JlWürzen Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische KMdwirt, Glätter für hessische Ualkskunde. Zweites Blatt Sonntag den 27» Januar 1901 Gießen e r Anzeiger General-Anzeiger Aints- und Airzeigeblatt suv den Ttvers Gieren find in seinen Zum englischen Thronwechsel So oft sie kommt, soll sie willkommen sein. Pfl. 181. Jahrgang Beischel, Hähndlen und sonstigen landwirtschaftlichen Eigen- tümlichkeiten keinen Bescheid weiß, so komisch, daß man kaum aus dem Lachen herauskam. Herr Ramsey er als Zählkellner hat uns nicht gefallen. Sein Spiel hatte keine Natürlichkeit bis auf die Liebesszene, die er allzu stark zu seinen Gunsten ausnutzte. Frl. v. Gordon geriet dadurch sichtlich in eine unangenehme Lage. Wenn man auch schließlich von einem Ganymed nicht besonderes Taktgefühl verlangen kann, etwas mehr Zurückhaltung hätte ihm ooch Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pf. ist einzig w Seiner !n um migenbMM fttvaitm l, Saucen, Äagoul#, VtmOftnu. 81tna(4to6tn, im unb b'vt $ctbauun& iE ib wzure-m. - Pnäge irnsa l6m. - In vrigmal'WS^ L M an. FlMLm zuM Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprecher Nr. 51. Bon den Herren hatte Direktor Helm die Hauptrolle !*Mr dre er auch gut zu Ende führte. Der derbe, biedere Msecke, Lampenfabrikant aus Berlin, der mit den Worten: ,« Jejend ohne Berliner, hab'n Sie det schon jesehen? Det Rkbl's ja jarnich!" die Bühne betritt, und abgesehen von Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe Nr. 7. Erscheint täglich mit Ausnahme M Montags. Die Gießener Mamitienv kälter werden dem Anzeiger Im Wechsel mit „Heff. Landwirt" u. „Blätter fiir Hess. Bolkrkunde" wSchtl. 4 mal beigelegt. Are;ugsprels vierteljährl. Ml. 2.20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohu; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1.90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2.— vierteljährl ohne Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für bcn folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. W Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Amtlicher Feil. Bekanntmachung. In der Zeit vom 19. bis 26. Januar l. IS. hiesiger Stadt und deren Gemarkung gefunden worden: 1 Zwicker, verloren worden: 1 Portemonnai mit Inhalt. Der Empfangsberechtigte des Zwickers beliebe Anspruch alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 26. Januar 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Giessen ahuhvfstratzeSr. mru- u. Kvabe». llsKattuvgsgkschLft. lüfte Anteil nehmen. Balfour beantragte, das Haus solle seinem Beileid Ausdruck geben. Die Trauer werde noch gesteigert durch das allgemein sich geltend machende Gefühl, daß eine große Epoche zu Ende gegangen sei. Im Laufe oer Regierungszeit der Königin habe der Einfluß der Krone nicht abgenommen, sondern zugenommen. Bezüglich des Königs fügte noch Balfour hinzu, würde es wie Hohu klingen, wollte er diesen beglückwünschen. Denn im ganzen Königreiche gebe es keinen Menschen, der von größerer Trauer erfüllt sei. Dennoch müßte der König beglückwünscht werden, weil er, der Pflicht gehorchend, die große Last der Verantwortung übernommen habe und von dem ernsten Willen erfüllt sei, diese Pflichten bis an sein Lebensende zu erfüllen. Balfour bringt dann die Adresse ein. In der von ihm eingebrachten Adresse versichert das Haus den Hießener Stadttsieater. Im weiße« Mßk. Lustspiel in 3 Aufzügen von Blumenthal und Kadelburg. 'M Eintreffen u M*n 5ll »w« Sm augenblicklichen fMfflrilt - »5«J* jäten all kochende» nt man dagegen HAGGI'e BouUlon-KiPee,n’ womit eine O WIW OOBBelo* aiga. »« te"“ « ’0T T Wer kennt nicht die fidelen Herren Blumenthal und Swelburg, jene Firma zur Fabrikation der Gesundheit zuträglichen Lachpillen? Wie viele Stücke, aus ihrem Kom- Wjnie-Geschäft hervorgegangen, haben nicht einen Sieges- touf über Deutschlands Bühnen genommen! „Im weißen «oßl" ist ein „Lustspiel" im äußeren Sinne des Wortes. hat sich ja wieder gestern abend bewiesen. Die schöne, seflhee Josepha eine Wirtin, wie sie sich Herr Blumenthal erträumt haben mag, mußte das ganze anwesende Pnbli- ■im entzücken. Frl. Thea von Gordon vom Residenz- Aheater in Berlin war diese Wirtin. Sie spielte ihre »olle mit Sicherbeit und Anmut. Ihre üppige, prächtige Iißur, ihr reizendes Köpfchen, ihr herrliches blondes Haar, Während der Verlesung der Proklamation des neuen Königs an den verschiedenen Stellen der Stadt London halten sich mehrfache Zwischenfälle zugetxagen. Es kam mehrfach zu großen Unordnungen. Der Zug der Herolde tvurde einige Male abgeschnitten und die Behörden hatten Kühe, die Ordnung wieder herzustellen. Ueber die Entsendung eines deutschen Geschwaders nach England wird aus Kiel telegraphiert: Sämtliche in Dienst befindlichen deutschen Kriegsschiffe ollen nach England abgehen zur Teilnahme an einer großen, anläßlich der Beisetzung der Königin Viktoria statt- mbenben Flottenparade. Zum Befehlshaber dieses deut- >hen Geschwaders wurde vom Kaiser Prinz Heinrich aus- ersehen. Die Vorbereitungen zur Entsendung der. Flotte sind in vollem Gange. Die Küstenpanzer „Hagen" und „Odin" erhielten Ordre, alsbald von Danzig nach Kiel in dee zu gehen. Ferner kommen für die Reise nach, England in Betracht die Linienschiffe „Kaiser Wilhelm II.", „Kaiser Friedrich III.", „Baden", „Sachsen" und „Württemberg", sowie die großen Kreuzer „Freya" und „Viktoria Luise". Das gesamte Geschwader wird sich am 28. Januar vor Wilhelmshaven einfinden und von dort aus die Reise nach ßitgland antreten. Im Unterhaus legte der erste Lord des Schatzes paTfour die Botschaft des Königs vor, worauf alle -Mitglieder des Hauses das Haupt entblößten. Der Sprecher verliest die Botschaft, worin es heißt, der König sei fest Lavon überzeugt, das Land werde an seinem schweren Ver- Aus London wird vom 25. Januar gemeldet: Die Ankunft des Königs erregte nur wenig Aufsehen. Nur 200 Personen waren anwesend. — Heute vormittag feuerte das Kriegsschiff „Australia" einen Salut zu Ehren der Thronbesteigung des Königs- und zur selben Zeit wurde Kanonendonner von Portsmouth gehört. Das Feuer begann von Neuem um halb drei Uhr, als die kgl. Yacht mit dem König an Bord herannahte. Ehrenabteilungen von Matrosen und Leibgarden erwarteten den König am Dreieinigkeitsquai. Die Bevölkerung begrüßte denselben schweigend durch Abnehmen der Kopfbedeckung. Am Eingang vom Osbocne-Park begrüßte der deutsche Kaiser die königliche Gesellschaft. Der Kaiser war nur von einem Stallmeister begleitet. toria und Lorenzo Marques stattgefunden haben. Bisher sind hier noch keine Nachrichten über das Gefecht bei Bal- moral eingetroffen. Die Zahl der Buren, die zwischen Pretoria und Belfast konzentriert sind, beläuft sich auf 10 000 Mann. Man glaubt, daß die Unthütigkeit der englischen Truppen durch die zahlreichen Krankheitsfälle, die im englischen Heere vorgekommen sind, verursacht ist. Loudon, 25. Ion. Aus Kapstadt wird berichtet: Die Buren befinden sich in zwei Kolonnen in der Umgegend von Clahnwilliam. Man bemerkt die Absicht der Burenkommandos, die sich in dieser Gegend befinden, bis an die Küste vorzudringen und schließt daraus, daß sie Flibustier-Expeditionen auS Europa erwarten, die ihnen Waffen und Munition zu- König seiner liefen Änteilnahrne an der Trauer über das I Ni!" ^n. ^Infolgedessen haben die englischen Kanonen- Ableben der Königin und bringt dem Könige seine Glück ^ote und Kreuzer Befehl erhalten, die weftafrikamsche Küste wünsche zur Thronbesteigung dar, verspricht Ergebenheit I streng zu bewachen und das Landen jedes verdächtigen Fahr- und drückt die feste Ueberzeugung aus, daß der König zeugeS zu verhindern. — Weiter wird aus Kapstadt gemeldet, während seiner Regierung sich bemühen werde, die Gesetze daß Burengefangene, die sich in der Nähe der Küste auf des Königreichs aufrecht zu erhalten und für die Wohlfahrt I einem abgeschlossenen Lager befinden, nach Eintreffen der und Freiheit seiner Unterthanen einzutreten. Der Sprecher Meldung vom Tode der Königin Viktoria beschlossen haben, erklärt die Adresse für angenommen, wogegen sich kein ihre täglichen Spiele auf einige Zeit zum Zeichen der Trauer Widerspruch erhebt. Auf Antrag Balfours vertagt sich das einzustellen. Diese Haltung der Buren Hal in hiesigen eng- Sm Oberhaus legte Salisbury die Botschaft des [i’$cn Kr-is-» einen guten Eindruck gemacht. Königs vor wie im Unterhause und beantragte ferner diel w r . • . b _ Annahme einer ähnlichen Adresse wie im Unterhause. Salis-I „ < • bury zollte den persönlichen Eigenschaften der Königin!^ Gorlin, 26. ^an. Aus New-York wird gemeldet: warme Anerkennung und betonte besonders die Bezieh-Burenfreunde erließen einen A p pell an König ungen der Königin zu ihren Ministern, die ihre große Edward, die südafrikanischen Republiken zu schonen. Einsicht stets bewunderten und ihren Ansichten stets Rech- |_ . London, 26. Jan. Die tägliche Verlustliste .des nung tragen mußten. Die Adresse wurde einstimmig an- Kriegsamtes vom südafrikanischen Kriegsschauplätze umfaßt genommen. für gestern 12 Tote, 76 an Krankheiten und Verletzungeu * * ! Gestorbene, 11 Verwundete, 4 Gefangene und einen Ver- TeLegramme deS Giesteuer Anzeigers. I Brüssel, 26. Jan. Das Komitee zur Unterstützu ng Berlin, 26. Jan. Wie aus Kopenhagen depeschiertld er Bure n entsendet am 10. Februar eine Delegation nach wird, fand gestern im dortigen anglo-dänischen Klub eine Utrecht, um dem Präsidenten Krüger das Ehren-Album mit große Versammlung von Dänen, Engländern und Ameri- den zu Gunsten der Buren gesammelten Unterschriften zu kauern statt, die eine wanne Sympathie-Resolution überreichen, aus Anlaß des Todes der Königin Viktoria auf Vmschsgg ■■ 1 ■- 1 ■■■ des dänischen Reichstags-Abgeordneten Ködt und Befür-i (Tfritta Wortung des englischen und amerikanischen Konsuls an- . . , . nahmen. Die Resolution wird dem König Eduard über-I . Das internationale Kriegsgericht IN Pao- reicht werden Hn g f u bestand aus dem Brigadegeneral B a illoud als Kiel, 26. Jan. Prinz Heinrich schisst sich am ^ibenten und als Mitgliedern dem englischen Gesandt- 27. ds. Mts. an Bord des Linienschiffes „Baden", das auf etretar Jam'eson, dem englischen Ober>tleutnant der Reise nach England als Flaggschiff dient, ein. Nach R«".seh- dem italienifchen Major Agliardi und dem Beendigung der Flottcnparade im Hafen von Spithead preußischen Major v. Brrxen-Hahn. Das Urteil lautetei gehen die „Baden" mit dem Prinzen Heinrich an Bord und Zur Todesjtrase durch Enthauptung werden verurteilt: der Kreuzer „Freya" sofort zur Vermählungsfeier nach 1) der Fangter Tmgyung, der weder Veranden hat, die Holland, während die übrigen Schiffe zu ihren Stationen Europäer und chrrst,chen Chine,en zu ichutzen, noch drc zurückkehren Niedermetzlung der Miftwnare, Eisenbahnbeamten und christ- Washington, 26. Jan. Die Abordnung, die lich-ti-Chinesen ,u verhindern, 2) der^Tatarengouverncur die Vereinigten Staaten zum Leichenbegängnis der Königin Kuachen« der dre Boxerbewegung begünstigt und or- Viktoria abscnden werden, umfaßt bürgerliche Mitglieder Z°"^t hat; 3) der Re,teroberst Wangpschangkol, de, die und Vertreter der Armee und der Flotte. ■ Niedermetzlung des amerikanischen Missionars Bengler mit . Q Frau und kleiner Tochter, die tu seinem Lager Zuflucht Crnnlänbßr imh Durett gesucht hatten, zugelassen hat. Das Urteil wird an diesen uno drei Verurteilten am Dienstag den 6. November, morgens Loudon, 25. Jan. Aus Pretoria wird gemeldet, daß 10 Uhr, in Gegenwart von Vertretungen der Garnison Pao- bereits einige Zusammenstöße in der Gegend zwischen Pre- tingfu be iber Stelle vollstreckt, wo der englische und der amerikanische Missionar niedergemetzelt wurden. II. Der Nientai Schanschiakoi, dessen Schuld wegen geringerer Vollmacht nachsteht, der aber nicht minder an der Verantwortlichkeit für die Unthaten teilnimmt, wird seines Ranges für verlustig erklärt und seines Amtes entsetzt. Neben diesen durch ihre Befugnis Hauptschuldigen hohen Beamten war es aber auch Pflicht der Stadträte, die Bevölkerung Pao- tingfus zur Ruhe und Ordnung anzuhalten. Weiterhin ist die Gesamtheit der städtischen Bevölkerung straffällig, weil v„ o ..4, ..... .. -z v ।sie mit den Boxern sich an der Niedermetzlung beteiligt ?5par n °aI? /9 doch J)at Auf Grund dessen spricht das Kriegsgericht weiter Balthyni charakterifterte den ^lgendes Urteil: Gegen die Stadträte wird eine aus deren mit Fleiß und Schick. Die Herren Lt e ä fdj er, ^ermöQen einzuziehende Geldstrafe von 100 000 Taels ver- HpU Reinhardt und Marlitz halfen hängt. Der erste Bürgermeister haftet persönlich für Ein- C?rf\Tan$en ^Um Gelingen mit mehr oder weniger gutem [{eferung ber Strafe binnen Monatsfrist (bis uim 1. De- . I zember). Zur Strafe der Bevölkerung werden die Tempel, 'N Ihren untergeordneten Rotten 7^ denen Boxerversammlungen stattgefunden haben, die Sri Mila d et a Chapel le fehlte [5^ übeT Yen vier Stadtthoren und der Teil der Stadt- an -2 I mauce, in dessen Nähe die Missionare niedergemetzelt wur- noch zu viel Deklamatorisches an ihr. Frl. Wohlbruck rerstört" a5-^äUn9e"an^Ben-^)ti^f--^C E-^bnHerrn meIbet au§ Peking vom 23. Jan.: Im Beisein des Tne m ^rer Mühsamkeit recht ge- deutschen Gesandten machten heute Pioniere in der Ketteler- °Am Ende 'des "erstes Aktes ergoß sich Über den Bühnen- B"gest7rn1i^hu7de!;Ln Stt”6enniin^^^ 'siebenen W fübIid’ 601,1 ^-sandtschastsgebäude zu säubern, wo eine ertrugen bie Wie wi-,h°-°n, beabsichtigt Frl. Thea von G o r d ° n wu^ach uns demnächst noch Mit einem weiteren Gastspiel zu erfreuen, chinesischen D^^^^ nm Einstellung jeder weiteren mili- So oft sie kommt, soll sie willkommen fein. Pfl. tärischen Expedition einheitlich dahin beantwortet, daß die ------ I Mächte ihre Maßnahmen davon abhängig machen werden. "L »tju-L, teyenoes Zöpfchen, ihr herrliches blondes Haar, das alles mußte hinreißen. Mit unbefangener Natürlichkeit S& Drolligkeit verstand sie zu unterhalten, Schnada- zu fingen. .junn Won den Herren batte ctrt Sio CSrtlt zum Telegramm deS Gießener Anzeiger-. Deutsches Reich Vermischtes ** Seltene Feier. Dem Vernehmen nach findet nächste unserem gestrigen Stadtverordnetenberichte gaben wir in kurzen Worten die Erklärung wieder, die Bürgermeister bäude folgten diesem Beispiele. Am Sonntag findet das erste öffentliche Aufgebot statt. Ehe miteinander einzugehen. Unmittelbar darauf wurde am, Rathause die Fahne aufgezogen, die Kirchen und andere Ge-15 er quetschte. Woche die Feier des hundertjährigen Geburtstages des Kaspar Huhn am „Lügentisch" statt. d. Großen Linden, 26. Jan. Seit heute ist die t el e- Gießen näheres berichten. Die Namen der genanuten * Laub an, 25. Jan. Vor einigen Tagen hat sich in seinem Zimmer der Leutnant Frommhagen von der 6. Kompagnie des hiesigen Bataillons erschossen. Ein schweres inneres Leiden hat den jungen Ojfizier in den Tod getrieben. * Kopenhagen, 25 Jan. Der Dampfer Holgor Danske, von Danzig nach Jütland unterwegs, ist mit seiner Besatzung untergegangen. * Graz, 25. Jan. Bei einem Dienstgange auf dem Plößnitz Steig stürzte der Förster Kneszarek ab und blieb tot. Tokio, 26. Jan. Sir Macdonald, der frühere englische Herren bürgen für die günst'ge Aufnahme des Projektes. Gesandte in Peking, hat dem Mikado sein Beglaubigungs- ** Projektionsvorträge. Pros. Sauer wird seinen Vorschreiben eingehändigt. Der Mikado dankte dem Gesandten iragszykluS Montag, 28. Januar 4 Uhr, bez. Dienstag, für die Hilfe, welche er den Japanern während der Be- 29. Januar 6J/4 Uhr mit einer Besprechung von Leonardo's lagcrung der Gesandtschaft in Peking hat zuteil werden lassen. Abendmahl beschließen. .. ■ ** Eine Erklärung unseres Bürgermeisters. Bereits in Gerichtssaal. —D— Gießen, 25. Jan. (Strafkammer.) Der Beginn der heutigen Sitzung nimmt auf der Anklagebank Platz der 35jährige Karl Heck, Bäckermeister zu Fauerbach bei Friedberg, dem die Anklageschrift das Delikt de* Urkundenfälschung gemäß §§ 267, 268, pof. 1 St. G. zur Last setzt. Der Angeklagte hatte im August v. I. an di Großh. Staatsanwaltschaft Gießen einen Brief, Unterzeichner „Heinrich Rupp", Taglöhner", gerichtet, in dem ein gewiste Hacker von Fauerbach des Notzuchtsversuchs an der Frau Berlin, 25. Jan. Auf Befehl des Kaisers werden Mecum in Sachen der neuen Landesirrenanstalt abgab. Wir die zur Feier von Kaisers Geburtstag am 27. Januar sind heute in der Lage, sie wörtlich wiederzugebcn. Der Herr üblichen Diners des Reichskanzlers, der Staatsminister und! Bürgermeister führte aus: Staatssekretäre erst nach der Beisetzung der Königin Viktoria L . As'H in der Stadtverordneten-Versammlung am d Mts eine h»» hi» ! Rentabilitätsberechnung für unser Elektrizitätswerk vortrug, habe ich nur staltfinden. Das gleiche gilt von den Festessen, die von den I öje Anschlüffe und die Energieabgabe in Betracht gezogen, auf die nach deutschen Vertretern IM Ausland zu Kaisers Geburtstag ge- I Maßgabe ver vorliegenden Anmeldungen nyt Sicherheit zu rechnen ist. geben zu werden pflegen. Die deutschen Vertreter im Aus Herr Kollege Wolff wies im Laufe der Verhandlung mit vollem Recht land können aber an patriotischen Veranstaltungen zum d°-°u! hin daß mit Rücksicht auf den weiter ,u-ewart-nd-n Anschluß 27. Januar teilnehmen, sofern diese ohne Musik abgehalten *5“ »ggta *£ werden. I dabei u. a. die nach dem Staatsbudget für 1901/2 bei Gießen zu — Der Kaiser trifft nach den Trauerfeierlichkeiten in errichtende dritte Landesirrenanstalt. In einem Eingesandt unter dem England aus Schloß Homburg ein. Wie lang- der R-daw°nsstrich° in 5ht.11, 2. stattibes1 stnj.“ »om is. 3«nuat ° | behauptet ein Herr M, man habe über die P l a tz f r a g e noch Aufenthalt wahrt, steht noch nicht fest. I nichts gelesen, und ersucht um Mitteilung, aus welchen Vorkornrn- — Das „Armeeverordnungsblatt" veröffentlicht folgenden Kiffen Herr Beigeordneter Wolff die Vermutung herleite, daß die dritte Armeebefehl des Kaisers: !Landesirrenanstalt bei Gießen errichtet werden solle. Herr M. fand die „Osborne, 23 Jan. Des Hinscheiben Meiner gelebten, hoch Antwort im redaktionellen Teile der Nr. 13, 1. Blatt des „Gieß. Anz." verehrten und unvergeßlichen Großmutter, der Königin Viktoris von vorn 16. Januar, in dem unter Quellenangabe diebetreffenden Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien, hat Mich und Erläuterungen aus dem Staatsbudget 1901/02 (Kapitel 127 Titel 16) Mttn Haus in die ltefsle Trauer versetzt. Ich weiß, daß Meine «örtlich abgedruckt sind. Man hätte nun erwarten dürfen, daß Herr M. Armee an dem schmerzlichen Verluste, den Ich erlitten habe, innigen durch Vergleich dieses Artikels mit dem gedruckten Staatsbudget oder Anteil nimmt, und bestimme daher hierdurch: Sämtliche Offiziere durch Anfrage bei der städtischen Verwaltung sich von der Richtigkeit der Meiner Armee legen 14 Tage Trauer an. Bet dem eisten G-rde- gemachten Angaben überzeugt hätte. Das scheint der Herr aber nicht für Dragoner-Regiment .Königin von Großbritannien und Irland" währt nötig gehalten zu haben, denn in Nr. 17, 2. Blatt des Gieß. Anz." vom diese Trauer drei Wocven. Während der ersten drei Tage der Trauer 20. Januar findet sich eine Anzeige mit der Ueberschrift „Eingesandt" und flaggen sämtliche militärischen Dtenstgebäude halbmast. Außer bei der Unterschrift „M." die den Stadtvorstand und die Bürgerschaft Gießens Fuerlärm und beim Generamarsch darf kein Spiel gerührt werden." in unqualifizierbarer Weise kritisiert. Mit Rücksicht auf den Ton dieser — Das „Marine-Verordnungsblatt" enthält folgenden Anzeige der auch mit den geringsten Anforderungen an gesellschaftlichen sm a *«« „ Pi o f „ r. r. I Anstand nicht vereinbar ist, empfehle ich Ihnen, sich mit der Person des 4,1 Ö ™ - Vzi c, , ,, n «.. . . m . I Herrn M., der jedenfalls in der Bürgerschaft Gießens nicht zu suchen « , Ihre Majestät die hochselige Komgm von Großbritannien und nicht weiter zu beschäftigen. Zur Sache bemerke ich, daß Herr Kollege Irland, Kmsenn von Indien, Mich durch Ernennung zum Admiral der Wolff diese Irrenanstalt erst erwähnt hat, nachdem durch den Vortrag Flotte m nähere Beziehung zur englischen Marine brachte, hat Meine des Herrn Ministerialpräsidenten Gnauth in der 2. Kammer am 13. De- Mar.ne mit mir die Ehrung freudig empfunden. Heute trauert Meine zember v. I. und das gedruckt vorliegende Budget die Absicht der Regierung, Marine nut Mir und der englischen Schwestermarme, der sie m oft be- die dritte Landesirrenanstalt bei Gießen zu errichten, öffentlich bekannt gewahrter Kameradschaft verbunden ist, um die dahrngegangene edle Fürstin, morden war. Aus den,dem Budetbeigegebenen und imGieß.Anz.vorn l6.Jan Meine geliebte Großmutter. Zum äußeren Zeichen dieser schmerzlichen abgedruckten Erläuterungen ersehen Sie, daß die Regierung hinsichtlich Trauer bestimme ich hierdurch: Die Offiziere und Beamten Meiner Marine der Platzfrage sich nur von rein sachlichen Gründen und dem allein maß- haben vom Tage des Eingangs dieser Ordre ab vierzehn Tage hindurch gebenden Gutachten der sachverständigen Aerzte hat bestimmen lassen, den Trauerflor um den linken Unterarm anzulegen. Meine Schiffe haben Die Unterstellungen in der Anzeige „Eingesandt" entbehren demnach jeder bis zum Beisetzungstage die Flagge Halbstocks zu führen und am Bei- thatsächlichen Grundlage, und die Verwaltung hat keine Veranlassung, auf setzungstage selbst nach dem Trauerzeremoniell der englischen Marine zu den Inhalt der Anzeige näher einzugehen. verfahren. I ** Verpachtung von Lagerplätzen. Die der Stadt Gießen Osborne, den 24. Jan. 1901. Wilhelm. .gehörige „Margarethenhütte" (Buderus'sche Eisenwerke)^ — Der Kronprinz ist heute vormittag in Begleitung soll ganz oder geteilt zu Lagerplätzen rc. verpachtet werden, des Obersten v. Pritzelwitz von Potsdam über Viissingen ES find Gebäude mit großen Räumen vorhanden, die sich nach England abgereist. Kaiser Wilhelm wird erst zur Lagerung von Materialien oder zu Fabrikbetrieben be nach den Tr cruerfeierlichkeiten nach Deutschland sonders eignen. Das Grundstück hat Eisenbahnanschluß, zurückkehren Waggonwage und FuhrwerkSwage, die von den — Am heutigen Todestage der Mutter der Pächtern benutzt werden können. Der zurzeit noch in schlechtem Kaiserin, Herzogin Friedrich zu Schleswig-Holstein, ließen Zustande befindliche Weg längs der „Margarcthenhütte^ soll der Kaiser und die Kaiserin prachtvolle Blumenspenven I chauffiert werden, wofür 4c>00 Mk. in der letzten Stadium Sarge der Verstorbenen in der Fürstengruft zu Prinkenau l verordneten-Sitzung bewilligt wurden. niederlegen. P. Straßenbau. In der letzten geheimen Sitzung - Wie die „Voss. Ztg." vernimmt, steht die Einführung der Stadtverordneten wurde u. a. auch ein Betrag von des 28 (Zentimeter Schnellfeuer-Geschützes bei der120,000 Mk. zum Ausbau der Roonstraße bewilligt. kiK'A können. habeöb,flSt nicht nannten ecke «1,r feerort«11 till'^Tagen- eOltben^iäWn Legen den ' Homberg a- $QUfei ft-1 7^ von «°ge -NS«'6 ÄS w#e geeignet M haben- x Len Diebstahl m « verurteilt- Der Erfolg Erkenntnis eingelegt et durch Urteil der Stt schäft Berufung mg, längnis erhalt. De qcllagten, bap, da Ar dem Forstmeister Marti antrag nicht geftellt h tz 247 St. G. Bs. ernzut beipflichten, da es in । nur Wle eines einher die Gesamtsumme der Wert von 20 Ml., also stellt. - Der Bierbra' wedel, ein Angeklagter sttaftiste, war von de, schlagung in eine Ee urteilt worden, weil e, Zustande auf der Sw Pflicht gewesen wäre, sondern versucht hatte Aäuser zu bringen, wird verworfen, die e fuchungshast, die er e Der von dem Frie gegen ein Urteil Gro Berufung wird, nicht, Les Angeklagten übe tretener Verjährung, hat wegen der sich m ä Aussagen ein eigenart Den Vorsitz führte 2a\ kreier der Anklage Äiwmetmann. 2ch. Datmstad g er i ch t stand heute lung wie er sonst zu einigen Jahren gearü von ca. 100 der L M Jahre 1900 gelt. “« holen aß 8S fö «n ktogetbeantr '“«derer Seil me ’’“W«n9 ichch, fein bürt '««tibroölterung be5 ' Äat nnf ^"vimenbruch i L'-K stellungsverfahren. Frankfurt a. M., 25. Jan. (Tel. des Gieß. Anz.) Der Seniorchef des Bankhauses M. A. v. Rothschild u. Söhne, Baron Wilhelm v. Rothschild, ist heute nachmittag 4 Uhr im Alter von 73 Jahren g e st o r b e n. Baron Wtlly — wie der Verstorbene genannt wurde — von R. war der Großneffe des. Begründers des berühmten Bankhauses Mayer Anselni R., dessen ältester Sohn A. M. von R. im Jahre 1812 Chef der Firma geworden war; letzterer starb 1855 kinderlos, worauf die Leitung der Geschäfte an seine Neffen, die Brüder Karl und Wilhelm Karl überging. Nach dem Tode des älteren Bruders (1886) wurde Baron Wilhelm Karl Seniorchef des Bankhauses; er war eine wegen seiner Wohlthätigkeit und seiner Bereitwilligkeit zur Förderung künstlerischer Interessen hochgeschätzte Persönlichkeit; u. a. seiner Stiftungen sei die bekannte Rothschilo- ; Bibliothek erwähnt, um die Frankfurt von mancher anderen Stadt beneidet wird. Baron Willy bekleidete die Würde eines österr. Generalkonsuls und war von Souveränen vielfach ausgezeichnet worden. Mit ihm verliert das Haus Rothschild den letzten Chef des hiesigen Zweiges der Familie Rothschild. Nach der „Franks. Ztg." darf angenommen werden, daß die Häuser Rothschild in London, Paris und Wien Wert darauf legen werden, das altehrwürdige Fran^ Hurter Stammhaus aufrecht zu erhalten. ko. Kirchhain, 25. Jan. Auf der Ohmthalbahn, direkt am Uebergang der Niederkleiner Straße, wurde gestern am 0 o-. hellen Mittag, um die Entgleisung des um diese Zeit von Marine-Artillerie bevor. Das neue Geschütz soll zum l ** Theater-Verein. Die auf Mittwoch den 30. Januar Kirchhain nach Schweinsberg fahrenden Zuges herbeizuführen, erstenmale an Bord Der in diesem Jahre auf ©tapel zu festgesetzte Vorstellung muß infolge Verhinderung deS Gastes, ein dicker Basaltstem auf die Schienen gerollt. Glücklicherlegenden Linienschiffe der verbesserten Wittelsbachklasse auf- Herrn Löhr, verschoben werden. Den Tag der Bor- weise wurde derselbe noch rechtzeitig bemerkt- und' konnte de gestellt werden. stellung teilen wir noch mit. feitigt werden. Die Marburger Staatsanwaltschaft hat — Die Regierung von Mecklenburg-Schwerin hat ** Aus dem Theaterbureau. Zur Feier des Geburts- 200 Mark Belohnung auf die Ermittelung der Thüter dem Landtag folgenden Plan zur Verbesserung der Lehrer- tage« des Kaisers wird Die Sonntags-Vorstellung mit einem ausgesetzt. gehälter vorgelegt: Eme erhöhte Besoldung erhalten die „Feftprolog", gesprochen von Fräulein Henny Schöler- ♦* Pletae ^itteUnngen hna q ernt .'xkrTtA iim 9H im Qinhr«» tnsl I einmaliges Auftreten der Liedersängerili ^rl. Dalguot vom l das Schulkind 3 Mk. jährlich. Um 20 Mk. im >iahre soll Conventgarden" in London. Nach Urteilen einiger Zett- also ben Lehrern tm Domanium bei 50-60 Schülern it>r I ”ngen fofi bie Sängerin über eine gntgeschnlte, klangvolle kärgliches Höchstgehalt aufgebessert werden, d. h. in der > S^mme verfügen. Da außerdem eine Anzahl Humoristen Woche — 40 Pfg. (Würde die großherzogliche Regierung und Soubretten mitwirken, wird das Programm recht reich- wohl wagen, irgend einem Handarbeiter eine so lächerlich I haltig sein und dem Publikum des Lokales einige vergnügte kleine Lohnerhöhung anzubieten? Aber für geistige ArbeitiSwnden bereiten. — ja, das ist ganz etwas anderes. D. Red ) *• Alldeutscher Verband. In der am 24. d. M. abge- — Ibaltenen Versammlung des Alldeutschen Verbandes wurde «x . s folgender Vor st and gewählt: Gymnasialoberlehrer Alten AUSmNv. Iborf, 1. Vorsitzender; Fabrikannt Adolf Noll, 2. Vor- Haag, 25. Jan. Heute vormittag 11 Uhr ^entr r; r o f d), .1. ; ^rer der Vertreter des Justizministeriums d^m Standesbeamten ^3' Kling, 2 Schriftführer, sowle^Fabrlkant A. Bin e- im Rathause die von der Könn.in W^' helmina und dem wald, Geometer 1- Klaffe Liudenstrnth zum Beisitzer. Herzog Heinrich von Mecklenburg-Schwerin unterzeichnete . ** i,cm. ä9e®e^rmk'hpr linken Urkunde, worin dieselben erklären, daß sie gewillt fino/ bie 9eneJ ei?. ^lähnger Junge mit der linken - ' ' Hand in die Ma chine, die ihm mehrere Finger vollständig bis 16 S'W: % 191 ÄS phonische Verbindung unseres Ortes mit Gießen fertiggestellt. Die Leitung geht die Frankfurterstraße entlang durch das Dorf Klein-Linden. Der Anschluß dieses Ortes an die Leitung dürfte bis zum Frühjahre erfolgen. Sch. Darmstadt, 25. Jan. In allen Bürgerkreiserr haben starke Angriffe in der „Wormser Volksztg.^ gegen den langjährigen BeigeordnetenRiedlinger, dem man Parteilichkeit und Beeinflussung in allen Zweigen der Verwaltung vorwirft, große Sensation hervorgerufen und führten in der gestrigen Stadtverordneten-Sitzung zu einer durch den Oberbürgermeister veranlaßten Vertrauens-- kundgebung. — In der gestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten stimmten diese dem von der Bürgermeisterei gemachten Vorschlag auf Umtausch von ca. 61 Morgen städtischem Gelände an der Pallaswiese im Werb von ca. 180000 Mk. gegen einen kleinen Teil der Mercksche» Fabrikanlage in der Stadt im Werte von 210 000 Mk. zu, sodaß die Stadt noch 30 000 Mk. herauszahlen muh. § Se'igeustadt a. M, 26. Jan. Eine noch ältere Kirche als die in Nr. 4 des „Gieß. Anz." besprochene Pfarrkirche zu Großenlinden, besitzt unsere Stadt in der sogen. Ein- hardsbasilika. Dieses historisch berühmte Kunstdenkmal wurde um das Jahr 830 als Abteikirche von dem Baukundigen Einhard, — dem Biographen Karls des Großen — gegründet und nach dessen Plan im Kreuzstil ausgeführt. Durch landesherrliches Dekret vom 15. April 1812 wurde die infolge mehrfacher Renovationen unb Ausstattungen zu einem imposanten Gottestempel gestaltete EinhardSkirche der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche überwiesen. Ihr immenser Wert wird erhöht durch die im Chorbau befindlichen, aus Marmor errichteten fünf Altäre, den im linken Querschiff in der Begräbniskapelle deS Stifters aufgestellten Marmor-Sarkophag mit den Gebeinen Einhards und seiner Angehörigen, sowie durch die auf dem mächtigen Engelsturm befindlichen alten Glocken; auch viele historisch und künstlerisch bedeutende Bildwerke, ferner die aus Marmor gefertigte Kanzel im Langhaus der Kirche unb die in 1879 gebaute Orgel zählen zu den beachtenswerten Ausstattungen des Gotteshauses, das schon durch sein äußeres die Aufmerksamkeit bet Fremden erregt. Mainz, 25. Jan. Die Handelskammer hatte in einer Eingabe an das Reichs-Postamt vor einiger Zett die Einführung von „nicht eingeschriebenen Briefen mit Empfangsschein" gefordert. Staatssekretär v. Pod- bielski hat jedoch das Gesuch abschlägig beschieden. In der Verfügung heißt es, es könne ein Bedürfnis zur Einführung jener neuen Art der Briefbestellung nicht anerkannt werben, und zwar lediglich mit Rücksicht darauf, daß die Ober-Posv- verwaltung schon jetzt dem Publikum eine doppelte Gelegenheit biete, gegen minimale Gebühren die Aushändigung von Briefen amtlich feststellen zu lassen. Diese^ beiden Wege sind bekanntlich das Einschreibe- und das postamtliche Zu- ttie China seine vertragsmäßig übernommenen Pflichten AlM Sttibt Hilft erfüllt. Die Mächte verlangten sofortige Hinrichtung! ® e^***v* """ der im Machtbereiche des Kaisers stehenden Boxerchefs I Gießen, den 26. Januar 1901. Tschun g und Yu gsien, unb daß der eines natürlichen| e* Vereinigung für hessische Kirchengeschichte. Zum Zweck Todes gestorbene Kaugy i in esfizie hlngerichtet werde, Grünoung einer Vereinigung für hesstiche Kirchengeschichte, und fordern bie kaiserliche Regierung auf, fein Mittel un- . ß , . ßtrnfi versucht zu lassen, des Generals Tungfusiang habhaft zu sich in der Folge dem Historischen Verein für das G ß werden, damit die Todesstrafe an ihm vollzogen werde. Herzogtum Hessen als besondere Abteilung angliedern foll, Vom Prinzen Tn an ist in dem Reseript der wozu der Vorstand dieses Vereins bereitwilligst die Hand Mächte nicht die Rede. geboten hat, haben Professor D. Krüger zu Gießen und Tas diplomatische Korps beschloß einstimmig, an Pfarrer Schrimpf zu Butzbach eine Einladung nach Fried- den Prinzen Tsching und Li-Hung-Tschang ein en 6erg zum 30. d. M. erlassen. Neber Vorbesprechungen, an Brief zu richten, worin es heißt, die Entscheidungen ^nen Pfarrer Lic. Dr. Dreh! von Hirschhorn, Pfr. Fritsch Mächte bett, die militärischen Maßnahmen wurden von I Ruppertsburg, Repetent H errmann von Gießen, dcr Raschheit abhangen, taomit bie chinesische Regierung dae Nbbl van Langen unb bi- bereits oben Genannten in ihrigen Verbindlichkeiten vollziehen werde., anb Darmstadt teilgenommen, sowie übet da- Pro- gramm soll in Friedberg Privatdozent Lic. D. Köhler von Börseranachrichien 3*/t % Beichsanieüio . do 8% 31/1 c/q Konsuls Tendenz; schwach. 891 Rein. Nadelstämmrm.I8,68fm, mit 319 mit mit 8 Wellen Buchen,Reisholz, 72 257 Eichsn-Rei-Holz, Nadel Reisholz, Aspen Rcisholz, Buchen-Knüppel, Eichen-Knüppel, Nadel-Knüppel, AspM'Knüppel, 8% 8Vi°/o do Hessen veranschlagt: Schlosserarbeiten Glasecarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarb. Tayezierarbeiten H U n 11 n 11 9 2 19 98,5 4 1850 875 2175 75 30 1 3 0/0 Portugiesen 8% Mexikaner . 4*/e % Chinesen . n n 11 * Zusammenkunft im Distrikt Homberg. Allendorf an der Lumda, am 25. Januar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf an der Lumda. rm Nadel'Stock, „ Aspen-Stock. 497,80 1119,— 2935,41 1150,61 107,— Nadel * Derbstangen 15,66 fm, Nadel - Reisstangen 6,56 fm, Nadel - Nutzknüppel 4,80 fm, rm Nadel-Scheitholz, Kotz Versteigerung. Mittwoch den 30. Ja- nuar d. IS., vormittags 9 Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda, Distr. Homberg, Kaulsköppel rc versteigert: Unübertroffen zur Haut- u. Schönheitspflege. ^Myrrholin-Seife Als beste Kinderseife ärztlich empfohlen. stgnen der Kronen von Hannover und England getragen. Darauf folgt der Sarg auf einer Lafette, dem der König und die Prinzen des königl. Hauses nebst den Oidonnanz-- osfizieren zu Pferde folgen. Im Ucbrig n wird das Programm der Beisetzung dasselbe sein, wie bei der des Königs Wilhelm IV. Die Mitglieder beider Parlamente werden den Zug wahrscheinlich bei der Victoria-Station erwarten. Berlin, 26. Jan. Wie verlautet, beabsichtigt der Kaiser an einer Sitzung des Königl. Landes Oekonomie-KollegiumS teilzunehmen. Berlin, 26. Jan. In dem Befinden des Abgeordneten Lieber ist eine fortdauernde Besserung zu konstatieren; doch ist nicht daran zu denken, daß er seine parlamentarische Thätigkeit bald wieder aufnehmen werde, da er sich große Schonung auferlegen muß. London, 26. Jan. Die Trauer am japanische« Hofe für die verstorbene Königin Viktoria ist auf 21 Tage cstgeseht worden. Paris, 26. Jan. Hiesige Blätter wollen wisien, daß der Botschafter beim Vatikan dieser Tage eine Unterredung mit dem Papste hatte, während welcher Leo XIII. erklärt haben soll, er werde das Dercinsgesetz, falls es vom französischen Parlament angenommen wird, nicht billigen. Sollte die französische Regierung auf der Durchführung des Gesetzes bestehen, so fände ein vollständiger Bruch zwischen dem Vatikan und der französischen Regierung statt. Paris, 26. Jan. Die Angestellten der Metropiltan Bahn drohen wegen Verabschiedung einer Anzahl Kollegen durch die Verwaltung mit einem allgemeinen Ausstande für heute morgen. Washington, 26. Jan. Die Entsendung eines neuen amerikanischen Dampfers nach Guayra läßt auf eine neue Orientierung der Politik des Staatssekretärs Hay in Betreff der Venezuela-Frage schließen. Dieselbe scheint im Widerspruch mit den gestern dem amerikanischen Gesandten in Carracas telegraphierten Instruktionen zu stehen. Washington, 26 Jan. Der demokratische Senator Towne hat einen Gesetzentwurf eingebracht, worin er die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten auf den Philippinen und die absolute Anerkennung der Unabhängigkeit der Insel verlangt. ES seien nur die erforderliche« Garantien für den Schutz der amerikanischen Interessen zu fordern. Washington, 26. Jan. Das Repräsentantenhaus und der Senat haben sich über alle Abänderungen geeinigt, welche an dem Gesetzentwurf betreffend die Reorganisation der Armee vorzunehmen sind. Die Annahme des Gesetzes ist mithin gesichert. Vergebung von Kauarbeiten. Die nachstehenden, für die Vergrößerung des Schul Hauses zu Klein-Liudeu erford rlichen Arbeiten sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Dieustag deu 5. Februar l. I., nachmittags 3 Uhr, bei Großh .Bürgermeisterei Klein - Linden, woselbst Pläne, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben. Die Arbeiten sind wie folgt Bekanntmachung. Alle Ein'agen in der Spar- und Leihkaffe E. G. in Großen- Bufick werden vom 1. Januar 1901 mit 40/0 verzinst. Ausgeliehene Kapitalien auf Obligationen müssen von demselben Dalum an mit 4 $/4 % und Schuldscheine mit 5 % verzinst werden. Bei größeren Ausleihen behält sich der Vorstand und Aussichtsrat besondere Bedingungen vor. Großrn-Buseck,25 Jan. 1601 I. A. f. A.: 910 Schmidt, Rechner. Gießen, 25. Januar 1901. Der Großh. Kceisbauinsprktor. Stahl. 907 Sprechsaal. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wir bitten die Verfasser des „Eingesandt" in Nr. 22 ds. Bl., uns gütigst ein Lokal in Lollar zu nennen, das die bei allgemein ergehender Einladung sich ergebende Zahl von „patriotischen Bürgern" auf zunehmen im Stande ist und in dem ein der Würde der Feier angemesien hergerichtetes ..Festessen" geboten werden kann. N. N. - Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) Darmstadt, 26. Jan. 10.15 Uhr. Der h es fisch e H 0 legt antäßllch des Todes der Königin von Englan eine Trauer von 4 Wochen an. London, 26. Jan. 10 20 Uhr. DaS Programm für den Trauerzug und die Beisetzung ist: An der Spitze des Zuges werden Gruppen und Herolde marschieren, nach diesen kommen die Richter, die Mitglieder des Geheimen Rats, die Bischöfe usw. Alsdann werden von Hofbeamten die In- LEsW 11 etif in 5 Ä * Holzverkauf. Am Samstag dem r. Februar d. I., nachmittags 2 Uhr, kommen aus dem Jntereffentenwald Oberwalgern 68 Stück Eiche» von 2 bis 14 m Länge, 35 bis 70 cm Durch meffer = ca. 100 km. Zusammenkunft zum Verkauf in der Wohnung des Unterzeichneten. Bemerkt wird, daß sich dar Holz für Schreiner und Glaser gut eignet. Oberwalgern, 24. Jan. 1901. Der Bürgermeister. Schlund. 877 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftraste 2. Angebot der Ardeitnehmer: 1 Küfer, 1 Bierbrauer, 1 Bau- schreiner, 1 Taglöhner, 1 Lauffrau, 1 Dienstmädchen, 2 Waschfrauen, 2 Flickerinnen, 1 Schreibgehilfe. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Buchbinder, 1 Heizer, 1 tücht. Bauschreiner, 2 Dienstmädchen, 1 Laufmädchen, 2 Waschfrauen, 2 Flickerinnen. Lehrlinger 1 Mechaniker, 1 Buchbinder, 2 Schreiner. 5 % Italien. Rente . . 40/0 Griech. Monop.-Anl, Hohversteigerung Fürstlich Solmstschr Vbkrsörstrrti Hohensolms. Mittwoch Leu SO. Ja- nuar, vorm, 10 Uhr, Distrikt Eulersgrutrd (bei Fcankenbach): Nutzholz: 9 Isichteu- stamme mit 1,41 fm, 1572 Aichteu-Derbstangen mit 56,04 fm, 755 Isichten Reisstangen mit 13,45 fm. 887 Brennholz: Kiefer«. 14 rm Prügel u. 820 Wellen. Hohensolms, 24. Jan. 1901. s?f°K--. " । ■Miebn?*’ 1 .n9 nt allenÄ y er, , Mion C“ I faßten 8» Hennen SnUe^ J1 von der S der imtausch hDn ?»*»«.’ .üL er f°8«i. ein. S* Mate t>em Sau' Saü« bt» «rogen —. 1812 »S «"i> Äujftattunflen „ I*. “Wttoitfen, % in Vorbau btfnh, ™«. den i« iinttl 1 A'-r- aufgtfttOim und seiner mächtigen EngelStur« brisch und künstlerisch 1 Marmor gesntigte bie in 1819 gebaute n Ausstattungen bti strrS die Ausmerksani- mmer hatte in einer einiger Zeit die Einenen Briefen mit taatssekretär v. Pod- lig beschieden. In der arfnis zur Einsührunz icht anerkannt werden, if, daß die Lber-Pch m eine doppelte Geren die Aushändigung m. Diese beiden Wege das postamtliche > (Tel. des Gieß. W v. Rothschild u. Löhne, , ist heute nachmittstg orten. Baron Will» •)£ - oon R. war btr •ühmten Sanfi* in A. M. von R. ttR n W, \t-W- N der MM Qn beim Karl überging •§ (1886) wurde w »iufeS; er * « „et SereilWeit# 1°chSe«teE iie betannte MP tt bon mancher anbei» Heibete bie Sitte.1* „ eouneränen «*< r[iert baä ^2 ’ omeiaes der Mist in Loudon, Paus V s altehrwürdige & <». ».yEi« sKL (ErmitteM bit w Bekanntmachung. Die Lieferung von zirka 25 Kubikmeter Pflaster steine 3. Sorte, aus gutem Basalt, von 15 bis 16 Clm 1 Höh?, mit ebenem Haupte und 1 gut schließenden Fugen, für die 1 Gemeinde Allendorf a Lahn, : soll im Wege öffentlicher Sub- 1 misfion vergeben werden. Offerten find bis zum 18 Februar l.J., mittags - 1 Uhr, auf unterzeichnet!, r Bürgermeisterei einzureichen, an welchem Tage auch die Oeff- ruung derselben daselbst statl- flndet. Lieferungsbedingungen können vorher daselbst eingesehen werden Allendorf an der Lahn, am 25. Januar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf an der Lahn. Volk. 915 des Taglöhners Rupp daselbst beschuldigt wurde. Der An- : geklagte gesteht ein, den fraglichen Brief geschrieben zu haben, behauptet aber, ihn im Namen des Rupp, der persönlich mangels des nötigen Begriffsvermögens ihn nicht habe absassen können, sowie, weil er das Treiben des genannten Hacker nicht einwandfrei gehalten habe, verfaßt habe. Das Gericht erkennt den Angeklagten schuldig, nimmt aber nur den Thatbestand des § 267 St. Ä. Bs. als gegeben an und öenirteüt den Angeklagten unter weitgehender Zubilligung mildernder Umstände in eine G e f ä n g n i s st r a f c oonfünfTagen. — EL wird sodann in die Verhandlung gegen den 70jährigen Handelsmann Simon David von Homberg a. d. Ohm eingetreten, angeklagt des Vergehens des einfachen Bankerotts gemäß § 240 d. K. D. Abs. 1 Nr. 4. Die wegen betrügerischen Bankerotts erhobene Anklage war von Großh. Staatsanwaltschaft fallen gelassen worden. Die Schuld des Angeklagten besteht darin, daß er, über dessen Vermögen im September v. I. der Konkurs eröffnet worden war, den Bestimmungen des Handelsgesetzgesetzbuchs entgegen es unterlassen hatte, die Bilanz seines Vermögens in' den vorgeschriebenen Zeiten zu ziehen. Er wird in eine durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtete Gefängnisstrafe von fünf Tagen verurteilt. — Der Taglöhner Friedrich Kimpel von Angersbach wird beschuldigt, sich verschiedene, dem Forstmeister Martin in Groß-Lüder gehörige Sachen, als Rehstangen, Bürsten re., im ungefähren Wert von zusammen 20 Mk., zur Zeit, als er bei diesem als Kutscher in Diensten stand, rechtswidrig angeeignet zu haben. Das Amtsgericht Lauterbach hatte ihn wegen Diebstahl in eine Gefängnisstrafe von neun Tagen verurteilt. Der Erfolg des von ihm gegen das erstinstanzielle Erkenntnis eingelegte Rechtsmittel der Berufung ist, daß er durch Urteil der Strafkammer, da auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte, vierzehn Tage Gefängnis erhält. Der Ansicht des Verteidigers des Angeklagten, daß, da Angeklagter im Gesindeverhältnisse zu dem Forstmeister Martin gestanden und dieser einen Strafantrag nicht gestellt habe, Freisprechung auf Grund des § 247 St. G. Bs. einzutreten habe, konnte das Gericht nicht beipflichten, da es in den einzelnen Diebstahlshandlungen nur Fälle eines einheitlichen fortgesetzten Delikts sah und die Gesamtsumme der gestohlenen Sachen immerhin einen Wert von 20 Mk., also einen nicht unerheblichen Wert, dar- siellt. - Der Bierbrauer August Plaß in Groß-Burg- wedel, ein Angeklagter mit einer sehr umfangreichen Vor- flrasliste, war von dem Schöffengericht Lich wegen Unterschlagung in eine Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt worden, weil er einen Hasen, den er in noch lebendem Zustande auf der Straße gefunden hatte, nicht, wie es seine Pflicht gewesen wäre, an den Jagdberechtigten abgeliefert, sondern versucht hatte, ihn gegen klingende Münze an einen Käufer zu bringen. Die seinerseits eingelegte Berufung unrd verworfen, die erkannte Strafe aber durch die Untersuchungshaft, die er erlitten hat, als verbüßt angesehen. — Der von dem Friedrich Gaßner von Hain-Gründau gegen ein Urteil Großh. Amtsgerichts Büdingen eingelegte Berufung wird, nicht, weil das Gericht sich von der Unschuld 8es Angeklagten überzeugt hätte, sondern wegen einge- tcetener" Verjährung, stattgegeben. Die Zeugenvernehmung hat wegen der sich in der Hauptsache strikt gegenüberstehenden Aussagen ein eigenartiges, aber wenig erfreuliches Bild. — Den Vorsitz führte Landgerichtsdirektor Jöckel, als Vertreter der Anklagebehörde fungierte Staatsanwalt Zimmermann. Sch. Darmstadt, 25. Jan. Vor dem hiesigen L a n d - ger icht stand heute ein Massenprozeß zur Verhandlung wie er sonst zu den Seltenheiten gehört. Die vor einigen Jahren gegründete Zuckerfabrik Gernsheim war von ca. 100 der Zuckerrübenlieferanten auf Zahlung der im Jahre 1900 gelieferten Zuckerrüben verklagt. 15 Anwälte traten als Vertreter der Kläger auf. Ein Anwalt hatte 42, ein zweiter 23 Klagen zu vertreten. Ein großer Teil der Kläger beantragte die Konkurs-Eröffnung, während ein anderer Teil auf sofortiger Pfändung und Zwangs- vollstteckuug besteht, da bei einem Konkurs der Verlust noch größer sein dürfte. Ein großer Teil der ärmlichen Landbevölkerung des Riedes, die meist mit Aktien mehr ober weniger beteiligt ist, dürfte großen Schaden erleiden. Die Verhandlung dauerte bis abends. Es erging schließlich Versäumnisurteil in sämtlichen Klagen, da der Anwalt der Beklagten durch Abwesenheit glänzte. Auch der telegraphisch zitierte Vorstand ließ seine Abwesenheit melden. Der Zusammenbruch des Unternehmens, das von vornherein auf schwachen Füßen stand, und dessen Leitung keineswegs kadellos war, sodaß sich voraussichtlich auch noch der Staatsanwalt mit der Sache befassen dürfte, wird nicht aus- bleibeu. — In der bekannten Klage-Sache des Beigeordneten Wolff-Offenbach gegen das Große Kolleg werden am 7., 8. und 9. Februar ca. 90 Mitglieder des Kollegs in Offenbach von dem Landgerichtsrat Jung vernommen wer- Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 26. Januar. den, um zu bezeugen, daß sie zur Zeit der Ausstoßung Wollfs Mitglieder des Kollegs, sowie in der fragt Sitzung ihre Stimme selbst abgegeben haben. Handel und Verkehr. Uolksmirlschast. — Preußische Staatsbohnen. In der Itfcttn Landtag-debaU. lat der E se babnmtniftcr v. Itnelen sich leid nschafilich verteidigt. Augenscheinlich bat ma < den wund sten Punkt unserer Eisenbahnverwaltung, nämlich daS lange Aufrechterhalten alter und m<6 ltcher Bahnhofoerhältnlsse t-erührt. Jnter»ffant ist e8 aber, dah bet di ser Gelegenheit der Minister e> klären konnte, wie ein grogcr Teil der Ersparmffe nur dacurch möglich gewesen sei, „daß wir für D46 Bet-.iedsmstertal außerordentlich günstige Verträge abschltetzen konnten z. B. für Kohlen, Schwellen und Schienen". Dietz ist in b erk n dü-ste wob! noch zu wetteren Aufklätu-rgen herciusfordern Neuerdings wird ja auch bekannt, daß d-r Elsenbahnminister bet einer Kölner Submission aut über 8000 Güterwagen ca. 4 Prozent am P- eise herunterhandeln tonnt', inthffen bet Personenwagen 2 Prozent freiwillig gegen die letzten Pr-tse nachgelassen wurden. Da unsere Waggonfabriken überhaupt nicht besonders rentieren, so bleibt es die Frage, inwiefern düse Reduktion die Fabriken selost nicht in ungünstige Vcrhältnisie bringt. Tabak. c Im Laufe der Berichtswoche wurden in Herxheim und Bellheim die noch unverkauften Tabake bis zu 31 Mk. genommen, Herxheim biö 28 Mk. — In Seckenheim wurde der Rest von ca. 800 Zlr. abgehängt und bei steigenden Preisen von 23—26 Mk. rasch genommen. Jetzt liegen noch ca. 600 Ztr. dorten und noch ein paar Restpartien von der vorletzten Abhängung. In Freudenheim wurden ca. 8—900 Ztr. am Dach zu 20—21 Mk. rasch verkauft. Mit diesen Verkäufen ist die 1900er Einkaufssaison geschloffen, und werden jetzt die Tabake eingewogen. Der Ausfall ist verschieden und liefert meist nur Umblatt und Einlage. Die Qualität des Tabaks ist bester als der vorjährige Java, und werden die Händler die Ware schlank verkaufen können. Ob bei den hohen Einkaufspreisen dieselben etwas verdienen, bezweifeln wir, denn der Preis des Pfälzer Tabaks hat eben auch seine Grenzen. Im Platzgeschäft wurden einige hundert Zentner 1898er und 1899er von einem Fabrikanten von Anfang bis Mitte 30 Mk. zu Einlagezwecken verkauft. Zu gleichem Zweck kaufte dieser Tage ein Oberländer Fabrikant in Mannheim in dieser Preislage alte Tabake. In losen pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine 8—8,50 Mk gebündelte feine 10—11 Mk. Spiritus. Spiritus konnte auch in dieser Woche den Preis nicht behaupten und ging weiter um 50 Pfg. zurück, schließt heute mit 44,20 Mk. Die Zufuhren waren in dieser Woche sowohl direkt an den Fabriken als im offenen Markt sehr groß. Kohlru. Es notieren: Englische Anthracit-Ruhkohlen 430—440 Mk. per 10 Tonnen ab Mannheim. Durch den Witterungsumschlag ist das Eis im Rhein und in seinen Nebenfiüssen weggegangen, dagegen ist der Waffer- stand so niedrig geblieben, daß Schiffszufuhren z. Zt. noch unmöglich sind. — Die Belieferung muß daher fortgesetzt in direktem Bahnverkehr ab Zeche erfolgen. Gietzeu, 26. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 0.75-0.90, Hühnereier per St. 8—9 d), 2 St. 00-00 Enteneier 2 St. 00—16 , Gänse, eier ver St. 00—00 L, Käse 1 St. 5—8 $>, Käsemalte 2 St. 5—8 4, Erbsen per Liter 22 <5, Linsen per Liter 34 , Tauben per Paar JK, 0.80-1.00, Hühner per St. JC 1.00—1.50, Hahnen per Stück JC 1.00—1.80, Enten per St. Jt 2.00—2.20, Gänse per Pfd. JC 0.54 bis 0.65, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 $), Kuh« und Rindfleisch per Pfund 60—64 Schweinefleisch per Pfd. 60—70 s>, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 <5, Kalbfleisch per Pfd, 60—66 L, Hammelfleisch per Pfd. 50—60 <3, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00—6.00 JC, Weißkraut per St. 00—00 $>, Zwiebeln per Ctr. M 5.50—0.00, Mich per Liter 18 d>. ^5 »criiu, 4 % Deutsche Grandschuld-Bank 1 u. 2 49.10 M. 4% do. 8. 5/6 unk. b. 1904 49 10 „ BVs % do. 8. 7/8, unk. b. 1906 48.50 „ 40/0 D, Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 97.30 M. gr/.o/o do. unk. 1905 89.50 » 4 0/0 Preoss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 84.10 „ 40/g do. 8. 15-18 unk. b. 1900 84,10 , 4 i/o do. 8. 19-20, unk. b. 1905 00.00 „ 31/, 0/e do. 8. 13, 14 77.00 „ 31/a O/o do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 77.00 „ 97.25 Kreditaktien . . . . . 208.50 87.40 Diskonto-Kommandit . . 179.10 97 40 Darmstädter Bank . . . 182.10 86.95 Dresdener Bank . . . . 146 00 93.50 Berliner Handelsges. . . 149.50 95.70 Oesterr. Staatsbahn . . 142 80 42 40 Gotthardbahn . . . . 157.40 24.35 Laurahütte . . . . . 194.30 25.40 Bochum .... . . 175.50 81.40 Harpener .... . . 169.75 Achtung! Ankauf eines Fafelochfen. D«e Gemeinde Steinbach be> a'^sichtigt, einen 1 f/2 dir ls/4 Jahr allen diensttauglichen SimmeuthalerBulleu an zuschaffen. Offerten nimmt die unterzeichnete Bürgermeisterei ent» ge en. 912 Steinbach, 25. Jan. 1901 Krämer, Bürgermeister. Bauern! □OOOOOOOOQQ Freitagabend 10 Uhr sanft entschlafen ist. 914 Oeffentlicher Vortrag, b Projektions-Vortrag für Damen dem Jakob. 9oe E. K. G. V Mur 15 Mark Der Vorstand: Schlosser. 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