Dienstag Ä5. Juni 1901 181. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 146 mtb « 7. toWto* tiglich mit tX^ se^aw btt Montags fifc feetlien- **m ke.ue Mudernn« .n der Li-mmens-tz M w Diskutier- und Leseklub) ist jetzt gegründet worden. Friedrichs ruh, 23. Juni. Gelegentlich der von den Vertretern der deutschen Studentenschaft auf dem Hammelsberge vollzogenen Grundsteinlegung einer BiS- marcksäule ist folgendes Massentelegramm an den Vorsitzenden des Meetings der burenfreundlichen Engländer abgesandt worden: Herrn Labouchere, Herausgeber des „Trnth" in London. Gott segne die e h r l i ch e n Engländer, die für Gerechtigkeit und Wahrheit betreffs der Dtr itrtD. ver- Umilicher Feil. Bekanntmachung, Wegen Vornahme von Erdarbeiten wird der Neuenweg am 26. und 27., die Marktstraße und die Ncuftatt am 27., 28. und 29. d. MtS. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, 24. Juni 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Buren eintreten! (rn. ... Dresden, 22. Juni. Der König hat dem Minister des Inneren und der auswärtigen Angelegenheiten v Metz sch den Vorsitz im Gesamtministerium, sowie der den in Evangelicis beauftragten Ministern übertragen. Stuttgart, 22. Juni. Tie Kammer behandelte ine Frage der A r b e i t er kam m ern. Die Sozialdemokraten beantragten die selbständige Einrichtung von vier Kammern, die Deutsche Partei, die Regierung möge im Bundesrat für die Erlassung eines Reichsgeseyes eintreten, das Zentrum die Schaffung gemischter Arbeitskammern. Alle Anträge wurden an eine Kommission verwiesen, -rer Minister des inneren erklärte ein selbständiges Vorgehen für ausgeschlossen Man werde die Arbeiterkammer nur als Reic^- sache erhalten oder nicht. Persönlich stimme er der Errichtung von Arbeiterkammern im Gegensätze zu Arbeits- Kammern zu.___ Sdt Ulett intinfl vob-" 1 & W i of -EUliK 8t«*-! iu von »* _ nvlk nahestehenden hiesigen „N. Nachr.", daß Herbert Bismarck die Hand des Kaisers nicht ergriffen und nicht ge- kußt^habe^r anus ist vorgestern von Kiel gekommen, hat hier dem Reichskanzler Grafen v. Bulow einen länaeren Besuch gemacht und sich dann nach Kiel zum Kaiser zurückbegeben. Verschiedene Blätter hatten an die | angenommen. China. Abreise des Prinzen Tichun nach Deutschland soll Mitte Juli »or sich gehen. Seine Begleitung letzt sich aus zwanzig Unterbeamten und fünfzig Dienern zu- zusammen. Viele gebildete Chinesen, die begierig sind, Europa kennen zu lernen, versuchen, Anstellungen in dem Gefolge der Mission zu erhalten und sind sogar bereit, untergeordnete Stellungen einzunehmen. Nach ' ‘ O2’ei) Garten. den 25. Juni: r?eMmien Spelle de= *« r,15ausSaW9 ltang des Stebettompeter« C6Fl M Eintritt M Ht , sind .ZBn Nnnnbnie ein Boreriübrer und entging mit knapper Not nicht erschienen war, ist zur Ausführung getommen. der Aufnahme in die von den Gesandten aufgestellte'Liste Pückler ^cke^der anchnglich im In- Engländer und Buren. der zu Enthauptenden. Unter allen Umstanden - Konsestomalrat Tr. R°'ck^der^^ .0 Tie Gerüchte fiber die Wiederaufnahme der neue Regierung’JflJ bcn (Difidjeit perfeW werben sollte, ist für eine Stelle in dem neu zu ^-riedensverhandlungen erweisen sich mit immer!was man w ch f sch . begründenden Aufsichtsamt über die Privatvcrsicherungs größerer Deutlichkeit als wohlgemästete Sommerenten zu vieren wagr „ ^ricf eines Gesellschaften in Aussicht genommen. Die letzte dieser Enten hat das Londoner Abendblatt „Sun ! ’mia ef in a veröffentlicht Ter — Entgegen der Ansicht der kgl. Oberrechnungskammer, uufsteigen lassen, indem es die erfundene Meldung ver- *1 .^etin9 veröffentlicht, ^r Zahnärzten für ihre amtliche Thätigkett als L reitete, Botha und seine Unterführer seien zur Uebergabe Offizier am 26^ ^pril . Truppenteilen Sachverständigen nicht die vollen Gebühren der Aerzte entschlossen. Im Gegenteil geht der Kampf unüeränbert b ? r nß n T e n ftur b mju zahlen sind, sondern vielmehr für eine Stimde Versäum weiter. Von Vorgängen in Transvaal ist neuerdings 3" surd schon viele Kranke und Trope n Die n.st A,!^s nur 1.50 Mk., hat das BreslauerLandgericht entschieden, verzeichnen, daß Eolenbrander mit seinen Kitcheners Figh- b a^r e^nach H s. g f p 'tt r ^aß jeder Mann daß den Zahnärzten dieselben Gebühren, wie den ckerzten ting Seouls seit Mai die «egend zwischen Pietersburg und ganz lhi^chcr Pr^tsatz im ^zar tt, drei zusiehen, da Zahnärzte gesetzlich als Aerzte gelten. Prewria mit mehr oder weniger Erfolg zu säubern (W- tT »er $e$"elmnq tohmm au" - Der in der Normalaichungskommiss.on «usgear- Er hat einige Gefangene und kampfesmude Buren nicht Pferde. Es s ) Radien diewir stellen müssen, beitete Gesetzentwurf einer neuen Maß- und-Gewichts verhindert, nach Osten durchzubrechen. Darüber wird aus Wenn wir sa fönncu wir schon lange nicht mehr ordnung sieht auch den A i ch u n g s z w a n g f u r B i e r- Pretoria gemeldet: „Tie Kommandanten Beyers und nach dazu bch, f beieüen und dt?zu hat sich süsser, sowie auch die Bestimmung der periodischen Maß- Uys haben dem Vernehmen nach ihre Streitkräfte nördlick> alle Munitio g o wer'hier bleiben will, aichung vor. Es steht zu erwarten, daß der betr^ besetz- »Oll Pretoria .vereinigt. Kleine Burenabteilungen um- bk' uns auf s g er gemeldet trotz des e t h ö t) t e n entrourf dem Reichstag in seiner nächsten Arbeitsperwde kreisen beständig die britischen Vorposten, fic üerbergen /n t i M s ^atte sich nach Leipzig gewandt; die Polizn Verwundeten wurde auch ein verwundeter Bur nach Cradock-------~ hatte jedoch davon Wind bekommen, und ließ Likier nach Gebracht der erzählte, auf Seiten der Buren sei ein Mann ÄtllllÄltö dem Präsidium zitteren, um ihm zweifellos die Ausgefallen Aus äradock wird vom 21. Juni gemeldet, daß - weisungsordre mitzuteilen. Likier i fedoch vorher ab- gm Tonnerstag früh eine Abteilung Midland Mounted- Berlin, 23. Ium. Aus Kiel wird gemeldet:- T?r Ein französischer Anarchist Abele m Makranstadr. Ä?" „ter Lpitän Spandau gegen den Burenführer Stapellauf des großen Kreuzers „Prmz Adalbert hat in Z . Pbipzig erhielt die Weisung, fofort Deutschland zu ver- Matan ausaesaiM worden war, der Sonntag nacht west. Gegenwart des Kaisers siattgefunden. Tae Taufrede, Ein anarchischer Klub für Berlm N (der freie SSVaÄÄ die Bahn bei Roodehoogte überschritt, die Prinz Heinrich hielt, lautet: ift i-kt aearnnbet worden. ^renalischeKo mm an da n t Spandan Lurde tötlich „Gleich diesem stolzen Bau, we eher heute vor uns Oer e » g i r 1 a) e m o m m u n | s^ht, und welcher aus kleinen Anfängen dem Beginn seiner endlichen Vollendung entgegensieht, so auch ent stand die Kaiserliche Marine aus wahrhaft dürftigen Anfängen. Gleichsam prophetisch klingen uns die Worte eines Prinzen aus Königlich Preußischem Hause aus jener Qeit der Anfangsgründe der Marine entgegen, da er betonte' „Für ein wachsendes Volk kein Wohlstand ohne Ausbreitung, keine Ausbreitung, ohne überseeische PolitikJ keine überseeische Politik ohne Flotte." Im ^ahre i811j geboren, wurde diesem kühnen Manne 1854 das Kommando über die damalige preußische Marine anvertraut, , für welche er rastlos thätig war und es Nicht scheute, - sein Leben für ihre Entwickelung einzusetzen. Seme Liebe, seine Anhänglichkeit, seine Treue zum Beruf bleibt ewig unvergeßlich, und diesem Manne dankt die Marine unendlich viel. Zwei Schiffe trugen bereits den Namen dieses Mannes über die Meere, ein junger Sproß aus unserm kaiserlichen Hause, ivelcher jüngst der Manne I einverleibt worden, tragt denselben, und auch On sollst auf Befehl Deines kaiserlichen .Herrn diesen Namen tragen, i Aus den Händen der Großnichte dieses Mannes sollst Tu den Weiheakt der Taufe empfangen; so befahl es Dem Kriegsherr, dem zu danken für den neuen Beweis 1 einer I Huld wir alle rufen wollen: Seine Majestät unser auer- ' gnädigster Kriegsherr H»urra! Hurra! .Hurra!" -! — Der Kaiser ernannte anläßlich des Stapellaufs den ^^Ans^dem Oranjefreistaat hört man wieder etwas über D e W e t. „Daily Mail" läßt sich ans Johannesbura vom ■21 melden es sei festgestellt worden, daß Oe Wet sickj westlich von Kroonstad befinde. Tiefe Nachricht kann man ans »mderen Nachricksten dahin ergänzen, daß Te Wet sich wahrscheinlich mit Steijn in der Nahe von Panjs befindet De Wet ift also vermutlich nach seinem Zusammenstoß Mit Elliot bei Reitz am 12 so wenig erschüttert gewesen daß er vielmehr hinter diesem hergezogen ist und nördlich von! STwnftab ine Bahn überschritten hat. In diesem nord-> mestlickien Teile des Oranjestaates, der ganz flach und wüst ist aiebt es noch ein anderes Burenkorps unter Bad e n- ZyK daß bisher am Modderfluß operierte, sich jetzt al^r wie man aus der Aussage eines fahnensluchttgen Kommandanten namens Venter erfährt, aus Boshos zurückgezogen und nur einige zerstreute gelassen hat. Eine, wie es schämt, großer angelte Unter- fmt Mrh seit dem 14. ds. m dem Gelände-Abschnitt Bloemfontein Brandford, ^/tfluß, Winburg und Tbabanchn abgespielt, um derentwillen wahrscheinlich auch Kitchener sein Hauptquartier nach Bloemfontein verlegt hat. Diese Unternehmung ist deswegen besonders interessant/ mirfi eine Abteilung der sogenannten Burg her Police, also ihrer Sache abtt'ünnig gewordene Buren, unter Hauptnivnn Malcottn baian hinter den Er-I -Oberwerftdirektör Kapitän zur See von Ahlefeld zum ^^^^^^^ückrusteben denn zu entscheidendem Kampfe admiral. - Ter Kaiser hat besohlen, daß der Kreuzer !^rtun!^en zuruckzust^eyen -^.^r die Übliche Beute gemacht. „Riobe" die „Hohenzollern" aus semerNordlandreisebe- ^^-s^nkolonie haben Oberst Munro und Bethunes gleitet. — Heute vormittag fand GottEdienst statt an Bord der Kap ko s^tzinger , Myburgh und Eras- der „Iduna" zur Teilnahme an der Reg^ta berittene ^nfantene »r r ^ ^ariffen und ihnen ein Ver- - Ter „Hamb. Korresp." ist zu der Erklärung e.mach- mus bei Tarlastad amil ■ 99 H verwundeten und 50 tigt, daß die Gerüchte über ein Gespräch des Kaisers lüft von 4 Toten, - L Beim Rückzug trafen die mit dem Generaldirektor B al l in bezüglich der Heber erbeuteteii Pferden berg^ra^ Obersten Crabbe, der .mhme eines Mmisterporteseinlles unbegründet seim. untt^ Geschützstuer nahm und sie gegen Ebenso seien Aeußerungen des Kaisers über die Religwn.- Mch sott sich mit Kritzinger ber fur^ äantK U^oXSe%iXn^Ä -ns S-tarsburg. sie Unterhalttmq. die ver Sa D - r bei de- Enthüllun^Ls Eine hochwichtige w 'eq Kreisen zirkuliert das Pismarc^Tenkmals mit dem ^uriten H e r b e r t-B i s - LchttPLsS^Ü^T^S d°mnä^^°m^iscrftiarck,g-stil^ hat.^nstati-r-n^o d°r Famrlr- «rsmarck Vilbelm empfangen werden. Unterhandlungen eren bereitseirlgeleitet!" ^an wird die Nachricht nut größter Vorsicht anfzunchmen ljaben^^ ---- Friedrich Simon, Christian Ullmann, Ludwig Wagner, Ludwigsplatz zu einem Preiskorso mit Musik und um 21/l Uhr — Der Kongreß der radikalen Partei nahm Beschlußanträge an, durch welche die Regierung aufgefordert wird, vor den im nächsten Jahre stattsindenden Wahlen die der Republik feindlich gesinnten sowie die klerikalen Beamten aus ihren Aemtern zu entfernen. Rom, 22. Juni. Das Ministerium hat einen großen Sieg davongetragen. Nach einer siebenstündigen Sitzung wurde das Vertrauensvotum mit 262 gegen 177 Stimmen denen graphischen Mn sie durch das zur Herstellung dienende Material in lehrreicher Weise veranschaulicht wird. Die ffiroflnnng des (Suknbtrgmnftnms iu Main;. K. Mainz, 23. Juni. Saarburg statt. ** Rad -Rennen. Sonntagnachmittag veranstaltete die G. R. G. „Die Wanderer" ein großes Rad-Rennen für Amateur- und Berufsfahrer auf dem Sportplatz an der Hardt. Nachdem am Abend vorher die erschienenen Gäste im Vereinslokal „Royal" begrüßt worden waren, fand im selben Lokal am Sonntagmorgen ein solenner Frühschoppen statt. Am Nachmittag versammelten sich die Teilnehmer am Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist «Ur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. An»." gestattet.) 8. Personalnachrichten. (Tel.-Meld. d. G. A.) Gerichts assesior Dr. Schmitt wurde mit Wahrnehmung der Verrichtung eines Amtsrichters beim Amtsgericht Grünberg beauftragt, und die Gefangenwärterin beim Landeszuchthaus Marienschloß Johanna Renner zur Gefangenaufseherin in Mainz ernannt. •• Personaluachrichten. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung des Großherzogs den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Lollar Heinrich Arnold, Friedrich Bi er au II., Konrad Erb, Franz Wilhelm Feller, Heinrich Frank III., Heinrich Fuchs, Friedrich Geißler III., Ludwig Geißler III., Ludwig Geißler IV., Philipp Geißler, Andreas Heuer, Kaspar Karber, Heinrich Keßler, Friedrich Klinkel, Johannes Kltnkel, Ludwig Klinke! IV., Franz Mankel, Karl Moos, Philipp Moos, Heinrich Pempfer, Christian Rain, Friedrich Riehm II., Heinrich Rohrbach IV., Balthaser Schön, Ludwig Schön III., Johannes Schupp, Gerhard Schwalb, Gerhard Schwalm, Friedrich Seipp, Ludwig Seipp VI., ** Der Besuch des Dünsbergs, der seit der Entstehung des Aussichtsturmes beständig im Wachsen begriffen, veranlaßte die farbige Bezeichnung eines bequemen Aufstieges, wenn auch etwas weiter von der Station Biebers entfernt, ist derselbe doch allen denen, die sich nicht anstrengen wollen, sehr zu empfehlen. Man geht von der Station durch das Dorf Bieber bis nahe zur Obermühls wo sich die Wege zum Forsthaus Bieber und Tünsbarlsthal trennen, von hier entweder über das Forsthaus Bieber oder auf dem Wege rechts des Baches bis zu einer durch ein Schild bezeichneten Stelle (schwarze Punkte im weißen Feld), von der der Weg rechts zum Dünsberg, links auf meist chönem schattigen Waldwege nach Hohensolms abgcht. Ter Weg zum Dünsberg führt mäßig steigend durch schönen Hochwald am Kreuzbuchenplatz vorbei, fast bis zur Bergeshöhe, wo er auf die übrigen farbig bezeichneten Wege stößt und von welcher Stelle er sich auf dem Fahrwege fortsetzt, nur einige Minuten weiter ist bis zur Spitze als die übrigen teileren Aufstiege. Der Weg ist einesteils als Fortsetzung des seither üblichen direkten Weges von der Station Bieber vom Tünsberg nach Hohensolms, andernteils als bequemer Auf- und Abstieg in das Bieberthal gedacht. ** S t a d t t h e a t e r. Da die in Marburg beabsichtigten Vorstellungen des z. Z. bei uns weilenden Operettenensenr- bles ausfallen müssen, kommen hier noch 3 Vorstellungen zu stände, und zwar wird Dienstag die Fledermaus, Operette in 3 Akten von Strauß, gegeben, und am Mittwoch geht Jones Melodiöse Operette „Die Geisha" in Szene. Dieses Werk, das in Berlin über 600 Mal, in Hamburg, Wien, Magdeburg, Bremen je über 100 Aufführungen erlebte, wird vom Regisseur Hans Coswitz in Szene gesetzt. ‘ Herr Coswitz, der den Theehäusbesitzer Wun-Hic bereits in Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Hannover und Essen spielte^ kubiert auch die Tänze und Gruppierungen ein. Die Solo- mrtien dieser Operette sind durchweg mit ersten Kräften besetzt, sodaß ein großer Erfolg nicht ausbleiben kann. Zum Verständnis der Handlung diene folgendes: In Japan giebt es Theehäuser, deren Besitzer größtenteils Chinesen ind. In diese Theehäuser geben selbst sehr angesehene Familien ihre Töchter, die fkfy dort im Gesang, Lautenspiel und sonstigen Künsten ausbilden. Jedes dieser Mädchen, das nun eine „Geisha" ist, erhält einen neuen Namen, so z. B. Blüte, Veilchen, goldene Harfe, Rose rc. und ihre Hauptaufgabe ist es, den Gästen ihre erworbenen Mnste zu zeigen, wofür ihnen klingender Lohn wird, der natürlich in die Tasche des Theehausbesitzers fließt. Wenn der Kontrakt einer Geisha, der gewöhnlich 3—4 Jahre währt, abgelaufen ist, heiratet sie manchmal auch einen Mann aus den hohen und höchsten Kreisen. So eine Theehausgeschächte ist der Text der Operette „Die Geisha". Die bedeutenden Kosten der Ausstattung ermöglichen nur wenig Direktoren dieses Werk zur Aufführung zu bringen. Uns Gießenern wird also kaunr je mehr die Gelegenheit gegeben werden, )iefe Operette kennen zu lernen. ♦* Ter Bericht des Finanzausschusses der ersten hessischen Kammer über die Erfolge der preußisch- hessischen E i s e n b a h n g e m e i n s ch a f t ist uns zuge-- gangen. Er ist so interessant als umfangreich und faßt einleitend die für Hessen aus der Gemeinschaft erwachsenen Vorteile folgendermaßen zusammen: „Es steht heute fest^ daß nur mit Hilfe der Eisenbahngemeinschaft die sozial-, lolitische Steuerreform durchgeführt, die Abhängigkeit des, Staates von einer Aktiengesellschaft beseitigt, die Verzinsung! der Eisenbahnschuld, die weitere Entwickelung des Voll- unb Nebenbahnwesens, die Förderung der Interessen der Eisenbahnbeamten und die glänzende Vermehrung dec Staatseinnahmen herbeigeführt werden konnten, politische und wirtschaftliche Ergebnisse, welche uns das freudige Bekenntnis abnötigen, daß dieser Staatsvertrag von den egensreichsten Folgen begleitet gewesen ist". ** T a s I o h a n n i s f e st. Es giebt kaum ein Fest der christlichen Kirche, an dem heitere Lebensfreude und Todes- gedanken sich so innig vermählen, wie das Fest, das dem Andenken des Vorläufers Christi, Johannes des Täufers,, geweiht ist. In manchen Gegenden, namentlich in den ächsischen Landen, wird es noch heute als ein Gedächtnis- tag der Verstorbenen gefeiert. Es ist das Fest der ausgehenden geistlichen Sonne Christi, der sich selbst das „Licht der Welt" nannte, das Fest des auf dem Höhe- )unkte seiner siegreichen Bahn angelangten Lickstes, das nun allmählich abnimmt und der Dunkelheit weichen muß. Das Mturleben ist auf dem Höhepunkte seiner Entwickelung angelangt, und in verschwenderischer Fülle breitet die gZatur die herrlichsten ihrer duftigen Gaben aus. Wenn die Höhe des Jahres erreicht ist, dann liegt kein Gedanken näher, als die des Niederganges. Ter Mensch fühlt mehr denn sonst, daß zwischen Leben und Tod, zwischen ihm, und seinen dahingeschiedenen Lieben ein unfühlbares, ein unzerreißbares Band innigster Zusammengehörigkeit be- teht: die Liebe, die nimmer aufhört, und zum Zeichen dafür bricht er die glühende Rose, das Sinnbild bewährter Liebestreue, und legt sie in stiller Wehmut auf den teuren Hügel nieder. Es ist das Fest des Lichtes und der Siebe, und als solches ist es auch das H a u p t f e st d e r L o g e n. Galt schon Johannes der Täufer von Alters her als Schützheiliger der Bauleute, so wies der Grundgedanke dec Maurerei, die freie Menschenliebe ungezwungen auf einen Tag hin, der wie kein anderer ein schönes Menscksentum im Sinne des Erlösers predigt. Als Fest des Lichtes aber ist es auch das Jahresfest der Buchdrucker. Tie Buch- druckcrkunst ist es, die das Licht der Welt verbreitet, in allen Schichten des Volkes erst durch das Biich der Bücher, dann durch das gedruckte Wort überhaupt der Aufklärung und dem Fortschritt auf allen Gebieten des menschlichen Lebens die Bahn frei macht. Wenn die he s s i sche n Mä d- chen erfahren möchten, welchem Stande ihr künktigerGatte angehört, so zupfen sie am Johannistage die meifcn Strahlenblüten der Johannisblume (Chrysanthemum leu canthemin) unter Hersagung verschiedener Stände aus. Terjenige Stand, der bei dem letzten Blättchen an die Reihe kommt, ist der des zukünftigen Ehegenossen. Und wenn sie ihren Geliebten im Traume sehen wollen, dann winden sie am Abend vor Johanni einen Kranz aus neunerlei Blumen und legen ihn unter das Kopfkissen — genau wie die schwedischen Mädchen. -o Heuchelheim, 24. Juni. Heute vormittag fand man die Frau des Johs Schrnandt in ihrer Wohnung an einem Seile erhängt vor. Was sie zu dem Selbstmord getrieben hat, ist unbekannt. ♦e Wißmar, 23. Juni. Gestern nachmittag ereignete sich hier ein schwerer U n g l ü ck S f a l l. Der Schuster Ludwig Vogel war mit seinem 10jährigen Söhnchen fortgefahren, um Heu zu holen. Die den Wagen ziehenden Kühe wurden In Anwesenheit des Staatsministers Rothe, der Spitzen der hiesigen Behörden, Vertreter verschiedener Buchdruckerverbände von hier und auswärts, sowie zahlreicher Vertreter des Truckgewerbes und der Presse fand heute vormittag in den Bibliotheksräumen des kurfürstlichen Schlosses hier die Eröffnung des im Anschluß an die letztjährige Gutenbergsfeier errichtete Gutenbergmuseum stat. Tie Feier wurde mit einem Liede des Sängerchors des Buchdruckergesangsquartetts „Gutenberg" oingeleitet, worauf Ober» värgermeister Dr. Gaßner die Eröffnung des Museums mit einer kurzen Ansprache verkündete, in der er auf die hohe Bedeutung des Gutenbergmuseums hinwies, den Förderern des Gedankens für das Museum seinen Dank aussprach und weitere Unterstützung für das Unternehmen erbat. Darauf trug der oben erwähnte Gesandverein ein weiteres Lied vor, nach dessen Ausklingen Oberbibliothekar Dr. Belke, dem das hauptsächlichste Verdienst um die Er-, - . - - . . • . . - richtung des Museums zuzuschreiben ist, das Wort er- zog der stattliche Zug zum Sportplatz, wo bald darauf das griff,'um auf die kulturhistorische Bedeutung dieser neuesten Rennen begann und, abgesehen von einigen Stürzen mit Gründung der Stadt Mainz in längerer Ausführung hin- geringen Folgen, auf das Beste verlief. DaS Rennen be- znweisen und die Organisation, sowie der zu gründenden gann mit Prämienfahren für Berufsfahrer. In der 1. Runde Gutenberggesellschaft zu erläutern. Eingehend erörterte Dr. aeflte Willy Koch-Mainz als erster und Michael Herty-Klein- «clkc hierbei, baß bet Qmea_ bea (Suten6erflmufeiimä fe|Jal« »weiter. 2. Runde: Erich Moeder-Frankfurt, Drucke und sonstige Denkmäler im weitesten Umfang mög- Erich Moeder-Frankfurt. 4. Runde viS zur 0. Runde 1 ich st vollständig, in Originalen oder iu zuverlässigen Nach- siegte stets als erster: Karl Kaeser-Basel, während als zweiter bildungen, zu vereinigen und für die Allgemeinheit nutz- abwechselnd Moeder-Frankfurt und Rütt-DuiSburg durchs Ziel bar zu machen. Das Gutenbergmuseum habe als Erinner- liefen. Dann folgte Haupt fahr en für Amateure (erster ungsstätte an die Person des Erfinders vorwiegend ge- Vorlaus) 1. Wilhelm Goertz Gießen, 2. Heinrich Beck- schichtliche Bedeutung und in der Uebersicht über die Ent- F^nkfurt, 3. L. Klumpf-Darmstadt. (Zweiter Vorlauf.) Wickelung der Gutenbergischen Kunst seine nächste Aufgabe, i. Heinrich Struth-Mainz, 2. Adolf Gottron-Mainz, 3. Michael Dr. Belke gedachte bei seinen Ausführungen weiter, welcher I Schmidt.LudwichShafen. Beim Hauptfahrea für Berufsfahrer 8 e b e mimum ' 'n eb i I beten* ?t gefunden I ^ten im ersten Vorlauf: 1. Erich Moeder-Frankfurt, zahlreiche Zuwendungen aus aller Herren Ländern bekundet 2- Michael Herty-Kleinsteinheim, 3. Walter Rütt-DuiSbnrg, habe. Besonderen Dank drückte Dr. Belke allen denen aus, beim zweiten Vorlauf: 1. Otto Mayer-Ludwigshafen, 2. An- die durch Zuwendungen behilflich waren, die Gründung I dreaS Graef-Frankfurt. Beim Entscheidungslauf zu Nr. 2 des Unternehmens zu fördern. Darnach fand ein gemein-1 (Hauptfahren für Amateure) siegten: 1. Heinrich Struthsamer Rundgang durch die Ausstellung statt, die trotz der Mainz, 2. Michael Schmidt-Ludwigshafen, 3. Adolf Gottron vollständig unzulänglichen Räume sehr übersichtlich ge- Mainz. Alsdann folgte als fünftes Rennen, der Hoffnuvgs- orbnet ist. Ter erste Ausstellungssaal ist zu einer Er- ^»f für Berufsfahrer, Sieger: Henry Mayer-Hannover, mnerungsstatte an Gutenbergs Person erngenchtet. Um eine ' ' . « '’ ’ < Amateure lleaten' 1 Willi) große Büste Gutenbergs gruppiert sich an den Wänden Belm Meyrsttzer-Fayr^ rvmy alles, was an künstlerischem, bildlichen und sonstigen Ma- Goertz'Gleßen, H^rich Struth-Mainz, 3. Lumpf. J terial existiert. Der nächste eluSstellungsraum, das nach! Entschetdungslauf zu Nr. 6 (Hauptfahreu für Berufsfahrer) dem zweiten Stockwerk des Schlosses führende Treppenhaus, siegten: 1. Henry Mayer-Hannover, 2. Otto Mayer^LudwigS- vermittelt den Aufgang zur thpographischen Ausstellung Hasen, 3. Karl Kaeser-Basel. Zum Schluß fand ein Mann- im zweiten Stocke. Den Wandschmuck des TreppenaufgangesI schaftSfahren um die Ehrengabe der Stadt Gießen statt bilden die prächtigen Zeichnungen Sutters von dem Guten- (Wanderpreis), Sieger: „Germania".Gießen und „Radfahr- bergsfestzug, sowie zahlreiche aus das Fest Bezug habende h^in Wetzlar". Photographien. Im zweiten Stock zeigt sich sodann die Kaufm'äuuifcher Verein. Am SamStag abend fand Entwickelung der Gutenbergischen Kunst von ihren ersten!. , d?« Anfängen bis zur Neuzeit in großer Neichlsaltigkeit. Die daS erste dieSzährrge Konzert in denSamenanlagen des Vorstufen der Typographie, Stempeldruck, Zeugdruck, Holz I Vereins unter starker Beteiligung der ^^A^bder mtt ihren und Metallschnitt, cl>arakteristische. Handschsriften zur Ver I Damen statt. Beim Vortrag gediegener Musikstücke konnte anschauung des Unterschiedes von gedriickten Büchern.!man in den mit bunten Lampions prächtig geschmückten An- Früyere Druckpressen und Druckereieinrichtungen bis zur! lagen einige recht genußreiche Stunden verbringen. Der Schnellpresse in schönen Federzeichnungen. Es folgt weiter Konzertabend dürfte die Mitglieder wohl zu etwas regerem die Buchillustratwn und der Buchschnn.ck vom 15. Jahr Besuch der Lokalitäten des Vereins veranlassen. hundert ab bis zur Neuzeit, eme: sehr^ reichhaltige, prach-! ** ein nnifln ist einem Herrn am Samstag zugestoßen. Auswahl vereinigtei^Erzeugnisse d!r graphischen"kims!'in Bei einer^Wagentour geschichtlicher Entwickelung bis zum Standpunkt des Jubi «wohl infolge eines Insektenstiches, plötzlich die Pferde und läumslahres 1000. Großes Interesse bietet noch, daß daS gingen durch. Die Deichsel zerbrach und der Jnsasie wurde technische Verfahren der Triicktunst sowohl wie der verschie-gleicht an der Hand verletzt. Weise angefertigt worden. ** Militärkonzert. Wie aus dem Inseratenteile ersichtlich, findet am Dienstagabend in Steins Garten ein großes Konzert, ausgeführt von dem Trompeterkorps des Schleswig-Holsteinschen Ulanen-Regiments Nr. 15 aus angenommen. Budapest, 23. Juni. Ngron, der Führer der klerikalen Fraktion der UnabhängigkeitSpartei, wird beschuldigt, daß er eine Bankgründung mit Wahlkosten in Verbindung gebracht habe. Die Blätter stellen fest, eS beweise Frivolität und Mangel an Urteilskraft, daß Urgon sich in derlei niedrige Jntriguen eingelassen habe. DaS „Neue Pester Journal" schreibt, eS sei eine unverzeihliche politische Immoralität, mit fremdem (französischem) Gelde eine ungarische Partei zu organisieren. „Pesti Hirlap" weist darauf hin, daß nur Jntriguanteu und Abenteurer sich in den Versuch einlasien können, Ungarn gegen den Dreibund zu mobilisieren. „Buda- Pesti Naplo" hebt hervor, Ugrou habe sich in den Dienst des Kosmopolitismus gestellt, als er von Delcasft gefordert habe, er möge beim Vatikan darauf hinwirken, daß der Klerus bei den Wahlen zu Gunsten der Ugronpartei eintrete. Schließlich erklärt daS Blatt Ugron für politisch tot, und beklagt, daß Ugron das Gefühl der nationalen Würde gänzlich vergessen habe. Welche Meinung habe eS bei DelcassS erwecken müssen, daß ein ungarischer Politiker sich anheischig macht, - - - „ _ 4.=- -o für Geld eine Agitation zu Gunsten einer anderen Richtung Friedrich Heibertshausen, Johannes Kutscher, Louis der auswärtigen Politik zu entfachen. ©ei£p, ®corg Zorn. Konstantinopel, 22. Juni. Während der Sultan schlief, *’ Der Sultan von Djohor weckte am vergangenen Sams- eutstand im Harem in einem anstoßenden unbewohnten Zimmer tag in unserer Stadt und nahm in Steins Garten das eiu Feuer Die Feuerwehr löschte den Brand innerhalb Diner ein. Auch besuchte er das Jahrmarkt fest und einer halben Stunde. Die Ursache des Feuers ist unbekannt, machte in Begleitung seines zurzeit hier weilenden Ministers trotz der Untersuchung, die die Umgebung abhielt. Der Sultan Rahmann sehr erhebliche Einkäufe. Der exotische Fürst, der befindet sich in großer Angst. europäische Kleidung trug, knauserte nicht im geringsten, Petersburg, 22. Juni. Die Kaiserin schlief in der sondern zahlte für die unbedeutendsten Dinge höchste Preise, vergangenen Nacht mit Unterbrechungen. Temperatur und für eine Flasche Wein 20 Mk., für eine Zigarre 5 Mk. rc. rc. Puls schwanken in normalen Grenzen. Der Appetit ist gut. Solche Gäste läßt man sich gefallen? - Djohor, oder tote Das Befinden der neugeborenen Großfürstin ist unverändert, die Engländer schreiben: Johore, ist em Malaienstaat im Aden 22. Juni. Der Mullah stieß, nachdem er ans südlichsten Teil der malaiischen Halbinsel von der britischen das befestigte Lager des Kapitäns MacNeil bei Gebileh Besitzung Malaka bis zum Kap Romania. — Der Sultan hat mehrere erfolglose Angriffe gemacht hatte, auf seinem Rück- für einige Zeit Wohnung in Frankfurt a. M. genommen zuge am 4. Juni auf die Hauptmacht der Engländer. Diese I und hatte hier nur einen kurzen Besuch seinem Minister verfolgten ihn die ganze Nacht hindurch, wobei etwa hundert Rahmann abgestattet, der hier an der Gutenbergstraße wohnt. Mann von den «nhLngern de« Mullah und zwei Engländer •* Besthwechsel. Der Restaurateur und Spezereiwaren. fielen und fünf Engländer verwundet wurden. Der Mullah Händler Wilhelm Hammel, Grilnbergerstraße 27, verkaufte entging mit knapper Not der Gefangennahme. I fein Hau« für 50000 Mk. in die Firma Tragefer L Mäher, --' Wallthorstraßc 5. ** T u r n e r i s ch e s. In Ergänzung unseres letzten Berichtes betr. bas Wettturnen auf bem Tünsberge, können wir noch mitteilen, baß der Extrazug ber Bieberthalbahn um 8 Uhr 30 Mim abgeht. Die Täpkome sinb von ber Firma Heinrich Ran in Wieseck in geschmackvoller, künstlerischer . . 174.90 Tondens schwächer. 28 8° C. biS ii Höchste Temperatur Niedrigst« „ Höchste Temperatur Niedrigste , . 207 60 . 182 80 . 129 90 . 141.70 . 144.10 . 140 91 . 157 00 . 201.00 . 188 00 . 100-10 . 89 50 . 100 00 . 89.70 . 96.40 . 96.70 45.50 . 26.15 . 26 55 . 84.00 Gotthardbaho Laurahütte Bochum . . Harpener . . 8 o/q Portugieeon 8 °/o Mexikaner . 41/14Io Chinesen . Wlo R% v/.’/o •i°/a 22. Juni 92 23* Juni 23. , ment» aus Mainz. -0- Bübingen, 22. Juni. Gestern morgen kurz nach s; Uhr e r s ch 0 ß s i ch die Frau des Wilhelm H a r d t III. in ihrem Bette mit einer mit Wasser geladenen Pistole. Motiv zur That soll Geistesgestörtheit gewesen jein. Worms, 23. Juni. Bet der Submission des 4Prozent. MnlehenS der Stadt WormS sind folgende Angebote »eingelaufen: 1. Dresdner Bank im Verein mit dem Bankhaus L. u. E. Wertheimber-Frankfurt zum Kourse von 100,58 'Prozent bei Zprozentiger Verzinsung des Restbetrages und Vergütung von Provision für EinlöfungSgefchäfte. 2. Süddeutsche Bank in Mannheim und 4 Gen. zum Kourse idor 100,27 Prozent bei einer Vergütung für Einlösung« »aeschäfte von V* Prozent. 3. Mendelssohn u. Co. in Berlin ,zum Kourse von 100,40 Prozent. 4. Pfälzische Bank und Bank für Handel und Industrie in Darmstadt zum Kourse von 100.26 Prozent bei % Prozent Provision für Ein- ÜösungSgeschäfte. *• Kleine Mitteilungen au8 Hessen und den Nachbarstaaten. An dem Submissionstermin für die Restauration in den beiden Wartesälen deS Zentral-BahnhofS Kassel waren 38 Angebote auS ganz Deutschland eingcgangen. Die Gebote schwankten zwischen 20 000 bis 60 000 Mk., während die bisherige Jahrespacht 19 000 Mk. betrug. Der Zuschlag erfolgt erst in 6 Wochen. — In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni hat sich bei Station Luisa ein bis letzt noch unerkannter Mann von einem Zage der Main.Neckarbahn totfahren lasten. Die Leiche ist total verstümmelt. — In Alsheim leckte ein zweijähriges Kind den Phosphor von Zündhölzchen, die eS vom Nachttisch geholt hatte, mit dem Ausruf: „DaS schmeckt gut." Trotz schnell angewandter Mittel und ärztlicher Hilfe war eS nicht möglich, das Kind zu retten, nach einigen Stunden hauchte es sein junges Leben auS. — Am Mittwoch starb in Königstein nach längerem Leiden Dr. Theodor Mettenheimer von Frankfurt a.M. Er gehörte feit langem dem Aufsichtsrate der Theater-Aktien, gesellschaft an und entfaltete hier sowohl, wie als Vorsitzender der Administration des Dr. Hochschen Konservatoriums eine wirkungsvolle Thätigkeit. •m 21. , 21. am 22. . 22. plötzlich scheu und gingen durch. Der Junge kam unter den Wagen, wobei ein Bein total zerquetscht wurde, sodaß der | Unglückliche in die Klinik zu Gießen gebracht werden mußte. I Bad Nauheim, 24. Juni. Unterhaltungen vom 25. bis 29. Juai. Frühkonzert der «urkapelle täglich von 7—8 vormittags am Kurbrunnen. Dienstag 25. Juni nachmittags von 4i/3-6‘/2 und abends von 8-10 auf der Terrast. Konzert der Kurkapelle. Abends Mendelssohn« und Meyer- beer Konzert. AoendS 8 Uhr Theatervorstellung: Gastspiel des Herrn C. W. Büller. „CharleyS Tante". Mittwoch 26. Juni nachmittags von 4*/,—6J/a und abends von 8—10 auf der Terrasse Konzert der Kuikapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Lurkapelle: «Die Geisha". Donnerstag 27. Juni nachmittags von 4-6 unb| abends von 7 — 9% auf der Terrasse Konzert der Kapelle ldeS THUring. Ulanen Regiments Nr. 6 aus Hanau. Abends bei gutem Wetter Illumination und Parkbeleuchtung. Freitag 28. Juni nachmittags von 4%—6% und abends von 8 10 auf der Terrasse Konzert der Surkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Lurkapelle: „Die Geisha". SamStag 29. Juni nachmittags von 4%—6% und abends von 8—10 auf der Terraste Konzert der Kur lapelle. Abends 8 Uhr im Saale Zaubervorstellung des SalonmagierS Mellanie aus Wiesbaden. Sonntag 30. Juni Konzert der Kapelle de- 3. Großh. Hest. Infanterie Regi- 9,4° C. 31,6° 0. 9.8° 0. JamilienUachrichten. Gestorben r Mustdtrrktor Paul Stütze!, Darmstadt. Forst meister Jul'uS Köntaer. Büdingen. - BVi°/o 5 % Ital.'en. Rente . . 40/3 Grieoh. Monop.-Anl. Reichs anleihe do Konsole . • do . . Hessen . ■ Meteorologische Beobachtungen der Station Wieben. Kchistsnachrichk« »norddeutscher Ll 0 v d. Vertreten in Gießen durch Agent Earl Loo«. Bremen, 19. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Schnellpostdampfer Kaiser Wi 1 helm der Große, Kapt. H. Engrlbart, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr nachmittags wohlbehalten in New-York ongckommen. —————— ^^Paterson (New Jersey), 22. Juni. In dem Feuerwerks-Magazin von Abraham Ritterburg, das sich in einem vierstöckigen, von zehn Familien bewohnten Gebäude beimdet, ereignete sich gestern nachmittag eine heftige Explosion. Ter ersten folgten mehrere leichtere unb, daiin iioch eine zweite heftige Explosion. Die Flammen brachen in dem.Gebäude von allen Seiten aus. Ter durch die Explosion verursachte Luftdruck war so stark, daß die Fensterscheiben aller benachbarten Häuser zertrümmert würben. Zwei Männer, sieben Frauen und seckM Kinder sind u m g e k 0 m m e n. Arbeiterbewegung. -k- Mainz, 23. Junt. Die hiesigen Barbier-, Friseur - und Perrückenmacher-Gehtlfen sind tnckneL 0hnbewegung etnaetreten. Sie wollen die im vorigen Jahre nicht erzirlte royn trbBbuna erreichen. Neueste Meldungen. London, 23. Juni. Tie britische Bark „Falkland" von Tacoma (Washington) nach Falmouth unterwegs, sank auf der Höhe von Scilly. Ter Kapitan un!d a Mann der 4e- saßung werden vermißt. . x Madrid, 23. Juni. In La Union (Provmz Meucia) wurden beim Einsturz eines Hauses 7 Personen getötet. Barcelona, 23. Juni, Nier herrscht Erregung, weil die Regierung die für die katalanischen Abgeordneten abgegebenen Stimmen für ungiltig erklärte, xve katalanische Partei plant Kundgebungen, um der Neuerung ihre Macht zu beweisen. Tic hiesigen Deputierten, deren Mandate fi^ ungiltig erklärt sind, reisten von Mabrid hierher nach der Veröffentlichung eines Protestes. , f N e w - Bork, 23. Juni. Einer Blattermelduna zufolge ! sollen auch 'die Städte üayslone, Elkhorn, Bivia und andere Orte von Ueberschwemmungen helmgesuch-t und die dortige Bahnlinie 25 bis 30 Meilen zerstört sem. Kandel und Verkehr. Uolkswirtschast Berlin, 22.Juni. In der Re.chsvanl fand heute unter dem Vorsitz deS Präsidenten Dr. Koch eine Sitzung deS engeren!Ausschusses deS im Frühjahr dieses JahrrS zur Uebernahme von 300 Millionen dreiprozentiger Reichsanleihe gebildeten Konsortiums statt. Nachdem mitgeteilt worden, daß die sämtlichen Bestände drS Konso,tiumS nun- mehr adgrstoßen feien, wurde beschlossen, jede weitere Thätigkeit deS I letzteren von jetzt ab etnzufiellen. Märkle. Gründers, 22. Juni. Fruchtmorkt. Durchschnittspreis pro 100 ÄUo. Weizen 16,00 Mk., Korn 15,50 Mk, Gerste 15,00 Mk., Hafer 16 00 Mk., Erbsen 18,00 Mk., Linsen 00,00 Mk., Samen 00,00 Mk., Wicken 00,CO Mk., Kartoffeln 4,50-4,68 Mk. . ko. Frankfurt a. 24. Juni. (Orig. Telegr. deS „Gießen Anz") Amtliche Notierung der heutigen Frucht«arktpreise. Weizen Mk. 17.50- 17.75, Kurhessischer Mk. 17 75, La Plata Mk. 17.75-00 00 KansaS Mk. 17.75 bis Mk. 00.00, Roggm (hiesiger) ! Mk. 14 50—15 00, Gerste (Wetterauer) Mk. 1650, Hafer Mk. 16 00, Mais Mk. 11.75, Weiienmehl 0 Mk 25.00 618 SDM. 26 25, 1. Qual. Mk. 23 50 bis Mk. 24. 3 Qual. Mk. 21.50-22 Roagenmehl 0 Mk 22 00-23 00, 01 Mk. 20.50-21.50, Weizeiklete Mk. 10, Roggen- ridt Mk. 10 25, MaiSkeim, Mk. 10.00 biS Mk. 0000. Alles per 100 FC. Frankfurt L.M., 24. Juni. (Telegr. Orig.,Bericht deS,W; I Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt preise. Zum Berkaus standen 479 Ochsen, darunter 000 auS Oesterreich, 41 Bullen, da- runter 0 aus Oesterreich, 884 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 244 Kälber, 133 Schafe und Hämmel, 995 Schweme, 0 Zcege, 0 Ziegm«, 0 Schaflümmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1 Qual. 66-68 Mk., 2. Qual. 62-64 Mk., 3. Qual. 55-59 Mk.; I Bullen 1. Qual. 54-56 Mk., 2. Qual. 50—52 Mk.; Kühe 1. Üud. I 60—62511. 2. Qual. 56—585«., 3.Qual. 41—4351L, 4.Qual. 30—32 51t, I 5 Qual. 28—29 Mt Bezahlt wurden für 1 Pfd. Schlachtgewicht Kälber |1 Qual. 78—80 Pfg-, Lebendgewicht 46—49 Pfg-, 2. Dual. 69—71 Jßfg, Lebendgewicht 40-43 Pfg., 3. Qual. 58 Pfg-, Schlachigewrcht 00-00 Pfg.; Schafe 1.Qual. Schlgw. 62 Pfg., 2. Qual. 57-59 Pfg.; Schweine 1. Gual. 64 Pfg. Lebendgewicht 50 Pfg., 2. Qual. 62 Pfg., Lebendgewicht 49 Pfg., I 3 z^uat 52—54 Pfg, Lebendgewicht 00 Pfg- Geschäft: Horn- und | Kleinvieh war gut. Markt geräumt. * Zum T öchtersegcn i in russischen Kai, erhall s e bemerken die „M. N. N.": Abermals sind die Hofs nungen 7>er Zarenfamilie uixd des russischen Volkes auf die Geburt eines Thronfolgers zu nichte geworden. Ter ; Storch hat die vierte kleine Großfürstin abgegeben. Für den Genealogen ist das keine ileberraschung. Tie ;inrtn iß eine Hessische Prinzessin, und Professor Tr. L tto lar Lorentz schreibt in seinem „Lehrbiich der gesamten I wissenschaftlichen Genealogie" ausdrüMich, daß in der Hessischen Familie fast immer T öchte r und nicht selten in beträchtlicher Anzahl erschienen, bis ein Er b c geboten wurde. Tie E-rstgeburt gehört, mit wenigen Aus nahmen, dem weiblichen GescUecht. Eine starke 'Neigung I für tnefe Bevorzugung der Töchter zeigt sich schon uu älteren Zeiten, wird seit Philipp dem Großmütigen bedenk lich und artet in einen erheblick-eu lieberschuß von Mädchen-1 gebürten aus. Nachher trat die Kasseler Linie mit stärkerer Bevorzugung männlicher Erstgeburten hervor, während diel Tarmstädter Linie — der die Zarin entstammt - dem «lteu Prinzip entschieden treu blieb. * ztairo, 22. Juni. In der vergangenen "Nacht find in I Egypten insgesamt 23 neue Erkrankungen an der Pest l I vorgetoinmcn und sieben Todesfälle. Zwanzig von diesen Pestfällen entfallen auf Sagafig, einer auf Mexandria * New-York, 23. Juui. Adalbert Hab, der ehemalige amerikanische .üonful in Pretoria, ein Sohn des Staatssekretärs 5)ay, fiel in Newhaven ((Sonnccticut) aiis dem Fenster des Hotels und war sofort tot. Er hatte sich, nachdem er den Abend mit ehemaligen Sck)ulsreundcu ver bracht hatte, in bester Stimmung nach seinem Zimmers begeben und hat augeuscheinlick>, während er, um zu rauchen, ans Fenster getreten war, das liebergewickst bekommen, sodaß er auf die Straße stürzte. * New-York, 23. Juni. Tas „Evening Journal meldet: Ter Bergwerksort Pocahontas (Westpirginien) wurde durchweinen Tammbriich! halb zerstört. 20 0 Personen sind ertrunken, meistens Bergleute. * N eiv York, 22. Juni. 9!ach einem Telegramm aus Lmaha wütete am Tvnnerstag abend längs des Keya Paha-Flusses ein heftiger Eyclon. Neun Personen wurden getötet oder tödlich verletzt; eine große Anzahl erlitten schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen. Alles, was sich auf dem Wege des Sturmes befand, wurde Jagd und Sport. W. Frankfurt a. M., 24. Juw. Ruderregatta, Wett- rudern um die Meisterschaft für Deutschland. Wegen e uer Unfalles konnte die Meisterschaft am Sonntag nicht zum AuStrag kommen. ES wurde daher heut« morgen um die Meisterschaft ge, kämpft. DaSResultat ist folgendes: 1. Radebusch (Berliner Ruder- ktub), 2. Weber (Mainzer Ruder-Veretn), 3. Noack (Spindlerfeldrr Ruder^Vcre , )^ ^^ Gestern brgann die Binnen-Regatta deS Norddeutschen N-gatt-.VnetnS auf dem Kieler Hasen, zu der 27 Yachten gemeldet sind. Um 11 Uhr vormittag« sand die »weite Wettsahrt de» Sonderklasse d«S kaiserlichen YachtkludS statt, an der 20 Yachten teilnahmen. ES erhielten „Wannsee- den 1., „Arcachon" den 2., „Ntrvana > den 3., „Glückauf" den 4., „Samoa II." den b. Draus den 6. und Kranich" den 7. Pcet«. — Zur heutigen Wettsahrt deS Norddeutscher. Regatta Vereins sind 32 Kreuze,pachten und 13 Nmnyachten der! Klassen 1 biS 4b gemeldet. Der R.cord begann bet frischem Südwest- wtnde^mn^ll^Uhr 30 Mw.^ 6rflebn^e b|r heutigen Wettfahrt deS Norddeutschen Regattavere'n« sind folgende: ES «ydtia von Kreuzer pachten erste Preise: „Clara", „Susanne", „Vesta , .'Valuta , ,,Zlu und „Marte II."; zweite Preise: „Komet", „Atalanta", ^Carlota , „Libelle" und „Attila"; dritte Preise: „Valkyrjen" und „Lucte . Von ! Rennyachten erhielten erste Preise: „Johanne , „Polly , „Brand und Jenny": »weite Preise „Hertha" und „Hanseat'. «ari», 22.Junt. Dte tourtsttsch« Automobil-Wettfahrt von Part« nach Berlin hat heute bet lebhastem Andrange deS Publikums begonnen. Unter den ersten fuhr Braun in einem Wagen deutscher Hnkunft von 35 Pferdekräften ab, in seiner Begleitung befinden sich vier Personen. Unter den Teilnehmern an der Fahrt sind u. a. Baron Zuten und der Präsident drS französischen Automobtl- KlubS, Prinz Ärenberg Tübingen, 22. Juni. Die Professorswitwe Frau M a t b i l d e W e b e r, die bekannte Vorkämppenn au) dem G-biet der Fraueub-sirebunge», ist heute nacht im 72. Sebet8^nebon‘O22b3um. Gegen Lord Russell ist die K bet cß"n, daß das Haus der Lords eenes seiner Mitglieder abzuurteilen hat * Wien, 22. Juni. T«r Hosburgtheaterarzt Tr. Fer binanb Much hat sich in der Bcidekabme durch einen। Hier herrscht große Erregung über die Entdeckung, die an den Tag brachte, daß ein Mann Namens Pascal Gomez in einer entlegenen Kapelle unter hem Teckmantel der Religion unsittliche Handlungen mit jungen Mädchen vornahm. 12 Mädchen sollen Gomez zum Opfer gefallen sein. Nermischter. -Bonn 23. Juni. Zur heutigen Sommersonnenwende bewegte sich ein Fackelzug zur Bismarcksaule in der Gronau. Für die Bonner Bürgerschaft bot sick). das erhebendste Bild des Zuges: inmitten der Korps Kronprinz Wilhelm mit dem Borussensturmer und der Borussen-Kmeipjacke, Arm in Arm mit dem Grafen Ton-1 hoff, in der linken Hand die Fackel, strahlend vor jugendlicher I Frische und Fröhlichkeit. An der Bismarcksaule, von der Flammen zum Himmel emporstiegen, stimmten die Musew söhne das Lied „Horch, Sturmesflugel rauschen an und darauf hielt cand.'med. Willy Koerver aus Köln, erster Chargierter der Norddeutschen Verbindung, eine mit stur- lutschem Beifall aufgenommene, schwungvolle Ansprache. I Nach dem Absingen des Liedes putsch!and, Deutschland über alles" bewegte sich der Zug der herrlick;en Sommernacht am Rheinufer entlang zur Stadt zuruck, und auf iyem Markt wurden die Fackeln unter dem Absingen des „gaudeamus igitur" zusammeug^oorfen J * Hörde, 22. Juni. In Bmmnghofen stürzte beim Abbruch eines Saales eine Mauer ein. Em Arbeiter ist tobt, zwei wurden schwer verletzt. , . Braubachs. Rh., 23. Juni. Tie Vereinigung für die Erhaltung deutscher Burgen hielt unter dem Vorsitz des Architekten Ebhardt auf der MarksburA a™ Festschung ab. Nach der Sitzung befidjtigten bie Xeib nehmer bic Burg. An ber Bischtigung nahmen teil die namhaftesten FackMÜnner ber Tenkmalspslege ganz Deutsck)- MM ■ *, «nbernÄto"$«kt; geb™ b,,ue’”rer duftigen Gedankkil nbe Ar Veh-ni't Liebe, E Är Äiundg-d^- eft der r Wlt »{t 68 'tt* |l$ . «W*1 w*. bin ™ Gerichtssaal. «onitz, 23. Juni. D>S Schöffengericht hatte den Sy na go gen. diener Nos sek wegen Beletdtgnng deS FletfchermelsterS und dessen Tochter Anna zu einem Monat GckSnaniü ""Urteilt Auf Berufung NofsckS hob die Strafkammer das Urteil auf und erkannte auf 100 Mk. G'ldstra'e. Telephonischer Kursbericht- Frankfurt, den 22. Juni. Kreditaktien . • DiHkonto-Kommandit . Darm*t&dter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handolsgee. Oesterr. Btaatabahn Krieskasten der Redaktion. g, K, Nehmen Sie ab und zu schwach- Tanninbäder. Temperatur der Lahn «»d der Luft. 24. Juni. Nach Rraumur gemessen mittag» zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 17'/.°, Lust,18°. Theater, Kunst und Wissenschaft. Um der» Nachla« Millöcker-, des Komponisien du Op'ttiten „Gaspurtn." und „Betteistude. t", stletten t b' "e ve.chirdensten bumtnuä en Beieim. Ein unklar adges.ßter PaffuS d.S Tmrmen 'S ist d- U fache, bak sich bt- untclfchtcdUchtten W°dlihL tsske ri. siüuie )d G richt Ql« erdd.rech.igt erklären. Da« Wiener Neustadt hat nun mit einem dufer Tage gefaßien Beschluß d ^'Uöck- » ft am 7. Novem"er 1897 adgefaßt worden. ES enthält. u. a wlaenv.n P°sfud: übrig tl-ibenbe Kapi al soll für wod'thä^ige Zwrcke, und zwar für Volksküchen, WS mftub.n, Suppen- und ^"«'.ftalten, d.e Freiwillige ReltungSgesellschaft, dte Barmderjig.n Brü^r, ka» A>y' für O^dechlo'k, d'e Mustk-rb nd Kr-nkenkasfe 'ämiUch W,lich ergeben. wird gertchtltch sichergeffcllt, d.e L-a.te ausbezabff, bt« Rcft De» Kapitals an dte erwähnten vielen flnfla bn zu gleichen Xdlen aus geteilt werden. Diese Aufteilung ka. n aber nur dann vor sich geben, wenn der früher erwähnte Erlaß de« Wiener Reustäd -r Kreivgertck e« ausgehoben wird, da deff-n unmittelbare Folge eine einjährige Edikt«- I nist wäre. SviklpktM der verkLuttztell jrankfnrttr Stßdtthrater. Opernhaus. DlenStag, 25 Junt: „Fidelio". Mittwoch, 26. Juni: „Die Bettlerin vom Pont des Artü". Donnerstag, 27. Juni: „Der Troubadour". Freitag, 28. Juni: Geschlossen. Ium. „Der Freischütz". Bon Sonntag, 80. Juni bt« incl. Sanrbtag, 27. Juli bleibt das Opernhaus geschloffen. Q . * Schauspielhaus. DlenStag 25. Juni: „Der kleine Lord .vorher „JephtaS Tochter". Mittwoch, 26. Juni: „Die Macht der F^erni» . Donnerstag, 27. Juni: „Cirkusleute". Freitag, 28. Juni: -Jugend Samstag, 29. Juni: „Johannisfeuer". Sonntag, 30. Juni: „Der kleine I Lord", vorher: „JephtaS Tochter". *) Wenn nicht anders bemerkt. Anfang 7 Juui । Barometer auf 0° reduziert 1 E der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit | Windrichtung Windstärke Wetter 22. 9“ 748,1 18,5 12 3 78 Süll — Heller Himmel 23. 7« 747'7 15,6 '.9,8 75 — Donnenfchein 23. 2« 746,0 27,9 10,6 38 8. 2 Bcw. Himmel 23. 9“ 747,5 18,4 14.2 90 N. 2 Stegen 24 7»6 750,9 16,0 11,4 84 N N.E. 1 Sonnenschein 24. 2“ 750,9 21,5 12,0 63 N.E. 1 Bew. Himmel Todes- Anzeige Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber Gatte und Vater Herr Heinrich Glöckner 4441 heute früh 5 Uhr nach längerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Lieh, den 23. Juni 1901. Die Beerdigung findet statt: Montag den 24. Juni, nachmittags 5 Uhr. DieuStag den 25. Juni 4449 4433 N Wkln Mj-OWtimeil folgende Bei der heute stattgehabten Verlosung wurden Nr. 66 mit 1000 Mark. erfolgt vom 1. Oktober d. I. an ent 4437 MühlsLwein. 4447 empfiehlt SelterSweg 61. 02423 W MlmMiW Canulchonr A GuHapercha Comp.. Rannovf" auf sofort gesucht. 4867 lar bestehendes 4429 Lollar, 22. Juni 1901. Expedition d. Bl. 4439 4423 kann cintreten. gesucht. Settersweg 6. Licherstraße 19. Verantwortlich ttr he« «^ltzrmeinev Xe«: 9. ftc Sen tfapigcntdl: Ha»» Be«, — und derlei der Brützl'sch'U Unirrr^tW»»s*- und «tewlruderei Erben) in Eirg-n. ltlictijcruH)i’ Zn verkaufen Zu vermieten 'zutYiWlirzen Elise Glöckner, geb. Vogt, Louis Glöckner Marie Glöckner, geb. Kahl. Existenz auch für Damen! Ein seit vielen Jahren in Wetzl Luxuswarengeschäft ist sofort zu verkaufen. Anzahlung nur 2—3000 Mk. Näheres durch Car» Martell, Wetzlar. fast noch neu und wenig getragen sind. Gießen, den 22. Juni 1901. Armenamt Gießen. Die Verzinsung dieser Obligationen hört vom 1. 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I., nachmitt. 372 Uhr, in der Restauration Germania zu Lollar statt findenden ordentlichen Genernlnersainnilnug ergebens! eingeladen. Tagesordnung: 3. Vorlage des Geschäftsberichts, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung pro 1900/01. 2. Bericht des Aufstchtsrats über die stattgefundene Prüfung der Jahresrechnung und Beschlußfassung über die 23ifan; und Gewinnverteilung, sowie über die Erteilung der Decharge. 3. Statutenänderung. 4. Übertragung von Aktien. 5. Wahlen zum Aufsichtsrat. Geschäftsbericht, Bilanz und Gewinn- und Vnlustrechnung liegen von heute an in dem Geschäftslokale zur Einsicht der Aktionäre offen. Wohnung. In der «leinkinderschule, Diezttraße Nr. 15, ist der mittlere Stock vorn 1. HKtover d. A. ab neu zu vermieten. Die Wohnung bat 5 Zimmer nebst Mansardestube Wasserleitung ist vorhanden, sowie GaSeinrichtung in der Küche und im größten Zimmer. Man wolle sich an den Unterzeichneten oder an Herrn Fabrikant Stadtrat Emil Schmal! wenden. Gießen, den 24. Juni 1901. 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Forderungen an den Verein zur Förderung des Saalbaues aus dem letzte« Jahrmarktsfefte wolle man sogleich bei dem Herrn Geheimrat Professor Dr. Spengel, Gartenstraße 17, anmelden. 4448 Zum Fervcsscrn von Supp m, schwacher Fleischbrühe, Saucen und Gemüien ernnfeble i