Nr. 351 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 35* Oktober 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulst ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprcchanschlußNr.51. GiehenerAnzeiger Seneral-Anzeiger w Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen Annahme von Anzeige« au der für den folgenden Sag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt- lungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witt ko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Politische Tagesschau. Dr. Müller-Sagan und Herr v. Tirpih. Ter Streit dauert fort, ob der Marinestaatssekre'tär v. Tirpitz die ihm vom Abg. Müller-Sagan (freis. Volksp.) zugeschriebene Aeußcrung gcthan hat, bezüglich des Zu- sammenhangs zwischen Flottenvermehrung und Freihandel. Herr v. Tirpitz hat persönlich zur Sache noch nicht Stellung genommen; die „genaueste Information", auf Grund deren die „Post" versicherte, der Staatssekretär habe die Aeußer- ung nicht gethan, dürfte aber aus dem Reichsmarineamt herrühren. Nun erscheint Dr. Müller-Sagan aus dem Plane und konstatiert, daß am 25. Oktober 1899 zwischen vormittags 10 Uhr und 2 Uhr nachmittags Herr v. Tirpitz wiederholt und nachdrücklich ihm gegenüber betont habe, daß jeder neue Panzer und jeder neue Kreuzer ein neues, Schwergewicht bedeute in der Wagschale zu Gunsten des Freihandels. Die Zeitangaben sind allerdings überaus präzise, und vermutlich hat Dr. Müller mit Hamlet gesagt: „Schreibtafel her! Ich muß mir's niedcrschreiben". Immerhin kommt doch noch einiges auf den Zusammenhang an, in dem die angebliche Aeußerung gefallen ist, aus den Ton, in dem sie gesprochen wurde. Wie soll sich das alles nach Verlauf von zwei Jahren feststellen lassen? Wir bekennen, daß wir kerne Freunde derartiger „Ausgrabungen" sind. Vollends rätselhaft wird die Sache durch die Hinzufügung Müllers, die Darlegung sei nicht vertraulich geschehen, sondern in der ausgesprochnen Ab- sicht, zur Kenntnis der politischen Freunde des Herrn Abgeordneten gebracht zu werden. Es fällt schwer, einein Manne, wie Herrn v. Tirpitz, die Harmlosigkeit, ja die Naivität zuzutrauen, daß eine solche Begründung verlockend genug sein würde, die Fraktion Richter der Flottenver-- stärkung geneigter zu machen. Die Aeußerung an sich betrachtet: liegt in ihr wirklich so viel Wuchst und Ueber- zeugungskraft, um eine wunderbare Umwandlung von Flottengegnern in Flottenfreunde zu bewirken? Herr v. Tirpitz müßte ganz unerfahren in der parlamentarischen Geschichte sein, wüßte er nicht, daß schon viel stärkere Argumente an der Opposition abgeprallt sind. Der Streit erscheint uns müßig. Wer möchte heute irr eine Erörterung über ein Gespräch sich einlassen, das er vor genau zwei Jahren ge- iführt hat? Gegen die Arbeitslosigkeit. Aus Berlin, 23. Oktober, wird uns geschrieben: Wie die „Nordd. Allg. Ztg." mitteilt, (siehe „Dtsch. Reich"), will die preußische Regierung Erhebungen über die Arbeitslosigkeit und über die hiergegen zu ergreifenden Maßregeln — „Maßnahmen" schreibt das offiziöse Blatt, die Maßnahme ist Sache des Schneiders — anstellen lassen. Der Beschluß des preußischen Staatsministeriums erfolgte auf Anregung des Grafen Bülow. Diese Initiative ist dankenswert und setzt die sozialpolitischen Anschauungen des Grafen Bülow in eine günstige Beleuchtung. Insbesondere aber muß mit Befriedigung erfüllen, daß hier nicht die Methode des Abwartens, wie sich die Dinge weiter entwickeln, in Anwendung kommt, nicht mit der bequemen Redensart von der „vorübergehenden Erscheinung", wie sie seinerzeit bei der Kohlennot, zu beschwichtigen gesucht, sondern sogleich und noch vor Anbruch des Winters die Abhilfe als Ziel ins Auge gefaßt wird. Staat und Gemeinden sollen dabei mitwirken. Es dürfte sich für diesen Zweck manches zur Ausführung bestimmte Projekt, öffentliche Bauten, Kanalisation usw., finden lassen, das beschleunigt fertiggestellt und dann unverzüglich zur Ausführung gegeben werden kann, zumal die Material- preife und die Löhne gesunken sind. Freilich muß billigerweise erwartet werden, daß nicht etwa vom Zaun gebrochene Streiks die gute Absicht, vermehrte Arbeitsgelegenheit zu schaffen, durchkreuzen. Die Erhebungen über die Arbeitslosigkeit durch die Obcrpräsidenten weroen hoffentlich als „Eilsache" behandelt. Es ist anzunehmen, daß seitens der anderen Bundesstaaten, soweit es bisher nicht geschehen, ähnliche Schritte erfolgen. Die französische Bergarbeiterbewegung. In der Frage des allgemeinen Bcrgarbeiterausstandes in Frankreich ist die Entscheidung gefallen. Grundsätzlich ist der Aus st and beschlossen worden, thatsä chlich findet er nicht statt. Das ist der Kern der vom Ausschüsse der französischen Bergarbeiter in St. Etienne angenommenen, sehr gewundenen Erklärung. In dem Briefe, den der Bergarbeiter-Ausschuß an Waldeck-Rousseau gerichtet hat, wird die Forderung nach einer neuen Prüfung der Beschwerden der Grubenarbeiter ausgesprochen. Es wird dem Ministerpräsidenten eine nicht genau festgesetzte, aber kurze Frist gestellt, um die endgiltige Entscheidung über die Fragen zu treffen, welche die Bergarbeiter angehen. Diese Drohung mit einer kurzen Frist wird der Regierung wohl wenig imponieren, sie wird mit der nötigen Ruhe und Besonnenheit ihre Maßnahmen treffen. In Pariser parlamentarischen greifen verlautet, daß der Arbeitsminister Bandin einen besonderen Gesetzentwurf betr. die Ruhegehälter der Bergarbeiter ausarbeiten lasse. Der Ministerrat werde den Entwurf erörtern und dem Parlamente vorlegen. Aus St. Etienne wird gemeldet, daß nach der dort vorherrschenden Anschauung die Gefahr eines Gesamtausstandes als beseitigt anzusehen sei. In Pariser politischen Angstmeier-Kreisen wird die Lage trotz der Vertagung des Bergarbeiterausstandes als sehr ernst betrachtet. Man befürchtet den Ausbruch einer revolutionären Bewegung in Montcean les Mines, deren Folge ein Kabinettswechscl sein würde. Jedenfalls würde Millerand, falls ein militärisches Einschreiten nötig werden sollte, nicht mehr im Kabinett verbleiben können. — So denken die Furchtsamen. Doch scheint zu solchen Befürchtungen kein rechter Grund vor- zuliegeu. Der Vertreter von k>Nontceau les Mines hat ja freilich im Ausschüsse gegen den Beschluß von St. Etienne Einspruch erhoben und erklärt, daß in Montcean der Ausstand trotzdem am 1. November ausbrechen werde. Das wird, wenn es wirklich dazu kommt, immerhin nur ein Teilausstand bleiben; von einer allgemeinen Arbeitsniederlegung in sämtlichen Kohlengebieten Frankreichs ist bis auf weiteres nicht die Rede. Damit wird der Erfolg, den die Regierung in der Kammer errungen hat, wesentlich erhöht, unal da ganz deutlich zu sehen ist, daß der Berg- arfoeih’ .oschuß — ob willig oder widerwillig, ist einerlei — sich den Gesichtspunkten anbequemt hat, die Waldeck- Rousseau jüngst in seinem Schreiben an den Generalsekretär des Bergarbeiterverbandes niedergelegt und in der Kammer wiederholt hat. Die Forderungen der Bergarbeiter zielen bekanntlich ab auf Einführung des Achtstundentages, Festlegung eines Mindestlohnes und Gewährung einer Tagesrente von 2 Francs nach 2öjähriger Arbeit. Waldeck- Rousseau lehnt jedwedes Eingreifen des Staates in der Lohnfrage von vornherein ab, steht den anderen beiden Forderungen im allgemeinen wohlwollend gegenüber, erhärt aber, daß er sich unter keinen Umständen drängen lasse, daß die Dinge sehr eingehend erwogen werden müssen, und daß daher eine bestimmte Frist für deren Durchführung nicht dekretiert werden könne. Nun verlangte der sozialistische Abg. Basly in der Kammer die sofortige Beratung seines die Wünsche der Grubenarbeiter enthaltenden Dringlichkeitsantrages. Die Mehrheit der Kammer hielt jedoch zu Waldeck-Rousseau, in dem sie die sofortige Erörterung ablehnte und den Antrag dem Arbeitsausschüsse zuwies. Freilich war die Majorität nicht gar groß; sie betrug nur 290 gegen 245 Stimmen. Jedenfalls haben sich Regierung und Kammer den Drohungen des in St. Etienne versammelten Bergarbeiterausschusses nicht gefügt, und jetzt weiß der Ausschuß in seiner Enttäuschung nichts «anderes anznfangen, als sich durchs seinen Beschluß, das Ergebnis der Beratungen der parlamentarischen Kommission abzuwarten, dem Ministerium und der Kammer zu fügen. Seine gleichzeitige Verkündigung, daß die Abstimmung der Grubenarbeiterschaft eine Mehrheit für den Gesamtausstand ergeben habe, ist eitel Geflunker. Wäre dem wirklich so, dann hätte er sich nimmermehr mit der lahmen Beschlußfassung begnügt, die einem Rückzüge ähnlich sieht, wie ein Ei dem anderen. Er befand sich eben in der gleichen Verlegenheit wie schon einmal in diesem Jahre, er fühlte keinen sicheren Boden unter sich und konnte nicht darüber Hinwegkommen, daß auch diesmal, gleichwie im letzten April, sein Versuch, durch eine allgemeine Absttmmung der gesamten Grubenarbeiterschaft Frankreichs Klarheit über die Gesinnung der Arbeiter zu gewinnen, gänzlich sehlgeschlagen war. Im April waren von den 125 000 stimmberechtigten Männern und Frauen blos ungefähr 46 000 an den Urnen erschienen, und von diesen hatten sich kaum 29 000 für die allgemeine Arbeitsniederlegung ausgesprochen. Angesichts solchen Ergebnisses wurde damals von den Führern der Bewegung verkündet, daß es sich empfehle, noch einige Monate mit dem Beginn des Gesamtausstandes zu warten: wenn die Kammer bis zum 1. November nicht alle Forderungen klipp und klar bewilligt haben würde, dann würde der große Plan unbedingt und ohne Aufschub verwirklicht werden. Nur noch eine neuerliche Abstimmung erschien notwendig. Diese ist inzwischen erfolgt. Es haben sich daran 56 000 Arbeiter beteiligt, von denen 44 500, also noch immer weit unter der Hälfte aller Stimmberechtigten, für den Ans stand eingetreten sind. Nun liegt von früher her ein Beschluß vor, die Sttmmenthaltungen der Mehrheit zuzuzählen, was der Bergarbeiterausschuß zu St. Etienne ohne Rücksicht auf den gesunden Menschenverstand offenbar gethan hat. Auf diese Weise ist er dazu gekommen, auf Grund der Abstimmung den Ausstand als eine prinzipiell beschlossene Sache hinzustellen, doch hütet er sich wohl, daraus auch die thatsächf- lichen Folgerungen zu ziehen. Saint Etienne, 23. Ort. In der Arbeitsbörse fand abends eine vom autonomen Bergarbeiterbundsau s s ch n ß für den allgemeinen Ausstand veranstaltete Versammlung statt. Der Vertreter von Montceau-les-Mines unterzog die Thätigkeit des Bnndeskomites einer un- günsttgen Kritik und forderte zur Unterstützung der Arbeiter in Atontceau auf, die sich in einer traurigen Lage befänden, aber entschlossen seien, sich mit allen Mitteln zu wehren. Bom Burenkriege. Eine Brüsseler Depesche der „Morningpost" vom 22. ds. besagt: Aus Lourenzo Marques sind Nachrichten eingelaufen, denen zufolge in der vorigen Woche an der Grenze von Swaziland mehrere scharfe Kämpfe zwischen einem starken Burenkommando und englischen Truppen stattgefunden haben. Die Buren machten etliche Gefangene und erbeuteten eine große Menge Munition. Angeblich befehligte Botha die Buren. Wie holländische Arbeiter den Krieg Englands gegen Transvaal beurteilen, geht aus folgender Nachricht aus Brüssel deutlicher hervor, als es dem englischen Handel lieb sein kann: Die Amsterdamer Vctreter der Dockarbcitcr Barens und Kladder sind in Brüssel eingetroffen, um mit den bergischen Dockarbeitern bezüglich des Boykotts der englischen Frachtdampfer zu verhandeln. Sie wurden im Volks- hause empfangen und erhielten dort die schriftliche Zusage, daß alsbald eine Sympathieadresse in diesem Sinne von den Brüsseler Arbeitern angenommen werden würde. Die Delegierten reiften alsdann noch spät abends nach Gent, wo sie die gleiche Zusage erhielten. Andere Vertreter der Amsterdamer Dockarbeiter sind nach Bremen, Hamburg, Marseille, Havre, Genua und Newyork abgereist, um auch dort die Zusage bezüglich des Boykotts einzuholen. Sobald diese Zusagen im Prinzip erteilt sind, wird das Komitee der Amsterdamer Dock- arbeiter der englischen Negierung hiervon Mitteilung machen, mit dem Bemerken, daß der Boykott am 1. Januar 1902 in Kraft treten werde, falls bis dahin der südafrikanische Krieg nicht beendet sei. Deutsches Reich. Berlin, 23. Ott. Der Kaiser nahm heute die Meldung des Militärattaches der großbrttannischen Botschaft, Obersten Waters, entgegen, der ihm die englische Chinamedaille zu überreichen hatte. — Der neue Bischof von Metz, Bonzler, wurde nach Potsdam berufen zur Ablegung des Homagial-Eides in die Hände des Kaisers, (derartige Vereidigung pflegt der Kaiser persönlich vorzunehmen. D. Red.) — In der „Dtschen Tagesztg." lesen wir; Die Festlichkeiten bei Reisen des Kaisers im Lande erregen nicht selten Kopüchütteln. Wohlmeinende Leute äußern unverhohlen ihre Ansicht, oaß darin oft des (Suten zu viel gethan werde. Und in der Thal: es muß fast eine Plage für den Kaiser sein, wenn er allenthalben, aber auch allenthalben Fahnenmaste, Guirlanden, Ausschmückungen, ost im Uebermaß findet. Sollte darin nicht etwas weniger gethan werden können? Der Kaiser selbst hat schon öfter den Wunsch geäußert, daß ihm zugedachte Ehrungen möglichst cinzuschränken wären oder mit wenig Gcld- aufwendungen ausgesührt werden sollten. Jetzt scheint der Kaiser noch einen Schritt weiter gegangen zu sein. Das kaiserliche Ober- hosmarschallamt hat verschiedenen Krieger- und Gewerkschaftsverbänden, die bei den Jagdreisen des Kaisers diesem Ovatwnen darbringen wollten, geantwortet, daß bei den kleinen privaten Reisen des Kaisers Begrüßungen und Empfänge zu unterbleiben hätten. — Prinz Eitel Friedrich wurde heute bei der Leib- Kompagnie des 1. Garde-Regiments zu Fuß in den aktiven Dienst eingefteüt. Gestern Abend bezog der Prinz das Kadettenhaus, wo er ständig Wohnung nehmen wird. — Reichskanzler Graf Bülow empfing gestern abend den österreichisch-ungarischen Botschafter in London Grafen Franz Doym und hatte heute Vormittag mit dem sächsischen Gesandten Grafen Hohenthal und dem württembergifchen Gesandten Frhrn. von Varnbüler längere Besprechungen. — Dr. Georg v. Siemens ist heute um 11 Uhr abends sanft entschlafen. (Dr. v. Siemens war seit 48 Stunden nicht mehr in der Lage, Nahrung aufzunehmen, und befand sich auch nicht mehr bei voller Besinnung. Am 21. d. M. war der Geburtstag des Verstorbenen, der im Jahre 1839 geboren ist und somit 62 Jahre alt geworden ist. Dr. Georg v. Siemens ist in Torgau geboren, er trat im Jahre 1870 in den Vorstand der Deutschen Bank ein, deren Direktor er bis vor etwa Jahresfrist blieb. In den Deutschen Reichstag wurde er 1874 gewählt und gehörte ihm mit kurzen Unterbrechungen bis heute an. Er war bekanntlich Mitglied der freifümigen Vereinigung. Seinem Vaterlande hat Dr. von Siemens auch mit dem Schwerte gedient; er hat die Feldzüge von 1866 und 1870 mitgemacht und wurde mit dem eisernen Kreuz dekoriert. In den letzten Monaten noch widmete Herr v. Siemens den Arbeiten des Handelsvertragsvereins, dessen Vorsitzender er war, seine Kräfte, und erst die Verschlimmerung seiner Krankheit veranlaßte ihn, den Vorsitz an Geheimrat Herz abzugeben. D. Red.) — Die Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses Bandemer-Selesen, v. Colmar-Meyenburg und Kasch (konservativ), Hansen- Oldenburg, V o p e l i u s und Zedlitz (freit.) und Fuchs (Zentrum) feiern am 27. ds. Mts. die 25. Wiederkehr des Jahrestages ihrer erstmaligen Wahl. — Ueber die Befugnisse des Kommandeurs der Ost- asiatischen Besatzungsbrigade hat der Kaiser durch Kabinetsordre nachstehende Bestimmungen getroffen: „1. Der Kommandeur der Ostasiatischen Besatzungsbrigade ist Mir unmittelbar unterstellt. 2. Ich verleihe dem Kommandeur der Besatzungsbrigade den Rang, die Disziplinär- und Urlaubsbefugnisse eines Divisionskommandeurs, die einem Armeeoberbefehlshaber zustehenden gerichtsherrlichen Befugnisse und in ehrengerichtlichen Angelegenheiten solchen eines Divisionskommandeurs und kommandierenden Generals. 3. Der Kommandeur erhält für die Dauer des Aufenthalts außerhalb Europas die Befugnis, erforderlich werdende Erhöhungen und Erweiterungen der vorgeschriebenen Gebührnisse anzuordnen, soweit nicht auf Transportschiffen freie Verpflegung gewährt wird. 4. Der Befehlsbereich des Kommandeurs der Ost- asiatischen Besatzungsbrigade erstreckt sich nicht auf das Schutzgebiet Kiautschou einschließlich dessen Interessengebiets. 5. Für die Besetzung erledigter Stellen von Offizieren, Sanitäts- Offizieren und Beamten sind die Bestimmungen des Mobilmachungsplanes maßgebend. Ihre vorläufige Besetzung, mit welcher die widerrufliche Zahlung der Stellengebührnisse verbunden ist, wird von dem Kommandeur der Besatzungsbrigade, wenn erforderlich, selbständig verfügt. Die endgiltige Be- ftätigung behalte Ich Mir vor." Die Kabinetsordre ist vom Staatssekretär v. Tirpitz gegengezeichnet. — Die „Nord. Allg. Ztg." schreibt: Der neuerdings eingetretene Mangel an Aufträgen für eine Reihe von Industriezweigen hat naturgemäß die Arbeits- (Wie die „Nat.-Ztg? dagegen von morgen vertagt. Der russische und der franzö- Rußland und Frankreich im Prinzip dem Prinzen die Annexion von Griechenland zugestanden haben. Die Abmachungen erfolgten bereits bei der Zusammenkunft in Compiegne, und der ftönig von Griechenland wurde hier- Konstantinopel, 23. Okt. . . , fische Konsul auf Kreta, v. Giers und P. Blanc, wurden von ihren Regierungen abberufen und werden durch andere Personen ersetzt. Beide Konsuln standen in gespannten Beziehungen zum Oberkommissar von Kreta, dem Prinzen Georg. In eingeweihten diplomatischen Kreisen wird bestätigt, daß aber die Deutschen ihrer Brüder im Reiche gedenken, so sei dies Lande-verrat. (Beifall bei den Deutschen.) Während dieser Rede kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Alldeutschen und den C z e ch e n. Während der Rede D'Elverts kommt es zu einem erregten Wortwechsel zwischen den Abgeordneten Franko Stein und Klofac, der in Thätlichkeitcn auszuarten droht. Nachdem noch zwei Redner gesprochen, wird die Wcitcrberatung auf zusammen: „die preußische Regierung hat erklärt, daßi fw an dem Projekt Grebenhain — Gedern festhalt, ab«, wenn wir energisch weiterarbeiten, wie wir es planen, , so hoffen wir, daß sie doch auch dafür zu haben sein durfte, dem Seementhal auf dem Wege einer Stichbahn ernig«- maßen zu helfen. Meinem eigentlichen Wunsch entspricht es nicht vollständig, aber ich hoffe, im Verein mit Herrn Bär, wenigstens damit mein gegebenes Wort ernlosen, zu können." Nachdem noch Schaumweinsteuer, Flottengesetz, Zolltarif, Kohlennot und viele andere soziale und landwirb schaftliche Fragen eingehend besprochen waren, endete Redner mit dreifachem Hoch auf Kaiser und Großher^og. Darmstadt, 23. Okt. Die A u s stel l un g der Kü u sb ler-Kolonie hat mit einem Fehlbetrag von 170 000 Mark geschlossen. Der Besuch . der Ausstellung hat den gehegten Erwartungen vollauf entsprochen. Das Defizit ist in erster Linie auf das mißglückte Unternehmen der Fest- sriele und des hierfür erstellten Spielhauses zurückzuführen. Mainz, 23. Okt. Ueber den Eisenb ahnunfall bei B i s ch o f s h e i m werden folgende Einzelheiten bekannt: Zunächst sprang der hinter der Maschine lausende Postwagen aus den Schienen und riß den nachfolgenden Packwagen sowie einen D-Wagen drttter Klasse mit, die Maschine nebst Tender, sowie der übrige Zugteil blieben intakt. Der Postwagen stürzte nach rechts um, der Packwagen neigte sich nach links über das Berggleis. Der Unfall ereignete sich dicht vor der neuerbauten Ueberführung der Darmstädter Linie über die Frankfurter Linie, die gegenwärtig nur provisorisch von den Schnell- und Personenzügen benutzt wird; nach Eröffnung des neuerbauten Güterbahnhofs dienen diese Gleise nur noch den aus- und einfahrenden Güterzügen. Der Unfall verursachte eine ganz erhebliche Verkehrsstörung. Indem der entgleiste Packwagen sich über das Berggleis neigte, war auch dieses gesperrt; infolgedessen mußte umgesttegen werden. Der Weg von einem zum andern Zug führte «etwa 250 Meter wert über eine fr isch aufgeworfene Schicyt von Kieselsteinen, bei dem Regen und der Dunkelheit für die Re.senden keine angenehme Sache. Das Ittn- I st eigen bewirkte etwa eine halbstündige Verspätung. Bis heute mittag dürfte das Berggleis wieder fahrbar sein. Um elf Uhr konnten die Züge bereits emgleisig verkehren, — Die Mainzer Schützengesellschaft beschloß, für das neue Schützen heim an dem Gonsenheim« Thore bis zu 150000 Mk. aufzuwenden. b. Mainz. 23. Okt. Der Verein der ehemaligen 2 7er Feld-Artilleristen hat gestern abend seine Auflösung beschlossen, weil seit Gründung eines allgemeinen Kriegervereins sich das Interesse für diesen Spezialverein wesentlich vermindert hatte. Das 200 Mk. betragende Vereinsvermögen wurde dem Mainzer Kriegerverein, Abteilung für Sanitätswesen, überwiesen. — In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten teilte der Vorsitzende mit, daß er in der Disziplinaruntersuchung gegen den Kriminalschutzmann Junker wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses wobei der Schüler W. Beppler schöne Abschiedsworte sprach, ^armeiie Gernsheim festgenommen und ln das Provinzial- H e r ch e n h a i n 23. Okt. Der Betrieb der hiesigen -tbau§ Darmstadt eingeliefert. Zigarrenfabrik Weidner ist nunmehr endgiltig e i n g e -1 ——————— h stellt worden. Jedenfalls hat sie sich wegen großer Trans- . - । Portkosten des Tabaks und des schlechten Abgangs der Zigarren, begründet durch die allzugroße Konkurrenz, Nicht fc. F r a n k f u r t a. M., 23. Okt. Vom hiesigen Schwur- TCllt?e nings, 21. Okt. Gestern fand im Heyn'schen Saal gericht wurde heute der: 3o Jahre ^e^lgent,MlhelmR^o - eine Versammlung statt, in der Graf O r io l a fernen enb er ße r aus ^«roth n Pu NIT) Wählern Bericht erstattete über lerne Tm aktiv beteiligten. liege, und auch bereits der Referent für das Plenum ernannt --- - ------- - sei, und sie verließen die Sitzung, als die Mehrheit dennoch Aus Stadt und Kano. in eine nochmalige Beratung eintrat. Zu einem deftnstwen uon a(I memcm Interesse find uns stets willkommen Beschluß kam es noch nicht. Man scheint nicht abgeneigt, • werden angemessen honoriert. angesichts der durch die kaiserliche Willensäußerung gefchaf- Gießen 24. Oktober 1901. SSBäI St sich über die Pflasterungskosten noch emen genauen Kosten- 28. Oktober. Die 3rnmatrfu[at anm ut ba§ Winter- Testament dem Erprinzen von Reuß j. L. die Regentschaft Kronenoroen 4. Kl. -erftehen. Über unser Fürstentum zuaedacht gewesen ist, während die Aus dem Thcaterbureau. > 8 I , die Paragats-Linie Herr «arl fettmotoM« ben Schümmerich m Neuß-Köstritz die Regentschaft erhält. Roderich Benedix' reizendem Lustspiel .Die .artlichen München, 23. Okt. (Abgeordnetenkammer). Dasl^erwandten. , Justizmiuisterium ersuchte um Ermächtigung zur Klage-! ^.^Dr «^4 Mandan" Mittwoch abend in derRestau'- fuhrung gegen den Kunstmaler Ditterrch, der im Hof- rQtion Transvaal ftatt. Der erste Sprecher, Metzgermerster bräuhaus gesagt haben foll, „die Abgeordneten konnten nichts, | £ r r gedachte, nachdem er die Anwesenden begrüßt, der als im Hofbräuhaus sitzen und täglich 10 Mark Diäten Laufe des Jahres verstorbenen Mitglieder: Ehrenmiteinnehmen". Der Antrag des Justiz-Ministers geht an den gbied Karl Schmitt, sowie der Turner Feußer, Adami, König, Ausschuß. Koch, Wallot, Magen und Weeg, deren Andenken die Ver- ■ — I sammlung durch Erheben von den Sitzen ehrt. Aus dem cx । s vom ersten Sprecher erstatteten Jahresbericht geht hervor, (AllSilllllV* daß der Verein am Ende des vorigen Jahres 683 Mit- Madrid, 23. Okt. Admiral Remis überreichte der Königin-1 gjieber (609 ordentliche, 64 Zoglmge und 8^ Mitgheber der Ä“ » WM >« •- mirals wird lebhaft besprochen. — In der Deputirtenkammer verstorben, ausgeschlossen wurden 54 Mitglieder. — Kreisausschusse zur weiteren Behandlung übergeben habe — ereignete sich am 22. ds. Akts, ein lebhafter Zwischenfall. fanden 34 Vorstandssitzungen statt, in denen 151 Gegen- Die Verlegung der Hafenbahn ist infolge der Anlage Silvela kritisierte den Verkauf des Trockendocks in Habana.hänbe behandelt wurden und 2 Generalversammlungen mit einer neuen Eisenbahnbrücke über den Rhein notwendig ge- Der Marineminister mußte zugestehen, daß er von dem 9 Gegenständen. Das verflossene Jahr brachte besonders ^^rden. Die Pläne für diese Verlegung, die von der Stadt Käufer getäuscht worden sei. ! dem Bauausschuß reichlich Arbeit, da es galt, die 2urn» Qnqefertigt rooriDen roaren, fanden jedoch nicht die Zustimmung Rom, 23. Okt. Der Bericht des Kommisiars Saredo halle der Zunahme der Mitgliederzahl und fonstkgen L Eisenbahndirektion, die neue Pläne unfertigen ließ, die über die Neapeler Standalaffaire compromittiert be- sorderungen entsprechend zu erwertnn; derAnbauder, Genehmigung der Versammlung erhielten, sonders die Redakteure großer Blätter Neapels, die im Verein erforderte ^00^, ^^cü^hruna^von elek- m. Bingen, 23. Okt. Mit dem gestrigen Tage gmg daL mit denr früheren Syndikus Summonte einen kolossalen Licht 12 000 Mk. Der Vorsitzende nahm hierbei Ver- Gr äff' sche Fabrik-Etablissement destnitw m den Besitz des Stellen Hand el trieben. Besonders blos gestellt sind ber anIa)-.-unq ^len denen, die sich an der Vergrößerung und neuen Eigentümers, des Gießener Konsortiums, über. Die Schriftsteller Scarfoglio und seine Frau, die berühmte Schrift- Verschönerung der Turnhalle mit Rat und That beteiligt, Fabrikgebäude waren wegen dieses Anlaßes festlich beflaggt, stellerin Mathilde Serao. den Dank des Vereins abzustatten, insbesondere den Turnern b. Marburg, 23. Okt. Heute nachmittag gegen 3 Uhr Wien, 23. Okt. Eine ungemein stürmische De- Mahlert und Althoff, ersterem für seine Thätigkest entstand in einem Gewölbe unterhalb des Senatssaals unserer batte entspann sich über den czechischen Dringlichkeitsantrag bei Anlage der elektrischen Beleuchtung, letzterem für: dieIxininerfität eine Gasexplosion. Das Gas explodierte mit über eine angebliche Vergewaltigung der Czechen in unentgelftiche Führung der Kassengeschäfte. Die Linern donnerähnlichen Knall, der bis in die äußersten Stadt- Li t tau. Als der Antragsteller Stransly zu sprechen begann, kerten des Vereins waren durchweg gut besucht die E - wurde. In kurzem hatte sich an der Unglücks- wurde er von den Alldeutschen mll b e [ e. b i g e n b e n 3 u» ^‘^"9mbberZUaÄ S f*eU= 9ro6e Menschenmenge angesammelt. Eme große rufen begrüßt. Wolf rief: Der Jude «5tmn§fi) vertritt t>K I?n Aidda und dem Kreisturntag in Anzahl von Fensterscheiben wurde durch den starken Drnck czechische Nation! Stein schreit: Dieser schäbige Jude! Büdesheim war der Verein vertteten. — Turnwart Franz zertrümmert. Im Senatssaal wie m den angrenzenden Hor- (Stürmische Gegenrufe der Czechen.) Stransky zu den All-I^. g^ndt berichtete über den turnerischen Teil. An 137 sälen wurden sämtliche Einrichtungsgegenstande durcheinander deutschen: Der schäbigste Jud' hat mehr Ehre im Leib als Turnabenden nahmen 7639 Turner teil, an 85 Riegen- geworfen. Zwei Arbeiter wurden schwer verletzt. Sie mußten Ihr ganzer Klub! Stein: Der Stransky ist der ekel- senden 5959 Turner, am Kürturnen an 52 Abenden 2080 ^ie Klinik übergeführt werden. Die Explosion hatte noch Hafteste Kerl im ganzen Hause! (Großer Lärm.) Der Turner. Das Gausest in Nidda, das erste Dünsbergfest, g^ßeren Schaden angerichtet, wenn nicht eine Ausgangs- Präsident ruft Stein ziw Ordnung, Abg. Wolf: Herr das Feldbergfest, die Gauturnfahrt und das.Krersturnfest _ offcn gestanden hätte, lieber die Ursache der Explosion Präsibcnt, Sic sinb ja selbst überzeugt, baß Stranski; em brachten dem Verem eine S°°ße Anzahl Preise «uä bem noä) ni^tg „Theres bekannt. Man nimmt an, daß einer ekelhafter Kerl ist! Der Präsident ruft auch Wols -ur Bnicht ergiebt^^ daß der ^urnbetrwb nch e^l ^^jter unvorsichtigerweise em Streichholz angesteckt und Ordnung. (Lärm bei den Alldeutschen Rus: Wegen des S°ste die Einnahmen dadurch die Explosion hervorgerusen hall beschnittenen Kerls!) Stransky: Herr Wolß geben Sie den I । 5265.76 darunter 2882 Mk. an Mitgliederbeiträgen, Wiesbaden, 23 Okt. An der königl. Badeanftalt m Juden wenigstens ihr Geld zurück, das Sie für Ihre Blätter ^u§gabCn auf 5218.06 Mk. — Die nun folgende Vor-Langenfchwalbach scheinen nicht ganz normale Zustande zusammenbettelten! Als Führer der neuesten Re-L^^^Zviahl ergab zunächst die einstimmige WiederwahlLu herrschen. Gegen den Inspektor, einen Hauptmann a. D., gierungspartei sollten Sie sich anständiger benehmen!Les ersten Sprechers Pirr, sowie die nahezu einstimmige schwebt wegen schroffer Behandlung des Personals eme Klage (Beifall bei den Czechen.) Stransky schildert dann wett- Wiederwahl des zweiten Sprechers Altho f st Zu Schrift-der hiesigen Negierung. Nachdem vor einigen Tagen em läusia die angeblichen Exzesse seitens der Deutschen bei dem führern wurden die Turner L. Noll, Eichmann und oberreaierungsrat m Langenfchwalbach weilte, folgte ihm Kindergartenfest in Littau, wobei wiederholt stürmischer Wider- B u ch a ck e r ebenfalls mrt erheblicher Meyryeft1 gestern'der Erste Staatsanwalt Meyer von hier, um ebenfalls spruch laut wirb. StranSkp sagt zum Schluß- I» « £M »b «Me werden provozierende Deutsche mit blutigen Köpf en! 2. Turnwart wurd ^a/xl Kleine Mitteilungen aus Heyen und den Nachbarstaaten, heimgeschickt werden! (Beifall , der Czechen.) Minister- Einstimmig) wiedergewählt, zu Turnältesten die Turner Höei ^er Sürgermie^ b 27^^ Präsident v. Körber konftattrt auf Grund der amtlichen ®:=s kun engst und Erb, zu Beisitzern die Turner I herige BürgermeisterJoh. Seim, der sein Amt bereite 27 Iah Hebungen, daß Sttansky's Schilderimgen den Thatsachen ^ellof Friedrich und Muhlert. — Zum Schluß Lang zum Segen der Gemeinde verwaltet hat, mit 40 Stimmen nicht entsprechen. (Widerspntch der Czechen.) Es fei keinerleiL^d die Auslosung von 8 Schuldverschreibungen int Ge- einstimmig wiedergewählt. — In Leusel wurde bei der erhebliche Verletzung vorgekommen und der Gesamtschaden samtbetrage von 200 Mk. statt. Bürgermeisterwahl der seitherige Bürgermeister Heinrich betrug 70 Kronen. (Heiterkeit links.) Abg. d'Elvert (Deutsche ? Langgöns, 22. Okt. Lehrer Euler schewet von hter, «Dippel mit 52 Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Fortschrittspartei) weist ebenfalls die Unwahrheit der Be- um feinen neuen Sitz in Reinhardtshain ber Grünberg an-1 Gustav Korell erhielt 32 Stimmen. — In Biblis wurde Hauptungen Stranskys nach. Die Czechen gestatten sich jede zutreten. Langgöns verliert in ihm einen tüchtigen Lehrer, I b(?c angesehene und gutsituierte Landwirt Valentin Seid XU. Provokation; wenn die Czechen mit den Russen Feste feiern, ben feine Schüler und die Gemeinde ungern scheweni sehen, .^ie dessen Dienstmagd Christine Hallrich wegen Verso fei dies die Betätigung der slavischen Solidarität; wenn Gestern nahmen die Fortbildungsschüler von ihm Abschied, I baä)t§ bc§ Meineids resp. Verleitung hierzu durch die Gens- < ... flftviiSov iirt npbpnfen. 10 ici mnhpi Spv (^rlXiifpr SRprmlpr ickiöne Abfcküedsworte fvracki. I, _________■ m«—unS fn hn§ Provinzial- 24. Okt. Zur Abwehr gegen die übermächtige Wien, ler und den Metalldreher Adam Göttenauer rtschaft, mit aller Energie dahin Gingesandt Norm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden p Lisch en Fabriken gemacht. Unter Men ö^men be- Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber jinbe sich oucf| eine en a ltdjis. Sßte■ tS «~“c" bt® Buren nochmals energisch vorgehen und gebrauchen hierzu keinerlei Verantwortung.) Neueste Wewungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Schloß Kupelna b. Ratibor, 24. Okt. An der gestrigen Beisetzung des Fürsten Lichnowski nahm tu Vertretung des Kaisers Prinz Friedrich Heinrich von Preußen teil. Ferner waren zahlreiche Vertreter des hohen schlesischen Adels, die ganze Garnison von Ratibor, das Offizierkorps des Ulauen-Regiments v. Katzler (Schles. Nr. 2) anwesend. Das Ulanen - Regiment stellte die Trauerparadc. Könitz, 24. Okt. Gestern schoß der Gutsinspektor Wun- derlich auf die Familie des Gutsbefitzers Heise von hier. Seine Frau und seine Tochter wurden verletzt, die erstere schwer. Ter Beweggrund ist Rache, da Wunderlich von Heise des Dieb stahls bezichtigt und entlasten worden war. Wunderlich wurde verhaftet. , r. r Saarbrücken, 24. Okt. Die hres.ge Eis enbahn- betriebsdirektion erläßt heute einen Anschlag an den Thoren der Hauptwerkstätte, nach dem der gesamte Betrieb der Hauptwerkstätte am nächsten Samstag ruhen würde. Man befürchtet, daß dadurch ein Ruhetag bis zum 1. April k. I- alle14 Tage eintreten werde, und erblickt in der Maßregel, durch die Hunderte von Arbeitern schwer geschädigt werden, die Wirkung des Ministerialerlasses über die Arbeitseinschränkung m der Eisenbahnverwaltung. Loudon, 24. Okt. Die „Times" melden aus Shanghai: Die chinesischen Blätter veröffentlichen einen Auszug aus dem fünf Artikel enthaltenden Mandschurei-Abkommen. Danach heißt es in dem Abkommen: China ist gehalten, Rußland für die Rückgabe der Eisenbahn Schanhaikwan—Rmtschwang gewiße Vorteile zu gewähren. Alle Eisenbahn- und Bergwerksprivi- legten in der Mandschurei bleiben den Rusten Vorbehalten. Alle Eingeborenen-Garnisonen sollen aus Truppen bestehen, die von Rusten ausgebildet werden. Die Mandschurei soll wieder an China zurückgehen, aber die Besetzung durch russische Truppen bleibt bestehen (!), bis die Unruhen ausgehört haben. Man rechnet, daß ein Zeitraum von 3 Jahren erforderlich fern wrrd, um eine eadgiltige Zurückziehung zu gestatten. London, 24. Okt. Rach einer Meldung der „Dauy Mail" aus Buenos Aires von gestern soll Chile das strittige Gebiet in den Kordilleren besetzt und die Regierung Argentiniens von Chile Aufklärung darüber verlang, haben. LMeratur, Wissenschaft und Kunst. ** Sorhinßfeier im Frankfurter Opernhaus. Vor ziemlich gut besetztem Hause tourbe am Mittwoch die Lortzing-Gebächtnis-Feier mit ber Ouöertüre zur Over „U n b i n e" eingeleitet. Nachbern ber letzte Ton ver- klunaen war, öffnete sich der Vorhang vor einem Huldig- Artillerie. r . Paris, 24. Okt. Der König von Griechenland hat ben Prinzen Georg aufgeforbert, sofort nach Creta ,zurückzukehren, ohne vorher erst Lonbon zu berühren. Paris, 24. Okt. Das Blatt „Lanterne" wckl wissen, baß bie Regierung beabsichtigt, bernnächst einen Gesetzentwurf einzubringen, welcher für bie Grube n a r b e 11 e r eine Alters-Pension von rninbestens 300 Frs. vorsieht. Die „Lanterne", welche jetzt von bern Abg. Vwiani geleitet wirb, hatte früher den jetzigen Minister Milleranb zum Chesrebakteur. „ , St. Etienne, 24. Okt. Dte vom autonomen Bunbe ber Bergarbeiter veranstaltete Versammlung nahm eine Tagesorbnung an, worin bie Ausführung ber Beschlüsse bes Kongresses von Lens gebilligt und beschlossen wirb, baß ber autonome Butib auf jebe Weise den allgemeinen Ausstand unterstützen soll. Lissabon, 24. Okt. Dem Diario zufolge hat eine Rebellion in Motto Grosso einen großen Umfang an» genommen. Der Gouverneur ist gezwungen worden, sich in Cuabo zu verschanzen. Die Revolutionäre sind im Besitz Mo raltheologie Liguori's, fügung vorn 25. und 28. September 1899 beschlagne worden war, verbreitet zu haben, Vergehen gegen i § 28 des Reichsgesetzes. Spindler hat nach feinen Aussagen, < durch die verschiedenen Zeitungsartikel auf bie Broschüre i aufmerksam geworben, sich ein Exemplar ber selb en in ber , Buchhandlung der Gebr. Grambusch hier gekauft und auf Bestellung von Kollegen und Arbeitern in Stettin bei Graßmann Bestellungen auf diese Broschüre gemacht, nad^ dem die Lieferung ber Herren Grambusch zu lange auf sich warten ließ. Spindler besitzt einen Brief von Graßmann, worin dieser ihm mitteilt, daß ber Vertrieb ber Broschüre in Stettin anstanbslos erfolge, aud) ist Spinbler erst durch bas Reichsgerichtsurteil bekannt geworben, baß bie Broschüre konfisziert würbe. — Göttenauer hat, nach- bem er bie Broschüre in ber Stabt gesehen, sich ein Exemplar bei Spinbler geholt unb auf Veranlassung anderer Mitarbeiter weitere Bestellungen bei Spinbler gemacht. — Der Verteidiger der beiden Angeklagten, Dr. Lucius-Mainz, führte vor Eintritt in bie Verhanblungen aus ihm scheine, als ob bie Akten nicht entfernt voll- stänbig wären. Er bestreite kurzer Hanb, baß überhaupt eine Beschlagnahme burch bas Amtsgericht Nürnberg vor- lieqe. In den Akten liege weiter nichts, als baß vom Staatsanwalt in Nürnberg im Jahre 1899 eine Beschlagnahme ber Broschüre von Graßmann burd) bas borkige Gericht verfügt worben sei. Nach längerer Beratung erging das Urteil dahin, baß beide Angeklagte, Spinbler und Götten- auer, schuldig sind des Vergehens im Sinne des § 28. Spinbler wurde zu einer Geldstrafe von 40 Mark eventuell 8 Tagen Gefängnis unb Göttenauer zu 10 Mark eventuell 2 Tagen Gefängnis, unb zu ben Kosten verurteilt.- Das Gericht war ber Ansicht, bah ber Nachweis ber Beschlagnahme als ausreichenb erachtet worben ist, wie er durch den Staatsanwalt geführt worben ist. Es konnte bas Gericht aus ben vorliegenben Akten bie Ansicht gewinnen, daß der Beschluß rechtsgiltig damals vom Amtsgericht Nürnberg erlassen worden ist. Das Gericht war ferner der Ansicht, daß die beiden Angeklagten gewußt haben, daß die Schrift beschlagnahmt worden ist. Es geht daraus hei> vor, baß bamals bie große Allgemeinheit bes Publikums bie Sache mit großem Interesse verfolgte unb speziell bie Presse bie Leser bariiber auf bern Laufenben hielt, so baß jeber Mensch, ber Zeitungen liest, wissen mußte, baß bie Schrift beschlagnahmt war. Handel uul* Verkehr. Volkswirtschaft. — Die Zuchtviehmärkte in Darmstadt, bie auf den ' 29. Oktober und 12. November angesetzt waren, fallen wegen der । in den benachbarten Kreisen herrschenden Maul- und Klauenseuche aus. Der Hausierhandel mit Klauenvieh ist im Kreise Darmstadt bis zum 1. Januar 1902 verboten. , Berlin, 23. Okt. Der hiesige Bankier Siegismund Born, in Firma Born u. Busse, ist heute im Alter von 53 Jahren plötzlich an einem Schlaganfalle gestorb en. Wir lesen in ber „Köln. Ztg.": Die gestrige, von etwa 40 Gewerken besuchte zwang- tose Versammlung beschäftigte sich mit verschiedenen Bor° schlügen zur Ordnung der Verhältnisse dieses Unternehmens. Es krankt bekanntlich an der ihm ausliegenden Schulden- last, von ber namentlich eine Forberung bes Vorbesitzers Fernie besonders brückenb ist. Außerbem ist bie Gewerkschaft infolge von Zwistigkeiten zwischen ben bisherigen Vorstandsmitgliedern augenblicklich ohne Grubenvorstand, so bah auf Veranlassung ber hessischen Bergbehörde m Darmstadt voraussichtlich im Laufe ber nächst^ Woche eine Gewerkenversammlung stattfinden wird, bie sich ausschlietz- tid) mit ber Wahl eines neuen Grubenvorftandev beschäftigen soll. Danack) wirb eine zweite Gewerkenversammlung über die Orbnung ber finanziellen Verhältnisse der Gewerkschaft zu beschließen haben. Währenb von einer Gruppe die sofortige Abstoßung der Schuld an den Vorbesitzer lernte und bie Ausschreibung einer Zubuße im Betrage von etwa 1500—2000 Mark auf ben Kux empfohlen wird, erklärt eine andere Gruppe, in Anbetracht der augenblicklichen schwierigen Verhältnisse und im Interesse der Gewerken diesem Vorschlag nicht zustmimen zu können. Bei der Stellungnahme beider Parteien spielen offenbar per sönliche Gegensätze eine gewisse Rolle, wie das un Verl au der Verhandlungen mehrfach zum Ausdruck kam. Dm letzterwähnte Gewerkengruppe hat mit dem ^.orbesitzer Fernie ein Abkommen vereinbart, dessen Annahme ste den Gewerken empfiehlt. Das Abkommen geht zunächst Sahin daß bie von der Gruppe Dr. Psohl anerkannte Forderung von Fernie im Betrage von 2 563 233 Mark ab 31 März 1901 von ber Gewerkschaft übernommen wird. Fernie übernimmt dagegen 1000 000 Mk. 4 prozentige ab 1. Juli 1901 verzinsliche Schuldverschreibungen. Fernie erhält entsprechenden Eintrag im Grundbuch für seine Forderung. Der Restbetrag seiner Forderung wird von ihm 5 Jahre lang gegen 4 Prozent Verzinsung gestundet, dock ist bie Gewerkschaft jeberzeit berechtigt, beliebige Beträge abzuzahlen. Die Gewerkschaft erhalt von Ferme, sofmi sie bessen Gesamtforberung bis zum 31. Dezember 1902 voll befriedigt, einen Nachlaß von 350 000 Mark bei voller Befriebigung, nach bern 31. Dezember 1902 aber vor hem 31. Dez. 1903 beträgt ber Nachlaß 312 500 Mark, nach dem 31. Dez. 1903 aber vor bern 31. Dez. 1904 betragt ber Nachlaß 275 000 Mark, nach bern 31. Dez. 1904 aber vor bern 31. Dez. 1905 beträgt ber Nachlaß '^^00 Mmk nad* bern 31. Dez. 1905 aber vor bern 31. Dez. 1906 betragt der Nachlaß 200 000 Mark. Wirb Fernie erft nad) bern 31. Dez. l9§6 voll befriebigt, so fällt der Nachlaß überhaupt weg Fenier wirb Fernie ber Gewerkschaft 220000 Mk. 4 prozentige Femie-Schulbverschreibungen mit Zl"slauf vom 1 Juli 1901 ab in Eigentum übergeben- Die Gewerkschaft ist berechtigt, biese Schuldverschreibungen an Fernie auf %nrberuna in Zahlung zu geben unb von ber Restschuld ku Abzug M bringen^ Bei Vollzug des Abkommens setzt Fernie die Gewertschaft in alle Rechte ein, bie er gegen- über der Gruppe Dr, Psahl hat, und ubergiebt der Gewer - !-ba!t bie ihm verpsändeten 100 Kuxe der Gewerkschaft LÄra und^die 401'Kuxe Fernie Ein Beschluß über die Annahme oder Ablehnung des Abkommens wurde nicht aesaßt. Doch soll versucht werden, durch weitere Berhand- M)ch günstigere Bedingungen^zu^erlangen^^^^^^^^^^ Gießener Braunstcinbergwerke. Da infolge von Zeitungsnachrichten bereits irrige Auffassungen über die jüngsten Vorgänge bet der „Gewerkschaft Gießener W:cmn- steinberawerte norm. Fernie" im Umlauf ftnb, so gebe ich, um weiteren Mißverständnissen beziiglich meiner Person vorzubeugen, folgendes zur gefälligen KennMisnahme: Als man mir vor einiger Zeit zumutete, dem Vorbesitzer der Gießener Braunsteinbergwerke, Herrn Fernie, gegenüber eine nach meiner Auffassung ehrlose Handlung zu begehen, habe ich meme Stellung als Leiter des Werkes aus freien Stucken gekündigt. Ich hatte sogar freiw illig angeboten, vor Ablauf der vertragsmäßigen Kündigungsfrist (am 31. Dezember 1902) zuruckzutreten, falls man fid) damit einverstanden erklären wurde. Infolge der nun leider augenblicklich bei der Gewerkschaft herrschenden Zustande bin ich aber vorläufig gezwimgen, noch auf meinem Posten zu verharren, bis die Bergbehörde eine Versammlung einberusen hat, und in dieser ein gesetzmäßiger Vorstand gewählt ist, der mir die mannigsachen Verantwortlichkeiten abnehmen kann. Zn meiner Unterstützuiig in Sachen Fertiie habe ich Herrn Justizrat Dr. Gutfleisch entsprechende Vollmacht erteilt. Paseoe, Direktor der Gießener Braunsteinbergwerke und Generalbevollmächtigter des Vorbesitzers Herrn Fernie. der ganzen Provinz. , , . , r. Budapest, 24. Okt. Der gestern abend nach Semlm abgelassene Personenzug stieß außerhalb der Station mit einem Güterzuge zusammen. Die Lokonwtiven beider Züge, vier Wagen des Personen- und drei des Lastzuges wurden total zertrümmert. Beide Lokomotivführer und Heizer wurden schwer, zahlreiche Passagiere leichter verletzt. . , ~ Petersburg, 24. Okt. Wie von informierter Seite verlautet, sollen die Mittel, welche die Regierung zur Fort- etzung öffentiidjer Arbeiten und zu Kolonisatwnszwecken dringend benötigt, mittelst einer in Amerika auszunehmenden Anleihe beschafft werden. , Peking, 23. Okt. Li-Hun g-Ts ch an g und Prinz Tsching fahren fort, mit den Gesandten über die laufenden Geschäfte gemeinschaftlich zu verhandeln, und zeichnen noch immer als Bevollmächtigte. Einige Gesandte erhielten heute dtoten von ihnen, worin das Ersuchen gestellt wird, daß Ausländer, die in das Innere des Landes reisen wollen, ihre Absicht bei den zuständigen Beamten vertragsgemäß anmelden, damit die notroeiibigen Schutzmaß- regeln getroffen werden können. - In den Noten wird ferner vorgeschlagen, daß solche Reisende 14 Tage vo dem Antritt der Reise alle Beamte, deren Krei.e sie besuchen wollen, von der Reise benachrichtigen. ' New-York, 24. Okt. Der Auf stand der Emg^ borenen auf Samar nimmt immer mehr zu, aber das Krieg samt ist der Ansicht, er werde bald niedergeschlagen werden- General Chaffee hat gestern aus Manila ein beruhigendes Telegramm über die Lage auf Luzon gesandt. Neronorf , 24. Okt. 3500 amerikanische Soldaten sämtlicher Panzerkreuzer sowie 26 Kanonenboote, wurden nach Samar dirigiert. Trotzdem wird ein Umsichgreifen des Aufstandes der Philippinos nach Leyte und Luzon befurch- 11 .. ■<___hrtttnrnprifcirtilmpn _ Q tiÄ. B 8 DIS mir. O.ÖO pr. Foulard-Seide 95 n Seide" inschwarz weiß und farbig von 95 Pfa. bis Mk. 18.65 pr. Mir. Absolut kein Zoll zu zahlen! da die portofreie Zusendimg der Stoffe burd) meine Seidenfabrik auf deutschem Grenzgebiete erfolgt, — Nur echt, wenn direkt von mir bezogen. Muster umgehend. G. Heneeberg, Seidenfabrikant (K. u. K.Hoflief.), Zarten. madite Sic trug den vom Prinzen von Schönaichk-Sarolaty incinsamer noroep .................. gedichteten Prolog mit ^er,. k^ '1 Nom^ '24^ Olt hiesigen Regierungskreisen wird be- bc! e"«(tätigt Tag bie Einverleibung Kretas in Griechen- Zimmermann" waren gut besetzt. Der Gast, Herr land unmittelbar nach der Rückkehr des Königs von Gried)en- Thcodor Bertram, hat eine stattliche, für die Nolle land Unb des Prinzen Georg erfolgen wird. Die italienische des Zaren sehr geeignete Figur und eine schöne, volle Regierung habe bereits ihre Zusliinmung erteilt. Stimme, was durch l)ckufiges Matsd)en währ^ ^ber Danzig, 24. Okt. Wegen unerlaubter Entfernung, Altes v-m Publikum r^chllch un^kunTit wurd^ l-«b Fahmnftuchft Augrisses aus Vorgesetzte uud Beleidigung Ist leine Aussprache etwas undeutUch. solcher, Widerstandes, Ächtungs-Verletzung, gewalt,amen als Bürgermeister von Sardamrist alle Zusch Die Ausbruch aus dem Militär Arrest, Sachbeschädigung, Dieb- 'ein tresiliches Spiel zu ll-r->lichem Lachen mit 1 Körperverletzung verurteilte das Kriegsgerrch den Belohnung damr be^^anb in iroci' 'i£„„0nicr anbt ca3Jä 1 ci» vom 72. Feld-LrtUleme- fcW.S’WX Ä: bei bem ^ombom^^en üerfaumt touröe. öer ^<^11 ß Jamburg, 24. Oft. Großfeuer in der Zoll-Ver- des Bürgermeisters wurde ?on r5rau ch a ck o mit n cins-Niederlage entstand vorm. 11 Uhr vermutlich durch licher Frische und Anmut wiedergegeben. Die übrigen U o elektrischen Beleuchtungs-Anlage in einem wirkenden gaben sich alle Muhe um die Ge.amtleisrung Kurzsafi^ Schönstraße, der der Elmshorner Firma zu einer befriedigendeii zu geftelten. V karstens gehört. Die ganze eine Seite der dritten Seitenstraße wurde in Asche gelegt. Deu Anstrenguiigeu S"".. , .rt 1inh hnt ber Feuerwehr, bie mit 5 Dampftpritzen arbeitete, gelang dings nicht, wie-man erwartet hatte, mit Rachenputzer, sondern Jagern angerichtet wurde, mit 500 000 Mark Nicht zu hoch mit Feuertaufe, der Gaudy und Namouna zunächst emtrasen. Die I geschätzt. , - - ... ~ < c vielleicht beste Stute, die je in Deutschland gezogen wurde — reden- ö Leipzig, 24. Okt. Der Verband deutscher Fahrrad- falls die erfolgreichste - nimmt also mit einerNiedeAage von der f änb Ie r besdstoß einstimmig, bei den einzelnen Regier- Rennbahn Abschied, wie Namouna ja ungen ohne Rücksicht auf die Gestaltung der Zollsätze für i nicht mehr auf der alten Hohe stand. Sre hat 1901 nur öaö s^s-istiae Handelsverträge hmzuwirken. Hofrennen, das Saphir-Rennen nnd 1 Zondo 'n ,24. Okt. DerAbgang derTruppenrn |?ge7b?^aZ?cap'e (7500^Mk. 1400 &.) Hrn. Behrens Südafrika ist überraschend gwst Astern ^asen Wa^ldmeister (Jones) 1., Winnetou 2., Briseis 3-j, Irma in Liverpool 18 Offiziere unb -76 Mann em, fast alle : Tot.: 139 :10. Pl.: 56, 21:10. Ferner: ©olboni, (5.6^. — 2. L . . f u § f t a n f unb schon wirb von Las Palmas die An- - Römer Hürden-Renncn. 3500 Mk. 2800 M.) Hrn. Bal-1 rlinw ^er Pretoria mit 627 Invaliden und Verwundeten und 1 duins Pandur (Graf Sponeck) 1. Aquavit 2. Onyx 3. -rot.: 18 : . £imar m|t 349 Verwundeten gemeldet. ; 10. Pl.: 13,14:10. Ferner : paideprmz, Cmnez. W a l d - Bandon 24 Okt. Die tägliche Verlustliste der : chens - Rennen. (8000 Mk. 2000 M.) Kal. Haupt-Gest. Grabitz ~ f , Truppen in Südafr ika beziffert sich für gestern . 1, ^-ni^ 5 'G°saug°m d!-L wilder ' Of'fizial-Wise. — 4. P r e is v 0 nRo d enst e in. (3000 Mk. 4000M.) jcci gelassen wurden und 10 an Krankheit ^brftorbene. Hrm Edingers Luerezia (Graf Sponeck) 1., Hortensia Bleu 2., Haag, 24. Okt. Regierung Wird das Gesetz ' Dld Chap 3. Tot.: 18 :10. Pl. 14, 14 :10. Ferner: Sacrcicoeur' betreffend d e n S ch u l z w a n g Nicht zuruckziehen, son^ Zankapfel, Bigarreau. - 5. Entschädigungsrennen. 6000 ^. bcrn dasselbe wesentlich abändern Das Gesetz hat bereits ‘ 400 M.) Hrn. B. Mays Fremdling (Ellwood) 1.,Hiraly 2., , ' m^^sse veranlaßt, und die Richter erklärten -to.uDoin, .Hicipii.-------------_— --Ircnzo Marqüez berichtet, haben die Buren bedeutende Bestellungen von Kanonen bei verschiedenen euro- ............■-**-“* .S Ä ist ein nahrhaftes und belebendes Getränk welches Nerven einen wohlthuenden Einfluss auf die äusübt. Unübertroffen für den täglichen Gebrauch. - /Lin fast neues Rad billiq zu verk. PH. Stier, Neuen-Bäue. Kelegecheitskailf dm zirka 1000 Paar nur erstklassigen Fabrikats. 7048 5.75 für für für Arische für mit Lederspaltsohle, FVZ empfiehlt 7056 6974] Walltho Eberhard Eetzger.l $ Näheres Äahnl 6974] Wallthorstratze 67, Kl. vermieten. Näheres Bahnhofstraße 57. Poppert. Vossius. Ntarktplatz 17. 6988] Möbliertes Zi 7022]Ni itmmec zu vcrm. iegelpfad 22, II. Al Grabenstraße 9, II. verm. Lindenplatz 4. 04273] Wetzlar 7008 Baaunternehmcr erhalten Vorzugspreise. Ein solcher Dauerbrand-Ofen kostet: ilBlöbl. 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