zur Schau. Sie entzückte in gleicher Weise durch ihr sehr lebendiges Spiel, ihr hinreißend liebenswürdiges Temperament wie durch ihre klangvolle und reine höchst umfangreiche Sopran- stimme, die sie nicht ohne Geschmack zu schattieren versteht. Das Duett „Ich setz' den Fall" mußte wiederholt werden. Frl. O. wurde durch eine hübsche Blumenspende ausgezeichnet. Die stets hungerige Brouislawa fand in Frl. Durand eine recht putzige Vertreterin. In dem Duett mit Janicki im 2. Akt „9hir das eine bitt' ich Dich" that sie sich durch überraschend hübschen Gesang hervor. Ihre alte Zigeunerin im „Zigeunerbaron" hatte auch nicht so viel neckische, unersättliche Naivität, so gewinnende Soubrettenart erwarten lassen. Seinen kräftigen, volltönenden Bariton brachte Herr Endtresser wieder zu bester Geltung, im Spiele jedoch erreichte er nicht seinen prächtigen Beno Abholrstellen viertelsttztt. Mk. 1.90, msnatl. 65 Wt v« Postbkzug vicrtrltstztt. Mk. 1.00 ohne vcsteSWM ■Qt Bn|«ieen Brrtntulwe«» Otflen On und AuMmmI nehmen Vlnjftgtn für Ne •tefcener Änjcigfr tntMm. 8etlen»r#. 16 U4»r Mteftin« GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Der neue Zolltarif. . Wie wir bereits mitteilen konnten, ist der Entwurf eines Zolltarifgesetzes nebst Zolltarif nunmehr dem Bundesrate zuge^gangen. Ter letztere wird, da er unmittelbar vor den ^ommerferien steht, sich vorher kaum noch materiell dieser umfassenden Vorlage beschäftigen können. Er wird sich darauf beschränken, dieselbe auf die Tagesordnung der nächsten Plenarsitzung zu setzen, um sie dann geschäfts- ordnungsgeinäß den Ausschüssen zu überweisen. (Äst wenn rm September der Bundesrat zu seinen regelmäßigen Ar- betten zusammentritt, wird eine materielle Prüfung und Erledigung der Vorlage und demnächst ihre Uebermittelung an den Bundesrat zu erwarten sein. Ob die einzelnen Regierungen in der Zwischenzeit ihre Stellung zu den Vorlagen festlegen, oder ob sie diese Arbeit auch bis zum Herbst hinausschieben werden, steht dahin. Tie Geschäftsordnung des Bundesrats weicht bekanntlich von derjenigen des Reichstags erhebliche ab. Im Reichstag entscheidet jedes Mitglied nach eigenem Ermessen, der Fraktionsverband entbindet das einzelne Mitglied nicht von einer selbständigen Prüfung und von einer Abgabe seines Votums auf eigene Verantwortung hin. Tie Debatten, die den Abstimmungen voraufgehen, dienen dazu, die betreffenden Fragen bis aufs kleinste pro und contra zu prüfen, und so jedem Reichstagsabgeordncten die Möglichkeit zu geben, srch ein eigenes Urteil zu bilden. Ganz anders dagegen verläuft die Beratung der Vorlagen im Bundesrat. Ter Bundesrat repräsentiert die Gesamtheit der Bundesstaaten, vas einzelne Mitglied giebt sein Votum nicht nach eigener Ueberzeugung, sondern nur laut Auftrag seiner Regierung ab, daher auch der Ausdruck Bevollmächtigter zum Bundesrat. Tie einzelnen Bundesratsmitglieder haben vor ihrer Abstimmung die Instruktion ihrer Regierung einzuholen und haben diesem Auftrag gemäß ihr Votum abzugeben. Ter Bundesrat setzt sich aus 58 Mitgliedern zusammen, von denen wiederum 17 Stimmen der preußischen Regierung, 6 der bayerischen, je 4 der sächsischen und württembergischen Regierung, je 3 der badischen und hessischen, je 2 der mecklenburgischi-schwerinschen und braunschweigischen und je 1 Stimme den übrigen Bundesstaaten zustehen. Ueber die Stimmenabgabe im Bundesrat besagt Art. 6 der Reichsverfassung das folgende: „Jedes Mitglied des Bundes kann so viel Bevollmächtigte zum Bundesrat ernennen, wie es Stimmen hat, doch kann die Gesamtheit der zuständigen Stimmennureinheitlichabgegebenwerde n." Dieser Vorschrift gemäß müssen in jeder einzelnen Frage die 17 Stimmen, über die die preußische Regierung im Bundesrat verfügt, einheitlich abgegeben werden, es können nicht die einen mit Ja, die andern mit Nein stimmen, es ist auch nickst nötig, daß zur Abstimmung sämtliche Mitglieder zur Stelle sind, es genügt, wenn ein Vertreter im Bundesrat die Stimmen für seinen Staat abgiebt. Tas fetzt natürlich voraus, daß das Staatsministerium einen Beschluß gefaßt hat und der Monarch diesem beigetreten ist. Ob diese Stellungnahme der Einzelregierungen und die Instruktion ihrer Bevollmächtigten noch vor dem Herbst geschieht, ist zweifelhaft. Es entsteht nunmehr die Frage: Wie sieht die dem Bundesrat zugegangene Vorlage aus und welches Schicksal wird sie bei den bevorstehenden Beratungen haben? Es handelt sich bekanntlich um zwei Vorlagen, das Zolltarifgesetz und den Zolltarif. Ter Schwerpunkt liegt zur Zeit zweifellos in der ersteren, unter anderem in der Frage, welckze Tarifform gewählt werden soll. 1897 entschied sich die Regierung für einen Toppeltarif, d. h. für die wichtigeren Produkte einen Zoll festzulegen, unter den die Regierung bei der Vorberatung neuer Handelsverträge nicht gehen darf, und ebenso eine Höchstgrenze festzusetzen, die für den Fall eines Zollkrieges oder eines vertragslofen Zustandes von Rechtswegen in Geltung zu treten hat. Gegen dieses Programm hat nicht nur der Handelsvertragsverein gearbeitet, es ist auch vom Reichsschatzamt und mehreren Einzelregierungen fortlaufend dagegen Stimmung gemacht worden. Auch die neulichen Personalveränderungen stehen mit diesen Gegenströmungen im Zusammenhänge. Wir erinnern in dieser Beziehung an folgende Thatsachen: In der ersten Hälfte des März fanden im Reichsschahamt Konferenzen von Vertretern der einzelnen Ressorts statt, in denen über die grundsätzlichen Fragen des Zolltarifgesetzes vorläufiger Beschluß gefaßt werden sollte. Hier kamen die Gegensätze zwischen Einheits- und Toppeltarif unverhÜNt zum Ausdruck. Ain 13. März erschienen gleichzeitig in der „Rat. Ztg." und im „Bert. Tagebl." Artikel, die offenbar derselben Quelle entstammten und sich mit der größten Schärfe gegen den Toppeltarif wendeten. Es wurde darin ausgeführt, der Toppeltarif knebele die Krone in ihrem Rechte der freien Entschließung und dergl. mehr. Dem Kundigen war es klar, daß dieser Artikel auf eine amtliche Stelle zurückzuführen sei, die bisher bereits gegen den Toppeltarif gearbeitet habe, und die die bevorstehenden Entscheidungen in dieser Richtung beeinflussen wollte. That- sache ist, daß die in jenen Tagen bevorstehende Entscheidung im preußischen Staatsministerium über diese Frage abgesetzt wurde. Trei Tage später, als 16. März, erschien in den „Berl, Pol. Nachr." ein Artikel, der dieselbe Frage behandelte, und mit größter Wucht für den Toppeltarif eintrat. Es hieß darin u. a.: „Tie Landwirtschaft könne erst dann die ihr so nötige volle Beruhigung über ihr künftiges Schicksal gewinnen, wenn sie die Sicherheit habe, daß die landwirtschaftlichen Zölle nicht abermals das Kompensationsobjekt beim Abschluß neuer Handelsverträge bilden sollen. Gegen die Wiederholung der Herabsetzung von 1892, eines „auch für unsere politische Lage verhängnisvoll gewordenen Vorkommnisses" wolle sich die Landwirtschaft versichert halten, auf welchem Wege das gesetzgeberisch zu losen sei, darüber dürften, so erklärt die offiziöse Auslassung, die Meinungen an den maßgebenden Stellen kaum auseinandergehen." Tieser Artikel ist in amtlichen Kreisen auf den Finanzminister Tr. v. Miquel geführt worden. Ob's wahr ist, wissen wir nicht: fest steht jedenfalls, daß zwischen dem Reichsschatzamt und dem preußischen Staatsministerium eine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit über die Frage des Doppeltarifs in jener Zeit bestanden hat und daß diese Meinungsverschiedenheit in der Presse zum Ausdruck gelangte. Tie weitere Entwickelung der Tinge ist bekannt. Ter Toppeltarifmann Tr. v. Miquel schied aus dem Amte, mit ihm diejenigen Kollegen, die für den Toppeltarif grundsätzlich eingetreten waren; Gras v. Bülow berief die bekannte zollpolitische Konferenz ein, die zwei Tage beisammen war und dann in vollster Einmütigkeit auseinander gegangen sein soll. Für den Eingeweihten kann ein Zweifel darüber nicht bestehen, daß die Anschauungen des Reichsschatzsekretärs Frhrn. v. Thielmann zum Siege gelangt sind und daß man sich auf der Konferenz für den Einheitstarif entschieden hat, vielleicht giebt man der Industrie den Toppeltarif. Dies dürfte auch der wesentliche Inhalt des Zolltarifgesetzes sein, das nunmehr an den Bundesrat gelangt ist. Tie „Nordd. Allg. Ztg." wiederholt gegenüber neuen Blättermeldungen, die mit dem Anschein der Eingeweihtheit Angaben über einzelne Tarifsätze des dem Bundesrat zugegangenen Zolltarifentwurfes verbreiten, ihre frühere Feststellung, daß alle in der Presse aufgetauchten Mitteilungen über den Inhalt des neuen Zolltarifs auf willkürlicher Kombination beruhen. Ties Verfahren wird vermutlich noch öfter eingewendet werden, aber es dürfte kaum auf die Tauer lotsen, nämlich mißtrauisch zu machen gegen jede Zolltarif-Meldung. Nachdem der Entwurf dem Bundesrat zugegangen ist, wird zweifellos die eine und andere Bundesregierung es für zweckmäßig halten, nochmals mit Sachverständigen, sich ins Benehmen zu setzen; unter besonderer Berücksichtigung der speziellen Landesinteressen an der Gestaltung dcr Handels- verträge. Auf das Recht dieser Nachprüfung wird keine Regierung verzichten wollen. Eine absolute Garantie für Geheimhaltung ist bei einem solchen Kreise von „Mitwissern" natürlich nicht mögliche China. Auch in China giebt es einen Bund der Landwirte. Tas Verwischen aller Beziehungen mit dem Auslande, die Erhaltung der nationalchinesischen Eigenart ist sein Programm. Tiese auf dem platten Lande entstandene Bewegung gewinnt nach neueren Meldungen an Ausdehnung. Es handelt sich um ausgesprochene fremdenfeindliche Bestrebungen, ums Boxer tum unter anderem Namen, und die Mächte werden diesem Bunde ihre rege Aufmerksamkeit schenken müssen. Aus Tientsin meldet Reuter: General Moi besuchte am 24. d. M. die fremden Generale und provisorischen Gouverneure der Stadt. Moi übernimmt die Verwaltung eines bestimmten Bezirks. Er will auf die Unterdrückung der Räuber und Boxer hinwirken. Zwei seiner Leute wurden verhaftet, weil sie Munition fortschafften. Tie Mandschurei-Frage lebt wieder auf. Rußland hat sie aus der Versenkung heraufbeschworen, doch die Formel, mittelst deren es geschieht, will garnicht in das Programm sich einreihen, das Graf Lambsdorff aufgestellt: zu haben schien. Bisher meinte alle Welt, die Diplomaten der verbündeten Mächte eingeschlossen, daß Rußland die Mandschurei als seine Domäne betrachte, von der es, wenn auch nicht förmlich, so dochthatsächlich Besitz ergreifen werde, sobald die Entschädigunasfrage zwischen China imb den Gesandten geregelt sei. Bei diesem letzteren Punkte greift die soeben veröffentlichte Erklärung des russischen Gesandten in Peking, v. Giers, auch ein. Wer Herr v. Giers verkündet, daß Rußland mit China über die Bedingungen zu unterhandeln wünsche, unter denen Rußland aus der Mandschurei sich wieder zurückziehen würde. Sollte die, einer englischen Quelle entstammende Meldung zutreffen, dann ist die Auffassung wohl kaum irrig, daß Rußland einfach für China unannehmbare Bedingungen stellen, also schließlich in der. Mandschurei bleiben wird. Es hieße ja auch die Klugheit der chinesischen Staatsmänner unterschätzen, wollte man glauben, sie wüßten nicht, daß die Mandschurei unrettbar verlorett ist. Welchen Zweck Rußland mit diesem Spiel verfolgt, das läßt sich für jetzt allerdings nod)i nicht recht erkennen. In China ist nach einer telegraphischen Nachricht der Feld-Jntendantursekretär Freudrich tötlich verunglückt, der vor seinem Abgänge zum Ostasiatischen Expeditionskorps dem preußischen Kriegsministerium zugeteilt war. Ter Bedauernswerte hatte das Unglück, mit seinem Pferde zu stürzen, wobei er sich einen mehrfachen Rippenbruch und eine Verletzung der Lunge zuzog. An den Folgen dieses Sturzes ist er bald darauf im Lazarett zu Tientsin verschieden. Der Verstorbene war verheiratet. Aus Nagasaki wird vom 23. Juni telegraphiert: Heute vormittag 10 Uhr siedelte der Feldmarschall Graf Walder- see von der „Hertha" auf den Dampfer „Gera" über, wo sich das Oberkommando vollzählig eingeschifft hatte Außerdem waren 300 Rekonvaleszenten an Bord. Bald darauf fuhr die „Gera", die einen mächtigen Heimatwimpel, aufgezogen hatte, unter dem Salut sämtlicher im Hafen Gießener Stadttyealer. £>er AettelfludeuL. Operette von Millöcker. Millöckers „Bettelstudent" ist ein Musikwerk besonderer Art, das köstliche Melodienschätze in Solo wie in Ensemble besitzt und dessen Libretto immerhin nicht ohne Witz ist und anzuziehen vermag. Die Operette bewies auch am Montag wieder ihre frische Lebenskraft und versetzte das zahlreiche Publikum in die heiterste Stimmung. Die Aufführung war aber auch ganz ausgezeichnet: so flott im Zusammenspiel, so prächtig in den Einzelleistungen, daß der stürmische Beifall gerechtfertigt war. Der Titelrolle wandle sich naturgemäß das Hauptinteresse zu, der Partie des Symon, die Herrn Jäger aufs neue hinreichende Gelegenheit gab, fein musikalisches und schauspielerisches Können im besten Lichte zu zeigen. Er erfreute, wie stets, durch natürliches, ungezwungenes Spiel und war auch vortrefflich bei Stimme, seine Gesamt- leistung verdient daher das höchste Lob. Schade, daß sein hübsches Solo „Die Eh' macht dann erst Spaß der Frau" ausgefallen war. Hin und wieder detonierte er etwas, und es will uns scheinen, als ob Herr I. die leichten Taktteile noch mehr zurücktreten laffen könnte. Frl. Opel war eine polnische Grafentochter von sehr vorteilhafter Erscheinung und pikanter Koketterie und trug der Polin Reize mit Anmut gang der Sache. — Ter „Reichsanz." meldet: Vom 1. April bis Ende Mai gelangten im deut sä; en Reich einschließlich der kreditierten Beträge folgende Einnahmen zur Anschreibung: Zölle 76 303 968 Mk., (gegen das Vorjahr mehr 2 532 651 Mark), Tabaksteuer 1 624 359 Mk. (gegen das Vorjahr mehr! 31838 Mark), Zuckersteuer und Zuschlag zu derselben 11381 415 Mk. (weniger 12 388658 Mk.), Salzsteucr 6 735 522 Mark (weniger 171053 Mk.), Maischbottich und Branntweinmaterialsteuer 3 071 730 Mk. (weniger 316 276 Mk.), Branntwein Verbrauchsabgabe und Zuschlag dazu 19 955 269 Mk. ^weniger 215 748 Mk.), Brennsteuer 479 367 Mk. (weniger 188 265 Mk.), Brausteuer 5 708 208 Mk. (mehr 139 846 Mk.), Ausland. Madrid, 24. Juni. Gestern fand nach einem Meeting in geschlossenem Raum eine großartige antiklerikale Kundgebung statt. Ein Jesuiten- und ein Redemptoristen- Kloster wnrden mit Steinen bombardiert, bis die Polizei einschritt. — In Alcoy (Provinz Alicante) kam es gelegentlich einer Prozession zu Ruhestörungen, Eine große Menschenmenge empfing die Prozession mit feindlichen Zurufen, entriß dem Priester das Kruzifix und zerbrach eS. Darauf kam es zu Thätlichkeiten; von beiden Seiten sielen Stocks hiebe und wurden Steine geworfen. Die Gendarmerie mußte etnschreiten. Vier Personen wurden ernster verletzt, einige erlitten leichte Verletzungen. Wien, 24. Juni. In einer Besprechung der in Berlin abgehaltenen Rechtschreibungs-Konferenz stellt die „Wiener Abendpost" fest, daß die von Seiten Oesterreichs geltend gemachten Wünsche volle Würdigung sanden. Die gemeinsam gefaßten Beschlüsse, schreibt das Blatt, stehen mit den Forderungen der Wiener Enquete in wünschenswertem Ein klänge. Schon jetzt kann als sicher angenommen werden, daß die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung in der Schule zur Thatsache wird und daß auch die wissenschaftliche und die TageSlitteratur sowie die Behörden die Schreibweise der Schule nicht weiter unbeachtet lassen werden. Manila, 24. Juni. Der Führer der aufständischen Filipinos General CailleS hat sich mit seinem Stabe und 650 Mann heute dem General Summer ergeben. Sidney, 23. Juni. Der französische Generalkonsul erklärte in einer Unterredung, Frankreich, das die Neuen Hebriden in Besitz nahm und kolonisierte, werde die Inseln wahrscheinlich behalten, sich aber sicherlich der Besitznahme derselben durch irgend eine andere Macht widersetzen. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist HUt unter genauer Quellenangabe: Am«" gestattet.) •* Wegen des Gewitters mußten telephonische Meldungen und auch der telephonische Kursbericht auS- bleiben. „ , ** Kriegerkameradschaft „H assi a". Unter Ord.-Nr. 18 wurde nach Erfüllung der satzungsgcmäßen Pflichten der 18 Mitglieder starke Kriegerverein Trais- Münzenberg in den Landesverband der Kriegerkainerad- schaft „Hassia" ausgenommen und dem Bezirk Butzbach gerichtet ist. , __, W.N i dda,24. Juni. Bei den Bohrungen nach Th er- m a l s oo l e ist man jetzt auf ziemlich st a r k e S o o l e gestoßen, die frei ausfließt. Dow werden Pumpen angesetzt, um den Strom stärker herbeizuziehen. Ta man jetzt in kalkhaltigem; Gestein an gelangt ist, so hofft man noct Kohlensäure zu gewinnen. — Tie wiederholt veranstaltet^ Konzerte der 116. Kapelle aus Gi eßen erfreuen sich fortgesetzt großer Beliebtheit und eines regen Besuche-. Tie Kanalisations- und Wasserleitungsarbeiten sind nunmehr beendigt. — Tas finanzielle Ergebnis Turnfestes ist günstig. Das wegen Regenwetters au- gefallene Jugendfest wird Sonntag nachgeholt werden. & sind eine Anzahl Preise für die besten Leistungen im Turnen, Klettern usw. ausgesetzt worden. T arm st a d t, 24. Juni. Der Großherzog und die Groß Herzogin empfingen heute auf Jagdschloß Wolf- garten den Fürsten und die Fürstin zu Solms-Lich und bei Kammerherrn Kreisrat v. tzouibergk nebst Gemahlin, die sodann zur Frühstückstafel zugezogen wurden. Ter G rotz» he rzog und die Großherzogin, der Prinz und die Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst beiderseitigem Gefolge werden sich Mittwochvormittag mit Sonder- zug zur Einweihung der neurestaurierten evang. Stadtkirci<- nach Friedberg begeben und um 1 Uhr nach Wolfsgarä» zurückkehren. Uebergangsubgabe von Bier 648'520 Mk. (weniger 29 798 Mark). Zusammen 125908358 Mark (gegen das Vorjahr weniger 10 605 463 Mark). — Ferner Stempelsteuer für Wertpapiere 2 533 7.31 Mk. (weniger 689 545 Mk.), für Kaufund sonstige Anschaffungsgeschäfte 2 595 445 Mk. (mehr 243 Mark), für Lose zu Privatlotterien 1 074 162 Mark (mehr 306 772 Mark,, zu Staatslotterien 2 585 345 Mark (mehr 1306 487 Mk.), für Schifffrachturkunden 128188 Mk. (mehr 128 188 Mark), Spielkartenstempel 227 694 Mark (weniger 4447 Mk.), Wechselstempelsteuer 2 307 632 Mk. (mehr 189997 Mart), Post- und Telegraphenverwaltung 68 764 633 Mk. (mehr 4 113 764 Mk.), Reichseisenbahnverwaltung 15010000 Mark (mehr 237 000 Mark). — Zum Gum bi nn er Mordprozeß schreibt Rechtsanwalt Horn in Insterburg, der von Amts wegen bestellte Verteidiger des Sergeanten Riefel, der „Rat. Ztg.", daß ihm von „neuen Thatsachen und Ermittelungen", welche die neue Untersuchungshaft gegen Hickel rechtfertigen sollen, nicht das Geringste bekannt isl. Tie Strafanzeige/ gegen die beiden Generale wegen Freiheitsberaubung ist bei der Staatsanwaltschaft in Insterburg eingebracht worden. Nach § 153 der Militärgerichtsordnung ist diese Anzeige von der Staatsanwaltschaft an die vorgesetzte Tienstbehörde der Beschuldigten abzugeben; gemäß § 21 der Militärstrafprozeßordnung und § 4 des Einführungsgesetzes dazu bestimmt zunächst der Kaiser einen Offizier, der die gerichtsherrlichen Befugnisse gegenüber den beiden Generalen auszuüben hat. — Für die G e n e r a 1 v e r s a in m l u n g der Katholiken Deutschlands in Osnabrück werden die umfangreichsten Vorkehrungen getroffen. Das großartige Vereinshaus bildet den Mittelpunkt der Veranstaltungen. Tas Programm ist endgiltig sestgelegt; es sind elf Themata bestimmt. Tas Vereinshaus erhält eigene Post-, Telegraphen-, Telephon- und Sanitätsstationen. Es finden außer den Hauptversammlungen zahlreiche Nebenversammlungen statt, Kommerse der katholischen Studentenvereinigungen Deutschlands, Feste der katholischen kaufmännischen Vereinigungen u. a. m. Man rechnet auf eine Beteiligung von etwa 10—12 000 Personen. Sonderzüge werden in der Versammlungswoche nach allen Richtungen abgelassen, um den zu erwartenden kolossalen Verkehr zu bewältigen. Leipzig, 24. Juni. Ter Ehr en g e r i chtsh of für A e r z t e der Kreishauptmannschast Leipzig hat die während des Streiks aus Berlin zugezogenen Kassenärzte, welche vom Ehrenrat des Bezirksvereins Leipzig-Stadt mit schweren Disziplinarstrafen belegt worden waren, von der Anschuldigung, die Standesehre verletzt zu haben, einstimmig freigesp röche n. 10 Mann, darunter der Kapitän, gefallen, 11 ver - wundet und 66 gefangen genommen worden. Reuter 1 meldet darüber noch folgendes: Eine Erkundungsabteilung |i -er Midland Mounted Rifles, die zur Verfolgung des Kommandanten Malan ausgesandt war, schlug am Mittwochs bei Waterkloof ein Lager auf. Als der Buren-Kommandant I. .Kruitzinger davon Nachricht erhalten hatte, eilte er herbei, ! wartete aber mit dem Angriff bis Tagesanbruch, gerade L als die englische Truppe sich' zum Aufbruch anschickte. Tiel^ Buren überschütteten das Lager mit Geschossen. Tas Gefecht!' dauerte zweieinhalb Stunden. Der Verlust der Engländers betrug zehn Tote und elf Verwundete. * • Telegramme deS Giesterrer Anzeigers. London, 25. Juni. Lord Kitchener telegraphiert aus! Pretoria: Seit meinem letzten Berichte sind 41 Buren gelötet, 27 verwundet, 160 gefangen worden; 70 ergaben sich. Große Mengen Muniti ni, 264 Wagen, viele Pferde und Vorräte wurden erbeutet. Kapstadt, 24. Juni. Oberst Pilcher operiert mit Erfolg im Westen des Oranje-Freistaates. Eine fliegende Kolonne hat am 17. Juni Bullfontein besetzt, ohne auf Widerstand zu stoßen. Während der Operationen wurden acht Buren gefangen, 500 Pferde, eine Anzahl Rindvieh und Wagen erbeutet. Deutsches Reich- Berlin, 24. Juni. Aus Kiel wird gemeldet: Ter Kaiser begab sich heute mittag auf dem „Sleipner"! 3iad) der Außenrhede, um den Verlaus der Regatta der! Sonderklasse zu beobachten. Nachmittags drei Uhr wohnten -er Kaiser und die Kaiserin an Bord der „Hohenzollern"! -em Wettrudern der Fähnriche, Seekadetten und Schiffs-1 Zungen bei. Abends sechs Uhr fand zu Ehren des Kaisers! und der Kaiserin bei dem Prinzen und der Prinzessin. I Heinrich im Schloßpark ein Gartenfest statt, zu welchem die! Hier auwesenden Fürstlichkeiten, die Spitzen der Zivil- und! Militärbehörden, die Offizierdorps mit ihren Tamen usw.l geladen waren. — Heute teilt ein hiesiges Blatt „aus ganz authentisd^r unanfechtbarer Quelle über die vom Kaiser Herrn Direktor Ballin gezollte Anerkennung seiner Leistungen Folgendes mit: Ter Kaiser hat Herrn Ballin allerdings niemals ein Reichsamt oder Ministerium zugedacht oder zu ihm von einer derartigen Absicht gefprodjen, dagegen hat er ihm den Adel angeboten. Als Herr Ballin diese Ehrung unter Geltendmachung verschiedener Gründe ablehnte, die aber der Kaiser sämtlich als hinfällig zurückwies, rückte Herr Ballin endlick) mit dem Argument heraus, daß er Jude sei. Tarauf that dann der Kaiser die Aeußer- ung, es sei dies kein Hinderungsgrund, nahm indessen von seiner Absicht Abstand und verlieh Herrn Ballin die hohe Ordensauszeichnung. Tas ist der wirkliche Herhielt die Weiherede, worauf Herr Weist die Festgäste und besonders auch Kommerzienrat roeyligenstaedt begrüßte. Der; Verein sang hiernach das Weihelied: Fahnenschwur von Th. Mohr. Bis gegen Abend konzertierten 12 Mann dec hiesigen Regiments-Kapelle. Am Abend gelangte der musikalische Schwank „Sangesbrüder in Algier" zur Aufführung. Für den Gesangverein (er singt erst ungefähr zwei Jahre) war dies kein kleines Unternehmen und doch gelang es ihm vollständig dank der Hingabe des Dirigenten Schönhaber und der Ausdauer der Mitglieder. Gegen 11 Uhr war der Schwank beendet, und es begann der Tanz. Erst in später Stunde trennten sich die Mitglieder des Vereins. Montagnachmittag versammelte man sich im Philosophen- wald wiederum zum Tanz. Auck) wurden einige Volkslieder vorgetragen. Kommerzienrat Heyligenstaedt erschien auch hier und wurde von seinen Arbeitern mit Hurra begrüßt. In einer kurzen Ansprache gedachte er der glänzend verlaufenen gestrigen Feier, dankte den Damen für ihre Mitwirkung und schloß mit einem Hoch auf die Damen. — Die neue Standarte des Vereins ist von der hiesigen Firma Schulze hergestellt. Auf weißem Grunde zeigt sie einerseits das Wappen des Vereins, aus der anderen Seite den Wahlspruch: „Einigkeit bleibt Machst. Demnächst gelangt sie im Schaufenster der Firma Schulze zur Ausstellung. s. M a st k a l b! Heute wurde von Metzgermeister Julius Rosenbaum, im hiesigen SchlaclUhof ein Kalb geschlachtet, das das Lebendgewicht von 302 Pfund hatte. § Lang-Göus, 24. Juni. Unser Gesangverein „Ger mani a" beging Sonntag und Montag die Feier seines zehnjährigen Bestehens. Unter Beteiligung der hiesigen Vereine und 12 auswärtiger Brudervereine fand gestern nach mittag ein Umzug mit Musik durch den schön geschmückten Ort statt, wobei die Festjungfrauen durck) ihre kostbare Landestracht allgemeine Bewunderung erregten; sie bildeten den Hauptanziehungspunkt für die zahlreichen auswärtigen Besucher unserer Feier. 9Z(id)i einer Festrede des Präsidenten Müller und Ueberreichung einer Fahnenscksteife hörte mau herrliche Gesangsvorträge, darauf gab's Tanz und Volksvergnügen. Heute wurde eine kleine Nachfeier gehalten -i- Hungen, 24. Juni. Am letzten Sonntag feierten die vereinigten freiwilligen Feuerwehren Oberhessens ihr Verbandsfest in unserer Stadt. Der Festort war dies- mal dadurch gegeben, daß die hiesige Feuerwehr in diesem Jahr auf eine 25jährige Thätigkeit zurückblickt. Der am SamStagnachmittag abgehaltene Delegiertentag, zu dem ein Vertreter des KreiSamteS und die Feuerwehrinspektoren Ober- heffenS erschienen waren, endigte mit einem Kommers. Iw Laufe des SamStagS hatten sich die Hauptstraßen unserer freundlichen Städtchens in ein reiches Festgewand gekleidet. Da der festgebende Verein am Sonntage den GolteSdienf! besuchte, fehlte in diesem auch nicht ein Hinweis auf seine im Dienste der Nächstenliebe stehende Thät'gkeit. Nach be> endigtem Gottesdienste legte das hiesige Korps eine von tüchtiger Schulung und geschickter Leitung zeugende Probe seiner Leistungen ab. Nachmittags 3 Uhr bewegte sich unter den Klängen von verschiedenen MufikkorpS ein gewaltiger Festzug, bestehend aus den Vertretern von 47 Wehren, den Schulkindern, Jungfrauen und Vereinen der Stadt zu den- nahe gelegenen, geräumigen Festplatz. Hier begrüßte der Hauptmann der hiesigen Wehr, Schreinermeister Bach, die Vertreter der fremden Vereine, dann hielt Dekan Hainer die Festrede. Ausgehend von der großartigen Entwickelung der Löschwerkzeuge und der Feuerwehren, erinnerte er an die beiden Herren, die sich um die Gründung und Ausbildung der hiesigen Wehr besonders verdient gemacht haben, den verstorbenen Regierungsrat Snell hier und den am Feste teilnehmenden Gerichtsvollzieher Vetzberger zu Nidda. Er gedachte hierauf der 7 dem Vereine seit 25 Jahren angehörenden Mitgliedern und des wiederholten, erfolgreicher Eingreifens der hiesigen Wehr bei Bränden in der Nachbarschaft und in der Stadt. Der Redner schloß unter Betonung der hierfür gefundenen Anerkennung und Förderung mit der Mahnung, auch fernerhin dem Wahlspruche gerecht zu werden: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr." In das auf der. Großherzog, den hochherzigen Förderer und Protektor der Feuerwehren ausgebrachte Hoch stimmte die ganze Versamm- lung begeistert ein. Auf dem mit Volksbelustigungen aller Art ausgestalteten Festplatz herrschte bald ein munteres Treiben. Die auswärtigen Vereine kehrten am Abend wieder nach Hause zurück, der festgebende Verein hielt am Montag eine Nachfeier. Das vom schönsten Wetter begünstigte Fest nahm cimm allseitig befriedigenden Verlauf. a. Melbach, 24. Juni. Gestern hielt der hiesige Kriegerverein ein Preisschießen auf dem im Frühjahr angelegten neuen Scheibenstand ab. Treser befindet sitz an dem Wege nach Steinfurth. — Nachdem hier nn vorigen Jahre ein neues Schulhaus erbaut ist, da.- einen Schulsaal und eine Lehrerwohnung enthält, zeigt cs sich schon jetzt? daß es besser gewesen wäre, wenn man ßleid zwei Schulsäle erbaut hätte- da der alte Schulsaal in feiner Beziehung mehr den gesundheitlid)en Anforderungen gerecht wird und die alte Lehrerwohnung sehr unpraktisch einliegenden Kriegsschiffe ab. Sie hat zunächst neun Tage! direkte Fahrt bis Batavia. S. M. SS. „Gefion" und „Irene" treffen, nach Anlaufen einiger .Häfen auf der ostasiatischen Station, voraus- sichtlich am 11. Juli in Singapore ein und treten an demselben Tage von dort gemeinsam die Heimreise an. Reise- plan : Ab Singapore 11. Juli, an Penang 13—14. Juli, ab 18. Juli, an Colombo 22. Juli, ab 28. Juli, an -Seychellen (Port Mähe) 4. August, ab 8. August, an Aden 14. August, ab 16. August, an Suez, Port Said 22. August, ab 24. August, an Messina 27. August, ab 3. September, an Cadiz 8. September, ab 12. September, an Tartmouth 16. September, ab 18. September, an Wilhelmshaven 20. September. Dem Beispiele der übrigen Großmächte folgend, hat aud) die österreichisch-ungarische Regierung die Vernnnder- ung der Seestreitkräfte in Ostasien angeordnet. Tie Schiffe ^Kaiserin Elisabeth" und „Zenta" treten demnächst die Heimreise an, das Detachement in Peking wurde auf 100 Mann vermindert. Tie Schiffe „Maria Theresia" unb „Aspern^ verbleiben bis auf weiteres in den chinesischen Gewässern._________________________ Engländer «nd Buren. Man hat sich von der Uebertragung des Oberkommandos in der Kapkolonie an General French in England große unb schnelle Erfolge versprochen. Tie Ereignisse, bic sich seither dort abgespielt haben, bestätigen inbessen tiefe Erwartungen keineswegs. Freilid) sinb die Verhältnisse, wie sie Frenchdorfand, schwierig. Mit der englischen Operations- ■armee ist es traurig bestellt. Reguläre Truppen sind nur spärlich vertreten; die Hauptmasse besteht aus Miliz- bataillonen, die zur Bewachung der ausgedehnten Etappenlinie verwendet werden, unb aus südafrikanischen Freiwilligen, bie, sich wesentlich' darauf beschränken, ihren -eigenen Stabt- und Landbezirk zu beschirmen, und deren militärische Erfahrung und Leistungsfähigkeit außerordentlich gering ist. So machen denn bie Operationen der Engländer in der Kapkolonie nach wie vor ben Eindruck der Zerfahrenheit. Ein neues Beispiel dafür liegt gerade jetzt wieder vor. Von Tarkastab her brängen Munro unb Bethune Kritzinger nach Westen über bie Bahn Cradock-Middelburg Lei Baroda. Rein zufällig laufen sie bem Obersten Crabbe in die Arme, der von Süden heranzieht und fick; nun nn ihre Fersen heftet, sie gegen Middelburg treibend. Inzwischen zieht Malan, der sich! von Kritzinger getrennt 'ba-U ebenfalls von Osten her am 16. südlich von Cradock bei Roodehoogte über die Bahn. Gegen ihn wird am 20. (nickst 6. Juni) von Upsal Zwagershoek eine Abteilung der Midland Mounted Rifles unter dem Kapitän Spandau entsandt, und diese geht natürlich schnurstracks in die Falle, die ihr der gesckstckte Malan bei Wat^r- k 1 oof (30 en gl. Meilen westlich von Cradock) legt Kein Mann entkommt daraus, denn, wie schon gemeldet, sind unterstellt. . p . u. Turnerisches. Bei dem am 23. Juni auf dem F e l b b e r g veranstalteten volkstümlichen Wettturnen, Vierkampf d. i. Hochfpringen, Weitspringen, Stabhock)- springen unb einarmig Stemnien, erhielten vom Turnverein Gießen bie dorthin entsandten vier Turner folgende Preise- ben 9. Preis Karl Müller mit 36 P., den 17. !Preis Karl Erb mit 32 P., den 21. Preis H. Pieper mit 30 P., den 33. Preis Eger mit 24. P. Es waren insgesamt 585 Wettturner angetreten, von denen 370 mit Preisen bedacht werden konnten. **$. Der Maschinenbauer-Verein beging am Sonntagnachmittag in Steins Garten sein Fahnenweihfest, verbunden mit bem 17jährigen Stiftungsfeste. Um 3 Uhr wurde an dem Vereinslokale, Lonys Bierkeller, ein kleiner Festzug aufgestellt, bestehend aus den Festjungfrauen, die an Kränzen die neue Fahne trugen, und den Mitgliedern des Vereins nebst ihren Familien. Der Zug bewegte sich I durck) bic Sck>anzenstraße, bie Neustabt, Marktplatz, Schul- stratze, Neuenbäue und über den Ludwigsplatz nach Steins ! Garten. Nach einigen Konzertstücken fand hier die Ueber- sreichung der prächtigen Standarte statt. Fräulein Frank Wetter Juni C. 31,io 14,4° C. 751,9 754,1 755,8 16,1 14 6 14,6 89 83 81 1 1 24. 25. 25. ■O -5 12,2 10,2 9.9 Bs 2“ ZA » w cZ W »rankfurt, 24. Juni. Bet der heutigen Regatta gewann dm KaiserpretS tür Vierer I der S p t n d l e r i e l d , r R u d«t• verein mit »/. Längen gegen den Mainzer Runderverew; dritter wurde die Frankfurter „Germania", vierter der Frankfurter Ruder« v e r e i n. ___——— alle-, was er vor sich fand, in die von 3000 Menschen be-1 wohnte Stadt Keystone hinein. Die Einwohner hatten wenig Zeit, zu entkommen. Die Stadt wurde, wie die „Frkf. Zig." meldet, so gut wie vernichtet. Hunderte von Häusern wurden völlig weggefegt. Die Einwohner, die zu entkommen vermochten, kampieren jetzt auf den Bergabhängen. Als das Wasser sich verlaufen hatte, zeigte sich, daß nur ein Gebäude stehen geblieben war und zwar ein Schnapssalon. Eine An- zahl kleinerer Orte im Thale wurde zum Teile zerstört, aber der Verlust an Menschenleben war dort nicht annähernd so groß. Die Norfolk- und Western-Eisenbahn hat viel Schaden ! erlitten. Die Minen selbst, die oben an den Bergabhävgen liegen, blieben fast unversehrt, aber ihre unten im Thale befindliche Maschinerie ist zerstört. Einer Meldung des Bureaus Reuter aus Newyork zufolge dauerte der Regen und Wolkenbruch 30 Stunden. Die meisten der Opfer sind Bergarbeiter und deren Familien. Da» heimgesuchte Gebiet umfaßt zwei Grafschaften in West- Birgivia und eine in Virginia. In Keystone wurden von 35 Schnapssalons 34 weggewaschen. Die Bei garbeiter und Neger unterließen die RettungSarbeit, um die wegschwimmeuden Spirituoseusäsier zu erhaschen. Der Gouverneur von Virginia | ließ die Miliz antreten, um da» Eigentum zu schützen. Die Neger wollen um keinen Preis arbeiten, sie ziehen das Plün-। bern vor. Die Aufräumungsarbeiten haben schon begonnen. Bei Bluefield hat man schon ein Eisenbahngeleise gelegt und ein Zug voll Trümmer hat nach zwölfstündiger Blockade schon passieren können. Die Zahl der Toten ist noch unbestimmt. Der Gouverneur White von West Virginien erklärt, der Menschenverlust beziffere sich auf 1000, indessen schätzen Beamte in Rodnoke ihn auf nur 300. Der Material, (haben erreicht 5 Millionen Dollars. New.York, 24. Juni. Einem Telegramme aus Roanoke in Birginien zufolge ist ein vom Westen kommender Personenzug, der gestern abend gegen 12 Uhr fällig war, infolge des Dammbruchs bei Pocahonta» erst heute früh um 5 Uhr dort eingetroffen. Einige Reisende, die mit bem Zuge angekornmen sind, glauben, daß die Zahl der beim Dammbruch Ertrunkenen nicht 100 übersteigt. Theater, Kunst und Wissenschaft. «ive Erklärung für Professor -arua«. Die im „Fährhaus"-Uhlenhorst (Hamburg) tagende wissenschaftliche Konferenz liberaler Theologen richtete an Professor Dr. Adolf HarnaS in Berlin folgendes Telegramm: „Gegenüber den mancherlei Angriffen, die Ihnen von geistlicher Seite jüngst geworden stnd, fühlt die heute versammelte Konferenz liberaler Theologen in Hamburg sich gedrungen, Ihnen chre herzlichen Grüße zu senden und Sie zu bitten: 6ie wollen unentwegt und tapfer, wie bisher, so auch sernerhin, in GotteS Namen forschend und l lehrend eintreten für das wahre Wesen des Chnfientums damit durch die immer ttefere Erkenntnis desselben dem Volks die Religion erhalten bleibe. In hochachtungsvoller Verehrung der Vorstand: Pastor Buck. — I $uf dieses Telegramm ging folgende Antwort em: .Hochgeehrter Herr * Madrid, 24. Juni. „Jmparcial" meldet: Zwei innige Freundinnen, Marcela Gracia, eine Schullehrerin, bie Tochter eines Kapitäns, und Elisa Sanchez, die Tochter eines englischen Sprachlehrers, haben sich miteinander verheiratet. Zu diesem Zwecke kleidete Elisa sich als Mann und verschaffte sich falsche Legitimationspapiere. Die Angelegenheit wird demnächst bie Gerichte beschäftigen. • Port Said, 24. Jnni. Gestern ist hier ein Peist, fall amtlich festgestellt worden. Unioersttäls Nachrichten. Marburg, 24. Juni. Der Akademische Turnbund (Verband nicht farbentragender Akademischer Turnvereine auf deutschen Hochschulen) beabsichtigt vom 3. bis 6. August in Hameln sein 8. Bundesfest zu be- gehen. Dem Verband gehören zur Zett 23 Vereine an und er zählte am 1 Januar etwa tausend studierende Mttglieder und Über 2000 Alte Herren. I Ein großer Teil des Festes wttd deshalb turnerischen Wettkämpfen gewidmet sein. Auch eine Ruderregatta, die erste auf einem studentpchen Feste, soll bei dem Feste stattfinden. Die Vorortschaft ruht in den Händen des Akademischen Turnvereins Marburg, dem auch die Vorbereitung und Leitung des Festes überttagen ist. Major Oswald Körte, von dem wir unlängst nutteUten, daß er Idas „Rigorosum" bestanden habe, ist jetzt mit dem Prädikat magna cum laude miiför. phil. promoviert worden. Seine musikgeschichtliche Arbeit führt den Titel „Laute und Lautenmusik bis zur Mitte deS 16. Jahrhunderts, unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Lautentabulatur . Vollständig wird sie demnächst als Beiheft der internationalen Musik- gesellschaft erscheinen. Eisenbahn-Zeitung. Bad Sastein, 24. Juni. In feierlicher Weise bat in> Gegenwart von ungefähr 2000 Personen der erste Spatenstich zum Bau der Tau e r n b a b n stattaesunden. —— •5f yp Die Überschwemmungen in Amerika. Die letzten Depeschen au- West-Virginien zeigen, daß bie Meldungen über die Katastrophe des DarnrnbrucheS bei VocabontaS nicht übertrieben find. Es wird einige Zeit dauern, bis man die Zahl der Verunglückten kennt, aber man nimmt an, daß einschließlich der Frauen und Kinder 500 Personen den Tod gefunden haben. Der Schaden der । wegqespülten Eisenbahnen, der zerstörten Häuser und vernichteten Bergwerksmaschinerie wird auf drei Millionen 4,oll oeschätzt. Die Ursache des Unglücks wird dem dauernden Regen der letzten Tage, der in einem Wolkenbruche endigte, her da» enge Clkhornthal überschwemmte und den Dammbruch herbeiführte, zugeschrieben. Ein wilder Gießbach fegte Meteorologische Beobachtungen der Station Gieheu. Vermischter. * Berlin, 24. Juni. Am Sonntag wurden wieder zwei neue Pockenfälle gemeldet, beide wieder au» dem Norden der Stadt, aber etwa» mehr nach dem Osten zu. Es handelt sich um zwei Knaben im Alter von fünf und zwei Jahren, bie nach dem Institut für Infektions-Krankheiten gebracht wurden. Die Familienangehörigen wurden isoliert. , , , ,, * Breslau, 24. Juni. Gestern nachmittng 3 Uhr entgleiste auf der Strecke Breslau—Brieg bei Bude 39 ein Teil der Achsen des Berlin-Wiener Schnellzuges Nr. 8. Zwei Reisende sind unerheblich verletzt. Der Verkehr wird , eingeleiflg aufrecht erhalten. Untersuchung ist eingeleitet. Die Ursache wurde bisher nicht ermittelt. — Gestern vormittag halb 9 Uhr stieß auf der Strecke Breslau-Zobten der Breslauer Sonderzug mit einem von Zobten kommenden Personenzug auf Station Puschrowa zusammen. Sechs Reisende sind ganz unerheblich verletzt, beide Lokomotiven beschädigt. • Ingolstadt, 24. Juni. Bei einem von dem Ver- ein ehemaliger Pioniere veranstalteten Feste stürzte die zum Festplatze führende Brücke, auf der eine größere Anzahl Soldaten stand, ein. Ein unter der Brücke stehender Unter-1 osfizier wurde getötet und ein Militärtelegraphist schwer verletzt. Mehrere andere Personen wurden leicht verletzt. • London, 23. Juni. Die britische Bark „Falkland", von Tacoma (Washington) nach Falmouth unterwegs, sank auf der Höhe von Scilly. Der Kapitän und fünf Mann der Besatzung werden vermißt. . • Madrid, 23. Juni. In La Union (Provinz Muscia) wurden beim Einsturz eines Hauses sieben Personen Pastor! empfangen Sie und die verehrten Herren der Konferenz ^memen tiefgefühlten und herzlichen Dank für das ehrenvolle und warme Tele gramm, welches Sie an mich zu richten bie Güte hatten. S«en S e v sichert, daß es mtt nicht nur eine große Freude bereitet, sondern auch meine Zuversicht zu dem segensreichen Fortschritt unserer kirchlichen Ent' Wickelung gestärkt hat. In vorzüglicher Hochschätzung Ew. Hochehrwürden ergebemr^A.^LarnackDer Obrrschulrat vnsagte dem vom Stadlrat geplanten Reformgvmnasium^le Genehmigung.____ Gerichtssaal. M. Gietzep, 24. Juni. (Gewerbegericht). Unter dem Vorsitze des Beigeordneten Wolff fanden heute drei Klagen ihre Erledigung. IN zwei Sachen erging Versäumnisurteil gegen die Beklagten, während bte dritte Klage von dem Kläger zurückgenommen wurde, nachdem der Be» klagte ihm den geforderten rückständigen Lohn ausbezahlt hatte. Da -8 sich in allen Sachen um Abhaltung be8 ersten VerhanblungStermm« handelt, konnte die Zuz chung von Beisitzern unterbleibem^^^^^^ konnte. , Mainz, 24. Juni. In einem hiesigen Hause traten gestern bei zehn Bewohnern nach Genuß von Milch schwere Vergiftungssymptome ein. Ein im Hause wohnender Arzt, der allein keine Müch genoffen, blieb davon, verschont, und eS war besten sofortigem Eingreifen zu zuschreiben, daß sämtliche vergiftete Personen sich wieder aus dem Wege der Besserung befinden. Der Auswurf wurde, wie die „Franks. Ztg." berichtet, zur Untersuchung an bk bakteriologische Abteilung der Universität Gießen gesandt. Mainz 24. Juni. Einem Kompagniefeldwebel wurde daS von der Regimentskaste geholte Geld zur Löhnung der Kompagnie im Betrage von 580 Mk. gestohlen. Der Dieb wurde in der Person eines erst seit Oktober vorigen Jahres dienenden ManneS der Kompagnie entdeckt. Er wurde verhaftet und in das Militär-Arresthaus eingeliefert. । fc. Ans Rheinhessen, 24. Juni. Die Leiche des in ArnSheim in einer Wirtschaft die Treppe herunter gefallenen und an den Verletzungen gestorbenen Metzgers und Viehhändlers Esselborn von Bischofsheim bei Mainz soll wieder ausgegraben und einer erneuten gerichtlichen Ob ouktion unterzogen werden. Es hat sich nämlich herauS- gestellt, daß der Mann 500 Mk. bei sich getragen hat, wovon nur noch 75 Mk. bei ihm gefunden wurden. Der Verdacht läßt sich daher nicht von der Hand weisen, daß nicht ein Unglücksfall, sondern ein Mord vorliegt. Biebrich, 24. Juni. Der Verband mittclrheun- scher V o l k s b i l d u n g s v e r e i n e hat seine General-Ver- iammlunq abgehalten, auf der auch Frankfurt, Darmstadt Worms u a. vertreten waren. Oberlehrer Lerch -Aarmfta.dk! berichtet über die regelmäßigen Museumsführungen m Darmstadt unter Leitung von fachmännischen Beamten, ^o können die in den Hauptstädten aufgespeicherten Kunft- und Wisfensschätze der Allgemeinheit des Volkes, das an! ihnen Eigentumsrecht hat, näher gebracht werden. (Bei uns m Gießen ist mit derartigen Veranstaltungen auch ein schöner Anfang gemacht worden. D. Red.) Em großer Teil der Verhandlung war den Maßnahmen zur Bekämpfung der Schundlektüre gewidmet. Insbesondere i|t hier ber Vertrieb der sog. Wiesbadener Volksbücher nach4 SclMeizer Muster zu nennen. Unter den in Ausgaben von 10—30 Pfg. bisher gedruckten Schnfkfkellern smd u a. Hansjacob, Rosegger, Tickens, Stifter, Jensen, Heyfe ic. Bei dem niedrigen Preis ist natürlich von dem Vertrieb durchj Buchhändler allein nicht viel zu erwarten; es muffen wie in der Schweiz F-abrikporkiers, auf dem Land die Lehrer, eventuell auch die Geistlichen an dem Verkauf interessiert j werden — In seinem Vortrag über Gründung und Or-! ganisation von Voltsbibliotheken führt Gymn.-Lehrer Lerch- Darmstadt aus, wie die Sonntagsruhe und der frühere Ladenschluß den Volksbildungsvereinen neue Aufgaben stellen Kalle-Wiesbaden hebt die weitgehende moralijche Pflicht der Gemeinden hervor. Eine kleine Rheinfahrt bildete den festlichen Schluß des Tages. Im nächsten Jahre will der Verband seine Versammlung in Worms abhalten. Marburg, 24. Juni. Vor etlichen Tagen fand hiei zwischen dem stuck, jur. Mögenburg unb einem Mit ciieb bed Korps „Hasto-Nastovia" ein Duell auf krumme Säbel unter schweren Bebingungen statt, wobei Mögenburs einen Hieb über Brust uub Leib erhielt. Er liegt schwer verletzt barnkber. *♦ Meine Mitteilungen an» Hessen vud iro Nachbarstaueu. Da» Offizierkorps bes Marburger Jäger Bataillons ließ dem italienischen Marineminifter burch ben deutschen Marine attachö, Kapitän Wenzel, für ben Panzer „Königin Margherita eine Kopie bes Silbe» ber Königin Witwe Überreichen, bas biefe als Bataillonschef barstellt. — In Kassel ist General v. Schweinitz, ber ehemalige beutsche Botschafter in Peters barg, gestorben. S. Darmstadt, 24. Juni. Heute abend kamen der Großherz-og und die Gro ß h e r z o gi n, Prinz^ und! Prinzessin Battenberg mit Familie und Gefolge vom Lchlo^I Battenberg hieran, und besuchten die Au s stc l l u n g berl Künstler-Kolonie, um die Eröffnung des zweiten! Hauses Glück er t vorzunehmen, das mit seiner prunk-1 vollen Ausstattung erst heute fertig geworden ist. Drei dunkel, mit weiß und Gold gehaltene Galerie, das ^per,e- zimmer in Ahorn und schwarz gebeiztem Mahagontisch und dito mit gelber Seide bezogenen Stühlen, das in echt Rosenholz gehaltene Damenzimmer, das dunkelgrüne! .Herrenzimmer mit Opaleinlagen, das in Eichenholz ge-1 beizte Schlafzimmer ufw., sowie das auf der Welt-Ausstellung prämierte sog. Pariser Zimmer sind Schmuck- und Prunkstücke, die das Entzücken der Herrschaften erregten; und dabei kommen dem Gesamtarrangemenk die größeren Räumlichkeiten zu gut. Von morgen ab, steht das Haus zur Besichtigung frei. I Mainz, 24. Juni. Der Plan zur Eisenbahnlinie Main z—W iesbaden über den Rhein ist heute veröffentlicht. Tie Verbindungsgeleife gehen auf der rechten! Seite (nordöstlich) ab, überschreiten den kleinen Exerzierplatz und vereinigen sich vor der Brücke mit der zweige- leisigen Verbindungsbahn, die von Mombach aus der Brücke zuführt. Tie von dem Zentralbahnhof zur Brücke führende Rampe überschreitet in großem Bogen den sog. kleinen Sand und einen Teil des städtischen Floßhafens. Tre Tagfahrt ist am 8. Juli. Die Stadt verlangt, daß beim Floßhafen ein eiserner Viadukt hergestellt wird. — In Bretzenheim hatte sich aus Furcht vor Strafe ein zwölfjähriges Mädchen erhängt. Zum Glück kam eine Verwandte des Kindes so zeitig nach Hause, daß sie den Strick durchschneiden und das Kind dem Leben erhalten Neueste Meldungen. Essen, 24. Juni. In Borbeck schoß ein 25 jähriger Mensch, der gehört hatte, er solle wegen Achter Porung in eine Anstalt gebracht werden, auf ferne Mutter, Schwer und das Tienstftiädchen. Er verletzte die Mutter schwer und erschoß sich dann selbst. „ Dortmund, 24. Juni. Auf der Zeche ,,Eentrum erlitten durch eine Explosion schlagender Wetter vier Bergleute Brandwunden. Einer ist bereits gestorben. Loudon, 24. Juni. Oberst Swayne, Befehlshaber der gegen den Mullah kämpfenden britischen Truppen, meldet in einer amtlichen Depesche. Er verfolgte den Mullah und dessen Truppen bis zur Grenze des Mefertainlandes. Ter Mullah sei mit der ganzen Habe nach Mutug uub ein Teil I seiner Gefolgschaft sei in der Richtung von Jlttg entkommen. Tie britischen Truppenabteilungen hätten ben Mullah bis 36 Meilen vor Mudug verfolgt. 50 Mann feiner Truppen seien hier getötet worden. Die Verfolgung habe er dann, aufgegeben, da die Pferde erschöpft waren, swayne kehrte nach Bokstete zurück, um den Aligheryftamm zu bekämpfen. Paris 27. Juni. Als gestern abend rn der ftaferne am Boulevard Telatour Maubourg der diensthabende Korporal die Thür des Schuppens schloß, in dem Patronen- Ikisten aufbewahrt wurden, erfolgte eine furchtbare Explosion, die im ganzen Jnvalidenviertel verspürt wurde. Der Korporal wurde verletzt. Die Ursache der Explosion ist unbekBuorlilower Thal in Graubünden I verirrten sich zwei kleine Mädchen von 3 und o ^aljren im Walde und kamen vor Hunger und Entkräftung um, New-Bork, 24. Juni. Der britische Dampfer „Ear- I lislecith", der von Hongkong über Pokohania nach Hoiiolulu fährt, kam in Sandiego an. Auf der Reise find o Mann I von der Mannschaft an der Pest gestorben, ^zetzt be- I findet sich an Bord alles wohl. Seid. Bluse m. 4.35 und höher — 4 Meter — sowie „Henneberg-Seide" in schwarz, weiß unb sarbia v 95 Pfg. bis Mk. 18.65 p. Met. An jedermann franko u. verzollt ins Haus. Muster umgehend. Doppelte- Briefporto nach der^Schwerz. । G. Henneberg, Seiden-FabrM (len, k. Holl.) Zürich. PS 2*H2 a « w Schtsssnachrichte» Norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch Agent Carl LooS. Bremen, 24. Juni. (Per transatlantischen Telegraph). Der DoppelschraubeN'Postdampfer Köln, Kapt. A. Langreuter vom Ror^ deutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr morgens wohlbehalten in Rewyork angekommen. _ ——. Gießen, 25. Juni. Marktbericht. Auf dem heuttgm Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. üK, Hahnereier ptt St 6—7 o\ 2 St. 13—00 , Enteneier 1 St. 7—8 d>, Gänse» ein per St. 11-12 d, Käse 1 St.5-8 Käsematte 2 St. 5-8 4, Erbsen per Liter 22 , Linsen per Liter 34 , Taubm per Paar JC 0.80-1.00, Hühner per St. JC 1-oa°A— Stück M 1.00-1.50, Enten per St. JC 2.00-2.30, Gänse per Pfd 0.00 biü 0.00, Ochsenfleisch per Dfd. 68-74 Kuh. und Rrndfleisch per Pftmd 60-64 4 Schweinefleisch per Pfd. 64-74 Schwemefle.sch gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd, 60-66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.50—6.00 Weißkraut per St. 00—00 , Zwiebeln per Ctr. JK> 8.00—8.50, Milch per Ltter 18 4. Dauer der'Markfteit^von 7 Uhr vormittags bi« 1 Uhr mittags. DßM HuLZL n Leitern mit c\5^len du» * pachte er beÄa bWl relns iit - tzrunde Süf f •l0C” ^irmt °us beranberen Si pesEtnc5c^ W. . ben Wahl W »m te&m "9‘,ie™ ? M Unb Vtte 8**a L-'M b nJd,on 9eid)müdter i hungtrauen durch ihre kostbar' ^^gmegten; sie bildeiel fl'r dte zahlreichen misroattiger M einer Wrede des PrP einer Fahnenschleise hott, ttage, daraus gab's Tanz unb irde eine kleine Nachfeier gehalten «v letzten Sonntag feierten dir »erwehren OberhefsenS it): !t Stadt. Der ssefiort war bite- bit hiesige Feuerwehr in diesen i Tätigkeit zurilädlickt. Der an lllene Delegiertentag, zu bem eh mb die Fenerwehrinspektoren Ober endigte mit einem Sommers. I»' en sich die Hatlptstraßen unsere!! i ein reiche- Festgewand gekleidet :n am Sonntage den Goltesdiwj auch nicht ein Hinweis auf (tir.c ebe stehende Thabgkeit. N bt» jte das hiesige Korps eine von zeschickier Leitung zeugende Prodi hrnittagS 3 llhr bewegte sich untei ebenen MufikkorpS ein gewaltige, a Vertretern von 47 Wehren, bei t unb 8tnintn btt Stadt zu ben 'n N* reine, dann M Dekan tzatnei von der großartigen Entwickeln,,. er Feuerwehren, erinnerte et an be m die Gründung und Ausbildung dlii verbiet gmch = ■at $ntl h'-r »°b ta «« W Wte’SBSd zigen F°lberer xersM bem mit (h jn muntere A'S’S** ÜäSft*** Dieser b-' OM chrerwopunö WWW Sie XT ■■ zur Notiz, dass meine Kur von^Auerbach nach Nervösen Bemagen am Rhein verlegt ist. Combin. Methode. Topinardbad, Mechano- theräpi^^achsuggeBtion. Indic. b. Angst, Willensschw., Zwangsged., Herzerreg., Schwäche, Magenübel eto. HersteU. d. Darinkraft bei alter Darmträgheit. Prosp. üb. Art u. Wirkung frei. Dr. Borcherdt. Für Besitzer von Fahrrädern und Motorfahrzeugen empfiehlt es sich, sich nach dem Werke einer guten Bereifung !zu erkundigen. Von Fachleuten wird der Eontinental iPneumatic als ein erstklassiges Fabrikat empfohlen. 1523 Höchste Temperatur em 23. bis 24. Juni Nied'laste „ - 23. 24. 1 •e S f Still N.N.W N. Statt jeder besonderen Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute morgen 4 Uhr Heben Vater, unseren Schwiegervater und Grossvater meinen Friedrich Riebel Um stille Teilnahme bittet 4474 Giessen, den 25. Juni 1901. infolge eich zu eines Schlaganfalls im nahezu vollendeten 71. Lebensjahre zu rufen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. Juni, nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehause, Lindenplatz 11, aus statt Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Riebel. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garterrstratze 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Lackierer, 1 Heizer oder Maschinist, 1 Bauschreiner, 1 Hausdiener, 2 Waschfrauen, 1 Schreibgehilfe. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Spengler, mehrere Krankenwärter im Alter von 21—30 Jahren, 1 Schneider, 1 Bauschreiner, 1 Hrus« bursche, 1 Fuhrknecht, 1 Putzfrau, 1 Waschfrau. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß nach Beschluß der Stadtverordneten - Versammlung in der Z it zwischen 12 und 1 Uhr mittags künftig nur das Friedhofs- thor am unteren Eingang offen gehalten wird. Gießen, den 22. Juni 1901. 4477 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Bei der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 1 Oktober d. Jr. zur Rückzahlung kommenden Obligationen des Anlehms der Stadt Gießen von dem Jahre 1890 sind folgende Stücke gezogen worden, nämlich: ßit. A. Nr. 48 135 175 und 181 ä 2000 Mk. „ B. „ 32 58 85 164 166 und 214 ä 1000 Mk. „ C. „ 83 139 204 206 239 306 351 352 und 409 L 500 Mk. y D. „ 13 25 und 58 L 300 Mk. „ E. ,, 10 32 und 86 ä 200 Mk. Es wird dies mit dem Anfügcn zur Kenntnis der Besitzer der vorbemerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben bet der Stadtkasse Gießen, „ „ deutschen Genossenschaftsbank von Toergel, Parisius Sf Cie., Kommandrte in Frankfurt a. M. erfolgen kann, sowie daß die Verzinsung mit dem 1. Oktober 1901 aufhört. Gießen, den 21. Juni 1901. 4460 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Forderungen an den Verein zur Förderung des Saalbaues ans dem letzten Jahrmarktsfeste wolle man sogleich bei dem Herrn Geheimrat Professor Dr. Spengel, Gartenstraße 17, anmelden. 4448 •eeeeeeeeeo®oeee®®eee | Delmenhorster Linoleum. I G Aach StjOttn F. Mallon nab tigtnta Patenten. A @ Sorider-Erzeugnisse: ® g Drrrchmßttte finolenm „öremMo". g I ZremgliAo-Ittlaid. Kmualioo-Grünit. 5 ® Alleinige Vertretung für Gießen u. Umgegend: ® G Werners Wööel-Lager ® Ktcßcn, Kaplansgafle 18. g KZ Große Muster-Kollektion «stelle jederzeit W M bereitwilligst zur Verfügung. ä ä Das Legen von Linoleum wird billigst durch meine a eigenen Leute besorgt. 4138 g X——®a> a Uhr, bei Hof Graß. Gießen, den 22. Juni 1901. Großh.. Kulturinspektion Gießen. ________Wißmann._____4451 Verdingung von Wiesen ■ Meliorationsarbeiten. Die in der Feldbereinigungsgemarkung Garbenteich nach der Heuernte auszusührenden Wiesen- Meliorationsarbeiten und zwar: veranschlagt zu Grabenarbeiten 4389,80 JL VerlegenvonCement- röhren 80,40 „ Chaussierungsarbeiten 544,— „ Drainagearbeiten 378,— „ sollen Mittwoch den S. Juli d. Js., vormittags 97t Uhr, auf dem Rathause zu Garbenteich durch öffentliches AuSgebot vergeben werden. Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Garbenteich zur Einsicht offen. Gießen, am 24. Juni 1901. Großh. Kulturinspektion Gießen. ________Wißmann.____4452 SeuM-LMlittW. Freitag den 28. Juni l. I., vormittags 8 Uhr anfangend, wird das Heugras von den der Gemeinde Allendorf a. Lda. gehörigen Wiesen versteigert. Die Dörnbachswiese, Baumstück vor dem Berg und MuhlyS Rain werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt und kommen am Anfang der Versteigerung zum Ausgebot. Zusammenkunft an derZiegel- hütte. Allendorf a. d. Lumda, den 24. Juni 1901. Großhrrzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. Lumda. Rein. 4470 Versteigerung. Mittwoch den 26. Juni, nachmittags von 31/, Uhr an, versteigere ich dahier im Bieker'schen Saale, Neustadt 55: eine größere Anzahl Broschen, Manschetten- und Hemdenknöpfe, Borstecknadeln, Ohrringe,Uhrketten,Armbänder, Ringe, Fächer, CigarrenspitzerstMeerschaum und Weichsel) und vieles andere. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 4459 Seipel, Gerichtsvollzieher. WpMüWil Frischer Mbelkucheu Montag, Mittwoch und Freitag Wilh. Amend, ________Bahnhofstraße 62 4156 Prima neue Matjes-Häringe Maltakartofieln frisch ein getroffen bei 5565 1 & 6. Wallenfels Markt 21. 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