'Wil Rl Itz für ***** Sfisse eon Mer ennig! ^SACCMRINI ÄüÄS Vi auch erteilt tinath t in Rechts- gnt$ w ic. k Ed. Botii ^am 2, am Hrfui, itTööeTeÄibKT t hie ben StbuletiVto: - Ausnahme in ii- reJin bn^pebiiiti :,’2l Markt M Itim M' - Hm V<\ titx Kxc.v fc\\Mh,^i»mürdT:< i Aa Der eine «i-l-nii U^'sucht crhüll Im-? e iluStoabl ton 6'jO itüt en Paitirn a 8il‘. 6n>. rflör. ,2ttfotm‘3itlh! 15634, ik auf Vgpotte', fr: 6-(ki-ffn]7ffliiidepl»°, leHse* Mr. 200 gmUicher Teil. Bürgermeister. l Jetzt war endlich auch die Zeit gekommen, wo das deutsche Volk aufwachte unh sich die Mahnungen von Friedrich List vorhielt, die Bilder von Größe, Einheit und Freiheit. Und zu den ersten Zeichen des nationalen Erwachens gehörte der Ruf nacht einer Flotte, um die Flagge und die Güter des jugendlichen Volkes der Deut- chen, seine Ehre und seinen Wohlstand auf der ganzen Erde zu schützen bis in die fernsten Meerwinkel. Nationale stonzen, die sich init ihm zu befassen haben werden, Bun- de'srat wie Reichstag, ihm eine andere Fassung geben ri> dieser und jener Einzelheit. Heute aber ist doch wohl der Eontre-Tanz noch etwas verfrüht, denn die Musik hat noch lange nicht begonnen. Bei einiger Ueberlegung wird man auch wohl erkennen, daß eine Position, deren Höhe Her „Friedenssch lu ß" mit China wird in der Form der Unterzeichnung eines Protokolls vollzogen, denn Tie erhielten auch Gelegenheit zu einer Waffenthat. Duckwitz berichtet darüber: „Im Mai 1849 waren drei Dampfer (Barbarossa, Hamburg und Lübeck i der deutschen Flotte aus der Weser ausgelaufen, um auf die dänische Korvette Balkyren, die vor der Weser kreuzte, Jagd zu machen. Der Däne flüchtete an die 3tüste von Helgoland unter englischen Schutz. Im Eifer der Verfolgung kam eines der deutschen Schisse der Helgoländer Küste so nahe, daß der englische Gouverneur glaubte, dasselbe befinde sich im britischen Hoheitsbereiche, und ließ daher feuern, worauf Admiral Bromme dem Schiffe das Signal zum Rückzug gab. Darauf ging unter dem 15. Juni 1849 von dem englischen Geschäftsträger eine Note bei dem Senat in Bremen ein, in welcher er im Auftrag des Lord Palmerston anfragte, was das für Schiffe seien, welche eine Aggression in britischem Wasser sich erlaubt hätten, und auf welche Autorität hin das geschehen sei. — Es wurde erwidert, daß es deutsche Kriegsschiffe gewesen, welche unter der Autorität der deutschen Zentralgewalt in Frank- urt handelten. — Darauf ging ein weiteres Schreiben vom 2. Juli ein, in welchem der englische Geschäftsträger im Auftrage Palmerstons bemerkte, daß er angewiesen sei, der Regierung in Bremen zu erklären, daß, wenn keine be- tehende Regierung diese Schiffe als unter ihrer Autorität handelnd anerkenne, sie als Piraten behandelt würden." Uebrigens fand man bald, daß die deutsche Flotte ein lästiger Kostgänger sei und verkaufte dieselbe im April 1852 an den Meistbietenden. Allein ungefähr zu derselben Zeit, da die Flotte der ehemaligen reoolutionären Zentralgewalt verloren ging, ist der Grund zur preußischen on Hamburg entstand ein Verein, der Sammlungen ocranstaltete fiir eine Privatflotte. Aber die freiwilligen Gaben der Einzelnen sino selbst in Zeiten der größten Aus- ceguug eine arme Fivanzquelle. Der Zustand blieb der »ll-; vorsichtig und zaghaft schlich der deutsche Handel durch »te Meere. — „Wo ist denn Euer Deutschland?" fragte mn in Brasilien und in den Vereinigten Staaten: „wir «nnLn nur eine preußische, eine hamburgische und noch flebem andere Flaggen, die sich alle für deutsch ausgeben: Politik Frankreichs. Wie dw ,','Äo'rdd?" 'Aftg?'Ztg/^hört^ ttnrb der Reichskanzler Gras Bülow der Begegnung des Kaisers mit dem Zaren b e i w o h n e n , was nach der „Nordd Allg. Ztg." zugehenden Nacl)richten den Wünschen auch des Kayers von Rußland entspricht. Doch sei nicht vergessen, das; französische Blätter eine demnächstige Reise des rnssi- fchen Ministers des Auswärtigen, Grafen Lamsdorff, nach Paris ankündigen. Schließlich ist noch bemerkenswert, daß £-cI, Q.nr_aud) noch mit König Eduard im dänischen Schlosse Fredensborg zusammentrefsen wird. nur die Boxerunruhen unterdrückt. Vor den Thatsachcn hat die e Fiktion natürlich keinen Bestand, aber die Diplomaten wollen es einmal so. Die vier ersten Artikel des Schluß- protokolls behandeln Vergeltungs- und Sühnemaßregeln, von China zugcstanden worden sind. Artikel 5 enthalt das Verbot der Einfuhr von Waffen und Munition aus die Dauer von zwei Jahren mit eventueller Verlänger- feuere Fristen von je zwei Jahren. In Artikel 6 verpflichtet sich China zur Bezahlung einer Entschädigung von 4.»0 Mill. Taels zum Kurse von 3 Schilling und zum h !r5 uu -?0!1 4 ^roz„ zahlbar in halbjährlichen Raten inner» hulb 39 Zähren nach Maßgabe des aufgestellten Tilgungs- Planes: ferner werden die Zollerhöhungen und sonstigen wir kennen aber weder eine deutsche Flagge noch einen Konsul, der sie vertritt, n.'ch ein Kriegsschiff, das sie verteidigt, und wenn die sogenannten deutschen Schiffe löschen, !?. ,trn9en ihre Waren fast allesamt englische oder französische Aufschriften." An seinen Freund in Bremen schrieb der Konsul eines Lüftchen Küstenstaates in einer Hafenstadt an der Westküste Amerikas im Jahre 1845: „Wir Deutsche im Aus- land müssen uns in streitigen Fällen durch England, Frankreich oder die Bereinigten Staaten beschützen lassen, weil unsere Fürsten uns nicht helfen. Man gießt uns freilich Gesandte, aber die armen Leute stehen wie die vergoldeten Eierschalen auf ihren Posten, da sie keine Stützen haben und ihre gerechten Forderungen nicht mit Gewalt bekräftigen tonnen. Es fehlt ihnen an Waffen, mit denen man, wie das England und Frankreich thun, uns Kaufleute unter- tutzen sollte. Daß wir Deutsche unter solchen Umständen uns noch immer ohne Händel diirchschlagen, ist bewundernswert' aber die sich täglich mehrende Ueberzeugung, daß wir von unserem Vaterland keinen Schutz erwarten dürfen macht uns auch immer gleichgiltiger gegen dasselbe, und man sagt mit Recht, daß es im Ausland keine schlechteren Va- trioten gebe als die Deutschen." — ’ +' Tie vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts aber, in denen dieser Klagebrief geschrieben ist, sind zugleich die- jenigen, in denen das Phantasiegebilde von einer Deutschen Flotte einige Gestalt gewann. In dieser Zeit hat der Franzose Richelot, der große Nationalökonom in Paris, geschrieben: „Die Vorstellung von einer deutschen Flagge und einer deutschen Flotte, anfangs seltsam und parador erscheinend, ist in Deutschland doch rasch ernst genommen : worden und hat ungemeine Popularität gewonnen " ' dielst sich auf die Schleifung der Forts von Taku und Erscheint täglich mit Aasnahme des Montags. r'ie Gießener Zamilien- lötter werden dem Mn« |Meer im Wechsel mit „Hess. W«ndwirt" und „Blätter Mr Hess. Volkskunde" vier« Mal wöchentlich beigelegl. U»n«hme von Anzeigen nachmittag« für den ende» Tag erscheinenden Mvrr bi« vorm. 10 Uhr. defteltungen spätesten« adend» vorher. Medaktion, Expedition und wradmv. Zchukstratze 7. Ans den Kindheitsjahren des deutschen Flottengedankens. Güte Erinnerung an die Vorstandssitzung des Deutschen Flotten-Verems zu Frankfurt a. M. am 21. April 1901 Ao" Generalmajor z. D, Dr. Albert von Pfister,' Stuttgart. Schluß. Hoffnungen hatte mau noch auf Preußen gesetzt; aber stich hier kam man über ein beschauliches Wohlwollen nicht hinaus. W. v. Humboldt spracht die Besorgnis aus, da auch die Unterhandlungen, die von den Hanseaten neuer dmgs wieder mit England angeknüpft waren, kein bedeutendes Resultat liefern werden, da England zu sehr dabei interessiert sei, das;,die Küste der Berberei keinem europäischen Staat in die Hande falle; die anderen großen Mächte Jenen zu wenig Interesse au der Sache, als daß man des- jalb mit England einen Speer brechen sollte. Schüchtern DOn ^^.§üsrüstung einiger Fregatten für Mittelmeer; wirklich zu stände kam nichts. Noch ein- Mt erhob sich ein ewännliche Stimme im Bundestag- Sn Gesandte für Hannover sprach: es sei einmal Ton, auf Sic Engländer zu schelten, während diejenigen, die See- Haiidel treiben wollen, doch besser thäten, dem Beispiel der Engländer zu folgen, sich anzustrengen, Kriegsschiffe aus- Musten und ihren Flaggen Achtung zu verschaffen. — 3u küchem Aufschwung aber zeigten sich der Bund, Oester- »tch, Preußen und die Hansa selbst durchaus unfähig Die Aufstellung einer deutschen Bundesflotte dürften wir wohl schwerlich erleben", dahiil ging endlich die Meinung der tz-n-.seaten. "2b Scksaffung einer Flotte identifizierte das deutsche Volk. So drang das tieftönende Rufen der See ™ yie Paulskirche in Frankfurt. Man kaufte kriegstüchtige schiffe und stattete sie mit deutscher Rüstung und deutschen Seeleuten aus. Der Senator D u ck w i tz aus Brenien wurde .N ar ine Minister und Wilh. Jordan Unterstaatssekretär de^ Manneamts; der Kapitän Karl Rud. Bromme sah sich, zum Admiral ernannt. Auf der unteren Weser lagen Die Schiffe: 4 Dampsfregatten, 5 Korvetten und einige kleinere Schiffe. [te^en; mit Maßlosigkeittii aber wird nichts erreicht, son-l des aroüen Krrnnhoa 6 3 . dem nur Verwirrung angeltet Kortäufig möchfeu wir' unb friTÄAÄ L ____ , noch gern an das Wort des Grafen Bülow, das er am 5. März am längsten von ' bas es verstanden hat, Reichstag sprach, glauben, er werde Vorschlägen, die am Ruder zu bleiben ’PIct?cn dritten Republik fär < 3, wie es heißt „ . ‘jjerfammlung, sowie gut ausgestattete Werkstätten einen solchen ermittelt. Das Revisionsgesuck) stützt sich nuterftützt. u. a., wie aus Gumbinnen gemeldet wird, auf den 8 68 Das Schulgeld beträgt 15 Mk. im Halbjahr. ?er '^^arstrafgesetzordnung, wonach^ die Lffiziersmitglie- Unbemittelten Schülern kann die Entrichtung beS^ul. ^m Gerichtsherrn alljährlich! gelbes nachgelassen, aud) kann im Großherzogtum Ansässigen >ind Es soll^dies 'bei'^etti^m öu bestellen Lum ucl unrerzeieyinung eines Protokolls vollzogen, denn der Schule durch einen Unterstützungsbeitrag "er-! ^war bei ^m, Lch F^m^LstekÄ'^e' L keinen Krieg mit^China gejü^, sondern SciterÄnt)7rClb«nftCn(tnnb Pnb Qn ben unterzeichneten ^usterbu^rger Blatte'^sott ^dne ^mmiffuiu ‘Le/1 TiDifionZ Schulprogramm kostenlos. I geladen sein. Authentisches hat man darüber noch nicht Erbach i. O., im August 1901. j erfahren.___ Der Borsitzende des Aufsichtsrats: Stegmüller, Der Diriaent der Anstalt -! . ^ur Klebung der stillen politischen Zeit hat sehr bev 4)er Dirigent der Anstalt, getragen die plötzliche Nachricht von einem neuen Farni- m ctÄ!-e , Ilienbefii che des Tiaren b e i der französischen Großh. Hauptlehrcr. IRepublik. Gleichwie 1896 bringt Nieolaj II. auch dies- -- I nmL?npbpr seine Gemahlin mit nach dem „schönen Frank- n-vt i r । I heißt sogar, auch alle vier Töchterchen nebst yminjme Womensmau. der Familienmilchkuh sollten kommen, was das familiäre I Quellen aüiaHäbtt "dw un^-,l|tli.9en fiamöf” parteipolitischen Presse wird der LoubH wirddem^Za^en^ > .^enen sollen. Artikel 7 handelt^vom Schutze xampr um den Zolltaris fortgeführt. Auf der iPlttPM I ATlifeltMA ttt Xrtt» 4 J«ri r J. I ... ' Arte ist unausgesetzt die Rede von den Aushungere^.l uc» । unu uuuui vun oen israiioenten he ^oircs, auf der anderen werden die Forderungen immer I und den Ministern bealeitet sein 91m 17 . gesteigert. Ob nicht vielleicht eine vorzeitige Müdig-! der Zar in Dünkirchen erwartet um bann ^pi-npr c5,r |n’r7' 1 c vvi- yvity von ^aru uno MMWKW lener Zollforderung selber im Lichte steht. Ruhige Erör- die Geftihle für dasfranzösisme^ Swat'banm^a^ h Ä Ruhestörungen als verantwortlich erklärt. Arterungen aber sind gewiß ganz am Platze, und für sie ihm un^er)c^ie6t bann5 roü?be er h-1 bie. Säuberungen, die China in Bezug 181 ~s"St8«n9. Di-»s.-g ar. August 1901 GießenerAnzeigerS General-Anzeiger v $SM"Sä i « v JeilenprciS. lokal 12 Minis, und Anzelgeblatt iir den Kreis Sietzen «i Bestimmungen, über die Umänderung des Tsungli-Vamens in ein eigentliches Departement der auswärtigen Angelegenheiten, das den Vorrang vor den übrigen Ministerien erhalten soll, f oroie die Vorschriften über das Zeremoniell beim Empfange von auswärtigen Diplomaten am chinesischen Hofe. Schließlich werden die Bestimmungen über die Räumung Pekings und einiger anderer Crte aufgestellt unter Offenhaltung der bezüglichen Taten. Jetzt müssen die Herren Chinesen noch unterzeichnen, damit das Protokoll endgiltig Kraft erhalte. Wann das geschieht, ist freilich noch unsicher, Li-Hung-Tschang ist nämlich zur rechten Zeit wieder einmal krank geworden. Im Kaplande, wo gegenwärtig den Engländern von den Bure n am unangenehmsten zugesetzt wird, hat General French die Ausgabe, das „Säuberungswerk" durchzuführen. Einem seiner Unterbefehlshaber soll es gelungen sein, Kruitzinger mit einer kleinen Truppe aus dem Kaplande hinaus über den Oranjefluß zu drängen. Dafür hatten die Engländer an einer anderen Stelle Pech bei der Stadt Bethesda, wo der Burenführer Theron eine Truppe berittener englischer Schützen gefangen nahm: die. Gefangenen wurden von diesen „Baiiditen" aber wieder lausen gelassen, selbstverständlich nachdem man ihnen das Nötige abgenommen hatt': die Buren sind leider nicht mehr im Besitze irgend welchen Ortes, wohin sie ihre Gefangenen verschicken könnten, anderseits macheil sie es auch nicht, wie gewisse englische Rowdytruppen, die keinen Pardon mehr geben. Ferner haben die Buren eines der vielen Blockhäuser eingenommen, die jetzt durch die Frei- staateii hindurch angelegt werden, um dem Kleinkrieg entgegen zu treten. Die Engländer trösten sich dafür an der Gefangennahme kleiner Trupps, worunter sich der Kommandant Erasmus befand; auch soll die Proklamation Kit- cheners den Erfolg haben, daß täglich Buren sich ergäben und Anfragen kämen, welche Bedingungen man ihnen stelle. Sollten wirklich so viele Bureniührer vorhanden sein? Tenn diesen allein ist doch die Verbannung angedroht worden. Oder sollten so viele Buren sich einbilden, noch eine nennenswerte Habe zu besitzen, für deren Konfiskation wegen des Unterhalts ihrer Familien sie fürchten müßten? Louis Botha hat einige tausend Mann an der Basutogrenze zusammengezogen, um wieder in größerem Stile zu operieren. Im Swaziland hat eine fliegende englische Kolonne die Erfahrung machen müssen, dän die Swazis sich deren Einfall entschieden verbitten; mit Hilfe der Buren wurden die Herren Engländer verjagt, wobei sie eine Anzahl Leute, Proviant und ein Geschütz verloren. Und eine am 24. vom englischen Kriegsamte veröffentlichte Verlustliste läßt ersehen, daß am 20. August ein ziemlich heißer Kamps zwischen den britischen Truppen und den Buren bei Un iondale zwischen Port Elizabeth und Kapstadt stattfand. Der britische Verlust beträgt 4 Tote, 8 Schwerverwundete und 3 Leichtverwundete; 4 Mann werden ver- mitzt. Das 10. Husaren-Regiment war am Kampfe beteiligt und hat schwer gelitten. Aus Stadt und Land. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden arrgernefserr honoriert. Gießen, den 26. August 1901. ** DaS Großh. Regierungsblatt veröffentlicht in Nr. 54, ausgegeben am 23. August 1901, eine Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den Inhaber betreffend : Der Stadt Bingen ist in Gemäßheit des § 795 des Bürgerlichen Gesetzbuchs und des Artikels 67 des Hessischen Ausführungsgesetzes zu demselben vom 17. Juli 1899 mittels Entschließung des unterzeichneten Ministeriums vom heutigen Tage die Genehmigung zur Ausgabe der nachbezeichneten vierprozentigeu Schuldverschreibungen auf den Inhaber erteilt worden: 100 Stück L 2000 Mk. gez. Lit. T. Nr. 1 bis 100 200 „ „ 1000 M .. „ U. „ 1 M 200 150 M M 500 „ „ 150 125 „ „ 200 „ „ M W. „ 1 „ 125 zusammen 575 Stück im Gesamtnennwerte von 500000 Mk. — Eine Bekanntmachung, die Vornahme außerordentlicher Fahrtrevisioneu hinsichtiich der Schiffsdimpf kessel auf dem Rhein betreffend. Vom 20. August 1901. ** Das Verordnungsblatt für die evan ge- lische Kirche desGrvßherzdgtumsHessen Nr. 11, ausgegeben am 19. August 1901 enthält:: 1. Ein Ausschreiben Großh. Oberkonsistoriums an die evangelischen Pfarrämter (Nr. 19) vom 23. Juli 1901, betreffend die Starkenburger Missionskonferenz; hier die Missionswoche in Herrnhm. 2. Ein Ansschreiben Nr. 20 vom 14. August 1901 an die evangelischen Kirchenvorstände, betreffend den Eintrag von .Kirchengut ins Grundbuch. 3. Ein Ausschreiben Nr. 21 vom 14. August 1901 an die evangelischen Dekanate und Pfarrämter, betreffend den Verein für hessische Kirchen- geschichte. 4. Eine Bekanntmachung, betreffend Einpfarrung der Evangelischen zu Weiskirchen in die evangelische Pfarrei Dudenhofen. Mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Gros,Herzogs werden, vorbehältlich der Zustimmung der Landessynode/ die evangelischen Einwohner von Weiskirchen (seither bei der Pfarrei Groß-Steinheim > der Pfarrei Dudenhofen ungeteilt, unS tritt dies einstweilen in Kraft. 5. Tas Verzeichnis der im zweiten Vierteljahr 1901 genehmigten Schenkungen und Vermächtnisse für evangelisch- kirchliche Zwecke. 6. Tienstnachrichten: Ernannt wurden: Psarramtskandidat ^Tannenberger, zuletzt Pfarrvikar in Ilbeshausen, zum Pfarrverwalter in Hain-Gründau, Te- fanat Büdiygen; Pfarrvikar Chantre zu Raunheim' zum Pfarrvikar in Lengfeld, Tekänat Groß-Umstadt; Pfarrvikar Esche nr öder zu Worms, Tekänat Worms, zum Pfarrverwalter daselbst. Gestorben ist der evangelische Pfarrer Karl Rasch zu Dienheim. Dekanat Oppenheim, am 1. Aug. 7. Eine Aufforderung zur Bewerbung: Zur Wiederbesetzung werden 'äusgeschrieben: die evangelische Pfarrstelle zu Kaichen. Dekanat Rodheim; dem Freiherrn von Leon- hardi zu Groß-Karben steht das Präsentationsrecht zu; die neu errichtete zweite evangelische Pfarrstelle an der Mar- tinsgemeinde zu Darmstadt, Dekanat Darmstadt. 8. Ersuchen um Einsendung des Taufscheines des späteren Geheimen Staatsrats und Generalkassedirektors Ernst Wilhelm Zimmermann, gestorben 19. Dezember 1820 zu Darmstadt, 68 Jahre 9 Monate 20 Tage alt; des Trauscheines des Wilhelm Adolf Hans Heinrich von Below, geboren 1783, mit Christiane Marie Louise Auguste Zimmermann, geboren 1798 an Tetkoff von Behr in Greifswald, Knopfstraße 31. ♦♦ Umbau des alten Schlaffes am Kauzleiberg. Von fach verständiger Seite wird uns geschrieben: Der Umbau ist als eine Restaurierung bezw. Rekonstruktion im engeren Sinne des Wortes nicht zu betrachten. Denn es fehlt einmal schon an sicheren Anhaltspunkten; über die frühere Gestaltung der Dächer und sonstiger verschwundener Bauteile aber fordert auch die zukünftige Bestimmung des Gebäudes eine freiere Gestaltung der neuen' Zuthaten. Der Architekt hat sich aber dabei zur Aufgabe gestellt, diese Neuerungen ganz im Geiste der ursprünglichen Burg zu gestalten und soweit dabei ausgesprochene Architekturformen Vorkommen, diese aus der heimatlichen Schatzkammer der oberhesfischen Baudenkmäler zu entlehnen. So dürfte der bisherige Denkmalswert das Gebäude auch nach seinem Umbau nicht allein erhalten, sondern sogar erhöht werden. Bauteile, welche vollständig erhalten und konserviert werden, sind in erster Linie der hohe Burgfried, ein vertrautes Wahrzeichen in unserem Städtebild; ferner, der malerische Treppenaufgang desselben mit dem darunterliegenden Brunnenhäuschen, das interessante Verließ in dem linken Gebäudeflügel und der daneben liegende Kellereingang, der das anziehende Hofbild belebt. Auch alle ursprünglichen Fensterumrahmungen und die kräftigen originellen Holzsäulen bleiben erhalten. Der erwähnte Gebäude flügel an dem Botanischen Garten wird im Erdgeschoß und im ersten Stock die Räume des Großh. Absteigequartiers umfassen. Außer der zugehörigen Küche, welche im gegenüberliegenden Flügel am Kanzleiberg und zwar hier im Erdgeschoß liegt, sind sämtliche übrigen Räume den Sammlungen des oberhessischen Geschichtsvereins zugedacht. Hier wird also das Gebäude als historisches Bau denkmal sich mit seiner Bestimmung aufs engste verbinden und so voraussichtlich in Zukunft ein besonderer AnziehungS- ort werden für alle, denen die Pflege uud Erhaltung deffen, was wir von unseren Vorfahren ererbt haben, am Herzen liegt. Rücksichtslosigkeiten auf der Straße. Bei einem Spaziergang durch die Straßen der Stadt kann man die ver schiedensten Rücksichtslosigkeiten des Publikums wahrnehmen. Mehrere Personen stehen auf dem Trottoir und versperren den Paffanten den Weg. Ein junger Herr geht an einer jungen Dame vorüber und starrt ihr in aufdringlicher, die Dame offensichtlich höchst peinlich berührender Weise ins Ge sicht. Ein Landmann trägt einen Stock wagrecht unter dem Arm und belästigt dadurch jeden, der hinter ihm hergeht. Bei Regenwetter sieht man häufig Leute so ungeschickt ihre Schirme tragen, daß das Wasser ihrer Schirme auf andere fließt. Ein andermal beobachtet man, wie ein stattlicher Herr eine alte Frau in dürftiger Kleidung vom Trottoir drängt, um selber bequem weiter gehen zu können. Ein paar Schritte weiter will jemand einem Entgegenkommenden links, statt rechts, ausweichen und kommt dadurch natürlich mit ihm zu einer lächerlichen Kontusion. Eine ältere Dame läßt ein kleines Päckchen fallen und ein junger Herr geht an ihr vorüber, otne dienstfertig beizuspringen. Ein Herr begegnet einem ihm be kannten Paare und geht an ihm ohne Gruß vorüber, weil er dünkelhaft glaubt, »etwas Besseres" zu sein. Unterschiede beim Grüßen zu machen gegenüber ferner stehenden Bekannten, ob sie nun sozial anders gestellt sein mögen oder nicht, widerspricht einem vornehmen Taktgefühl! Zwei Personen gehen mit einander, werden von einem Dritten gegrüßt, und einer nut von den beiden erwidert, allen Regeln des Anstandes zuwider, den Gruß. Ein andermal sieht man einen Herrn rechts von einer Dame gehen. Hier spricht man laut, daß die Vorüber- gehenden in ihrer leisen Unterhaltung gestört werden, dort horcht einet auf daS Gespräch vor ihm Gehender. Alles das und tausenderlei andere Dinge find Rücksichtslosigkeiten, die man häufig beobachten kann. Doch es kommen noch unangenehmere Dinge vor. Am letzten Samstagmittag, etwa um V* vor 12 Uhr, sah man auf dem Neuenweg, ungefähr da, wo dieser mit den Neuenbäuen, der JohanneSstraße und der Diezstraße zusammenstößt, einen städtischen Sprengwagen in voller Thätigkeit, während eine ältere Frau eia Handwägelchen mit eben getrockneter Wäsche vor fich her- schob; hinter ihr kam ein Radfahrer. Statt daß nun der Lenker des Sprengwagens für den Augenblick das Wasser abstellte, beobachtete er mit sichtlicher Schadenfreude, wie die Wäsche im Wägelchen, die alte Frau, der Radfahrer und deffen Rad von seinem Sprengfasse von oben bis unten gründlich durchnäßt wurden. Das ist eine so unerhörte Rück- sichtslosigkeit, daß jener Wagenlenker wohl einen öffentlichen Verweis verdient. Roch einmal die Eisenbahnen im Bolkshumot. Herr Bürgermeister Köhler in Langsdorf schreibt UNS: Bezüglich der in Ihrem Blatt veröffentlichten humoristischen Eisenbahn- Bezeichnungen (in Nr. 191 und 192) hinsichtlich der Oberhessischen Bahnen (O. H. B.) gilt — besonders wegen der läutenden Nebenbahnen und ihres lässigen Betriebes das Wort „O Heiliger Bimbam". Außerdem mache ich Sie darauf aufmerksam, daß der Name „Gog" d. t. „Gießener OmnibuS-Gesellschaft" schon in der Bibel (Prophet Ezechiel Kap. 38 u. 39 und Offenbar. Johs. 20,8) vorkommt. *• Zur Sonderfahrt des Haupt-AuSschuffes des Deutschen Flott en-DereinS nach Bremerhaven, Holland und Belgien vom 1. bis 9. September wird bemerkt, daß der Reichspostdampfer „Kiautschou", auf dem die Fahrt von Bremerhaven bis Antwerpen zurückgelegt wird, zu den neuesten und besteingerichteten Schiffen gehört. Er hat eine Größe von fast 11000 Tons. Während des Aufenthalts in Holland und Belgien werden außer den Hafenanlagen und sonstigen Sehenswürdigkeiten auch die berühmten Gemäldegallerieu im Haag und Antwerpen in Augenschein genommen. An- Meldungen sind bis spätestens zum 28. ds. Mts. an den Haupt-AuSschuß des Deutschen Flotten Vereins Berlin W, Wilhelmstraße 91 I zu richten. — Da die Sonderfahrt mittelst RundreisebilletS zurückgelegt wird, so kann die Anfang- und Endstation je nach den Wünschen der Teilnehmer beliebig gewählt werden. ** Die letzte Feldpost nach China geht von Berlin am nächsten Freitag, 30. August, ab uud soll etwa am 3. Oktober in Shanghai zur Auslieferung gelangen. Diese letzte Feldpost befördert nur Briefe und Feldpostkarten. Anfang September hört die Feldpost und damit auch die Portofreiheit des Briefverkehrs der ostafiatischen Truppen auf. Briefsendungen an die Besatzbrigade und die Besatzung von Kiautschou, sowie an die Angehörigen der Marine in Oft« asien müssen daun wie Briefsendungen nach unseren Schutzgebieten, d. h. nach den inländischen Sätzen frankiert werden. §§ Geiß Nidda, 24. August. Unter reger Beteiligung fand heute hier die Wahl von 3 Gemeinderäte« statt. Von 147 Stimmberechtigten machten 88 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. ES erhielten Kour. Ludw. Lind II. 72, Wilhelm Troß 63 und Hermann Schellmann 43 Stimme«. § Butzbach, 25. August. Heute Nachmittag fand im Beisein des KreiSamtmannS v. Bechtold eine Besichtigung und Flotte gelegt worden, zum Norddeutschen Lloyd und zur Hamburg-Amerikalinie. — „Freuen wir uns", sagt der ehemalige Marineminister Tuckwitz, „daß in Preußen, nachdem das Werk von 1848 untergegangen, ein so schöner Grund für den Wiederaufbau einer deutschen Flotte gelegt ift; auf diesem Grunde läßt sich weiter bauen, an diesen Kern kann sich getrost alles anschließen; denn in ihm ruht die Zukunft deutscher Wehrhaftigkeit auf dem Meere." Längst ist B r o m m e dahingegangen, der erste Admiral, längst auch Duckwitz, der erste Marineminister; noch aber lebt in Frankfurt a. M. Wilhelm Jordan, der erste Unterstaatssekretär des Marineamtes. — Als mit dem 18. Mai 1898 der Jahrestag der Eröffnung der deutschen Nationalversammlung wiedergekehrt war, versammelte sich eine Reihe überlebender Abgeordneter zur Halbjahrhundertfeier in Frankfurt. Unter Beifall bestieg der fast 80jährige Wilhelm Jordan die Tribüne und fi'chrte unter anderem pus: „Nach dem ersten und einzigen Seegefecht unserer jungen Flotte in der Nähe des englischen Helgoland fand sich Lord Palmerston veranlaßt, eine Note an uns zu richten, daß Schiffe unter schwarz-rot-goldener Flagge es gewagt hätten, in den Gewässern von Helgoland mit den Dänen herumzukanonieren, und int Wiederholungsfälle drohte er, diese Schiffe als Piraten zu behandeln. Wer, wie ich, diese Unverschämtheit grimmig hinunterschlucken und sich mit ohnmächtigem Zähneknirschen begnügen mußte, der allein weiß es recht, welche ungeheure Strecke zurückgelegt worden ist von anno dazumal bis zum deutschen Helgoland?" So ist Frankfurt am Main recht die Geburtsstadt des deutschen Flottengedankens. Keine passendere Oertlichkeit konnte gewählt werden für die Versammlung der Abgesandten der verschiedenen Landesausschüsse und des Präsidiums des Deutschen Flotten-Vereins am 20. und 21. April 1901. In der Frühe um 10 Uhr am 21. April sollte die Hauptsitzung beginnen. Also Zeit genug, um noch vorher die denkwürdigsten Plätze aufzusuchen. — Tort in der Eschenheimer Gasse wurde in den Jahren 1816 und 1817 erstmals, vorsichtig und schüchtern, die Möglichkeit und Nützlichkeit einer Kriegsflotte erwogen, um wenigstens gegen die Seeräubereien der Barbaresken geschützt zu sein. Vergebens; das Meer war dem Deutschtum noch eine ganz fremde, unzugängliche Bahn. Inzwischen schloß sich der Deutsche Zollverein zusammen; Friedrich List begann mit dem Meere vertrauter zu machen; mit immer größerer Zuversicht blickte man seewärts; im Jahre 1847 fuhr der erste Dampfer von Bremerhaven nach New-York, um die neue Posthampferlinie zu eröffnen. Als der Boden so vorbereitet war, muß es als natürliche Erscheinung angesehen werden, daß, mit dem Jahre 1848 deutsche Größe und Einheit unfertig erschienen, wenn nicht zugleich eine deutsche Flotte hinzukam. Und da stehe ich auf meinem Rundgang zu den Frankfurter Sehenswürdigkeiten gerade vor der an sich unbedeutenden Panlskirche. Es ist ja Sonntag und die Leute strömen eben hinein; ich gehe auf einen Augenblick mit ihnen. Tas ist also d ie Rotunde, in der so warm von der deutschen Flotte gesprochen worden ist vor mehr als 50 Jahren, von der Schöpfung, die im Sehnen und Träumen des deutschen Volkes lag. Hier wurden zum ersten Male Gelder — nach unseren heutigen Begriffen eine bescheidene Summe — für die Flotte bewilligt; von hier ging die Mahnung an das deutsche Volk, es solle seiner Flotte gedenken als des wertvollsten Bürgen für seine Größe und Einheit. Von hier ging auch der Aufruf ins deutsche Land hinaus, man solle Vereine bilden und Beiträge sammeln zum Besten der entstehenden deutschen Flotte. Und das brachte mir die Erinnerung daran zurück, daß ich schon einmal, und zwar in frühester Jugend, Mitglied des Deutschen Flotten-Vereins gewesen bin. — Ich befand mich noch in jenem zarten Alter, in welchem man außerordentlichen Wert auf Semmeln legt, auf solche mit Butter und ohne Butter. Arn Sonntag gab es in unserer Unterrichtsanstalt deren mehrere. Auf eine aber leisteten wir Verzicht zum Besten der deutschen Flotte. So wurde ich damals FlottenVereinsmitglied. Ohne Flotte keine nationale Größe, das war uns Buben ganz geläufig, und wenn nicht höhere Mächte eingeschritten wären, so würden wir alle ausgerissen sein, um Schiffsjungen zu werden. Heute sind unsere Ziele schärfer umgrenzt und große artiger geworden, was vor einem halben Jahrhundert noch kindlich auftreten mußte, das ist ins Mannhafte gewachsen; aber geblieben ist doch das Gefühl: jeder Verzicht auf eine mächtige Flotte kommt gleich dem Verzicht aüf nationale Größe und Weltstellung. Verständlich ist zugleich geworden, was genau vor hundert Jahren Friedrich Schiller in die Welt hinausgerufen hat in feiner „Braut von Messina". Wer das grüne krystallene Feld Pflügt mit des Schiffes eilendem Kiele, Ter vermählt sich das Glück, dem gehört die Welt- Lttteratur, Wissenschaft und Kunst. Der «e«e Ster» im Pers««-, soll sich anscheinend im Nebel auflüsen. Diese Entdeckung sollte, einer Korrespondenz zufolge, Direktor Archenbold, der Leiter der Treptower Sternwarte, gemacht haben. 3* Wirklichkeit verhält es sich damit wesentlich anders. Danach hatte die Astronomische Zentralstation in Kiel an die Sternwarten einen Berrcht versandt, wonach Flammarion, der große stanzösische Astronom, die erwähnte Entdeckung gemacht haben wollte. Wenigstens zeigte die photographische Platte, mit der Flammarion den Stern ausgenommen, diesen von einem ringförmigen Rebel umgeben- Darauf hat Direktor Archenholv den Stern beobachtet, aber nichts von jenem Nebel wahrgenommen. sah ihn vielmehr in festumgrenztem Licht und in roter Farbe erstrahlend. Archenhold will übrigens auch erkannt haben, daß die Lichtschwankun^er». denen der neue Stern bisher ausgesetzt gewesen war, in der letzten 3” aufyehört haben. — In derselben Nacht, in welcher auf dem Treptow« Institut der Gelehrte diese Forschungen anstellte, war von ihm auch v« Enkesche Komet beobachtet worden, und er gelangte zu dem daß die Leuchtkraft jenes Kometen der Helligkeit deS RingnebelS m v« Lei« entsprach. Bttlip, 25. August. Der Verlag von W. Hertz (Beffer'sche Buchhandlung) Berlin ging an die Lotta'sche Buchhandlung- Stuttgart üb«. Derselbe wird in Berlin, verbunden mrt d« Fr""- deS Cotta'schen Verlags, weitergeführt werden. Vermischtes. Berlin, 25. Aug. Die Voruntersuchung gegen Max Opitz ist eröffnet worden. Unmittelbar nach den erflm Vernehmungen hat sein Verteidiger, Rechtsanwalt ®r. Rosenfeld, bei dem Untersuchungsgericht den Antrag Mellt, den Angeschuldigten auf seine geistige Zurechnung« s'Weit hin beobachten zu laffen. Zar Begründung dieses S-lraigeS ist von Seiten der Verteidigung ein umfangreiches Material, das bis auf die erste Jugend des Opitz zurück- Wiftt, beigebracht worden. Es wird darin auf das Gut- etytm der beiden letzten Hausärzte des Opitz, des Dr. Samter md SauitätSrats Dr. Formet Bezug genommen. Weiterhin - «irb eine Reihe von Eigentümlichkeiten angeführt, die im Hst seiner Verwandten und Bekannten die Meinung haben Probe der hiesigen Wehren durch den KreiSfeuerwehr- Inspektor Hieronymus statt. Darauf inspizierten die beiden Herren die Wehren im Nachbarorte Nieder-Weisel. An beiden Plätzen sielen die Leistungen zur Zufriedenheit derAufsichtsbehörde aus. — Der Verein „Frohsinn- veranstaltete heute im Hotel „Hessischer Hof- sein Sommerfest. Die Feier wurde mit einem Gartenkonzert eröffnet, das die Kapelle der Marburger Jäger ausführte; den Schluß bildete ein Ball. 8. Darmstadt, 23. Aug. Die Neuherstelluugen und Um Änderungen in den Räumlichkeit n der Zweiten Kammes i er Stände wurde am Mittwoch vom Großherzog besichtigt und fanden im allgemeinen besten Zustimmung. Der Landesherr äußerle auch eine Anzahl von seinen Jn- tensionen mehr zusagenden Wünschen. Die Arbeiten schreiten rüstig vorwärts, dürften aber immerhin noch mindestens drei Monate in Anspruch nehmen, sodaß eine Einberufung der Kammer kaum vor Ende November zu erwarten sein dürfte. Die hölzernen Hinteren Seitenaufgänge zu der Kanzlei und den Gallerten find durch feuersichere Betontreppen ersetzt und die Kanzleiräume neu hergerichtet worden. Die bisherigen Äsche und Stühle im großen Sitzungssaale find vollständig herausgenommen und werden durch eine vollständig neue Sitzordnung ersetzt werden, die entgegen der bisherigen kreis förmigen Anordnung die Plätze der Abgeordneten, ähnlich wie in der württembergischen Kammer, in einem die südliche Hälfte des Saales einnehmenden Halbkreise amphitheatralisch erhöht enthält, während die andere Saalhälfte durch die ebenfalls erhöhten Sitze des PräfidiumS und die zu dessen beiden Seiten angebrachten Regierungstische ausgefüllt wird. Stenographentisch und Rednertribüne find in der Mitte vor dem Präsidium vorgesehen. Auch die bisher ungünstig gelegene Journalistentribüne soll einen anderen Platz bekommen; hoffentlich werden damit die bisherigen Mißstände, durch die rnuu einzelne Redner oft gar nicht und viele schlecht ver- flamd, beseitigt. Zurzeit ist man mit dem Anstrich deS Saales beschäftigt, der vollständig in Weiß mit Goldverzierung ge halten wird; an der Decke sollen eine Anzahl hübsch um dar Oberlicht gruppierte Wappen angebracht werden. An der nach der Nordseite gelegenen Wand, an der sich auch das Piäfidium befindet, sollen einige Oelgemälde in Lebensgröße, o. a. de» Großherzogs und anderer Fürstlichkeiten, Platz finden. Mainz, 25. Aug, In der gestrigen Kommissions- Eilt.ung wurde bi? Bladsche Stiftung zur Verteilung gerächt. Es stauben 2975.30 Mk. zur Verfügung. Tiefe Cr mme ist von der Kommission in drei gleiche Teile von je >91.75 Mt gekeilt worden. Sie gelangt in den einzelnen Äl'üeilungen zur Verteilung und zwar an die Gruppe der Künstler, an die der technischen oder wissenschaftlichen Stu- d r ten und an die der Gewerbetreibenden oder Handwerker. der ersten Gruppe soll das Minimum der Verteilungs- surmie 500 Mk., in der zweiten 300 Mk. und in der dritten 15' Mk. betragen. Tie erste soll an zwei, die zweite an dreii und die dritte an fünf Bewerber zur Verteilung ge- lar.qen. Tas Vladsche Stiftungskapital wird nach vollstün- digier Regelung in künftigen Jahren 240 bis 250 000 Mk. lctragen, so dast später jedes Jahr 7600 Mk. Zinsen zur Aei teilung gelangen. — Ein polizeiliches Rundschreiben löcirnt die Gasthofbesitzer vor einem Schwindler, der folgenden Tric anwendet. Ter elegant austretende Betrüger log; crt sich mit seiner angeblichen Frau ein und verläßt iiül. einiger Zeit das Hotel. Bald darauf wird der Ober- tellmer an das Telephon gerufen, der Fremde wünscht ihn zu sprechen und telephoniert: „Herr Ober, ich habe )ik meine Frau einen Brillantring gekauft, sollte der Ju- rov liier den Ning schicken und ichjbin snoch iniM angekommcn, tar:n legen Sie gefälligst das Geld dafür vor, lassen Sie oben' meine Frau nichts merken, ich will sie überraschen." Aaliü darauf erscheint thatsächlich ein Knabe mit einem löslichen, in welchem sich ein Brillantring befinden soll, und der Oberkellner legt die geforderten 60, 70 oder 80 Mk. filr den Fremden vor. Ter Fremde erscheint natürlich nicht meine im Hotel uyd der Kellner ist geprellt. Tas, KäsMen enthält einen gewöhnlichen Messingring. Büttelborn, 22. Aug. Schon wieder wurde hier ein inlereffanter Grabfund gemacht und zwar auf demselben Hivndstück, dem im vergangenen Jahre mehrere intereffante Skellettbeigaben, die man sachverständigerseits als der Mero- mgerzeit angehörend bestimmt hatte, entnommen und dem tzro'ßh. Museum einverleibt wurden. Der heutige Fund irstcht in einem von Südwesten nach Nordosten orientierten Skellett mit vier Gefäßen als Beigaben. Zwei dieser Ge- hße sind tadellos erhalten; das eine stand in dem anderen. Das« größere besitzt eine Höhe von 12 cm, einen oberen Lui chmeffer von 12 cm, eine Bauchweite von 17 cm und Mm Bodendurchmeffer von 8 cm. Das kleinere Gefäß ist ‘6 cm hoch, oben 5 cm und unten 6 cm weit. Die Saud)* ■ etitie beträgt 9 cm. Beide Gefäße sind von schwarzer •gacBbe und bilden an der weitesten Stelle nach außen eine fiharfe Kante. Vom Halse aus bis zur Kante befinden sich >«iiifaiche Verzierungen. Das dritte Gefäß hat 10 cm Höhe, 10 cm Hals-, 11,5 cm Bauch- und 6 cm Bodenweite. Diese Ktit Gefäße sind ohne Henkel und befanden sich zur rechten Hile, das vierte Gefäß stand zwischen den Füßen des itzliletts, ist aus gewöhnlichem Ton gebrannt und mit Ohr »iisehen. Oben hat es 4 cm, unten 3 cm Durchmesser. Sie Bauchweite beträgt 7 cm und die Höhe 10 cm. Be- MikenSwert ist eine bei dem Grabe befindliche stark mit 1:1)1 enreften durchsetzte Schicht. DaS Skelett lag nur 50 cm mier der Erdoberfläche. Die alte Begräbnisstätte befindet sp dicht bei den Resten der auf der Winkclfeite festgeftellten Wmerkolonie. an ziSt rH-nbm * * 1 * Ä*. e lä6t ein ' Qn iht ;nbenige? e SÄ Hit'ÄSft M'nber. ^cflh°n , Statt ’ Anblick das WG Menfteube, toA ^fahrer uti °° oben bis mit] ^sounerhürteW W emen ösfenüi^ Lolllhumr. Hin heibt unS: humoristischen Eismick enden Nebenbahnen ui! t BmbamV Bujnba e »®°0* d.l .Wein jel Ejechiel Sap. J8u.j| Mt» des Deutschki tn, Hollandnb tb btmttH, daß btt bem die Fahrt von wird, zu den ntutstu hat ünt tztösi IllseuthalU in hvllut inlayn unb svistp ten ©emcUbegfe lein genommen, li. 28. bS. MlS. aibti l-LeremS Berlin Da bit Sonderst ■b, jo kann bit fc hcn der Teisnehm sch Iponbeni ? anbt"- ft” viSsische m r Ity m Mt« tt etwa am 3.061k t. Diese letzte P- arten. Snsang Sv auch die Portchch Truppen auf. W die Besatzung rr. bet Marine in C nach unseren Sihs atzen ftankiert ipetbr er reger Beteilig«! inbträttu statt. Br ion ihrem Dahlnt Lind n. 12, «W » Stimmen, achmittag sand im! ine Bestchtiguug ■ rationale Großes b wenn nicht R' den wir alle E rben. . ; umgrenzt unb fl . ,en Jahrhunbut^ Nannhaftege^ ■bet Verzicht a'- erücht aus nat>^ is zugleich ge* bU ^raut von Mes|i- em Kiele,, r, dem gehört b,e Zimmer mit Kost soll sich auf für ein möblierte sechs Tollar besser eingerichteten die Woche belaufen. 4266 Wagener & Schilling Oberkaafangen tragen. Diese Einlagen sind nach allen Seiten biegsam, unzerbrechlich und rostfrei. D. R. P. 76 912 von Litterarische Neuerscheinungen. Heigl, Ferd., Der hl. Alfons o Ltguori, GraßmannS Broschüre und seine Gegner. 2 Teufend. (74 S.) Berlin, Hugo Bermühler. 1 Mk. Man verlange ausdrücklich nur EorsetS oder Mieder mit Stempel r Wagener &. Schilling’eche Hercules-Spiral-Einlagen, oder Herculee-Splralen D. B. P. 7691« Ueberall zu haben. •w 3immer werden zwei- oder dreimal soviel kosten. Tev Preis der Logis wird sich zwischen 1100—1500 Dollars be- wegen. » aufkommen laffen, daß Opitz geistig nicht nomal ist, daß er an „Größenwahnfinn- litt. Im übrigen wird das gegen Opitz eingeleitele Strafverfahren eine Reihe von Zivilprozeffen zur Folge haben. Opitz hatte im Auftrage einer hochstehendkn Persönlichkeit die Vorarbeiten zur Errichtung einer g oßen .Zementfabrik in Gravenstein begonnen. Hierbei hatte er einen Verlust von über 100 000 Mark, bereit Zahlung er jetzt im Klagewege durch seinen Verteidiger geltend machen läßt. — Frau Opitz wohnt zurzeit noch in Dem Palais in der Wilhelmstraße, doch sieht es jetzt dort sehr öde auS; die wertvolleren Sachen sind zum Teil fortgeschafft, zum Teil von den Gläubigern des Mannes gepfändet und mit Siegeln belegt. Die Frau steht gänzlich mittellos da und lebt im Kampfe mit den G äubigern um ihr eingebrachtes Gut. Sie hat noch bis kurze Zeit vor der Verhaftung ihres Mannes keine Ahnung von besten betrügerischen Manipulationen ge habt. Ein Strafverfahren wegen Begünstigung oder Mit- thälerschaft ist gegen sie nicht eingeleitet worden. Noch bis zuletzt hatte sie in dem Glauben gelebt, daß sich in dem Bermögensbestaud des Mannes nichts geändert habe. Erst, als Opitz anfing, ein Stück feiner Kleidung nach dem andern aus dem Hause fortzuschaffen und zu versetzen, um wenigstens die dringendsten Schulden zu begleichen, erhielt sie Kenntnis von dem Schicksal ihres Gatten. * Was Kriege kosten. Aus einer Statistik über den Preis der gropen Kriege entnehmen wir folgende Zahlen über die Kriege der letzten Zeit: Ter amerikanische Sezessionskrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten kostete den Nordstaaten 22 eine halbe Milliarde und den Süd- paalen 11 Milliarden. Auf beiden Seiten fielen ungefähr 800 000 Menschen in den Schlachten. — Ter Krimkrieg verschlang die Summe von 10 Milliarden und forderte 750 000 Opfer. — Der Feldzug Preußens und Oesterreichs gegen Dänemark 1864 kostete 8000 Soldaten und 175 Millionen. Ter Krieg Preußens gegen Oesterreich 1866 kostete 45 000 Menschen und eine Milliarde 600 Millionen, während der deutsch-französische Krieg 1870/71 215 000 Menschen und 15 Milliaroen kostete. Ter russisch-türkische Krieg belastete die Staaten mit einer Ausgabe von 5 Milliarden 600 Millionen, und 250 000 Soldaten fielen. Am teuersten dürfte sich der neueste Krieg Englands gegen Transvaal gestalten. Bis jetzt beziffert sich die Summe, welche in diesen unglücklichen Krieg gesteckt ist, auf 4 Milliarden. Tabei ist diese Summe noch ungenau, da man die Geldaufwendungen der Buren nur ganz annähernd kennt. Ebenso ist die Zahl der gefallenen Soldaten — 40 000 — nur schätzungsweise eine richtige zu nennen. * Ein Aufsehen erregendes Tuell in Petersburg. Tie Petersburger „Lebewelt" hat einen der ihrigen verloren, den Fürsten Wittgenstein, einen glänzenden Offizier der Gojrde, der aber noch mehr in der wenig vornehmen Welt der Tingeltangel glänzte, deren Sterne aller Größen er mit einem wahren Feuereifer anbetete. Und einer dieser „Wandelsterne", der mit dem Fürsten in einem Vergnügungszuge einen Ausflug nach einem Vororte von Petersburg machte, war mit die Ursache des Duells, das ihm sein junges Leben kostete und das durch folgenden Vorfall veranlaßt wurde: Tie sehr gewöhnliche Tingeltangeldame saß in ein'm Wagen des Zuges mit einer ihrer Bühnenkolleginnen einem Unbekannten gegenüber, den die beiden Tämlein ein wenig „aufzogen", indem sie mehr oder minder humoristische Vermutungen über seine Nationalität zum Ausdruck brachten. Ter unbekannte Herr verlor bei den frechen Scherzen schließlich die Geduld und sagte, sich von seinem Platze erhebend: „Meine Damen, ich will Ihnen über meine Nationalität Auskunft geben, da Ihnen das viel Sorge zu machen scheint: ich bin Russe, aber woher sind Sie eigentlich?" — „Wir sind Pariserinnen", erwiderte die eine der Schau spielerinneu. — ,,^o!" bemerkte der Herr, „dis glaubt Ihnen fein Mensch, denn die Pariserinnen haben die Gewohnheit, höflich zu fein, während Sie das Gegenteil davon sind." Bei diesen Worten eilten die Tarnen wütend hinaus und riefen einen Offizier, der ihnen für diesen Tag als Ritter diente, und der auf der Plattform des Wagens stand. Tiefer Offizier, der Fürst Wittgenstein, ein naher Verwandter des verstorbenen Fürsten Hohenlohe, nahm Partei für die Schöne; es kam zuerst zu einem Wort-, dann zu einem Kartenwechsel und einem Duell, in dem der Fürst von einer Kugel in der Unterleibsgegend tötlich getroffen wurde, tvährend sein Gegner, ein Kaufmann, nur einen durchschossenen Oberrod zu beklagen hatte. Tie Sache hat in der Petersburger Gesellschaft die größte Aufregung hervorgerufen. * Kaiserlicher Tank. Ter Kaiser hat in Anerkennung der im Februar 1900 der in Seenot befindlichen Besatzung des in Rostock beheimatet gewesenen Schraubendampfers „Mathilde Joost" erwiesenen Hilfe dem Führer des englischen Fischereidampfers „Bengal", Kapitän T. Mc. tue Eue aus Fleewood bei Liverpool, eine goldene Uhr mit dem Namenszuge und Bildnis des Kaisers, dem Steuermann des genannten Tampfers, James Brophy aus Hulk, unb dem Matrosen Joseph Norgale zu Hüll Geldgeschenke von 10 Lstrl. bezw. 5 Lstrl. zugehen lassen. * Ein Studentin neu heim in Amerika. Die neueste Entwickelung des Studentinnenlebens in anderen Ländern und in gleicher Weise des Lebens der Hörerinnen an den deutschen Universitäten geht dahin, besondere Heime, in denen Pie Studentinnen z>usammen Lohnen, als wünschens- und erstrebenswert anzusehen. Es ist deshalb wohl von allgemeinem Interesse, einiges über ein großes Studentinnenheim zu hören, das soeben seiner Vollendung entgegengeht. Tas Gebäude des Studentinnenheims der Universität Columbia ist zehn Stockwerke hoch und meilenweit schon den Hudson hinauf sichtbar. Columbia hat lange ein derartiges Wohnhaus gebraucht, und der erste Versuch der Behörden nach dieser Richtung hin wird sicher von Erfolg begleitet sein. Tos Haus ist vorzüglich eingerichtet und enthält Platz für ungefähr tausend Studentinnen allein in den einzelnen Schlafzimmern, während andere die Logis bewohnen werden, die unter demselben Tache sind. Tas ganze Gebäude ist durch Höfe in vier Flügel eingeteilt, welche nach amerikanischen Poeten — die Lowell, Emerson, Longfellow und Whittier-Halle genannt sind. Tie beiden ersten werden die Logis enthalten, in den beiden letzteren sollen die Schlafzimmer Unterkunft finden. Zu ebener Erde erschließt sich zuerst eine schöne Eintrittshalle. An jeder Seite derselben befindet sich ein Vestibüle mit hoher Kuppel. Auf der einen Seite betritt man dann weiter einen Salon, in dem die Bewohnerinnen ihre Verwandten und Bekannten empfangen können, auf der anderen Seite ist das Wohnzimmer, wo sich die Studentinnen zusammenfinden können, und das einen gemütlichen Anstirich haben soll. Ganz für sich auf der andern Seite des Korridors liegt die Bibliothek. In jedem der oberen Stockwerke befinden Spott. Homburg, 23. Aug. Die gestrigen Spiele des inte rnatlonalen Lawn-Tennis-Tourn iers waren von dem König von England besucht. Er erschien bereits am Bormittag, um am Nachmittag nochmals wiederzukehren in Begleitung des Großherzogs unb 6er @ros< Herzogin von Hessen und des Pttnzen Albert von Schleswig-Holstem. Mit dem Fortgänge der Spiele werden die verslbiedenen Matches infolge des Ausscheidens der größeren Zahl der minder gewandten Bewerber stündlich intereffanter. , sich hundert einzelne Zimmer, von denen einige zu kleinew Logis abzutrennen sind, so txiß Wohn und Schlaszimmcr gegeben werden können, wenn zwei Studentinnen zusammen wohnen wollen. Tie Ecken des Stockwerks enthalten größere Logis von 6—7 Zimmern, die für Familien gedacht sind, deren Kinder Bewohnerinnen des Studentinnenheims sind. Im obersten Stockwerl findet man das Restaurant, von dem aus man eine prachtvolle Aussicht genießt. Tie Kosten des Aufenthalts werden so mäßig wie möglich berechnet. Ter Gerichtssaal. Marburg, 22. August. Ein interessanter Beleidigungkprozeß wurde heute vor dem Schössengericht verhandelt. Zwischen dem Pio- "mantschen Philologie Koschwitz und dem ihm früher ®e.roeI‘nen Lektor der englischen Sprache an hiesiger Universität William Ti Iley, gebürtig aus Sidney, herrschte ein scharfer Gegensatz in der Auffasiung sprachw.ssenschaftltcher Fragen, der nach ^«H^^berufuog des ProfesiorS Passy auS Paris sich steigerte. Pasiy und Koschw.tz waren nämlich ebenfalls Gegner. Till.y stand auf Seite Passys. Im vorigen Jahre nun, als der jltzige Lehrer an der Kadettenschule in Namur, Dr. phtl. Charle« Doutrepont, als Lektor der französischen Sprache hierher berufen wurde, versuchte ihn Koschwitz, alS Direktor des philologischen SemtnarS, unter ver» steckten Drohungen, von der Teilnahme an den Ferienkursen, speziell aber von Lektor Till.y, abzuhaltrn, wobei er in Bezug auf diesen die Worte gebrauchte: „Dieser freche Mensch! Er glaubt sich fest, aber ich werde ihn springen lassen. Man wird zwischen ihm und mir zu wählen habm." In mündlichen Aeuherungen und schriftlichen Eingaben bet der philosophischen Fakultät hatte Koschwitz noch gesagt, Tillty habe bet der Aufnahme tnS philologische Seminar Schüler der Reformschulen begünstigt, in den Vorlesungen deutsch feindliche Aeutzer- ungen vor englischen Studenten fallen lassen, sowie di« Anwerbung sür die Association phonßtiqae in geschäftsmäßiger Weise betrieben. Ttlley traf bald darnach den hierher berufenen Lektor der französischen Sprache, Laclotte, den er von Koschwitz beeinflußt glaubte. Laclotte gegenüber nannte Ttlley Prof. Koschwitz, unter einem fremden zusammenfaflendenAusdruck, einen Lügner, unehrenhaften Menschen und einen Bösewicht re. Bor dem Schiedsrichter soll dann nachher noch Koschwitz den Ttlley „frech" gennant haben. Der Kampf spielte sogar nach England hinüber, indem in London eine „Bierzeit" ettchien, in der Prof. Koschwitz mitgenommen wurde. Dieser hinwiederum hatte nach England berichtet, er habe Tilley die Teilnahme an den von ihm veranstalteten Vorlesungen wegen deffen üblen Verhaltens gekündigt. ES war wegen dieser Vorgänge zu gegenseitigen Beleidigungsklagen zwischen Koschwitz und Tilley gekommen, die bamtt endeten, daß jeder in eine Geldstrafe von 5v Mk. verurteilt wurde. Leipzig, 24. Aug. Der Rechtsanwalt Dr. Breit, der den Studenten Oettinger im Duell erschoß, ist heute gegen Kaution au8 der Haft entlassen worden. Jeder Familienvater sollte darauf sehen, daß seine Frau und Töchter im Jntereffe ihrer Gesundheit nur Mieder oder Corseta mit > Hercnles-Spiral-Federn sM zandunttschast. Berlin, 24. Aug. Der „RetchSanzeiger" veröffentlicht den. Saatenstand des Deutschen Reiches Mitte August. Winter- weizen 3,5, Sommerweizen 2,8, Winterroggen 2,9. Sommerroggen 2,7, Sommerge»ste 2,6, Hafer 2,9, Kartoffeln 2,5, Klee 3,2, Luzerne 3,0 und Wiesen 2,9. Hierbei bedeutet 2 gut und 3 mittel. Hierzu wird bemettt: Ende Juli stellten sich vielfach Gewitterregen ein, im Nord- westen deS Reiches, in Oldenburg und Hamburg nur geringe. In Preußen hielten die Niederschläge sich aus normaler Höhe. Erheblicher waren sie in Mittel« und Süddeutschland, wo sie sich mehrfach zu Wolkenbrüchm steigerten, Ueberschwemmungen verursachten und stellenweise di« Ernte erschwerten und verzögerten. Abgesehen von diesen nur unbedeutende Verluste verursachenden WUterungSerschetnungen war daS Erntewetter größtenteils gut, sodaß die Halmfrüchte und Heu gut unter Dach gebracht werden konnten. Hagelwetter traten fast in allen TeUen deS Reiches auf, beschränkten sich aber jedesmal auf kleine Gebiete und richteten nur streckenweise Schaden an. Die Wcizenernte wurde in Süddeutschland teilweise durch anhaltendes Regmwctter verzögert. Korn hat sich stellenweise durch Auswachsen qualitativ verschlechtert. Die SommerungSernte ist bis auf den spät gesäten Sommerweizen und Hafer beendet. Den verhältnismäßig höchsten Ertrag verspricht Gerste, weniger Sommerroggen, der vielfach notretf geworden ist, noch weniger Hafer, der einersettü durch Trockenheit stark litt, andererseits sich vielfach nach heftigem Gewitterregen gelagert hat. Kartoffeln erholten sich infolge der Regenfälle recht gut und zeigen im allgemeinen keinen schlechten Stand. In Mittel- und Süddeutfchland sind die Aussichten fast durchgehends gut, ^wofern nicht eine länger anhaltende feuchte Witterung eintritt und Kartoffelfäule, die sich ver« einzelt in Baden und Wütttemberg>bemettbar macht, bewirkt. Klee überstand in ganz Norddeutschland den Winter schlecht, dazu kam die anhaltende Dürre, sodaß der Stand jetzt fast durchgehends gering ist und in vitten Gegenden der zweite Schnitt ganz ausfällt. Teilweise müßen schon die Wtntervorräte verfüttert werden. Luzerne liefert durchschnittlich nur mittelmäßige Erträge. Hochgelegene Wiesen haben trotz der Niederschläge sich nicht mehr recht erholen können, dieselben zeigen eine braunrote, ausgebrannte Farbe. Grummet fällt größtenteils auS. Niedrige Wiese» dagegen stehen bester und lasten einen, wenn auch geringen zweiten Schnitt erhoffen. Kandel und UerKehr. Uolkswittschast. Markte. Gründers, 24. Aug. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 16.66 Mk. bis 00.00 Mk., Korn 14.50 Mk. bi« 00.00 Mk., Gerste 14.00 Mk. bis 00.00 Mk., Hafer 13.66 Mk. bi« 14 Mk., Erbsen 20.00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk , Wicken 00.00 Mk., Samen 27 00 bis 0000 Mk.. Kartoffeln 0 00 Mk. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 2. An-e-ol der Ar-ettuehmer r 1 Schlosser, 1 Schuhmacher, 1 Ta- vezier, 1 Hausbursche, 1 Näherin oder Flickerin, 1 SchreibgehUfe, 1 Lauffrau, 1 Kindermädchen. Lehrlinge: 1 Sattler. Sra^-r-age der «rbeitgeberr 1 Metzger, 1 Tapezier, 1 HauS- bursche, 1 Wagner 2 bis 3 Arbeiter, 3 Dienstmädchen. Lehrlinge: 2 Buchbinder, 1 Glaser, 2 Schlosser, 1 Lithograph, 2 Schneide'-, 2 Schreiner Soeben erschien nnd ist in allen Buchhandlungen zu habet.- das l i I Führer durch das Lahnthat Die Lahn von der Quelle h? * Mündung nebst den Seitemb,* bearbeitet-von Rektor H. Luerssen.Wetzlti 240 S. Text mit ca. 100 11135 , tionen, 5 Plänen, 4 Kärtch-n einer grossen Uebersicht-k in Farbendruck und schichten-Darstellung *1 In elegantem Einband Mk 2, Hervorragend schtia,. gediegene Ausstattu^ Dieser illustrierte Führer» von einem der besten Ket£ der Lahn — in Verbindurg y Behörden und massgebend Persönlichkeiten — aufs z. fäHigste ausgearbeitet, k und Umgebung ist ganz b». ders eingehend berücksichtig; Bestellungen nehmen Buchhandlungen entgeger . Gegen Franko-VorauszaldtM erfolgt Frankozusendungiii^ auswärts. Verlag von Emil Roth in Gies* Fheriss-Saatweyen. Durch vorteilhaften Einkauf auf einem Rittergut Norddeutit. lands bin ich in der Lage, gut überwinterten, reiuen Ehe,in Eaatweizen diesjähriger Ernte iu la. Qualität, zur Cool präpariert, zu mäßigem Preise, auch in kleineren Quantität», Äeben' A. Katz. und besitzt 80 hohe Waschkraft, dass man die damit gekochte Wäsche nicht mehr zu reiben braucht Gioth’sgemahlene KernseifeumTe^nsnh Gioth’s gemtMeae Kornsoifo^w-^ zT^iUigen^^chlecEteö^TerpentJ Seifenpulvern, welche meist kein Terpentin enthalten, einen garantirten Terpentingehalt. Gioth’s gemahlene KernseifeXtplX en^^ck^T^TSc^Si^^m’TT^^nting^äT^SMn^^cl^S^cine ausserordentlich reinigende und bleichende Wirkung aut die Wäsche ausübt, ohne sie im Geringsten anzugreifen und wodurch sich d. stets steigende Absatz v. Gioth’s gemahlener Kernseife erklärt. Preis p. Paquet 15 Pfg. Ueberall erhältlich. Fabrikant: Cloth. Hanau. ^gred^iTV gehen nicht auf. Gioth’s guuMm Kernseife”^^ EfflsrrTäaZ als drei Paquet billiges schlechtes Seifenpulver, welches nur aus Soda u. scharfen Zusätzen besteht u. die Wäsche ruinirt Gioth’s gemahlene KemseifeurnTerp^tink Wollen Sie sich vor Mißerfolgen schützen, so gebrauchen Sie als sicherste Hilfe gegen alle Peiniger der Jnsektenwell ohne jede Ausnahme wie Flö-c Fliegen, Motten, Läuse, Wsnzm, Kakerlaken, Schwaben, Milben, Ameisen, Blattläuse rc. rc., die sich einer kolossalen Verbreitung, außerordentlichen Beliebtheit und ungewöhnlichen Vertrauens erfreuende Spezialität Ort. Das Vorzüglichste und Vernünftigste gegen sämtliche Insekten. Vernichtet radikal selbst die Brut, ist dagegen Menschen und Haustieren garantiert unschädlich. Für wenig Geld zuverlässiger, staunenswerter Erfolg. Einmal gekauft, immer wieder verlangt. Nur ächt und wirksam iu den verschlossenen Originalkartons mit Flascht ä 30 Pfg., 60 Pfg. und Mk. 1.—, niemals ausgewogen. Neberaü erhältlich. Verkaufsstellen durch Plakate kenntlich. Man laste sich nichts anderes als »Ersatz-' oder „als ebenso gut" ausreden. In Gießen zu haben bei W. Kllbinger, Löwen-Drogerie. (4412 08260] Ein freundlich möbliert Zimmer sofort zu vermieten. Bahnhofstratze 27, IV. (jaden mit oder ohne Woh ** a. einzel. Zimmer dazu, zu Näh. Aeulladt 14, pari. Stahlpa«zer- Geldschränke feuer- und sturzsicher, thermit- und diebessicher. J. C. Petzold, 689 Grünbergerstraße 5786 ^ammftratze 42, Mansarden- -^Wohnung, 3 Zim.,Zubeh.,zu vrm. zu vermieten. abzugeben. 5718 5734 Krummeigras nach ' Vcrh'achohmuirqen wird gewarnt gemacht. 5707 AKtien-Araukrei Güßen (Gin KamttientogtS zu verm. *3, 5756 Settersweg 2. friiljliertoffrl 554^ Progr. kostenlos. , 6Ä und zugfest, zu verkaufen. 03301 B. Bolz Wwe., Alten«Buseck. Tüchtiger, nüchterner 5705 BierkMer ofort gesucht Aktien Brauerei. Tüchtiger Pferüebursche gesucht. Wallenfels & Lauer, Bleichstraße 4 5724 Bekanntmachung, betreffend: Die Vergebung der Kommerzienrat Hetchelheim« Stiftung. Aus rubr. Stiftung haben am 1. November d. I. 1360 Mk. zur Verteilung zu gelangen. Nach § 3 der Stiftungsm künde können zur Bewerbung um die Gaben nur zugelaffen werden a) Personen, welche während des Feldzugs 1870/71 im Mllitärverhältnis gestanden haben, b) Frauen und Kinder solcher Personen vorausgesetzt, daß diese unter a und b bezeichneten Bewerber einer der- artigen Unterstützung bedürftig und würdig sind und daß dieselbm von der Zelt der Bewertung rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre in Gießen ununter brochen gewohnt haben. Die Bewerber werden hierdurch aufgefordert, sich bis 30. September t. A. bei Großh. Bürgermeisterei Gießet, schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und ihre Qualifikation zum Beznge der Unterstützung näher zu begründen und zu belegen. Gießen, am 23. August 1901. 5787 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 5107] In meinem H-use Marktstraße io tst der 2. Stock, bestehend aus 4 Zimmern mit Zub., an ruhige Leute per sofort od. später zu ver- mieten. «mil Pistor Aachs. 4877] Mansardenwohauog, 5 Zimmer mit all. Zubehör, Grün- bergerftratze 3, eventl. 2. Stock, 6 Zimmer, Badeeinrichtung, Gas, per 1. Oktober oder früher zu ver-- mieten Näh, das. 1 Treppe hoch 4807) In meinem Neubau, Mar° burgerstraße 25, ist eine elegante Wohnung, 1. Etage, 5 Zimmer mit allem Zubehör, per Mitte Sep- lember zu vermieten. Emil Kalbfleisch, Grünberqerstr. 16 4276] Dammftratze 36, Ecke oer Nordanlage, ist der mittlere Stock, 6 —7 Zrmmer mit allem Zubehör, für 1. Okt. zu vermleten. ___________S. Sreuenhagen. 4671] 4. Zimmerwohnung im 2. Stock, per 1. September zu vermieten. L. Weder, Bäckerei, _____________Hillebrandstraße 1. 46io] Bletchftratze 18 schöne 6-Zimmei wohnung im 1. Stock, mit Balkon, GaS, Bleichplatz und sonst Zubebör, ner 1 Okt. zu vermieten. /Lin Kahrbursche gesucht. IS. HaaS, Wallthorstratze 81. VerkSitsttiiro-.LehrlllS-cheii für Kolonialwaren- u. Delikateffen- geschäft rum alsbald. Eintritt ge« sucht. Näb- in der Exped. 5594 «eboftion, Arvsett«' uff** fe ! SÄ I von I Tic @erüd)i | Schuhmann höriger de-- . -)A N dem <&•' I wM de- bestätigen » gegriffen. ' rannter d gesagt. ' gehörig den 6iel Leuten de tzommissar -^i lenvegs schäfte. D< lrchen Unti liner Krin bat Mar davon, da über den Avgenzeug dast dieser nltc Vater haben, die Hrechend g in vollem, ließen bei anil anseh Sekretär Men: „H Frühere Äi binnen bell ftcotyf, /ie sehr unter N -it leiden ' fl unften be1 }u ihrer A Der S der Quaiat beendet. D sehen und Krieges au Unheil Herl nachgegeben, ist, kann pigl ‘ die auf ?/nü r wattigen -er '• Psor/e gegebt ij datz -ie Quai- l der Ms dem Melnnders wer Mn- eireichi peiuen destimr HEr verkehrt \ Samstag enl ^Dewsik Passt verständigen iber Quais ' Wort in a * auch b( Wvldenen He ranit der En G-Mch ^wrg eing Monttantinos Mnschc de l^rken njch. ^r für aus gK[i)« $eutl 01!?n9en ■ M^acht »^^eini g®fnjnanbiere timten^' M PÄ rrK