» der T,to, 0,1,1 '«3i, i ** | nih KugH: IMJ-Iülii Bend: u liiNfiiit WH. Ü Smittato. Bernhardt, m ö» XIA wnven Ale 6dlfl^ 111$ ßnpotbel au! f; bt Offerten wg je Expedition^ Hllenbw? arrstag W» :geu: hfest MH Vit 0» netiri-teil Kchvw M M'Ä gfeß, zu verkaufen. )ot; Vve., «lten-k. WneS tzautzm^ struM^r^e, kV mm, m unofJ,1® r M00005JH. Cwr. Jh. 08292 onbut££ rstoffe > _7 Meter, Nr. ISS Btötter •« >»»««,ra *«1< Mw Hfl I Mm ie n*r *<■ MKftlli 4*” 5fc|*6tti»H uni Drittes Blatt. 151. Jahrgang. Tonntag 25. August 1901 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger ° MH»?r«; l^rchM Mbfcekfrtfikn tMertcl^Sl Ml. 1.90, mMatl. 66 M, ®« P»6de,ug BierttfNM VN. 1.00 °i»ne vtKkSM» Me Hnt«i,cn BcrmtttüMWM •««n bei Ii uiib nehmen OiQctptn für b*e •be6«Rtr «nötiger —‘fl-jm. Sttltnpteie total H Hs Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen:s5ä: .... , l" beim Besuche des Präsidenten am 16. Mai 1901. Sie befindet sicht in einer richtigen Briefmappe, ist in prächtigem weißes Leder gebunden und .Hand „eine neue Maß" (!) Bier brächte. Tie Kellnerin, die ihr Geschäft versteht, thut das sofort. Also, man trinkt. die m eiaener SXJr unserem Quartier Latin nur zu oft erschallen." Man ung angenommen." Tas Gericht war aber ebenso ungalant en war und in ibrer Mi'etskii^ nR Ä,.^^ "7$ Erkennen daß der Franzose, wenn man von ein- wie der Freund; er verurteilte die schöne Liane, das „kleine dem ^Moabiter GerickNSaeb^^e ^vorhihi^^Vr I ö^rien Unrichtigkeiten abfteht das deutsche Studentenleben Geschenk" zu bezahlen, das in diesem Falle die Freurid- ^erlchtSgevaude vorfuhr kurz ziemlich gut beobachtet hat. Ernest Tissot hat übriaens sckion sckait nickt erhalten batte. schästigte, 500 900 von Vermögen und Grundbesitz Lebende, 570 000 Fabrikarbeiterinnen, 650 000 Dienstboten, 950 000 Schneiderinnen und — 2 700 000, die sich mit Landwirtschaft beschäftigen. man raucht, und, was die Hauptsache ist, man singt, durchschnittlich etwa 18 bis 22 Lieder pro Abend. Alle diese Lieder oder fast alle haben einen patriotischen Inhalt. Wenn man witzeln will, kann man — nicht sehr geistreich — behaupten, daß das alles Tichtungen von Tyrtäcn der Natio- nal-Garde sind. Es bleibt aber trotzdem eine grausame Wahrheit, die wir Franzosen uns nicht oft genug wiederholen können, daß derartige Gesänge aus dem Munde der deutschen Studenten weit schöner klingen und fruchtbringender wirken als die ordinären Prostitutions-Liedchen, die . .. , ,. . „ , , ach geb, __________ «Erspiel die Speisekarte zur Feier des 100jährigen! Warschau unterschlug der Kapitän in den letzten Monaten eiteyens eines ungarischen Husaren-Regiments ein wahres den größten Teil der Gelder, welche für die Verpflegung Bildhauerinnen, 3500 Schauspielerinnen, 12 000 Hebammen, 30 000 Putzmacherinnen, 50 000 Staatsangestellte, 95 000 Klosterfrauen, 100 000 Lehrerinnen, 245 000 im Handel Be- i Welche Speisekarte weist heute wohl ein Dutzend verschie- zu demonstrieren. Als der Kapitän mit dem im russischen Lener Port-, Sherry- und Madeiraweine auf, und wo findet Heere üblichen Gruße den Exerzierplatz betrat, schwiegen man Monteiros, Eantara oder Serzial? An Champagnern - — ' " ' - - sind fünf vorhanden: aitßer zwei Marken, die heute nach oft und gern getrunken werden, Schneiders Anchor, Hypericon, Geislers Champagner, die längst vergessen sind. *TiearbeitendenFrauenF ran kr eich s. Nach der neuesten Statistik verdient die Hälfte der Frauen Frankreichs ihren Unterhalt durch ihre Arbeit. Es giebt: 450 Aerztinnen, 519 Schriftstellerinnen, 3600 Malerinnen und! genchte. Ihr Schneider hatte ihr im vorigen Jahre eine Robe geliefert. Tie Rechnung besagte: „Robe einer Kö- nrgrn aus weißem Peluche mit Stola, Silberstickerei und Garnitur von Steinen — 800 Franken, Spitzen zur Garnitur '00 Franken, Summa 1500 Franken." Tie Robe wurde geprobt, übernommen und getragen. Als es zur Zahlung kam, sandte Fräulein Liane de Pougy die Rechnung und den Schneider an jenen ihrer lieben Freunde, der ihr diese Robe angeboten hatte. Ihr Advokat, Meister Salzas, er- klärte: Nicht Liane de Pougy, sondern ihr Freund habe das Kleid bestellt, und er habe es nun auch zu zahlen. „Meine Klientin hat das Kleid nur anprobiert und dann die Liefer- 1 Ml A ATI APTt A Ml m pn v aYiam .. t. . 7. ( . . . 1 Bon den ausländischen Staaten sind Deutschland und standen. Oesterreich in der Sammlung besonders gut vertreten. Die "UebereineHungerrebellion in einem russi- ^rpeiiekarlen von Festtafeln, an denen Kaiser Wilhelm II. I scheu Regiment wird aus Warschau folgendes berichtet: Uhen'Äudenten" fäst'^eden^ Abend'ihre'^Knestfle""und mL-1!um -^urKoes, sehr einfach gehalten, während, In der 20. reitenden ArtillerieÜatterie in Rembertow bei 'n ive 1 So m me r” ni err n (r Ü m j 'cv^'° £uHa“Wt:ri vu|uieii»jieUimtmt9 em magres | Den größten Teil der Gelder, welche sur Die Verpflegung iin^r Bckimen nieder Aus ithtr hör ? !d^^uck ist. Aus Leipzig stammt eine Speisekarte von der Mannschaften bestimmt waren. Infolgedessen erhielten s;c Studenten dickst nphp»P,E^?^o?b^^^b77 uschc „Auerbachs Keller", ^er Stolz der Sammlung aber ist die Soldaten eine ganz unzureichende Beköstigung, (Bdjließ- mnimen Man könnte Buch, m das sämtliche Speisekarten des „American lich wurde es ihnen zu arg und sie beschlossen, in einen -imte bie" ibrcf Zaae ' ho» cri-1196" ?°teU inr ^ewyork vom Jahre 1848 gebunden sind. Bei Hungerausstand zu treten. Drei Tage lang nahmen sie streiche der scklirnmsten^Ar? Jen Speisen ist der Unterschied zwischen einst und jetzt keine Nahrung ein. Als das nichts half, wurde der Be- ^avieren das Geftcktm »erpJ? !p£ / x^en kaum bemerkbar, aber anders steht es mit den Weinen, schluß gefaßt, während des Exerzierens gegen den Kapitän sind, nichts weiter im Sinne haben, als sich Albernheiten mb beleidigenden Ausfällen hinzugeben, und daß die .-nueiperei in voller Anarchie mit einer Schlacht endigt bet welcher Biergläser und Stuhlbeine als Waffen dienen?’ Seit gefehlt! Wir dürfen nicht vergessen, daß wir uns un Lande der Ordnung und der Disziplin „par excellence" Mfinben. Jeder Deutsche kommt mit einer gefügigen Sol- dürnseele auf die Welt. Und dann darf man nicht ver- ßg'sen, daß in der lustigen Versammlung ein „Präses" den! Mifr führt, der mit seinem Napier auf die Tischplatte stcagt und auf diese Welse die bunte Gesellschaft, die so diel gestaltig ist wie die Figuren eines Cotillons, in Ord- numg hält. Sobald die „Kneipe" eröffnet ist, stehen vor jedem Studenten Schoppen von respektablen Dimensionen, ikkLn Deckel sorgfältig heruntergelassen ist und eine goldig zinuzende, weißschäumende Flüssigkeit bedeckt. Wenn man jein Glas auf den Tisch stellt, ohne den Dackel zu schließen, p Deutet man dadurch diskret aü, daß man mit seinem Luu.u uclv^l. ^iune uc usougn, muiuiMi soicc fertig ist, und daß man glücklich wäre, wenn eine zartes und Tänzerin, stand als Verklagte vor dem Pariser Zivil- Vermischtes. „ * Berlin, 22. Aug. Ein „S a l o n", in dem Lebemänner gern gesehene Gäste sind, ist in der Oranien- vurgerstraße von der Polizei entdeckt worden. Tort lebt die 52jährige Witwe Johanna P. mit ihren beiden bild- jchonen Töchtern im Alter von 18 und 20 Jahren in einer lUfcltQx eingerichteten Wohnung. Durch den kürzlich statt- gehabten Selbstmord eines reichen westfälischen Fabrikanten- sohnes, der in den Salons der Witwe P. ein- und aus- gnig gelangte das skandalöse Treiben zur Kenntnis der Strafbehörde. Durch die Sittenpolizei wurde in ganz un- -auffälliger Weise so viel Belastungsmaterial zusammengetragen, daß die „Tante P.", die „in eigener Sache" vor rädern Ä?dem'Mobiler IZelnen Unrichtigkeiten" absieht, deutsche StudentenlebenIGeschenk"'diesem'Fatt?di^Freund^ nach, ihrer v.wao 9ut beo^Wet W Crnejt Tissot hat übrigens schon schäft nicht erhalten hatte. «dachts und ^wegen^0de^^öhe^bbe^-^"^9^artend^n Strafe I ^.^b^^^holt in französischen Blättern kulturhistorische Stit- * Schlagfertiger L i tt e ratu r n n t er r icht. in Untersuchungshaft aenommen merbln mußte Strafe dien aus Deutschland verofseut icht. Einen Vorfall aus Gottfried Kellers letzten Lebens- * Die ä-ofhen imYmTfi IbTT'iirtpr mA Kampf Zwischen Militär und Zivil in Un- jähren teilt das „Litt. Echo" mit. Der große Zürcher Poet Höhe der Prozeßkosten im Sternbera-Vro^eü teilt I ß" n.,,Pesti Hirlap" berichtet aus Szegedin: Bier Hu- saß mit ein paar Freunden in einer Wirtschaft beim Früh- Ztg." aus angeblich guter Quelle mit daß hip saren-O)ffizre^ unternahmen aus Arad eine Automobil- schoppen, Studenten am Tisch hinter ihm. Ein Litteratur- NUN», soweit ßü' f t der g-äslichM Familie g-schw-itz der jungen Leute war in, Gange und einer lberg betrifft 87 Seiten umfaß/ I ?rJC^n^'/u ^^^-bsellschaft stieg aus der Ruckreise nach rühmte sich, er könne nur noch Goethe lesen. Schiller habe 15 530 Mk ') Pfg erreicht ^n ihr finh mifh1 H1 Groß-Kikinba in einem Hotel ab, um dort zu keine Lebenstiefe gehabt, und seine hohle Rhetorik sei nicht Lräge eingeschlo fen d^e für tot aewa^ Zpaa^^A^ übernachten. Zwei der Offiziere begaben sich nach dem zum Aushalten. Schwubs - hatte der Redner plötzlich rmsbezahl? worden 'sind Tie *P0*?” m £lc^r Bunntcr, die anderen zwei Offiziere blieben eine im Gesicht. Der greise Keller hatte sich merkwürdig .ebührcn war iu n Teil "" tlasjcchaute zurück I» ihrer Nahe unterhielt sich schnell aus seinen, Stuhl n,„gedreht und den, „jungen ivar z B die Zenain ^ischer^ o!ne?1 ^lv€ Gesellschaft, welcher Bürgermeister Schnaufer" die hoffentlich heilsame Ohrfeige appliziert. Es erschieneri nur unter de? Nr>ra«^k!^A I. Bogdan, der stadtische Obersiscat Alexander Dus, der gab bann freilich Skandal; die Studenten wollten über den ung daß ihr freie Reife Äaisenvater xr. Emer ich Rösner, der Lehrer Johann Hoff-Ialten Herrn her und ließen sich erst beruhigen, als sie wurde. Die Kosten für bie^ Rpisp hipfI ^er ©^laffenbireftor Kandel angehörteu. erfuhren, daß da ein großer Dichter in der Verteidigung laufen sich an 1000 9)21 nn.J n ^kein he- Zwischen dieser Gesellschaft und den beiden Offizieren kam eines noch größeren ein Strafgericht vollzogen habe. Su fS? Mk., ganz abgefthen von der Ent- es bald zu einem Streit, weil der Lehrer Hoffmann die * Ein vom Kaiser entworfener Tafel-Auf- Summe von 15530 M 9 °fVfi£1|6eifen Offiziere angeblich fixiert haben soll. Ter Bürger- satz für König Eduard VII. wird dieser Tage seiner 1 offen hinzu- bicie betrnnpn i n?eifter ^.?Hke den streit schlichten, worauf einer der Offi- Bestimmung zugeführt werden. Es handelt sich um eine Millionär ^aefekmästia tim- 80^R?o. äh- ^zehnfachen ziere erklärte, er halte ihn für einen „wilden Raczen" kunstgewerbliche Arbeit aus Edelmetall, die nach dem Ent- * Der b eka?n?eä?ck A»?»!^sää.^■ lhas ist der Spottname für die Serben). Es entstand darauf Wurf und nach besonderen Angaben Kaiser Wilhelms II. q er der sick in den spktp? 'Ü §a^9emenge, der Bürgermeister packte den Offizier am von Herrn Otto Rohloff, Lchrer an der Kunstgewerbeschule ^£060! m tiaen nenPhPH^hnttP^ ^frr.Pf Halse Dieser prügelte den Bürgermeister mit seinem Säbel, in Berlin ausgeführt worden ist. Dieser Tage war der ("Wer ^Jn der S^ene hnr ^p'm -^eTt ^ch^n Minuten waren die Zivilisten und die Aufsatz im Rittersaale des Königlichen Schlosses auf einer n seinem Tustl ^urck da- ħ^/re 'm Handgemenge, der Streit pflanzte sich auf mit Blumen geschmückten Tafel aufgestellt' um in diesem ^eöw berarh^ nP^^-t ®tru6e fort, und dort wurde der Kampf fortgesetzt. Der Raume, der das Prunkbuffet König Friedrichs I. enthält, u^ entwand einem der Offiziere öen Säkel, dem photographiert zu werden. Tas Haupt- und Mittel tück! richt zu fSieß?tt"f ii?b nra Är1 A^erfeiL-9fläter gelang es aber, dem Bürgermeister den bildet ein riesiger flaschenartiger Aufsatz von 1 Meter Höhe oLe? nicku v^ stand en Sabeft wieder zu entreißen. Es war schpii 5 Uhr morgens, und 70 Etm. Durchmesser aus teilweise vergoldetem Silber, MLti ninjt ueriranpcn hatte, fortftihr, das Herz des Land- als 12 Gendarmen anruckten und der Balgerei ein Ende'"' - -- - begts und des Publikums gleichermaßen zu bewegen, schrie! machten. Von dem Vorfälle wurde an i Klager: ^,Aber Teil, ich habe Dir ja schon gesagt. Du und die Zivilbehörde Bericht erstattet. Tie Offiziere brauchst nicht zu schießen; geh' nach Haufe!" Man kann die Herren der Gesellschaft haben einander gefordert sich den Freudenausbruch im Publikum denken. „Wilhelm * Heber eine interessante Speisekarten- Ml" ^war zu Ende, und der Vorhang mußte schleunigst Sammlung berichtet ein Newyorker Blatt: Frl. Frank iMer dem überraschenden versöhnlichen Schlüsse, den Kläger E. Buttolph, eine sehr gelehrt, Tame, die bei der Astor- hatte, fallen. Auch Dramen und Opern haben Bibliothek angestellt ist, hat sich eine Speisekarten-Samm- • r r c < lung angelegt, die schon über 8000 Nummern zählt. Die . 71 eJ- tie beV bVer deutschen Stuben- Sammlung ist natürlich am reichhaltigsten mit „America- Tissot ui der „Revue" (früher „Revue nis" versehen, unb zwar sind ba alle möglichen Arten ver- bcs Revues ) eine amüsante Studie. Zunächst schildert treten. Da ist eine kleine Papiermache-Axt, in deren Stiel selbst: „Es sind große Säle, im Geschmack eine gerollte Speisekarte verborgen ist; ferner Menus in x ^kariert, 177TtP breiten Fensterscheiben, indianischer Sprache, glücklicherweise mit Uebersetzung. Eine deren Glasscheiben ut Blei gefaßt sind, mit Spiegefti in der neuesten Erwerbungen ist die Speisekarte der ,Ohio- Eichenrahmen und mit Fresken, die mit Sepia gemalt sind, Gesellschaft von Californien" beim Besuche des Präsidenten > und Szenen aus dem Kneipleben der Studenten oder lustige . -hi i Schwänke barstellen. Die massiven Tische mit den breiten A-uifjen, Nachbilbungen ber Tische, bie wir auf alten Drucken finden, sind mit rot- und weißkarrierten Tischtüchern bedeckt. Anmutig in ihren adretten Kleidern, ein kleines Leder- iöschckjen am Gürtel, bringen bie Kellnerinnen mit starker dand unb kecker Miene Steinguthumpen von antiker Form, nut den Wappen des Landes geschmückt und gefüllt mit einem duftigen und köstlichen Bier, von welchem wir in Frankreich keine, aber auch gar keine Ahnung haben. Denn die gelbliche und brackige Flüssigkeit, die unter dem Namen oier tu den Cafes von Frankreich: und Navarra serviert ovn'othAtlumen buslenben, schäumenden j «n un jin,u.™ui»muuci, ycnw, iuagituv yiauen, ioas 10. ^sanrnunüert zuruckaetten in Dem Das UiruntbuTtet -b.„s° ivic bet fogmannte Di„e?s'°zÜ! ^gen Wache h°lte„, | des < Ritter?aLes unb’ ber "säb-rn- Chor ebendort ent- 10«) Sous Dem goldigen und sonnigen Weine gleicht, der mit den weißen Etiketts der Witwe Clicquot in die Welt hui auszieht. In den geschilderten Sälen halten die deut- I bie Solbaten. Auch auf Den zweiten unb britten Gruß folgte Schweigen. Ter Kapitän geriet baburch in Wut, rief bie Flügelmänner vor unb ließ sie arretieren. Da schrieen alle Solbaten „Spitzbube" unb forberten ihre gemeinsame Verhaftung. Der Kapitän erstattete der vorgesetzten Be- ' Hörde Anzeige. Darauf wurden 85 Mann verhaftet. Im Laufe der Untersuchung sagten die Mannschaften aus, daß der Hunger sie alte Rücksichten vergessen ließ und daß sie, ba alle Bitten um bie gewöhnlichen Rationen nichts geholfen hatten, ben Kapitän beleidigt hätten, um eine Untersuchung herbeizuführen. Tas Urteil des Kriegsgerichts fiel hart aus: 14 Unteroffiziere wurden auf drei Jahre unb 26 Gemeine auf zwei Jahre einem Disziplinar- bataillon einverleibt, der Rest erhielt Gefängnisstrafen von , , , _ einem bis vier Monaten. — Dem schuftigen Kapitän scheint * „"T e r Freund hat es bestellt". Aus Paris man nichts gethan zu haben. Echt russisch! wird berichtet: Die schöne Liane de Pougy, Mimikerin * Selb st mord ein es Liebes Paares. Unmittel- ™ - •' 2" "d bar hinter der Station Grünau hat sich ein Liebespaar vom lgerei ein Ende zu dessen für derartige Zwecke heute ungewöhnlicher Form die militärische der Kaiser vielleicht durch bie prachtvollen, wenn auch be- Die Offiziere unb beutend kleineren Prunkflaschm auf dem erwähnten Buffet —e—4—4 'angeregt worden ist. Um den großen Umfang des Aufsatzes läuft ein von zwei Lorbeer kränzen eingefaßtes Band mit ber Widmungsinschrift: „Emperor William II. To Kittg Edward VII." An den Seiten dieses Bandes sind Löwenköpfe mit Ringen in den Mäulern als Griffe angebracht. Tie Dekorierung des Fußes mit Akanthus- und der Flächen der Flasche mit Lorbeer-Blättern und Gehängen ist von vollendeter Zisilier- und Treib-Arbeft, ebenso der Verschluß der Flasche, der durch eine Königskrone gebildet wird. Dieses Mittelstück steht auf einem mit vergoldeten Metalllinien unb Rosetten verzierten 20 Ctm. hohen Holzsockel. Die ganze Tafel wird durch dreißig eigenartige Blumenkörbe eingefaßt, die die Formen von Balustraden haben, hinter denen Blumenbeete sichtbar werden. Diese durchbrochenen ., • .f v vJ -------------- ,Balustraden aus vergoloeter Bronze zeigen in ben Details mit künstlerischen Zeichnungen aus allen Seiten verziert, bie verschiebenartigsten Formen unb Variationen. Die Mitte ^h^bs Meisterwerk Der Druckerei unb Buchbinberei. I jeder Ballustrabe erweitert sich zu einer von einer Königs- DaS humoristische Element in der Sammlung liefert der kröne bekrönten Kartusche, auf der abwechselnd das Mono- „Dreizehner-Klub . (Beine Wemliste ist auf schwarzem gramm und das Wappen König Eduards dargestellt sind. Papier in Farm eines Sarges gedruckt und enthält die! Tie kleinen Vasen auf den Eckpfeilern sind in den mannig- aiigenehme Widmung: „Morituri te salutamus", zugleich! fachsten Formen «»dargestellt und in der Ziselierung wunder- aver wird hinzugefugt: „^0 lange Ihr noch atmet, trinkt voll durchgearbeitet. Ter ganze Auftatz ist eine fünft- Den Xeben§meni, denn nacfji dem Tode kann es nicht mehr! gewerbliche Leistung, wie sie in Der Größe der Anlage und 'et77;r-> P^T9777e*l 7ft . bie Speisekarte des 200. Fest- Zeichnung, sowie Durchführung der Details in Berlin bisher mayls des Klubs. Sie hangt nämlich m einem Bilde vorn noch nicht hergestellt luorbeu ist, will man nicht bis auf ^algen an der Kirchhofsrnauer herab, während Raben, das 18. Jahrhundert zurückgehen, in dem das Prunkbuffet Schnellzuge Görlitz—Berlin überfahren lassen. Die Räder Feuer ausbrechen. Für November sind zwei Schicksalsschläge der Maschine trennten beiden den .stopf vom Rumpf. Aus verhergesagt, „ein geliebtes Leben wird sich in großer Ge- einem Arbeitsbuche, das der getötete junge Mann bei sich fahr befinden", und außerdem werden Atoei große Schiffe trug, konnte er als der zwanzigjährige Schriftsetzer Willy auf dem Kanal zusammenstoßen, ein Unglücksfall, der einen F. rekognosziert werden, der in einer Druckerei in Berlin großen Verlust an Menschenleben zur Folge haben wird, beschäftigt war. Ferner fand man bei ihm noch ein Im Dezember endlick) werden sehr seltsame und verwickelte leeres Portemonnaie, eine Nickel-Uhrkette mit Uhr und ein Nachrichten aus Kopenhagen kommen. abgebrochenes, haarscharf geschliffenes Küchenmesser. Das * W i e.v i e l Briefe empfangen die Herrscher? junge Mädchen, dessen Persönlichkeit noch nicht festgestellt Nach einer Statistik, die der „Matin" mitteilt, ist der Sou- werden tonnte, trug ein weißes Kleid. verän, der den Rekord der täglichen Korrespondenz hält, der * Heber den Wert d e r drahtlosen Tele-Papst. Im Laufe des Jahres 1900 hat dieser in der That graphie im Kriege hat sich ein Berichterstatter der im Durchschnitt täglich 22 700 Briefe, Pakete und Zeitungen „Times" ausgesprochen, der den diesjährigen englischen erhalten. Die Bureaus des Vatikans, die mit der Durch- Flottenmanüvern beigewohnt hat. Einige Kriegsschiffe der sicht dieser Korrespondenz beauftragt sind, sind infolgedessen britischen Marine sind jebt mit Apparaten für drahtlose sehr bedeutend: sie zählen nicht weniger als 40 Sekretäre. Telegraphie ausgerüstet und können mit größerer Leichtig- Es kommen also im Durchschnitt 500 Briefe auf jeden feit Nachrichten auf eine Entfernung von 50 oder 60 See- Sekretär, was immer noch eine ganz hübsche Arbeit be- meilen senden als mit den früheren Hilfsmitteln bei völlig deutet. König Eduard VII. kann sich neben Leo XIII., was klarem Wetter auf 10 Meilen. Trotzdem wird der Nutzen den Umfang seiner Tagespost anyeht, nicht messen. Aber der drahtlosen Telegraphie für Kriegszwecke noch immer er empfängt auch noch 3000 Zeitungen und 1000 Briefe stark angezweifelt. Der bedenklichste Umstand liegt darin, täglich. Er läßt seinerseits weit hinter sich den Zaren und daß die Meldungen nicht geheim bleiben, falls sie nicht Kaiser Wilhelm, von denen jeder nur 600 Briefe täglich aus besonderen Geheimzeichen zusammengesetzt werden, und bekommt. Kaiser Wilhelm durchläuft, wie übrigens,auch auch in diesem Falle tonnte noch jedes feindliche Schiff, König Eduard VII., den größeren Teil seiner Korrespondenz bas einen entsprechenden Apparat an Bord besitzt, die selbst, er liest die Antworten, die darauf gegeben werden, Depesche nicht nur auffangen, sondern auch deren Les- durch und läßt niemals einen Brief länger als 48 Stunden barfeit an ihrem Bestimmungsort verhindern, indem es ohne Empfangsanzeige. Endlich erhält der König von Jta- feinen eigenen Apparat in Thätigkeit setzt. Mindestens licn täglich 500 Briefe durchschnittlich, der Kaiser von sollten also Zeichen vereinbart werden, deren Entzifferung Oesterreich 300 und die Königin Wilhelmina 50. Zu be- so schwierig wie möglich ist, und deren Benutzung könnte merken ist noch, daß zwei Staatshäupter fast immer nur entbehrt werden, wenn die Nähe eines feindlichen gleichlautende Briefe erhalten. Der Fürst von Monaco em- Sck)iffes als ausgeschlossen gelten kann. Selbst in diesem pfängt fortwährend Briefchen von Leuten, die Geld von ihm Falle aber erfährt die drahtlose Telegraphie gegenwärtig borgen wollen, und der König von Portugal empfängt solche nodji viele Einschränkungen in ihrer erfolgreich: Anwend- unaufhörlich von Banken, die sich weigern, Portugal Bor- ung, und sie wird für Kriegszwecke wahrscheinlich nicht schlisse zu gewähren. Alle beide werden das auf die D-auer früher völlig brauchbar fehl, als bis das Mittel gegeben ziemlich monoton finden. ist, die Stärke der elektrischen Schwingungen beliebig ein- * Auch ein Grund zu einer Blu11hat. In zustellen und die Apparate so einzurichten, daß die aus- Mitteröd auf dem Erdinger Moos erstacht der Bauer Gu- Zesandten elektrischen Wellen nur von dem Apparat auf- getzer den Arbeiter.Federl, weil dieser ihm die Tabaksdose genommen werden können, der in gleicher Weise ein- im Sck)erz ausgeschüttet hatte. gestellt ist wie der Sendeapparat. Alsdann würde es ein * Dars ein junges Mädchen eine Liebesseltener Zufall sein, wenn ein feindliches Schiff seinen erklärung machen? Das ist die Frage, mit der man Apparat gerade in der gleichen Weise eingestellt hätte, sich jetzt in Amerika beschäftigt. Sie ist dadurch aktuell ge- sodaß es die Depesche auch seinerseits auffangen könnte, worden, daß eine Miß Lulu Bowlin, die heute Mrs. Victor Bei einem größeren Geschwader müßte dann der Empfangs- ist, sie in sehr entschiedener Weise bejaht hat. Mit sechzehn npparat auf jedem einzelnen Schiff eine ganz bestimmte Jahren hatte sie sich in den Kopf gesetzt, nur einen Mann Einstellung besitzen, die beim Aussenden eines Telegramms zu heiraten, den sie lieben würde, diesen aber auch nm berücksichtigt werden muß, damit die Nachricht an das jeden Preis. Sie war sehr schön, sehr reich — ihre Großbestimmte Schiff und nur an dieses gelangt. mutter hatte ihr die Kleinigkeit von 100 000 Dollars ver- * Was man für das Jahr 1902 prophezeit, macht —, sehr intelligent und folglich auch! sehr unabhängig. Aus London wird geschrieben: Trotzdem das Jahr 1901 Ihr Vater, ein Rentier in Hopwood in Pensylvanien, ließ erst halb vorüber ist, und eigentlich noch recht viel passieren ihr jede Freiheit. Natürlich machte ihr die ganze männ- farin, manchem vielleicht mehr, als ihm lieb ist, findet ein liche Jugend von Hopwood den Hof, aber bei keinem hatte kleines Büchlein, das für einen Penny alles erzählt, was ihr Herz gesprochen. Endlich erschien der Mann ihrer im nächsten Jahre geschehen wird, hier schpn großen Absatz. Wahl. Es war ein Akrobat! Miß Luln sah ihn eines Ter Krieg in Südafrika wird danach^ vermutlich im nächsten Abends im Hippodrom, und sie war sofort entschieden: Jahre zu Ende kommen, wenigstens scheint das die ge- dieser oder keiner! Aber als sie am folgenden Morgen den heimnisvolle Prophezeiung bedeuten zu sollen, daß zu dieser Mann aussuchen wollte, hatte er bereits mit seiner wan- Zeit wirklich gute Nachrichten aus Südafrika eintreffen wer- dernden Truppe die Stadt verlassen. Aber das Bild des den. Der Friede wird aber nicht lange dauern, denn schon Akrobaten blieb in dem Herzen der schönen Lulu. Vier im Juli wird ein allgemeiner A u f st a n d i n S ü d a f r i k a Jahre lang trauerte sie um den verschwundenen Geliebten, ausbrechen. Für eine gewisse Zeit wird die Sache für Unterdessen hatte Mr. Victor, wie das in Amerika öfter Großbritannien schlimm aussehen, aber schließlich wird der geschieht, seinen Beruf gewechselt. Er wurde Agent eines Union-Jack wieder in Frieden über Südafrika wehen. Ende großen Hauses in Uniontown, einer Nachharstadt von Hop- Januar wird ein königlicher Kurier von Windsor nach wood. Als nun Miß Lulu eines Tages'Uniontown besuchte, London reiten und einen eiligen Kabinettsrat zusammen- bemerkte sie ihren Geliebten auf der Straße. Sie folgte berufen, und die ganze Welt wird für einige Zeit in all- ihm heimlich bis zu seiner Wohnung, sandte ihm dann gemeiner Spannung sein. Ein schrecklicher Schiffbruch, Un- einen Eilbrief, in dem sie ihm ihre Liebe gestand und ihn ruhen in Dublin und eine Heirat von großer na- bat, nod), am selben Abend sie zu besuchen. Der junge lionaler Bedeutung machen das Programm für den Mann war sehr überrascht, kam aber trotzdem, und in Februar aus. Im März wird ein Reisender erscheinen, einer Ecke des Salons im Hotel wiederholte ihm Miß Lulu, der die wunderbarsten Dinge über seine Erlebnisse im daß sie.ihn liebe und „den innigen Wunsch hätte, seine fernen Osten erzählen wird, später aber wird sich heraus- Frau zu werden". Mr. Victor war zuerst ein wenig perplex, stellen, daß dies alles Schwindel war. Im April wird ein aber die strahlenden Augen des schönen jungen Mädchens ganz neues Mordinstrument für den Krieg erfunden werden, entflammten bald auch sein Herz, und zwei Wochen später, und im Mai werden in der Kirche wieder neue Unruhen an einem der letzten Sonntage, wurde Miß Lulu Bowlin ausbrechen. In demselben Monat wird ein alter Edelmann Mrs. Victor. Natürlich wurde die junge Frau sofort von sterben, der die beste Zeit seines Lebens im Dienste der Reportern überlaufen, und die Theorien, die sie diesen Königin und des Königs verbracht hat. Im Juli wird auseinandersetzte, stehen nunmehr zur Diskussion. „Ich die große Zeit für Automobils anbrechen und im August hatte mir fest vorgenommen", erklärte sie, „wenn ich einen werden wunderbare Na cy richten aus Ehina kom- Mann treffen würde, den ich lieb gewänne, ihm ohne wei- men. Im September wird in Paris allgemeine Zügellosig- teres meine Liebe zu gestehen und ihm zu sagen, daß leit herrschen und im Oktober in Schottland ein großes ich von ihm geheiratet zu sein wünschte. Man wird mir vielleicht den Vorwurf machen, daß ich unbescheiden bh aber bin ich denn wirklich schamloser als diese Fräulein die in den Ballsälen, in den Bädern, überall, wohin fit gehen, und zu Hause nichts anderes thun als ihre Angel nach einem Mann auswerfen? Ich bebaure diese unglük lichen Mädchen, denen eine sogenannte gute Erziehung eine falsche Bescheidenheit auferlegt." Als die junge Frau dies sagte, lächelte sie und warf einen koketten Blick in dcn Spiegel, der das Bild ihrer hübschen, glücksttahlenden Gr- statt zurückwarf.... * Einen Raubmordanfal l aus die eigene Braut verübte ans der Ehaussce von Praust nach Lavpj, bei Danzig der Kutscher Fritz Schulz aus Odra. Schulz ein übelberüchtigtes Subjekt, unterhielt seit längerer ZcE ein Verhältnis mit dem dort in Stellung befindlichen 31= jährigen Dienstmädchen Auguste Neustadt. Letzthin erkläre er seiner Braut, er hätte in Lappin eine Stellung als Kutscher gefunden und wolle sie nun heiraten. Nachdem das Mädchen seine Ersparnisse in Höhe von 130 Mark sowie seine sämtlichen Sachen an sich genommen, fuhren beite nach Proust und gingen abend.' nach Lappin. Auf der eü- samen Ehaussee überfiel Schulz das Mädchen und fchlug ihr wohl mit einem Hammer oder einem spitzen Stein die Schädeldecke ein, sodaß das Mädchen bewußtlos liegen blieb. Mit den Ersparnissen suchte der Raubmörder das Weite, tzr wurde aber in der Nacht zum Sonntag durch die Kriminalpolizei in seiner Wohnung zu Odra, in einem Kleiderschrank steckend, gefunden. Das bedauernswerte Opfer des Attentats liegt im Sterben. Univcrsüüts-Uachrichten. — Am 21. d. M. starb in B ankenderghe der Dr. med. et phü. hon. o. Adolf F i ck, Professor dcr Physiologie in Würzburg, ,m Alttr von fast 72 Jabren. Familren-Nachrrchten. Gestorbenr Emilie Huber, geb. Osterhttd, 84 Jahre alt, In Friedberg. Schiffsnachrichtrn. Norddeuts^ar Lloyd, wGietzrrc oct treten durch brn Äantrn S. Loo/. Bremen, 21. Aug. HP er transatlantischen Telegraph.) Tcr Doppelschrauben-Poftdampfer „Großer Kurfürst, Kapitän W. Reimkasten, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr nachts wohlbehalten in Newyork angekommen. Sfomafol empfohlen für Illund« und Zahnpflege in Idiwedilchen Kliniken 30.000 Liter in einem 3ahre verbraucht und durch ßoftieferänten »Titel ausgezeichnet. . . Gesunde Mondamin-Zruchtflammerü können schnell und leicht mit Mondannn und Früchten aller Arl hergestellt werden. Man koche von den frischen Früchten mit Wasser einen Fruchtsaft, siebe ihn, koche ihn dann mit etwas Mondamin auf und schütte dies in eine Form zum Erkalten. Alsdann stzirze ihn um, und man hat einen köstlichen Pudding mit natürlichem, frischen Geschmack und all den guten Eigenschaften frischer Früchte. Siehe Rezept auf den Mondamin-Paketen ä 6U, 30, 16 Psg. Srown & Polfons Itlonfcamiit _______________________Gesetzlich geschützt seit 1884._____________________ Couverts mit Firma liefert billigst Brühl’sche Uni versitäts - Druckerei, Schulstr. 7 Bekanntmachung. Die Stadt Gießen hat aus der von ihr erworbenen Margarethenhütte noch einige Lagerplätze itnb Lagerräume -u verpachtm. Reflektanten wollen sich an uns oder an das Stadtbauamt wenden, woselbst auch der Plan und die Beschreibung über die einzelnen Plätze eingesehen werden können. Gießen, den 14. Juni 1901. 4393 .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Oonkursperfahreit. Ueber den Nachlaß des Schriftsetzers Ludwig Rohrbach zu Wieseck wird heute am 22. August 1901, nachmittags 4*/- Uhr, das Konkurs» verfahren eröffnet. Der Kaufmann Jean Boeck zu Gießen wird zum Konkurs Verwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 580. September 1909 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Befchlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- ausschuffes und eintretenden Falls über die in § 110 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch den 58. Oktober 1901, vor mittags IO Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkurs- muffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Ge» meinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Ver pflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus ver Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 580. September 1901 Anzeige zu machen. Großh. Amtsgericht zu Gießen, gez. Glaeser. Veröffentlicht: 5739 Fauldraty, Hilfsgerichtsschreiber. Grnrunlktgrils- u. Hohverstktgkruug Freitag bett 30. Aug. b. I. wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, sowie das Gras von den Schnetfin und Mähplatten mit zerstreut liegendem Gehölz, ferner das Gras von 4 Losen im Unter- waldsseld in der Forstwartet Baumgarten, auf dem Rat hause zu Watzenborn versteigert. Ferner kommm zur noch maligen Versteigerung 3 rm Nadel-Stöcke, über die der Ab- fuhrschein nicht eingelöst wurde Dir Versteigerung beginnt vormittag« 9 Uhr. Nähere Auskunft erteilen Güteraufseher Mack zu Hausen und Förster Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 3. Aug. 1901. Gr. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. 5750 Gießener Dmnibus - Gesellschaft. Die Lieferung von 1200 Ctr. Hafer soll für die Zeit vom 1. September 1901 bis 31. August 1902 vergeben werden. Lieferbar 100 Ctr. monatlich Interessenten werden ersucht, Offette nebst Muster bis zum 31. d. Mts. auf dem Depot abzugeben. 5734 Krummelgras- Aersteigerung. Mittwoch bett 588. August, vormittags 9 Uhr, läßt die Aktien-Brauerei Gießeu das Grummetgras ihrer Wiesen in 258 Par- .zellcu meistbietend versteigern. Der Anfang wirb bei der Schönen Aussicht gemacht. 5707 Aktieu-Arauerei Gieße«. Stühle in größter Auswahl und allen Preislagen bei größter Dauer, haftigkeit empfiehlt die Stahl-THrckerei «on Philipp Henkel 14 Sonrrenftratze 14. Reparaturen gut und vlMg. 5547 Saatgut-Offerte. Von unseren auf der Landesausstellung in Darmftrdt mit 3 Preisen ausgezeichneten Getreidesortimenten verkau'M wir, soweit Vorrat reicht: Petkvser Roggen, per ßtr.10 Mk„ 10 Ctr. 05 M Derselbe zeichnet sich durch starken Halm und großartige Körnererträge aus. ZchweWer Schmroggen per Ctr. 10 Mk., 10 Ctr. 93 N Derselbe verträgt späte Saat, besitzt starkes Beftockungsvermögm und liefert hohe Erträge in Stroh und Kern. Kirsches Lherriss-Weizeil per Ctr. 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