Nr. 46 Zweites Blatt Samstag 23. Februar 1901 Urdiktion, Expedition und Druckerei- Schulstraße 7. 151. Jahrgang Der Antrag Gröber wird angenommen werden, und der Bundesrat hat heut- mehr Anlaß als je, des Satzes zu ge deuten, daß eine Liebe der ander» wert ist. Da der BundeSrat überdies durchweg aus höchstbesoldeten Beamten besteht, die »benein, wenn sie nicht in Berlin ihren Amtssitz haben, be, ihrem Berliner Aufenthalt noch die höchsten Tagegelder be ; ziehen, so ist es nur eine Pflicht der Höflichkeit des einen Hauses gegen das albere, den oft ausgesprochene» Wunsch »ach Diäten endlich zi erfüllen. Telegramme deS Gießener Anzeigers. Loidoi, 22. Febr. Kitchener meldet aus Kerksdorp: MethuenS Abteilung ist hier eivmarfchiert, nachdem das Land über Wolmaraifiad hinaus aufgeklärt worden ist. Bei Anwefenheitsgelder für die Reichstags- Mitglieder. Immer langsam voran! Am 30. März 1867 nahm her norddeutsche Reichstag einen Antrag Weber und v. Thünen a«, wonach seine Mitglieder aus der BundeSkasse Reisekosten ind Dtäten nach Maßgabe deS Gesetzes erhalten und bis zvr Verkündigung diese» Gesetzes das Bande-Präsidium die Höhe der Entschädigung festsetzen sollte. Zu der Mehrheit gehörten Männer wie Bennigsen, Twesten, Simson, Graf Schwerin Putzar und zwei heutige preußische Minister, v. M'quel und v. Hammerstein. Der Vizepräsident des preußischen Staatsministeriums vollendete am 21. d. M. sein 73 L.benSjahr. Es scheint, als solle er gegen das Ende seiner langen parlamentarischen Laufbahn helfen, den Wunsch zu verwirklichen, den er und feine Freunde schon vor 34 Jahren ausgesprochen haben. 34 Jahre hat die Volksvertretung gebraucht, um ein vatürl ches Verlangen zur Anerkennung zu bringen. In ge- mestenen Zwischenräumen wurde der Diätenantrag eingebrachi u»4 angenommen; aber immer erfolgte die Antwort der R - gierung: Non poasumus. Der Widerspruch war erklär! ch wenn auch nicht berechtigt, so lange man noch Grund hatte, in der Diätenlofigkeit ein Gegengewicht gegen das noch nicht erprobte allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht zu sehen. Diese Bedeutung hat die Diätenlofigkeit längst verloren. Sie ist offenbar keinerlei Hindernis für die Wahl sozmldemokraiischer Kandidaten, die ihre Aufenthaltskosten und Entschävigungen aus der immer leistungsfähigen Partei, kaffe beziehen. Aber sie führt die bürgerlichen Parteien in wachsende Bedrängnis. Unser R ichsragsvertreter, der Bürgermeister Köhler aus Langsdorf, hat neulich öffentlich erklärt, daß es ihm unmöglich sei, an den ReichStagSverhandlungen teilzunehmen; ferne Berdältniffe gestatteten ,hm nicht den Aufenthalt in ©edin. Als Prof. Wimmenauer darauf einwarf, daß er! das Reichstagsmandant unter diesen Umständen nicht hätte annehmen dürfen, soll Köhler, von feinem Standpunkte aus ganz >ich"g. .erwivert haben, er halte es für die Bevölkerung deS Kreises Gießen für wertvoller, daß er als Inhaber des Mandats dem Reichstage fernbleibe, als wenn em Gießener Vertreter von anderer politischer R'chtung an den Verhand lungen in Berlin teilnehme. Gegen die Logik dieser Be meikung wird man nichts anderes einzuwenden haben als daß durch den schlechten Besuch der ReichStagSfitzungen und die daraus folgende häufige Beschlußunfähigkeit die Arbeiten des Reichstags wesentlich erschwert und verzögert werden. Daß auf diese Weise aber die Wünsche auch der Mehrheit der Wähler nicht Berücksichtigung finden, leuchtet ohne weitere- ein. So lange es also keine ReichStagSdiäten giebt, thun die Wähler, wenn sie gehört werden wollen, klug, bei der Auswahl ihrer Kandidaten auch dieses zu überlegen' Von Jahr zu Jahr ist der anfangs sehr thatkräflige Kampf der Rechten gegen die Diäten schwächer geworden Schon im Jahre 1895 ist die Diätenlofigkeit in einer Flugschrift deS freikonseroativen Abg. Schröder verurteilt worden Vor Jahr und Tag hat der Abg. v. Kardmff zugestanden daß ein Teil seiner Partei die Anwesenheitsgelder für nötig halte. Am Mittwoch mußte der konservative Abg. Rettich dieselbe Erklärung für einen Teil seiner Parteifreunde ab geben. So hat sich allgemach auch die Mehrheit der früheren Diätengegner bekehrt und dasselbe wird von der Regierung berichtet. Wird der von H^rrn Gröber eingebrachte Gesetz entwurf angenommen, so wird ihm, wie versichert wird, der BundeSrat die Zustimmung nicht versagen. Es liegt Grund SU der Annahme vor, daß schon Fürst Hohenlohe der Be willigung der Diäten nicht abgeneigt war. H>er oder dort wird freilich immer noch diese Reform als „schwerer politischer Fehler- angesehen. Auch der Zweck, ein dauernd beschlußfähiges Haus zu haben, werde nicht er reidjt werden. Wo das Pflichtgefühl nicht vorhanden ist, sei es vergeblich, sich des Zwanzigmarkstücks als Einpeitschers zu bedienen. Der bei weitem größte Teil der Mitglieder! bedürfe der Anwesenheitsgelder nicht, und nur der Sozial demokratie würden sie frommen. Aber daß die Sozialdemo Kräfte ihrer am wenigsten benötigt, lehrt der Augenschein. Zwingend ist die Rücksicht auf diejenigen Personen, die ohne Diäten nicht im stände sind, ein Mandat anzunehmen oder I regelmäßig auszuüben. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Di« Gießener Kamillen- blätter werden dem Anzeiger im Wechiet mü„Hess. Landnnrl" und „Blätier für Hess Volkskunde" viermal wöchenillch be,gelegt. öen ttnieigtn C der nachmttiag» für den Ifleebe* lag erlchetnenden Brummer big vor« 10 Uhr ■ bkeftcll ungtn Ipäiefitne ebtebc vorher. Im südöstlichen Transvaal scheint ein Teil von BothaS Streitmacht durch das von General French gespannte Netz durchgebrocheu zu sein. Die Hauptabteilung mit bei flüchtigen Familien soll 5000 Köpfe zählen. Nach einer -Daily Chronicle" Meloung hat der deutsche Konsul in King Williamstown erfreulichen Einspruch gegen de» Aufruf erhoben, den der frühere Bautenminister der Kap- koloni, Schermbrücker, zur Bildung eines deutschen BerteidigungSkorpS veröffentlicht hat. Schermb-ücker erklärte dagegen, fein Aufruf richte sich nur an britische llnterthanen deutscher Abstammung, die im Bezirk ^iaffraria von weiland der deutschen Legion im Krimkriege her dort angefiedelt seien, — was allerdings den Thassuchei entspricht. ES ist aber ohne weiteres arzunehmeu, daß die Bemühungen des Herrn mit dem guten deutschen Name» Schermbrücker vergeblich fein werden. P. Unter de» Titel „Patriotismus in England" efen wir in der neuen englischen Monatsschrift „The English World" (Verlag von B. G. Teubner in Leipzig) einen kurzen Artikel, in dem erzählt wird, daß in Islington, einem Stadtteil von London, nicht weniger als 140 Kn der, Die während des Jahres 1900 das Licht der Welt erblickt gaben, durch ihre Taufnamen andeuten, wie stolz ihre Eltern rnf die kriegerischen Ereignisse ihres Geburtsjahres find. Dun jetzt ab glebt eS zahlreiche „Baden-Powell-SmithS" und „Baden'Powell-JohnS". In einigen Fällen ist der Name „Powell" allein ^gefügt, in anderen nur „Baden". Einem Knaben wurde der Name „Charles James Mafeking" gegeben, ein anderer heißt „Reuben Pretoria", während 20 Mädchen den Namen „Pretoria" führen. In das Zaufregrfter von Islington find auch noch andere Namen eingetragen wie: „Harry RedverS Buller", „Nelly Ladysmith", „Diklorm Tugela", „John Glencoe", „Enest Colenso", „Robert RedverS Kipling", „John Roberts", „Robert Cecil" und „Viktor Roberts". Sin Vater, dessen Name „Rend" war, wählte noch hinzu: „Buller Kitchener". Ein anderer Familien- rnter wählte eine Zusammensetzung wie: Jack Baden- Powell Mafeking Philip James. Auch Hektor Macdonald findet seine begeisterten Verehrer, ebenso wird rür Lord Methuen geschwärmt. Einer nur von diesen Engländern hat sein Kind „Joubert" getauft, während auf Öen Namen „Krüger" bis jetzt noch keiner getauft ist. L. dem preuß. Abgeordnetenhaufe wird uns unterm 21. Februar geschrieben: ■ - allgemeinen hält der Abg. Richter seine Mannen in Disziplin; es kommt selten vor, daß in den Parla- I menten einer von ihnen dem Kommando des Führers I widerspricht. Heute aber geschah es im preußischen Abgeordnetenhaufe, daß der Berliner Abg. Schulz (freis. Vp.) Iim- äu Richter sich für den konservativen Antrag laus Errichtung einer Handelskammer in Berlin aus sprach und die jetzige Vertretung, die „Aeltesten der | ^ausmannichast", gelassen als eine Vereinigung der Börsen- interefsenten obthat. Die Zusammensetzung des Aeltesten- J5?nnnlUan$ entspreche nicht den heutigen Bedürfnissen. 7.000 -’Jcit^heber einer Handelskammer seien sicherlich le^st^ugsfähiger als 2000 einer Korporation. Für die Aufrechterhaltung eines bestehenden Zustandes trat Namens emes kleinen Teils der Nationalliberalen Abg. v. Eynern ein. Der konservative Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen, und es ist zweifellos, daß die Reichshauptstadt in naher Zeit die von zahlreicheii Gewerbetreibenden gewünschte Handelskammer erhält. Das Aeltesten-Kollegium bekommt dann, wenn es sich nicht etwa auflöst, eine starke Konkurrenz, denn als die berufene Vertretung wird natürlich die an Mitgliedern ungleich reichere Handelskammer angesehen werden. , Die Polen-Adressen-Frage zeitigt ein sonder- bares Nachspiel. Nährend die Verteidiger der national- polnischen Propaganda in Preußen es für eine unerhörte Zumutung erklären, daß von den preußischen Polen verlangt wird, sie sollen ihre Postadressen in deutscher Sprache schreiben, forderte der „Dziennik Cujawstt" in Jnowrazlaw Politische Tagesschau. Aus Marinekreisen schreibt man uns: L Die vom Kaiser unterm 20. d. Mts. genehmigte Liste der Stellenbesetzungen in der Marine enthält u. a. die Ernennung des Lehrers an der Akademie in Kiel, Fregatten- rapitans H 0 e p n e r, zum Kommandeur der zu biloenden Schlffsiungen-Division. Es liegt also im Plane, die in Friedrichsort garnisonierende Schiffsjungen-Abteilung zur Division umzugestalten. Diese Maßregel erweist sich in der That als unumgänglich. Tenn während früher zwecks Ergänzung des Unteroffizierkorps der Marine höchstens 500 Zungen pro Jahr eingestellt wurden, stieg deren Zahl in letzter Zelt auf annähernd 1000, entsprechend der durch die Flottengesetze begründeten Vergrößerung des Schiffsparks. Das Institut der Schiffsjungen-Abteilung hat eine glänzende Entwickelung zu verzeichnen und seinen Zweck, verläßliche Stamm-Mannschaften für die Flotte heranzubilden, durchaus erfüllt. Das heldenmütige Verhalten der mit der „Gnessenau" verunglückten Jungen ist noch in frischer Er- innerung. Die Meldungen zum Eintritt in diese Marine- Abteilung sind jahraus, jahrein so zahlreich, daß viele Aspiranten abschlägig beschieden werden müssen. An Nachwuchs wird es also auch der Schiffsjungen-Division nicht fehlen. Aus Berlin, 21. Febr., wird uns geschrieben: I der Kanalkommission des preußischen Abgeordnetenhauses vergeht keine Sitzung, ohne daß bald dieser, bald jener Vertreter der Regierung, Minister oder Kommissar, sich erhebt zu der Bemerkung: Die Kanäle und die anderen wasserwirtschaftlichen Verbesserungen — Regulierungen der Spree, Oder und Havel usw. — bildeten ein untrennbares Ganze. Kein Mittellandkanal — keine „Kompensationen". Hat das Hauptprojekt „Zeit", dann be- I eilt sich die Regierung nicht mit den Nebenprojekten. Von diesen Erklärungen nehmen die Kanalgegner so kühl Kennt- nis, daß es fast aussieht, als lohne es ihnen nicht, den gegenteiligen Standpunkt zu rechtfertigen. Denn ein Zweifel ist nachgerade kaum möglich. Die Mehrheit des Abgeord- netenhauses, Konservative, Freikonservative und ein größerer 1 Der! des Zentrums pflückt sich aus dem dargereichten Bouquet die angenehm duftenden Blumen heraus und läßt I a3er "Klatschrose" Mittellandkanal einfach liegen auf dem Tisch. Die Regierung kann noch von Glück sagen, so man ihr den Dortmund-Rheinkanal bewilligt. Die „Deutsche 1 Agrarkorrespondenz" nennt es kurzweg „bösartigen Trotz", wollte die Regierung die Ausführung der vom Parlament etwa zu beschließenden Nebenprojekte verweigern. Zur Abwechslung wird also die Regierung rauh angefahren — das ist die Quittung für die Maßregelung der Beamten, trotz nachträglicher Beförderung des Gekränkten ! Befürchtete die Regierung nicht ernstlich, daß die Mehrheit des Abgeordnetenhauses ihr den Schmerz anzuthun I gedenkt, den Mittellandkanal zu „vertagen" auf unbestimmte Zeit, so würde sie nicht immer wieder die Parole Alles oder Nichts in geneigte Erinnerung bringen. Ein taktischer Zug ist die Zurückhaltung, welche die Herren von der Regierung in der Kanalkommission bei der Empfehlung der „Nebenprojekte" an den Tag legen. Kein Wort von „Dringlichkeit", von der „Notwendigkeit" dieser Verbesserungen, damit nämlich, beim Fall des Mittellandkanals, tue Regierung auf solche Aeußerungen festgenagelt und ihr die Schuld zugeschoben wird, daß aus „bösartigem - als Revanche für die Ablehnung des Hauptstücks, die Abstellung anerkannter Schäden unterbleibt. Wer weiß, ob nlcht nn letzten Akt des Schauspiels die Regierung sich stark überwindet und nimmt, was sie bekommen kann. GichenerAmeiaer s w General-Anzeiger * --ZMZ . . As-WC 9 XI "< • ufrtodr 16 20 Psg. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen ss neulich in einem längeren Artikel die Einführung deH russischen Unterrichts in den gehobenen Schulen desOstens derMonarchie. Der „Dziennik Cujawski" ,hob hierbei hervor, daß das Verhältnis zwischen den Dolen und den Russen immer herzlicher werde. Dieses Verhältnis sei lediglich die Folge der hakatistischen Bestrebungen der preußischen Re-i gierung. Auch forderte der „Dziennik Cujawski" die pol^ nischen Abgeordneten auf, mit allen Kräften für die Einführung des Russischen in den preußischen Schulen einzutreten, wofür ihnen die Polen sehr banfbar sein würden. Thatsächlich neigen neuerdings, meint die „Köln. Volksztg.", viele preußische Polen ganz auffällig zu Rußland hin, wie ja auch die Warschauer polnische Presse seit kurzem die Maßnahmen der preußischen Regierung den Polen gegenüber in einer Weise kritisieren darf, die noch vor wenigen Jahren ganz undenkbar gewesen wäre. Man darf erwarten, daß bei der Beratung des Etats des preußischen Kultusministeriums diese polnischen Sprachenaspirationen in ihre wirkliche richtige Beleuchtung gesetzt werden. Engländer und Buren. De Wet befindet sich zurzeit westlich von Hopetown, Hopetown liegt runb 120 Km. nörblich von De Aar. Auf dem Marsche haben De Weis Scharen, die scheinbar toieber getrennt marschieren, Strybenburg (an bet Straße De ©ar* hopetown), sowie Vosburg und Houwater berührt. Sie befinden sich da schon in Gebieten, wo die Engländer nur durch die Schnelligkeit der Beine einen Erfolg erringen könnten, da es keine Eisenbahnen giebt, und darin sind ihnen die Buren bekanntlich weit überlegen. Die Aussichtslosigkeit einer weiteren Verfolgung hat Kitchener dadurch selbst zu* gegeben, daß er von De Aar nach Pretoria zurückgekehrt ist. Dabei ist er, wie gemeldet, zwischen ©creeniging und JohaneS* bürg beinahe einer lauernden Burenschar in die Hände gefallen, und eS schien sehr, als wollte sich das alte Wort bewahrheiten: „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst b nen." Nur dem Umstände, daß ein Vorzug vorauffuhr, übet den die Buren herfielen, verdankt er feine Rettung. So konnte er durch den Panzerwagen seines nachfolgenden Zuges die plündernden Buren von der Arbeit verscheuchen. Er scheint inbeffei einen Teil seines Gepäckes emgebüßt za haben. Haartebeutfontein stieß sie auf 1400 Buren unter den Gene raten DovilleerS und Liebenberg. Die Buren leisteten in einer starken Stellung hartnäckigen Widerstand, wurden aber nach heftigem Kampfe aus ihrer Stellung geworfen. Die britischen Verluste betragen 3 Offiziere und 13 Mann lot, 5 Offiziere und 29 Maun verwundet. Die Buren hatten schwere Verluste und ließen 18 Tote zurück. Kapstadt, 21. Febr. (Reuter-Meldung) Nachdem Dewet die Eisenbahn im Norden von De Aar gekreuzt, wandte er sich nach Westen. Plumer zwang ihn jedoch, seinen Weg nach Norden in der Richtung auf Strydenburg zu nehmen. — Am 19. ds. Mts. war Dewet wieder in der Nähe des Oranje-FlusseS. Seine Steitmacht marschiert in ver schiedenen Kolonnen und beabsichtigt offenbar, in Grigua- land-West einzurücken. Plumer marschiert dicht dahinter. Hertzog mit der in Westen in die Kapkolonie eingedrungenen Abteilung zieht sich in derselben Richtung zurück. Kapstadt, 22. Febr. Reuter-Meldung. Zwei neue Pestfälle sind unter den Weißen festgestellt worden. Johannesburg, 22. Febr. Reuter - Meldung. Staats zerstörten die Buren den Bahndurchlaß bei Klip river, erbeuteten eine Zugladung mit Lebensmitteln, verbrannten ungestört den geleerten Zug und zogen als dann ab. Standerton, 22. Febr. Reuter-Meldung. Ein Deserteur von Botha'S Armee erklärte, Botha habe seinen Leuten ge sagt, sie dürfen sich nie ergeben. Auf die Entgegnung der BurgherS, daß sie nicht länger kämpfen könnten, da die Eng länder das Vieh wegnähmen und die Munition fast erschöpft sei, habe Botha erwidert, Gott werde sie mit Kampfmitteln versehen. China. ______ Die „Time s" melden aus Peking, 20. Febr.: Ter Hof hat nachgegeben und in die geforderten Todesstrafen ein- gewilliat, nur verlangt er an Stelle der Enthauptung Tschao- tschutschiaos und Wngniens deren Erdrosselung. Die Gesandten haben dem zugestimmt. Die Frage ist also geregelt, und so ist — fügt der Berichterstatter hinzu — kein Grund mehr für einen Zug nach Taiyuan vorhanden. — Vom selben Tage meldet der Berichterstatter, daß die großen militärischen Vorbereitungen fortdauern. Die Deutschen hatten 1 8<)0 Kameele für den Trans- portdienst angekauft. Die „Times" meldet aus Newyork: Die von den Amerikanern gegen die vom Grafen Waldersee beabsichtigte Expedition erhobenen Vorstellungen sind nicht an die Mächte direkt, sondern durch den amerikanischen Gesandten Conger an deren Vertreter in Peking gerichtet. Nachrichten aus Washington besagen, daß die Conger erteilten Weisungen den Vertretern der Vereinigten Staaten in Europa als Auskünfte mitgeteilt seien. Mc Kinley sei noch im Begriff, den Wortlaut einer Note festzustellen, die an die Mächte gerichtet werden soll, falls die Ereignisse dies als wünschenswert erscheinen ließen. Bei dem deutschen ost asiatischen Expeditionskorps ist bekanntlich auch eine Abteilung be- ritteneJnfanterie gebildet worden. Aus Peking wird dem „Ostasiatischen Lloyd" darüber geschrieben: Die Leute wurden vom 1. ostasiatischen Infanterie-Regiment und dem 1. und 2. See-Bataillon gestellt. Die Abteilung besteht aus zwei Zügen, dazu vier Offiziere, ein Feldwebel, ein Vize- feldwebel als Zahlmeisteraspirant und zwölf Unteroffiziere. Die Reittiere sind P o n i e s, die vom Train-Depot gestellt worden sind. Welche unglaubliche Mühe es gekostet hat, das Sattel- und Zaumzeug anzuschaffen, davon macht sich kaum einer einen Begriff. Von den Chinesen mußten die Sättel gekauft werden, Chinesen arbeiteten an der Herstellung von Zaumzeug, und wenn dann endlich alles für einen Pony da war und probiert werden sollte, dann rissen Zügel und platzten die Sattelgurte. Nun kamen die Ponies. Mit sehr wenigen Ausnahmen waren es alte, vor allem abgeklapperte, verhungerte Tiere? — Was der deutsche Infanterie-Offizier leisten kann, hat sich hier wieoer im vollsten Maße gezeigt. Der Führer der Abteilung, der Oberleutnant Quassowski vom 1. Ostasiatischen Infanterie- Regiment, zeigte sich der Sache durchaus gewachsen. Während er den Ponies eine Unterkunft besorgte, gaben andere der vier Herren Reit stunde; die Sättel wurden geflickt; die Zäume, die aus Bindfaden bestanden, durch lederne ersetzt, bis alles einigermaßen in Ordnung war. Bei der am 26. Dezember vor dem Feldmarschall stattfindenden Parade nahmen nun zum ersten Male auch deutsche Infanteristen auf chinesischen Ponies mit chinesischen Sätteln teil. Die drei Leutnants, welche die Ausbildung der Abteilung leiteten, sind Leutnant Delius vom 2. Ostasiatischen Infanterie-Regiment, Leutnant Freiherr v. Freiberg vom 1. Ostasiatischen Infanterie-Regiment, und Leutnant von Kleist vom 2. Seebataillon. Die Soldaten haben eine ausgezeichnete Haltung zu Pferde, tragen die Uniformen der Regimenter und haben ihr Gewehr umgehängt. — Zweifellos wird diese berittene Infanterie bei etwa bevorstehenden Expeditionen hervorragende Dienste leisten, besonders da das Pferdematerial bei der guten Pflege von Tag zu Tag besser wird. Im englischen Unterhause bemerkte der Unterstaalssekretär Cranborne, der englische Gesandte in Peking habe keiner Mitteilung der chinesischen Regierung zugestimmt, worin gesagt sei, die fremden Gesandten stimmten dem Edikt zu, das von einigen chinesischen Beamten Selbstmord fordere. Yerburgh fragt an, ob die Regierung Nachricht habe von Bestimmungen, welche Witte, wie verlaute, dem russisch-chinesischen Abkommen bezüglich der Mand- schurei hinzuzufügen wünsche. Ob diese Bestimmungen nicht un Widerspruch ständen mit Cranbornes Miteilung, daß die von China betreffend die Mandschurei erwarteten Garantien nicht gestatten, einen Gebietserwerb oder ein Protektorat anzunehmen. Cranborne erwidert, die erste Frage sei zu verneinen. Der Regierung sei keine Abmachung über die Mandschurei zur Kenntnis gebracht. Er nehme an, daß die in Rede stehenden Abmachungen solche seien, die zwischen den russischen und chinesischen Lokalbehörden in Verfolgung vorläufiger Zwecke abgeschlossen wurden, und solche Vereinbarungen könnten ote Rechte, die England nach Verträgen mit China genieße, nicht beeinflussen. Auf eine Anfrage, ob die italienische Gesandtschaft in Peking das Eigentum in Besitz genommen habe, das der Generaldirektor Der Seezölle, Hart, und seine Beamtenschaft 22 Jahre lang innegehabt, erwiderte Cranborne, die Regierung sei hierüber ohne Nachricht. Diese Frage sei übrigens mit der Frage der Verteidigung des Gesandtschaftsviertels verknüpft, die gegenwärtig den Erwägungen des militärischen Ausschusses unterliege, der noch zu keiner Entscheidung gekommen ist. Der Staatssekretär von Indien, Hamilton, erklärt, die Regierung habe die Miteilung erhalten, daß Graf Waldersee einen Armeebefehl erlassen habe, worin er ankündige, daß nach seinem Dafürhalten wegen des unbe- riedigenden Fortgangs der Friedensunterhandlungen die Wiederaufnahme von größeren Unternehmungen in kurzem notwendig werde. Hierauf verlangte die Regierung, daß sie mit ausreichenden Informationen über Zweck und Ziel der Expedition versehen werde. Nach Eintreffen derselben werde die Regierung beschließen, ob an General Gaselee Weisungen zu entsenden seien, die von den bisher erteilten abweichen. James Lowther fragt an, ob Vorkehrungen dafür getroffen seien, daß bis zum Eintreffen dieser Informationen keine Bewegung der englischen Truppen stattfinde. Hamilton erwidert, in gewissen Teilen Nordchinas herrsche der Kriegszustand. Es sei deshalb kaum zweckmäßig, ihm eine solche Frage ohne vorherige Mitteilung vorzulegen. Deutsches Reich. Berlin, 21. Febr. Gestern nachmittag unternahm der Kaiser eine Schlittenpartie nach der Saalburg und kehrte von dort zu Fuß nach dem Schloß zurück. Darauf erledigte der Kaiser RegierungSangelegenheiten. Heute unternahm der Kaiser mit dem Gesandten Graf Wallwitz und dem Gefolge einen Spaziergang und hörte darauf die Vorträge des Kriegsministers und des Chefs des Generalstabs der Armee. — Eine Kaiserliche KabinetSordre vom 20. Februar ernennt den Kapitän zur See Truppe! zum Gouverneur des Kiautschougebietes, und bestimmt eine größere 8ln zahl anderweiter Stellenbesetzungen, darunter Kommandos in Ostasien befindlicher Schiffe nach deren Rückkehr in die Heimat. Unter Anderen ist der Chef der zweiten Division >eö ersten Geschwaders Kontre-Admiral Geißler unter Enthebung von dieser Stellung nach Rückkehr der Division in die Heimat zur Verfügung des Chefs der Nordseestation gestellt worden. — In der ReichstagSPetitionSkommisfion berichtete heute >er Abg. Dr. Weißenhagen (Zentr.) über ein mit vielen Unterschriften versehenes Gesuch von Apothekenbesitzern und von Angestellten in Apotheken, welche wünschen, der Nachtdienst solle um 9 Uhr abends statt wie bisher um 10 Uhr beginnen. Das Resultat der eingehenden Beratungen »er Kommission und des Regierungskommissars war der Be- chluß, die Petition zur Erwägung zu überweisen. — Der Bundesrat gab in seiner heutigen Sitzung seine Zustimmung zu den Ausschußberichten über die Vorlage betr. die Befreiung polnischer Arbeiter von der Invalidenversicherung, über den Entwurf eines Gesetzes »etr. Aenderung des Gesetzes über das Posttaxwesen im Gebiete des Deutschen Reiches vom 28. Oktober 1871 sowie über die Vorlagen betr. a) den Antrag des deutschen Vereins in Kairo auf Verleihung der Rechtsfähigkeit, b) einen Zusatzvertrag zu dem AuslieferungSvertrage zwischen dem Reiche und Belgien vom 24. Dezember 1874. — Der Abg. Funck (Freis. 93p.) hat zum Etat der Eisenbahnverwaltung folgende Resolution eingebracht: „Die Regierung zu ersuchen, dem Hause der Abgeordneten regelmäßig Mitteilung von den Ergebniffen der auf Beran affung deS Reichskanzlers abzuhaltenden Konferenzen über Verbesserungen von Einrichtungen bei den Eisenbahnen zur Erhöhung der Sicherheit des reisenden Publikums zugehen zu lassen." Weimar, 21. Febr. Zur Aufbesserung der Pfarrer- »esoldungen geht dem Landtage eine Vorlage zu, nach der das AnfangSgehalt fest angestellter Geistlichen von 1800 auf 2000 Mk. erhöht wird; nach je 5 Dienstjahren werden Alterszulagen bis zum Höchstbetrag von 4000 Mk. nach 25 Dienstjahren gewährt. München, 21. Febr. Nach der Information des Ber- iner Mitarbeiters der „Allgem. Ztg." geht der Entwurf des neuen Zolltarifs, nachdem er im Reichsschatzamt fertig gestellt ist, noch einmal an daS Reichsamt des Innern, dann an daS preußische Staatsministerium und die Einzelregie rungen, wo er voraussichtlich mehrere Wochen erwogen wird. Er würde dann vielleicht im April an den Bundesrat, im Mai an den Reichstag kommen. MW Ausland. Paris, 21. Febr. (S enat.) Bei Beratung der Vorlage betreffend Ausrüstung von Kriegshäfen und Errichtung von Operativ ns punkt en für die Flotte wird die Dringlichkeit beschlossen. Cabast-Darneville findet die Küstenverteidigung ungenügend. Die Mehrzahl der englischen Häfen seien große befestigte Plätze, dasselbe gelte von einigen deutschen und von einigen österreichischen Häfen. In Frankreich dagegen vermindere man alle Befestigungen an der Küste. Man habe die Errichtung der Forts wieder eingestellt. Der Redner erklärt, er stimme trotzdem für die Regierungsvorlage, verlange jedoch einige Aenderungen. Er wünsche Anlage eines Zufluchtshafens im Etang de Berre bei Marseille, ferner Schaffung einer Torpedostation in Portovecchio. — Dem Senat ging ein Gesetzentwurf der Regierung zu, enthaltend einen Zusatz zu dem französisch-italienischen Auslieferungs-Vertrag, wodurch Attentate auf Souveräne und Mitglieder des Königshauses von den politischen Verbrechen ansge- nommen, also von der Auslieferung betroffen werden. Das Abkommen erfolgte auf Antrag Italiens und ist von Deleasse und dem Botschafter Tornielli unterzeichnet. Wien, 21. Febr. Abgeordnetenhaus. Pacak, Kramar und Brzorad greifen aufs Heftigste den Präsidenten an. Während der Rede des Abg. BrzoraL verteilen tschechisch- radikale Abgeordnete große mit roten Settern gedruckte Plakate, die in tschechischer Sprache den Text des die Gleichberechtigung der Nationalitäten verfügenden § 19 des Staatsgrundgesetzes enthalten und Heben diese auch auf die Sitze der Minister, wo sie deutsche Abgeordnete sofort entfernen. Abg. Fressel versucht, solch» Plakate auch 'hinter dem Präsidenten an die Wand zu Heben, deutsche Abgeordnete hindern ihn jedoch daran. Da Fressel sich wehrte, riß ihm Abg. Gloeckne, das Plakat aus den Händen und zerfetzte es. „Wenn ihr Bubenstreiche machen wollt, so geht in den Wurstelprater rief Gloeckner den Czechen zu. Fressel und andere Czeche« bedrohten Gloeckner; es entsteht ein heftiger Tumults Die Sitzung war aufgelöst. Auf der rechten Seite entstand! ein Knäuel; zwischen deutschen und ezechisch-radikalen W» geordneten ereigneten sich Zusammenstöße. Schönerer- Stentorstimme übertönte den Lärm mit dem Rufe: „Hoch der Präsident!" Ter Czeche SclMeny rief darauf: „De, Markgraf von Brandenburg kommandiert!^ Die Lärmszene dauerte fast eine Viertelstunde, bis der Präsident den Abg. Brzorad zur Fortsetzung seine, Rede auffordern konnte. Abg. Dr. Stranzky erklärt, de, Protest der Tschechen werde es verhindern, daß hier in diesem Hause die deutsche Staatssprache aufgerichtet werde^ (Beifall b. d. Jungtschechen.) Abg. Ritter v. Plazek fagt, in Oesterreich seien die Deutschen die beati possidenteA kein Wunder, daß sie immer mehr fordern. De, Abg. Forscht beginnt in tschechischer Sprache und fährl dann in deutscher Sprache fort, ein Parlament, das österreichisch heißen wolle, dürfe nicht die Rechte der Nationalitäten dieses Staates mit Füßen treten. Abg. Daszinsky erklärt, der nationale Chauvinismus sei bis zum Wahn- inn gediehen. (Redner wird fortwährend von den Tschechen unterbrochen.) Abg. Dr. Groß erHärt im Namen de, deutschen Fortschrittspartei die Debatte als geschäftsordnungswidrig und sagt, die Deutschen seien bereit, fü, die Arbeitsfähigkeit des Hauses große Opfer zu bringen, ausgenommen ihre nationale Rechte und Pflichten. Abg^ Lueger meint, die ganze Zeit hindurch werde die GeschästK- ortmung verletzt, vom Präsidenten angefangen bis zu Kloatsch hinunter. Dabei werde die Arbeitswilligkeit ver- ichert. Das sei ein un erhö r t er Schwindel. Es« ei empörend und eine Schande, daß einige N a r r e n rechts und in der Mitte das ganze Parlament unmöglich machen. (Beifall.) Schönerer beantragt ein Mißtrauensvotum für den Prä sidenten Grafen Bette, wegen der Einführung der Doppelsprachigkeit. Der Redne, ragt, ob beide Vizepräsidenten mit der Erklärung des! Präsidenten einverstanden seien. Der Präsident erwidert, daß eine Einigung im Präsidium nicht erzielt worden sei, die Vizepräsidenten würden sich jedoch an seine Entscheidung halten. Der Antrag Schönerer wird genügend untere tützt und daher der geschästsordnungsmäßigen Behandlung zugeführt. Abg. Wolf ruft dem Vizepräsidenten Probe zu: „Abdanken". Probe erwidert: „Sie haben mir nichts zu kommandieren". — Aie Sitzung wurde nach sechsstündige, Dauer geschlossen. Konstantinopel, 21. Febr. Das Schiff „Kiew" de, russischen Freiwilligenflotte hat mit russischen fü, China bestimmten Truppen den Bosporus passiert. New-Hvrk, 21. Febr. In M a n i l a wurden weiter» Verhaftungen wegen eines Komp lots vorgenommen. Auch Regierungsbeamte sowie angeblich die Kon- uln üon Belgien und Uruguay sollen in die Angelegenheit verwickelt sein. Vom Wetter. P. Gießen, '22. Februar. Heute morgen 21 Grad Kälte! Es scheint als ob wir den Höhepunkt oder vielmehr den tiefftcrt Punkt des Thermometers noch nicht erreicht hätten^ Es ist ein ungewöhnliches, seit langen Jahren bei uns nicht vorgekommenes Ereignis, daß eint Winter das Thermometer zu so tiefem Stand zwingt. UnN welcher Kontrast! Lustig und lebhaft flattert feit einigen Tagen ein prächtiger, farbenschillernder Schmetterling in unserem Redaktionsbureau herum. Ihm finSi die kalten Nächte anscheinend gut bekommen, ein Frühlingsbote, der seine Zwecke verfehlt hat. Falb kündet in seinem Wetterkalender für den 22.-28. Februar u. a. an i „In den ersten Tagen tritt sehr ausgebreitetes Regen- wetter ein. Die Temperatur steigt bedeutend übe» das Mittel. Es herrscht Gewitterneigung. Stellenweistz treten Gewitter ein, die von starkem Regen begleitet sind". Dagegen konstatiert für die nächsten Tage unse» Freund Lattemann „Hundekälte, teilweise Schneefall, Eisbahn belebt, Grog begehrt, rote Gesichter (nicht zui verwechseln mit Rothäuten) und kalte Füße, auch kam» eventuell Kohlenmangel ein treten". — Unsere Lahn ist seit diesem Winter schon zum zweiten- male vollständig zugefroren, sie kann an vielen Stelle, überschritten werden. Die W i e s e ck jedoch rieselt an manchen Stellen noch munter weiter, wenn auch ein Teil mit Eis bedeckt ist. fe. Karlshafen, 21. Febr. Die Weser geht ftarl mit Grundeis. Die Schiffahrt auf Weser und Fulda ist vollständig eingestellt. Das Eis des Rheines hat sich bei 6aub gestellt. Im gesamten Rheingebiet hält die überaus strenge Kälte an. Aus der Eifel werden Unglücksfälle gemeldet. Ei, Kutscher stürzte vom Bock herunter, weil ihm beide Beine erfroren waren. Die Vögel liegen zu Hunderten erfroren auf den Feldern und in den Wäldern trifft man zahlreiches Wild tot an. In Elberfeld mußte infolge der strengen Kälte die Eröffnung des Schwebebahnbetriebs hinaus- geschoben werden. — Die Mosel bei Coblenz ist zugefroren. Aus dem fernen Süden liegen folgende Nachrichten vor: In Brun eck (Tirol), wo seit Anfang dieses Monats daschönste Wetter herrscht, zeigte das Zchermometer bis zum 12. d. beständig — 9—12 Grad Reaumur. — In Toblach verzeichnete man am 16. d. gar — 27 Grad Reaumur, in Sulden am 11. d. — 25 Grad Reaumur. — Im Puster- thal zeigte am 13. d. morgens das Thermometer — 24—27 Grad Reaumur. — In Südtirol ist die Temperatur seit 13. ds. Mts. so zurückgegangen, daß in Meran am 15. Februar das Thermometer morgens — 15 Grad Reaumur zeigte, eine Kälte, an die sich die ältesten Leute nicht zu erinnern vermögen. Trotzdem ist der Gesundheitszustand im allgemeinen vorzüglich und eine bedeutende Zunahme des Fremdenverkehrs zu verzeichnen. Seit 17. d. ist die Kälte auf 10 Grad Reaumur zurückgegangen. — In Bozen gab es am 16. d. einen Thermometerstand von > 10 Grad Reaumur unter Null, in Rovereto am ver- ' gangenen Freitag früh — 10 Grad Reaumur und mittag- DZ KZ tzr irt,0”*' 'ntftauN j^*len saü M: N mniQnbiert'-i 'Nelstunde "Setzung seine, M hier in ^buchtet tverde MNt E Possidentes, fordern. De» cadK M \äw Wt, das öfter« der 9»atio- Ä Taszinch b'S zum Wahn- M den Tscheche^ im Namen bei Q!§ geschciftsorb- eren bereit, D zu bringen, Pflichten. ML de die Geschäfte igen bis zu Ao- slvilligleii der- hw indes. Es einige Narren ament unmöglich ein Mißtrau« »rasen Bette, [feit Der Rebne, :r Erklärung bez räsident erroibert, rzielt worben sei, n seine Entscheidgenügend unter« näßigen Behänd- wäsidenten Prabe haben mit nichts mch sechsstündige! Schiff „Kiew" bei ussischen fül Bosporus passiert. a wurden weiter» npiots borge- ugeblid) -ie Könne Angelegenhei/ u, '22. Februar. Es scheint aß lehr den tiefsteil : erreicht Hütten. langen Jahren -eignis, daß ein itanb zwingt, uni ttert feit einigen er Schmetterrum. Ihm s'E imcn, ein Falb lnndei w Munt n. a. OT! t bedeutend uM 1UM. Stellenweis Regen beglechi MnTageA eilweise Schnee'^ i*SS'. MN * e berrfPS 6i» eil i .f .rtroreN H^^nlahlrei^ "riffl^^r strengen infolge, o r tzlK"'' -nd-s-HSÄ S»!Ä i-Lkz-S irove lv' — 3 Grad Heaumur. — In Innsbruck ist feit acht Tagen 10 Grad bis 14 Grad Reanmur Külte bei schöner Witterung. In R o m schneite es diese Woche vier Stunden lang ununterbrochen. Der Tramway- und Wagenverkehr wurden eingestellt. Auch die Fußgänger kamen nur schwer weiter, da der Magistrat auf die Wegräumung solcher Gchneemassen nicht vorbereitet war. — Aus Mailand berichtet man. Das Dorf Contadore ist im Schnee beinahe vollständig begraben. Stellenweise hat sich der Schnee 6 Meter hoch aufgeschichtet. In vielen .Häusern sind die Bewohner nal)ezu blockiert, sodaß man ihnen keinerlei Nahrungsmittel zubringen kann. Aus die Bitte des Bürgermeisters sind von den Grenzstationen mehrere Kompanien Alpini (Alpenjäger) zur Hilfeleistung abgesckpckt worden. Der See von Varese ist zugefroren. — In Venedig zeigte gestern das Thermometer 6 Grad unter Null. In Venetien 'schwankt die Temperatur von 6 bis 20 Grad unter Null. In Catanzaro (Sizilien) wurden mehrere Per- fonen von Schneelawinen verschüttet. Aus Stabt unb Kaub. Gießen, den 22. Februar 1901. ** Warnung. Dieser Tage hat der erste Staatsanwalt in Gotha eine Warnung erlassen, die auch in Hessen Beachtung finden dürfte. Diese Bekanntmachung lautet: „Seit einiger Zeit werden in Deutschland Lose einer „3 einhalb prozentigen Gothaer Obligations- Verlosung" verbreitet, und zwar von dem angeblichen „Bank- und Lotteriekontor Fr. Bergmann u. C. in Gotha", iür welches ein H. Krause zeichnet. Das ganze Unternehmen stellt sich als Schwindel dar, es existtert in Gotha weder eine Firma Fr. Bergmann u. Co., noch ein Vertreter derselben. Die Lossendungen tragen z. B. den Poststempel Gotha. Indem das Publikum vor diesem Unternehmen gewarnt wird, ergeht an sämtliche deutsche Post- venualtungen das Ersuchen, nach Personen, die solche gefälschten Lose vertreiben, zu fahnden, und sie dem nächsten Amtsgericht zur verantwortlichen Vernehmung und vorläufigen Festnahme vorzuführen. ** Was ist Schönheit? In Europa bewundert man die weißen Zähne, in Japan aber müssen die schönen Zähne gelb, und in Indien rot sein. Eine blühende Gesichtsfarbe ist gewiß beneidenswert, aber die Frauen in Grönland streichen sich das Gesicht blau oder grün an, und die Russinnen würden sich für häßlich halten, wenn sie sich nicht kalkweiß schminkten. Welches ist die schönste Form der Nase? Man kann nur mit Achselzucken darauf antworten. In Persien ist es die gebogene Nase, in Hayti die eingedrückte Nase und die Mamas pflegen dort ihren Neuaeborenen die Nase zu zerquetschen. In Rußland be- tvundert man die Stülpnasen. Wir Deutschen lieben die schlanken Gestalten, die Türken ziehen das Embonpoint vor; wir schätzen das zarte Oval des Gesichts, in der Türkei liebt man die runden Gesichter. Bei uns gilt eine hohe gewölbte Stirn als Zeichen von Geist; in Griechenland ist die niedrige Stirn ein Hauptmerkmal der Schönheit. Im zivilisierten Europa preist man die blonden, braunen und schwarzen Haare, je nach ihrem besonderen Verdienst; auf den Marianneninseln bevorzugt man die weißen Haare. Die Perser hassen rotes Haar, uud die Türken vergöttern es. Einen kleinen Mund schätzen sie alle. Man hüte ffch also einen großen Mund zu haben oder — zu führen! ko. Erbach i. O.» 21. Febr. Neben Fabrikant Scior ist Fabrikant und Bauunternehmer Rein aus Steinbach als Kandidat zu der bevorstehenden Landtagsersatzwahl des hiesigen Wahlbezirks ausgestellt. ko. Bingen, 21. Febr. Als zu Weihnachten in der 1. Schweren Haubitzenbatterie zu Tongku die Liebesgaben au« der deutschen Heimat verteilt wurden, empfing der Sergeant Buch heim vom Hess. Art.-Reg. Nr. 25 eine Unterhose, in welcher eine Visitenkarte folgenden Inhalts einge näht war: „Willi Müller, kgl. Stationsassistent zu Bingen a. Rh. Möge diese kleine Gabe einem tapfer» deutschen Soldaten im fernen China gute Dienste thun. Fröhlichen rheinischen Gruß!" In einem längeren Schreiben vom 3. Januar sprach nun genannter Unteroffizier dem Spender bei Liebesgabe seinen Dank aus. -k- Won»8, 22. Febr. Seitens der Städte Worms. Speyer und Germersheim ist beabsichtigt, wegen der vor- habenden Einleitung der Fäcalien in den Rhein, eine Deputation an den Reichskanzler nach Berlin zu ent senden. Die Deputation, deren Führung der Vertreter des Wahlkreises Worms-Heppenheim, Freiherr Heyl zu HernSheim, übernommen haben soll, wird außer bei dem Reichskanzler bei verschiedenen Abgeordneten vorstellig werden, die rheinische Wahlkreise vertreten. ko. Frankfurt a. M., 21. Febr. Eine „arme" Frau, die öffentliche Unterstützung bezogen hatte, hinterließ nach ihrem nunmehr erfolgten Tode 8000 Mark baar. Die lachenden Erben zahlten freiwillig 2000 Mk. an daS Armenamt zurück. Frankfurt a. M., 22. Febr. Der zweite Vortrag des Herrn Prof. Dr. Baldensperger war Diderot, der Seele der Encyklopädisten, gewiomet. Aber nicht indem er eine Biographie gab, die man in jedem Lexikon Nachlesen kann, sondern indem er in interessanter Weise die Originalität Tiderots psychologisch analysierte. Durch Heine Züge «ms dem Leben dieses Mannes zeigte der Vortragende, Die die vielseitige Persönlichkeit Diderots durch extreme Ideen, Assimilation und Reflexion, Generosität der Seele, Dienenden Sinn, Sensibilität und Jmpressionalität gekennzeichnet ist. Seine große Wohlthäterin, Katharina II. von Rußland, erzählt in einem Briefe, daß sie einen Tisch zwischen sich und ihn hätte schieben müssen, um ihn in ^respektvoller Entfernung zu halten. Diderot liebte fast jede Wissenschaft und Kunst. Er wird le grand maitre d'ecoles «genannt. Den Künstlern erteilte er praktische Ratschläge Zum Studium der Motive. Auch als Journalist war er Lhätig, es fehtte ihm nie an Ideen, aber er schweifte immer zu viel ab. Alle seine Biographen sagen, daß er fein «einziges Meisterwerk geschaffen habe, obwohl er sehr viel geschrieben hat. Seine Persönlichkeit kann man am besten Nennen lernen aus den Salons, Berichten über die Aus- Aellungen der Pariser Akademie, in denen er in geistreicher Plauderei die Naturwahrheit als Hauptforderung «ufftellt und den Grund zu einer künstlerischen Kritik legt. — Das zahlreich vertretene Publikum spendete dem Professor für seinen interessanten Vortrag lebhaften Beifall. •’ Kleine Mitteilungen an8 Hessen und den Nachbarstaaten. Infolge der Ei Höhung der Lchrergehalte durch die Gehalts- regulierung beabsichtigt der Schulvorstand zu Mainz das Erteilen non Privatunterricht für definitiv angestellte Lehrer zu untersagen. Die Lehrer sollen sich nicht mehr anstrengen als ihnen gerade der Schulunterricht auferlegt. — Die Bruttoeinnahmen des Mainzer Karnevalvereins bei Gelegenheit der beiden in der Stadthalle am Montag und Dienstag abgehaltenen Maskenbälle belaufen sich auf rund 13000 Mk. — Nach Darmstadt wurde die Leiche eines aus Wixhausen gebürtigen Kolporteurs namens Voltz in das städtische Leichenhaus verbracht. Er hatte seinem Leben durch Erhängen in der Griesheimer Tanne ein Ende gemacht. — Mittwoch ereignete sich in Dieburg ein schwerer Unglücksfall. Der hiesige Beigeordnete und Gastwirt Scherer unternahm nachmittags eine Schlittenfahrt mit seinen Töchtern, zwei jungen Frauen. Auf dem Heimweg scheuten die beiden Pferde, und Scherer verlor die Herrschaft über das Gefährt. An einer Straßenbiegung rannte der in rasender Eile dahinjagende Schlüte» an, und wurden alle Insaffe» aus demselben mit furchtbarer Wucht herausgeschleudert. Dabei schlug Scherer so heftig mit der (Stirne gegen einen Stein, daß er sterbend vom Platze weggefahren wurde, und alsbald nach der Ankunft in Dieburg verschied. Auch die eine der beiden Frauen trug eine schwere Verletzung am Kopfe davon. — Vor einigen Tagen ist auf der Strecke zwischen Treysa und Schlierbach der Hilfsbremser Eck Hardt Biedebach aus Allendorf a. L. tot aufgefunden worden. Ts wird angenommen, daß B., welcher als Pasta- gier mit dem Personenzuge 773 fuhr, von dem Zuge herab gefallen und überfahren worden ist. — Ein Unglücksfall ereignete sich in dem Tünchergeschäft von Dönges in WormS. Der verheiratete TUnchergeselle Peter Dingeldey rutschte im Hof auf einer Leiter aus und fiel so unglücklich auf den Hinrerkopf, daß eine starke Verblutung in daS Gehirn eintrat, an deren Folgen der Verletzte im städtischen Krankenhaus gestorben ist. — Bischof Dr. Brück in Mainz hat einen auf das hl. Jubiläum sich beziehenden Hirtenbrief an die Gläubigen der Diözese erlassen. Gerichtssaal. w—. Gießen, 22. Febr. Schöffengericht. Auf eine exemplarische Strafe erkannte heute das hiesige Schöffengericht gegen einen hiesigen Studenten. Der Angeklagte ist geständig, in der Nacht vom 18. zum 19. und vom 23. zum 24. Januar zwei dem Gastwirt Müller gehörige Fensterscheiben durch Einschlagen zerstört zu haben. Trotzdem der Angeklagte noch unbestraft ist, glaubte das Gericht endlich einmal zur Steuerung der zahllosen Exzesse in letzter Zeit ein Exempel statuieren zu müssen, und erkannte auf eine Gesamtstrafe von vier Wochen Gefängnis. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte auf 400 Mark plaidiert. — Die Privatklage des Redakteurs Erdmannsdörffer in Marburg gegen den Reichstags- und Landtagsabgeordneten Köhler von Langsdorf tvegen Beleidigung — Köhler hatte in einer Volksversammlung erklärt, Erdmannsdörffer benehme sich wie ein ungezogener Bube — wurde durch folgenden Vergleich erledigt: Köhler bedauert, in der fraglichen Volksversammlung dem Redakteur Erdmannsdörffer gegenüber beleidigende Ausdrücke gebraucht zu haben, die er hiermit zurücknehme. Zugleich verpflichtet er sich, die Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen notwendigen Auslagen zu tragen. Dem Beleidigten wird außerdem die Befugnis zugesprochen, diesen Vergleich durch einmaliges Einrücken in 6en „Gießener Anzeiger" zu veröffentlichen. Neapel, 21. Febr. Vor dem neapolitanischen Schwurgericht wird seit einigen Tagen gegen den Korallenfischer Giacomo Simesii verhandelt, der im Oktober vorigen Jahres den Gastwirt Antonio Nearini ermordete. Aus der Beweisaufnahme ergab sich, daß der Angeklagte ein hübscher Bursche von 24 Jahren, mit der Wirtstochter Nina geliebäugelt hatte. Aber als er mit dem Mädchen den Gang nach dem Standesamte unternehmen sollte, fand er allerlei Ausflüchte und traf Anstalten, aus Neapel zu verschwinden. Seine Geliebte brachte es aber fertig, daß er zu einem letzten Stelldichein kam. Doch als das Liebespaar in zärtlichen Auseinandersetzungen begriffen war, erschien der Vater des'Mädchens. Zwischen den beiden Männern kam es zu einem heftigen Streit, der damit endete, daß der Vater des Mädchens mit einer tödtlichen Dolchwunde in der Brust zusammenstürzte. Bei der Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, daß der Vater des Mädchens bei seinen Bemühungen, den jungen Mann zur Heirat zu bewegen, einen 40 Zentimeter langen Dolch in der Hand gehabt. Der Korallenfischer konnte also mit gutem Grund behaupten, daß er in Notwehr gehandelt habe, und man rechnete allgemein mit der Freisprechung des Angeklagten. Als heute der Verteidiger seine Rede beendet und die Schuldlosigkeit seines Klienten dargethan hatte, ordnete der Gerichtspräsident eine kurze Unterbrechung der Sitzung an. Fünf Carabinieri führten den Angeklagten ab. Da stürzte sich Nina Negrini, seine frühere Geliebte, auf den Angeklagten und spie ihm ins G sicht. Während die Carabinieri bemüht waren, das rasende Frauenzimmer von dem Angeklagten fernzuhalten, schlich sich ihr Bruder Ricci Negrini an den gefeffelten Angeklagten heran und stieß ihm einen langen Dolch in den Rücken, mitten durchs Herz. Nun enstand in dem Gerichls- saal ein furchtbares Durcheinander. Die einen nahmen für den Mörder den Rächer seines Vaters Partei, die anderen suchten den Mörder mit Stühlen und Bänken niederzuschlagen. Inzwischen starb der Angeklagte. Die Carabmieri ließen ihn liegen und stellten vor allem die Ruhe im Saale wieder her. Briefkasten. B. Das Wort „kriegen" bedeutete im Mittelhochdeutschen „sich anstrengen, streben, trachten, ringen, kämpfen". Im Mitteldeutschen (trugen) ging die Bedeutung weiter; das Wort nahm auch das Ziel des Strebens od.r Kämpfens in seine Bedeutung auf, und so wurde daraus auch soviel wie „bekommen, erhalten". Die Annahme also, daß kriegen — Krieg führen ein ganz anderes Wostt ist als kriegen-^bekommen, istD-benso irrig wie die, daß kriegen — bekommen kein guter Schriftausdruck sei. S>e werden übrigens zugeben, daß, wenn man von einem Pärchen sagt „sie kriegen sich", auch heute noch mit ziemlicher Sicherheit folgern kann: „sie kriegen sich in die Haare--womit sich die hübsche Begnffsentwicklung des Wort-s mübelos erklären läßt. Kanbel unb Uerkehr. Volkswirtschaft. tc. Bon der Lahn, 21. Febr. Die Grube Pauline der Gewerkschaft Karlsglück soll infolge des Rückgangs der Metallpreise ab 1. Mäiz außer Betrieb ges tzt werden. Den auf der Gruve beschäftigten 110 Arbeitern wurde bereits gekündigt. ko. Arankfurt cu W., 21. F-br. Die Bereinigt« Berltn- ffrankwrter Gu emtmerenfabnfen schlag« 7 Prozent Dividende (gegen 5 Prozent im Dorjohre) vor. Vffen tu d. R., 21. Febr Vom »Rheinisch Westfälischen Kohlen- syndikat" werden für Januar 3 pCt Umlage erhoben wie im So-monat Das Städtische Technikum Limbach ist ein städt sckes Unter» nehmen, wird non der Sladt verwaltet, vom Königl. Sächsischer» Ministerium beaufsichtigt und von P'okefforen der Staat«!lehranstalten kontrolliert Am Technikum Bimbach wird in Elektrotechnik, in Maschinenbau, in Hoch- und xwfbau unterrichtet. AngesteUt sind zur Zeit bei ein-m Besuch von 124 -L" 10 Jlänb,ye Ingenieure und ß Hilfslehrer. Die Stadt Limbach selbst »st em freundliches industrielles Landstüdtchen mit über 12 000 ($nte wohnern und hat Bahnverbindung Mit zwei H..npUtn,en, so daß Dresden und Leipzig in je 2’/> Stunden und Chemnitz in b. Stunden zu erreichen sind. Kirchliche Nachrichten. Evaugelische Gemeinde. Sonntag b« 24. Februar. Jnvocavit. Gottesdienst. In der Stadtkirche. BormittagS 9*/, Uhr: Pfarrer Schlosser. BormittagS 11 Ubr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein. NachmütagS 2>/, Uhr: Kinderkircke für die MatlhäuSgemeindr. Pfarrer Schlaffer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Abends 7 U r im Konfirmandensaal: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde. Mittwoch den 27. Februar, abends 6 Ubr: 2. PafstonSandacht. Pfarrer Dr. Grein. In der JohanrreSktrche." Bormittags 91/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Bormütags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneO- gnneinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. Montag den 26. Februar, abends 8 Uhr: vibelslunde im Konfirmandensaal der Johanneökirche. Hebräerbrief Kap. 10. DaS Opfer Christi tüchtig zur Versöhnung und Heiligung; Mahnung zu» Festhalten am Glauben. Pfarrer Dr. Naumann. Die auf DienStag den 26. Februar festgesetzte Konfirmanden- Bereinigung der Lukasgemeinde fällt auS. Pfarrer Euler. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch em kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend siedeten, es rechtzeitig — spätestens eine Woche vor der Trauung — bet dem zuständigen Pfarrer zu bestellen. Katholische Gemeinde. SamStag den 28. Februar. Nachmittags um 4'/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 24. Februar. 1. Fastensonntag, Eröffnung des Jubiläums. BormittagS von 6«/e Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil- Meffe; vor und in derselben Austeilung der heil. Konmmniou. , um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe. „ um 9V» Uhr: Hochamt mit Predigt. Bor dem Hochamt zur Jubiläumseröffnung Aussetzung deS Allerhelügst« UNd Veni Creator Spiritus. Nachmittags um 2‘/t Uhr: Christenlehre; darauf Bittandacht mit Segen. Mittwoch abend um 6 Uhr ist Fastenandacht. Am zweiten Fastensonntag (8 Mär,) beginnt die österliche Zeit. Neueste Meldungen. Berlin, 22. Febr. Der Abg. Singer ist an nicht unerheblicher Magen- und Darmentzündung erkrankt. London, 22. Febr. Der „Times" wird aus Montevideo gemeldet, daß Uruguay für frei von der Rinderpest erklärt worden ist. Toronto, 22. Febr. (Reuter-Meldung.) Die Regierung hat der gesetzgebenden Versammlung einen Gesetzentwurf unterbreitet, wonach für den in der Provinz Outaria produzierten Rübenzucker eine Prämie t>on 1 /8 Cent, pro dfund im ersten Jahre, */4 Cent in den zwei folgende« Jahren gewährt werden soll. Berlin, 22. Febr. 2 Uhr 15 Min. (Telephon-MeV. d. „Gieß. Anz.") Wolffs Bureau meldet aus Peking- Graf Waldersee vertagte den geplanten Vormarsch, nachdem die chinesische Regierung, die von den Gesandten gestellte« Bedingungen angenommen hat. Februar Wetter K am *uf 4 */q 4°/° sternhell hell dunstig »«/,»/. do. SVi-Va do. Höchste Temperatur Niedrigste , do. do. L E Et» W 20.-21. Febr. — 4.3» C. _ , — 19.20 c. 8. 16-18 unk. b. 1900 8. 19-20, unk. b. 1905 8. IS, 14 8. 21, 22, unk b. £905 Börsennachrichten. Berlin, 21. Februar. 42 75 M. 42.75 „ 45 60 , 98.00 M. 90 00 „ 82,50 e 82.50 » 00 00 „ 75.00 „ 74.90 . Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 4 r/0 Deutsche Grandschuld-Bank 1 u. 2 4 o/o do. 8. 5/6 unk b. 1904 Bi/i uM Grosses Papier- Lager. 12 218 die sich aller ♦ Arbeit unter« Für jedes Fahrrad die beste Bereifung. Man verlange stets diese Mark-. Anfertigung von Drucksachen aller Art. rm Knüppel, 10 rm Rei er. Krofdorf, 21. Febr. 1901. Der Bürgermeister. L'cktentbaeler. 1525 an di Wir machen zu gcstütsstuli gangen fin W. Da! btj( abend» 8Vg Uhr. LonyS B erkeller. Jeder willkommen. Friedrich Hütz. Ocffentlicher Vortrag heute Ireitag, Telephon Nr. g 51. ■ 0688] TücktigeS Mädchen, bad etwas kochen kann und Hausarbeit übernimmt, bei bobem Lohn ge- fucbt. Norvanlaae 38. Die Beerdigung findet Sonntag den 24. Februar, nachmittags i/t3 Uhr, vom Sterbehause, Sandgaffe 47, aus statt. 8 tU.: Hei M bi berget Liel buchgsseilsij des Herdbi Zuchtiiere gefunden hi Das fi ßamnng i, drchi züchiw, \t buche- zutzr Nutzung de Solltk schaffen idc von der G Verdes. Hart Der Wsit Der Anfang ist morgens 10 Uhr im Buchenberg auf der Kceisstraße Hattenrod— Lich in der Lehmkaute. in die Lehre, der eine <8t)tn* I nastal- oder Real-Vildung ge- I noffen und die R ife für den Hattenrod, den 20 Februar 1901. Großherzogl.che Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. Führung des Haushaltes bei einzel- , (TO- . . I stehendem Hrrrn gesuckt. Off. u. au* > c's^aT^ I Nr 05*9 an die Erpedition d Bl. ßrührsche Univ.-Buch- u. (Pietsch Erben) 0593] Drbentl. Dienstmädcke» sofort gesuckt. Vleichftr. 12, IL 8etT.: ®tgtn habt« wir svd Mainz Sieß ßrudn« ' >1 fVür Sohn achtbarer (Shern, welcher Ollern die Realsckule Der* läßt, wirb in einer fl tlgehende« Möbeltischlerei paffende Lehrstelle mit Station beim Meister gesucht, da von auswärts. Gest Anerbieten mit näheren Angaben unter K L Nr. 1515 an He Erped b. Bl erb. Großh. OrtSgericht Gießen. «5-S '471 I Abschriften,Zirkulare, Offerten und Adressen, Schreiben nach Diktat, Vervielfältigungen,sowie sämtliche verkommende Schreibereien Unterricht im Maschinenschreiben erteilt Damen und Herren ADOLF HOFFMANN, Seltersweg 33,Laden. . Aan f vtr nach (i 2"ei befoi »onat um wppenfty Schnitt- und Wagnerholz (ohne Rinde gemessen) von 14 dis 50 cm mittl. Durchmesser und 4 bis 12 m Länge, Eichenstangen (Wagnerbolz) mit 3,89 km Inhalt, Fichten-Derbstangen mit 7,11 fm Inhalt, Kiefern-Derbstangen mit 1,39 fm Inhalt, rm Buchen-Scheitholz, „ Buchen-, Eichen- und Nadel-Knüppel, Wellen Buchen-, Eichen- u. Nadel-Re sholz rm Buchcn-, Eichm- und Nadel-Stöcke. Ildnnrrstag iJru 7.S äqlüOl 1 nachmittags 3 Uhr, Versteigerungen. Kotz - Suömisfions - Ierkauf in der Gemeinde Hattenrod. 330 Stämme Kiefern-Bau- und Nutzholz von 13—35 Centi- meter mitllenm Durchmesser unb bis zu 16 M ter Länge mit 138,30 F stmeter Inhalt (ohne Rinde gemessen); ea. 100 Festmekr Eicken-Nutzholz (Grubenholz) in ganzen Stänmen B-weikt wird, daß das Eicken-Grubenholz nur ur gefähr angegeben rooiben ist, da solches b.s jetzt noch N'ckt alle gefällt ist. Den Kaufliebhabern kann auf Verlangen das Holz durch den Forstwart Älbach vorgczeigt werd n. Die Gebote müssen nach ©oriment getrennt angegeben »erben. Die Gemeinde bebält fich aber vor, die Gebote so auszusuchen, wie ihr zur Erzielung der höchsten Gesamtetn ahme und der größtmöglichsten Sicherheit für Eingang de» Kauf prtiseS am günstigsten erscheint. Der Kaufpreis ist alsbald nach dem Zuschlag durch Bürgschaft oder durch Wertpapiere sicher zu stellen. Die Gebote find sckristlick, mit passender Aufschrift versehen, bis zum 28. Februar 1901, mittags 12 Uhr, an dir Großh. Bürgermeisterei einzureichen. Die Eröffnung findet an demselben Tage Mittags 2 Uhr auf hiesigem Rat Haus statt, wozu die Jnteress nten eingeladen sind. Der Zu« schlag kann sofort oder 8 Tage später erfolgen. Emma Seuling Maschiuenstrickeret 1518 45 Wetzsteinstraße 45. Billigste Bezugsquelle von la. woll. Strickgarnen in allen Farben unb Qualitäten. Stricken und Ao stricken von Strümpfen, Socken, Aein- tävge« wird billig» besorgt. Sohversteigerung im Hattemöder förmriniranli. Mittwoch den 27. Fe bruar 1901 sollen in den Distrikten Buchenberg, Bruch, Stückweide und Ettmgshäuser- g'enze versteigert werden: 39 Stämme Eichen-Bau-. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. 1451 Heute nnd morgen: Schweinefleisch 50 jjfg —r Buchbinderei, Stereotypie, Galvanoplastik. BiHigste Herstellung von Massenauflagen. Bimenzüchlerverem Yersammlun, Sonntag den 24. Februar, nachmittags 3 Ubr. bet Bauer. B ’ Tagesordnung: Die zurückgestellte R-chnungsablage und Vereinsangelrgenh iten, eotir. Vortrag. Zahlreicher Besuch dringend erwünscht. Der Vorstand. Echans . •«letim T falben i bis bil fi®**® ä'iieabd ®^tDlQnn8ttu t,L Xröffen f. Reu in . l( o> S1 Student lucht Rimmer in rnh. ^ge (für April). Cfferten I gesucht, unter D 0587 an bte Erpedition. I All UUlllllvuff ü Goethes junges Mädchen sucht Stell, alß Verkäuferin im Manufakt.- ob. Mobewarengesckäft. Gest Off. ■. Nr. 0691 an bte Exoeb. b Bl. Continental PNEUMATIC Mnßlvrme 4 SÄ W, 1895er ä 45, 50, 60, 70, 80 , Rotweine: bte 100 Liter ab hier. 1608 F. 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Neuen BLue 9. 1512] Nach Ostern nehmen wir unter günstigen Bedinaungen einen jnngcn Mann Wilbelm Löber, Brandaoffe 05 6| Überzähliges Pf«»d zu verkaufen. Aarl vuler. gesucht. M Rosenthal, 1R22 ß'ebrQftrafce 13 Holz-Vevsteigerungen in der Gräflichen Köerförsterei Lauvach. L Donnerstag den 28. Februar d. J.r 1. im Htchverg bei Lauback: rm Buche: 370 Scheuer, 54 Prügel, 45 Stöcke, 48 ab= ständ. Stammreiser, 250 Astreiser; 3 Fickt-'"stämme — 1,16 cbm; 37 Fichtenstangen — 2,58 cbm; 2. aus Hkasha» bei Ruppertsburg: rm Bucke (Nr. 1 — 117): 260 Scheuer 1. Kl., 100 Prügel, 22 Stöcke, 68 R-i'e'prügel; 4 rm Eichenprügel; 3 aus Z3orn- graöen nnd Aiverkoh: rm Bucke: 19 Stammprügel, 9 Stöcke 18 Retserprügel, 100 Atl- und Zopfreiser; 4. aus Aokpertskspf: 377 Ftchtenflangen von 5—13 cm Durchmesser — 24,16 cbm; 6. aus Kichern: rm Buche: 45 Stöcke, 65 Reiserprügel, 3 rm Fichten-Rutzprügel (3 m lang) — Neber das Holz unter Nr. 2 bis 5, welches mittags im Etchberg z m AuSgebot kommt, erteilt Forstwart Kock-Ruppertsburg auf Verlangen vor dem Termine nähere Auskunft. II. Areiiag den t. März d. J.r 1. im KnSverg bei Villingen: rm Buche: 57 Stammprügel, 230 Stammretser, 85 Zopfretser; rm Elche, Nadelholz; 10 Prügel, 6 Stöcke, 17 Reiser; 21,19 cbm Fichten-Stammholz (2 St. von 24 und 36 cm Durckm., 65 St. von 16 bis 18 cm Durckm); 44,62 cbm Fichten-Slanaenbolz (291 St meist von 10 bis 14 cm Durckm); 2. aus Silöach: 4 Lärchen von 18 bis 25 cm Durchm — 2,64 cbm, 6 Kiefern von 15 bis 23 cm Durchm. — 1,79 cbm; 3. aus Kökzchen (zunächst der KreiSstraße Gonterskirchen-Ulfa): rm Bucke: 6,6 Sckeiler, 166 St 'wmprügel, 43 Reiserprügel; 4,72 cbm Frckten-Stamm- bclj (15 St. von 15 bis 17 cm Du'chm); 9,50 cbm Flckten- Ctangenholz (46 St. von 11—14 cm Durckm.); 20 rm Fickten- Nutzprügel (3 m lang); 3,4 rm -Zopfleifer; 4. aus Aörnvcrg: Buche: 42 rm Stöcke, 108 rm Stammreiserprügel (letztere an der „hoben Straße" sitzend); Fichte: 10,6 rm Nutzprügel (3 m lang), 40 rm Stamm- und Zopfreiser in Schichten (Latten, Bohnenstangen); Kiefer: 10,8 rm Nutzprügel (3 m lang), 8 Stämme von von 16 bis 25 cm Durckm. — 1,37 cbm; 5 aus dem Nevkere Aupperlsönrg (einschließlich Höschen und Dörnberg): Kohlreiser und Lesholz flächenwetse. — DaS Holz unter IL, 2 bis 5, wird nachdem die Versteigerung im Hubberg beendigt, daselbst am Windergrunde mittags beim Feuer ausgeboten. — Forstwart Ällelckior-Gonterskirchen 'st angewiesen, daS Holz im Hölzchen und Dörnberg Steigliebhabern vor dem Termine auf Verlangen vorzuzeigen. Zusammenkunft jedesmal vormittags 10V« Uhr, am ersten Tage auf der KreiSstraße Laubach-Ruvpertsburg am Lauterbacks- waldchen; am zweiten Tage auf dem Wmderwege, beim untersten Hubbergkanale. Todes-Anzeige. Verwandtm unb Freunden die traurige M tteilung, daß heute nacht 1 Uhr unser lieber Pflegevater und Onkel Hm Ludwig Friehel m Alter von 81 Jahren nach kurzem Leiden sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten 0598 die trauernde« Hinterbliebenen. Gießen, den 22. Februar 1901. I einjährig - freiwilligen Dienst soll auf husigem Ortsgericht die Liftanlage 80, Parterrewohnung erlangt bat und eine schöne jur Konkursmasse der Stuben 6—7 Zimmer mit Zubehör, Handschrift hat. Salomon Shelente in Wetzlar Veranda und Vorgarten zu ver- Lampenfabrik gehörige ideelle Hälfte von 19/92, mieten Näheres bei N. Klees, Kaufs wann Sf Co. 93 und 94 der Gemarkung Gießen. Sübanlaae >8 -5 01--------------;— zusammen gemessen 8150 qm — I fiiittflh.ilhtttl vor dem GanSwinkel am Mittel I Z-UUVYllll l lU weg, öffentlich meistbietend frei- willig versteigert werden. Bmgergestllschaft. Die auf Sonntag den 24. Februar angesetzte Aberrb- Unterhaltung mußte verschodeu werden. Ort und Zeit, wenn dieselbe stattfindet, wird noch näh« bekannt gemacht________1527 Der Vorfland. Die Vorträge über Krankenpflege beginnen 1509 Montag den 25. Ieöruar schon um 5 Uhr. Alilr-fraiieankmi für Krankenpflege. Lageplan liegt für Interessenten. . ........ ... ®r° OnSgenckt Gießen Nähe des Bahnhofes eine Wohn, effen, auch giebt Äommilfionar «aa von 3 bi« 4 mburntomnä?aC09I «1 ^ie6cn üu| mit yreiSa^abe untn SBunf* natjeie «uitunft. OB ,614 an »ie fen.Htion d >81. Gießen, den 19. Februar 1901. 1517] In einem überaus leb’ sisw. I haften Orte, Eisenbahn-Knoten- 1520 "unkt, welcher starken industriellen _____I und sonstigen Verkehr hat und __________ r . worin ca. 2000 Arbeiter beschäftigt i C!^-- jä ,lnb' ’S eine der bestgehendsten, Ö VklGLQZlU a 20 Jahre bestehende sucht für nächstes Semester ein am Dienstag dem 26. K-. Gast- UNV ,bmtu“c cf-h9?adla"‘ty41 ut,r- LogierwirtkÄast K«»« mwutM 3.»«-- im Gememdeh US dahier. Es I t-, „ . v r® in der Nähe der Universuäk kommen zum Berkaus: giflt. Sgen "Ä‘"'m ^MOO “rnar" fü,r S-m-ft-r ,u mieten Aktehau 21: E chen: 13,5 rm bei 15OOO OT. Aoiablung zu ber. 2nt“r 8 Sgo1*on"hi.'^n8asn*,.abe S»eit, 23 rm Knüppel, 6 rrn kaufen. Unter Umständen sind 8 0690 ttn «rp.du.on. Stücke, 10 rw Reiser sn.irhpTi • mebrere Brauereien bereit, die > ! 7 rm r* ^ätite der verlangten Anzahlung 7n7rm aj DOTäulegen. Verbrauch pro Jahr «07 rm Re ser. Erlen: 1 rw 40o Hektoliter Bier, 50 Hektoliter. Scheit und K ürpel, 80 rm Branntwein, 5 bis 6 Hektol. Wern, /TÜr alkoholfreie Weine und Rei'er. 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