ahnung! Jetzt werden' " to*rr* 1 "" ''Ä'v ' dieselben zu 20 Prozent angeboten. Tie Gründe des Zusammenbruchs sind nicht etwa in Betrügereien oder in den Verhältnissen der Kundschaft der Bank, wodurch sie vielleicht Verluste erlitten hätte, zu suchen, sondern in einer einzigen Geschäfts-Verbindung und zwar mit der Casseler Trbeber- ’faal. MD 1 dem Eest vei- gelegt. Ter j ?- ^visio,, 9 »mrbe durch eine ,n den des pL N?? Enterhärtet. lie^‘hTblt0Tiat§ rssW «anötte gestern vor dem Seno,^in ihrer Herrsch gelegen haben. Ter Manin lugt, |oU nach der Tarstelluna rau unerträglich drangsaliert mmer, Reibekeule und der- Es tarn in der Wohnung der den lärmendsten Austritten, I energisch dazwischen treten , Wie gestern einige Zeugen ei tolchen Gelegenheiten osi- .ngen gegen ihren Ehemann . abends hörten die Nachbarn ' der Angeklagten übergroßen r hörte es sich so an, als ob u ihren Mann fortgesetzt gegen ngte einer der hausbeinch-r sah deutlich, daß die Du sie in der Land hatte, ans en mußte. Sie gab die^ auch Mann sie dazu gereizt habe, etwas vor sich hin murmelte, ,te sich dort nieder. Elms ner ohne jede aufsallende P.'- rlajien. Etwa nach stunden 'trabe plöt}lid) M M’, er 1 iitW w WWm Luie gefchafik werden und ist geswrben. Nach dein iibcr- Anstaltsarztes Tr. Ätsche und t Mittenzweig und Dr. Stör- ines Wädelbruchs und einer lutung eingetreten. Tie saib- t)lag mit dem Theekesiel>n M erhalten, sur die wch- m Tode, erklärten au > Meit nicht für ausge>chlosten, ?rch einen sfiül venirsacht sem oben ihren nur ga® L-LZisr 'N LerbrechwS brr würbe vom zu neun Dwürben« . <^hos. 3<>CJ}5 chatsgerrchM -ü'Stzxsr /i« *ÄN5 ser er rtelbigt jsten < er, der W« Es-Ls Juni Barometer auf 00 reduziert der Lust Absolute I Feuchtigkeit 1 Relative 1 Feuchtigkeit 1 Windrichtung Windstärke Wetter 26. 9« 755,2 12,5 8.5 79 Still — Heller Himmel 27 7" 755,1 9,6 7,4 84 N. 1 Sonnenschein 27. 2« II 753'9 18,8 8,3 51 N.F, 1 Sonnenschein ^o^es-^ÄBeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nach schwerem Leiden unseren lieben Gatten, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder und Onkel Konrad Roth Bürgermeister und Kreistagsmitglied heute nachmittag 6 Uhr zu sich zu rufen. Dorothea Roth. Muschenheim, 26. Juni 1901. Emma Erb, geb. Roth. Otto Roth. Konrad Erb. Elisabethe Roth, geb. Knorr. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt. 4518 Schöne, vollständig neu herge- richtcte Wobnung von 3 Zimmern nebst allem Zubehör,an ruhige Leute zu vermieten. Grünbergerftr. 81. 4462] Goethestratze 81 schöne Mansardenwohnung per 1. Juli ob später zu verm. Keorg Aecker. 4464] Parterre-Wohnung: sechs Zimmer mit all. Zub., Gartenant., auf 1. Oktober zu vermieten. ______Näheres Ludwigstr. 40,1. Wohnung, Arankfurterstr. 4 2. St. sof. j. v., u. Nr. 5 der 2. St. zum 1 Aug. zu verm. Näheres bei Gg. Bernhardt, Klein-Linden. 2514] Die von Herrn Professor Dr. Walther bewohnte 8 Etage Frankfurterstr. 4 ist vom 1. Ok- tober ab zu vermieten.___________ 2583] Schöne 5-ZimmerwohN' ung, Beletage, Bleichstraße 17 per sofort oder später zu vermieten. Näheres Löberstraße 26, part. FmiksnstkrslrÄ U ist wegen Wegzugs auf 1. Oktober die Bel-Etage, 7 Zimmer, großes Badezimmer, Mädchenzimmer und Zubehör, mit gr. Kellern u. Garten zu vermieten._________________4268 Wohnung. 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