•tick, t 9.1. «wähl 3813 lf Giessen Pes?n ^issü Mann Uty Dn. ! MttMt ober c. Kaution kann Dfi.U.A-. z, 02807 >.a_______ jtt erj.m Küche u. wv hMbalt, jucht uns eines kl. Haus- leiem Herrn od.einr. auch zur Vertretung 'sezeit. Zeugniffeu. Diensten. Gest. Off. vostl. Wetzlar- toeWS ftbon in ern gebient hat, in obre für Küche Äeuenweg 2. Zubchaare h m.NI MM W nMstev I nnb SegeB- K # dar sii.M WWW 1-1901. | bmaslbine erteilt l£tt r. ob. 2. Stelle, i0 Hark Sl‘S SI5F21 kuiriBinCT W- —' Jt 0 MS ä W? ließen- Rr. 171 Erstes Blatt • u&eärt» SO Plg. 151« Jahrgang Mittwoch 24 Jrrli lNvi Adresse für Depesche«, Anzeiger Siehe». Fernsprechanschluß «r.N, SE83ÄÄ mNBringertichn; durchW, AbtzokfteLen diertelj«^. Mk. 1.90, menatl. 66 8d Postbezug bierteMfat Btt. JXX) ohne Bestes««. Me* btl §ti« uni «ufltwü MGlchenerAnzelger ^MW W General-Anzeiger " ä». Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sieben ^irrnwiimiiii TwrTnrnT--riir7nriiiTn-r.-rT^i_Uij.iMMiiL l■litll■l.„■JJll u iiimn । ______________________ M Amtlicher Teil. Gießen, den 19. Juli 1901. Betr.: Remnnerieruug des PolizeiauffichtSpersonalS. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grofth. Bürgermeistereien der Landgemeinden deS Kreises. Zur Remunerierung des PolizeiauffichtSpersonalS ist uns auch für das TtatSjahr 1901/02 von Großh. Ministerium des Innern eine Summe zur Verfügung gestellt worben. Wir sehen daher binnen 14 Tagen Ihrem Berichte entgegen, welche Polizeibediensteten Ihrer resp. Gemeinden sich durch besonders gewissenhafte Pflichterfüllung in 1900/01 «hur Belohnung würdig gezeigt haben, und wollen Sie hierbei das nachstehende Schema zur Anwendung bringen. In den Berichten ist ferner auzugebev, ob auch das auherdieustliche Verhalten der Polizeibediensteten zu Klagen Anlaß gegeben hat oder nicht. Diejenigen Bediensteten, welche Sie einer Belohnung uicht würdig erachten, wollen Sie uns ebenfalls unter Angabe der Gründe namhaft machen. v. Bechtold. Anzahl Dienstder pro 1900/01 Aeußerung Name Alter jahre von den Polizeibedienstet m erhobenen über die Dimstführung Anzeigen Gießen, 18. Juli 1901. Betr.: Die Förderung der Bolksbibliotheken. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießm au die Schulvorstande deS Kreises. Zur Förderung der Volksbibliotheken stehen uns einige Mittel zur Verfügung. Anträge Ihrerseits auf Zuschuß sind innerhalb 14 Tagen zu stellen, und hierbei ist zu berichten, wie hoch die von den Gemeinden selbst aufgebrachte jährliche Summe für die Volks- oder Schülerbibltothek ist. \ , v. Bechtold. Bekanntmachung, betreffend die von den privaten Versicherungsunternehmungen zu machenden Angaben. Nach § 98 des Gesetzes über die privaten Versicherungs- Unternehmungen vom 12. Mai 1901 (Reichsgesetzblatt S. 139) haben die gegenwärtig zugelassenen Versich>erungs- unternehmungen der Aufsichtsbehörde auf Erfordern binnen einer von dieser zu bestimmenden Frist die zur Klarlegung ihres Geschäftsplanes erforderlichen Angaben zu Machen. Aufsichtsbehörde für diejenigen Versicherungsunter- uehmungen: a. deren Geschäftsbetrieb nach der Satzung oder den sonstigen Geschäftsunterlagen sich, über das Gebiet eines Bundesstaats hinaus erstreckt, oder welchen durch die Zulassung ein solcher Geschäftsbetrieb ge- ' stattet ist; b. für diejenigen Versicherungsunternehmnngen, die ihren inländischen Betrieb zwar auf das Gebiet eines einzigen Bundesstaates beschränken, aber gleichzeitig Versicherungsgeschäfte im Auslande betreiben; c. für alle ausländischen Versicherungsunternehmungen, die im Jnlande durch Vertreter, Bevollmächtigte, Agenten oder sonstige Vermittler, also nicht ausschließlich im Wege der Korrespondenz, das Versicherungsgeschäft betreiben, ist gemäß §§ 2, 70, 91 des Gesetzes das Kaiserliche Aufsichtsamt für Privatversicherung. Dieser Behörde haben die bezeichneten Versicherungsunternehmungen bis zum 15. August 1901 die zur Klarstellung ihres Geschäftsplans erforderlichen Angaben zu machen. Hierzu wird folgendes bemerkt: I. Der gesetzlichen Verpflichtung haben die obengenannten Unternehmungen, von den unten bezeichneten Ausnahmen abgesehen, ohne Rücksicht auf die sachlichen und räumlichen Grenzen des Betriebs, sowie ohne Rücksicht auf die gewählte Unternehmungsform beim Betreiben jeder Art von Privatversicherung zu genügen. Es unterliegen daher der Pflicht, die erforderlichen Angaben zu machen, außer den Unternehmungen der verschiedenen Arten der Lebensversicherung, der Unfall-, Haft- pflicht-, Feuer- oder Hagelversicherung, auch die Unternehmungen der KrMitversicherung, der Glasversicherung, der Versicherung gegen Wasserleitungsschäden oder Diebstahl, der Viehversicherung, sowie aller sonstigen Zweige der Versicherung. Der Versicherung unterliegen sowohl diejenigen Unter- nehmungen, welche von einer zuständigen Behörde zum Betrieb von Versicherungsgeschäften ausdrücklich für befugt erklärt sind, wie auch diejenigen Unternehmungen, denen kraft allgemeiner für sie geltender Re-chtsregel ohne besondere Genehmigung der Betrieb von Versicherungs-Geschäften gestattet ist. Es kommt nicht darauf an, ob das Betreiben des Versicherungsgeschäfts der einzige oder der Hauptzweck des Unternehmens ist. Nur setzt das Gesetz ein Privatunternehmen voraus, ■ welches den Betrieb von Versicherungsgeschäften zutn Gegenstand hat, bei dem also die Absicht auf den Abschluß von Versicherungsgeschäften gerichtet ist. Ob ein Versicherungsgeschäst vorliegt, kann im einzelnen Falle zweifelhaft sein; es empfiehlt sich, daß die Unternehmungen bei der Erwägung, ob sie die Angaben zu machen verpflichtet sind, den Begriff des Versicherungsgeschäfts möglichst weit fassen und nötigenfalls die Lösung der Zweifel, ob dieser Begriff erfüllt ist, dem Kaiserlichen Aufsichtsamt überlassen. Unterstützungen gewähren, ohne ihnen einen Rechtsan- .Solchen Personenvereinigungen, die ihren Mitgliedern spruch darauf einzuräumen, sind nach § 1 Absatz 2 des Gesetzes als Versicherungsunternehmungen im Sinne des Gesetzes nicht anzusehen. Sollten im einzelnen Fall in dieser Beziehung Zweifel bestehen, so empfiehlt sich die Anmeldung. II. Die Unternehmungsform ist ohne Einfluß auf die Verpflichtung zu den Angaben. Diese erstreckt sich daher neben den Aktiengesellschaften und den Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit nicht nur auf die verschiedenen Arten der Handelsgesellschaften und sonstigen Gesellschafts- formen des bürgerlichen Rechts, sondern auch auf die im Versicherungsgewerbe thätigen Einzelunternehmungen. III. Die Angaben sollen der Klarlegung des Geschäftsilans (§§ 4 bis 12 des Gesetzes) dienen, d. h. die Angaben ollen das Kaiserliche Auffichtsamt in den Stand setzen, die ortlaufende Beaufsichtigung des Betriebs der Versicherungsunternehmungen zu führen. hiernach im allgemeinen zunächst den Ver- ftcherung-unternehmungen selbst überlassen bleiben, den r • * r ihrerseits $u machenden Angaben zu bestimmen. Daber kommen vorzugsweise in Betracht die Statuten, Pro- 6^e/rv?rt or schaftsberichte, Jahresrechnungen. Das Kaiserliche Auffichtsamt behält sich vor, Ergänzungen der ihm nicht hinreichend erscheinenden Angaben berbei- zufuhren. a Einen Anhalt für den erforderlichen Inhalt der Angaben bietet der § 4 des Gesetzes, wonach der Geschäfts-- plan alles begreift, was bei Erteilung der Erlaubnis geprüft werden muß. Der Geschäftsplan soll insbesondere den Zweck und die Einrichtung des Unternehmens, das räumlick-e Gebiet des Geschäftsbetriebs, sowie namentlich auch diejenigen Verhältnisse klar legen, aus denen sich die dauernde Erfüllbarkeit der künftigen Verpflichtungen des Unternehmens ergeben soll. Als Bestandteile des Geschäftsplans sind insbesondere anzusehen: 1. der Gesellschaftsvertrag oder die Satzung, sofern die Unternehmung auf solchen beruht, 2. die allgemeinen Versicherungsbedingungen und die technischen Geschäftsunterlagen, sotoeit solche nach ver Art Der zu betreibenden Versicherungen erforderlich sind. IV. Der Geschäftsplan einer Lebensversicherungsunternehmung (§ 11 des Gesetzes) soll die von ihr angenommenen Tarife, sowie die Grundsätze für die Berechnung der Prämien und Prämienreserven vollständig darstellen, namentlich auch den angewendeten Zinsfuß und die Höhe des Zuschlags zur Nettoprämie angeben. Auch ist anzugeben, ob und in welchem Maße bei der Berechnung der Prämienreserve eine Methode angewandt werden soll, nacfy welcher anfänglich nicht die volle Prämienreserve zurückgestellt wird. Die als Grundlage der Berechnungen dienenden Wahrscheinlichkeitstaseln, insbesondere über die Sterblichkeit und die Jnvaliditäts- und Krankheitsgefahr sind beizufügen. Für jede Bersicherungsart (Versicherung auf den Lebensfall, auf den Todesfall, Kapitalversicherung, Rentenversicherung usw.) sind die zur Berechnung der Prämien und der Prämienreserven dienenden Formeln vorzulegen und durch ein Zahlenbeispiel zu erläutern. Sofern auch Versicherungen mit erhöhter Prämie übernommen sind oder übernommen werden sollen, ist ferner anzugeben, ob und nach; welchen Grundsätzen hierfür eine besondere Prämienreserve gebildet ist. V. Soweit Kranken- oder Unfallversicherungsunternehmungen Versicherungen nach Art der Lebensversicherung unter Zugrundelegung bestimmter Wahrscheinlichkeitstafeln betreiben, insbesondere die Versicherung von Renten, Versicherung mit Prämienrückgewähr oder sonstige, die Ansammlung von Prämienreserven erfordernde Versicherungen übernehmen, findet das hinsichtlich der Lebensversicherung unter IV. Gesagte entsprechende Anwendung (§ 12 ses dGesetzes). VI. In allen Fällen, in denen der Betrieb des Versicherungsgeschäfts auf der von einer Staatsbehörde erteilten Erlaubnis (Konzession) beruht, sind die etwaigen Bedingungen der Zulassung vorzulegen. VII. Ausgenommen von der Verpflichtung, die nach; Ziff. II bis VI erforderlichen Angaben zu machen, sind: a. die öffentlichen Versicherungsunternehmungen. Daher scheiden insbesondere alle diejenigen Kassen und Anstalten aus, denen vermöge der Arbeiterversicherungsgesetze des Reichs als ösfentlichrechtliche Pflicht die Durchführung der Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung obliegt, ebenso ähnliche auf Lau- „Der Pfarrer itt der Litteratur". Pfarrer BechtolSheimer-Mombach veröffentlicht z. Z. im „Hess. Kirchenblatt" unter dieser Aufschrift eine Artikelserie. In seinem ersten Aufsatze behandelt Pfarrer B. den bier- fidelen Otto Erich Hartleben. An dessen „gastfreiem Pastor" läßt er selbstverständlich kein gutes Haar, und es ist zuzug-.ben, daß diese so humorvolle als schnöde Satire auf engherzige Spießbürgerei, so gesund sie im Grunde empfunden ist, schließlich in maßlose und ungezogene Unehrerbietigkeit ausartet, die nicht scharf genug getadelt werden kann. Der zweite Aufsatz macht mit Recht auf unseren vortrefflichen Theodor Fontane aufmerksam, dessen beste Bücher mit dem Herzen geschrieben sind und mit dem Herzen gelesen zu werden verdienen. Ern anderer handelt von dem Goethebunde und von Sudermann. In Bezug auf den Goethebuud find wir ganz und gar anderer Ansicht als Pfarrer Bechtolsheimer. Wir haben im vorigen Jahre uns mehrfach ausführlich darüber geäußert und bedauern lebhaft, daß ein Teil unserer hessischen evangelischen Geistlichkeit diesen in unserer Zeit leider durchaus notwendigen Bestrebungen ablehnend gegeuübersteht. Wenn von Seiten einflußreicher Mitglieder des Goethebundes in gerechtem Zorne hier und da einmal ein Wort gebraucht wurde, das unklug war und taktlos und weit hinausgriff über eine berechtigte Kritik, so ist es nur recht und billig, in Berücksichtigung zu ziehen, daß eine Zeit deS geistigen Kampfes die starken Ausdrücke schlecht entbehren kann, und das Grenzübertretungen eines Einzelnen nicht das Ganze berühren. Mit Sudermann haben wir an dieser Stelle uns auch wiederholt zu befassen Veranlaffuug gehabt und können in vielem dm Ansichten des Pfarrers Bechtolsheimer zustimmen. ES ist durchaus zuzugeben, daß Sudermann oft darauf ausgeht, „dem Geschmack des feinen Pöbels" entgegenzukommev, daß er sich trotz photographietreuer Wirklichkeitsdarstellung „mitunter Mittel bedient, die nichts weniger als realistisch find", daß „sein Muster das französische Sittendrama" ist rc. rc. Auch über Spielhagen sagt Bechtolsheimer u. E. vie Wahres. Ganz gewiß sind bei den Romanfiguren dieses Schriftstellers „Licht und Schatten sehr ungleich verteilt", und was er in dem diesem Manne gewidmeten Aussatze einleitend über die Bleibtreu, Hart, Conradi, Henckell, Arent, und andererseits über die Blumenthal, Lindau, L'Arronge rc. sagt, das können wir ohne weiteres unterschreiben. Bechtolsheimer offenbart überhaupt nicht nur eine respektable Belesenheit, sondern eine uns recht sympathisch berührende unbeeinflußte Urteilsfähigkeit und gesunden Blick. Aber bringt er dem einzelnen Künstler und seinem Werke auch die rechte Objektivität entgegen? lieber Hartleben bricht er den Stab, obwohl er nur dessen „gastfreien Pastor", sonst nichts von ihm kennt, namentlich nicht seine Lyrik, die doch recht sehr gekannt zu werden verdient. Indem er überhaupt die Litteratur von dem Standpunkte einer besonderen Tendenz betrachtet, kann er ihr nicht voll gerecht werden. In jeder Kunst, und vor allem in der Dichtkunst, hat mau doch, wenn man sie eben als Kunst genießen will, nicht nach dem „WaS", sondern nach dem „Wie" zu fragen. Dem echten Künstler tegt die Absicht tendenziösen Schaffens fast immer fern. Sucht man aber in seinen Werken nach einer religiösen ober rolitischen Tendenz, so wird man sie in vielen Fällen ohne Mühe finden können; man wird ihm diese oder jene Tendenz leicht nachsagen können, obwohl der Künstler vielleicht eine ganz entgegengesetzte religiöse Anschauung einnimmt als die, die man ihm aus Grund eines seiner Werke impntiert, der Politik gegenüber vielleicht ganz gleichgiltig ist und der Partei, der man ihn zurechnet, weil er diesen oder jenen Charakterkopf geschaffen hat, so fern steht wie Kaiser Wilhelm dem August Bebel. Der Künstler hatte nur an dem einzelne« Charakter sein Interesse; ihn stellte er in seinem Kunstwerke auf die Beine so lebensvoll als möglich, das Typische lag ihm dabei ganz fern. Wenn also z. B. Hartlebeu einen Pastor Viemeyer schildert, dann ist damit keineswegs erwiesen, daß er auf eine Verallgemeinerung auSging, daß die Lächerlich- machung des geistlichen Standes an sich seine Absicht war. Er hat in jenem Harzneste, in dem er sein erstes Referendariats- jahr absolvierte, Leute gesunden, die wegen ihrer erbärmlichen Philistrosität seinen Spott herausforderten, und unter diesen Erzphilistern befand sich auch ein Pastor! Wie er mit diesem über alle Maßen dummenjungenhaft umspringt, das ist im höchsten Grade geschmacklos, etwa ebenso verwerflich wie jene Gemälde von Paul Bürck am Eingänge der Darmstädter Ausstellung, die im „Hess- Kirchenblatt" auch eine berechtigte Verurteilung finden. Ebenso wenig aber wie von BürckS Pylonenfresken auf die ganze Ausstellung geschlossen werden darf, ebenso sehr wie die echte Kunst seit Urzeiten stets den Menschen in seiner vollen Nacktheit als das Schönste in der Natur empfunden hat, ebensowenig hat Hartleben mit seinem Pastor Viemeyer die ganze Geistlichkeit treffen wollen, und ebenso sehr ist das Nackte in der Satire künstlerisch verwendbar. — Ein anderes ist es, wenn Spielhagen u. a. bewußt tendenziös ihre Werke gestalten. Dadurch begeben sie sich selbst des Anrechtes, als echte Künstler beurteilt zu werden. Schluß folgt. ... willkommen und abhalten. , „ -k- Staden, 22. Juli. Glück im Unglück hatte em hiesiger Einwohner, der in einer engen Donne Kalk löschen wollte. Als er das Wasser über den Kalk gegossen hatte, trat eine heftige Explosion ein, durch die die heißen Kalkmassen mit großer Gewalt nach allen Seiten geschleudert wurden. Er hatte glücklicherweise im Moment der Gefahr eine solche», Stellung, daß ihm der Kalk nicht in die Augen spritzen konnte, sonst wäre er sicher um fern Augenlicht gekommen, doch hat er einige Brandwunden erlitten. _____ . , . _ (!) Büdingen, 22. Juli. Zur Jubiläumsfeier des hiesigen Gymnasiums, welche in den ersten Augusttagen stattfindet, werden die umfassendsten Vorbereitungen getroffen. Gegenwärtig wird die geräumige Festhalle auf einer Wiese in der Nähe des Salinenhofes errichtet, ^ie Halle bildet ein großes Rechteck von 72 Meter Lange und 14 Meter Breite und wird in der Mitte von zwei Nebenhallen für Küche und Tanzraum flankiert. Dem Eingang gegenüber wird am anderen Ende ein anderthalb Meter höher gelegenes Zelt für die Gäste errichtet. Links vom Eingang ist eine Festbühne errichtet, auf der von Gymnasiasten Szenen aus „Wallensteins Lager" aufgeführt werden. Die Halle wird zum Schutz gegen etwaiges schlechtes Wetter mit Brettern verschlagen, das Dach mit Dachpappe gedeckt. Das nötige Holz liefert Fürst Bruno von Äjsenburg und Büdingen unentgeltlich, von dem auch ein Teil der namhaften Baukosten getragen wird. Die Kapelle des 6. Thür. Ulanen-Regiments wird die Musik stellen. Ein Gastwirt in Hanau hat die Wirtschaft übernommen. Bereitwilligst gewährt die hiesige Bürgerschaft den ftüheren Schülern der Anstalt während der Festtage Unterkunft. Frankfurt a. M., 22. Juli. Im benachbarten König- ** Hessische Handwerkskammer. Am Montag, den 29. Juli, nachmittags 3 Uhr, tritt in den Räumen der Handwerkskammer zu Hannover der Ausschuß der Deutschen Handwerkskammern (Berlin, Breslau, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Hannover Lübeck und München) zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Neben einer Reihe wichtiger das gesamte Handwerk betreffenden Fragen wird die F-eststellung der Tagesordnung für den am 27. und 28 September in Darmstadt stattsindenden zweiten deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag vorgenommen werden. **(!) Alpenö-erein. Die Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins unternahm am letzten Sonntag ihre siebente Monatstour nach dem Taunus. Die Naturschönheiten dieses waldreichen Gebirges sind allgemein bekannt, der starke Fremdenbesuch ist dafür der beste Beweis. In aller Friihe, um 5 Uhr schon, war man nach! Nauheim abgefahren, um die Höhen des Taunus zu ersteigen. Tie Jugend, die gewohnt ist, ihrer fröhlichen Stimmung etwas energisch Luft zu machen, veranstaltete Aus Stadt und Land Nachrichten von allgemeinem Interesse find unB stets : werden arrgemessen honoriert. desrecht beruhende Einrichtungen, f^er alle.sonstig en auf Landesrecht beruhenden öffentliche ! . ungsanstalten, welche unter der 2>erw $ $ Leitung staatlicher, tommunalei: otei faWfytx w wgÄtg&Mi (Re chs-Gesetzbl S. 54) errichteten Kassen, die im 8 75 Abi 4 des Ärankenverucherungsgesetzes bezeichneten,' auf Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteten Hilfskassen, die au^ Grund der Gewerbeordnung von Innungen oder Jnnungsverbanden errichteten Unterstützungskasfen, sowie die auf Grund beraaesetzlicher Vorschriften errichteten Knappschaftskassen (§ 122 des Gesetzes über die privaten Versicherungsunternehmungen); c Unternehmungen, welche die Versicherung gegen Kursverluste oder die Transportversicherung oder ausschließlich die Rückversicherung zum Gegenstände haben, soweit es sich nicht um Versicherungsvereine aus Gegenseitigkeit handelt (§ 116 des Gesetzes). Endlich sei noch darauf hingewiesen, daß die Vorschriften des Gesetzes auf Versicherungsunternehmungen, die sich bei seinem Inkrafttreten in Liquidation oder im Konkurse befinden, keine Anwendung finden. (8 104). Solche Unternehmungen unterliegen daher nickst der Verpflichtung, die vorstehend bezeichneten Angaben zu machen. Der Präsident des Kaiserlichen Aufsichtsamts für Privatversicherung. Dr. v. Woedtke, Wirklicher Geheimer Ober-Regierungsrat. PotWhe Tagesschau. Das protestantische Pfarrerblatt hat in diesen Tagen einen Artikel gebracht, der betitelt ist: »Welche Stellung zur- Zollpolitik haben die Freunde de- Vaterlandes zu nehmen? Eine Mahnung an die Geistlichen und Lehrer Deutschlands." Der Versasser bezeichnet sich al- „deutscher Lehrer". Dieser Artikel richtet sich gegen die beabfichttgte Zollerhöhung. Es heißt da: „Möchte unsere Geistlichkeit an der Hand der hier gegebenen Richtlinien dahin wirken, daß dies (nämlich küvst« lich geschaffene Trugbilder zu zerstören) geschehe, und die Einsicht verbreiten helfen, daß die neugeplanten Zollmaßregeln den deutschen Landwirten die schwersten Enttäuschungen be« reiten, die ganze Nation aber in verhängnisvolle Nöte und Kämpfe stürzen müffen." In protestantischen Pfarrerkreisen hat die Veröffentlichung dieses Artikels durch das Pfarrer- blatt große Aufregung hervorgerusen. Der „Reichsbote" schreibt, daß ihm viele Zuschriften zugingen, die dagegen protestierten, daß sich ein Pfarrerblatt dazu hergebe. Gleich- zeitig bringt die „D. TageSztg." an ihrer Spitze aus der Feder eines Landgeistlichen eine Zuschrift, die ebenfalls da- gegen protestiert, und in der es u. a. heißt: Es ist eine Unverschämtheit sondergleichen, die Geistlichen und Lehrer aus dem Lande — denn au diese richtet sich doch in der Haupt« suche das Flugblatt — so niedrig einzuschätzen, daß man mit solchen Gedanken, die aller Erfahrung ins Gesicht schlagen, glaubt, Eindruck machen zu könneu. Wir kennen die stetig wachsende Belastung der landwirtschaftlichen Be« völkerung — was für einen Lärm würde der Städter bei gleicher Belastung machen, wir kennen die Nöte des landwirtschaftlichen Gewerbes, und bitten den „Herrn Lehrer", doch einmal aufs Land zu kommen und einige Jahre ein Bauerngut zu bewirtschaften, bann wird er anders reden lernen. Es ist ein bitterer Hohn, jetzt, wo die Landwirt« schäft des Ostens infolge der anhaltenden Dürre einer schweren Zeit entgegengeht, an Landgeistliche, die mit ihren Gemeinden fühlen und leben, mit solchem Anfinnen heranzutreten." Der Entwurf deS Bagdadbah« Projektes befindet fich z. Z. im türkischen Bautenministerium, wo eS in- Türkische übersetzt wird, um daun dem Sultan lediglich noch zur formellen Bestätigung vorgelegt zu werden, da die Kilometergarantie bereits bewilligt wurde. Das dürfte in nächster Zeit zu erwarten fein. Die Beteiligung russischer Finauzkräfte an dem Unternehmen bestätigt sich nicht; diese haben sich auS finanziellen Gründen zurückgezogen, sodaß nur deutsches und ftauzöfisches Kapital in Betracht kommt. Ganz besonders verdient hervor- gehoben zu werden, daß der Bagdadbahn in der von Ruß« land in Persien bis zum Persischen Meerbusen geplanten Bahnverbindung eine lebhafte Konkurrenz entstehen wird. In bestunterrichteten Kreisen hegt man sogar die Befürchtung, daß dieses Projekt eher zur Ausführung gelangt als das deutsch französische Unternehmen, waS wesentlich von dem Verhalten der Deutschen Bank abhängen würde. Trifft diese Vermutung zu, so würde die Rentabilität der Bagdadbahn jedenfalls leiden, denn aller Voraussicht nach wird ein großer Teil des Güterverkehrs auf der russischen Bahn dauernd Beförderung suchen, wodurch natürlich eine Schädigung des deutschen Unternehmens entstände. Dasselbe würde dann in der Hauptsache nur mehr der Personenbeförderung dienen. Uermischtrs. • Bernburg, 22. Juli. Samstag nachmittag stürzten von der Altstädter Kirche drei Dachdecker ab, Vater, Sohn und Neffe. Ersterer war sofort tot. Die beiden anderen verstärken im Krankenhaufe. * Aurich, 22. Juli. Gestern abend ging ein heftige- Hagelwetter nieder. Die Hagelkörner erreichten die < ttöße eine- TaubeueteS und richteten an den Fenstern, Gewächshäusern und Gärten, sowie Feldern großen Schaden an. * Wackere Turner. In Reichenbach i. V. arbeiten seit dem 15. Juni allabendlich von 8—10 Uhr eine Anzahl Turner an der Ausschachtung zu einer neuen Turnhalle. Die ausgeworfene Erde wird zur Planierung des Turnplatzes verwendet. Die Turner ersparen mit dieser reiwillig übernommenen Arbeit dem Verein ca. 3500 Mk. * Mannheim, 22. Juli. Heute früh 5 Uhr fand int Hofe des hiesigen Amtsgefängnisses die Hinrichtung des 26 Jahre alten Taglöhners Jakob Heckmann ausi Eite rbach bei Heidelberg statt. Heckmann batte am 20. November v. I. seine Schwägerin, die Frau des Landwirts Michael Heckmann, mit der er in einem Hause wohnte, in der Abwesenheit ihres Ehemannes in den Wald gelockt und erschossen. Das Motiv war Rachsucht. Das hiesige Schwurgericht verurteilte den Mörder am 22. April zum Tode. Heckmann legte gegen dieses Urteil Revision beim Reichsgericht ein, die jedoch! verworfen wurde. Das hierauf dem Großherzog unterbreitete Begnadigungsgesuch wurde abschlägig beschieden. Nachdem am Samstag vormittag der Bescheid von der Verwerfung des Gnadengesuches hier eingetroffen war, wurden sofort die Vorbereitungen zur Hinrichtung getroffen. Heckmann soll die Nachricht von seiner bevorstehenden Hinrichtung mit tiefer Niedergeschlagenheit ausgenommen haben. Er hatte be- ttmmt auf Begnadigung gehofft. * Plymonth, 22. Juli. Der Dampfer „Ormuz", )er heute von Sydney hier eingetroffen ist, hatte zwei Mann )er Besatzung an Bord, die an einer verdächtigen Krankheit eiben, bie ähnliche Erscheinungen, wie bie Beulenpest eigt. Die beiden Kranken, bie an Borb isoliert waren, vnrben sofort nach ber Ankunft in Plymouth ins Hospital- schiff gebracht. Die Reisenben wurden einer strengen Untersuchung unterworfen, bevor sie mit der Bahn nach London weiterfahren durften. • Davos, 22. Juli. Der Tourist Jakob Müller aus Zürich, der seit einigen Tagen^vermißt war, ist beim Scaletta- paß-Gletscher ab gestürzt. Ausgesandte Expeditionen fanden Hut und Stock des Verunglückten und sahen deutlich bie Absturzstelle im Schnee. Der Leichnam selbst scheint von ber nachjagenden Lawine weggerissen zu sein. • New-Aork, 22. Juli. Ein besonderer Bericht des Wetterbureaus in Washington meldet, daß beinahe das ganze auf dem Steinbergskopf in der Nähe des Winterstein ein „Wettkraxeln" an dem trigonometrischen Meßgerüst, zur allgemeinen Heiterkeit derer, die sich das Schauspiel von unten betrachten konnten. Das Ziel der Wanderung, die Sa al bürg, wurde erst gegen 1 Uhr erreicht, oa man von der Capersburg aus nicht den Weg längs des Pfahlgrabens, sondern über den Bimstein, einen schön gelegenen Aussichtspunkt, gewählt hatte. Zudem ließ man sich auch die nötige Zeit, um die Lochmühle, die doch nicht unbe- ichtigt gelassen werden durfte, zu besuchen. Und damit auch, der übrige Mensch zu seinem Rechte kam, Ichlvß man daran eine Siesta im Walde. Ein Gewitter hielt die Gesellschaft längere Zeit auf der Saalburg fest, und von innen gut angefeuchtet, brach man gegen Abend nach Homburg auf, von wo die Heimfahrt angetreten wurde. ** Alp en verein. Anfang August werden 15 Jahre verstrichen sein, seitdem durch Gründung der Sektion Gießen den Bestrebungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins auch! in unserer Stadt eine Pflege- tätte geschaffen wurde. Den Abschluß einer 15 jährigen erfreulichen Entwickelung begeht die Sektion Gießen am Samstag, den 27. Juli, durch eine auf Burg Gleiberg zu veranstaltende Feier, der in ihren einzelnen Teilen die Idee eines „Festes auf der Alm" zu Grunde gelegt ist. Das abwechselungsreiche Programm sieht eine Reihe hübscher Überraschungen vor, über die wir leider Sttll- chweigen zu beobachten gebeten wurden. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, sind willkommen. FC. Katholischer Lehrerverein im Großh. Hessen. Nach dem soeben erschienenen Mitgliederverzeichnis des katholischen Lehrervereins im Gvoßherzogtum Hessen gehören zu dem Verein 895 Mitglieder. Davon ind 448 Volksschullehrer, 169 Volksschulleherinnen, 223 Geistliche, und 55 sonstige Mitglieder. Aus einem dem Verzeichnis beigegebenen Begleitworte geht hervor, daß die Mitgliederzahl eigentlich noch etlvas größer ist, denn es heißt dort: „Einige Mitglieder haben aus bestimmten Gründen ausdrücklich gebeten, daß ihre Namen vorerst noch nicht ins Mitgliederverzeichnis ausgenommen werden möchten. _ „ ** Tabakbau im Großh. Hessen. Im Erntejahre 1899/1900 wurden in der Provinz Starkenburg 33 492,36 und in Oberhessen 0,30 Ar mit Tabak bebaut. Der Hanpt- anteil davon entfällt auf die Hauptsteueramtsbezirke Darm- 1 tadt und hier wiederum auf die Ortschaften Viernheim mit 10808,30 und Lampertheim mit, 10 202,75 Ar, dann fölgt Wimpfen mit 9333,42, Lorsch mit 3147,29, und Langwaden mit 0,60 Ar. Im Hauptsteueramtsbezirk Offenbach Iommt nur Großt-Steinheim mit 34,94 Ar in Betracht. In Oberhessen bebaut Nieder-Mocksyadt eine Fläche von 0,24 und Bönstadt von 0,06 Ar. Die Menge des geernteten Tabaks in dachreifem trockenen Zustande weist für die Hauptsteueramtsbezirke Darmstadt, Offenbach und Gießen ein Gewicht von 502 031, 517 und 4 Kilogramm auf. Der mittlere Preis für 100 Kilogramm Tabak (einschl. der Tabak- ' teuer) stellt sich auf 90,60 Mk. Der Wert der Tabakernte beziffert sich für Darmstadt auf 454 843, für Offenbach auf 468 und für Gießen auf 4 Mark. Die Zahl der Tabak- oflanzer beträgt in Viernheim 361, in Wimpfen 319, in Lampertheim 293, in Lorsch 149 und in Langwaden, Groß-- Steinheim, Bönstadt und Nieder-Mockstadt je 1. ** Die Zahl der Hunde beträgt im Rechnungsjahr 1900/1901 in Oberhessen 8010, für die 80100 Mk. Steuern gezahlt wurden/ Im ganzen wurden für 733 Hunde 7330 Mark Steuern gezahlt. Bad-Nauheim, 22. Juli. Der Kölner Liederkranz gab gestern in den Kuranlagen ein Konzert vor einer außerordentlich großen Zuhörerschaft. Der Verein trat mit mehr als 100 Sängern auf und leistete unter Dr. Burkhardt ganz Vortreffliches. Sämtliche Vorträge anden stürmischen Beifall und mehrere Zugaben mußten gewährt werden. Der Liederkranz steht hier von seinen frü- : eren Konzerten her noch im besten Andenken. r. Stangenrod, 21. Juli. Am Samstagabend hielt Kreis-Obstbautechfliiker Metternich aus Büdingen in dem Lokale des Gastwirts Bock hier einen Vortrag über Obsh- bau. Es hatten sich viele Zuhörer dazu eingefunden. Alle auschten mit Spannung den trefflichen Ausführungen des Redners, der in seinem nahezu einstündigen Vortrage folgende Fragen beantwortete: 1. Wie soll der Boden des zu pflanzenden Baumes beschaffen sein? 2. Wie soll die Lage ein, event. welches ist die beste Lage, die Nord- oder Südlage? 3. Wie soll das zu pflanzende Material beschaffen sein? 4. Wie sollen Grundstücke behandelt werden, auf denen abständige Bäume stehen, und die wieder bepflanzt werden sollen? 5. Wann sollen die Obstbäumchen zuerst zurückge- chnitten werden? Am Schlüsse des Vortrages sprach Lehrer Bender im Namen aller Anwesenden dem Redner für den schönen Vortrag Dank aus und ermahnte, das Gehörte auch zu befolgen. Die nächste Folge des Vortrags war, daß der bereits bestehenden Ortsgruppe des Oberhess. Obstbauvereins sofort noch einige der Anwesenden beitraten. Hs. Schotten, 22. Juli. Der Oberhessische Obstbauverein wird im Herbst hier eine Obstausstellung Land von einer Hitzwelle bedeckt werbe, mit Ausnahme des in nächster Nähe des Stillen Ozeans gelegenen Bezirks. In Iowas, Miffonri und Illinois fei die Hitze fast durchweg größer, als bisher je verzeichnet wurde. * Das 25jährige Jubiläum des Kampfes gegen die Schleppe hätte man in diesem Monat eiern können. In der Nr. 155 des „Mainz. Tagbl." vom 6. Juli 1876 — also 25 Jahre zurück — finden wir zufällig olgende „Sttmme aus dem Publikum": „Wer hat sich noch nicht darüber geärgert, wenn er bei schönem, trockenem Wetter durch die Straßen wandelt oder seine Schritte vor das Thor lenkt, und eine Dame, angethan mit einem Schleppkleid, an ihm vorbei rauscht, das eine Staubwolke aufwirbelt, daß man auf 10 Schritt im Umkreis nichts mehr sehen kann? Es ist mit unserem Modeteufel wirklich arg geworden; nicht genug, daß die Damen den Straßenkehrern ins Handwerk pfuschen, sie verderben mit dem Staubauswirbeln derart die Luft, daß einem alle Lust vergeht, nach gethaner Arbeit sich im Freien aufzuhalten und einen Spaziergang vor das Thor zu machen. Der in Dresden erscheinende „Anzeiger" meldet folgenden höchst praktischen „Straßenkamps" gegen die Damenschleppen: „„Ein junges hübsches Mädchen ging dieser Tage in der Blasewitzer Straße mit leider ellenlanger Schleppe, welche die ihr folgenden Personen durch das Aufwirbeln des Staubes arg inkommdierte. Ein Herr trat infolge dessen an sie heran und bat höflichst, sie möchte doch! ihre Schleppe in die Höhe nehmen, worauf sie etwas spitz antwortete, das sei ihre Sache. Im 9hi waren aber fünf Herren zusammen, gaben sich die Hände und tanzten so um die betreffende Dame herum, daß sie nicht fort konnte, a la Leipziger Karneval. Nachdem das vorbei war, blieben die genannten Herren noch, die Hände zusammengefaßt, stehen und fragten die Dame nochmals höflich, ob fte nun ihre Schleppe in die Höhe nehmen wollte, worauf sie beschämt ein leises „Ja" flüsterte, und, die Schleppe in der Hand, davonging."" — Wenn das Mittel hilft, wäre es ja sehr empfehlenswert, es auch einmal hier zur Anwendung zu bringen." — Ob das dann auch jemals geschehen iflj, wissen wir allerdings nicht, das aber steht jetzt sest, wankel- 'tein besitzt eine Frau B. ein neben einem Nonnenkloster gelegenes Grundstück, das mrt hohen rannen be- 'tanden ist. Tie Nonnen beschwerten sich, daß hierdurch einigen Lehrsälen Luft und Licht genommen wurde und Frau B. wurde daher polizeilich aufgesordert, die Tannen zu entfernen. Eine hiergegen beim Negierungspraftdenten erhobene BeschMerde wurde abgewiesen, da em GuMchteu des Kreisphysikus die Tannenpflanzung als eine Oe fahr ür die Gesundheit der Schülerinnen des Klosters erttart hatte. Tas Oberverwaltungsgericht hob jedoch die polizeiliche Verfügung auf, indem es geltend machte, dieselbe greise in das Eigentumsrecht der Frau B. em, da» die Berechtigung in sich schließe, hohe Bäume aus dem Grum^ tück zu besitzen. Tie Verfügung könnte höchstens 101/ )es Allg. Landrechts gestützt werden, der auch jetzt noch ür das Königreich Preußen Geltung habe. Hernach sei jeder Eigentümer verpflichtet, Sorge zu tragen, daß das Grundstück sich stets in einem mit dem Gemeinwohle verträglichen Zustande beftnde und das Grundstück derart zu benutzen, daß Interessen, welche die Polizei zu schützen habe, nicht gefährdet werden. Im vorliegenden Falle sei aber nicht anzuerkennen, daß eine Verminderung des Zutritts von Luft und Licht in Räume des Klosters einen mit dem Gemeinwohl nicht verträglichen Zustand herbeiführe und daß es im öffentlichen Interesse geboten erscheine, den betresfenden Räumen Lust und Licht zuzusühren. Es handle ich! hier um eine privatrechttiche Angelegenheit, deren Ordnung der Polizei nicht zustehe. Jene Gefahr, die der Gesundheit der Schulkinder drohe, könne dädurch befeitigfc werden, daß dem Vorstande des Klosters verboten werde^ die fraglichen Räume zu Schulzwecken zu benutzen. Mu LZ w5 fäfi w 5 daß d-- 1 derart i» **< Alle fei Ä* &- ÄWe « fe d--- L®5 falte L b-m vü>, ak die dex S* Meitijt *« »erbe, luhen. nj.tta9 fotytai «ater, Sohr» eibt# anbetm 'S heftige» erreichtes dir $tnfltrn, Ge- :n Schaden an. ach i. V. ar- -10 Uhr eine einer neuen jr Planierung ren mit biefa ca. 3500 Mk. lchr fand inn nrichtung kmann aus m hatte am au des Land- einem Hause mnes in den war Rachsucht. Mörder am i dieses Urteil rworfen wurde. Begnadigungs- i am Samstag be§ (Knaben* ort die Ävr- m W dte autz mit tiefer Er hatte be- pser .Onmrz', lütte zwei Mann lügen Rmttjeit ! Benlrnpest isoliert waren, j ins Hospital« strengen Unter, in nach London lob Mer ans jt btnnScaletta« ebitionen fanden Itn deM dir t scheint von der eter Bericht des einahe da» gavze mit ASnahwe elegenen BeM. Hitze fast durch- 'es Kampfes diesem Dnat » Tasbl" wm M wir psM Mr hat stch Sie dem -derben nnt ein-Lten men auK jn ELdeß-" sNr«ß de ri», «*; soll ^sieben dlk iivar, S '^nnn« ob bescha^' orauf lllL Hand. ZU mutig sind die Damen nicht, so eigenartig es auch klingen mag, — in puncto „Mode"._______ Theater, Kunst und Wissenschaft. Ausstellung der Künstler-Kolonie Darmstadt. Man schreibt uns: Die Gastspielreise der 11 Scharfrichter aus München, die am 26., 27. und 28 er. rn der Ausstellung der Künstler-Kolonie beginnt, erstreckt sich nur auf sehr wenige Plätze, z. B. in Frankfurt a. M. werden sie vorab nicht auftreten. Borausbeshellungen auf Brllets werden von der Geschäftsführung der Ausstellung entBayreuth, 22. Juli. Die Feier des 251ahrigen Bestehens der Festspiele ist gestern von der Stadtvertretung und der Bürgerschaft festlich begangen worden. Am Morgen wurde der Frau Wagner eine Adresse überreicht. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Fest- spiele, v. Groß, wurde zum Ehrenbürger von Bayreuth ernannt. Am Abend fand großer Fackelzug statt. Bürgermeister Casselmann hielt eine Ansprache, worin er Frau Wagner dankte, und der Ueberzeugung Ausdruck gab, daß die Familie Wagner treu an Bayreuth festhalte. Frau Wagner erwiderte dankend und versicherte, daß sie und ihre Nachkommen sich nie von Bayreuth trennen würden. — Die Königin von Württemberg ist inkognito hier eingetroffen. Ihr zu Ehren fand in der Villa Wahnfried Em- pfangsabend statt. — Der Prinzregent verlieh dem Vorsitzenden Geh. Kommerzienrat v. Groß> den Verdienstorden vom heiligen Michael; dem Musikdirektor Kniese den Titel „Professor", dem Opernsänger Anton van Rooy den Titel „Kammersänger". Ferner erhielten Konzertmeister Brückner aus Wiesbaden die Ludwigsmedaille für Wissenschaft und Kunst. London, 22. Juli. Der Tuberkulose-Kongreß wurde heute vom Herzog von Cambridge eröffnet. Minister Lansdowne versprach, die Regierung wolle die Arbeiten des Kongresses unterstützen. Viel Kummer und Sorge habe der südafrikanische Krieg mit sich gebracht, aber jein Krieg verursache solche Fülle von Unglück wie die Tuberkulose. Professor Leyden-Berlin legte eingehend dar, welche Fortschritte in Deutschland in den letzten Jahren in der Bekämpfung der Tuberkulose gemacht sind. Er erwähnte besonders, daß zahlreiche Lungenheilstätten errichtet worden sind, und daß die Erfolge sehr befriedigend seien. Aber noch immer werde über die besten Mittel zur Linderung der Leiden der Schwindsüchtigen debattiert und noch stehe nicht fest, welches diese besten Mittel seien. Lord Lister begrüßte Die Gäste Namens der britischen Aerzteschaft und sprach von den Fortschritten, die man in Abwehr und Selbstheilung der Schwindsucht gemacht habe. Der Kongreß wirke sehr nützlich, indem er die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Frage lenke. Der Herzog von Cambridge verlas ein Telegramm des Königs Eduard, worin es heißt, er begrüße die hervorragenden Männer aus fast jeder Nationalität, die auf dem Kongreß versammelt sind, und hoffe zuversichtlich, daß die Beratungen des Kongresses dazu beitragen werden, die schreckliche Krankheit abzu>- schwächen, die so lange der Kunst der Aerzte gespottet hat. Der König schließt mit der Mitteilung, er habe gehört, es solle eine Summe von Lst. 120000 für das erste nach den Wünschen des Kongresses zu errichtende öffentliche Sanatorium aufgewendet werden. Handel und Urrkrhr. Volkswirtschaft. Berlin, 22. Juli. Gerhard Terlinden, der Vorstand der Aktiengesellschaft Gerhard Terlinden in Oberhausen, ist seit einigen Tagen flüchtig. Wie sich jetzt herausgestellt hat, nahm er für sich und die genannte Gesellschaft umfangreiche Bankkredite in Anspruch, die er sich durch Vorlegung gefälschter Bücher und Bilanzen zu verschaffen wußte. Auch scheint eine unrechtmäßige Ausgabe von Aktien stattgefunden zu haben. Der anschein-- end mitschuldige Prokurist Koßatt wurde verhaftet. Die Verhältnisse der Gesellschaft sind noch nicht klar zu übersehen, doch erscheint die Eröffnung des Konkurses unvermeidlich. Beteiligt an der Finanzierung des Unternehmens sind die Firmen: Robert Warschauer u. Co., Bank für Handel und Industrie, Diskontogesellschast, Norddeutsche Bank, Schultze und Wolde, Ephraim Meyer und Sohn, Hannoversche Bank, Magdeburger Privatbank von der Heydt, Kersten und Söhne, Barmer Bankverein, v. Beckerath- Heckmann, Veit L. Homburger, Deutsche Esfekten- und Wechselbank, Robert Suermondt Co. und Dortmunder Bank^- Verein. Das Ende einer Spekulationsbank. Wiederum ist eine der zahlreichen Schöpfungen der letzten Grün- dungsaera dem Schicksal verfallen, das allen Unternehmungen von zweifelhafter Daseinsberechtigung in Zeiten kritischer Musterung droht. Tie Rheinische Bank wird der Liquidation zuge.führt, nachdem die Mitglieder des Aufsichtsrats im Verein mit der Berliner Hochfinanz sich entschlossen haben, dem durch seine industtiellen Werte und Beteiligungen festgefahrenen Institut rund 3 Mill. Mark zur Ablösung von Aceept- und anderer dringender Verpflichtungen vorzusttecken. Aus der Bankfirma Gustav Hanau in Mülheim an der Ruhr hervorgegangen, hat das Unternehmen mit seinem 10 Mill. Mark betragenden Aktienkapital weit weniger den legitimen Bedürfnissen des Geschäftsverkehrs in seinem hochindushriellen Bezirk als denen des Großspekulanten Leo Hanau, dessen wilde Millionen- Operattonen geraume Zeit hindurch den Berliner Markt in Atem hielten, gedient. Das Schicksal dieses zur Zeit mit enormen Engagements zeitweilig den Montanaktienmarkt beherrschenden und stimulierenden Börsenspielers war mit der sinkenden Konjunktur besiegelt, viele Monate hindurch währte die Lösung der durch den gründlichen Tendenzumschwung unhaltbar gewordenen Hausseverbindlichkeiten (man schätzte sie auf etwa 9 Mill. Mk.), deren allmähliche Lösung nur durch das Dazwischentreten der Großf- finanzwelt ermöglicht worden war. Der Besitz an schwer oder auf absehbare Zeit überhaupt nicht realisierbaren Kuxen, die Beteiligung an zweifelhaften, verlustbringenden Unternehmen (vor allem Differdingen-Tannenbaum) hatten die Mittel der Rheinischen Bank mit Eintritt der industtiellen und der Börsenttisis schon im vorigen Jahre derart festgelegt, daß die beteiligten Banken und Bankfirmen zu Zwangsverkäufen schritten, die im Grunde genommen für Rechnung des spiritus rector der geldlich beengten Bank erfolgten. Der Umstand, daß diese ihrem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden beträchtliche Kredite gegen Hinterlegung vorderhand nicht verwertbarer Objekte eingeräumt hatte, verschlimmerte die Lage des Unternehmens mit den sich verschärfenden Verhältnissen im Wechselverkehr derart, daß ihre diesbezüglichen Operationen auf einem toten Punkt anlangten. Nach der letzten Bilanz betrugen die Debitoren 8.87 Mill. Mark, die Guthaben bei Banken und Vorschüsse auf Effekten rund 4 Mill. Mark. Es ist anzunehmen, daß der größte Teil der geleisteten, zurzeit nicht eindringlichen Vorschüsse auf das Konto Hanau kommt. Die H^fsaktion des mit 2 Mill. Mark einspringenden Aufsichtsrats, dem notorisch reiche Leute, wie der bekannte rheinische Großindusttielle August Thyssen und Bankier Karl Cahn, Teilhaber der Firma Hardy u. Co., angehören, sowie die Unterstützung der Großbanken des Berliner Platzes haben einen neuen Bankzusammenbruch verhütet und zugleich den Aktionären der Rheinischen Bank die Möglichkeit eröffnet, wenigstens einen Teil ihres Kapitals zu retten. Es wird noch zu prüfen sein, ob Verfehlungen der Verwaltung nachzuweisen sind, auf die sich Regreßansprüche gründen lassen. L e i p z i g, 22. Juli. Jn der heutigen Versammlung der Gläubiger der Leipziger Bank teilte der Konkurs^Ver- walter mit, daß die Bank sich bei der T r e b e r t r o ck - nungsgesellschaft mit weit über 87 Mill. Mark engagiert habe, und aus diesem Grunde gestürzt sei. Die Konkursverwaltung habe bereits die Mitglieder des Aufsichtsrats verklagt, da diese sich zum mindesten der Fahrlässigkeit schuldig gemacht hätten. Ein Termin sei für den 12. Oktober angesetzt. Die Aufsichtsratsmitglieder, die sämtlich Ehrenmänner seien, hätten sich bereit erklärt, wenn sie verurteilt würden, ihr Vermögen der Konkursverwaltung zur Verfügung zu stellen. Che nicht alle Gläubiger befriedigt seien, könne an eine Befriedigung der Aktionäre aus gesetzlichen Gründen nicht gedachst werden. Er hoffe, daß im Januar die Gläubiger eine Abschlagsdividende erhalten werden. — Justizrat Barth und Rechtsanwalt Freytag wurden als Konkursverwalter bestätigt. Freytag teilte mit, daß sich das Gesamtvermögen der verklagten Aussichtsratsmitglieder auf insgesamt 10 Mill. Mk. beziffern dürfte. Die Depots seien in Ordnung. Betreffs der Herausgabe der Depots bei der Deutschen Bank und Warschauer u. Co. werde wohl geklagt werden müssen. Freytag teilte endlich mit, daß die Aktiva etwa 45 Mill, betragen. Dazu komme das Vermögen der verklagten Aufsichtsratsmitglieder, sowie das, was noch bei dem Kasseler Konkurs zu erzielen sein dürfte. Die Passiva betragen 85 Mill. Mark. In den Gläubiger-Ausschuß wurden gewählt: Der Kgl. sächsische Staatsfiskus, Vertreter Rechtsanwalt Paul Frenkel, der großh. weimarische Staatsfisiüs, die Sächsische Bank, die Reichsbankfiliale in Leipzig, die Leipziger Hypothekenbank, die Leipziger Filiale der Deutschen Bank, ferner Kommerzienrat Kummer, S. I. Tobias in Firma Tobias und Schmidt-Leipzig, sowie Kaufmann Wilhelm Andreas Müller-Plauen i. V. — In Berlin hat sich der Bankier Salo Rawicz vergiftet, nach einem hinterlassenen Briefe wegen seiner geschäftlichen Verluste beim Zusammenbruch der Leipziger Bank. Rawicz hatte Accepte der Leipziger Bank im Betrage von einer Million giriert und seinerzeit der Berliner Zulassungsstelle einen Prospekt bett. Zulassung von 6 Mill. Mark Aktien der Kasseler Trebertrocknungsgcsellschaft eingcreicht, der aber zurückgewiesen wurde. UnwersMs Nachrichte«. 3um Rector magnificas der Universität München für das Studien« iahr 1901/1902 wurde Geh. Rat Prof. Dr. Lujo Brentano gewählt. Gerichlsfaai. Darmvadl, 22. Juli. (Ferien-Strafkammer.) Hinter verschlossenen Thüren wurde gegen den Landwirt Peter Seeger I. und dessen Dienstmagd Susanne Reimund, beide von Brandau, zurzeit hier in Untersuchungshaft, verhandelt. Sie werden eines Betrugsversuchs gegenüber den Richtern der II. Zivilkammer beschuldigt; der Angeklagte Seeger soll sich überdies an einer Sache, die $ 49 a deS St.-G.-B. unter Strafe stellt, beteiligt haben. Es sind 29 Zeugen, größtenteils aus Brandau, erschienen. DaS Urteil, das spät am Abend erging, lautete gegen den Angeklagten Seeger wegen Betrugsversuchs und Vergehen gegen den $ 49 auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust, gegen die Angeklagte Reimund auf 6 Monate Gefängnis. Die Unter« suchungshaft wurde den Angeklagten wegen ihres Leugnens nicht ange« rechnet. Das Urteil wurde von den Angeklagten nicht anerkannt. Arbeiterbewegung. Nordhause«, 22. Juli. Die neuen Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Tabakindustrie haben zum Abschluß eines Waffenstillstandes von einigen Tagen geführt, da man beiderseits im Prinzip zu einer Einigung sich bereit zeige. Die Vermittlung hatte der Syndikus des Deutschen Tabalvereins, Schloßmacher Frankfurt, über, nommen. Für die Verhandlungen blieb der Spruch des Ginigungsamtes außer Betracht. Krieftmsten der Redaktion. Deutsche BolkSwacht. Die Katze läßt das Mausen nicht. Jn der Nr. 65 der „Deutschen Volksmacht finden wir unseren Bericht über daS Langder Fest, soweit er die einzelnen Reden wiedergiebt, zum allergrößlea TeU abgedruckt, was unwiderleglich schon daraus hervorgeht, dah unser T-xt genau wiederholt wird auch an Stellen, an denen unser Berichterstatter Zusammenfassungen und Kürzungen vorge« -rommen hat. Und dabei wird unser Bericht kort als Origivalarblit auSgegeben, indem der Redakteur jenes Blättchens mit dem scherzhaft stolzen Namen mit seinen werten Initialen dieses sein abschrist- stellertscheS Werk einer halben Woche krönt Auf eine Unanstäadigk tt mehr kommt etz eben jenem amerikareifen Herrn nicht an. Doch wer Pech ansaßt, besudelt sich. Die ehrliche Deutsche Volksmacht möge fortan ihr übelduftevdeSVetscheodafiin uneezüchttgt weiterführen. Einem dummen Jungen zupft man wohl am Ohr, wenn er eine Unart begangen hat, man wirft ihn aber zum Tempel hinaus auf die Straße, von der er aufgelesen wurde, wenn man sieht, daß seine Geffeububen- Manieren unausrottbar find. „Henneberg-Seide“ — nur echt, wenn direkt von mir bezogen — für Blusen und Roben in schwarz, weiß und farbig, von 95 Pfg. bis 18.65 p. Meter. An jedermann franko und verzollt ins Haus. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 228 st. Henneberg, Seiden-Fabrikant (k.ii. t. Holl.) Zürich. ITamwXmam zur Notiz, dass meine Kur von Auerbach nach Nervösen ««»»»LV» am Rhein verlegt ißt. Combin. Methode. Topinardbad, Mechano- therapie u. Wacheuggestion. Indio, b. Angst, Willenßßchw., Zwangßged., Herzerreg., Schwäche, Magenübel etc. Hera teil. d. Dannkraft bei alter Darmträgheit. Proap. üb. Art u. Wirkung frei. Dr« Bore berät. Ein neue» Lutschslüschcherr mit Musik ist für unsere Kleinsten erfunden worden. AlS ob es nicht schon genug Marterwerkzeuge gäbe. Lieber sollte man den kleinen Lieblingen die Fliegen fern batten. Großartige Erfolge erzielt man bei der Vernichtung der Fliegen durch die Anwendung des weltbekannten „Cri*. Die Blickensderfer vereini9t mit dem Vorzu9e der BHIigkeH den einfacher Schreibmaschine Bauart imd mässigen Ge- No. 5 M. 175.—, No. 7 M. 225.— wichtes. 0000000000 Katalog und Vorführung durch die Brühl’sche Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7. Bekanntmachung» Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß Kaspar Becker zu Gießen als Friedhofsaufseher angenommen und verpflichtet worden ist. Gießen, den 19. Juli 1901. 5117 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Ausstellung von Zeichuuugeu «ud Schüler- arbeite« der Handwerker» und Gewerbeschulen der Provinz Oberheffeu, sowie der Webschule in Lauterbach findet zu Sich in den Räumen des Rathauses stall. Dieselbe ist geöffnet vom 4. bis 18. August d. I. zur allgemeinen unentgeltlichen Befichttgung an Vor- und Nachmittagen, einschließlich der Sonntage. / Darmstadt, den 20. Juli 1901. Großh. CentralstMe für die Gewerbe. ______________________Noack. ______________5131 Pflichtfeuerwehr. DouuerStag de« SS. Juli d. I., abends S1/3 Uhr, im Turmhaufe am Braud: Uebung der 1., Ä., 3. u. 4. Rotte. Gießen, am 19. Juli 1901. 5066 Der Brauddirektor: Traber. Aufgebot. Luise Nürnberger, geboren am 9. Juli 1814 zu Reiskirchen, ist durch Urteil des unterzeichneten Gerichts für tot erklärt und ihr Nachlaß, bestehend in einer seither kura- torisch verwalteten Sparkaffeneinlage in Höhe von jetzt 341 Mk. 72 Pfg. dem Heinrich Rolleri, z. Zt. in Magdeburg, Olvenstedterstraße 65a, wohnhaft, zugewiesen. Das Sparkassenbuch wurde gerichtlich gesperrt, da die Auslieferung des Vermögens nur gegen Sicherheitsleistung erfolgen konnte. Heinrich Rolleri hat nun feine an erwähnte Sparkasseneinlage bestehenden Ansprüche laut ordnungsmäßig beglaubigter Cessionsurkunde, de dato Magdeburg den 12. November 1884, an seine Schwester, die Restaurateurin Elisabeths Bassow, geborene Rolleri, zu Frankfurt a. M., Klostergaffe 28 wohnhaft, abgetreten und die Rechtsgllttgkeit der Session zu Protokoll de» Gerichtes ausdrücklich anerkannt. Elisabetha Bassow hat nun am 5. Dezember 1900 beantragt, die Sperre dieser Sparkasseneinlage, da inzwischen die Gründe für den Eintrag derselben weggefallen find, aufzuheben und ihr die Sparkasseneinlage auszrüiefern. Jn Gemäßheit des § 947 der Civilprozeßordnung werden deshalb alle etwaige Berechtigte aufgefordert, ihre Ansprüche und Rechte an genannter Sparkasseneinlage spätestens im Aufgebotstermia Montag den 1L November 1901, vormittags 9 Ilhr, anzumelden, widrigenfalls die Sperre aufgehoben und die Einlage der Anttagstellerin überwiesen werden wird. Gießen, am 9. Juli 1901. 5119 Großhsrzogliches Amtsgericht Gießen. Keller. Prima neue holl. Vollheringe „ „ schott. „ „ „ Matjesheringe „ „ Florentiner Kartoffeln soeben frisch eingetroffen bei 4912 A. & Gr. Wallenfels 21 Markt 21 Telephon 46. Grösste und bedeutendste Fabrik Deutschlands für it den neuesten Schutzvorrichtungen und Verbesserungen, mit und ohne Strohpresse, Garbenbinder und Strohelevatoren. Verkäufe in den Jahren 1895—1900 allein 5357 Lokomobilen 2811 Dampfdreschmaschinen. Iwtrlrte Kataloge, obeneo Statuten eto. für neuzugründende Genossenschaften kostenfrei. ____ ENMEMMMW Sichtbare Schrift Gießener Anzeigers. 4944 empfiehlt 4890 Eintritt 50 Pfg. Anfang 8 Uhr, 2^vn>ii|] 6120 Herr Prof. Strahl: Forensische Anatomie. 5121 Neue Salzgurken, » ff ff anderen Früchten. 4917 OIJöblteHeö Zimmer zu vermieten. 02781 Weserfiraße 8, II. flpin unmöbl. Zimmer zu verm. Jakob Horn, Steinfiraße 33. SMr's Kate - SeJbusfer* I Kaffee B®h utem arke. Berantwortllch für den allgemeinen Teil: P. Witt! o; für den Anzeigenteil: HanS Bell. 3n vermieten Capitalren ■ I Lüerhes. GeseWaft für Natur- iniö Heilkunde Nächste Sitzung: Generalversammlung Mittwoch den 24. Juli, abends 6 Uhr, im Auditorium des psyfikakisch chem. Instituts (Prof. Elbs). Coupon-Polizen über Hk. 5,000 „ 10,000 15,000 Prospekte werden auf Jeder der eine Schreibmaschine zu kaufen beabsichtigt, der mit seiner Schreibmaschine nicht zufrieden ist, oder wegen des zu hohen Preises vom Kauf einer ausländischen Maschine Abstand nahm, lasse sich die Beste und Billigste. Referenzen am Platze. Interessenten stehen Proben in meinem Laden, Lindenplatz- Ecks Wallthorstraße, zur Verfügung. 5091 4072] Elegante 5-Zimmerwohn« ungen in der Schottstraße zu vermieten. Näheres bei Gebe. Zutt, Steinstraße 84/86. Achön möbl. Zimmer in ruhiger Lage zu verm. Diezfir. 6, III Louis Wittich, Bahnhofstraße, Scke Wolkengafle 27 nitiuf ßoHtarif^tt, tu floßlatiftn tuttoe Jeuzi q«iqu, angegeben Ta Landwirte ge zeichnen wer! laodes fernzi gemeinen die habt haben, russischen un zurückgehaltei ;tvie das lab, sich ansnimmi zölle in Stlra Sanbafrtffyft Mimmunß 6( Heilung Homöopath. Anstalt FRANKFURT A. M. Töngesgasse 33/35. --- gcgr. 1883 --- spec. für Geschlechts-, Harnröhr-, Blasenl.,Syphilis,Queckfilbermiß-' brauch,Hals-u.Hautkrankh.,Folgen jugendl. Verirrung, Neurastenie, Nervenl., Schwäche d. Männer rc. mit Nachweis!. großem Erfolg. Broschüre ni.Tanlschr_geg.70 Pfg. in Briefmarken. Briesi. Behänd!. Emma Seuling Wehsteiustratze 45. 5006 Billigste Ausnahmepreise für: Gimnachgtäser in allen Größen. Wasserflasche« m Glas v 25 an. Atiegengtäfer und Alschgtocke«. Kimd.'r-Strichflasche«, v. St. 10^ Is.Hummisauger, per Stück 10 Nach im neuen 8° worben, daß anbeierseitS 0. Roth II. Hachf., Wallthorllr. 5. Telephon 322 M. Rosenthal Liebigftratze Atelier für Fortrait-Malerei Kunstmaler Otto Fritz, Giessen. Atelier: Goethestrasse 46. 5062] Möblrertes Mimmev zu der- mieten. Wallthorssraße 13. zahlen an JahreS-Prämie Hk. 5 — lo- „ 15— <^n unserem Neubau, Arauk- ■V furterstratze 27, ist das I. u. III. Obergeschoß mit je 6 Zimmern und sonstigem Zubehör per Oktober eventl. auch früher zu verm. 4165 Birkerrstock & Schneider. Kartoffeln, holl.Vollheringe empfiehlt 5u02 . . . Wunsch kostenfrei zugesandt. Auskunft erteilt der Hauptagent der Gesellschaft $5.» GlllteßrilKk fi>aikut.Gsrbk«dSud»> mit Kotzverfchkuß Wilhelm Orbig, Schulstr. 10, - Schulstr. 10. Spezialität: HausVirtstzastliche Maschmeu und Gerate. 11 vorfuhren. — Sie werden überrascht sein von der Leistungsfähigkeit dieser in jeder Beziehung „idealen“ Maschine, die den teueren ausländischen Schreibmaschinen nicht nur vollwertig, sondern in vieler Beziehung überlegen ist. 4453 Vertreter: Heinrich Noll. DK,Al M« »trab« läuBgtn i.u unterliegen Kchen Regieru wie sie gegeilt diese bevo c,ne iieberßchl , «erfWei *«««!. »so N äiittn, »ffa qt«! "»4 hAtl i ssfam b« ( bti3«nettt (| W, Mn, ?e'1- »ie tüt J“"4 Sulfit bie M Htz W-Jj. vielfach preisgekrönt in Paketen zu 60, 70, 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. das »/, Pfd. mit Tafchentücher-Zngabe in stets frischer Röstung. Alleinige Niederlage in Hießen 443 bei Hch. Wallach Wismarckstr. 14 (Ecke Ludwigstr.) freundliche Manfardenwoh- yr nung — Stube, Kammer, Küche und Zubehör — in ruhigem Haufe der Ebelstraste an einzeln- stehende Dame zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle deS Garbenbänder, praktischer und billiger wie Strohseile, empfiehlt Edgar Borrmann, ßlsenhandkung, 5087 Telephon 29«. Neustadt 11. Kapital, Auf prima Objekt, 1. od. 2. Stelle, 10,000 Mark gesucht. Offerten unter Nr. 02789 4877] Mansardenwohnung, 5 Zrmmer mit all. Zubehör, Grünbergerstraste 8, eventl. 2. Stock, 6 Zimmer, Badeeinrichtung, Gas, per 1. Oktober oder früher zu vermieten^E. Sckiffnie. SZÄ Steins Garten. Freitag den 26. Juli 1901: Grosses Extra-Konzert zum Bestes des Invalidendank ausgeführt von der 5123 Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Direktion des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. franz. Cognac Um vor meinem Umzug nach dem Aushaus zur Sonne Ecke Schul- und Sonnenstraße mit meinem großen Vorrat in echt franz. Cognac zu räumen, verkaufe ich bis auf weiteres ji itötiifeni mchiM Preisen Selten günstiges Angebot für Restaurateure und Wiederverkäufer. Carl Retter Giessen. Frucht- und Saft-Presse. Diese Saftpresse ist die beste und einfachste von allen und eignet sich besonders zur Gewinnung des Saftes aus Weintrauben, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Quitten und Hsiviechnisches Institut. 'Eriedberg i. Hessen ® tj (Gewerbe-Akademie) W bei Frankfurt a. M. 'I. ü.Obere Lehranstalt mit akad. * Kursen für Maschinen-, m Elektro- und Bau-Ingenieure etc. II. X echnlkum (mittlere Fachschule) fiir Maschinen- n. Bloktro- Technlker. — Programm kostenfrei. (Prüfungs-Kommissar.) für Haushaltungen bis zum Werte von Mk, 10,000 „ 80,000 „ 30,000 Nächste Woche Kaupt-Iiehung der Cöthener Geld-Lotterie- Bur Aar-Hetd-Hewinne. 70,000 Mark. Als Haupttreffer r 3 mal 10,000 Mark = 30,000 Mark. Zusammen 5520 Geldgewinne. Cftfö ä 8 Mk., Porto und Liste 20 Pfg., durch ß. g-. Ohnacker Zimmer- wohn. mit Bleichplatz, Gartenant. per 1. Okt. zu verm. Löbeeftr. 6. _____________________________________ . ._______________an die Expedition dieses BlatteS. — Druck und Verlag der Brühl'schen UmversitälS-Buch. und Steiubcuderci (Pielsch Erden) in Gießen. 46»t>] 4-Zunmerwohnung in der Beletage per 1. Oktober zu verm. Schilfer, Licherstraße 6. Billa WlW n zum Alleinbewohnen, per i.Oktbr. zu vermieten. Näheres bei 4701 Stein & Meyer, Architekten bestehend aus 5Zim., yuilligr, Badezimmer, Küche und 2 Kammern per sofort oder später zu vermieten. 4818 ___________Südanlage »8. 4893] 3-Zlmmerwohnung, auf dem Hofe, eine Treppe hoch, ist an solide Leute sofort oder später zu vermieten. Preis 22 Mk. _______SelterSweg 56, 1 Tr. 5108] Wohnung, 3 Zimmer u. Küche, zu verm. SelterSweg 77. 8864] Zimmer mit Küche an emz. Person zu verm. SelterSweg 2,1. 5109] Schön möbl. Wohn- und Scklasztmmer und 2 einzelne möbl. Zimmer zu v. Großer Steinweg 21. 5037] Möbliertes Zimmer z« verm. Dammftratze 43, I. Backsteine. Feldbraud. la. HuaMät. Jede« Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Bau stelle geliefert werdm. 1765 Andreas Euler. Wilmm Don Eichen ß in fst. Farbendruck, auf weiß. Karton Größe. 50x65 cm. 5 Mark. Otto Fritz, Kunstmaler, AtelierhauS: Goethestraße 46. 4359] Parterre-Wohnung, 5 bis 6 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Oktober zu vermieten.