‘Stern eger- Werten unter 2Le ^rved. erbeten, rervtLdtzek MmLdchea. der Wed, d. Bl. RtiAf. I °bet “• ®. Buchhalter. m R noo»A .1“ |u L uni) 2. Hypo, M in lebet Höhr, ill'On Nnrsutz, Offerten unt A Z >U TWrd. b. BI. iiÄütä 5162 aurant i an geeigneten, tüch- 11. September b. Z. nhetM verpachten, e man unter 6 247 «L Asgltt, Mi M., gelangen laßen. Ipfiehlt sich im Weiß- v, am liefen im es MKaße 7,11. LM grini infäß« Ulirti («kW* ! Grötzen empfiehlt ickMM •WM'u* fKck VN- viereckig' Pck ife** biQiflü bei n Besteh®118 , Jul<: «r. 174 Erstes Blatt. 181. Jahrgang. Samstag 27. IM 1801 »Li iltzW' M EwMt’,, iH"* ÄN< »Wim Vn» An. Wwher ** „Maller NS- »ter» wf «MchmMch ■ sparest«'» H und aufltemfcöi nehmen ttnitlgtn für tecn «nzeiger tn(MML 8eiltn»re<8 lokal 1t Re tu*»ärt8 10 Pfg. Ldrefle für Drpefchiar »azttger Stetzeu. Fernfprechanschluß Nr. WL gmUrcher Teil. Bekanntmachung. Die Hauptversammlung des zur Abstellung des Bettelns gegründeten Unterstützungsvereins (Armenvereins) in Gießen findet Dienstag, den SO. Juli d. IS., vormittags 11 Uhr in dem RegierungSgebLude, Braudplatz Nr. 9 dahier statt und werden die Mitglieder hierzu eingeladeu. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung für 1900; 2. Feststellung des Voranschlags für 1901; 3. ErgäuznugSwahl des Ausschusses. Gießen, den 24. Juli 1901. Für den Ausschuß: v. Bechtold. Großh. Provinzial-Direktor. Bekanntmachung. Betr.: Antrag auf Feldbereinigung des auf dem linken Lahnufer gelegenen Teils der Gemarkung Gießen. Nachdem der Antrag auf Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigung und der Anlage von Wegen in den Obst- baumgrundstücken iu dem Teile der Gemarkung Gießen, welcher links der Lahn liegt — unter Ausschluß des Hamm und der Inseln bei der Neumühle und der Burksmühle — gestellt worden ist, und nachdem dieser Antrag von Großherzoglichem Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe für zulässig erachtet und der Unterzeichnete zum Kommissär zur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer über den erwähnten Antrag auf: GamStag, 10. August 1901, vormittags von 10*/, bis 12 Uhr in der Turnhalle des Turnvereins zu Gießen (Stein- straße) bestimmt. Diejenigen beteiligten Grundbesitzer, welche in der anberaumten AbstimmuugStagfahrt weder persönlich noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen, werden als für das Verfahren stimmend angesehen. Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des Be- reinigungSbezirkS wohnenden Ausmärker auf, zur Wahrung ihrer Jutereffen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Lause des Verfahrens an sie nicht mehr erfolgt. Friedberg, 24. Juli 1901. Der Großherzogliche Feldbereiniguugskommiffär: Sandmann. Gewerbliche Kinderarbeit. Mit einer reichsges etzlichen Regelung der gewerblichen Kinderarbeit außerhalb der Fabriken dürfte sich in seiner nächsten Session der Reichstag zu beschäftigen haben. Die Grundlage dafür bildet eine vom Reichsamt des Innern im Jahre 1897 eingeleitete allgemeine Erhebung, über deren Resultat wir am 27. September v. I. eingehend berichteten. Wir wiederholen kurz die Haupterfordernisse, aus denen die Notwendigkeit eines staatlichen Eingriffs zur Milderung der schweren Gefahren für die gesundheitliche und geistige Entwicklung der Kinder klar hervorgeht: Als Gesamtziffer für die außerhalb der Fabriken gewerblich beschäftigten Kinder unter 14 Jahren ist die Zahl von 532 283 ermittelt worden. In Großstädten und in der thüringischen und sächsischen Hausindustrie ist die gewerbliche Kinderarbeit besonders stark vertreten, während die niedrigen Zahlen für Ost- und Westpreußen, Posen, Pommern und Mecklenburg sich daraus erklären, daß dort die Kinder landwirtschaftlichem Erwerb nachgehen. Schon in dem Alter von 6—10 Jahren wird ein, wenn auch nur geringer Prozentsatz beschäftigt. In manchen Gewerbszweigen, bei denen der kärglichte Verdienst das Eingreifen aller irgendwie nützlichen Arbeitskräfte notwendig macht, werden die Kinder schlon vor dem schulpflichtigen Alter zu leichteren Arbeiten herangezogen. Die Dauer der Arbeit überschreitet in manchen Gegenden das Matz dessen, was einem Kinde ohne Schädigung seiner Gesundheit zugemutet werden kann. Auch hier ist es! die Hausindustrie, die solche Schäden zeitigt. In der Spielwaren-Jndustrie werden in der Zeit vor Weihnachten in einigen Orten die Kinder bis tief in die Nacht,' ja - manchmal die ganxe Nacht hindurch zur Arbeit angehalten. Es kommen Lohnsätze vor von 4 Pfg. pro Tag, Monatslöhne von 50 Pfg. bis 12 Mk. Nachdem die Ergebnisse Vorlagen, haben Beratungen mit Vertretern des preußischen Handels- und Kultusministeriums, sowie des Ministeriums des Innern stattgefunden und es sind dann auf ihrer Grundlage Vorschläge über eine Regelung der gewerblichen Kinderarbeit außerhalb der Fabriken ausgearbeitet worden. Es war unabweisbar, eine über den Mhmen der bisher ergangenen reichsgesetzlichen Bestimmungen hinausgehende Regelung der gewerblichen Kinderarbeit anzubahnen. Das Reichsamt des Innern und die beteiligten preußischen Ressortminister sind bei der Aufstellung dahin zielender Vorschläge von dem Gesichtspunkte ausgegangen, daß eine mäßige Beschäftigung von Kindern insofern ihre Berechtigung hat, als sie geeignet ist, die Kinder an körperliche und geistige Thätigkeit zu gewöhnen, den Sinn für Fleiß und Sparsamkeit zu erwecken und sie vor Müßiggang und anderen Abwegen zu bewahren. Ein behördliches Einschreiten wurde dagegen überall da für geboten erachtet, wo Kinder in zu jugendlichem Alter zu gewerblichien Arbeiten herangezogen werden, wo die Arbeit zu lange währt und wo sie zu unpassenden Zeiten oder in ungeeigneten Räumen stattfindet. Den alleinigen Gegeüstand der Regelung soll diejenige Kinderarbeit bilden, die im Sinne der Gewerbeordnung als gewerblich anzusehen ist. Die zu erlassenden Vorschriften sollen sich daher insbesondere weder auf die häuslichen Dienstleistungen, noch auf die Landwirtschaft erstrecken. Es soll daher namentlich neben der Beschäftigung ftemder auch diejenige der eigenen Kinder geregelt werden, und zwar selbst dann, wenn diese Beschäftigung in Betrieben stattfindet, in denen ausschließlich Familienangehörige thätig sind. Wie in einem auf die Angelegenheit bezüglichen Rundschreiben der beteiligten preußischen Minister an die Regierungspräsidenten betont wird, kann es nach den Ergebnissen der Erhebung, den Berichten der Gewerbe-Aufsichtsbeamten und den Mitteilungen in der Jachlitteratur keinem Zweifel unterliegen, daß von einer Regelung, die auf die Einbeziehung der hausindustriellen Kinderarbeit und der Kinderarbeit in Familienbetrieben überhaupt verzichten wollte, nur ein verhältnismäßig geringer Teil der industriell erwerbsthätigen Kinder betroffen werden würde, und daß die zu erlassenden Vorschriften gerade denjenigen Kindern, welche zumeist unter den ungünstigsten Verhält- nissen arbeiten, nicht zu gute kommen würden. Die Regelung soll sich in Anlehnung an die im § 135 Abs. 1 der Gewerbeordnung hinsichtlich der Beschäftigung von Andern in Fabriken getroffenen Bestimmungen nur auf solche Kinder beziehen, die noch zum Besuch der Volksschule verpflichtet oder wegen ihres jugendlichen Alters noch nicht schulpflichtig sind. Ueber die Vorschläge der preußischen Ministerien wird berichtet: Was die Beschäftigung fremder Kinder anbelangt, so soll in einer Reihe von Betrieben die Kinderarbeit teils wegen der Anstrengungen, die mit den dort vorkommenden Arbeiten verbunden sind, teils wegen der besonderen Betriebsgefahren völlig ausgeschlossen werden. Danach soll die Beschäftigung von Kindern, welche noch zum Besuche der Volksschule verpflichtet sind, mit Ausnahme der Beschäftigung beim Austragen von Waren sowie als Laufbursche oder Laufmädchen, verboten sein: Bei Bauten aller Art sowie im Betriebe der Ziegeleien und über Tage betriebenen Brüche und Gruben und einer großen Reihe von Werfftätten, in denen gesundheitlich schädliche Stein- und Metallarbeiten verfertigt werden, sowie in Werfftätten für Spielwaren aus Gummi, in Buchdruckereien re. Der Bundesrat soll befugt sein, dieses Verzeichnis zu ergänzen. Ausnahmen sollen unbedingt ausgeschlossen sein. In den anderen Werfftätten soll die Beschäftigung von Kindern von der Zurücklegung des zwölften Lebensjahres abhängig gemacht und für die Kinder, welchje diese Altersgrenze überschritten haben, der Regel nach aus die tägliche Höchstdauer von vier Stunden beschränkt werden, die zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends liegen sollen. Ausnahmsweise soll die Lage der täglichen Arbeitsstunden je nach den Jahreszeiten anders bestimmt und die Dauer der täglichen Arbeitszeit bis zu sechs Stunden verlängert werden dürfen, letzteres jedoch nur mit der Maßgabe, daß eine mehr als neunstündige Beschäftigung einschließlich der Schulstunden und des Katechumenen- usw. Unterrichts unzulässig bleibt. Für das Handels- und Verkehrsgewerbe sowie für öffentliche Theatervorstellungen und anhere öffentlich,e Schaustellungen, bei denen ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft nicht obwaltet, sind die gleichen Vorschriften wie für die nicht in das Verbotsverzeichnis aufgenommenen Werfftätten vorgesehen. Auch hier dürfen demnach Kinder unter 12 Jahren nicht beschäftigt werden. Für Gast - und Schank wirt schäft en soll, vornehm- Theater, Kaust und Mistenschast S. Darmstadt, 24. Juli. Nach einer heute vormittag bei dem Großherzog gehabten Audienz hat der seitherige Geschäftsträger der Künstler-Kolonie, Herr W. Deiters, die offizielle Leitung der Geschäfte niedergelegt und wird, sobald er neues Engagement findet, noch vor Schluß der Ausstellung die Kolonie verlassen. Vorerst wird er nur im Namen und Auftrag der einzelnen Künstler handeln. Man wird Herrn D. große Geschäftsgewandtheit, Umsicht und Fleiß nachrühmen, doch hatte er aus allerhand Gründen sich zu viel aus die Schultern geladen, ohne sich geeignete Hilfs- kräste zu nehmen. Es konnte daher nicht ausbleiben, daß mehrfache Klagen über Nachlässigkeiten, Bergeßlichkeiteu usw. eintrafen, die zu Mißständen und schließlich zu Zwistigkeiten führten. — Leute, die vor der Oefsentlichkeit an allem, was ihrer eigenen schmutzigen Phantasie Nahrung giebt, mit geilem Augenniederschlag etwas Anstößiges und Unsittliches zu erblicken vorgeben, hatten u. a. sich physisch beunruhigt gefühlt durch die überlebensgroße und gänzlich feigenblattlose Mosaikdarstellung von Adam und Eva an der Loggia des Christiansenhauses. Diese vermeintliche „Anstandswidrig- keit" — man denke sich z. B. ein Venus von Milo mit einem Feigenblatt, um die ganze erbärmliche Roheit eines solchen niedrigen Sittlichkeitsgefühles zu ermeffen! — ist jetzt durch ein stylisiertes Raukenwerk beseitigt worden. Man wird dieses Zugeständnis an einen sehr beschränkten Unter« thanenverstand als ein Zeichen bedauernSwerter'Widerstandsun fähigkeit der Leitung aufzufassen haben. — Der Lokalgewerbeverein Wiesbaden besuchte heute, ca. 130 Personen stark, die Ausstellung der Künstlerkolonie. Die Italienische Musik-, Tanz- und GesangSgesellschast Masaniello, die seit gestern im Platanenhain auftritt, bietet zwar ganz nette Leistungen, ist jedoch für den ca. 5000 Personen fassenden Konzertgarten viel zu klein und schwach. Theaterdirektor Helm, der z. Z. mit seinem Ensemble in Nordhausen gastiert, trat dort kürzlich als der köstliche ©triefe in Fr. v. SchönthanS „Raub der Sabinerinnen" auf. Die „Nordh. Post" ist über ihn des Lobes voll. Sie schreibt u. a.: „Wurde Herr Helm schon bei seinem ersten Auftreten mit lebhaftem Applaus, Lorbeerkräuzen, Bouquets und Geschenken in der mannigfachsten Form geradezu Überschüttet, so steigerte sich der Beifall von Akt zu Akt und gestaltete sich zu einer Ehrung, wie wir sie seit Jahren schon nicht mehr gewohnt waren. Es war ein riesig vergnügter Abend, der die Sympathien für Herrn Direktor Helms Wirken nur noch mehr gefestigt hat." Loudon, 25. Juli. Der König empfing heute nachmittag im Marlborough House die auswärtigen Delegierten zum Tuberkulose-Kongreß. In einer Ansprache be« merkte der König: Er hoffe sehnlich auf den Erfolg der Beratungen zur Bekämpfung der furchtbaren Krankheit. Er widme dieser Sache, wie allem, was sich auf die Gesundheit und das Wohlergehen des Volkes begehe, das lebhafteste Interesse. — Bei einem Diner, das der Vorsitzende des „Königlichen Instituts für Volksgesundheitspflege", Profeffor Smith, gestern zu Ehren des Professors Robert Koch veranstaltete, überreichte der Gastgeber dem deutschen Gelehrten die Harben-Medaille und das Diplom als Ehrenmitglied des Instituts und führte iu einer Ansprache aus: Die Harben- Medaille sei von Sir Henry Harben, einem der ältesten und freigiebigsten Förderer des Instituts, für hervorragende Verdienste um die Volksgesuudheitspflege mit der ausdrücklichen Bestimmung gestiftet worden, daß sie um die Volksgesundheit verdienten Männern jeder Nationalität verliehen werden könne, und so könne die Harben-Medaille keinem Würdigeren als Robert Koch zuteil werden. Geheimrat Koch sprach in kurzen Worten seinen Dank aus. Geheimrat Robert Koch, der jetzt auf dem Kongreß in London mit seiner neuen epochemachenden Entdeckung zutage getreten ist, hat — so lesen wir in Berliner Blättern — feine neueste Erfindung mit seinem Stabe und dem Geheimrat Schütt, dem Direktor der tierärztlichen Hochschule in Berlin erst nach dreijähriger Arbeit bis zu dem gegenwärtigen Stand bringen können. Die wissenschaftliche Abteilung des Instituts für Infektionskrankheiten wurde am 4. Juli 1891 wegen Mangels an anderen Räumlichkeiten auf dem Gelände der Charitv eingerichtet, und 14 Tage später konnten die Krankenftationen in den Baracken eröffnet werden. Nachdem sich die Räume für die wissenschaftlichen Arbeiten als durchaus unzureichend erwiesen hatten, wurde am 3. Juli v. I. das neue Institut in der Föhrerstraße eröffnet. — In den Baracken herrscht augenblicklich starke Nachfrage von Kranken, und die Behandlung mit Tuberkulin hat die besten Erfolge gehabt. Die Mißerfolge, denen man ab und zu begegnet, find auf folgende drei Gründe zurückzuführen: Auf die falsche Art und Weise der Behandlung von Aerzten ohne genügende Vorkenntnis; auf die Behandlung von dazu ungeeigneten Fällen und endlich auf die Patienten selbst, die sich bei gutem Befinden der weiteren ärztlichen Behandlung entziehen. Der internationale Zoologen-Kongreß, der vom 12. bis 16. August in Berlin stattfindet und zu dem besonders titele Anmeldungen aus dem Aus dem Auslande eingegangen sind, wird von dem Protektor des Kongresses, dem Kronprinzen, eröffnet werden. Für die Verhandlungen find dem Kongreß die Räumlichkeiten des Reichstages zur Verfügung gestellt worden. Die Kongreßleitung hat in dem Direktor des Reichstages Geh. Rat Knack, einen thätigen Förderer ihrer schweren Arbeiten gefunden. Das Bureau des Kongreffes befindet sich bis zum 9. August im Zoologischen Museum Berlin N. 4. Die Zahl der angemeldeten Vorträge ist bereit« auf 126 angewachsen und noch weitere stehen in Aussicht. Diejenigen Vorträge, welche durch Projektionsbilder erläutert werden, finden im 1. chemischen Institut, in nächster Nähe des Museums für Naturkunde statt. Mitglied des Kongresses kann jeder Zoologe oder jeder Freund der Zoologie werden. Die Mitglieder sind stimmberechtigt, können an allen gemeinsamen Veranstaltungen des Kongresses teilnehmen und erhalten dessen Veröffentlichungen unentgeltlich. Um den Damen der Kongreßmitglieder den Aufenthalt in Berlin so lehrreich und ange- nehm wie möglich zu machen, wird ein ad hoo gebildetes Damenkomitee bemüht fein. Vermischtes. 7,3 II. sind zulässig. Für die Beschäftigung beim Aus tragen lohne als Laufbursche oder Laufmädchon soll wegen der im allgemeinen leichteren Arbeit die Altersgrenze auf das zehnte Lebensjahr festgesetzt werden. Im Hinblick auf § 136 der Gewerbeordnung, wonach in Fabriken jugendliche Arbeiter an Sonn- und Feiertagen nicht beschäftigt werden dürfen, wird die gewerbliche Beschäftigung von Kindern für diese Tage allgemein untersagt. chore- und des gemischten Kirchenchores aus Klein-Linden am nahen Walde eine Nachversammlung abgehalten. Im HauPtgotteSdieust predigt Pfarrer Schmidt aus Schlitz, in der Nachversammluug halten die Ansprachen die Pfarrer Wagner und Nies. billets für den Rundreistverkehr, sowie für Gesellschaften und Schulen sind besondere Ermäßigungen zu gewähren. Mit Zustimmung des Bundesrats können Staffeltarife (Zonentarife) und Kilometerhefte eingeführt werden. Reisegepäck bis zu 10 Kilogramm Gewicht wird unentgeltlich befördert, darüber hinaus bis zu 100 Kilogramm kostet es 5 Rappen pro Kilometer. In gleicher Weise wie bei der Aufstellung des Persouen- tarifs wurde auch bei der Aufstellung des Gütertarifs verfahren. § RiederWollstadt, 26. Juli. Die Molkerei-Genossenschaft „Wetterau-, G. m. b. H., erzielte für das abge laufene Jahr bei einer Mitgliederzahl von 80 Genoffen ein günstiges Ergebnis. Der Reingewinn betrug 4451 Mk. 53 Pfg, und die Aktiva 75 444 Mk. 62 Pfg., währeno die Gesamt- Haftsumme 40 000 Mk. auSmacht. W. Herbstein, 26. Juli. Am 31. Juli feiert Herr Georg Weitz hier sein 25jähriges Jubiläum als Rechner der Spar- und Leihkaffe Herbstein. Er hat sich in dieser preis für deu Kilometer: Einfache Fahrt Centimes I. Dagenklafse 10,4 Dame in den Fluten verschwunden. Der schreckliche Vorgang war von der Terrasse des Hotels Mundorf in Plittersdorf aus beobachtet worden. Sofort sprang Herr Willy Mundorf mit den Kleidern in den Rhein, und machte ein Boot los, das ungefähr 15 Meter vom Lande verankert war. Er brachte es an Land, und nahm noch zwei Herren darin auf. Pfeilschnell schoß das Boot über den Rhein der Unglücksstelle zu, und innerhalb weniger Minuten hatte man das umgestürzte Boot erreicht, das inzwischen ungefähr 500 Meter stromabwärts getrieben war. Die drei kamen noch gerade zur rechten Zeit, um den in der größten Todesangst sich an den Nachen Anklammernden zu erfassen, und fast leblos in das Boot zu ziehen. Obgleich man sofort die Unfallstelle nach den Verunglückten absuchte, war doch keiner zu finden. Nunmehr kehrten die Herren mit dem Geretteten, der bewustlos im Nachen lag, nach dem diesseitigen Ufer zurück. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg; schon nach wenigen Minuten schlug der Gerettete die Augen auf. Das einzige, was er hervorbringen konnte, war: „Wo sind die anderen, wie kann ich das gut machen?^ Er erholte sich sehr bald, sodaß er nach wenigen Stunden den Heimweg nach Bonn antreten konnte. Der Ertrunkene, der als tüchtiger Schwimmer und Fahrer galt, ist der im ersten Semester stehende stud. jur. Karl Rönz aus Kalten-, engers. Die Namen der beiden ertrunkenen Damen sind noch unbekannt. * Breslau, 25. Juli. Auf dem Egmontschacht der konsolidierten Karl Georg Viktorgrube bei Göttersberg fand gestern eine Explosion schlagender Wetter statt. Eine lich mit Rücksicht auf die sittlichen Gefahren, die der Verkehr mit den Gästen mit sich bringt, die Verwendung schulpflichtiger Mädchen völlig untersagt werden. Für die Knaben soll es dagegen auch hier bei der Altersgrenze von 12 Jahren und den übrigen oben mrtgeteuten Vorschriften sein Bewenden haben. Gewisse Ausnahmen Stellung die allgemeine Anerkennung und Achtung zu erwerben gewußt. Bingen, 25. Juli. In die Stadtverordneten Versamm- luug ist die „Obstruktion" eingezogev und mit Erfolg durch, gesetzt worden. In der letztes Stadtverordueten-Versamm- lung wollte der Bürgermeister Neff die Wahl eines neuen Beigeordneten, da der seitherige Beigeordnete verstorben war, vornehmen. Die Minderheit des Stadtverordneten-KollegiumS war aber mit der Wahl nicht einverstanden, und verlangte, daß dieselbe noch vertagt werden möge, da eS mit der Wahl keine Eile habe. Die Mehrheit der Versammlung lehnte iudeß den Vertagungsantrag ab; die Minderheit verließ hierauf den Sitzungssaal und führte dadurch die Beschluß. Unfähigkeit der Versammlung herbei, sodaß die Wahl von selbst unterbleiben mußte. — Die in Konkurs geratene Weingroßhaudlung und Kogvakbrenuerei H. Beckmann in Gau-Algesheim hat sich mit ihren Gläubigern geeinigt, indem stch die Firma verpflichtet hat, an die Gläubiger 15 Prozent auszuzahlen. ** Meine Mitteilungen «tl Hessen und deu Nachbarstaat«. In Klein-Auheim brachten die „Genossen- zwei ihrer Kandidaten durch, während in Rumpenheim ein „Genoffe- gewählt wurde. In beiden Orten waren bisher in de« Gemeinderäten sozialdemokratische Vertreter nicht vertreten. — I" Holzheim wurde au Stelle des verstorbenen Beigeordneten Joh. Georg Jäger Wilhelm Grieb V. mit 116 Stimmen zum Beigeordneten gewählt. — In Butzbach wurde das Dienstmädchen Eva Friedel aus Auerbach in Bayern verhaftet. Dieselbe hat aus einem Ladengeschäft verschiedene Sachen entwendet. Auch in Gießen, wo sie früher bedienstet war, soll sie sich ähnliche Vergehen haben zu Schulden kommen laffen. — Für den Verkehr zwischen RüdeSheim und Bingen hat ein Privatunternehmen jetzt ein Motorboot eingestellt, das auch Nachts zur Verfügung steht, während der übrige Trajektverkehr ruht. — Der bisher zum Trajektdienst Bingerbrück-Bingen RüdeSheim verwandte alte Dampfer „Worms II.- ist für 3500 Mk. in den Besitz der Fahrpächter von Schwanheim-Griesheim übergegaugeu. — Am 24. Juli wurde beim Forsthause Mitteldick bei Groß-Gerau ein 6jährigeS Mädchen von einem Wagen überfahren und getötet. Dte Pferde hatten vor einem Motorwagen gescheut und waren durchgegangeu. — Den Stein wetzen Philipp Bott in Mümling - Grumbach, der als Parlier in dem Steinbruch des Bauunternehmers Göbel aus Groß-Gerau beschäftigt war, betraf dieser Tage in Ausübung seines Berufes ein schweres Unglück. Er wollte einen großen Felsblock sprengen und hotte zu diesem Zwecke schon die Mine gelegt. Plötzlich explodierte auf nicht aufgeklärte Weise die nahestehende Pulverkanne und rer Mann wurde am ganzen Körper gräßlich verbrannt. Kurze Zeit vorher hatten einige Arbeiter den Bott verlassen. Nutig eilten sie zurück und befreiten den Verbrannten aus einer entsetzlichen Lage. Es ist Hoffnung auf sein Auf- ommen vorhanden, wenn er auch deu Verlust eines Auges zu beklagen haben wird. *^Das Regierungsblatt veröffentlich in Beilage Nr. 12 eine Uebersicht der vom Ministerium des ^nn^en für das Etatsjahr 1901/02 genehmigten Umlagen der Kommunalbedürfnisse in den Gemeinden der Kreise Büdingen, Schotten und Bingen. Ferner enthält es die Mitteilung, daß am 15. Juli der Rechtsanwalt und Notar Karl Mkolaus Franz in Bechtheim die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Osthofen aufgegeben habe, sowie folgende Konkurrenzeröffnungen: Er- ! ledigt sind: 1) eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bischofs- heim, im Kreise Groß-Gerau, — 2) eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lang-Göns, im Kreise Gießen, — beide mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich! bemessenden Gehalt. •• Sommerausflug des Vereins für Erd- uud Völkerkunde. Der Verein für Erd- und Völkerkunde hat sich das Ziel seines diesjährigen Sommerausflugs weiter gesteckt, als in den Jahren vorher; trotzdem war die Beteiligung der Mitglieder eine stärkere wie je zuvor. Ueber 70 Teilnehmer versammelten sich am Morgen des 21. Juli am Bahnhof, um mit dem Zug, der 8.16 Gießen verläßt, über Friedberg und Homburg oder Friedrichsdorf nach der Saalburg zu fahren. Diese im Programm vorgesehene Fahrt erlitt eine Aenderung durch die von uns erwähnte auf der Strecke „ „ Friedberg-Homburg vorgekommene unselige Entgleisung einiger Es erscheint zweckmäßig und erwünscht, die Grundsätze Wagen, durch die der Verein gezwungen wurde, den Umweg auf dem Wege der Reichsgesetzgebung festlegen zu lassen, über Bockenheim nach Homburg zu nehmen, um von da mit Insbesondere mußte es mit Rücfficht auf die tiefein- der elektrischen Bahn zur Saalburg zu gelangen. In der schneidenden Eingriffe geschehen, die bei einer Regelung der! Restauration Sckeller aus her ffinnTFinrn fonk»» sL gewerblichen Beschäftigung eigener Kinder in der Familie lttbttcken Ers^cknna l unvermeidlich sind. Grundsätzlich! wird sich tkotz der damit I ctnlnp Kpä Ö ® daS lhnen in verbundenen Schwierigkeiten und Mißhelligkeiten ein solcher g°!öue EiftnbahnunfallS entgangene, ursprünglich für Eingriff angesichts der in Frage stehenden hohen Interessen I Friedrichsdorf in Aussicht genommene Frühstück. Der Vorder Volksgesundheit nicht ohne weiteres von der Hand weisen I Vereins, Professor Dr. SieverS, sprach sodann lassen; aber eine Verständigung über diese wichttgen prin- einleitend über die geographische Lage der Saalburg und zipiellen Fragen mit dem Reichstag ist unbedingt geboten «die Bedeutung des Taunus als VertheidigungSgrenze gegen und dürfte, wie eingangs erwähnt, in der nächsten Session die Einfälle der Germanen. Darauf ging es nach dem auch gesucht werden. römischen Castrum, wo Dr. Kornemann, der die Führung ---------- I übernahm, und in anschaulichem Vortrag, der von Eisenbahntarif-Reform in der Schweiz. I gründlichen Stndieu und vollständischer Beherrschung des Die letzte Nummer des „Schweizer. Bund.M-ttes" ent, ^r^rTa'u MÄ SÄ hält das in der Jamsession van der Bundesversammlung Berändernn^n er nhr nnh in erledigte Tarifgesetz, das einig- Fortschritte gegenüber dem ißetLnwna ficb an b>'efe ^afe er e' bestehenden Zustande bringt. Bemerkenswert ist zunächst die I Audi- Beücktianna Bestimmung, bafi „niemandem -in Vorzug in irgend einer Mittaaesse? i^ ^r Sa!?bu^ Restauration ’bt Ä ta fceianM SäLZMÜs-nms nnb'dn9 in ÄÄ knÄlwar über Äe h ^stimmt, daß sie im Dnrchschmtt mindestens ^s Tages die Strecke wieder ftei gegeben worden war, um 2V ret« V“ S unde zu betragen habe. Für di- g-, am spiLn Abend wiederum gesperrt zu werden wöhnlichen Personen,üge find in der Regel nur Wagen mit U Stiftungsfest. Der evanaelisebe Kir- 21 a“ 8C|ftt’Cnr,en' |C d^dürsnis können chengesangverein feierte am vergangenen Sonntag auch solche 1. Klaffe nntgegeben werde». Für Schnellzüge ft, Butzbach sein Stiftungsfest, Der Verein sang in sind Wagen aller 3 Klaffen einzustellen. Bei Expreßzügen einem nachmittags veranstalteten liturgischen Gottesdienste, kann mit bundeSrätlicher Genehmigung die 3. und bei be-15er gut besucht war, einige Choräle, die den guten Ruf, sonderen Verhältnissen auch die 2. Klaffe ausfallen. Züge dessen sich der Verein erfreut, von neuem bestätigten, von rein lokaler Bedeutung dürfen sich aus nur drittklassige Sammlung, bereu Erträgnis der Wiederherstellung Wagen beschränken. Für die Festsetzung der ga^reifc bestimmt ist, ergab 180 Mark, wurde insofern an den b-st-h°nd-n Zustand ang-knüpsi, al» N-chv-rsammlung tm °°« d°n g-lt-nd-n T-rif-n d-r Oer^iEbenen |ertauf f s£be^ Mns'uS hie niedrigsten Sätze entnommen und zur Norm für die I mehrere Ansprachen brachten eine angenehme Abwechselung. Bundesbahnen gemacht wurden. Danach betragt der Fahr- ** Von der Eisenbahn. Die Eisenbahnverwaltnna * Ueber das Bootsunglück, das sich am 23. b, abends gegen 7 einhalb Uhr auf dem Rhein in der Nähe von Niederdollendorf zugetragen hat, berichtet der „Bonn. Generalanz.": Zwei Studierende der hiesigen Universität fuhren nachmittags mit einem Ruderboot stromaufwärts bis Plittersdorf. Dort legten sie an und kehrten in einer am Rhein gelegenen Gartenwirtschaft ein. Sie nahmen Platz an einem Tisch, an dem zwei Herren und zwei Damen saßen. Im Verlauf der Unterhaltung äußerten die beiden Damen den Wunsch, eine Nachenfahrt auf dem Rhein zu machen. Sofort boten die beiden Studierenden hierzu ihr Boot an, welches Anerbieten angenommen wurde. Da. das Boot indessen für vier Personen zu klein erschien, riet man von allen Seiten ab, jedoch ohne Erfolg. Bald saßen die vier im Boot, und die Fahrt ging dem jenseitigen Ufer zu. Glücklich erreichten ie das rechte Rheinufer und fuhren dann noch eine Strecke tromauiwärts bis unterhalb Niederdollendorf, wo eine Kribbe (Buhne) in den Rhein hineinragt. Durch die dort W vorherrschende starke Strömung wurde eine der Damen unruhig und erhobt sich von ihrem Sitz. Alles Mahnen der beiden Herren, doch ruhig zu sein, und Ml itzen zu bleiben, mar lohne jeden Erfolg. Im nächsten Augenblick schon geriet das hin- und herschwankende Boot mit her Spitze auf die Kribbe, und das Unglück war geschehen. Das Fahrzeug schlug um, und alle vier Mrzten in den Strom. Einer der Herren, der vom, im Boot gesessen hatte und des Schwimmens unkundig war, hielt sich krampfhaft an dem umgestürzten Nachen fest, während der andere; versuchte, eine der Damen zu retten. Diese klammerte ich jedoch in ihrer Todesangst so fest an den Schwimmer an, daß er keine Bewegung machen konnte. Es währte nur kurze Zeit, und die beiden nxuen mit der andern Die besondere Bedeutung des schweizerischen Tarifgesetzes liegt unsres Erachtens darin, daß es bereits Bestimmungen enthält, die ohne weiteres eine fortschrittliche Ausgestaltung Schließlich soll den Ortspolizeibehörden'die Befugnis!Q^^^^?.b^Ö8^chen. Es wird sich später nur darum gewährt werden, unter Umständen zur Beseitigung er ^?C n' &lc hier vorgesehenen neuen Em« heblicher, die Sittlichkeit gefährdender Mißstände irn Wege ^ch^ngen und Erleichterungen zu fordern und durchzusetzen, der Verordnung für einzelne Gast- und Schankwirtschaften I •" - ~ — - — und für einzelne Unternehmer öffentlicher Theatervor-I ÄNS flrtrtht Htth 4T-».«. ung finden dürfen. Jrn Handelsgewerbe, im Verkehrs- Feuerwehr zu Laubenheim, Konrad gewerbe, sowie bei öffentlichen Theatervorstellungen und' " - oa|ClD't‘ anderen öffentlichen Schaustellungen, bei denen ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft nicht obwaltet, dürfen vorbehaltlich der Bestimmungen über das Austragen von Waren, sowie über die Beschäftigung als Laufbursche bezw. Laufmädchen, eigene Kinder über zehn Jahre, welche noch zum Besuche der Volksschule verpflichtet sind, nur in der Zeit zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends und nicht länger als vier Stunden täglich beschäftigt werden. Im wesentlichen gelten hier also die gleichen Besttmmungen wie für die Beschäftigung fremder Kinder. Nur soll die Altersgrenze für die Zulässigkeit der Be-! schäftigung, von zwölf auf zehn Jahre herabgesetzt werden. Täe Regelung der Beschäftigung der eigenen Kinder in Gast- und Schankwirt schuft en soll den Ortspolizeibehörden überlassen bleiben. Eine ähnliche Regelung ist für die Beschäftigung eigener Kinder mit Austrage- und Laufdiensten in Aussicht genommen. Endlich soll durch Beschluß des Bundesrats und, soweit ein solcher nicht vorliegt, durch Anordnung der Landes-Zentralbehörden oder durch Polizeiverordnungen I der zum Erlasse solcher berechtigten Behörden die Beschäftigung von Kindern, welche noch zum Besuche der Volks-1 schule verpflichtet sind, abweichend von den vorstehenden Bestimmungen weiter eingeschränkt werden können. Diel Beschlüsse der Bundesrats, die Anordnungen und Polizei-1 Verordnungen sollen für bestimmte Bezirke sowie für be-I stimmte Gewerbszweige erlassen werden können. Qanad) betragt der Fahr- ** Von der Eisenbahn. Die Eisenbahnverwaltung I hat auch im Laufe des verflossenen Jahres vielfach gegen Hm« und Rückfahrt I einzelnde Reisende wegen Fahrgeldhinterziehung vorgehen ^bMimes | müssen. Wir machen daher wiederum auf die Besttmm- ' hingen aufmerksam, bei deren Nichtbeobachtung man sich m 52 es ! ^r Gefahr aussetzt, einen erhöhten Fahrpreis bezahlen zu Di- Giltiak-it d--'R-tourbill-tS 'b-trüql °$ne pltige Fahrkarte im Zug betroffen . \ in nTfn kJ; lwird; b) wer m einer höheren Wagenklasse betroffen wird, heftens 10 Tage. Der BundeSrat hatalso das Recht, ,vährend seine Fahrkarte für eine niedrigere Wagenklasse dieselbe eventuell auch auf 45 Tage zu verlängern. Sehr l gti^ c) wer für chin Kind, das über 4 Jahre alt istz, gar billig erscheint im Verhältnis zur einfachen Fahrtaxe die feine, und für ein Kind, das über 10 Jahre alt ist, nur Retourtaxe und für daS praktische Leben bedeutet diese Re- eine halbe Fahrkarte gelöst hat. bultion, daß in Zukunft, wenn die Nordostbahn Bundesbahn JW. Hause«, 26. Juli. Am nächsten Sonntag findet geworden ist, ein Retourbillet 3. Klaffe zum Beispiel für die hier das im Inseratenteil bereits angezeigte Mtssionsfest Fahrt von Zürich nach Winterthur und umgekehrt, die eine statt. Der Hauptgottesdienst beginnt um I V» Uhr. Danach Länge von 27 Kilometer hat, nur 1,75 Frank kosten wird, tritt bis halb 4 Uhr eine Pause ein. Von dieser Zeit ab während es jetzt 2 Frank kostet, so daß die Verbilligung wird bei günstiger Witterung unter Mitwirkung des Posaunen- 12'/, Prozent beträgt. Die einfache Fahrtaxe hingegen ' ändert an dem jetzigen Tarif der Nordofibahn nichts. Für die Benutzung von Schlafwagen und Luxuswagen sowie für Bahnstrecken mit starker Steigung kann ein Zuschlag erhoben werden; immerhin darf auf den Bahnstrecken, die gegenwärtig solche Zuschläge nicht erheben, auch in Zukunft keiner erhoben werden. Für Kinder unter 4 Jahren wird keine Taxe erhoben, während gegenwärtig für die unentgeltliche Fahrt 3 Jahre die Altersgrenze bilden; Kinder von 4—10 Jahren zahlen die halbe Taxe. Die Erhöhung der Altersgrenze auf 15 Jahre wurde leider abgelehnt. Das Gesetz gtebt jedoch dem BundeSrat das Recht, die Altersgrenze von 10 Jahren zu erhöhen. Für den AbonnemeutSverkehr mit Einschluß der Sencral-AbonnementS, der ArbeiterbilletS und der Schüler- für 4388 Person wurde schwer, drei leicht verletzt. Tie Verletzten wurden sofort geborgen. Tie Gefahr wurde beseitigt. * Bochum, Z5. Juli. Auf der Zeche „Hannover" wurden im Schacht eins drei Bergleute durch herabfallendes Gestein verschüttet. Einer ist tot, die beiden anderen sind schwer verletzt. * London, 25. Juli. Ein heftiges Gewitter, begleitet von Hagel, unaufhörlichem Blitzen, und strömenden Regengüssen, wütete heute mehrere Stunden hindurch hier. Tas Wasser-strömte über die Bürgersteige und drang in die Wohnungen ein. Ein Teil der Untergrundbahn wurde unter Wasser gesetzt. Der Verkehr war zeitweilig unterbrochen. _ * Basel, 25. Juli. Der Elsässer Personenzug Nr- 215, der um 2.43 Uhr von Basel abgeht, entgleiste beim hiesigen Gütcrbahnhof St. Johann. Zwei Personen wurden getötet, drei verwundet. Ter Materialschaden ist bedeutend. _ c * Datum (Kaukasien), 25. Juli. Heute mittag fand m dem dichtbevölkerten Zentrum der Stadt eine Explosion statt, bei welcher vielePersonen getötet wurden. Mehrere Offiziere werden vermißt- Einzelne Häuser sind zerstört. An der Unglücksstelle werden abgerissene Gliedmaßen gefunden. Tie Zahl der Opfer läßt sich bisher noch nicht annähernd angeben. Das Zentrum der Stadt liegt in Trümmern. * Masurische Tierfabeln. Ganz außerordentlich reich sind die Masuren an humoristischen Tierfabelu. Die Hauptrolle dann spielen, wie Fritz Skowronnek erzählt, der Fuchs als der Kluge und der Wolf als der Dumme. Eines Tages hatte der Wolf eine Gans gefangen und wollte sie zu Mittag verspeisen. Er muß wohl nicht sehr hungrig gewesen fein, denn er erlaubte der Gans noch auf ihre inständige Bitte, ein kleines Tänzchen zu machen. Als er sie losließ, breitete sie die Flügel aus und flog davon. In weiser Erkenntnis zog der Wolf daraus die Lehre, daß eine gefangene Gans fortan erst „nach dem Mittag", d. h. wenn er sie ge- fresien, tanzen dürfe. Ein anderes Mal hatte der Wolf einen fetten Hammel geraubt. Als er sich anschickte, ihn zu verzehren, machte ihm fein Opfer den Vorschlag, ihm die Mühe abzunehmeu, er wolle selbst in den Rachen hineinspringen. Der Wolf ging darauf ein, der Hammel rannte mit seinen starken Hörnern gegen seinen geöffneten Rachen und machte sich eiligst davon, als der Wolf betäubt auf dem Boden lag. Nachdenklich erhob sich der Wolf: „Habe ich ihn nun gefreffen oder nicht? Aber ich glaube, ja, denn meine Zähne find blutig." * Kaiserin Elisabeth am Setzkasten. Aus Anlaß der jüngst erfolgten Enthüllung des Denkmals der Kaiserin Elisabeth in Salzburg dürfte die Mitteilung von Jntereffe sein, daß diese in Grnf eines so tragischen Todes gestorbene Kaiserin nicht nur eine begabte Dichterin, sondern auch eine geschickte Setzerin und Buchdruckerin war. Sie hat regelmäßig ihre Dichtungen eigenhändig gesetzt und gedruckt, wohl weil fie eine Profanierung ihrer Poesie besorgen mochte. Auch Kaiser Wilhelm II. hat seinerzeit mehrere Monate in der bekannten Hofbuchdruckerei von Trowitzsch u. Sohn in Berlin die Buchdruckerkunst erlernt; aber beide sind nicht die ersten gekrönten Buchdrucker; schon Kaiser Franz von Oesterreich, der Gemahl Maria Theresias, arbeitete in seinen Mußestunden am Kasten und an der Handpresse. * Die weltberühmte Brooklyner Hängebrücke, eines der größten Wunder kühner Jngenieur> kunsh jenseits des Ozeans, hat sich gesenkt. 17 der großen Stahlträger, die von dem Hauptkabel herunterhängen und die eigentlichen Träger des Fahrweges der Brücke sind, haben ohne jedes Vorzeichen nachgegeben, sodaß sich der Fahrweg bedeutend senkte. Andere Träger erscheinen ebenfalls nicht völlig intakt. Die Ingenieure glauben, daß das große Gewicht einer langen Reihe von Rollwagen die Ursack)e gewesen ist. Die Konstruktion als ganze ist nicht gefährdet, doch wird es ungefähr zehn Tage dauern, bis die defekten Träger, die sich sämtlich an der Brooklynseite befinden, ausgebessert sein werden. Augenblicklich ist der Verkehr über die Brücke nur Fußgängern gestattet. Die East-River-Brücke zwischen New- Bork und Brooklyn übersetzt eine Mittelöffnung von 486,9 Meter, zwei Seitenöffnungen von je 283,7 Meter und weist mit den 476,6 resp. 296,2 Meter langen Auffahrtsrampen aus der New-Yorker und Brooklyner Seite die kolossale Gesamtlänge von 1 Kilometer 826 Meter auf. Die Breite der Fahrbahn beträgt 25,9 Meter, wovon 10,66 Meter au zwei Straßenbahngleise, 7,92 auf Eisenbahngleise kommen und 4,57 für den Fußverkehr frei bleiben. Die Brückenbahn liegt bei den Pfeilern 36,4, in der Mitte der Oeffnung 41,2 Meter über Hochwasser, so daß auch die hochgetakelten Schiffe darunter durchfahren können. Die Pfeiler ragen 82,7 Meter über Hochwasser; da nun die Fundierung des New-Yorker Pfeilers 23,8, die des Brooklyner 13,7 Meter unter Hochwasser liegt, haben sie von Unterkante-Fundier- ung bis Oberkante-Mauerwerk die enorme Gesamthöhe von 106,4 resp. 96,4 Meter. Jedes der sieben aus Stahldrähten bestehenden Drahtseile, die die Brückenbahn tragen, hat einen Durchmesser von 39 Zentimeter. Der Erbauer dieses Riesenwerkes war der berühmte deutsche Brückeningenieur Johann August Röbling, der am 12. Juli 1806 in Mühlhausen in Thüringen geboren wurde. Nach Beendigung seiner Studien, die er in Berlin machte, ging er nach Amerika, und hat dort die größten Brückenbauten ausgeführt. Den Entwurf der East River Brücke, die erst von seinem Sohne, dem Obersten Washington Röbling 1883 vollendet wurde, fertigte er zwei Jahre vor seinem am 22. Juli 1869 erfolgten Tode. * Ein heiterer Prozeß macht gegenwärtig in Newyork viel von sich reden. Unter den zahlreichen Attesten eines amerikanischen „Doktor Eisenbart", durch welche dieser für seine Wunderkuren Stimmung zu machen suchte, figurierte auch die Namensunterschrist eines im Sezessionskriege zum Invaliden geschossenen ehemaligen Kapitäns. Dieser bezeugte, von dem Arzte völlig geheilt worden zu sein. Der Zufall fügte es, daß dieses unvorsichtig ausgestellte Attest einem Beamten des Pensionsbureaus zur Kenntnis kam, der sofort den alten Haudegen aus der Liste der Pensionsberechtigten strich, da, nachdem er sich selbst für geheilt erklärt, ein fernerer Grund zur Untestützung nicht mehr vorhanden sei. Der Exinvalide hat jetzt seinen angeblichen ärztlichen Wohlthäter auf "Schadenersatz verklagt. * Die ersten Spielkarten. Zum ersten Male werden Spielkarten, wie die „Papierzeitung" berichtet, in einem Schriftstück aus dem Jahre 1377 erwähnt. Zwar ist anscheinend älteres Manuskript bekannt, in dem es heißt: Non getti dadi, ne tocchi naibi (Würfle nicht, noch spiele Karten), doch ist nicht bestimmt festgestellt, in welchem Jahre dasselbe verfaßt wurde. Tie Abhandlung des Johannes Teutonikus aus 1377 erwähnt Spielkarten als eine Neuheit unbekannten Ursprungs und beschreibt einen Satz von vier Farben der bekannten deutschen Karten, jede einen König, zwei Buben und figurenlose Karten 1 (Aß) bis 10 enthaltend. Teutonikus bemerkt in seiner Schrift, daß sich das Spiel durch Hinzufügung einer Königin und zweier Hofdamen verbessern ließe. Er lobt es als eine Kurzweil, die sich selbst für Predigermönche eigene. Tie harmlose Natur der Karten blieb jedoch nicht lange bestehen, und "o kam es, daß im Jahre 1404 die Synode von Langres ihre Benutzung untersagte. 1423 war das Kartenspiel zu einer solchen Volksleidenschaft geworden, daß der heilige Bernhard von Siva einen Kreuzzug durch Nord-Italien gegen die Karten unternahm, der zur Folge hatte, daß solche in Unmengen vernichtet wurden. Dasselbe spielte sich später in Florenz anläßlich der Predigten Savonarolas ab. 1430 verbot Amadeus von Savoyen das Kartenspielen in seinem Lande, ausgenommen, wenn dasselbe mit „Damen um Nadeln" statfand. Bon jener Zeit an wurden die Verbote allgemein. Der heilige Bernhard gab in seinen 1440 ge- chriebenen Predigten aufs entschiedenste der Ansicht Ausdruck, daß die Karten eine Erfindung des Teufels seien und nannte sie „Teufels Gebetbuch". selben auch in Mengen unter 5 Centnern. Gießen, den 21. Juni 1901. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. I. V.: Edm. Wetter. Firmen der Kleinverkauf unserer Gaseokes von 1 bis 5 Ceutuer bestehen, nämlich bei den Herren: Job. Fischer, Micestraße 19, H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 33, Gebr. Kahl, Frankfurterftraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gar- cokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen die- Schiffsnachrichten. Norddeutscher Äoyd. in Gieße« vertreten durch btn Harnten C. LooS. Bremen, 24. Juli. fPer transatlantischen Telegraph."! Der Doppelschrauben. Schnrllpostdampfer „Kaiser Wilhelm der Große", Kapitän H. Högemanv, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Gascokes. Infolge Stadtverordneten-Beschlusses vom 20. Juni d. I. eine Humoristisches. - Immer im Dienst. .Sie, Sie“, Jagte der Herr potyel- Aktuar nach dem Mittagessen warnend zu seinem Stammwirt, .haben Sie denn Ihre neue Köchin schon angemelbet?'1-— Der Wirt, welcher fich m dieser Richtung wirklich einer kleinen, auS Nachlässigkeit begangenen Unter, laffungssünde schuldig wußte, fragte verblüfft: „Aber woher wissen Sw denn schon wieder, Herr Aktuar, daß ich eine neue Köchm hab < _O", entgegnete der Beamte, „bec Polizei entgeht nichts: Blsher waren immer blonde Haare in der Suppe, seit gestern sind's schwarze — alfo?! — «elbststrafe. Hausknecht: „Herr Professor, hier bringe ich Ihnen Ihren Schirm, den Sie gestern abend bei uns vergeßen haben! — Professor (berühmter Rechtsgelehrter): „Danke, danke - hier haben Sie einen Thaler!" — Hausknecht: „Aber, Herr Professor, fo Diel ist ja der Schirm gar nicht mehr wert!" — Professor: „Gerade darum! Jetzt werde ich da« nächstemal schon bester aufpaffen!" tritt — Preisermäßigung unserer Gascokes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festge. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gerhard Terlinden Aktiengesellschaft in Oberhausen. Tie Konkursanmeldung der Gesellschaft , ist erfolgt. Frau Terlinden ist ebenfalls verschwunden. Sie reiste am Mittwoch von Oberhausen ab, angeblich, um in einer in der Eifel gelegenen Villa ihres Gatten Aufenthalt zu nehmen. Da jedoch bisher von ihr keinerlei Nachricht eingetroffen ist, wird angenommen, daß sie sich mit ihrem tüchtigen Gatten vereinigt hat. Hinter Terlinden soll bereits ein Steckbrief erlassen sein. Neben der Bankfirma Beckerath-Heilmann in Krefeld, die 1200 000 Mk. zu fordern hat, sind der Barmer Bankverein, die Hannoversche Bank und das Bankhaus Robert Warschauer u. Eo. mit ähnlich großen Beträgen beteiligt, die anderen Banken und Bankfirmen mit weniger hohen Summen. — Von unterrichteter Seite wird noch mitgeteilt, daß sowohl die Grundstücke wie die Gebäude, die in dem Abschluß vom 31. Dezember 1900 mit 1952 000 Mk. bezw. 2 695 500 Mk. eingestellt waren, außerordentlich stark überwertet worden sind. Starke Zweifel über die angemessene Bewertung dieser Vermögensgegen- tände sind in Oberhausen schon im Laufe des vergangenen Jahres aufgetaucht. Auch, andere Posten sind offenbar maßlos übersetzt und die hohen Dividenden buchmäßig nur dadurch herausgerechnet worden, daß alljährlich die Buchs- werte um ganz außerordentlich große Summen erhöht wurden. Im schroffen Gegensatz hierzu steht der von der Gesellschaft erzielte Umschlag. So wird von einer Seite, die es wissen kann, mitgeteilt, daß der Umschlag im Jahre 1900 nur 1000 000 bis 1200 000 Mk. betragen habe, während in demselben Jahre ca. eine Million Mark an Löhnen gezahlt wurde. Die Mittel zur Aufrechterhaltung des Unternehmens und des äußeren Scheins hat sich Terlinden durch Wechselreiterei, durch Verpfändung von echten und unechten Aktien und durch umfangreiche anderweitige Inanspruchnahme von Kredit beschafft, den er angesichts der scheinbar glänzenden Lage seiner 'Gesellschaft in den meisten Fällen erhielt. Neben den bereits genannten Banken ist auch eine belgische Bank an dem Zusammenbruch beteiligt. Terlinden hat bei ihr gegen Hinterlegung von 750 000 Mk. Aktien 400 000 Frs. erhalten. Um seine Wechselreiterei zu erleichtern, gründete er in Lille die Firma Usines des deux fleches, die von W. Wenigmann geleitet wurde. Außerdem stand er in Verbindung mit der Firma Theodor Winterberg in Oberhausen, die von einem Bruder des Vorsitzenden seines Aufsichtsrats geleitet wurde, und der Firma Fritz Dietz u. Eo. in Köln, an der er als Kommanditist beteiligt war. Unter Benutzung dieser Firmen setzte er unglaubliche Mengen von Reitwechseln in Umlauf. Der verhaftete Prokurist Kosbadt war fast ausschließlich mit der Besorgung der umfangreichen Wechselgeschäfte befaßt und sich jedenfalls über den schwindelhaften Charakter des Unternehmens schon längere Zeit klar. Obwohl Terlinden seinen eigenen Aufsichtsrat in der gröblichsten Weise hintergangen hat, bleibt doch unverständliche wie er sein Treiben so lange fortsetzen konnte. Schon eine oberflächliche Nachprüfung der Umschlagsziffern und der Unkosten hätte den Aufsichtsrat belehren müssen, daß die hohen Dividenden, Abschreibungen, Gewinnanteile usw. vollständig in der Luft schwebten. Konkurs Kammgarnspinnerei I. C. G. Neu- merkel in Gera Zum Stande des Neumerkel'schen Konkurses wird geschrieben, daß die Situation der infolge Konkurses der Leipziger Bank kreditlos gewordenen Kammgarnspinnerei zwar prekär, aber nicht aussichtslos ist. Es sind 900 000 Mk. Passiven vorhanden, darunter der Kredit der Leipziger Bank mit 300 000 Mk., für den als Deckung die Firma zwei Wechsel von je 150 000 Mk. gegeben hat. Eine Schwester der Firmeninhaber (Frau v. Schwarzkopf. D. Red. des „Gieß. Anz.") hat eine Hypothek von 140 000 Mk. gegeben. Tie übrigen Passiven setzen sich aus Forderungen von Maschinenfabrikanten und Rohstofflieferanten zusammen. Die Gläubiger sind außer der Leipziger Bank sämtlich so situiert, daß sie nicht auf Zahlung zu dringen brauch^. Die Aktiven bestehen in guten Außenständen im Betrage von 160 000 Mk., in der ausgezeichnet ausgestatteten neuen Fabrik und wertvollen Grundstücken. Ter Weiterbetrieb der Fabrik ist beschlossen worden. Das Weiterbestehen der Firma und die Befriedigung der Gläubiger dürfen als sicher angesehen werden, wenn die Gläubiger nicht drängen, sondern Zeit zum angemessenen Verkaufe der in guter Lage der Stadt befindlichen Grundstücke gewähren. In dem Falle rechnet man sogar auf einen Ueberschuß von 300000 bis 400 000 Mk. für die Firma Neumerkel. Man nimmt an, daß die demnächst stattfindende Gläubiger-Versammlung Beschlüsse fassen wird, die das Weiterbestehen der Firma sichern. Litterarische Neuerscheinungen. Graf Otto v. Bray-Steinburg. Denkwürdigkeiten au6 seinem Leben. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. K. Th. o. Heigel. (V, 208 S.) Leipzig S. Htrzel. 4 Mk. Schmidt, Prof. M., Die Aquarellmalerei. Bemerkungen über die Technik und ihre Anwendung auf die Landschaftsmalerei. ,7. Aufl. (86 S.) Leipzig, Grieben. Mk. 1,60. Wolfram, Ernst H., Führer durch die Umgebung von Dillenburg, Dill-, Lahn-uud Sieggeviet. 2. Aust. (106 S. mit einer Karte. Dillenburg, Moritz Weidenbach. 1 Mk. Berl. Jllustr. Zeitung. 10. Jahrg. Nr. 29, 30. Berlin, SW. 12, Eharlottenstr. 9. BierteljLhrl. Mk. 1.30. DieS Blatt gehört der Hausfrau. 15. Jahrg. Heft 42, 43. Berlin, Friedrich Schirmer. L Heft 15Pfg., viertetjährl. Mk. 140. Ueberall. Jllustr. Wochenschrift des deutschen FlottmvereinS. Nr. 40/41. Berlin, Bong ». So. t Heft 30 Pfg. Landwirtschaft. Bom Jahrduch des allgemeine« DerdandeS der deutsche« landwirtschaftlichen «enoffenschasten 'st der 7. Jahrgang (isov) erschienen. Als Gelamtbestand am 1. Januar 1901 ergiebt die Statistik: In 26 Verbänden 40 Zentralgenoffenschaften, 4584 Spar- und Darlehenskassen, 1395 Bezugögmoffenschaften, 1019 Molkereigenossenschaften und 270 sonstige Genossenschaften. Zusammen 7308 Genossenschaften 6 direkt angeschloffene (Zentral)-Genoffenschaften. Mithin 7314 Genoffenschaften insgesamt. DaS freie Wort. 1. Jahrg, Nr. 8. Frankfurt, Neuer Franks. Verlag. 40 Pfg. (Enthält u. a.: DaS ofterr. Problem 3. He.i o. Ugron; Herm. Grimm; Ueberbrettl und kein Ende.) Für alle Welt. Heft 26. Berlin, Bong u. Eo. 40 Pfg. — Moder ne Kunst. Heft 23 Edda. 60 Pig. — Zur guten Stunde. Heft 24. Ebba. 40 Pfg. — St. Hubertu«. Nr. 29. Cöthen, Paul Schettlers Erben. — Die Zukunft. Nr. 42. Berlin, Frtedrichttr. 10. 50 Peg. (Enthält u. a.: Medizinische Pfaffen von Robert Hessen; Lenzstimmen von Maxim. Gorkij; die Darmstädter Künstler ko lonie von Benno Rüttenauer.)! Saedeker, K., Die Schweiz, nebst den angrenzenden Teilen von Oberitalim, Savoyen und Tirol. 29. Äufl. (32, 544 S. m. 59 Karten, 13 Stadtplänen und 11 Panoramen.) L-ipzig, Karl Baedeker. 8Mk. Für Cokerabnehmer, welche 2 und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Ctr. Für Anfuhr an das HauS werden S Pfennig den Ceutuer berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes auf die bttrWt« Plätze (Keller, Stall rc.) mit keinem außergewöhnlich Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. m Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen bleibt bei folgenden hiestgen setzt wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes..........L20 Dtt. Nutz Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofeufchächte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthractt, gangbarste Sorte.......1/80 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschntttliche Korngröße des Anthracit.....1/85 Mk. In Wagenladungen von mindestens 36 Kentner«: GtückeokeS .... 1,15 Mk. Nutzeokes Nr L . 1,25 „ Nutzeokes Nr. S . 1,30 „ Aei gleichzeitiger ßntna-nre von mindestens 200 Hentnernr Gtückeokes .... 1,10 Mk. Nutzeokes Nr. L . 1,20 „ Nutzeokes Nr. 2 . . 1,25 „ nio Rlickensdetter * 6k «w«' sd>t«ttma’d’,n? UW ”, , mit auswechselbarem Cypenrad Schreibmaschine 1 «Alphabete für 12 Sprächet») und itr.sin. NS.-, nr.7m.225.- zarbroll-Einrichtung. *6 "6 Katalog bezw. Vorführung durch die Vrühl'sche Druckerei, Stehen, Schülstratze Nr. 7. Kunst-Ausstellung. auBBtellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 biß 1 Uhr mittags mit Ausnahme dea ßamataga geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 Ms 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 dm 3 Uhl ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. ä. jtolkrhoff Sohne, Giessen, Seltersweg 20 Wegen Beendigung der Sommer-Sais-n • Saison-Verkauf ZU bedeutend herabgesetzten Preisen. Aus der großen Zahl der im Preise herabgesetzten Artikel führen wir heute folgende an: Are herabgesetzten Preise sind deutlich aus den Kreiszetteln vermerkt. Sämmtliche Sommerware« find im Preise ermäßigt. Blusen-Hemden Seidene Bänder Mk. Damen-Handschuhe 4.50 Damen-Strümpie 6.50 9.00 Schweiss-Socken 20,40,60 Missionsfest Von 6182 577.80 Mk. 2. n H 44. 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