toeinen 8«. 513' Uhr, W JL ^.»U6tCT< Inlabmiß beiftiMB *U* en- 5730 lttuverem. ? 15. H*w| finbg Nt 6D1 I mit JE bst über fiiniflMr -IbmatjdipunhLlör W ▲), ma Seit Späleie wolla röber Hof) benuitn. weise i iäe Mb EttvM M bstail icheaer esellscbaft ib frei von Hartei !gen zahlen u von ZahrrS-Km 0 flk. 5.- n in I zugesandt. ÄuW Sittich. tt Bulhwf#« ) h> »*■ * nfl Iters^ en .«—*** lauchrollen .„ner Statik g'uh sD Äü«'L!^ Nr. 198 Erster Blatt. 151. Jahrgang Samstag 24. August 1901 bk der landwirtschaftlich, 3. Juli 1901 gab es 10 iS Adresse für Depeschen» Anzeiger Sichen. FernsprechanschlußNr.bl. 17. Berbaudstag der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften. ii. Bezugspreis viertcljähM Mk. 2.20, monatl. 75 Pfg. mit Bringerlohn,- durch die Abholestellen vieneljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 Pfg. fi Postbezug vierteljahrl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. «Ide Anzeigen-DcrmilNung». ,xH-n dcS In- und Aukland«» -chinen Anzeigen für ben Hicvencr Anzeiger entgegen. Jeilenprci«. lokal n psg^ au6n>ärt8 20 Psg. Srscheiat ISglich mit uSnahrne des Montags. Wie Gießener Familie». » Stter werden dem Ansager im Wechsel mit „Hess, ßanbroirt" und „BläNer ftr Hess. Volkskunde" vier- *el wSchenllich beigelegt. »«nähme von Anzeigen ru Ser nachmittags für den kslgenden Tag erscheinenden gfermmer btS vorm. 10 Uhr. Abbeste! lungern spätestens abend» vorher. der dem Kunstsinn des Sommerberliners und seiner leeren Lasche zu ihrem Rechte ^verhelfen wollte, pachtete irgend eines der im Sommer geschlossenen Theater, trommelte, ein kleines Heer von billigen Provinztenören und -Bässen re. zusammen, sorgte für ein hohes.E, eine schmachtende Prima donna und eine lustige'Soubrette, und mit'einem kleinem Orchester, aber desto größerem Tamtam ging die ("beschichte los: Natürlich wurden nur Opern verzapft, die keine Tantieme mehr tvsteteu, und alle überflüssigen. Stellen darm wurden sorgfältig beseitigt, zumal wenn sie irgend welche^ Schwierigkeiten in der Besetzung oder Ausstattung freundlich mit sich nahmen. Aber die billigen Eintrittspreise lockten das gute Publikum, das-so gern den „Troubadour" wimmern hört, und die „weiße Dame" spuken sieht, zurual von den Plüschsesseln des Parketts ans, lief hinein trotz, der infernalischen Glut in dem schlecht gelüfteten Hause. Es wurde also ein Geschäft! stein Wunder, daß sich auch bald andere Menschenfreunde fanden, die dem Berliner und sich einen Gefallen thun wollten. So hatten wir dieses Jahr glücklich drei Sommertheater, die natürlich einander das Heben schwer machten. Natürlich wurden Zugmittel aufgeboten, die es dem Uneingeweihten wert erscheinen ließen, sich, in die Schwüle des klingender! Tempels zu wagen, hier gastierte Bötel, der Hamburger Virtuos mit dem beschränktester! aller Repertoire — dort Brucks, der .Kammersänger, mit seinen frischen Bayreuther Lorbeern. Aber wie wenig ernst es diese Sterne mit einem solchen Samoa-Engagement nehmen, hat .Herr Otto Brucks am Dienstag gelegentlich einer Tell-Aufführung bewiesen. Der wackere Teil erschien als Falstaff auf der Bühne, daß nach allerlei Tumulten und nachdem aus dem geduldigen Publikum heraus der Abbruch der unerhörten Sudelei gefordert worden war, der Direktor Zimmermann endgiltig den Vorhang fallen lassen mußte und das Entree zurückHahltel So geschehen in der Sommeroper im Berliner Theater 1901. Und da redet man immer von den Unglaublichkeiten der „Vrovinzschmieren... A. R. ' J * V « I I öl'-*/* W L 1*14 | 1/ l II | 1 Illi 11 o ntvr£9'auf Zentralisierung des gesamten Viehhandels in Berlin sich erstreckt, zurück. Sein so mo- d!f!zlerter Antrag wird dann angenommen. Hierauf schloß öer Vorsitzende, Reichsrat Frhr. v. Soden, um 3 einhalb Uhr die Verhandlungen des ersten Tages. Der landwirtschaftliche O^enossenschaftstag wählte als nächstjährigen Versammlungsort die Stadt Kiel fomttwmcrc er nicht, wie es sein solle. Er läßt die Frage osten, ob es nicht möglich, sei. bei aller Selbständigkeit t>ks Aufsichtsrätes dem Verbanosrevisor die Befugnis ein- zurüumen, in geeigneter Weise den Aufsichtsrat zu in- jvuieren, ferner daß statt einer zweijährigen Revision all- iShrlich eine solche stattfinde, und daß zu den Aufsichttsrats- jiiningen auch der Verbandsrevisor zugezogen werde. — Aerbandsdirektor Landrat z. D. v. Brockhaus e n -Stettin verbreitete sich über die bisherigen finanziellen und wirt- schaftlicl-en Erfolge des genossenschaftlichen Kornver- Zaufs und die weiteren Maßnahmen zur weiteren Aus- Wtaltung desselben. Die genossenschaftliche Getreide-Ver- Mrtung, insbesondere auch die Getreidelagerhäuser seien 3i’br richtig, je nach den Volks- und landwirtschaftlichen Ärbältnissen, verschieden gestaltet. Wenn auch die Be- roda, wo sie drei Wochen Furore gemacht hat! Warum nimmt sie nicht einen Möbelwagen und läßt dem durstigen Jünger der Wissenschaft die unzulängliche, in Koffern und Schachteln schier er—trinkende Droschke? Manchmal war sie auch noch nicht einmal an der Lahn oder in Thüringen, sondern auf irgend einem bescheidenen Dörfchen der Mark — der Billigkeit wegen! — und fabelt nun blos von den Herrlichkeiten des rauschenden Meeres und den Wundern des Lahnthales. Aber da giebt es eine unerbittliche Spezialistin, die Madame Lehmann, die solchen Flunkereien rücksichtslos ein Ende macht. Sie unternimmt im Gegensatz zu unseren Gelehrten nicht Forschungsreisen, sondern Reiseforschungen. Mit unheimlichem Eifer erkundigt sie sich nach tausend Kleinigkeiten: ob man Meiers nicht gesehen hat, die doch auch da waren, sechs Wochen sogar; wo man gewohnt und wie man gegessen? Warum man nicht einmal eine Ansichtspostkarte geschrieben? . . . Und wie es eigentlich gekommen, oaß man mitten drin in der fraglichen Zeit einmal in Neu-Ruppin oder Fürstenwalde von Schützens gesehen worden sei? Da nützt kein Stottern und Stammeln von beschränkter Zeit und bösem Kopfschmerz; sie hält Dich, fest wie ein Schraubstock, bis Du Deine aus dem Bädeter mühsam einstudierte Alpenreise reumütig fallen läßt und Farbe bekennst mit Eberswalde, oder Pausiu im schönen Havellande, nicht weit von.Spandau! Diese Reiseforschungen der Frau Lehmann, die auch Müller oder Krause heißen mag und ebenso gut in Hosen und mit einem Schnurrbart herumläuft wie int Unterrock und mit falschen Flechten — bilden eine kleine Genugthuung für die vielen Zurückgebliebenen. Die reinste aller Freuen bleibt eben )och immer die Schadenfreude! Und der Sommer war heiß und lang, trotz- aller Vergnügungen, die man ihnen auf- ;etischt hat. Vergnügungen, die eigentlich ein kleines Fegefeuer bedeuten, uno die inan nicht genießt, sondern erduldet, aussteht, über sich ergehen läßt. Waren Sie schon einmal in einer Sommer-Oper? Nicht? Ja, dann können Sie auch nicht mitsprechen! Im Kleinen fing die Sache an. Ein menschenfreundlicher Unternehmer, Staatsmitteln verzinsliche und amortisierbare Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Ganz besonders sei durch eine die wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigende Zollgesetzgebung der inländische Getreidehandel gegen die Konkurrenz des Auslandes besser als bisher zu schützen. Die in diesem Sinne gestellte Resolution wurde einstimmig angenommen. Der Anwalt wird beauftragt, die Resolution den zuständigen Staatsbehörden und Volksvertretungen mitzuteilen und die Verwirklichung mit allen geeigneten Mitteln herbeizusiihren. Der österreichische Vertreter, Richter, weist auf die große Gefahr seitens der überseeischen Konkurrenz hin. Er plädiert für eine mitteleuropäische Z o l l u n i o n , für die die Genossenschaften Propaganda machen möchten. ' lieber die bisherigen Erfolge auf dem Gebiete der genossenschaftlichen Vieh Verwertung und die zur Ausbreitung derselben dienlichen organisatorischen Maßnahmen berichtete Landtagsabg. Oekonomierat Ring-Düppel. Referent beleuchtet in eingehender Weise die Schaden des Zwischenhandels. Genossenschaftlicher Zusammenschluß auf allen Gebieten landwirtschaftlicher Produktion könne allein Wandel schaffen. Diese Erkenntnis habe zur Begründung der Zentralgenossenschaft für Viehverwertung geführt, die jetzt 1600 Mitglieder umfaßt, worunter 140 angeschlossene Genossenschaften. Es empfehle sich, auf diesem Gebiete überall genossenschaftliche Organisationen zu schaffen. Im Hinblick auf den stetig ivachfenden Viehverkauf von Süddeutschland nach Norddeutschland sei eine genossenschaftliche Zusammenfassung des Viehhandels in Süddeutschland dringlich erforderlich Alle Viehverwert- ungs-Genossenschaften müßten in der Zentralstelle in Berlin eine gemeinschaftliche Ausgleichsstelle des Angebots und der Nachfrage haben. — Gutsbesitzer Frhr. v. Cetto wendet sich gegen die Zentralisierung des gesamten deutschen Vieh- handels. In Bayern hätten wir bereits eine solche Geschäftsstelle am hiesigen Schlacht- und Viehhvf. Wenn wir auch auf dem Standpunkt sveheu, daß. der Viehhandel ge- nosfeuschaftlich organisiert werde, so treten wir bei der Ausführung dieser Organisation für die Landesverbände ein. — Der Vertreter des Königreichs Sachsen schließt sich den Ausführungen des Freiherrn v. Getto an, während Generalsekretär May, -München, darauf hinweist, daß die München, 21. August. Ler Anwalt des allgemeinen Verbandes, Geh. Regier- ungsrat Haas- Darmstadt erstattete den Jahresbericht mit einem Hinweis auf das ruhige, doch stetige Fort- fchreiten des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens auch ntr abgelaufenen Jahre. Die Zahl aller eingetragenen Genossenschaften sei von ca. 17 700 auf ca 19 600 gestiegen, he der landwirtschaftlichen von 13 636 auf 15 033. Am 1. 3uIil901 gab es 10 487 Darlehenskassen, 1294 Bezugs-, 204, Molkerei und 1206 sonstige Genossenschaften. Hieran haben sich 7727 in den allgemeinen Verband zu gemeinsamer Arbeit zusammengesunden. Die Mitgliederzahl beträgt 600000 bis 700000. Die Zentralkassen "des allge- memen Verbandes haben 1900 trotz oer schwierigen Lage des Geldmarktes weitere erhebliche Fortschritte aufzuweisen, •tu Zentralkreditgenossenschaften des Allgemeinen Verban- des erzielten einen Gesamtumsatz von 859 Millionen Mark; Bit isolierten Proviuzinlkassen einen solchen von 144 Mill, ytcirf, die Zentralistischen Zentralkassen (Neuwied, Bund der Landwirte) einen solchen von 484 Millionen Mark. Tie Zentraleinkaufsgenossenschaften haben 1900 für 29.7 Mill. Waren bezogen, gegen 1899 mehr um 3.7 Millionen. Dte Organifation des gemeinschaftlichen Absatzes der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, insbesondere des Getreides, ist wHia gefördert worden. Sicherlich seien mehr als vier Millionen Zentner im Werte von 30 Millionen verkauft. Die freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Verbänden haben jicb immer enger und besser gestaltet. Verbandsdirektor Oekonomierat Johannsen-Han- roifter referierte über die Frage, nach welchen Regeln soll die Zinspolitik der Kreditgenossenschaft sich ridyten ? Das gier erat gipfelte in folgendem Antrag: Der Deutsche land- wjr ischastliche Genossenschastsrag wolle beschließen, den Kreditgenossenschaften folgende Hauptregeln für ihre Zins- politil zu empfehlen: 1. Dem Geldverkehr sind die ortsüblichen Zinssätze zu Grunde zu legen, wobei das Be- sireben auf einen bleibenden Zinsfuß gerichtet sein muß. 2 Zur Erreichung dieses gleich bleibenden Zinsfußes ist van den Kreditgenossenschaften eine selbständige Zins- Miiit zu treiben. 3. Zur Deckung der Geschäftsunkosten zur Schaffung von eigenem Vermögen (Reserven) muß ziyißchen den Zinsen für Einlagen und für Darlehen eine entsprechende Spannung vorhanden fein. Der Antrag fand Unstimmige Annahme. Nach der Frühstückspause referierte Berbandsdireftor Laugratz, Landau, über die H a f tp s l icht der Aufsicksts- ratsmitglieder ber eingetragenen (Genossenschaften. Ter Aufsichtsrat sei das Rückgrat der Genossensschaft; ilidessen Feuilleton. Wtaudereien aus der Kaiserstadt, tztimkehr vou der Sommetreise. — Frau Lehmann und ihre Akiseforschuugen. — Die Berliner Sommeroperu. — Tell in Not. Ich muß immer an jenen fidelen Bruder Studio denken, dw die leidige Angewohnheit Witte, seiner Wrrtin dio Miete schlldig zu bleiben unb deshalb endlich mit Sack und Pack Md Hab und Gut ausziehen mutzte aus dem alten Quartier in £*cr Marienstratze, um in der Luisenstraße — „gleich um Irt Ecke 'rum", wie der Berliner sagt — seiner schlimmen Weißung weiter au frvhnen. „Sack und Pack und Hab und Ätt" aber bestand in einer langen Pfeife, einer Zigarren- Si'* voll Tabak, vier oder fünf Büchern und einem Papier- tio^ert; denn seine Wäsche gab die resolute Waschfrau nur g-sen Bar heraus. Für diese stolze Ausstattung hatte er einen riefengroßen Möbelwagen bestellt, auf dem er Wstselbst dein Transport beiwohnte, ein glücklicher Habe- nihtd, der ber alten biederen Wirtin lustige Kußhände'zum dufter hinauswarf, so lange er ihr entrüstetes Gesicht zu l'etiTt vermochte. An den also muß ich immer denken, wenn i § in den Straßen Berlins, die von den Bahnhöfen herein- "Ähren, die kleinen Droschten den Weg herunterkommen pkhk. aus denen däs Reisegepäck einer Berlinerin herum- »Mnziert. Ein paar Reisekoffer ode» Reisekörbe'nehmen Ben Kutscherbock ein, sodaß bei* biedere Rosselenker wie ^ckainmengequetscht erscheint: auf den Kissen im Fonds und iiem schmalen Sitzbrett gegenüber aber ruht ein Gebirge tloii Hutschachteln, Ledertaschen, Pappkartons und Papier- iMeten, verschnürten Sonnen- und Regenschirmen, Kissen, LMiteln und halbwelken Blumen. Und mitten aus diesem Ulaos lugt ängstlich und verkümmert, womöglich mit einem Ifl’tfn Mops auf dem Schoß die Besitzerin aller dieser Herr- Ildtei len. Ein Naturmensch glaubt vielleicht, daß sie mit! Sitönien am Nordpol gewesen sei und ein Jahr unterwegs iipar; aber sie kommt nur vom Gleiberg ober aus Friedrich- Tie Rebe desPrinzen Ludtvig von Bayern, die er in ber et steil Versammlung des Genosseuschaftstages gehalten hat/ und die wir schon im Auszüge mitteilten, lautete wörtlich: „Sie wissen, baß im großen und ganzen die LandN'irt- schäft 9Zot leidet, unb daß für die Beseitigung ber Not alle möglichen Vorschläge gemacht werben, unb es besteht kein Zweifel, baß durch bas Vorgehen des Reiches unb ber Einzelstaaten, insbesondere durch Zölle, durch die Art der Besteuerung unb vor allem durch entsprechendes Tarif wesen auf den Eisenbahnen vieles zu Gunsten unb zu Unauuften der Landwirtschaft geändert werden kann. Das biofroenbigfte für die Landwirtschaft ist das, daß jeder Landiwirt selbst sich bestrebt, vorwärts zu kommen, unb die Pflichten, die jedem geboten sind, erfüllt, uni vorwärts zu kommen. Was strebt der Landwirt an? Nichts anderes als wie jeder, ber ein Gewerbe treibt: nämlich so viel zu verdienen, daß er mit seiner Familie ein anständiges Auskommen findet. Seine Aufgabe besteht in dieser Beziehung darin, seine Produkte teurer oder jedenfalls nicht billiger zu verkaufen als die Herftellung derselben ihm selbst kostet. Wir wissen, daß Dank' des Fortschrittes der Wissenschaft und insbesondere der großen Entdeckungen, die auf technischen Gebieten gemacht wurden, es uns möglich gemacht worden ist, aus ber Scholle Erde besser und mehr zu produzieren, als es früher möglich war. Eine weitere Ausgabe besteht aber auch darin, daß das, was wir produzieren, auch zu entsprechenden Preisen verkauft lverben kann, besondere wenn wir gut produzieren. Schwer ist es ja für uns nur, unsere Produkte auf den Markt zu bringen, und zu entsprechenden Preisen zu verkaufen. Ta sind die Genossenschaften mit in erster Linie eines der besten Mittel, *in dieser Richtung weiter zu kommen, besonders die Verkaussgenossenschaften. Ich gehöre ja selbst einer solchen an, nämlich der Münchener dRolkereigeuossen- schäft, der ich natürlich nur in der Voraussetzung beitrat, daß es vertrauenswürdige Leute sind, die sich da zusam- mentboten in dem Streben, nur das Beste für die Versorgung der Stadt zu liefern. Das ist es ja, daß die Genossenschaften den einzelnen unb besonbers den kleinen Landwirten ermöglichen, zu erreichen, was die große Landwirtschaft leichter machen kann, d. h. direkt einkaufen die Produkte, die der Landwirt braucht. Tann, wenn ber Landwirt nicht auch von auswärts bezieht, kommt er nicht vorwärts, ober et wird doch wenigstens in Kürze seinen Boden aussaugen. Aber es soll doch nickst nur ein momentaner Vorteil gewonnen werden, sondern man soll den Boden vielmehr verbessern im eigenen und im Interesse des ganzen Landes. In vielen Singen ist der Großgrundbesitzer, wenn mein von Latifundien ab sieht — die ja doch nur selten, ist Bayern fast gar nicht Vorkommen ■*— ebenfalls auf die Vermittelung ber Genossenschaften angewiesen. Tie Genossenschaft dient über besonders auch dazu, den kleineren und mittleren Landwirten Kapitalien: zu schaffen, und zwar nicht nur auf Hypotheken - denn GietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen teiligung seitens der Landwirte noch nicht bedeutend sei I bayerische Organisation Anklana mib volle Qu Fr i eh en bei f- und daher die stosteu sich noch ziemlich hoch stellten, so gefunden habe. Ter Herr^^efe?eaM!e^ seien doch die finanriellen und wirtschaftlichen Erfolge zu- <• '« A1.^ oatausyin feinen friedenstellende. Ueberall sei. es gelungen, das Getreide im Lokalverkehr zu besseren Preisen zu verwerten. Durch die Getreidelagerhäuser werde insbesondere die finanzielle Abhängigkeit des Landwirtes von dem Zwischenhandel beseitigt, ber im Herbst hervorgerufene Preisbruck eingeschränkt und durch Reinigung, Mischung und Sortierung eine gute gleichmäßige Ware hergerichtet, die erst zu geeigneter Zeit von einer Hand zum Verkauf gestellt werde. Ten größten Vorteil von ber genossensck)aftlicheu Getreideverwertung hätten die kleineren und mittleren La.ubwirte. Um die Mißstände im lokalen Getr^idehandel überall zu beseitigen und den Landwirten den ihnen gebührenden! Einfluß auf die Preisbildung ihrer Erzeugnisse wieder zu verschaffen, fei die genossenschaftliche Getreideverwertung weiter aiiszugestalten. Hierzu sei erforderlich, daß alle Getreidelagerhäuser die deutsche Kornhouskommissivn oder' tic an ihre Stelle tretende Zentralorganisation als ihre Beratungsstelle ansehen, überall, wo der Absatz über den Lolalbedarf hinausgehe, ber Verkauf durch eine Landesoder Provinzialstelle geregelt wirb, an allen geeigneten Orten Getreidelagerhäuser errichtet unb eventuell aus Rebettlen, Expedition und Druckerei: 5chulprahe 7. jg— Nur der Hof der Häuptlinge verdichtet sich zu einem kleinen Dorf. Ter Menschenreichtum ist groß/; in allen Dörfern erscheinen die Häuptlinge von mehreren hundert Männern begleitet. Anfangs war die Furcht groß, einen Meißen hatte man noch nicht gesehen. Lief man nicht fort,, so erwartete man mich wenigstens in dichtgedrängten Menschenknäueln, die Augen scheu zu Boden geschlagen. Sobald sie aber Zutrauen gefaßt und erfahren hatten, ich sei gekommen, den Fehden ein Ende zu machen, schlug ihre Scheu in laute Begeisterung um. So wurde ich auf meinen Märschen wiederholt von mehreren hundert Menschen stundenlang begleitet, die nicht müde wurden, mir zuzu- rufen: „He, He, Hem von", was etwa bedeutet: „Heil, Heil dem Häuptling!" Tie Byrres sind in wenige Stunden auseinanderliegende Stämme gegliedert, die untereinander in der Regel in Fehde leben; daher auch die öden Grenzstreifen zwischen den Stämmen, wo der Weg zuweilen aushört. Wer in der Fehde gefangen oder getötet wurde, wird verzehrt- Tie Köpfe dieser Schlachtopfer dienen dann, teils in die Erde vergraben, teils auf Pfähle gesteckt, zur Abgrenzung des Versammlungsplatzes. Beschränkt sich diese Sitte im allgemeinen wohl auf seltenere Gelegenheitsfälle, so scheint sie hier im Nangalande einen recht erheblichen Umfang gewonnen zu haben. Tas Nangavolk ist ja wohl nur ein eigenartig entwickelter Zweig des Byrre- Volkes; die Spuren ihrer verheerenden Sklavenraubzüge habe ich im Byrreland wiederholt angetroffen. Häuptling. Abalekanga, in dessen Torf ich eben fitze, hat kurz vor! meiner Ankunft einen Haufsahändler mit sechs Trägern auf gegessen, der bei Beginn des Wokke-Feldzuges hierher geflohen war. Kivochenreste fand ich noch im Versammlungshaufe. Tie eigentlichen Byrres halte ich aber trotzdem für ein leicht zu leitendes, Volk; Gewehre sind noch völlig unbekannt, ihre Waffen'unvollkommen. Sie find ein schöner, intelligenter, leidlich kräftiger Menschenschlag, der reiche Arbeitskräfte birgt. Tie gut bearbeiteten Farmen haben stellenweise das Grasland bis auf kleine Reste zurückgedrängt. Oelpalmen, Plantanen und Bananen sind zahlreich. Gummipflanzen find vorhanden, werden neuerdings zum Teil auch schon genutzt, und ein anscheinend gutes Helles Produkt wird durch Zwischenhandel auch an den Njong gebracht. Augenblicklich ist die Scheu noch zu groß, um irgend welche größere Leistungen erreichen zu können. Häuptling Mbon z. B. hatte mir erklärt, er habe schon oft zur Station kommen wollen, sei aber von Toa daran verhindert worden. Jetzt, wo ich ihn aufsorderte, es doch unter meinem Schütz zu thun, hatte er Angst; ich hätte ihn nur durch Gewalt dazu vermocht. An Arbeitergestellung war erst recht nicht zu denken. Toch glaube ich, mit der Zeit die Byrres gefügiger machen zu können. Jedenfalls ist Zeit nötig, um die Scheu zu überwinden^ und sie allmählich an geordnete Verhältnisse zu gewöhnen." i>ie kann sich jeder beschaffen, und sie find nicht einmal besonders gut. Tenn vielfach sind die Hypotheken der Ruin des Landwirts, da auch der Vertrauenswürdigste, wenn die Hypothek zur Unzeit gekündigt wird, möglicherweise von Haus und Hof und an den Bettelstab gebracht werden kann. Und da sage ich, eines der besten Mittel für die Hebung des mittleren Landwirts ist der Personalkredit. Tiefer Personalkredit ist es auch, der die Vertrauenswürdigkeit des Einzelnen zur Anerkennung kommen läßt. Und hier möchte ich etwas über die Bedeutung der Genossenschaften in ethischer Beziehung sagen. Wer sich einer Genossenschaft an schließt, bringt große Opfer, weil er einen Teil der eigenen Selbständigkeit aufgiebt, aller-, dings zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Altgemein- T)eit; denn wer feinen Vorteil dem der Allgemeinheit unterordnet, fördert am wirksamsten die Allgemeinheit und damit wieder den eigenen Vorteil. Tann aber fällt bei der Genossenschaft auch die Persönlichkeit des einzelnen Genossenschafters in die Wagfchale, und hier findet die Vertrauenswürdigkeit, die sich auf jahrelange persönliche Bekanntschaft der Genossenschafter unter sich stützt, ihre Anerkennung und Belohnung. Aber auch nur der, der vertrauenswürdig ist, soll aufgenommen werden, und die Genossenschaften tonnen nicht streng genug in der Aufnahme fein, und die Mitgliedschaft soll zugleich eine Prämie auf die Ehrlichkeit und ein Ansporn fein, daß. der Genossenschafter stets der Genossenschaft würdig bleibe. Sollte sich aber auch hier und da ein räudiges Schaf einschleichen oder sollte einer durch eigene Schuld herunterkommen, und unwürdig werden, dann sollten die Genossenschaften nicht nachsichtig fein, sondern erst recht streng." Volitrsche Tagesschau. UDaS Reichs-Militärgericht, an welches der Gumbinner Prozeß nunmehr gelangt, hat seinen Sitz in Berlin. Es be. steht aus mehreren Snaten, die in der Besetzung von ebenfalls sieben Mitgliedern (drei juristischen und vier militärischen) beschließe und entscheiden; den Vorsitz führt der rangälteste Offizier, die Leitung der Verhandlungen steht dem Senatspräfidenteu zu. Diese Besetzung ändert sich aber, sobald die Revision lediglich auf die Verletzung prozeffualischer Vorschriften, einer Vorschrift oder eines Rechtsgrundsatzes der allgemeinen bürgerlichen Gesetze gestützt wird; dann beschließt und entscheidet der Senat nämlich in der Besetzung von vier juristischen und drei militärischen Mitgliedern. Dieser dem Angeklagten günstigen Verstärkung des rechtskundigen Elements im Richterkollegium steht die Vorschrift des § 105 der Militär-Strafprozeß-Ordnung gegenüber, nach welcher der Ober-Militäranwalt dem Präsidenten unterstellt ist: »In Fragen, welche die Geltung oder Auslegung einer militärischen Dienstvorschrift oder eines militärischen Grundsatzes betreffen oder allgemeine militärische Jntereffen berühren, ist der Ober-Militäranwalt gehalten, die Ansicht des Präsidenten zu vertreten. In materieller Hinsicht ist folgendes zu beachten: Die Revision kann nur darauf gestützt werden, daß das Urteil auf einer Gesetzesverletzung beruhe, das heißt, daß eine Vorschrift der Gesetze oder ein Rechtsgrundsatz oder eine militärische Dienstvorschrift ober ein militärdienstlicher Grundsatz nicht oder nicht richtig angewendet worden ist. Von den die Revision begründenden Gesetzesverletzungen (unvorschrifts- mäßige Besetzung oder Unzuständigkeit des Gerichts, Mitwirkung eines kraft Gesetzes ausgeschloffenen, eines ab- gelehnten Richters, Formfehler, welche die Oeffentlichkeit des Verfahrens, das schriftlich fixierte Urteil betreffen :c.) könnte im Fall Marten nur die in Frage kommen, daß „die Verteidigung in einem für die Entscheidung wesentlichen Punkte durch eine Verfügung des Gerichtsherrn oder einen Beschluß deS Gerichts unzulässig beschränkt worden ist." Ueber den weiteren Gang dieses sensationellen ProzeffeS sei endlich noch bemerkt, daß der Gerichts Herr der Be rufungSinfianz, also des Ober-KriegSgerichtS zu Gumbinnen, die RevifionSauträge mit den Akten an den Präsidenten des Reichs-Militärgerichts zu Berlin eiuzusenden hat. Nachdem dann die Militär-Anwaltschaft binnen einer Woche ihre Gegenerklärung eingereicht hat, wird Termin zur Hauptverhandlung anberaumt, welcher dem An- geklagten, oder auf besten Verlangen dem Verteidiger, mit- zuteilen ist. Der Angeklagte kann in diesem Termin erscheinen oder fich durch seinen Verteidiger vertreten lassen. „Der nicht auf freiem Fuß befindliche Angeklagte hat keinen Anspruch auf Anwesenheit." „Agrar- unb Industriestaat — Eine AuSeinanbersetzung mit ben Nationalsozialen unb mit Professor L. Brentano über bie Kehrseite beS Jnbustriestaates unb zur Rechtfertigung agrarischen Zollschutzes von Prof. Adolph Wagner" betitelt sich eine soeben erschienene Schrift, bie in die aktuelle TageSfrage der Schutzzollpolitik eingreift. Wie der Titel bereits besagt. handelt es fich um eine Auseinandersetzung Wagners mit dem Münchener Nationalökonomen L. Brentano. Hervorgegangen ist diese Schrift aus einer Reihe von Aufsätzen, die Prof. Wagner zur Abwehr der gegen chn gerichteten Angriffe seitens des Profestors Brentano und der Nationalsozialen veröffentlichte. Indessen sind die dortigen Ausführungen in der vorliegenden Schrift nach vielen Richtungen hin erweitert und vertieft worden. Auch nimmt Professor Wagner darin Stellung zum Zolltarif-Entwurf; er schreibt dazu: „Es ist höchst erfreulich, daß man hier wenigstens erhebliche Minimalzölle für Getreide, als die bisherigen Vertragszölle unbedingt festhalten will, 5 Mk. für Roggen, 51/2 Mk. für Weizen und Spelz, 3 Mk. für Gerste, 5 Mk. für Hafer, Sätze, welche gewiß nicht zu hoch sind, und daß man auch die Viehzölle angemessen erhöhen will. Hebet Einzelnes, z. B. das Maß der Erhöhung des Maiszolles, wird fich reden lasten; ich möchte auch diese Erhöhung gleichwohl billigen. Eher sind vielleicht Zweifel berechtigt, ob unsere ganze Industrie alle dieser Veränderungen und Er- Höhungen des TarifentwursS noch bedarf. In der gegenwärtigen Entwickelung der deutschen Volkswirtschaft ist die „Erhaltuugspolitik" agrarischer Schutzzölle in viel stärkerem Maße geboten und berechtigter, als bie „ErziehungSpolitik" inbustrieller Schutzzölle, allenfalls mit Ausnahme beS Kunst- gewerbeS, wie G. v. Mayr trefflich ausführt. Denn im Großen unb Ganzen bebarf unsere Jnbustrie einer solchen „Erziehung" kaum mehr, während wenigstens einstweilen eine schutzzöllnerische „Erhaltungspolitik" für sie noch nicht in Frage kommt. Als VerhanblungSbasiS für HaubelSver- träge eignet sich ber Tarifentwurf aber auch für bie Jndustrie- zolle vorzüglich. Möchte nur bie Regierung gegenüber ber sofort wieder eingetretenen einheimischen wüsten Agitation und jämmerlichen Angstmeierei vor dem Ausland unb gegenüber letzterem fest bleiben. Der Reichstag wirb fich schon bereitwillig zeigen. Unb das Geschrei wirb verstummen, wie nach 1879 unb wie nach allen ben großen Wanblungen (1834, 1862, 1866!), welche bei uns eine feste Regierung fast noch jebesmal gegen bie irre geleitete öffentliche Meinung erzwingen mußte, — zum Segen deS deutschen Volkes." Zur Reform des Aktien gesetzes macht die „Kreuzztg." folgende Vorschläge: „Niemand darf bei mehr als drei Aktiengesellschaften Aufsichtsrats!-Mitglied fein. Vorstandsmitglieder und Angestellte einer öffentlichen Erwerbsgefellschaft von mehr als 1 Mill. Mark Gesellschaftskäpital können nicht zu Aufsichtsratsmitgliedern anderer Gesellschaften diefkr Art gewählt werden. Zur Sicherung der nach §§ 241 unb 249 entstehenden Ersatz-Ansprüche find die Gewinn-Anteile ber Mitglieber des Vorstandes unb bes Auffichtsrates erst ejn Jahr nach bem Ausscheiben biefer Personen aus ihren Stellungen zahlbar, unb bleiben so lange gegen eine Verzinsung von) 4 Prozent zur Verfügung ber Gefell- schaft. Direktoren unb Angestellte öffentlicher Erwerbsgesellschaften dürfen weder mittelbar noch unmittelbar Geschäfte bei der eigenen Gesellschaft machen. Erwerbs- gefellschaften, bie Depositen- unb Sparkassengelder annehmen, müssen 1. die Höhe, bis zu welcher sie solche annehmen, öffentlich bekannt machen, 2. die Hälfte ber empfangenen Einzahlungen in münbelsicheren Werten anlegen, unb 3. ihre Reservefcmds nebst bereu Zuschreibungen in münbelsicheren Papieren bei ber Reichsbänk oder anberen öffentlich-rechtlichen Instituten nieberlegen. Kolonialpost. Neber einen menschenf ressen den Stamm in Kamerun hat der in Joko stationierte Oberleutnant Radtke, der zu Anfang dieses Jahres das Gebiet südlich und südöstlich von Joko bereiste, einen sehr interessanten Bericht erstattet. Bemerkt muß werden, daß dieses Gebiet bisher fast gar nicht bekannt war. Der aus Abalekanga, 24. März, datierte amtliche Bericht lautet im wesentlichen: „Am 15. Januar brach ich von Joko nach Toadors auf, um mit den Byrrehäuptlingen jenseits des Sanaga Verbindung anzuknüpfen. Toadors liegt auf einer etwa zwei Kilometer langen, zumeist 300 bis 600 Meter breiten, zur Hälfte bewaldeten Insel im Sanaga; dicht oberhalb ist noch eine unbewohnte bewaldete Insel. Tas Wässer ist hier, sowie auch etwa drei Kilometer oberhalb stark mit Felsen durchsetzt, doch ist Durchfahrt für Kähne überall vorhanden. Tas Torf, gut gebaut, zählt gegen 800 Seelen. Tas Gebiet Toas erstreckt sich westlich und östlich des Sanaga je einen reichlichen Tagemarsch ins Land' hinein, am Sanaga entlang nach Norden etwa einen Tage- marsch, nach Süden etwa zwei Tagemärfche. Von T'oai marschierte ich am 27. Januar ab und traf am 28. Januar in Maja ein. Ueberall ist das hügelige, von wenig Busch durchzogene Byrreland reich an gebaut. Wasser ist genügend vorhanden; wohin man sieht, Höfe, umgeben von großen Farmen. Diese Sitte des Wohnens, sowie auch die Bauart der Häuser entspricht der der Jaundes, mit denen sie zweifellos verwandt find. Nach der Wutegrenze zu findet maln runde Hütten zahlreicher, sonst find sie vereinzelt. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nttt unter genauer Quellenangabe: „(Siet* «nj/ gestattet.) Gießen, den 23. August 1901. Persoualuachrichteu. Der Großherzog hat am 7. August dem OrtSgerichtSmann Lorenz Daum II. in Steinbach, Kreis Heppenheim, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" und am 27, Juli den Forstwart der Forstwartei Böllenfallthor, Oder- förfterei Bessungeu, Förster Georg Schanz zu ForfihauS Böllenfallthor in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. ** Aufruf. Der Vorstand deS Hessischen Landesverein» vom Roten Kreuz, als Landesverein der Kaiser-WilhelmS- Stiftung für deutsche Invaliden erläßt auch in diesem Jahre zum 2. September einen Aufruf. Er hebt darin hervor, daß, wenn inzwischen auch ein Reichsgesetz die Peusiousbezüge der Kriegshinterbliebenen erhöht habe, doch auch jetzt noch reichlich Raum dafür bleibe, den Dank für das von unserem tapferen Heere vor 31 Jahren Gethane dadurch zu bethätigen, daß wir in der Zeit des 2. September in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen durch unsere Gaben dazu beitragen, das Los der Opfer des Krieg» auch weiterhin noch besser zu gestalten, als Reich unb Staat allein es vermögen. Er bittet insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorstände gemäß der chnen von Großh. Ober-Konsistorium erteilten Erlaubnis, bei den betr. Gottesdiensten Kollekten für jenen Zweck zu erheben. Die Zweigvereine ersucht er, wie seither möglichst für die Verbreitung dieses Aufrufs und Durchführung der Idee de» Vereins zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche demnächst die Erträgniffe von Sammlungen zu übermitteln haben, werden gebeten, diese durch Posteiuzahlung an ben Schatzmeister, Ministerialbuchhalter Lang, in Darmstadt einzusenden. Aeuilleton. Theater, Kunst und Wissenschaft. Das erste Städtebundtheater ist nunmehr beschlossene Thatsache. Tie sechs Städte in Hinterpommern Haben ihre Satzungen festgestellt, die mit dem 1. Juli d. I. in Kraft getreten find. Es liegt hier wohl, so führt E. Kaltschmidt im „Kunstwort" (Verlag von Georg D. W. Eallwey in München) aus, der erste Versuch vor, die Ver- waltungsgrundfätze des Berliner Schillertheaters auf kleinere Verhältnisse anzuwenden; Grundsätze, deren wichtigster bekanntlich der ist, daß an die Stelle des pachtenden Unternehmers, der Gewinn wie Verlust auf eigenes Konto zu buchen hat, nunmehr ein Direktor als finanziell unbeteiligter Beamter tritt, als Kommunalbeamter auf gewisse Zeit, wie es deren ja in jeder Gemeinde mehrere giebt. Aber es ist doch hier mehr in Erscheinung getreten, daß eine bloße modifizierte Nachahmung bereits bestehender Einrichtungen, und dieses Mehr, so sehr es eigentlich Hinter den Dingen liegt, ist als theatergeschichtliches Entwicklungsmoment das eigentlich Wichtige. Tas Schiller- theater erstand als eine rein private Gründung, als ein Aktienunternehmen wie — rein formal genommen — hundert andere auch, die sich ihre Interessen einzeln zusammen- suchen. Interessenten freilich sind ja die sechs Städte auch, und ihr jeweiliger Anteil an dem Grundkapital, das sie aufgebracht haben, ist nichts anderes als ein Aktienanteil. Aber es ist ideell doch! ein ganz ander Ting, ob Rentier Lehmann sich eine Theateraktie kauft, oder ob dies im Auftrage und Zum Besten seiner Stadt der Bürgermeister thut; mag er auch nur in einem Städtchen Meister fein. Zum ersten Male zeigt sich hier dem Theater gegenüber bei der kommunalen Obrigkeit eine ernstere und tiefere Auffassung: man möchte etwas Gutes haben, man begnügt sich nicht wie bisher, einen Gnadenzuschuß zu den Kosten zu geben und dessen Verwendung dem spekulativen Sinn des Unternehmers zu überlassen, sondern man übernimmt selber die volle Verantwortung, wofür denn auch von vornherein den städtischen Bevollmächtigten, dem „T h e a t e r au sschu ß", das Aufsichtsrecht über Die geschäftliche V e r w a11 - u n g und — bis zu einem gewissen Grade — auch über die künstlerische Leitung gesichert wird. Tas ist — in so präziser Form, wie es hier zum ersten Mal auftritt bedeutsam genug. Denn ist es gut, daß der Ausschuß suy nunmehr z. B. die „Tarne von Maxim", auch wenn sie noch so sehr ins Harmlose verdeutscht auftritt, fernhalten kann, und es steht zu hoffen, daß das Zensurwesen sich erheblich klärt, denn in dem Theaterausschuß ist doch eine immerhin sachverständigere Urteilsstelle geschaffen, als in der jetzigen, auf der meist nur ein Stadtberater oder auch Subalternbeamter die Tinge wesentlich nach formalistischen Polizeimaßen zu regeln hat. Die Wichtigkeit dieser Verbände für eine Heimatskultur liegt auf der Hand. Haben sie sich erst befestigt und verbreitet, so kann in ihnen die Mannigfaltigkeit unseres Volkstums durch ein unvergleichlich frischeres Leben auch nach außen hin bethätigt werden, als es heute möglich ist. Tas Unternehmertum kann ja feinem Wesen nach für eine langsam aufbauende Arbeit zur planmäßigen Unterstützung der landschaftlichen Besonderheit kein Verständnis Haden, im allgemeinen muß es Raubbau mit Hilft von Gewaltmitteln treiben, die es als notwendig bezeichnet, um seine Bühnen am Leben zu erhalten. Die Bundestheater, von solchen Bedenken unabhängig und in einem ungleich engeren Verhältnis zum Publikum ihrer Städte, werden das lokale und das Dialekt-Stück unbeschadet allgemeineren Aufgaben ganz anders pflegen können, als der Unternehmer-Direktor, Der, wollte er's auch, doch an feinem eilig zufannnengefuchten Personal mehr oder weniger scheitern würde. Für die Darsteller ift. der Gewinn der neuen Einrichtung reich, vielleicht ist er für sie der reichste. Ge s i ch e r t e Iah r e sste 11un g, Möglichkeit des „Einspielens", also einer Stilbildung, Möglichkeit des organischen Hineinwachsens in Die künstlerischen Aufgab en. Taß auch Die Oper nur herbeigezogen wird, sowie ein gutes Orchester su regelmäßige Jnftrumentalkonzer t e, W außer Zweifel, fobalD Die ersten Erfolge Den Mut zum Weiterschreiten geben werden. Vielleicht stehen wrr im Anfang einer wirklich bedeutenden Reform. Äli . Ä in Clne«n "‘Sh »llen äSe ?n,ur^ 'irf?luj wnbert "'d-n, 2«>kÄ b-deu^? i"i‘ d^LZ^ h bi= te< ’Ct ®e« ;®ter- ier npta. ,^>veii>, 'pfer bienet.11?^ ^»«rr« &.W5JÄ jethn >5- Z'«L Reiteten g b °Us kleine M !*nb inanen £ En- werden ne£ ° ?n anscheintz nenhandel aud) c °ie Scheu noch lagen erreichen m erklärt, er Ki aber von;., " Hn auffordtt- a. hatte er Anss- vermocht. Sln >enken. ?och glaube machen zu können, -u zu überwinden, Mtnisse zu M vchmal-Nachri-a-t * «m/ 6*t) August 1901, ßherzog hat « rj Daum II. a meint Eüreuzeiiha Dien sie" ooi> nr mb ihm au! bitjn btt Inschrift,Fn fischen Landesvmn Dtr Aaistt'Wlv ßt auch in dich» uf. Gr hebt dm h ein Reichs jenen erhöht W- lr bleibe, den Dn! 31 Jahren M- t btft 2.StPteuK Itttw^gtn M itZ».MM als Reich «d sl^ bete, wie WJ §irchenvvrMl !°«B°NM * len SolleHei £ etti« «MJJ" diele» AHB “ wiM *1* Bellen. «M® uegen jn IW* WeinjÄ“ ig, in SDannfni1' k eine Seinen^ sO ichlich P . werden, MW' hal^ - jangifl §tz lch»5> lkaNö^Mt^ iefornl- Auf das Feld wird ein Mteralur, Wissenschaft und Kunst. Landkalender für b«6 Großherzogtum Hessen. 1902. Fol. Gestorben: Leopold Oppenheimer in Mannheim. 2 1 (1) des Herrn «lab auf dem städtischen Friedhöfe in Fried- Krämpfen bestimmt, „möglichst in der Nähe des neuen Columbariums 1 1 3 6 (2) 1 CD 2 1 2 1 1 (1) 2 2 1 6 (2) vom 2.—15. Jahn O Wonne, wenn einer ein Liebchen hat. Das lustig ihm radelt zur Sette!" 3. Zu dem Tode des Profeffors Steinbrügge, den wir gestern melde« mußten, wird uns heute geschrieben: Dem am 21. August verstorbenen außerordentlichen Professor Dr. Hermann Steinbrügge verdankt die Ohrenkliuik unserer LandeSuuiverfität ihre Begründung. Nach längerer Thäng kett an der Ohrenklinik zu Heidelberg war Steinbrügge nach Gießen übergefiedelt, und unter anfänglich sehr bescheidenen äußeren Verhältnissen hat er hier als erster selbständig Ohrenheilkunde zu lehren begonnen. Wenn er auch, wie üblich, die Behandlung der Erkrankungen von Hals und Nase hinzunahm, so blieb doch der Ohrenheilkunde stets seine besondere Vorliebe gewahrt. Im übrigen gehörte Steinbrügge zu denjenigen Aerzten, welche, wenn sie auch Vertreter eines Spezialgebietes find, doch darüber niemals die Zusammengehörigkeit mit dem Gesamtgebiet der Medizin aus dem Auge verlieren. Zeugnis dafür legt feine Tätigkeit in der Gießener medizinischen Gesellschaft ab, deren stellvertretender Vorfitzender er viele Jahre hindurch war und in deren Sitzungen er allen allgemeineren Fragen stets sein lebhaftes Jntereffe zuwandle. Seine Kollegen wie seine Schüler werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. A Ober Moos, 22. August. Der hiesige Lehrer fieu«|f >~ , • - , . — — — l°U der 6 Jahre in unserer Gemeinde zur allgen^inen «lexander Li,ka statt. Krusecz wurde, k«nDIaltnocr ,ur G-otzder>0°tum ßcficn Zufriedenheit thätig war, wurde nach Frischborn b. Lauter- lebensgefährlich verletzt. Dre beiden Gymnasiasten standen (44 S.) Darmstadt, Großh. Jnvalidenanstalt. 20 Pfg. iach versetzt ’ tncnpn Pinr& 14mhrtzi»n STDXS*»«» <. I a\..utx. cm_c ,._i «i. -v'itr. 1 (1) — Summ«: 21 (4) 13 (3) 7 T(l) je“, auf dem eist monumentaler Är-Lstein errichtet wer-Id« Awn/ta £r en muß. Entsprechend dem Willen des Erblaisers Hal | Gießen gebrecht, Krankr komme». ** Falsche Zwanzigmarkscheine. In mehreren Nachbarstädten wurden in letzter Zeit falsche Zwanzigmarkscheine be- ichlagnahmt. ES empfiehlt sich also bei der Annahme solcher Scheine einige Vorsicht. Die beschlagnahmten Scheine sind mit der Jahreszahl 1882 versehen und ziemlich schwer erkennbar. Ein dünnes Seidenpapier, dus auf die falschen Scheine aufgeklebt und mit einer leichten Farbe versehen ist, läßt sich ohne große Mühe ablösen. _ . ____ § Butzbach, 22. August. Kaufmann Z. Liliensteinlgenommen sind, pflanzt der Landwirt eine Se.1. o---- —l von hier verkaufte heute sein in der Wetzlarer Straße ge- ''Hafter, Kartoffeln. Tie Zeit für den Versuch ist so ge uc ,aiw. ytun aöer ia)nit oa9 u,clua ,u. WabletflQflfln forf l-g-n«s «nweseu zum Preise non 69500 Mk. an die Sauf.RCm ffintHtt "h<5 ^kw'cklung kleiner >,arioMln °or S»midi u-f-ri- 10000 Stück d-r V«oi-l!-.,igungm an W«Äm und leute Gebrüder Gerhard in Butzbach. — Der weaen Be- ♦ bcd c^,teiT Dostes stattfrnden. kann. Die Kar-- dieser überschwemmte Berttn bomtt. Kew Tag verging, ohne daß der trU06 und nrh.nb,„MK*„„L werden ausgegraben, auf dem offenen Hlde in Leutnant von Seiten seiner Bekannten sein Konterfei'in Tutzenben msarnrnengeschichtct und bis zum ^-ruhfahr oder! von Exemplaren zugesanbt empfing und icbcSmal war ber beige- der Zeit, wo die Begehrlichkeit nach neuen Kar-1 druckte Vers „Nicht« Schön'reS, 0I8 auf btm flinken Rab Durchfliegen bte Welt, bte wette. dach versetzt. «wegen eines 14jährigen Mädchens, in das sie verliebt sind,! Deutsche Töpfer- und ZieglerZeitung. Jabrg. xxn § Bermuthshain, 21. August. Der hiesige Srieaerüetein *n und eine Ohrfeige, die Lrusecz von seinem Neben- ^r. 65. Halle a. b. S., Wtth. Knapp. Vierteljäbrl. 3 Mk. jtae den Tag von ©raüelotte auf einem nahen Berg, b»hl°r "hielt, war die Veranlassung zum Zweikamps. bildende"Kü7ft. I?J,h?'." Heft r^Mii BlWer”' uMotat km sogen. Hillerich. Es wurden verschiedene Ansprachen! , . Dre Brechdurchfall- und Ruhrepidemie, bie|bdUgen. Münchm, Georg D. W. Callwey. Vierteljährl 3 Mk Schallten, in denen die Bedeutung des Tages hervorgehoben iu’ ,®e5 Doberrtzer Truppen-UebungSplatz zum' mibe. Darauf folgte ein Tanz für die Jugend, während Ausbruch gekommen ist, scheint sehr bedenklicher Natur zu dir Alten in echt kameradschaftlichem Beisammensein noch £ln' ®ci bcr Zweiten Garde -Jnfanteriebrigade, die von MLche Erinnerung an den großen Krieg anStauschten. Eude^ vorigen MonatS bis Anfang dieses in Döberitz weilte, Staate^ ^nncctkut Musca^ün!'uI n!llnubicfe” ,in ganzer Figur verewigt. Man hat aber den drückte oemiikbt mürben nnb 'be^ÄI^^ unter dre echten ohnehin ficmen .verrn in einer ".'(achbilünng von rcmt rikanischen Staates einen besondern^^kn^m^^i^s amc- bescheidener Größe, in einer Nische des Grabsteins aushat die 9?ahrinn^smittel^erfälschung" un^eure ^ ,-??? Unterhaltung des Grabes hat der Verein hlr gemacht. Es giebt kaum ein Nahrnnasmtttel meh^ Lis nj^t au^u^Meu u^ 5U ^"°en, ein Legat von 3000 Mk. schon verfälscht worden wäre, von der Butter an bis Lyrup, Gelee, 5)onig, Kaffee, zu Eiern, Erdbeeren ans (ßprTrMfifflrtl (Gelatine, die so überaus ähnlich hergestcllt werden daß _ xi/44. sie sich schon oftmals unter die eingemachten Früchte ver-I21. Aug. Ein fatales Nachspiel hat die Spritzfahrt des irrt haben. Warum sollten nicht auch die neuen Mn> r gefunden, die er am 9. Tage deS wunderschönen Monat« toffeln künstlich hergestellt werden ? Unb fte Sn*“5 ™ thatsäclilich. In Kalifornien chat sich sogar die Herstellung Zweirad zwischen die Beine genommen. An demselben Tage radelte aber dieser Kartoffeln zu einer an,ehnlichen Industrie entwickelt. etne holde Maid in einem nicht minder feschen Kostüm desselben ^re unternehmenden Landwirte find gewöhnlich fremder h'naus in die Welt und beider Wege begegneten sich. Beide fanden 5?erknnft, befonders Portugiesen, Italiener, auch Chinesen, genoffen den schönen Maientag gemeinschafllich. Der Leutnant und sie marfien die besten Geschäfte. Durch ihr besonderes b.ic ^inen Kapricen ein, die seine maienfrische und maten- Verfahreii, alte Karwffeln zu neuen zu machen, bringen w« fi*Sn-’flS\unb "m dem Vergnügen die Krone aufzusetzen, sie letztere mindestens zwei Monate früher auf den Marli, des Photograph ®k 0e£detn tn aiel‘er als es die natürliche Entwickelung der unentbehrlichen I den duftigsten Blü^n stand D^Leuwant" seiner"«-?^ Boden fruchte gestatten würde, und heimsen dadurch einen schasterin hinter einem Rade stehend an d^ Platte Affeln" Ernahm dlt vchlmal grotzern Nutzen ein, als ihnen das Naturprodukt ^/bes Dutzend der neu geschaffenen ErinnerungSblLtter an frohe bringen wurde. Ein Mitarbeiter des English Mechanic ^wnden mit. sich, bezahlte die Rechnung und setzte die Maienfahrt machte darauf aufmerksam, wie groß die Ausdehnung dieses , *°. \n der allerunangenehmsten Weise an das kleine Geschäftes sein muß, denn er hat solche künstlichen UarJJf" JL roetben. Der Photograph hatte verräterischer« toffeln auf allen amerikanischeri Märkten gesehen. Tie birt>una fe;nem i,,\.-bcc naturgetreuen Nach- Zwischenhändler und die En'gros-Berkäufer müssen wohl Sammlung !m bm Kau^!n»^ar Sckmtd»^eil seinn den Betrug kennen, weil sonst die kalifornischen Künstler ihre damit besaßt, hübsche PhoiographÄ inmtffemn^nflto wVe* ■löare nicht los werden wiirden, der Kleinhändler dagegen vtelsöltigen und in Irgend einer Form «u? den Markt »unwerten sei weis; von der Täuschung nichts und verkauft an seine Kunden eS, daß sie als „ein Bllck in die Zukunft" in Gesellschaft von Pla- in aller Unschuld die neuen Kartoffeln, die eben keine L°fn ""rgterigen Bauerndunen, oder als „Postkarten" "bezw. sind. Spät im Jahre, wenn alle Ernten aus dem Boden »chnstchtSkarten verkauft werdnr. Das Unglück wollte eS, daß sich -orte qutcr unb unLc\bfr °on Braun emgesandten Kollektion der Leutnant befand, rfuch ist so acdS?b?at 6kcrem " T -kunstvelständigen" Schmidt ' m fand. Nun aber schritt das Unglück auf Radle,flügeln fort. leute Gebrüder Gerhard in Butzbach. trug« und Urkundenfälschung steckbrieflich verfolgte Schacht-1 Haufen -kist-r Heinrich Sümmrl wurde durch einen b-y-rischen dis zu v„., .„ HVUtll „TO. 9-enbarmen heute in da« hiesige GerichtSgefängniS eingeliefert, toffeln sich meldet, auf dem Felde gelassen. Zu dieser Zeit Der verhaftete soll bei dem Straßenbau Münzenberg-1 werden die Haufen auseinander genommen und die Kar- Muschenheim zum Nachteil des Unternehmers Dillmann für Affeln nach der Größe geordnet. Auf das Feld wird ein, ^flQ lunta lbm rflDelt lut b« »tbeitec empfangenes Geld behalten, sowie Lohnlisten Kessel^ gesetzt der mit Wasser und einem Zusatz von unterstrichen. Der Leutnant konnte sich vor dieser Sturmflut von falsch geführt und dadurch die Auszahlung höherer Beträge ÖeTlltIt ist, welch letzterer gerade genügt, um die I Zusendungm nur durch einen Appell an die Staatsanwaltschaft retten, vtranlaßt haben. "^ut der in die kochende Losung getauchten Karto/scln Heute batten sich der Photograph Braun und Kaufmann Schmidt v- Bad Naubeim 22 Auo «Snfel 9Thnnftn J LeiCt)t säuseln Ein Löffel und em Drahtkorb bilden wegen Vergehens gegen daS Gesetz zum Schutze der Photographie vor .7»ugusta- die weiteren Geräte, unter deren Benutzung die alten d-r zweiten F-rienstr.fkamm-r am Landgericht ll au verantworten. V lttorta sand gestern Abend em WohlthätigkertS-lKartoffeln mit erstaunlicher Schnelligkeit in neue ver ! Braun wurde zu 500, Schmidt zu 200 Mk. Geldstrafe oerurteUt. ifnjert zum Besten der englischen und russischen Kirche wandelt werden. Das Eintauchen einer Kartoffel, wie alt wurde auf Einziehung der Bilder, Platten und Formen stott, das, von einigen vornehmen Kurgästen arrangiert, einen «sie auch fei, in eine solche Lauge bringt die Wirkung "kannt. Reinertrag von 2Ö00 Mk. brachte. Außer Mitgliedern beflIIjertior, daß die Haut der Kartoffel platzt und sich kräuselt/, hiesigen KurlheaterS wirkten einige Kurgäste mit, von denen ^^oichzeitig wird sie härter und fester, und die Aehnlich- bkssonderS MrS. Valentine aus New-Bork durch Vor-mif einer neuen Kartoffel ist so groß, daß es schwer, Ä w x K fiibruna spanischer Tänze arosien Beifall sand kinm Kcksnll- wäre, aus einem Korbe mit wirklichen neuen Kartoffeln «Ar deutsche Uhrmacher-vund ernannte den Dichter sihr r,-^mk-°L^'Ga'st7un?K"nstL'^ x» rr Ä»U*' btnlS‘tW,‘r b'- B.,,-.". limukn Sp-isesaal d-S Holel«, dessen Süch- unb SIBeintcnct roaucn all 6ie Sonne ad-at ^nb hie 'Meit b,lt Lrtia IS- «ug. Dn urfprüngUd;. Pl-n d-r St--isann entwickelt sich ein schwacher Componistm zu beschenken. Einen Rückblick über die 25 Jahre des -i- Muschenheim, 22. Aug. Bei der Bürgermeister- Laugengeruch, und außerdem hat das an den Kartoffeln F-stspiel« giebt Pros. Martin Krause. Im Anschluß daran wird un« wo hl am Montag wurde an Stelle des verstorbenen Bürger- haftende Wasfer eine seifige Eigenschaft, die man beim Festspielhaus, dann dte Dirigenten und schließlich eine Anzahl meister« Roth der seitherige Beigeordnete, Heinrich Becker V., Horausnehmen der Kartosfeln an den Fingern deutlich ^diesjährigen Hauptdarsteller in Bflbern oorgesührt. Diese Hefte mit 119 Stimmen einstimmig gewählt. 25 Stimmberechtigte, spuren kann. Ein Irrtum ist bei dieser Untersuchung dl- aber m-ift-n- auswärts dienstlich beschäftigt sind, machten "uSgclchlosscn, Sollten die kalifornischen srartofse,Mnstle? zu^m die Musik,«und. -u« d-r .Mlfur.cn SM, Mf.mm-n- m ihrem Wahlrechle kein Gebrauch. Wenn man in B°t?achi nach Europa ausdehn«,, so giebt es nit. »M't, daß das Dors früher sehr parteiisch war, so ist diese1 ° , .. Litterarische Neuerscheinungen, tmstimmige Wahl ein sicherer Beweis, daß es Becker durch Gymnasta sten-Duell. Aus Budapest berichtet AuSst.Ituna j.p.nll-b.r K»rbenbi>l>lLni«, t,™ fein seitheriges Verhalten oerstandcn Hot, sich die Sympathie Zboro fand dieser Tage em Pistolenduell zwischen I Besitze d-S Herrn S. Bing, Paris, orranft-ti-i 0°N bet Grotzh. feimer Wähler zu erwerben. Ludwig Krusecz, der vor wenigen Wochen die fünfte Gym-l Museumsdinktion in der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe Der biesiae Lebrer ^eu, na^aIIIaffc in Neusahl absolviert hat, und dem Schüler der Darmstadt Juli-August 1901. Fol. (26 S.) Krefeld, - 9-qtflC X'C9“r X)e U sechsten Gvmnasialklasie «leranber 9itfa ftntt. Q-iJL tnurh, B. Klein'sche «ucydr, . Kan-wirtschast. naiLtDc «eiiuiiciung an oen aronen scriea austauirvten I ''•'••b*« -uwuut» vi» «iquuu vicic» m njuuchb lvcitlr, i bl Aug. Hier hat sich am oerfloffenen Mainz, 22. «ug. Gestern Abend sand ein? zahlreich ^icht.rstalter-Meldung znsnlge di- Zahl der XU'Ä'ÄÄ suchte Generalversammlung des W i nd t Horstbund es dre m Döberitz selbst noch gering war, sett der der Statuten des neugegrünbeün Vereins, dem sofmt ewe große Mt- fttt CS wurde zunächst einstimmig beschloffen, den bisherigen Rückkehr nach Berlin beträchtlich vermehrt haben. Einzelne Sliederzahl beigetreten ist, verpflichtet die MUgkieder zur Ablieferung M. Letter Domkaplan Fink zu ersuchen, daS Präfidium Kompagmen haben bis vierzig 5kranke aufzuweisen. Im Lj0““1*«"bet tblec för,br" Bundes zu übernehmen, womit fich derselbe auch einver- ganzen Habs die Brigade zur Zeit neunhundert Kranke. Darlehens von 30,000 Mk. btroiHigt *bie ““s ^trttb§Ufanp<^hxTbi«nubtt, Tiefenweg. Arbeiter gesucht. Ed. Silbereiseu, Alicestraße 14. Gewandter, solider, gulemptohlener Hansbursehe | gesuchtZSaynHostteffaurattimHieKe« VeMWuoii.LMS-chell für Kolonialwaren- u. Delikatessen« ?Geschäft »um alsbald. Eintritt qe- uckt. Näb. in der Exped. 5594 Rotz-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weile und enge Ofeufchachte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer al« durchschnittliche Korngröße des Anthractt, SüHMDtUtstt-VOrtt . . "T- L' i ' x i "1 Grüße Nr. L, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. . . . Arr Wagentaduugen von mindestens 36 Kentner«: GtückeokeS .... 1,15 M. Nutzcokes Nr. 1 . . 1,25 „ Nutzcokes Nr. 2 . . 1,30 „ Mei gleichzeitiger Entnahme von mindestens LOO^ßentner«: Stüekcokes . . . . 1,10 Mk. Nutzcokes Nr. 1 . - 1,20 , RutzeokeS Nr. 2 . . 1,25 „ Für Cokerabnehmer, welche 2 und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um wettere 5 Pfg. pro Ctr. Für Anfuhr an daS Haus werden 5 Pfennig für den Ceutuer berechnet. NB. Sofern daS Verbringen der EokeS auf die betr. Lager« plätze (Keller, Stall re.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Ceutuer Cokes statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gaseokes von 1 bis 5 Ceutner bestehen, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengasse 11 und Bahnhofstraße 33, Gebr. Kahl, Frankfurterftraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Ga». cokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. wozu ergebenst einlabd 03271 Philipp Jung, Wirtschaft zur Burg Dillenburg. Donnerstag den 29. August: Viehmarkt. Out Borbereituug f»r da» -OEiutahrigeu-Examen erteile energische RachhUfe. Näheres Goethestratze «O, Hl 6671 08192] Mömieries Zimmer zu vermieten. Marktplatz 17, III. Die bisher von <$.. Kann — Spirituosen - Handlung — inne» gehabten Äontot- und Sa-et räume Kanzkeiöerg 9 find zu vermieten Näheres in der Expedition dS. Bl., vormittags 10 S'Aimmer-Woynun- mit Zu- O behör zu vermieten. 5463 _____Grüuver-erstratze SS. 5107] In meinem Hause »lltarkt- straße 10 ist der 2. Stock, bestehend auS 4 Zimmern mit Zub., an ruhige Leute per sofort ob. später zu ver- mieten. «mit Pistor Rachf. Ein Stück Gartenland wird in der Rähe der stratze zu pachten gesucht. Oefl. Anerbieten mit Angabe fce! Flächeninhaltes und Preises unte Nr. 6664 an die Geschäftsstelle bei- Gießener Anzeigers._____ Wohne von heute ab °Jf>* W Löweugasse iS. -W H.Weideuhau», Möbeltraatz>°"^ schöne Wohnung, 3. St., 3 ger. Zim., Küche, Speisekam., Zubeb an ruh. Leute zu verm. Neustadt 14. fKm kleines LogiA zu vermieten. 5710 Wattthorstratze i». c^reunbl 4-Zimmerwohnuug, lj neu hergerichtet, per sofort ob. später zu vermieten. I. Ätätttee, Konditorei, Neuenbäue. 5587 in der Richtung Aktienbumere.- Bergwerk «u kaufen ob. zu pamtei gesucht. Näh. in d. Exped. 5711 Mk. 24000 5%, 2. Hypothek, auf ein HauS i.l bester Lage zu Frankfurt a. M- anr zu cediren gesucht. Schuldner u pünktlicher ZinSzahler und Verhältnissen. Evtl, wird iur d« Eingang des Betrages übernommen. Offerten unter o 5488 an die Ervedition d. M. SDroßes gut möbl. Atmmer mit Schreibtisch unb 2 ineinanber« gehende Zimmer sofort zu vermieten 6685_____«Zudwlgspkah 4, III. Mrr 1. September möbl. Zimmer zu verm. Neueuväue 2. ___________Südauluge 18. 6118] Zwei schön möbl. Zimmer mit Kabinett zu vermieten. Ludwiqstratze SV, II. Für den Vertrieb eines häuSl. Bedarfsartikels wird ein fleißiger junger Mann als Berkäufer gesucht, welcher auch nebenbei daS Inkasso mit zu besorgen hat. Kleine Kaution ist erforderlich Berücksichtigt werden auch intelligente junge Leute aus dem Handwerker- und Arbeiter- stand. Offerten unter H 5727 an die Ervedition d. Bl. erbeten. Acht. Maurer u.ßaniilWger finden gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung am Schulhaus Leihgestern bei Joh. Gg. Games, Maurermeister.5720 Tüchtiger, uüchtrruer 6702 Bierkutscher sofort gesucht Elktfeu Vraueret. Kräftiger Arbeiter per 1. September gesackt. 5667 A. Kröll Söhne, Eisenbandlung. Tüchtiger Pser-cbursche gesucht. Wallenfels & GaUer, BleichftraKe 4 5724 4877] Mansardenwohnung, 5 Zimmer mit all. Zubehör, Grün» bergerstraße 3, event!. 2. Stock, 6 Zimmer, Badeeinrichtung, Gas, per 1. Oktober oder früher zu ver- mieten Näh, das. 1 Treppe hoch. 4807) In meinem Neubau, Marburgerstraße 26, ist eine elegante Wohnung, 1. Etage, 5 Zimmer mit allem Zubehör, per Mitte September zu vermieten. Emil Kalbfleisch, Grünbergerstr. 16. 4276] Dammstratze 86, Ecke der Nordanlage, ist der mittlere Stock, 6—7 Zimmer mit allem Zubehör, für l.Okt. zu vermieten. __________«. »euenhagen. 4671] 4 - Zimmerwohnung im 2. Stock, per 1. September zu vermieten. L. Weder, Bäckerei, Hillebrandstraße 1. Schlafstellen frei. 03248 ö Wetzsteiugaffe 8. Wilh. Kohlermann 12 »eustadt 12. MUT bevoHeheiihellAllssllat für Weizen empfehle meinen, in diesem und früheren Jahren der Witterung widerstandsfähigen gut erhaltenen 5882 TR rolgtiwct" yeririent, al Erstellung Wie be’ schlch eini fühlt nun zu fiusitgen dem r Städten V trolliert. sonders Vi Zeitschrift' Zeitungen Alb drück fthlt, so Hempel l« aufknüs tvodurch i wurden di wurden, Später ste gethan. v hinrichtui erschien, l Kiistenpläs Parlamen fchreckung Leute der Somerset- von 15—5 langte, m nun für meldete ' mittag sei Beil mit/' weit zu ei ^xennffülj •3i) Leute n würben mit Möa und sie quasi i mancherlei < Ävrli^ende Mird, heißt Mttert wer Wenn wir । nach allem l^ewaltthate tionen nicht unb bei Wil Vewaltu; versuchtz Unser Gener dos Auswätt Mit dieser S Aer am 1-ähe von Kcg die Erbittern fachen, tzierz allgemein ge Kirche. Tess^ den gefährli jetzt schn dem nc r^sen. Bea Prediger d Kollegen tti schweren A genommen fie ihre Er ^wrden sei dazwischen!- Und nu kleinen ’ xuhe Gebiet Sanbe. £ ^"sall bui fe wurde als es Atteln und ^Wchneide i»o d'e I ^mniandan Anreisen k ^infaner %LICqu>rici Ä 'eines 4^*9 Seitito”। aUiäSerr"1 L«