Nr. 303 Dienstag 34. Dezember 4001 Erstes Blatt 151. Jahrgang Erscheint täglich Ä X^> A Annahme von Anzeige» tttit Ausnahme deS ▼ Fv ^■0^ Mg »u der für den folgende» !üs Oii^h^itwzliiidüCf ZW s.s-: Ivllvll-vl- UIIJVIUVi -sGt- General-Anzeiger v LML ML- Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen nern!prechanschlußNr.51. v -»6< ! KF geigenteil: Hans Beck. Trennung. Eine Weihnachtsbotschast, die allenthalben das größte Aufsehen erregen muß, kommt heute aus der Residenz unseres Großherzogtlims. Wie uns ein heute in den Vormittagsstunden zugehendes Telegramm offiziösen Charakters aus Darmstadt meldete, ist durch Urteil des Großherzogl. Oberlandesgerichts vom 21. d. M. die Ehe Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs und I. K. Hoheit der Großherzogin geschieden worden. Das hessische Volk in seiner Gesamtheit wird diese Meldung, die für Staat und Volk von gleich weittragender Bedeutung ist, mit der schuldigen Ehrerbietung aufnehmen. Wir können nur wünschen und hoffen, daß dieser bedeutungsvolle Schritt zum Segen des hessischen Landes und seines erhabenen Herrschers gereichen wird. Deutsches Deich. Berlin, 22. Dez. Der Kaiser hörte gestern die Vorträge des Staatssekretärs v. Tirpitz und des Chefs des Marinekabinetts v. Senden-Bibran. Um 12 Uhr mittags empfing der Kaiser den neuen siamesischen und den neuen chinesischen Gesandten in Audienz. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die „Dtsch. Tagesztg." behauptet bestimmt zu wissen, daß der preußische Handelsminister dem Bundesrate einen Antrag auf Abänderung des Bhrsengesetzes unterbreitet habe, obwohl an anderen Regierungsstellen Bedenken dagegen obwalteten. Die Annahme beruht auf einer groben Verkennung unserer verfassungsmäßigen Verhältnisse, und ^insbesondere der Rechte und Pflichten des obersten Beamten im Reiche und in Preußen. Der dem Bundesrate vorliegende Entwurf eines Gesetzes über die Abänderung des Börsengesetzes ist ein Antrag Preußens, der die Unterschrift des Reichskanzlers und Ministerpräsidenten trägt. Es kann daher weder von der Einbringung desselben durch einen einzelnen preußischen Minister noch auch in irgend welchen Gegensätzen innerhalb der preußischen Regierung oder der Reichsverwaltung hinsichtlich dieses Gesetzentwurfes die Rede sein. — In der heutigen Sitzung des Bun de s rats wurden die Vorlagen betreffend a) ein Verzeichnis der gemäß § 13 Abs. 2 des Schlachtvieh- und Fleischbeschaugesetzes zu bestimmenden Einlaß- und Untersuchungsstellen für das in das Zollinland eingehende Fleisch; b) den Entwurf von Ausführungsbestimmungen au dem Schlachtvieh- und Fleischbeschaugesetze betreffend die Untersuchung und gesundheitspolizeiliche Behandlung des Schlachtviehes und Fleisches bei Schlachtungen im Jnlande den zuständigen Ausschüssen überwiesen. — Das preußische Kultusministerium hat nach einer Meldung aus der Provinz sämtliche Regierungs-Präsidenten angewiesen, gegen die Eintragung von Vereinen für Feuerbestattung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Einspruch zu erheben, und beim Ministerium Anzeige zu machen. — Das Direktorium des Zentral-Verbandes v deutscher Industrieller hat sich veranlaßt gesehen, an die Mitglieder des Zentralverbandes die dringende Aufforderung zu richten, den Entwurf eines Zolltarifs einer erneuten eingehenden Prüfung zu unterwerfen und deren Ergebnis mit thunlichster Beschleunigung der Geschäftsstelle des Verbandes zugehen zu lassen. Das Direktorium hat in Aussicht genommen, in etwa sechs Wochen den Ausschuß des Zentralverbandes zu einer Sitzung einzuberufen und ihm die Wünsche und Anträge der Mitglieder zu unterbreiten. — Das „Bert. Tgbl." meldet aus New-Dork: Hier verlautet gerüchtweise, daß der Rücktritt des Staatssekretärs Hay unmittelbar bevorsteht, und der Gouverneur der Philippinen Taft zu seinem Nachfolger ausersehen sei. — Wie das „B. T." erfährt, hatte man in hiesigen amtlichen Kreisen gestern nur von dem Falle des „Prinz- Re g en t Lu i t p o l d", nicht aber von dem des „Neckar"' Kenntnis. Man glaubte den Fall als durch die Freigabe des Schiffes als erledigt ansehen zu können. Jetzt erscheint die Sacke in einem etwas veränderten Lichte und die Frage der Zulässigkeit der australischen Abgaben bedarf einer näheren Erörterung. Es ist zweifellos, daß aus diesem Anlaß diplomatische Schritte in London gethan werden. — Die deutschen Anarchisten lassen Anfang nächsten Jahres eine Anzahl Broschüren zur Propaganda für den Anarchismus erscheinen. Zur Massen-Verbreitung kommt ein Flugschrift, die unter den deutschen Arbeitern Stimmung für den Generalstreik machen soll. Pos en, 22. Dez. Major En dell lehnte die neuerliche Wahl in die Posener Landwirtschaftskammer ab und legte sämtliche A em ter in der Landwirtschafts kam- mer und im Bund der Landwirte nieder. Ebenso schied er aus dem deutschen Landwirtschaftsrat und dem preußischen Landesökonomie-Kollegium aus. Kiel, 22. Dez. Der Großherzog von Hessen ist von Darmstadt kommend heute vormittag 11 Uhr hier eingetroffen und auf dem Bahnhof vom Großfürsten und der Großfürstin Sergius und dem Prinzen und der Prinzessin Heinrich begrüßt worden. Ausland. Brüssel, 22. Dez. In einem Meeting zu Gunsten des allgemeinen Wahlrechts kam e^ gestern abend zu tumultuösen Auftritten. Die anwesenden Arbeiter brachten Hochrufe auf die Revolution aus. Ein Redner erklärte, man werde event- das allgemeine und gleiche Stimmrecht sich mit Gewalt verschaffen. Die Versammlung trennte sich unter Absingung der Marseillaise. Paris, 20. Dez- In den Wandelgängen der Kammer wurde gestern erklärt, daß ein heftiger Wortwechsel zwischen dem Sozialistenführer Viviani und dem früheren Kabinettschef Brisson stattgeftmden habe. Brisson soll Viviani erklärt habe, daß er, trotz seiner 60 Jahre, zu seiner Verfügung stehe. — Unter großem Audranae der Bevölkerung fand heute die Enthüllung des Standbildes des im Dezember 1851 auf den Barrikaden gefallenen Volksvertreters Baud in statt. Als Deschanel in seiner Rede den Cäsarismus scharf verurteilte, ertönten aus der Volksmenge die Rufe: „Es lebe die Republik" und „Nieder mit dem Nationalismus". Als sodann Präsident Loubet und Ministerpräsident Waldeck- Rousseau den Denkmalsplatz verlassen hatten, betrat Dausset (der Vorsitzende des Pariser Gemeinderates, der zu der Feier nicht geladen war. D. Red.) den Platz vor dem Denkmal und ergriff das Wort, obwohl er nicht in der offiziellen Rednerliste aufgeführt war. Gleich bei Beginn seines Ausführungen wurde der Redner durch feindselige Zurufe unterbrochen. Alsbald umringten Polizeiagenten Dausset- Es gelang ihnen mit großer Mühe, Dausset aus der Volksmenge zu befteien. Dausset konnte sich, von der Polizei gedeckt, entfernen. Rom, 22. Dez. Das Memorandum desPrinzen Georg an die Großmächte enthält folgende Forderungen: Anerkennung der kretensischen Flagge, Schutz der Kretenser im Auslande, insbesondere in der Türkei, Uebergabe aller Kretenser, die sich in türkischen Gefängnissen befinden, an Kreta, Anerkennung der kretensischen Hafengebühren und Zölle, Zahlung der Patentsteuer für die in Kreta lebenden Fremden, Ueberweisung der Telegraphengebühren, die von der Castern Telegraph Cie. der Türkei gezahlt werden, an den kretensischen Staatsschatz, Anschluß Kretas an den Weltpostverein, Auszahlung der von den Großmächten der kretensischen Regierung in Aussicht gestellten Unterstützung und Regelung der Konsulargerichtsbarkeit. Wien, 22. Dez» Die amtliche „W. Ztg." publiziert die mit Einwilligung des Kaisers erfolgte Verlobung der Erzherzogin Marie Christine mit dem Prinzen Emanuel Salm-Salm. Graz, 22. Dez. Im abgelaufenen Kirchenjahr hatte die evangelische Gemeinde Graz durch Ueber- tritte einen Zuwachs von 468 Seelen, ein Mehr van etwa 110 gegenüber den beiden Vorjahren. In Mahrenberg (Süd- Steiermark) wurden am 1. Dezember wieder 10 Männer und 2 Mädchen in die evangelische Kirche ausgenommen, in Laibach (Krain) am Reformationsfest 14 Personen. Innsbruck hat dieses Jahr bereits 60 Aufnahmen zu verzeichnen. Auch Mähren sucht den anderen Kronländern nachzueifern. So wurden in Mährisch-Ostrau am Reformatiousfest 23 Personen evangelisch. Na chwie vor marschiert jedo chBöhmen an der Spitze. Dort ist jetzt mit Gablonz der dritte Pfarrbezirk hinzugekommen, dessen Uebertrittszisfer 1000 überschritten hat. In Asch wurden im November 36 Katholiken in die evangelische Kirche ausgenommen, wozu noch eine größere Anzahl Kinder kam Beii Gelegenheit der Glockenweihe in Klostergrab meldeten sich 15 Personen. Peking, 20. Dez. Juanschikai stellte japanische Offiziere an, um sein Heer zu schulen. Eine Abteilung dieser japanischen Offiziere ist gestern bei Juanschikai in Paotingfu angekommen. Japan erbietet sich auch, einen General abzusenden, um das chinesische Heer zu reorganisieren. New-York, 22. Dez. Präsident Roosevelt wurde von einem zudringlichen Burschen beleidigt, der seinen Arm packte und einen lärmenden Auftritt herbeiführte. Es han- oelt sich vermutlich um einen Verrückten. Roosevelt, der vom englischen Botschafter begleitet war, schlug den Mann nieder. Dolilische Tagesschau. Heber die süddeutsche Eisenbahnkonferenz tn Stuttgart wird der „Frkf. Ztg." noch gemeldet: Wie der Gang der Verhandlung bewies, verschließt sich kein Staat der Erkenntnis, daß der gegenwärtige Zustand auf die Dauer unhaltbar sei und eine Ver- einsachun g und Verbilligung der Tarife notDer ästhetische Henuß von Prof. K- G r o o s. (Gießen, I. Rickersche Verlagsbuchhandlung. 1902. Oktav. 263 Seiten. 4.80 Mk.) Die Einleitung begrenzt die Aufgabe des Werkes. Don den beiden möglichen Ausgangspunkten, welche eine ästhetische Untersuchung nehmen kann, den Motiven des künstlerischen Schaffens einerseits, den Quellen des ästhetischen Genießens andrerseits, ist der letztere gewählt. Ms Methoden der Forschung auf diesem Gebiet sind genannt: die Selbstbeobachtung, der Vergleich mit Selbstbeobachtungsergebnissen anderer, die Beobachtung des Verhaltens anderer. Der eine Weg führt zu einer systematischen, der andere zu einer genetischen Aesthetik. Den Verfasser haben die interessanten Probleme der letzteren in seinen bisherigen Untersuchungen, (Spiele der Tiere, Spiele der Menschen) besonders beschäftigt. Das erste Kapitel betrachtet den ästhetischen Genuß als „Spiel", ein Ausdruck, dem wir bereits in Schillers ästhetischen Studien begegnen. Das Spiel wird von anderweitigen Thätigkeiten dadurch abgegrenzt, daß für die letzteren der Erfolg wesentlich in Betracht kommt, für das erstere dagegen ist „die Freude am Erlebnis überhaupt" «ohne Rücksicht auf einen außerhalb liegenden Zweck das charakteristische. „Die sensorischen und motorischen Apparate, die Höheren geistigen Anlagen, der Kampf-, Liebes- und Nachahmungsinstinkt, die sozialen Bedürfnisse, — sie alle verlangen nach angemessener Beschäftigung oder Bethätig- ung, und die Erfüllung dieses natürlichen Verlangens sind et, wo ernstliche Anlässe fehlen, im Spiele statt." Es sind also sowohl sinnliche wie geistige Kräfte, welche solcherweise sich auszuleben begehren. Tas zweite Kapitel behandelt die sinnlichen Faktoren des ästhetischen Genießens. Mit Guhau stimmt der Verfasser darin überein, „daß alle unsere Sinne ästhetische Gefühle Hervorrufen können." Die „Süße des Zuckers" könne dem „Not der No-e" wohl als etwas ästhetisch Gleichwertiges an die Seite gestellt werden. Doch muß freilich die geistiae Armut der niederen Sinne zugegeben werden. Hoch über sie erheben sich die beiden „Spr ach sinne", Gesicht und Gehör, welche nach Tönen und Gebärden das Innenleben anderer beseelter Wesen uns verstehen lehren. Der erste sinnliche Faktor nun besteht in der einfachen Lust an der Betätigung dieser Smnesapparate, in der „Freude am ungehemmten Auskosten des sinnlichen Wahrnehmens überhaupt." Mit Recht wird dabei an den Plastiker Hildebrand erinnert der in seinem Schriftchen: „Das Problem der Form" diese „Freude am vollen sinnlichen Erleben mit überraschender Energie in den Vordergrund rückt." Den zweiten sinnlichen Faktor bildet die Luft an angenehmen ober die an intensiven Reizen, ein Unterschied, der „maßgebend ist für kunstgeschichtliche Entwickelungsformen wie Renaissance und Barock", der „einen fundamentalen Gegensatz im ästhetischen Genießen bedeutet." Hinweise auf Wölfslins „Renaissance und Barock" illustrieren Diese Auffassung deutlicher. „An dritter Stelle soll einiges über die sinnliche Seite der ästhetischen Form gesagt werden." Wieso der Verfasser erst hier auf den Ausdruck „Form" kommt, ist nicht recht klar. Beweist doch allein der Titel von Hildebrands Schrift, daß wir es auch bei dem ersten Faktor schon mit ihr zu thun haben. Verstanden ist unter dem Dritten Faktor das folgende: Wenn uns ein ästhetisch betrachtetes Objekt, ein Aus und Nieder, ein Hin und Her von Linien bietet, so glauben wir dieses Auf und Nieder, dieses Hin und Her in uns als eine Art Bewegung zu spüren, ähnlich als ob wir dem Linienzuge mit der Hand oder mit dem Blick folgten. Nach Groos erklärt sich dies daraus, daß wir als Kinder unsere Kenntnis der Körperformen thatsächlich zu einem sehr beträchtlichen Teil der tastenden Land veroanken, wobei dieser zugleich die Blickbewegung folgt. So entsteht eine Verknüpfung zwischen gewissen taktilen und gewissen optischen Erfahrungen. Nach genügend häufiger Wiederholung dieses Erlebnisses genügt bann schließlich bie bloße Augenbewegung, um auch bie entsprechenden Tastempfinbungen wenigstens anbeutungsweise wieber lebenbig werben zu lassen. Dieser britte Faktor I braucht aber nicht nur reproduktiv zu fein. Achnliche Organ» I empfindungen können auch ohne Criunerungsbilber zu stände kommen, nämlich durch den Nachahmungstrieb. Der Verfasser macht wahrscheinlich, balß wir fast überall das Vorhandensein von imitatorischen Einstellungen voraussetzen müssen, die sich unmittelbar an den Eindruck des Objekts anschließen. Nicht nur im Kinde ruft bet Anblick von Bewegungen unb Haltungen häufig „Nachahmungsimpulse einschließlich ber bamit verknüpften Organempfinbungen" her- vvor, sonbern auch Erwachsene nehmen auf solche Weise noch vieles unwillkürlich an, was sie in ihrer Umgebung sehen ober Horen. Bei ästhetisch veranlagten Menschen reicht bie Wirkung solcher Organempfindungen möglicherweise viel weiter, als sich bis jetzt äußerlich seststellen läßt. Und wenn man auch nicht alle Gefühle in Organempfinbungen wirb auflösen wollen, so ist boch jebenfalls gewiß, daß bie inneren leiblichen Vorgänge von wesentlichem Mnfluß auf bie Frische unb Lebendigkeit unserer Gefühle sind." Welche hervorragenbe Bebeutnng dieser Faktor gewinnen kann, geht vor allem aus ber Wirkung ber Lesepoesie hervor, über welche im Schlußabschnitt bieses Kapitels in interessanter unb eigenartiger Weise gesprochen wirb. Schluß folgt Weihnachtslitteratnr. Peter Rosegger, Sonnenschein. Preis 5 Mk. Leipzig, Verlag von L. Staackmann- Dieses Jahr legt Peter Rosegger seinen zahlreichen Freunden unb Verehrern auf. ben Weihnachtstisch ein Buch, bas er „Sonnenschein" betitelt hat. Es umfaßt eine Reihe von Erzählungen, bie alle von bem Zauber walbfrischer Ursprünglichkeit durchweht finb. Ergreifenb wirkt bie Tragobie ans ber Bergwelt „Die Feinbe", voll sonnigen Humors ist bie reizende Geschichte „Mein Vetter, ber Türke", eine urkomische Münch- hausiabe. Mag nun Rosegger bas Leben ber Bergbewohner schildern, ober in die Tiefen ber Seelenmalerei sich versenken, ober seine Kunst zu fabulieren, in origineller Art darthun, immer wirb bem Leser ein hoher Genuß geboten und bie Roseggergemeucke erhält immer neue Jünger; bani wirb auch bieses Buch beitragen. empfehle cS sich, sie zu konservieren, d. h. sie entweder im einzustampfen und diese zu verschließen. DaS gebe cm sehr gegenüber oen i auf geb en sollte. Wie nach einem Telegramm aus Nom aus Buenos Aires depeschiert wird, überreichte Argentinien der chilenischen Regierung ein Ultimatum, worm eine verlangt wird. Nachdem der Konflikt beigelegt schien, sei nunmehr der Bruch bevorstehend. gewesen. . , , ~ ** Eissport. Infolge des seit gestern eingetretenen Tau- wetters mußte die Eisbahn bereits wieder geschlossen werden. *• Plötzlicher Tod. Am Samstagabend stürzte das in einen Wagen ein gespannte Pferd des hiesigen Bauunternehmers Pfaff am Ludmigsplatz plötzlich hin. Stach einigen Zuckungen verendete es dort. Das wertvolle Tier soll überfüttert gewesen und an Kolik verendet fein. - Gefaßte Diebin. Eine 50jährige Frau von auswärts, die in hiesigen Geschäftsläden und den Kramständen am Markt eine Menge von Spielwaren entwendet hatte, wurde bei einem Diebstahl gefaßt und zur Anzeige gebracht. m „ ** Diebstahl. In einem Geschäftshause an der Wall- thorstraße wurde gestern Nachmittag bereits zum 2. Mal dem Gehilfen kleinere Geldbeträge entwendet. Bis jetzt i|t man des Diebes noch nicht habhaft geworden. Ungliicksfall. Am Samstag früh 5 Uhr verunglückte |ber Fuhrlnecht einer hiesigen Brauerei in der Nähe von Odenberichtet, das; ein militärisches Vorgehen der deutschen Regierung gegen Venezuela vorbereitet wird, um dort ihre Forderungen durchznsetzen. Der Zeitpunkt, den man zur Entfernung von Kriegsschiffen wählen wird, Durfte nicht mehr fern liegen, wenn Venezuela ieine Passivität Stiftung. •* Die Kleinkinderbewahranstalt beging gestern nachmittag in der Johannestirche die Weihnachtsfeier, an der auch die Angehörigen der Zöglinge und viele Freunde der Anstalt teilnahmen. Unter dem Gesänge des Liedes „Ihr Kinderlein kommet" zogen die Kinder in drei Abteilungen aus dem Konstrmandenfaal in die Kirche, in der zwei schön geschmückte, prächtige Christbäume im Glanze vieler Lichter erstrahlten. Nach einem von der Gemeinde gesungenen Liede sprach «Oberpfarrer Dr. Naumann ein Gebet. Schöne, von den Kindern teils gesprochene, teils gesungene Sprüche und Weihnachtslieder trugen viel zur Erhöhung der weihevollen Festes- ftimnumg bei. Den Schluß bildete ein von drei Kindern trefflich vorgetragenes Dankgedicht. Nun hielt Dr. Naumann die Festpredigt, der er den Spruch „Eure Lmdigkeit lasset kund fein allen Menschen; der Herr ist nahe" (Phil 4,5) zu Grunde legte. In ergreifenden, tief zu Herzen gehenden Worten schilderte er die Weihnachtsstimmung, die auch die «Alten wieder jung werden lasse. Mit Gebet und Gesang der Gemeinde fand die kirchliche Feier ihr Ende. Dann fand m dem Heim der Kleinkinder - Bewahranstalt Diezstraße 15 unter einem stattlichen, schön geschmückten Christbaume die Bescherung statt. 111 Knaben und 106 Mädchen konnte so Dank der Opferfreudigkeit der Spender und Spenderinnen eine Weihnachtsfreude beredet werden. Hätten sie die freudestrahlenden Mienen der Kleinen gesehen und ihre entzückten Ausrufe über all die Herrlichkeiten gehört, so wäre gewiß schon das für sie ein reichlicher Lohn herbeizuführen. . ** Der Eiseubahnkonsumverein hielt am 19. d. M. feine ordentliche Generalversammlung ab. Der Bericht des Vorstandes über das erste, nur 5 Verkaufsmonate (1. Mai biv 1. Oktober) in sich schließende Geschäftsjahr bezeichnet die finanziellen Ergebnisse, namentlich mit Rücksicht auf den Umstand, daß ein erheblicher Betrag einmaliger Ausgaben den fünf Verkaufsmonaten voll zur Last gefallen sind, als durch- aus lufncbcnitellcnb. Nach Abzug aller Unkosten unb einer Abschreibung von 10 p®. auf ben Wert bes Inventars bleibt ein Reingewinn von 2226,73 Mk., bet es ermbg. licht, bem Reservefonbs 5 pCt. zu überweisen, auf bie voll leingezahlten Geschäftsanteile eine Kapitaldividende von 4 pC.t. und auf die bezogenen Waren, neben dem beim Em- - kauf derselben bereits bezogenen Gewinn, noch eine Waren- fdividende in Höhe von 6 pCt. zu gewähren. Der Bericht schließt damit, daß bei weiterer Bethäugung treuen genossenschaftlichen Zusammenhaltens und wenn man weiter dem Wahlspruch huldige: „Einigkeit macht stark", auf eine stetige günstige Weiterentwicklung der Genossenschaft mit Zuoerfichf gerechnet werden dürfe. Tie satzungsmäßig ausscheibenden Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder wurden nut Ausnahme des Eifenbahnsekretärs Bauer, der erklärte, die Wiederwahl nicht annehmen zu können, sämtlich wiedegewählt. An Stelle des infolge Versetzung ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedes, Eisenbahndirettors Schoberth, wurde Verkehrs- ! Inspektor Nordmann, und an Stelle des Eisenbahnsekretärs Bauer Büreauassistent Dörner als Geschäftsführer gewählt. ** Weihna^tsbescherung. Gestern sand im Turnsaal der hiesigen Stadtmädchenschule die 53. Weihnachtsbescherung des Lehrers Curschmann statt. Die reichlich gespendeten Geschenke bestanden hauptsächlich in Kleidungsstücken für Mädchen und Knaben. 146 Mädchen und 39 Knaben wurden mit Geschenken bedacht. Selbstverständlich fehlten auch die üblichen Weihnachtsleckereien nicht. "Man sah es den freudestrahlenden Augen der Kinder an, daß für sie der gestrige Tag cm be- I sonderer Festtag war. Um 4 Uhr nahm die Feier ihren Anfang. Unter dem im Lichte vieler Kerzen erstrahlenden 1 Weihnachtsbaum trugen Schülerinnen aus den oberen Klassen der Stadtmädchenschule unter Leitung des Herrn Spitz mehrere ! Weihnachtsgesänge vor. Dann hielt der Veranstalter eine ! warm empfundene Ansprache, in der er allen denen, die ihn so reichlich unterstützt, herzlichen Dank aussprach. Insonderheit dankte er dem Stadtrat für die Erhöhung ferner Stiftung, sowie für die Ueberroeifung der Zinsen der E. Schmidt'schen Durch bie Kurve und ebenso durch ben dichten N-b°l war - . Ausblick gehindert, und fo fuhr nun der Per-, lunvnsuu, der mit einer schweren Schnellzug-Maschine des neuesten Systems bespannt war, um d'- i'urve au, die Schiebe-Lokomotive. Die Wirkung des Auf stoße- Die Schicbemaschine, ebenfalls eine der Beim Einstampfen roher Kartoffeln verliere die Maste aller- dings etwa 20 Prozent ihres Stärkegehaltes, was nach einer vorherigen Dämpfung nicht der ^all ;ei. — Nach Mitteilungen des Oekonoinierats Schlenke werden die la ndwirt- chaftlichen Kurse vom 7. bis 10. Januar jedensallv in ber Turnhalle stattfinden. Tie Versammlung befchlotz zur Ehrung, der Teilnehmer, deren Zahl vorausstchtlich 2o0 bis 280 betragen werde, ein großes Konzert abzuhalten und beauftragte den Vorsitzenden, das Nötige zu veranlassen. Sodann wurde die Frage erörtert ob Landwirte, bie im Winter vorübergehend, um lediglich ihre Pferde zu beschäftigen, Lohnfuhren machen, verpflichtet seien, em Gewerbe- Patent zu lösen. In zwei der Versammlung nutgeteilten Fällen haben Landwirte einen Strafbefehl erhalten. In der Debatte sprach man sich dahin aus, daß die Forderung der Lösung eines Gewerbepatentes in beiden Fällen zu Unrecht bestehe. Nicht wegen des Stempels für 50 Pfennig wehre man sich dagegen, sondern wegen der damit zusammenhängenden Belastung mit einer Gewerbesteuerzahlung und eines Beitrags an die Fiihrwerks-Berufsgenossenschast. Emer der mit einem Strafmandat Bedachten erklärte, den Rechtsweg in allen Instanzen beschreiten zu wollen, um m dieser für die Landwirte überaus wichtigen Frage eine Entscheidung toenbia ist. Die Finanzminister der einzelnen Staaten ent- wickelten aber gegen eine eingreifende Reform einen Irrten der freie Widerstand, weil sie namentlid) bon einer krustigen Tarif- sonenzug, Herabsetzung einen starken Rückgang in den Einnahmen be- .....A fürchten unb außerdem ohnehin mit erheblichen (hnnahmv-’ Ausfällen rechnen. Aus diesen, Grunde drang au, der Kon- furchtbar. Die Schiebemchchme, e°en,auo serenz bie Ansicht burch, baß man nur schrittweise mit rsten Maschinen, die wie angemauert aus den schienen Reformen Vorgehen könne und daß man mit denienigen I. ahne Tender in die Luft und fetzte sich dann ganz beginnen muß, bie am wenigsten finanziell e ' I ■ ' ce 9roar ait; den letzten Wagen des 0-Zugcs, aL> ob scheinen. Es bürste zunächst mit der Abia)assung der^chnell' 1 Die Seitenwände des Wagens, iud)S folgen den Vorort- unb Nachbarschastsverkehr aus- links ab, und die Decke und der ganze Inhalt wurden i^ ^ugestalten ' während die eigentliche unb allgemeine Tarif-1^ roüftc§ ChaoS gedrückt und nach vorn g P Ü • Nftsung als letztes Zie? ins Auge gefaxt sein dürfte. Boden brach nicht durch, sonder,. trug die schwer La Weitere Konferenzen werden sich vorausstchtlich notig cr l^, . |,ng unter dem Aschenkasten d.e Diele des Wag , wetseu. brennen an. Die Übrigen Wagen d-S V-Zuges "i® KiMSTi* SÄ*-'s; Amerika ein befriedigendes Einverständnis bar- dadurch auf den Bahndamm geschleudert oder nur an Händen Über erzielt worden sei, wie weit Deutschland in Zwangs-o^tzen verletzt, bie übrigen wurden erdrückt, und zum maßregeln gegen Venezuela ruhig gehen könne, ohne i ^„^^em verbrannt. r Eingriff in die Manroedoktrin. Das bedeute natürlich! ^cn Meldungen besagen: Von den 38 Insassen kein Abkommen, das amerikanische Friedfeligkett gegen - unbcrlcht 14 Tvdte find geborgen, weitere nezuela in sich schließen würde, aber bie ftanafij«e btt *W» • unser den Trümmern sichtbar! Suzerünität über Sudamcrrka von..Seiten^Amerika- bis legi■ J ( Tobte unter den Deutschlands freundliche Gesinnung, bie sich dadurch er- w ahrfcheinlich liegen i ) ) miesen batte, daß es sich der Ansichten Amerikas versichert Trümmern. habe bevor es zu radikalen Schritten übergegangen sei, Mit dem ersten Sanitätszuge trafen auch 3^1 Francs habe' in ben Vereinigten Staaten Befriedigung erzeugst fanerpater aus der Unfallstelle ein, die den Unglücklichen i unb die Versicherungen Deutschlands betreffend die Man- Tröstungen der Religion brachten, soweit e§ ging. Von dem roedoktrin machen bie aufregenden ^.Meldungen gegen- tz^balmpersonal erhielt der Lokomotivführer Stessens von standslos, daß das nordatlanti.che ^schwader, da^ mit üc;tcn £oFomotiüe des Personenzuges eine Fleischwunde, seinen regulären Wintermanovern m den weftmdischen Ge- 8 fortaetraaen werden mußte. An dem Tapezierer 1 wassern beschäftigt ist bereit gehalten werde zu emer sadaß » ^»ag«.^wer°en ^^^ünbig- Operation auf l ^e,,1®onra®cOr^t^^Cr'eunt>clrci^^tctrt,SUIIe^n?U£> bem „SScrL 12ob und Leben »«genommen. Tie Aufregung, auch m . den deutschen Maßnahmen gegen Venezuela strengstes Still- mungsarbeiten sind beeiidigt. Der Personen- und Guterver- schweigen beobachtet wird. Auch von anderer Sette wirb f , 1PUC^C noch heute Abend nach und nach wieder ansge- * -fk-r’ -««***<*•• 91nrnpfu,M hpr nommen. Im Ganzen haben sich 12 Tote gefunden, die bis auf 2 männliche und eine Kinderleiche refognoScicrt smd. Es sind dies: Pithag aus Berlin, Student Weiß aus harten» nicht mehr fern hegen, wenn Venezuela jenie Vuhiuilu.li ftein, Bergingenieur Z^Uiwermann aus gaUe:a* ., a gegenüber den deutschen Ansprüchen nicht in letzter Stunde wisky aus Schlehbusch, Schiller Schamei^er- I enicur Kohlhanimer-Hagen, Kaufmann N!ax Jaeobson-Berlin, Frau E. Fritsch-Reichen bei Guhrau, Fr. Dr. August Muller- Berlin. Schwerverletzt sind 9 Reisende: Jaeobsohn, Reifender vu u v .v v । w v.. v..o ------ , QU§ Berlin Tapezierer Matz, Messner, beide aus Berlin, sofortige Antwort bezüglich der schwebenden Streitfragen Hempel aus Dresden, Fabrikant Ruebenstrank aus verlangt wird. Nachdem der Konflikt bergelegt schien, fei L Student Gerhard-Dresden, Fauerbach-Cöln, Boysohn- eürem Lel?gramm°-L°Litt°mstab haben General Berlin. Sämtliche Schw"v°r-etzt° befinden sichm Pa er. Luciano Mendosa, der zum Präsidenten des Staates Cara- borner Hospitälern und smd noch am Leben, ^utzeroem,mo bobo gewählt ist, ferner die Kriegsrninister der früheren 12 Reisende und 6 Elsenbahnbeamte leicht verletzt wordem Präsidenten Venezuelas Andrade und Crespo Antonw Fer-lDie in einigen Zeitungen gebrachte Nachricht, daß das ^as nanbez unb Liitewski sich am Donnerstag in der W bet zertrümmerten Waggons sich entzündet habe und T'ien- von La Victoria gegen den Präsidenten ^ftreJf^en lebendig verbrannt seien, ist unrichtig. Das Gas hat erhoben. Die Bewegung ist im herein mit bem ©eneral ... ni($j. entzündet, wohl aber sind durch glühende Kohlen Mattos, dessen Ankunft von Martinique am Sonntag er- ' > . {n ben ätzten Wagen des V-Zuges eingedrungenen wartet wird, lange borbereitet worden. Für Castro ( . Brand gesetzt und einige unter der iS ‘äXÄtf. | Am StaM Md Wid. Leitungen sind unterbrochen. Aus der Gegend von ^>a-I ^er Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichvi Original-Nachrichten lencia werden weitere Erhebungen gegen Castro gemeldet. I „ur unter genauer Quellenangabe: „Gietz. 2lnz. gefla r Die amtlichen Kreise in Caracas halten die,Bewegung für! Gießen, den 23. Dezember 1901. sehr ernst und fürchten ein , weiteres Umstchgrerfen des .. Sonntag war gestern I Unsere Geschäftsleute Aufruhrs. D°S Marmeamt fall bereits em Krtegsschrn Gdldene^^«°n , 9 starken ®c. n°ch «nezuela gescheckt haben. Der gtldme Sanntag soll.- manchen Ausfall LZom Burenkrieae. im bisherigen Weihnachtsgeschäfte wett machen. Man merkt Wmb^urg^iin^Oranjcsteistaa^wimiU VSr-MeldmrL wen7 wst uns" in"°^b-smdem Die I daß de? Burenkommandant Haa^broek in einem Gefecht Geschäftsleute inserieren weniger als sonst und daS Pub , mit einer englischen Kolonne in Doomberg gefallen ist. legi sich beim Einkäufen eine Reserve auf, die allenthalben, ferner meldet das „Reutersche Bureau" aus tzannismith: von Groß und Klein empfunden wird. Der geftnge Sonntag General Dartnell mit leichter Reichs-Kavallerie und i$cint nun in der That zu einem goldenen, tnt rechten Ver- manry verwickelte am 18. b. Mts. bei Landberg Dewet, 1 ^^is zu den vorigen Tagen, geworden zu fern. HalbI der 800 Mann, ein Haubitzen- und ein anderes Geschütz hatte, s raß mQn Qu; den Beinen und auch aus der näheren in ein Gefechst Nach vierstiuidigem Kampfe wurden diel weiteren Umgegend waren Käufer in großer Anzahl Buren zuruckgeworfen; von Bethlehem auv. hatte ^fval - Hauptverkehrsstraßen herrschte des- Campbell in den Kampf mtteingegriffen. Dre Buren hatten herbelge^ommen. < -wischen 5 und 5 Tote, 20 Verwundete unb 2 Mann wurden gefangen ge- halb befanders in den Nachmittagvstun z fch nommen: auf englischer Seite fiel ein Mann, und es 7 Uhr em solcher Trubel, daß schier ^^kehrsstockuttgen ein- wurden 4 Offiziere und 10 Mann verwundet. traten. Es war aber zugleich em wahrhaft wohlthuendes — ein solches geschäftliches Leben pulsieren zu sehen. Das Eisenbahnunglück in Altenbeken. Ueberraschend gering aber war der Verkehr auf den Post- Die Eisenbahndirektion Kassel teilt mit: Der Unfall ämtern. — Wir wollen hoffen, daß jeder zum Weihnachts- beiAltenbeken ist schwerer als zunächst angenommenlfeste seine Rechnung findet. wurde; beide Streckengeleise sind für ben Güterverkehr ge- *• Landwirtschaftlicher Lokalverein. Fröllag fand iw sperrt. Ursache des Unfalls ist grobes Ver schuld en! Lenz'schen Felsenkeller eme überaus gui besuchte Versamnllung des Blockwärters, der den Personenzug nachfolgen ließ,!deS landwirtschaftlichen Lokalverems statt, m der er or- ebe der b^uq seinen Posten passiert hatte. sitzende Oekonomierat Schlenke über die Frage der Kar- Der Köln. Ztg." geht über Entstehung und VerlaufItoffel-VerWertung sprach.^ Er wies darauf hm, daß oeS Altenbekener BahnimfallS aus Paderborn folgende Dar- diese Frucht im letzten Jahre sehr^reichlich 6"^ wor en stellimq zu: Der um 11.46 Uhr vormittags fällige 0-Zug, fei und daß infolge davon die Preise dafür derartig gefun en^ der Köln um 8.29 Uhr vormittags verläßt, hatte mit etwa seien, daß c5 sich für jeden Landwirt um die rftüge Handele, 10 Min Verspätung bald nach Mittag die letzte Blockstation ob er seine überflüssigen Kartoffeln verkaufen soll oder mcht. vor einer scharfen Kurve, Kleinkrug mit Namen, passiert, und Mit Rücksicht auf die billigen Preise empfehle sich ihre Derber Wärter der Station gab dem um 11.53 Uhr von Pader- fütterung. Der Redner machte fodann Vorschläge, wie man born hinter dem O-Zug abgelassenen Personenzug freie am besten bie Kartoffel als Futter für Schweine, Rindvieh Durchfahrt. Inzwischen war aber gleich hinter der Kurve und Pferde verwende; doch möge man mit guten Kartoffeln dem 0-Zua der Unfall begegnet, daß ein Pferd, das seinem langsam im Verfüttern sein, da man für diese im Anfang Besitzer entlaufen und auf den Schienenstrang geraten war, des Frühjahrs meist gute Preise erziele, zollte der Kartoffelunter die Räder ber Lokomotive kam und dadurch ben Zug- preis Anfang des Frühjahrs gegen alles Erwarten sich nicht fübrer zum Halten veranlaßte. Der v-Zug hatte wegen der bessern, so sei c5 ja bann immer noch Zell, bie Frucht zu starken Steigung eine Schiebe-Lokomotive am Ende. Diese billigem Preise zu verkaufen oder als Futtermittel zu ver- Schiebe-Lokomotive setzte jetzt etwas zurück, um dem V-Zug wenden. An der sehr lebhaften Aussprache über bie ,yragc zur Befreiung von dem Pferbe-Kadaver Spielraum zu geben, der besten Kattoffelverwertung betcUtgtc ffch u. a. auch Prof. Da nunmehr aber auch die Gefahr eintrat, daß der O-Zug Dr. Albert, der erklärte, baß er auch nach fernerlangfahngen bei ber Steigung nach rückwärts ins Rollen kommen konnte, Erfahrrmg als praktischer Landwltt die Aiisführungen beS> leate sich bie Schiebe-Lokomotive mit ihren sämtlichen Brems- Oekonomierats Schlenke bestätige. Könne man tm Fruhiahr klötzen fest An bie Möglichkeit bc5 Falles, baß die rück- seine Kartoffelvorräte nicht zu besieren Preisen los werden, so wärtS liegende Blockstation daS Zeichen auf freie Durchfahrt empfehle eS sich, sie zu konservieren, d. h. sie entweder im für den folgenden Zug geben könnte, dachte niemand; da nun rohen oder bester noch im gedampften Zustande fest m Gruben ' ber Blockslation für den nachfolgenden Personerizug daS emzustampsen unb biefe zu verschließen. DaS gebe em sehr ^tzichkn rür freie- Fahrt ftemb, muW Uwglüef ««tveten. I »erü»olles Fillar fiii' bat Dich, bat sich tobet zu Friedberg sich rechtswidrig mit 22. Dez» Reuter-Meldung. Es tvitbi Stand ertön »renoen oiunvutiun, ......... Gericht gemeldet, daß Versammlungen von unter iteberil^t viLIILUlULl/ Vl* |y |lul v c Buren stattfinden sollen, um über btc % Ops*err. Silberrente Nachdem am gestrigen Sonntag die Christbcschernng für die Kinder unserer Anstalt durch Gottesdienst in der Iohanneskirche und durch Gabenausteilunq in der Klcinkinderschule ftattgefundea . 205.50 . 180.00 . 125.50 . 128.00 . 139.40 . 141.70 . 18.90 . 164.00 . 185.00 . 171.70 . 160.00 —.— Lauraliütte . 101.60 । Bochum . . 42.30 l Harpener . —.— I Tendenz: still. 33.20 Lombarden 26.85 । Gottharibahn SJ/o Mexikaner . . 4*/» /, Chinesen . , Electric. 8d uckert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresd- n?r Bank . . Bcr iner Handelsges. Oesterr. Staatobahn . ** Aus dem Theaterbureau. Die nächste Vorstellung im hiesigen Stadtthcater findet am Freitag den 27. d. M. statt. Zur Aufführung gelangt „Berlin, i ist hier eine Sammlung zum Besten der Buren veranstaltet worden, die den Betrag von 83,50 Mk. ergeben hat. Hausen nicht unerheblich. Sein Fuhrwerk kam auf einer schmalen, abschüssigen, Chaussee ins Rutschen und stieß gegen Bäume, die an der Straße stehen. Der Führer des Gefährts wurde vom Wagen geschleudert und trug erhebliche Verletzungen davon. Das Fuhrwerk mußte durch andere 372% 3'/,% 3°.) 372% klärte in einem Interview, Vollmacht zu Friedens- Unterhandlungen zu besitzen. Paris, 23. Dez- Aus Clamecy wird gemeldet: Von einer Kompagnie französischer Alpenjäger stürzt em 30 Soldaten und Offiziere a b. Die meisten wurden schwer vverletzt. 12 anderen sind die Füße erfroren- Paris, 23. Dez- Gestern wurde am Gitter des Tuileren-Gartens ein gut gekleideter Mann als Leich e aufgesunden, der als der verarmte polnische Graf Mypruch identifiziert wurde. — Das Streichholz-Magazin in der Vorstadt Pantirs wurde durch Feuer zerstört. 5 Personen sind verunglückt, davon 2 schwer. Madrid, 22. Die ganze Nordhälfte Spaniens liegt unter Schnee begraben. Es herrscht starker Frost, der u, Daruel 16. Gvsd unter ZaNroiHe Sw? . 101.20 99.30 . 99.90 . 99.85 Gießen, den 9. Dezember 1901. Eisenbahn-Konsum-Verein Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Vorstand: 8347. Rullmaun. Bauer. Hellmers. Dörner. Walther. vmin ?nr zlutelstjltznng nud Mruug der tu den Strafanflolttn CckOneu. Zu der am Montag dem 30. d. Mts., nachmittags 31/, Uhr^ im Justizpalast zu Giessen (Sitzungssaal der 1. Eivilkammer) stattfindenden Henerat-Iersammkung werden die verehrlichen Mitglieder hiermit ergebenst eingeladen. Es wird u. a. der Entwurf einer neuen Vereinssatzung zur Beratung gelangen. Abdrücke desselben sind bei den Großh. Kreis- ärntern in Mainz und Gießen sowie bei dem Unterzeichneten erhältlich. Bilanz für das 1. Geschäftsjahr 1901 (1. April bis 30. September). Bürger sind bei den National Seonts eingetreten. N c w york, 22. Dez. Nach einer Depesche aus Buenos Ayres von gestern sei beschlossen worden, eine große Fabrik für Ge s ch ü tz mu n i t i o n in der Nahe von Nosaris zu errichten. 2200 Arbeiterinnen sind nut der Hev. stellung von Uniformen beschäftigt. Tas Kabinett habe beschlossen, zwei neue Regimenter Bergarttllerre All errichten. Obwohl die Lage, kritisch sei, hoffe man noch immer, den Krieg jii vermeiden. Leute nach Hause gebracht werden. „a,„ ** Blutige Schläaerri. Gestern Abend gegen 10 Uhr ausgesetzt'. — Ein falsches Einmarkstück wird durch Urteil I entstand unter den Gästen einer Wirtschaft in der Neustadt der Strafkammer eingezogen. — Ter Fuhrknecht Georg Streit, der in eine größere Schlägerei an Sa riete. Eimer in Gießen und der Kalkbrenner Karl Haas von Stöcke, Stühle, Bieruntersätze, Feuerhaken und Kohlenlöst'el hier waren durch Urteil des hiestgen ^chvffengerlcht^ vom bildeten die Hauptwaffen. Sämtliche Beteiligte trugen mehr 25. Oktober von fcer JHnHage. ^rqua e r frn-1 ober weniger schwere Berletzungen danon Erst das Ein- WZ^i^aatSam^llsch-st das^RechtSnnttel der De" schreiten der Polizei trennte die Rausbruder, woraus _ das ift einc große Anzahl von Zeugen geladen. Lokal geräumt wurde. Ta die Streitenden auch aus der erfolgter Beweisaufnahme beantragt die Staats- Straße noch nicht von einander ablassen wollten, würben anwaltschaft gegen den Angeklagten Haas eine Geldstrafe zwei von ihnen verhaftet. Die Sache wurde zur Anzeige von 30 Mark, gegen den Angeklagten Eimer eine solche gebracht. von 10 Mark. Die Verteidigung beantragt Freisprechung ** Grober Unfug. Wegen Sachbeschädigung kamen unter Verwerfung der Berufung der Staatsanwaltschaft, mehrere junge Leute zur Anzeige, die durch Abreißen von Das Gericht verurteilt den Angeklagten Haas in eine Satten bie Gi^riebigung an bet Siabtfnabcn- Geldstrafe von M Mark, den Angeklagten C-rmer tn eine schule demolierten. '°(dlf 1" Urt- Darmstadt, den 21. Dezember 1901. Der Präsident: 8331 Tr. Preetorins, Großh. Ober-Staatsanwalt. eines i.,......... ------- , eines Ariminalschutzmanns — befaßt und ruhestorenden Lärm nächtlicher Weile verübt zu haben. Tas C erkennt gegen chn auf eine Gefängnisstrafe von ^etner Woche und eine Haftstrafe von drei Tagen. — Tie Straf- ache gegen den Christoph Hupfeld von Gotha wurde . Abschreibung zufolge wurde gestern für 5 Monate 81.29 G a m b a r o 11 a Guthaben bei Banken, Sparkassen re. Ausstände (Kohlen re.) Hier herrscht große, Sumr^l7890.- Telephonischer Kursbericht- Frankfurt a. ML, 21. Dezember. 25.20 - Verhaftungen. Wegen Trunkenheit, Bettelns und Ob- — —— ■ " " rT dachlosigkeit mußten mehrere Verhaftungen vorgenommen Kandel und Verkehr. VolKsunrhaM. werben. Ungar. Goldrente fc. Frankfurt a. M., 23. Dezember. (^elegr.Orig.-Bericht bet. 40/ itai.on Rente . Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Biehmarkt- 4'/,% Portugiesen . 7 -■ .7 ——/ । ----- v , v pleLje. Zum Verkaufe standen 397 Ochsen, darunter 126 aus I ofv .Portugiesen . . statt. Zur Aufführung gelangt „Berlin, wie es weint Oesterreich, 25 Bullen, daruiiter 0 aus Oesterreich, 771 Kühe, Fersen, 1% c. Türken . . und lackt" von Kalisck als volkstümliche Vor- Stiere und Rinder, 525 Kälber, 337 Schafe und Hämmel, 1181 Türkenlose. . . . 233,70 tuet., Atau i:ui]C XJttens 7; \ Kriegsminister einen zweiten Bericht, in welchem er ver- D. Gießen, -1. ^ez. iCnrf?fth3e21 schiedene Fälle meldet, in denen Eingeborene von sch aft s diener - •. •’ r; von ^bßen war durch UUeil des $uren erschossen wurden, und in 16 Fällen Einzelheiten hiej igen Lchoffengertchts am la. -November von der anführt. Danach soll ein Eingeborener im November oder Last gelegnen.Unterschlagung fteigesprochen worden. Oegen m£)er 1QOo zwischen Pretoria und Rustenburg lebendig En!'Z^ verfolgt verbrannt worden sein. Ferner berichtet Lord Kitchener, mittel derBertlfung,^ um die: Verurteilung des An geklagt en Kimberley 37 Ermordungen und im Worb» herberzufuhren. ^ie,er bestreitet sede ^Md- Die westen des Oranjefreistaates 23 Ermordungen in den letzten anwaltschaft stellt bte Entscheidung.nach Algier Beweis- «Maaten vorgekommen sind. aufnahme m das Erme,sen deKGerichts. Die Strafkammi r London, 22. Dez. Die hiesige argentinische Gesandt- hält den ^nfl^klagten für ,chuldig und verurt itt chn erf)ic[t eine Depesche des Ministers des Aeußern, in rn eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen und tn b e ber e§ heißt, die argentinische Regierung beschloß, die Kosten beider Instanzen. Due Katharina Theisr Berhandlungen mit Chile a b z u b r e ch e n und die Nieder-Ohmen ist beschuldigt^zu Nieder^hmen am 301 Entscheidung Englands anzurufen, das hierfür im Jahre tob er den Tod der am 12 Februar 1201 geborenen Marie -n Aussicht genommen war. Dieser Entschluß bedeute Ang "-lag?-, d7^L^ung'Zcks°lige Ereignis^^ersichtlich Veründerung m dem gegenwärtigen friedl.chen Ber- nahe geht, gibt ihr fahrlässiges Handeln yt. Die Staats- 5» anwaltschaft beantragt, auf eine Gefängnisstrafe von einer Woche zu erkennen, die geringe Schwere des Falles betonend. Der Verteidiger verbreitet sich über die Begriffe der Fahrlässigkeit in juristischer Beziehung und beantragt Freisprechung. Das Gericht erkennt auf eine Gefängnisstrafe von vier Tagen. — Der Johann Hoffmann von Schneppach ist angeklagt, zu Büdingen als rückfälliger Dieb am 26. September dem Dr. Oßwald von da 6 Paar Strümpfe, am selben Tage dem Wilhelm Jöckel von da 3 Paar Strümpfe und 4—5 Taschentücher, am 28. Oktober bem Fridolin Bätsch von da 4 Pfund Rolltabak rechtswidrig entwendet zu haben. Der Angeklagte ist in vollem Um- fanae geständig. Das Urteil lautet gegen ihn auf eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr 7 Monaten unter Anrechnung eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft. — Der Wilkklm EwsLtz f« Srisdtzerg leugnet an 14. uno lacht" von Hamen ais oousiumiime onece unu juuucl, u-u uu. Z ............... 11 e I i u n □ 'n kleinen Rreiien Die (Srftaufführuna des Otto Schweine, 3 Ziegen, 0 Ziegen-, 1 Schaflammer. Bezahlt wurde 4°/o Uriech. Monopol-Anl lieiiung 3u tlemen M-sien. ^te criiaunugrung oes ajuo für 100 ^funb Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qualität 66-68 Mk., 4*/3% äussere Argentiner Ernst'schen Dramas »Die größte Sunde" sit auf den 2. ^ual. 61—63 Mk., 3. Qual. 54—58 Mk.; Bullen 1. Qual. 55 bis 30. d. M. festgesetzt. 57 Mk., 2. Qual. 52—54 Mk.; Kühe 1. Qual. 59—61 Mk., 2. Qual. ---- 1 1 ' 0. Bkuern, 22. Dez. Von der hiesigen Bürgermeisterei 55—57 Mk., 3. Qual. 42—45 Mk, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. — 30—31 Mk. Kälber: 1. Qualität78—80 Pkg., Lebendgewicht 46 —48 Pf., 2. Qual. 72—75 Psg., Lebendgewicht 43—46 Pfg., 3. Qual. Schlacht- . ergeoen yar. ^^wicht 00—00 Psg., Schaie: 1. Qual. Schlachtgewicht 56—58 Pfg., ? Oberhörgern, 22. Dez. Unser neuer Bürgermeister 2. CuaL 46—48'Big., 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine 1. Qual. .............................. ... „ Holler wurde nun auck als Ortsgerichtsvorsteher und 40-44 Pfq./Lebendgewichl 68 Pfg., 2. Qual. 54 Pfg., Lebendgewicht hat, ist cs uns .Herzenssache, unseren innigsten Dank allen auszu- Shwhpsßpn „tor nornfGAipt 67 Pfg., 3. Qual. 53 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg. — sprechen, die uns zur Ausführung der Ehristbescherung für die 220 Standesbea.nter verpflichtet. Geschäft bet Hornvieh gedrückt, Bei Kleinvieh flott. Markt gc= ^inber der Anstalt freundlichst unterstützt haben, .vauptsachlich s. Hartmannshain, 21. Dez. Groß war gestern hier die danken wir den vielen Wohlthätern, die durch ihre reichen Gaben Freude, als die telegraphische Nachricht von Darmstadt ein- fc. Frankfurt a. M., 23. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen, an Geld, Bekleidungsgegenständen, Kleiderstoffen, 5lonsckt u. s. w., traf dasi die Babnstrecke Grebenhain —Gedern im Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtinarktpreise. sowie durch Handarbeit es uns ermöglicht haben, unseren Anstalts- Sinne hrr Reoiernnasvorlaae aenebmiat sei Bis oegen Weizen Mk. 16.75—00.00, Kurhessischer Alk. 17.00-00.00, La Plata kindern und auch deren Angehörigen eine große 6reude zu bereiten. S nne der. Regierungsvorlage geneymigr fei. geg ^7,50—17.75, Kansas Mk. 14.00—14.25, Roggen (hiesiger) Wir teilen nachfolgend besonders mit, welche Geldbeträge Abend hatte sich die Schmalbach sche Wirtschaft von hiesigen 14.00—00.00, Gerste (Wetterauer) AU. 15.50—16.75, Kleie für unsere Ehristbescherung gespendet wurden: Durch Frau Dr. und auswärtigen Leuten so gefüllt, daß niemand mehr Platz Mk. 16.50—16.75, Hascr Mk. 15.00—15.25, Mais Mk. 00.00 bis Brüel 44,10 Mk., Frau Amtsqerichtsrat Gebhardt 166 Alk., Frau fand Zluck der Vertreter unseres Wahlbezirks, Landtags- Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.00—25.50, 2. Qualität Mk. 23.00 Rechtsanwalt Grünewald 133 Mk., Frau Rechnungsrat Kalbfleisch Lhr-.pnrSnntJ- qvt hrm hip hirfinp Renölkcruno für sein kräs- bis Mk. 23.50, 3. Qualität Mk. 22.00—21.50, Roggcnmehl 0 86 Mk., Frau Bürgermeister Mecuui 14 Alk., Fran Pfarrer Nau- abgeordneter W., dem me hiesige Bevolterung f ) | Mk. 22.00—22,50, 1. Qualität Mk. 20.25—21.00, Weizenkleie Mk. 8.50 mann 133,70 Mk., Frau Luise Ottens 27,50 Mk^ Frau Fabrikant tiges Eintreten m der Bahnfrage zum größten Danke ver- b-§ Mk. 00.00, Roggentlcie Mk. 9.50—0.00, Maiskeime Mk. 9.50 Lina Sk *........ ' pflichtet ist, war erschienen. In einer mit großem Beifall 5^ Mk. 10.00, Frankenpsälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. nor I s.;. aufgenommenen Ansprache schilderte er den Grund der Ent- 100 Kg. ab hier, stehung dieses Bahnprojekts und wies ferner auf die großen Vorteile hin, die die Bahn unserer Gegend bringen werde. Er sprach dann die Hoffnung aus, daß die Bewohner des oberen Vogelsbergs diese Vorteile recht ailsnützen möchten. Zum Schluffe betonte er, daß alle der Staatsregierung für Meerane, 23. Dez. Die Aussperrung der Arbeiter .tfiiiptcliluiirtc.il Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: OchsMeisÄ 58 Kfz. Rum von 80 Pfg. an per Vs Flasche, Arrak -on Mk. 1.10 an per Vs Flasche, französ. Kognak von Mk. L40 an per 12 Flasche, Punschessenzen von Mk. 1.10 an per Vs Flasche, Deutsch- Kognak von 80 Pfg. an per V, Flasche, Italien- Rotweine von 65 Pfg. an per Vi Flasche, Diverse Liköre empfehlen 8296 Gebrüder Adami, ____Mänsburg 14.____ Puoscti essenz zon Bassermann & Herrschei, Mannheim garantiert rein, nur aus Arac, Kam oder Portwein »ereilet. 79*-8 Niederlage bei: Ang. Noll II., IX Herber, Emil Bender. Garantiert reine Naschenweine weiß und rot Arrak Kognak Rum Punsch - Essenzen empfiehlt 8208 Vittom-Irogerie Adolf Bieler, Marktstraße 5. Cigarren. Präfentkistchen L 25, 50 und 100 Stück, in eleganter Packung, — feinste Qualitäten. — Wei«. Präfentkörbcheu m beliebiger Füllung, in allen Preislagen. 8237 Louis Land Kircheuplatz 10. Fristzeschoffene Hasen, Rehe im Mslhnittr 05097 Pariser Kapssalat, forme alle fmscheu Gemüse empfiehlt zu den Feiertagen Seinr. Ach, Mäusbnra 17. 05097] Morgen auf dem Markt leb. Karpfen, ^ahr.hechte Weißfische, Schellfische u. s. w.M. Simon. Vtijalirs- i’ Harte# werden rasch und billig geliefert von 8319 Karl Krebs Schulstraste 10. Die beliebten Dnftträger m reizenden Medaillons z. Anhängen empfiehlt 8307 Adolf Bieler, Ylctorla-Drogerle. Marktstrasse 5. gcinjle Toilettebüsten Feinste Toilettekasten in Schildpatt re. empfiehlt billigst 8122 H- Tichy, Srltrrsmg 43. Dortrnunder Löwenbräu I Lauterbacher (hell), | Freih.v.Riedescl'scheBurgbrat sche Burgbrauerei Biere der Brauerei Bichler (hell und dunkel). Bei Bestellungen per Post vergüte Porto. Hochachtungsvoll Heinrich. Eempf. Ludwigstratze 26, gegenüber der Univerfität. 8348 stets frei ins Haus geliefert. Münchener Brauerei zum Augustiner (dunkel), Culmbacher erste Aktien-Brauerei (dunkel), Bier-Depot «t Versandtgeschäft Zu den bevorstehenden Feiertagen empfehle meine anerkannt guten und nur aus bestrenommierten Brauereien eingeführten Geschäfts - EröffZumg. Einer werten Nachbarschaft, sowie allen Freunden und Bekannten zur gefl. Kenntnis, daß ich mit dem heutigen Tage im Hause MP- Wallthorstratze 18 einen Salon M Naßeren und Frißeren eröffnet habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, die mich beehrenden Kunden aufs beste zu bedienen. Einer freundlichen Unterstützung entgegensetzend, empfehle ich mich Achtungsvoll 05098 Wilhelm Pfeil, Iriseur. Vorzügliche Mrahis-TasklliMer Lchmizer-, Naincr- « Rahm-, Limdarzer- Saad-, Kräater- Gamemöerts Kronen- IrüMcks-Käss Fromage de Brie empfehlen in frischer feinster Ware zu billigsten Preisen 4543 A. & 6. Wallenfels 21 Markt 21. Telephon 46. Aechten Bilbeler Getmhe-Klmrncl empfiehlt 8027 Ludw. Loth, Wallthorstr. 23. Kochöfen Füllöfen Herde für Landwirte liefern billigst 7842 1 Kröll Söhne. W großen billige« Vsrcd-Zertice eompl. 5-teil. Mk. 2,50 sind wieder eingetroffen. Große Auswahl in Geschenken. WM" Werten Vereinen große Vergünstigung. 8293 Wagner & Haase Bahnhofstraße 61. Zchlittk« ZhlitWst empfehlen 8210 A. Ml Söhne. „Friamitän“ Beites und öllliglles A-rostschub- mtttek für Acctylcn-Kpparale. ‘ F'rima tzafcium-Garvid. 8332 Otto Engelhard, Hosheim i.T. Feinste Gewäls'se garantiert rein. Cacao Chocoladen Thee empfiehli; 6759 Victoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktstrasse 5. Z Prima Vatter ° Dampfmolkerei Gießen. Feine LstellbacherLebcmllm jwt wie: ■ Z^ortemonnaier Gigarren-Ktuis ZSilder-Klönms ÄÄ Aostkarten- Albums, bis zu 1000 Postkarten fassend, empfiehlt billigst 8125 H- Tichy, Selferswes 48. verkaufen Villa Moltkestratze 8 8212 sofort ober 1. April preiswert unter günst. Bedingungen zu verk. P/ai^rJuIiiiiitiner/St gleithund, preisw. zu verkaufen. 05083 H. Stork, Krofdorf. 8170] Gute Harzer Äauarien- fävgcr verkauft Frau Ernst Koch Wwe., Diezstraße 7, II. 05060] Kanarienhähne zu ver- kaufeu. Kirchenplatz 18, I. Zu verkaufens 2 Pferde, Ä Wahl. Warthof bei Grünbera m Hessen. Emmel._______8318 Junger Foxterrier, Ä« Rasse, schön, treu und wachsam, zu verkaufen. Saudgasfe 40. 5 Orchestrions, verschiedenen Systems, preiswert zu verkaufen, werben nachgewiesen H. Schneider, Westanlage 64. 05094] Harter Kanarienvögel zu verk. Gerber, Schützenstr. 6. Gruner 8146 Papagei, anfangend zu sprechen, fingerzahm, preiswert zu verkaufen. Woblmuth, Seltersweg 89, Hof, Kontorgebäude, 1 Treppe. Zu vermieten Cfcn den Neubauten am Braud- -V platz 9h:. 14 und 15 sind mehrere 4- und 5-Zimmcr- wohnuugen und Bad perl.April event. auch früher zu vermieten. Näh. AranKfurterstratze 29. [7478 8345] Die Wohnung im mittleren Stock der Kleinkinder- fchule, Diezstraße 15, mit 5 Zimmern und Manfardestube, ist von April 1902 an neu zu vermieten. Man wolle sich an den Unterzeichneten ob. an Herrn Fabrikant und Stadtrat Emil Schmal! wenden. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Raumann. 05091] Kleine Wohnung zu vermieten._________Maigasse 7. 8244] Zwei Wohnungen Seltersweg 77, je 3 Zimmer und Küche und 2 Mansardenzimmer, sofort zu vermieten. Näh. Großer Steiuweg 21. Marterre-Wohuuug,5Zimmer, mit Gas- u. Badeeinrichtung per 1. April 1902 zu vermieten. Weferstraße 4, nächst der Nord- anlage. Näh, im 3. Stock. 8272 FrankfurterstraßeS (Neubau) 5-Zimmer-Wohnung mit Zubehör per sofort oder später zu vermieten. 6585 7875) Die seit Jahren von Herrn Direktor Hinz bewohnte Wohnung, Gartenstraße Nr. 30, 9 Zimmer, Veranda und sonst. Zubehör, per 1. April 1902 zu vermieten. Näheres auch bei Herrn Klees, Südanlage.______ Ludwigstratze 40 4191 6-Zimmerwohnung zu vermieten 8284] Frankfurterstr. 1 Wohnung, 4 Zimmer und Zubehör, an ruh. Leute per 1. April zu vermieten. Näheres in der Konditorei. 05069] Niöbl. Zimmer, a. Wunsch auch zwei, per 1. Januar zu ver- mieten. Ludwigsplatz 6, part. IHietiulmije Kauschen ÄÄT geräumige Wohnung in guter Lage z. Preise v. oOO—600 Mk. zu mieten gesucht, April ob. später. Offerten unt. Z A 05064 an Exp. Ruhige Familie von aufwärts sucht p. 1. April angenehme 5-Zimmerwohnuug mit Zubehör. Offerten befördert unter 8841 die Expedition dieses Blattes.______________ Gesucht, ruhiges Wohnzimmer m. Schlafraum und Verköstigung. Anerbieten unt. 05096 a. d. Exp. 2 unmöblierte Zimmer werden zum 1. Januar gesucht. Offert. unter P B 05061 an die Exped. (Offene Stellen Zum alsbaldigen Eintritt wird ein, in Registraturarbeiten gewandter, miütärfreier Bureaugehilfe gesucht. Gehalt vorläufig bis zu 1500 Mk. Bei befriedigenden Leistungen kann Anstellung mit Pensionsberechtigung, Witwen- und Waisenverforgung erfolgen. Meldungen unter Anschluß von Lebenslauf und Zeugnissen bis zum 1. f. Mts. an die unterzeichnete Behörde erbeten. Gießen, den 21. Dezember 1901. Gr. Bürgermeisterei Gießen. 8337______Mecum._________ .(WM« gesucht f. d. Verkauf uns. yilull vorzüglichen Cigarren an Wirte, Händler u. Private geg. monatl. Vergütung v. 150 Mk. U. hohe Provision. 7703 Alberr Sievers & Co., Cig.-Fabr.-Lag., Hamburg 21. 8334] Putzfrau für einen Tag der Woche gesucht. Wilhelmstr, 9. 8311] Ich suche per 1. Januar ein anständiges, einfaches FMcin zur Ächt. Frau H. Vetter, Hermannsteincr Hof bei Wetzlar. Steins ßsrten. Am 2. und 3. Weihnachtsfeiertag: Grosse Konzerte 8343 ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Kransse. Am 2. Feiertag Anfang 4 Uhr. Eintritt 50 Pfg. »3. „ „ S „ „ 35 e Am 3. Feiertag Bier im Glas. Turahalle Giessen. 3. Feiertag, 27. Dezember: Grosses Konzert ausgeführt von der 8339 Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Anfang 4 Uhr. Eintritt 35 Pfg. RmrÄmmii. 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezbr., Sto, afcrA abends 8 Uhr, in Steins Garten: LMM Weihnachtsfeier. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 8349 Der Vorstand. Bauer'scher Gesangverein. Am 2. Weihnachts-Feiertag im Hotel Einhorn: AbenV-Unterhaltnng. Anfang 8 Uhr» 8335 Der BorftarU». Bürger-Gesellschaft. Am ersten Weihnachts-Feiertag im Hotel Einhorn: Weihnachtsfeier. 8346 Anfang abends 8 Uhr. Der Vorstand. Lose ä 50 Pfg. sind bei Herrn G. Gerhardt zu haben. Mtma amerikanisches pennsylvanisches gf Petroleum feinftes Del für Koch-, Beleuchtnngs- n. Heizungszwecke per Liter 20 Pfg., bei Abnahme von 10 Liter 19 Pfg., empfiehlt bei freier Lieferung ins Haus W. Klappert, 8342 Petroleum-Hand luug. Wallthorstratze 46. Gewerbebank Giessen eingetr, Gen. m und. H. Für das Bureau der hiesigen Gewerbebank wird ein zuverläss , tüchtiger junger Mann gesucht; derselbe muss im Bankgeschäft thätig gewesen sein und gründliche Kenntnis der Bankbranohe besitzen, auch wird gewünscht, dass Betreffender mit den hiesigen Platz- verhältnissen vertraut ist. 8286 Offerten sind an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gewerbebank, Herrn Carl Loos, am Kirchenplatz hier, zu richten. M Wed cncs Ihr Amba-Backpulver hat mir ausgezeichnet gefallen, ist billig und gut. Habe schon verschiedene Sorten versucht, aber Ihres geht über alles andere. Alsterdorf bei Hamburg. 8286_________Frau M. Engi. Unterricht Herlitz-Methode Privat und in Zirkeln erteilt 7347] Mr- Finn, Goethe-Strasse 29. I. /'I 1 W sofort in jeder Höhe auf I,ü!HSchuldsch.,Wechs.,Polic. n VIIIHypoth. u. bergt _______3U günstigsten Beding. Junge strebsame Leute suchen eine gutgeheudc Wirtschaft zu Pachten, eventuell zu kaufen. Offerten unter M 8 05095 an die Expedition dieses Blattes. Entlaufen große deutsche Dogge, gelbbraun, auf „Cäsar" hörend, trägt Halsband mit Inschrift „Corps Guest- phalia". Wiederbringer Belohnung. W. Geißler, stud., 8350 Bahnhofstraße 48, III. 05072] Die Hälfte eines Lorgnons verloren. Abzugeben gegen Be- lohmmg Bahnhofstraße 56. 8344] Student erteilt Nachhilfestunden in Mathematik und anderen Fächern an Schüler des Gymnasiums und Real- wfo"g- AMM 8. fTH I D \l r^WÄ'-l Mittwoch den 25. Dezember 1901, abends 7 Uhr, findet die Sieöjchr. Weihmchtsseier mit Verlosung und Äinder- bcscheerung auf LonyS Bierkeller (Schanzenstraße) statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet 8340 Der Vorstand. Visitenkarten liefert rasch und billigst Brühl’sche Univ.-Druckerei. MssoAgwooosoosos S Gieszener tadttheater. Nächste Vorstellung: Freitag den 27. Dezember: 9. »Mtiinlliche Vorstellimg zu kleinen Preisen. Berlin, mit es weint und ML Volksstück mit Gesang in 3 Akten (11 Bildern) von Kalisch. Musik von Conradi. Anfang 8 Uhr. Ende 10a/4 Uhr. Eintrittspreise: Loge 1.80 Mk., Saal 60 Pfg., Gallerie 30 Pfg. In Vorbereitung: Die grösste Sünde. Von Otto Ernst, Verfasser v.Flachsmann a.Erzieher öööööööööö5^o5öö^8