Nr. 277 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener ZamMen- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" Viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gictzeu. Fcrnsprcchanschluß Nr.bl. Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 24. November 1901 sietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeigen zu der für den folgenden Tag erscheinenden Nr, bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt- lungsstcllen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich sür den allgemeinen Teil: P. Wittko; sür den Anzeigenteil: Hans Beck. Bekanntmachung. Montag den 25. November 1901 bleibt aus Anlaß der Allerhöchsten Geburtstagsfeier das Ortsgericht Gießen geschlossen. Gießen, den 23. November 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Bekanntmachung. Der Austrieb von Pieh zu dem am 26. und 27. ds. Ms. stattfindenden Viehmarkt beginnt vormittags um 8 Uhr. Gießen, 21. November 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Frotestversammlung gegen die Schmähungen ßhamöerlains. D. Gießen, 22. November. Eine nach Hunderten zählende Versammlung von Studenten und Bürgern unserer Vaterstadt hatte sich gestern abend in Steins Saalbau auf Einladung der Alten Herren des V. D- St. zusammengefunden, um die bekannten Chamberlainschen Unterstellungen zurückzuweisen. Unter den Erschienenen sahen wir auch mehrere Universitätslehrer, so den Rektor Prof. Dr. Hansen, Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt, Prof. Dr. Heimburger, Prof. Dr. Sommer, Geheimrat Prof- Dr. Oncken. Als erster Redner ergriff das Wort Amtsanwalt M ah r aus Offenbach. Seit jener Rede Chamberlains, so führte er aus, ist es unruhig geworden in dem deutschen Volk. Eine Entrüstungsbewegung hat sich erhoben, immer mehr anschwellend von Gau zu Gau. Freilich fehlen auch die Gleichf- giltigen nicht, die nicht verstehen wollen oder können, daß man sich über die Aeußerungen eines Chamberlain erregen kann und öffentlich dagegen protestiert. Ganz vortrefflich zeichnet diese Stimmung ein Gedicht im „Kladderadatsch", das mit den Worten schließt: „Dir Jammerkerl, was bist Du schlapp." Mer .ihre Zahl ist Gott sei Dank gering. Leider gehört der Vorstand des deutschen Kriegerbundes zu ihnen, der öffentlich von Kundgebungen abmahnt. Wir sollen schweigen! Sind wir thatsächlW in ein derartiges Knechtschaftsverhältnis yi England geraten, daß wir es nicht mehr wagen können, diese Frechheiten zurückzuweisen? Daß wir vereinzelt einer drohenden Koalition Frankreichs, Englands und Rußlands gegenüb ersteh en würden? Diese Gedanken zu denken verbietet uns die Achtung vor dem Leiter unserer äußeren Politik. Unser Volk hat erwiesen, daß es schweigen kann, wenn es nötig ist. Trotzdem es in seiner Mehrzahl mit seinen Wünschen auf Seiten des heldenhaften Burenvolkcs steht, hat es niemals versucht, die Regierung zum Eingreifen zu zwingen. Hier aber handelt es sich um eine Frage des nationalen Stolzes. Unsere nationale Ehre «ist angegriffen durch jene Beschimpfungen. So knechtisch sollten wir denken, um da zu schweigen? Nein. Wir denken, wie unsere Dichter singen: „Der Cwtt, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte"' und „Nichtswürdig ist die Nation, die nicht alles freudig setzt an ihre Ehre". Wir haben gewartet, ob nicht unsere Reichsregierung Front dagegen machen würde. Wir warteten vergebens- So hat das Volk selbst das Wort ergriffen. Chamberlain hat durch seinen Sekretär eine Erklärung zu seiner Edinburger Rede abgeben lassen. Nun hat auch die Reichsregierung ihr Schweigen gebrochen. (Der Redner verlieft den in unserer gestrigen Nummer veröffentlichten offiziösen Artikel der „Nvrdd. Allg. Ztg." sowie die bekannte Zuschrift des Sekretärs Chamberlains an Marriner. Vergl. unsere Nr. 275, 2. Bl.) Damit kann die Sache für die beleidigte Armee, für die beleidigte Ehre unseres Volkes nicht abgethan sein. Der Ton dieser Erklärung ist durchaus würdig der G>in- burger Rede Chamberlains. Ist das eine Abschwächung der Edinburger Beleidigungen, ein Widerruf? Nein, das ist eine neue dem deutschen Volk mit Hohnlächeln ins Gesicht geschleuderte Beschimpfung. Alle jene Tausende, die, in ihrem heißesten Gefühl gekränkt, ihrer Entrüstung Ausdruck gaben, sie sind nach dieser Erklärung nicht vernünftige Männer, sondern unvernünftige Kinder, sie tragen öffentlich Gefühle zur Schau, die sie in Wahrheit nickst fühlen, sie heucheln Entrüstung. Da kann uns die Aengsllichkeit jenes Befchwichtigungsartikels nicht genügen. Noch ist in aller Erinnerung, welche Gemeinheiten und Schandthaten zur Zeit der chinesischen Wirren die Engländer unseren tapferen Ehinakriegern andichteten, wie sie den Grafen Waldersee lächerlich zu machen versuchtem Noch in diesem Monat hat die „Times" gewagt, die deutschen Soldaten in China zu verdächtigen. (Der Redner verliest den bekannten Artikel.) Unter solchen Umständen können wir nicht schweigen- Es soll und wird und muß die Protestbewegung gegen Chamberlain ihren Fortgang nehmen. Nachdem der Redner den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen gedankt und sie willkommen geheißen hat, schließt er mit einem Hoch auf den Kaiser, in das die Versammelten begeistert einstimmten. Nach ihm betrat, von lautem Beifall begrüßt, Geheimrat Prof. Dr. Oncken die Rednerbühne. Aus seiner oft von Bravorufen unterbrochenen, die Erbärmlichkeit Chamberlains in der treffendsten Weise illustrierenden Rede sei folgendes hervorgehoben: Der Versuch, den Chamberlain am 25. Oktober gegen uns und unsere Kriegführung im Jahre 1870/71 sich gestattete, ist nicht mehr, wie man unter Studenten sagt, eine Rempelei, sondern eine Rüpelei gewesen. U. a. wird als Grund, Kundgebungen in dieser Sache zu vermeiden, angeführt, daß es gelte, die Empfindlichkeit des mächtigen England zu schonen. Womit hätte es das verdient, wenn wir allem die letzten Jahre befragen, und uns vergegenwärtigen, was uns da alles geboten wurde! Denken wir nur an den Uebersall von Samoa und Upolu. Es war das ein Rechts- und Friedensbruch, begangen an uns und den Samoanern. Denken wir nur an die Ende 1899 beschlagnahmten Reichspostdampfer. Das war eine Brutalität, von der wir nicht glaubten, daß sie uns noch einmal geboten werden würde. Unvergeßlich ist doch auch der Kriegslärm aus den Jahren 1896/97 in der englischen Presse. Die zwei ältesten, angesehensten Wochenschriften Englands haben Kriegsartikel gegen uns veröffentlicht, in denen rücksichtslos ein Krieg mit uns gefordert wurde, ein Vernichtungskrieg im strengsten Sinne des Worts. Warum? Wegen des Geschäfts, weil wir England unbequem wurden. Das sofortige Ausrücken der englischen Flotte wurde da verlangt, ein Treibjagdmachen auf die deutsche Handelsflotte in allen Meeren, ihre Verbringung nach englischen Häfen, das Ausrücken der großen Panzerschiffe nach unserer Küste, die Schleifung unseres Nord-Ostsee-Kanals, um die erstarkende Weltmacht zurückzuwersen um ein Weltalter. Das ist damals in Deutschland kaum beachtet worden. Erst Jahre später haben wir aus Uebersetzungen jener Artikel erfahren, mit welchen feuergefährlichen Gedanken sich das englische Geschäft damals bereits vertraut mackste. Wir haben nickst einmal Anlaß daraus genommen, öffentlich Verwahrung dagegen einzulegen. Wie ganz anders jetzt! Hier liegt in der That eine Frivolität ohne Beispiel vor. Ihr Urheber verrät eine bodenlose Unwissenheit. Es ist notwendig, auf dieses dicke Trommelfell einen Eindruck hervorzubringen. Dieser Engländer kennt uns nicht. Er soll uns kennen lernen, ein deutsches Wort muß mit ihm gesprochen werden. Wir haben es hier mit einem Menschen zu thun, der uns in der schnödesten Weise die schmählichsten Beleidigungen vorgeworfen hat. Diese dürfen wir nicht auf uns ruhen lassen- (Geheimrat Oncken verliest die bekannte Chamberlainsche Auslassung.) Es ist nicht mit wenigen Worten zu sagen, was an Beleidigungen in seiner Aeußerung steckt. Wir Deutsche sind offenbar die allein Gemeinten. Der Vorstoß gegen uns wird dadurch nickst verzeihlicher, daß noch Die Russen, Franzosen und Oesterreicher angedeutet sind. Denn sie sind nur genannt, um das wahre Angriffsziel zu verschleiern. Wir sind die einzigen, die mit Nachdruck sich über die Grausamkeit und Barbarei dieser Kriegführung geäußert haben. Wir müssen die Chamberlainsche Stritt t unseres heiligen Krieges — so nennen wir ihn, so haben wir ihn genannt, so werden wir ihn nennen und niemals aushören, ihn so zu nennen — mit aller Kraft zurückweisen. Wer die Zeit nach .dem Kriege vergleicht und beobachtet, wie edle Menschen, darunter ein Landsmann Chamberlains, die gegen die Deutschen erhobenen Beschuldigungen zurückwiesen, der erstaunt darüber, daß es heute einen englischen Minister giebt, der von diesen Vorgängen nichts weiß. Wir verlangen nicht, daß er unsere Litteratur kennt, aber das verlangen wir, daß er seine eigene Litteratur kennt. Bis Sedan hat England unbedingt auf unserer Seite gestanden; da aber trat eine Wendung ein, und in die englische Presse kam jetzt eine Richtung, die uns beschuldigte, daß wir aus Verteidigern die Angreifer geworden seien, daß wir weiter kämpften, um eines Raubes, um Elsaß- Oothringens, willen. Da machte es sich ein Engländer, das Parlamentsmitglied Sinclair, zur Aufgabe, auf dem Kriegsschauplatz allen diesen Anklagen nachtzugehen. Er besuchte die Schlachtfelder und Quartiere und befragte die Leute. Das Ergebnis legte er in einem dem deutschen Volke gewidmeten Buche „Der deutsch-französische Krieg" nieder. Danach fallen sämtliche Anklagen Chamberlains in nichts zusammen. Noch ein anderes Buch, der englischen Litteratur möchte idji Chamberlain zum Studium empfehlen; es ist „Das kaiserliche Deutschland" von Sidney Whitman. Dieses Buch bereitet Chamberlain noch viel schmerzlichere und belehrendere Enttäuschungen als das erstgenannte. Besonders lehrreich wäre für ihn das Kapitel über die deutsche Armee. Da würde er diese kennen lernen; da könnte er eine Ahnung^ bekommen von dem Stolz der deutschen Waffen, der sittlichen Größe unserer Armee, von all den Merkmalen tiefer geistiger Ueberlegenheit, die durch die allgemeine Dienstpflicht und Schulpflicht geschaffen wird. Ein solcher Mann hat nicht das Reckst, über solche Dinge mitzureden. (Der Redner verliest einige Stellen aus dem angeführten Buche.) Die Einführung der allgemeinenDienst- pflicht in England wäre ein kostbares Heilmittel gegen all die Irrtümer und schiefen Meinungen in England. In seiner abgeschlossenen Lage liegt der Abgrund, der uns scheidet, der Grund, weshalb die Engländer nicht fähig sind, der deutschen Armee gerecht zu werden, weshalb sie fort und fort oie Vorstellungen, die sie von ihrer gemieteten Soldateska, wo sie berechtigt sind, dahin übertragen, wo sie nicht berechtigt sind. Der Redner erzählt nun von der freiwilligen, jedem ohne Unterschied der Nation gewidmeten Liebesthätig- k ei t, die auch in Gießen sofort nach der Mobilmachung Feuilleton. ** Kunstausstellung. Seit Kurzem sind nun wieder die Pforten unserer Kunsthalle im Turmhaus am Brand geöffnet und ein Besuch ist jedem Kunstliebenden zu empfehlen, denn ein solches Unternehmen braucht die thätigste Mithilfe und regste Stütze des Publckums, um etwas leisten zu fönneiu Mit unermüdlichem Fleiß ist man bestrebt, nur Gutes und Bedeutendes zu bieten. Zurzeit sindet man wohl in der Ausstellung so ziemlich alles, was zu malerischem Vorwurf gewählt zu werden pflegt, jedoch von sehr verschiedenen Qualitäten. Auf dem Gebiete der Landschaft ist wohl das Beste geleistet worden. Vor allem möchten wir C. Walter aus Karlsruhe, mit seinen, in satten Farben gehaltenen warm- tönigen stimmungsvollen Bildern „Oberbayerischer Bauernhof" und „Ein altes deutsches Nest", erwähnen. Recht kräftig und frisch wirkt auch das „Torfstück" von R. Ränderer, München. Ferner sehen wir zwei feinfarbige Landschaften von A. Loehr, Haubüttel, „Das alte Haus" und „Vorfrühling", benannt. In R. Scholz, der vier Landschaften und zwei Porträts ausgestellt hat, tritt uns ein bedeutendes Talent entgegen, nur sind seine Werke untereinander allezu gleichwertig. Sie vermögen trotz ihrer korrekten und bestimmten Art nicht zu erwärmen. Am ansprechendsten ist wohl „St. Valentin auf der Haide", doch liegt auch über diesem Bild ein Hauch eisiger Kälte und Farbe. Seine Porträts haben einen etwas 'wärmeren Ton und vermögen deshalb ungleich mehr zu wirken. Ein prächtiges Stückchen exotischen Charakters bringt uns 'M. Kuhnert in seinem Bild „Auf der Lauer". Der zum .Sprung bereite Tiger ist voll Leben und Bewegung. F. v. Kleudgen, Bordighera, führt uns mit seinen Seestücken, „Das Grundnetz" und „Seeschlange" betitelt, in das Reich der Phantasie. Es.w ll uns. aberscheinen, als wenn der Künstler auf dem Boden der Wirklichkeit mehr Glück haben würde. Die Spukgestalten lassen an ihrer Glaubhaftigkeit recht zweifeln. An Genrebildern sehen wir eine ganze Reihe von I. Kleinschmidt, Kaffel. Leider hat der Maler anscheinend durch die Maffe wirken wollen, aber die Quantität hat doch noch niemals die Qualität ersetzen können. Ein sehr stimmungsvolles Interieur, „In der Sakristei" benannt, bringt R. Lipps, München. F. Bühring, München, ist mit zwei Bildern, „Bei der Arbeit" und „Blumenstand" vertreten. Wenn der Künstler sich nur an Stillleben und Blumen halten wollte, könnte er wohl Hervorragendes leisten. Das Figürliche gelingt ihm weit weniger gut. Erwähnen wir nun noch einige feine Blumen- und Früchtestücke, besonders Sofie Ley, Karlsruhe, mit „Herbstlaub", E. Schuberg, Karlsruhe, mit Mohn, M. Kowarzik, Gießen, mit Aprikosen und Trauben, so haben wir wohl auf das Beste aufmerksam gemacht. Nicht vergeßen wollen wir noch eine Anzahl hübscher Oel- und Aquarellstudien von H. Dietz, Darmstadt. ** Kammermusik. Trotz verschiedener gleichzeitiger Veranstaltungen hatte sich gestern zu dem ersten dieswinterlichen Kammermusik-Abend unseres Klavier-Trios Trautmann- Rebner-Hegar ein zahlreiches Publikum in der großen Aula der Universität versammelt, das die Darbietungen des beliebten Künstler-Ensembles mit gespannter Aufmerksamkeit entgegen nahm. Die erste Nummer des interessanten Programms bildete das Trio in B-moll (opus 5) von Vollmann, eine in großem Stil angelegte Tonschöpfung, in der wir hohe Vollendung in der Form, vornehme Erfindung und geschmackvolle Instrumentation, die die Klangschönheiten der einzelnen Instrumente zu voller Geltung kommen läßt, als die Hauptvorzüge bezeichnen möchten. Die Wiedergabe durch die Herren Trautmann, Redner und Hegar war ausgezeichnet, und der reichlich gespendete Beifall wohl verdient. Das zweite Hauptwerk des Abends war Beethovens erstes Klaoier- trio in Es-dur, das nach der im allgemeinen schweren Kost des Abends eine wohlthuende Schlußnummer bildete und ganz besonders herzlichen Beifall fand. Die gefälligen Weisen dieses Erstlingswerkes des unvergeßlichen Altmeisters, fanden aber auch eine Wiedergabe, wie man sie selten zu hören bekommt, da das Werk meist nur noch in Privatkreisen und von Dllettanten gespielt wird. Herr Johannes Hegar zeigte sich in den Variationen über ein „Hündisches Thema" von Bernhard Scholz, in denen auch der Klavierpart große Schwierigkeiten enthält, als der gediegene Künstler von feinem Geschmack und zuverlässiger Technik, den wir stets in ihm geschätzt haben und erntete mit seinem Vortrag viel Anerkennung. Zwischen den einzelnen Jnstrumental- werken sang der Banstonist Herr Hans Schröder aus Karlsruhe Lieder von Schubert, Brahms und Beethoven, mit denen er zwar den Beweis erbrachte, daß es ihm nicht an stimmlichem Wohllaut fehlt, daß er aber in Bezug auf Deutlichkeit der Aussprache und namentlich in der Tongebung noch nicht auf der Höhe steht; das häusige Vibrieren der Stimme wirkte auf die Dauer störend. Seine Vortragsweise 'fand namentlich in den Liedern von Brahms und Beethoven vielen Beifall, sodaß er sich noch zu einer Zugabe entschließen mußte. Es war ein schöner, genußreicher Abend, den die Herren geboten haben, und wir sind überzeugt, daß jeder Konzert-Besucher gern daran zurück denken wird. Pr. *• Das Volkskonzert vom 18. ds. Mts. wird im „Heff.-- Naff. Volksbl." folgendermaßen besprochen: Der 18. November mar nicht nur für unseren Arbeiterverein, sondern and) für weitere Kreise Gießens von großer BedeMung. Fand doch an ihm das zweite Vollskonzert — diesmal ein Orchesterkonzert — statt, unter einer Beteiligung von über 800 Personen. Das Konzert wurde unter Leitung des Großh. Universitätsmusikdirektors Trautmann von dem hiesigen Konzertverein gegeben, der damit den Beweis gebracht hat, daß es nicht nur sein Zweck ist, den oberen Zehntausend künstlerischen Genuß darzubieten, sondern .and) die breiteren Schichten der BevölterimA, die nicht im stände sind, hohe Eintrittspreise zu erlegen, in die Schönheiten einer guten opfern. Tenn d'ie Buren kämpften nicht für sich, sondern auch für uns: Wenn thatsächlich ganz Lüd-Afrika den Engländern in die Hände falle, dann sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch unsere südafrikanischen Kolonien in dem englischen Besitz aufgingen. So müßten wir uns eins fühlen mit den Buren, und darum gelte sein Hoch dem deutschen Volk und dem Burenvolk. Freudig stimmten die Versammelten in den Hochruf ein. Parlamentarisches aus Hessen. Nach dem Berichte des Ersten Ausschusses soll der Vorstellung des Rhein-Main-Gastwirte-Verbandes, betreffend die Revision des Gesetzes über den Urkundenstempcl vom 12. Aug. 1899, keine Folge gegeben werden. Ein Antrag des Abg. Häusel lautet: Die Kammer wolle die Regierung ersuchen, in der Preußisch-Hessischen Gemcinschaftsverwaltung auf Einführung von Sonntagsfahrkarten für die Stationen Höchst, Neustadt und König der Odenwaldbahn hinzuwirken, und der Abg. Breimer wünscht, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, in der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschast auf Einführung von Sonntagsfahrkarten auch für die Station Hetzbach der Odenwaldbahn hinzuwirken. Zu der Vorstellung der Hilfsgerichtsschreiber bei den Amtsgerichten, der 2. Staatsanwaltsgehilfen und Gerichtsschreiber-Aspiranten, betreffend anderweste Regelung ihrer Dienstverhältnisse, äußert sich die Majorität des 1. Ausschusses in ablehnendem Sinne. Die Minorität wünscht, daß die Kammer der Regierung die Vorlage zur Erwägung überweise. Von dem gesamten Ausschuß rotrb beantragt, die Kammer wolle die Regierung ersuchen, den Beamten des Gerichtsschreiberdienstes andere Amtstiteb zu verleihen. Dr. Wilhelm Raabe, Braunschweig, Prof. Tw. theol. Rade, Herausgeber der Christlichen Welt, Marburg, Peter Rosegger, Kriegslach bei Graz, Prof. Tr. Gustav Schmoll er, Berlin, Prinz Emil von Schönaich-Carolath, Prinz Heinrich zu Schönaich^Larolath, Prof. Dr. Aloys Schulte, Breslau, Geheimrat Prof. Dr. Schwenninger, Groß- Lichterfelde, Prof. R. Siemering, Berlin-Westend, Geheimrat Prof. Dr. Rud. Svhm, Leipzig, Prof. Dr. Stintzing, Jena, Hofpred. a. D. Stoecker, Mitglied des Reichstages, Berlin, Geh. Justizrat Ernst Wichert, Berlin, Dr. Adolf W i l d b r a n d t, Rostock, Geh. Legat. Rat Dr. Ernst von Wildenbruch, Weimar, Prof. D. Leopold Witte, Halle a. S., Prof. Dr. Wrede, Breslau. D-ie Satzungen des Bundes lauten: Der deutsche Burenhilfsbund hat den Zweck, die Leiden der Opfer des Süd- Afrikanischen Krieges zu lindern. Zu diesem Zweck sollen in erster Linie Geldsammlungen veranstaltet werden. Der Sitz des Deutschen Burenhilfsbundes ist in Berlin. Ortsgruppen und Abteilungen können überall gebildet werden. Die Mitglieder des Gründungskomitees, welche den Aufru^ unterzeichnet haben, wählen einen verantwortlichen ge- schästsführenden Ausschuß mit dem Rechte der Zuwahl. Alle Aemter werden ehrenamtlich verwaltet. Jedermann kann gegen Zahlung eines von ihm selbst zu bestimmenden Beitrages Mitglied des Bundes werden. Die eingehenden Gelder werden entweder direkt den Hilfsbedürftigen überwiesen oder den offiziellen nach Europa entsandten Ver- für den Oranje-Freistaat, wohnhaft im Haag, A. Ti W. Wolmarans, Mitglied der Deputation für die Süd-Afrikanische Republik, wohnhaft im Haag zur Verfügung gestellt. Aenderungen der Satzungen bleiben den,Mitgliedern des Gründungskomitees Vorbehalten. Briefe sind zu senden an den Deutschen Burenhilfsbund, Kurfürstendamm 23o, Berlin W. 50. Geldsendungen an den Deutschen Burenhilfs-, bund zu Händen der Kur- und Neumärkischen Ritterschaft!. Darlehnskasse, Wilhelmsptatz 6, Berlin W. 8. Der Bund quittiert öffentlich in dem „Burenfreund" (Red. Courbcere- traße 11, Berlin) und durch die Presse. Dr. Leyds hat sich einem geschästsfuhrenden Mib- gliede des Ausschusses des neu eingerichteten deutschen Burenhilfsbundes gegenüber in interessanter Weise geäußert, worüber die neueste Nummer des „Burenfreund" Ausführliches veröffentlicht. Er schloß mit den Worten: Wenn der Deutsche Burenhilfsbund jetzt und in Zukunft unseren Uebriggebliebenen thatkräftig aushelftn will, so wird unser niederdeutscher Stamm in Afttka dem Brudervolke in Deutschland dauernd treuen Dank wis.en; und damit das Gefühl der Zusammengehörigkeit der beiden Völker immer inniger werde, wird es unsere eifrige Sorge sein, dahin zu wirken, daß die Unseren auch wissen, wo und in welchem Grade die deutschen Bruder ihnen geholfen haben. Wir wünschen dem Bunde besten Erfolg. Das Viehkursbuch. Zu den von den preußischen Landwirtschaftskammern bezüglich der Tierbeförderung auf der Eisenbahn beim Reichs-Eisenbahnamt eingebrachten Anträgen teilt dre „Nordd. Allg. Ztg." mit, daß die Verhandlungen wegen der Herausgabe eures Kursbuches für den Viehverkehr zu einem vorläufigen Abschluß gelangt sind. Das offiziöse Blatt bemerkt dazu: . „ „Es handelt sich jetzt nur noch darum, sestzustellen, ob ein solches Kursbuch rechtzeitig oder we.ligstens ohne größere Verspätung zum Beginn der Fahrplanperioden erscheinen kann. Zu diesem Zweck wird das Reichs-Eisenbahnamt zum 1. Mai nächsten Jahres eine Probeausgabe veranstalten; fällt der Versuch günstig aus, dann soll das Kursbuch etwa im Format des Reichs-Kursbuches, aber '.n wesentlich geringerem Umfange, bis auf weiteres zum Beginn einer jeden Fahrplanperiode, erstmals zum 1. Oktober nächsten Jahres für den öffentlichen Gebrauch) herausgegeben werden. Zur Darstellung sollen gelangen die Fahrpläne aller Vieh, Eilgüter- und gemischten Züge der Haupteisenbahnen, der für den wichtigeren Verkehr in Betracht kommenden Güterzüge und der zur Vieh- befördcrung ohne oder mit Zuschlag freigegebcnen Personenzüge. Tas Kursbuch soll ferner enthalten: ein Verzeichnis aller von den Eisenbahnverwaltungen, namentlich für den Zug- und Zuchtviehverkehr festgelegten Verbindungen zwischen den wichtigeren Bezugs- und Absatzorten, die einschlägigen Vorschriften der Verkehrsordnung nebst Zusatzbestimmungen, die allgemeinen Tarrfvorschriften, die Befördcrungspreise der Staatseisenbahneu, einen Auszug aus den vom Bundesrat beschlossenen Bestimmungen über die Verladung und Beförderung von lebenden Tieren auf Eisenbahnen, die Beförderungs-Vorschriften der Eisen- bahnen, eine Zusammenstellung der im Deutschen Reiche gegen das Ausland und im Ausland gegen das Reich auf Grund veterinärpolizeilicher Anordnung bestehenden Verkehrsbeschränkungen sowie ein alphabetis^es Stationsverzeichnis; auch wird dem Kursbuch, eine Uebcrsrchts- karte beigegeben werden. Mit der Ausgabe eines svlck)en Kursbuches wird den Wünschen der beteiligten Kreise in weitestem Umfange entsproä)en werden. Erwähnt sei, daß für die österreichisck>- ungarische Monarchie ein Kursbuch für den Viehverkehrschon für die gegenwärtige Fahrplanperiode vom Eisenbahnministerium in Wien bearbeitet und herausgegeben worden ist." zu Tage trat, und von der tiefen Rührung, die ein juttger französischer Offizier zeigte, angesichts des feierlichen Leichenbegängnisses und der allgemeinen Teilnahme, die ein hier gestorbener Waffengefährte von ihm fand. Zum Schluß schlug er vor, eine Resolution zu fassen, die ähnlich wie die von der Hallenser Studentenschaft beschlossene, mehr Geringschätzung als Entrüstung ausspreche. uNnmehr sprach Pfarrassistcnt B a p st aus Darmstadt. Auch er wies auf den gewaltigen Aufruhr hin, den die Chamberlainsche Anmaßung hervorgerufen hat. Wie das Brausen eines Sturmes gehe es in diesen Wochen durch die deutschen Lande. Wieder werde man an das alte Sprichwort erinnert „vox populi, Vox Dei". Man habe in diesen Tagen neben manchem Wort, das einer schwächlichen Oppor- tunitätspolitit entsprungen sei, auch geltend gemacht, daß auf solche Worte, wie die Chamberlains, die sich selber richteten, Schweigen die rechte Antwort sei. Doch wisse man denn, wo die Verachtung aufhöre, und die Gleichgiltigkeit anfange? Tas schlichte Gefühl des deutschen Volkes lasse es nicht zu, daß man mit Schweigen an Chamberlains Aeußerung vorübergehe. Und wenn er auch als Privatmann gesprochen, so bleibe er doch der Minister, der bis an die Grenzen des Landes und darüber hinaus gehört werde. Auch die gerechte Sache der Buren fordere es, daß man laut und energisch Protest einlege. Für die heute Versammelten sei entscheidend, daß ein Führer eines großen Volkes es gewagt habe, unsere nationale Ehre anzugreifen. Die Jüngeren, die auf den Schultern derer stünden, die uns das Reich erstritten, umschließe heute, was im Jahre 1870/71 mit Blut und Eisen zusammengeschmiedet worden, auch die Art, wie sie es erstritten, die Ehre unseres guten Namens. Was uns 1870 geworden, sei das Größte, was uns hätte werden können, die Möglichkeit, die Kraft und Eigenart deutschen Geistes und Wesens in die Wagschale der-Geschichte zu werfen. Zu der Hoffnung, daß unser Volk immer deutsch bleibe, sei damals der Grund gelegt worden. Unter solchen Gedanken sei der Krieg von 1870/71 für uns zum Kreuzzug geworden. Nicht zu frevelndem Beginnen hätten damals unsere Väter die Hände ausgestreckt. Tie anderen seien es gewesen, die den Krieg gewollt hätten. Und da wage man es in England, während es selbst, ein großes Volk, über eine Hand voll Menschen hergefallen sei, während ein Söldnerheer nach dem anderen in Afrika zerrieben werde, während es keine niederträchtigere Kriegführung gebe, da wage man es, dem unser Heer von 1870, die tapferen Söhne unseres Vaterlandes entgegenzustellen! Könnten wir da etwas anderes als Verachtung haben? Es hieße die Bewegung, die von der deutschen Studentenschaft ausgegangen sei, sehr falsch verstehen, wenn man, wie die akademische Behörde unserer größten deutschen Universität, dahinter allerlei Politisches vermute. Die akademische Jugend dürfe für sich in Anspruch nehmen, zu wachen über dem, was nationale Ehre heiße. Es müsse immer mehr dahin kommen, daß auf den deutschen Hochschulen nicht nur Fachwissenschaft studiert werde, sondern daß auch die Herzen glühend gemacht würden für das Beste, den deutschen Geist in deutschen Landen. Es handle sich um die Pflicht der nationalen: Erziehung au. Den deutschen Universitäten. Darum dürfte die studierende Jugend auch für sich die Pflicht in Anspruch nehmen, die Gefühle, die das ganze Volk bewegten, zum rechten Ausdruck zu bringen. Wenn einmal die Zeit käme, in der die deutsche akademische Jugend nicht mehr im stände sei, die tiefsten, echtesten Gefühle des deutschen Volkes zu lebendigem Ausdruck zu bringen, dann seien bedenkliche Zeiten für das Vaterland gekommen. In einem allerdings könnte man Chamberlain für seine Frechheit danken, darin, daß er wieder einmal den Anstoß gegeben habe, daß in unserem Volk dieses tiefe, echte Gefühl deutschen Wesens lebendig geworden sei. Um so größer aber sei andererseits die Verachtung gegen den, der in seiner Verblendung dieses Gefühl gefördert, und um so größer das Mitleid mit einem Volk, das solchen Worten glaube und sich davon bethören lasse. Unter Bezugnahme auf die Bemerkung des ersten Redners, daß der Vorstand des deutschen Kriegerbundes von Kundgebungen abmahne, machte das Präsidialmitglied der Kriegerlameradschaft „Hassia", Meyer, darauf aufmerksam, daß die „Hassia" vor kurzem einen scharfen Protest gegen die Chamberlainschen Beleidigungen beschlossen habe. Sodann ergriff nochmals Amtsanwalt Mahr das Wort und schlug im Einklang mit der von Geheimrat Prof. Dr. Oncken geäußerten Ansicht folgende Resolution vor: „Die Aeußerungen des Ministers Chamberlain über die Kriegführung der Deutschen in den Jahren 1870/71 sind nur erklärlich aus einer Unwissenheit, die eines Ministers nicht würdig ist, und deren sich jeder Halbwegs gebildete Engländer zu schämen hat". Tie Resolution sand einstimmige Annahme. Nun gedachte der Redner noch des heldenhaften kleinen Burenvolkes in seinem Verzweiflungskampfe, insonderheit der armen Frauen und Kinder, die in den Flüchtlingslagern schmachten, und forderte die Anwesenden auf, nach Kräften ein Scherflein zur Linderung der Not in den Lagern zu Uolitische Tagesschau. Der deutsche Burenhiilfsbund. von dessen Gründung wir unseren Lesern bereits vor einigen Tagen Mitteilung machten, erläßt folgenden Aufruf: Deutsche Landsleute! Schwer ruht die Hand Gottes auf dem Burenvolke. Zwei Jahre schon wütet in ihrem Lande der Krieg, die Farmen sind zerstört, die Fluren verwüstet, in Trümmern liegt, was sie dem Boden in harter Arbeit, der Wildnis in heißem Kampfe abgerungen. Die Männer im Felde können solches Schicksal ertragen: In ihrem Arme ruht die Waffe, in dem Kampfe um Freiheit und Recht schweigt für sie der Anspruch aus ruhiges Glück. Aber der Greis, dem die Waffe entsank, das Weib, dem das keusche Reich des Hauses gehört, das Kind, das hofsnungssroh vom Leben goldene Früchte fordert — sie leiden und sterben heute in Elend und Not. Tenn erbarmungslos ist der Krieg, und er kennt keine Schonung. Doch in uns lebe das Erbarmen! Furchtbar sind die Qualen der Hilflosen, die zusammengetrieben in schnell geschassenen Lagern, kaum noch Haben, womit sie ihre Blöße bedecken, die nicht wissen, womit sie den zehrenden Hunger stillen, die auf dem kalten, durchnäßten Boden die Glieder ruhen, die wehrlos dahinsterben in Elend und Krankheit! Barmherzigkeit, werkthätige Liebe ist es, was wir fordern, Liebe, die sich nicht mit Worten begnügt, sondern freudig mitteilt von der eigenen Habe. Wir wollen hier nicht prüfen, wo Recht und Unrecht ist in diesem furchtbaren Kampfe, wir wollen nur Schmerzen lindern, Wunden heilen! In höchster Not wendet sich ein stammverwandtes Volk nicht an unsere Waffen, sondern an unsere Herzen! Nicht die Vertreter einer Partei rufen Euch auf, sondern Männer aller Parteien. Denn die Barmherzigkeit wohnt nicht hier und nicht da, sie wohnt überall, wo deutsche Herzen schlagen. Ter Deutsche Burenhilfsbund will dieses Werk der Liebe und Barmherzigkeit in allen Teilen Deutschlands in umfassendster Weise organisieren. Sendet ihm, der dafür die Bürgschaft tragen will, daß Eure Gaben den rechten Zweck erreichen, daß sie nur den Werken der Barmherzigkeit dienen, der in engem Zusammenarbeiten mit den amtlichen Vertretern der beiden Republiken in Europa, die rechte Hilfe am rechten Orte bringen will, ivas Euch entbehrlich scheint — ans tiefster Not schreien die Wehrlosen zu unseren Herzen! Vor allem Ihr, deutsche Frauen und Jungfrauen — soll der Ruf an Euch vergebens ergehen? Helfet uns Die Leiden des tapferen Volkes lindern, helfet den Frauen der Buren und ihren Kindern! Aus den Reihen der Unterzeichneten hat sich ein Arbeitsausschuß gebildet, der Rechenschaft über die eingesandten Spenden und ihre Verwendung ablegen wird. Deutsche Landsleute, stehet uns bei, das Werk zu vollbringen, zeiget, daß Ihr, die Ihr die Tapferkeit ehrt, auch ein Herz habt für der Tapferen Not! Unter den Unterzeichnern des Aufrufs finden wir folgende Namen: Adolph L'Arronge, Berlin, Victor Blüth- gen, Berlin, Pastor von Bodelschwingh, Bielefeld, Geh. Hofrat Prof. Dr. L. Brentano, München, Geheimrat Pros. Tr. Felix Dahn, Breslau, Professor Franz Ritter von Defregger, München, Geh. Reg. Rat Prof. Gr. G. Droysen, Halle a. S., Geh. Oberreg. Rat Prof. Dr. Ernst Dümmler, Berlin, Geh. Reg. Rat Prof. D. Ende, Berlin, Prof. Dr. R. Surfen, Jena, Wir kl. Geheimrat Prof. Dr. Kuno Fischer, Heidelberg, Prof. Tr. Furtwängler, München, Dagobert v. Gerhardt (v. Amyntor), Major z. D, Potsdam, Prof. Tr. Erwin $rlieber, München, Geheimrat Prof. Dr. Ernst Haeckel, Jena, Prof. Tr. Eduard Heyck, Halensee-Berlin, Prof. Dr. van ’t Hoff, Berlin, Dr. Hans Hoffmann, Wernigerode a. H., Prof. Holtz, Greifswald, Dr. Hans Ritter von Hopfen, Gr.. Lichterfelde, Ministerialrat a. D. Dr. Wilh. Jordan, Frankfurt a. M., Geh. Med. Rat Prof. Dr. Fr. König, Berlin, Justizrat Tr. Krause, Vizepräs. d. Abg. Hauses, Berlin, Prof. Dr. Karl Lamprecht, Leipzig, Geheimrat Prof. Tr. Landolt, Berlin, Dr. Otto von Leixner, Groß- Lichterfelde, Prof. Franz v. Lenb ach, München, Liebermann von Sonnenberg, Mitgl. d. Reichst., Gr. Lichterfelde, Prof. Dr. med. Liebermeister, Tübingen, Dr. Paul Lindau, Berlin, Prof. Dr. Theod. Lipps, München, Dr. Julius Lohmeyer, Charlottenburg, Graf von Mirbach-Sorquitten, Prof. Tr. Th. Mommsen, Charlottenburg, Dr. Ernst Müller-Meiningen, Mitgl. d. Reichst., Nürnberg, Prof. Dr. Conrad Oebbeke, Münck^n, Prof. Tr. Ferd. Petersen, Kiel, »en Musik einzuführen. Gespielt vom Orchester— und zwar risterschast — wurde die V-Var-Symphonie von Beethoven, ein Marsch von Saint-Scwns, sowie die Ouverwre zur „Zauber- flöte*. Der Cello-Virtuose, Herr Johannes Hegar von Frankfurt, bot in klassischer Vollendung unter athemlosester Stille ein Konzert von Svendsen unter Orchesterbegleitung, wahrend Frl. Holzapfel- Gießen durch ihre trefflichen Darbietungen auf dem Flügel die Zuhörer fesselte. Daß sämtliche Stücke brausenden, lang anhaltenoen Beifall ernteten, versteht sich von selbst, ebenso, Day derselbe in hohem Maße Herrn Musikdirektor Trautmann galt, der mit den beiden Solisten und den anderen mitwirkenden Künstlern sein reiches, künstlerisches Können in den Dienst unserer Sache stellte. — Finanziell ermöglicht wurde das Konzert freilich nur dadurch, daß ein Gönner und Jölberer unserer Bestrebungen Herrn Pfarrer Grein einen namhaften Beitrag zur Verfügung stellte, der mit dem Ertrag der Eintrittskarten (a 20 Pfg.) die sehr erheblichen Kosten decken wird. — Daß dem hochverdienten Vorsitzenden des Vereins für seine hingebende Mühe und Arbeit der wärmste Tank des Vereins sicher ist, brauchen wir eigentlich nicht weiter zu ermähnen. — Möge sein Vorgehen auch für andere Vereine vorbildlich sein und gleiches Entgegenkommen sinden, wie seitens des Konzertvereins zu Gießen. In einer Zuschrift aus unserem Leserkreise, unterzeichne H. K., wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß in diesem Winter möglichst noch ein solches Konzert veranstaltet werden möge, nachdem das erste die Begeisterung und das volle Verständnis der Minderbemittelten und Arbeiter gefunden hat. — Ein Telegramm aus Wien meldet: Schönthans und K o p p e l° E l l f e l d s „Florio und Flavio" erfüllte in stiwollster Ausführung im Deutschen Volkstheater vollauf seinen Hauptzweck, da§ Publikum leicht zu amüsieren. Namentlich die fuftUjcn Schnurren und Schwänke des Mittelaktes wurden Herz- Aus Stadt und Kand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist^uur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 23. November 1901. ** I« dem BuffStrauß-Konzert (am 4. Dez.) wird, wie bekannt, eine junge Geigenkünstlerin, Fräulein Hedwig Str ach e aus Berlin, eine Schülerin Meister Jochims, Mitwirken. Die junge talentvolle Dame kann heute freilich noch nicht mit einer Riesenauslese von lobenden Urteilen vortreten, aber das, was wir über sie gelesen haben, ist sehr erfreulich und berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. So schreibt z. B. die „Berl. Morgenztg.": Fräulein Strache hat es sich nicht leicht gemacht. Die^kniff- liche Teufels-Sonate von Tartini, das Violin-Konzert injyorm einer Gesangsszene von Spohr und noch zwei kleinere etürfe — eine respektable Leistung. Die junge Dame hat m der Technik einen hohen Grad künstlerischer Reife erreicht, sie verrat musikalisches Empfinden und poetische Gestaltungskraft. Manche feelenvollen Episoden auf der 6-Seire, wie die duftigen Plamsstmr wirkten be- tretem Der beiden Suren floaten, Herren: Exzellenz Dr. W. I. Leyds, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister der Süd-Aftikanischen Republik, wohnhaft zu Brüssel, Abraham Fisrf>er, Mitglied der Deputation für die Süd-Afrikanische Republik und den Oranje-Freistaat und Vorsitzender Der Deputation, wohnhaft zu Brüssel, sonders wohlthuend. , . . . , . •* Bons für Theaterbillets. Wir haben Die bedauerliche ______________ Beobachtung machen müssen, daß trotz der verhältmsm-ß.g Cornelis ^ermanvK Mitglied der TeputE«A^ehr -chtüsr in Flaschen mit eingeprägtem Namen ist 11 Ul Dr. Kommers Haematogen echt. ungcn. Die kniff- i in L lech"» sss'" edauerücht Msirlaß's Summa: 10 (8) 8 (2) Arbeiterbewegung. Hamburg, 22. Nov. Die Einigungsversuche bett, der freien Vereinigung der Maurer, der sogenannten Akkordmaurer sind gescheitert. Die sozialdemokratische Kommission giebt im „Echo" bekannt, sie müsse den Parteivorständen empfehlen, alle Mitglieder der freien Vereinigung aus der Organisation auszuschließen, die nicht bis 1. Dezember schriftlich erklärten, sich dem Zentralverbande der Maurer wieder anzuschließen, und seinen Beschlüssen sich zu unerwerfen. Saint Etienne, 22. Nov. Nach Auskünften, die von einer Person herrühren, die mit dem Syndikat in Beziehung steyt, soll der allgemeine Aus stand mindestens bis zum Januar nächsten Jahres verschoben sein. Es beißt, daß ein nationaler Kongreß der Bergarbeiter zu dieser Zeit stattfinden solle, um einen endgiltigen Beschluß zu fassen. Reine Steigerung durch die Steuer-Reform beträgt daher für Staatssleuer 47%, für die Gemeindesteuer 39,7%, im Ganzen durchschnittlich 39,8% oder rund 40 vom Hundert. Aehnliches dürfte sich für sämtliche Steuerklassen zwischen 4000 und 10 000 Mk. Einkommen ergeben und den Beweis liefern, daß die Steuer-Reform es verstanden hat, was vielleicht auch der Zweck war, die starken Schultern zu schonen, und die schwachen dafür um so erheblicher zu belasten. Das sind diese ja schon gewohnt. Oftmals zum hen ©ebrauci llen gelangen nischten leren Berkel: er zur M gebcnen len: ein &-< ;n, naWckh !ten d H'Hmen, nlmng nebfr Mschriften, ii, einen Aus- eflinnnungen enden Tieren en der Eisen« ifaen Reiche M« Reich berenten Station^ lebersichts- S toüb den. m ilMange sfmreichisch- . Viehverkehr e Dom Eisen- erausgegeben Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Nordwestmitleldeutsches Eement-Tyndilat — Dresdner Bank. Die Dresdner Bank hat an den Vorstand des Syndikats nachstehendes Schreiben gerichtet: „Nach der im „Reicksanzeiger" vom 18. er. veröffentlichten Bekanntmachung Ihrer Gesellschaft müssen wir mit der Möglichkeit rechnen, daß in der am 30. d. M. slattfindendcn Generalversammlung solche Beschlüsse gefaßt werden, die geeignet sein können, Veränderungen uns nicht genehmer Art in Ihrem Geschäftsbetriebe herbeizuführen. Aus diesem Grunde müssen wir zu unserem lebhaften Bedauern den Ihnen eingeräumten Kredit hiermit zurück- ziehen, bitten demgemäß Dispositionen auf uns xu unterlassen und ersuchen Sie gleichzeitig höflichst, unser Guthaben spätestens bis Ende d. M. zurückzuzahlen. Wenn indeß in der angegebenen Generalversammlung nichts beschlossen wird, was uns nicht genehm ist, und mir in dieser Beziehung durch uns konvenierendc (Garantien auch für die Zukunft geschützt sind, so erklären wir uns sehr gern bereit, wegen Gewährung eines neuen Kredites mit Ihnen in Verhandlungen zu treten." Auf Grund des vorstehenden Schreibens ist das Syndikat in die Lage versetzt, Zahlungen an Werkbesitzer vor der Hand zu sistieren. Es erscheint auch fraglich, ob, bei den Schadenersatz-Ansprüchen und Prozessen, welche gegen das Syndikat schweben, dieses in der Lage fein wird, der Dresdener Bank das nicht unerhebliche Guthaben voll zurückzuzahlen. — Diese Nachricht scheint uns In der sozialdemokratische» Versammlung vom 18. d. M. war nicht von einem Notstand in Gießen die Rede, sondern von der allgemeinen Krisis, welche sich im ganzen Deutschen Reich fühlbar zu machen beginnt. Daß eine solche vorlieqt, ist doch langst nickt mehr zweifelhaft. Bereits jetzt zählt man in Berlin allem 50000 Arbeitslose, und auf jeden Stellennachweis kommen 2 Bewerber. Wie soll das erst im Winter werden? Wie wird der Zolltarif in dieser (Situation wirken? Die Gießener Arbeiterschaft treibt doch keine so engherzige Kirchturmpolitik, daß sie gegen diese Fragen gleichgiltig bliebe, bloß weil es ihr selbst noch weniger schlecht geht. Sich über drohende Gefahren klar zu werden suchen, das ist doch etwas anderes, als „den Teufel unnütz an die Wand malen". Und es giebt nun einmal viele ehrliche Männer, die den Zolltarif für eine solche Gefahr halten. Wer sich etwa für die Frage interessiett, wie man ohne diesen der Landwirtschaft aus ihrer Notlage helfen könne, den dürfen wir vielleicht jetzt schon auf den Vortrag Hinweisen, welchen Freitag den 29. November Dr. Maurenbrecher im national-sozialen Verein halten wird (Cafe Ebel, Abends 9 Uhr). Näheres wird im Anzeigenteil s. Z. bekannt gemacht werden. Dr. S. Auszug ans dr« Aluudrsauilsrrgistrro der Stadt Sieftu. Aufgebote. November. 16. Heinrich Decker, Metzger dahier, mit Anna Schlapp Hierselbst. 19. Heinrich Friedrich Wilhelm Häuser, Schriftsetzer dahier, mit Elise Bähr in Kirchhain. 19. Karl Engelbert Frieling, Taglöhner dahier, mit Doris Michel Broders hierselbst. mögenssteuer befreiten (warum?) juristischen Personen zahlen nur 13 mehr als früher und zwar durchschnittlich 13,5%, 20 zahlen sogar weniger und zwar durchschnittlich 18,5%. Insgesamt zahlen daher diese 33 juristischen Personen weniger, als früher und zwar 0,43%. Dem gegenüber ist es doch sehr interessant, wie sich die Steuer- Reform z. B. für einen Steuerzahler der 12. Steuer-Klasse 1. Abteilung mit Jahreseinkommen zwischen 7500 und 8000 Mk. und 48 000 Mk. Vermögen stellt. Derselbe bezahlte bei genau demselben Einkommen: früher Staatssteuern 167,16 Mk. jetzt 245,78 Mk. „ Gemeindesteuer 194,22 Mk. „ 258,90 Mk. In Summa früher 861,38 Mk. jetzt 504,68 Mk. 20. Karl Johann Friedrich Malkomesius. Trichinenschauer dahier, mit 2üuta Maria Magdalene Emilie Klothilde Kraus Hierselbst. 21. Johann Ludwig Kloos, Taglöhner dahier, mit Katharine Vorn,schlag hierselbsü Eheschließungen. November. 16. Georg Lantelme, Fußgendarm dahier, mit Katharine Magold in Elpenrod. 16. Karl Albert Wille, Schutz-' mann in Worms, mit Ehrisliana Maria Guldan dahier. 16. Adolf Heinrich Karl Schmall, Schlosser dahier, mit Minna Elisabethe Nahrgang hierselbst. 18. Heinrich Sirnrner, Friseur dahier, mit Anna Katharina Mühlensiepen in Frankfurt a. M. 20. Karl Dagobert Borst, Photograph dahier, mit Marie Christine Schulze hierselbst. Geborene. November. 15. Dem Schuhmacher Wilhelm Wagenbach eine, Tochter, Marie. 15. Dem Taglöhner Josef Schumann ein Sohu. 17. Dem Lackierer Karl Johann Neuling ein Sohn. 18. Dem Bäckermeister Ludwig Daniel Rühl ein Sohn, Ludwig Adolf. 18. Dem Kutscher Johannes Fölsiug eine Tochter, Margarethe. 20. Dem Buchhalter Hugo Engel eine Tochter, Else Mana Anna. Gestorbene. November. 18. Philippine Metzger, geb. Walz, 69 Jahre alt, Ehefrau des Metzgermeisters Karl Metzger dahier. 20. Dorothea Katharine Pfeil, 1 Jahr alt, Tochter des Schreiners Heinrich Pfeil dahier. 20. Marie Margarethe Müller, geb. Weidig, 77 Jahre alt,, Witwe dahier. 21. Nloses Hammerschlag, 56 Jahre alt, Staufmann dahier. 22. August Hofmann, 55 Jahre alt, Metzgermeister dahier. Gmgesanöt. (Für Form und Jnbalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 21. November 1901. Bei gleichzeitiger Entnahme von mindestens 200 Gentnern: Stückcokes 1,10 Mk. Nnßcokes Nr. 1 1,20 „ Nutzcokes Nr. 2 1,25 „ Für Cokesabnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Eenttrer. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Centn er berechnet. NB Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Gentnern — auf die beir. Lagerplätze (Keller, Stall rc.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centtrer Cokes statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der Keiuucrkuuf uusmr Guscahs von 1 bis 5 Centner bestehen, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengasse 11 und Bahnhofstraße 33, Gebr. Kahl, Frankfurtersttaße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktsttaße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Mchrntlichk Wkrsuhtdtt Todksfiiüt iu der Stadt Gieße». 46. Woche vom 10. bis 16. November 1901. Einwohnerzahl: 25900. Sterblichkeitsziffer: 20,08%o. Nach Abzug von 2 Ortsfremden 16,06%a Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr In Ihrem ersten Blatte vom 19. ds. Mts. findet sich ein längerer (der „Darmst. Ztg." entnommener D. Red.) Artikel, welcher sich mit der Einwirkung der Steuer-Reform auf die natürlichen und juristischen Personen, die über mehr als 100 000 Mk. Einkommen jährlich verfügen, beschäftigt. Nach diesen Mitteilungen ist das Resultat kurz gefaßt das nachstehende: Tie 64 natürlichen, mehr als 100000 Mk. Einkommen habenden Personen zahlen durchschnittlich gegen früher mehr an Steuern 8,76% und zwar zahlen 12 dieser Personen sogar durchschnittlich 7,6% weniger, als früher, während, die übrigen 52 Personen durchschnittlich 15,7% mehr zahlen. Von den 33 von der Ver- Gießen, den 21. Juni 1901. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gietzeu. I. 23.: Edm. Wetter. 4888 Höchste Temperatur am 21. bis Niedrigste „ „ 21. „ November Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtimg Windstärke Giessener Konzert-Verein Sonntag den 1. Dezember 1901, Im grossen Saale des Gesellschafts-Vereins. Zweites Konzert Kammermusik-Abend. Ausführende: Frankfurter Quartett-Vereinigung (gegründet 1894) Hermann Hock, Fritz Dippel, August Allekotte, Helnr. Appun. Programm : Quartett op. 95 in F-moll........L van Beethoven Quartett op. 106 in As-dur ........Ant. Dvoräk. Quartett in C-dur......... . . "W. A. Mozart. Eintrittskarten zam ^onzer^ für Nichtmitglieder zu Mk 2.50 (Sperrsitz Mk. 5.50), sowie kleine Partitur-Ausgabe sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachfl.), und abends an der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Das dritte Konzert findet am Sonntag dem 15. Dezember 1901, abends 5 Uhr, statt. Philipp Wolfrum: EinWeihnachtsmysterium für Soli, Chor und Orchester." 7676 M. Waisenschuh, Gießen. Laut Beschluß der diesjährigen Landesversammlung sollen von jetzt ab alljährlich von dem Hess. Waisenschutz 6 bedürftige Halbwaisen verpflegt werden. Es ist auch den einzelnen Zweigvereinen anheimgegeben, die für ihren Bezirk entfallenden Verpflegungsgelder Familien, in welchen der Vater oder die Mutter gestorben ist, zur Unterstützung zu geben. Diejenigen Eltern oder Vormünder, welche Ansprüche zu machen glauben, wollen ihr begründetes Gesuch an den Vorstand bis spätestens den 25. November d. I. einreichen. 7532 Der Borstand. Verein Jugendfreund. Wie schon seit vielen Fahren, richten wir auch heuer wieder die Bitte an unsere Mitbürger, uns bet unserem Vorhaben, armen hiesigen Kindern, ohne Rücksicht auf Konfession, eine Weihnachtsfreude zu bereiten, gütigst zu unterstützen. C-igarren-Abschmtte, Staniollapseln und Geldgeschenke nehmen gerne an unsere Vorstandsmitglieder: Buchbinder A. Bourgeois, Rendant Doering, Schlossermeisrcr M. Dörr, Monteur L. Friedrich, Friseur G. Gerhardt, Eustos Dr. Heuser, Kaufmann Max Jaskowsky, Lehrer Kling, Lehrer Mulch, Schreinermeister E. H. Müller, Renmer P. Pfitzner, Kaufmann C. Roth II. G eneralv evf awmlung des Lpar- Md $orii)iiii=Smiii5 MW E. G. m. iu H. Dienstag den 3. Dezember 1901, abends 9 Uhr, bei Gastwirt Adam Ziegler. Tages-Ordnung: 1. Ergänzungswahl für Vorstand und Aufsichtsrat. — 2. Verschiedenes. 7685 Für den Aussichtsrat: Dorfeld. AHME, Grammophone Kompasse empfiehlt 7226 Feldstecher Thermometrographen Operngläser Dampfmaschinen Barometer Dampfschiffe Thermometer Eisenbahnen Reisszeuge Experimentierkasten Brenn-Apparate Phonographen Stereoskope Elektrisier-Apparate Laterna magica Salon-Lünetten. Goldene Brillen und Pincenez Emil Schmidt Neuenweg 16. KWKWek Schweüenverkauf. Am Dienstag, dem 26. November 1901. vorm. 8*/2 Uhr, sollen an der Bahnstrecke entlang, bei Großen-Liudeu beginneno, bis Butzbach 214x10 alte Holzschwellen öffentlich versteigert werden. ^666 Grotzh. Eisenbahn - Betriebs- Inspektion 1 Gießen. Versteigerung. Montag den 25. dss. Mts., nachmittags von 1 Uhr an, versteigere ich in der früher Rinnschen Wirtschaft zu Kl.-Linden 1 Schreibtisch, 1 Sopha, 1 Regulator,2Kleiderschränke, 1 Irischen Ofen, Stühle uno Bllder, sowie getragene Kleider; 4Dutz. silb. Eßlöffel, Gabelu und Theelöffel, Tischdecken, Tischtücher. 160Flaschenversch. Weine, 50 Fl. Brcmtwein, 4 Mille Cigarren und vieles andere gegen Barzahlung. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 7686 Gießen, 22. Nov. 1901. Seipel, Gerichtsvollzieher. Pelz-Colliers von 1 Mk. an bis zu den hoch- 6686 modernsten Sachen. Kürschnerei von A. Kretzschmar zwischen Markt- u. Kirchenplatz. EEtr Alle -®s NiihiilsslsMeil-NcMtlitllreil werden schnell u. billig ausaeführt durch die Reparatur-Werkstätte fU. Fitzler Bahnhofstraße 56, H. Gleichzeitig empfehle mein gut sortiertes Lager in Nähmaschinen aller Systeme. 7521 rx Asche A von 6 Keffeln, vorzüglich geeignet aß Ersatz für Bausaird, zum Pflastern und Fußbodenausfüllen u. s. w. giebt vertraglich für längere Zeit vom 1. Februar 1902, ab 7680 We Friedrich 6. SilWl. si# t auf eine Partie zurückgesetzter Buxkln-Rester passend zu Herren- und Knabenanzügen. Preislage: 3, 4, 5, 6, 7, 8 Mark. Loasis Treff & Cie. 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