Wl1*, 1 Hg, *T' > 64n*, °ds 8'/. Ui,, iflltld =1). $ ^v^chttratcs. 2257 nb: L Ritj, düng "trägen ^riMSq itn Lalnlhor). now Atung Vereins, er Vorstand. irnrvmeS Ätthrat» (VII. 9a6rg.) Mtaft ichtige Wjdltl h»ht Proviyon tten unter 2214 an n d. BI 40 tüchtige ,sucht. 01047 bei Äüfltot, Sj*SS* ieb. ms. -y -■«st MS-'S 180 yatt Viel»?*- vUZlOltzks ’JÄtl MH*» ßelkersM 8b, I._ aeS, brat)ei «»* Ä SsdsW, 1-5^ ZW sSr M S**1* w -rr. 71 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Lourttag 24. März 1901 BUfcatHen, Expedition und •rüder«! ■ rchnlfteahe 7. •»scheine täglich mit ■»ieeN*< M MonlagS. •k Meßencr Familien« Witter werden dem Mm Mkfer im Wechsel mit „Hess. IwUHrt" und „Blätter De WL Volkskunde" viermal machen iltch beigelegt. »«mochmk een Cneelgen &»«« nechmniog» fit den itnltv Tag erscheinenden £aerrn Präsidenten soeben gegebene Schilderung der Vorgänge vor und mährend des parlamentarischen Abends entsprechen in allen Teilen der vollen Wahrheit. Wir sind der freudigen Zuversicht, daß, wie unser Herr Präsident seither in Ausübung seiner parlamentarischen Thätigkeit stets gerecht und unparteiisch seines Amtes gewaltet, er auch in Zukunft auf diesem Standpunkte beharren wird. Die kräftigste Unterstützung unsererseits wird ihm sick>er sein. Abg. Schönberger: Namens der Mitglieder der freien wirtschaftlichen Vereinigung gebe ich bezüglich der vom Herrn Präsidenten abgegebenen Erklärung die vollständige Billigung dieser Erklärung ab und schließe mich insofern den Ausführungen des zweiten Präsidenten, des Herrn Abg. Dr. Schmitt und des Herrn Abg. Backes voll und ganz an. Abg. Ulrich (Soz.): Im Auftrage und Namen meiner Fraktionsgenossen erkläre ich, daß die Ausführungen des Herrn Präsidenten durchaus den Thatsachen entsprechen und daß meine Freunde und ich aus diesen Erklärungen den Schluß gezogen, daß wir, ohne unseren Herren Kollegen der übrigen Fraktionen Verlegenheiten zu bereiten, und selbst in eine unangenehme Situation zu kommen, dem parlamentarischen Abend beiwohnen konnten, da nach denselben sicher stand, daß keinerlei Ansprachen und Ovationen zu erwarten waren, wofür uns die bisher stets beobachtete strenge Gewissenhaftigkeit und Unparteilichkeit des Herrn Präsidenten Garantien boten. Abg. Gun drum (freis.): Ich schließe mich den Ausführungen und Erklärungen der Herren Abgg. Dr. Schmitt und Backes vollständig an und glaube, hiermit auch ganz im Sinne meines Freundes Dr. Gutfleisch zu handeln. Zur Beratung gelangt ein Antrag des Abg. Ulrich und Genossen, das Selbverwaltungsrecht der Gemeinden betr. Dieselben wünschen, daß bei Bürgermeister- und Beigeordnetenwahlen die regierungsseitige Be st ätigung in Wegfall kommen soll. Die Großh. Regierung bemerkt hierzu: Der Antrag sei den mit der Revision der Verwaltungsgesetze beauftragten Beamten zur Prüfung übergeben worden und mit Rücksicht auf die im Gange befindliche Revisionsarbeit sei die Regierung nicht in der Lage, auf den Antrag einzugehen. Abg. Ulrich begründet in eingehender Weise die Notwendigkeit einer Revision dieser Bestimmungen, insbesondere da es sich hier um das Ansehen einer der wichtigsten Selbstverwaltungszweige der Gemeinden handele. Abg. Wolf wünscht, daß kein Sozialdemokrat Büraer- mcister werde, bemängelt die Standesamtsbuchführung derselben. Der Bürgermeister müsse ein intelligenter Manu sein. Abg. Weidner wünscht eine würdige Ausstattung der Bureauräume der Bürgermeister auf dem Lande. Abg. Dr. David stellt fest, daß durch die Protektion der Sozialdemokratie noch niemand in Hessen Bürgermeister geworden sei. In den anderen Lagern sei es aber bezüglich der Waffen ganz anders. Der Antrag wird hierauf einstimmig für erledigt erklärt. Den weiteren Antrag des Abg. Ulrich und Genossen, die Vereins- und Versammlungsfreiheit betr., beantragt der Ausschuß für erledigt zu erklären. Abg. Ulrich: Die Versammlungen sollten vollständig frei von polizeilicher Aufsicht sein. Da die Regierung heute nicht auf die Wünsche eingehe, so werde er auf dem nächsten Landtag mit bestimmt formulierten Wünschen hervortreten. Abg. Wolff wünscht, daß die Sozialoemokratie dafür sorgen möge, daß auch außerhalb der Partei Stehende ihre Versammlung besuchen können. Das sei aber heute noch nicht der Fall. Auf Antrag des Ausschusses wird hiermit die Angelegenheit für erledigt erklärt. Eine Anzahl der Beratungsgegenstände wird wegen Abwesenheit der Berichterstatter vorerst von der Tagesordnung abgesetzt. Eine Vorstellung des Bezirkskassierers Rink in Mainz wegen Regelung seiner Gehaltsverhältnisse wird gegen eine Stimme für erledigt erklärt. — Zur Vorstellung des Großh. Bezirkskassierers Haas in Mainz, Dienstwohnung bezw. Gewährung einer Mietsentschädigung betr., beantragt Berichterstatter Weidner, demselben einen Zuschuß von 500 Mark zu gewähren. Für diesen Antrag treten die Abgg. Leun und K o r e l l ein. Oberfinanzrat Becker tritt dem Ansinnen einer solchen Vergütung entgegen, da im Lande noch eine ganze Anzahl Beamte in gleicher Lage sei. Wolle die Kammer diesen alle Rechnung tragen, so werde die Staatskasse schwer belastet. Die Vorstellung wird gegen zwei Stimmen für erledigt erklärt. Da eine Anzahl der Abgeordneten, die Bericht für die verschiedenen Gegenstände der Mutigen Tagesordnung erstatten sollen, nicht erschienen sind, schließt der Präsident die Sitzung um einhalb 1 Uhr. Morgen früh um 9 Uhr Fortsetzung der Beratungen. ♦ • -ck- Darmstadt, 22. März 1901. „Fürst und Sozialdemokrat"! lautete in den letzten Tagen und Wochen die Parole der gesamten deutschen Presse. Tintenströme ergossen sich darüber, und man erhitzte sich auf beiden Ufern in maßloser Weise. Nun ist, nachdem noch gestern verlautete, die Angelegenheit werde die Kammer nicht beschäftigen, dieser schwülen Stimmung die ersehnte Abkühlung gefolgt. Das erlösende Wort sprach der Präsident, und alle Phantasien rechts und links haben ihr Ende. Präsident Haas stellte aufs entschiedenste in Abrede, als habe er dadurch, daß er versprach, daß auf dem berühmt gewordenen parlamentarischen Abend keine Ovationen auf den Landesherrn ausgebracht werden würden, den Mitgliedern der sozialdemokratischen Partei ben Besuch dieses Abends ermöglichen wollen. Er erklärte, daß es Brauch bei einem parlamentarischen Abend sei, daß Reden unterblieben. Geselligen Verkehr unter den Abgeordneten und mit der Regierung zu schaffen, sei der Zweck eines derartigen Abends. Mit sonorer Stimme und in gemesienem Tone verlas er die Erklärung, und die Borfitzenden sämtlicher , im Landtag vertretenen Fraktionen gaben daraufhin ihre Vertrauenserklärung gegenüber ihrem Präsidenten ab. Ist nun audj diese Sache offiziell abgethan, und werden sich auch die Wellen, die darüber rauschten, beruhigen — semper aliquid haeret! Noch ein anderer Punkt, den Abg. Weidner zur Sprache brachte, verdient Erörterung. Er erklärte, daß die Zügel einer Gemeinde nicht einer Person überlassen werde» könnten, die es als ihre Pflicht betrachten, die Fundamente des Staates zu unterminieren, und knüpfte daran die Bemerkung, daß es demnach nicht angängig sei, daß ein Sozialdemokrat den Postcn eines Bürgermeisters übernehme, da er in seinem Eide „Treue dem Großherzog" zu geloben habe, nnd dies den sozialdemokratischen Tendenzen widerstreite. Nun find die Sozialdemokraten allenthalben in gesetzgebende» Körperschaften und leisten ohne Bedenken den VerfasiungSeid. Ihr Programm geht aber auf die Umgestaltung der bestehenden Verhältnisse hinaus. Dieses Treugelübde hat also seinen Haken. Deutsche Eisenbahnen. In bett vorigen Woche erließ der „Schrväb. Merkur in seinen Spalten einen „Mahnruf in Sachen der deutschen Eisenbahnen". Weser Mahnruf ging aus von der Bestimmung des Artikels 42 der Reichsverfassung: „Tie Bundesregierungen verpflichten sich, die deutschen Eisenbahnen im Interesse des allgemeinen Verkehrs wie ein einheitliches Netz verwalten zu lassen." Zur Ausführung dieser Bestimmung, so wurde gesagt, haben Bundesrat und Reichstag nichts gethan, die einzelnen Bundesregierungen und Kammern haben sich ihrer Verpflichtung nicht erinnert, die Bahnen werden so verwaltet wie vor der Reichsverfassung. Dann wird die Entwickelung der Einheitsidee kurz ge- childert: Im Jahre 1873 sei das Reichseisenbahnamt auf )en Antrag eines württembergischen Abgeordneten errichtet worden, aber es habe nicht die nötigen Zwangsbefugnisse erhalten. 1876 habe Preußen, nachdem sein Abgeordneten- und Herrenhaus durch den Fürsten Bismarck in mächtigem Kampf gewonnen worden war, dem Reiche die preußischen Staatsbahnen zum Kaufe angeboten. „Das Anerbieten fand keine Annahme, das große Beispiel keine Nachahmung bei den anderen Bundesregierungen. Es fehlten eben anderwärts Minister, wie es der war, der es gerade damals als eine Pflicht erklärte, „zuerst die Macht des Reichs mb nicht bie eines Großpreußentums zu er* trefcen". Jphre verstrichen, Preußen zog früher kaum geahnten finanziellen Vorteil aus seinen Bahnen, ber bei größerer Einsicht ber eroberen maßgebenben Faktoren bem Reiche zugefallen sein unb bessen Finanzlage zu einer glänzenden gemacht haben würde." Im Jahre 1890 sei dann ein Abkommen über einen Einheitstarif im Güterverkehr Deutschlands zustande gekommen, 1896 die Eisen- bahngerneinschaft zwischen Preußen unb Hessen. Im „Schwab. Merkur" werben barauf bie Vorteile aufgeführt, bie uns „burch bie jetzige Zerfahrenheit in unserm Bahnwesen bisher entgehen und bie burch einen engeren Zusammenschluß erweicht werben können"; diese beftäirben vor allem in Macht und Einfluß nach außen, bem volkswirtschaftlichen Gewinn unb bemjenigen für bie Finanzen ber Einzelstaaten. Ein neuer Artikel bes genannten Blattes, bas eifrig für bie Erreichung bes von ihm für nützlich erkannten Zieles arbeitet, knüpft an an das Schriftchen: Der preußisch- hessische Eisenbahnvertrag. Den Sübbeutschen zur Nutzanwenbung! Von Ferroviarius. Es werken Auszüge baraus gegeben, unb zwar zunäcUt über bas vertragsmäßige Verhältnis, oann über bie wirtschaftlichen Vorteile beS Vertrags. Dabei wirb der Wunsch ausgesprochen, )aß die Sache allseitig nicht vom politischen Parteistandpunkt aus betrachtet, sondern objektiv mit jener Gewissenhaftigkeit erfaßt und erörtert werde, die eine Frage von o eminenter wirtschaftlicher Bedeutung verdiene. T« für andere süddeutsche Staaten, nach Lage der Dinge, ein Beitritt zu dem preußisch-hessischen Abkommen nicht möglich cheine, so werden Erörterungen darüber angestellt, wie Süddeutschland der Vorteile eines engeren Zusammenschlusses ber beutschen Bahnen teilhaftig werben unb sich doch den wünschenswerten Einfluß auf die innere Verwaltung feiner Strecken und bas gesamte beutsche Verkehrswesen sichern könnte. Wie sich ber Autor bes „Schwäb. Merkurs" bie Neugestaltung benkt, mögen bem Leser folgenbe Darlegungen zeigen: Die Bestimmung bes Art. 18 des preußisch-hessischen Abkommens, wonach bie Interessenten ber hessischen Landesteile gerade wie diejenigen der preußischen zu berücksichtigen sind, wurde in voNstem Umfange durch- geführt. In Mainz, also im Inland selbst, befindet sich die Betriebsdirektion für den größeren Teil der hessischen Bahnen, unb ähnliche Direktionen würben gewiß in ben anberen Staaten, im Falle bes Anschlusses, errichtet unb benfelben auch bas Recht, bie Beamten, unter Bevorzugung ber Landesangehörigen, zu bestellen, zustehen, sowie sie in allen lokalen Wünschen unb Bedürfnissen wohl in gleicher Weise wie bies seitens der bisherigen Verwaltungen geschah, zu entsprechen in ber Lage sein würben. Die wesentlichste Mobifikation gegenüber bem jetzigen Verhältnis hat sich in Hessen unb würbe sich event. auch für bie anberen Staaten bezüglich ber Zentralstelle ergeben. Für Hessen ist bies jetzt nicht mehr bas hessische, sondern bas preußische Ministerium ber öffentlichen Arbeiten, was aus bem Verhältnis ber Länge ber Linien ber beiben Staaten leicht erklärlich erscheint. Für Württemberg unb bie anberen sübbeutschen Staaten würbe ein Anschluß leichter sein, wenn an Stelle eines preußischen Ministers bie Spitze ber Verwaltung in bie Hänbe ber ReichszentralstelUle gelegt würbe, bie bas yanze Gebiet nach außen vertritt, unb ber bie preußischen Bahnen gerabe so wie bie ber anberen Staaten zu unterstellen wären, so daß völlige Parität bestünde. Ob bann diese Zentralstelle ein Ministerium oder eine Körperschaft etwa ähnlich dem Bundesräte, sein soll, in ber jebem Teilnehmer eine Anzahl Stimmen zugewiesen sind, das würbe Sache der Verhandlung bleiben. Ms unbedingtes Erfordernis müßte es aber in einem oder dem anderen Falle hingestellt werden, daß Kommissäre jedes beliebigen Staates in die Lage versetzt tverden, dessen spezielle Wünsche geltend zu machen. Diese Zentralbehörde müßt» dem deutschen Reichstag verantwortlich fein. Die Erleichterungen, die in Tarifen unb bezüglich bes birekten Verkehrs zwischen allen Stationen des Reichs eintreten Ma nuD i?"* die 3en,Per aliquid Beibnet m, ,Idt!e, baß die Ncn totrbei te Fundamente ?\Qn die Ve- ^W, da er “ habe yee^bmti '^saffungseid. der bestehenden ^Qt °Is° seinen Mb. Merkur" uderdeuWu ton der m« »Die Bun» Eisenbahnen ein einheitliches rng dieser Be- :(,t und Reichs- 'gierungen und O erinnert, die ieichsverfaffung. tsibee fuq ge. ienbatjnamt auf bneten errichtet ^ngsbesutznisse Abgeordneten-. i in mächtigem die preußischen Anerbieten sand Nachahmung bei ten eben andn- rade damals als >t des Reichs tums zu er. og früher kaum Lahnen, der bei !N Faktoren dem nzlage zu einer Fahre 1890 sei arif im Gütet« 396 btt Eisen» euhen und darauf die Borge Zerfahrenheit d die durch einen tonnen"; diese uß nach außen, jenigen für die das eifrig für >üannttnMs er Preußisch- Süddeutschen zu» werfen Auszüge >r das vemags- tschastlichen Lorsch ausgesprochen, scheu Parteistand- t jener Genüssen- eine Frage von m verdiene. Da > Lr Dinge-em ien nickt möglich ufamnttME SSx ***** * ^Mchen x ?t preubM^ i. i NtÄ ten, unik ^n, “ÄWnifi« ms oer 2age ,eui in dekA on ge^Kenent -h M h-ll'O itr -st'Vin"" Länge o Kürt- wü^ ein 5|aal n«u6*" ' «”e6 Ebe bet in d>- Lg-B »t. Ste er die f .. unter' i Staat'" ^b««» *$!*•?£ 'L',S NLN Würden, sind faft selbstverständlich. Hervorzuheben wäre nur der Vorteil, der darin liegt, daß jede Ausnahmebestimmung, die zu Gunsten eines Gebietes erfolgt, dann auch allen anderen zuteil werden müßte, und daß in Notfällen, die in einzelnen Landesteilen vorkommen können (z. B. Ztohlennot), ermäßigte Tarife auf so große Strecken zur Geltung kommen würden, wie sie kein einzelner Staat zugestehen kann. Sehr wichtig bleibt das Verhältnis bezüglich neu zu erbauender, oft unrentabler Nebenbahnen. Natürlich können dieselben nicht immer als gleichberechtigt sofort ausgenommen werden, und es muß jedem Staat überlassen werden, solche auf eigene kosten zu bauen, wo und wie immer es ihm beliebt. Von Wert wird cs aber dabei bleiben, daß der Betrieb von dem ganzen Verbände geführt wird, und daß für die auf- gen^ndten Kosten doch eine, wenn auch geringere Verzinsung zu erzielen ist. Ebenso ist es für Hessen von Wichtigkeit und würde es in gleicher Weise wohl auch für manchen anderen Staat sein, daß die Kosten, die für Vermehrung von Lokomotiven und Waggons aufgewendet werden, sofort verzinst werden, so daß die oft schädliche Sparsamkeit in dieser Richtung nicht mehr nötig ist. Der Artikel schließt mit den Worten: „Bei dem zwischen Preußen und Hessen geschlossenen Vertrag befanden sich beide Teile dadurch, daß ihre Linien vielfach das Gebiet des anderen Teiles durchkreuzten, daß einige Linien gemeinsam waren und auch wieder einzelne Landesteile, wie z. B. Ober Hessen, Enklaven in fremdem Gebiete bildeten, in einer Art Zwangslage. Keiner der anderen süddeutschen Staaten befindet sich in ähnlicher Lage; aber auch für Preußen liegt die Notwendigkeit einer Vereinigung nicht so klar vor. Tier merkantile Wert und der finanzielle Vorteil eines Zusammenschlusses liegt lster für den Norden zumeist darin, daß er sich die natürlick)en und kürzesten Wege für den Verkehr nach Süden eröffnet, für die anderen Teile darin, daß sie nicht mehr nach rechts und links umgangen, sondern voll vom Verkehr berücksichtigt werden Diese Vorteile sind immer noch groß genug, um jedem Teil die Einigung sehr erwünscht zu machen. Es können dann auch die Abmachungen über den Wert der beiderseitigen Linien und die Teilung des Gewinnes keinen unüberwindlichen Schwierigkeiten begegnen. Der aus einem vereinfachten und verbilligten Betrieb zu erwartende Nutzen ist so groß, daß allen Teilen erhöhte Einnahmen gerade so wie jetzt in Hessen-Preußen zufallen müssen." Die oben genannte Broschüre von dem Anonymus Fer- roviarius hat auch ein Vortvort, das von dem bekannten Frhrn. v. Wöllwarth-Lauterburg geschrieben ist und behauptet, durch den Inhalt der Broschüre sei der Beweis erbracht, welche finanziellen Vorteile den andern Verwaltungen erwachsen müßten, wenn diese einen ähnlichen Vertrag mit Preußen abschließen würden, abgesehen — so fügt Herr v. Wöllwarth hinzu — „von den unberechenbaren Vorteilen für die Verkehrsinteressenten"! — Daß der Staatskasse unseres Landes aus der Eisenbahn- Gen>einsck)aft höhere Einnahmen erwachsen sind, läßt sich ja nicht bestreiten. Daraus folgt aber noch nicht, daß bei andern bisher selbständigen Eisenbahnverwaltungen das Gleiche der Fall sein würde. Die hessischen Eisenbahn-Einkünfte waren bekanntlich vor dem Vev- trage mit Preußen durch künstliche Verkehrsablenkungen außerordentlich geschmälert worden, was im gleichen Maße für andere Eisenbahnverwaltungen nicht zutrifft. Ob aber die Gemeinschaft für die hessischen Volksinteressen einzelner Bundesstaaten von eigenen Eisenbahnbehörden besser getvahrt zu werden pflegen, als von Berlin aus, das weiß man besonders im Großherzogtum Oldenburg. Vor allem aber bedeutet die Eisenbahngemeinschaft mit Preußen für den einzelnen Bundesstaat die Preisgabe eines Teils seiner politischen Selbständigkeit. Das können wir Hessen beim besten Willen nicht leugnen. Und daß die Eisenbahnbeamten jetzt die mannigfachsten Klagen führen, das ist erst kürzlich an dieser Stelle deutlich zum Ausdruck gekommen. Zn der h e s s i s ch e n K a m m e r hat der Finanzminister Gnauth über die Main-Neckarbahn eine etwas gewundene Erklärung abgegeben, die darauf schließen läßt, daß auch diese Bahn in die preußisch-hessische Genossenschaft demnächst einbezogen werden wird. Man wird diese i Erklärung in weiteren Kreisen mit gemischten Gefühlen entgegengenommen haben. Nolitische Tagesschau. Die „Köln. Volks-Zeitung" bringt einen schriftlichen S t i m m u n g s b e r i ch t vom 17. d. Mts. aus Petersburg. Tarin beißt es: Gestern erhielt der Stadthauptmann von St. Petersburg, Generalleutnant Kleigels, eine tenographierte Zuschrift, daß die Studenten beschlossen hätten, sich bei der Beerdigung des ermordeten Unterrichtsministers Bogoljepoff auf dessen Sarg zu kürzen und den Leichnam aufdieErdezu werfen, da ein Mann wie Bogoljepoff nichts besseres verdient habe. Weiter wurde mitgeteilt, daß am Montag ein Angriff auf alle die Redaktionen gemacht werden würde, die diesen: „Mörder der studentischen Jugend" sympathische Nachrufe gewidmet. Thatsache ist, daß die Polizei, die für die Sicher heitdesZaren zusorgen hat, nichtmehr dernäch st en Hof Umgebung völlig traut. An den Thüren des kaiserlichen Schlafzimmers und ebenso an denen des Arbeitskabinetts sind neuerdings die Mechanismen so geändert worden, daß nur zwei oder drei Personen wissen, wie diese Thüren von außen zu öffnen sind, wenn sich der Zar in den genannten Zimmern befindet. In dem Arbeitskabinett sind fünf Schreibtische aufgestellt, die der Zar abwechselnd benutzen soll, sodaß niemand genau weiß, an welchem Schreibtisch der Zar gerade arbeitet. Schon seit lange sind übrigens die Wände des Arbeits- und Schlaftabinetts mit Stahlver Panzerung versehen und weisen eine Menge geheimer Ausgänge auf! Tas ist sehr interessant, ob's aber wahr ist, ist eine andere Frage. Es giebt in der ganzen Welt keinen Ort, wo soviel Klatsch in der „Gesellschaft" kolportiert wird, wie in Petersburg. wird außerdem der Dorwurf deü Nichterkennenwollens der Wahrheit zege i den Ehrenrat des Düsseldorfer Landwehr OifizierkorpS von neuem erhoben. Nach zweimonatlichem Ausliegen im Buchhandel wurde das Buch von der Behörde beschlagnahmt und von dem vorgesetzten DiorsionS Kommandeur des Ehrenrats gegen Frhrn. v. Erhardt wegen Beleidigung des genannten Ehrern als, auf Grund der SS 185 und 186 des Strafgesetzbuchs, der Strafantrag gestellt. Durch Urteil der Düsseldorf« r Strakkammer ist nun das beschlagnahmte Buch frrigegeben worden. Die Kosten wurden der Staatskasse ouferlegt, da der Verfasser in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Tabak. Das Tabakgeschäft verlief in der Berichtswoche sehr ruhig. Es kamen nur einige kleinere Abschlüsse zustande. Jedenfalls liegt der Grand der matten SUmmung darin, daß der größte Teil der Mannheia er Fabrikanten seinen Bedarf so ziemlich gedeckt hat, während wieder ein weiterer Teil derselben erst die Beendigung der fteinuntation abwarttn will. Auch der momentan nicht besonders günstige Geschäftsgang der Fabrikation dürfte etwas hemmend auf den Einkauf wirken. Im Ver hältms zum Platzgeschäft ist der Verkauf nach außerhalb ein etwas regerer zu nennen. In alten Tabaken in nicht zu hoher Preislage best-ht ncr= mehrte Nachfrage. Es wurden im Laufe der Berichtswoche ca 800 Ztr. 1896er Rheinbayrischer Tabak zu Mitte 30 Mk, 200 Ztr. 1897er Gun i- Tabake zu 33 Mk, ca. 200 Ztr. 1898er Rhetnbaynfcher Zigarrcntabak zu 30 Mk, und ca. 250 Ztr. 1896er Rheinbayrifche Umdtatteinlage zu 45 Mk. transtt gehandelt. In loser entrippter Einlage besteht vermehrte Nachfrage. Es wurden kleinere Partien zu 78—80 Mk. versteuert verkauft. In losen Pfälzer Rippen gefchäftslos, lose feine 8,50—9,00 Mk., 1 gebündelte 10—11 Mk. Aotyltn« Es notieren: Ruhr-Fettnuß Körnung I und II Mk. 21b bi» Mk. 220, Nutzschmiedekodlen Mk. 190 bis Mk. 200 .Deutsche . Snthr-cit-Nußkohlen Mk. 325 biS 335, englische Anthractt-Nußkohlen Mk. 365 biS Mk. 375 Rudr-Flammnuß Körnung I und II Mk. 210 . bis Mk. 220, Ruhr-Flammnußkohlen III Mk. 200 bi« Mk. 210, Fettschrot Mk. 170 bis Mk. 175, Ruhr-BruchcokS Mk. 315 bis Mk. 325. ' AuSstebarteS Mk. 150 biS Mk 160. Alles per 10 Tonnen ab Mann- heim. Die Zufuhren beginnen stärkere zu werden, dagegen bleibt auch die Nachfrage nach wie vor rege. In der russischen Hauptstadt war dieser Tage das Gerücht vou einem Attentatsversuch auf den Zaren verbreitet. Das Gerücht findet nun, wie ein Wiener Blatt behauptet, die denkbar harmloseste Erklärung. Für den Tag, an dem die ersten Studenten-Demonstrationen in Petersburg stattfanden, hatte der Zar seinen Besuch in der Marine-Kadettenschule angesagt, und er machte auch den Besuch, trotzdem die inzwischen eingelaufenen Rapporte über die Demonstrationen von der Fahrt durch die Straßen abrieten. In der Marine-Kadettenschule gestattet nun der Direktor einem Offizier, den Zaren zu photographieren, und dabei geschah es, daß die Begleitung des Kaisers in ihrer Nervosität beim Auf- und Zu klappen des Llpparates heftig erschrak, indem man glaubte, daß ein Schuß abgegeben worden sei. Dies die harmlose Tarstellung der Ent- stehungsursache des Gerüchtes. Gerichtssaab — Zweikampf und rpiritt-m«» vor Gericht. Ein Prozeß widtr den früheren Rittmeister Frhrn. v. Erhardt gelangte am Donnerstag vor der 3. Strafkammer des Düffeldorfer Landgerichts zur Verhand lung. Im Jahre 1896 wurde Frhr. v. Erhardt vom Ehrengericht deS Düsseldorfer Landwehr-Offizierkorps zum Verlust des Rechts, die Uniform zu tragen und zum Verlust deS Offizierstitels verurteilt, weil er die Herausforderung des damaligen ReferendarS Dr. Evers zum Zweikampf abgelehnt hatte, v. Erhardt hatte den Dr. Evers für nicht satisfaktions- fähtg gehalten, weil dieser, nach der Behauptung des v. Erhardt, bei Gelegenheit spiristischer Versuche in einer Sitzung der Düffeldorfer Psychologischen Gesellschaft sich der Täuschung und des Ehrenwortbruchs schuldig gemacht habe. Aus Anlaß des Urtells des Ehrengerichts ließ o. Erhardt an den Oberstleutnant Gescher und den Generalmajor v. d. Horst eine Herausforderung mit tätlichen Waffen ergehen, da et sich durch die von diesen in ihrer amtlichen Eigenschaft abgegebenen Gutachten beleidigt fühle. Die Forderungen wurden abgelehnt. Frhr. v. Erhardt beschuldigte hierauf in einem Zeitungsartikel den Ehrenrat der parteiischen Rechtsprechung mit dem Bemerken: „Man habe die Wahrheit nicht erkennen wollen", v. Erhardt wurde deshalb wegen öffentlicher Beleidigung des Ehrenrats des Düffeldorfer Landwehr-Offizierkorps und wegen Herausforderung zum Zweikampf zu 5 Monaten Festung und 500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Im Herbst 1897 veröffentlichte Frhr. v. Erhardt unter dem Titel: „Ehre und Spiritismus vor Gericht. Eine Kampfesschrist für Wahrheit, fitt- liches Recht und Justizreform" ein umfangreiches Buch. In diesem bezeichnet er alle ihm widerfahrenen Rechtsakte als gesetzwidrig und fordert Reform des Straftechts, der Ehranschauungen, der Duellzustände und der Weltanschauung auf spiritualistisch empirischer Grundlage. In dem Buch GpiritttS. Spiritus war an der Berliner Börse bei reichlichen Zufuhren fast unverändert 44 Mark 20 Pfennig. Nur an einem Tage konnte sich derselbe auf 44 Mark 30 Pfennig heben. Biehmarkt. Das Geschäft entwickelte sich an den meisten Märkten während der Berichtswoche etwas besser. Die Umsätze in Großvieh waren im Verhältnis zur Vorwoche etwas belangreicher, hauptsächlich waren es mittlere Qualitäten, die den einzelnen Märkten mit Vorliebe entnommen wurden. In Kälbern bestand wenig Nachfrage. Die Zufuhren sind mittelmäßige zu nennen, an einigen weniger frequentierten Plätzen wurde damit vollständig geräumt. Fette Schweine zogen im Preise etwas an, der Handel hierin ist als mittelmäßig zu bezeichnen. Läufer und Milchfchweine wurden dagegen lebhafter gehandelt. Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Giehttt. 11, Woche vom 10. März bis 16. März 1901. (Einwohnerzahl: angenommen zu 25 560, inll. 1600 Mann MUitär.) Sterblichkeitsziffer: 28,480/00, nach Abzug der Ortsftemden 18,30°/» Kinder An m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Es starben an: £ usammen: Erwachsene: I. hn Lebensjahr: vom 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht Lungenkatarrh und 2 2 — — Lungenentzündung 4 (1) 3 — 1 (1) Bauchfelliuberkulose 1 (1) 1 (1) — — Diphtheritis 1 (1) — — 1 (0 Magenkrebs 1 (1) 1 (1) — L^bensschwäche 2 — 2 — Krämpfen 1 — 1 — Altersschwäche Durch Sprengschuß 1 1 — — verunglückt 1 Öl 1 (1) — — Summa: 14 (5) 9 (3) 3 2 (2) Spazierstöcke stets Neuheiten. Casseler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9 Ausschreibung. Die Lieferung einer eiseroeu Dezimalwage vou roob 150 kg Wiegekraft soll auf dem Wege der öffent- lichen Ausschreibung vergeben werden. Die Bedingungen liegen während der Dienststund:n auf uiferem technischen Bureau zur Einsichtnahme offen. Angebote sind bis zum Samstag den 30. d. M.. 4 Uhr nachmittags, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift ver sehen, bei uns einzureichen Gießen, den 23. März 1901. 2294 Städtisches Gas. und Wasserwerk Gießen. _________ Otto Bergen.________________ Holzversteigerung. MrstlichSolmfischeKöerförstereiKohensolms Am Dienstag, dem 26. März 1901, vor«. 9 Uhr. Zusammenkunft auf der Wctzlarer Kreisstraße am Kleinen Fürst!. Grundwald. Distrikt Annewatd vud Hrrmdrvald. Buchen: 69 rm Scheit und Knüppel, 17 rm Stock, 4460 Wellen; Elchen: 6 rm Scheit und Knüppel, 9 rm Stock, 680 Wellen; Fichten: 8 rm Scheit und Knüppel, 21 rm Stock, 1090 Wellen. Am Donnerstag, dem 28. März 1901, vorm. 11 Uhr, im Lokale des Gastwirts Sänger zu Hohensolms. Aus den Distrikten Kollerverg, LappenVerg, Pfaffen- stranch. Buchen: 80 rm Scheit und Knüppel, 33 rm Stock, 3000 Wellen; Eichen: 4 rm Scheit und Knüppel, 24 rm Stock, 600 Wellen; Fichtm: 10 rm Scheit und Knüppel, 2 rm Stock, 90 Wellen. Ferner Distrikt InnLernwakd. Buchen: 4 rm Knüppel, 1950 Wellen; Eichen: 7 rm Scheit unb Knüppel, 14 rm Stock, 110 Wellen. Distrikt Anchev- Serg. Buchen: 1 rm Knüppel; Eichen: 8 rm Knüppel; Birken? 3 rm Scheit und Knüppel, 100 Wellen; 2310 Eichen« Wellen, Fichten: 1 rm Knüppel, 2 rm Stock, 10 rm Reisig. Außerdem an Nutzholz: 2 Birkenstämme, 13 Fichten und 4 rm Eichen-Nutzknüppel (2 m lang). Distrikt Alker. 30 rm Buchen-Reifig. Am Freitag, dem 29. März, vorm. 9 Uhr. Zusammenkunft am „alten Kalkofen", Südspitze des Distrikts Pfaffenmark. Aus Distrikt 'Nfaffenmark. Buch?»: 47 rm Scheit und Knüppel, 13 rm Stockholz, 7800 Well n; 15 rm Hainbuchen- Knüppck; 100 Fichten-Wellen. 2278 Holzversteigerung. Freitag de» 29. März 1901, vou vormittags 9 Uhr au, soll in dem Anneröder Gemeindewald, in den Abteilungen 16b Suhl, 19 Hute und 26 Hang, nachverzeich- neteS Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 85 Kiefernstämme von iS bis 45 cm Durchmesser, 4 bis 14 m Länge — 36,63 fm haltend, dabei zirka 10 fm Schnittholz, 233 Fichten > Derbstangen — 8,39 fm haltend. B. Brennholz. 142 rm Nadel-Knüppel, 6850 Nadel-W llen,dadeil300 lange Wellen, zu Spalter und Bohnenstangen geeignet, die Übrigen Durch- forstungsweLen, 22 rm Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Pfarrweg. Annerod, den 23. März 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Horn. 2292 Darmstädter Pädagogium. Darmstadt, Niedcr-Ramüädterstraße 28. Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen, ioiie tut mittlere und obere Klaffen höherer Lehranstalten. Stile Erfolge. 1928 Beginn des Sommersemsters: 15. April. M. Elias. Bühl (Baden) März 1901 Giessen 2293 Statt jeder besonderen Anzeige. Dora Hanover Philipp Meyerhoff Verlobte. Bk W. W w. 'M W Sonntag den 24. Mr, vormittags 1O‘I2 Uhr, im Saale des LonyS Bierkeller (Schanzenstraße): Beffentlicher Vortrag oes Herrn Gewerbeinspektors Engeln über: Vie Gemrbeichektilm im KM Gieße«. Alle Arbeiter werden zu zahlreichem Besuch freundlichst eingelaven._______________________________________________2591 Im Leben nie wieder! 340 Stück um nur 3 Wk. 50 Wfg. 1 prachtv. vergold. Uhr, 8jähr. Garantie, samt vergold. Kette, 1 pa. Leder-Geldtaschel, 1 reiz. Herrenring mit imit. Edelstein, 1 ff. Taschenmesser, 1 Kravattennadel mit Similistein, 1 Garnitur Double- gold'Manschetten- und Hemdenknöpfe, 1 Taschen»Toilettenspiegel, 5 reiz. 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Js., von vormittags V^UHr an, sollen im Reiskirchener- G.meindewald, in Distrikt Walbersberg und Beuererberg versteigert werden: 21 Fichtenstämmem. 7,39frn, 78 Fichten Derbstangen mit 3,21 trn, 248 im Nadel'Kiüppel 1450 Buchen. Durchforstungs- Wellen, 8940 Nadel-Reistg Wellen, 49 rm Nadrl-Stöcke. Die Zusammenkunft ist in der Schäferschneise. Reiskirchen, 22. März 1901. Gr. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. 2282 Hohversteigerung Das in den Gemeinde Waldungen von Atzbach, Dorlar, Kinzenbach, Krofdorf-Gleiberg, Launebach, Ovenhausen, Salz- b den und Wißmar liegende Nutzholz soll verkauft werden. Er sind zusammen etwa: 254 fm Eichenstämme 1. bis 4. Kl. (darunter 2 bis 4 m langes Grubenholz), 660 fm Nadelholz,Stämme und -Stangen 1. bis 4. Kl- Angebote ersuche ich mir bis zum io. April cr„ «ach- nnttaßö 6 Uhr. zuzusenden. Die Angebote der kleinen Hand- werter aus der hiesigen Bürger- meifterei auf kleinere Quantitäten finden ebenfalls Berücksichtigung. Zahlungstermin bei genügender Bürgschaft bis 1. November 1901. Die Bekanntmachung vom 18. d. M. wird hierdurch aufgehoben. Krofdorf, 22. März 1901. Der Bürgermeister: Lichtcnthaeler. § Aolzverkäufe in der 2281 ßs>. Gberförsterei Krofdorf. Es werden öffentlich meistbietend verkauft: !. Dienstag, 2. April d. IS., vormittags 10 Uhr, im Wetßbrod'schen Saale zu Salzböden. Schußbezirk Salzböden aus den Forstorten Kagetfchtag (Distrikt 70), Schkoßberg (Distrikt 75) und aus der Fatalität: Eichen — 3 rm Knüppel, 125 rm Reiser. Buchen — 238 rm Scheit und Knüppel, 170 rm Reffer. Eschen — 2 rrn Krüpp l (2 m lang) Fichten = 3 rm Scheit und Knüppel. Außerdem an Nutzholz: Eichen — 8 rm Rollholz (2 m lang). Eschen — 2 Abschn (0,30 fm). Fichte« 21 Abschn. (4,25 fm). 2. Mittwoch, 8. April d. Js., vormittags 10 Uhr. im Freuud'schen Saale zu Krofd07f. Schuhvezirk Krofdorf aus den Forstortcn Aungferanneuwald (Distrikt 6 und 7), Lescheuwald (Distrikt 8b), statte (Distrikt Hb) und aus der Totalität: Eichen — 6 rm Knüppel, 228 rm Reiser. Buchen — 149 rm Scheit und Knüppel, 2060 rm Reiser. sichten — 2 rrn Scheit und Knüppel. Hohversteigerung DouuerStag, 28. März <901, von vormittags VVr Uhr, soll im Oppenröder Ge meindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: a- Bau- und Werkholz. 3 Etchenstämme mit 1.38 fm 1 Birkenstamm mit 0.28 „ 250 Nadelstämme von 13—35 cm Durchmesser und 7 bis 18 m Län. e 84 68 fm 323 Nadel - Derb- stc-ngcn mit 19.20 „ b. Brennholz. 75 rm Nadel- und Eichen- Knüppel, 1750 Well» n- Nadel-u. Eichen- Reisig, 16 rmNade^u.E chen-Stöcke. D-r Anfang ist bet der Seif- wiefe an der Kreichraße von Oppenrod nad; Albach. Oppenrod, 22. März 1901. Gr. Bürgermeisterei Oppenrod. ________Balser. 2290 Hohversteigerung Montag de» 25. März l.J.,von vormittags 9 Uhr an, kommen im Großen Bus. cker Gemrtndemald,Distrikte Galgen- b-rg, Oeienberg und Altenberg zur Bcrsteigenmg: 229 rm Nad l-Knüppel, 8200 Stück Nadel-Wellen, 9 rm Nadel-Stöcke Der Anfang ist im Galgen- berg, (10 Minutm vom Ort entfernt.) Großen-Bllseck, 22. März 1901. Großh.Bürgerm. Großen-Buscck Meyer. 2289 Kolzverkauf Donnerstag den 28. März d. I, vormittags IO Uhr, sollen in dem Hach bornerJnreressentenwaldSÄlag, Hegewald und Berg 63 Eichm- Stämme von 3 bis 12 Meter Länge, 25 bis 67 Cmtimeter Durchmesser, verkauft werden Zusammenkunft am Weg von Hachborn nach Wolfshauscn in der Nähe beim Entenpsuhl. Hachborn, 22. März 1901. (Poft Ebsdors.) Der Waldvorstand. Preiß. 2279 verantwortlich für den allzemrinm XeU; P. Shttfo; für brn Hlnzetgemeil - Hans «etf. _ Qm Rodberg mit Obst- \jFUiiiu bäumen, 1100 n. groß, ist au Vern Näb. Neuenweg 41, II Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze- Extractes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöch- it er innen, nährenden Müttern und Reconvaleseenten jeder Art von hohen medicinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in Giessen bei 2297] Fr. Kühnhold. Bier-Depot, Ludwigstraße 55. e®ee®e®®©e®®eeeee»»e©»eee9eeeen sZahrräder Geldschrank-Fabrik 2288 imd vrrlaq brr Brühl lchcn UmoerstkälS-Buch» und Strinbruderri lvtetlch Erben) tn Ateßrn. v es v 'S Di® neuesten Modelle der von mir geführten erstklassigen Fabrikate, wie: Adler, Wanderer, Mars, Gritzner sind eingetroffen, ebenso die Neuheiten in Laternen, Glocken nsw. Fr. Krogmann 9 g und grösste fachgemässe Reparaturwerkstatt Oberhessens. §ie Heutige Wummer umfaßt 18 Seiten.