Ä.Ä 200.75, Pili llti1 imH1 95.1° 113.40 188> 1381’ !t.' * Staaisb. Sütbah" -rdbahn. simlon LeM- ernP°c- 129- 132 35 40.80 128.75 137.50 SU 11^ 329601328- 181.6' -lW 173,88 168. bl* 25- 130.3 11' 24’ Ponton bkM atW WgS-u- nia • ■ • 50.50 130.20 27.- 15- 24.80 23,66 $'* llhr nlono I16.&40 Ä* ä.io iäkchen iud}t 6teH. all IkNn M Tianufatt.i ot, ifiMMt Gch CU in die Exveb. b ®L ' könnet ein. Ä** J"0» Südmlage. bJ* »unb »irj w^ttten vewendel Sä« Sä Weg. 23 2,16 1 14340 148.- 2525, 25« 168.30 IW* 109.50 HO* 81 30 »W HM» $ 1686» 1»’ Art». W.1M 81950,316- ,:$a(on 159 40'158.- «* SS lt jlliWtl awcroß, M il.OM alfee 15. 05« o5er mündl'L «°h"! W Wft Wacker, Ltichchlr. )00Mk von pünhlidieni M 1. fypotbtl gtf. £1 1248 an die öM ans susgeschloffm. IgT. ßiehien um ttaWm i. TirtwWt t. Wuchl- k tleWrotwhMt W Techniker 4 u. Wert' Sem. StutL Obenet- reitor t. So/u. Nr. 48 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Dienstag 26. Februar 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener KamUien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter für Hess Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Annahme vonAnietgen Iu der nachmittag« für den olgenden Tag erscheinenden lummer bi6 vorm. 10 Uhr GietzenerAnzeiger ” General-Anzeiger v vezugspreis vierteljäbrk. Mk. 2.20, monatl. 75 Pfg. nitt Bringerlohn; durch bie Abholestcllcn viertcljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 Pfg. Bc, Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld Alle Anzriorn-Dermuiluno»- stellen deö In- und AuStandr» nehmen Anzeigen für den Siebener Anzeiger rnigrae». ZritrnprriS total ix V|g* auowärt« 20 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei Schulstrahe 7. Abbestellungen spätestens abend» vorher. Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen s&aS: Amtlicher Heil. Gießen, den 21. Februar 1901. Betr.: Schafräude. Das GroWrzogliche Kreisamt Gießen an bie Oroßh. Bürgermeiftereien des KreiseS. • Wir sehen binnen 8; Tagen Ihrem Bericht darüber ent gegen, ob und bejahendenfalls wie viel Schafherden in Ihren Gemarkungen (mit den zugehörigen Pachtgütern) gehalten werden. v. Bechtold. Auszug au« der von Großh. Ober-RechnungSkammer revidierten Rechnung der Provinzialkasse Oberhefsen pro 1898/99. Rubrik Einnahme. Betrag Nr. Mk. Pf. 1 Kassevorrat aus vorhergehenden Jahren . 1 593,91 2 Ausstände „ M „ 4 508,50 3 Beiträge der Kreise 222 000 — 4 Sapitalzinsen 9 577,57 5 Prozeßkosten.......... 366,05 6 Beitrag aus der StaatS-Kasse zu Straßenneubauten 30 000,— 7 Einnahmen des chemischen UntersuchungS- amtes ..... 6 395,76 8 Ersatzposten 543 91 11 Agiogewinn 15,90 12 Zurückempfangene Kapitalien .... . 110 277 67 Summa der Einnahme 385 279 27 Ausgabe. 14 Besoldungen 1 776 94 15 Diäten und Gebühren 1 597,13 16 Botenlohn und VerkündigungSkosten . . 31418 17 Für Bureaubedürfn'sse und Gerätschaften 366,68 18 Unterhaltung der KreiSfiraßeu .... 154 728,33 19 Neubau von Kreisstraßen 88 667,88 20 Beiträge zu den Kosten der Naturalver- pflegungSftationen 3 969,35 20a Beitrag an den Verband evangelischer Rettungshäuser und ErziehungSvereine 1 100,— 20 b Beitrag an den Oberhcfsischen Geschichtsverein 300,— 20 c Be trag an die historische Kommission für Hessen und Waldeck 300,— 21 Kosten deS chemischen UntersuchungsamteS 8 797,70 22 Uneinbringliche Posten und Nachlässe . . 44,— 23 AaSgeliehene Kapitalen 100 200,— 24 Zinsvergütung und Reichsstempelsteuer .2,30 Summa der Ausgabe 362 164,49 Abschluß. Die Gesamteinnahme beträgt 385 279 27 Die Gesamtausgabe „ . 362164,49 Verglichen bleibt Rest 23 114,78 und dieser besteht in Gleiche Summe wie oben . 23 114,78 Mk. Gießen, am 10. Mai 1900. Der Rechner der Provinzial Kasse für Oberheffen. gez. Grüneberg. Revidiert, ohne daß sich für den vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. Darmstadt, den 29. September 1900. Großherzogliche Ober-Rechuungskammer. gez. Lorbacher. In Gemäßheit des Art. 93 bezw. 43 der Kreis- und Provinzial Ordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Gießen, den 23. Februar 1901. Der Vorsitzende des Provinzial-AuSschusteS der Provinz Oberheffen. v. Bechtolds_________________ Bekanntmachung. Wegen Vornahme von GaSlettungsarbeiten wird die Kaplaneigaffe, von der Schulstraße bis zur Engelapotheke für heute und morgen für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 25. Februar 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ____________________Hechler. Volttische Tagesschau. Die Handwerkskammer zu Darmstadt wehrt sich.gegen die Ausführungen der „Köln. Zig ", die wir in unserer Nr. 43 »iedergeoeben haben. Sie schreibt unS: Arbeiter der hessischen Ludwigs bahn nicht die Die Einsetzung der Prüfungsausschüsse seitens der Kammer kann nur dann in zweckmäßiger Weise erfolgen, wenn die Kammer Kenntnis sämtlicher im Kammerbezirk vorhandenen Lehrlinge hat. Aus diesem Grunde verlangt sie auch die Lehrlinge in der Industrie zu roiffen Das Recht hierzu ist ihr durch die Gewerbeordnung und das Statut gewahrt (SS 126 bis 128, 134 der Gewerbe Ordnung und § 6" des Statuts >. Die Kammer kann nach diesen Bestimmungen auch die Anmeldung von L hrltngen aus der Industrie verlanaen, da gemäß § 134 der Gewerbe: Ordnung die Bestimmungen der 88 126 bis 128 Anwendung auf die Fabrikarbeiter finden, die als Lehrlinge anzusehen sind. Die Kammer wird sich daher auch durch das Verlangen der Vorlage des Lehrvertrags von der Befolgung des 8 12«b überzeugen. U ber Form und Inhalt der Lehrverträge, die in Fabriken benutzt werden, kann die Kammer keine Vorschriften geben, während sie für Handwerker weitere Bestimmungen nach dieser Sette hin erlassen wird. Was die Ueberwachung der Vor schriftcn für das Lehrlingswesen durch den Ausschuß und Beauftragte an belangt, so kann sich diese doch nur insoweit erstrecken, als sie der Kammer durch Gesetz und Statut zugewiesen ist, d. h. in den Handwerksbetrieben ihres Bez.rke'. Die Kammer hat sich bei diesem Ausschreiben streng auf den Boden des Gesetzes gestellt und zur Verhütung „unnützer Aufregung der Industrie' nach Erlaß der Bekanntmachung zu wiederholten Malen in rd. 40 Tageszeitungen und Fachblättern erklärt, daß nur die Lehrlinge, die eine handwerksmäßige Ausbildung erhalten, sei eS im Hand, werk oder der Industrie, anzumelden sind. — Wozu also die unnütze Aufregung des Mittelrheinischen Fabrikantenvereins? Engländer und Bure«. Seitdem De Wet den Augen der ihn „umzingelnden- Engländer en'schwunden ist, hört man von ihm nur noch durch vage Gerüchte. Ueberhaupt liegen vom Kriegsschau- nur folgende Meldungen vor: Der „Daily Telegraph" be nchtet aus De Aar: Das Fallen des Oranje-FluffeS, der Hochwaffer hatte, ermöglichte den flüchtenden, in der Kap- kolonie eingedrungenen Buren, den Fluß zu überschreiten und in den Oranje-Freistaat zurückzukehren. Doch werden De Wet und Fromman von G neral Knox und anderen englischen Führern bei Reed Drift hart bedrängt und suchen nach Griquatown und Prieska abzurücken. — AuS Durban wtrd gemeldet, daß ungefähr 300 Buren am 20. Februar in der Nähe von Heidelberg einen nach Johannesburg fahrenden Poftzug aus einem Hinterhalt an griff en. Dee Zug wurde durch eine Explosion, welche die Schienen aufriß, zum Stehen gebracht. Die Buren eröffneten dann auf den Zug ein Feuer. Fünf Passagiere und ein Soldat wurden verwundet. Es kamen hierauf Truppen an, die die Buren vertrieben. Ferner wird dem „Reuter'schen Bureau" aus Craadock (Kapkolonie) telegraphiert: Ein Burenkommando, das sich seit mehr als einem Monat unbehelligt auf dem Sitzkop aufgehalten hatte, hat jetzt 4 Stunden westlich von Karreefontein ein Lager aufgeschlagen. Die Postsachen für Karreefontein wurden am 21. d. M. von den Buren aufgefangen und verbrannt. 400 Buren griffen am SamStagvormittag die Garnison der Fishriver Station an, wurden aber, nachdem ein Panzerzug angekommen war, in die Flucht geschlagen. Drei Engländer, unter ihnen ein Offizier, wurden verwundet. Das Londoner Blatt „Weekly Despatch" meldet: Gestern erging die Einberufung zu einem K ab inet sr a t, in dem bedeutsame militärische Angelegenheiten erwogen werden sollen. Den Anlaß zu der Einberufung hat ein Telegramm Lord KitchenerS gegeben, das meldet, Botha habe einen Abgesandten geschickt mit der Mitteilung, er gebe zu, daß er umzingelt und infolgedeffen aktionSunfähig sei; er bitte um eine Zusammenkunft zur Vereinbarung der allgemeinen Uebergabe. Kitchener hat diese Zusammenkunft auf den 27.^Februar, 2 Uhr nachmittags, festgesetzt. Vor der Hand glauben wir noch nicht an die Richtigkeit dieser Meldung. Wir werden vielmehr amtliche Nachrichten abzuwarten haben. Eine Denkschrift Krügers über den Krieg ist in Vorbereitung. Je ein Exemplar wird den europäischen Regierungen und dem Präfidenten Mac Kinley zugestellt werden. • e Telegramme des Gießener Auzeigers. Kapstadt 25. F-br. Oberst Plumer rerw.ckelle g-st-ru De Wel in ein Gefecht bei Disselsontein am Sstdufer besten gewesen, während die an sie gestellten Ansprüche, namentlich in Bezug auf die Dauer der Beschäftigung, sehr weit gingen. Infolge Gleichstellung des übernommenen. Personals in der Besoldung mit dem preußischen flössen jetzt alljährlich etwa 2 Millionen Mark mehr nach Hessen als vor dem Jahre 18$)7/98; daneben sei inzwischen — zum Teil allerdings infolge der Perkchrssteigerung — die Kopfzahl des Personals um fast 50 Prozent gestiegen, 'odas; aus diesem Anlässe weitere 2 bis 3 Millionen Mark mehr als früher aus dem Arbeitsverdienste bei der Eisen bahnverwaltung der hessischen Bevölkerung zugute kämen. Abgesehen hiervon habe das hessische Land infolge des Eintritts in die Finanzgemeinschaft den Vorteil der Einführung der 4. Wagenklasse. Die hierdurch veranlaßte er hebliche Verbilligung der Fahrgelegenheit habe gleich im ersten Jahre (1898/99) eine Vermehrung der Reisenden um 30 Prozent verursacht. Mehr als die Hälfte der Reisenden habe sich der 4. Wagenklafse bedient, sodaß hieraus zur Genüge hervorgehe, wie sehr diese Maßnahme, deren Durchführung ohne Eintritt Hessens in die Finanzgemeinschaft chwerlich jemals erfolgt wäre, den Wünschen und Bedürf nissen der Bevölkerung entsprochen habe. Andere Vorteile, wie die Ermäßigung der Preise für Monats- und Arbeiter- ahrkarten, die Vermehrung der Personenzüge, die Ern- ührung preußischer Ausnahmetarise im Güterverkehre usw. ollten hier nur gestreift werden. Man dürfe hieraus übrigens nicht den Schluß ziehen, daß diese Vorteile Hessens in die Finanzgemeinschaft auch für Preußen vorteilhaft gewesen. Der gemeinschaftliche Gewinn bestehe darin, daß ein größeres Retz sich wirtschaftlicher verwalten lasse, insbesondere eine Vereinigung der allgemeinen Verwaltungskosten, eine bessere Ausgestaltung des Fahrplans und eine vorteilhaftere Ausnützung der Betriebsmittel gestatte. Zum großen Teile hierauf sei es zurückzusühren, wenn der Betriebskoeffizient - das Verhältnis der Betriebsausgaben zu den Betriebseinnahmen — der preußisch-hessischen Finanzgemeinschaft sich besser stelle als bei andern deutschen Staatsbahnen. Der Herr Minister v. Thielen versteht es, rosige Schilderungen aus seinem Ressort in die Welt und Sand in die Augen der Leute zu streuen. Wir verweisen im Anschluß hieran auf die Rede des Abg. Sänger und namentlich auf dessen Ausführungen über die Einkommenverhältnisse der früheren Angestellten der Ludwigsbahn. gewiesen werden müßte." Sehr bemerkenswert sind die Erklärungen, die der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten vor kurzem in der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses über die finanziellen Vorteile Hessens aus der Finanzgemeinschaft abgegeben hat. Sie lauteten nach dem Berichte der Budgetkommission wie folgt: Die Frage, wie die Verstaatlichung der hessischen Ludwigsbahn und der Eintritt Hessens in die Finanz- g e m e i n s ch a f t mit Preußen auf die hessischen Finanzen eingewirkt hätten, lasse sich nach Lage der Sache nur mit überschläglichen Zahlen beantworten. Es sei erfreulich, daß nach allem die hessischen Finanzen dadurch eine erhebliche Besserung erfahren hätten. Vor Eintritt in die Gemeinschaft habe Hessen aus seinem Eisenbahnbesitze einen Fehlbetrag gehabt. Aber schon im ersten Jahre nach dem Eintritt — also im Jahre 1897/98 — habe es aus der Finanz-Gemeinschaft nach Abzug aller Ausgaben für Verzinsung, Steuern, Pensionen u. dgl. einen Reingewinn von 2 einviertel Millionen Mark gezogen, der im Jahre 1898/99 auf rund 2 dreiviertel Millionen Mark und im Etatsjahre 1899 auf über 3 Millionen Mark gestiegen sei. Diesen unmittelbaren Vorteilen für die hessische Staatskasse ständen noch höhere indirekte gegenüber. Bekanntlich seien die Einkommensverhältnisse der Beamten und Tie „Berl. N. Nachr." haben in den letzten Tagen die Behauptung zurückgewiesen, daß durch Preußen die Fortsetzung der Mainkanalisation verzögert worden sei. Dazu bemerkt die bayerisch-offiziöse „Allg. Ztg.", daß die bayerische Regierung gerade in Rücksicht auf ihre bisherigen Erfahrungen hofft, daß die noch schwebenden Differenzpunkte in freundschaftlichster Weise erledigt werden. Und in derselben Angelegenheit schreibt die „Südd. Reichs- Korresp": Es wixd bemerkt, daß, als,Preußen die Kanalisierung des Untermains bis Frankfurt a. M. bei den Mainuferstaaten angeregt hatte und 1879 ein vorläufiges Abkommen erzielt war, der Beginn des Baues wegen erneut erhobenen Bedenken verschoben werden mußte, bis endlich 1883 der definitive Staatsvertrag zum Abschluß gelang. Diese Verzögerung ist nicht von Bayern ausgegangen, sondern auf Hessen zurückzuführen, das die im Jahre 1879 getroffenen kommissarischen Vereinbarungen nicht genehmigte. Wenn es dann weiter heißt, „zum mindesten sollte man sich aber darüber klar sein, daß Preußen für den damaligen Stillstand der Pläne, die Mainkanalisierung bis Bamberg fortzusetzen, nicht verantwortlich gemacht werden könne", so vermögen wir kaum zu glauben, daß von irgendwelcher ernst zu nehmenden Seite ein derartiger Versuch unternommen wurde. Der Satz könnte aber auch bie Auffassung zulassen, daß die bayerische Regierung jemals mit -dem fertigen Entschlüsse, den Main bis Bamberg zu kanalisieren, hervorgetreten wäre. Diese Meinung wurde noch durch die weitere Aeußerung der „Berl. N. N." verstärkt, es sei ihnen unbekannt, aus welchen Gründen Bayern beim Beginn der Verhandlungen über die Fortsetzung der Mainkanalisierung als Endziel Aschaffenburg und nicht Würzburg oder Bamberg ins Auge gefaßt habe. Darauf erwidern wir, daß Bayern dazu auch heute nicht in der Lage wäre, und zwar aus den gleichen, den „Berl. N. N." zwar unbekannten, aber trotzdem sehr einleuchtenden Gründen. Es ist eben vorläufig überhaupt noch nicht entschieden, ob die Mainkanalisierung von Aschaffenburg bis Bamberg fortgesetzt werden soll. Ein Projekt, dessen Durchführung nach der jüngst veröffentlichten fachmännischen Berechnung mindestens 120 Millionen erfordern würde, müßte wohl auch in einem weit größeren Staate als Bayern einer sehr ernsten und sorgfältigen Prüfung nach allen Richtungen hin unterzogen werden. Unter allen Umständen wird man aber doch zugeben, daß es unmöglich ist, an die Main-Kanalisierung bis Bamberg zu gehen ober sie nur vorzubereiten, solange bie Fortsetzung bis Aschaffenburg noch nicht sichergestellt ist. Dem Schlußsätze ber „Berl. N. N.", „jebenfalls sind Vorwürfe wegen Verschleppung dieser Angelegenheit nicht an bie preußische Abresse zu richten", ist daher hinzuzufügen, baß von einer Verschleppung überhaupt nicht gesprochen werden kann und daher auch ein Vorwurf an bie bayerische Abresse zurück- des Oranjeflusses, nahm eine Kanone, ein Panzergeschütz und 50 Gefangene, sowie einige Wagen. Die Buren zerstreuten sich. Plumer setzte die Verfolgung fort. De Wet soll in einem Boote mit einer Handvoll Leuten über den Fluß entkommen sein. Pretoria, 25. Febr. Seit einer Woche sind strömende Regengüsse medergegangen. Die Flüsse, welche ausgetreten sind, finden raschen Fortschritt. London, 25. Febr. Kirchen er telegraphiert aus Middelburg vom 24. ds.: Plumer berichtet: Oberst Owen erbeutete gestern Dewets Fünfzehnpfünder, ein Pompom Geschütz, 50 Gefangene und einige Wagen. Die Engländer hatten keine Verluste. Der Feind ist in vollem Rückzug und wird heftig verfolgt Dewets Einfall in die Kolonie ist äugen scheinlich vollständig fehlgeschlagen. (?) — General French meldet aus Pietretief vom 22.: Das Ergebnis der Be wegungen der das Land säubernden Kolonnen ist, daß die Buren zersplittert sind und in ungeordneten Trupps zurückgehen. Noch etwa 5000 Mann stehen vor der britischen Front. Amsterdam und Pietretief sind besetzt. French will weitergehen, wird aber durch ständige Regengüsse sehr auf gehalten. Die Gesamtverluste des Feindes bis zum 16. Fe ruar find, soweit bekannt: 282 im Kampf getötet und verwundet, 56 Kriegsgefangene, 183 ergaben sich; ein Fünfzehnpfünder, 462 Gewehre, 160000 Patronengürtel mit Kleingewehrpatronen, 3500 Pferde, 74 Maultiere, 3530 Zugochsen, 18 700 Stück Rindvieh, 155400 Schafe, 1070 Wagen und Karren wurden erbeutet. Die Engländer hatten fünf Offiziere, 41 Mann tot, 198 Mann verwundet China. Zur Frage der Bekleidung und Ausrüstung de« deutschen ostasiatischen Expeditionskorps veröffentlicht das „Armeeverordnungsblatt" nachstehende, an das Kriegsministe- rium gerichtete Ordre: „Im Einvernehmen mit meinen Hohen Verbündeten, Ihren Majestäten den Königen von Sachsen und Württemberg und Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Luitpold, Regenten des Königreichs Bayern, bestimme ich, daß bet dem Ostasiattschen Expeditionskorps überall die Hoheitsabzeichen des Deutschen an-die Stelle derer der Etnzelstaaren treten. Auch soll der Ersatz an Be- kletdungs- und Ausrüstungsstücken für das ganze Expeditionskorps einheitlich nach den von mir bereits genehmigten neuen Proben und den anliegenden Bestimmungen erfolgen. DaS Kriegsmtntsterium hat hiernach das Wettere m veranlassen. Homburg v. d H., den 9. Februar 1901. Wilhelm. Dem in Oftrfieu stationierten Kreuzergeschwader hat |ber Kaiser als Schießpreis einen goldenen Aufsatz mit Der Bestimmung verliehen, daß der Preis stets bei Dem Kom Mandanten desjenigen Geschwaderschiffes Aufstellung finden soll, das bei der letzten Hebung im Artillerieschießen die besten Leistungen zu verzeichnen hat. Generalfeldmarschall Graf Waldersee meldet unter dem 23. ds. Mts. morgens aus Peking: 1) Chinesischer Angriff auf Erkundungs-Abteilungen veranlaßte am 20. ds. bei Kuangtchang (100 Km. nordwestlich Paotingfu) Gefecht zwischen Kolonne Hofmeister und über 3000 Mann regu lärer Truppen. Diesseits 1 Mann tot, 2 schwer, 5 leicht verwundet. Chinesen verloren über 200 Mann und flohen nach Schansi. Fünf Fahnen genommen. Beteiligt am Gefecht waren 1., 6. und 7. Kom pagnie 4. Regiments, 8. Kompagnie 3. Regiments. 1 Zug 1. Eskadron, 8. Gebirgsbatterie, 1 Zug 2. Pionierkompagnie. — 2) 1. Kompagnie 3. Regiments und 2. Pionierkompagnie trafen bei Erkundung des Antsuling-Paffes westlich Paotingfu auf Widerstand und erstürmten Paß nach mehrstündigem Gefecht. 1 Pionier tot, 2 verwundet. Eine Reuter-Meldung lautet: Mehrere Hundert kaiser liche Truppen griffen eine 50 Mann starke deutsche Ab teilung westlich von Paotingfu an. Die Deutschen wurden hart bedrängt, trieben aber schließlich die Chinesen zurück. Deutscherseits wurde einer getötet, 7 verwundet. Der chinesische Verlust wird auf 200 Tote und Verwundete geschätzt. Der Gesandte der Vereinigten Staaten in Peking, (Songer, tritt auf seinen Wunsch sofort einen 60tägigen Urlaub an; er wünschte schon seit längerer Zeit nach Iowa zu reisen, doch bot sich bisher keine paffende Gelegenheit hierzu. Der Kommissar Rockhill hat Vollmacht, die Verhandlungen während der Abwesenheit des Gesandten fortzusetzen. Sir Robert Hart richtete ein scharfes Protestschreiben an die fremden Gesandten gegen die geplante Aneignung der kaiserlichen Zollgebäude seitens einiger auswärtiger Gesandtschaften, namentlich der italienischen, welch letztere beabsichtigt, von Land Besitz zu nehmen, das Hart selbst gehört. Deutsches Reich. Berlin, 24. Febr. Der Kaiser hat der katholischen Gemeinde in Kro losch in als Beihilfe zu den Kosten für den Bau eines neuen Schulhauses einen Beitrag von 70000 Mark aus seinem Dispositionsfonds überweisen lassen. — Der Generaladjutant des Kaisers, General v. Werder, ist gestern abend nach Petersburg abgereist. — Ter General der Kavallerie, Generaladjutant Karl Graf von der Goltz, ist am Donnerstag in Nizza im 86. Jahre gestorben. 77 Ter „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Roten Udlerorden-s zweiter Klasse mit Eichenlaub und Schwertern an den Generalmajor v. Hoepfner, bisher Kommandeur^ der 3. ^stasiatischen Jnfanteriebrigade^ . ~ ,'^taatsanz." veröffentlicht eine BekanntmacMng der Mrnlsterialbautommrslwn vom 28. Dezember vom 18 d Mts., welche bte Bedingungen für die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen im Bereiche der Allgemeinen Bauverwaltung und der Staatseisenbahn- und Berae - Verwaltung enthält. — Vom 1. April 1900 bis Januarschluß 1901 gelangten in Deutschland folgende Einnahmen, einschließlich kreditierten Beträge, zur Ausschreibung. Zölle 422 972 339 Mark, gegen Vorjahr plus 942391. Tabaksteuer 10 123 499, plus 188971. Zuckersteuer nebst Zuschlag 104 233 108, plus 91 .">48. Maisbottisch und Branntwein Materialstener 10821 068, plus 1 086 982. Verbrauchsabgabe von Branntwein nebst Zuschlag Zuschlag 112 221210, minus 980 013. Brennsteuer 1553 261, minus 202 452. Brausteur 27 480640, plus 804 433. Ueber- gangsabgebe von Bier 3 440 850, minus 1070. Summa 731 841 764, plus 12 277 081. Stempelsteuer für Wertpapiere 18 318 153, plus 2 991 920: für Kauf, sonstige Anschaffungsgeschäfte 11 747 456, minus 436 198; für Lose zu Privatlotterien 3 546 305, minus 26 320; Staatsloterien 15163 386, Spielkartenstempel 1 320625, plus 33392; Wechselstempelplus 2 821 231; Schiffsfrachturkunden 495 716, plus 495 716; steuer 10941978, plus 978 191; Post- und Telegraphen - Verwaltung 332 542 465, plus 17 726 238; Reichseisenbahnver- lvaltung 75 799 000, plus 3 515 000. — Die Budgetkommission des Reichstags begann die Beratung des Etats der Zölle und Verbrauchssteuern. Ter Referent Abg. Speck (Ztr.) äußerte Bedenken über die Höhe der Ansätze, Bedenken, die von dem Abg. Dr. Paasche (nl.) und dem Unterstaatssekretär Ascheuborn als berechtigt nicht anerkannt wurden. Auf die Frage des Abcs. Speck, ob beabsichtigt ist, in dem neuen Zolltarifgesetz die in der Budgetkommission im vorigen Jahre geäußerten Wünsche hinsichtlich der Steuerfreiheit der Schiffsbaumaterialien zum Ausdruck zu bringen, erwiderte Geheimrat v. Fischer, daß der Zolltarif zwar fertig sei, er über die einzelnen Sätze aber bestimmte Mitteilungen nicht machen könne. Auf eine fernere Anfrage des Abg. Speck bezüglich des neuen Mühlenregulativs erklärt Geheimrat v. Fischer, daß derselbe insoweit seinen Zweck voll erfüllt habe, als die feineren Mehle mehr zur Ausfuhr gelangt seien, während die geringeren im Jnlande zurückblieben. In dem neuen Zolltarif habe man sich bemüht, die kleineren Mängel nach allen Richtungen hin zu beseitigen. Sodann wünscht Abg. Speck die Vorbildung des Zollabfertigungsbeamten in allen Bundesstaaten auf gleichen Anforderungen begründet zu sehen. Zum Titel „T a b a k st e u e r" bringt Abg. Dr. Müller-Sagan Wünsche der Tabakbauern vor, die auf die schweren Rippen des deutschen Tabaks gegenüber dem Auslandstabak eine Rückvergütungg des Zolles zu erhalten wünschen. Abg. Bassermann tritt den Ausführungen des Vorredners bei. Die Rippen können gar nicht mehr verwendet werden, weil der Konsum des Rauchtabaks soweit zurückgegangen sei, daß der Verbrauch der Auslandsrippen genügt. Geheimrat Raeschnick weist darauf hin, daß diese Sache nur gesetzlich geändert werden könne. Die Erfüllung dieses Wunsches bedeute einen Rückgang der Tabaksteuer und dafür seien die verbündeten Regierungen nicht zu haben. Beim Titel „Zuckersteuer" fragt Speck an, ob in dieser Session noch ein Saecharingesetz an das Haus kommen werde. Staatssekretär Frhr. v. Thielmann erklärt, das Saecharingesetz werde in allernächster Zeit dem Bundesrat zugehen, lieber das fernere Schicksal könne er allerdings bestimmte Erklärungen nicht geben. — In der Bndgetkommission des preußischen Landtags wurde das Kapitel Universitäten erledigt, wobei berichtet wurde, daß bisher amtlicherseits die Erweiterung der Akademie in M ü n st e r durch Anglieder-, ung einer russischen Fakultät nicht in Aussicht genommen sei. München, 23. Febr. Das Verordnungsblatt des Kriegsministeriums veröffentlicht eine König!. Verfügung, nach der vom 1. Oktober d. Js. ab eine Neuorganisation der bayerischen Feldartillerie-Regimenter dahin eintritt, daß 6 Feldartilleriebrigaden, statt bisher 3, mit 12 Artillerie-Regimentern, statt bisher 8, errichtet werden. Ausland. London, 24. Febr. Die Aacht „Viktoria and Albert" hat heute früh 6 Uhr mit dem König Eduard an Bord die Reise nach Vlissingen angetreten. — Durch eine heute erschienene königliche Verordnung wird die Bildung eines neuen Regiments vorgesehen, das den Namen „Royal Gaicon-Regiment" führen und in den englischen Besitzungen im Mittelmeer Dienst thun soll. Das Regiment wird aus Soldaten bestehen, die nach Ablauf ihrer Dienstzeit sich aufs neue anwerben lassen. P a r i s, 23. Febr. .Wie mehreren Blättern aus Laghouat in Südalgerien gemeldet wird, wurde am 8. Februar die von 160 französischen Soldaten besetzte Ortschaft Ti- m i m u m von etwa 1000 Angehörigen des Barabosstammes angegriffen. Nach einem blutigen Kampfe zogen sich die Barabos, die 100 Tote und über 100 Verwundete hatten, zurück. Auf französischer Seite wurden 9, darunter 3 Offiziere, getötet, 21 verwundet. Madrid, 24. Febr. Ter „Liberal" veröffentlicht ein Telegramm aus Oporto, welches meldet, daß eine Volksmenge die Fenster des Hauses der katholischen Zeitung „Palavra" mit Steinen einwarf. Die Polizei wurde schließlich zum Einschreiten gezwungen. Tie Häuser der geistlichen Gesellschaften werden durch die Polizei bewacht. Wien, 23. Febr. Die heutige Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde ausgefüllt durch Lärmszenen und eine Geheimsitzung. Die Deutschradikalen Eisenkolb und Stein hatten eine Interpellation eingebracht, worin einige das Verhältnis zwischen den Ehegatten behandelnde Beichtfragen aus Der Moraltheologie des Alfonso von Liguori zitiert wurden. Das Präsidium hatte gestern diese Interpellation ohne Zensur zugelassen, so daß die Stellen bereits im stenographischen Protokoll gedruckt sind. Nach langen Verhandlungen zwischen den Radikalen und den Klerikalen willigten heute vor Beginn der Sitzung die Deutsch- radikalen ein, die Interpellation zurückzuziehen, unter der Feststellung, daß es sich um Zitate handle. Als jedoch der Präsident die Sitzung mit einer entsprechenden Erklärung begann, veranlaßte Wolf sogleich einen Tumult, indem er laut ausrief: Ich konstatiere hier vor der ganzen Oeffentlichkeit: Es ist wahr, daß das in der Moraltheologie des heiligen Liguorius steht. Solche Fragen werden an Frauen und Mädchen unserer deutschen Bauern im Beichtstuhl gerichtet! Der Zentrumsobmann Kathrein ruft laut dagegen: Ich protestiere im Namen meines ganzen Klubs gegen diese abscheuliche Verdächtigung. Es ist in keiner Weise richtig, daß diese Interpellation eine genaue oder nur annähernd richtige Uebersetzung der Moraltheologie des heiligen Alfonso von Liguori enthalte. Ich muß im Warnen Der katholischen Kirche entschieden Dagegen protestieren. Wolf macht Gegenrufe. Beiderseits stürmischer Lärm und unflätige Schimpfworte. Wolf brüllt unablässig: Los von Rom! Tas Zentrum, die Christlichsozialen und die Polen klatschen Kathrein Beifall und wüten gegen Wolf. Ter Präsident ordnet eine Geheimsitzung an, in der die Tumulte sich wiederholen. Wolf ruft von der Präsiden ten- bühne brüllend: Los von Rom! in den Saal. Der Pole Graf Komorowski will ihn herunterreißen. Tie langdauernde Verlesung der Liguori-Zitate wird beiderseits mit wilden Ausrufen begleitet, bis die Polen und die Klerikalen unter Protest den Saal verlassen. Nach der Verlesung sprechen viele Redner. Ter Teutschradikale Eisenkolb erklärt, man müsse die katholische Kirche auf ihr religiöses Gebiet zurückdrängen, wozu auch die Tschechen helfen sollten. Alles liebel komme von Rom. Stürmische Protestrufe und Schimpfworte der- Christlichsozialen folgen. Schließlich wird die Interpellation Eisenkolb aus dem Protokoll gestrichen. Jedoch bleibt im Protokoll eine Interpellation Schönerer, die eine Zusammenstellung von Unsittlichkeitsakten katholischer Geistlichen in Tabellenform enthält. Budapest, 23. Febr. Abgeordnetenhaus. Unterrichtsminister v. Wlässics erklärt auf eine Bemerkung des klerikalen Abg. Rakowsky bezüglich Anbringung von Kreuzen in den Hörsälen der Universität, daß eine dahingehende Petition einer Anzahl von Universitätshörern durch den Senat abgewiesen worden sei. Er, der Minister, sei mit dieser Entscheidung vollständig einverstanden, da die Anbringung von Kreuzen in den Hörsälen den geheimen Zweck verfolge, den katholischen Charakter der Universität zum Ausdruck zu bringen, während der staatliche Charakter der Universität von allen seinen Vorgängern gegenüber dem Einspruch der Bischöfe auf das Entschiedenste verfochten und aufrechterhalten worden j#i- (Stürmischer Beifall rechts.) Tie Anbringung eines Kreuzes int Hörsaal habe mit der Ehrfurcht vor dem Kreuze, die alle bekennen, gar nichts zu schaffen. Man habe versucht, das heilige Symbol zu parteipolitischen Zwecken auszunützen. Der Minister bittet, die akademische Jugend durch konfessionelle Agitation nicht aufzuhetzen. Ein solches Unterfangen diene nicht zum Wohle des Landes, nicht zur Förderung wahrer Religiösität. Nicht jeder, welcher Der katholischen Volkspartei nicht angehöre, sei deswegen ein schlechter Christ. (Neuer stürmischer Beifall auf allen Bänken mit Ausnahme der katholischen Volkspartei.) Petersburg, 23. Febr. Die „Rufs. Telegr.-Agentur" meldet: Wie wir aus vollkommen vertrauensvoller Quelle erfahren, enthalten die Grundsätze des Artikels, den die „Handels- und Industrie-Zeitung" unter dem Titel „Ob sich Rußland zu den Handelsverträgen vorbereitet" veröffentlichte, die Ansichten des russischen Finanzmini steriums. Washington, 23. Febr. Im Repräsentantenhause brachte der Republikaner Mann einen Gesetzentwurf ein, nach dem der Abschnitt der Tarifakte aufgehoben wird, durch den der Präsident ermächtigt ist, den gezahlten Prämien gleichkommende Zuschlagszölle auf solche eingeführte Waren zu legen, für welche eine Ausfuhrprämie gezahlt ist. — Präsident Mc Kinley hat den Senat zu einer besonderen Tagung unmittelbar nach Auflösung des gegenwärtigen Kongresses am 4. März einberufen zur Erledigung von Angelegenheiten der Exekutive. Aus Stadt und Land. Gießen, den 25. Februar 1901. ** Jubiläum. Am 13. Februar waren 25 Jahre ver« floffen, settDem Der 1. Maschinenmeister der BrÜhl'scheu Druckerei, Herr Alwin Andreas, in dieselbe eingetteten ist. Am Samstagabend fand sich das gesamte Personal der BrÜhl'scheu Druckerei zusammen, um dtese seltene Feier zu begehen. Herr Andreas ist nicht der älteste Mitarbeiter der Brühl'schen Druckerei. Der älteste ist der Stereotypeur und Galvanoplastiker Herr Georg Hoß, der zweitälteste in der Druckerei ist der Schriftsetzer Herr Theodor LooS. Beide werden noch im Laufe dieses Sommers ihr 30jährigeS Dienst- jubiläum in der BrÜhl'scheu Druckerei feiern. P. Vom Wetter. Innerhalb zweier Tage ein Temperaturunterschied von 25 Grad Celsius, wer hätte das gedacht! Vorgestern noch hoher Schnee, die Straßen in ein weißes Kleid gehüllt, und heute welch ein Schlammfeld in unserer Stadt! Mit hoch gehobenen Kleidern, umgeschlagenen Hosen watet man durch den Schneeschlamm. Wir haben Tauwetter, von den Dächern strömt es, dazu rieselt ein feiner Regen oom wolkenbedeckten Himmel. Hoffentlich werden durch eine gründliche Reinigung Gießens Straßen wieder sauber werden. *• Theater-Verein. Die auf Freitag festgesetzte Vorstellung wird wegen Verhinderung der Gäste bis auf weiteres vertagt. •* Aus dem Bureau des Stadttheaters wird geschrieben: „Diesmal heißt Blumenthals Mitverfasser Bernstein, und sie schrieben zusammen Den prächtigen „Mathias Bollinger." Wir werden ihn morgen abend sicher sehr zahlreich kennen lernen, denn unsere beliebte Naive, Frl. Henny Wohl- brück hat diese Neuheit zu ihrem Benefizstück erwählt. Die gemütliche Münchener Bierstuben-Philosophie kämpft da eine» halb lustigen, halb ernsten Kampf gegen den praktischen Sinu Berliner Großindustrieller, bis die Liebe, die die verehrte Benefiziantin repräsentiert, zum alles versöhnenden Schluß kommt. DaS Stück, reich an humorvollen Szenen, gefiel allerorts sehr, und reiht sich jedenfalls würdig den Neuheite» Der letzten Jahre an. Aber ein morgiges volles HauS Dürften wir vor allem der allseitigen Beliebtheit des Frl. Wohlbrück zuschreiben." ** Die Aufführung der Jshauuespasfion von Heinrich Schütz muß aus oerschledeuen Gründen auf den 10. März verschoben werden. Als Solisten sind die Herren August Leim er (Bariton) und Richard Fischer (Tenor) aus Frankfurt a. M., sowie Rechtsanwalt Dr. Spohr von hier gewonnen. Diese Namen bürgen dafür, daß das Werk eine würdige Wiedergabe finden wird. -o- Buren Versammlung. Es wird, um verschiedentlich aufgetretene Zweifel zu beseitigen, hier nochmals betont, daß zu der heute Abend ya9 Uhr stattfindenden Versammlung auch die Eintrittskarten zu 50 Pfg. für einen (un- nummerierten) Sitzplatz berechtigen. Sollte jedoch »ach Besetzung sämtlicher vorgesehenen Plätze noch Raum vorhanden sein zur Unterbringung von Tischen und Stühlen, so wird auch noch insoweit (allerdings ohne Gewähr) Ernlaß gewährt werden. Nach einer gestern abend bet der hiesigen OrtS> gruppe des Alldeutschen Verbandes eingegangenen Draht- Übtet Uk Saalbau abg lid in der g> jW die 6 aiwn. anrbett zürn zlz Glanzt in Mv Stabübung rigen Rüg feiten der nach der £ sodaß geN rtrfißniwi 8 25jii$rigt as gedacht! ifD in ein weißet nmftlb tu *tr mrjchtGMhnlu x haben TauwM t dn seiner Ha i »erben dB" »r Met»*, t(bis Mf »°"rd I »it‘ «**S Semftein, P iai eoll'H“; * *tl?S rl. V’V'fi M erwähn. » >hi° ,ämS2a„ W ebe, 6l! J . gtjlii >ole« ^«Neuheit» •a5 i « 'Kch-i-w 8tl W! Ä'S?Ä - ° hi-- -» >. .?5t fit«°e»L solle Lsks loiiten. Al,,. Ll*e^ S ?'.rb di- atto Micher /"'.'ÄtS fern «o* "^ersitzt. 1 ?On llnibe, tvorben sei. fr tytanbig eifer' den Hör- A'Ichen Cha.. on Krn jtmo *et JMöfe ffl Erhalten tootbtt Wmgung eine; dor dem Sreu« Man habe L hen Zwecken au?. Ke Jugend burd solches Untei audes, nicht zur der, welcher der ?i deswegen ein ruf allen Bänlen r-) Telegr.-Agentur" rensvoller Quelle Artikels, den die dem Titel „£b gen vorbereitet cheu Finanzmini Präsentantenhause Gesetzentwurf eir, ehoben wird, durck ezahlten Prämier solche eingesührtr lhrprämie ge n Senat zu einer slösnng des gegen- en zur Erledigm-; nachricbt wird noch ein weiterer Mitkämpfer, Ober, lrhrer Henkel, der Versammlung beiwohnen. *' Mannertnruverei». Das am SamStag jn Steins Saalbau abgehaltene Winterfest des Männerturnvereins verlief in der glänzendsten Weise. Ein Prolog mit einem da rausfolgenden lebenden Bilde „Gut Heil dem Turnen- eröffnete die Feier. Sodann folgte ein von 12 Turnern sehr exakt ausgeführter Freiübungsreigen mit Gruppen und Pyramiden. Bei dem nun folgenden Riegen- und Kürturnen wurden zumteil recht schwierige und schöne Hebungen gezeigt. Ns Glanzpunkt des Festes galt unstreitig der von 16 Damen in hübschem Matrosenkostüm vorgefühlte Stabreigen mit Stabübungen. Die tadellose Ausführung des überaus schwierigen Reigens verdient die vollste Anerkennung, die auch von teilen der Zuschauer nicht ausblieb. — Auch der Ausflug nach der Liebigshöhe am gestrigen Tage verlief sehr gut, sodaß gewiß alle Beteiligten mit Befriedigung auf dies Fest zurückblicken werden. *• Lollar, 24. Febr. Arn 8. und 9. Juni findet das 25jährige Stiftungsfest der Lollarer freiwilligen Feuerwehr verbunden mit 38 Dekorationen statt. Es ist ein seltener Fall, daß sich eine so stattliche Mannschaft 25 Jahre gemeinsam dem Dienste der Nächstenliebe widmet. Es giebt wohl keinen Ort in ganz Hessen, in dem auf einmal «ine solche Anzahl Männer ausgezeichnet werden. fc. Darmstadt, 24. Febr. Für den Garantiefond der Haftpflicht lasse deutscher Gastwirte die jetzt gegründet ist und hier ihren Sitz hat, wurde bis jetzt 20000 Mk. ge- Schiet. Soeben ergehen allgemeine Aufforderungen sich mit Anteilscheine von 20, 50 oder 100 Mk. die mit 10 Prozent eingezahlt und mit 5 Prozent verzinst werden, an dem Garantiefonds zu beteiligen. Die speziellen Aufgaben der Kasse und die Statuten werden demnächst bekannt gegeben werden. In der General-Versammlung des hiesigen Gast Wirtevereins, in der über die Haftpflichtkaffe Bericht erstattet wurde, wurden fojort weitere 10000 Mark zum Garantie fonds gezeichnet, so daß dieser damit auf 30000 Mark ge bracht ist. -Ic-Mainz, 24. Febr. Eine mit der Tagesordnung: „Die südafrikanische Frage und der Burenkrieg- heute nachmittag von der Ortsgruppe Mainz des „Alldeutschen Verbandes- in der hiesigen „Stadthalle- veranstaltete Sympathiekundgebung sür die Buren hatte sich eines ordentlich zahlreichen Za spruches zu erfreuen. ES sprachen nur der Oberlehrer Dr Henkel aus Eisleben, der den Burenkrieg ein Jahr lang in nächster Nähe des Generals De Wet mitgemacht hat, und Kapitän Jo oste. Beide sprachen fortgesetzt von lebhaftem Beifall und lauten Zustimmungsbezeichnungen unterbrochen. - Kleine Mitteilungen ans Heften und den Nachbarstaaten Der Großh. Hilfsgcrichtsschreiber Werner in Offenbach wurde mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Gerichtsschreibers bei dem Großh. Amtsgerichte Bad-Nauheim beauftragt und an feine Stelle Herr Noll aus Darmstadt nach Offenbach versetzt. — In Mainz sollte sich vor der Strafkammer der Fabrikant Adam Hoch aus Darmstadt wegen unlauteren Wettbewerbs verantworten. Der Angeklagte war, trotz rechtzeitiger Ladung, nicht erschienen und ordnete das Gericht dessen Verhaftung an. Vermischtes. * Madrid, 23. Febr. Infolge Schneefalles ist die Eisenbahnverbindung Saragossa—Madrid unterbrochen. — Nach hier eingegangenen Meldungen herrschte an der Küste Von Malaga ein furchtbarer Sturm. Der Lootse des Hafens von Malaga ist in dem Augenblicke, als er dem deutschen Dampfer Louise Horn Hilfe leisten wollte, ertrunken. Dem Dampfer selbst ist kein Unfall zugestoßen. * Catania, 24. Febr. Eine Feuersbrunst zerstörte ^>aS Thater Caftagnola, zwei Personen sind tot, mehrere ’ Zum Untergang der „City of Rio de Janeiro-. Nach den letzten Meldungen auS San Francisko kamen bei dem Untergang des Dampfers „City of Rio de Janeiro- 122 Personen um; darunter waren 19 Offiziere, die übrigen Ertrunkenen waren meist Asiaten. Gerettet wurden 79 Personen, darunter 12 KajütSpaffagiere und 11 Offiziere. Der amerikanische Konsul in Hongkong, Wild- man, ist mit Frau und Kindern ertrunken. Der Kapitän des Schiffes, Ward, stand auf Deck des Schiffes, bis er gänzlich von Waffer umgeben war, und stieg sodann auf die Kommandobrücke, fortgesetzt Befehle erteilend, bis n mit dem Schiffe unter ging. Unter den Geretteten be findet sich der deutsche Korvettenkapitän Hecht, der nvt Rettungsgürtel über Bord gesprungen war. Das Schiff führte Ladung im Werte von über eine halbe Million Dol lars, sowie für 600 000 DollaiS gemünztes Gttd. Nach weiteren Meldungen wurde auch ein Deutscher namens R. Holze, der nach Deutschland reifte, gerettet. Der Deutsche Hecht, der sich ebenfalls unter den Geretteten be findet, ist nicht, wie früher gemeldet wurde, Korvettenkapitän, sondern Hauptmann. Der uritergegangene Dampfer hattt emen Postsack für London und einen anderen für Deutschland an Bord. Beide sollen gerettet, jedoch in schlechtem Zustande fein. • New Jork, 24. Febr. Ein bemerkenswertes Schwindelkomplot ist entdeckt worden, durch den Hauptmann Graf Finckenstein vom 3. Garderegiment und die Erben des Generalfeldmarschalls Blumenthal um große Summen betrogen werden sollten. Graf Fincken stein langte am letzten Dienstag mit dem Lloyddampfer -Lahn" hier an und war im Begriff, mit den Goldminen, schwindlern abzuschließen, als die Geheim-Polizei dazwischen trat. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. - 3m »Reichsanzetger" veröffentlicht bas deutsche Komitee zur Errichtung eines Denkmals für Giuseppe Verdi eine Sammlung icb!F# A" fln den unvergänglichen Schöpfungen des Disters sich erfreut, sich gern, und sei es auch mit bescheidenster Gabe, an diesem Liebeswerk beteiligen werde. SäMö wird telegraphiert, daß ein Studiosus Grim ml er auf der dortigen Sternwarte einen neuen Stern erster Große im Sternbild de« PerstuS entdeckt habe. Gerichtssaal. mA! aem>ULC? icfantK ®äbe Angeklagte, Neumann und Bober, die des Mordes bezw. der Begünstigung beschuldigt waren, wurden srergetprowen. Universitäts-Nachrichten. Vor einiger Zeit starb in Lyon im besten Mannesalter Professor Joseph Texte, der erste europäische Universitätsdozent, der einen Lehr- stuhl für vergl^chende Lttteratur-Geschichte inne hatte; als sein Nachfolger wurde kürzlich Professor Ferdinand Baldensperger aus Nancy nach Arbeiterbewegung. eaint.@t«etme, 24. Febr. Das Komitee des Nationalbundes der Bergarbeiter bestehend au« Delegierten der.verschiedenen Kohlen- bicken Frankreichs, trat hier zusammen und nahm folgende Beschluß- anlräge an. Erstens, daß eS Pflicht aller Bergarbeiter Frankreichs 'e. den Ausständtschen in Montceau leS MtneS und Saint Elory zu v'lfe zu kommen, zweitens, einen solchen zu Gunsten eines allge- meinm Ausstandes, drittens soll eine Kommission ernannt werden, welche unverzüglich den öffentlichen Gewalten die Ansprüche der Berg- ---beiter in M.ntceau les Mines und Saint Elory überreichen wird. Die Kommission wird verlangen, daß den Bergarbeitern nach 25Iähriger Dienstzeit eine Pension von 2 JsicS. täglich gewährt werden soll schließlich soll achtstündiger Arbeitstag und Festsetzung eine« Mtnimal- odnes gefordert werden. Kirchliche Nachrichten. Svaugelische Vemeiabe. Montag den 25. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der JohanneSkirche. Hebräerbrief Kap. 10. Das Opfer ©brifti tüchtig zur Versöhnung und Heiligung; Mahnung zum »resthalten am Glauben. Pfarrer Dr. Naumann. Neueste Meldungen. Cronberg. 25. Febr.. 1 Uhr 10 Mm. (Tel.-Meld, des „Gieß. Anz") König Eduard traf 9 Uhr 25 Min. per ikxtrazug hier ein. Kaiser Wilhelm war dem König von Homburg bis nach Frankfurt entgegengefahren. Beide Majestäten begrüßten ßch auf das herzlichste, sie küßten sich wiederholt. Sodann bestiegen sie den englischen Extrazug und reisten um 9 Uhr nach Cronberg ab Hier erwarteten die Prinzessin von Griechenland, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Heften die Majestäten. Nach herzlicher Begrüßung bestiegen der Kaiser und der König den Schlitten und fuhren zum Schloß. Am Portal des Schlöffe« verließ der Kaiser den König von England und fuhr nach Hom- bürg zuruck. Um 1 Uhr wird der Kaiser zum Frühstück wieder znruckkommeu. , ? t Ll L ?'■' 25. F^ebr. Dem öS Mitglieder zählen- * dsausschuß ist ein von 38 Mitgliedern unterzeich- ncter untrag zugegangen, die Regierung zu ersuchen, fiir au c-reichende Erhöhung der Getreidczölle emzu treten. An der Spitze der Unterzeichneten steht der Reichstagsabg. Hössel-Buchsweiler. Madrid, 25. Febr. Heute übergab Azcarraga der Königin-Regentin die Demission des Gesamtkabi- netto. Voraussichtlich wird Azcarraga mit der Neubildung des Kabinetts betraut werden. Odessa, 25. Febr. Vergangene Nacht herrschte hier ein fürchterlicher Schneesturm bei 6 Grad Kälte. Ter Verkehr in der Stadt und auf allen hier mündenden Eisenbahnlinien ist durch Schneeverwehungeu gestört Der Stadt fehlt es gänzlich an Mitteln zur Bewältigung der Sck)neemassen. Der von der Krim kommende Dampfer „Sineus" wurde durch den Sturm auf einen Felsen geworfen und ist im Hasen untergegangen. Tas schwimmende Getreideelevator, hölzerne und eiserne Barken, Zollamtskutter sowie ein griechischer Dampfer wurden von ihren Ankern losgerissen und auf Segelschiffe geschlendert, die stark beschädigt wurden. Zwei Dampfer sind zur Rettung des „Sineus" abgesandt. Ein aus Odessa abgehender Eisenbahnzug wurde vom Schnee verweht. Von Odessa bis Zatischin liegen ungeheure^ Schneemassen. Vor dem 28. ds. ist die Aufnahme des Eisenbahnverkehrs undenkbar. Fahrkarten werden nicht mehr ausgegeben. Ueber tausend Passagiere sind infolge der Schneeverlvehungen von jedem Verkehr abgeschnitten und erbitten Proviant. San Franzisko, 25. Febr. Nach den letzten Meldungen sind bei dem Untergang des Dampfers „City o f Rio de Janeiro" 35 weiße, 37 asiatische Reisende, 18 weiße und asiatische Offiziere, sowie 49 Asiaten von dec Besatzung ertrunken. Von 18 Frauen wurden 3 gerettet. BfirsennachHchten. Berlin, 4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 4 0/o do. 8. 6/9 unk. b. 1904 3i/2 0/ do. 8. 7/8, unk. b. 1906 4 0/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 3,/,o/o do. unk. 1905 4 % Preus». Hyp--A.-Bank 8. 8-12 4 0/o do. 8. 16-18 unk. b. 1900 4»/0 do 8. 19-20, unk. b. 1905 31/, 0/o do. 8. 13, 14 31/,% do. 3. 21, 22, unk. b. 1906 23. Februar. 40 20 M. 40 20 „ 38 00 „ 98.00 M. 90 00 „ 83 20 , 83 20 . 00 00 „ 75.20 „ 76.20 „ Telephonischer Kursbericht. Bt/i o/0 Reichsanleihe . . 8 o/o do . . 3Ve,3/o Konsolß . » . . 3 o/c do .... 8V1 % Hessen . . . . 5 % Italien. Rente . . . 4«/o Griech. Monop.-Anl. 3 o/9 Portugiesen . . . 3 o/L Mexikaner .... 44/b % Chinesen ... Frankfurt, den 25. Februar. Tenden?. fest. 98.50 88.85 98 20 88 60 94.60 96.15 44.90 25.30 25.65 82.20 . 212.50 . 184.90 . 134.10 . l»'.4O . 152,10 . 143.50 . 169.80 . 203.25 . 184.75 . 169 10 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . H-trpener . . . Meteorologische Beobachtungen der Statiou Gießen. F-bru«r Barometer auf 00 reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 23. JE 747,6 - 2,0 3,8 96 — 2 bew. Himmel 24. 7« 747,9 - 4,9 3,1 98 NE. 1 beb. Himmel 24. 2»6 7 45,3 2,5 4 7 85 SW. 2 24. 9“ 743 6 0,5 4,3 90 2 25. 735 7417 1,8 4,9 93 SW. 2 25. 2« 741,8 3,7 5,0 83 SW. 2 Höchste Temperatur am 22.- N'edristae „ „ -23. Febr. - 1,4° 0. 18,0° C. Höchste Temperatur am 23.- Ntedrigste „ „ -24. Febr. W U — 3 2° C. 8,6° C. Bekanntmachung- Im Jntereffe einer möglichst frühzeitigen Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen ist erforderlich, daß die Anmeldizngen neuer Fernsprechanschlüffe fpatefteus biS zum 15. März an die Kaiserlichen Tele- rraphenanstalten eingereicht werden, mit denen die Anschlüsse in Verbindung gebracht werden sollen. angemeldete und in Folge deffrn außerhalb des Baup.aneS herzustellende Anschlüsse können in der nächsten Bauperiode nur bann zur Ausführung gel-uigen, wenn di Antragsteller zu dm mtstehenden Mehrkosten einen Zuschuß Don 15 Mk. leisten. Steht aber zu ermatten, daß die Mehr kosten 60 Mk. oder mehr betragen, so werden die wirklich eAtstehenden Mehrkosten eingezogen. Darmstadt, den 22. Februar 1901. Kaiserliche Ober-Postdirektion. Holfeld. Samstag dev 2. März 1901, nachmittags 2‘/s Uhr, fallen auf hiesigem Ortsgerickt die MN Nachlaß des Johann valt« tz.aser Kann von Gießen gehörigen Z inmobilien, alS: j-lut 25 Nr. 1667io — 139 qm Grabgarten an der Frank- furterstraße links, Mr 26 Nr. 168>/10 — 899 qm Hofraite daselbst, Flur 25 Nr. 167aS/io — 2663 qm Grabgarten am Seltersberg links der Chauffee erbvetteilungShalber meistbietend versteigett werden. Herr Wilhelm Plank II., Bahnhofstraße hier, ist bereit, das Anwesen auf Wunsch vorzuzeigen. Gießen, den 23. Februar 1901. Die Erden. 1572 Submission. Für die Gr. neuen Kliniken in Gießen soll die Lieferung von zirka 32000 Ctr. Maschinenkohlen, 600 Ctr. Nußkohlen und 60 rm Tannen» Scheitholz für das Rechnungsjahr 1901/02 auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungm und der Ministerialerlaß vom 16. Ium 1893 können auf dem Verwal tungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen von 3 bi« 5 Uhr nachmittags eingesehen werden. Offerten sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, biS zum 12. März 1901, mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Zuschlag erfolgt am 20. März 1901. Gießen, 25. Februar 1901. Gr. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. (1579 Submission. Für die Gr. neuen Klinik- n in Gießen sollen pro 1901/02, vom 1. April bis 31. März, auf dem öffentlichen Sub misstonswege vergeben werden: a Die Lieferung von: 1. Backwaren, 2. Fleischwarey, 3. Spezereiwaren und Ver. brauchsgegenständen, 4. Kaffee, 5 Butter und Eiern, 6. Müch, 7. Bwr, 8. Schreibmaterialien, 9. Maschinenöl und Putzwolle, 10. Bürstenwaren und Scheuertüchern, 11. Seife, 12. Eis, 13. Porzellanwaren, 14. Kornstroh. b. Sonstiges: Das Reinigen des Herdes und der Oefen, die Entleerung der Kehrichtgrube, die Abgabe von Knochen, Gespül, leeren Oel und Weinfäffkra, beten Mineralwasselflaschen und Lumpen. Die Bedingungen können auf dem Verwaitungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen, nachmittags von 3—5 Uhr, eingesehen werden. Proben der unter a 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11 und 13 bezeich neten Gegenstände sind nebst Den verschlossenen Offerten mit entsprechender Aufschrift ver- s'hen, bis zum Dienetag den IS. März 1901, mittags IS Uhr, auf dem oben erwähnten Bu reau einzureichen. Zuschlag erfolgt am 20. März 1901. Gießen, 25. Februar 1901. Gr. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. (1578 Brermholz- Versteigerurrg im 6räfl. Revier jeldheim bei Huugeu. Montag den 4. März, nach Zusammenkunfr 10 Uhr vormittags am Pflar-zgarten, werden versteigerte Scheiter rm: 409 Buchen, Prügel rm: 135 Buchen, 9 Eichen, 7 Weichholz, Stöcke rm: 137 Buchen, 10 Eichen, Reifer rm: 477 Buchen, 47 Eichen.1574 EmpfklÜUINM Statt. Schlachthaus. Freibank. 1692 Heute und morgen: Schwemefleisch 50 pfg. Der Verkauf des Fleisches findet während der Marktzeit am Eingang der Großviehs schlachthalle statt. ^raylpauzer- Geldschränke feuer- und sturzsicher, thermit- und diebessicher. J. C. Petzold, Geldsckrankfabrik, Magdeburg. Preise äußerst billig. 1578 Illustrierte Kataloge kostenfrei. 0617] E>n Bügelofeu und ein Lchneidertisch zu verkaufen. Westanlage 44. Seltersweg 68 Spezial- FrÜZ ^owack Seltersweg 68 Geschäft für Betten und Schlafzimmer-Einrichtungen. Bettstellen, echt Nussbaum poliert, Waschkommoden, echt Nussbaum poliert, mit Marmorplatte, Wchtschränke, echt Nussbaum poliert, mit Marmorplatte, von Mk. 38e— an. , „ GO.- . 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März stattfindende Ausführung der JohauneSpassion werden die Mitglieder dringend gebeten, sich pünktlich zu den bis dahin noch zu Herd 1570 1240) Hrbve-reuungshatber ist das Hauö Bahnhofstraße 64 preiswert zu verkaufen durch I. Bo«t, Steinstraße 15. — Eintritt frei. — Für die inaktiven Mitglieder werden Plätze auf den Empor- bühnen und am Altäre reserviert. Kindern kann bei dem zu erwartenden grossen Zudrang der Eintritt nur in Begleitung ihrer Eltern verstattet werden. Texte ä 20 Pfg. an den Kireh- türen zu haben. Zur Deckung der bedeutenden Kosten werden freiwillige Gaben in die Büchsen erbeten. im oberen Saale der Restauration Weidlg Gäste sind willkommen. Lebensstellung. Durchaus solider, zuverlässiger und gewandter junger Mann, welcher Freude am Umgang mi> Menschen hat, wird unter sehr aünst. Bedingungen als Reise beamter für eine der ersten deutlch. LebenS- und Unfall Versich.-Ge> sofort gesucht. Off unter A B Nr. 06 2 an die Exoed, d Bl. 1576 Der Vorstand. 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Traut- 1517] In einem überaus lebhaften Orte, Eisenbahn-Knoten» punkt, welcher starken industriellen und sonstigen Verkehr hat und worin ca. 2000 Arbeiter beschädigt sind, ist eine der bestgehendsten, ca> 20 Jahre bestehende Gast« und Logierwirtschaft Familiennerhältniffe halber für den billigen Preis von 45000 Mark bei 15000 Mk. Anzahlung zu verkaufen. Unter Umständen' sind mehrere Brauereien bereit, die Hälfte der verlangten Anzahlung voizulegen. Verbrauch pro Jahr 40u Hektoliter Bier, 50 Hektoliter Branntwein, 5 biS 6 Hektol. Wem, 30 Mille Cigarren rc. Die Wirtschaft ist mit gutem, kompletten Inventar, sowie 4 eingerichteten Logierzimmern auSgeftattet, hat franz. Billard, großen Garten und überdeckte Kegelbahn. Die Gebäude enthalten außer den Räumen für den Wirtschaftsbetrieb nebst Wohnuvg für den Inhaber noch ,u vermietende Wohnungen, welche bisher 1000 Mk. pro Jahr Miele einbrachten. Reflektanten wollen sich unter L. L. 345 an Haaseu» »ei« * Vogler, A.'G., Frank- futt 0. 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