«r. 199 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 25. August 1901 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftrahe 7. Adresse für Drpeschent Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Lrschelnl tSglich mit Ausnahme bei Montags. rite Gießener Familien- IStter werden dem An- Mtger im Wechsel mit „Heff. bandwirt" und „Blätter jwr Hess. Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. »«nähme BonHnnlttn tu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinende» Rumtnct bi« vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten« abend« vorher. vezugrpreisvi-rteljährL Mk. 2.20, monatl. 75 Pfz mit Bringerlohn; durch bw Abholestellen vierteljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 Pfg. Bei Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. Aste Slnzeiaen-DermittlunQ» stellen bce In- und Auslandes nehmen Anzeigen für de» Giehrncr Anzeiger rmgeaen. Zetlenpreiü. lokal 11 PfH^ auüwärl« SO Pfg. GiehenerAnzeiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Amtlicher Feil. Bekanntmachung. In der Zeit vom 17. bis 24. August l. IS. wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Herrenjaquet, 1 Strohhut, 1 Filzhut, 1 schwarzer Auzug, 1 Helles Kleid, 1 Damen Hut, 1 Stiefel, 1 Damengürtel, 1 Shlips, 1 Pferdedecke und 1 Kinderleiterwagen; verloren : 1 silberne Uhr mit Kette, 1 Brosche, 1 Bank uote und 1 Packet Mauufaklurwareu. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 24. August 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ________________Hechler.____________________ Staatsgelder für die Handelsschiffahrt. Tie staatliche Subventionierung der Handelsschiffahrt litt in deli letzten Jahren allgemein vorgeschritten. Deutsch- lamd macht für diese Zwecke verhältnismäßig nicht erhebliche Aufwendungen. Etwa 8 Mill. Mark mögen jährlich aus der Reichskasse dem Seeverkehr zufließen. Die Subvention kc-mmt ausschließlich den Reichspostdampferlinien nach Ost- ni ien, Australien und Afrika zu gute. Ungefähr die gleiche Summe verausgabt die nordamerikanische Union für Zwecke her Handelsschiffahrt. In Italien belief sich die Subvention noch im Jahre 1895 auf 1 einhalb Mill. Lire, jm Jahre 1900 schon ckuf 9 einhalb Mill. Eine entsprechende Rückwirkung auf die Entwickelung der italienischen Handelsmarine ist bisher nicht erkennbar gewesen. Es fehlt eben an kräftigen Impulsen aus dem Jnlande, wie sie in erster Reihe iwt einer blühenden Export-Industrie auszugehen pflegen. Tpe ungünstigen Verhältnisse des italienischen Wirtschaftslebens machen sich auch nach; dieser Richtung hin bemerkbar. Erfolgreicher sind die Bemühungen Japans um seine Han- bk'lsflotte; das mächtig aufstrebende Kulturland im Osten ift; vor den größten Opfern nicht zurückgeschreckt: 14 ein- halb Millionen zahlte es im vorigen Jahre seinen Reedern und Schiffsbauern an Staatsünterstiützungen. Tas Geld mufcte auf dem Wege einer Inlandsanleihe aufgebracht werden, weil der vorhandene Staatsschatz durch die China- lLpcdition bis aufs äußerste in Anspruch genommen war. England hat für seine gewaltige Kauffahrteiflotte nur wenig Nisehr an Subvention gezahlt als Japan: im vorigen Jahre l.'> einhalb Mill. Mark. Es ist wohl möglich- daß England hiirse Unterstützungen für die Zukunft um ein beträchtliches erlhöht, da in kurzer Zeit nicht weniger als 4 seiner Schiffs- 1 im len durch Verkauf in deutsche und amerikanische Hände üb-ergegangen sind. Tie Konkurrenz unter den seefahrenden Rationen hat sich neuerdings derart verschärft, daß England ungewöhnliche Anstrengungen machen muß, um [ufj seine wirtschaftlichen Einflußsphären zu sichern. Man fd eint geneigt, durch! Gewährung staatlicher Prämien die britischen Rheder mehr als bisher für den Bau von Riesen- Schnelldampfern — von denen Deutschland bekanntlich eine stattliche Anzahl besitzt — zu interessieren. Nirgends jedoch ist das System der Sch.iffsprämien so entwickelt wie tu Frankreich. Seit 1881 hat die Republik rund 800 Mill. Francs für ihre Handelsflotte ausgegeben, und allein im vorigen Jahre betrug die Subvention 36 Mill. Es ist darin richt nur die außerordentlich hohe Entschädigung für die Beförderung der Post enthalten, sondern auch die Summe der Bau-Prämie.i, der Meilengelder und der Ermäßigungen in den Schiffahrtsabgaben. Wenn trotz alledem die Ent- tvrckelung der französischen Handelsflotte sich nur langsam vollzog, zeitweilig sogar ins Stocken geriet, so ist dos wohl hauptsächlich auf den Hang der Franzosen zum Sc'gelschisfsbau zurückzuführen. In allen anderen Ländern hot das Dampfschiff den Segler mehr und mehr verdrängt; nur Frankreich befand für gut, Prämien für den'Segel- ichiiffsbau beizubehalten und sie allgemach sogar höher bemessen, als die für den Bau von Dampfern. Die Wge toar eine Ueberproduktion von Seglern, die in Bezug auf und Tragfähigkeit mit den modernen Kämpfern >?un einmal nicht konkurrieren können. Jetzt geht die franzv,^^ Regierung mit der Absicht am, die Prämien für Tamp^iffe zu verdoppeln. Der Vorsprung, den die Handelsflotten -^'tschlands und der Vereinigten Staaten gewonnen haben, wtr^ sich auch dadurch nicht srl-ald einholen lassen. ' _ Politische Tagesschau. Von dem sächsischen Gesandten ist Joeint Reichskanzler airgeregt worden, die „Behandlung Kranker aus der Ferne" durch Reichsgesetz zu verbieten, ife-meint ist unter solcher Behandlung die ausschließlich briefliche Behandlung, die gemeinhin mit Anpreisung be- jomderer Heilverfahren verbunden ift, und die von approbierten Aerzten vereinzelt, am häufigsten aber von Nicht- vpprobierten geübt wird. Der Reichskanzler hat das Reichs- gcs undheitsamt um die Erstattung eines Gutachtens ersucht. diesem Gutachten sprich sich das Amt für das Verbot ler: ausschließlich brieflichen Behandlung Kranker mit dem deiner$en, daß das Verbot in gleicher Weise für approbierte Aexzte wie für Nichtapprobierte gelten soll. Anders aber nnLl das Gesundheitsamt die Frage beurteilt wissen, ob den aoprobierten Aerzten die gelegentliche Behandlung Kranker aus der Ferne gestattet sein soll. Es heiß! in dem Gut- ahlten: „Ter gelegentlichen Behandlung Kranker aus der 1 Derne wird in besonderen Notfällen, sowie in schwachbevölkerten und schlecht mit Aerzten versehenen Gegenden niemals ganz zu entraten sein. Tie Einführung eines allgemeinen Verbotes einer derartigen Behandlung würde namentlich von der minderbemittelten Landbevölkerung als eine Härte empfunden werden und geeignet [ein, dieselbe mehr noch als bisher den vrtsangesessenen Kurpfuschern zuzuführen. Für den Fall, daß einer einheitlichen Regelung des Gegenstandes näher getreten wird, wäre daher von einem unbedingten Verbot jeglicher Fernbehandlung ebenso abzusehen, wie dies in der sächsischen Standesordnung geschehen ist, welche gleichfalls nur die ausschließliche (briefliche) Behandlung Kranker aus der Entfernung als unzulässig bezeichnet. Gegen den Erlaß eines allgemeinen Verbots der Ankündigung und Anpreisung der Fembehandlung liegen Bedenken nicht vor. Gin rechtliches Hindernis dürste nicht entgegenstehen. Tenn der im § 1 der Gewerbeordnung ausgesprochene Grundsatz der Gewerbefreiheit bezieht sich nur auf die Zulassung zum Gewerbebetriebe, nicht auf die Art der Ausübung desselben, abgesehen davon, daß dieses Gesetz nach § 6 auf die Ausübung der Heilkunde überhaupt nur insoweit Anwendung findet, als es ausdrückliche Bestimmungen darüber enthält. Es ist voraussichtlich in allen Bundesstaaten auch eine gesetzliche Grundlage vorhanden, um Polizeiverordnungen zum Schutz von Leben und Gesundheit zu erlassen. In denjenigen Staaten, in denen ärztliche Ehrengerichte mit Strafgewalt über alle approbierten Aerzte staatlicherseits errichtet sind, dürften die angeregten Vorschriften nur auf die nicht approbierten Personen zu erstrecken fein." ________ Die Erwartung gewisser Pariser Ehauvinistenblätter, der Zar werde keinenfalls vor seinem Besuch in Frankreich mit Kaiser Wilhelm eine Begegnung haben, ist getäuscht worden. Nikolaus II. hat in einem eigenhändigen Schreiben die Einladung des deutschen Kaisers zu den etwa am 12. September beginnenden Flottenmanövern in Danzig angenommen. Dadurch giebt der Zar einerseits seiner freundschaftlichen Gesinnung gegenüber Deutschland Ausdruck, andererseits will er wohl die Alliierten eben so zart toie deutlich wissen lassen, daß sie im Irrtum fein und den Wünschen ihres Verbündeten und*demnächstigen Gastes zuwider handeln würden, wenn sie in der Fahrt des Zaren nach Frankreich eine gegen Deutschland gerichtete „Spitze" erblickten, oder solche zu „konstruieren" sich bestreben wollten. Die französische Regierung scheint in diesem Sinne schon von Petersburg aus informiert zu sein. Denn es ist wohl auf die Initiative des Zaren zurückzuführen, daß die französische Regierung die deutsche „in besonders höflicher Form" von dem bevorstehenden Zarenbesuch in Frankreich verständigte. Tie Hetzpolitiker jenseits der Vogesen können also auf Der ganzen Linie zum Rückzug blasen. Das Zusammentreffen des Zaren mit dem König von England, wird übrigens, wie wir zuverlässig erfahren, nicht auf deutschem Boden, sondern erst in Kopenhagen stattfinden. Der Reichtum Europas am Ende des 19. Jahrhunderts wird in einer Arbeit, die in dem neuesten „Dictionary of Statistics" in London erschienen ist, von Mulhall berechnet: Danach beträgt das Kapital Europas, sein Gesamtreichtum beweglicher und unbeweglicher Art 1175 Milliarden, das bewegliche Kapital allein etwa 500 Milliarden. Hinsichtlich des Gesamtreichtums ordnen sich die Hauptstaaten Europas in folgender Reihenfolge: England 295 Milliarden, Frankreich 247, Deutschland 201, Rußland 160, Oesterreich 103, Italien 79, Belgien 25, Holland 22 Milliarden. Die Entwickelung des Reichtums im 19. Jahrhundert ist besonders in England eine ungewöhnliche gewesen, während die für Frankreich eine weit geringere ist. Das bewegliche Kapital wird folgendermaßen angegeben: Für England auf 106 Milliarden, Frankreich 65, Deutschland 37, Rußland 14, Oesterreich 10, Italien und Belgien je 7, Holland 6 Milliarden. Die Reihenfolge ist also dieselbe wie bei dem Gesamt- reidjtum, aber das Verhältnis ist schwankend, am größten ist es bei den Industrieländern, am schwächsten bei denen, deren Industrie nnd Handel erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Während das bewegliche Kapital in England 35 v. H. beträgt, in Belgien 28, in Holland 27, in Frankreich 26, in Deutschland 18, fällt es in Rußland, Oesterreich und Italien auf 9 b. H. Wenn das Gesamtvermögen der einzelnen Länder auf die Kopfzahl der Bevölkerung berechnet wird, so gelangt man zu einer anderen Reihenfolge. Jeder Engländer besitzt durchschnittlich etwa 5920 Mk., der Franzose 5290, der Holländer 3680, der Belgier und Deutsche je 3120, der Oesterreicher und Italiener je 2000 und der Russe 1200 Mk. Wenn nur das bewegliche Kapital in Betracht gezogen wird, besitzt der Engländer im Durchschnitt 2120 Mark, der Franzose 1360, Der Holländer 1000, der Belgier 855, der Deutsche und Italiener je 560, der Russe 115 Mk. Die Belastung des Budgets für die verschiedenen Staaten Europas wird in runden Ziffern folgendermaßen angegeben : Deutschland 4 Milliarden, also 2 y. H. seines Gesamt-Reichtums, England 3 Milliarden oder 1 v. H., Frankreich 3 einhalb Milliarden oder 1,4 v. H., Rußland 2 Milliarden 700 Millionen oder 1,7 v. H., Oesterreich 2 Milliarden oder 1,8 v. H., Italien 1 Milliarde 800 Millionen oder 2,3 v. H., Belgien 375 Millionen oder 1,5 v. H., Holland 300 Millionen oder 1,4 v. H. — Danach würde die Belastung des National-Bermögens (nicht der Einkommen) durch die Staats-Ausgaben in Italien am größten fein, und es folgen weiter: Deutschland, Oesterreich, Rußland, Belgien, Frankreich, Holland und England. Es braucht kaum ausdrücklich bemerkt zu werden, daß Berechnungen wie die des „nationalen Vermögens" sehr unsicher sind. Engländer und Buren. Die „Daily Mail" berechnet die Verluste Der Buren an Gefallenen, Verwundeten, Gefangenen und Leuten, die sich ergeben haben, seit dem Bericht Kitcheners vom 8. Juli, Der am 21. ds. in London veröffentlicht wurde, und in der Die Gesamtzahl Der noch im FelDc stehenden Buren auf 13 500 Mann angegeben wurde, folgendermaßen: Am 10. Juli wurden gemeldet: 40 Gefallene, 27 Verwundete, 182 Gefangene und 21 Leute, die sich ergaben; am 16. Juli: 32, 34, 307, 140; am 23. Juli: 43, 25, 190, 126; am 31. Juli: 24, 25, 223, 80; am 13. August: 39, 20, 685, 85; am 21. August: 64, 20, 248, 95; zusammen also 242 Gefallene, 151 Verwundete, 1835 Gefangene und 547 Leute, die sich ergaben. Demnach haben Die Buren in der Zeit vom 8. Juli bis zum 21. August 2775 Leute verloren, sodaß heute nur noch 10.725 Buren im Felde stehen Dürften. Man wirD Diesen Angaben nicht ohne weiteres Glauben schenken Dürfen. Ter „Standard" meldet ,aus Pretoria vom 21. August: Louis Botha ist, nad)Dem er den Südosten Transvaals besucht hatte, wo er alles that, um die im Felde stehenden Buren zu erneuerten Anstrengungen anzufeuern, wie verlautet, nadj der Gegend von Bethel zurückgekehrt. Viljoen soll in der Umgegend von Lijdenburg fein. Ein Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria vom 23. meldet: Oberstleutnant Williams, der mit einer Kolonne das Vaalthal gegen Klerksdorp hinaufzog, fand am 19. August Spuren eines großen Trekks in der Nähe von Kalkoenplats. Williams holte nach scharfem Galopp die trekkenden Buren ein, unD erbeutete nach; heftigem Kampf 9000 Patronen, 80 Wagen und viel Vieh; 18 Buren, Darunter der Landdrost von Bloemhof und der Telegraphist Tutvit, wurden gefangen genommen. Eine Kapstädter Meldung des „Reuterfchen Bureaus" lautet: Drei von den in Eamdeboo am 22. Juli verhafteten dreizehn Aufständischen wurden zum Tode verurteilt, und in Graaf Steinet erschossen. Die übrigen zehn zu lebenslänglicher Zwangsarbeit auf Der BermuDas - Insel verurteilt. — Weiter melDet Reuter: Auf Grund des Kriegsrechts ist am 20. August ein Befehl ergangen, durch Den die Schließung aller Geschäfte im Bezirk von Queenstown in der Kapkolonie ungeordnet und bestimmt wird, daß alle Güter, die für den Feind möglicherweise von stutzen sein könnten, in gewisse, genau bezeichnete Städte zu schaffen sind. Ein anderer Befehl verbietet Die Annahme von Vorräten, Die Zivilpersonen gehören, bei Den Stationen Der Ostbahnlinie, mit Ausnahme gewisser, besonDers bezeichneter Stationen. Ten Bewohnern des Landes ist verboten, mehr Lebensmittel zu besitzen, als für eine Woche erforderlich ist. — Eine Dritte Sieuterfdjie MelDung aus Pretoria besagt: Abgesehen von Der allmonatlich einer Anzahl von Flüchtlingen erteilten Erlaubnis, nach Transvaal zurückzukehren, wurde Dies neuerdings 300 Flüchtlingen gestattet. Letzter Tage hat das britisch^ Kriegsamt einen zusam- fassenden Ueberblick Loro Kitcheners über die Operationen zwischen Dem 8. Mai und dem 8. Juli veröffentlichst, Der manches Interessante enthält. Von Der Zusammensetzung Der südafrikanischen Streitkräfte sagt Kitchener: „Während der Monate April, Mai und Juni wurde das gesamte ursprüngliche Kontingent Der Reichs-Yeomanry und verschiedene Der früheren australischen und neuseelänDischen Kchckingente allmählich von hier (Südafrika) zurückgezogen, und obgleich^ sie durchs neue Reichs-Deomanry in einer Stärke von 16 000 Mann, andere überseeische Kontingente und Die frisch gebildete Südafrikanische Polizeitruppc ersetzt wurden, war es nicht zu erwarten, daß diese unausgebildeten Leute trotz gutem Willen imstande sein würden, die Lücke auszufüllen, welche durch! die Abfahrt so vieler alter, erfahrener Soldaten gerissen worden war. Es war zunächst unmöglich, eine große Zahl der Neomanry-Rekru- ten sofort ins Feld zu stellen, von Denen viele weDer reiten noch schießen konnten, unD die Notwendigkeit, sie zum Drill und zur Ausbildung im Schießen bei den Verbindungslinien zurückzuhalten, beeinträchtigte unvermeidlick> für eine Weile die Thätigkeit der mobilen Kolonnen. Einige wenige Leute Huben sich alls völlig ungeeignet für die von ihnen erwurtete Thätigkeit erwiesen, über befriedigender Fortschritt ist gemuckst worden, und wird weiter gemacht, und sie erwerben sich allmählich Erfahrungen im Felde. Der Rest der ursprünglichen freiwilligen Train ko mpugnien ist ebenso wieder vollzählig gemacht worden, und die Entsendung von neun letzthin ausgestellten Milizbataillonen aus Englund hat Anordnungen zur Rücksendung einer entsprechenden Zahl von Einheiten aus Südafrika ermöglicht. Die südafrikanische Polizeitruppe (besser Schutztruppe) wird- allmählich eine leistungsfähige Truppe. Sie hat auck) einen bemerkenswerten Drill erlangt. Indem fie in Der Nähe Der Eisenbahnen operiert, und befestigte Posten besetzt hält, die weite Flächen einschließen und so den Feind an dem Durchzug durch gewisse Bezirke verhindern, hat sie schließlich einen ansehnlichen Wert erlangt, und löblichen Geist und Ausdauer gezeigt!" Nach Aufzählung der einzelnen Operationen der Unterführer faßt Kitchener sein Urteil folgendermaßen zusammen: „Der Huupterfolg der jüngsten Operationen (vom 8. Mai bis 8. Juli« ist Die allmähliche Schwächung Der feindlichen Ossensivmacht gewesen. Während der Monate Mai und Juni sind die Verluste der Buren zweifellos sehr schwer gewesen, und in den beständigen kleinen Gefechten unD Scharmützeln müssen sie viele Verluste gehubr haben, die niemals gemeldet worden sind. Tas häufige Gefangennehmen fährt fort, die Zahl Der Leute, Die noch im Felde stehen, beständig zu verringern. Ter Verlust Der Ochfenwagen hat ernstlich des Feindes Beweglichkeit und Verpflegungswefen getroffen, und obgleich die Buren noch im stände sind, im Notfälle eine ansehnliche Zahl von Leuten z -u verein igen, so sind sie meiner Ansicht nach jetzt doch unfähig, einen umfassenden Operationsplan auszuführen. Geteilt in kleine Abteilungen von 300 oder 400 Mann, sind fie über das ganze Land planlos und hoffnungslos versprengt, und bei der Annäherung unserer Truppen zerstreuen sie sich, um sich in der Nähe wieder zu vereinigen, wenn unsere Leute vorüber sind. In dieser Weise setzen sie einen hartnäckigen Widerstand fort, ohne irgend etwas festzuhalten oder den kleinsten Teil dieses verwüsteten Landes zu verteidigen. Der scheinbar unerschöpfliche Vorrat von Mehl und Mais liefert ihnen Nahrung, aber sie haben knappe Munition, mit der sie sparsam umgehen, wenn ihnen nicht ein llcberfall oder Hinterhalt aus einige detachierte Abteilungen unserer Truppen gelingt, die an Zahl viel schwächer sind als sie selbst. Ich halte dafür, daß in Transvaal, der Oranjeflußkolonie und der Kapkolonie im ganzen jetzt nicht mehr als 13 500 Buren im Felde stehen, aber bei der Länge der Eisenbahnlinien, von denen jedes Meter verteidigt werden muß, um unsere Zufuhr für Militär- und Zivilbehörden zu sichern, und was noch wichtiger ist, den Feind daran zu hindern, seinen Bedarf durch Wegnahme unserer Züge zu decken, ist die Haltung einer großen Zähl Truppen fortgesetzt eine Notwendigkeit. Ebenso sind mobile Kolonnen erforderlich um gegen die zersprengten feindlichen Banden zu operieren und die Erschöpfung ihrer Hilfsquellen zu vervollständigen. Wie bei jeder Guerillakriegführung ist das ein s ch w i e r i g e r P r o z e ß , und große Geduld ist erforderlich bis das unvermeidliche Ende eines sinnlosen Widerstandes erreicht ist, den einige als patriotisch ansehen mögen, der aber meines Erachtens schon lange eine solche Bezeichnung verwirkt hat, und midji eine nicht zu rechtfertigende Verlängerung der Kriegsleiden der Frauen und Kinder wird. Eine solche Fortsetzung der Feindseligkeiten, die so viele Verwüstungen des Landes und Unglück den eigenen Familien verursachen, ist der unwissenden Anmaßung von Führern zu verdanken, die, obgleich ursprünglich Gegner des Krieges, jetzt nicht willens sind, sich zu unterwerfen, was, wie fie voraussehen, seine unvermeidliche Folge sein wird. Die Burenpartei, die den Krieg erklärt hat, hat das Feld geräumt und drängt jetzt diejenigen, welche sie verlassen hat, um einen unnützen Krieg fortzusetzen, indem.sie den unwissenden Bürgern lügnerische Versprechungen über auswärtige Hilfe macht und indem sie abgeschmackt trügerische Hoffnungen weckt, daß Großbritannien nicht genügend Ausdauer hätte, um seine Sache durchzuführen." Deutsches Reich. Berlin, 23. Aug. Aus Wilhelmshöhe wird gemeldet: König iE d u a r d traf um 12.50 Uhr auf der Station Wilhelmshöhe ein. Zum Einpfange waren der Kaiser in der Unifornr eines englischen Admirals, die hier anwesenden Herren des Hauptquartiers und der Gesandte von Tschirschky und Bögendorff erschienen. In der Begleitung des Königs befanden sich der Botschafter Lascelles und zwei Herren seines Gefolges. Der König trug die Uniform der Gardedragoner. Nach herzlicher Begrünung begaben die Monarchen sich im offenen Vierspänner in das Schloß, wo eine Tafel stattfand. Die Tafel war mit dem großen Tafelaufsatz geschmückt, die der Kaiser dem König ^slm Geschenk macht. Im Laufe des Vormittags hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Marinekabinetts. König Eduard ist gegen 4 Uhr wieder abgereist. Der Kaiser begleitete ihn bis zur Station. — Der preußische Kr ie g s m i n i ste r hat verfügt, daß den Land le u t en zur Aushilfe des in verschiedenen Landesteilen eingetretenen Notstandes eine Unterstützung dadurch gewährt werden soll, daß ihnen Gelegenheit geboten wird, Kleie, Abfälle u. s. w. bei den Proviantämtern nach Bedarf freihändig zu kaufen. Damit soll dem vielfach vorhandenen Futtermangel abgeholfen werden. Der Preisberechnung sollen die in der zuletzt erfolgten Versteigerung von Kleie und Abfällen erzielten Turchschnitts- gebote zu Grunde gelegt werden. — Zu Baden-Baden ist der Major a la suite des Generalstabes der Armee Graf Hans Bogislav v. Hacke im 43. Lebensjahre gestorben. Im Jahre 1895 wurde er als Hauptmann zur deutschen Gesandtschaft in Brüssel kommandiert, 1897 zum Major befördert, 1899 von Brüssel ab berufen und als Generalstabsofsizier zur Großh. Hessischen (25.) Division kommandiert. Krankheitshalber von dieser Stellung enthoben, wurde er a la suite des Generalstabes gestellt. — Ter Führer der Freisinnigen Volkspartei, Eugen Richter, der am 30. Juli sein 63. Lebensjahr vollendete, hat, wie bereits mitgeteilt, den gescheiten Gedanken gehabt, auf seine alten Tage dem Junggesellentum zu entsagen und ftch mit der Witwe seines vor anderthalb Jahren verstorbenen Parteigenossen Ludolf Parisius zu verloben Frau Parisius ist die Tochter des gerichtlichen Bücherrevisors Bierstedt. Im Jahre 1843 zu Berlin geboren — ülso fünf Jahre jünger als Eugen Richter — heiratete sie 1862 den Landtagsabgeordneten und Kreisrichter Ludolf Parisius. Aus dieser Ehe sind drei Söhne entsprossen. Der älteste ist Vorstandsmitglied der Volksbank in Kreuznach, der zweite ist gestorben, der dritte ist in der Deutschen Genossenschaftsbank angestellt. Der Abg. Eugen Richter ist mit der Familie seit mehr als dreißig Jahren eng befreundet. — Ein^ Anzahl in Berlin lebender Korrespondenten italienischer Blätter hat an den italienischen Minister des Auswärtigen, Prinetti, eine Denkschrift gesendet, in der sie über die mangelhafte Vertretung der Interessen der verletzten Partei im Prozesse gegen den Baron Stieten- cron Beschwerde führen. Zugleich wird der italienische Minister des Auswärtigen ersucht, veranlassen zu wollen, daß diese Interessen in der höheren Jnshanz wirksamer vertreten werden. S; a m 6 u r g, 23. Aug. Am 2. ds. Mts. findet auf der Werft Blohm & Boß der Stapellauf des ersten der beiden großen Reichspostdampfer statt, die für die Hamburg- Amerika-Linie erbaut wurden. Der Dampfer soll den Namen „Moltke" tragen. Die Taufe vollzieht General Moltke. Ausland. Paris, 23. August. Der „Rappel" erfährt, der französische Botschafter in Rom, Barröre, habe den Präsidenten Loubet davon verständigt, daß der König von Italien beabsichtige, in diesem Herbst oder im kommenden Frühjahr Frankreich zu besuchen. Marseille, 23. August. Ein festlicher Empfang wird den helmkehrenden China-Kriegern am 24. September hier beim Betreten des heimatlichen Bodens bereitet werden. Der Präsident der Republik wird sie begrüßen und eine größere Zahl von Orden und Ehrenzeichen an fie verteilen. „La France militaire" bemerkt zu dieser Mitteilung, daß die Haltung der Truppen, die durch jene Auszeichnung gewürdigt werden solle, erst neulich durch den Feldmarschall Grafen Waldersee besonders rühmend hervorgehoben sei. Barcelona, 23. August. Sechs mit einer Zündschnur versehene Bomben wurden im Keller einer Drahtgewehr fabrik gefunden und von Artilleristen zur Untersuchung fort' geschafft. * New-York, 23. August. Einem aus Willemstad (Cura^ao) eingegangenen Telegramm zufolge sind 800 Mann aus Maracaibo und Caro, die auf venezolanischen Dampfern befördert wurden, in Columbien, nahe beim Rio Hacha, eingerückt, um Uribe Hilfe zu leistet.. Die Venezolaner haben auch Munition gesandt. Der Führer der Aufständischen Pietrie, der kürzlich verhaftet worden war, ist vom Präsidenten Castro freigelaffen worden. Neuen Meldungen aus Colon zufolge handhabt die Regierung von Columbien in scharfer Weise die Zensur. Aus Stadt und Land. Nachrichten von allgemeinem Jntereffe sind uns stets willkommen und werden angenreffe« honoriert. Gießen, den 24. August 1901. ** Das Programm des Promeuaden-Kouzertes in der Südanlage am Sonntag ist das folgende: Ouvertüre z. Op. Undine von Lortziug, Neue Walzer von E. Ludwig (K. H.), Melodie celdbre von Rubinstein, Ludwigs-Marsch von E. v. Buri. • * Das neue Adreßbuch wird Anfang Dezember d. I. erscheinen. Im Interesse des Unternehmens erscheint es ge gebvten, die z. Zt. zur Verteilung gelangenden Fragezettel möglichst sorgfältig auSzufülleu. Der Subskriptionspreis wird 2,60 Mk. betragen. • * Epileptischer Anfall. In der Nähe des „Kaiserhofs" bekam gestern abend gegen 9 Uhr ein Weißbindergeselle epileptische Krämpfe. Er fiel hin und begann, mit Händen und Füßen um sich zu schlagen. Nur dem sofortigen Hinzuspringen einiger Männer, die ihn nur mit größter Mühe festhalten konnten, hat er eS zu verdanken, daß er vor größeren Verletzungen bewahrt blieb. * • Ueberführung der Leichedes Prof. Dr. Steinbrugge. Gestern nachmittag kurz nach 3 Uhr wurde die Leiche des Prof. Dr. Steinbrügge nach dem Bahnhof übergeführt. Nachdem Pfarrer Dr. Naumann im Trauerhause im Beisein der Familie und anderer Verwandten des Verstorbenen eine kurze Trauerandacht abgehalten hatte, setzte sich der reich mit Kränzen geschmückte Leichenwagen mit dem ebenfalls geschmückten Sarge, der die sterblichen Ueberreste des Verblichenen enthielt, nach dem Bahnhof in Bewegung. Vor dem Sarg schritt Pfarrer Dr. Naumann, hinter dem Sarge die Verwandten des Hingeschiedenen und einige Kranz trägerinnen; dann folgten die übrigen Trauernden, Dozenten »er Universität, frühere Hörer und andere Bekannte des Der torbeuen. Auch eine Anzahl von Studenten hatte sich ein gefunden, um ihm das letzt Geleit zu geben. Auf dem Güter bahnhof wurde der Sarg in den Wagen gehoben, mit dem er dann gegen 5 Uhr nach Hamburg abging, wo die Bei setzung stattfinden wird. ** Entlassung der Reserve. Als spätester Entlaffungstag ür die diesjährigen Reservisten ist der 30. September festgesetzt. Bei denjenigen Truppenteilen, die an den Herbstübungen teilnehmen, findet die Entlassung der zur Reserve zu beurlaubenden Mannschaften in der Regel am zweiten, ausnahmsweise am ersten oder dritten Tage nach deren Beendigung oder nach dem Eintreffen in den Standorten statt. Die Train-Mannschaften, die Oekonomie-Handwerker und >te Krankenwärter werden am 30. September entlassen. Die Einstellung der Rekruten erfolgt in diesem Jabre bei allen Armeekorps bis zum 19. Oktober. Die Einjährig- Freiwilligen treten am 1. Oktober ein, die Mehrjährig- Freiwilligen in den Tagen vom 17. bis 19. September. Im vorigen Jahre war ein Versuch gemacht worden, daß Rekruten und Mehrjährig-Freiwillige, wenn sie im Bezirke eines Armeekorps für Truppenteile desselben gezogen waren, ohne Sammlung bei den Bezirkskommandos sich zu ihren Truppenteilen zu begeben hatten. Diese Neuerung ist jetzt allgemein eingeführt worden. * • Gefaßter Ausbrecher. Der am Freitag, den 16. August, aus dem Provtnzial-Arresthaus in Gemeinschaft mit einem anderen, inzwischen wieder eingefangenen Häftling Ent- prungeue ist in Offenbach am 22. ds. unter dem Verdacht, einen Fahrraddiebstahl begangen zu haben, verhaftet worden. Bei dem mit ihm angestellten Verhör stellte sich heraus, daß er zwar an dem Fahrraddiebstahl unschuldig, daß man aber n ihm des Entsprungenen wieder habhaft geworden ist. Er wird am Montag nach Gießen zurücktransportiert werden. fc. Butzbach, 23. Aug. Aus der hiesigen Strafanstalt wurde heute der Redakteur ZielowSki von der „Frankfurter Volksstimme" entlaffen, nachdem er seit dem 2. Mai tu der Anstalt zur Verbüßung von Gefängnisstrafen wegen Belei- digung des Stationsvorstehers Bachler in Neu-Isenburg und des KrankenkaffenkasfiererS in Vilbel hat zubringen müssen. ):( Friedberg, 23. August. Gestern gerieten zwei in Dorheim bei Landwirt Breidenbach beschäftigte Arbeiter in Streit, in deffen Verlauf der eine namens Karl Rühr ich seinen Gegner Theiß mit einem Meffer in der Nähe der linken Schläfe in den Kopf stach, sodaß sein Opfer bewußtlos zusammenstürzte. Der Thäter ergriff sofort die Flucht. Der Verletzte mußte ins Hospital nach Friedberg gebracht werden. b. Friedberg, 23. August. Nach dem gestrigen Gemeinderatsbeschluß werden am 2. September hier die Wahlen der 15 Stadtverordneten für die vereinigten Gemeinden von Friedberg und Fauerbach fiattfinden, und zwar wählt Friedberg 11 und Fauerbach 4 Stadtverordnete. Bekanntlich tritt die Bereinigung und die Städteordnung für die beiden Gemeinden am 1. Oktober in Kraft. — Da der projektierte Bau einer Straßenunterführung unter dem Bahnkörper in Kürze zur Ausführung kommt, wird der Verkehr zwischen den Gemeinden immer inniger werden. Die Einwohnerzahl beträgt nach der Bereinigung nahezu 9000 Seelen. — Man plant jetzt, um die Stadtkirche Anlagen Herzufiellen und ein Kriegerdenkmal, wahrscheinlich auf dem Platz vor dem neuen Gymnasium zu errichten. In einer Beziehung fehlt unserer Stadt noch etwas: es fehlen ausgedehnte Promenaden und schattige Anlagen; der schöne Burggarten aber ist leider nur wöchentlich zweimal, am Montag und Donnerstag, geöffnet. ü. Muscheuheim, 22 August. Schon seit einigen Jahren bestand in der hiesigen Gemeinde eine Schülerbibliothek, die aber durch die geringe Anzahl der Bände das Lesebedürf. niS der Schüler nicht befriedigle. Es wurde nun durch Pfarrer Köhler und Lehrer Günther im Herbst vorigen Jahres zur Gründung einer Volksbibliothek geschritten. Unter« stützt wurde das Unternehmen durch Bürgermeister Roth und Herrn Eifer, von denen der erstere 30 Mk. aus der Gemeindekaffe und letzterer aus der Kaffe des Bauernvereins ebensoviel dem Verein überwies. (Eine stattliche Anzahl von Bänden spendete in dankenswerter Weise auch der Verein für Bolksbildung in Berlin. Obwohl anfangs hier und da eine gegnerische Stimme auftauchte, wurde die Bibliothek a« 1. November v. I. doch eröffnet, und eS wurden bis zum Mai nicht weniger als 953 Bände ausgegeben. Heute ist denn auch wohl niemand mehr da, der diese Einrichlung miffen möchte. Die Anzahl der Bände, über die die Bibliothek verfügt, beträgt jetzt 106. Auch für dieses Jahr sind einige Bücher zur Anschaffung in Aussicht genommen, nicht allein unterhaltende, sondern auch belehrende, so daß wohl angenommen werden darf, daß daS junge so erfolgreich begonnene Unternehmen sich zum Segen unserer Gemeinde weiter entwickeln wird. □ Orlenberg, 23. Aug. Sonst wurde die Generalversammlung der Sparkasse stets am „Ludwigstage* abgehalten. In diesem Jahre fand sie eingetretener Hinder- niffe halber schon heute statt. Zirka 30 Gemeinden find an dem Sparkaffenbezirk Ortenberg beteiligt. Die Verhand- luugen, die von dem Präsidenten der Stiftung, Oberförster Dr. Weber-ConradSdorf, geleitet wurden, ergaben ein recht erfreuliches Bild von der Umsicht, mit der das Institut geführt wird, das vielen gemeinnützigen Anstalten schon seit Jahren bedeutende Unterstützungen zufließen läßt. Daeigene Vermögen ist auf 115,286 Mk. 17 Pfg. angewachsen. Gegenwärtig beläuft sich der Kapitalausstand auf 1,112.851 M. 89 Pf., die Kapitalschulden auf 1,036,573 Mk. 01 Pfg. RegierungSaffeffor Dr. Neid Hardt-Büdingen wohnte den Verhandlungen bei. Nach der Generalversammlung fand ein gemeinsames Festessen tat Gasthaus „zur Post" statt. § Oppershofen, 23. August. Gestern feierte Dekan Appel hier sein 50jähriges Priesterjubiläum. Dem Jubilar zu Ehren hatte unser Ort Festschmuck angelegt. Schon am Vorabend veranstaltete man einen imposanten Fackelzug. Am DonnerStagmorgen fand feierlicher Gottesdienst statt, dann Gratulationscour und Ueberreichuug der Geschenke; mittags war Festtafel. An der Feier nahmen auch auswärtige Geistliche und Bekannte des Jubilars, sowie ein Vertreter der Behörde teil. Herr Appel ist der älteste Zögling des vor 50 Jahren eröffneten PriesterseminarS zu Mainz. 1899 beging er daS 25 jährige Jubiläum als Pfarrer von Oppershofen. Durch sein segensreiches Wirken und humanes Wesen hat er sich die Herzen aller Gemeinde- Mitglieder erobert. Frankfurt a. M, 23. Aug. Wir berichteten bereits vor mehreren Tagen über die Affaire von BandrowSky, die, nachdem Intendant Jensen seinen seitherigen Heldentenor that- sächlich als kontraktbrüchig erklärt hat, in der Kunstwelt großes Aufsehen verursacht. Herr v. BandrowSky hat hier noch etwa 6000 Mk. Gage liegen, auf welche höchstwahrscheinlich von feinen Gläubigern Beschlag gelegt wird. Der Hauptgläubiger dürfte aber unter Umständen die neue Theater Aktien-Gesellschaft sein, die von dem Kontraktbrüchigen eine Jahresgage, gleich 25,000 Mark, zu fordern hätte. Der Künstler gab vor Jahresfrist seine eigene Häuslichkeit auf — angeblich weil ihm die Manichäer die Freude daran verdarben, und wohnte int „Frankfurter Hof". Er war ein eifriger Automobilist, sein teurer Panharce Wagen steht ebenfalls noch hier. Auf die Sympathien des Frankfurter KunftPublikumS darf Herr von BandrowSky nicht mehr rechnen, obgleich er dieselben wie kaum ein zweiter Künstler besaß; diese hat er sich durch sein fragwürdiges Benehmen völlig verscherzt. •• Kleine Mitteilungen an»?Hessen nn> den RaäBcrflootf«. In Gründ erg hat man beschlossen, dafi auch diesmal wieder der Gedenktag der Schlacht bei Sedan als Jugend- und Volksfest gefeiert werden soll. Die Feier wird am 1. September in der hergebrachten Weise stattfinden. Festredner ist Rektor Dr. Busch. — In dem Steinbruch bei Ehringshausen verunglückte am Donnerstag der Besitzer Dauster, indem er von beträchtlicher Höhe absckirzte und schwere Verletzungen davon trug. —- Der 32 jährige ledige Dachdeckergehilfe Johannes Hahn aus Arheilgeu, der am Neubau der Artilleriekaserne in Darmstadt beschäftigt war, ist am Donnerstag nachmittag vom vierten Stockwerk aus durch den noch nicht ausgestickten Bau hindurch bis in den Keller gestsürzt und Hai sich anscheinend schwere innere Verletzungen zugezogen, so dafi seine Aufnahme in das städtische Krankenhaus erfolgen mußte. — 3n Bingen haben bei der Stadtverordnetenwahl die Kandidaten der Bürgerpartei über die der Volkspartei gesiegt — Auf der Bahnstation Eppertshausen ereignete sich am Donnerstag ein schwerer Unfall. Der von Ober-Roden kommende Frühzug Nr. 662> war noch nicht ganz zum Stehen gekommen, als der 34 jährige Pflasterer Martin Müller von Eppertshausen auffprang, um in einem Wagen 4. Klasse noch einen Sitzplatz zu erlangen. Müller glitt hierbei ab und kam vor die Räder des noch in Bewegung befindlickien Zuges. Hierbei wurde er eine kleine Strecke geschleift und kam zuletzt üioch *mit dem ganzen Körper zwischen die Schienen zu liegen. Schwerverletzt wurde der Bedauernswerte unter dem Zuge hervorgezogen. Die beiden sofort telegraphisch herbeigerufenen Äerzte konstatierten schwere innere Verletzungen der unteren Rückenwirbel und der unteren Rippen, und ordneten die sofortige Ueberführung des Schwerverletzten in das Landkrankenhaus zu Darmstadt an. — Im Hofe des Bäckermeisters Stoll in Marbu r 9 wuroe ein Topf mit ccl 50 alten Münzen, die wahrscheinlich im dreißigjährigen Kriege an der Stelle vergraben wurden, gefunden. — Im „Reichs- und Staatsanzeiger" findet folgende auffällige Bekanntmachung: „Seine 9)2ajeftat Df König haben allergnädigst zu bestimmen geruht, daß oa- durch allerhöchste Ordre vom 10. April 1899 dem praktischen Arzt Dr. med. Philipp Jakob Steffan, früher in Franc lÄj? rhfH 11,(1 ' Pi Ljiolltencß ■n seive« des W voll der sich mit t ftgt. Di seia, daß wurde. * vesichrnuul seit niW Jetzt M P gjrobttt * Be< Mission, d schärte, t] inDöbe gestellt ha die Entsh Äarackenl einem al Man tft Äassers, frern auf zusammer Teil der werk eim Sommer worden si und in k Ruhr vor gehalten, Truppen, selben Ut Benuhum ii't die Mei bemerkens klärte, er I Schaden z Nermchtui Säuberun Verbrenn 5 ötarbe Übungen anderes < Tie Trup. Kasernen zu berühr * Di brafitlo) auf bem fi endung entc mit kann bereil mit den T Weise mit durch ist 1 nmeritanij Erde um Nachrichtei Station 0 yangenen h- 8i. rm Rüchalle i örft vor otni SQniibttff Zimmer er ein fapttt Dar, durch die Bern vchm, Vty tt WlMe oo' Zulässigkeit t Slaatianwatl dm Peter % °rdmmg ang 10 Mk. i Tierquälerei Ruppertenrod N-sseraffäre Gericht. Er Heer, in t trugs zu 6 3 Aes Erkenn Wegen Einbr Maurergeselle h'ntereinande! ,n ließen, e> etnen Revolp, SJ? 6Ud> len Mme kl„ 1 Nr « Na fy« Wühel» le." «Ä Ter von x Mg°"UL- ►r Martin J*u t < Ul er » urtniX^ *ue™5&: kW e oek.A^ ftiidck. S-*& äbN, 9 unb 4$ )e bQ8 &Ä ^rde Ä ^'chruttü. n? 83'51 4?** 'Z«h>.r 5» •St: £**: Ä> * io Li $ W 4°.^Wit. ■*» *4$ am bo ?ClletQl’ "Ludwigs g**e6 ®t®einbtH fivd v - Die Berhatz. 'sl°°g. Dbetföth ' ergaben ein tii r da« Znstii^ Hallen schließen läßt, t Pfg- avgewch )auf 1,112.8511 5?3 Ml. 01 gingen wohvir du iammlncg fanb m M* flalt. n feierte Man llbiläuin. Dem lschvnck angelegt, einen seirckchrt Gott» Hebmüchnng k btt Feier nji^ deS JvbilarS. (ri lppel ist dnLch Ptieftttitmivaii js ge ^ubiläm all egenSreicheSMi jtn aOtr @tmeinl: Gießen, den 24. August. E d. Krumm dahier. «eburien. werkstätte. Ein Maurerpolier nebst Ehefrau wurden ver- Frankfart, den 24. Augast. Temperatur am 22. bis 23. August liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die . 199 00 . 174 40 . 120 20 . 129 60 . 135.90 . 185 40 . 153.75 . 185.50 . 167.00 . 153 50 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandlt Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staate bahn Gotthard bahn . LaurahQtte . . . Bochum ...» Harpener . . . schwach. . 10105 . 90.80 . 100.90 . 91.05 . 98.60 . 98.70 43.50 . 25.80 . 26.30 . 83.35 Tendenz allen: Zweifel, da st für die Spareinleger beim hiesigen Kreditverein infolge der bei demselben bestehenden Solidar- haft der Mitglieder ein Grund zur Beunruhigung nicht vorhanden ist. Ter Verein zählt über 1000 Mitglieder, die mit ihrem Vermögen haftbar sind. Thatsächlich aber hat der Verein, der über einen Reservefonds von ca. 180 000 August. 13. Dem Schneidermeister Heinrich Siever ein Sohn. 13. Dem Wirt Heinrich Stau eine Tochter, Anna Elise. 14. Dem Musiklehrer Hermann August Emil Weller ein Sohn, Theodor August Karl. 16. Dem Gastwirt Franz Renk eine Tochter. 18. Dem Schlosser Karl Reiber ein Sohn. 20. Dem Bildhauer Franz Winkler ein Sohn, Glauchau in einer Wohnung eine Falsch münzer-- ■urt a. M., jetzt in Marburg a. Lahn, erteilte Patent ells Sanitätsrat zurückgenommen werde." (Bekanntlich ging lor einiger Zeit die Nachricht durch die Presse, daß ein Marburger Arzt, dem der Titel „Sanitätsrat" verliehen norden war, sich geweigert habe, die mit diesem Titel verknüpfte Stempelgebühr zu bezahlen. D. Red.) über StandeSbewußtsein habe ich .gespöttelt" sondern über Standesdünkel. ES ist hier nicht der Platz übet bis OetallS der Versicherung zu schreiben, es wird ja Gelegenheit geboten werden, an anderer Stelle die Sache zu erörtern, und ich hoffe unb wünsche, daß der für die Kaufleute beste und nützlichste Versicherung*» moduS gefunden wird. Debet ist eS ganz unnötig, das .rote Gespenst" zu zitteren, weil diese Seche mit der Politik auch nicht daS Geringste zu thun hat. August Franz. 22. Dem Jnstttutsoorsteher Dr. Franz Kübel eine Tochter, Maria EmUta. Auszug sus deu Stüll-essmtsregistrrll der Siüt Gießen. Aufgebote. August. 17. Dr. Karl Christian Kratz, Chemiker in Mainkur bei Fechenheim, mit Emma Johanna Grade dahier. 20. Franz Josef Seidel, Sattler dahier, mit Christine Noll hterselbst. 20. Theodor Jakob Emil Christian Ludwig Köhler, Giasermetster in Alsfeld, mit Marte Wilhelmine Eleonore Echecff dahier. 20. Adam Lecke, Fabrikat beiter dahier, mit Margarethe Weigel in Filedbcig. 21. Dr Karl lLilhelm Engelhard, prakt. Arzt in Neustadt, mit AqneS Amalie öertha Charlotte Zwirner dahier. 22. Karl Henrich Martin Emil Bofller, Cementeur dahier, mit Lma Hauffmann hterselbst. 22. Karl Äuguft Berthold Vo^el, Nestauraleur in Kleinschmalkalden, mit Eva Katharina Dreher dahier. 23. Otto Kaspar Peter P,tltvp Reitz, Sergeant dahier, mit Henriette Wilhelmine Rumpf hterselbst. 23. Hein- tch Braun, Taglöhner dahier, mit Lina Lenz hterselbst. 23. Ludwig Becfer, Sergeant dahier, mit Eltiabethe Vogel hterselbst. 23. Heinrich Spmgler, Kausmann dahier, mit Elisadethe Mang, geborene Eitele, Eheschließungen. August. 17. Johann Tbeodoc Löder, Taglöhner dahier, mit Katharine Schneider hterselbst. 17. Jakob Jakob, OmntbuSkutscher datier, mit Marte Burk, geb. Staffel, hterselbst. 17. Friedlich Wilhelm Jmmig, Eisenbahaarbeiter in Frankfurt a. M., mit Marie Laval tn Offenbach a. M. 17. Heinrich Frebel, Schreiner dahier, mit Maria Birkensteck in ArnShatn. 21. Dr. Georg Julius Ludolph Gleim, prall. Arzt in Alsfeld, mit Karoline Wilhelmine Auguste Else Weigand Krieskasten der Redaktion. (Anonyme ««frage« bleiben unberücksichtigt.) A. M. in «aiserslautern. An unserer LandesuniversitSt giebt es keine orthopädische klinische Abteilung. Wohl aber ex stieren in Gießen einige private orthopädische Institute. Wir nennen taS Institut für schwedische Heilgymnastik, Orthopädie und Medikalmassage von Victor May, Moltkestraße 8, und daS medico-rnechanische und orthopädische Institut deS prakt. Arztes Dr. Heinr. Zinßer, Westanlage 35. Eine orthopädische Werkstätte hat der Bandagist Otto Heger, Marktstraße 16. GingesanÄ. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Äckikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) 22. _ 23. heute noch eine außerordentliche Revision vorzunehmen und zu derselben den Verbandsrevisor Seibert, sowie den dem Vereine fernstehenden hiesigen Kaufmann Heinrich Ott heranzuziehen. Tas Resultat wird alsbald bekannt gegeben. Oberhausen, 23. Aug. In der gestern abgehaltenen Gläubiger-Versammlung der Gerhard Terlinden- Aktiengesellschaft wurden Dr. Schultz und Dr. Schmits in Duisburg als Konkursverwalter bestätigt; in den Gläubiger-Ausschuß wurden gewählt: die „Bank für Handel und Industrie", „Robert Warschauer u. Eo.", der „Barmer Bankverein", die „Magdeburger Privatbank" und als Vertreter des persönlichen Konkurses Gerhard Terlindens Rechtsanwalt Dr. Hecking-Oberhausen. Die Versammlung genehmigte die bisherigen Beschlüsse des Gläubigerausschusses, wonach die Maschinen- und Metallwarenfabrik, ferner die Stuhlfabriken in Oberhausen, Boisheim, Straelen, Vorst aufgelöst werden, dagegen die Herdfabrik Oberhausen und die Stuhlfabriken Schleiden, Sonsbeck, Capellen fortgeführt werden sollen. — In der zweiten Gläubigerversammlung waren vertreten die Westdeutsche Bank vorm. Jonas Cahn in Bonn, Cohn-Aschersleben, sowie Warschauer u. Co., Bank für Handel und Industrie in Berlin. Es handelte sich um 28 5° C. 8.8° C. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Hanau, 23. Aug. Der hiesige Kreditv ere in e- G. m. u. H. hat seit gestern einen Ansturm auf seine Kasse seitens seiner Spareinleger auszuhalten. Ter allgemeine Ansturm hält sogar trotz aller beruhigenden Versicherungen heute noch an. Wie der „Han. Anz." schreibt, steht außer Gestordeue. Mart verfügt, in diesem Jahre noch keinen Verlust gehabt. ‘kÄÄÄÄft Die gestern zuruckgezahlten Einlagen erreichten den Betrag )(cr- 17.*§ri6 Andres« Dö.flein, 3 Wochen alt, Sohn des Küfer- von ca. 60001) Mk, selbst die Spareinlagen auf 6- und 12- Bisters Leonhard Dörfletn dahier. 19. Karl Schwall, 1 Monat alt, monatliche Kündigung wurden gestern glatt zurückgezahlt. Sohn des Weißbinders und Lackierers Emil Schmall III. babier. Aufsichtsrat und Direktion des Kreditvereins veröffentlichen 21. Dr. Johann Friedrich Hermann Steinbrügge, 70 Jahre alt, Uni* eine beruhigende Erklärung, gleichzeitig wurde beschlossen, oerfitätsp-ofessor dahier. Gerichtssaal. h- Gießer», 23. Aug. (Ferienstrafkammer.) Wegen Diebstahls im HüdfaUe ist der Heizer Theodor Schmidt von Staufenberg angeklagt Erst vor wenigen Tagen aus dem Zuchthaus entlassen, hat er in der Sch neiderschen Wirtschaft zu Gießen dem Fubrknecht Bewert, in dessen Zimmer er eine Nacht logierte, einen neuen Anzug gestohlen. Er btc laugtet zwar, den Anzug gekauft und nicht gestohlen zu haben, wird aber durch die Beweisaufnahme völlig überführt und erhält in Anbetracht d-ff-m, daß er ein unverbesserlicher und gefährlicher Dieb ist, eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren sowie 5 Jahre Ehrverlust. Auch wird auf die ZuILssrgkeit von Polizeiaufsicht gegen ihn erkannt. — Der Berufung der Sto atSanwaltschast gegen ein Urteil des Schöffengerichts Friedberg, daS bm Peter Theis von dort, der wegen Uebertrctung einer Polizeioer- orbnung angeklagt war, freisprach, wird stattgegeben und der Angeklagte ju 10 Mk. Geldstrafe eventuell 5 Tage Haft verurteilt. — Der wegen Tierquälerei vom Schöffengericht*Grünberg verurteilte Konrad Weil von Xuppertenrob wird auf seine Berufung hin freigesprochen. — Wegen einer Refferaffäre steht der erst 17jährige Georg Müller von Eudorf vor Sericht. Er erhält 6 Monate Gefängnis. — Der Landwirt Heinrich htrrz III von Lauter, den das Schöffengericht Grünberg wegen Be. Iwtz.S zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt hatte, zieht seine Berufung gegen dieses Erkenntnis zurück. Das Gleiche thut die Staatsanwaltschaft. — Gegen Einbruchdiebstahls wird sodann verhandelt gegen Karl Strauch, Auurergesellen au8 Steinbach. Strauch ist nicht weniger als dreimal kurz hmt-reinander bei seinem früheren Arbeitgeber, Maurermeister Keßler b Gießen, eingebrochen und hat dabei eine Geldkassette mit etwas Inhalt, raeit Revolver, Cigarren und ein Paar Halbschuhe entwendet. Er stellt -par auch feine Thäterschaft in Abrede, wird jedoch, da die Beweisauf- >Än,e klar seine Schuld ergtebt, in eine Gesamtgefängnisstrafe von l Jahr 8 Monaten verteilt. — Schließlich wird noch in der Sache |^en Wilhelm Thomas von Kleinbockenheim wegen Körperverletzung Her einen ausgebliebenen Zeugen Bürführungkbefehl erlassen. * Fl Wiesdadr«, 22. Aug. Gestern stand vor bet' hiesigen Straf» Immer der praktische Arzt Dr. H. von Gemmerich unter der Anklage, durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht zu haben Im 26. Dezember morgens gegen 4 Uhr gab die Ehefrau eines Schuh- r-HirrS S. in Niederbachheim einem Mädchen das Leben. Da sich bald rch der Geburt Blutungen einstellten, verlangte die Hebamme die Zu- l-^iung eines Arztes. Niederbachheim gehört nun eigentlich zum Bezirk Sithi-n. Da aber Miehlen eine Stunde entfernt liegt, während Gemmerich •10 Dr. H stationiert ist, nur eine halbe Stunde entfernt ist, so machte ffh der Ehemann der Wöchnerin nach Gemmerich auf den Weg, zumal 1r. H. noch weitläufig mit ihm verwandt ist. Er traf ihn noch 4’/« Uhr rtog.en6 in einer Wirtschaft Dr. H. weigerte sich zu kommen und ver Tiiti den Mann nach Miehlen. Erst als et an die Verwandtschaft er; Twti wurde, versprach et zu kommen, blieb aber bann noch ß/4 ©tunben üi Wirtshaus. Als jetzt ein zweiter Bote erschien, begab sich Dr H. erst N einmal in feine Wohnung unb machte sich bann auf ben Weg nach «smmerich. Hier langte er 2 ©tunben nach Eintreffen ber ersten Bot- iW an. Die Frau war inzwischen gestorben. Das Gericht sprach ben 3t)t frei, ba nicht erwiesen fei, baß bie Frau bei seinem sofortigen Er f|tm.-n gerettet worben wäre. Sumbintten, 23. Aug. Das Kriegsgericht ber zweiten Di' Binom verurteilte ben Füsilier Grabanbt vom 33. Füsilier-Regiment Ae« Straßenraubes, Gehorsamsverweigerung, thätlichen Angriffs und Einigung eine- Vorgesetzten zu sechs Jahren Zuchthaus unb Ausstoßung cni dem Heere. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 0.00, Ochsenfleffch per Pfb. 66—76 Kuh« unb Rinbsleisch per Pfund 60—64 4 Schweinefleisch per Pfb. 64—80 Schweinefleisch, gesalzen, per Pfb. 84 4, Kalbfleisch per Pfb, 60—66 4, Hammelfleisch per Pfb. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 5.00—8.00 JC, Weißkraut per St. 00—00 4, Zwiebeln per Ctr. JC 7.00—8.00, Milch per Liter 18 Dauer ber Marktzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags. Arankfurta.M.,23.Aug. (Heu- unb Strohmarkt.)Angefahten 24 Wagen mit Heu, 6 mit Stroh. Heu 4,20—4,60 Mk., Stroh (Roggenstroh) 3,20—3,60. AlleS per 50 Kilo. Markt geräumt. Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) "W. Paris, 24. Aug. Wie jetzt verlautet, dürfte der Kaiser von Rußland entweder am Tage der großen Truppenschau in Reims oder am Tage danach Paris betuchen und über die Alexanderbrücke nach dem Slysöe fahren, do großer Empfang stattfinden wird. Leipzig, 24. Aug. Die Kriminalpolizei entdeckte in Vermischtes. • Pforzheim, 23. Aug. Heute früh wurde der Bijouteriefabcikant Johannes Fuchs, der bisher als sehr vermögend galt, unter dem Verdacht, den am Sonntag Mittag n seinem Kontor auSgebrochenev Brand selbst veranlaßt zu haben, verhaftet. * Aschaffenburg, 23. Aug. Auf dem Schießplätze 2es Jägerbataillons wurde der Unteroffizier Schröd ter von der 2 Kompagnie erschossen aufgefundeu. Er hat sich mit seinem Drenfigewehr eine Kugel durch den Kopf ge. ’2pt. Die Ursache de- Selbstmordes dürfte darin zu suchen fein, daß Sch. in einer Diebstahlsangelegenheit vernommen wurde. Vor einiger Zeit war eine Postanweisung mit 15 Mk. verschwunden; der Verdacht fiel auf einen Gefreiten, der sich seit nunmehr drei Monaten ia Untersuchungshaft befindet. Jetzt hat sich dessen Unschuld herauSgestellt und es sollte gegen Schrödter Untersuchung eingeleitet werden. * Berlin, 23. Aug. Eine besondere ärztliche Kom- niission, der unter andern auch Professor Robert 5ioch angehörte, hat eine eingehende Untersuchung des Lagers rn Döberitz vorgenommen, und es soll sich dabei herausgestellt haben, daß dieses a ä n zl i ch v e r s e u ch t ist. Ueber bie Entstehungsursachen der Ruhrepidemie im Döberitzer Barackenlager werden die Ermittelungen fortgesetzt; zu einem abschließenden Urteil ist man noch nicht gekommen. 9T?an ift geneigt, die Krankheit weder auf den Genuß des Wassers, noch anderer Getränke «oder Nahrungsmittel, son- brrn auf die Beschaffenheit von Baulichkeiten und damit za samm en hängen de Um stände zurückzuführen. Der größte 2eit der Truppen war in Baracken aus massivem Mauer- w'Nck einquartiert, die erst im Frühjahr bezw. noch im Sommer während des Verlaufs der Uebungen errichtet iv-orden sind. Diese Baulichkeiten wurden vollkommen frisch und in keiner Weise ausgetrocknet bezogen. Nachdem die Silier vor drei Wochen einmal ihren Einzug in das Lager gehalten, war ihre Uebertragung auf die nachfolgenden Ti uppen, welche die gleichen Räume bezogen und auch dieselben Utensilien Ruhelager (die gleichen Strohsäcke) zur Benutzung erhielten, fast unvermeidlich. Zur Wasserfrage ist die Aeusierung eines Soldaten vom 5. Garderegiment z. F. bemerkenswert, der unserem Gewährsmann gegenüber erklärte, er habe das Wasser eimerweise getrunken, ohne davon Schaden zu nehmen. Ueber 200 Mann sind erkrankt. Zur Vernichtung der Seuche ist zunächst eine durchgreifende Säuberung und Desinfizierung der Baracken, und die Verbrennung sämtlicher Strohsäcke angeordnet worden. Die F) Garde-Jnfanteriebrigade wird übrigens ihre Brigade- iit angen doch auf Döberitzer Gelände abhalten, da ein vnderes geeignetes Terrain ihr nicht zur Verfügung steht. Ti e Truppen kehren indes an jedem Tage wieder nach ihren Ao fernen in Spandau zurück, ohne erst das Barackenlager zu berühren. Auch Todesfälle sind bereits zu verzeichnen * Die neue ft e Telegraphen st ation für drahtlose Telegraph ie, die der „Newpork Herald" auf dem Nantucket-Leuchtschiff installiert, geht ihrer Voll- enivung entgegen. Tie Station, die von Ingenieuren Mar- loirid mit Markonischen Instrumenten ausgerüstet wird, tarau bereits auf eine Entfernung von 14 bis 16 Stunden mitt den Schiffen sich in Verbindung setzen, die in gleicher Dt ise mit Markonischen Instrumenten versehen sind. Ta- dur-ch ist die Möglichkeit gegeben, vom Schiff aus mit dem mr erikanischen Kontinent und über diesen mit der ganzen Gebe um durchschnittlich 15 Stunden früher als bisher Nachrichten zu wechseln. Das erste Schiff, das mit der neuen Station Grüße wechseln wird, ist die „Lucania", die ver- gi iiiiencn Samstag Liverpool verließ. Kittcratur. Landkalender für das Großherzogtum Hessen. 192. Jahrgang: 1902. Darmstadt, Verlag der Großh. Jnvaliden-Anstalt. — Jedes Jahr um dieselbe Zeit begegnet uns wieder ein alter, lieber Bekannter in diesem Kalender, der wie kein zweiter den Verhältnissen Hessens sein Interesse und Augenmerk intensiv zuwendet. Der jetzt vorliegende bringt hinter den Auszeichnungen des Kalendariums und neben den gemeinnützigen Angaben eine sehr spannende und ohne Aufdringlichkeit lehrreick>e Erzählung „Der Waldhof" von Ludwig Theodor Hagen. Tas alte tunsterinnerungsreiche Groß-Steinheim wird in Wort und Bild ansprechend vorgeführt. Ein würdiges Gedenkblatt ist dem bald seinem Bruder in die stille Gruft nachgefolgten Prinzen Heinrich von Hessen gewidmet. Zwei neuen hervorragenden Werken in unserem Lande: der Wormser Eisen bahnbrücke und der Ernst Ludwigs-Heilstätte (für männ liche Lungenkranke) bei Sandbach i. O. wird, unter Begleitung von ganzseitigen Bildern, alle Aufmerksamkeit zugc wendet. Ein Kenner der Landwirtschaft behandelt in interessanter und freimütiger Weise von den schlechten Zeiten im landw. Betriebe. Hübsche Bilder begleiten bie anregend geschriebenen Weltbegebenheiten. Auch sonst fehlt es nicht an reichem, unterhaltendem Stoff in Gedichten, Sinnsprüchen, Bilderrätseln und Anekdoten. Eine stimmungsvolle Kunstbeilage „Jung gewohnt, Alt gethan" schmückt auch diesmal das Titelblatt. Und das alles wird um den ungemein billigen Preis von »20 Pfg. geboten! Höchste Niedrigste «raukenverfich-rungSzwa»g für Handlttngsgehilfep In Nr. 197 dieses Blattes wendet sich ein Hnr -M- in erregten Aus •übrungen gegen mein „Eingesandt" in Nr. 195. Herr M. hätte die Hereinztehung meiner politischen Stellung ruhig unterlassen können, „die hat mit dieser Angelegenheit nichts zu thun.* In dem , ■■ aa ersten Artikel d. Bl. war mit keinem Wort von Vorteilen der Hand I SriipL'QOphpn ZX 1*1 lungSgebilsen bei freien Hilsskasfen pp. — die Rede, sondern es hieß L* I UUlvOG vH vH «H V1 #Al l ausdrücklich, daß das StandeSbewußtsein es verböte, der allgemeinen Ortskrankenkasse anzugehören. Dagegen habe ich mich gewandt, daß eS als etwas des KaulmannsstandeS „Unwürdiges" "i t er n^'ge^tnsam^«m°ettter Versicherung tellzuuehmm. Nicht BrÜhPsche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 u. Co vor, der ebenfalls angenommen wurde. Als Vertreter wurde die Bank für Handel und Industrie gewählt, welche 'A* '• • durch den stellvertretenden Direktor vertreten ift 81/°8, Konaois' e 8- Märkte. 8 0/, dc • • • Gießen, 24. August. Marktbericht. Auf bem heutigen •!/'0/ ' Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfb. JU 1.10—1.30, Hühnereier per R 0/ ■pAn' SL 0 2 @L 14-15 «), Enteneier 1 6t 7-8 Gänse- L E SVa;. eier per 6t 11-12 A, Käse 1 St. 5-8 Käsematte 2 St. 5-8 PortMi^,n P' Erbsen per Liter 22 g, Linsen per Liter 34 4, Tauben per Paar «0/® M ' M 0.75-0.90, Hühner per St. M 1.00-1.50, Hahnen per Stück ' M 0.70-1.20, Enten per St. JC 2.00—2.20, Gänse per Pfb. JC 0.00 bis /e /0 ^mn6HOa • • - die Obligationen der Terlinden-Akt--Ges. Nachdem vom Vorsitzenden, Amtsrichter Luyken, die Präsenzliste aufgestellt , c. , . . vTri , 3 . war. Beantragte der Vertreter der Westdeutschen Bank mit »nd etne große S enge falfdjen Geldes, sowie ver- Rücksicht darauf, daß zwei verschiedene Anleihen in Betracht ^"edene V-ertzeuge beschlagnahmt kommen, für jede Anleihe einen Besonderen Vertreter zu . •1 ' sm-f, U®U e ■•'i!’'s °eCru r,r . sollen Die erfckiienenen Gläubiaer und Vertreter erklärten tor cmer großen Mullerergesellschaft, schätzt den ®e)amt» kch7invkr7ta^ aus^Oc" dem Vertreter der ersten Emission folgende Befugnisse zu ^^5 '1 auf 50 000 WO von guter Mrttelqualita . erteilen: Ter Vertreter soll die Gesamtheit der Gläubiger ber ^^^6,^23. ^gus^^Man g^bt,^daß es ^s^^ber thProtokolls durch die chinesischen Bevollmächtigten nur ^?vkursmasse anmelden und geltend 'u^chem ^,ie selbst- um wenige Tage handelt, und nimmt an, daß der Auf- m.!1! C a fnßen Tn schub durch die Notwendigteit veranlaßt sei, vor der Unter» Seinen ©tau&iger ausgeschlossen sein. Ter Vertreter soll Zeichnung des Protokolls Dekrete zu erlassen, durch! die ermächtigt werden, Zwangsvollstreckungen zu betreiben und über die schuldigen Beamten verhängten Strafen be- dre Befuginfse einzelner Gläubiger zu vertreten. ^.iese Rechte fanntgegeben und die Prüfungen in gewissen Städten einst-- drrekt, indirekt oder selbständig geltend ^u machen, soll Zeilen ausgesetzt werden ausgesch^ssen werden Weiter soll der Vertreter befugt sein, Leckoe Ll)weden>, 23. August. Der Dichter, Kom- ettoaige gtec^tSftreihgttten.gegen t)€n Äonlurtoertoalter bie ponift un6 frühere Minister Gunnar Wennerberg Masse oder andere Gläubiger sowie Schuldner der Gesell- ist in der vergangenen Nacht gestorben. chaft zu führen. Tiefer Antrag wird angenommen. Als ........... ' .. ....... ,■ Vertreter wurde Wöllmer gewählt. Betreffend die zweite Emission tag ein ähnlicher Antrag der Firma Warschauer August Biromeler auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit K •e L 5 8 Windstärke Wetter 23 24. 24. 9’6 7» 2-6 7517 751,9 749,8 16,7 12.2 21,8 10,7 8,8 11.8 75 84 61 Still NE. NE. 2 1 st ernh. Himmel Sonnenfchetn bew. Himmel Sonnenscheta IW* Tanz-Unter rieh.t. Hiermit die ergebene Mitteilung, dass unser Haupt - Tanz - Unterrichts - Kursus verbunden mit umfassendster Anstandslehre Montag den 30. September 1901 beginnt und nehmen wir gefl. Anmeldungen jetzt schon entgegen. In diesem Kursus werden unter Garantie der unbedingten Erlernung sämtlicher Tänze für jeden Schüler folgende gelehrt: Sechsschritt-Schleifwalzer nach einzig richtiger Methode des Prof. A*b. Zorn, Polka, Mazurka-Polka, Rheinländer, Esmeralda, Tyrolienne, Varsovienne, Cracovienne, Trotzkopfchen, Menuet-Walzer, Pas de Quatre,. Les pas Potineurs (Schlittschuhläufer), Graziana- Salon-Czardas, Kaiser-Polka, Menuet ä la reine, Menuet ä la oour, Gavotte der Kaiserin, Contre (Frsn^aise) und Quadrille ä la oour. Sämtliche Tänze werden im Original von uns gelehrt und erleiden keinerlei Verunstaltung, wofür unsere Ausbildung bei ersten Meistern und der Hochschule der Tanzlehrkunst bürgt. Hochachtungsvoll 03309 Emil Orth Tanz- und Fechtmeister. Amalie Orth, Meisterin der Tanzkunst. Privat unterricht täglich; Honorar 20 Mk. Bahnhofstrasse 31, H. r. Danksagung > 5772 . Giessen, 24. August 1901. Tchloftgasse 19. 5761 Frau ^Professor Steinbrügge Giessener Männer-Gesang-Vereii Keule, Samstagabend 5766 O 5*t xn Dienstag den 27. Aug., 81 Markt 21 Telephon 48 rtlWWittt. Zimmer m. Kabinett w »u dem. Krantfurterstr. SV. Kirchweihfest W0jll ergebend einladet 03290 Heinrich Grösser, Gastwirt. Heute und morgen: 5777 Seltersweg 43, Ecke der Goethestr 5771 Raths« Rosenthal. MHühnerhilildjll verkanfeil braun, glatthaarig, 2 Jahre alt, festes Vorstehen und hasenrein Staunend hilli 6616 .Imnichimicn fMWMiiAeil Hl ivtivcl udje zum Würzeir Offene Stellen Perschiedeiits Zn verkaufen (i:in|ifehliuiacu pn Seidenstoffe für Kleider und Blouson, Wasehstoffe, Hamen-Umhänge und Jackette werden zu überraschend billigen Preisen verkauft. Großen-Buseck. Sonntag de« 25. uni) Montag -en 26. August Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, die mir bei dem Abscbeiden meines geliebten Mannes in wohlthuendster Weise entgegengebracht worden sind; insbesondere Allen, die durch Spendung der herrlichen Kränze und Blumen den Verstorbenen geehrt und mich erquickt haben; dem Herrn Rektor der Universität und Herrn Dekan der medizinischen Fakultät für die am Sarg gesprochenen schönen Worte; Allen, besonders auch den Studentenvereinigungen, die dem Abgeschiedenen das letzte Geleite gaben, spreche ich hierdurch meinen tiefstgefühlten Dank aus. nu sofortigen Eintritt gesucht. 5770 ReSauration «ermavia.Lolkar Kleines Logrs u. einz. Stube per 1. Sept, zu vrm- Neuenweg 38. »rotze Dienste im Haushalt leisten 6356 Ein kräftiges Pser-, 'iS und zugfest, zu verkaufen. 03301 «. «olz Wwe., Alten.Bustck. Höhe de Ztg" * nung, 1 berg bi 15 530 \ träge c misbeza gebühren war z. t erschiene ung, da wurde, laufen schädigu Summe kosten 1 Million^ Die jetzt noch am Lager befindlichen Kostüm-Röcke, Blousen, schwarze und farbige Kleiderstoffe sowie mehrere hundert Reste Kleiderstoffe von 1—7 Meter, prima Ware, ab Friedberg mit Sack Mk. 58.30 per Zentner, Speisezwiebeln, prima Ware, ab Friedberg Mk. 4.50 per Zentner. Versandt gegen Nachnahme. Jacob Stern-Simon, Ariedberg (Hessen). 5760 Telephon 65. gegen Schwade«, Manzen, Motte«, Atiegen, Iköye etc. ist zu haben in Gläsern zu 30 Pfg. nebst Thurmelin- spritzen zu 30 Pfg. bei Gustav Walter, WänsSnrg 13. 4549 /Linfach. Fräulein, 26 I, Ham- '2' burgerin, sucht zum 1. Oktober Stelle in christl. Hause, ist mit Häusl Arbeiten u. Schneidern bew., würde auch d. Beaufsicht. größerer Kinder übernehm. Anerbiet, m. GehaltSang unt. W R 125 postlag. Bad EmS. r Umsonst 3 erhält jeder Leser dieses Blattes, dem unsere Waarcn noch unbekannt find, als Probestück nach Wunsch eins der nach. folgenden Gegenstände: Rastrmesser, Taschenmesser, Schccro, Uhrkette, echt silberne Brache oder Portemonnaie, wenn er nach unserem Prospect für Em- sührung unserer vorzüglichen Waaren ia Freundes-und Bekanntenkreisen sich bemühen will. — '‘Rad) dem Auslände und an Minder- jährige werden Probestücke nicht versandt. Solinger Industrie-Werke Adrian dt Stock, Commandil-Gesellsch., SOLINGEN. JllustrtrteS Hauptprcisbnch — Ausgabe 1901, ca. 300 Seiten grosteS Format — versenden gratis u. franco. Neber 1300 Arbeiter in Fabrik- und Hausindustrie. einschließlich derjenigen unserer r Kommanditäre. Kirchweihfest in -em Wisch gelegenen Bergstü-tchen Amöse-mz (Ohmthalbahu), wozu ergebenst einladen Kie vereinigten Gastwirte. Verlosung veranstaltet von der Künstler-Kolonie-Darmstadt Ziehung Haupttrefferi.W.v. 31. Oktober 1901. M. 30,000. 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Das diesjährige Grummetgras von 15 Morgen Freiherrlich von Nordeck zur Rabenauischen Wiesen und Gärten in der Gemarkung Alten-Buseck soll Donnerstag den »9. August, von vormittags 10 Uhr an, in der Wirtschaft des Herrn Otto Rabenau zu Alten-Buseck versteigert werden. Großen-Buseck, den 23. August 190 L Althaus. 5753 Grummetgras- Verfteigerimg. Das Grummetgras von den Gemeindewiesen soll Donnerstag de« 29. August, im Anschluß an die fiskalische Gras- versteigerung in der Wirtschaft des Otto Rabenau, versteigert werden. Alten - Buseck, am 23. August 1901. Großherzogl. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber. 5774 AchSue Wohnung, 4—5 Sim., '**' von einem Beamten sofort ob. per 1. Oktober zu mieten gesucht. Offerten unt. K 03291 an bie Exp. zq.-3 4 Zöpfe, Dreher, Cv4 -J Haaruhrketten, •ä -^/Doupö, Scheitel ^>7 und Perücken y- werden billigst angefertigt. Spezialität in weißen u. graueuHaareu. eitert* Mädchen sucht Stelle zur Führung eines Haushaltes bei Herrn ob. Witw. Offerten unt. 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