Nr. 303 Zweites Blatt. Mittwoch SS. Dezember 1901 151. Jahrgang «. «SZ A'I* AA* A AM (*■ ssi UWHIizSAPBa |z■ ZS O4fiziITflzeT esössä s^Wlvnvllvl 4HWIUU ® Redaktion, IfcrpebitioK 6dt6F(ll * ^111^61(16? lag der Brüh l'schen und Druckerei: UniversitätS-Druckers SSE Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen MM Polltische Tagesschau. SüdamerikarttfcheS. Der Ausbruch neuer Unruhen in Venezuela laßt es als ausgeschlossen erscheinen, daß Deutschland seine Forderung an diesen Staat anders als durch militärischen Druck wird durchsetzen können.* Die Geschichte der Konflikte mit den zentral- und südamerikanischen Regierungen lehrt zur Genüge, wie diplomatische Vorstellung von diesen rn den Wind geschlagen werden. So bat ein «Schwesterschisi des großen Kreuzers „Vineta" — der jetzt neben dem Kriegsschiff „Falke" berufen sein dürfte, der Förderung Deutschlands durch seine Kanonen Nachdruck zu verleihen —, die Kreuzer-Fregatte „Vineta", schon vor dreißig Jahren den Präsidenten von Haiti zur Raison und zur Zahlung der Entschädigung für die einem Reichsangchörigen zugefügte Unbill bringen müssen, da der schwarze Staatsmann aus die diplomatischen Noten nur mit Versprechungen reagierte. Die Regierung derselben Republik ließ es bekanntlich vor vier Jahren auf die Gefahr eines Bombardements der Stadt Port-au-Prince durch das deutsche Schulschiffsgeschwader ankommen, ehe sie sich dazu verstand, Genugthuung zu geben. Ebenso mußte 1878 Nicaragua durch ein deutsches Kreuzergeschwader gezwungen werden, Entschädigung für an Deutsche begangene Gcwaltthat zu leisten und die Schuldigen zu bestrafen. Nur durch entschlossenes Vorgehen also ist Deutschland diesen Spanisch-Amerikanern gegenüber zum Ziel gekommen. Deutschland hat bisher bei derartigen Zwischenfällen auf das Gutheißen der Vereinigten Staaten verzichtet, und dürfte auch diesmal seine Maßregeln nach eigenem Gutdünken treffen und durchführen. Wie nach einem Telegramm der „Frkf. Ztg." aus New-- Aork die „Ass. Pr." meldet, hat Deutschland bereits ein Ultimatum an Venezuela gerichtet. Deutsches Keich. Berlin, 23» Dez. Der Kaiser hörte heute den Vortrag des Chefs des Civilkabinetts von Luccmus. -r- In einem Artikel: „Die „Aussichten der Zoll- tarifvorla ge" schreibt die „Germania": „Wir hätten gewünscht, daß die verbündeten Regierungen sich darüber völlig im Klaren gewesen wären, welche äußersten Sähe sie als Minimalzölle für die vier Getreidesorten aufstellen können, alsdann aber auch an diesen Sätzen unbedingtfestgehalten hätten. Die Ausführungen des Staatssekretärs Grafen Posadowsky im Reichstage mochten fast darauf schließen lassen, daß die verbündeten Regierungen weder über die Frage der Zollsätze, noch über diejenige, ob sie überhaupt an dem wichtigsten Punkt ihrer Vorlage festhalten wollen, schlüssig sind. Sollte dies wirklich der Fall sein, so wäre das Schicksal der Vorlage als ein sehr zweifelhaftes anzusehen. Einst- wellen muß man unter dem Eindruck stehen, als ob an den maßgebenden Stellen keine völlige Ueberein- stimmung mehr darüber herrscht, ob und wie weit die Zoll- tarifoorlage noch aufrecht zu erhalten sei." — Inder Wreschcner Angelegenheit fand gestern hier eine von etwa tausend polnischen Frauen besuchte Protest-Versammlung statt, in der zum Teil heftige Reden gegen die preußische Regierung gehalten wurden. Die meisten Rednerinnen beschwerten sich über die Maßnahmen der preußischen Regierung in der Provinz Posen. Wenn eine Regierung die verbrieften 'Rechte der Polen mit Füßen trete, dann könne sie nicht verlangen, daß diese treue Staatsbürger seien. Es gelangte schließlich eine Resolution zur einstimmigen Annahme, in der die versammelten polnischen Frauen den Verurteilten in Wreschen ihr tiefstes Mitgefühl ausdrücken, die Versammlung gegen ein System protesttert, der den „K n üp p e l als Lehrmittel" betrachte und es als eine „Verpflichtung aller polnischen Mütter erklärt, ihre Kinder nur polnisch beten zu lassen und für polnisch nationale Erziehung zu sorgen." Potsdam, 23. Dez. Zu den angeblichen Aeußerungen de§ Kaisers über das Duell veröffentlicht die „Potsd. Ztg." folgende weitere Erklärung: „Mit Rücksicht auf die ohne mein Wissen und Willen veröffentlichte Meldung über angebliche Allerhöchste Aeußerungen zur Duellftage lege ich hierdurch die Chefredaktion der Potsd. Ztg." nieder. Martin Berger, Mitbesitzer der „Potsd. Ztg." — Berger ist ein Sohn des verstorbenen Abg. Berger-Witten und Oberleutnant der Reserve, ein Schwager des in Holland bei einer Automobilfahrt schwer verunglückten Kommandeurs der Potsdamer Kriegsschule, Oberstleutnant v. Ziegler. Ausland. Kopenhagen, 23. De^. Ein Kreis angesehener Po- littker der Linken mit Georg Brandes an der «Spitze sammelt Unterschriften zu einer Adresse, worin gegen den Verkauf der we st indischen Inseln protestiert wird, bevor ein Abstimmung der Bevölkerung stattgefunden. London, 23. Dez. Das Auswärtige Amt läßt die Erklärung abgeben, England beabsichtige nicht, Koweit zu annektieren. Die englische Regierung wünsche am Persischen Golf nur die Auftechterhaltung des status quo. Birmingham, 23. Dez. Die liberale Vereinigung hat beschlossen, verschiedene Blätter und Persönlichkeiten der Stadt wegen Aufreizung zum Morde gerichtlich zu belangen. Tie Ursache hierzu hat das jüngste Meeting des liberalen Abg. Lloyd Georges gegeben. In dem «Saale, wo das Meeting abgehalten wurde, sind sämtliche Fenster eingeworfen. Dreißig Arbeiter sind seit vier Tagen mit dem Einsetzen der Scheiben beschäftigt. Zwei Polizei- a g e n t e n, die bei den Tumulten verwundet wurden, schweben noch immer in Lebensgefahr. London, 23. Dez. Wie nunmehr festgestellt, ist an dem Tage der Rede Roseberrys von Chesterfteld aus die größte bisher erreichte Anzahl Worte, nämlich 234 230,telegraphisch befördert worden. Seit Gladstones Zeiten hat kein politischer Redner die Aufmerksamkeit des Volkes in diesem Grade erregt. Paris, 23. Dez. Wie das Blatt „Memorial diplo- matique" wissen will, ist zwischen König Eduard, Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef für Mitte Februar eine Zusammenkunft vereinbart, in der grundlegende Entschlüsse zur Auftechterhaltung von Friede, yrdnung und «Sicherheit in Europa gemeinsam beraten werden sollen. — Weiter berichtet ein Korrespondent, daß der deutsche Kronprinz in Vertretung des Kaisers bei der englischen Krönungsfeier im Juni teilnehmen wird, während P r i n z H e i n r i ch an der Spitze eines Geschwaders zur englischen Flotten-Parade erscheinen und ebenfalls den Feierlichkeiten in Ändon beiwohnen soll. — Im «Senat legte Rolland im Namen der Armeekommission den Bericht der Letzteren vor, welcher die Annahme des Antrages auf Einführung der zweijährigen Dienstzeit empfiehlt. Rom, 23. Dez. Der Pap st empfing heute das heilige Kollegium, das ihm Glückwünsche zum Weihnachtsfeste darbrachte. Auf eine Ansprache des Dekans des Kollegiums, der die Wünsche desselben zum Ausdruck brachte, erwiderte der Papst und sagte, die Kirche habe gegenwärtig eine schwere Zeit durchzumachen, ähnlich noch schlimmeren Zeiten der Vergangenheit. Man suche die Massen des Volkes zu Feinden der Kirche zu machen, man lege den religiösen Orden Bedrückungen auf und ächte dieselben, man mache verderbliche Gesetze, die im offenen Widerspruch zu den ewigen Gesetzen Gottes ständen. Der Papst berührte sodann die in Italien zur Beratung stehende Frage der Ehescheidung und den Sozialismus, welcher die soziale Ordnung bedrohe und betonte, daß zur wirksamen Bekämpfung desselben alle Katholiken den Lehren der Kirche gemäß gehorsam und einig sein müßten, um den unteren Volksschichten zu helfen. Wien, 23. Dez. Die „Slaw. Korresp." meldet aus Prag: Heute abend war hier das «Gerücht von einer Kundgebung vor dem deutschen Konsulat verbreitet. Der (Sachverhalt ist nach authentischen Informationen folgender: Der Abgeordnete Klofac hatte für gestern eine Volksversammlung im Vororte Holeschowitz angekündigt mit der Tagesordnung: „Die Vorfälle in Wreschen". Die Pol iz ei verbot aus Rücksichten der öffentlichen Ruhe dieses Programmpunktes wegen die Versammlung. Die Veranstalter verwandelten diese in eine Vereinsversammlung, doch auch in dieser wurde eine Besprechung der genannten Vorfälle untersagt. Klofac streifte sie in seiner Rede. An der Versammlung nahmen kaum 2000 Personen Teil. Nach Schluß zog ein Trupp von etwa 50 jungen Burschen in die Havlicek-Gasse, wo sich das deutsche Konsulat befindet, und stießen einige Rufe aus. Die Kundgebung blieb völlig unbemerkt. Eine Verhaftung wurde vorgenommen. Vom Burenkriege. Lord Kit ch en er sieht sich nicht in der Lage, seinen Landsleuten die von diesen sehnsüchtig erwartete Festbotschaft, die Meldung von einem entscheidenden Erfolg der englischen Waffen, zu übermitteln. Im großen und ganzen stehen die Dinge in Südafrika nicht wesentlich anders, als vor Jahresftist. Die Burenführer sind heute so wenig entmutigt, daß sie, nach einer Depesche der „Daily News" aus Volksrust, anstatt einer Kapitulatton bei den letzten Beratungen die Fortsetzung des Krieges beschlossen. Ter Zweck der Zusammenkunft waren Pläne für ben tu eiteren Sommerfeldzug. Es wurden neue Angriffe auf Natal und die Kapkolonie beschlossen. Dewet soll durch die Drakensberge in Natal einfallen, während Botha von Norden her mit ihm operiert. Eine große Anzahl Buren erschien bereits nordöstlich von Volksrust, und General Plumers Korps hat fast täglich Gefechte mit ihnen. Infolge der Verräterei der Swazis sind Waffen, Munition und Proviant aus Europa über die Grenze an die Buren geschmuggelt, sodaß sie mit allem wohl ausgerüstet sind. Kein Anzeichen deutet auf baldigen Zusammenbruch des Widerstandes der Buren. Eine unerfreuliche Perspektive für Lord Kitchener! Es müßten denn die Flüsse Buffalo und Tugela dem englischen Oberkommandierenden zu Gefallen auch weiterhin solche Wassermengen mtt sich führen, daß die Ueberleitung größerer Truppenkontingente nur unter beträchtlichen Verlusten sich bewerkstelligen ließe. . . Von englischen Truppennachschüben größeren Umfangs verlautet nichts. Insbesondere vermißt man Meldungen über die Verschiffung von Kavallerieregimentern, ohne die Lord Kitchener nicht auskommen zu tonnen erklärt hatte. Mit den Fußtruppen, die die Ko- lonien dem Mutterlande in generöser Weise erneut zur Verfügung stellen, wird dem Höchstkommandierenden also nicht sonderlich gedient sein. Tie Aussicht auf Beendigung des Krieges, sowett die englischen Waffen sie herbeizuführen haben, ist nach alledem unverändert gering. Und es ist doch schon das dritte Weihnachtsfest, in oessen Frieden der Kampfeslärm vom dunklen Erdteil hereinklingt. Londoner Blätter melden aus Kronstaad vom 21. ds- M.: Major Mac Micking, der mtt neunzig Mann von Vredekort durch das Waatthal marschierte, wurd • HÄtzttch von dem überlegenen Feind angegriffen. Nach heftigem Kampfe wurden die Engländer auf die Bahnlinie zurückgeworfen. Zwei Offiziere und fünf Mann sind verwundet. — General Spens berichtet: 200 Mann berittener Infanterie, die in getrennten Abteilungen die Farmen im Beginderlijndistrikt in Transvaal absuchten, wurden von 300 Buren und 40 bewaffneten Eingeborenen unter Britz angegriffen und zum Teil überwältigt, ehe Spens Beistand leisten konnte. Die Verluste sin d schwer, Einzelheiten fehlen noch. Zlvei Offiziere sind schwer verwundet. — In der Oranjekolonie erreichten die Obersten Damant und Rimington, die parallel marschierten, Tafelkop. Bei Tagesanbruch am 20. Dezember überfielen plötzlich 800 Buren unter Botha Damants Vorhut und besetzten trotz tapferen Widerstandes das Kopje, das die Haupt in acht und die Geschütze beherrschte. «Sie hielten den Punkt jedoch nur kurze Zeit besetzt. Damant vertrieb sie aus der Stellung, bevor Rimington hinzukam. Die Verluste sind jedoch schwer. Ober st Damant ist schwer verwundet, zwei Offiziere und 20 Mann tot, drei Offiziere und 17 Mann verwundet- Oberst Rimington nahm die Verfolgung nachdrücklich auf und trieb die Buren über den Wilgefluß. Die Buren ließen 6 Tote zurück. Oberst Rimington nahm den Kommandanten Segler und 4 Mann gefangen. Später kam ein Bur unter dem Schutz der Parlamentärflagge und bat um die Erlaubnis, die Toten mitzunehmen; dies wurde gestattet. Siefen von englischer Seite natürlich höchst parteiisch gefärbten Berichten über diese neuesten, zweifellos nicht unbedeutenden Burenerfolge stehen aber doch auch wieder ein paar Mißerfolge gegenüber. Wie aus Standerton gemeldet wird, hat Kommandant Allenby in der Nähe von Balmoral ein Burenlager mit 100 Mann überrascht. Er machte 33 Gefangene, darunter befinden sich die Kommandanten Pretorius, Steenkamp, Minaar und Dupree. Außerdem erbeutete er 150 Stück Vieh und 40 Pferde. Das Lager stand unter dem Befehl der Kommandanten Wob marans, der einen Kundschaftsritt nach dem Süden unternommen hatte. Nach einer Meldung aus Kapstadt ist der Burenkommandant Haas-Broeck in Dorneberg getötet worden. — Die Kolonne Methuen hat das Kommando Pott- gieter überrascht. Der Kommandant konnte sich mit 60 Mann flüchten, aber seine Familie und die Papiere sielen in die Hände der Engländer. Lord Kitchener meldet aus Johannesburg vom 22. De- zember: Oberst Mackenzie griff oas Kommando Barend Smits im Distrikt Carolina am 19. Dezember an. Sechs Buren wurden getötet, 16 gefangen. Die Kolonne des Obersten Parks wurde im Nylstrom-Disirikt in der Nacht zum 19. Dezember von Müller-Frichaardt, der ein schweres Geschütz mitführte, angegriffen. Der Feind wurde zurück- geworfen und ließ 8 Tote und 3 Verwundete zurück. Britischerseits sind 7 Mann getötet, 6 Offiziere und 18 Mann verwundet.__________________ Das ^lsenbahttunglück iHiHttbeken. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Ergebnis der vom preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten an- geordneten kommissarischen Untersuchung von Ursache und Verlauf des Eisenbahnunglücks, worin es heißt: Der Blockwärter in Keimberg, der zwischen Paderborn und Altenbeken liegenden Blockstation, hatte vorschriftsmäßig das Blocksignal hinter dem durch- gefahrenen D-Zug auf „H a l t" gebracht, und in dieser Stellung geblockt. Etwa in der Mitte zwischen freimberg und der folgenden Blockstation Schierenberg erlitt der D-Zug durch Ueberfahren eines Pferdes einen Aufenthalt von 15 Minuten. Der Blockwärter in Keim berg, dem die Rückmeldung für den bei ihm durchgefahrenen D-Zug zu lange ausblieb, glaubte, daß der Bahnwärter in Schierenberg die Bedienung des Blockwerkes vergessen hatte, und erinnerte diesen an die Blockbedienung durch Wecker und Morseschreiber. Ter Blockwärter in Schierenberg beachtete die für die Sicherung der Züge bestehende einfache klare Vorschrift, wonach die Entblockung des vorher liegenden Blocksignals erst nach der Vorbei- ahrt des Zuges erfolgen darf, nicht, ging vielmehr unbegreiflicherweise ohne Weiteres auf die Aufforderung ein, stellte das für den vorschriftsmäßig abgeläuteten, vorgemeldeten D-Zug bereits gezogene Blocksignal auf „Halt" und bediente den Block. Hierdurch wurde das Blocksignal in Keimberg enkbloctt und dadurch der dortige Wärrer in die Lage versetzt, das nunmehr stellbar gewordene Signal für den nachfolgenden Per- onenzug zu ziehen. Da auch der Zugführer des D-Zuges e n t g e g e n s e i n e r T i e n st a n w e i s u n g v e r- äumt hatte, den haltenden Zug von hinten zu »ecken, fuhr der mit zwei Lokomonven bespannte Per- onenzua bei dichtem Nebel, der nur auf 50 Meter Aussicht juließ, auf die Druckmaschine des D-Zuges. Die vom „Reichsanzeiger" weiterhin gegebene Darstellung der Folgen des Unglücks entsprechen schon Bekanntem. Wie die „K. Bztg." meldet, ist eine unter den Trümmern befindliche unkenntliche männliche Leiche als die des Ta- lezierers Waldemar Kuoefel-Berlin festgestellt worden. Tie Identität einer unkenntlichen Kindesleiche ist noch nicht estgestellt. k Der Kaiser hat sich über das Eisenbahnunglück wiederholt Bericht erstatten lassen und Anweisung erteilt, daß zum Besten der trauernden H in t e r b I i e b e n e n ein Betrag von vorläufig 10000 Mark aus seinerPrivat- chatulle zur Verfügung zu stellen sei. Die Kaiserin-. wirdich ebenfalls in hilfreichster Weise betätigen, um dou schmerz der in Trauer versetzten wenigstens etwas zu lindern. der Schule, nämlich von einigen Damen ein Schaukelpferd und Schaukelschiff, von einem Freund der Sache ein festes, gutgebautes Karussell mit vier Plätzen. Nidda, 23. Dez- Am 21. Dez. fand hier im Kraft- sthen Saallxru die: Herbft-Generi-Versaunmlung Vorschlags-Kommission die Stadtverordneten S)r.| Gutflcisch, Heyligenslnedt, Petri, Schmall und Wallenfells^ swiedergewählt. An Stelle de§ verstorbenen Stadtverordneten Lcheel, der ebenfalls dieser Komnüssion angehörte, wurde. Stadtverordneter Jean Kirch gewählt. -— Die Vorschlags- Kommission in unserem Stadtparlament ist betreffs ihrer Thätigkeit etwa mit dem Senioren-Convent des Reichstages abgesetzt. w. Nidda, 23. Dez. Am gestrigen Abend fand die C h r i st b e s ch e r u n g der hiesigen Kleinkinder schule tatt. Es wurden reichliche Gaben, besonders an fertigen Kleidungsstücken, an gegen 70 Kinder verabreicht. Die An- spräche hielt der Vorsitzende des Vorstandes, Pfarrer Werner hier, anknüpfend an das Wort: „O du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit", indem er hinwies auf die Liebe, die uns erschienen und aufforderte zum Dank für diese Liebo Die Sonntagsschüler und die Schüler der Kleinkinderschule sangen Weihnachtslieder und erzählten die Festgeschichte, Nach einem an die Schwester gerichteten Dankeswort des Vorsitzenden begann die Bescherung unter dem in Lichter- glanz strahlenden Weihnachtsbaum, die große Freude brachte. Auch den Vorstandsdamen wurde der schuldige Dank von einigen Kindern ausgesprochen. — Seit einigen Tagen ist man eifrig mit Einfahren von Eis beschäftigt, das zwar noch nicht sehr dick, aber sehr hell ist. t. Burkhardsfelden, 22. Dez. Lehrer Wagner, der etwa ein halbes Fahr hier thätig war, nahm heute abend von seinen Schülern Abschied. Welche Liebe und Anhänglichkeit die Kinder für den rasch beliebt gewordenen Lehrer hegen, ersah man daraus, daß sie ihm einen hübschen Sessel zum Andenken überreichten. Auch brachten sre ihm einen Fackelzug dar. Nachdem die Schüler einige Abschiedslieder gesungen hatten, hielt Lehrer Wagner eine Ansprache, in der er für das ihm cntgegengebrachte Vertrauen dankte und seinen Schülern ein herzliches Lebewohl zurief. Burkhardsfelden verliert in ihm einen tüchtigen und begabten Lehrer; er wurde nach Villingen versetzt. o Darmstadt, 23. Dez. Die Rückkehr S. K. H. des Großherzogs von Kiel wird schon am Freitag abend erwartet. Es werden ihn seine Schwester und sein Schwager, das Großfürstenpaar Sergius, hierher begleiten. Aus diesem Grunde find größere Festlichkeiten vorgesehen. Am Neujahrstage findet die übliche Galafesttafel statt, zu der anläßlich des hohen Besuchs besonders zahlreiche Einladungen ergangen sind. Kurz darauf soll ein große? Hofkonzert stattfinden; außerdem sind zwei Hofbälle vorgesehen. Mainz, 23. Dez. Der Theaterdirektor Emil Steinbach hat an die Bürgermeisterei das Ersuchen gerichtet, ihn von seinem Vertrag mit Schluß der nächsten Saison zu entbinden. — Die strategische Bahn, welche von der Linie Mainz- Bingen bei Gau-Algesheim über Ockenheim nach Münster am Stein abzweigt, ist in ihrem Bau so rasch gefördert worden, daß die Bahn im kommenden Frühjahr schon streckenweise dem Verkehr übergeben werden kann. Vermischtes. * Falschmünzer. Die Görlitzer Polizer hob ein Falschmünzernest aus. Zwei Fälscher sind verhaftet worden. — In Hamburg verhaftete die Polizei zwer langgesuchte Falschmünzer, die falsche Thaler- und Zweimarkstücke anfertigten. * Mannheim, 23. Dez. Wie die „N. B. L." meldet, tödtete der seit einiger Zeit beschäftigungslose Schlosser- gesellc Unger heute mittag die 20jährige ledige Rosa Neuhold, mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, in ihrer Wohnung durch zwei Revoloerschüsse. Unger gab sodann zwei Schüsse auf sich selbst ab, verletzte sich ftdoch nur ungefährlich. Der Grund zu per That ist darin au suchen, daß ” Aus d» Büt.etm-ifte«.. In n.cht öfrntl^t ^umNutz-n (6et der letzten ^tadtverordneten-Vcrsammlung wurden m bie 7 - - - - • ~' -*•■*—*. des landw. Bezirksvereins Büdingen statt- Tert Vorsitz führte Pachter Hahn —Hof Tiergarten. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Ge s ch äft s b er i ch t ist hervorzuheben, daß die Mitgliederzahl tm ablaufenden Jahr 575 betrug, mit welcher der Bezirksverein Büdingen an der Spitze sämtlicher Bezirksvereinc der Provinz steht. — In erfreulichem Aufblühen begriffen ist die Haushaltungsschule zu Lindheim, die am 3. Januar ihren ersten Kursus pro 1902 mit einem Bestand von 23 Schülerinnen eröffnen wird; doch wird diese Anstalt aus dem Kreis Büdingen am wenigsten besucht. — Ein besserer Besuch wäre der landw. Winterschule zu Büdingen zu wünschen (gegenwärtig 22 Schüler); um Fühlung mit den abgegangenen Schülern zu behalten, beabsichtigt der Vorsteher der Schule einen Verband ins Leben zu rufen, und wird eine diesbezügliche Versammlung ini Monat Februar in Nidda abgehalten werden. — In der Diskussion wurde u- a. dem „Büd. Allg. Anz," zufolge, Klage geführt über mangelhafte Entwässerung und Bewässerung des sich von Büdingen nach Düdelsheim—Lindheim ziehenden Wiesengrundes. Sodann hielt Regierungsrat Boeckmann-Büdingen einen Vortrag über „frei- nillige Ve.s chcrung nach d m Jnvalidenversicherungsge,etz" Ter Vortragende gmg von der gesetzlichen Bestimmung au?; wonach jeder noch Nicht 40 Jahre alte, noch erwerbsfähige und noch nicht invalide Landwirt, welcher nicht regelmäßig mehr als 2 Lohnarbeiter beschäftigt, befugt ist, freiwillig in die Versicherung einzutreten. Er verbreitete sich über die verhältriismäßig geringen Kosten (Beiträge), die aus der Beitragsleistung erworben werdenden Ansprüche (Invalidenrente, Altersrente), verwies auf die Wartezeit, das Erlöschen der Anwartschaft, die Krankenfürsorge, (Krankenrente, Uebermahme des Heilverfahrens), die nicht empfehlenswerten Beitragserstattungen (bei Heiraten weiblicher Per- sonen) und verglich die Leistungen der Reichsversicheruno gegenüber solchen von Privatversicherungsanstalten. Aus den voni Redner gemachten Zahlenangaben sind folgende als Beispiel für die Zweckmäßigkeit einer freiwilligen Versicherung anzuführen: Bei einer Versicherungsdauer von 10 Jahren und jährlich 50 Wochenbeiträgen wird die Summe der bezahlten Beiträge betragen in Lohnklasse II gleich 100 Mk. und die jährliche Invalidenrente 150 Mit, in Lohnklasse V gleich 180 Mk. und 210 Mk., in 25 Jahren in Klasse II: 250 Mk. Gesamtbeiträge und 195 Mk- jährl. Rente, in Klasse V 450 Mk. Gesamtbeiträge und 300 Mk- jährliche Rente, in 50 Jähren in Klasse II: 500 Mk. und 270 Mb jährliche Rente, in Klasse V 900 Mk. und 450 Mk- Sodann hielt Rechtsanwalt Link-Nidda emen Vortrag über die „Gesindeordnung" in der neuen Fassung. Besonders ein- gehende Besprechung fand unter Anführung zahlreicher Beispiele der Dienstvertrag: sein Zustandekommen und seine Dauer, die Kündigung und die Fürsorgepflicht. Hervorzuheben ist die Mitteilung, daß es ein Irrtum sei, anzunehmen, ein Mietvertrag sei nicht Perfekt, wenn der Miet- thaler nicht bezahlt worden sei. Dieser bilde höchstens ein Beweismittel für den Abschluß des Vertrags. Beim Mieten eines Dienstboten sei die Vorsicht nicht außer Acht zu lassen, sich immer über das Alter der Dienstboten zu erkundigen Bezüglich der Frage der Versicherung ausländischer Arbeiter faßte die Versammlung hierbei einen auf Veranlassung der Aenderung der in Hessen bestehenden Bestimmungen abzielenden Beschluß. Ein Antrag des Bürgermeister- Klink-Calbach in Sachen der Schweinezucht wurde md Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit von der Tagesordnung Heute liegen schon wieder Meldungen von, glücklicher- weise kleineren, Eisenbahnunfällen vor. In der Nacht vom 22. zum 23. d. M. st i e ß in der Nähe der Station Cwstrng in Steiermark ein Personenzug mit einem Lastzüge zusammen. Drei Wagen des Personenzuges und neun Wagen des Lastzuges wurden beschädigt. Ernstliche! Verletzungen erlitt nur der Lokomotivführer des Personenzuges. — In Berlin wurden durch einen Vorortzug am 22. d. M. drei Streckenarbeiter überfahren und schwer verletzt. Aschaffenburg, 22. Dez. Gestern fuhr em Gut er- z u g infolge falscher Weichenstetlung auf ein stumpfes Geleise. Die Maschine wühlte sich tief ein, verschiedene Wagen vergleichbar. । - Weihuachtsschnee. Fehlt zu Weihnachten der Schnee, : dann fehlt etwas, das gerade diesem sagenumwobenen einen eigentümlichen Reiz giebt. Schon schien es, als ob die Erde ihr kahles Gewand auch an diesem Weihnachtsfeste behalten wollte. Da begann es heute morgen lustig zu schneien, und bald hatte sich die Erde mit einem weißen Kleide bedeckt. Noch schneit es immer lustig weiter, und wenn sich in der , , , , kommenden Nacht etwas Frost einsrellt, dann dürfte es wohl entgleisten, und ein Bremser wurde stark verletzt. Der ^glich sein, daß wir in den Festtagen eine Schlittenpartie G e s a m t s ch a d e n wird etwa 9000 Mark betragen. unternehmen können. Nassau, 21. Dez. Auf der Strecke oberhalb der Oktroi. Bei der Erhebung und Kontrollrerung Station fuhr gestern abend der Schnellzug 6.^ Uhr städtischen Oktrois hat die Großh. Bürgermeisterei im auf einen schwe r en -stein. Dre Maschine wurde be- Rufenden Jahre zwei A e n d e r u n g e n eintreten lassen, schädigt. Sonstige Verletzungen smd nichtvorgekommen. V Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom Wie der Stein auf die Schienen geriet, ist noch unauI=' I g-ebruar wurde den Gewerbetreibenden mit ständiger geklärt. Wiederausfuhr oktroipflichtiger Gegenstände gestattet ihre .. s k I Oktroi-Rückvergütungsansprüche auf Grund der Anschreib- Aus Ullwt uns Kano. Inn gen in den Versandtbüchern zu beantragen. Von dieser Begünstigung haben bis jetzt 24 Gewerbetreibende G-- (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlich en Origmal-Nachrich ten H^uch gemacht, die vom Vorführungszwang an den ist nur unter genauer Quellenangabe: „Greß. Auz. geftattet.) £ftrD^<5e[)e^cften entbunden worden sind Vom 1- Januar Gießen, 24. Dezember 1901. 11902 ab findet die Erhebung des Oktrois von Getränken " U°b-r die Trennung bet Eh-.des Kroßher,.glichen P°°-°- E Mtmte (eitljer « L durch das Großh. Oberlandesgencht wird uns heute I^idu statt: Die mit der Eisenbahn eingehenden oktroi- Darmsta dt geschrieben: pflichtigen Gettänke sind sofort bei der Einfuhr vom Der Senat, dem die Angelegenheit vorlag, trat am Samstag die Stadt von den Empfängern oder deren vormittag 11 Uhr unter dem Vorsitz des Senatspraw enten ^d)afcrl Q3eaUjtraq4.en (Spediteuren, Dienstmännern, Dienstboten und ä*ä*äX SÄ t. ÄW6,ÄÄ °° und Dr Werte. Die Staatsbehörde vertrat Generalstaatsanwalt I Meldung auch sofort bewirken können, und somit den Dr. Schlippe Exz., Rechtsvertreter S. K H. des Großherzogs war Empfängern weitere Bemühungen erspart bleiben, würde Justizrat Schmeel I., der I. K. H. der Großherzogin Justrzrat L,Ä -id empfehlen, daß die Interessenten von den Absen- Kleinschmidt. Das Urteil lautete: „Die Ehe des Eroß-» in Spalte 5 der Frachtbriefe Liter- oder Flaschenzahl Herzogs wird als vom Bande getrennt e r k l ar LI . vermerken lassen sMygaaMvasnEW »-s-m» „Darmst. Ztg" bekannt. . I finden tn den Vier Jahreszeiten große Spezialitaten-Vorstell- ** Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Oktroi-1ungen statt, u. a. werden die große Heiterkeit erregenden Aufseher Dornbusch in Mainz das Allgemeine Ehrenzeichen»Kouplets „Ohm Krüger" und „Rentier Bliemchcn in Tirol" mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. ivorgetragen. Boni 1. Januar ab konzertiert das Damen- ** Ernennungen. Der Großherzog hat den Notar!Konzert-Ensemble „Hamnionia", Direktion: W. Mackens, in Hallwachs in Darmstadt zum Mitgliedc des Disziplinär-Lokal. (Alles Nähere siehe im Inseratenteil.) Hofes für Notare für die Zeit bis zum 31. Dezember 19021 »» giuc förmliche Jagd nach Ehristbäumen herrschte gestern ernannt. — Ernannt wurden ferner die Gerichtsschreiber- der Stadt. Die Händler hatten ihre Vorräte vollständig Aspiranten Schauß in Mainz zum Hilfsgerichtsschreiber bei verkauft und sich in du Umgegend begeben, um neuen Vorrat dem Amtsgericht Mainz mit Wirkung vom 1. Januar 1902, heranzuschaffen. Als der Händler am Seltersthor nachmittags Uhrig in Darmstadt zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem gegen 6 Uhr mit einem großen Transport schöner Christbäume Amtsgericht Darmstadt 11 mit Wirkung vom 2. Januar 1902, wieder eintraf, hatte sich bald wieder eine große Menschen- Ruppel in Friedberg zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem menge angesammelt, die Christbäume kaufen wollte. Teil- Amtsgericht Friedberg mit Wirkung vom 3. Januar 1902,1 weise kam es sogar zu einem Faustkampf um den Besitz eines Hetterich in Wörrstadt zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Baumes. In kaum einer Stunde war der ganze Vorrat Amtsgericht Mainz mit Wirkung vom 3. Januar 1902. — verkauft. Ernannt wurden der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in ** $tt Amerika verstorbene Hessen. Konrad Kabel aus Laubach Eckel zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Darmstadt, gest. in Hesgeker (Ont.), 88 Jahre alt. — Adam Friedberg mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Orth aus Lützel-Wiebelsbach, gest. m Dayton (Ohio), Nachfolgers und der Bezirksfeldwebel in Friedberg Feiling gz Jahre alt. — Gertrude Grube aus Mit-Lechtern (bei zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Lacibach mit Lindenfels), gest. in Springfield (O.), 56 Jahre alt. — Kon- Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an. — Der Groß- rab Miller aus Eichenroth, gest. in Syracuse (N.-Y.), Herzog hat den Kammerjunker und Ministerialsekretär Leo- gg Jahre alt. — Georg Jung aus Dahlheim, gest. in pold v. Werner zum Kammerherrn ernannt. Syraeuse (N.-P.), 61 Jahre alt. — Katharina Siemon, ** Das Regierungsblatt Nr. 75 enthält ein Gesetz, betr. Gräf, gest. in Chicago (Jll.), 29 Jahre alt. Len 5. Nachtrag zum Gesetz vom 15. November 1890, die ** Zu Gunsten der Buren sind bei der hiesigen Herstellung weiterer Nebenbahnen betreffend. Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes weiter eingegangen: *• Leichen für die Anatomie. An dem anatomischen In- Mk. 155 durch Herrn Dekan Strack, 2^ Sammlung aus der ftitut der Landesumversität herrscht gegenwärtig großer ^ongel 8 LMre©Jienfürbie Buren «n Demonstrations-Leichen. Das Ministerium des ^nncrn 3 |Q Alldeutsche Verband Ortsgruppe Gießen, gern llhat nunmehr die Verwaltungsbehörden zu einem Ausschreiben Die Ortsgruppe hat bisher Mll 2388 gesammelt -an sämtliche Bürgermeistereien des Landes veranlaßt, wonach ! an die Hauptsammelstelle nach Berlin abgeliefert. Von die letzteren auf die Innehaltung der bestehenden Bestimm- ^^rt an werden die Beträge durch Geistliche, Konsuln und ungen, nach denen Leichen von unbekannten Selbstmördern crvdere Vertrauensmänner verteilt. Zur Linderung des In, f. w. der Landesuniversität Gießen übermittelt werden furchtbaren Elends genügt die bisher zusammengebrachte müssen, aufmerksam zu machen sind. I Summe von Mk. 370 000 bei weitem nicht, weshalb wertere " Za der Staatsprüfung für das Justiz- und Verwaltungs- Gaben dringend erwün,cht srnd. fadi, die unter dem Vorsitze des Generalstaatsanwalts Schlrppe ~ ** BahnproM Lrch-Butzbach. Cs geht uns folgendes hier abgehalten wurde, hatten sich 31 Accessisten gemeldet. Schreiben zu, um deßen Ausnahme wir gebeten werden: iet traten vor bet schrien Ä»9 zurück; b.e übngen Ä LrL"Ld'^^ 27 Kandidaten haben das Examen bestanden. Ken Ledingtlngen des Zustandekommens unter Ziffer 4 aufgesührt: •• Mililärdienstnachrichten. Zum Leutnant der Reserve ^er gesamte 'zum Betrieb der Bahn notwendige Grund und Boden -wurde befördert der Vizeseldwebel Stammler (Sohn des wird unentgeltlich und kostenfrei als Eigentum der Bahnbaugesell- kiesigen Oberpostsekretärs Stammler) beim 3 Großh 3nf. bet®en, Regt. Nr. 117 in Mainz. Zum Oberarzt befördert rauröe KP bic DOn bcr Bahn durchschnittenen Gemeinden :c. rechtlich ver° der Assistenzarzt der Reserve Dr. Gleim (Gießen). pflichtet seien, das erforderliche Bahngelände unentgeltlich zu stellen. Weilmacbtsfeicr. Gestern nachmittag beging in der I Die Vertreter der unterzeichneten Gemeinden unb, Gemarkungen yohanneskirche die S °NN tagssch ule der Iohanncs-1scheu sich -er-nl» d°mKgenübep,u,°tklat-n^^a!Z sie biqe 41e» lg emeinde ihre Weihnachtsfeier. N t Liedes „Vom Himmel hoch da komm ich her" hielt Ober- Stad?Lich. Pfarrer Dr. Naumann die Liturgie und richtete ein Ein-l ileitungs- und Grußwort an die Kinder. Dann trugen eine t ----- » Anzahl °°n Sonntogsschiil-rn unb -inen Bnbluch und mußte ins JoAnn-Friedrich- weise Bibelsprüche oder an Spruche der heiligen Schrift pch gebracht werden. — Die Eisbahn auf dem sog. -anlehnende Gedichtchen vor, die einen Abriß der HeilZgeschichte ^Lersee lockte seither viel- Schlittschuhläufer auf ihre ^bildeten. Von den Vorläufern Christi, den Propheten, und prächtige Fläche; der Vorstand des Eisvereins hat dem iben übrigen Friedensboten, führten sie un§ nach Bethlehem, I Stadtvorstand das Anerbieten gemacht, den Stadtschülern dem Geburtsorte des Friedensbringers, dem die Weisen aus dem unter Aufsicht ihrer Lehrer die Benutzung der Eisbahn Morgenlande anbetend huldigen, für nn§ ein Vorbild in der gegen eine kleine Vergütung aus der Stadtkasse zu be- Anbetung de? Gottessohnes, aber auch in der Freude über das willigen, es fand sich aber hierfür keine Mehrheit im uns bescherte Heil. Darauf hielt Dr. Naumann eine tief zu Gemeinderat. — Ju rn öc!i:e tn ^e9te öuJ b-er efeten br ^wier, .oic ^“wÄ^fÄaitaberein unter ftine^Lestuug' ©abe des Christuslindes die Kinder zur stillen Sammlung! ~ ^tzter Zeit verbreitete sich hier rasch die Kunde, führen müße zu Hause wahrend der Festtage, und wie die paß Gymnasiatdirekt'or Balser als Direktor nach Worms Eltern darauf sehen müßten, daß den Kindern auch nach dem x^mme, doch glaubt man, daß dies zum mindesten ein Feste der Segen des Christfestes erhalten bleibe. Hieran arg verfrühtes Gerücht sei. — Am Montag vormittag beschloß sich nach Austeilung der Weihnachtsgaben abermals gann hier ein starker Schneefall, sodaß es auch in 'ein Vortrag einiger Kinder, der den Dank für das höchste der Natur weihnachtlich geworden ist. Hier finden eine Weihnachtsgeschenk und das Gelübde der Treue zum AuS- ganze Anzahl größerer B e sch eru n g e n statt, wir nennen druck brachte. Mit dem Gesänge des Chorals „Lobet den besonders die der Kleinkinderschule und di,e für arme Herren" ickloü die erbebende Feier Kinder, wofür in den letzten Wochen rm Schloß von Frauen 6 .. 9 nickt »kk-ntlick-t e.hunn I und.Jungsrau-N -isrig genäht morben tft. Die Klemkmder- ile der Rabannes - t seheii sich veranlaßt, oemgegenuver z»r ematen, oay pXosA-nn dpL pflichtunq zur Zeit nicht für sich anerkennen können. Nach dem Gesang des 0id, ben 22. Dezember 1901. ... x-.-xl i Gemarkung Colnhaiisen. Gemarkung Arnsburg. Gemarkung Hof-Güll." i Laubach, 23. Dez. Bei dem neuen Vahnbau Tendenz: still. ■ Grossartige Erfindung! Von vielen Aerzten und Spezialisten aufs wärmste empfohlen Wetter Z Bed. Himmel Wellen Ei, der Bin WstthM Pulvermühle. 05113 lQ IkrlWfiifs mrai 2 2 4 rm rm 187 2 3500 3Vt6/o 30/, S'/.O/o 3°/o 37)1% werden: 41 rm 47 rm 48 rm . . 101.15 . . 90.50 . . 100.15 . . 90 25 . . 98.60 . 101.20 99.30 . 100.00 . 99.85 . 89.15 . 26.90 . 27.— . 101.20 i 42.30 Reichsanleihe do. Konsole do . . Hessen S'/o Mexikaner 4V8/, Chinesen Electric, bot ackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresd n *r Bank . Ber iner Handelsgcs Oesterr. Staatobahn Lombarden . « Gotthara bahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . Hostversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 30. Dezember 1901, vormittags 9‘1 Uhr be- giuueud, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikten Reuhege und Haiugcsbode», versteigert befürchtet. Rom, 24. Dez. Wie verlautet, hat die Königin Alexandra von England Schritte unternommen zum Ankauf der Villa San Martino auf Elba. Nizza, 24. Dez. Während der Eisendahnsahrt von hier nach Monte Carlo wurde die aus der deutschen Schweiz gebürtige 20jährige Hirsbrusmer ermordet und^ beraubt. Die Leiche wurde mit ab geschnitten em Kops auf den Schienen in der Nähe von Ezee aufgefunden. Safet, 24. Dez. Die Delegierten der zionistischen akademischen Jugend beschlossen in ihrer gestrigen Konferenz in namentlicher Abstimmung mit 37 gegen 2 Stimmen bei 10 Stimm-Enthaltungen die sofortige Gründung einer demokratischen Fraktion innerhalb der allgemeinen zionistischen Organisation im Geiste der von der programmatischen Fraktion ausgearbeiteten Grundsätze. Triest, 24. Dez. Nach Blättermeldungen soll sich der englische General Buller seit mehr als einer Woche in Gravosa bei Ragusa aufhalten. Prag, 24. Dez. Der in Frankfurt a. M. im Engagement stehende Tenorist Ottomar Marschack wurde hier verhaftet, weil er dem hiesigen tschechischen Landes-Theater gegenüber kontraktbrüchig geworden war. Lemberg, 24. Dez. Nach hier eingetrosfenen Meldungen haben vor einigen Tagen in Moskau arge Tumulte gegen das dortige deutsche Konsulat stattgefunden. Erne große Menschenmenge sei vor dem Konsulat erschienen, habe das Schild heruntergerissen und in unflätiger Weise besudelt. Bis jetzt habe die deutsche Regierung wegen dieses Vorfalles noch nicht reklamiert . Schlittschuhe. Kinderschlitten. Eiserne Kassetten. H Stoöen, Aauöeschläge, Werkzeuge, Vogelkäfige Ofenschirme. Kohlenkasten. Bügeleisen. Kittrratur, Wissenschaft und Kunst. — Man berichtet ausKöln: Dem ersten Teil von Björnfon's .„Ueber unsere Kraft" ist nun auch der zweite gefolgt. An zwei aufeinanoerfolgenden Abenden gelangte das ganze Doppel- prama mit sichtlich tiefer Wirkung zur Ausführung. 396 Hessen . . . . 496 Oesterr. Goldrente 4* s96 Oesterr. Silberrente 49» Ungar. Goldrento . 4°/ Italien Rente . . 47,96 Portugiesen . . <•/ Portugiesen . . . 196 0. Türken . . . Türkenlose..... 4% Grieoh. Monopo I-Anl 47,96 äussere Argentiner Eichen-Scheitholz, oraüel- Eichen-5knüppelholz, Naoel- „ Birken- » . 25.25 . 86.75 . 98.25 * 205*70 . 179.70 . 125.00 . 127.80 . 139.00 . 14200 . 19.00 . 164.00 . 184.80 . 171.75 . 160.00 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. die Eltern der Getödtcten gegen einen Verkehr ihrer Tochter mit Unger waren. * Marseille, 23. Dez. In dem Torfe Gignac wurden während des Mittagessens vier Personen vom Blitz erschlagen. * New-York, 23. Dez. Einem Telegramm aus Zacatecas (Mexiko) zufolge ist dort eine Markthal le niederg ebrannt. 15 Todte sind aus den Trümmern hervorgezogen worden. Man glaubt, daß noch mehr unter denselben gefunden werden. Wagen und Gewichte. Knpserkessel. Rübenmühlen. Waschmaschinen, Wangen. Wringmaschinen. Fleischhackmaschiuen. Laterne«. Wurst-Füllmaschiuen. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. KMeisch 52 M Die Freibank bleibt heute, am 24. Dezember, bis 7 Uhr geöffnet. 79 rm Nadel- Die Zusammenkunft ist an Grünbergerstraße am Waldein- Emil Pistor Nchf., Giessen Alleiu-Nerkauf der Original Arischen Sesev. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 31., 24. Dezember. Entlaufen große deutsche Dogge, gelbbraun, aus „Cäsar" hörend, trägt Halsband mit Inschrift .Corps Guest- phalia". Wiederbringer Belohnung. W. Geißler, stud., 8350 Bahnhofstraße 48, Hlj Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. giel, 24. Dez. Auf schreckliche Weise verunglückte in letzten Nacht der Torpedomaat Krause. Er stieg auf das Dach eines Hauses, sprang von dort auf das Dach des Nachbarhauses und geriet auf ein Glasdach. Dieses zerbrach und der Maat stürzte 4 Stockwerke tief herab. Er war sofort tot. Stuttgart, 24. Dez. Selbstmord verübte der Privat- dozent der Stuttgarter Technischen Hochschule, Dr. Pfeiffer, indem er sich während der Nacht in seiner Wohnung wrltelst Revolvers erschoß. Der Verstorbene scheint die Thal in einem Anfall von Schwermut verübt zu haben. Er war erst 27 Zahre alt. Liverpool, 24. Dez. Eine in einem Tunnel der Lrver- nooler elektrischen Bahn aufgestapelte, mit Kreosot getränkte Menge Bahnschwellen fing gestern Abend Feuer. Der Tunnel war bald ein prasselnder Glutofen, erfüllt mit erstickenden Dämpfen. Ein mit Passagieren dicht besetzter Zug fuhr hmeru und geriet in Brand. Man glaubt, daß auch ein zweiter Qu 6 in die Katastrophe verwickelt wurde. Bisher wurden sechs Leichen herausgeschafft. Der Gesamtverlust ist noch nicht ^^Aiverpool, 24. Dez. Das Feuer im Tunnel entstand durch Schmelzen der elektrischen Einrichtung des gegen ■gn Hautansschläge nnd Flechten sowie gegen Risse in den Händen, alle <■ Haar- und Bartkrankbeiten wirkt in allen Fällen unter Garantie „Obermeyer’s Herbaseife*. U. A. schreibt Herr Dr. med H. in D , Spezialist für Hautleiden, unterm 20. Mai 1901 (notariell beglaubigt): „Obermeyer 8“ Herba-Seife Ist von mir in vielen Fällen von Hautausschlägen1 ,,zur Anwendung gekommen und war der Erfolg geradezu über- „raschend“. „ , Dr G i. L.schreibt(7.10.01): „Mit Obermeyer’s Herbaselfe“ „habe ich recht gute Erfolge bei chronischem, besonders“ „trockenem Excem erzielt“ u. s. w. u. s. w. 7442 Bestandteile: 90»/t Seife, 2% Salbei, 8°/0 Armca, l,5°/0arab. Wasserbecherkraut, 3,5 /0 Harnkraut. Zu haben per Stück Mk. 1.25 in Apotheken und Drogerien oder durch den Fabrikanten J. Giotn, Hanau a. Main. . Auch zu haben in der Löwen-Drogerie, bei H. Tichy, Parfümerie, Seltersweg 48, A. Welz, Parfümerie, Seltersweg 2, Aug. Noll, Drogerie z. roten Kreuz, Otto Schaaf, Drogerie. 3400 „ Nadel- „ 20 rm Eichen-Stockholz, Hasensklle, Edel- und Steinmarder-, Jltis- unb Kuchsfelle kauft au hohen. Preisen die Kürschnerei 7738 A. Kretzschmar, zwischen Markt- und Kirchenplatz. 8361] Best. Kind, auch diskret, wird von kinderl. Ehepaar, Mitte 40er I., für eigen angenommen. Kleine Vergütung (4- bis 500 Mk.) gewünscht. Näh.W. 2., Geschäfts- sührer,Eisen achLangensalzaerstr.8 Krieskasten der Redaktion. («nouhmc Anfragen bleiben unberücksichtigt.) B. In einem gleichen Falle ist s.Z. Berufung an das Reichsgericht verfolgt worden, doch erklärte sich dieses für unzuständig. Es ist deshalb kaum möglich, auf Ihre läppische Anfrage eme objektive und treffende Antwort zu geben, da eben fein Prazedenz- sall vorhanden ist. Doch darf man aus dem angeführten Fall wohl schließen, daß das Urteil nicht unmittelbar nach Fällung Rechts- 'krasr erlangt. groß. . c London, 24. Dez. Aus Buenos Ayres wird gemeldet: Präsident Rocca hatte gestern eine längere Unterredung mit dem Vertreter Chiles. Der Empfang war sehr kühl. Die Unterredung wurde in sehr gereiztem Tone geführt. Der Präsident kritisierte heftig die Handlungsweise Chiles. — Die Kammer nahm einen Gesetzentwurf an, der die Einfuhr von Pferden und Maultieren verbietet. — „Daily Mail" meldet aus Brüssel: Krüger sei bereit, Friedens-Unterhandlungen zu führen und englische Bevollmächtigte in Utrecht zu empfangen, falls England Konzessionen machen wolle. Einflußreiche Burenführer, namentlich Wolmarans und Wessel sind der Ansicht, daß der Krieg bald beendet sein müsse. — Der Gesundheitszustand der Königin hat sich bedeutend gebessert. Paris, 24. Dezember. In Arles finden seit einigen Tagen große klerikale Kundgebungen statt, well auf Anordnung des Gemeinderats sämtliche auf Plätzen und Straßen stehenden Kreuze beseitigt wurden. Am Sonntag kam es zu Ausschreitungen der erregten Menge, wobei mehrere BMte-m-wEg b-srnd-t! Alleinverkauf des „Deutschen Aörster Hfm« sich Argentinien in über aus bedenklicher tvrrt- (Hrötztes Laaer in Oefeu und Kochherden, schastlicher Lage. Besonders übel seien die Italiener! - -• - ...... daran Viele Firmen standen vor dem Ruin. Zugleich mit dem Ausbruch des Krieges werde auch eine Revolution gang. Gießen, den 23. Dezember 1901. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 8363 Bekanntmachung. In das hiesige Genossenschaftsregister wurde heute eingetragen : Als neues Vorstandsmitglied der Spar- und Dar- lehnskafse Langsdorf, e. G. m. u. H., wurde der Landwirt H ernrich Wenzel V. in Langsdorf gewählt. 8378 Lich, den 21. Dezbr. 1901. Großh. Amtsgericht. Unioersttats Nachrichten. »Slu, 23. Dez. Dr. Simar empfing gestern die Professoren der katholisch-theologischen Fakultät Bonn, um ihnen mitzuteilen, daß auf seinen Antrag der Papst der genannten Fakultät das Recht der Doktorpromotion erteilt habe. — Dre theologische Fakultät der Universität Riel hat den Unterstaalssekretär un Handelsministerium Lohma nn für seine Verdienste um die Sonntagsruhegesetze zum Doktor der -rheologie honoris causa promoviert. — Man schreibt aus Heidelberg: Tie hiesige und die Freiburger medizinische Fakultät sprachen sich, von der Regierung um ein Gutachten ersucht, mit Entschiedenheit gegen die Einrichtung homöopathischer Lehrstühle aus und die Senate der beiden Universitäten schloffen sich dem am Daraufhin eröffnete die Regierung dem Landesausfchusz der badischen homöopathischen Vereine, dessen Petition die letzte 2. Kammer ihr zur Kenntnisnahme überwiesen hatte, daß diesem Gesuch keine Jol g e gegeben werden könne und ebenso wenig dem Antrag auf Zulassung der homöopathischen Heilmethode in den dem Unterricht dienenden akademischen Krankenhäusern. — Ter o. Professor der Nationalökonomie an der technischen Hochschule zu Karlsruhe, Dr. Walther Trö lisch, früher m Tübingen, erhielt einen Ruf auf das durch Karl Rathgen's Weggang nach Heidelberg erledigte, inzwischen durch den Greifswalder A&jtraorbinariuä Schmoelle kommissarisch verwaltete Ordinariat an der Universität Marburg. ---- Detailpreis per Stück 6 Pfennig er °Pez„ , ‘■T™ r»r| frhiiililar Vorstenlanden - MadaiCigarre Preisermässigung. s Marktoiatz s. Höchste Temperatur am 22. bis 23. Dez. 4- 2,1° C. Niedrigste „ „ 22. „23. „ 0,1° C. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Alten-Buscck für das Jahr 1902,03 liegt vom 25. Dezenrber L I. an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau zur Einsichtnahme der Interessenten offen. Alten-Buseck, den 24. Dezember 1901. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. ____________ Körber. ____________8364 Heneral-Iersammlüng der GießenerVieh-Assekuranz Samstag den 28. Dezember, abends 7*/i Uhr, im Gasthaus zum Schwanen, Wallchorstraße. Taaes-Ärdrnrng: Rechnungs-Abhör. — Vorstandswahll 8375 Der Vorstand. Arbeiterbewegung. Mailand, 23. Dez. Die Angestellten der staatlichen T a b a k - Manufaktur drohen mit dem Ausstand, wenn nicht sofort Gesundheitsmaßregeln getroffen würden. Am letzten Samstag haben nämlich 22 Zigarrettenarbeiterinnen durch Nicotindampse Vergiftungsanfälle bekommen; es gelang nur mit Muhe, sie ins Leben zurückzurufen. Die Arbeiter verlangen sofortige Ab- stellung dieser Zustände. ______________________ Sport. ** Geweihausstellung. Vom 18- bis 23. März 1902 wird gelegentlich ber Halhahresversammluna des Vereins hirschgerechter Taunusjäger in Frankfurt am Main eine große Geweih-Ausstellung mit Prämiierung -ftattfinben. Es gelangen zur Ausstellung Jagdtrophäen, im ^n* unb Auslanb, erbeutet von Mitgliebern bes Vereins und von Einwohnern der Provinz Hessen-Nassau und des Großherzogtums Hessen. Zuges, der völlig ausbranule. Fünf von den beim Brande Um- gekommenen waren Bahobeamte, der sechste war ein Knabe. Um 1 Uhr 45 Mia war das Feaer gelöscht. Zwei leere Züge, die auf dem Nebengeleffe standen, verbräunten ebeafalls. Auch die Bahustation wurde größteuteils zerstört. Sidney, 24. Dez. (Reuter.) Der Kapitän deS Lloyd- Kämpfers „Pnnzregeut Luitpold" wurde zu einer Geldstrafe von 10 Pfund verurteilt, weil er in Nichtbeachtung der australischen Zollgesetze auf der Fahrt von Melbourne nach Sidney zollamtliche S egel verletzte. Er hat Revision eingelegt. Washington, 24. Tez. (Reuter). Die amtlichen Be- Horden find sehr zufrieden damit, daß die chilenisch-argentinische Streitfrage dem Schiedsgericht Englands unterbreitet werden soll. Peking, 24. Dez. Gestern wurde ein griechischer Kanfmann vor se.nem Laden im Gesandschaftsviertel er- mordet aufgefuuden. Berlin, 24. Dez. Es steht wohl außer allem Zweifel, so schreibt bie „Rat. Karr.", baß bie Wreschener Angelegenheit im preußischen Abgeordnetenhause seitens ber Polen bei erster Gelegenheit angeschnitten wirb, ©obalb bies geschieht, bürste bie Regierung in ber Lage rein, Beweis-Material bafür zu erbringen, wie bie stellenweise bis anLanbsriebensbruch heraureichenbe polnische Bewegung mit Bezug auf bie Wreschener Vorgänge wesentlich von auswärts in bie Provinz hinern- getragen würbe. Posen, 24. Dez. In Klasse 2b ber Wreschener katholisch en Schule antworten nur noch vier Kinber im Religions-Unterricht deutsch. Ein beutsches Mädchen wurde wegen seiner deutschen Antworten wörtlich und thätlich von Mitschülern beschimpft. In Krotoschin verweigern 10 Schüler unb Schülerinnen im Religionsunterricht beutsche Antworten. Auch bort finben Beeinflussungen von außen her statt. In Posen sinb ebenfalls mehrere Fälle biejer Art vorgekommen. Gerüchte über weitergehenbe Ruhestörungen dagegen sinb nach zuverlässigen Mitteilungen unrichtig. Paberborn, 24. Dez. Bei ben Aufräumun gs- arb eiten hat sich noch eine Menge menschlicher Körperteile aufgefunden, Arme und Beine, deren Zusammengehörigkeit bisher nicht festgestellt wurde. Man hat diese Leichenteile in eine Kiste verpackt und vorläufig hierher übergeführt. Die Leiche des verunglückten Kindes ist noch nicht agnosziert. Man weiß selbst nicht, ob es ein Knabe ober ein Aiädchen ist, ba nur bie Beine noch vorhanben sind. Der Andrang des Publikums aus der Nachbarschaft ist Dezember Barometer auf 0° redrrziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit -e 'S r ZL s 8 23. 226 740,2 + 1,0 0,3 4,4 89 23. 926 741,4 + 4,2 90 sw. 24. 724 736,6 — 0,3 4,1 90 & Weihnachts Frau D. 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