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Mai 1001 tlfiid mit M MstUag«. ** iewilit*. häAUe BM-rHn öem Kn. »u«6etT/N unb „eiöttet 4 •ftfWunbt" v«r. mRtntliaj beietkgt. »en «nietgen » >w "Miwwtagl ft« 6en Wc-rta t.«e trf^rtnenben 'jk- x.wrr Hi Mm 10 Ubr M4**«Uan|rii Iptreften» #mM Mtbcr. 3&m^a*w, üpebltton und &4MtrQfie 7. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen i ii uiiiii in.....miimm-ii_i_iii ■■iffiürjBMg?-irrn■!—■■■» Vezug-pretr oicrteij**? Mk. 2.20, mcnatl. 75 Sefc-. mrt Bringerlohn: bin* Wut Abtzolestellen Dienfljrö* Mt. 1.90, monalt. 6v Ber Postbezug vierteltichei. Mk. 2.00 ohne Bestellen» Ude 8m«tgcn’®ermitilu»*ew ptScn bt< In- und «u»l,r»vA nehmen Anzeigen für i*n Siebener Snzciqer tntgtw*. LeUenpretS lokal ü d*. oueeärt» 80 Pfg. Adrrfle für Depesch«ar Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr. Hu «Amtlicher Heil. Gießen, den 21. Mai 1901. Bet*.: Förderung der Fischzucht. Das Großherzogliche Kreisaml Gießen a« die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf die Verhandlungen der gestrigen Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen und den Vortrag des Herrn Schulrats Dosch geben »vir Ihnen auf, une Bericht zu erstatten über folgende Fragen, welche Sie genau beantworten wollen. 1. Welche Fischteiche befinden sich dermalen in der Gemarkung die von der Gemeinde oder Privaten betrieben werden, und wie ist ihre Anlage beschaffen; 2. wie groß sind die einzelnen Teiche; 3. mit welchen Fischarten find sie besetzt; 4. welchen Ertrag haben sie jährlich etwa geliefert und welche Kosten verursacht; 5. welche Teiche waren etwa früher im Betrieb und sind sind jetzt außer Betrieb; 6. warum find sie aufgegeben worden; 7. ist der Ortsteich oder find die OrtSteiche seither mit Fischen besetzt worden; 8. hat die Gemeinde zur Anlage von Teichen geeigneten Besitz, und will der Ortsvorstand der Teichwirtschaft sein Zntereffe zuwendeu? Wir werden später die Berhältniffe im Kreise von sachverständiger Seite untersuchen und Ihnen in Ihren Bestrebungen alle Hilfe, die in unseren Kräften steht, angedeihen lassen. _____v. Bechtold.______________ Bekonntmacknng. Betr.. Umbau der Ziegelsteige; hier Gelände-Erwerb im Wege des Enteignungsverfahrens. Der Ortsvorstand der Gemeinde Grünberg hat gemäß Art. 22 des Enteignungsgesetzes vom 26. Juli 1884 in der Fassung vom 30. September 1899 Antrag auf Einleitung des Enteignungsverfahrens hinsichtlich der folgenden in der Gemarkung Grünberg belegenen Grundstücke gestellt. Flur II Nr. 495; 496, 2 ; 496, 5; Flur III Nr. 134; Nr. 135; Nr. 1.36; Nr. 7; Nr. 8. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Antrag mit den erforderlichen Anlagen in der Zeit vom 28. Mai bis einschließlich den 10. Juni 1901 auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Grünberg zu jedermanns Einsicht offen liegt. Zugleich wird zur Verhandlung über den Plan und die Entschädigung Tagfahrt vor der Lokalkommission auf Freitag, den 14. Juni 1901, vormittags 9 Uhr, im Gemeindehause zu Grünberg anberaumt. Tie Eigentümer, Pächter, Mieter und sonstige an den abzutretenden Grundstücken persönlich Berechtigte, sowie alle übrigen an der beantragten Enteignung Beteiligten werden aufgefvrdert: 1. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, 2. Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebotes, 3. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Mei düng des Ausschlusses mit solchen, 4. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, 5. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen, welche für die benachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Gefahren und Nachteile notwendig sind oder notwendig werden, bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, 6. etwaige noch unbekannte Rechte oder Ansprüche an die zu enteignenden Grundstücke bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, in dem obenerwähnten Termine vorzubringen. Wenn dritte Personen als dinglich berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, so muß der Eigentümer solche sofort nach Zustellung der Bekanntmachung uns bezeichnen, andernfalls bleibt er für diese Ansprüche verantwortlich. Tie Eigentümer der abzutretenden Grundstücke müssen von der Zustellung dieser Bekanntmachung an zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen bezw. der gewöhnlichen abweichenden Art der Bewirtschaftung die Genehmigung des Unternehmers einholen, widrigenfalls eine Entschädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch für den öffentHdjen Zweck, für welchen die Enteignung geschieht, der Wert des Geländes erhöht worden ist. >Hmimt der Eigentümer einem anderen von dem Zeitpunkt der Zustellung an ein dingliches Recht an dem zu enteignenden Grundstücke oder ein persönliches Recht auf dessen Benutzung ohne Genehmigung des Unternehmers ein, so steht jenem anderen eine besondere Entschädigung nicht zu. Tie Lokalkommission besteht außer dem Unterzeichneten als Vorsitzenden aus den Herren Großh. Baurat Stahl zu Gießen und Oekouom Theodor Stein zu Grünberg. Gießen, den 22. Mai 1901. Ter Vorsitzende der Lokalkommission. _________________Tr. Heinrichs._________________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereiuigung in der Gemarkung Ringelshausen. In der Zeit vom 28. Mai l. IS. bis einschließlich 10. Juni l. IS. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Rabertshausen folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. das topographische Güterverzeichnis des Feld- bereinigungsbezirks. In dem topographischen Güterverzeichnis ist die Wahrung der Rechtsverhältniffe zur Darstellung gebracht. (Art. 25 des Feld- bereinigungSgesetzeS) ; 2. das Verzeichnis derjenigen Grundstücke, welche in- folge oer Felüberetuiguag an Stelle der verpfändeten alten Grundstücke getreten find. Einwendungen hiergegen find bei Meidung des Aus« chluffeS innerhalb der oben angegebenen OffeulegungSfrtst schriftlich oder zu Protokoll bei Großherzogl. Bürgermeisterei Rabertshausen anzubringe». Friedberg, den 17. Mai 1901. Der Großh. BereinigungSkommiffär: Spanier, KreiSamtmann. Vom wissenschaftlichen Sozialismus. Wenn die Sozialdemokraten ihre Ideen utopistisch, ifcre Lehren Phantasiegebilde nennen hörten, wenn ihr ZukunstS- ftaat als unerreichbar hingestellt wurde, bann haben sie immer behauptet, der Sozialismus beruhe auf ftreng wissenschaftlicher Grundlage, er sei als Wahrheit erwiesen und werde daher die Welt erobern mit der unabwendbaren. Wirkung eines Naturgesetzes. Tiesen sozialdemokratischen Einwendungen gegenüber hat sich Genosse Eduard Bernstein stets recht skeptisch verhalten. Er hat das als wissen- schaftlhch' ausgegebene $ebäubc des Sozialismus bewußt erschüttert. Er gab sogar den Zukunftsstaat preis und erklärte, das „Ziel", das sonst als das heiligste gilt, sei ihm „nichts", die „Bewegung", die im Grunde mit einer immer umfassenderen und tiefer greifenden staatlichen Sozial- refvrm identisch ist, „alles". Sein Gegner Kautsky, dec hartnäckige Verteidiger des Marxismus, hat es nicht zu verhindern vermocht, daß Bernstein eine starkö Anhänger^ schäft in Deutschland fand. Wenn die Partei noch die alte wäre, wie sie der alte Gießener Liebknecht und mit ihm Bebel einst beherrscht haben, sie hätte längst den thätigsten, einsichtigsten und erfolgreichsten Teil der Genossen aus stoßen müssen als Un- und Irrgläubige. Aber es geht nicht mehr. Man hat in der Presse und auf den Parteitagen lange und erbitterte Kämpfe geführt, sich schließlich aber vertragen, den Riß notdürftig verkleistert und dann standhaftes Schweigen eintreten lassen. Bernstein saß. zudem jenseits des Kanals, von luo aus er die von den alten Führern der deutschen Sozialdemokratie geübte Taktik wenig stören konnte. Vor kurzem aber ist er aus seiner Verbannung zurück^ gekehrt und scheint den Hecht im Karpfenteiche spielen zu wollen. Er kann sich darauf berufen, daß ja gerade die Sozialdemokraten volle Freiheit der Meinungsäußerung und der Wissenschaft proklamieren, also ihm nad) den eigene« Grundsätzen gar nicht Schweigen gebieten dürfen. Alk überzeugter Manu ist er sich schließlich selbst schuldig, das auszusprechen, was er als richtig erkannt hat, selbst Kunst und -Festen in Uompeji. 'Nach einem Vortrag des Professors Dr. Dieterich, in der Aula der Universität. I. Lange vor Menschengedenken war bei einem Befuvaus- druch in Mittel-Italien, in der Nähe der Mündung des Sarno in den Golf vonNeapel, ein gewaltiger Lavastrom in südöstlicher Richtung dem Sarno zugeflossen. Kurz bevor die alles vernichtende, glühende, flüssige Masse den Fluß erreicht^, erstarrte sie, es bildete sich im Laufe der Zeit eine hügelartige Erhebung, die wegen ihrer günstigen Lage, dicht am herrlichen Meerbusen, schon früh zu Ansiedelungen besonders geeignet war. Die alten oskischen Bewohner, die bermutlfcL zuerst sich dort niederließen, bauten die Stadt Pompeji (die Stebeutuncj des Namens Pompeji ist nodj streitig). Den ersten Ansiedlern folgten ihre kriegerischen Stammesgenossen, die S a m n i t e n, die sich schon früh der Küstenstädte bemächtigten. Im 4. Jahrhundert wurde Pompeji gleich ihren Nachbar- ftobten in die Kämpfe zwischen Samnitem und Römern verwickelt, ulnd infolge dieser der römischen Herrschaft unterworfen. Die bann folgende lange Friedenszeit bis 90 v. Ehr.) muß für die Entwickelung der Stadt besonders glücklich gewesen sein. Neben einer großen Anzahl öffentlicher Bauten, wie Tempel, 'Basilika," Tribunal, Theater, Badeanlage und Stadtthore entstand eine Reihe weiträumiger, prächtig ausgestatteter Privathäuser, die von dem damals herrschenden Wohlstand und zugleich von der wachsenden Macht griechischen Einflusses auf die Bewohner ein glänzendes Z eugnis ablegten. Da kam der Bundesgenossenkrieg. Im Jahre 89, wo die Nachbarstädte Hereulanum und Stabia fielen, gingen die Schrecken der Belagerung und Zerstörung glücklich an Pompeji vorüber, jedosv nach Niederwerfung des Aufstandes sandte Sulla viele Kolonisten nach Pompeji, viele Bürger verloren ihren Besitz. Für die Kultur- und Bau-, -Schichte der Stadt aber bezeichnete das Eindringen rö- ,Mischer Elemente einen entscheidenden Wendepunkt. An die Stelle des behaglichen, Ruhe und ruhigen Genuß lieben- den, mit griechischer Bildung gesättigten Geschlechts, trat ein anderes. Ein derberer Geschmack, ein nüchterner, praktischer Sinn kam zur Geltung. Die Einwohnerzahl wird auf rund 20000 geschätzt. Pompeji muß bei seiner schönen, gesunden Lage damals einen großen Reiz selbst auf die verwöhnten Römer aus- geübt haben, besaß doch sogar Kaiser Claudius dort eine Villa. Die wünschenswertesten Bequemlichkeiten fehlten nicht. Handel und Verkehr blühten und brachten der am Ausgang des herrlichen Sarnothals gelegene Stadt Vorteil und Reichtum. In jeder Hinsicht war die Stadt in erfieulicher Entwickelung, da ereignete sich ein furchtbares Unglück. Am 5. Februar 63 (n. Ehr.) wurde Pompeji von einem Erdbeben heimgesucht, das um so oerljeerenber wirkte, je unerwarteter es tarn. Viele (Gebäude stürzten zusammen, taum eines der öffentlichen Gebäude wird verschont geblieben sein. Natürlich wird man die Schäden an den Häusern, soweit es sich nicht um völlige Neubauten handelte, möglichst rasch ausgebesfert haben. Freilich? die geschmackvollen Formen des oskischen Baues kehrten nicht wieder. Ein Haschen nach äußerem Schein, nach blendender Wirkung ist ein wesentlicher Zug dieser Periode Pompejis. Tas Vertrauen auf eine ungestörte glückliche Fortentwickelung ward bald wieder gewonnen. Tie Schrecken ioaren vergessen, die Schäden geheilt. Tie Stadt erfreute sich augenscheinlich eines neuen wachsenden Wohlstandes. Er sollte nicht lange dauern. Tas Erdbeben hatte das Erwachen der seit undenklichen Zeiten schlummernden Zerstörungskräfte im Innern des Vesuvs angekündigt' Am 24. August 79 erfolgte der Ausbruch, der Pompeji sowie Hereulanum und einige kleinere Orte der Umgegend anderthalb Tage lang mit einem Regen von Asche und Bimssteinbrocken überschüttete. Ein Lavastrom ist über Pompeji zwar nicht wie über Hereulanum geflossen. Sicherlich kam diese furchtbare Katastrophe, bei der nach Inhalt der ausführlichen Briefe des jüngeren Plinius wohl 2000 Personen umkamen, wohl ebensv überraschend wie das Erdbeben 16 Jahre vorher. Mehrfache Versuche zur Wiederbesiedelung wurden gemacht, aber eine dauernde Niederlassung bildete sich an der Stelle Pompejis nicht wieder. Mehr als anderthalb Jahrtausend .lag die Stadt unter der 6 Meter Ijofyeii vulkanischen Decke begraben und vergessen. Aber so schlimm und bedauernswert das Schicksal der Stadt war, von stx großem Nutzen war die Art und Weise ihres Unterganges für die Nachwelt. Goethe sagt selbst: „Kein Unglück war der Menschheit von so großem Nutzen, als der Untergang Pompejis." Keine Fundstelle der alten Welt ist für unsere Kennt» nis des Privatlebens des Altertums von solcher Wichtigkeit wie Pompeji. Was wir aus den alten Schriftstelleru^ aus Inschriften, aus anderen Fundorten nur bruchstückweise und lückenhaft erfahren können, das tritt hier bemt überraschten Blick in seiner Gesamtheit und handgreiflich vor Augen. Zufällige Funde veranlaßten 1748 genauere Nachforschungen, die seitdem, wenn auch mit Unterbrechung, bis zur heutigen Zeit fortgeführt worden sind. Dm Deutschen gebührt hauptsächlich das Verdienst, die Aufklärung der Funde vollbracht zu haben. Durch die Ausgrabungen gewann man eine deutliche Vorstellung vom Aussehen und von der Einrichtung der Häuser, Straßen und Plätze, einen sicheren Einblick in das Leben und Treiben der Bewohner. Besonders erfolgreich waren die Ausgrabungen von 1763 bis 1775, die die beiden Theater, mehrere Tempel, die Gräberstraße nebst mehreren anliegenden Villen zu tage förderten Bedeutendes schaffte die Regierung Murats (1808—1815), der die Aufdeckung des Forums, der Basilika, der Stadtmauer in ihrem ganzen Umfange und anderes verdankt wird. Nach der Rückkehr der Bourbonen wurden die Ausgrabungen zwar fortgesetzt, aber mit immer abnehmendem Eifer. Mit dem Anschlüsse Neapels an das Königreich Italien 1870, beginnt die neueste Periode der Ausgrabungen Pompejis, die für die Wissenschaft die ertragreichste wurde. Unter der Leitung Fiorellis begann, im Gegensatz, zu dem früheren Raubbau, eine planmäßige und sorgfältige Aufdeckung des Verfchütteten, bie, möglichste Erhaltung und genaue Aufnahme des Gefundenen. Auf-^ gedeckt ist etwa die Hälfte der Stadt. (Forts, folgt.) , Hessischer Landtag. Zweite Kammer -er SLLrrde. nn. Darmstadt, 22. Mai. Die Sitzung wird um 9 Uhr 30 Mtn. eröffnet. Am Rrgierungs- ttsch: Justizminister Dr. Dittmar. Die von verschiedenen Blättern gebrachte telegraphische Nachricht: Am Schluß der Sitzung sei der Kammer von der national- liberalen Fraktion die Mitteilung gemacht worden, daß sie mit dem Standpunkt des Abg. Reinhardt in der Arbeiterfrage vollständig einverstanden sei und seine Ausführungen in dieser Angelegenheit vollkommen billige, ist vollständig auS der Luft gegriffen. Eine solche Erklärung hat nicht stattgefunden, sondern sie wurde von der national- liberalm Fraktion nur einigen auserwählten Berichterstattern hekto- graphiert zugestellt und ist in der Fraklionsfitzung vom 14. Mai gefaßt worden. Zur Tagesordnung steht zunächst der Antrag des Abg. Ulrich und Genossen, die Entschädigung unschuldig Verhafteter. Der Ausschuß beantragt, die Regierung um Vorlage einrS Gesetzes zu ersuchen, da« eine feste Entschädigung von zu unrecht verhafteten Personen vorsiebt. Abg. Ulrich erklärt sich mit dem Antrag deS AusschusscS einverstanden. Justizminister Dr. Dittmar glaubt, daß die Angelegenheit von ReichSwegen zu lösen sei. Die Landesgesetzgebung werde, wenn ste in diese Materie eingreife, sich nur einen schwierigen Standpunkt schaffen. Schon jetzt biet« die Gesetzgebung die Möglichkeit, Entschädigung für unschuldig Verhaftete zu gewähren, und eine Dringlichkeit liege daher nicht vor. Er sei ganz damit einverstanden, daß man Vie Angelegenheit regele, nur dürfe das Rechtsbewußtsein keine Not leiden. Die Materie sei wichtig, aber nicht so dringend, alS daß man nicht mit eingehender Prüfung vorangehr. Abg. Dr. Gutfleisch empfiehlt dem Hause, von dem Antrag de« AusschuffeS nicht abzugehen. Bereit« vor 20 Jahren habe man stch mit der gleichen Frage im Reichstage beschäftigt, ohne daß biS heute ein greifbares R-iultat herauSgekommen sei. Er giebt sodann dem Hause Kenntnis von einer Reihe von Fällm, in denen unschuldig Verhastrte ohne jede Mittel entlassen wurden, sodaß zu ihrer Heimfahrt und Verpflegung die Privatwohlthätigkett eintreten mußte. Der Antrag deS Abg. Ulrich sei ein Vertrauensvotum für den Justiz- Minister, und er möge nun zeigen, daß d e Großb. Regierung einem lange gehegten Wunsche entsprechen könne. D.S DankeS deS Landes und des gesamten Reiche» dürse sich die Großh. Regierung versichert halten. Der Antrag deS AuSschuffes findet hierauf einstimmig Annahme. Der Antrag deS Abg. Köhler-LangSdorf, die Ausführung deSGesetzes über den Urkund e'nstempel betr. wird für erledigt Vorstellung deS OrtSvorstandeS zu Sprendlingen und Wöllstein um Errichtung eines Amtsgerichts zu Sprendlingen wird wenn es mit Marx nicht übcreinftimmt. Und dazu ist er Dffenbar entschlossen. Bereits hat er mehrere Borträge gehalten, die mit den landläufigen sozialistischen Grundsätzen im Widerspruch standen. Am Samstag aber hat er in Berlin vor einer tausendköpfigen Zuhörerschaft eine vernichtende Kritik an dem „wissenschaftlichen Sozialismus" Marx'scher Observanz geübt. Tie Versammlung war von dem sozialwissenschaftlichen Studentenverein veranstaltet worden, und nur persönlich Etngeladene hatten Zutritt. Bernstein sprach über das Thema: Giebt es einen wissenschaftlichen Sozialismus? und verneinte diese Frage. Er betrachtet Marx als scharfen und geistreichen Kritiker der gesellschaftlichen Zustände, berstreitet aber seinen Lehrsätzen die zwingende Giltigkeit. Tie Welt am Montag resümiert den Vortrag, wie folgt: „Weder die Werttheorie, noch die materialistische Geschichtsauffassung stellen für ihn die Lösung des volkswirtschaftlichen Welträtsels dar. Alles, was bisher an sozialistischen Glaubenssätzen gegolten hat, waren nur Halbwahrheiten. Auch das letzte sozialdemokratische Programm ist nicht die Wissenschaft, sondern setzt sich sogar teilweise mit der Wissenschaft in Widerspruch. Daß die Arbeiter durch die heutige Gesellschaftsordnung ausgebeutet werden, ist feine wissenschaftliche Erkenntnis, sondern ein moralisches Urteil. Tie Arbeiter fühlen sich ausgebeutet und wollen nicht mehr ausgebeutet werden. Tas ist schließlich die einzige Begründung für den parteimäßigen Sozialismus. Jedes Parteiprogramm enthält nicht nur das, was ist, sondern vor allem das, was sein soll, also Zukunftsmusik oder Utopie. Tas sozialdemokratische Programm ist also in erster Linie nicht wissenschaftlich, sondern utopistisch, nicht in dem Sinn, als ob es Unmögliches anstrebe -- das läßt er dahingestellt -- sondern in dem, daß es Tinge will, von denen man nicht weiß, ob sie sein werden, sein können. Bernstein versteht unter „Sozialismus" die genossenschaftliche Bewegung im weitesten Umfang. Auch Zwangsgenossen- schafteu wie Staat und Gemeinde erkennt er als vollberechtigt an und sieht in ihrem Betriebe etwas, was neben den freien Genossenschaften durchaus bestehen bleiben kann. Ja sogar die private Initiative des einzelnen Unternehmers will er nicht gänzlich ausschließen. Ueberhaupt spricht er — von Revolution ganz zu schweigen - nicht einmal von einer totalen Umwälzung, sondern lediglich von einer Entwickelung. Es soll anders werden, als bisher, nicht weil die Wissenschaft das fordere, nicht weil die kapitalistische Gesellschaft abgewirtschaftet habe und einem unausbleiblichen Zusammenbruche entgegengehe, sondern einfach deshalb, weil die Massen die heutigen Zustände als ungerecht empfinden." Ta bleibt also von dem ganzen wissenschaftlichen Sozialismus und dem bisherigen sozialdemokratischen Programm, das als ein Extrakt der Wissenschaft von Sozia- Hismus galt, nicht viel stehen. Bernstein gehl mit den her- gebrachten sozialistischen Gedanken, Hoffnungen, Wünschen, Phantasien und Träumen schonend um, er urteilt milde, vorsichtig, aber das sozialistische Gebäude wirst er doch! über den Haufen, und glaubt an eine Erfüllung des sozialistischen Evangeliums nicht. Man wird abzuwarten haben, wie sich die heute noch anerkannten Führer der Partei dem gegenüber verhalten werden. Sie toerben, wenn sie klug sind, einen Kampf mit Bernstein so lange als möglich zu vermeiden suchen, denn er würde doch gar manches Unerbauliche zu tage törbern, was dem Sozialismus nicht nutzen kann. Eine Ausstoßung Bernsteins aus der Partei würde ihr einen unheilbaren Riß geben, da die Schar der Bernsteinianer -nicht gering ist. Dieser Riß aber würde das Vorschreiten der heutigen deutschen Sozialdemokratie nicht unwesentlich Hemmen, und zudem wäre die Abstoßung Bernsteins nicht im mindesten eine Widerlegung seiner Behauptungen. Tie „Bernsteinerei" gehört eben auch zu der großen sozialen! Gnttvickelung, die die Sozialdemokratie von jeher verheißen hat. Sie, stimmen Sie mit mir ein in den Ruf: „Se. Königliche Hoheit der Prinz-Regent, mein vielgeliebter Herr Vater, lebe hoch!" Im österreichischen Abgeordnetenhause beantwortete Ministerpräsident v. Koerber die Interpellation betr. die Ausweisung österreichisch-ungarischer Unter» tljanen aus Transvaal. Er erklärt, jeder Regierung stehe das Recht zu, bedenkliche Fremde aus ihrem Territorium zu entfernen Tas Vorgehen der englischen Behörden könne somit an sich nicht als eine Verletzung des Völkerrechts angesehen werden. In soweit jedoch über ungerechtfertigte Härten und vermeidbare materielle Schädigungen geklagt worden sei, habe sich, das Ministerium des Aeußeren bei der englischen Regierung im Sinne einer angemessenen Entschädigung geschädigter österreich-ungarischer Staatsangehörigen verwendet. Die englische Regierung habe in entgegenkommendster Weise die Einleitung einer Unter- uchung zugesagt, und ihre grundsätzliche Bereitwilligkeit ausgesprochen, jenen, deren Ausweisung sich nicht af$ gerechtfertigt erweisen würde, Entschädigungen zuzuerkennen. Zur Untersuchung dieser Frage sei am 23. April in London eine Enquete-Kommission zusammengetreten. Tie englische Regierung habe geltend gemacht, daß sich reziell die genannten ausgewiesenen Personen an der Verschwörung vom 14. Juli 1900 in Johannesburg zum Zweck der E r m o r d u n g dortiger englischer Offiziere beteiligt haben sollten. Damit die Angeschuldigten in der Lage seien, den Verdacht zu entkräften, habe die österreichische Regierung deshalb die entsprechenden Staatsangehörigen aufgefordert, die zu ihrer Entlastung dienlichen Angaben zu mad>en. Die englischen Protokolle würden an das Ministerium des Aeußeren geleitet, das nicht ermangeln werde, berechtigte Ansprüche nachdrücklich zu vertreten. Politische Tagesschau. Als im Frühsommer vorigen Jahres die beiden in Kiel und Wilhelmshaven garnisonierenden Seebataillone nach China in Marsch gesetzt wurden, begegnete man in der Presse der Auffassung, daß die dauernde Stationierung mindestens eines dieser Truppenteile im Innern Chinas, und im Zusammenhang ibamit eine baldige! Vermehrung der See-Infanterie überhaupt zu erwarten sei. Die damaligen Verhältnisse ließen diese Ansicht in der That begründet erscheinen, heute jedoch dürste man allseitig lavou zurückgekommen sein. Die Thätigkeit der See-Jn- anteric in der Provinz Tschili wird sich in Zukunft, nach Erledigung der noch schlvebenden diplomatisck>eu Verhandlungen, auf die Sicherung der deutschen Gesandtschaft in Peking und einer bestimmten Strecke der Verbindungslinie dieser Stadt mit dem Meere beschränken. Die hierzu erforderlichen Mannschaften dürften dem in Kiautschou garnisonierenden dritten Seebataillon entnommen werden. Es bleibt also im Wesentlichen alles beim alten. Der Plan, eine Kolonialarmee zu bilden, ist, wenn er überhaupt ernstlich in Erwägung gezogen wurde, als aufgegeben zu betrachten. Möglich ist ja immerhin, daß eine Aenderung der Formation der See-Infanterie — Zusammenziehung der Bataillone zu Regimentern vielleicht — in Frage kommt. Denn mit dem Ausbau der Flotte muß schließlich auch die Ausgestaltung des infanteristischen Elements der Seewehr Schritt halten. Möglich ist ferner, daß die Frage ber Vermehrung der Marine-Infanterie zugleich mit derjenigen des Ausbaues der Kreuzer flotte die gesetzgeben- ben Körperschaften beschäftigen wird. Auf keinen Fall aber vird diese Reorganisation in so großem Rahmen gehalten ein, wie man vor Jahresfrist vermutete. von bet Majorität deS AusschuffeS für erledigt erklärt, wählend die Minorität fich für Bewilligung deS Antrags ausspricht. Abg. Wolff tritt warm für Spr ndlingen ein. Abg. M o l t h a n will die Errichtung d r Amtsgerichte dem Justizministerium überlasten wtffen. Abg. Dr. Frenay teilt die Ansicht deS Justizministers nicht, als habe Rheinhessen an Amtsgerichten mehr wie gmag. Er empfiehlt drm Antrag der Minorität zuzuüimmen. Justizmtnister Dr. Dittmar hebt hervor, daß fich in Rhein- heffen die Thätigkeit der freiwilligen Gericbtsbarkeit in Zukunft steigern werde und aus diesen Gründm sei eine Vermehrung der Amtsgerichte nickt möglich. Die gute und bequeme Eisenbahnverbindung in Rhein- heffen schließe diesen Wunsch gegenüber beispielsweise Oberheffen voll- tändig aus. Die Regierung werde nichts versprechen, waS sie nicht hallen könne, und daher bitte er um Annahme des Majoritäts- antrages. Rach einer kurzen Pause berichtet Abg. Ulrich im Auftrag des Finanzausschuffes über die Anstellung eines 2. Tierarztes zu Mainz. Der Staatszuschuß soll 900 Mk. betragen. Der Ausschuß empfiehlt Annahme und die Kammer beschließt in diesem Sinne. Von der Regierung werden dringlich für den Ankauf eines Wohnhauses in der Bahnstraße in Mainz zur Entlastung des Justizgebäudes 110 000 Mk. und 6000 Mk. für bauliche Veränderungen gefordert, und der Finanzausschuß beantragt, diesem Ansinnen der Regierung zuzufiimmen. — Abg. Bähr kann nicht einsehen, daß der Gegenstand so dringlich sei wie geschildert. Der Antrag des Ausschußes wird gegen 2 Stimmen angenommen. Für die Wiederherstellung der Stiftskirche zu Wimpfen werden von der Regierung für 1901/02 59 600 Mk. und em Restbetrag aus 1899 von 15 606 Mk. zur Verwendung gefordert. Der Ausschuß beantragt Genehmigung der Forderung. Abg. Reinhardt bespricht die Art des Ausbaues und der Nolychromierung der Kirche und bringt unter Empfehlung des Ausschußantrages eine Anzahl von Wünschen zur Kenntnis des Hauses. Die Abgg. S ch u b a r t und Bähr treten ebenfalls für die Vorlage ein. Abg. Dr. David bittet, den Antrag abzulehnen. Er sucht nachzuweisen, daß die geforderte Summe für andere Zwecke bester zu verwenden sei, da vom Finanzminister stets über die mißliche Finanzlage geklagt werde. Finanzminister G n a u t h stellt fest, daß die Regierung in erster Linie verpflichtet sei, den Denkmalschutz zu pflegen, und in zweiter Linie ei sie der Eigentümer des Bauwerks und für deffen Erhaltung und Wohnlichkeit haftbar. Was die finanzielle Seite betreffe, so habe auch hier die Regierung die Pflicht, in gleichem Maße für die Bewohner des Landes zu sorgen. Der Antrag wird hieraus gegen die Stimmen der Sozial-Demo- kraten angenommen. Hierauf vertagt sich das Haus bis zum Freitag Vormittag 9 Uhr. Bamberg, 21. Mai. Prinz Ludwig von Bayern hat bei der Galatafel gelegentlich der Tauffeierlichkeiten des jüngsten Wittelsbachers, einen Trinkspruch gehalten, der burch feine ganze Art, besonders durch die Verwendung historischer Reminiszenzen lebhaft an die Sprechweise des Kaisers erinnert. Die Ansprache lautete folgendermaßen: „Se. König!. Hoheit der Prinzregent hat auf unseren Täufling, dessen Eltern und Großeltern toastiert. Ich sage dafür recht herzlichen Dank. Es ist eine sehr seltene und wegen dieser ihrer Seltenheit sehr erhebende Festfeier, welche wir heute begehen. Es ist seit Jahrhunderten in unserer Familiengeschichte nicht dagewesen, daß ein Regent einen Urenkel erlebt hat, der nach menschlichem Voraussehen dereinst ebenfalls zur Regierung des Landes berufen sein wird. Unser jüngster Wittelsbacher Prinz hat die Namen erhalten: Luitpold, Maximilian, Ludwig, Karl. Lassen Sie mich, hochgeehrte Gesellschaft, mit einigen Worten auf die Bedeutung dieser in der Geschichte meines Scheyern- und Wittelsbacher Hauses rühmlichst hervorgetretenen Namens zu sprechen kommen. Der Name Luitpold trat in der bayerischen Geschichte schon vor tausend Jahren glänzend hervor, als Markgraf Luitpold an der Spitze feiner Heere den eindringenden Ungarn entgegentrat, und im tapfersten Kampfe den Heldentod auf dem Schlachtfelde starb. Maximilian I. erwarb seinem Hause wie dem Bayernlande die Kurwürde, und Maximilian Joseph 1806 die Königswürde. Wenn man zuweilen liest, die Königswürde im Wittelsbacher Hause sei von Napoleons Gnaden , so ist dies falsch, beim Ludwig der Bayer war fast schon 500 Jahre zuvor deutscher König und ein Wittelsbacher, Karl, schon in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts deutscher Kaiser. Mögen die bedeutsamen Taufnamen unseren! neugeborenen Prinzen Glück und Segen vermitteln. Möge er in allen Tugenden, in all' seinem bereinftigen Wirken seinem erhabenen Urgroßvater und Tauspathen, unserem allverehrten Prinz-Regenten, nachahmen; ja, möge er in allem diesen seinem Urgroßvater folgen, der, 80 Jahre alt, frisch und kräftig das Staatsruder führt, uns allen in treuester Pflichterfüllung ein glänzendes Vorbild. Möge unserem erhabensten Prinz- Regenten noch eine lange Lebenszeit auf ungezählte Jahre vergönnt sein: möge er noch mitwirken an oer Erziehung seines Urenkels und Pathenkindes und noch Freude erleben auch an dem herangereiften Jüngling. Ich bitte Aus Stadt und Land. Meße», 23. Mai 1901. * Französischer Vortrag Der nächste Vortrag des Lektors Götschy findet am Freitagabend 8 Uhr statt. Herr G. wird eine Parallele ziehen zwischen zwei markanten Frauengestalten Frankreichs im 18. Jahrhundert, der Frau du Defsant, der strikten Anhängerin deS ancien r6gime mit seinem trockenen Geiste im Sinne Voltaires, und der Mme. Roland, der Tochter RousfeauS, der gemütvollen i Vertreterin einer neuen Zeit aufblühenden und erstarkenden Bürgergeistes. Aus dem Leben der Frau du Defsant ist eine Episooe besonders interessant: Als 73jährige erblinbete Dame verliebte sie fich, die bis dahin Liebe gar nicht gekannt, sogar geleugnet hatte, in Walpole, den englischen Aristokraten, einen Mann von strengster Zurückhaltung. — ES ist anzuuehmen, vaß der Vortragende auch hiervon sprechen wird. ♦* Aus Antwerpen schreibt ein junger Gießener u. a. an seine Angehörigen: Wie der auS China kommende Dampfer mit den zirka 350 kranken und verwundeten Landsleuten hier anlegte, habe ick> nichts Eiligeres zu thun, als dm Dampfer zu befuchen. Man begrüßte die Leute, plauderte mit ihnen über ihre Erlebnisse u. s. w. Da« Vn» hältnis zu den anderen Nationen, felbst zu den Franzosen, soll ein vorzüglich« S gewesen sein, nur der Verkehr mit den Engländern bedeutend kühler. Ein Soldat, der in Gießen in Garnison stand, beendet sich auch auf dem Schiffe und hofft, dorthin transportiert zu werden. Dieser Dampser war jedenfalls die „Stuttgart", ote u. a. auch die Leiche des Grafen Dort v. Wartenburg an Bord hatte, die am 20. d. M. in Klein Oels in Schlesien beigesetzt worden ist. Daß der Verkehr zwischen den Deutschen und den meisten der anderen Nationen in China nichts zu wünschen übrig ließ, wird also auch hier bestätigt. Lich, 21. Mai. Dem Museum für Altertümer zu Frankfurt a. M. wurde für den Preis von 150 Mk. ein kleines Fenster verkauft, das in der Mitte einen in farbigem GlaS hergestellten Ritter mit der Inschrift „Jost von Rehe, Rentmeister zu Greifenstein 1576- trägt. Das Fenster befand sich an einem Hause in Lich. An demselben Hause befindet ich auch noch eine in Holz gemeißelte Inschrift, die in rörni- chen Buchstaben, einige find unkenntlich, lautet: NON EST CREDE.............QVI POS8IDET 2EDE8 DIVES/SEDDIVES CVI SATIS VNA D0MV8 I. T. SPENGEL jEDIFICATOR. d. h. lateinisch: Non eßt crede (beatue iste) qui poseidet aedes dives, eed dives cui satis una domus; zu deutsch: Nicht, glaube mir, ist glücklich, wer reiche Paläste besitzt, sondern reich ist, wer sich genügen läßt an einem Häuschen. 8. Beltershain, 21. Mai. Die erste Lokal-Geflügel- ausstellung des Vogelsberger Geflügel- und BogelzuchtvereinS ist mit gutem Resultat am Montag geschlossen worden. Sie war mit vielen guten Exemplaren, zum Teil sehr teueren, auS dem Auslande bezogenen, beschickt worden. An Nutzgeflügel waren Italiener in allen möglichen Farben, Minorka, Spanier, Hamburger Lacke und Sprenkel, WyamdotteS, Langschan, Brahmas, Köchin, Malayen und die verschiedensten Zwerghühner ausgestellt. Das Wasiergeflügel war durch sehr schöne Exemplare wie z. B. Rouen-, AyleS- bürger-, Pecking- und indtsche Laufenten vertreten. Tauben aller Rasten und in allen Farben waren zahlreich zur Schau gestellt. Viele Besucher wurden von den prächtigen Goldfasanen, den flinken Rebhühnern, den Pfauen, Perlhühnern, bronce Traten, Nymphen- und Wellensittige, dem Amazonenpapagei, Davidssproster, Pyrol und ganz besonders von den chinesischen Nachtigallen angezogen. Uhrmacher Jöckel, erster Vorsitzender deS Vereins, hatte auch noch eine Kollektion auS- gestopfter Vögel ausgestellt, unter denen besonders ein riesiger Steinadler, einen Hasen in den Krallen haltend, von ben Besuchern wegen seiner Schönheit bewundert wurde. Herr Södler, Nieder Gemünden, Geschäftsführer des Vereins, hatte die meisten Punkte in der Gesamtleistung und errang somit den ersten Ehrenpreis, gestiftet von der Stadt Grünberg. Apotheker Schütz, Grünberg, wurde der zweite Preis, Ehrenpreis deS Wetterauer Geflügelzuchtvereins, und Uhrmacher Jöckel der dritte Preis, Ehrenpreis des Vogelsberg'r . Geflügelzuchtvereins, zuerkannt. Weitere Ehrenpreise, ge- . stiftet von Gönnern des Vereins und diesem selbst, kamen noch 15 zur Verteilung. Erste Geldpreise konnten an etwa > 8 Züchter, zweite und dritte Preise an 24 Züchter erteilt 3589 3 offeriert J. Pfeffer, Marktplatz 6.A Bitte Schaufenster zu beachten. Ä einzureichm find. 3746 Nr. 1, Pfg. für HRB II II 3782 Gießen, den 20. Mai 1901. 3749 deutsch. in Öen Nagel auf den Kopf II 3710 Qlerlangen Sie Preisliste meiner flarant. echtm Weis»- und 8364 Rotweine. 3699 Kinpt-Aerketer für de« Kreis Hießen. EiüpftAuiMN Ikkinnitiirndjiingni 1 1 10 90 60 80 70 n // // 507.06 4929.75 977.40 189.60 856.24 148.80 N V 2, 3, 4, 5, n n n v n n 3 0) n n tf unter n // die // n n freie Smsendung von 3 Mk. Arbeitsvergebung Der Anstrich des großen Gasbehälters auf dem Hofe des Gaswerks soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen find während der Dienststunden auf unserem technischen Bureau einzusehen, woselbst Angebote bis ;um l.Juni, vormittags 11 Uhr Arbeiten if n n Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Die Preußische Hypothekenaktienbank hat am SamStag eine ordentliche und eine außerordentliche Generalversammlung abgehalten. Auf der Tagesordnung stand der Antrag auf Herabsetzung des Aktienkapitals derart, daß die Aktien im Verhältnis von 10:1 zusammengelegt und nominell 84 000 Mk. Aktien gegen Barzahlung von Lieferung von C^mentröhren Lieferung von Einfallrosten und Kanaldeckcln Hrd« und Rohrverlegung, sowie Maurerarbeit Umpflasterungsarbeiten fnwltumliidtfiirttt - große Patentbüchse zu L80 Mk. empfiehlt die «dler-Drogerie Sellersms 39. Vits Schuf. Namens des Provinzial-Ausschuffes der Provinz Oberheffen. von Bechtold. ________ Stelle zur Einsicht offen. Grünberg, am 20. Mai 1901. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. 10 Prozent des Nennbetrages zurÜckgekauft werden ; ferner Beschluß- faffung über einen Vertrag mit den Pfandbriefgläubigern, insbesondere über Aufgabe von Rechten derselben; schließlich über die Erhöhung des Grundkapitals biS zu einem Gesamtbetrag von höchstens 55 Mill Ma k und Genehmigung des Abkommens, daß gegen Einbringung von 20 Pro zent deS Nennbetrages der gefammten, bei der Vereinigung zum Schutze der Inhaber von Pfandbriefen der Preuß. Hypothekenbank h'^s^^en Pfandbriefe 3 < dieser 20 Prozent in Aktien gewährt werden Bor Em. tritt in die Diskussion wies der Vorsitzende Bankier Emil Salomon da rauf hin, daß die auS der BUanz sich ergebende Ueberschuldung Vermeidung des Konkurses vor Feststellung der Bilanz durch einen Vergleich bis auf Weiteres beseitigt ist. BUanz nebst Gewinn- und Verlust rechnung für das Geschäftsjahr 1900 wurden ohne Debatte einstimmig genehmigt; dagegen wurde die EnUastung der Verwaltung für die genannte Zeit verweigert. Iustizrat Kempner wies darauf hin, daß der Eintritt in den Konkurs das Aktienkapital völlig absorbiert haben würde, und betonte die zwingende Notwendigkeit, welche denselben zu vermeiden zur Ausgabe machte. Dann ging der Redner auf die Ansprüche der Zeichner der jungen Aktien gegen die Bank ein, und teilte ferner mit, daß noch ein zweiter Prozeß gegen die Preußische Hypotheken bank nunmehr abgewiesen fei Infolge dessen haben sich nun bereits s,8 der 2 Millionen neuen Aktien zu einem Vergleich bereit erklärt. Seitens eines Aktionärs wurde angeregt, die Zusammenlegung der Aktien in einem weniger scharfen Verhältnis erfolgen zu lasten, und dies zum Teil mit durch die Inanspruchnahme der Chirographarmaffe zu ermöglichen. Nach seiner Angabe betrage der Nachlaß des Barons Cohn 30 bis 40 Millionen. Außerdem verlaute noch, daß die Firma Anhalt und Wagener ihre Gläubiger, nachdem zuerst ein Satz von 15 Prozent angeboten war, voll befriedigen könne. Bei einer ruhigen Abwickelung der Maste müsse auch etwas für die Aktionäre herausschauen, und so schlage Ratten, Vermischter. ♦ Von einer Offiziers-Tragödie wird aus Lemberg berichtet: „3n Radziwilow erschoß ein Hauptmann der russischen Grenzwache, Gorkin, den jungen Offizier Romanowski, der die junge Frau des Hauptmanns verführt hatte. Romanowski hat sterbend den betrogenen Gatten um Verzeihung. er die Zusammenlegung der Aktien im Derhältniffe von 5 zu 1 vor, und ersuche um Ausgabe von Genußscheinen Seitens des Vorstandes wurd. noch einmal auf daS konkurrierende Verhältnis zwischen Aktionären und Pfandbriefgläubigern und auf die bisherige Unterbilanz verwiesen. Bezüglich der Regreßansprüche an die frühere Verwaltung läßt sich bei der Menge der Prozeffe und bei der voraussichtlich längeren Dauer nicht Über sehen, was dabei in Wirklichkeit zu erzielen sei. Für den Erfolg der Prozeste gegen den Kommerzunrat Sanden komme nach den Erklärung' n deS fungierenden Notars noch das Märkische Provinzialrecht, nicht das neue Reichsgefetz in Frage. Außerdem lägen in der Maste deS Kom- merziemats Sanden nur 1 200 000 Mk., nicht, wie angeboten, 2 Mill. Mk- Regreßansprüche an die Familienglieder des früheren Direktors seien pro zeffual in die Wege geleitet worden. Bei der Abstimmung über die Reorganisationsanträge wurden diese von de gar nicht gekannt, sogar ngfischen Aristokraten, einen ig. - SS ist anzuoehmen i sprechen wird, n junger Gießener u. a. ! Dlkwp'n mit dm lirta 360 hin «legte, Halle l-b I besuchen. Mn begwßie die Wiifit u. f. w. bl®«' st iu otn W kehr mit dm LvMdem be- siebm ta Gnvsion stand, ie- zvsir, boxtW Uinipodlut iu lato dit „Stuttgart“, b« .B Slot!». «Bartenbntg a in siwDtU ineW ationen in China nichts zv ilich hier bestätigt. « fflr Atettiilner zu Franl *150 ■ift Qoft von Rehe, iwnv .V *bt TIS VKA. b- jAttSÄ }t, fotütet« retd) w SSftsÄ ÄS ; ’»«ä ,,6 bi’ 3id!l, -- ZSÄ» salNtfi§E Lienprc^ 'n» S Meine Woynung und Werkgütte befindet fickjeyt Grünbcrgerstraße 1t. Halte mich in allen in mein ^ach emschlagenden Arbeiten, Hravierungen, Anfertigung von Schavfonen, sowie Aufzeichneu vo« Alonogrammeu etc. bestens empfohlen. 01928 August Haßler. Zur Lieferung von Spritzen-«.Gfiltenschlmchkn in Hanf, Flachs und Gummi von den (Gasthaus zur Stadt Lich) Besondere Kennzeichen: Klein hinkt mit einem Bein und zieht mit einem Pferd und Wag n umher. Er hat das Aussehen eines Zigeuners. Kleidung: Klein trägt gewöhnlich ein kleines blaues Kittelchen, braune Mütze, graue Hsse und Riemenschuhe. Steckbrief. Gegen die unten beschriebene Ehefrau des Korbmachers Georg Klein zu Giershausen, Alwine, geborene Sauerwald, geb. im Jahre 1874 zu Eiershausen, welche flüchtig ist, ist die Untersuchungshast wegen Diebstahls i. w. R. verhängt. Die Eheftau Klein soll in der Wetterau herumziehen. Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften und in das Gefängnis in Wetzlar abzuliefern, sowie zu den hiesigen Akten J.'No.H^-0^ |0|0tt Mitteilun zu machen. 3750 Limhurg, den 10. Mai 1901. Der König!. Erste Staatsanwalt. Beschreibung: Alter: 27 Jahr. Statur: unttrfetzt. Größe: 1 m 60 cm. Haare: blond. Augen: grau. Mund: gewöhnlich. Nase: gewöhnlich. Gesichtsfarbe: frisch. Sprache: deutsch. Kleidung: trägt gewöhnlich Helle alle Waschkleider. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 2. Angebot der Arbrttuehmer: 1 Glaser, 2 Schlosser, 2 Fuhr« knechte, 1 Hausbursche, 2 Waschfrauen. 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Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gefängnis in Wetzlar abzuliefern, so- wie zu den hiesigen Akten, J.-Nr.— - sofort Mitteilung zu machen. Limburg, den 10. Mai 1901. Der Kgl. Erste Staatsanwalt. Beschreibung: Alter: 29 Jahre. Statur: mittlere. Größe: 1 m 70 cm. Haare: schwarz. Augen: grau. Mund: gewöhnlich. Nase: klein. Bart: ohne. Gesichtsfarbe: frisch. Sprache: Kfilfrstkiilk. Feldbrand, la. HuatULt. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können di» selben an die Baustelle geliefert werden. 1765 Andreas Unter. Heinrich Nabricirrs, Weinguts- besitzer, ZSöllsteio, Rbeinbeffcn. Tinoxa bestes Sckutzmittel gegen Motten. Packet 20 Pfg. empfiehlt die Zdter-Arogerie, Settersweg Sb 8«, Otto Schaaf. Gebr. Kaffee Kräftig nab relnfchmeLenb per >100, 120bis 180 H empfiehlt 3476 Robert Stuhl, ________Reustadt 23.________ Täglich von morgens 7 Uhr anr Warm Seischwurft ä Pfd. 40 Pfg. 3179 Neuenweg 33. Wein. FM- Kervorragenbes Sortiment Weiss- u. Roth Rhein- u. 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Grosse Auswahl in Festons, Bändern und Spitzen. 56 90 93 96 452 501 42 72 [500] 88 611 19 22 770 71 838 46 58 64 [5001 43056 122 66 81 201 81 83 86 418 501 5 37 601 45 60 713 14 96 943 93 44006 7 88 104 15 27 69 73 93 [250] 98 233 58 91 310 483 503 12 [250] 14 55 68 74 78 637 62 87 730 48 82$ 51 925 95 * 15011 29 56 94 104 [300] 7 48 89 221 29 84 387 430 70 660 61 715 69 91 801 81 90 [3000] 909 40 [300] 41 69 89 119 43 62 212 22 76 98 325 55 71 [250] 89 498 500 81 705 [250] 843 59 954 66 68 70 94 87149 91 239 f ) 332 523 82 91 93 607 11 75 92 715 [250] 18 58 65 862 919 78 61 124 63 258 62 320 72 444 50 66 68 563 670 749 825 50 22018 49 63 109 255 77 82 300 10 41 48 408 [250] 21 94 665 82 94 748 874 902 8 17 90 93 2 3000 105 74 80 99 254 42 54 85 91 92 439 83 545 53 59 74 616 49 93 777 856 58 61 in Leinen, Wolle und Baumwolle in allen Preislagen. 407 33 627 31 53 739 54 872 89 93 [250] 9-00 18 28 7000 48 103 27 57 60 221 32 72 305 [300] 48 80 87 93 405 9 61 92 551 97 [500] 608 13 26 45 56 58 66 732 36 46 67 804 40 83 952 8019 62 68 95 358 [250] 415 54 61 [1000] 83 84 540 50 639 727 81 842 69 93 983 9055 95 97 122 84 262 [250] 306 [1000] 10 24 58 428 48 60 593 600 735 39 69 88 [55 000] 809 36 903 10 10078 119 37 55 94 214 [250] 18 20 36 94 319 39 41 85 412 .32 51 66 73 578 93 638 39 45 47 70 728 818 60 94 96 [2000] 913 27 49 95 11070 165 85 86 88 91 96 238 74 428 35 37 38 [500] 54 55 68 [250] 74 517 18 30 32 63 85 643 53 55 65 97 706 19 39 54 843 44 910 [2000] 29 82 88 12029 89 138 [500] 79 94 215 61 67 81 452 505 628 38 49 701 30 61 83 854 911 47 85 1 3029 80 208 11 95 353 414 92 507 41 44 72 607 45 94 703 22 46 49 [500] 82 842 900 3 74 1 4145 243 327 31 415 528 43 61 633 [1000] 58 710 27 29 943 65 [300] 58 2 4141 58 89 265 369 420 43 82 521 67 659 723 33 [250] 88 833 94 937 59 94 99 [250] 2 5011 17 61 157 202 52 53 85 90 320 405 62 77 813 37 40 907 26048 [300] 63 90 116 20 22 44 99 254 70 329 99 412 16 31 525 627 83 87 791 825 55 59 [300] 74 904 26 80 27258 61 70 341 73 88 la. Solinger Stahlwaren. Küchenmöbel [2000] 98 541 71 95 604 782 91 95 97 812 23 933 52 85 2 3012 [10000] 57 80 95 170 283 355 61 94 411 60 530 57 66 69 619 77 723 893 931 45 62 72 29008 [250] 35 238 57 73 422 [5000] 36 97 538 55 602 50 705 11 32 (2501 58 30006 9 17 45 64 124 [250 ] 26 58 68 76 218 26 420 54 92 524 46 627 94 757 72 825 33 94 936 54 76 78 31045 78 96 113 37 65 81 200 56 64 70 79 306 46 56 461 96 551 [250] 53 58 1250] 639 41 722 77 810 29 31 84 92 913 20 41 43 54 3 2021 [300] 37 68 108 74 97 211 13 80 [300] 87 90 354 56 60 66 92 97 447 82 537 44 68 96 609 16 42 74 99 761 62 72 876 79 89 33079 102 [1000] 226 53 78 426 55 507 33 89 91 800 77 907 54 79 85 3 4046 103 37 42 230 46 53 323 33 53 79 424 [250] 31 70 539 [250] 51 69 617 [500] 23 43 62 719 30 40 842 59 63 928 36 58 83 3 5039 115 40 59 207 15 27 56 71 351 52 61 445 83 504 626 52 716 899 924 49 68 36155 74 209 318 403 97 508 79 (250J 91 600 18 28 31 45 54 56 76 82 91 700 18 34 50 73 75 817 25 26 44 62 64 [250] 71 72 75 92 915 53 85 95 37095 123 24 28 95 228 29 34 36 65 66 302 4 32 [1000] 92 415 78 80 82 501 49 67 618 38 52 756 817 91 969 71 79 38011 48 117 [300] 25 39 50 77 217 67 [500] 76 92 313 [3000] 434 51 63 90 630 57 712 35 95 990 39014 49 54 55 90 179 95 99 218 40 97 384 428 Kragen, Manschetten, Vorhemden und Faltenhemden, Kravatten, Weisse Unterröcke Taschentücher. III. Kr Kesstsche Landes-Lotterie. ZieHuny IT Vlaffe 22. Mei 1901. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, find mit 166 Mark gezogen. (Ohne Gewähr.) Unierheink leider,] Unterjacken Kein Tricor l y ^Bedeutende Haltbarkeit^ > l* 8