Aß 5 Sy- jrdeciM 17;k. io.', !?< SSaffSfe tytUM W , wtd.WWtw Hm vran Zunge t >. **■ .®* JW«, fflwwL1 Ostern SU figen Cigamnsabnk v tonn KchM «[»er das KugniS F- . Dienst besitzt urtj* idiert. «'ftf** t die rw . n A—'.A*n1 h S. IVTwont o* freiem W» M ELI».-» ‘ortä Mn Huh'utU 'M mmS S" (Wegen) w »««■tat. fuS Ssi Wärt« ksvcht. 1591 rgische Kliutk. EM ojjflniffeit m jungen Ufflt. 1608 r. Metteaheimer» veralwasse-au-alt, üngn tzausbmstzi l__Nm-a-t 6. um WmM cker, vandelsgännnei, mnbngerftraK. 1557 MUltjttitl. Lttiv» Garten. Sofort do Hav»> ts. Nemv'VLue S. Ein braver Zuv-e nir in die Lehre treten. h Kmr, Ubnnater. ton Juni re jucht r-veidn, rnieijter, Kirchecplatz l! chAikl Rn mir in die Lehre Irdi ai, Ubrrnaitt^Mfiu tltlltliiijM >llof, Neuen-Me 7. Nr. 50 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 28. Februar 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Zamtlten blStter werden dem An: zriger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter für Hess Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. «»nähme von An »eigen »u der nadimittoge für den folgenden lag erlchetnenden Hummtr bl« vorm 10 Uhr Abbestellungen Ipätefien« abr»d« vorher Redaktion, Expedition und Druckerei Zchulstratze 7. ■■■■■■■ GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2.20, inonatl. 75 Pfg. mtt Bringerlotzn; durch bu Abholestellen vierteljätzrl. Mk. 1.90, monatl. 65 Ps^ Bet Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld Alle Anzetaen vermililungst- stellen de« In- und Äu6lanbel nehmen Anzeigen für de» Qhcfjtnci «njriger enigtaau Leilenpret« total 11 auvwürt» 10 Pfg. «dreste für Depesche«: Anzeiger Gieße«. FernsprcchanschlußNr.Gl. Amtlicher Feil. Bekanntmachung. Betr.: Die Einrichtung von Sitzgelegenheit für Ange stellte in öffenen Verkaufsstellen. Die nachstehend abgedruckten, von dem BundeSrat er- laffenen und in Nr. 56 des ReichSgefetzblatteS vom 30. No- vember 1900 zur Veröffentlichung gelangten Bestimmungen werden am 1. April d. IS. in Kraft treten. Wir fordern daher die Inhaber von offenen Der- kaufSftellen auf, die ihnen hiernach obliegenden Ern cichtungen, soweit dies noch nicht geschehen sein sollte, recht zeitig zu treffen. Gießen, den 26. Februar 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Auf Grund von § 139 h Abs. 1 der Gewerbeordnung >jat der BundeSrat über die Einrichtung von Sitzgelegenheit für Angestellte in offenen Verkaufsstellen folgende Bestimmungen erlassen: 1. In denjenigen Räumen der offenen Verkaufsstellen, in wffch n die Kundschaft bedient wird, sowie in den zu solchen Verkaufsstellen gehörenden Schreibstuben (Kontoren) muß für die daselbst beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge eine nach der Zahl dieser Personen aus reichende geeignete Sitzgelegenheit vorhanden sein. Für die mit der Bedienung der Kundschaft beschäftigten Personen muß die Sitzgelegenheit so eingerichtet sein, daß sie auch während kürzerer Arbeitsunterbrechungen benutzt werden kann. Die Benutzung der Sitzgelegenheit muß den bezeich- neten Personen während der Zeit, in welcher sie durch ihre Beschäftigung nicht daran gehindert find, gestattet werden. Unberührt bleibt die Befugnis der zuständigen Behörden, tm Wege der Verfügung für einzelne offene Verkaufs stellen (§ 139 g der Gewerbeordnung) oder durch all gemeine Anordnung für die offenen Verkaufsstellen ihres Bezirkes (§ 139 h Abs. 2 a. a. 6) zu bestimmen, welchen besonderen Anforderungen die Sitzgelegenheit in Rück sicht auf die Zahl der Personen, für welche sie bestimmt ist, sowie hinsichtlich ihrer Lage und Beschaffenheit genügen muß. 3. Die vorstehenden Bestimmungen treten mit dem 1. April 1901 in Kraft. Berlin, den 28. November 1900. Der Stellvertreter des Reichskanzlers, gez. Graf von PosadowSky. Der Militäretat im Reichstag. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 26. Februar: Schier verzweifelnd schüttelte Präsident Graf Ballest r e m das würdige Haupt, als trotz des hartnäckigen und ftiriösen Weckrufes des elektrischen Läutewerks nur ein knappes Dutzend Gesetzgeber im Parquet sich, zusammenfand. Und dabei stand der M i l i t ä r e t a t zur Erörterung, der weitgehendem Interesse zu begegnen pflegt. Die Nichtparlamentarier auf den Tribünen befanden sich den anwesenden Reichsboten gegenüber in erdrückender Mehrheit. Ten Kommissionsbericht erläuterte zunächst der Referent Äbg. Graf Roon (kons.), im Besonderen die Resolution empfehlend, wonach der Reichskanzler eine Statt st i k ü b e r d i e H e r k u n f t u n d B e s ch ä f t i g u n g der Rekruten veranlassen soll. Den Reigen der Kritiker eröffnete Abg. Gröber (Ztr.). Er brachte zwei „für ihn noch nicht erledigte" Fälle zur Sprache, den der Kölner ^eserveoffiziersaspiranten, die ihrer ablehnenden Stellung zum Duell wegen bei der Offiziers- ivahl durchfielen, und den Mörchinger Fall, bei dem, itibc noch in frischer Erinnerung, ein Oberleutnant in dem Hiestreben, den Bruder vor dem Duell zu bewahren, einen Hauptmann niederschoß. Gröber verurteilte den Zweikampf mit Schärfe. Er appelliere an den obersten Kriegsherrn. Um Mut und Entschlossenheit zu zeiaen, brauche der Offizier dos Duell nicht. Der preußische Krregsminister möge heute klipp und klar konstatieren, daß keine maßgebende Bestimm- u»g vorhanden ist, aus der eine Anerkennung des Zweikampfes hergeleitel werden kann. General o. Goßler teilte zunächst mit, daß in dem Kölner Fall eine Ahndung ti «getreten ist. lieber den Mörchinger Fall sich zu äußern, müsse er zur Zeit ablehnen, da diese Tragödie militär- stmafrechtlich noch nicht abgeschlossen sei. Dann hielt der Eniegsminister einen historischen Vortrag über den Zwei- kaimpf, von den Zeiten der brandenburg-preußischen Armee am, zum Beweise, daß auch die strengsten Strafen wenig gefruchtet haben, über die Institution und Wirksamkeit der Ehrengerichte, die wiederholten königlichen Verordnungen u. s. w. Den vom Abg. Gröber geforderten bestimmten Beschneid erteilte jedoch Herr v. Goßler nicht. Die B e s e i t i a - umig der Duelle bleibt ein frommer Wu ns ch; leüinc Gesetzgebung vermag das Duell zu verhindern. Das war die Quintessenz der Ausführungen des Ministers. Jeder könne über das Duell seine eigene Ansicht haben. Herr v. Goßler kam zu dem Schluß, es liege kein Anlaß vor, neue Bestimmungen gegen das Duell zu trefffen, es sei alles geschehen, um Mißbräuchen vorzubeugen. Abg. Bebel (Soz.) stellte die unabänderliche Thatsache in den Vordergrund, daß das Duell durch das Gesetz verboten ist, und niemand das Recht habe, sich über das Gesetz zu stellen. Anstatt die Duellanten zu begnadigen, solle der Höchstkommandierende sie nach verbüßter Strafe mit glattem Abschied aus der Armee entlassen. Das allein werde radikal wirken. Die Bezugnahme auf die mit dem Duellwesen nichts weniger als befreundeten Buren führte Bebel dazu, die Vorzüge des Bolksheeres vor dem stehenden — fein bekanntes Lieblingsthema — eingehend zu behandeln. Auch die Neuuniformierung unserer „Ostasiaten" zog Bebel in den Bereich seiner Darlegung, den Wunsch äußernd, daß diese Uniform für die ganze Armee eingeführt werde, denn Parade-Montierungsstücke seien überflüssig. Da der Redner immer neue oder vielmehr alte Themen „ausgrub", — Soldatenmißhandlungen, Selbstmorde, Verwendung von Soldaten im Postdienst, bei Erntearbeiten usw. — dehnte man auf der Rechten die „Kaffeepaufe" aus. Der sächsische Bundesratsbevollmächtigte Major Krug v. Nidda berichtigte eine Bemerkung Bebels, wonach — einer Zeitungsnotiz zufolge — der König von Sachsen eine geheime Kabinettsordre erlassen habe, die die auf Einschränkung der Duelle abzielende Kabinettsordre Kaiser Wilhelms für Sachsen aufhebt. Ein anderer Sohn Sachsens, Abg. Dr. Oertel (kons.), der wohlbeleibte Chefredakteur der „Dtsch. TagesM", bemühte sich, den Abg. Bebel Punkt für Punkt zu widerlegen. Im übrigen ließ er sich angelegen sein, dem Kriegsminister thunlichste Berücksichtigung der Landwirtschaft — durch direkten Getreideeinkauf, Einschränkung der Manöverfuhren und Manöverquartiere usw. — ans Herz zu legen. Der Kriegsminister überließ es den Generalmajoren v. Heeringen und v. Einem zu antworten; doch in der „Polenfrage", die Abg. v. Jadzewski an- fchnitt, trat er selbst auf den Plan. Er könne den Korpsbefehl des kommandierenden Generals des 5. Armeekorps, das Militär solle bei deutschen Geschäftsleuten taufen, nur billigen. Abg. Dr. Bachem (Ztr.) wandte sich gegen die „resignierte" Duell-Auffassung des Abg. Dr. Oertel. Es fei die Pflicht des Reichstags, immer wieder die Abschaffung dieser Unsitte zu fordern, und der Kriegsminister mache sich in beschränktem Maße einer „revolutionären Gesinnung "schuldig, wenn er einen ungesetzlichen Zustand zu beschönigen sich bemühe. Die heutige Antwort des Kriegsministers könne in feiner Weise genügen. General v. Goßler stand hochroten Antlitzes inmitten seiner Ressort-Offiziere, während Dr. Bachem unter großer Aufmerksamkeit des Auditoriums seine wuchtige Rede zu Ende führte, und lebhafte Bravorufe des Zentrums und der Linken erntete. Politische Tagesschau. Die „Berliner Korrespondenz" schreibt: Dem Herrenhaufe ist eine Vorlage §ugeg,angen, betitelt: Gesetzentwurf betr. die Umlegung von Grundstücken in Frankfurt a. M. Den unmittelbaren Anstoß zur Einbringung dieser Vorlage hat eine Reihe von Thatsachen gegeben, aus denen erhellt, daß die Wohnungsverhältnisse, besonders der geringer bemittelten Bevölkerung in der Stadt Frankfurt vielfach sehr ungünstig sind. Die örtliche Stadtverwaltung hat, soviel in ihren Kräften stand, der Wohnungsnot abzuhelfen gesucht, ist jedoch in ihrem Erfolge mannigfach dadurch behindert worden, daß überhaupt kein den Anforderungen genügender Vorrat an baureifem Gelände vorhanden ist Oft macht die Gestaltung der Grundstücke und der Verlauf ihrer Grenzen eine zweckmäßige Bebauung unmöglich. Selbst wenn die weit überwiegende Mehrzahl der Grundstückbesitzer eines gewissen Gebietes geneigt sind, die Möglichkeit der Bebauung durch Austausch von Gelände zu schaffen, ist dann ein einziger, der aus Spekulationsgründen einer solchen Neueinteilung widerstrebt, in der Lage, die Erschließung für die Bebauung zu verhindern oder zum mindesten eine unzweckmäßige Bebauung herbeizuführen. Die Staatsregierung hat sich daher entschlossen, zu einem Mittel zu greifen, dessen, Anwendung zur Besserung der Wohnungs-Verhältnisse schon wiederholt in der Litteratur empfohlen ist. Es soll nämlich durch Gesetz die Möglichkeit geschaffen werden, im Wege des Zwanges eine Umlegung der Grundstücke zur Erschließung von Bauplätzen herbeizuführen. Für ein gesetzgeberisches Vorgehen in der angedeuteten Richtung hegen übrigens auch praktische Beispiele aus einigen Bundes floaten vor, so aus Hessen, Hamburg, Baden und Sachsen. Tie Gesetze jener Staaten bezwecken, Baugelände durch ein Verfahren zu schaffen, durch welches die Eigentümer der für die Bebauung nicht geeigneten Grundstücke gezwungen werden, letztere in einer Masse einzuwerfen. Tie Eigentümer werden für die Hergabe ihres Geländes durch Rückgabe günstig gestalteter Grundstücke aus der Masse entschädigt, rooneben für den etwaigen Minderwert Schadloshaltung noch in anderer Weise gewährt wird. — Die hierbei unvermeidliche Entziehung von Grund und Boden erfolgt ähnlich wie bei der in Preußen bereits üblichen Verkoppelung ländlicher Grundstücke. Der Entwurf nimmt in Bezug auf das Umlegungsverfahren die Vorschriften des Straßen- und Baufluchtgesetzes vom 2. Juli 1875 und des Enteignungsgesetzes vom 14. Juli 1874 zur Richtschnur und ist insbesondere bestrebt, den Grundsätzen des Artikels 9 der preußischen Verfassung gerecht zu werden und in jeder Beziehung die Gewähr gegen schädigende Eingriffe in die Privatrechte zu bieten. Nach dem Gesetzentwurf wird die Umlegung nicht von Amtswegen eingeleitet, sondern sie erfolgt nur auf Antrag. Zu einer solchen Beantragung sind berechtigt, der Magistrat und die Eigentümer von mehr als die Hälfte der nach dem Grund« und Gebäudesteuerkataster zu berechnenden Fläche der umzulegenden Grundstücke Nachdem der Umlegungsantrag gestellt worden ist, stellt der Magistrat für das betreffende Gelände einen Plan auf, der mit den etwa geltend gemachten, in der Vorinstanz unerledigten Einwendungen an den Bezirksausschuß geht. Letzterer, der für die Beschwerden, der Provinzialrat, entscheiden über die Einwendungen und stellen das Vorhandensein der gesetzlicheu Voraussetzungen für die Umlegung fest. Der Regierungspräsident verfügt alsdann die Einleitung des Umlegungsverfahrens und ernennt zu dessen Durchführung eine Kommission, in deren Thätigkeit der Schwerpunkt des ganze« Verfahrens liegt. — Die Gemeinden sollen in Vertretung der wirtschaftlichen Interessen der Gesamtheit der Eigentümer die finanzielle Abwickelung der Umlegungen übernehmen. — Aus diesem Wege wird es möglich werden, trotz, des Widerstrebens Einzelner bebauungsfähige Grundstücke in hinreichender Zahl zu schaffen. Wie die Erfahrungen in anderen Staaten zeigten, wird es aber oft gar nickff: notwendig fein, die Umlegung nach Vorschrift des Gesetzes vorzunehmen. Häufig wird vielmehr das Vorhandensein der Möglichkeit zur Anwendung von Zwang genügen, auch die anfangs abgeneigten Eigentümer zur freiwilligen Umlegung zu veranlassen. Da Grund zu der Annahme vorliegt, daß auch in anderen Gemeinden ein Bedürfnis zum Erlassen von Bestimmungen im Sinne des Entwurfes besteht, ist die Ausdehnung des Gesetzes auf Antrag durch fgl. Verordnung nach Anhörung des ProvinziallandtageL vorgesehen. Aus Berlin, 26. Februar, wird uns geschrieben: Die in neuerer Zeit statt gehabten Meineidsprozesse, in Könitz und an anderen Orten, haben in wahrhaft erschreckender Weise dargethan, daß das Verständnis für d ie Bedeutung und.Heiligkeit des Eides, trotz der Warnungen, welche die schweren Strafen enthalten, sich: leider vermindert! Man hat nach den verschiedensten Gründen für diese Erscheinung gesucht, den Unglauben, den Mangel an sittlichem Ernst dafür verantwortlich gemacht; andere einsichtige Beobachter aber vermögen sich der Erkenntnis nicht zu verschließen, daß die herrschende Praxis der Gerichte, insbesondere auch der bürgerlichen Gerick)te, für alle möglichen Lappalien den Eid zu fordern, ferner eine gewisse geschäftsmäßige, der Feierlichkeit entbehrende Art der Vereidigung, wenn in einem Strafprozeß eine Reihe von Zeugen rasch nacheinander vereidigt wird, nicht dazu beigetragen haben, in dem minder Gebildeten uitib. minder Denkfähigen den Respekt vor dem Eide zu erhöhen. Es muß dahin gestrebt werden, daß der Eid nur das. wirklich Wichtige bekräftigen soll, und daß die Eidesabnahme in einer Weise erfolgt, die auch dem Beschränktesten die Tragweite des Schwurs erkennbar macht. Wir werden zu diesen Bemerkungen veranlaßt durch einen Vorfall, der sich in der heutigen Schwurgerichtsverhandlung am Landgericht Berlin II ereignete. Ein Geschworener machte kurz nach Beginn der Sitzung dem Präsidenten die Mitteilung, daß er sich dermaßen unwohl fühle, daß er der Ver- halndlung nicht izü folgen im stände sei. Auf die Frage des Präsidenten: „Sind Sie wirklich so unwohl?" antwortete der Geschworene: „Jawohl, ich muß in jedem Augenblick fürchten, daß ich vom Schlage getroffen werde!" Nunmehr forderte der Präsident den Geschworenen zum Eide darüber auf, daß er einen Schlaganfall befürchten müsse. Der Eid wurde geleistet. Zweifellos nach bestem Wissen. Wenn nun aber etwa zufällig ein gerichtlicher Sachverständiger zugegen gewesen und nach ber Vereidigung um sein Gutachten ersucht worden wäre, dies Gutachten aber keine unmittelbare Lebensgefahr konstatiert häi^ — es ist ja häufig der Fall, daß jemand sich für kränker hält, als er ist, und zwar aus voller, unerschütterlicher Ueberzeugung —: in welche äußerst kritische Situation wäre dann dieser Geschworene gelangt! Ter heutige Fall steht allerdings vereinzelt da. Immerhin giebt er aufs neue zu der 'Frage Anlaß, ob nicht eine Einschränkung der Eidesabnahme zweckmäßig sei. Engländer und Buren. Eine Depesche meldete uns gestern aus De Agr vom 25.: „De Wet befand sich heute dicht bei Petrusville. Die Truppen bilden von Station Oranje River bis Norvals Pont einen Kordon." Petrusville liegt 52 Kilometer südöstlich von Kraankuil und etwa 15 Kilometer von der« Stelle, wo die Leeuwfontein Drift den Oranje durchschneidet. Es scheint also, daß D e W e t und S t e i j n an dieser Stelle in den Freistaat zurückkehren wollen. Vor den englischen Truppen brauchen sie nicht in Sorge zu fein; so wenig sie sie an dem Oranjeknie vor einigen Tagen hatten hindern können, so wenig wird es ihnen auch ans der Strecke zwischen der Station Oranje River und NorvE Pont glücken. Der ,.Daily Telegraph"-Benchterstatter be hauptet- zwar, die britischen Truppen hätten I aefaat durch einen Kordon gesperrt. 5lbfr bae ist leichter gejagt als gethan: die Strecke mißt nämlich in Luftlinie rund 160 Kilometer und weist nicht weniger als 19 Driften und eine Brücke auf; außerdem können sich an ihr Truppen nur durch beschwerliche Märsche verteilen, da die Eisenbahnen lediglich nach den beiden Endpunkten Beförderungsgelegenheit bieten. Wenn also das Hochwasser den Engländern die Arbeit nicht abnimmt, so ist fast mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß De Wet und Steijn wieder nach dem Freistaate kommen. Besonders gefährdet erscheint jetzt Hertzog, der, von Bethunes berittener Infanterie verfolgt, die Vereinigung mit De Wet bei Prieska anstrebte. Wie der „Times" aus Bethunes Lager vom 24. gemeldet wird, rückt Hertzog, der 1500 Pferde zusammengebracht hat, nach Osten vor. Fliegende Kolonnen manövrieren in dieser Richtung. Ein Teil der eingefallenen Buren hat indessen unter Haasbroek den Oranje überschritten. In den Mid^land-^ bezirken sind die Buren unter Scheepers, wie es scheint, nngeschwächt. Nach einer Meldung der „Times" aus Willowmore vom 25. hat General Parsons ein Kom-" mando 25 Kilometer von Willowmore am Abend des 24. angegriffen. Der Kampf währte den ganzen Abend. Die. Buren wurden in ihren Verschanzungen beschossen. Tie Engländer hatten zwei Tote, mehrere Verwundete und zwei Vermißte. Die Verluste der Buren sollen bedeutend sein. Wenn Botha, wie gemeldet wurde, in der Richtung auf Komatipoort „entkommen" ist, so müßte er durch Swasiland nach Norden abgezogen sein. Vielleicht aber ist es ihm gleich nach dem Angriff auf Smith-Dorrien gelungen, die Straße nach Barberton zu gewinnen, sodaß die Hauptmasse der Buren, die French auf 5000 Seelen schätzt und bei Piet Retief vor sich meldete, damals von ihm getrennt und nach Süden abgedrängt worden wäre. Jedenfalls ist eine Bestätigung der Zeitungsmeldung, daß Botha Verhandlungen wegen der Uebergabe angernüpst habe, bisher nicht zu verzeichnen. Die Zeitungsmeldungen aus der Nordkapkolonie berichten von weiteren Regengüssen, wodurch der Ueber- gang über den bereits in einer Nacht sechs Fuß gestiegenen Oranjefluß für die fluchtigen Buren noch schwerer wird. Nach einer Depesche des „Daily Telegraph" aus De Aalr bildeten die britischen Truppen eine weite Umfassungslinie von der Station Oranje River bis Norvals Pont, die sich nach innen gegen den Feind zusammenzieht. Einstweilen bietet Sch»vimmen die einzige Möglichkeit, den Fluß zu überschreiten. ♦ ♦ * Telegramm deS Slietzerrrr Anzeigers. London, 27. Febr. „Daily Chronicle" meldet unter Vorbehalt (!), daß Kitcheuer und Botha eine Zusammenkunft hatten, nm die Bedingungen für die Uebergabe des letzteren festzustellen, und daß Botha ein 24 stündiger Waffen still st and bewilligt sei, um sich mit seinen Kommandanten wegen Annahme der britischen Bedingungen in Verbindung zu setzen. — In dem gestern abgehaltenen Kabinettsrat sei über jene Angelegenheit verhandelt worden. — Die „Times" melden aus Kapstadt, die Streitmacht, welche De Wet begleitet, wurde auf 500 bis 800 Mann geschätzt. Außerdem folgen ihm die Ueberreste seines ganzen Kommandos und Hertzogs Kommando von Calvinia aus. China. Der Text des russisch-chinesischen Abkommens über die Mandschurei wird der „Times" übermittelt. Der Pekinger Berichterstatter der „Times" bemerkt dazu: Der Tartaren- leneral in Mukden nimmt die höchste Stelle in der ganzen Mandschurei ein, denn seine Stellung vereinigt Zivil- und Militärgewalt. Fengtien ist die südlichste und wichtigste der drei die Mandschurei bildenden Provinzen, dabei die einzige, in der überhaupt Zivilverwaltung besteht. Tie beiden anderen Provinzen haben bisher nur Militärregiment. Das erklärt, warum scheinbar die Vereinbarung nur einen, allerdings den wichtigsten Teil .der Mandschurei betrifft. Ter russische Resident oder Agent mit Generalvollmacht zur Aufsicht wird als Tsung Kuan bezeichnet. Nach Artikel 4 -der Vereinbarung von Port Arthur soll der heutige Posten des Generals Alexejew nie die chinesische Bezeichnung für Generalgouverneur oder Gouverneur, sondern einen etwa dem Generalkontroleur entsprechenden Titel erhalten. Bei Ausfertigung der Abschrift vorstehender Vereinbarung für Li-Hung-Tschang erklärt der Unterhändler Tschaumien, Kummer zerreiße sein Herz, aber was bleibe ihm anders übrig? Abschnitt 6, der Verwendung von Feuerwaffen unter Umständen gestattet — bemerkt er — sei nur nach langen Erörterungen zustande gekommen. Heute, nachdem die Aufständischen die Provinz überlaufen, seien den Bewohnern keine Hilfsquellen mehr übrig geblieben und wenn man den Dorfbewohnern verbiete, Waffen zu tragen, fei kein Mensch in der Provinz seines Lebens mehr sicher. Der Text des russisch-chinesischen Vertrages über die Mandschurei erregt in politischen Kreisen Englands Aufsehen und Verstimmung; er bringt Wasser auf die Mühle derjenigen, die zwischen Zornesausbrüchen gegen den nordischen Nachbar und unter dem Eindruck der Verstimmung über andere, die sehr augenfälligen anglorussischen Mißhelligkeiten zum eigenen Vorteil ausbeuten möchten, und einer Verständigung mit Rußland, wäre es auch nur auf kurze Frist, zuneigen. Bezeichnend sind folgende Bemerkungen der „Daily Mail": „Dies Abkommen giebt Rußland einfach alles. Die Mandschurei wird thatsächlich, wenn auch nicht dem Namen nach, russische Provinz. Die offene Thür wird uns einfach vor der Nase zugeschlagen. Wir haben fein entsprechendes Entgelt für unsere stille Genehmigung dieses Zustandes erhalten; wir hofften «eine Anerkennung unserer heute ziemlich schattenhaften Anrechte im Pangtsethale erhalten zu können, die nunmehr vielleicht morgen von Rußland kühn angefochten werden. Es bleibt uns nur die ergötzliche russische Zusicherung, daß die Vereinbarung nur zeitweiliger Natur fei; wir möchten l>abei daran erinnern, daß das ganze chinesische Reich nur zeitweiligen Charakter hat und nur bestehen wird, bis Rußland sich bereit fühlt, es aufzusaugen und zu verdauen." Der Dolmetscher der deutschen Gesandtschaft in Peking, Cordes, ist jetzt nach Berlin zurückgekehrt. Er hatte sich kurz nach der Befreiung der in Peking eingeschlossenen Fremden auf Kosten der deutschen Regierung zur Wiederherstellung seiner Gesundheit nach der Riviera begeben. Cordes hat sich von seiner schweren Verwundung wieder vollständig erholt. Eine Meldung des „Reuterschen Bureaus" au£ Peking vom 25. d. M. besagt: Tie Gesandten der Mächte traten heute vormittag zusammen und stellten das Verzeichnis der bei der Boxerbewegung beteiligten Provinzbeamten auf, deren Bestrafung gefordert werden soll. • < Telegramme des Gießener Anzeigers. Peking, 26. Febr. Die Straße, worin die Hinrichtungen von T s ch i h u e n und Hutschen gyu stattfanden, war von deutschen, französischen und amerikanischen Truppen besetzt. Die verurteilten chinesischen Würdenträger wurden in Karren herangebracht, die von japanischen Truppen eskortiert waren. Beide trugen die Tracht als chinesische Beamten, aber ohne die Abzeichen ihres Ranges. Peking, 26. Febr. Die Hinrichtung von Tfchi- huen und Äntschengyu gemäß dem kaiserlichen Edikt und den Forderungen der Mächte hat heute stattgefunden. Shanghai, 26. Febr. Den „North Daily News" wird aus Peking vom 25. d. Mts. telegraphiert, China verweigere die Ratifizierung des Artikels 7 des russisch - chinesischen Abkommens. Dasselbe Blatt meldet ferner, nach Mitteilungen aus chinesischen Quellen von Peking vom 24. d. Mts. vollfübrten Araghi en und T s ch a o s ch u t s ch io Selbstmoro. — Der Hof befahl Auanschikai, eine große Truppenabteilung aus Schau tun g abzusenden, um das chinesische Militär in der Unterdrückung des Aufstandes zu unterstützen. Deutsches Reich. Berlin, 26. Febr. Aus Cronberg wird gemeldet: Der Kaiser fuhr nachmittags halb vier Uhr mit König Eduard und der Kronprinzessin von Griechenland im Schlitten nach der Saal bürg. Von dort begab sich Seine Majestät nach Hornburg zurück, während der König und die Kronprinzessin von Griechenland wieder nach Schloß Friedrichshof zurückkehrten. Um einhalb acht Uhr abends reiste der Kaiser von Hornburg nach Berlin ab. — Die Kaiserin Friedrich machte heute mittag im Fahrstuhl eine einstündige Spazierfahrt im Park von Friedrichs- Hof. König Eduard ging neben dem Fahrstuhl und unterhielt sich lebhaft mit der Kaiserin. — Die Budgetkommission des Reichstages beriet heute zunächst den Etat über den allgemeinen Pension s f o n d s und genehmigte zunächst auf Antrag des Referenten Graf Orio la die gesamten fortdauernden Ausgaben für die Verwaltung des Reichsheeres, der kaiserlichen Marine und die Zivilverwaltung. Eine Petition, die Stellung der Bezirksoffiziere, die vor 1897 bereits in Dispositionsstellung waren, bezüglich ihrer Pensionsbezüge aufnzbessern, wurde dem Reichskanzler als Material überwiesen. Die Kommission beriet hierauf den Etat über den Reichs-Jnvalidenfonds. Im Titel 4 sind Mk. 4 080 000 ausgeworfen an die Bundesstaaten und Elsaß-Lothringen zur Gewährung von Beihilfen an hilfsbedürftige Kriegsteilnehmer aus dem Feldzuge 1870/71 und aus den von deutschen Staaten vor 1870 geführten Kriegen. Graf Oriola und Müller- Fuldu beantragen, diese Summe auf Mk. 4 800 000 zu erhöhen. Staatssekretär des Reichsschatzamts Frhr. v. T h i e ( m a n n will feiner Erklärung, die er im Plenum abgegeben hat, nichts hinzusetzen. Die Summe der hilfsbedürftigen Veteranen sei aber doch höher, als man angenommen habe. Graf Oriola: Die Fürsorge für die Veteranen dürfe nicht mit der Fürsorge für die Invaliden vermischt werden. Er sei soweit mit den Ausführungen des Vorredners in dieser Richtung einverstanden nno wünsche deshalb bei dieser Position statt Mk. 4 080 000 Mk. 5 200 000 einzustellen. Staatssekretär Frhr. von Thielmanck tritt dafür ein, die Summe nicht zu hoch zu greifen, denn sonst würde der Reichsinvalidenfonds zu sehr zusammenschrumpfen. Die Summe aber auf den ordentlichen Etat zu nehmen, sei bei unseren Etatsverhältnissen sehr schwierig. Der nächstjährige Etat würde 'um 50 bis 70 Millionen schlechter stehen, als der gegenwärtige. Zum Schluß der Debatte wird in Kapitel 83, Titel 4 „Gewährung von Beihilfen an hilfsbedürftige Kriegsteilnehmer von 1870/71 und den Kriegen vor 1870" die Summe von Mark 4 080 000 auf Mark 5 200 000 Mark erhöht. Der Rest des Etats wird unverändert angenommen. — Laut Mitteilung des Kaiserlichen Statistischen Amts beläuft sich die Bevölkerung des Deutschen Reiches auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 auf 56 345 014 Einwohner, davon 27 731 067 männliche und 28613947 weibliche. Auf Preußen fallen 34,5, auf Bayern 6,2, auf Sachsen 4,2, auf Württemberg 2,3 Millionen. In Großstädten mit über 100 000 Einwohnern, deren es jetzt 33 giebt, wohnen 9108 814 Personen. Seit 1896 wuchs die Reichsbevölkerung um 4 Millionen oder 7,78 Prozent, das ist die höchste Zuwachsrate in den, letzten sechs Jahrfünften. — Der „Reichsanzeiger" meldet: In der heutigen Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank bemerkte nach dem Vortrag der Wochenübersicht vom 26. Februar Präsident Koch, daß die Lage der Reichsbank seit der letzten Sitzung am 19. Februar sich wesentlich gebessert habe. Die Anlagen seien um 48 Millionen gefallen, während dies 1900 nur um 11 Millionen, 1898 nur um 10 Millionen geschehen sei, und 1899 sich noch eine Steigerung um 26 Millionen zeigte. Das Metall habe sich um 23 Millionen vermehrt, gegen 16 im Vorjahre und 7 im Jahr 1899, die steuerfreie Notenreserve um 54 Millionen gegen 27 bezw. 47 in den beiden Vorjahren, der Privatdiskont bleibe niedrig, nämlich 3 hrei Achtel, obschon die Reichsbank einen nicht unerheblichen Betrag von Reichsschatzanweisungen an der Börse begeben habe. Die Anspannung am Schluffe des laufenden Monats werde voraussichtlich nicht sehr beträchtlich sein. Es erscheine danach jetzt zulässig, mit der Diskontherabsetzung vorzugehen, zumal auch die Bank von England den Diskont abermals um ein halbes Prozent ermäßigte. Indessen sei immerhin Vorsicht geboten, denn die fremden Wechselkurse seien keineswegs niedrig, im Gegenteil am 23. Februar um eine Kleinigkeit gestiegen. Auch sei die Anlage immer noch 58 Millionen höher als im Vorjahre, 159 Millionen höher als 1899, ein Geldbedarf des Reiches werde vielleicht von neuem hervortreten. Das Direktorium beabsichtige daher nur eine Ermäßigung um ein halb Prozent. Nach «kurzer Diskussion erklärt der Zentralausschuß sich mit der Herabsetzung des Diskonts auf 4 ein» halb und des Lombardzinsfußes auf 5 einhalb Prozent einstimmig einverstanden. Nachdem einige Gattungen von Schuldverschreibungen zur Beleihung im Lombardverkehr zugelassen worden waren, wurde die Sitzung geschlossen. — Eine Protest Versammlung der Frauen gegen d i e Erhöhung der Getreidezölle hat sich am Montag abend gegen jede Erhöhung der Kornzölle und für das Festhalten an der bisherigen Handels - Vertragspolitik ausgesprochen. In der Versammlung, die von Frau Schulrat (lauer geleitet wurde, referierten Fräulein Dr. Anita Augspurg und Pfarrer Naumann. — Am Samstag sand hier im Hotel Kaiserhof.eine Versammlung von deutschen Zeitungsverlegern statt, in der beschlossen Wurde, eine Petition um sofortige Aufhebung der Einfuhrzölle an den Reichstag äu richten. Weiterhin war man sich darüber einig, daß der Neubau von Fabriken noch energischer als bisher gefördert werden muß. Nach einer Meldung der „Post" aus Münster (Westfalen) ist von einem Konsortium von Zeitungs-Verlegern eine Gesellschaft mit b e- schränkter Haftpflicht mit dem Sitze in Münster gegründet worden, die die Anlage einer Holzschleiferei und Papierfabrik bei Wickede a. d. R. innerhalb des Gutsbezirks Beringhoff beabsichtigt. Tas Unternehmen ist eine Folge der enormen Preissteigerung des Papiersyndikats. Die beteiligten Zeitungsverleger sollen auf diese Weise von dem Papierring unabhängig gemacht werden. Ausland. London, 26. Febr. (Unterhaus.) Balfour teilt mit, daß dem Hause eine NachtragSsorderung von mehr als 3 Millionen für baß Heer zugehen werde. In der fortgesetzten Abreßdebatte beantragt Dillou ein Amendement, worin scharf daS Niederbrennen der Bauernhäuser in Südafrika und die Deportation von Frauen und Kindern als der Kriegführung zivilisierter Nationen wider- sprechend verurteilt wird. DillonS Amendement besagt ferner, den Regierungen Transvaals und beS Oranjefreistaars sollten Friedensbedingungen angeboten werden, die tapfere ehrenwerte Männer annehmen könnten. Brodrick bemerkt dazu, er bestreite, daß in Südafrika eine allgemeine Landes- Verwüstung ftattgefunden habe. Viele Farmen, die von de» Buren verlaffen worden waren, seien von Koffern nieder- gebrannt. In anderen Fällen handle es sich um Farme», die niedergebrannt seien, weil die Bewohner verrätherisch handelten, oder weil eS sich um Schutz der Verbindungslinien vor Angriffen handelte. Der Krieg in ©übafrifa könne, was Humanität betreffe, mit jebem bisher geführten Kriege sehr gut einen Vergleich aushalten. (Beifall.) WaS baß Angebot von Friebenßbebingungen für bie Buren an» gehe, so habe er seinen früheren Erklärungen nichts hinzuzufügen. Die Absichten ber Regierung seien bekannt. Dil- lonß Amenbement wirb mit 243 gegen 91 Stimmen abgelehnt. Die Abresse wirb mit 297 gegen 78 Stimmen angenommen. Paris,26. Febr. Unter ben Zöglingen ber Staatsgewerbeschule in Chalonß für Marne brach wegen der Bestrafung mehrerer Schüler eine Meuterei aus. Die Zöglinge verbarrikabierten sich in ihren Schlafzimmern und verweigerten jegliche Arbeit. Genßdarmerie und Militär mußten die Ordnung wiederherstellen. Der HandelSminister verfügte die Schließung des zweiten Jahrgangs ber Schule. Oporto, 26. Febr. In ber letzten Nacht kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Stubenten und Polizeibeamten; fünf Stubenten unb ein Polizeibeamter würben babei verwunbet, mehrere trugen leichtere Verletzungen bavon. Nach einer Depesche aus Rio be Janeiro würben gegen ben bortigen portugiesischen Vertreter infolge ber Vorkommnisse in Oporto Ausschreitungen begangen. Madrid, 26. Febr. Wie verlautet, hat Brasilien von seinem Vertreter in Lissabon nähere Auskunft verlangt über einen von mehreren elegant gekleideten Personen gemachte» Versuch, die Tochter beß brasilianischen Konsuls in Oporto zu entführen unb nach einem Kloster z» bringen. Die brasilianische Regierung werbe, wie eß weiter heißt, auch von ber portugiesischen Regierung über diese» Vorfall eine Erklärung verlange». Wien, 26. Febr. Abgeordnetenhaus. Abg. Stein (Allbeutsch) greift in heftiger Weise den Staatsanwalt in Eger an, ber eine in bem vom Rebner herauSgegebenev Blatte abgebrudtc, im AbgeorbnetenhauS eingegangene Interpellation konfisziert habe. Der Präsibent erteilt bem Ab- georbneten einen Orbnungsrus wegen beS Ausdruckes „Schurke", ben Stein gegen ben Staatsanwalt in Eger gebraucht hatte, unb erklärt sich bereit, sich mit bem Justiz- minifter ins Einvernehmen zu setzen. Der Justizminister Freiherr Spens von Booben protestiert sehr energisch gegen die unter bem Schutze ber Immunität gegen bei Richterstanb erhobenen Angriffe. Der Richterstanb genieße nach oben ben größten Schutz burch die Unabsetzbarkeit, und eß wäre wünschenswert, baß eine Beeinflussung von unten ebenso aufhören möge, wie sie von oben nie bestauben habe. Der christlich-soziale Abg. Sch eich er protestiert bagegen, daß im stenographischen Protokoll bie Interpellation beß Abg. Schönerer Eingang gefunden habe, bie 66 angeblich« UnsittlichkeitSbelikte römisch katholischer Geistlicher aufzähle. Der Rebner weist bie Unrichtigkeit ber angeführten Fälle nach unb protestiert bagegen, baß baS stenographische Protokoll zum Misthaufen von Schweinereien werbe. (Lebhafter Wortwechsel zwischen Christlichsozialen unb Allbeutschen, welch' letztere rufen: „Cölibat aufheben! Cölibat abschaffen!" Lärm.) Avg. Wolf beantragt Aufnahme ber Debatte über bie Antwort deS Justizministers. Der Antrag wirb mit 136 gegen 136 Stimmen abgelehnt. (Lärm bei ben Allbeutschen.) Bukarest, 26. Febr. Ministerpräsibent Earp teilte bei Kammer unb bem Senat mit, baß bas Kabinett feine Ent» (affung gegeben habe. Der König habe biefelbe angenommen unb werbe Sturbza, ben Führer ber Liberalen, mit ber Reubilbung beß Mmisteriurnß betrauen. Wie verlautet, ist Sturbza bereits zum König berufen worben, unb man glaubt, daß baß Kabinett biß morgen gebilbet fein werbe. AlSbann würben bie Kammern aufgelöst werben. Costa, 26. Febr. Der Fürst nahm die Demission bd Kabinetts Petkow an. Sr ernannte noch keinen Noch" folger. Wsbas. ---i «ft * m all« W SRatitt 1 7. Ar ber Abitur brtDbttid erhielt-" > »igel, üvd W " Sa gjrttn bei. oibin» P, Wid Zeit erst r verbüßte, v Lrstechen. Straße ver nungtn eir sich zur Fe sand aber Huf bem mk Mühe wird sich v sand der itrrifitnen zerrißen ho W8. hat sich er M nosseuft großem lich bei eil 16472 M Mitglieder. WS. i Mehrheit t Hälfte der l beantragt h werben. § Lau schreiben a nochmals l schäslSordn, »irb, näml u[it öiebtrüerfai liche Strafe der seit Be schast zur ( wird in ni geteilt, i jt Auch strecke La tion Fuldi W8. sierung, wirklichung Rtgierllngsl rin MM Klärbeckens fahren, nm ?°"Hess bu'S tiirt, Jtoj nag Mr bottio Nalten. Darisßc Wbet: Sen Menteff J^Wflerob ’jotenj. El. tot wieder 9 der «t. :eibeiöT-rÖUe« 4n9 der ft0JL et1 banT^lle Innung Werten«u? ?On tann. ^ulein Jerhof.eine tzex. . 9 5 b e j (g g uton iiih .- .öc i n 1« «btt äSftfW ;Ä*s ä&ss pW? ft ■wfi L°k ■* Balfour teilt x 'eru”9 von wch k" »erde. Inder )D ein Ämenbemeni, c Bauernhäuser >n Frauen und ftii, r Nationen wider, dewent besagt ferner, Wfreistaais sollten 'erben, die tapfere Brodrick bemerkt allgemeine Landet, innen, die von bei >on Koffern nieder. eS sich um Farmei, oohner verrätheris^ > der Berbiuduvgl Krieg in Tüdasriti m bisher geführtes in. (Beifall.) W für die Buren ar Gingen nichts hinw seien bekannt. U 91 Stimmen ch> en 78 Stimmen a ngen bet Staat*' ne brach wegen da euterti aus. Die Schichirmern nnd neck anb Sßilltb ler fyinbMiift'i cgangS der ; gVity tarn ri , Ttndrnten iü ib ein Polizeibeam ien leichtere Ler!^ aus Rio de Jam p Vertreter üD ungen begsnger- hat Brafilien w Skunst verlangt üd° Personen gewBa Nischen Sonsnll einem Kloster i> »erbe, trit t««» PN« «>« * «(.au«. ft* een bner «einjeganstii^ bent erteilt 0 M IdM” ii«» ti Aichterstavd ll . OkS ien wervr. bat*“£'bie’1 n«b Ifißl t en. hi, DeM'IstO^ * >’ annlr Mombaß, 26. Febr. Die Somali-Expedition ist .rach einwöchentlichem Marsch, auf dem sie 114 Meilen zurücklegte, beim Errichten des Lagers von den Aufständischen über fallen worden. Es gelang, den Feind zurückzuwerfen, der 150 Mann verlor. Die Engländer hatten 17 Tote und mehrere Verwundete. Die Kolonne kehrte nach Tasmadu zurück. Aus Stadt und §and. Gießen, den 26. Februar 1901. P. Realgymnasium. Heute morgen fand die Prüfung der Abiturienten durch die Prüfungskommission unter Vorsitz des Oberschulrat Weihrich statt. Bon den 16 Oberprimanern erhielt n das mündliche Examen geschenkt: Becker, Geng- Migel, Hemzerling, Hoffmann, Koch, Kotz, Mette, Panse und Vogt. Die übrigen bestanden sämtlich daS Examen. Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Fürstlich Asenburg Büdtngkn'schen Oberförster Karl Kalkhof im Tier garten bei Büdingen daS Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. P. Widerstand. Der Taglöhner Z., der vor einiger Zeit erst eine längere Freiheitsstrafe wegen Widerstand rc verbüßte, bedrohte einen hiesigen Wirt am Neuenweg mit Erstechen. Er wurde aus dem Lokal verwiesen. Auf der Straße verursachte er großen Lärm und leistete den Anordnungen eines Schutzmanns keine Folge. Der Beamte sah fich zur Feststellung des Namens des Ruhestörers gezwungen, fand aber heftigen Widerstand. Z. wurde deshalb arretiert. Auf dem Wege zur Wache widersetzte er sich thätlich, nur mit Mühe konnte er ins Arrestlokal gebracht werden. Er wird sich vor Gericht zu verantworten haben. Heute morgen fand der wachthabende Schutzmann den Arrestanten mit .zerrissenen Kleider vor, die dieser in [feiner Wut selbst zerrissen hatte. WS. Stammheim, 26. Febr. Der Musiker Schwing chat sich erhängt. Er war schon längere Zeit geistesgestört. WS. Altenstadt, 26. Febr. Unsere Molkerei-Genossenschaft, e. G. rn. u. H., hat im letzten Jahre mit «großem Vorteil gewirtschaftet. Der Gewinn betrug näm- >lich bei einer Verarbeitung von 1 711 869 y3 Kg. Vollmilch 16 472 Mk. 8 Pfg. Die Molkerei hat gegenwärtig 314 Mitglieder. WS. Berstadt, 26. Febr. Da die gesetzlich vorgeschriebene Mehrheit bet hiesigen Grundbesitzer, denen mehr als die Hälfte der beteiligten Fläche gehört, die Feldbereinigung beantragt haben, so wird diese demnächst hier durchgefühn werden. § Lauterbach, 26. Febr. Born Kreisamt ist ein Aus- schreiben an die Großh. Bürgermeistereien ergangen, danach Nochmals die strenge Beobachtung des § 5 II. c. der Geschäftsordnung für die Lotteriekollektion zur Pflicht gemacht wirb, nämlich daß Polizeidiener, Flurschützen, Nachtwächter, Rechner ufro. überhaupt alle öffentliche Beamte Lose zum Wiederverkauf nicht, verkaufen dürfen, andernfalls die gesetz liche Strafe eintreten wird. ** Lauterbach, 26. Febr. Der Bahnhof Lauterbach, Der seit Bestehen der Preußisch-Hessischen Betriebs-Gemein- sjchaft zur Eisenbahnbetriebs-Inspektion Gießen I gehörte, wird in nächster Zeit der König!. Betriebsinspektion Fulda I ijugeteilt, deren Leiter Bau- und Regierungsrat Dr. Henning ift. Auch die am 1. Oktober voraussichtlich zu eröffnende Strecke Lauterbach-Grebenhain wird in der Betriebsinspek- ition Fulda übernommen werden. WS. Büdingen, 26. Febr. Die Frage der Kanali- fierung, bezw. Entwässerung unserer Stadt ist ihrer Verwirklichung abermals einen Schritt nähergerückt, indem Regierungsbaumeister Schmick in Frankfurt beauftragt wurde, rin vollständiges Projekt zur Kanalisierung mit Anlage eines Klärbeckens nebst Detailplänen auszuarbeiten. Darmstadt, 26. Febr. Wie die ,N. Heff. Bolksbl." erfahren, werden der Großherzog und die Großherzogin Don Hessen mit ihrer Tochter nächsten Sonntag aus Petersburg hierher zurückkehren. Sie beabsichtigen, sich gegen Ende März nach Nizza zu begeben, um der verwittweten Herzogin Marie von Sachsen - Koburg - Gotha, die fich zurzeit au ihrer dortigen Besitzung aufhält, einen längeren Besuch ab zustatten. Darmstadt, 26. Febr. Aus St. Petersburg wird gemeldet: Der Großherzog empfing u. a. den Oberstall, meister Generalleutnant v. Grünewald, den Admira Arsenieff und den Prinzen Hermann zu Stolberg Werningerode, Sekretär bei der deutschen Botschaft, in Audienz. Der Großherzog und die Großherzogin nebst Prinzessin Elisabeth gedenken am 28. d. Mts. von St. Petersburg abzureisen und am Sonntag, 3. März, hier wieder einzutreffen. fc. Offenbach, 26. Febr. Eine unheilbare Krankheit hat den 59 Jahre alten Dütenmacher Georg Koch von hier zum Selbstmord getrieben. Er hat sich heute nacht erhängt. fc. Erbach, 26. Febr. Der Beigeordnete Kredel lehnte ftie Kandidatur für den hiesigen Landtagswahlkreis ab. Das Kreistags- und Gemeinderatsmitglied Lang aus Michel- ftabt wird als Kandidat empfohlen. -k- Mainz, 26. Febr. Die hiesige demokratische Partei hat sich dem Ausruf und der Petition des Wahl- »ereins der freisinnigen Volkspartei und des Vereins Waldek in Königsberg gegen die Brotverteuer- »n g vollständig angeschlossen, und fordert die Bewohner Sier Stadl Mainz in einem öffentlichen Aufruf auf, durch zahlreiche Unterschriften gegen die projektierte Verteuerung Des Brotes energisch Verwahrung einzulegen. — Eine allgemeine Revision der hessischen Bauordnung wird von einer Hängst hier stattgehabten Delegiertenversammlung des hessi- Mchen Städtetags beschlossen und demnächst soll in Darm- Wadt eine Versammlung stattfinden, der die Revisions- «nträge zur Prüfung unterbreitet werden sollen. fc. Mainz, 26. Febr. Eine Vorversammlung der Delegierten des hessischen StädtetageS beschloß, eine Revision Ser Allgemeinen hessischen Bauordnung zu beantragen. Mainz, 26. Febr. Auf einer hier abgehaltenen Vor- oerfammlnng von Delegierten des hessischen Städte, tage« wurde beschlossen, eine Revision der allgemeinen hessischen Bauordnung vorzuschlagen ES soll zunächst dne Versammlung in Darmstadt stattfinden, iu der die dem Städtetag vorzulegenden AdänderungS. Vorschläge beraten werden. Auch daS Mainzer Baustatut soll in verschiedenen Punkten eine Abänderung erfahren. — Die Buren-Ber ammlung in bet „Stadthalle- hatte auch in materieller Beziehung ein glänzendes Ergebnis. Für den Burenfonds gingen 1500 Mk ein. Frankfurt a. M., 26. Febr. Ein aufregender Bor- all versetzte heute die Bewohner der östlichen Vorstadt in Schrecken. Der etwa 40 Jahre alte Fahrbursche Joses Gab hatte versucht, seine Frau im Bette lurch Schnitte mit >em Rasiermesser und durch Schläge mit einem Bier Hammer zu töten und hatte sich bann selbst bte Gurgel »urchschnitten. Die beiden Kinder, die bei der Mutter im Bette lagen und alles mit ansahen, schrieen verzweifelt um Hilfe, bis Straßenpassanten eindrangen und beide Ehe leute in ihrem Blute schwimmend vorfanden. Die Frau hat anscheinend nur wenig beträchtliche Verletzungen erlitten, sic war nur durch die Schläge betäubt. Der Mann ist schwer verletzt, war aber noch bei Besinnung, als er ins Spital geschafft wurde. Eifersucht soll der Beweggrund zu der That sein. Cronberg, 26. Febr. Der Kaiser hat bei seiner heutigen Fahrt von Homburg nach FriedrichShof einem alten Straßenarbeiter, den er während seines Aufenthaltes täglich gesehen hat, eine unverhoffte Freude bereitet. Er schenkte ihm 50 Mk. in neuen Gold- und Silbermünzen. •* Kleine Mitteilungen au» Hefieu und den Nachbarstaaten. In Eberstadt (Starkenburg) geriet ein zweijähigeS Bübchen an ein Glas mit Flüssigkeit und nahm in der Annahme, es sei Zuckerwasser, den ganzen Inhalt, der leider aus Chloro form öl bestand, zu sich. Sofortiges Eingreifen des Arztes hatte den glücklichen Erfolg, daß Aussicht vorhanden ist, bad Leben des Kleinen zu erhalten. — In Hanau würbe in einer öffentlichen Versammlung eine Resolution gegen die Lebensmittelverteuerung und für Handelsverträge einstimmig angenommen. In der Versammlung wurde speziell von einem Redner auf die Schädigung hingewiesen, welche die Hanauer Gold- und Silberwaren-Jndustrie beim Scheitern der Handels Verträge zu erwart n bat._____________________________________ Universitäts-Nachrichten. — Die Jenaer Universitätsprofefsoren haben in einer Denkschrift an die Erhalterstaaten der Hochschule die Aufhebung der Steuer- freiheit gefordert. Diese Denkschrift behandelt die Notwendigkeit der Reform der Profefforengehälter, die in Jena bekanntlich sehr bescheiden sind und dringend der Aufbesserung bedürfen. Im Zulammenhang mit der Besoldungsreform wurde auch die Beseitigung der Steuerfreiheit gefordert. Die Steuerfreiheit wird von den Professoren seit langer Zeit als lästiges Privileg empfunden, und schon vor einer Reihe von Jahren hat sich der Senat der Universität wiederholt in Eingaben an die beteiligten Regierungen für die Aufhebung ausgesprochen. In letzter Zeit hat sich auch die Aus- sicht eröffnet, daß die Aufhebung bald erfolgen wird, da Verhandlungen, die die Stadt Jena führt, em befriedigendes Ergebnis erwarten laffen. — In Halle ist der UniversitätSprofeffor Albert Wuest, Dozent für landwirtschaftliche Maschinenkunde, gestorben. — Die Privatdozenten Dr. Hampe in Bonn und Dr. Spahn in Berlin sind zu a.-o. Pro fefforen in der philosophischen Fakultät der Universität zu Bonn ernannt worden. Beide verrreten das Fach der geschichtlichen Hilfswtffenschaft bezw. der Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit. — An der Universität Göttingen hat sich Dr. H. Titze als Privatdozent für römisches und deutsches bürgerliches Recht habilitiert. — Die diesjährige allgemeine Versammlung der „Deutschen Meteorologischen Gesellschaft" wird auf Beschluß des Gesamtvorstandes am 1., 2. und 3. April in Stuttgart abgehalten werden. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. — Max Dreyers Schauspiel „Der Sieger" hatte bei seiner Erstaufführung in Berlin nach den ersten drei Akten lebhaften Erfolg. Der Schluß ließ kalt. Die humoristischen Episoden sind wertvoller als der eigentliche Konflikt. Die Ehe eines Künstlerpaares fällt auseinander, weil sie die sieghafte und ehrlichere Natur von beiden ist. Dem Charakterdarsteller der Vereinigten Theater in Frankfurt am Main Karl Hermann ist in Anerkennung seiner Verdienste als dramatischer Lehrer (am Hochschen Konservatorium) vom Kaiser der Professorentitel verliehen worden. Dies dürfte wohl der einzige Fall sein, daß in Preußen ein aktiver Schauspieler diese Ausz°ichnuna erhält Gerichtssaal. Sch. Darmstadt, 26. Febr. Die Strafkammer I verbandelte beute gegen den schon vielmals, darunter neunmal wegen Betrugs, bestraften 59jährtgen Dietrich Fischer auS Elpenrod, einen trotz feines Alters unverbrfferlichen Landstreicher, der die Abwechslung liebt, obwohl seine Frau und Familie in Gießen ansässig ist. — Er kam im Januar d. I. zu einem Wirt an der Johanneskirche, gab an, daß er pensionierter Förster sei, Verwandte besuche rc., und machte in ca. 14 Tagen eine Zeche von 27 Mk. Sein Eindruck bei den Wirts- leuten war sehr gut, doch als e8 schließlich ans Bezahlen ging, war er verschwunden. Originell waren die Angaben über den Grund seines langen Aufenthaltes in dem Gasthaus, indem er unter der Heiterkeil der Richter und Zuschauer erklärte, daß an dem Tage, als er hinkam, ein Schwein, so groß wie ein großer Esel, geLlachtct worden sei. Man habe ihn gut behandelt, sodaß eS ihm sehr gefallen habe. Einen Verstcherungstnspeklor, besten Namen er vorher erforscht hatte, suchte er durch allerlei Schwindeleien auf frühere Bekanntschaft zu imponieren, allerdings vergeblich, und bei einer Witwe bezog er sich auf seine angebliche Bekanntschaft feit der Einquartierung im Jahre 1870. Hier s«ßte ihn aber die auf seine Spur geleitete Schutzmannschaft. Der Gerichtshof ging über ben Antrag des Vertreters der Staatsanwalt schäft, der 2 Jahre beanttagt hatte hinaus und d er urteilte ihn zu 3 Jahren Zuchthaus. Könitz, 26. Febr. Wegen Beleidigung des Schlächtermeisters Adolf Levy zu Könitz hatte sich am Samstag Frau Martha Roß, die im Maßlof- Prozeß wegen wissentlichen Meineids in zwei Fällen zu 2 einhalb Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Frau Roß hatte am 21. Mai v. I. zu mehreren Personen, als Adol Levy an ihnen vorüberging, gesagt: „Da geht der Mörder". Tie Angeklagte bestritt nicht,'die Aeußerung gethan zu haben, behauptete aber in der Verhandlung, Adolf Levy hätte sich ihr gegenüber selbst bezichtigt. Frau Roß wurde zu 20 Mark Geldbuße oder vier Tagen Haft verurteilt. Frau Roß, die sich durch die ihr von den Levyschen Eheleuten augefügte Bezeichnung „Lügnerin" beleidigt fühlte, und die Widerklage erhoben hatte, wurde mit dieser kostenvflichtig abgewiesen. Arbeiterbewegung. fc. Frankfurt Sherer und inter«ssanter B-uautzsührungen je ein Cxerpar unentgeltlich zu überweisen. DaS Rektoiat der Technischen Hochschule war ooistelli- geworden, weil ihm in den letzten Jahren nur wenige Zeichnung« auS b'tn Gebiet deS Esten''abnwefen« zugeaangen warm. Handel und Uerbehr. Volkswirtschaft. fo. Frankfurt a. M, 26. Febr. Der Aufsichttrat der Frankfurter Bank beschloß, der Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 9'/» Proz. wie im Vorjahre vorzuschlagen. — Die Frank« urter Hypothekenbank verteilt eine Dividende von 9 Proz. gegen 8'/, Proz. im Vorjahre. — Die Adler-Fahrradwerke (vorm. Hemrich Kleyer) dahier verzeichnen für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 411602 Mk. gegen 709843 Mk. im Vorjahre. DerAusstchtS- rat schlägt der am 20. März stattfindenden Generalversammlung eine Dividende von 10 Proz. (gegen 16 Proz. im Vorjahre) vor. Der Reichsbaukdiokont wurde von 5 auf 4« r Prozent ermäßigt. — Berlin, 26. Febr. Die heutige Subskriptton auf die unverloS- baren 4prozentigen Zentralpfandbriefe vom Jahre 1901 der „Preuß. Bodenkredit Aktiengesellschaft" hat einen großen Erfolg gehabt. Die aufgelegten 15 Millionen Mark sind erheblich überzeichnet worden. Essen a. d. R., 26. Febr. Der Landrat des Kreises Esten, Roetger, wird demnächst den Staatsdienst verlosten, um im Laufe des Sommers in das Direktorium der Firma Krupp einzutreten. Sicherem Vernehmen nach ist der Eintritt Roetgers darauf zurückzuführen, daß der Geh Finanzrat Jenke den Wunsch zu erkennen gegeben hat, in absehbarer Zeit von der anstrengenden Thättgkeit in der Firma ganz zurückzutreten. Leipzig, 26. Febr. Der Aufsichtsrat der „Allgem. Deutschen Kreditanstalt" beschloß auf Antrag der Ditektton, der auf dm 20. März einzuberufenden Generalversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr die Verteilung einer Dividende von 9 Proz. vorzuschlagen. Die au8 der Verbindung mit der Leipziger Wollkämmerei notwendig gewordene Zuweisung ä Fonds perdu und sonst noch ei forderliche Rückstellung ist dem für außerordentliche Verluste bestimmten, schon seit Jahren geführten Del- crebete Conto entnommen worden, welchem aus dem Jahreserträgms für 1900 900000 Mk. erneut zugeschrieben wurden. München, 26. Febr. Die Bayerische Notenbank setzte ben Wechselbiskont auf 41/» Proz., ben Lombarbzinssuß auf 5'/, Proz. fest. Märkte. fc. Srnnkfnrt a. M., 26 Febr. (Heu- unb Strohm-rrt.) Ängef.hren: 16 Wagen mit Heu, 4 mit St.oh. Heu Mk. 4.50 bl8 UM. 4 80, Stroh' (Roggenstroh) Mk. 2 80 bis Mk> 3.20. Alles per 50 Kilo.___________________________ Verträgt Aaöy immer die Mitch? Ein Wort an Mütter und Wöchnerinnen. Zuweilen vertragen Säuglinge unb Kinder die Milch nicht, weil sie im Magen zu schnell gerinnt. Mondamin dagegen besitzt den kostbaren Vorzug dies zu verhindern. Man koche nur einige Minuten eine Obertasse Milch mit einem Theelöffel Mondamin gut durch. In größeren Mengen ist Mondamin mit Milch gekocht eine gesunde, leicht verdauliche Speise für die Kleinen, allerdings erst nach dem Zahnen. «14 ZSrown & H'olsons IWU okdahin _________ist zu haben in Paketen ä 60, 30 und 15 Pfg.__________ — Seit einiger Zett wird eine sinnige Neuheit «uf d m Gebtrte deS Schmuckes, btffen Ursprung eine amerikanische Erfindung ist, überall in Deutschland in ben Handel gebracht. Es sind dies Miniatur- Sem i-Emaillebilder, die nach jeder beliebigen Photographie tm zartesten Kolorit hergestellt werden, und durch ihre Raffung als Brachen, Medaillon», Armbänder, Nadeln rc. besonderen Reiz haben. Dieser Schmuck, der sich als Geschenk und Andenkm, da er in allen Preislagen xu haben ist, vorzugsweise eignet, ist im Schaufenster der Finna Aua. S^wab P>ckstraß' 4, a»«aest-llt. Neueste Meldungen. 8. Darmstadt, 27. Febr. (Org.-Tel. des ^Gieß. Anz.") Die Zweite Kammer der Stände wurde heute morgen IOV4 Uhr durch den Präsidenten Haas eröffnet. ES trat alsdann das Haus nach der Vereidignvg des neuen Kammer. mitgliedeS, Oberbürgermeister Morneweg, und nach der Hebet» Weisung einiger Gegenstände an die Ausschüsse, in die Beratung der Regierungsvorlage betreffs des Gesetzes über die Gemeinde-Usrnlagen ein. Die Debatte dauert noch fort. Berlin, 27. Febr., 1 Uhr 20 Min. (Tel.-Meld, de» „Gieß. Anz."- Der Kaiser traf heute morgen 7 Uhr 20 Min. hier ein. Shanghai, 27. Febr., 1 Uhr 25 Min. (Tel.-Meld. b. „Gieß. Anz.") Wie aus Peking gemeldet wird, hat Graf Waldersee die Einstellung aller Strafexpeditionen angeordnet. ______ Berlin, 27. Febr. Tas Kriegsgericht des 15. Armee- korps wandelte die 12jährige Zuchthausstrafe des Oberleutnants Rueger in eine 4jährige Festungshaft um. Tie Ausstoßung Ruegers aus dem Heere wurde zurückgenommen. Fran kfürt a. M., 27. Febr. Gestern abend wurde im hiesigen Hauptbahnhof beim Aufspringen auf den im Fahren begriffenen Hamburger Zug ein Weißbinder auS Oberursel tätlich verletzt. Beide Beine wurden ihm vom Oberschenkel abgefahren. Nach Einlieferung ins städtische Krankenhaus ist der Bedauernswerte gestorben. Bremen, 27. Febr. Ter Möbelhändler Schwartz aus Witten erschoßseineBraut und dann s i ch s e l b st. Elberfeld, 27. Febr. Auf einem Teiche brachen gestern nachmittag vier Knaben ein. Zwei ertranken. Karlsruhe, 27. Febr. Wie das „Bad.'Nachr. Bureau" aus bester Quelle erfährt, soll die Bahnsteigsperre demnächst auf den Hauptstrecken der großen b a- dischen Staatseisenbahnen zur Einführung gelangen. — Heute nachmittag hat sich der verheiratete Lokomotivführer Wendelin Wester mann von hier am Bahnübergang bei Gottesau vom Zug 64 vermutlich in selbstmörderischer Absicht über fahren lasten. srr. 5 4 ®/o Preu«. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 8i/t o/fi do. Telephoeischer Kursbericht. e Wetter 8’/0 do Z tkro. Himmel Tendenz schwächer. C »s empfiehlt seine schon eingerichteten Lokalitäten. Prima Küche Gute Getränke 4» Lollar, den 26. Februar 1901. 0672 langjähriger Küchenchef. 1642 Gießen, den 27. Februar 1901. 1636 WM bei ; Stephan. 1628 treten. Ed. «linkel. einbart haben. 1631 H // MW Kugel Inh. Hevr. Aerdur. 30,- 80,- n /r anteil, per 1. Juli. Die an den Gefl. Offerten unter A Z 0656 an die Erv'dition dieses BlatteS verantwortlich für den allgemeinen teil: P. ölttto; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Druck und Verlag der vrühl'fcheu Univerfität-^uch. und Eteindruckerei (Pietsch Erben) in Gieße». MDtzWW StrllcHkriuljr WWWWtz ikrmictniiru'ii HkKilWtHWW zum Würzen itiictiuludjc ff n 4% 4=/0 8«/, °/, 8. 8. 39.50 M. 89 59 „ 38 60 w 98 00 , 90.00 . . 211.60 . 195 6' . 134 4 . 151 1< . 152 70 . 143 7« . 169 00 . 204 50 . 18&.00 . 170.00 83MM. 88 00 . 00 00 , 75 80 , 75 80 , 2 1 4 210, 64, 8. 15-18 unk b. 1900 8. 19-20, unk b. 1906 8. 18, 14 8. 11, 22, enk b 1906 do. do. do. «leine, ruhige Kamitie sucht eine Wohnung von 5—6 Zimmern, möglichst mit Veranda oder Garten- I Zwei Zimmer mit Kammer für Anfang März auf mehrere Wochen in der Nähe der Frauenklinik gesucht. Offerten unter Nr. 0669 an die Expedition dieses Blattes erbeten. 6,2o c. — 0,9° C. fciKfrtti' $i Betr..' «acht' frtifl Kriek ichlge deff vothavdrn RächSvirhf, JnstMon fotrte avgi von Rindv h«v, solvn Verbote». Die 8i foult btt b äeiSvetemch Orisychti Diese1 hin Tier d lklaueufeuch liSschem zr bedingen, d vüveportie Tchlveinen Mb i»at: !■ not 7. »ad behi M uw t)Qi Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelndes. Oeeterr. Staatsbahn Gotthard bahn Laurahütte . . . Bochum .... Hirpener . . .. Arbeitsvergrbung Dienstag den S. März, nachmittags 1 Uhr, sollen in der Gemeinde Rödgen nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in den Accord gegeben werden: 5* j I yvv •• UH UCIl schwane Zuchlschafe werden bevorzugt. mtt Lämmern verkauft 06621 " — - Pttet guter, Hammftrake 5. Mobiliar- Versteigerung in dem Kann'fchen Hause, Frankfurterstraße 31. Montag den 8. und DieuStag den 4. März, von nachmittags 2 Uhr an, sollen die zu dem Nachlaß des Joh. Balth. Kann gehörigen Geienstände, als: Sophas, Schränke, Weißzeug, ein schöner Schreibsekrelär, Tafelklaoier rc. meistbietend versteigert werden. Mit Weißzeug und Küchengeräten wird der Anfang ge- macht. 1644 I. A.: Schneider. Todes-Anzeige. Heute wurde uns nach kurzem Krankenlager unser lieber Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, insbesondere für den hilfreichen Beistand während der langen Krankheit unserer lieben Mutter, sowie für die zahlreichen Kcanz- und Blumenfpenden sagen herzlichsten Dank Wilhelm Berge». Anna Berge». Höchste Temperatur am 25.-26. Febr. Niedrigste „ , v , Börsennachrichten. Berlin, 26. Februar. Mlansardenwohnuna per 1. März zu vermieten. Bruchstr. 12. Diners ä part in und äusser dem Hause. Kleiner Saal zur Abhaltung von Hochzeiten und Festlichkeiten. Geneigten Zuspruch erbittet Arthur Stegmann, Gießen, bett 26. Febr. 1901 Senhfelder, 1626 Kreisstraßenmeister. Bekanntmachung. In das hiesige Gltterrrchts registec wurde eingetragen, daß Karl Lump aus Sandlofs und Marie Albach aus Burkhards ■ reiben durch Vertrag vom 20. Februar 1901 für ihre demvächstig» Ehe Errungen« fchaftsgemeinfchaft gemäß §§ 1519 u. ff. des B. G. B. ver- 1 «37] Hin ordentliches Dienstmädchen für sofort gesucht. Frau Serm. «atz, MäuSburg 6. Hausfrauen! verwendet die als vorzüglich bekannten und wohlschmeckenden Lüttich, 27. Febr. Ein gewisser van Michelen feuerte gestern in der Straße Pontarroy wegen Eifersüchteleien cmf einen Mann einen Revolverschuß ab und verwundete ihn schwer. Ein zweiter Schuß traf die gerade vorübergehende Frau des deutschen Konsuls Lambert-Neumann, welche eine schwere Verletzung im Unterleib erhielt. Ihr Zustand ist schwer. Der Mörder wurde verhaftet. Fritz int Alter von 9 Monaten durch den Tod entriffen. H. Steinecke und Frau, Charlotte, geb. am Ende. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. 1592 Heute und morgen: Kuhfleisch 48 psg. Zchweineflkisch 50 Pfg. Holz-Versteigerung. Montag ben 4. März 1901 soll im Stauf,nberger Gemeindevald, Distrikt Maistrauch, nachverzeichneter Holz ver« ftetge.t werden: 25 Nadel-Stämme, 2692 Nadel-Derbstangen, bis 18 Meter lang, 221 Nadel Reisslängen. DieuStag ben 5. März in den Distrikten Mühlwald, Birken und Echwalbengraben: 126 Eichen Stämme mit 77,40 fm, bis 52 cm Durchm., darum r 82 Stämme Schnittholz, 99 Nadel-Stämme mit 57,32 fm, bis 44 cm Durchm., darunter 24 Stämme Schnittholz, 5 BukenStämme mit 1,31 fm, 66 Nadel Derbstangen. Donnerstag den 7. März in denselben Distrikten: 27 rm Buchen-Scheit, 198 rm E chen-Scheit (darunter 28 rm Küferholz), 12 rm Nadel-Rurdscheit, 100 rm Buchen-, Birken- Elchen und Nadel-Knüppel, 5100 Buchen-, E.chen- und Nadel- Wellen, 141 rm Buchen , Eichen- und Nadel-Stöcke. Anfa- g der Versteigerung am 4. März vormittags 10 Uhr im Distrikt Maistrauch, am 5 und 7. März jedesmal vor- mütags 9 Uhr im Distrikt Mühlwald, bei der Haltestelle Friede hausen. Staufenberg, ben 26. Februar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Meteorologische Veobachtunge« der Station Gieße». 8‘/»% Konsole 8 o/c do 8Va % Hessen 5 % Italien. Rente 4% Griech Monop 8 o/o Portugiesen 8 o/c Mexikaner - 4Vi % Chinesen . KiiWrDcnm Gießen. Samstag, 2. Marz, im AereirrstoKat: Möbl Süden ? 1,1 SptH g"" Mai ™n«. al« e» Mb« * , „ S-btTin & “««( K'tiJ Ä Ä PH •ine "•« fad« H>t itiii a9J*«i6 4g F$t. gewässerter Stockfisch vom 28. Februar an während der ganzen Fastenzeit lieferbar, bei C. Ge Kieinhenn, DeliKatcheu-, Zisch- ll. Gestügtl'hdlg . . 88 55 . . 98 15 . . 85 20 . . 94 00 . . 96.20 AnL 44.90 . . 25 40 . . 26.10 . . 8255 en flros KSKI e“d6taU Kohlenhandlung ArarrKfurterstraße 151 Arankfurterstraße 151 empfehlen R»hr-Avihralit-,N»ß-, Stück- »ob vtelittle Kohle» sowie diverse Sorten Gascoaks, Braunkohlen und zerkleinertes Holz zu den billigsten Tagespreisen. 1643 8dt.: «bi Hen folgtet D 1. 6i Nachaochl Utitrin 2. § in Saale «brr»Sie Dietz |ud)t, dir 9 Sortriflt c Sietz vn T 06501 Em ordentl. Mädchen, das alle Hausarbeit versteht und womöglich etwas kochen kann, sucht zum 1. 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