fflr. 145 Zweites Blatt 151. Jahrgang Sonntag 23. Juni 1901 ws» Huülicher Feil. verloren: nach 1 Geldstück, 1 Pferdedecke und 1 Ledertasche mit Inhalt; 1 goldner Ring und 1 goldene Halskette mit Anhang. Ldreffr für Anzeiger Oiehr«. Fernsvrechanschluh lh.6#. In der Zeit hiesiger Stadt gefunden: Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 22. Juni 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Abonnements - Einladung. Am 1. Juli tritt der Gietzeuer Anzeiger in das dritte Viertel seines 151. Jahrganges. Der Gießener Anzeiger bemüht sich unausgesetzt, allen Anforderungen zu entsprechen, die an eine erste Provinzialzeitung gestellt weiden können. Der Gießener Anzeiger ist ein nationales Blatt, das von der großen Gesichtspunkten der nationalen Politik geleitet wird und in der Wahrnehmung nationaler Jnteresiev, vor allem auch dcn Interessen der engeren Heimat, der ganzen Provinz Oberhessen, nachdrücklich zu dienen bestrebt ist. Um dieses Programm zu verwirklichen, hat derGießeuer Anzeiger den Kreis seiner Mitarbeiterschaft in der letzten Zeit sehr erheblich erweitert. Die Redaktion hat ihren eigene« Vertreter in Berlin und die vorzüglichsten Verbindungen mit Darmstadt. Unsere Darmstädter Mitarbeiter haben die mannigfachsten Beziehungen in allen Kreisen unserer Landeshauptstadt, und unser politischer Mitarbeiter in Berlin erhält seine wertvollen Informationen in den verschiedenen Reichsämtern und Ministerien. Der Leser des politischen Teiles des Gießener Anzeigers wird über alle Vorgänge von Wichtigkeit innerhalb der vaterländischen, der Reichs- und der Weltpolitik auf'S beste unterrichtet. Gleiche Sorgfalt wie der Politik wendet der Gießener Anzeiger der Rubrik Aus Stadt und Land zu Unausgesetzt wird der große Stab von Mitarbeitern aus ganz Oberhesien, aus den anderen hessischen Provinzen und aus den naheliegenden preußischen Ortschaften vermehrt, sodaß die Redaktion in der Lage ist, den Lesern alles auch nur einigermaßen Bemerkenswerte aus Stadt und Land schnell unb tu einzig dastehender Vollständigkeit zur Kenntnis zu bringen. Mitteilungen aus dem Publikum in der Stadt Gießen selbst wie aus dem Laude find uns stets willkommen und werden in angemesiener Weise honoriert. Vorschläge aus unserem Leserkreise zur Aus gestaltung unseres Blattes nach irgend welcher Richtung hin werden immer mit Dank entgegengc nommen; fie werden stets gründlich geprüft und wenn irgend möglich, zur Ausführung gebracht werden. Aktuelle Fragen, die Oberhefsen besonders angehen, Frag n des Berufes, des Erwerbs und aus jedem anderen Gebiete deS öffentlichen Lebens erfahren sachliche Beleuchtung durch berufene, tüchtige Männer unseres Großherzogtums, und immer darf darum der Leserkreis des Gießener Anzeigers erwarten, Aufklärung und Belehrung über alle Dibge in unserem Blatte zu finden, die auf allgemeines Jrmrefse Anspruch erheben können. Für die Unterhaltung sorgen, außer den allbeliebten Gießener Familieublätteru, im Hauptblatle intercffante Feuilletons und erschöpfende Mitteilungen aus allen Gebieten der Künste und der Wissenschaften. Die unpolitischen Vorgänge aus aller Welt werden in fesselnder Form sorgsam verzeichnet. Die Ausstellung der Darm- ftädter Küustlerkolouie erfährt die ausführlichste Besprechung. Die Musikkritik ist in bewährten Händen und über das Theater und die bildenden Künste orientieren wir mit besonderem Interesse. Der Handelsteil, der, wie unsere Leser bemerkt haben werden, erheblich vergrößert worden ist, bringt die wichtigsten Nachrichten auf finanziellem und volkswirtschaftlichem Gebiet. Kursdepeschen und telephonische Marktberichte aus Frankfurt machen diesen Teil be sonders wertvoll. Die <«estaltu»n d-r landwirtschaft- liehen Verhältnisse in neuerer Zeit veranlaßt uns, unser Augenmerk immer mehr und mehr den „agrarischen" Dingen zuzuwenden. „Bauer, Paß auf!" Dieser Warn- ungSruf des verstorbenen westfälischen Bauern - „Königs", erschallt auf's neue von allen Seiten, rechts und links. Auch wir bemühen uns nach besten Kräften, Klärung in die gegenwärtige Situation zu bringen und das Un -re für die Aufrechterhaltung des bürgerlichen Besitzstandes zu thun. Wer uns dabei unterstützen will, der ift uns als Mitarbeiter hochwillkommen. — Unsere Monatsbeilage „Der praktische Landwirt" wissen unsere Leser auf dem Lande längst zu schützen. Unsere Abonnenten sind gewiß davon überzeugt, daß wir, trotz der bisher bereits erreichten respektablen Fülle besten Lesestoffes, auch für die Folge bemüht fein werden, den Inhalt des Gießener Anzeigers immer weiter aus- rubaueu. Wir werden in diesem Bestreben nie erlahmen. Wir laden nun zum Abonnement für das 3. Vierteljahr ^Juli bis September) ein mit dem Bemerken, daß sämtliche Postämter jetzt schon Bestellungen entgegennehmen. Der Gießener Anzeiger kostet vierteljährlich Mk. 55.20, monatlich 75 Pfg., frei ins Haus, für die Postabonuenteu Mk. 2.— pro Biertelrahr ohne Bestellgeld. Nezvgrpreir vieneljt^a. Mk. 2.20, monatL 75 V*. nut thingerlobn; durch W Adüoltsttllen tuerteitiMK, Mk. 1.90, monatl. 65 'M». Bei Postbezug tucrtflj^eir Mk. 2.00 ohne BesteS^A SQt ftkkl.n bei In- und üuMhM nehmen einstigen für JWI »»ebener «n^rgcr (ntun. ßeUenprtti. lokal U auswirte 10 Psg. Bekanntmachung, vom 15. bis 22. Ium l. I. wurden in i Wolp essen. 61. w, 0.M.S.U5W1. - und Küchengeräte M de. Kaubeschlage. Speieeschränke. .riges 4339 ijto errui irgen i -n 3933 surr, )««» !N 4382 b.®L » * iftfSÄ tchßltch mit Montag-. iewiiten- dem Am bc»rkt^ek m..t^Heff. C-.- xab „Blätter & ä «w *• »am. 1» Uhr China. Es ist auffällig, daß in jüngster Zeit, wo die baldige Räumung der Provinz Tschili durch die verbündeten Truppen fest beschlossen ist, auf dem Wege über London und Washington immer neue Beunruhigungs- nachrichten aus China, besonders aus Shanghai, ver-, breitet werden. Neuerdings veröffentlicht der Standard eine Tepefche aus Shanghai, wonach in Shanghai Befürchtungen beständen vor ernsten Unruhen in den nordwestlichen Provinzen, des eigentlichen Chinas. General Tungfuhsiang treffe Vorbereitungen und sammle ein großes Heer wohlgeschulter Truppen in der Absicht, sich gegen den Kaiser zu erheben. Alle diese Ausstreuungen, die offenbar nur den einen Wunsch zum Vater haben, eine Verzögerung der Einschiffung und des Wegzuges der Truppen hervorzurufen, verdienen nicht allzu ernst genommen zu werden. Sie find gewiß nickst viel mehr als Erfindungen oder aufgebauschte Meldungen von mehr oder weniger leeren Gerüchten. Tas eine kann freilich mit Sicherheit vorausgesagt werden, daß in den am meisten beteiligten chinesischen Provinzen, vor allem also in Tschili, Schansi und der Mongolei, die chinesischen Behörden noch manchen schweren und blutigen Strauß mit den Räuberhorden durchzukämpfen haben werden, die auch, schon in früheren Jahren vor Gewaltthaten nicht zurückzuschrecken pflegten, und die jetzt nach! Abzug der Truppen infolge der Schwäch' der Zentralregierung und der nur zu deutlich auch den Chinesen offenkundig gewordenen Unfähigkeit der regulären chinesischen Truppen um so unternehmungslustiger auf- treten dürften. S. M. S. „Hertha", Kommandant Kapitän zur See Ter- zewsti, mit dem Generalseldmarschall Grafen v. Walder- s e e an Bord, ist am 20. Juni in Nagasaki angekommen. ♦ w> Telegramme deS Gießener Anzeigers. Washington, 22. Juni. Der jetzt veröffentlichte Bericht i-s Generals Chaffee über den Feldzug in China enthält besondere Berichte amerikanischer Offiziere über die verbündeten Truppen. Major CraSghill berichtet über die Russen, hebt deren vorzügliche Disziplin hervor und fügt hinzu, ihre Verpflegung sei einfacher Art. Oberstleutnant Dickmann sagt in seinem Bericht über die Deutschen, die Offiziere seien hochgebildet, unter den Mannschaften herrsche gute Disziplin. Derselbe berichtet auch über die Engländer und hebt ihre peinliche Sorgfalt in der Mobilisierung und Beförderung des Expeditionskorps hervor, und sagt, die Disziplin der Truppen sei ausgezeichnet. Major Mir, welcher über die Japaner berichtet, rühmt den großen Patriotismus, und setzt hinzu, wenn Japan seine Ausrüstung und Bewaffnung auf gleicher Stufe mit den Soldaten erhalten könne, so werde es für den Feind der furchtbarste Bundesgenosse und furchtbarste Gegner. Oberstabsarzt Banisher bespricht in lobender Weise bi» deutschen und japanischen Sanitätseinrichtungen. Peking, 21. Juni. (Reutermeldung.) Der Kaiser Hal dcn früheren Vizepräsidenten des Tsungli-Aamen, Natung, einen Mandschu, zum chinesischen Gesandten in Japan en nannt. — Ratung war nach allgemeiner Annahme Boxer Politische Tagesschau. Tie offiziöse „Bert. Korresp." schreibt über die Notstand s ko n f e r e n z e n in Brom berg und Tanzig zum Zweck, den bedrängten Landwirten die ordnungsmäßige Fortführung ihrer Wirtschaften zu ermöglichen: Es wurde die Bereitstellung von Staatsmitteln zur Beschaffung von Saatgut, Futter, Streu und Tüngemitteln in Aussicht genommen. Tie erforderlichen Betrüge sollen den Kreisen als zinslose Tarlehen gewährt werden, welche vom 1. Oktober 1903 ab, abzüglich 15 Prozent, welche für die Ausfälle berechnet sind, in fünf Jahren zurückzuzahlen finfck Ferner wurde vereinbart, daß die beteiligten Provinzial- Verwaltungen sich an der Hilfsaktion durch Bereitstellung von einen: mäßigen Fonds beteiligen sollen, welcher in Form von baren Tarlehen zur Ueberwindung besonderer Notlagen Verwendung finden soll. Ter Finanzminister wies die Regierungen zu Posen, Bromberg, Tanzig und Marienwerder an, daß bei der Einziehung der direkten Staatssteuern gebotene Rücksicht auf die bedrängte Lage der Steuerzahler genommen werden soll und nach- Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen Stundungen und Steuerermäßigungen in weitgehendem Maße zu bewilligen sind. In gleicher Weise sind auch Stundungen der Rentengutsrenten in Aussicht genommen. Ter Zenrralgenvssenschafts- kasse wurde seitens des Finanzministers empfohlen, den aus Posen und Westpreußen an sie herantretenden Anträgen auf Erweiterung der Kreditgewährung in thunlichst weitem Umfange entgegenzukommen. Seitens des Landwirtschaftsministers wurde für die genannten Regieruugs- bezierke eine Abgabe von Waldstreu und Futtermitteln aus staatlichen Forsten zu halben Taxpreisen ungeordnet und die Zulassung der Waldweide in diesen Forsten für die Hälfte der üblichen Weidegeldsätze gestattet. Zur Erleichterung der Beschaffung von Saatgut, Futter- und Streumitteln im Eisenbahnwege für Posen und West- preußen ist eine wesentliche Herabsetzung der Tarife angeordnet worden. Tie Militärverwaltung stellte eine Erleichterung der Abgabe der landwirtschaftlichen Bedarfsartikel aus den Proviantmagazinen zu marktgünstigen Preisen in Aussicht. Auch soll, dem vermehrten Anbau der Sommerung entsprechend, in möglichst umfangreichem Maße der Ankauf von Hafer für die Proviantmagazine vorgenommen werden. Für die diesjährigen Manöver in den betroffenen Provinzen find weitgehende Erleichterungen in Aussicht genommen. Tas Amtsgericht I zu Berlin verhandelte ant Freitag die Privatklage des Tr. Liman von den „Leipziger Neuesten Nachrichten" gegen Tr. Schmits und Tr. van L o o ck von der „Köln. Zeitung". Tie Privatbeklagten hatten Widerklage erhoben. Ter Prozeß entstand bekanntlich durch die Behauptung Tr. Limans, daß von der Tebeers Company zu Agitationszwecken 1200 000 Mark nach Köln gegangen seien. Tie „Köln. Ztg.", die dies auf sich bezog, wies scharf die Verdächtigung zurück. Ter Gerichtshof entschied, daß die „Köln. Ztg.". die begreiflich erregt gewesen, den Vorwurf zurückweisen durste. Tie Form sei jedoch beleidigend, deshalb erhält Schmits 100 Mark Geldstrafe oder 10 Tage Gefängnis, Loock 200 Mart oder 20 Tage Gefängnis. Tie Widerklage wurde abgewiesen und Liman Publikationsbefugnis zugesprocheu. In den Urteilsgründen heißt es: Tie Fassung des Artikels der „Leipz. Neuest. Nachr." und die begleitenden Nebenumstände zwingen nicht dazu, zu folgern, daß der „Köln. Ztg." oder deren Leitern der Vorwurf gemacht werden sollte, daß sie Bestechungsgelder bekommen habe. Liman habe dies direkt bestritten. Ter Gerichtshof hebe hervor, daß in keiner Weise dargethan sei, daß die „Köln. Ztg." Bestechungsgelder erhalten und daß sie irgend wie auf Grund von empfangenen Geldern eine burenfeindliche Stimmung inszeniert habe. Eine gänzliche Aufklärung der vielerörterten Angelegenheit ist jedoch durch die Beweisaufnahme nicht herbeigeführt. Ten Rechtsanwälten der „Köln. Ztg." wird zunächst mancher in der Auffassung beipflichten — der Gerichtshof gelangte zu einer entgegengesetzten Meinung, daß der Hinweis der „N. N." auf Köln, im Hinblick auf die nicht burenfreundliche Haltung der „Köln. Ztg." auf diese gemünzt erscheinen konnte. Tr. Liman bestritt diese Absicht; wenn die „Köln. Ztg." sich getroffen fühle, so liege das nicht an seinem Artikel, sondern ob- jektiv in ihrem Gewissen. Aber es kommt hier doch wohl auf die Wirkung der erwähnten Bemerkung an; Thatsache !n 25. Juni, 1 ■Hhart Gauss' ____ Ei°tritt 50 Pfg, MD ----- ** Jum 1901. itoa •***«•• ?=KÄ»- »er Garten tfurt a, N|, bis 8. Zu« 1901; ig Samoa. MrtfW Lors am Wiihnufn. drautti, i Mntz. » und NaUrioas. echir. DorsMgftau, aytzchr rpahmachn. und dem Wasser. t dm ZoolsMnr Kack jrtla-Kivtrtttsgeld für dir >ug Samoa. on 9 bi§ 12 und von Sf/f W 8 ühr Programm um 9%, 11, S, 5 u. 1 ühr UKVlätzt 20 M E GietzenerAnzeiger Seneral-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ist, daß vielfach auch die Presse sich seinerzeit mit der Angelegenheit beschäftigte in einer der „Köln. Ztg." gewiß nicht erwünschten Weise. Eine Aeußerung des „Alldeutschen" Professors Hasse (nl.) im Reichstage, die „Köln. Ztg." „habe der Tebeers-Company ihre Spalten geöffnet", mag allerdings dabei auch in Betracht gekommen sein. Soviel bat nun also die Verhandlung bewiesen, daß die „Köln. Ztg." oder deren Leiter in keiner Weise Bestechungs- gelder empfangen haben und daraufhin gegen die Buren unfreundlich aufgetreten sind, im Interesse der Tebeers Gesellschaft. Aber es ist nicht mit ganz gleicher Bestimmtheit festgestellt, daß von dem Vorwurf des Bestochenseins auch der Berichterstater der „Köln. Ztg." in Pretoria ab solut gereinigt ist. Tr. Liman ließ zur Erhärtung der Behauptung, daß ein Syndikat südafrikanischer Gesellschaften an diesen Berichterstatter große Summen gezahlt habe, eine Reihe von Beweisanträgen stellen, die indessen der Gerichtshof ablebnte mit der Begründung, daß hier nur zur Frage stehe, oo in Köln Bestechungen ffattgefunbeir haben, daß es sich dagegen um Bestechungen in Pretoria nicht handele. Hier ift die Lücke des Prozesses, und diese Lücke auszufüllen, dürfte wohl die „Köln. Ztg." am meisten Interesse haben, durch eine Untersuchung darüber, welche Bewandtnis es hat mit den angeblichen Bestechungssummew au ihren, als „gelegentlichen Berichterstatter" bezeichnetem Gewährsmann in Pretoria. Nach einer im Prozeß von dem Rechtsanwalt Schmits gemachten Aeußerung must der „Köln. Ztg." daran liegen, daß völlige Aufklärung geschaffen werde. Tiefe völlige Aufklärung ist in der Zfyat nur dadurch zu erreichen, daß die „Köln. Ztg." die von Tr. Liman auge&otenen Beweisanträge aufnimmt und über das Ergebnis der Information Mitteilung macht. Tie „Köln. Ztg." teilt übrigens mit, daß die Privat- beklagten gegen das Urteil Berufung einlegen werden. Sie hofft, daß die Berufungsinstanz dieses Urteil nicht aufrecht erhalten und insbesondere anerkennen wird, daß die „Köln. Ztg." in der Wahrung berechtigter Interessen und in der Abwehr des Vorwurfs der Bestechung über die von einer begreiflichen Entrüstung abgesteckten Grenzen hinausge- gaiigen ist. z. eine Rede sein, wenn sich auch die Notwendigkeit ergeben dürfte, einen Teil der Offiziere in Regimenter einzustellen, denen sie früher nicht angehörten, aber darin läßt sich mit der Zeit durch Verletzung wieder Wandel schaffen. führen ano entging mit knapper Not der Aufnahme in die von den Gesandten ausgestellte Liste der zu Enthauptenden. Man zweifelt, ob Japan die Ernennung annimmt. Peking, 21. Juni. (Reutermeldung.) Seit einiger Zeit laufen hier Gerüchte um, daß in Siankalpan vier belgische Missionare ermordet worden seien. Es wurde denselben kein Glauben geschenkt, da die chinesischen Beamten, welche mit jenem Bezirk in Verbindung stehen, die Richtigkeit der Meldung bestritten. Schließlich lauteten die Nachrichten so bestimmt, daß der belgische Gesandte heute Boten absandte, um das Thatsächliche zu erfahren. Die Mission war stark befestigt und die Priester und eingeborenen Christen hielten dieselbe während des letzten Aufstandes inne, ohne daß sie belästigt wurden. Man erzählt sich, daß Soldaten aus der Armee Tung-fu siangs, die in jene Gegend marschierten, im Laufe des April die Mission überfallen hätten. Während die Thore offen standen, hätten sie die Insassen niedergemacht und des Eigentums beraubt. Die Entfernung und die Verhältnisse des Landes machen eine Entsatzexpedttion unausführbar. Zied: Home sweet home von Voigt, 3. Veturia! Walzer von Jvanovici, 4. Finale a. d. Op. „Aida" von Verdi. (!) Leichtsinnig. Auf der Rückfahrt von dem Ausflug des Eisenbahnvereins, der vorigen Mittwoch nach Marburg und Spiegelslust ftattfand, entfiel hinter der Station Marburg einem der Ausflügler der Hut. Kurz entschlossen sprang der Eigentümer vom Wagen herunter und kam zu Fall. Glücklicherweise war der Zug noch nicht in voller Fahrt, odaß der betreffende Herr außer einigen leichten Hautabschürfungen keinen weiteren Schaden nahm. Mit einem päteren Personenzug kehrte er von Marburg nach Gießen zurück, wo er um 12 Uhr eintraf. ** Militärisches. Dem Oberleutnant der Reserve im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 May (Hersfeld) ** Programm des Promenaden Konzerts. 1. Ouvertüre i. Op. „Undine" von Lortziug, 2. Paraphrase über daS Ausland. London, 21. Juni. Aus Yokohama wird gemeldet: Der rühere Verkehrsminister tm Kabinet des Marquis Ito, Hoschi Toru, wurde heute in der Sitzung der Stadtvertretung durch einen Dolchstich verwundet und starb alsbald. Der Ermordete war früher Präsident des Re- iräsentantenhauses und Gesandter in Washington. Der Beweggrund zu dem Morde scheint ein politischer zu sein. — Aus einem vom Ministerium des Innern veröffent- ichten Bericht geht hervor, daß 90 v. H. aller im Jahre 1900 naturalisierten Ausländer Juden sind. 542 der grämten 581 stammen aus Europa, und zwar 212 aus Ruß- and, dann folgt Deutschland mit 189. Petersburg, 21. Juni. Die Großfürstin Maria Geor- giewna, Gemahlin des Großfürsten Georg Michaelowitsch, ist gestern von einer Tochter entbunden worden. — Heber ein Attentat im Ministerium des Innern wird folgendes berichtet: Auf den Vizedirektor der Medizinalabteilung im Ministerium des Innern, Malinowsky, ist ein Neberfall verübt worden. In seinem Empfangssaale hatte sich ein Bittsteller eingefunden, der ilötzlich gegen Herrn Malinowsky ein Meffer zückte. Dieser rel ihm in den Arm, warf ihn zu Boden und hielt ihn fest, ris die Diener zu Hilfe kamen. Der Verbrecher wurde ver- »aftet, weigerte sich aber, für seine Handlungsweise irgend eine Erklärung abzugeben. Durch die Erhebungen über die Person des Attentäters wurde fefigestellt. daß er ein Medt- iuer namens Zilitinkjevitsch ist, der an Verfolgungswahn eidet. Washington, 21. Juni. Das Kabinet billigte das Vorgehen des Schatzsekretärs betreffs der Auflegung von AuS- t leichSzöllen auf gewisse rassische Erzeugnisse. gegenüber von einer hiesigen Korrespondenz auf Grund angeblicher authentischer Informationen versichert wird, hat der Kaiser jenes Wort nickst gesprochen. Tie damalige Unterredung soll siel)' vielmehr in folgender Weise entwickelt haben: Ter Monarch deutete an, daß er Ballin für einen Ministerposten in Aussicht nehme, und der Tirektor hielt es daher'für seine Pflicht, dem Kaiser zu sagen: „Majestät scheinen nicht zu wissen, daß ich Jude bin". Ter Kaiser 3varf ein: „Nun, das läßt sich doch ändern!" „Nein, Majestät", l------ (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist rm* unter genauer Quellenangabe: „Gietz. Anr*" gestattet.) ** Prof. Dr. Groos. Unsere Universität hat sich, wie iekannt, Professor Karl Groos, der uns vor einigen Jahren verließ, um einem Ruf nach Basel zu folgen, wieder als ordentlichen Profeffor zurückgeholt. Professor Groos, der 861 geboren ist, habilitierte sich 1889 an der Universität Gießen für Philosophie und erhielt einige Zeit darauf das Prädikat als außerordentlicher Profeffor. Im Jahre 1893 rerief ihn die Universität Basel als Ordinarius an Stelle >eS zurückgetretenen Professors Haus Heusler. Groos hat »ereits eine ganze Anzahl wiffenschaftlicher Werke veröffent- icht, die in Fachkreisen Aufsehen erregten. ** Das Jahresfest bet Universität findet am 1. Juli, vormittags liy4 Uhr pünktlich in der großen Aula statt. Nach musikalischer Einleitung wird der Rektor Profeffor Dr. Schmidt die Festrede halten. •* Die freischlagende Verbindung „Frankonia" begeht reute und morgen ihr 29jährigeS Stiftungsfest. Deutsches Keich. Berlin, 21. Juni. Aus Kiel wird gemeldet: Zur gestrigen Abendtasel bei dem Kaiser und der Kaiserin waren der Großherzog von Sachsen-Weimar und Prinz Ernst von Sachsen-Altenburg geladen. — Tie Dacht der Kaiserin „Iduna" ist nach Beendigung der Segelwettfahrt heute nachmittag in den Hafen zurückgekehrt. Tas Kaiserpaar begab sich' mit seinen Gästen an Bord der „Hohen-< zollern",- dps Prinzenpaar Heinrich ins Schloß. — Ter Großherzog und die Großherzogin-Mutter von Mecklenburg- Schwerin sind heute abend hier eingetroffen und vom Kaiser sowie dem Kapitän des russischen Kreuzers „Swetlana" empfangen worden. — In seiner Cuxhavener Rede hat der Kaiser dem Generaldirektor Ballin von der Hamburg-Amerika-Linie eine außerordentliche Ehrung erwiesen, indem er mit Tank anerkannte, daß der Tirektor der Gesellschaft „als kühner Unternehmer der Hansa hinausgegangen sei, um für uns friedliche Eroberungen zu machen, Eroberungen, deren Früchte dereinst unsere Enkel einheimfen werden." Und unter das Bild, das der Herrscher dem Tirektor Ballin verehrte, schrieb er die Widmung: „Dem weitblickenden, unermüdlichen Bahnbrecher für unfern deutschen Handel und unsre Ausfuhr." Tiefe hohe Auszeichnung hat einigen Blättern Veranlassung gegeben, von Ballin als einen „kommenden Mann" zu sprechen und an eine frühere Begegnung des Monarchen mit ihm zu erinnern, bei der der Kaiser auf einen Einwurf Baltins, daß er Jude sei, erwidert haben sollte: „Tas macht mir nichts!" Wie dem- Errgländer und Bure«. Ta,s! Londoner Abendblatt „Sun" verbreitet die bisher jeglicher Bestätigung von anderer Seite entbehrende und zweifellos unrichtige Meldung, daß General Botha und seine Unterführer beschlossen hätten, sich zu ergeben und daß man in Downing Street sogar glaube, daß die Ueber- gabe bereits erfolgte. Ueber den VorfallbeiWr'lrnansrust läßt sich der „Standard" aus Pretoria vom 18. ds. melden: 300 Mann waren detachiert worden, um in der Flanke etwa 40 Kilometer südlich von Middelburg (Transvaal) vorzugehen. Um halb 8 Uhr abends umgaben 150 Buren, hinter denen eine Reserve von weitern 200 Mann stand, das Lager unter dem Kommandanten Müller. Tie Buren krochen ganz dicht an das Lager heran und eröffneten ein mörderisches Feuer, dann stürmten sie in die Stellung hinein. Die ganze Sache war in wenigen Minuten vollendet. Müller ist übrigens derselbe Burenführer, der die Engländer vor kurzer Zeit in der Nähe von Helvetia überraschte, als dieser Platz von Viljoens Kommando angegriffen wurde. In einer vom Cape Argus veröffentlichten Schilderung des Kampfes bei Vlakfontein heißt es: Die Buren beschossen die Engländer eine Weile mit von ihnen erbeuteten englischen Geschützen; sechs Granaten trafen in Dick- sons linken Flügel. Später wurden diese Geschütze von den britischen Truppen wiedergenommen, und das Derbyshire- Regiment griff den Feind mit dem Bajonett an. Die Buren flohen; ihr Gesamtverlust wird auf 60 Tote und Verwundete geschätzt. Ter Bericht der englischen Landbesiedelungs-Kom- mission für Südafrika spricht die feste Ueberzeugung aus, daß ein wohlüberlegter Plan zur Besiedelung Südafrikas durch Männer englischer Abkunft von der größten Bedeutung für dass künftige Gedeihen Südafrikas sei und daß, falls nicht die größten Anstrengungen gemacht werden, eine durchaus britische Bevölkerung nad), Südafrika zu bringen, die stark genug sei, die Wiederholung von Unordnungen zu verhindern, dfe ganzen Opfer an Gut und Blut grundlos vergeudet feien. Es fei kein Zweifel, daß -eine gut getextete Politik die „neuen Kolonien" zu einem durchaus englischen Staate machen können, der eine Stärkung, nicht eine Schwächung für das Reichs bedeute. — Aut eine „gut geleitete Molitik" wird man in England wohl noch eine Weile warten müssen. Ter frühere Minister und Vizekönig von Indien, Marquis of Ripon, veröffentlichte ein Schreiben, in dem er qeäen das System der Flüchtlingslager, wie sie von Miß.Hobhouse geschildert sind (vgl. Nr. 143, Blatt 2) Einspruch erhebt, und erklärt, es erfülle ihn mit Scham, daß solche Tinge unter britischer Verwaltung möglich seien. Es handele sich dabei nicht um eine politische Frage, sondern um das Ansehen des Landes. Ripon fügte hinzu, man könne keine Person dafür verantwortlich machen, aber für das System fei kein Verdammungsurteil zu scharf. Auch der liberale Parteiführer Campbell-Bannermann veröffentlicht einen Brief, in dem es heißt, ein Volk zu ver- tilgen oder durch Gewalt zu unterdrücken, könne niemals die Politik des Landes fein. würde der Abschied bewilligt. §* Personal-Näch richten. Ter Großherzog hat die Elisabeth B e i s i n g e r zu Sieburg zur Handarbeits- 1 ehrerin und Aufseherin am Arbeitshaus zu Dieburg er- i na,mt. Durch! Entschließung des Großh. Ministeriums des Innern wurden die Gerichtsaccesfisten Oskar Frölich zu Darmstadt und Ernst Pi stör zu Worms zu Regierungsassessoren ernannt. In den Ruhestand wurde versetzt der Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Lauterbach Jo- Hann Adam Weiß auf fein Nachsuchen bis zur Wiederher- tellung seiner Gesundheit und unter Anerkennung seiner reuen Dienste und der Bahnwärter bei der Main-Neckar- Eisenbahn Sebastian Hotz auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Juli l. Js. an- ** Die schönen Sage von Lenzes Gnaden sind nun vorüber. Gestern ist er von uns geschieden unb hat dem Sommer die Herrscyaft abgetreten. Man behauptet wohl kaum zu viel, wenn man sagt, so einen wunderbaren Frühling seit Jahren nicht gehabt zu haben. Tas gute, freundliche Wetter war bis auf eine kurze Zeit vor wenigen Tagen fein Hauptmerkmal, und unsere Sommer-Wirte stimmen gern in dieses Lob mit ein. Am 21. Juni hatte die Sonne ihren höchsten Stand, den Gipfel ihrer Macht für unsere nördliche Erdhälfte erreicht und überall in Feld und Wald ertönen Jubeltöne, überall prangen festliche Farben, überall wehen süße Düfte. Stolz, trägt der Baum fein grünes Blätterdach, majestätstch wogt das Aehrenfeld im Wind, das Kirn blüht. Als letzte Liebesgabe beut uns der Lenz die Rose. Auf dem Feldraine oder an steiler Wand glüht das Heckenröschen, und wenn die finstere Nacht der Blumen Pracht verhüllt, leuchtet das Johanniswürmchen aus Busch und Strauchwerk smaragdgrün. Doch auch der Sommer birgt reiche Gaben für uns in seinem Schooße. Neben den holden Kindern Floras, die sich besonders durch Farbenpracht auszeichnen — man denke dabei nur au die herrlicheii Feldblumen. — deckt er im Wald den Tisch für groß und klein und ladet zum fröhlichen Beerenfchmaufe ein. Auf der Wieie klingt bereits jetzt die Sense des Schnitters und nicht wrt i vieles später fallen schon die ersten Aehren. Möge au$ ändern. Ich bin Jude aus Ueberzeugung. Der Kaiser schwieg einen Augenblick, dann erklärte er: „Nun, wir kommen doch noch mal zusammen!" — In der Angelegenheit des Konsistorialrats Dr. R e i ck e erfährt die „K. Z.", daß derselbe seinen Wünschen entsprechend in das Reichsversicherungsamt einberufen werden wird. Tas Blatt fährt fort: Wir gehen wohl nicht fehl mit der Annahme, daß bei dieser Maßregel die Hand des Reichskanzlers Grasen Bülow nicht unbeteiligt gewesen ist Uebrigens war die Versetzung des Dr. Reicke vost Berlin uad), Königsberg nicht durch eine Staatsbehörde, sondern durch den evangelischen Oberkirchenrat als oberste Kirchenbehörde veranlaßt worden. — Tie unfreiwillig ans dem Heer geschiedenen Offiziere meldet bekanntlich das Militärwochenblatt' uvckst, erst nach Erscheinen der neuesten Rangliste lassen sich die Namen feststellen; trotz Mörchingen ist die Zahl der mit schlichtem Abschied entlassenen Offiziere ganz außerordentlich gering; der militärische Ehrenkodex ist bekanntlich außerordentlich streng. Wir zählen in der gesamten Infanteriewaffe nur 21 Offiziere, die sich derartige Verfehlungen zu Schulden kommen ließen, daß sie unfreiwillig des Kaisers Rock ausziehen mußten; darunter befindet sich ein Leutnant bei einem Garde-Regiment in Berlin und ein Hauptmann bei einem Regiment in Brieg; außerdem noch ein Zahlmeister bei einem Regiment in Gumbinnen. Tie Jäger haben keinen mit schlichtem Abschied entlassenen Offizier, ebenso die Garde-Kavallerie. Die ganze Linien- Kavallerie hat nur 3 Offiziere, die unfreiwillig des Kaisers Rock haben ausziehen müssen, darunter ein Rittmeister bei einem Dragoner-Regiment in Mecklenburg; die zwei Leutnants haben sehr bekannte hochQdelige Namen, einer ist Leutnant bei einem Dragoner-Regiment in Ostpreußen, der andere bei dem vornehmsten Husaren-Regiment im Rheinland, hierzu kommt noch ein Roßarzt bei den 5. Husaren. Tie gesamte Feldartillerie hat nur 7 mit schlichtem Abschied entlassene Offiziere, darunter einen Hauptmann bei dem 30. Regiment in Rastatt, die Fußartillerie nut einen einzigen Offizier, bei dem 6. Regiment in Neiße- Glogau (1 Hauptmann); die Ingenieure haben keinen mit schlichtem Abschied entlassenen Kameraden; die Eisenbahnregimenter ebenfalls nicht, die Pioniere einen bei dem 7. Bataillon (Deutz); der Train einen solchen bei dem 4. (Magdeburg). Diese Thatsachen beweisen, wie hoch unser Offizierkorps dasteht, es giebt kein Offizierkorps, bei dem so wenig Verfehlungen zu beklagen find, als beim deutschen. — Am 21. Juni wurde im Hauptfern sprech amte Berlin eine neue Betriebsform eingeführt. Diese ermöglicht die telephonische Verbindung durch die Ver-, Mittelung Berlins auch zwischen den Orten herzustellen, welche zwar bisher an das Berliner Fernsprechnetz angeschlossen waren, jedoch unter einander nicht in telephonischen Verkehr treten konnten. An den Vorteilen dieser Einrichtung, die nach einem neuen, von der Aktien-Ge- sellschast Mix und Genest herrührendem Apparatsystem gebaut ist, partizipieren nicht weniger als 1700 Orte Deutschlands, welche mittels 130 Leitungen mit Berlin in Verbindung steyen. — Aus Posen wird der „T. R." geschrieben: Vor drei Tagen wurde hier der katholische Lehrer an der Bürgerschule Gryszczynski beerdigt. Mehrere Klassen der Schule wollten, wie üblich, den Lehrer am Grabe noch durch! ein Lied ehren. Propst Dr. Lewiick hatte jedoch! a priori verboten, ein deutsches Lied zu singen, weil' dem Herkommen nach! auf dem Friedhöfe nurlateinisch! dbe r polnisch gesungen werden dürfe. Weil es sich um eine Anordnung des Er-zbischjofs handle, könne er (der Propst) keine Ausnahme machen. (Ein solcher Fall Don polnischem Fanatismus kann nur dazu beitragen, die Kluft zwischen den Deutschen und den Polen zu vergrößern.) Ter „Reichsanz." schreibt: Die preußische Staats- forstverwavtung betrachtet es als eine ihrer Aufgaben, im Interesse der Landeskultur auf den Holzanbau in den Waldungen der Gemeinden und öffentlichen An- kalten, Privatgrundbesitzer ufw. anregend und fördernd dadurch einzuwirken, daß sie gutes Pflanzenmaterial zum Selbstkostenpreise an diejenigen Waldbesitzer abgiebt, die nicht Gelegenheit haben, die erforderlichen Pflanzen selbst zu erziehen. So wurden am 1. Juli 1900 bis 31. März» 1901 im ganzen 17 977 300 Laubholz- unb Nadelholzpflanzen abgegeben. Hamburg, 21. Juni. Die Feier der Grundsteinlegung zur Bismarcksäule auf dem Hammelsberg im Sachsenwalde gestaltete sich bei aller Einfachheit äußerst würdig. In Hammelsberg versammelten sich vormittags um 10 einhalb Uhr die Vertreter der deutschen Hochschulen; tud. meb. Busch^Bonn hielt eine prächtige, dem Gedächtnis Bismarcks geweihte Ansprache. Fürst Herbert ermahnte in seiner Erwiderung, an den Traditionen seines dahin- geschtedenen großen' Vaters unentwegt seskzuhalten. Es folgten die üblichen Hammerschläge, womit die Feier beendigt war. Bremen, 21. Juni. Wie „B. T. B." erfahrt, hat der Norddeutsche Lloyd die deutschen Werften neuerdings mit dem Bau von sechs großen Dampfern beauftragt und zwar wird der „Vulkan" in Stettin die Dampfer „Gneise- nau" und „Schleswig", die Firma Joh. C. Tecklenborg in Geestemünde die Dampfer „Roon" und „Scharnhorst", die Firma S. Schichan in Danzig die Dampfer „Zieten" und „Seydlitz" bauen. Tie Dampfer sind sämtlich Doppel- schraubendampfer von 7—8000 Registertonnen. Dresden, 21. Juni. Sicherem Vernehmen nach ist an Stelle des verstorbenen Justizministers Dr. Schurig der Generalstaatsanwalt, vortragende Rat im Ministerium und stellvertretende Bevollmächtigte zum Bundesrate, Geh. Rat Tr. Rüge r vom König zum Staats- und Justizminister ernannt worden. München, 21. Juni. Zu der neuaufgetauchten Frage der dritten Bataillone teilt die „Augsb. Abendz." die Ansicht informierter militärischer Kreise folgendermaßen mit: Hier hat man von allem Anfang an die Ueberzeugung gehabt, daß es sich! bei den Regimentern mit zwei Bataillonen nur um einen vorübergehenden Zustand handeln kann, daß diese Regimenter in der allgemeinen Formation doch! störend wirken müssen. Dagegen hält man auch jetzt noch an der Meinung fest, daß vor Ablauf der jetzigen Gesetzesperiode über die Friebenspräsenz die Schaffung der fehlenden dritten Batillone nicht vorgenommen wird. Was die Unterbringung der aus China zurückkehrenden Offiziere und Mannschaften betrifft, so glaubt man nicht, ___ , .... daß sie auf besondere Schwierigkeiten stoßen wird. In bemerkte Ballin, „das läßt sich nichts der bayerischen Armee wenigstens kann von Schwierigkeiten UN- M tn. r «n« bet Auflegung oou Aos. M Trzruguifle. 1 befiodlichr» DtiM-Mriitee fi '•••«: "6iuhcs'°"^M«b°ch 3» BAH ivar bi» ’ jj unsere ‘H'^’h'eieT^6 ms den gel in biese» gtanb. 0k , ?^SZZ'! ^vlohama bjirh 1 Wbei Der tu der Kit, Marquis oerL der X ^^r taL? s ^atb v°ler jn g. u,pcnt des fo, !eint tin P°L7°°' Der ^rium des 3 r iu lein. “SSO d. iit'189. W“ 212 W Sich °°d°« i» h’1»“'18 btS 'iÄ B.?Ä£ X'Ä"9in a6,ti" f* M -r ein Ms htt M SnfolRim* die kommende arbeitsreiche Sommerzeit reichen Lohn für redliche Arbeit bringen, möge sie- namentlich für unsere Landwirtschaft eine Zeit des Segens sein! * Herr Geh. Hofrat Prof. Dr. Behaghrl macht unfl unter Bezugnahme auf unsere gestrigen Bemerkungen übet die deutsche Recht schreibung darauf aufmerksam, daß die Worte Thor und Thür echt deutsch sind, aber allerdings mit dem griechischen Wort tiupa in verwand- schaftlichen Beziehungen stehen. K. Heuchelheim, 22. Juni. Jn der Ludwigsburg werden wie früher im Juli und August wöchentlich uno zwar Freitagabends Quartett-Soireen veranstaltettverden. d- Allendorf a. d. Lahn, 20. Juni. Anläßlich des 20 jährigen Stiftungsfestes des hiesigen Gesangvereins „Einheit" wurden den 16 noch lebenden Gründern des Vereins Pracht volle Ehrendiplome überreicht. § Gedern, 21. Juni. Gestern stürzten die beiden Brüder Ziegler, die als Weißbinder am Hause des Kaufmanns Böhl hier thätig waren, infolge eines Gerüstbruches vom dritten Stockwerk in die Tiefe. Trotz der beträchtlichen Höhe und der nachstürzenden Bretter kam der ältere Bruder nur mit dem Schrecken und der jüngere mit einigen Hautabschürfungen leichter Art davon. — Beim letzten Preisturnen in Nidda errangen die beiden hiesigen Turner Höhl den 12. und Oberheim den 15. Preis. W. Stammheim, 21. Juni. Bei dem schon gemeldeten tragischen Ableben der Witwe Schneider hier, liegt anscheinend doch Mord und nicht Selbstmord vor. Heute morgen wurde die Leiche seziert und heute mittag beerdigt. Gleich nach der Beerdigung wurde die Mutter des aus der Untersuchungshaft zur Sektion vorgeführten, der That verdächtigen Jungen, verhaftet, was sicher nicht ohne Grund geschehen ist. Ueber die näheren Umstände, die dazu führten, jetzt schon Genaueres mitzuteilen, ist wohl nicht am Platze, und bei den sich oft direkt widersprechenden, in die Oeffentlichkeit gedrungenen Gerüchten auch nicht gut möglich. Doch ist nach dem ganzen bisherigen Verlauf anzunehmen, daß die Lösung des Rätsels nahe bcvorsteht. e. Bad-Nauheim, 21. Juni. Tic Gesamt frequenz des hiesigen Bades betrug am 20. Juni 8164 Personen, von denen zurzeit noch 4951 anwesend sind. Der Zugang der letzten Wock>e war 1016 (Äiste. In der Zeit vom 1. April bis 20. Juni wurden 90 593 Bäder abgegeben. Heute abend war im Kurtheater ein großer Tag, es wurde die Operette „Die Geisha" zum erftenmale in Nauheim gespielt. Tie Direktion hatte eine große Ausstattung korn- men und die Tänze extra einstudieren lassen. Trotz der großen Hitze war das Theater ausvert'auft und die Vorstellung fand auch großen Beifall. t* Die Friedberger Stadtkirche. Aus Friedberg geht uns ein Aufruf zu, dem wir folgendes entnehmen: „Tas große Wert, zu dem der Stadtkirchenbau- verein vor 16 Jahren, im Vertrauen auf Gottes Hilfe und der Menschen Wohlwollen, den ersten Anstoß gegeben hat, naht sich nun seiner Vollendung. Tank gebührt den vielen Menschen in Friedberg und außerhalb seines Weichbildes, die durch, ihre Heinen oder großen Gaben, zum Gelingen des Werkes beigetragen und ihre Namen verewigt haben. Nicht an letzter Stelle steht auch der Dank gegen die hohe Staatsregierung, die den oft wiederholten Einwirkungen seitens des Vereins und später auch seitens des Kirchenvorstandes in so gütig-wohlwollender Weise stattgegeben hat, gegen die Landstände, die treulich! dabei mitgeholfen haben, und gegen die hohe Kirchenbehörde, dch alle der guten Sachte eine so reichliche Förderung haben zu teil werden lassen. Tod), wenn auch der Wiederher- stellnngsbau im ganzen zur Vollendung gekommen ist, so bleiben dock) noch viele Wünsche bezüglich, der Stadt- lirche zu befriedigen, und große Ziele sind noch übrig, die den Fortbestand des Vereins unbedingt erheischen. Es fehlt noch eine der wiederhergestellten Kirche würdige neue Orgel, es fehlt eine stilvolle neue Kanzel, es fehlt die dringend so wünschenswerte, würdige Herstellung und Anlage des Kirchenplatzes, es fehlt die Erneuerung der defekten Malereien, es fehlt noch so manches andere. Aus diesen Gründen und im Hinblick auf solche Aufgaben wird auch in diesem Jahre wieder die Beitragsliste zirkulieren, damit die Mitbürger auch künftig den Verein durch ordentliche und außerordentliche Gaben und durch Geschenke kräftig unterstützen können. Der Aufruf ist unterzeickMet vom Vorstände des evang. Stadtkirchenbauvereins, Direktor T. Weiffenbach, I. Dörr, Rechner, Beigeordneter Hieroni- mus, Meyer, Dekan, Bürgermeister Steinhäußer, Windecker, Rechtsanwalt, Stadtbaumeister Zörb. T a r m st a d t, 22. Juni. Die Herzogin von A r - gyll ist gestern nachmittag zum Besuche des Großherzogs und der Großherzogin auf Jagdschloß Wolfsgarten eingetroffen. Der Großherzog und die Großherzogin empfingen gestern den Erbprinzen zu Leiningcn. Der Prinz nahm an der Großherzoglichen Abendtafel teil und kehrte später nach Darmstadt zurück. -k. Mainz, 21. Juni. Vor etwa 14 Tagen ist ein junger Geometer von hier spurlos verschwunden. Nach Briefen, die er zurückgelasien hat, mußte man schließen, daß der Verschwundene einen Selbstmord begangen. Die Recherchen der Polizei haben ergeben, daß der junge Mann, um Gläubigern aus dem Wege zu gehen, Unterkunft bei seinen Verwandten in Hanau gesucht und die Briefe von dem beabsichtigten Selbstmord nur geschrieben hat, um länger von seinen hartherzigen Manichäeren verschont zu bleiben. k. Ans Rheinhessen, 21. Juni. Von der Müllerfamilie Thomas in Niedersaulheim, die wegen ihrer jahrelangen Renitenz den Sichheitsorganen, Gerichten, ja selbst der Ständekammer schon viel Arbeit verursacht hat und von der sich der eine Sohn im Gefängnis und ein weiterer Sohn und eine Tochter in einem Irrenhaus befinden, ist jetzt auch das einzige seither noch in Freiheit befindliche Glied, der Vater, verhaftet worden. Da der alte Müller sein Hau- vollständig verschanzt hatte, und jedem, der sich ihm näherte, mit Erschießen drohte, war die Verhaftung nur mit List zu bethätigen, daß sich drei Gensdarmen als Handwerksburschen verkleideten und sich so der Mühle näherten. Der Müller wehrte sich bei seiner Verhaftung mit wahrer Todes Verachtung. fc. Frankfurt a. M., 21. Juni. Gestern morgen kam ein junger Bursche in einen Kaufladen BockenheimS und ließ sich allerlei Sachen vorlegen. Plötzlich ergriff er eine Geldkassette und lief auf und davon. Am Nachmittag wurde er in der TöngeSgaffe ermittelt und festgenommen. Auf dem Transport entsprang er, stürzte sich in den Main und ertrank. Die Leiche wurde gelandet. U'ber die Personalien st noch nichts bekannt. Frankfurt a. M., 21. Juni. In einer Straße des Wcstend machte heute nacht ein Bursche von etwa 18 Jahren einen Einbruchsversuch, bei dem er den In Haber der betr. Wohnung s chw e r v e r l e tzte. Der Dhäter ergriff beim Nahen der Polizei die Flucht. Z. Frankfurt a. M., 21. Juni. Nachdem sich die Südsee Insulaner Mittwochabend einem zu ihrer Vorführung geladenen Publikum tn einer >seperatvorstellung prä entiert haben, ist feit Tonnerstag die Schaustellung in weiterem Nahmen im Gang und erfreut sich eines leb haften Besuchs. Morgens punkt 9 Uhr sieht man die bunte Schar aus ihrem Wohnraum nach dem User des großen Weihers im Zoologischen Garten ziehen. Dort bc- ruächtigen sich die Leute der am Abend zuvor angeketleten Nachen und fahren singend und mit ihren kleinen, blatt- örmigen Rudern gewissermaßen nur in das Wasser stechend, in weitem Bogen nach dem jenseits gelegenen Dorf. Diese Fahrt nach dem Weiher, die sich vor unb nach jeder Vorstellung und abends bei der Heimfahrt wiederholt, bietet ein entzückendes Bild, wie man es in Deutschland noch nie und nirgends gesehen hat. Auch den Samoanern scheint diese Hin- und Herbewegung auf dem Wasser, das ja ityr Element ist, viel Vergnügen zu inacheu, und es ist von hödfftem malerifd),cn Reiz, die bunten Schiffe mit ihren bunten Insassen über den Weiher fahren zu sehen und die melodischen Gesänge mit anzuhören. In ihrem Dorf, das sich vom südlichen Weiherufer über eine primitive Brücke nach der im Weiher liegenden Insel hinzieht, verbringen die Leute ihre Mußestunden in heiterem Geplauder und mit Spielen, bei denen die graziösen Bewegungen der Frauen sehr schön zur Geltung kommen. Sehr gut wirkt dabei das vom Landschafts- maler Berthold Gerbsch in Berlin gemalte 30 Meter lange Bild, eine samoanische Landschaft darstellend, das durch vorgesetzte Palmen und andere Pflanzen panoramaartig in die Wirklichkeit übergeleitet ist, es schließt einen Sonderplatz ab, auf dem Mittwoch die Separatvorstellung stattfand und wo später das festliche Braten ganzer ^d)roeine vor sich gehen soll. Zu den fünf täglichen Vorstellungen rudert die ganze Gesellschaft nach dem westlichen Weil)erufer und zeigt dort in abwechselnder Folge eine Reihe von Vorgängen, wie sie sich im friedlichen oder triegerischen Leben ihrer Heimat bei besonderen Gelegenheiten oder in Streitfällen abspielen. •* Kleine Mitteilungen an» Hessen und den Rachdarstante, Jn vergangener Nacht vergiftete in Wiesbaden ein Glaser sich und seine drei Kinder. Nur eins konnte gerettet werden. Sport. Radreumn zu Sietzev, Sonntag 28. Juni. Der Sportplatz an der Hardt ist zum Empfang der Fahrer und Gäste bereit und prangt im schönsten Flaggenschmucke. Die Restauration liegt in bewährten Händen, und wenn auch durch recht schönes warmes Wetter hoffentlich in dieser Beziehung große Ansprüche zu befriedigen sein werden, so wird es doch sicherlich an nichts fehlen. Die Vereine, die zu dem Mannschafts fahre,: gemeldet haben, trainieren schon seit einiger Zeit mit großem Fleiße allabendlich auf der Rennbahn, und es ist ein Vergnügen, zu sehen, wie ernstlich diese darauf bedacht sind, fortgesetzt die gefahrenen Zeiten zu verbeffern und den endlichen Sieg zu sichern. Die aufsichtfahrenden Fahrwarte beachten auf das Schärfste jede Situation während der langen Fahrt, und kaffen keine Gelegenheit vorübergehen, um durch anfeuernden Zuruf ihre Fahrer auf die gewünschte Höhe der Leistungsfähigkeit zu bringen. Es ist hiernach vollkommen unmöglich, etwa den Sieger schon im voraus zu bestimmen, da nach unserer Meinung die Wertung keine allzu großen Unterschiede ergeben kann; nur das eine müssen wir mit Bedauern konstatieren, daß der veranstaltende Verein offenbar viel zu spät an das Training und die sonstigen Vorbereitungen für dieses Fahren herangetreten ist, so daß es diesen Fahrern wohl kaum gelingen dürfte, 'n diesem Jahre das Versäumte nachzuholen. Kunst und Wissenschaft. Las Künstlerftonorar für das Bismarck-Denkmal in Berlin. Das Nationaldenkmal des Fürsten Bismarck hat eine Summe von l 200 000 Mk. erfordert, worin die Ausgaben für die gesamte Herrichtung des Platzes einbegriffen sind. Professor Reinhold Begas erhielt das Honorar von 500 000 Mk. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. fc. Frankfurt a. M., 20. Juni. Die EUktriziläts-ÄktikN Gesellschaft ooim. W. L-Hunyrr u. Co. h-er hatte im abaelaufenen Geschäftsjahre einen Bruttogewinn von Mk. 2029482 gegen Mk. 1 349 309 im Vorjahre. Auf d«S von 6 auf 10 Millionen erhöhte Aktienkapital sollen 10 P'vzent (i. V. 11 Poz.) Dividende verteilt werden. Gießen, 22. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 1.15—1.20, Hühnereier per St. 6-7 «&, 2 St. 13-00 Enteneier 1 St. 7-8 Gänse, eier per St. 11—12 , Käse 1 St. 5—8 j, Käsematte 2 St. 5—8 , Erbsen per Liter 22 , Linsen per Liter 34 , Tauben per Paar JC 0.80—1.00, Hühner per St. JC 1.00—1.50, Hahnen per Stück JC 1.00—1.50, Enten per St. JC 2.00—2.30, Gänse per Pfd. JC 0.00 bis 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 , Kuh. und Rindfleisch per Pfund 60—64 $ Schweinefleisch per Pfd. 64—74 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 , Kalbfleisch per Pfd, 60—66 «j, Hammelfleisch per Pfd 50—70 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.50—6.00 JC, Weißkraut per St. 00—00 <£, Zwiebeln per Ctr. JC 8.00—8.50, Milch per Liter 18 . Kirschen per Pfd. 22 —25 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags. fc. Frankfurt ] Eine remliche, tüchtige LauSrau für morgenS 3 bis 4 Stunben ge» sucht.___________Slsterweg 47. 023k2] TüchttgrS Mädchen, welches kochen kann unb in Hausarbeit erfahren ist, gejucht. Fraukfurterstrasje 83. ILin zuverläjsiges Lausmädchen ob. 'S' Frau wirb sofort gesucht. 02400 Frau Küttenbeeger. 02399] Ein Hausmädchen zu sofortigem Eintritt sucht Frau Dr. Ploch, Asterweg 9. WWMMk fLm erfahr. Mädchen mit guten Zeugn. sucht per 1. Juli Stellg. b. Stellenbur Hofmann,Dammstr 22 Verloren UerWieWD . Köcher nebst Igallkragc« mit Pelzbesatz. Abzugeben geaen Belohnung 02339 ZZahnhofstraße 51, III. Stadttheater. Wiesbadener Operetten-Gnsemöte. Montag den 24 Jnui: Der Bettelstudent. Operette in 3 Akten von K. Zell unb Richard Geriöe. Musik von Carl Millöcker. 4426 Nächste yerHung: Mittwoch den 26. Juni 1901. ______Die Fledermaus.______ Jrciw.Gml'schcJeuerwehr Sonntag den 23. Juni 1901: 18. UklbMsjilst Oberhesi. Kuerwehreu in Bungen. Köfuhrt 8 Mr 15 Win. vormittags. Er wird gebeten, wegen Preisermäßigung sich Va Stunde vor Abgang des Zuges am Bahnhof e nzusinden. Anzug: Tuchrock, Helm. 4425 __Das Kommando. Brauerei-Ausschank Gießener Brauhaus (ttd. Deaninghosf, früher Röhrle's Bierhalle). Montag den 24. Juni, aöends 8 Jlhr: 3. großes Garten Konzert der hiesigen Regiments-Kapelle. 8934 HirrtHtt 20 ^kfg H. «einmal*. ÄWkchjl ]u Mützknbsni. Der Gesangverein „Säugerkrauz" zu Watzenborn feiert Sonntag den 30. Juni d. I. sein 25jähriges Jubiläum verbunden mit Sängerfest, wozu Lrgebcnst einladet Das Fest-Komitee. Letzter Zug nach Gießen 10 Uhr 39 Min. abends hält in Station Sck ffenb^rg. 02402 sucht auf kurze Zeit ein Darlehen von 60 Mk gegen gute Sicherheit Gefl Offerten unter N 0 02387 an bie Expedition dieses Blattes Belohnung. G ldener Iking mit Lit«-Ame- tüyfl verkoren. Ehrlichem Finder gute Belohnung. Abzuaeben O24i)i __Südankage 18, pari. transporfeur miii Rchzeust gefundk'n. Abmh. i. d Erv- o. Bl. Welche junge Dame erteilt einem jungen Mann billig Anfangsunterricht tut Ktavlerfpiekeu? Offerten mit Honoraransprüchcn unter E. A. 02397 an die Exv d Bl Wöh"irgSvtt H55. N"°^Wlstr.1V,3.Lt. H. Hartig, Schuhmachermft^. aoooooooooo tunn abgefahren WUJUlt werden. 02410 A. 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