Nr. 20 Zweites Blatt Donnerstag den 24. Januar 1901 MchemrAnzeiger lten erlaubt G Heneral-Mn^eiger Zlints- und Anzeigeblntt fiw den TL^eis Gieszen ionia in Der neue König von England nicht aber als politischen Faktor gelten läßt. In dem engen öleutftfu' Inifer SVriphrirfi ITT dann unser Großherzog nicht aoer atS pomacyen rZanor geilen latzi. jn oem engen Ludwig IV ?nd^ ^inzHHeinrich von Battenberg, dersKreise der Repräsentation aber ist kaum Spielraum zur Ent Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorrn. W UHr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Me Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pi, Alezugspreir vierteljälirl. Mk. 2.20 monatlich 75 Pfg. mit Bnngerlohn^ durch die Abholcstelleu Dicrteljäbrt. Ml. 1.90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2.— vierteljährt. ohne Bestellgeld. 151. Jahrgang Erscheint täglich otit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener Aamikleuötätter »erden dem Anzeiger w Wechsel mit „Hess. Landwirt" a. „Blätter für heff. BoltSkunde" »vchtl. 4 mal beigelegt. NedaMon, Expedition und Druckerei: Schulstrahe Nr. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Siehe». Fernsprecher Nr. 5L, Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der heßische Landwirt, Mittler für hessische Uolksknnde. Sachen. Christo N* Giessen ; ALS faltung irgendwelcher Aspirationen gegeben. So rohren es wohl hauptsächlich die äußeren Umstände, die den heutigen König in die Reserve zwangen und auf die Rolle des Repräsentanten der Krone beschränkten. In dieser Rolle nun, der einzigen, in der die breite Oeffentlichkeit ihn kennt, hat er sich glänzend bewährt. Im Jahre 1849 trat er zum erstenmale an der Hand seines Vaters, des Prinzgemahls, in die Oeffentlichkeit. ES war aus Anlaß der Einweihung eines öffentlichen Gebäudes. Der kleine blonde Junge gefiel allgemein, wenn er auch, wie Glckdfione an seine Frau schrieb, „nicht den Eindruck machte, als verstehe er die Ansprüche der Lordmayors, der ihn als „Hoffnung auf eine lange Reihe von Königen" begrüßte". Wer wollte zählen, wie viel solchen und ähnlichen Festlichkeiten der jetzige englische König seit jener Zeit bis heute beigewohnt hat? So leicht, wie sich die Sache ansieht, ist sie wahrlich nicht. Es gehört viel Gewandtheit, Takt, Schlagfertigkeit, Ausdauer und viel, sehr viel gute Laune dazu. Der gewesene Prinz von Wales hat aber die Kunst des Gefallens gelernt und nie bei solchen Gelegenheiten durch Wort oder Blick Müdigkeit oder Langeweile verraten. Immer hat er sich voll Enthusiasmus und Interesse, immer freundlich und zuvorkommend gezeigt. Mit dem Prinzen von Wales hat man bisher ziemlich allgemein den Begriff des Kavaliers und Lebemanns comme il faut verbunden. Er ist unleugbar ein Verehrer der Frauenwelt, dem Klub mit allen seinen Passionen, dem Sport sehr zugethan. Bei uns hatte man zu Studien über den jetzigen König bisher fast alljährlich in Homburg v. d. H. Gelegenheit. Es war amüsant, zu beobachten, wie der Prinz dort von vornehmen Engländerinnen und Race-Amerikanerinnen förmlich belagert, und die überaus glücklich waren, der Auszeichnung eines knappen Grußes und einer ebenso kurzen An- rede gewürdigt zu werden. Bisweilen stattete der Prinz Frankfurt a. M. einen Besuch ab. Sein Erscheinen im Opernhause wurde stets lebhaft bemerkt, namentlich, wenn er sich in schöner Begleitung befand. In früheren Jahren wurde von dem offiziösen Draht über diese Besuche gewissenhaft Bericht erstattet. Auf seinen Wunsch, „inkognito" zu bleiben bei solchen Gelegenheiten, soll die Abschaffung des Brauches zurückzuführen sein. Daß aus einem genußfrohen Thronfolger ein ernster Monarch wird, beweisen viele Blätter der Geschichte. Wie Prinz Heinz bei Shakespeare, König Heinrich geworden, den vertrauten Zechgenossen Falstaff kühl in die Schranken weist, wird wohl auch der jetzige König Eduard VII., den Bruch mit der Vergangenheit vollziehen. Die neue Königin von England, Alexandra, eine schlanke, dunkeläugige Dänin, hat es früh verstanden, die Sympathien der so kühlen und Fremden gegenüber so mißtrauischen englischen Bevölkerung zu gewinnen. Sie ist eine von den glücklichen Naturen, die ihr offenes gutes Herz auf dem Gesichte tragen. Stets zur Hilfe bereit, stets teilnehmend in Leid und Freud, besitzt sie die Gabe, sich das kühlste Herz zu erschließen und selbst die Fernstehenden anzuziehen. Was der Engländer von ihrem Familienleben weiß, trägt noch dazu bei, sie ihm sympathisch zu machen. So sehr die englischen Publizisten es vermieden haben, vom Privatleben des bisherigen Prinzen von Wales Notiz zu nehmen, so gern sprachen sie von dem reizenden Heim in Sandringham, in dessen Mittelpunkt die Prinzessin als Hausfrau stand. Von der politischen Stellung des neuen Königs zu sprechen, ist fast unmöglich. Ist er ein Liberaler oder ein Tory seiner Gesinnung nach? Wer weiß es? Auf beiden Seiten hat er intime Freunde, und obwohl die Liberalen es häufig ostentativ betonten, er und seine Frau seien die größten Bewunderer Gladstones, den sie höher schätzten, als jeden anderen Staatsmann, hat er nie etwas gethan und geäußert, was eine Parteinahme verraten hätte. Trotzdem er an Staatsgeschäften nie beteiligt war, hat er jedoch stets ein offenes Auge für alle Vorgänge bewiesen, sodaß man erwarten kann, er werde mit genügender Erfahrung, für die ja auch sein Alter spricht, an die Geschäfte herantreten. So viel man bisher von ihm gesehen hat, ist er ein Mann von rascher Auffassungsgabe, ein Mann, der viel erfahren und gelernt hat, ein wunderbares Gedächtnis und ein großes Assimilationsvermögen besitzt. Sein Sohn, .der seitherige Herzog von York und jetzige Prinz von Wales, hat begreiflicherweise vor der Oeffentlichkeit eine noch weit geringere Rolle gespielt als sein Vater. Der neue Prinz und die neue Prinzessin von Wales haben sich bisher öffentlich wenig blicken lassen. kommt es, daß mau von ihnen auch verhältnismäßig nur wenig weiß. In England ist es beinahe zur Traktion geworden, dem Thronfolger eine oppositionelle Stellung zur Krone einzu räumen. Die englische Geschichte weist unzählige Beispiele auf, in denen der Kronprinz der Sammelpunkt war, um den sich die Unzufriedenen.des Reiches scharten. Um so auffälliger mag es deshalb erscheinen, daß der Mann, der mehr als 40 Jahre in der Oeffentlichkeit die undankbare Stellung eines englischen Thronfolgers bekleidet hat, dieser zur Tra dition gewordenen Gewohnheit nicht entsprochen haben sollte. Und doch war dem so. Der neue König von England hat in seiner Eigenschaft als Prinz von Wales mit großem Takte sich in den engen Grenzen gehalten, die seine prekäre Stellung ihm vorschrieb. Er hat sich stets nur als Repräsentant der Königin, seiner Mutter, gegeben, seine Person stets in den Hintergrund gerückt, sich nie Rechte angemaßt, die ihm nicht zustanden. So schwer ihm diese Aufgabe auch fallen mußte, sie wurde ihm dadurch gewissermaßen erleichtert, daß die moderne englische Verfassung, die der Krone so wenig Rechte einräumt, für den Kronprinzen überhaupt keine übrig hat und den Thronfolger nur als repräsentative Persönlichkeit, Aufgeben ihres Widerstandes gegen die Eroberungspolitik in Südafrika gezwungen haben. Die wichtigste Frage für England ist jetzt die, wie der neue Herrscher den Krieg Südafrika beenden wird. letztere auf einer Expedition in Westafrika; auch der älteste Enkel der Königin in der direkten Thronfolge, Herzog Albert Viktor von Clarence, starb plötzlich, und sein jüngerer Bruder, Herzog Georg von York, übernahm die präsumtive künftige Thronfolge. Endlich hat das Leiden der ältesten Tochter, Kaiserin Friedrich, das Gemüt der Königin Viktoria in den letzten Monaten ihres Lebens stark belastet. Während der Regierungszeit der- Königin Viktoria hat nur wenige Jahre lang innerhalb der Grenzen des britischen Reiches völliger Friede geherrscht. In Cariada und in Afghanistan, irk China und Egypten wurden Kriege geführt, tief hinein in den Sudan wurde das Schwert getragen, bis Kitchener die letzte Blutarbeit that, die Mahratten und die Sikhs wurden niedergeworfen, vor Sebastopol wehten britische Flaggen, Abyssinien, Jamaika, Neuseeland, und endlich Südafrika — überall dehnt sich ein Panorama, das selbst die Kunst Wereschagins nicht umfassen, nicht meistern könnte. Die Dahingegangene hat die meisten dieser Kriege nicht gewollt, am wenigsten den Bur en krieg. Sie hat sie nur geduldet. Im Britenreiche ist die Macht der Könige eingeengt durch die Souveränität des Volkes, die letzten Entscheidungen werden nicht von ihnen, sondern von den Parlamenten und den Ministern getroffen. Sie können nicht frei ihre Individualitäten entfalten, sie können selbst in kritischen Tagen den persönlichen Willen nicht durchsetzen gegen den Zwang der Verfassung. Königin Viktoria sah auf den südafrikanischen Kriegspsaden ihren Enkel sterben, den Prinzen Christian von Schleswig-Holstein, sie sah, wie die Waffenehre ihres Reiches beeinträchtigt wurde, der Kampf in eine unabsehbare Dauer nutzloser Greuelthaten ausartete. Das war zu viel für dies stolze, alte Herz. Es mußten in ihr auch Besorgnisse aufsteigen hinsichtlich der Zukunft ihres Riesenreiches, ihr mußte vor der Zukunft bangen. 9hm hat die hohe Frau ihren Frieden. Das Viktorianische Zeitalter Englands schließt seine Thore, aus dem Grabe der Königin steigt das neue Jahrhundert für Großbritannien auf, und daß sein Charakter von dem des vorigen verschieden sein wird, das ahnt heute auch mancher von denen, die die Königin leichten Herzens zum MHWMHM Beiverkauf in Her® bitte« herabgesetzt. Freisen 5ii M &.ntrefcn btt darin massenhaft ( WM me« bi’* »5 **!S***’ * "Polster-, ^em alten Rom. Sehr lebhaft und unermüdlich war für alle Resorm- chätigkeit der Vetter und Gemahl der Königin interessiert, Prinz Albert von Sachsen-Koburg. Fähigkeit,_ Menschenfreundlichkeit und ein nie versagender Takt ließen ihn von Jahr zu Jahr an Einfluß gewinnen, und bei seinem Tode bezeichnete mau ihn als so etwas, wie den ungekrönten König von England. rr Die fast 22 Jahre jener am 26. Februar 1840 geschlossenen Ahe waren von ungetrübtem Familienglück beschienen. An Trauer hat es der Königin deshalb in ihrem Hause nicht gefehlt; von ihren vier Söhnen und fünf Töchtern hat sie den zweiten und vierten Sohn und die zweite Tochter vor sich aus dem Leben scheiden sehen müssen, den Herzo g Alfred von Sachsen-Koburg-Gotha, den Vater unserer Großherzogin, und den Prinzen Leopold, Herzog ton Albany, dann unsere allverehrte Großherzogin Alice von Hessen. Von Schwiegersöhneii starben der H. T'Ä* Königin Viktoria Osborne, 22. Jan. Die Königin Viktoria ist heute abend 63/< Uhr gestorben. Gestern abend erhielten wir das vorstehende Telegramm, Äas wir heute in früyer Morgenstunde durch Extrablatt bekannt gaben. Im Alter von beinahe 82 Jahren ist nach kurzem Leiden Königin Viktoria von England verstorben und hat die Krone, die sie 64 Jahre getragen, ihrem Nachfolger überlassen. Nicht nur innerhalb der Grenzen des weiten Reiches, das sie beherrschte, sondern in ganz Europa wird ihr Heimgang betrauert. Das Blut der Königin Viktoria fließt in den Adern unseres Kaisers wie unseres Großherzoglichen Paares. Mit seinen Herrschern trauert das Volk um die „Großmutter Europas". Es ist ein reiches Stück der Weltgeschichte, das mit dem Leben der Königin Viktoria sein Ende findet. Damals, als die Achtzehnjährige, im Zauber frischer Jugend erstrahlend, ihrem Oyeim Wilhelm IV. auf dem Königsthron Englands folgte, waren kaum die Wunden geheilt, die Napoleons Schwert den Völkern der Erde schlug; fünf preußische Könige haben das Szepter geführt, während sie, die Tochter des Herzogs von Kent, an der Spitze des Weltreichs stand; Robert Peel, Rüssel, Palmerston, Derby, Disraeli, Gladstone, sie alle, die einst ihre Ratgeber waren, glitten an ihr vorüber, um schattengleich in der Vergangenheit zu versinken. Niemand ist übrig geblieben von den Vertrauten ihrer Jugend, und seit vierzig Jahren trug sie den Witwenschleier. Gewaltig aber haben unter ihrem Szepter die Kräfte ihres Landes sich entfaltet, und ein seltsames Geschick hat es bestimmt, daß sie in der Stunde des Scheidens nicht froh zurückblicken darf auf das Vollbrachte, sondern daß an ihr Krankenbett auch die graue Sorge tritt, die Sorge, ob das, was geworden, auch Bestand haben werde. Und vielleicht hallt auch aus weiter, weiter Ferne ein Schrei der Qual und des Entsetzens herüber, in Todesnot ausgestoßen von gemarterten Burenfrauen und ihren Kindern, daß er drang bis in das Königsgemach von Osborne. Die auswärtige Entwickelung des britischen Reiches in dem fast Zweidritteljahrhundert ihrer Regierung ist geradezu einzig; man muß auf das Reich Alexanders des Großen, aus das alte Nom und auf Palmyra zurückgehen, vielleicht am geeignetsten auf'die halbasiatischen Großreiche der hoch- asiatisch-oftindischen Welt, auf den Großmogul usw., um etwas auch nur annähernd ähnliches zu finden. Die ost- indischen Besitzungen sind unermeßlich erweitert worden, Aegypten ist tatsächlich englischer Vasallenstaat; in der australischen Inselwelt hat sich die englische Fahne mehr und mehr ausgebreitet; auf dem eigentlichen schwarzen Erdteil — das Nilland wurde von der Antike zu Asien gerechnet — hat man gerade in der jüngsten Zeit an verschiedenen Punkten große Territorialerwerbungen gemacht. Ter irische Katholik und Unterhausführer McCarthy veröffentlichte vor etwa 20 Jahren eine Geschichte des britischen Reiches unter Königin Viktoria, in der er die Dinge vom reichspatriotischen Gesichtspunkte aus zu schildern unternahm; er kommt zu dem Ergebnis, daß eine so glänzende Regierung, wie die der Königin Viktoria, noch niemals in England geführt worden sei. Seitdem sind noch weitere zwei erfolgreiche Jahrzehnte in das Land gegangen. Die innere Entwickelung des Landes hielt mit der auswärtigen zum Teil gleichen Schritt. Die verschiedenen Reformbillets brachten eine stufenweise Erweiterung des Wahlrechts zuwege, die dieses jetzt nicht mehr wert von dem allgemeinen Stimmrecht angelang't sein läßt; sozialdemokratische Wahlen sind trotzdem bisher nur vereinzelt vorgekommen. Englands Lebensgesetz ist, daß seine Grund- Aristokratie stets durch ihre auswärtige Politik dem m die Städte getriebenen, besitzlos gewordenen Teil des Landvolks gut gelohnte Arbeit in den Fabriken und womöglich eine Gelegenheit zur überseeischen Ansiedelung bietet. Darin, «ie beiläufig in einigen anderen Punkten, gleicht England * von Teck, hat sie unter anderen guten Eigenschaften- einen Leben verloren habe. Engländer und Buren Die letzten Stunden der Königin Viktoria man Hingen Deutsches Reich dann in Edinburgh, Oxford und Cambridge. 1860—1862 bereiste er Nordamerika und den Orient und drei Jahre bruch der Epidemie erklärt auch die zahlreichen Todes- später Ostindien. Bei Gelegenheit der silbernen Hochzeit des damaligen deutschen Kronprinzen 1883 wurde er zum Ches der Blücher-Husaren ernannt und erhielt den Rang eines Generalfeldmarschalls. Seiner Ehe mit der dänischen Prinzessin Alexandra, Tochter Christians X. von Dänemark, sind zwei Söhne und drei Töchter entsprossen: Albert Viktor, jetziger Prinz von Wales, (geboren 8. Januar 1864), Georg (geboren 3. Juni 1865), Luise (geboren 20. Februar 1867 und vermählt mit dem Herzog von Tifle seit 1889), Viktoria (geb. 6. Juli 1868) und Maud (geb. 26. November 1869). Wie das bisherige Prinzenpaar von Wales auf dem Königsthrone das neue Prinzenpaar von Wales in der Rolle des Thronfolgers sich zeigen werden, liegt in der Zukunft. Edward VII., König von England, der jüngere Bruder der Kaiserin Friedrich, ist der älteste Sohn der Königin Viktoria von England und am 9. November 1841 im Buckinghampalast zu London geboren. Er wurde durch Privatlehrer unter Oberleitung seines Vaters erzogen, studierte widerstrebte und die Verbindung des künftigen Königs von England mit der Tochter des beliebten Herzogs von Teck mit Jubel begrüßte. Die Beschäftigung des seitherigen Herzogs von Aork war die eines reichen, vornehmen Engländers. Da ihm eine öffentliche Stellung nicht zukam, blieb ihm nur der Sport. Er ist als guter Schütze und Angler bekannt und beliebt. Auf dem Gebiet der Landwirtschaft ist er zu Hause; er hat auf seinem Gut in Norfolk eine Musterwirtschaft errichtet, die ihm entsprechende Beschäftigung bietet. Von seinem Charakter erzählen die Leute, die ihn näher Berlin, 22. Jan. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde heute wieder einmal das Thema von der Not der Landwirtschaft und der Zollpolitik erörtert. Frhr. v. Wangenhetm (Bd. d. Landw.) und Dr. Barth (Frs.Ver.) traten hauptsächlich als Führer der Debatte auf. Neues von Belang wurde nicht vorgebracht. Man gewinnt auch nicht den Eindruck, daß die Tonart allmählich milder wird, W i e n, 23. Jan. Die gesamte hiesige Presse widmet der verstorbenen Königin von England äußerst sympathische Nachrufe und schreibt, daß nun an den Prinzen von Wales, den neuen König, die hohe und schwere Aufgabe herantrete, als Herrscher auf dem Thron sich zu bewähren. Hoffentlich werde er die Welt um einen- neuen Friedensfürsten vermehren. Der Kaiser und Graf Goluchvwsky haben sofort nach Empfang der Todesnachricht telegraphisch in London kondoliert. Zurückhaltung mag wohl die Hauptschuld daran tragen, daß die Engländer eigentlich noch nicht so recht wiffen, was sie an ihr haben. Von ihrer Mutter, der verstorbenen Herzogin Das Brüsseler Blatt „Petit bleu" versichert auf Grund eines Briefes, daß die Pest augenblicklich in der eng ischen Armee in Südafrika avSgebrochen ist. Der AuS- — Die heute tagende Generalversammlung der „Zeu- cralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen" hat sich, wie zahlreiche andere Vereinigungen, gegen die Wahl eines Doppeltarifs als Grundlage für die neuen Handelsverträge ausgesprochen. Da angesehene hervorragenden Sinn für Wohlthätigkeit geerbt. Wenige Frauen haben so viel für die Armen gethan, wie die verstorbene Herzogin. Ihre Hauptstiftung, die „Needlework Guild“, wird von ihrer Tochter in ihrem Sinne fortgesührt. So einfach die Organisation dieses wohlthätigen Vereins ist, der tausende von reichen Londoner Frauen umfaßt, so weit- n______o_____ _______ MVIl Vll reichend und weit wirkend ist er in seiner Fürsorge für die loschen Monarch^ gesehen haben. "—"„Gaülois" "ist der An- Bekleidung der Armen Londons. sicht, daß die Unterhaltung der Königin mit Lord Roberts Die Einfachheit, die sie im Hause ihrer Eltern gesehen, die Ursache gewesen ist, daß die Königin die Energie zum hat die neue Prinzessin von Wales in das Heim ihres Gatten gebracht. In der gleichen einfachen und ernsten Weise, in der sie und ihre drei Brüder erzogen wurden, erzieht sie auch ihre Kinder, unter denen sich der künftige König von England befindet. Paris, 23. Jan. Der „Figaro" schreibt: Mit dem Tode der greisen Monarchin endigt eine lange und glorreiche Regierung. Mit ihr verschwindet eine große und edle Persönlichkeit. — ,,Aurore" erklärt, die 64 Jahre dauernde Regierung wird den Gipfel, aber auch den Verfall der eng- Telegramm des Gießener Anzeigers. London, 23. Jan. Die Verlustliste vom gestrigen Tage über den südafrikanischen Krieg umfaßt 4 Tote und 43 an Krankheit Verstorbene, darunter 2 Offiziere. Von den östlichen Burenkolonnrn befindet fich eine zwischen MaraiSburg und Henning Siding. Hier kam am 18. d. M. eine Kappolizetpatrouille von 20 Mann mit 80 Buren ins Gefecht und mußte, Übel zugerichtet, nach MaraiSburg (östlich von Middelburg) schleunigst zurück; die Pferde waren ihnen sämtlich abgeschossen. älle, die seit einiger Zeit zu verzeichnen sind. Die eng- ischen Behörden verheimlichen die Nachrichten, um die Re krutierung der Yromanry und Polizeitruppen nicht zu verhindern. Mj Ein britischer Offizier, der jetzt im Krankenhause in Pretoria liegt, berichtet in einem Briefe folgendes: Lord Kttchener kam dieser Tage in daS Lazarett, um sich nach den Offizieren umzusehen, die sich nur krank stellen. Er ist ehr streng in allem. Neulich hielt er einen Offizier auf »er Straße in Pretoria an, weil er ein Monocle trug. Er agte: „Entschuldigen Sie, aber ist es für Ihr Auge absolut notwendig, das GlaS zu tragen?" Der Offizier antwortete: „Ja, Sir, gewiß." Darauf sagte Lord Kitchener: „Ich bin wählerisch und möchte nur Offiziere mit gutem Sehvermögen in Pretoria haben. Sie werden fich zum Nachrichtendienst im Bureau um 5 Uhr melden. mit, die Pfaudbriefbesitzer der Preuß. Hypotheken-- Aktienbank würden ohne Schaden davonkommen. Die Kommission nahm zwei Anträge an: Die Staatsaufsicht insbesondere durch Ernennung von Staatskommiffaren bei den einzelnen Instituten zu verschärfen und die Rechte der Treuhänder nötigenfalls im Wege der Gesetzgebung wirksamer auszugestalten. — Die Wormser Handelskammer hatte fich gleich den anderen Handelskörperschaften für die Aufrechterhaltung der bisherigen HandelSpoltik ausgesprochen. Nun aber wird aus Worms geschrieben: „Unsere Handelskammer ist umgefallen. Einstimmig hat sie am Freitag einen Antrag des Frhrn. v. Heyl angenommen, in dem sie ihre vorher gefaßten Beschlüsse wesentlich abänderte." — Nach der Zusammenstellung in dem Gesetzentwurf wegen der Versorgung der Teilnehmer an der o st a s i a t i s ch e n Expedition und ihrer Hinterbliebenen betragen die Gesamtkosten für die Armee 2195366 Mk., für die Marine 1546574 Mk., das sind zusammen 1464276 Mk. mehr als auf Grund des Pensiongesetzes zu zahlen wäre. — Wie die „Nat. Ztg." bestätigt, ist der am Sonntag vom „Vorwärts" veröffentlichte Bueck'sche Brief, ebenso wie der 12000 Mk.-Brief, oder vielmehr die erste Hälfte des letzteren, im Bureau des Zentralverbandes deutscher Industrieller entwendet worden, und zwar die neueste Veröffentlichung aus der Registratur desselben, die erste Hälfte des 12000 Mk.-BriefeS aus dem Papierkorb, in den das zerrissene Konzept dieses Briefes geworfen worden war. Der Thäter dürfte ein früherer Beamter des Zentralverbandes sein, deffen Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie erst nach seinem Ausscheiden.aus der Anstellung bekannt geworden war. Es sei nicht unwahrscheinlich, daß er sich noch andere Schriftstücke angeeignet hat und daß daher noch weitere derartige Veröffentlichungen bevorstehen. Mit ihrer Heirat hatten sie einen Wurnch des englischen Mitteilung von dem schweren Verluste, den die Nation Volkes erfüllt, das einer Heirat mit einer deutschen Prinzessin erlitten hat, mit tiefster Trauer empfangen und meinen '• — ■ Mitbürgern von der traurigen Nachricht Kenntnis gegeben. Der Name und das Andenken Ihrer Majestät werden immer in dem Herzen des Volkes leben. Gestatten Ew. Hoheit mir. Ihnen und allen Mitgliedern der königlichen Familie die aufrichtigste Teilnahme der City Londons an Ihrem großen Verluste auszusprechen. Dem Vernehmen nach tritt das Parlament heute nachmittag zusammen. Der König kommt sofort nach London, um vor dem Privy Council den Eid anläßlich der Thronbesteigung zu leisten. TelegraWVe des geheuer Anzeigers. kennen, das beste. Er hat einen ausgesprochenen Willen und London, 23. Jan. Beide Parlamentshäuser entschiedene Ansichten. Gerade heraus und offen, trägt er in ^rden sich heute nachmittag 3 Uhr versammeln. Fast alle feinem Wesen viel von der Art des Seemanns, der er ja befinden such bereits tn London. Die ^fftziere des !üng°r° Zeit gewesen ist. Bei aller Entschlossenheit prägt sich " “»•> jcbod) in seiner fieh zu geben, eine große Gutmütigkeit seiften. Alle Zivilbeamte, Parlamentsmitglieder re. müssen aus. Außerordentlich thatig und lebhaft, soll ihm die Muße, ben neuen Eid leisten, da ihr Eid sich nicht auf den Nach- die ihm seine Stellung aufgezwungen hatte, und die Unmög- folger der Königin bezieht. lichkeit, eine Karriere zu ergreifen, sehr schwer gefallen sein. London, 23. Jan. „Morning Leader" schreibt: Seit Wiederholtist deshalb auch die Frage aufgeworfen worden, warum dem Tode Gladstones erlitt die Nation keinen ähnlichen er nicht von der verstorbenen Königin zum Gouverneur einer Verlust wie jetzt durch den Tod der Königin Viktoria. Die englischen Kolonie gemacht worden ist. Wenn auch nicht als Minister und die hohen Beamten sind ersucht worden, ihre Vizekönig von Indien — «fine Stellung, die viel Erfahrung Remter beizubehalten. Den „Daily News" zufolge wird keine und reifstes Alter zur Bedingung macht — so hätte er doch Parlaments-Auflösung stattfinden, aber die politischen als Gouverneur von Kanada oder Australien Ersprießliches Dvlgen der n eue n SU gte r u ngwürden s ehr b e- leisten können. Seiner projektierten Reise nach Australien, P A die durch den Tod der Königin Viktoria vereitelt wurde, Viktoria 9 Herrscherin besessen wie dre Komgm scheint denn auch dieser Gedanke zu gründe gelegen zu haben. Q§6orne,23. Jan. Man versichert, daß gestern nach- Seme Gattin hätte ihn m einer solchen Aufgabe würdig mittag die Mitglieder der königlichen Familie drei Mal zu ergänzen vermocht. Ihre ausnehmende Bescheidenheit und nacheinander zur Königin gerufen wurden, das letzte Mal um halb vier Uhr. Seit dieser Zeit verließen sie das Krankenzimmer nicht mehr. Die Königin kam von Zeit zu Zeit wieder zur Besinnung, das Ende nahte jedoch mit großer Schnelligkeit. Die Königin gab ihren Geist auf ohne Schmerzen. Die Herzogin von York drückte der Königin die Augen zu. Am Dienstag vormittag wurde in Schloß Osborne folgendes Bulletin ausgegeben: „Tie Königin gewährt heute morgen Anzeichen abnehmender Kräfte und ihr Zustand nimmt wieder einen ernsteren Charakter an." Seit 10 Uhr waren die Mitglieder der königlichen Familie im Schlafzimmer der Königin versammelt. Der Pfarrer von Wipping- ham, dem nächsten Kirchdorfe bei Osborne, wurde ins Schloß berufen. Mit ihm erschien auch der Bischof von Winchester. Die Königin hatte seit Mitternacht beträchtlich Nahrung zu sich genommen. Sie hatte Intervalle klaren Bewußtseins, in denen sie ihre Umgebung erkannte. Ab und au verfiel sie in einen Zustand halber Bewußtlosigkeit. Erzählt wird ferner, daß sich die ersten Symptome der Gehirn-Affektion vor acht Tagen nach der AudienzLord Roberts''bei der Königin zeigten, ihre Unterhaltung sei damals verwirrt gewesen. Danach sei sie mehr und mehr in einen schlafsüchtigen Zustand verfallen. Es heißt, Champagner und Sauerstoff wurden benutzt, um die Lebenskräfte der Patientin zu stimulieren. Eine schwere Krisis fand Montag Mitternacht statt, die Familie war bei ihrem Lager versammelt und erwartete das Schlimmste, doch gelang es den Aerzten, den Lebensfunken wieder anzufachen. Die Königin hat Jeit dem kurzen Verweilen des icr/ an ihrem Krankenlager keine lichten Momente mehr gehabt. Die Königin erkannte den deutschen Kaiser HF? tomfte ihm freundlich zu, als er ihr Grüße und Wunsche der Kaiserin Friedrich überbrachte. Tas amtliche Bulletin über das Ableben der mit dem Ziel einer „Versöhnung" zwischen Stadt und Land. Königin besagt: „Ter Tod trat nachmittags 6 Uhr 30 Minuten ein." Nach einem Telegramm Balfours an den Oberhofmeister Grafen Pembroke enischlief die Königin sanft. Ter vor den Thoren von Lsboruhouse harrenden Bevölkerung wurde die Todesnachricht um 7 Uhr 8 Min. mitgeteilt. . „ „ o . Abends gegen 7 Uhr ging dem Lordmayor von London Eiglieder der Rechten, wie Graf Kanitz, sich ebenfalls als folgendes Telegramm des Prinzen von Wales Gegner des Doppeltarifs bekannt haben, dürfte auch die zu: „Osborne, 6 Uhr 45 Min. Meine innigstgeliebte Mutter Entschließung der Regierung in diesem Sinne ausfallen, ist soeben, umgeben von ihren sondern und Enkeln, ver — Die Budgetkommisfion des preußischen Abgeordneten schieden. Albert Edward." Ter Lordmayor erwiderte: Hauses setzte die Debatte über die Staatsaufsicht der Ich habe das Telegramm Ew. Kgl. Hoheit mit der Hypothekenbanken fort. Der Regierungskommissar teilte Hessische Handwerkskammer. (Origlnel-Ärtckel dkö „G^tz. Arz.") Sch. D a r m st a d t, 22. Januar. Die dritte Sitzung der hessischen Handwerkskammer fand heute nachmittag 2 Uhr im Sitzungssaale des Rathauses statt. Sie war von 36 Abgeordneten aus allen Teilen Hessens besucht. I. Falk-Mainz begrüßte die Versammlung und teilte mit, daß ein Mitglied aus Mombach zu der Sitzung nicht eingeladen wurde, da es aus dem Ortsgewerbeverein ausgeschieden und demnach nicht mehr stimmberechtigt sei. Ten Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes seit der letzten Sitzung der Kammer erstattet Sekretär Engelbach. Es geht daraus hervor, daß außerordentlich viel gearbeitet wurde und daß man auch schon gute Resultate erzielt habe. — Auf die Anregung, besonders auf dem Lande die Schulentlassung mit der Konfirmation zusammenzulegen, hat das Oberkonsistorium eine zusagende Antwort erteilt. Auf die bei den maßgebenden Behörden geschehenen Schritte betr. die Vergebung größerer Arbeiten auf dem Submissionswege statt an sogenannte Generalunternehmer seien gleichfalls entgegenkommende Antworten eingetroffen und teilweise schon sehr schätzenswerte Aenderungen getroffen. Ties wird von einzelnen Mitgliedern bestätigt. Auf Anregung der Regierung sei man auch der Frage der Bildung von genossenschaftlichen Verbänden näher getreten, umsomehr als die Regierung diesen Zusammenschluß sehr empfehle und event. auch pekuniäre Unterstützung bei Bildung derselben in Aussicht gestellt habe. — Hierauf wird ein Entwurf betr. eine Geschäftsordnung der Kammer beraten und mit kleiner Abänderung einstimmig angenommen. Hierin sind die Büreaustunden des Sekretärs von 8—12 und von 2—6 Uhr festgelegt und die Sprechstunden, die eine persönliche Aussprache notwendig machen von 10—1 Uhr bestimmt. In Anbetracht der vielen Arbeit des Sekretärs wird empfohlen, persönliche Anfragen nur im Notfälle auszuführen; hierbei wird noch festgestellt, daß vom 2. lbiis 21. Januar d. I. 968 Korrespondenzen ein- \ und 902 Postsendungen ausgingen. Der nächste Punkt der Tagesordnung betraf die Regelung des Besoldungswesens. Es sind die grundlegenden Bestimmungen betr. die Lehrverträge aufgestellt. Die Anmeldung aller gewerblichen Lehr- l i n g c hat bis jetzt ca. 4—5000 ergeben, auch sonstige Feststellungen sind erfolgt. Das ganze Material soll dem zu bildenden Ausschuß für das Lehrlingswesen überwiesen werden. WS Die $ oX-ieit weh' bessere L M r Mer W> Matenas den «st sW SM. Hriinewaid, «über, »'■“£ $ud)binbetmei|fer, J „.Mer, Lauterbach, V K.-M.Lölker-G Antrags, der die Verb Aufhebung des Verpy geht an den Ausichuß " K.-M. Schn bart 3nbuftrte so sehr gesch slein-Jnbustrie ein, b' hier nicht der Staat ' greifen, um Vorschrift Industrie, die nicht ti die Konkurrenz fei, m Ter forschende y an die Mitglieder, V und Lehrern ihren 1 Handwerk mehr wie geführt werden, da Ueberfüllung sei, w nächsten Jahren grof 3 SÄ' waren s. Zt. die Schöpfer und Gründer derartiger Schulen aus eigenen Mitteln ohne Staatshilfe. Der „mo; berne Humanitätsdusel mit den Lehrlingen" gehe zu weit Früher habe man viel anstrengendere und schwerere Lehrzeiten durchgemacht und dann doch noch abends aus eignem Antriebe mit gutem Erfolg die Schule besucht. Heute suche man die Arbeits- und damit die Lehrzeit außerordentlich zu beschneiden und greife hier sehr zum Nachteil des Meisters in dessen Rechte ein. Es sei auch richtiger gewesen, vor Verbreitung des Erlasses die Handwerkerkammer, die doch die berufene Instanz fei, zu befragen. Es sei ein außerordentlicher Fehler, die Schulzeit auf die Tageszeit zu ver- Jm Prinzip geht man hier mit sämtlichen deutschen Handwerkskammern einig. Kammermitglied Machwirt - Alzey beanstandet hierbei die durch amtliche Bekanntmachungen hervorgetretenen scharfen Strafbestimmungen, wird aber darüber aufgeklärt, daß man teils hierzu verpflichtet, teils gezwungen sei, b* man sonst nicht zum Ziel gelange. Kammermitglied Grünewald beantragt, daß allen hessischen Blättern die amtlichen Bekanntmachi zu kostenfreier (?) Aufnahme überweise. Die Unterrichtszeit in den gewerblichen Schulen giebt dem Mitgliede Rockel Veranlassung, in ausführlicher Weise seine Stellungnahme zu der Frage zu begründen. Er verwahrt sich besonders gegen den Beschluß des Ausschusses des Landesgewerbe-Vereius, der die Maßregel auf Frühe r> fegiing der Unterrichtsstunden für zweckmäßig erachtet habe. Die Folge davon sei der Erlaß des Ministeriums, daß die Handwerkerschulen nicht als Fortbildungsschulen im Sinne des Gesetzes zu betrachten seien re. Er weise auch entschieden den Vorwurf zurück, daß die Handwerker nicht das richtige Verständnis für die Gewerbeschulen haben, denn gerade die Handwerker und nicht der Staat ober die Städte " M bm Th hingewiefen, daß Th in Berlin am Donner spiel im fjitftgen @tal am ttfttn abenb bis i alchern Schwank „Mit alr Iößlwiniv" LuMü w- 6in bebau sich vor einigen Tage t brachte des Aden schäft Rullmann, u der Wirtschaft lud er eme unvorsichtige <8, ging mit bem Zimmerdecke. Troß t km sie Mr nodjma der Gesellschaft n der zielte Schuh von 26 (fahren fiel * "r sofort zuae; w Jiater wird M W «« Gerichts 22. Hfc ,in 1,1 M sofort ein. len« S'tafag. 23 i" ' b-H in b(r aus. Durch I tonnte1 gi i SN# btt «k-. -Anl, Tendenz: fest. 145 1. 473 817 Heß. 2. der Butterhändler H'inrich von 4330 1853 3. 2 Wahrung im GüterrechtS- 823 register ist erfolgt. Heß. 818 150 355 49.10 M. 43 10 „ 48.00 „ 97 30 » 89.50 „ 82.40 „ 82 40 M. 00.00 „ 75.10 „ 75.00 „ Laubach, ben 21. Jan. 1901. Großh. Amtsgericht. der Landwirt Ludwig Friedrich Jox und dessen Verlobte Karoline Repp von Ettingshausen; unter 70 rm 3 m Länge, Nadel.Wellsn, Schneider vor. Wetterfeld und dessen Verlobte Anna Rohn von Gonterskirchen; der Handelsmann Georg Graf IV. und d< ssen Ehefrau Elisabeths geb. Diehl von Villingen. Nadelstämme von 6 bis 16 m Länge und von 18 bis 30 cm Durchmesser ----- 41,69 fm, Nadelstangen mit 9,89fm, rm Nadel-Knüppel, hier- Bekanntmachung. Die folgenden Personen haben durch Ehevtttrag vor Großh. Amtsgericht Laubach als Güterrecht ihrer Ehe die Errungenschaft- - Gemeinschaft nach § 1519 ff. des B. G. B. vcreinbart: anfangend, kommen daselbst im Distr. Ftchtenpracht, Hermanns- dell und Pfingsweidr zur 93er* 31/» % Reichsanleihe . 3 o/o do 3 Vs % Konsols ... Bekanntmachung. Donnerstag den 24. d. VU, nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55 Haus- und Kücken« gerate aller Art, sowie eine Ladeneinrichtung, 1 Kassenschrank, eine Bohrmaschine u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 23. Januar 1901. Seipel, Gerichtsvollzieher. Länge und bis 35 cm Durchmesser mit zusamm. 172 fm, Fichtenstangen 1. bis 4. Klasse, Haufen Fichteti«Nutzreiser 1. Kl., zu Spalier und Leiterbäumen sich eign. Kirchliche Uachrichten. Lvauyelische Gemeinde. Donnerstag den 24. Januar, abends 8 Uhr, BtbelstUNde im Konfirmandensaal (Kirchstraße 9). Ev. Ich. 16, 28 ff Pfarrer Dr. Grein. Hohversteigerung DieuStag den Äv» Ja nuar, vormittags 10 Uhr, kommen im Grmeindewald Waldgirmes, Distrikt Bann- h ^rdt und Hainauer Wäldchen, zur Versteigerung: 85 Stück Eichenftämme von 30 bis 80 cm Durchmesser mit zusammen 95 fm worunter schöne Stümm, für Glaser sich eignend, 3 rm Eichen-Nutzsch-it. Zusommenkunft bei der Bannhardt an der Markwüse. Donnerstag deuSl.Ja- vnar, vormittags 10 Uhr legen. Abends besuchten dann die Herren die Kneipe und man niache fast eine Studenten schule durch diese viele Rücksichtnahme. In den gewerblichen Fachschulen werde entschieden mehr geleistet. (Großer Beifall.) Die Herren M achw i r t- Alzey und der Staats kommissar suchen den Redner zu widerlegen, doch unterstützen die Herren Scherf, Doll, K l i n g e l s ch m i d t, Loutz, Lower rc. die Ausführungen Rockels, der noch erklärt, daß eine bessere Lehrzeit mehr im Interesse der Lehrlinge als der Meister liege: man müsse der Regierung klar machen, daß auch noch andere Interessen zu vertreten seien. Das Material geht gleichfalls an den Ausschuß für das Lehrlingswesen. — Es folgt hierauf die Ergänzung der Kammer durch Zuwahl der Herren Ehr. Weeg, Schuh- machermeistcr in Gießen und A. Nessel, Schneidermeister in Offenbach a. M. ... 1. In den Ausschuß für das Lehrlrngswesen wurden gewählt: Franz Fürst I- Schlossermeister, Dieburg, Carl L a u tz, Metzgermeister, Darmstadt, G. K. Schmidt, Schneidermeister, Worms, Justus Weber, Weißbindermeister, Darmstadt, Jac. Wittekind, Schreinermeister, Büdingen. 2. In den Ausschuß für das Genossenschaftswesen: Heinrich Ewald, Schlossermeister, Roßdorf, A. Ne ssel jr., Schneidermeister, Offenbach, Karl Rockel, Spenglermeister, Darmstadt, Ehr. Weeg, Schuhmachermeister, Gießen. 3. In den Berufuu g saus schuß : Lorenz Grünewald, Buchdruckereibesitzer, Babenhausen, Wilh. L ö b e r, Bäckermeister, Gießen, Jacob Mach wirt, Buchbindcrmcister, Alzey, Gustav Maudt, Buchbiüder- meister, Lauterbach, sowie entsprechende Ersatzmänner. K.-M. Völker- Groß-Gerau bittet um Verlesung seines Antrags, der die Verbesserung des Herbergswesens und die Aufl-ebung des Verpflegungswesens bezweckt. Ter Antrag geht an den Ausschuß. K.-M. Schub art tritt für die durch die Pfälzer Stem- Jndustrie so sehr geschädigte Odenwälder Stein- und Hart- slein-Jndustrie ein, die ihrem Ruin entgegengehe, wenn hier nicht der Staat und alle maßgebenden Faktoren eingreisen, um Vorschriften zu erlassen, daß die hessische Stein- Industrie, die nicht teurer, aber ebenso leistungsfähig wie die Konkurrenz sei, mehr wie seither berücksichtigt werde. Ter Vorsitzende schließt die Sitzung mit der Mahnung an die Mitglieder, jetzt bei der nahen Osterzeit bei Eltern und Lehrern ihren Einfluß geltend zu machen, daß dem Handwerk mehr wie seither junge Leute als Lehrlinge zu- ßeführt werden, da in allen anderen Berufsarten totale Ueberfültung sei, während das Handwerk sicher in den nächsten Jahren großen Aufschwung nehme. * Gumbinnen, 22. Jan. Rittmeister v. Krosigk vom Dragoner-Regiment Nr. 11 wurde gestern Nachmittag in der innerhalb d,er KasernkmerttS belegenen Reitbahn von unbekannter Hand durch ein Fenster erschossen und war sofort tot. Durch die eingcleitete Untersuchung ist bisher nichts über den Thäter ermittelt worden. * Triest» 22. Jan. Unbekannte Individuen versuchten in der letzten Nacht den in unmittelbarer Nähe der Stadt befindlichen Pulverturm St. Pataleone in Brand zu stecken, wurden aber von den Wachtposten noch rechtzeitig vertrieben. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 23. Januar. Vermischtes. * Berlin, 22. Jan. Die Anklage gegen Kriminalkommissar Thiel ist dem Beschuldigten jetzt zugestellt worden; sie lautet auf Bestechung im Amte uud Verleitung zum Meineide. Die ganze Affaire dürste in einer kurzen Verhandlung erledigt sein, da nur fünf Zeugen geladen sind. Die Verteidigung Thiels führt Rechtsanwalt Leonhard Friedmann. In der gegen Justizrat Dr. Sello schwebenden Untersuchungssache wegen Begünstigung ist Thiel als Zeuge neuerdings vereidigt worden. * Kiel, 22. Jan. Das Schulschiff Stein erlitt bei seiner ersten Probefahrt in der Außenföhrde Maschinen Havarie durch Warmlaufen der Kolbenlager. Der Maschinenraum füllte sich mit Dampf, ohne daß dadurch Schaden angerichtet wurde. Als jedoch beim Ankerwerfen die Ankermaschine versagte, weil sie auf dem toten Punkt stand, und ein Schiffsjunge eingriff, um sie in Bewegung zu setzen, ging dieselbe plötzlich an und der Anker-Davit traf im Zurück schlagen die Bedienungsleute. Der erste Offizier, Kapitän- leutnant Funke erlitt schwere Brust- und Bein- Verletzungen, Hauptmann Turke eine Kopfverletzung. Dem Obermatrosen Satos wurden beide Schlüsselbeinezertrümmert. Die für den 24. Januar in Aussicht genommene Uebungsreise des Schiffes ist infolgedessen aufgeschoben. Dieostag de» 20. Ja- nnax d. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Hospital, Seldrsweg 11 dahier, ver- schiebens Möbel: 1 Bett, Stühle, 1 Kommode, 1 Tisch, 1 Bank, sowie Weißzeug und Küchengeräte öffentlich versteigert. Gießen, 22. Januar 1901 Das Armenamt. 830 Hohversteigerung Mittwoch den 30. Januar l. Js., vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Aus Stadt und Land. Gießen, den 23. Januar 1901. * Aus dem Theaterbureau. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß Thea von Gordon vom Residenztheater in Berlin am Donnerstag ihr zwei Abende umfassendes Gast spiel im hiesigen Stadttheater beginnt. Die Künstlerin spielt a n ersten abend die Titelrolle in Paulton Blumenthals drei- aktigem Schwank „Niobe" und verabschiedet sich am Freitag als „Rößlwirtin" in Blumenthal Kadelburgs beliebtem Lustspiel „Im weißen Rößl". o- Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich vor einigen Tagen in Rodheim v. d. H. Ein gewisser ft. brachte des Abends ein Mausergewehr in die Wirtschaft Rullmann, um es seinen Zechgenossen zu zeigen. In der Wirtschaft lud er die Waffe mit einer Platzpatrone. Turch eine unvorsichtige Bewegung entlud sich die Waffe und der Schuß ging mit dem Mündungsdeckel des Gewehrs in die Zimmerdecke. Trotz dieses Unfalles wurde die Waffe, nachdem sie zuvor nochmals mit einer Platzpatrone geladen war, in der Gesellschaft zum Betrachten herumgereicht. Es' fiel der z w e i t e S ch u ß und e i n j u n g e r M a n n im Alter von 26 Jahren fiel, ins Auge getroffen, von seinem Sitze. Der sofort zugezogene Arzt legte einen Notverband an und befahl die sofortige Ueberbringung in die hiesige Klinik. Dem Verletzten ist hier das Auge herausgenommen worden. Ter Thäter wird sich für seine fahrlässige Handlung demnächst vor Gericht verantworten müssen. b. Holzheim, 22. Jan. Heute verunglückte beim Holzfällen ein Mann im Alter von 27—28 Jahren. Der Tod trat sofort ein. -o- Friedberg, 23. Jan. In der Nacht voms21. auf den 22. brach in der Hofraite des Landwirts Henze hier Feuer aus. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte eS auf feinen Herd beschränkt werden. Ueber die Entstehung des Brandes ist nichts bekannt, obwohl eine Brandstiftung nicht vorzuliegen scheint. Stöbt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen: ©djfeBflrifdj 45 M Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstrafte 2. VWge»ot der Arbeitnehmer: 1 Küfer, 1 Bierbrauer, 2 Bau- fckreiner, mehrere Hausburfchen, 2 Taglöhner, 1 Lauffrau, 1 Waschfrau, 2 Flickerinnen, 1 Schreibgehilse. Nachfrage der Arbeitgederr 1 Bauschreiner, 1 Dienstmädchen, 1 Laufmädcken.________ Faselochs- Ankauf. Die Gemeinde Leihgestern beabsichtigt, einen 1% Jahr alten diensttauglichen Eimmeuthaler Bullen anzuschaffen. Offerten erbittet die unterzeichnete Bürgrrmeisterei. Leihgeste-n, 21. Jan. 1901. Gr. Bürgermeisterei Leihgestern. steigerung: Fichten- und Kiefern« stämme von 10 bis 24 m Zusammenkunft am Fichtenpracht an der Markwiese. Waldgirmes, 22. Jan. 1901. Der Bürgermeister. Bernhardt. 821 3 '/m do SV» c/ü Heesen 5°/o Italien. Rente 4 0/o Grieoh. Monop 3 0/0 Portugiesen 8% Mexikaner . 4V» % Chinesen . Tadelt nicht die Köchin, wenn die Flammeris etwas zu wünschen übrig lassen. Ueberzeuge man sich vielmehr zuvor, ob nicht die Zuthaten daran Schuld waren. Die Ursache eines zu weichen, geschmacklosen Flammeris ift ost, daß die Köchin nicht weiß, wie leicht und schnell sich nut.Mondamln die schmackhaftesten steifen Flammeris und NachspeiMl bereiten lassen. Gute Köchinucn behaupten, Mondamin hat einen zarten eigenen Geschmack, und sei auch zum Verdicken allen anderen Zu- thaten vorzuziehen. $14 M Arown & Uolsoris ONDAMIN ist zu haben in Paketen & 60, 30 und 15 Pfg._________ JWo&ii ’nlete * :m rl2ncn Antrag des ton,» f*at (4e 'S* ** I*n 1 * «U ' Än V Wtftt । ?' b,e erste M M in” Morsen Wtntoar. ?her Zmralvelbandli -mstaüe erst nach stim, rannt geworden war. & M noch andere Schrift, her noch weitere derartigt 4 % Deutsche Grundschuld-Bank l u. 2 40/g do. 8. 5/6 unk. b. 1904 3Va % do. 8. 7/8, unk. b. 1906 4 0/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1608 S'/.o/v do. unk. 1905 4 % Preuss. Hyp’-A.-Bank 8. 8-12 4 o/0 do. 3. 15-18 unk. b. 1900 4 o/o do. 8. 19-20, unk. b. 1905 3i/,o/0 do. 3. 18, 14 31/1 o/o do. 8. 21, 22, unk b, 1905 2260 Weichholz-Wellen, 80 rm Nadel-Stöcke. Zusammenkunft an der Kreis« straße Leihgestern — Gießen, Schützenschneise. Leihgestern, 21. Jan. 1901.. Gr. Bürgermeisterei Leihgestern. r. Nieder Mockstadt, 21. Jan. Gestern wurde der älteste Einwohner unseres Dorfes, ein Mann namens Fich, der ein Alter von 96 Jahren erreicht hatte, beerdigt. An demselben Tag wurde in Ober-Mockstadt ein Vetter von' >hm, der über 80 Jahre alt geworden war, zur Ruhe be stattet. — Die Holzpreise in unserer Gegend steigen rapid. Die letzte Kälte hat gehörig unter den Holzvorräten aufgeräumt. In Niederflorstadt wurden bei der letzten Holzversteigerung 12 Mk. für 1 Raummeter Buchenscheitholz geboten. fc. Darmstadt, 22. Jan. Der Besuch des russischen Kaiserpaares bei unserem Großherzogspaar auf Schloß Wolfs garten findet im September statt. Vorher wird der Kaiser von Rußland in Algier Aufenthalt nehmen. Darmstadt, 22. Jan. Die „Darmst. Zig." meldet: Der Großherzog hat die beabsichtigte Reise nach England vorläufig verschoben. Morgen findet in Petersburg die Beerdigung des frühverblichenen Generaladjutanten Generalmajor v. Grancy statt. — W. T.B. meldet aus Petersburg: Die Großherzogin von Hessen ist nach Moskau abgereist. Die Leiche des Adjutanten Frhrn. v. Senar- clenS-Grancy wurde in Gegenwart der Familie des Groß fürsten Wladimir und des Großherzogs von Hessen in die Petrikirche überführt. Hl. Darmstadt, 22 Jan. Am Samstag den 19. Januar fand hier im Restaurant zur „Stadt Pfungstadt" eine von Herrn Geh. Re gierungsrat Haas einberufene Versammlung von Beamten landwirtschaftlicher und genossenschaftlicher Körperschaften zur Gründung eines landwirtschaftlichen Kasinos statt. Die Versammelten, ca. 70 Herren, erklärten sich mit der Gründung eines Kasinos, das in Darmstadt seinen Sitz haben soll, einverstanden und genehmigten die vorgelegten Statuten Der Verein bezweckt die Förderung der Interessen seiner Mitglieder, Pflege der Kollegialität und des geselligen Lebens, wozu regelmäßige Zusammenkünfte, gesellige Veranstaltungen, Vorträge, Beschaffung von Zeitschriften, Büchern u. s. w. dienen sollen. Die zahlreich Erschienenen erklärten sämtlich ihren Beitritt. Die Dorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Vorsitzender: Oekonomierat Dr. Müller, Generalsekretär des Hessischen Landwtrtschaftsrats, Stellvertreter: Dr. Neumann, Generalsekretär des Hessischen Genossenschaftsverbandes, ferner die Herren Müller, Direktor der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank, Sch neider, Döbert, Kredel, Hironymus. Dem Einberufer, Geh. Negierungsrat Haas wurde das Ehrenpräsidium des neuen Vereins angeboten und von diesem auch angenommen. ** Offenbach, 23. Jan. Die hiesige Handelsschule ist geschloffen, weil (wie wir hören) ihr die Berechtigung zur Erteilung eines Zeugnisses zum einjährig-freiwilligen Dienst entzogen ist. fc. Frankfurt a. M., 22. Jan. Hier soll ein Zweig verein des HandelsvertragSvereius gegründet werden, der sich bekanntlich gegen jede Erhöhung der Lebens« Mittelzölle richtet. In einer vorberatenden Sitzung, zu der Mitglieder aller Parteien, auch der sozialdemokratischen, geladen und erschienen waren, wurde ein Ausschuß gebildet und mit den weiteren Arbeiten zur Gründung des Vereins betraut. An der Spitze des Ausschusses steht der frühere freisinnige Landtagsabgeordnete Heinrich Flinsch. Der Verein soll auch der Erhöhung der Einfuhrzölle auf Rohstoffe und Halbfabrikate entgegentreten. — Ueber das Vermögen des Inhabers der Zigarren Firma Ensinger, Joseph Ensinger, ist da« Konkursverfahren eröffnet worden. Schellfische Kabeljau In la. feinster, blutfrischer Ware so-ben eingetroffen bei 296 A.&G. Wallenfels. Markt 21. — Fernsvreck-Nr. 46. Wilhelmsträsse zwei Herrfchaftshättser zu verkaufen oder zu vermieten. Näheres Markt 15. rkskammer. ,^'ch. Al>z.") nstadt, 22. Januar. fischen Handwerks- > 2 Uhr im Sitzungssaale 16 Abgeordneten aus allen -Mainz begrüßte die in Mitglied aus Momöaä : mürbe, da es ans dem und demnach nicht mehr tigkeit des Vorstandes scil erstattet Sekretär Engel- daß außerordentlich viel auch schon gute Resultat gung, besonders aus dm er itonfinnation zusammen- m eine zusagende Antlmt nben Wrbcn geschehenen jyerer Arbeiten auf te inte &enefabuuternel)me. : Antworten ehiqetroffen Werte Aendrrungen gr- \ MMern deMgt. 1 sei man auch der Frage schastlichenVerbä^ als die Regierung W und event. auch pekunm selben in Aussicht gestck etr. eine Geschäftsordnmr ncr Wanderung einsmnW ireaustunden des Sekretai» esmelegt und die Spr^ spratte tetra»! der melen «rto tz-M ■fas LehrklNgslveien t „it itotl*6t* HM WS MW «N ***** »«•"* 1 Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) Cronberg, 23. Jan. 11.30 Uhr. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und die Erbpnnzefsin von Meiningen sind heute vormittag kurz vor 9 Uhr hier eingetroffin. Die bereits hier anwesende Prinzessin Viktoria soll gestern abend ihrer Mutter keine Mitteilung von dem Ableben der Königin von England gemacht haben. Prinz Heinrich wird voraussichtlich nicht nach England reisen, sondern bei seiner Mutter bleiben. Cronberg, 23. Jan. Heute mittag machte Prinz Heinrich von Preußen seiner Mutter, der Kaiserin Friedrich, Mitteilung von dem Ableben der Königin Viktoria. Die Kaiserin nahm die Trauernachrlcht gefaßt entgegen. Um 1 Uhr mittags traf die Großherzogin von Baden hier ein. Homburg v. d. H., 23. Jan. 11.30 Uhr. Die Kaiser in ist heute vormittag 9.56 Uhr mittels Sonderzugs hier ein« getroffen. Sie war in tiefer Trauer und begab sich sofort nach dem Schlosse. Heute noch wird die Kaiserin sich zum Besuche der Kaiserin Friedrich nach Cronberg begeben. Nach den Beisetzungsfeierlichkeiten wird der Kaiser auch nach Homburg kommen. Börsennachrichten. Berlin, 22. Januar do. 3. 15-18 unk. b. 1900 do. 8. 19-20, unk. b. 1905 do. 3. 18, 14 do. 8. 21, 22, unk b, 1905 . 97.00 Kreditaktien .... . 209.20 . 87.05 Dißkonto-Kommandit . . 179.20 . 97 00 Darmstädter Bank . . . 132 30 . 86.60 Dresdener Bank . . . . 145 70 . 93.30 Berliner Handelsges. . . 149.70 . 95.40 Oesterr. Staatsbahn . 143 20 41 90 Gotthardbahn . . . . 157.50 . 24.30 Laurahütte .... . 195.75 . 25.60 Bochum..... . 178 00 . 81.20 Harpener ..... . 172 25 ... Preis 85 Pfg. per Schachtel. FAY’« echte Sodener Mineral-Pastillen Gießen, den 22. Januar 1901. 825 Dir Beerdigung findet Donnerstag den 24. Januar, nachmittags 4J/4 Uhr, vom Sterbehause, Leih- gcsternerweg 24, aus statt. im 10. Lebensjahre nach langem, schweren Leiden zu fich zu rufen. Georg Lich und Kinder. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigst geliebte Tochter und Schwester Johannette Lieh Das Komitee d beabsichtigt, mit dem Zucht- nnb Fettvieh landwirtschaftlichen gegeoMen M Derb, to M 3M geörach ßroföttjoglifyg ^suchte Erlaubnis zur 1 SM. dar TA, Qu$ 55 Prozent des Bin M Ankauf von Ger a ZugleH ist der gestattet worden. ließen, den ‘ 6lroHerz •toM Mditton i rchnlpratzt k N 8etr.: Die Math Nach dem Boran Hessen find für das 2 welche zu tvohlthätigk erster Linie die in der bedacht werden sollen. Es werden hierin welche eine Subventii dessallsigen Tchche, RiNrilnvg über Ans betrrsirndru Anstalt $ L IS. an den nvterz z° lassen. Gießen, den Der Vorstand bi Msnlags. %#»«« Ks «°« ”"3 v« ftMdk« ioO ®*w 21 . „ Sei * 20.$ebIaQtb „ ÄS*“'- S’-'ÄÄ Ä«® l=i T 60 $„* °"«S-g.L "S:;”Ä dm 22 ^bherzogi 06et»?8 Hoti 1. Ä1» ««6 ZtOMh 9',!let ,8 & 4 talSn (ft»< btöt Wollin 11 lonbi 0249 Zukunft direkt bei Nusskohlen gesucht.' Steinsiratze 35. K66 «mil Lotz 8^ Stimmt! Gr. F. 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Mts., Vorm. 10 Uhr, in der Forstwartei Langd und zwar 1) aus dem Domanialwalddistrikt Hegwald: Stämme: 4 Eichen von 25—48 cm Durchm.» 7—11 m Länge — 3.00 fm; Scheiter: 1180 rm Buche; Knüppel: 50 rm Bucke, 6 rm Eiche; Neistg: 350 rm Buche (hierunter 2o» rm starkes Vorwuchsreifig), 24 rm Fichte (Bohnenstangen); §tö£c: 190 rm Buche «hierbei ein zu Hackklötzen geeigneter Stockabschnul). 2) aus dem Domanialwalddistrikt Hupp (Tiefes Loch und Lappenwresenschlag): Stämme: 2 Fichten von 16 u. 18 cm Durchm.. 11 m Länge Auhreistg: 25 rm Fichte (Bohnenstangen rc); Stammknüppel: 107 rm Buche, 4 rm Eiche, 11 rm Aspe; Stammreistg: 1046 rm ISnche, 40 rm Eiche, 20 rm Aspe. Zusammenkunft im Tiefen Loch bei Nr. 1. Weitere Auskunft zu I erteilt Forftwart-Aspirant Schäfer zu Eichelsdorf, zu II Großh. Forstwart Büttner zu Langd. Das mit Kalk gespritzte Holz wird nicht versteigert und das vereinzelt fitzende Holz nicht vorgezeigt. Entfernung von Eisenbahnstation Hungen 1—1* 8 Stunden. Eichelsdorf, den 20. 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