uni) MlmstcchrÜW > Aern LVmit M$ltr m UW ä a. Ste 1 Uchsten Mne» u’tew«-* wu^r» 51?ei_6» HI 6elfn n v« ,» KfW 6> loinie en^ung */• ÄSa; Zs-rr teil«» »ftsa 'te* Ss «fi Mer?«, tuUli* 1 tt jWi«s. > I» ** ne fkbet 6tl mit averdiensl LavdarbrUnl. ilt Muster gegen 30Pf. ildthausen neben 30, srstr»sss 28. >nl AM», «rneifi»a»a tM^ttahe 7. a— GietzenerAnzeiaer w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ■MWMMMBMMMMMWWBamiarii» JIHIBMi1WnWW«Z^BaCTB^a«gmaBW«mWMnBEEm»»MMMHeMaMEIIIIMl ■ III Uli I iiibii "Hatten «t 7.20, HOMtl. T&w mit Brmgrttotz«; lmrchM SbhüleßcS«n KOte^flM. Mk. 1.90, nwaatl. 66 8ä vt*rUhichM, »» 100 -chne Beste^M WU »R|en, so konnte es zu der Reise des Großfürsten, der jetzt im Begriff steht, den Sultan zu besuchen, keinen geeigneteren Zeitpunkt wählen, als die Tage unmittelbar nach dem Prager Sokolrummel. In Amerika haben die Stahlarbeiter einen großen Streik hervorgerufen. In Pittsburg allein sollen 74 000 Arbeiter streiken. Die Ursache ist eine Organisationsftage; drei zum Stahlsyndikat gehörige Werke sollen gezwungen werden, den Eintritt ihrer Arbeiter in die allgemeine Stahl- und Eisenarbeitervereinigung zuzugeben bezw. unter deren Arbeitern Stimmung für den Eintritt zu machen. Die Ausständigen haben schon seit geraumer Zeit einen sehr beträchtlichen Streikfonds gesammelt, um es nötigenfalls längere Zeit aushalten zu können. Beunruhigende Nachrichten kommen aus China, wo Prinz Tuan mit einem großen Heere nach dem Süden ziehen soll, um über die fremden Teufel aufs neue herzufallen. In Peking beschleunigt man die Arbeiten an der Befestigung des Gesandtschaftsviertels, und die Deutschen beginnen mit dem Bau massiver Kasernen. Jedenfalls heißt es in China sehr auf der Hut sein, um nicht abermals einen noch größeren Aufftand zu erleben. Die chinesische Sühnegesandtschaft, die dem deutschen Kaiser die Entschuldigungen des chinesischen Kaisers für die Errnord- ung des Gesandten v. Ketteler überbringen soll, hat am 12. Juli von Peking über Taku nach Shanghai und weiter die Reise angetreten. Haupt derselben ist Prinz Tschun. Wenn man heute auch nicht mehr in Sack und Asche, mit einem Strick um den Hals, Verzeihung erbittet, so sollte doch der Sühnegedanke nicht so seh» in den Hintergrund treten, daß man die Gesandtschaft als ein festliche fröhliches Ereignis kennzeichnet; das „prächtige Schauspiel" bei der Abreise Tschuns von Peking, bei dem die ganze deuffche Gesandtschaft 'und eine deutsche Ehrenkompagnie mit Musik sich; beteiligte, scheint uns, an dem Charakter und Zweck der Gesandtschaft gemessen, allzuviel des Guten gewesen zu sein. MMsthe Tagesschau. Der Vorstand des deuffchen Kriegerbundes, gezeichnet Professor Westphal, versendet eine Erklärung in Betreff der bekannten Atteutatörede des General von Spitz. Es wird u. a. ausgeführt: „Aus authentischer Quelle können wir mitteilen, daß die Nachrichten; an welche diese Kritik angeknüpst hat, auf ungenauer Wiedergabe der Rede deS Herrn Generals beruhen. Der Gedankengang der Auslastungen deS Herrn von Spitz war lediglich der, Front zu machen dagegen, daß ein Ereignis, durch welches das Leben deS Kaisers, gleichgiltig ob durch ruch« lose Absicht oder durch unglücklichen Zufall, ernstlich bedroht war, als ein bedeutungsloses hingestellt werde. Weder hat Herr General von Spitz das Urteil des Reichsgerichts irgendwie angezweifelt oder gar angegriffen, noch hat er die Verwundung selbst als lebensgefährlich bezeichnet. Auch ist es ihm nicht eingefallen, die Preffe anzugreifen, nur hat er allerdings nicht mit besonderer Hochachtung von denjenigen vereinzelten Preßstimmen gesprochen, welche seine früheren Auslaffungen in Osnabrück mit persön- lichen Ausfällen beantworten zu müffen geglaubt haben. Sogenannte „scharfmacherische Absichten" haben dem Herrn General vollständig fern gelegen, ebenso wenig wie er der Meinung war, daß auf Bremen wegen des unglücklichen Ereignisses irgend ein Makel fallen kann * Daß „scharfmacherische- Abfichten dem Herrn General fern gelegen haben, ist erfreulich zu hören, doch dürfte ihm zu empfehlen sein, seine Reden fortan so zu halten, daß Mißverständnisse nicht entstehen können. In der Erklärung heißt es weiter, daß der Einspruch der Bremer Kriegervereine eine häusliche Angelegenheit der Kriegervereine sei, die auch im Hause ihre Erledigung finden werde. Immerhin muß betont werden, daß die Oeffentlichkeit an dem Ausgange der Angelegenheit Interesse hat, zumal der Herr General seine Reden der Oeffentlichkeit übergeben und ihre Kritik herauS- gefordert hat. Die Reichstagswahl in Memel Heydekrug ist unentschieden, es kommt zur Stichwahl zwischen dem lithauischen Konservativen Matschull und dem Sozialdemo- Feuilleton. Ausstellung der Künstler-Kolonie Darmstadt. Man schreibt uns: Am 26. d. M. werden, wie bereits gemeldet, im Spielhaus der Ausstellung die 11 Schar fricht er aus München: Frank Wedekind, Hans von Gumppenberg, Leo Greiner, M. Henry, Otto Valkenberg, Hans Richard, Marya Delward usw. ein dreitägiges Gastspiel eröffnen. Die 11 Scharfrichter sind bekanntlich vor mehreren Monaten in München aufgetaucht und haben sich in dortigen litterarischen und künstlerischen Kreisen eine ganz außerordentliche Sympathie erworben. Sie bilden eine Republik von Künstlern (Malern, Musikern und Litte- raten), die in kleinem intimen Rahmen selbst ihre Werke interpretieren. Während Wolzogens Unternehmen immerhin mehr dem Varietecharakter zuneigt, nähern sich die 11 Scharfrichter mehr dem französischen Cabaret, ohne aber den deutschen Charakter zu verlieren. Die Vorträge der 11 Scharfrichter zerfallen durchweg in einen offiziellen und einen unoffiziellen Teil. Der erste Teil der Vorstellung umfaßt die Hanpfftücke ihres Repertoires und findet in kurzer Reihenfolge vollständig bühnenmäßig statt, daran anschließend gewöhnlich der unoffizielle Teil, der weniger für das große Publikum berechnet ist und eine Reihe intimere Vorträge bringt, die mehr für Feinschmecker geeignet sind. Aus dem Darmstädter Repertoire nennen I wir die „Sphinx", ein Schatten-Epos in 15 Bildern, der Veterinärarzt, von Hans von Gumppenberg, „Die 11 Scharfrichter", grotesker Marsch für Orchester und Chor, gesungen und getanzt von den 11 Scharfrichtern, „Der Nachbar", Monodrama in einem Satz, Balladen von Frank Wedekind zur Guitarre gesungen von ihm selbst usw. Um dem voraussichtlichen Andrange zu begegnen, wird von Dienstag an ein Kartenvorverkauf bei Herrn Thies (Musikalienhandlung) eingerichtet. — Der schon einmal vorgesehene Volks- tag ist nunmehr für den 28. d. M. vorgesehen. Als besondere Attraktion wird an diesem Tage eine Tombola ausgestellt, in der Gegenstände von mehreren 1000 Mk. ausgespielt werden. Jeder Besucher soll berechtigt fein, ohne weitere Zahlung einmal an der Tombola zu ziehen und auf jedes zehnte Eintrittsbillet folgt ein Gewinn. Die Gewinne selbst, entsprechend dem erwarteten Zuspruche, über 350, werden im Lause der Woche in der Ausstellung selbst ausgestellt. Frankfurter Theater. Das Schauspielhaus brachte in der geschlossenen Saison 41 Werke zur Aufführung, die neu in das Repertoire ausgenommen wurden. Zum erstenmale wurden aufgeführt: „Die Weber", nach langen Verhandlungen mit der Zensur; „Die strengen Herren", von Blumenthal; „Gläubiger", von Strindberg; „Johannisseuer"; „Anto"; „Frau Königin"; ,Rosenmontag"; „Urfauft"; „Flachsmann als Erzieher" ?c. Außerdem wurden zahlreiche Werke Ibsens, Björnsons, Anzengrubers, Sudermanns und zahlreiche Lusffpiele neu einstudiert. Dre Einnahmen übertreffen die des Vorjahres um 45 000 Mk. Als besondere Zugstücke bewährten sich „Johannisfeuer", „Rosenmontag", „FlachMann als Erzieher", ,Lysanders Mädchen", „Rote Robe", „Ueber unsere Kraft", 2. Teil und „Macht der Finsternis". 73. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Hamburg. Man schreibt uns: Auch in diesem Jahre wieder findet während der Zeit der Versammlung (22. bis 28. Sept.) eine Ausstellung statt. Es werden keine Gebühren von den Ausstellern erhoben. Drei Sonderausstellungen mit bestimmt abgegrenztem Programm will man ins Leben rufen und diese möglichst inhaltreich gestalten. Dr. Kümmelt und Dr. Krüß sind mit der Veranstaltung der Ausstellung betraut. Eine das ganze Röntgenverfahren umfassende Ausstellung und eine Ausstellung der Hamburger Mechanik und Optik sind in Vorbereitung; als dritte ist eine chirurgische Ausstellung in Aussicht genommen, die chirurgische Instrumente und Bedarfsgegenstände für die Krankenpflege (mit Ausnahme chemischer Präparate und bergt) umfassen soll. Anmeldungen zur Ausstellung mit Angabe der Größe der Bodenfläche und des elektrischen Stromes werden baldigst erbeten. Sie sind zu richten an Dr. Kümmell, 1. chir. Oberarzt des Neuen Allgem. Krankenhauses, Holzdamm Nr. 14, oder an Physikus Dr. Hildebrand, Hallerstraße Nr. 23 in Hamburg. § Butzb ach, 21, Juli. Die heute Nachmittag zum Besten des Fonds für die Renovierung unserer Stadtkirche unter Mitwirkung des Gießener Kirchenchors veran- taltete zahlreich besuchte liturgische Feier nahm einen erhebenden Verlauf. Am Schluß wurde eine Kollekte erhoben, )ie sehr ergiebig aussiel. In der vorigen Woche wurden zu demselben Zwecke von auswärtigen Bußbachern namhafte Beträge gespendet, nämlich von den Herren Weide in Chicago 500 Mk. und Bruckh 'of in St. John (Kanada) 300 Mk. — Ende dieser Woche trifft die Kapelle des Jnf.- Regts. Nr. 168 hier ein, die am nächsten Sonntag ihr erstes militärisches Konzert im „Hessischen Hof" veranstalten wird. Bad Nauheim, 22. Juli. Unterhaltungen. Früh» onzert der Kurkapelle täglich von 7—8 Uhr vormittags am Knrbrunnen. Dienstag, 23. Juli, nachmittags von 4i/9 bis 6Vs Uhr auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Nachmittags 3t/t Uhr Theatervorstellung für Kinder und Erwachsene: „Rumpelstilzchen". Abends 8 Uhr Benefizkonzert ür den die Kurkapelle seit 25 Jahren leitenden Mufidirektor ^errn C. MachtS. Mittwoch, 24. Juli, nachmittags von 4t/,—61/, und abends von 8—10 auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Die Fledermaus". Donnerstag, 25. Juli, nachmittags von 4—6i/> und abends von 8—10 Uhr auf der Terraffe Konzert der Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 Teilnahme an dem festlichen Einzug des Kaisers in Danzig, an der großen Parade in Langfuhr und den anschließenden Kaisermanövern zwischen Tirschau und Danzig, wo am 17. oder 18. September ein großes Landungsmanöver stattfindet. Ta Danzig zum dauernden Aufenthaltsort für die Teilnehmer an der Sonderfahrt gewählt wird, so hofft man für eine gute Unterbringung Sorge treffen zu können. Hoffentlich lassen sich die Damen nicht von der Teilnahme dieser Fahrt abhalten, die für die Mitglieder des Flotten-Bereins mit Rücksicht auf die großen Manöver von Flotte und Landheer eine ganz besonders anregende zu werden verspricht. Der Preis für die Teilnahme von Berlin bis nach Berlin zurück — 10. bis 20. September — wird 250 Mark nicht übersteigen. In ihren schon bei der diesjährigen Kieler Fahrt angestellten Bemühungen, von den Hauptplätzen Süd- und Westdeutschlands Fahrpreisermäßigungen zu erhalten, werden diesmal die Geschäftsstellen des Deutschen Flottenvereins durch die Filialen von Carl Stangens Reisebureau unterstützt; vor allem aber ist recht frühzeitige Anmeldung direkt bei der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Flotten-Bereins, Berlin, Doro- theenstraße 21, II, erwünscht, damit die erforderlichen Schritte zur Erwirkung von Fahrpreisermäßigungen von der Zentrale eingeleitet werden können. Spätestens werden die Anmeldungen bis zum 15. August erbeten. e* Eifenbahn-Rückfahrkarten. Die preußische Eisenbahn- oerwaltung will an den Fahrkartenschaltern Aushänge an« bringen lassen, nach denen jedermann feststellen kann, an welchem Tage die Giltigkeit der von ihm gelösten 45tägigen Rückfahrkarte abläuft. Hierin muß man ja natürlich ein Entgegenkommen dem Publikum gegenüber erkennen. Darf man sich aber nun auch den letzten Tag der Giltigkeit auf der Karte vermerken, oder muß man dies in einem Notizbuche thun? Das Einfachste wäre doch wohl, wenn den Karten die Giltigkeitsdauer aufgedruckt würde. Wir denken uns dies so, daß der Tagesstempel, mit dem jede Karte am LöfungStage versehen wird, etwa folgende Form erhält: 24 g 01, oder 1. 8. — 9. 01. Da meistens jetzt die An- k rat en Braun und bei dieser Stichwahl werden die Frei finnigen den Ausschlag geben. DaS letztemal hat diese Partti für den LithauerjSmalakys gestimmt, man war aber auch nicht wenig überrascht, als Smalakys für alle Regierungsvorlagen eintrat. Diesmal gingen Lithauer und Konservativen gleic im ersten Wahlgang zusammen, aber die Spekulation au sofortigen Sieg war verfehlt. Sie haben zusammen nur wenige hundert Stimmen mehr aufgebracht, als 1898 die Konservativen allein; bedeutend dagegen ist der Zuwachs der sozialdemokratischen Stimmen: um mehr als 50 Prozent. Was werden die Freisinnigen in der Stichwahl thun? Für die „brodverteuernden" Konservativen stimmen? Niemals; für den Sozialdemokraten oder was auf dasselbe im Erfolg hinausläuft, sich der Wahl enthalten? Dann kann es ge schehen, daß den Wahlkreis, den bis 1891 kein geringerer als Feldmarschall Graf Moltke im deutschen Reichstag vertrat, die Soz aldemokrateu dort besitzen werden, den zweiten in Ostpreußen. In Frankreich macht z. Z. eine lange Artikelserie des „Figaro" viel Aufsehen, die als Memoiren Felix Faures, des früheren Präsidenten der Republik, bezeichnet werden. Darin ist u. a. die Rede von einem zurzeit der Präsidentschaft FauceS drohenden Kriege mit England, auf den Frankreich nicht vorbereitet war; immerhin wurde im Ernstfälle stark mit der Neutralität Deutschlands gerechnet, weil dieses Rußland fürchte, und dann auch, weil eine Besiegung Frankreichs zur See die Engländer zu übermächtig auf dem Ozean gemacht haben würde. — St. Simonin nennt sich der Herausgeber dieser Memoiren. Er bezeichnet sich selber als vertrauten Freund des unglücklichen Faure. Seine neuesten Artikel sind dem Schnäbele-Handel gewidmet. Von dem burschikosen Tone des „nationalen Gerbers", der seiner ganzen Gedankenrichtung entspricht, giebt gleich der Anfang eine nette Idee: „Du bist eben dem deutschen Botschafter begegnet, sagte Felix Faure zu mir." — „Wirklich? Ich habe einen Wagen hinauSfahreu sehen, aber nicht gesehen, wer darin saß." — „Es war Graf Münster. Er kommt manchmal ohne diplomatische Umstände zu mir, und ich mag seine Besuche gern. Er ist ein guter Teufel von einem Deutschen, garnicht zänkisch. Jrn Gegenteil, mit ihm kann man auskommen, denn er ist aufrichtig. Im Schnäbele- Handel hat er sich sehr gut benommen, Bismarck entgegen zu arbeiten gewagt und der Sache des Friedens einen ausgezeichneten Dienst geleistet. Uebrigens wollte der Zufall, daß ein anderer Deutscher uns in dieser Krise eine sehr nützliche Auskunft erteilte. Es war dies der Graf Henckel von Donnersmarck." Graf Henckel war an jenem Abend auf die Redaktion der „Republiqne Fran^aise" gekommen, um Joseph Reinach, der Chefret^kttur des Blattes war, die Verfichernng zu geben, daß BiSmarck, den er tags zuvor gesehen, an der Sache nicht beteiligt war, daß kein Vorbedacht existierte, und der Reichskanzler nicht an Krieg denke. Der Dienst, den Münster der Sache des Friedens im Schn.-Handel that, bestand nach St. Simonin darin, daß er in Berlin, wo er sich damals befand, dem Unwillen Bismarcks zum Trotz zwischen dem französischen Botschafter Herbette und dem alten Kaiser Wilhelm vermittelte, worauf dieser die Freilassung SchuäbeleS befahl. Wer St. Simonin ist, darüber wird gestritten. Viele glauben, es könne nur der vertrauteste Hausfreund des Elysöe unter Felix Faure sein, ein Unterpräfekt der moralischen Ordnung, Geneste, der mit der Gräfin de Martefi Mirabeau, der als Schriftstellerin unter dem Namen Gyp bekannten phantasiereichen Dame, eng befreundet ist. Andere nennen hingegen Mermeix, der die Kuliffen des BonlangiSmus schrieb und einen Fuß im Elysoe gehabt haben soll, obwohl er schon feit Jahren dem öffentlichen Leben fernsteht. gäbe der LösnngSzeit weggelaffen wird, so dürste in dem Stempel Raum genug für die neuen Typen vorhanden fein. Sollten diesem Vorschläge technische Bedenken entgegenstehen, o könnte der letzte Tag der Giltigkeit vielleicht auf der Rück- eite der Karte eingedruckt werden. Natürlich müßten die Vorkehrungen so getroffen werden können, daß ein Druck des Stempelapparats genügte, um beide Kennzeichnungen hervor- ubringen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Nicht nur >er Inhaber der Karte kann sich jederzeit vergewiffern, wie ange sie gilt, sondern auch das Zugpersonal und die Bahnsteigschaffner haben leichtere Arbeit bei der Kontrolle. Letztere müffen jetzt doch wohl jeden Morgen bei Dienstantritt als Parolewort das Datum mitbekommen, bis zu welchem (rückwärts gerechnet) die von ihnen als gütig anzuerkennenden Rückfahrkarten gelöst sein müffen. Derselbe Trockenstempel könnte übrigens auch für die einfachen Fahrkarten benutzt werden. Denn entweder könnte in die Betriebsordnung ein Vermerk dahin ausgenommen werden, daß die Stempelangabe auf den Karten nur die Giltigkeitsdauer der Rückfahrkarten betreffe, oder, was noch einfacher wäre, die Giltigkeit der einfachen Karten würde auch auf 45 Tage verlängert. Schon etzt ist ja gestattet, daß man auf eine heute gelöste einfache Fahrkarte morgen reifen kann, und daß die heute auf Grund einer solchen Karte angetretene und unterbrochene Reise morgen fortgesetzt werden kann. Es bedarf doch eigentlich nur eines Schrittes, um hier Einheitlichkeit zu schaffen. ** Zeitungen sindzur unentgeltlichen Lie- erung von Belegnummern nicht verpflichtet. Eine für Inserenten wichtige Entscheidung hat jüngst das Landgericht zu Plduen gefällt. Der Auftraggeber eines Inserates hatte die Zahlung verweigert, weil ihm kein Beleg-Exemplar zugesandt worden sei. Das Landgericht als Berufs-Instanz verurteilte den Beklagten zur Zahlung mit der Begründung, es sei Sache des Inserenten, sich elbst die Ueberzeugung von der Veröffentlichung seiner Anzeige zu verschaffen, die Leishung des Verlags erschöpfe ich in der Drucklegung der betrefffenden Annonce und der Herausgabe der jeweiligen Auflage. Hiernach ist eine Zeitung zur unentgeltlichen Lieferung von Belegnummern nicht verpflichtet. a- Heuchelheim, 22. Juli. Vom Bezirks-Lehrerturnverein veranlaßt, gab am Samstag nachmittag Lehrer Schneider mit seinen Schülern, den Knaben der Obertasse, eine Musterlektion in Stabübungen. Es wurden zwei Gruppen von Uebungen zunächst im einzelnen entwickelt, und darauf als Ganzes zusammengefaßt durchgeturnt, wobei die Schüler Lieder sangen, nach dessen Rythmus sie die Uebungen ausführten. Die Vereinigung von Gesang und Stabübungen übte eine angenehme Wirkung und machte den Schülern sichtliche Freude. — Lehrer Bach- Großen-Linden begann darauf, Stabübungen im Strahlengang zu entwickeln; auch hier folgten die Schüler mit Interesse der Entwickelung und zeigten sich den Anfor- üerungen gewachsen. — Am 14. September wird Lehrer Jung in Leihgestern mit seinen Schülern Geräteübungen entwickeln. Aus Stadt und Kand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist Bitt unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) ** Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Vorsitzenden des Offenbacher Turnvereins Reallehrer Ludwig Christian Stahl zu Offenbach das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Pensionierung. In den Ruhestand wurde versetzt: der Bahnwärter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Heinrich Spengler II. zu Nieder-Jngelheim mit Wirkung vom 1. September an und der Weichensteller in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Heinrich Göbel zu Reinheim mit Wirkung vom 1. Oktober an. ** Die Sektion Gießen des D. Oe. Alpeu-Bereins feiert ein Almfest auf dem Gleiberg am 27. d. M. Abmarsch von der Lahnbrücke 6 Uhr nachmittags ober mit der Bieberthal- bahn um 6 Uhr 15 Min. nach „Abendstern", Um 8 Uhr einfaches Abendeffen. ** Beförderung von Postkarten. Wie wir hören, werden der Post noch häufig Postkarten zur Beförderung Übergeben, auf deren Rückseite kleineBriefe aufgeklebt find. Derartige Postkarten befördert die Post nicht, auch wenn sie als Briefe frankiert find. Sie wandern sämtlich an die Brief- OeffnungSkommission zur Feststellung des Absenders. Da die meisten aber den Absender nicht erkennen laffen, so bleiben fie unanbr in glich und werden nach einiger Zeit durch Feuer vernichtet. Wir warnen daher davor, sich der noch in vielen Geschäften feilgebotenen Postkarten mit angehängtem Briefchen zu bedienen. . 0 D. Fl.-V. Sonderfahrt des Deutschen Flvt- r e 1 ? 5 den großen Herbstmanö v ern an^T^ '5>er Zuspruch, den die vorjährige und orevjahrige Sonderfahrt nach Bremen — Helgoland — Ham- lan^' lütt, dem Präsidium des Flottenvereins nafyegriegt, im Herbst eine ähnliche Fahrt nach in deren Mittelpunkt die großen s^en werden. Unter der Voraussetzung ?^^^^eteiligung wird die Fahrt in Berlin un ü?r hpn691^16?« ini> 19‘ September in Dirschau Sa ^"den. Vorläufig find in Aussicht genommen: Teilnahme an der großen Flottenrevue vor dem Kaiser .d^r Danziger Bucht, Besuch der Kriegsschiffe die um diese Zeitf ast ausnahmslos vor Danzig ankern Teilnahme an den Manovern der Flotte auf rinem ^aleitdnmvs^- Zoppot, Ma, Sfaäta Weichselmunde, Königsberg, der Marienbild f -Häuschen Werst in Elbing, KaiseriZL"Lst in aus Gießen. Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle nachmittags von 6—8 im Hochwald. Abends von 8—10 im Saale Tanz. Freitag, 26. Juli, nachm. von 41/2~-61/2 und abends von 8-10 auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Johaunisfeuer". Samstag, 27. Juli, nachm. von 4i/2—6i/8 und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terraffe Konzert der Knrkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Konzert des Steindel-QuartettS aus Stuttgart. — In der Nacht des Samstag wurde der Erker des Ührwarengeschäfts von Gg. Stamm in der Hauptstraße fast vollständig ausgeraubt. Dem ober den Gaunern gelang es, den Rollladen in die Höhe zu bringen urb bann heraus- mziehen, auf welche Weise er ben Diebstahl begehen konnte. Gestohlen sind ungefähr 50 Herren- und Damenuhren, 200 Ringe, Broschen u s. w., letztere mit ben Etuis. Bad-Nanheim, 20. Juli. Die gestrige Beleuchtung des großen Teiches mit feinen Inseln und seiner Umgebung gestaltete sich bei günstigstem Wetter zu einem italienischen Abendfest, wie man es bisher in Nauheim noch nicht erlebt hat. Während die Kapelle des hessischen Jägerbataillons von der großen Teichinsel her ihre Weisen über die Waffer ertönen ließ, erstrahlte die imposante TeichhauS-Terraffe in ihren gesamten Konturen in den prächtigsten Farbenreflexen, während ans dem Waffer selbst Feuergarben und Raketen überall hervorstiegen. § Schotten, 21. Juli. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt , die vor einiger Zeit vollendete Kreisstraße Schotten — Ruddingshain bis zur Oberwaldstraße weiterzubauen, was besonders für den Holztransport eine große Erleichterung bedeutet. Im Oberwalde hat der Unternehmer Georg Heinrich Müller zu Ruddingshain auf Anraten des Geh. RegierungSratS Schönfeld (Schotten) eine Steinklopfmaschine mit Dampfbetrieb aufgestellt, mit bet bie Steine zum Straßenbau zerkleinert werben. Viele junge Leute aus der Umgegenb haben hierbei eine einträgliche Beschäftigung gefunben. -h- Pfordt, 20. Juli. Am Donnerstag den 18. Juli wurde hier das Schlitz erlünder Missionsfest für lutherische Mission in Verbindung mit dem Missionsfest des Dekanats Lauterbach gefeiert. Obwohl infolge der günstigen Witterung die Kornernte schon begonnen hatte, waren doch viele Missionsfreunde aus den benachbarten Gemeinden herbeigeeilt. In Pfordt selbst wurde der Tag von allen Familien ohne Ausnahme als ein Feiertag begangen. Vormittags 10 Uhr fand der erste Gottesdienst statt. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche iredigte Pfarrer Wagner aus Ettingshausen über Phil. 4, V. 4, 5. In klaren und zu Herzen gehenden Worten zeigte er, wie ein Christ Gruno hat, sich zu freuen, weil er seinen Heiland gefunden, und wie diese Freude anreg't zur thätigen Mithilfe an dem Missionswerke. Um 1 Uhr riefen die Glocken abermals zum Gotteshaus; Missionar Gehring, der 24 Jahre lang in Ostindien in segensreicher Arbeit gewirkt hat, schilderte in Anschluß an Röm. 1, V. 16 die große Verderbnis des heidnischen Götzendienstes, und wie all' das Elend der Heidenwelt nicht gehoben werden könne dadurch, daß man sie zur Humanität oder Kultur erzieht, sondern allein durch die Predigt des Evangeliums. In einer zahlreich besuchten Nachversammlung gab Missionar Gehring einen anschaulichen, überaus interessanten Bericht über Land und Leute der Tamulen, insbesondere über das Leben der dortigen Christengemeinden. Die Festkollekte, die der lutherischen Missionsanstalt in Leipzig überwiesen wurde, betrug 130.82 Mk. In der Nachver- ammlung wurden außerdem noch 27 Mk. an freiwilligen Gaben geopfert. Es war ein Fest reich an Anregungen und edler Christenfreude. fc. Birstein, 21. Juli. Die Fürstin Friederike von Jsenburg-Birstein, geb. Prinzessin von Solms Braunfels, wurde von einem Prinzen entbunden. Es ist der langersehnte Erbprinz. Mainz, 20. Juli. Zwischen dem Eisenbahnfiskus und der Stadt ist wegen der Eisenbahnbrücke auf der Strecke Mainz—Wiesbaden eine Einigung zu stände gekommen. Der Eisenbahnfiskus bewilligte einen Fußweg auf der Brücke,, eine Haltestelle und den gewünschten eisernen Viadukt an Stelle des ursprünglich geplanten festen Dammes. Bingen, 21. Juli. Wie man aus zuverlässiger Quelle erfährt, hat das (Äsenbahnministerium in Berlin für die zu erbauende Elektrische Bahn Bingen —Binger- 5 rück einen Staatszuschuß von jährlich 10000 Mark als Gegenleistung für den Transport der Passagiere von dem Staatsbahnhof Bingerbrück nach dem Trajekt Bingen genehmigt. Diese Teilstrecke der Elektrischen Bahn ist dadurch gesichert. Der Trajektverkehr zwischen Bingen und Bingerbrück wird aufgehoben, sobald die Elektrische Bahn in Betrieb gesetzt wird. Die Garantieleistungen der beteiligten Gemeinden fallen mit der Gewährung des Staats^uschusses weg. Fran kfur t, 21. Juli. An der nach dem Goethedenk- mal und Goethehaus führenden Goethestraße (Ecke der Neuen Mainzer Straße) hat sich ein Patrizier ein Haus gebaut, das er „Zum Goetheeck" nennt und dessen künsterische Ausschmückung er dem Maler Wilhelm Sus von Kronberg übertragen hat, der jetzt nach Karlsruhe berufen ist, um die von dem Großherzog von Baden ins Leben gerufene keramische Schule zu leiten. Sus hat in den Lünetten der Fenster des Hauptgeschosses des „Goetheecks" Goethe in verschiedenen Lebensepochen dargesttllt und zwar in folgender Weise: 1. Spaziergang der Familie Goethe, Vater und Mutter, sowie Wolfgang und Cornelia, 2. Einzug der Franzosen in Frankfurt, Graf Thorane und Goethe als Knabe. Das Bildnis des aufmerffam dem Königs- leutnant auf einem Spaziergang zuhörenden Knaben Goethe ist von gewinnender Anmut. Seltsam berührt dagegen Nr. 3, Goethe macht im elterlichen Hause als Student alchimistische Untersuchungen. Aehnlich wirkt die vierte Lu- nette: „Goethe als Verlobter Lili Schönemanns". Dep beschränkte Raum zu einer Lünette reicht nicht aus, um 5. „Goethe als Lriter der Liebhaberbühne in Weimari^, 6. „Goethe als Naturforscher^^, 7. „Goethe als Maler in Italien" in einer der hohen Aufgabe ganz entsprechenden Weise darzustellen. Ueberraschend gelungen ist das schwierige Bild in der achten Lünette: „Goethe als Dichter'^ Im Hintergründe sieht man Faust und Mephisto. Hier! ist die Charakteristik meisterhaft über jede Trivialität hinausgehoben. Sämtliche in echt venetianischem Glasmosaik ausgeführten Gemälde sind von leuchtenden Farben und, dem Auge trotz ziemlicher Höhe über dem Beschauer ttac erkennbar. »et-, ib« h M. 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Mässiger Quelle Berlin für bit en-Binger- 0000 Mark all agiere von beni lieft Bingen F Zahn ist dadurch m unb Binger- risch- M" ” i der Beteiligt® Stt-chuM« emSoetheden^ •ase M d« •t ei«Wf nt> W»fu# Mm e«8 e* t&i6[* -den »s u? HÄ *” 5 Allnmd'rm- äfS r-M ne^ 48 Ä*1' ’Ä den NA klar Vermischtes. * Nachklang zum Harmtosen-Prozeß. Ein meues Strafverfahren ist gegen Herrn v. Kroch er, einen Der Angeklagten im sogenannten 5barmlosen-Prozeß eingeleitet worden. Tie Anklage ist erhoben wegen des Vergehens, als Offizier des Beurlaubtenstandes ohne Erlaubnis im Jahre 1900 ausgewandert zu sein, ein Vergehen gegen § 140, Absatz 2 des Strafgesetzbuches. Hans von Fächer ist heute noch Leutnant der Reserve des 2. Garde- .Feld-Artillerie-Regiments. vauptverhandlung ist angesetzt auf den 16. September vormittags. Da der Aufenthalt des Beschuldigten nicht bekannt ist, so wird er von der Staatsanwalt öffentlich vorgeladen. * Eisle b e n, 20. Juli. Gestern abend ist an dem sechsjährigen Töchterchen des Bergmanns Honigmann aus Bifchofsroda in der Nahe von Bischofsroda ein Verbrechen verübt worden. Tic Leiche des Kindes wurde heute vormittag in einem Haferfelde aufgefunden. Der Mörder des sechsjährigen Mädcl)ens ist in dem Arbeiter Lange, der bei dem Bergmann Honigmann wohnte, ermittelt und dem hiesigen Amtsgerichte eingeliesert worden. Stiege, 21. Juli. Gestern gingen im Harz heftige Zwitter nieder. Der Blitz schlug ungefähr an 30 Stellen ein. In Hasselfelde wurde eine ganze Straße einge- äschert. * München, 20. Juli. Gestern abend brannten in Pfarrhof Unterkreuzberg im bayerischen Wald. 20 Anwesen nieder, darunter dec Pfarrhos, das Benefiziatenhaus mnd das Schulhaus. Von der Kirche wurde der Dachstuhl und der Turm zerstört. * Helsingfors, 20. Juli. Das Dorf Tüllirunkki in der Nähe von Wiborg gelegen, wurde durch eine Feuersbrunst völlig zerstört. * Wien, 21. Juli. Die „N. fr. Pr." meldet aus Gossen- saß: Auf der Tribulaue wurde eine größere Gesellschaft Touri st en vom Blitze getroffen. Ein Wiener Tourist und ein Führer wurden getötet. Universitäts-Nachrichten. In Würzburg wurde zum Rektor der Universität für das nächste Studienjahr Professor Dr. Martin Schanz (Philologe) gewählt. — Aus Leipzig wird berichtet: Dr. phil. Felix Salomon, Privatdozent für Geschichte an der Universität Leipzig, ist zum außerordentlichen Professor ernannt worden. — Wie man aus Stuttgart schreibt, hat Professor Dr. Zwick an der dortigen Tierärztlichen Hochschule einen Ruf an die veterinär-medizinische Fakultät der Universität Gießen erhalten. — Man schreibt aus Zürich: Eine Art von „Ehrendoktorenschub" hat die philo- frphische Fakultät der hiesigen Hochschule vorgenommen, indem sie sechs Dozenten der mechanisch-technischen Abteilung des eidgenössischen Poly« Technikums zu philosophischen Ehrendoktoren ernannte, nämlich die Herren A. Fliegner (Maschinenlehre), I. Franel (höhere Mathematik), F. Prasil (Maschinenbau), A. Stodola (Maschinenbau), W. Wyßling (Elektrotechnik) und K. Zschokke (Wasser- und Hochbau). — Eine Depesche aus Oxford meldet, daß Baron Jwasakt die vom Profesior Max Müller hinterlassene Bibliothek, welche nahezu aus ,3 000 Bänden und vielen Sanskrit- Manuskripten besteht, erworben habe, um sie der Universität zu Tokio zu überlassen. Reise-Litteratur. Reiseführer durch Wiesbaden und Umgebung. Von dem bewährten Führer für Badegäste und Touristen durch Wiesbaden, Schlangenbad, Schwalbach und Umgebungen (Band 76 von Griebens Reisebüchern, Verlag Don Albert Goldschmidt, Berlin W., Preis 1 Mr.) ist soeben die sechste Auflage erschienen. Diese Thalsache allein beweist zur Genüge, welcher Beliebtheit sich dieser handliche, mit zwei Karten der rräheren, bezw. der weiteren Umgebung Lusgestattete Führer erfreut. Gerichtssaal. Leipzig, 20. Juli. Der 34 Jahre alte frühere Referendar Loh aus Kindelbrück geriet nach zweimaligem Durchfall im Richterexamen auf Abwege und stahl in den Universitätsbibliotheken zu Berlin, Halle und Leipzig wertvolle Bücher, die er dann verkaufte. In Leipzig wurde er am 7. Mai abgefaßt. Der Gerichtshof verurteilte ihn zu 1 Jahr Gefängnis. In Berücksichtigung der Notlage und um ihm ehrende Thätigkeit wieder möglich zu machen, sah das Gericht von Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ab. Arbeiterbewegung. Rom, 20. Juli. Der Ausstand des Personals der sardinischen Zweigbahnen und derjenige der Tabakarbeiter in Mailand, Florenz und Turin dauert fort, ohne daß bisher die Ruhe gestört worden wäre. Wegen der Ernte macht sich der Ausstand in Sardinien sehr fühlbar. Sport. dritten 4 zweiten und 4 und dritten 5 zweiten 3 3 dritten zweiten unb 2 4 zweiten und 4 dritten 3 und — dritten 6 und dritten 5 4 und dritten 2 3 unb dritten 4 d-. Neuwied, 18. Juli. Unter dem Fürsten zweiten zweitm zweiten zweiten Baeßler, Hannover, W. Kritzmemn, Erfurt, Lutze, AdlerShof, Borgartz, Duisburg, Behr, Brandenburg, P. Damm, Leipzig, Gottron, Mainz, mit 11 Siegen, Plätzen, mit 10 Siegm, Plätzen, mit 9 Siegm, Plätzen, mit 8 Siegen, Plätzm, mit 8 Siegen, Plätzm, mit 7 Siegm, Plätzen, mit 7 Siegen, Plätzm, und mit 7 Siegm, Plätzm. — Die Erfolge der deutschen Rennfahrer. Jetzt nach Beendigung der Weltmeisterschaften, werden auch die von unseren Renn« fahrern in dieser Saison erzielten Erfolge ein gewisses Interesse bletm. Von den Herrenfahrern nimmt A. Leopold, Hannover, mit 18 Siegen und einem zweitm Platz die erste Stelle ein. Ihm folgen: Dachmann, Duisburg, mit 12 Siegen, 3 zweitm und 3 dritte» Plätzm, F. Kurzmeier, Münchm, mit 11 Siegm, 5 zweiten und 1 dritten Platz, H. Struth, Mainz, Protektorate des WUhelm zu Wied wird vom 3. bis einschließlich 8. August in unserer Stadt das 19. Rheinische Bundesschießen abgehalten. Aus dem Programm ist das folgende mitzuteilen: Samstag 3. August nachmütags 5 Uhr Ueberbringung der Bundesfahne zum fürstlichen Schlosse, 7 Uhr Zapfenstreich, 8 Uhr Kommers in der Festhalle. Sonntag vormittags 11 Uhr Aufstellung des Festzuges am Rheinufer, IP/i Uhr Marsch zum fürstlichen Schlosse, Ueberreichung der neuen Bundesfahne an den Bundesvorstand durch den Fürst zu Wied, Festzug durch die Stadt, 1 Uhr Festessen in der Festhalle, nachmittags 4 Uhr Beginn des Bundesschießens im Parke Nodhausen, dort Konzert und Tanz, abends 8 Uhr Konzert in der Festhalle. Bon Montag bis zum Donnerstag wird täglich von morgens 7 bis 12% und nachmittags von 2 bis 7 Uhr im Nodhauser Parke geschossen. Aus den festlichen Veranstaltungen, die das Programm aufweist, sei noch hervorgehoben: Montag nachmittag Königsschießen der Neuwieder Schützengesellschaft, abends 8 Uhr Krönung des Schützenkönigs. Dienstag nachmittags 4 bis 7 Uhr Konzert, Schülerturnen und Volksbelustigung in Nodhausen- Mittwoch vormittags 10 Uhr Bundestag im Park-Hotel Nodhausen. Donnerstag abends 8 Uhr Verteilung der ersten Preise in der Fefihalle. Es roerben 16 Scheiben auf eine Entfernung von 175 Meter aufgestellt, nämlich 3 Punktscheibm für freihändiges und 4 Punktscheiben für Schießen mit Anstreichen, 3 Meisterscheiben für Freihand und 4 Meisterscheiben mit Anfireichen, 1 Festscheibe „Protektor" für Freihand und 1 Festscheibe „Neuwied" mit Anstreichen. Außerdem wird 1 Keilerscheibe auf die Entfernung von 60 Metern aufgestellt. Dresden, 20. Juli. Der Bundestag des Deutschen Radfahrer« b und es wurde von einigen Tausend Radfahrern besucht. Bei der heutigen Eröffnungsfeier hielt Oberbürgermeister Beutler eine Begrüßungsansprache. Die Revision des Bundesstatuts wurde genehmigt. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Ferdinand Nlirrfch tzttttm-Ges. für Maschineuda« und Eisengießerei in Offendach a. M. Das tm 31. März beendete Geschäftsjahr 1900/01 ergibt an Betriebsgewinn 295 445 Mk. (t. V. 283 963 Mk.), Gewinn aus Effekten 1498 Mk., auS Wechseln 2155 Mk. (2711 Mk.) und aus Zinsen 7026 Mk. (10161 Mk.), zusammen 306125 Mk. (296 835 Mk.). — Dagegen erforderten Unkosten rc. 124 964 Mk. (118134 Mk.), Abschreibungen 9528 Mk. (9918 Mk.), so daß 171433 Mk. (158 832 Mk.) Reingewinn verbleiben. Davon werden 114 400 Mk. (104 000 Mk.) als Dividende von 22 Pro» (wie im Vorjahre) verteilt, 39 301 Mk. (34 715 Mk.) zu Tantiemen und Gratifikationen verwendet und 17 732 Mk. (10117 Mk.) der Verlull- reserve überwies«. 1" Bonn, 20. Juli. Die Bergisch-Märkische Bank in Elberfeld hat für ihre hiesige Zwerganstalt das Geschäft der seit 1859 bestehenden Bankfirma Goldschmidt & Co. Übernommen. Nürnberg, 21. Juli. Der frühere Direktor der Bayerischen Vereinsbank, Dr. Volz erklärte seinen Rücktritt als Mitglied des Auf« sichtsrats der Elektrizitäts-Aktten-Gesellschaft vormals Schuckert & Co. und der kontinentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen. Volz begründet den Entschluß mit seinem Gesundheitszustand. TtottU. «rünberg, 20. Juli. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis Weizen 17.24 Mk. bis 00.00 Mk., Korn 15.00 Mk. bis ML9311" Gerste 14.00 Mk. bis 00.00 Mk., Hafer 16 00 Mk. bis A Z^^bfen 20.00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk , Wick« 00.00 Mk.,»Samen 27 00 Mk.. Kartoffeln 6 00 bis 0.00 Mk. Schiffsnachrichten. Der Postdampser „Switzerland" der „Red Star Line" in Aut« werpen ist laut Telegramm am 17. Juli wohlbehaltm in Philadelphia angekommen. Der Postdampfer „Pennland" der „Red Star ßtae- in Antwerpen ist lernt Telegramm am 19. Juli wohlbehalten in Newyork angekommen. Jeder Familienvater sollte darauf sehen, daß feine Frau und Töchter im Interesse ihrer Gesundheit nur Mieder oder Corsets mit Hercules-Spiral-Federn D. R. P. 76 912 von 4266 Wagener & Schilling Ob erkauf ungen tragen. Diese Einlagen sind nach alle« Seiten biegsam, unzerbrechlich und rostfrei. Ma« verlange ausdrücklich nur Corsets oder Mieder «it Stempelt Wagener & Schilling’sche Hercules-Spiral-Einlagen, oder Hercules-Splralen D. R. F.76918 äW Ueberall zu haben. "W «SMYRRHOLIMSEIFE „Noch niemals eine so milde und angenehme aromatische Seife in Gebrauch gehabt", ist eine ärztliche Aeußerung über die Petent» Myrrboltn-Sttfe, welche überall, auch in den Apotheken, erhältlich ist. Sanatogen Hrüfttgungs-u.Auffrischungsmittel besonders für dieUerven, Als Nährmittel bei allen Erschöpfungszuständen von Professoren und Aerzlen glänzend begutachtet. Erhälllich in Apotheken und Drogerien. Hereestellt von Bauer & Cie., Berlin 8.0.16, Atteste gratis und franco. 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