r 6»! «Sä»1 M 'tt 1901, WA «, J, für tot ettiän ^b* "dhllbttch ^MWprtljf Wntte« geriete JJ.totT Leben ober ° AVige jumoim PP. ßlaefer. !0 I>WM v®to, Maschinenbau, iwaade), Allgemeine ÄafanriMenechiften), Erteilung des Gradei oktor-Ingenieun. Be- ^r Pharm aceuten und Hochbau-, Ingenieur- erkennung der Vor- aeen). ZuhMung der iu-, Ingenieurbau- und ■estaaleo. Beginn dei ahmen rom 9. April nme gegen Eineendo^ Dis Rektorat. ittagS 5 Uhr, kobamMikM. SHNMg. hiermit auf GrM B eingelaben. ib: SSsiofter. Si. Über- «UMt 2208 er Vorstand. irrem. relni, bet ZMM dem am !vdS S1/! Ml, denden Mch März l. 3" .MlUNg ^Dienstzert«^ 'gjertrntag « >* !. 2018 Tor teil Atter am 9r llf sol§> Mr. 70 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 23. März 1901 täglich mit ■e*a*b*< Ml Montag». Mr Mrßenrr FamilleR- Hitler Rxrben dem Sm Wt^rtmDkchselmit^Hkff. *"**trr und „Blätter |k WL Bolklkunde" »irr» Mal »öchratlich beigelrgt. *•" ■"*«!»«■ ■ Hi ne*wtttofl3 für ben DEGrrldr« lag erlchetnendea Bfimr M« norm. 10 Uhr •♦♦«leitwagen Ipäteften« ■HsM vorher. ■AetHee, Expedition und •redrtd: tchnlstrahr 7. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen »tjagsprtii »iertefjiNI. Mk. 2.20, monatl. 75 Pß». mit Bringerlohn; durch S Abholeftellen viertelM^, Mk. 1.90, monatl. 6b K» Bei Postbezug vierteljShVß, Mk. 2.00 ohne Bestell*». Alle Vnzelgen-vrrmtttlunDA» stillen bei In- unb tlullanM nehmen Anzeigen für He Oteftener Anzeiger entgeeee. fletlenpretl lokal 11 WH auswärts 80 Psg. Adresse für Depesche«: Anzeiger Stehen. Fernsprechanichluh Nr. H. Amtlicher Teil. Gießen, den 20. März 1901. Bett.: DaS Behüten der Wiesen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien deS Kreises. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß das Behüten •er Wiesen nach der Wiesenpolizeiordvung sür den Kreis Gießen vom 1. April an untersagt ist. Sie wollen die Schäfer hierauf aufmeiksam machen und die Feldschützen strengstens anweisen, etwaige Uebertretungen zur Anzeige zu bringen. Die Gendarmerie ist gleichfalls angewiesen, bei Zuwiderhandlungen gegen dieses G.bot Anzeige zu erheben ____________ v. Bechtold.__ _ Ä . G.etzea, den 19. März 1901. Betr.: Ermittelungen bezüglich der im Großherzogtum sich aufhaltcnden Königlich Großbritannischen Staatsangehörigen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au Wroßh. Polizeiamt Gießen und die Bürger «eiftereieu der Landgemeinden deS Kreise-. Sie wollen die nachstehende Tabelle rücksichtlich derjenigen Königlich Großbritannischen Staatsangehörigen, welche am 31. März d. I. sich in Ihren Gemeinden aufhalten werden, nach dem 1. April ausfüllen und bis 10. April anher einsenden. Wenn kein Eintrag zu machen ist, bedarf es keiner Borlage. 5$ ©5 Gemeinde: Stand, bezw. Beruf. Civilstand (ledig, verheiratet, verwitwet,geschieden.) Aufenthalt dauernd in der Gemeinde oder vorübergehend. •e s v. Bechtold, s? 3 OQ Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß sich unsre Amtsräume von heute ab Grünbergerfiraße Nr. b befinden. Die Amt Stage find: Dienstag vormittags 8 bis 12, nachmittags 2 bis 4 und SamStag vormittags 8 bis 12 Uhr. Gießen, den 21. März 1901. Großh. Steuerkommiffariat. Dr. Metzler. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Berstadt. Nachdem fich mehr als ein Fünfteil der beteiligten Grundeigentümer in der Gemarkung Berstadt, welche mehr als die Hälfte der beteiligten Fläche besitzen, uuterschriftltch für die Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigung der Gemarkung Berstadt erklärt haben, und nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit dieses ErgebniffeS erhoben worden üud, hat GroßherzoglicheS Ministerium de- Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Beginn oct FeldbereiuigungSarbeiteu ungeordnet. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, lade ich gleichzeitig sämtliche beteiligten Grundbesitzer zu der in Gemäßheit des Artikels 16 des Gesetzes vom 28. Sep tember 1887 Mittwoch, 8. April 1901, vormittag- 9 Uhr, im Gemeindehaus zu Berstadt stattfindenden Ber- lammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Abschätzungswert der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Maffengrund- stücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur VollzugSkommisfion zu berufenden Sach verständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und deffen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Beteiligten vorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende betei ligte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüffe erfordern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidrittteilen der Anwesenden und find unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. Kommen giltige Beschlüsse nicht zu stände, so hat zu 1. die Vollzugskommission die erforderlichen Beschlüffe zu faffen, zu 2. Großherzogliches Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe die Sachverständigen und die Schiedsrichter zu ernennen. Zugleich fordere ich hiermit die außerhalb der Gemarkung Berstadt wohnenden Au-märker auf, zur Wahrung ihrer Jntereffen einen in der Gemarkung Berstadt wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zu- ichrift im Laufe des BeretnigungSverfahrenS an sie nicht mehr erfolgt. Friedberg, 15. März 1901. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: Sandmann. ÄMljliM- Klllldtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 21. März. Die Sitzung wird um 9 Uhr 15 Min. eröffnet. Am Ministertisch: Finanzminister Gnauth, Justizminister Dr. Ditt- mar und die Oberbauräte Hoffmann und Klingelhöffer. Die Beratungen werden heute mit der Errichtung eines Amtsgerichtsgebäudes in Oppenheim, insbesondere mit der Bauplatzfrage fortgesetzt. Der Präsident macht auf die Geschäftslage deS Hauses aufmerksam und stellt fest, daß das Budget am 1. April fertiggestellt sein müsse. Der Finanzausschuß de« Ersten Kammer sei bereits heute zusammengetreten. Er ersucht die Kammer, die Debatten abzukürzen. Trotzdem wird hierauf ein Antrag auf Schluß der Debatte mit großer Majorität vom Hause abgelehnt. Abg. Ulrich wird, falls die Regierung keine anderen Bauplätze offeriere, für Errichtung des Geländes an der Bahn stimmen. Für Sparsamkeit sei er ebenfalls, aber für den seither gepflegten Waschküchenstil könne er süH nicht erwärmen. Ein von dem Abg. Wolf gestellter Antrag auf Errichtung eines Amtsgerichtsgebäudes in Wöllstein wird nach einer Erklärung vom Negierungstisch von demselben zurückgezogen. Abg. Molthan tritt nochmals für die Ablehnung des Regierungsprojektes ein. Wenn in Oppenheim Prämien für den schlechtesten Bauplatz verteilt würden, so müsse der von der Regierung gewählte Platz prämiiert werden. Die nationale Partei, welche die Angelegenheit als Fraktionssache behandele, sei heute vollzählig am Platz, um gegen einen Wunsch der Bevölkerung Oppenheims zu stimmen, während sie in großen wirtschaftlichen Fragen das Bild traurigster Zerfahrenheit abgegeben habe. (Widerspruch im Hause.) Abg. Reinhardt weist die Angriffe des Abg. Molthan auf die nat.-lib. Partei in entschiedener Weise zurück. Tas Wohl des Landes liege derselben mindestens so am Herzen wie dem Abg. Molthan und werde nicht durA Fraktionsbeschlüsse geregelt. Abg. Häusel, der seither für Ablehnung des Regierungsprojektes eintrat, begründet noch seinen Abfall von der Ausschußmehrheit und wird nunmehr für die Regierungsvorlage stimmen. Abg. Köhler-Darmstadt weist ebenfalls die Angriffe Gießener Theaterverein. Maria Magdalene. Trauerspiel von Friedrich Hebbel. ES ist ein Eigenes, sich in die stillbewußte Größe von Friedrich Hebbels tiefem Dichtergeist zu versenken. Seine Dramen haben seinen Ruhm geschaffen, sein größ'eS Gesamtwerk aber, das am beredtesten Zeugnis von feiner Bedeutung ablegt und zugleich der beste Bürge seiner Entwickelung ist, das find seine Tagebücher, diese Bücher gigantischer Be mühung um die Wahrheit, die Wahrhaftigkeit, die rückfichts- loseste Ehrlichkeit. Die beste Ergänzung zu ihnen bieten feine Briefe, von denen der Herausgeber der im Erscheinen begriffenen großen historisch kritischen Ausgabe von Hebbels Werken, Prof. Dr. Richard Maria Werner, soeben eine Nach lese in 2 Bänden (Preis geh 8 Mk.) gleichfalls durch B. BehrS Verlag in Berlin veröffentlicht hat. In diesen köstlichen Briefen findet fich auch manches charakteristische Wort über feine „Maria Magdalene", deren ersten Akt er, wie er erzählt, „in der Krankheit diktierte" und die er in Paris vollendete. Er prophezeit diesem Drama im Jahre »ach seinem Entstehen, 1844, keine anderen Rezensionen, als höchst ungünstige, was fich von der Beschaffenheit des Bor Wortes von selbst verstehe. Allerdings ist dieses Vorwort in Versen ein unsäglicher poetischer Mißwuchs. An anderer Stelle aber behauptet er, „diese Vorrede wurde wichtig für meine ganze schriftstellerische Zukunft", und motiviert das auf seine Art. Er fügt hinzu: „Mir ist alles gleichgiltig, denn ich werde vor dem Publikum mit keinem dichterischen Werk er- scheinen." Cs ist, zu der deutschen Dichtkunst Heil, durchaus anders gekommen. Zwei Jahre später weiß er davon zu berichten, daß „Maria Magdalene", die mau unmoralisch zu nennen den Mut hatte, während sie die echte Moral gerade aus ihrer dicken unmoralischen Kruste herauSschälen will, von der Kritik mit Enthusiasmus ausgenommen worden ist. Für die Kunst giebt eS nur noch Rettung auf dem Wege, den ich einschlug, jeder andere geht im Ring herum." Dieses selbst, bewußte Wort hat die Litteraturbethätigung der letzten Jahre als giltig anerkannt. „Das Stück schießt Bresche in die dicksten Vorurteile", sagt er kurz darauf. Später erzählt er, dieses Drama ist „das einzige Stück, das den Offizieren im poniert, sodaß sie es mit Andacht und Totenstille ansehen. Jetzt heißt es freilich auch schon im übrigen Publikum, das Stück sei nicht unsittlich, sondern zu sittlich." Mehrere Jahre später berichtet er: „Der Kapellmeister Lachner (in München) geht damit um, eine Musik zur „Maria Magdalene" zu schreiben, und zwar zum ganzen Stück. Er findet das Drama musikalisch von Anfang bis zu Ende, was mir sehr merkwürdig war." Hebbel meint zweifellos Franz Lachner, ben ältesten der drei Tondichter Brüder; die Komposition ist wohl nicht zu Stande gekommen. Anfechtbar ist folgende Aeuße- rting: „Maria Magdalene ist auch in subjektivem Sinne eine gute Arbeit für mich gewesen, denn hier war auch nicht die geringste Gelegenheit, persönlich hervorzutreten, ich konnte auch keine einzige Person, denn es sind alles Leute aus den untern Ständen, mit meinen eigenen Ge dankenlasten beladen, und mußte oft das in diesem Sinne Beste wieder austreiben, weil ich bei kühlerem Blute gleich bemerkte, daß die armen Teufel knickebeinig drunter gingen. DaS ist ber Objektivität bes Werkes nur zu Statten gekommen." Ich glaube boch, baß man gerade in diesem Drama am meisten des Dichters eigene individuellen Schmerzen wieder- erkennt, baß er bie tragischen Sentenzen mit seinem am eigenen Krampf zitternben Arm vollzieht. „Maria Magba lene" ist so Grau in Grau, so ganz sonnenlos und ohne das geringste an frischer Lust, wie keine zweite Hebbelsche, ja wie keine zweite deutsche Dichtung. Es ist eins ber kürzesten Stücke unserer Bühne, unb boch ist in seine brei Akte mehr Grauen und Entsetzen hiueingebannt, als in irgend ein an» »eres deutsches Drama. In der gequälten Handlung hänfen ich Miffethaten unb Gewaltsamkeiten zu fürchterlicher Seelenmarter. Der Stil bes Stückes ist alles Andere als die Sprache des täglichen Lebens; er ist von einem fabelhaften Reichtum an konzentrierten Bildern. Manches ist shakefpearifierend im Sinne einer veralteten Kraftbramatik. Um nur ein Bei. spiel zu nennen: wie gesucht ist die Stelle im 7. Auftrit dcs 3. Aktes: „Als ob ich'S vergeffen hätte, daß die Mutter da liegt, wo auch des Bierwirts Knecht sein Nußknackermaul nicht mehr mit einem Ja Herr! aufzureißen braucht, wenn er gerufen wird!" Der Prosadialog hat sich eben von der herkömmlichen Jambensprache noch nicht völlig emanzipiert, und besonder- Meister Anton wirb geistreich in Momenten, wo kein Mensch, am wenigsten ein Tischler geistreich ist. Bon biesem alten HanbwerkSmann, dem guter Name unb Lebensfähigkeit Eins ist, wird eine philosophische Weltverachtung verlangt, und ein junger braver Mensch ist allenfalls gewillt, ein Weib ehrlich zu machen, bas einen Fehltritt begangen hat, aber er kann über ben stillen Hohn eines schlechten Kerls nicht hinweg. Daraus ergeben sich tragische Konflikte, burch deren Lösung die bürgerliche Gesellschaft chre Macht bewährt, unb ber Einzelne mit ben reineren Rechten seines Gefühls zu Grunbe geht. Trotzdem ist das Drama weder tendenziös noch pessimistisch. ES deckt im sozialen Leben Widersprüche auf, an denen Charaktere sich entwickeln und deren Notwendigkeit mit rein dramatischen Mitteln poetisch erwiesen wird. Die unmittelbare Nähe deS Lebens, die Naturwahrheit in Menschen und Begebenheiten rückt uns das Ganze härter auf den Leib, als eine sogen, klassische Tragödie thäte, unb biese lebendige Nähe ist eS, die manchem Zuschauer den Atem benimmt unb ihn veranlaßt, biese unmittelbar wirkende Empfindung „peinlich" zu nennen. Hebbels überragende Schärfe der Lebensbeobachtung, eine immense Kühnheit, bie Menschen wieberzugeben in ihrer ganzen Nacktheit, seine unenbliche Tiefe ber Empfindung find S wohl, die Frl. Irene Triesch zur „Maria Magdalene" ührten. In Hebbels Wesensart lag es, den Dingen, die ein überstarkes Hirn umlagerten, aus den tiefsten Grund zu gehen, sie auszuschöpfen bis zum letzten Rest, ob seine Seele auch unter dieser ständigen wuchtigen schweren Denkbarkeit erbarst, ob innere Ruhe, innerer Friede ihn auch zeitlebens lohen. Auch Frl. Triesch schöpft bis zum Grunde. In bie Seele ber von ihr barzustellenden dichterischen Gestalt Der« enlt sie ganz ihre eigene Seele. Sie tauty in der fremden unter, unb kommt sie heraus, bann spiegelt sich tu ihr feiv,t Deutscher Reichstag. ihre ständige rastlose Arbeit. Mit außergewöhnlicher Geistes schärfe dringt sie dabei bis zum Aeußerften, soweit ihre eigene, Hebung des Staatsvertrages von 1873 und die Frage der Ueberführung der Maiw-Neckar-Bahn in die Eisenbahn- qemeinschaft berührt worden, welche zu einer Auflösung des Vertrags mit der badischen RegierunZ führen muß. Definitives sei noch nicht geschaffen, und er konstatiert, daß zu all diesen Vereinbarungen und. der Aufhebung des Staatsvertrags die Kammer ihre Zustimmung geben müsse. „ . Abg. Reinhardt beantragt Besprechung, wahrend der Abg. Dr. David die Zurückstellung der Angelegenheit Kammer schließt sich diesem Antrag an. Tie Verhandlungen werden um 1 Uhr abgebrochen. — Nächste Sitzung Freitag vormittag 9 Uhr. fahren eingenommen hat. z Die Abgg. Spahn (Ztr.) und B a s s e r m a n n (natl.) befürworten die Resolution. Abg. Heine (Soz.) greift in längerer Rede den preuß. Justizminister Schönstedt an, wegen dessen neulichen Ausführungen im preußischen Abgeordnetenhaus. (Der Redner wird-wiederholt von Zwischenrufen unterbrochen.) Er bedauert, daß der Minister abwesend sei. Die Minister eines Bundesstaates seien Hilfskräfte, die im Reichstag zu erscheinen hätten. (Gelächter rechts, Beifall links.) Wie könne ein gedeihliches Zusammenwirken zwischen dem Reichstag und den Regierungen stattfinden, wenn der Minister eines Bundesstaates sich drüben in den Schmollwinkel setze und nicht mehr mitspielen wolle, und aus gesicherter Stelle Kraftworte schleudere. In der Frage der Behandlung jüdischer Assessoren habe der Minister Schönstedt aus der Schule geplaudert, und man habe ihn genötigt, die Wahrheit zu widerrufen. Man sagte sogar, Lucanus gehe um. Der Minister Schönstedt hat bezüglich meiner Person bedingt von grober Unwahrheit und frecher Lüge gesprochen. Ich hatte viel mehr Recht, wenn ich sagen wollte, wenn imr der Minister etwas in die Schuhe schiebt, was ich nie gesagt habe, und wovon er annehmen kann, daß ich es nicht gesagt habe, muß ich das eine grobe Unwahrheit und ihn einen frechen Lügner nennen. (Bewegung.) Im Fall des Land- qericbtsdirektors Schmidt sagte der Minister: Schmidt war ein Schwächling, er hätte sich nicht beeinflussen lassen sollen. Das ist so, wie wenn man einem Mädchen die Ehre nimmt und sagt: Pfui du Dirne! (Große Unruhe.) Hätte der Minister dagegen gesagt: Nie wieder soll ein Richter weggeschafft werden wegen eines politischen Prozesses, selbst wenn Majestät dies wünschen sollte. . . (Präsident Graf Ballestrem unterbricht den Redner und ruft ihn zur ihre Seele erweitert sich mit der Aufnahme jeder neuen dich terischcn Gestalt, zu der ihr Inneres treibt, und jedes neu 0 Ter Etat des Reichsschatzamtes ist damit erledigt. Beim Etat des Reichseisenbahnamtes kommt Abg. Stolle (Soz.) nochmals auf den sogenannten Preußisch-Sächsischen Eisenbahnkrieg zu sprechen. Präsident Schulz bemerkt, er habe der bei der zweiten ©gentümlidb fi- .nicht nur eine Darstellerin von schärfster Intelligenz nnd lieferte. Herr di Balthyni fand sich mit dem Sekretär m d-n Dialog Her,-»-stärke,, .sondern, in chrer Kunst auch -in -rgr-ts-nd so sich noch -ine kleine Gesell- Wahrheit. Obendrein kam ihm sein schweres Organ hier aufs beste entgegen, seine ganze physische Veranlagung. Neben dem Individuellen gelang ihm auch ganz außerordentlich die Darstellung des Typischen, des Klembürgerlich-Be' drückten. Schade, daß er uns sein Bestes so spät gab, er hätte sonst wohl größere Rücksicht erfahren. Jedenfalls gebührt ihm unser herzlicher Dank. Wenn wir nun weiter gehen, wird die Sache schon chwieriger, das rechte Maß anzulegen. Daß des Tischlermeisters lotkranke Frau schon im ersten Akte starb, war für Frau Ernst ein Vorzug. Immerhin muß anerkannt werden, >aß sie sich in ihren wenigen Szenen ganz wacker hielt. Der Leonhard verlangt eine weit schärfere Charakteristik, als Herr Liebscher sie geben konnte. Den Karl gab Herr Marlitz auch ohne rechtes Verständnis. Es steckt doch viel Frisches, Gesundes in diesem stürmisch jugendlichen, leicht- ” Nntt «taut n_ Wit 4 Oq ” s* *5 LtatsberatuU ^sratsbevollW * Benn W *$5 AS» SÄ einjeW I“ imbche lbar tut MM- “ Mit. f« Aich M® für di- IW‘ itiuB im S müffcn lüecftfelt di-HM 9«1 müjftn die in Luft um die weitig verwen Aus eine' erklärt . Staatssekr lommission g< stufen der Poj rorgenonimen spar- und Br iraliunß zuseh Schaden emxi Abg. Wer England im tt behandelt Beschwerde übe Telegramme ui der Beamten, Staatssekre pcschenverkehr Gegensprachbeb arbeitet, wie < Störung. Be' telegraphiert t nach Teutschla wünschten Bei macht werden, pesche» einen llrlaubsfrage möglichste Ent Rauchverbot-E Ter Poft- Abg. Au zugsverhä Molthans mit Entschiedenheit zurück. Nachdem serue Position unhaltbar geworden, sei er zum Angriff aus die nationalliberale Fraktion übergegangen. Dieser Versuch sei aber vollständig mißglückt. Tie Angelegenheit habe der Abg. Molthan zu einer Staatsaktion aufgebauscht, ohne daß er mit definitiven Vorschlägen hervorgetreten sei. Damit sei das Haus mystifiziert worden. Berichterstatter Jöckel empfiehlt nochmals die Regierungsvorschläge der Annahme des Hauses. Bei der Abstimmung wird die Regierungsvorlage im Betrage von 395 400 Mk. mit 24 gegen 18 Stimmen genehmigt, und damit auch der von der Regierung vorgeschlagene Bauplatz am Gauthor in Oppenheim angenommen. Zu Hauptabteilung 10 Ministerium der Finanzen, Zentralbauwesen werden für Dienst- und Wohngebäude für Steuerkommissär und Distriktseinnehmer zu Osthofen 48000 Mark, für desgleichen in Bmgen 48 000 Mk., desgleichen für Worms als erste Baurate 1 / 600 Mark gefordert und genehmigt, für die Erwerbung des Jun kern Hofes zu Büdingen als Tienstgebaude des Steuerkommissärs werden 40 000 Mk. gefordert. er Ausschuß beantragt, den angeforderten Betrag zu strerchen, da der bauliche Zustand und die Lage des Harstes das Projekt als durchaus unzweckmäßig erscheinen laßen. Abg. Bähr erläutert die Einrichtung, des Gebäude» und tritt dafür ein, keine alten Gebäude für Regierungs- zwecke zu erwerben und umzubauen. Bei der Abstimmung wird trotzdem die Regrerungs- forderuna im Betrag von 46 000 Mark gegen drei Stimmen bewilligt. Desgleichen werden für die Erwerbung des Seitz'schen Hauses zu Oppenheim zu Zwecken des Steuerkommissariats 27 600 Mk. genehmigt. Zur Erwerbung de» alten Konviktgebäudes zu Bensheim zur Unterbringung des Hochbauamts werden von der Regierung 60 000 Mk. gefordert. Die Ausschußminderheit will einen Neubau für diese Zwecke errichtet haben, selbst wenn eine Mehrforderung nötig sei. Tie Majorität des Ausschusses beantragt Genehmigung. Abg. Backes spricht sich für einen Neubau aus. Abg. Euler beantragt als erste Rate für Erwerbung eines Bauplatzes 20000 Mark zu bewilligen. Finanzminister Gnauth stellt fest, daß durch den Er!- werb des Gebäudes die dortigen Baubeamten wahrhaft glücklich seien, in gute Bureauräume zu kommen. Ein Neubau würde dort 100 000 Mk. kosten, ohne daß bessere Zustände geschaffen würden. Bei der Abstimmung wird die Regierungsvorlage von 60000 Mk. gegen sieben Stimmen angenommen. Bewilligt werden ferner für Territorial-Fluß- und Tammbau 25 000 Mark; für Abpflasterung der Straßenbrücke über den Rhein bei Mainz 44 50.0 Mk. Zu Hauptabteilung 2, Ausleihungen und Staatsschuld, wird nach einer Erklärung des Finanzministers, von einer bestimmten Summe vorerst abzusehen, einstimmig genehmigt. Die Hauptabteilungen 12, 13 und 14, Indisponible und reservierte Fonds, werden mit 7 175 500 Mk. ohne Debatte genehmigt. Für Erweiterungsbauten und Ausstattung der Räume der Zweiten Kammer werden 24 000 Mk. gefordert nnd genehmigt. Damit ist die Beratung des Budgets beendigt. Bezüglich einer Forderung für das Großh. Hof- theater von 120000 Mk. beschließt die Kammer, diesen Betrag zu streichen und der Regierung anheimzustellen, denselben aus dem Dispositionsfonds zu entnehmen. Nach einer kurzen Pause wird die Verhandlung fortgesetzt. Ter Entwurf des Finanzgesetzes für das Etatsiahr 1901/02 sowie der Antrag des Abg. Reinhardt und Genossen auf A b ä n d e r u n g d e r l an d st ä n d i s Ä e n Geschäftsordnung werden genehmigt. Nachdem das Haus eine Anzahl neuer Anträge und Vorstellungen an den Ausschuß zur Vorberatung und Berichterstattung über^ wiesen hat, erfolgt die Beantwortung der Anfrage des Abg. S ch m e e l u. Gen., die Main-Neckar-Bahn betr. . Finanzminister Gnauth erwidert, daß bereits im Herbst vorigen Jahres Verhandlungen mit den beteiligten Regierungen über die Verhältnisse der Main-Neckar-Bahn gepflogen worden seien, deren Ergebnis er der Kammer jedoch noch nicht mitteilen könne. Dabei sei auch die Auf- in bet tzi I. Freitai an, aus dem Zj MchScrg: rm lSckickieil), 35 -LaugheiSt: rm Duchhoh: 3 ri Aohntnftangen) 123 Slöcke; 5 n JJ cm Durchs. Buchen-Rchlpm wnle (Slafetfjoh), (Satten);'2 3M« und Kett unb Leshch flätiei . b Monta jomitagä 9'/, VI (fl'öBienleile Stöcke, 32 34-39 cm T ™ Me: 3 St 5 Sich tvchichlen), 3 ch (2)U1 sa. ™ *Ä' *‘aubad), etat fortgesetzt. , .... Auf eine Anfrage des Abg. Spahn (Ztr.) erklärt Staatssekretär Nieberding, er gebe zu, daß der Zeitpunkt bald kommen werde, wo die Verordnung von 18 r9 abzuändern sei, die die Grenze zieht zwischen denjenigen, in Teutschland geltenden Bestimmungen, die vor dem Reichsgericht revisibel sind, und denen, die es nicht smd. Die vom Reichstag verlangte Zusammenstellung, inwieweit in den Einzelstaaten in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten nicht der ordentliche Rechtsweg geöffnet ist, sondern die Verwaltungsgerichte zuständig sind, geht dem Abschluß entgegen. Wenn der Abg. Spahn sich beklagte, daß in der Kommission für den Toleranzantrag fein Kommissar des Reichsjustizamts erschienen sei, so beruhte das daraus, daß ein Antrag hierzu vom Reichskanzler nicht erteilt war. Abg. Gröber (Ztr.) befürwortet seine Resolution bezüglich einer Statistik über die Fälle der bedingten und der unbedingten Begnadigung, und wünscht eine Beschleunigung der Reform des Strafrechts. Staatssekretär Nieberding erklärt: Tie Revision des Strafgesetzbuches betrachten wir als unsere Hauptaufgabe. Die Resolution des Abg. Gröber bitte ich abzulehnen. Ich nehme gegenüber dieser Resolution dieselbe Stellung ein, die der Kriegsminister gegenüber der Resolution betr. das Begnadigungsrecht im Militärgerichtsver- Var dichterisch- Bild in voller Klarheit wieder. Das Menschen. Gesicht einer Max Kling-rachen büßenden M-gdal-na ist herz, das der Dichter gab, bis zum letzten zu ergründen, ist ganz Natur. Ihre Darstellung ist kein Mosaik gleißender fhrc ständige rastlos- Arbeit. Mit außergewöhnlicher Geistes Details, sondern die künstlerische B-r eiblichung der vom schärfe dringt sie dabei bis zum Aeußersten, soweit ihre eigene, Dichter geschaffenen, seelisch tu i^rer in der unendlichen Kunst aufgehende Seele reicht. Und diese stalt. Schon darum weil bte Technik durch die Empfindung ihre Seele erweitert sich mit der Aufnahme jeder neuen dich regiert wurde, tief sie den gewaltigen Eindruck hervor, de terischcn Gestalt, zu der ihr Inneres treibt, und jedes neu sich niemand im Hause zu verschließen vermochte. Der Bei- Erworbene kommt dem wohl aufgespeicherten vorhandenen fall war außerordentlich stark, und bte pratyoonen Blunwn- aeistiaen Besitz zugute, vertieft ihn, gleicht ihn aus, rundet arrangements, bte ihr auf die Bühne gereicht würben, sprachen ihn ab, mehr unv mehr, macht ihn zu immer unberührbarerer unzweibeutig bie aufrichtige Verehrung aus, bie man ihrer Kunst. So wächst sie stänbig über sich hinaus, je mehr sie großen Kunst hier entgegenbringt. in dichterische Gebilbe hineinwächst. Auch in bie .Maria Frl. Trtesch ist von einer Strenge gegen sich selbst, bie Magdalene", bie im kleinbürgerlichen Leben Clara heißt, ist ben aufzurichten vermag, dem der Schacher der Halben das sie im Laufe zweier Jahre um ein Erhebliches hineingewachsen, bischen Leben zu verekeln droht. Wer sonst ist dieser Strenge Damals sah ich sie auch in dieser Rolle und konnte nicht tu seinem Berufe fähig, als der schaffende Äünftler! Lieber umhin, allerhand kleine Aussetzungen zu machen. DaS hat legte ich mein Haupt auf einen MüMein,. daß 'ch a g«' ■ Amerika f'ortsehnt; er ist da« sie jetzt alles bei Seite geschafft. Sieht man von ber will gegen kleinlich Kritik übte. Wer zur Nachfe 8 9 lA-fi-nteil ru ber herben Größe seines Vaters, von kürlofen Befangenheit am Anfang ab, bie sich durch das tages von Frl. Tne ch in seinem ^b^tszimmer e liche fest ge a @ g f b £g verflachtes graues Abbilo Milieu ergab, so ist festzustellen, baß bie geringsten Emzel- liche Kerzen en zündet, darf dies m dem Gedanttn thun, baß dem H 1 Balthyni sand sich mit dem Sekretär heilen nicht konstruiert, sondern erlebt waren. Eigentümlich sie nicht nur eine Darstellerin von schärfster Intelligenz un s • $ mö nur wat's, daß sie hier und da nicht rechtzeitig in den Dialog Herzensstärke, sondern in .ihrer Kunst auch em e: gtj _ s 9 ber Vorstellung fand sich noch eine kleine Gesell- eingriff, namentlich in den Szenen mit dem Vater. So kam strenger Mensch ist. Das ist viel in unseren Tagen. $ Großderzoa von SSeffen" zu Ehren bet z. B. ihr ..Barmherziger Gott, was soll ich thun?", später Eine merkwürdig gute Leistung war bet Meister Anton «oft tat als beS Vaters Antwort: „Nichts, nichts, liebes Kind." Man des Herrn Ramseyer. Sollen wir an die , außerordentlich rührigen TheaterveteinS-Vot' hatte das Gefühl, als sei sie nicht ganz bei ber Sache, wie Charakters des Meisters Anton glauben, bann muß biesem d°ß -S unserm außerorden roQr# cvrf sonst. Die ganze erste Szene des zweiten Aktes litt darunter, so streng ehrenhaften als empfindlichen, jähzornigen und Herrn Prof. - " leblwfter noch das Doch von diesen momentanen Stimmungsunterbrechungen leidenschaftlichem Mann an tiefer, inniger 2ßärnte unb echtesten Tr ch ch u ~ üon Frankfurt darf man billig absehen. Das srüh-re Herbe ihrer Clara wird GefÜhlstöuen ein gar großes Maß eigen stm.WaS Herr R. Bedauern Üb«^daS Sche^de^ jetzt durch Rührendes, Weiblich-Hilfloses gedeckt. Um so ver- alles davon gab, war geradezu erstaunlich. Wenn Herr R. und damit auchvon 8 TriefA trotz bet Mnblicher sinb ihre Opferfreudigkeit und helbische Willensstärke, daS auch am Mittwoch zu Anfang immer wlederkehrenbe och dw zuversichtlich H N S- F - mcrijn cr, die sie schließlich, um Anderer willen, zum Selbst-und Kindes störende HinauSschielen inSPublikum endlich sich abgewohnt hatte, ganz und gar fünhleritdien ^ufunft der üe aetrost nnb morde treibt. Das Wunderbarste abe an ihr ist ihr Organ, wenn noch eine Probe mehr ftattgefunden hätte, dann wäre warten, trotz der Das ist von unbeschreiblich weichem Wohllaut, eine klingende sein Meister Anton eine Leistung gewesen, wie sie sich vertrauensvoll entg g g h, Verehrer erworben hat, Seele spricht da zu uns, bie an unserem Innersten zerrt mit bester ein erste- deutsches Theater Nicht wünschen stabt, in ber sie sich 9 f M nhtnhhnrpr önfanft als chrer wehmutsvollen Thränenmelobie. Bei Frl. Tr. ist alles kann. Herr R.'s innerste Art ist wuchtige Rauhheit; nicht vergesten wirb, baß echte Glut der Empfinbung, wenn überhaupt Empfinbung da sie kam hier in einer künstlerisch so abgeklärten Art hoch zu seiernden Gast wiedernm. ist nick's von täuschendem Brillantfeuerwerk schauspielerischer zum Ausdruck, daß man bas Gefühl hatte: dahinter steht Wenn wir auch mcht m einem Himmel mit tt) , 1 T MXdchxn nirgends ein Festklammern an Aeußerlichkeiten; das ein ganzer Kerl mit seinem besten Sein. Da war jeder Satz, sie kommt, wird sie willkommen sem. ganze Aeußere bringt nur daS Innere zum Ausdruck. Dieses jedes Wort durchgefühlt; im stärksten Affekt war echteste Ordnung.) Heine kommt auf die Zunahme der Maiestats- beleidigungsprozesse zu sprechen und meint, wir seien bei den Zeiten des Tiberius und Caligula angelangt. Staatssekretär Nieberding führt aus: Die persönlichen Angriffe gegen den Minister Schönstedt, die nicht nach meinem Geschmack sind, will ich nicht weiter erwähnen. Dieser Teil der Rede des Abg. Heine war ein Meister-- stück dessen, wie man einen Abwesenden angreifen kann. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: „Er könnte ja hier sein!") S sdastw MtzKWRZWL gewesen ist, auch ein sehr schwacher Mann." Die Behauptung, daß die Vertreter der Landesregierungen im Reick)s- tag zu erscheinen hätten, ist unrichtig. Verpflichtet dazu ist nur der Reichskanzler und seine Vertreter, und wir werden immer Rechenschaft ablegen, sobald wir uns über Berlin 21 März. die vorgebrachten Sachen informiert haben, ^zu ist aber dritte (Statsberatung wird bei dem Justiz- tumm zu machen, weil sie den Einzelfall nicht gleich über- ehen können, und dann billige Triumphe zu feiern, ^er Sache wird aber damit nicht gedient. Abg. Haase (Soz.) führt Fälle an, wo nach seiner Meinung der Minister Schönstedt eine direkte Einwirkung auf die Richter ausgeübt habe, nämlich in dem Prozeß gegen den Verleger einer im Herbst 1897 in Ostpreußeü verbreiteten Flugschrift, durch die fich die Großgrundbefitzer beleidigt fühlten. Die Richter seien zu Polizeispitzeln der Agrarier gegen eine mißliebige Partei gemacht worden. Staatssekretär Nieberding erklärt, die angeführten Thatsachen seien ihm nicht bekannt. Er könne sich daher nicht darüber äußern. Abg. Beckh (fr. Vp.) begründet seme Resolution, wo nach bei Beginn der neuen Session ein Gesetzentwurf vor zulegen ist, betreffend die Entschädigung derjenigen, die mit Unrecht Untersuchungshaft erlitten haben. Staatssekretär Nieberding bemerkt, es handle sich um ein Problem, das seit Jahrhunderten die Wissenscha^ und die Praxis in allen Kulturstaaten beschästigt und doch bisher nirgendswo geregelt worden ist. Trotz aller Syn^ pathie, die man für den Gedanken haben muß, fei das Verlangen, einen solchen Gesetzentwurf bis zur nächsten Session fertigzustellen, unerfüllbar. Abg. Heine (Soz.) erwidert auf die Rede des Staatssekretärs Nieberding, er habe nicht behaupten wollen, daß der Kaiser durch den Justizminister einen Druck auf die Beamten habe ausübeu wollen. Die Resolution Beckh wird einstimmig angenommen mit einem Amendement des Abg. Spahn (Ztr.), wonach die Worte „bei Beginn der Session" wegfallen. . Die Resolution Gröber betreffend eine Statistik der Begnadigungen wird ebenfalls angenommen, womit der Justizetat erledigt ist.- , e . Bei dem Etat des Reichsschatzamtes erklärt auf eine Anfrage des Abg. v. Kardorff (Rp.) Staatssekretär Frhr. v. Thielmann: Der Zolltarif ist im Reichsschatzamt abgeschlossen und unterliegt gegenwärtig der gemeinsamen Beratung derjenigen anderen Ressorts des Reiches, welche wichtige Interessen, die im Bolltarif berührt werden, zu vertreten haben rte Beratung dauert bereits einige Wochen. Ich habe begründete Hoffnung, daß sie im Verlauf dieses Monats abgeschlossen wird. Ob durch den Abschluß dieser Beratungen alle zweifelhaften Punkte erledigt sein werden, kann ich nicht sagen. Hieran wird sich der mehrere Wochen beanspruchende Neudruck des außerordentlich umfangreichen Werkes schließen. Ich weiß also nicht, ob noch im Laufe des April das Werk dem Bundesrate und den verbündeten Regierungen wird vorgelegt werden können. Wie lange es der Bundesrat beraten wird, bin ich zunächst nicht in der Lage zu 8t |tlen bfi - d>- Nicht ?r erwShmn ««« A--- fann. ? *^r sein.'") aL®'niHer ?^bg. Heine fe «M» E.vehaupt- Ach« dazu j6.1- und loir 5lc uns üdu y ist aber M für einen der Regierung yt gleich über- 1 feiern. Ter rde des Staate ten wollen, das Druck auf die > nach seiner e Einwirkung , dem Prozeß « ^ityreutzür ^Mndbefitzer izeispiheln der cht worden, ie angeführten nne sich daher Resolution, wo etzeniwurf voc- berjenigen, bie en. es handle sich ic Wissenschaft ftigt und doch oh alter Shin? muh, sei das s zur nächsten g angenommen (3tr.), roonad) dien. ie Statistik her :en, womit der cklärt aus eine : Der Zolltarif nterliegt gegen- es der Bundes- 'in der Lage zu amii erledigt. I kommt en sogenannten •‘^i'ber s^ten MS O^u B X.e VeranlaguT s-5 , [0 fpit 8®J» “ bie **. ®a6 d-- E tte 0' ®“bn, i roaiit W a|f «tth» i«Ä'i|i d°' seines Dill» ^S>8t rheatelUtT -rft .elungeu ®a ,6 öfl« .:,sch von v , b(t i ®’Ä * ti et; die sie jLrfrf rehr^ ttulunst •»mW Etatsberatung abgegebenen Erklärung des sächsischen Bundesratsbevollmächtigten über den sog. „Eisenbahnkrieg" nichts hinzuzufügen. Abg. Müller-Sagan (frs. Vp.) spricht seinen Tank aus,* daß der Eisenbahntarif für die Soldaten auf einen Pfennig herabgesetzt worden ist. Beim Postetat kommt Abg. v. Glembocky (Pole) auf die Angelegenheit der polnischen Adressen zurück. Staatssekretär v. Podbielstä erklärt, die auf den Postschaltern eingelieferten Postsachen würden, wenn eine sichere Beförderung nicht zu ermöglichen sei, sogleich zurückgewiesen. Bei den Uebersetzungsstellen sollen nur diejenigen Sack)en behandelt werden, die durch Briefkasten eingehen; schwer erkennbare Adressen sollen künftig als unbestellbar behandelt werden. Bon einer Bevorzugung der Briefe zu sprechen, die deutsck-erseits aufgegeben werden, sei vollkommen grundlos: solle man denn bei den einzelnen Briefen riechen, von wo sie herrühren? Etat- rcchtlich stehen dem Staatssekretär überhaupt keine Beamten für die Uebersetzungsbureaus zur Verfügung; der Dienst, muß im Nebenamt versehen werden und die Beamten müssen wechseln. Ter Staatssekretär betont sodann, er habe die Pflicht, gute deutsche Postbeamte zu erziehen; deshalb müssen die in Posen geborenen sich auch 'mal eine andere Luft um die Nase gehen lassen, damit sie auch anderweitig verwendbar werden. Auf eine Anfrage des Abg. Müller-Sagan (fr. Vp.^ erklärt Staatssekretär v. Podbielski, die von der Budgetkommission gewünschte anderweitige Regelung der Gehaltsstufen der Postassistenten könne erst im nächstjährigen Etat rorgenommen werden. Was die Kursverluste bei den Post- spar- und Vorschußvereinen betreffe, so werde die Verwaltung zusehen, daß den einzelnen Beamten hieraus kein Schaden erwachse. Abg. Werner (Ref.-Partei) bittet um Aufschluß, ob England im telegraphischen Verkehr mit Deutschland besser behandelt werde als Deutschland selbst. Redner führt auch Beschwerde über ungebührliche Bevorzugung der Wolff'schen Telegramme und bittet um bessere Urlaubsberücksichtigung der Beamten, sowie um Aufhebung des Rauchverbots. Staatssekretär v. Podbielski erwidert, im Depeschenverkehr mit England werde in den sogenannten Gcgensprachbetrieben Material auf beiden Seiten verarbeitet, wie es kommt, und die Beförderung erleide keine Störung. Bei den Leitungen, wo nur von einer Seite telegraphiert werden kann, sind von England mehr Depeschen nach Deutschland gekommen als abgegangen; infolgedessen wünschten Vertreter des Handelsstandes, daß Versuche gemacht werden, serienweise zu verfahren und englischen Depeschen einen größeren Zeitraum zu schaffen. In der Urlaubsfrage sichert der Staatssekretär den Beamten das möglichste Entgegenkommen zu, meint indes betreffs des Rauchverbot-Erlasses, dieser könne nicht abgeändert werden. Ter Post-Etat wird sodann angenommen. Abg. Augst (D. Vp.) kommt auf die Kohlen-Be- zngsVerhältnisse der Reichs-Eisenbahnen zurück und tritt für die Saarkohlen ein, die für Süddeutschland und Elsaß-Lothringen sich billiger stellen, als die Ruhrkohlen und auch größere Heizkraft besitzen. Angesichts der Lage der Industrie richte er an die Regierung die Bitte^ für eine Reduktion der Kohlen preise überhaupt Sorge zu tragen. Beim Etat der Zölle und Verbrauchssteuern wendet sich Abg. Horn-Goslar (nl.) gegen die Forderung auf Aufhebung des Papierzolles. Tie Aushebung der Zölle würde den Untergang der deutschen Papierindustrie herbeiführen. (Widerspruch links.) Abg. Richter: Tie Erhöhung der Papierpreise solle nicht richtig von mir angegeben worden sein. Ich habe die Steigerung auf 27 Pf. angegeben; heute wird mir von der Papiereintaufsstelle des Vereins deutscher Zeitungsverleger mitgeteilt, daß der Preis bis auf 30,32 Pf. ge stiegen sei. Für 27 Pf. sei überhaupt kein Truckpapier mehr zu betommen. (Hört! hört! links.) Tie Ausgaben für Einrichtung und für die Arbeiter sollen so gestiegen sein: wir haben noch nie gehört, daß die Arbeiter von den gestiegenen Dividenden auch nur einen Pfennig profitiert haben. (Sehr richtig! links.) Weiter sollen die Zeitungsverleger sehr großen Nutzen gehabt und nicht der Per billigung des Papiers gefolgt fein. Gewiß, das Papier ist billiger geworden, aber es ist doch nicht dasselbe Papier wie früher. (Sehr richtig! links.) Unser Export nach den entferntesten Gegenden ist bedeutend gestiegen, un Inland dagegen nimmt der Papiertonsum ab infolge der Steigerung der Preise. Und nun verkaufen die deutschen Papierfabrikanten das Papier nach dem Auslande zum Teil billiger als im Jnlande. (Hört! hört! links.) Diesem Gebühren des Syndikats gegenüber sollte man möglichst schnell für Aufhebung des Papierzolls sorgen. (Beifall., Abg. Dasbach (Ztr.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners an. Bei dem Etat für das Bankwesen sucht Abg Dr. Arendt (Rp.) nachzuweisen, daß das Reich durch den neuen Vertrag mit der Reichsbank geschädigt werde. Tas Kapital der Reichsbank müsse noch erhöht werden, wenn der Reservefonds nicht ungemessen steigen solle. Wir gehen einer Periode des finkenden Zinsfußes entgegen, darum möge der Schatzsekretär die nächste Reichsanleihe möglichst niedrig gestalten. Reichsbantpräsident Dr. Koch: Daß durch das neue Bankgesetz das Reich schlechter gestellt ist, als die Bankanteilseigner, ist in gewissem Maße der Fall. Ter Haupt gründ liegt einmal in der Neuregelung des Reservefonds und zweitens in der Vermehrung des Bankkapitals von 120 auf 150 Millionen Mark. Natürlich fällt infolgedessen der Anteil des Reichs kleiner aus, weil zunächst dreieinhalb Prozent von 150 Millionen an die Bankanteils-Eigner entrichtet werden müssen Ich glaube, daß der Jahresbericht Zeugnis davon giebt, daß wir dem Wirtschaftsleben Deutschlands recht gute Dienste geleistet haben. Tie Summe der Wechselankäufe hat in diesem Jahre die Höhe von 10 Milliarden erreicht, das ist eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahre. Wir haben im letzten Jahre dazu beigetragen, den Goldrorrat äu steigern; wir haben über 200 Millionen Mark Gold vom Auslande erworben. Wechselkurse waren zu Ansang des Jahres schlechter, haben sich aber nachher gebessert. Wir haben an Barren und fremden Münzen für 124 Millionen". Mark Gold getauft, und diese Goldbezüge haben es ermöglicht, daß wir im zweiten Halbjahre nicht mit dem Diskont in die Höhe zu gehen brauchten, wie das in den letzten fünf Jahren geschehen mußte. Diesmal hat der allmähliche Rückgang in Verbindung mit den Goldbezügen uns in den Stand gesetzt, den Zinsfuß von 5 Prozent bis zum Jahresschluß zu behalten. Unser Geldvorrat ist schon jetzt wieder er heblich gestiegen, und zwar um 150 Millionen, und die Deckung ist infolgedessen durchaus nicht unbefriedigend. Ich glaube, das ist ein durchaus erträglicher Zustand. Wir brauchen uns nicht zu ängstigen gegenüber der Erwägung, daß wir auch in den schwierigsten Zeiten über den hohen Diskont hinweggekommen sind, und wir sind jetzt wieder in leidlich befriedigende Zustände geraten. Die Beratung des Etats ge setz es wird mit dem Gesetzentwurf wegen Verwendung überfchüssiger Reichseinnahmen aus dem Rechnungsjahr 1901 zur Schuldentilgung verbunden. Durch den 8 - des Etatsgesetzes wird der Reichskanzler ermächtigt, zur Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben die Summe von 203960930 Mk. im Wege des Kredits flüssig zu machen, soweit dieser Betrag nicht aus Ueberschüssen des Rechnungsjahres 1901 im eigenen .Haushalt des Reichs bestritten werden kann. Tie Abgg. v. S t a u o y und M ü l l e r - Fulda (Ztr.) be antragen, die Worte: „soweit dieser Betrag bestritten werden kann" zu streichen. Abg. Müller- Fulda beantragt außerdem zum Schuldentilgungsgesetze: „Die im Rechnungsjahre 1901 im eigenen Haushalt des Reichs sich ergebenden Ueberschüsse find ebenfalls zur Verminderung der Reichs- schuld zu verwenden." Tas Haus beschließt nach längerer Debatte nach dem Anträge von Staudy-Müller-Fulda. — Tas Etatsgesetz und der Etat int ganzen werden in der Gesamtabstimmung definitiv angenommen. Tas Schuldentilgungsgesetz, die Petitionen und Resolutionen werden auf eine spätere Sttzuntz vertagt. Präsident Graf Ballestrem schlägt die nächste Sitzung für den 16. April mit der Tagesordnung vor: „Gesetz über die Versorgung der Kriegsinvaliden und Gesetz über das Urheberrecht" und schließt die Sitzung. Schiffsnachrichten. norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch Agent Carl LooS. Bremen, 20. März. (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Postdampfer Königin Luise, Kapt. O. Vogler, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr abends wohlbehalten in New-York angekommen. Bremen, 20. März. (Per transatlantischen Telegraph). Der Postdampfer Borkum, Kapt. P. Albrecht, vom Norddeutschen Lloyd m Bremen, ist gestern 10 Uhr vormittags wohlbehalten in Galveston an» gekommen. Holz Versteigerungen in der gräflichen Kberförsterei Lauöach. I. Freitag den LS. März d. J., von vormittags 10 Uhr an, auf dem Aägerhaus (zwischen Laubach und Schotten), 1. aus Kirchberg: rm Buche: 160 Stammreiserprügel, 870 Stammreiser (Schläuen), 35 Zopfreiser; 4 Fichtenstämme — 0,99 cbm; 2. aus Tangvecke: rm Buche: 300 Stammprügel, 100 Reiserprügel; 3. aus Duchhokz: 3 rm Fichten-Nuyprügel, 180 rm -Stangenholz (meist Bohnenstangen); 4. aus Schlfienverg: rm Buche: 20 Scheiter II Kl, 123 Stöcke; 5 rm Ahorn- und Eschenprügel; 1 Ahornstamm von 47 cm Durchm. und 4,4 m Länge; 5. aus Hyomasvieget: 41 rm Buchen-Reiserprügel; 6. auS ZöaLenverg: 4 rm E'.chen-Scheiter (teilweise Glaserholz), 150 rm Buchen-Reiserprügel, 23 rm Fichten-Zvpf- reiser (Latten); 2 Kirschbaumstämme — 0,34 cbm; 7. aus Mühl, AirKe« und Netten: rm Bucke: <2 Reiserprügel, 60 Stammreiser; 8? aus verschiedenen Distrikten deS Reviers Gonterskirchen: Kohlreiser und Lesholz fläckenweise. H. Montag den 1. April d. J., nach Zusammenkunft vormittags 9'/, Uhr am WolfSgarten bei Freienseen: 1. jm Aiegcn- Serg (größtenteils vorgezeigt): rm Buche: 180 Scheiter, 160 Prügel, 16 Stöcke, 32 Reiserprügel; 5 Eicken (Wagnerholz) — 1,89 cbm; 2 im Schnellstrauch: 26 rm Fichten-Lattenstangen, 5 Eickenstämme üon 34—39 cm Durchm. — 4,57 cbm (Bauholz); 8. aus Hräukbach: rm Bucke: 3 Stöcke, 18 Reiserprügel; 4. aus Gtchetgarten und Schindel: 5 Fichtenstämme — 1,46 cbm, 17 Flchlen-Derbstangen = 1 48 Cbm- 5. auS Amsenhau: 600 rm Buchen-Stammreiser (Schichten), 3 Ficktenstämme = 0^3 cbm; 6 au3 Kendelrain: rm Bucke: 46 Scheiter II. Kl., 32 Stocke, 6l Reiserprügel; 7. aus F-eter-w-ldr (Durchforstung): 8 rm abstand Buchen-Prugel 69 rm Reiserprügel, 8 rm Eichenprügel; 2,1 rm Frchten-Zopfreiser; 8. aus Wintersvcrg: rm Buche: 60 Sckeiter und Prügel II. Kl-, 70 Stocke, 200 Reiserprügel: 9. au8 Wenzelskopf: 27 rm Buchenstöcke; 10. auS ZULebufch (Hegereinigung) und Schornverg: 30 rm Kirschbanm- und Fichten Prügel, 17 rm -Stöcke, 20 rm Bucken-Retserprugel, 13 rm Fichten-Zopsrerser (Latten); 11. aus Knhstrauch: 7 rm Fichten-Bohnen- stangen; 12. aus verschiedenen Distrikten deS RevterS Freicnseen: Kohlreiser und Lesbolz fläckenweise. . .... DaS Holz unter Rr. II 8.—12. kommt von vornnttags IP/, Uhr -an auf ter Schrelnersmühle zum Ausgebote. Lauback, den 18. März 1901. 2244 Gräfliche Obersörsterei. Hchmrsteigerung im Gieße«» Stadtwald. Donnerstag, 28. März 1901, vormitt. 9'/- Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, itt den Distrikten Waldshut und Wanne, versteigert werden: 9 Eichenstämme, Bauholz, mit 4,09 fm, 23 Eichenstämme, Schwellen- holz, mit 10,66 fm, 47 Eichenstämme, Grubenholz, mit 16,08 fm, 3 Kiefernstämme mit 0,82 fm, 65 Fichtenstämme mit 16,26 fm, 132 Fichteu-Derostangen mit 11,34 fm, 17 rm Buchen-Scheitholz, 68 n Eichen-Scheitholz, 2 rm Nadel-Scheitholz, 25 „ Buchen-Knüpvelholz, 30 „ Eichen'Knüppelholz, 13 „ Nadel-Knüppelholz, 7 „ Buchen-Stockholz, 31 „ Eichen-Stockholz, 26 „ Nadel-Stockholz. 2290 Wellen Buchen Neistg, 2130 n Eicken-Reisig, 650 „ Büken-Reiflg, 3260 „ Nadel-Reifig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 7. Schneise. Gießen, 20. März 1901. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 2229 Hohversteigerung Dienstag den 26. Mürz dS. Js. werden aus den Distrikten Steinkaute, Steinweg, Beltershainer Wald, Alter Haag, Ochsenstall, Hoherod und Wirberger-Waldlacke der Forftwarlei Reinhardshain, Lichterwatd der Forsiwartei Atzenhain, Tränkkopf und Heiligenberg der Forstwartei Lumda versteigert: Stämme r 5 Bucken mit 4 fm, 17ö Eichen mit 95 fm (hierunter ca. 5 fm Schnittholz, 60 fm Bauholz und 40 fm Wagnerholz), 2 Birken mit 1 fm, 141 Fickten mit 51 fm, 67 Kiefern mit 65 fm und 10 Lärchen mit 6 fm; Derb- starrgenr 10 Fichten mit 1 fm. Zusammenkunft vorrn. 10 Uhr im Distrikt Steinkaute bei Beltershain bei Stammholz Nr. 1203. Nur die Kiefern im Distrikt Steinkaute 1, sowie die starken (Sieben im Distrikt Alter Haag 1 a werden bei der Versteigerung vor- gezeigt. Die am 12. d. Mts. abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 23. d. Mts. ab bei den betr. Zahlstellen in Empfang genommen werden. Ueberweisung am 23. ds. MtS. Grünberg, den 20. März 1901. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 2248 etzlar: Schutzvez. Stoppel- rg: Kicherr: 265 fm rote r und s rm Rollholz; uchen: 0,55 fm Langnutzh.; irschvamu: 5,47 fm Lang- tzh.; Aichlev: 17 fm Stäm. d Stangen Verladestation zu 1: Lollar d Kinzenbach, zu 2: Wetzlar. Immerverzeichnisse bei recht; rstrllung durch Sekretär ö l l e r - Krofdorf. (100 immcrn 50 Pfg.) 2285 Fertige Federbetten mit 6 Pfand Federn gefüllt, Stück zn 158.—, 15.—, 18.—, 21— Mk. u. besser, iw Kiffen *18 mit 2i/2 Psuud gefüllt, Stück z« 4.75, 5.50, 6.70, 8.— Mk. und besser, halten stets in großer Auswahl vorrätig 1389 figl. GberförSerei Krofdorf verkauft öffentlich meistbietend: 1. Donnerstag den 18. April d. I, vormitt. 10 Uhr, im Freund'schm Saale zu Krofdorf: SchutzöezirL Krofdorf, Watdyaus und Salzböden: Kichen: 400 fm, teils Werk-, teils Gruben- und Schwellenholz und 130 rm Schichtnutzholz, 4, 2.5, 2.2, 2 und 1.25 rn lang; Aucheu: 260 fm, fast durchweg astreine und glatte Nutz' ftämme und zw^r 33 fm von 34 bis 39, 118 fm von 40 bis 49, 85 fm von 50 bis 59, 24 fm von 60 und mehr cm Stärke und 54 rm 1.25 m langes Rollholz; KainVuche«: 9 rm Rollholz (2 m lang). 2. Freitag deulv.April d. I., vormittag» 98/t Uhr, im „Römischer Kaiser" zu Hohversteigerung am Montag, 26. März er., von verm. 9 Uhr ab bei Wirt La uz zu Wißmar. ' DistriktAerghausernEichen: 8 Stg. 2. Kl., 25 rm Nutzholz, 58 rm Scheit u. Knüpptl, 30 rm Reiser; Buchen: 335 Scheit und Knüppel, 1195 rm Reiser. Distrikt Keusktrrg: Buchen: 406 rm Scheit sund Knüppel, 100 rm Stöcke, 587 rm Reiser. Distrikt Kuh- öachsdell: Eichen: 9 Stämme — 9 fm (Wagnerholz), 16 rm Scheit und Knüppel, 30 rm Reiser; Buchen: 1 Stamm = 0.7 fm, 565 rm Scheit und Knüppel, 139 rm Stöcke, 633 rm Reiser. Distrikt Assel- öach: Fichten: 105 Stg. 2. Kl. — 6,3 fm, 29 rm Scheit und Knüppel, 70 rm Stöcke, 800 rm Reiser. Da» Holz liegt im Gemeindewald von Wißmar. Die Bekanntmachung vom 18. d. M. wird hierdurch aufgehoben. Krofdorf, 20. März 1901. Der Bürgermeister: g Lichtenthaeler. K Versteigerung. Am 23. März 1901, vormittags 9 Uhr, werden auf der BahnstreckeGießen—GroßewLinden bei BahnwälterGärtner antangenb, eine Partie gefällter Tannenbäume, zu Nutz- und Brennholz geeignet, öffentlich meistbietend versteigert Großh. Bahnmeisterei 16. «n MATADCy NMUB' Nur die besten Zuthaten für mein Kleid sind die billigsten: Ich wünsche nur die Original-Fabrikate, welche den Namen des Erfinders VORWERK od. die bekannte Fächermarke tragen, Velourschutzborde, Mohair-Borde „Primissima“, garantirt wasserdichte Schweissblätter, Kragen-Einlage ..Practica" sowie das neue Talllei ' „Plastica“, welches ungemein die Anfertigung einer gut sitzenden Taille erleichtert. VORWERK’e Gardinenband mit Ringen Jedes bessere Geschäft führt VORWERK’« Origi nal-Qualitäten £X £u cn CD Cb Z- < o L m 20 2s UD Cb Qj . Z3 Wer-, Wem- u. Wafferfchläuche klafchkuabföllfchläche, Nerdichtuogk« j-d-r zu, Treibrimkv sowie 1861 alle technischen Artikel für maschinelle Betriebe. Gebrüder Georg, Telephon Nr. 249. Wallthorstratze 24. Lahn-L bestes Deckmaterial für ©arten« und Hofanlagen. Anfuhr prompt und billig. C. Rubsamen, 1688 Dampfbaggerei. Fernsprecher 259. 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