'4pA. h?r/. ßer/m W 3£ Samstag 36. Oktober 1901 151. Jahrgang Nr. 352 Erstes Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Glehener Familienblätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlrchbei- gelegt RÄXlttion, Expedition und Druckerei: Lchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprcchanschlußNr.51. O Annahme von Anzeige« GietzenerAnzeiger $ ** General-Anzeiger v ESSSffi Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen _________ & i zeigenteil: Hans Beck. Zur Antiduellöervegung. Schon vor etlichen Wochen fttnb in Frankfurt ct M. eine erste, vorbereitende Versammlung der Träger der Anti- Duellbewegung statt. Eine dort im engsten Kreise gehaltene Ansprache ist nicht ohne Interesse; wir geben sie ihrem Wortlaute nach wieder: Das Vorurteil zu Gunsten des Duells gipfelt in der falschen Meinung die Armee könne ihre hohe Ehrauffassung ohne den Duellschutz nicht aufrecht erhalten. Dieser Wahn ist eine geradezu fundamentale Stütze für den Dueltzwang. Auf seine Beseitigung muß unsere Arbeit hinzielen; sonst verläuft diese im Sande, und wenn wir mit Menschen- und mit Engelszungen redeten. Beweisen wir aber die Entbehrlichkeit des Duells für das Offizierkorps, so haben wir damit alle Stände gewonnen; der Adel, die akademischen Vereinigungen, Juristen, Mediziner usw. sie werden uns folgern Die Gegner haben Recht; mit der heutigen Ehrauffassung steht und fällt unser Offizierkorps, d. h. unsere Armee, das Bollwerk für unsere äußeren und idealen Güter. Alles kommt darauf an, zu beweisen, daß mit der Ausrottung der Duelle nicht auch die Ehre des Offizierkorps entwurzelt wird, daß diese Ehre keineswegs im Duellwesen ihren Halt findet. Es sollte ja eigentlich der Hinweis genügen, daß ein Racheakt am Beleidiger mit Mordwaffen in der Hand, daß Gott- und Gewissenswidriges gutes niemals fördern kann. Denn Gott will überall auch das Edle, Hohe, das Schöne, und was er nicht will, kann auch, der Wahrung echter menschlicher Ehre, die unser Offizierkorps hoch hält,' nur Abbruch thun. Stände die Offiziers-Ehre wirklich nur auf dem Duell, so wäre sie ein hohles, untaugliches Ding, und nimmermehr Rückgrat und Glanz der ersten Armee der WeH! Gerade umgekehrt: angezweifelt ist die Echtheit der Ehre da, — und zwar nicht von den Urteilslosesten — wo sie durch Gebrauch der Waffe, des Totschlägers, sich beweisen wollte! Denn wie sollte wahre Ehre Nährkraft schöpfen, wie sollte eine angefochtene Ehre wiederhergestellt werden können nur durch Erweisung von Mut, wie er ja den verworfensten Verbrechern oft noch innewohnt. Gott sei Dank: Die lichjte Ehre unserer Armee, unserer ersten, unserer gebildeten Stände hat ihrem Grund wesen nach mit dem Duell nichis gemein! Auch hier gilt: Es kann das Licht keine Gemeinschaft haben mit der Finsternis! Der Beweis ist negativ, aber er ist zwingend für redliches Urteil. Mit dem Duellwesen fällt nicht der äußerste Stützpunkt der Ehre, sondern die ja völlig subjektive Beurteilung, das Richten in eigener Sache. — Entscheidet das Ehrengericht, so entscheidet die Auffassung des ganzen Standes — und das zweifellos richtiger als der EiHelne, Beteiligte. Allem es genügen für den Ehr sch utz weder die Machtbefugnisse, noch, der Thätig- keits-Umsang unserer heutigen Ehrengerichte. Genau wie jede Eigentumsbeschädigung muß auch, dre Ehrverletzung geahndet werden; d. h. der Schuldige muß eventuell mit entehrenden Strafen belegt werden und kann dann selbstverständlich nicht Offizier re. bleiben, er muß eben alle Konsequenzen tragen, die sein Stand aus derartigen Strafen zieht. Dem Räuber fremden Familiengliuks wird nicht mehr die Pistole in die Hand gegeben, damit er den Beraubten auch noch niederschießen und das Elend für die Familie verdoppeln kann — nein, er wandert zu anderen Verächtern fremden Gutes ins Zuchthaus! „Wenn einer, so ist er ein gemeiner Verbrecher" — vielmehr als der durch Hunger zum Diebe Gewordene. Aber auch kleinste Ehrenhändel werden — wie gesagt — von dem einen Gesichtspunkte aus entschieden, daß die Ehre ein „fremdes' Gut" sei, dessen Verletzung der Stand auf das rigoroseste ahndet, nicht mebr der Betroffene. So ereilt die Strafe immer den Schuloigen, und die Vorsicht minder ehrenfester Eh ar allere wird geschärft. Das Ansehen des Standes aber wird gehoben, der mit seiner Gesamtheit über die Ehrverletzung scharf und gerecht aburteilt. Ultima rat io ist nicht mehr der Zweikampf, sondern das Ehrengericht. Auch die Duellverfechter bekämpfen in sich schwere Bedenken gegen das Duell; sie sprechen von dem notwendigen „Nebel". Sie müssen ehrlicherweise das Uebel verwerfen, wenn der Ehre greifbarer, praktischer Schutz geschaffen ist: wenn man ein Antasten des wertvollsten fremden Eigentums, der Ehre, in die Kategorie der gerichtlich zu ahndenden Vergehungen eingereiht hat. Es gilt dieser Auffassung im Offizierkorps zunächst Raum zu schaffen, es gilt unsere Souveräne von der Vollwertigkeit des gewünschten Duellersatzes durch staatliche, mit möglichst unbeschränkten Machtbefugnissen auszustattende Ehrengerichte zu überzeugen! — Sobald z. B. der Kaiser dem „vornehmen" Duell keine Duldung mehr gewährt, d. h. sobald der Duellant ins Zuchthaus verwiesen wird, fällt sein falscher Nimbus; es wird jedem kenntlich als vorsätzliches Verbrechen. Der einfachste und sicherste Weg zur Beseitigung des Duells ist der zu unfern Fürsten. Durch sie gewinnen wir die Armee und mit ihr alle Gebildeten !" Die Handelshochschulen. Durch die mit großer Feierlichkeit erfolgte Eröffnung der „AkademiefürSozial-undHandelswissen- schäften" in Frankfurt a. M. ist die allgemeine Aufmerksamkeit erneut auf ein Gebiet gelenkt worden, auf den: Deutschland dem Ausland gegenüber einigermaßen im Rückstand geblieben ist. Erst im Jahre 1898 wurde die erste deutsche Handelshochschule gegründet, und zwar in Leipzig. Es folgten Aachen — der Kursus für Handels- Wissenschaften lehnt sich an die dortige Technische Hochf- schule an —, Köln und Frankfurt a. M. Projektiert wird die Einrichtung seitens der Städte Hamburg, Hannover, Düsseldorf und Rostock. Von dein Plane zur Begründung einer hessischen Handelshochschule hört man seit einiger Zeit nichts mehr, UMische Tagesschau. Dr. Helfferich. Eine bemerkenswerte Berufung hat der Reichskanzler vollzogen. Wie wir gestern meldeten, ist der Privatdozent der Staatswissenschaften an der Universität Berlin, Dr. Helfferich, zum Referenten für die wirtschaftlichen Angelegenheiten in der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts ernannt worden. Er wird neben seiner neuen Thätigkeit seine Vorlesungen an der Universität und am orientalischen Seminar beibehalten. Karl Helfferich hat eine umfassende schriftstellerische Thätigkeit besonders über Geld, Bankwesen und Währungsfragen entfaltet. Er war mit Ludwig Bamberger eng befreundet und hat auch dessen Reden und Aufsätze über Geld- und Bankwesen im Auftrage des Vereius zum Schutz der deutschen Goldwährung herausgegeben. Besonders bekannt wurde Dr. Helfferich durch seine Preßfehde mit Dr. Otto Arendt, dem Vorkämpfer der Doppelwährung. Auch in der Stellung zum Freihandel steht Helfferich nahezu allenthalben auf demselben Standpunkt wie Bamberger. Im April veröffentlichte er die in Hamburg gehaltenen Vorträge über Handelspolitik. In diesen sagt Dr. Helfferich über den Doppeltarif: „Die Regierung werde sich durch die Annahme eines Minimaltariss selbst die Hände binden und sich die Bethätigung einer späteren besseren Erkenntnis des Notwendigen unmöglich machen. Das ist gewiß ein sonderbarer Weg, seine Position bei den Verhandlungen zu verbessern, ein Mittel, das nur erklärlich ist bei Leuten, die sich selbst nicht trauen, die sich vor sich selbst fürchten. Das Verfahren kommt mir so absonderlich vor, daß ich aus dem ganzen Kreis der Geschichte und der Sagenwelt nur einen Fall weiß, der analog ist Das war Odysseus, als er sich von seinen Gefährten an den Mastbaum binden ließ, um bei den Sirenen vorüberzufahren, ohne den verführerischen Wirkungen ihres Gesangs zum Opfer zu fallen; seine Gefährten aber mußten sich die Ohren verstopfen. Das war in diesem Fall ein sehr kluges, und des vielgewandten Odysseus würdiges Verfahren. Beim Doppeltarif liegt aber die Sache doch etwas anders. Wenn wir sehen, wie ein großer Ten des deutschen Volkes und seiner Vertreter sich dce Ohren verstopft gegenüber der Sprache der Vernunft und seit Eröffnung der Frankfurter Akademie wird man ihn an maßgebender Stelle wohl ganz haben fallen lassen; mit Recht, denn die Ausgaben des hessischen Staates für Unterricht und Kultus sind schon heute so hoch, daß eine so wesentliche Erhöhung, wie sie eine Handelshochschule unbedingt erfordern würde, im Interesse der hessischen Steuerzahler vermieden werden muß. Berlin aber hält sich merkwürdigerweise auch zurück, obwohl dort ein Bedürfnis für eine Handelshochschule wohl nicht in Abrede zu stellen ist Der Zweck dieser Schulen besteht in Kürze darin, die enge kaufmännische Fachbildung früherer Zeiten durch eine umfassende höhere Bildung zu ergänzen, die eine bessere Einsicht in die wirtschaftlichen Dinge und ihren Zusammenhang, einen weiteren Blick in das Ganze der Weltwirtschaft ermöglicht. Andererseits sollen die Handelshochschulen auch den juristisch vorgebildeten Beamten, die vielfach zu leitenden Stellungen in kaufmännischen oder industriellen Großbetrieben herangezogen werden, die notwendige Kenntnis in volkswirtschaftlichen und handelstechnischen Dingen vermitteln. Schließlich sind die Handelshochschulen berufen, Assessoren, die sich dem Konsulardienst widmen wollen, mit dem Getriebe des geschäftlichen Lebens vertraut zu machen. 9coch in der letzten Reichstagssession beklagte der Staatssekretär des Auswärtigen den Mangel an Verständnis für wirtschaftlich-praktische Angelegenheiten bei den deutsck)en Kvnsularanwärtern. Seitens des Auswärtigen Amtes sind denn auch der Frankfurter Hochschule unverzüglich mehrere Assessoren als Hörer zu gewiesen worden. Die Frage, welche Vorbildung der jungen Kaufleute zum (Antritt in die Handelshochschule erforderlich sei, hat zu Erörterungen geführt. Von einer Seite wurde die vorherige Absolvierung einer höheren Lehranstalt, also der Besitz des Abiturienten-Zeugnisses, als unerläßlich bezeichnet. Das ist unseres Erachtens zu weit gegangen. Es muß berücksichtigt werden, daß es sich hier nicht um eine Universität, eine gelehrte Anstalt, handelt, die eine allgemeine wissenschaftliche Durchbildung zum Zweck hat Hier gilt es vielmehr, die kaufmännisch-praktische durch eine wirtschaftlich-wissenschaftliche Bildung zu ergänzen. Deshalb dürste durch den Besitz des Einjährig-Freiwilligen- Zeugnisses, äußersten Falles der Reise für Prima, der Nachweis ausreichender Vorbildung erbracht sein. Aber als erforderlich für den Besuch der Handelshochschule erachten wir die Absolvierung der kaufmännischen Lehrzeit, wie solche die Kölner Akademie verlangt, und thunlichst außerdem eine mindestens einjährige Thätigkeit in kaufmännischen Betrieben, über die ein gutes, auch die sittliche Reise des Hochschulkandidaten anerkennendes Zeugnis des Prinzipals beizubringen ist Es liegt die Vermutung nahe, daß die jungen Kaufleute studentische Bräuche sich aneignen, Korps bilden u. s. w- Zweckmäßig wäre es, daß der Zeitpunkt des Eintritts in die Handelshochschule so weit hinausgeschoben werde, bis das Interesse an jugendlichen Vergnügungen erlahmt. Eine der studentischen fernstehende Lebensauffassung dürfte durch längere Thätigkeit im kaufmännischen Betriebe eher eintreten, als durch den weiteren Besuch eines Gymnasiums. Die erste Bedingung für den Kaufmannsstand wird immer die praktische Arbeit bleiben, wie dies auch der preußische Handelsminister bei der Einweihung der Frankfurter Hochschule hervorhob. Wenn das Studium als Ergänzung dieser Arbeit gedacht wird, dann kann den Handelshochschulen der Erfolg nicht fehlen. und des Gemeinwohls, so fehlt nur noch, daß sich die Regierung durch einen Minimaltarif an den Mastbaum binden ließe, und wir werden an dem sicheren Hafen der Handelsverträge vorbeifahren, mit vollen Segeln hinaus in die Stürme des Zollkriegs." Daß Dr. Helfferich tvotz dieser oder wegen dieser Betrachtung in das Auswärtige Amt berufen ist, ist sehr bemerkenswert. Seine Hamburger Vorträge schloß er mit den Worten: „Wenn Deutschland seinen Rang unter den Völkern behaupten will, dann braucht es gegenüber den großen Weltreichen Englands, Rußlands und der Vereinigten Staaten von Amerika eine in gesundem Wachstum fortschreitende, leistungsfähige und zufriedene Bevölkerung. Eine solche können wir bei unserm beschränkten Territorium und unserm verhältnismäßig armen Boden nur erhalten, wenn wir dem Fleiß und der Intelligenz unseres Volkes über die Grenzen des Reichsgebietes hinaus ein weites Feld für ihre Bethätigen sichern. Doppelt nötig haben wir eine starke und leistungsfähige Bevölkerung, wenn wir unsere politischen Machtmittel in die Wagschale werfen wollen, um dem Deutschtum in fremden Weltteilen eine Grundlage für feine Ausbreitung und für die Erhaltung seiner Nationalität zu schaffen. Die Lasten, die eine vielleicht unvermeidliche Weltpolitik großen Stils mit sich bringt, wird das deutsche Volk nur tragen können, wenn seiner Industrie und seinem Handel durch günstige und langfristige Handelsverträge die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt erhalten wird. Wirtschaftliche Isolierung und Weltpolitik sind unversöhnliche Widersprüche, die sich gegenseitig ausschließen; und deshalb hängt weit über den Rahmen der rein wirtschaftlichen Verhältnisse hinaus die Zukunft unseres Vaterlandes ab von der bevorstehenden Entscheidung über unsere Handelspolitik." Der Held vom Tugela kaltgestellt. Den General Buller hat ein böses Geschick ereilt. Wie wir bereits kurz mitgeteilt, wurde er wegen seiner Rede vom 10. d. M., in der et sich gegen die Angriffe gewisser Blätter verteidigte, von dem Kommando des 1. Armeekorps in Aldershot enthoben, und zur Disposition gestellt. General French wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Die Rede Buller's, die in England große Entrüstung erregte, wurde in London bei einem ,^Liebesmahl" der „Kings Royal Ristes" gehalten. Als das Kriegsministerium mitteilte, daß der „glorreich Besiegte von Eolenso" zum Befehlshaber des ersten der neu zu-bildenden Armeekorps, ernannt werden soll, erhob sich in der Presse heftiger Widerspruch dagegen, und Sir Redvers Buller wurde gefragt, wie e§ sich mit einem Telegramm verhalte, in dem er dem General White, dem Verteidiger von Ladysmith, geraten hat, den Platz den Buren zu übergeben. Darauf tzcst nun Buller folgendes geantwortet: Am 15. De- Buller. zember habe er Eolenso erfolglos angegriffen. Der Tag fei der heißeste des Jahres und Butter 30 Stunden an der Arbeit gewesen. Er habe Mißgeschick gehabt, und nachdem er erfolglos gewesen, habe er nicht an sich, sondern an die Garnison von Ladysmith denken müssen. Er habe nicht gewußt, wie Ladysmith verproviantiert gewesen, sondern habe gehört, die Stadt würde nur bis zum Ende des Jahres aushalten können. Später habe er erfahren, daß diese Annahme falsch gewesen. Jedenfalls habe er damals geglaubt, es seien nur noch 15 Tage übrig. Er habe daraus eine Meldung an Sir George White aufgesetzt, des Inhalts, sein Angriff sei mißlungen, und er könne vor einem Monat keinen neuen Entsatzversuch unternehmen und daun werde er sich noch langsam durch kämpfen müssen. Dadurch habe er die Verantwortlichkeit übernommen und Sir George White habe sagen können, wenn er den äußersten Schritt ihm: mußte, daß Sir R. Buller befürwortet habe, nachzugeben. Weiter habe er (Buller) in dem Telegramm einige Fragen gestellt und angedeutet, daß es nötig werden könne, sich zu ergeben, und geraten, was Sir George in diesem Falle thun solle und auf welche Weife. Er habe gedacht, dadurch würde er einen Mann decken, der, wie er geglaubt, sich in größeren Schwierigkeiten als er selbst befunden. Er, Butter, fordere den Mann, der behauptet habe, daß er Sir G. White geraten habe, sich au ergeben, auf, vorzukommen und das Telegramm zu zeigen. Dieses Telegramm müsse gestohlen Cbiffre und streng privat an Sir ministratoren des Bureaus für Vergebung der Straßenreinigung, nissen entsprang en! Wenn man dies Telegramm «“JÄÄÄÄ 55 .T? B-lcuchl,,: ns-»cl-ll,ch°it und erhält 18,000 Lire °°n der Straßen- m „zschule darunter Frl. Mara. Rier, Christine Keller, Marie bahn-G-ielllch-st. Ma hrlde, S°°r°°.v°r,pr cht dre B-. “ ’ Mirnbetka T-stm-na -a.. ihr willkommen Sommer 1876 ordiniert und im September desselben Jahres neueste Neapolitanische Skandal. für italienische Verhältnisse ungewöhnliche der von uns bereits wiederholt erwähnte 1901. Mitglieder worden sein, da es in < G. White gesandt worden. ------- , „ . - vorbringen werde, wolle er es vollständig veröffentl lasen. Der „Daily Telegraph" machte damals gleich darauf aufmerksam, daß das, was Buller ein Telegramm nenne, eine heliographische Meldung an Sir George White gewesen sei, die auch anderen Leuten bekannt wurde. So Municipium mit dem Bau eines Volksbades beauftragt ist, ver- lanat 30,000 Lire für die Zusicherung des Monopols an die 1: 1. 1 O rxi\Cl Sa.' und ehemalige Schülerinnen, fand in der Liedertafel ein gemeinsames Festessen statt. Der erste Toast wurde auf den Kaiser und den Großherzog ausgebracht. Zahlreiche Gra-- tulationen und" Geschenke sind bet den Jubilarinnen eingelaufen. fc. Mainz, 24. Okt. Die Bürgermeisterei wird den Stadtverordneten demnächst eine Polizeiverordnung vorlegen, wonach in Zukunft bei Wohngebäuden ein Neubau nicht mehr als fünf Geschosse einschließlich Erdgeschoß, Zwischen- und Untergeschoß haben darf. oberen und unteren Rheingaues, deren Mitglieder sich nach den Grundlagen der genossenschaftlichen Selbsthilfe verpflichtet haben, unter Verzicht auf selbständiges Keltern, die Trauben in unzerkleinertem Zustand direkt vom Weinberg zur gemeinsamen Kelter zu bringen, worauf sowohl die Kelterung als auch die Kellerbehandlung unter fortgesetzter Aufsicht des im Ehrenamt thatigen Vorstandes stattftndet. Dem reellen Weinhandel und den Konsumenten werden bei einer solchen Behandlung der Ernte in der Garantie der Naturreinheit und Originalität doch nur Vorteile geboten. Auch liegt es auf der Hand, daß sich eine andere Qualität erzielen läßt, wenn die Weine, nach Gemarkungslagen sortiert, sachgemäß gekeltert und gelagert werden, als wenn so ein kleiner Besitzer seine Ernte aus drei und mehr Lagen und Bodenarten zusammen- t werfen muß, es mit Kelter und Faß in verschiedenen Punkten i hapert, das Produkt zum Schluß vielleicht noch jahrelang in schlechten Kellerräumen neben Dickwurz und Kartoffeln sich zu einem reinen Wein entwickeln soll. Dagegen haben die bisherigen Erfolge bestätigt, daß auch der sogen, mittlere und kleine Winzer durch den genossenschaftlichen Zusammenschluß hervorragende Erzeugnisse auf den Markt bringen kann. T. Alzey, 24. Okt. Im nächsten Monat finden hier Stadtoerordnetenwahlen statt. Zu denselben werden auch die Aniendt, Eugenie Willenbücher, Elisabetha Tostmann re., ihr 25jähriges Jubiläum a ls Lehrerinnen. In Gegenwart von ca. 180 Damen, teils Lehrerinnen, Freundinnen Sozialdemokraten eine Kandidatenliste aufstellen. fc. Frankfurt, 24. Okt. Die Zahl der Besucher der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften beträgt 302. •" ' ren; daher sei eine Aenderung im Mietpreise noch nicht angängig. Mainz, 23. Okt. Am verflossenen Sonntag feierte m den Räumen der Liedertafel eine Anzahl Lehrerinnen der hiesigen Corruption deckt .. , Bericht des königlichen Commissars Saredo über die Verwaltung der Stadt Neapel auf. Saredo hat die Stadtverwaltung in Leradezu unglaublicher Verfassung vorgefunden. Der Bericht führt nach übereinstimmenden Privatmeldungen aus Rom u. a. folgende Thatsachen an: Der sri'chere Bürgermeister Fürst Summonte bildete mit den Eamorraführern Easale und Aliberti eine Liga der Eor- ruption. Die Beamten jeden Grades wurden nicht nach Staats- fördcrung eines Stadtpolizisten gegen ein Tarckehen von 200 Lire. Der Stadtpolizist droht nut Klage beim ^taats- b Mainz, 24. Oft Bezüglich des Ansatzes einer W a n d e r g e w e r b e st e u e r für in Mainz durch auswärtige Weinproduzenten abgehaltene Weinversteigerungen hat das Ministerium auf Reklamation eines der mit dieser Steuer Belegten hin die prinzipielle Entscheidung getroffen, die Steuer zu erlassen und zwar mit der Begründung, daß mit Rücksicht auf die Eigenartigkeit der von den Produzenten vorgenommenen Weinversteigerungen diese nicht als Wanderlager in dem Sinne des Gesetzes vom 22. Dezember 1900 betr. Besteuerung des Gewerbebetriebs im Umherziehen anzusehen ist. Die erlegte Steuer wurde den Betroffenen zurückerstattet. — Vor einiger Zeit ver- «uun. Vc, _ breitete sich das Gerücht, in einer Landgemeinde Die immer weiter um sich greifende Arbeitslosigkeit I " " Pensionierung. In den Ruhestand versetzt wurde der des Kreises Mainz sei ein zehnjähriger Knabe an den Fol- hat, wie wir bereits mitteilten, die sozialdemokratische Schaffner bei der Main-Neckar-Eisenbahn Johannes Horst gen einer Züchtigung, die er m er i. n Fraktion der Zwesten Ständekammer unseres Landes z» zu Darmstadt wegen geschwächter Gesundheit mst Wirkung fl-bejef^bißU %rerä beranlagte toter» einem Anträge veranlaßt, der dahm geht, daß zur vom 1. November an. suchung und nachträgliche Leichenschau durch die Staats- Linderung der Arbeiternot die baulichen Staatsarbeiten Nidda, 24. Okt. Auf die katholische Kirche ist anwaltschaft ergab die volle Grundlosigkeit des in beschleunigter Weise in Angriff genommen werden, kürzlich das Kreuz nebst Hahn gesetzt worden. In Kurzem Gerüchtes. Es wurde festgestellt, daß der Junge infolge und eventl. der Kammer eine Vorlage über Notstandsarbeiten wird die Kirche eingedeckt sein. — Die dem Brauereibesitzer ^ner Krankheit, die zu einer unheilbaren Entzündung vorgelegt werde. Das preußische Staatsministerium hat, nach Kraft hier zugefügte Schädigung (es wurden ihm mehrere des Gehirnes auSartete, gestorben ist und daß an der der von uns gestern wiedergegebenen Mitteilung der „Nordd. Male die Zapfen aus den gefüllten Apfelweinfässern geschlagen Leiche keine Spur von einer Mißhandlung oder auch nur Alla. Zig.", die Ausstellung von Erhebungen über den Um- u,id 35 Hl. zum Auslaufen gebracht) hat noch keine Sühne Züchtigung zu finden gewesen ist. Dieses Resultat der fan L^be.tslosigkeit besch-offen. Nun'komm, em- Mel- erhalten fänden, da es noch' an Scharen Znhaltspunlt-n düng aus Danzig, daß für W-stpreußen der thästgste preu- fehlt, unr -men Thäter fassen zu können. Wstbes dks Bedauerm über die'schwere Kränkung aus. ßische Oberpräfident v. Goßler eine Nofttandskonserenz nach (-) Ruppertenrod, 24. Oktober. Unser heuttger > Bie roir öon wohlunterrichteter Seite hören, seinem Wohnsitze emberufen hat. Es handelt sich darum, Herbstmarkt, den leidliches .Herbstwetter begünstigte, ^llen auch im hiesigen Eisenbahndirektionsbezirk weitere festzustellen, inwieweit es mit vereinten Kräften möglich sein nahm einen recht guten Verlauf. Wegen L-eucyengesahr s e in s ch rä n kun g e n in den Werkstätten und wird, der latenten Krisis auf den Gebieten von Handel, In- hatte man zum ersten Male den Viehmarkt aus den alten ^em n^t festangestellten Bureaupersonal eintreten, dustrie und Landwirtschaft zu begegnen, Hilfsbedürftige zu Marktplatz gelegt. Daß man mit dieser Verlegung^nrcht ^ on den 4000 Eisenbahnwaggons, die durch das preu- unterstüken Arbeiterentlassunaen und Betriebseinschränkungen unklug gehandelt, zeigte der Viehmarkt. ^-er Schweine- Eisenbahnministerium jüngst zum Bau in Auftrag unterstützen, ^roenereniiassungen uno {t ^hr gut Mit Jungichwemen befahren; es mochten worden sind bat auck das diesige Waagonwerk zu vermeiden, geplanw Arbeiten m Angriff zu nehmen, um ^00 bis 700 Stück vorhanden sein. Lebhafter Handel arbeckslosen Kräften Beschäftigung zu verschaffen rc. Ferner f^ß das Angebot trotz der erstaunlich hohen Preise rasch bex ™cm.eic L 1 , 8 sind in Bayern die Fabrik- und Gewerbe-Inspektoren mit -um Verkaufe kommen. Für das Paar Ferkel wurden im Ans dem Nheingau, 24..Okt. Lamdwirtschaft^m imster Erhebungen über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage und! Durchschnitt 40 bis 50 Mk., für bessere Qualität 50 bis 60 !v. Podbielski besuchte gelegentlich der Besichtigung der fis- über die Einwirkung der geschäftlichen Krisis auf die Ver- und sogar über 60 Mk. bezahlt. Läufer (Einlegeschweine) I kalischen Weinberge auch die Zentra lkell er ei der Rhein- hältnisse der Arbeiterschaft beauftragt worden, insbesondere kosteten pro Paar 90 bis 100 Mk. und 100 bis 120 Mk.; gauer Winzervereine zu Eltville. In seiner Be- darüber, in welchen Geschästsarten sich die jetzige schlechte Preise, wie sie auf den Herbstmärkten zu den Ausnahmen gleitung befanden sich u. a. Oberpräsident Graf v. Zedlitz- Knninnktur besonders bemerkbar mackt ob Arbeiterenllaffunaen, gehören. Die fetten Schweine sind indessen um 3 Psg. das Tischler, Regierungspräsident Dr. Wentzel aus Wiesbaden Ve^o-n £ »Z L all von Arbeits chsch en Pfund MenbgetoicI)t abgeschlagen es kostet zur z-.t «5 M sowie Ministerialbirektor Dr. Thiel. Die Kelleranlagen er- ^Äebrigung b-r LKtze stastg-sunben haben, '7b1>nd ^7er^"suchmst V-rkaufsstanben stark besetzt, leb()afk§ Interest- unb bie °°rg-'etzt-n Proben fanden in welchem Maße die Zahl der Arbeitslosen gewachsen ist, § Aus dem Vogelsberg e, 24. Okt. Ein seltener Anerkennung. -7 Es mag keine leichte Ausgabe gewesen fern, oder ob die Entlassenen in anderen Erwerbszweigen Arbeit Schmetterling ist der Tot en topf. In diesem Herbste dw Winzer zunächst m örtticheWmzervereineund diese wteder fanden. Die ganze Frage kommt bei der Anfangs November aber trat der Dotenkopf ungewöhnlich häufig auf. Nicht m eme Zentral-Abfatzgenossenschaft zu organisieren, b 3 stattfindenden Konferenz der bayer. Gewerbeaufsichtsbeamten nur, daß man wunderschöne Exemplare fing, auch die Endziel, namentlich m national-ökonomischer ^mficht, me Sr- ' Beivreckmna Toetnkopspuppe wurde beim Ausmachen der Kartoffeln aus- haltimg des gerade im Rhemgau ungewöhnlich bedrohten 0 w b* ------- fallend viel gefunden. Der Totenkopf besucht nämlich die t Kleinbesitzes, ist erreicht, und der Erfolg lohnte die Mühen. Bevölkeruugsvermchrung in den deutschen Bundesstaaten. Kartoffeläcker, indem er an die Kartoffelsträucher seine Eier Auf genossenschaftlicher Basis errichtet, ist $ie genannte Ver- Die Statistik weist über die Bevölkerungszunahme mLegt Eigentümlich bleibt dieses häufige Auftreten des kau^aenossenschast eine Vereinigung der Winzervereine des den deutschen Bundesstaaten während der Jahre 1871 bis Totenkopfes, da es im Verein mit einer selten reichen Kar- , ö -1 --------> s,— 1900 höchst interessante Einzelheiten nach. Die Zunahme tosselernte geschah. st°dt- Hamburg mit 126 7, Lübeck mit 85,5 unb Sremer« MSVWÄ’Ä Sin mit lls A sskNbi-Sch-'Summ-" "e- Ps°rdrs boch größer Zunahme Hamburg noch überflügeln.) Dann folgen Sachsen * 5)a v r e, 24. Okt. Infolge Kettenbruches eines Hafen-: mit 64,3, Großherzogtum Hessen mit 31,4, Groß- x^hnes stürzte eine Kiste im Gewicht von 3500 Kgr. zu Herzogtum Baden mit 27,7, Bayern mit 27, Oldenburg mit Boden, wodurch ein Arbeiter getötet und zwei schwer 25,9, Württemberg mit 19,1, Elsaß-Lothringen mit 10,8, verletzt wurden. Mecklenburg-Schwerin mit 9,0, Mecklenburg-Strelitz mit Darmstadt, 24. Okt. Zum Nachfolger des kürzlich ver- 5,8 Proz. Aus dieser Aufstellung ist ersichtlich, daß dieI storbenen Missionars Gengnagel zu Darmstadt ist, wie die Bundesstaaten mit überwiegender Industrie, wie z. B. Sachsen, „Darmst. Ztg." hört, als Reiseprediger der Baseler Missions- den größten Bevöllerungszuwachs haben, den geringsten die gesellschaft für die Provinzen Starkenburg und Rheinhessen rein ackerbautreibenden Gebiete. Das zeigt sich auch weiter- von dem Komitee dieser Gesellschaft Missionar Adolf Ru hl an d hin in den einzelnen Provinzen des größten deutschen Bundes- hierher berufen worden. Der neue Reiseprediger ist im Jahre staates Preußen, wo die Provinzen Westfalen eine Bevölke- 1851 in Neustadt in Rheinbayern geboren, trat im August rungszunahme von 79,6 und Rheinland von 60,9 Proz. er- 1670 als Zögling in die evangelische Missionsanstalt zu Basel fuhren. Obwohl auf die Provinz Ostpreußen während des ein, nach Absolvierung seiner dortigen Studien wurde er im ganzen Zeitraumes von 1871 bis 1900 eine Zunahme von " -- 9,4 Prozent kommt, nimmt die Bevölkerung in Ostpreußen langsam, aber seit dem Jahre 1895 ab; sie ist also das einzige deutsche Gebiet, das in den letzten Jahren in der Bevölkerungszahl rückwärts schreitet. Die Volkszählung von 2 007 000, die von 1900 rund 1 999 000 1895 ergab noch Seelen. Der Eine selbst zog er als Missionar der Baseler Missionsgesellschaft nach Indien. Er arbeitete hier auf den Stationen Palghat, Waniyankulam, Kannanur, Kodakal und Talatscheri. Von 1892 bis 1897 hielt sich dann Ruhland gesundheitshalber in I > Europa auf und bekleidete drei Jahre lang die Stelle eines! Ag-nstn bis Evangelischen Männ-rv-r-ms in Mihlhausen. unb Jrn Herbst 1897 zog -r abennals nach Jnb.-N aus, °°n wo 7 Ein Kehrichtfuhrmann fanb morgens b«m er ,m Januar 1901 w.-b-r h-.mk-hrk. Re.s^r°b.g-r Ruh- «chj^flaben in seinem Wagen zwe. Packet-, in grau-s lanb i|t uon bem Großh. Oberkanststormm geftattet roorben, ci ef^a g„ febcm d-rs-lben lag -in neu- nach vorh-nger Emlabung burch b,e evangelrschcn G° stüchen nes totes Kinb. Es waren offenbar Zwillinge. Von m ben Provmzen Starkenburg unb Rh-mh-ss-r. Misstons- 2Jiuttcc man noi tcine Spur gefunben. stunden und bei Misttonsfesten Predigten und Vortrage zu Frankfurt a. M., 24. Okt. Der Stadt Frankfurt, halten. Dabei bleibt dem Missionar Fl ad zu Frank- ^ine Stif tun g zugefallen, die zur För derung von ffurt a. M. die Pflege der Beziehungen des Missionskomiteesl g n üb e r d i e U r sache d er Kr e b s kran k- zur Provinz Ober Hessen anvertraut; doch werden er uni) I e i t bestimmt ist. Der Stiftungshetrag beläuft sich auf Missionar Ruhland öfter für einander einzutreten haben. 1500 000 Mk. Namens der Pflegschaft der Stiftung ist Pro«. *■—v,‘ ------ - -v s....। , kstadt, 24. Oft. BU ber heutigeii ^tadtver I ' ) ), ofnftpllun^von^Stu- Prüfungen und Befähigung angestellt, sondern wer immer den!^rb^eteusttzung teilte der Oberbürgermeister mit, daß!Pathologie, damit betraut worden, die ünste 9. Machthabern bei den Wahlen die Stimmen lieh, erbielt Aemter. Stadtv. Jordis sämtliche städtische Aemter, darunter auch dienüber den Krebs m die Wege zu^^leiten. ZudreiemBwea Von 133 städtischen Be'amten waren 28nicht mit Ge-l^in Mandat als Stadtverordneter, niedergelegt habe. Erlist berm Institut für e^ierimentelle Patholog angnis vorbestraft. Natiirlicb ivurde die Wahlcorruption m I' dabei ledialicb Rücksickiten aus leine Gesundbeit Reck- Aslistentenftelle eingerichtet worden, die -rr. e i Den •=> umfassender Weife betrieben, die meisten Wähler genannter einfluß- trage DaDeiieüigi^Jtu^ aut Gine )^funoyeir .nea) I ' tzisberiaen Assistenten an der anatomifchen reicher Herren bestanden aus Analphabeten. Bei Vergebung der nung. In dem Scheidenden verliere man em zuverlastiges, ci^^anstalt in Straßburg übertragen worden ist. öffentlichen Arbeiten gaben die Bestechungsgelder der Lieferanten tüchtiges und hervorragendes Mitglied, dem man stets > Umverfitatsanstalt in ^lrastvurg . ---- den Ausschlag. Die neapolitanischen Zeitungen „Don Marzio" und ein dankbares ehrenvolles Andenken bewahren werde. — ------, „Mattino" erhielten Hunderttaufende. «Die Wasserwerkskasfe für 1900/1901 zeigt ein ge-I Besonders bloßgestellt ist, wie wir schon kurz mitteilten, radezu glünzendes Ergebnis. Die Einnahmen betragen * - - O4Heute nachmittag sind zwei Ar- der Direktor des letztgenannten Blattes, der Schriftfteller 477 817,65 Mark, die Ausgaben 2/1616,3o Mark, sodaß ent ^©091x1«, 2. hereinbrechende Ge- Searfoglio, und seine Frau, die berühmte Mathilde Serao. Ueberschuß von 206 201 30 Mark sich Sn Der Bericht enthält über beide folgendes: die Stadtkasfe soll der. Betrag von 144816 Mark fließen, flemsmaften geto.e^wo^, Schadenfeuer in Gai- Searfoglio, der Direktor des Mattino, verlangt vom IngenieurI ^^^ch^^atter Smig fuhrt dazu aus, bstst die chlßerge-1 *’ Äexibcfma) verbrannte eine KäthnerSftau« . DausreSne 30,000 Lire für sich und eine Summe für die Ad-1 wohnlichen Ueberfchüffe auS besonders guusügen Verhält-1 dellen (KrerS Heydekrug) wesen sei, die auch anderen Leuten betannt würbe. So von 200 Lire. Der ^tadtpolizist droht mit ^mge oeim ^taars- babe z. B. der Korrespondent des „Daily Telegraph" in anmalt, falls nicht die Rückerstattung des Geldes erfolgt. Sie Südafrika bereits im August 1900 von einem englischen zahlt sie in wöchentlichen Raten ab. Mathilde ^ercw verlangt Zwilistc» von dem Wortlaut dieser Meldung gehört aber SÄ/XteSXS’ÄiZ °D-sstn0n-'z7hl7°n°ch"-mmäl aus guten Gründen Nichts dantber berichtet. Großen ^00 Lire, um das versprochene Amt zu erhallen, und wird Verdruß hat General Buller auch dadurch bereitet, hast ! üblich Hausmeister in einem Ministerium. Als nachträgliche er in seiner Rede erklärte, es gebe keinen jüngeren Offizier, !(Arattfikation erhält sie noch einmal 350 Lire. der geeigneter sei als er, das neu zu bildende Armeekorps $cc Bericht verlangt schließlich energische Maßnahmen zu kommandieren, und er fordere seine Kritiker auf, ben L Regierung, darunter einen Vorschuß von fünfzig Mil- Mann zu neunen, wenn sie es bermochten. honen seitens des Staates, um der Stadt Neapel die lieber» bö»Mnahm, ihr« Wass-n-uung zu «möglichm und das D-stzit dauern die Maßregelung. Das Blatt sagt, es sei unglaub- der Stadtkaffe zu decken, ferner die Verlängerung lnuscnden lich daß der Manu, der Ladysmith entsetzt und Natal Anleihen, endlich die Verstadtychung der offentlick)en Betriebe, gerettet habe, nur deswegen schimpflich entlassen wird, Eine Regenerierung Neapels sei nur unter strenger Kontrole weil er eine unkluge Rede gehalten hat. Buller habe der Regierung zu erwarten. nach der Niederlage und Kapitulation Cronje's bei Paarde-I. - !— '■■■■'---s berg Frieden schlie ßen wollen. Wenn dieser höchst nnh £11110. weise Vorschlag ausgeführt worden wäre, so hätte England 6^ C?luvl uuv viele Millionen Geldes und viele hundert Menschenleben Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets erspart- Buller habe viel Feinde, deren erbittertste viel- und werden angemessen honoriert, leicht die Finanzleute des Rand seien, denen gegenüber Gießen, 25. Oktober " niemals seine^Verachtung verhehlt habe; er habe aber „ Auszeichnungen. Tas Ehrenzeichen für S werben" " Freiwilliger Feuerwehren "urbe v-rlieh-n d--iM.tglieb-rn b-r ° ------- I freiwilligen Feuerwehr zu Groß-llnsttadt. Martin Fr reß 111., Gegen die Arbeitslosigkeit. | Heinrich Zibulski, Adam Heimer und Georg Balde II. Bed. Himmel 4- 8,3 die Firma entgegen den vi den Lohn für Verpuharbeit UniverMts-Uachrtchleu. (8 Bl. inFol.) Ingenieuren, die die Diplomprüfung 9,1° c. 4,0° C. 22S 92G 7" 88 99 100 23.-24. Ott. 23.-24. „ 2 1 2 wird allgemein gelobt und weiterempfohlen. „Franco“. 755,0 754,5 + 5,7 751,7 + 6,0 Eine Messerspitze voll Lindes Effenz genügt, um jedem Kaffee einen delikaten Geschmack und eine schöne Farbe zu geben. U>icteorDlOfftfd;e «^ovachrungen der Station Gießen. 24. 24. 25. 7,2 6,7 7,0 SE. 8. 8. Darmstadt, 22. Okt. Wie der „Tarinst. Ztg." mitgeteilt wird, erteilt die Technische Hochschule allen denjenigen diplomierten an der Hochschule seit dem • Sieben, 23. Okt. Heftige Erderschütterungen sind hier wieder in den letzten Tagen in der Volkstädter Gemarkung verspürt worden. Die Erschütterungen waren häufig von unterirdischem Donner begleitet. ♦ Könitz, 24. Okt. Der Gutsinspektor Wunderlich schoß gestern auf die Familie des Gutsbesitzers Heise. Heise> feine Tochter und Frau wurden verletzt, letztere schwer. Der Beweggrund ist Rache, da Wunderlich von Heise des Diebstahls bezichtigt und entlassen worden war. Wunderlich ist verhaftet worden. * London, 24. Okt. Das bei den Faroerinseln stationierte Kanonenboot „Bellona" meldet, daß das Fischereifahrzeug „St. Bernard" aus Hüll am 20. an einer der Inseln gescheitert ist. Man befürchtet, daß die ganze Besatzung ums Leben gekommen sei. 7 Leichen seien geborgen. * Eine Hochstaplerin, die auf den Rennplätzen zu Baden-Baden, Homburg, Wiesbaden, Frankfurt a. M. und zuletzt in Berlin sich ihre Opfer ausgesucht hatte, ist von der Berliner Kriminalpolizei ergriffen worden. Die 19 Jahre alte Elise Hentze, gen. Ernst, fand vermöge ihrer blendenden Schönheit und ihres eleganten Auftretens eine Schar reicher Verehrer, auf deren Kosten sie ein Leben voller Wonne führen konnte. U. a. war der Sultan von Jo- höre, der in diesem Sommer auch Gießen einen Besuch abgestattet hat, ihren Verführungskünsten erlegen und wurde ein Opfer ihrer Tiebeskünste. Das Mädchen suchte und fand bei i hren Galants nur zu leicht Gelegenheit, sie ihrer wohlgefüllten Portefeuilles zu berauben. Einige der Bestohlenen erstatteten Anzeige, die zur Festnahme der Diebin führte. Auf dem Polizeipräsidium wurde ihre Persönlichkeit fest- gestellt. Das Mädchen, das sich verschiedene Namen beigelegt hatte, ist bereits dreimal wegen in ähnlicher Weise uusgesührter Diebstähle vorbestraft. 11. Juli 1889 abgelegt haben, auf Antrag und gegen Rucksendung des alten Diploms ' durch eine neue Urkunde den, Grad eines Diplom-Ingenieurs. Bezügliche Anträge sind an das Rektorat der Technischen Hochschule zu richten. . — Wie der klerikale „Els. Volksbote" imtteilt, ist die Berufung eines k a t h o l i s ch e ii H i st o r i k e r s für die Universität otra^ bura aus die Initiative des Statthalters, Fürsten Hohenlohe. Langenburg, zurückzuführen, der nut den atheistischen Anschauungen gewisser Prosessoren gebrochen wissen möchte, ^on ihm fei auch die Errichtung eines Lehrstuhls für eine £ ath olis ch e P hilo- sophie - Professur an der Universität ^trapburg bemrwortet worden. In Straßburger Kreisen, die sonst gut untenichtet seien, habe man mit der '-Berufung eines katholischen Historikers an tue Kaiser-Wilhelm-Umversität Straßburg gleichzeitig der Berufung eines katholischen Philosophie-Professors entgegengesehen. pur die Stelle eines katholischen Philofophieprofessors fei em elsässischer Geistlicher in Aussicht genommen, der in Reglerungs- und al^ deutschen Kreisen große Sympathie besitze und denen Name auch in wissenschastlichen Kreisen einen guten Klang habe. München, 23. Okt. Ter Prinzregeul hat eine neue Gebührenordnung für ärztliche Dienstleistungen (approbierte Aerzte und Zahnärzte), gül.g vom 1. November ab, genehmigt. Tie Gebührenordnung ist tm Einvernehmen mit den ärztlichen Korporationen und in Anpassung an die Gebührenordnungen in Preußen, Sachsen, Württemberg und Helfen, den Fortschritten der medizinischen Wissenschaft und der ietzigen Zett- lage entsprechend, abgefaßt. Die Tarife enthalten Minimal- und Maximalsätze. Es steht den Aerzten aber frei unter die MiNimal- sätze herabzugehen, wie es andererseits auch nicht ausgeschlossen,sein dürste, daß hervorragende Spezialisten für aubergewohnllche Mühewaltung und unter sonstigen besonderen Verhältnissen über die Maximalgrenze hinausgehen. (Der dem -.andtag vorliegende Ent- wuA einer ärztlichen Standesordnung bestimmt dagegen: „Jeder Arzt ist verpflichtet, nicht unter die aufgestellte Staatstaxe bezw. Di° UnwerfUät °us An,°b ihrer 200jährigen Jubelfeier außer Roofevelt zu Ehrendoktoren auch den Berliner Professor Waldeyer und Staatssekretär Hay vroinovieri. Arbeiterliemrgung. Planen i. V., 23. Okt. Die Schiffchen st icker traten in efne Lohnbewegung ein. Sie fordern verkürzte Arbeitszeit und Anerkennung des neuen Lohntariss. Frankfurt a. M., 24.Okt. Die Stukkateure der Firma Holz mann u. Eo. sind in den A u s st a n d getreten, nachdem die Firma entgegen den vor 2 Jahren getroffenen Abmachungen den Lohn für Verpuharbeit von 65 auf 50 Pfg. pro Sttmde herab- Nordhaufen, 24. Oft Nach der Erklärung der Streikkommission wurde heute der große Generalstreik der Tabakarbeiter für beendet erklärt. Der Generalstreik, welcher sechs Monate dauerte, hat mit einer vollständigen Niederlage der Ausständigen geendet. Montcean-lcs-Miucs, 24. Okt. Auf Anweisung des Präfekten des Departements Saone-et-Loire vom 22. ds. Mts., daß alle Besitzer von M i l it ä r g e w e h r en dieselben binnen drei Tagen auf der Mairie oder der Polizei abzuliefern haben, sind bis jetzt 30 Gewehre zur Ablieferung oder Anmeldung gelangt. Tlieater, Kunst und Wistenschafl. — Der Mannheimer Oberbürgermeister Beck hat an die deutschen und österreich-ungarischen Gemeinden mit über 20 000 Einwohnern insgesamt 294 Anfragen über ihre Mitwirkung an der Wohnungsresorni gerichtet und 260 Beantwortungen erhalten. Unter diesen 260 Städten sind 120, also 46 Prozent, m denen eme kommunale Förderung des Baues von Kleinwohnungen überhaupt noch nicht stattgefunden hat; hierunter befinden sich auch Darmstadt und Hanau. . Prag, 24. Okt. Der heutige 300jährige Todestag Tycho de Br a h e s wurde von der kal. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften feierlich begangen. Bei der Feier waren Vertreter der Regierung, sowie der Kunst und Wissenschaft zugegen, unter letzteren der Astronom Mortensen-Kopenhagen und Professor Marchand- London. An dem renooierten Grabmal Brahes in der Teynkirche wurden mchrcre Kränze niedergelegt. Höchste Teniperatur am Niedrigste „„ ^literarische Neuerscheinungen. (Besprechung vorbehalten.) Bierbaum, Otto Jul., Jrraarrten der Liebe. Verliebte, launenhafte und moralische Lieder, Gedichte und Spruche aus den Jahren 1885—1900. 16.—25. Tausend. (XXI, 460 S.) Berlin, Schuster u. Löffler. 1 Mk. Böcklin-Mappe. Hersg. vom Kunslwart. München, Georg D, W, E a l l w e y. L25« 4- Eton- imi Harnleiden 4- (Ausfluß), Harnbrcnncn, Harndrang, Harnverhaltung, Blafenkatarrh u. s. w. finden Heilung ohne Berussstörung durch „Lochers Antineon“ (40,0 Sarsaparill., 20,0 Burzelkraut, 10,0 Ehrerwreis, 100,0 Weingeist, 100,0 Kognak). — Innerlich! Total unschädlich wirkend! Acrztlich warm empfohlen! Kem Santalpräparat! Flasche 2,50. — Zu haben in den Apotheken. — Alan Hute sich vor Nachahmungen und achte aus A. Locher’» Namenszug! Alleiniger Fabrikant: A. Locher, Pharmac. Laborator., Stuttgart. 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