Nr. 275 Erstes Blatt. Freitag 22. November 1901 Anzeiger Wicken. 3 7568 I. A.: Schneider. 7594 I I. Mk. 1/20 Zu zahlreichem Besuch ladet ein 7540 Der Vorstand: G. Da hm er, 1. Vorsitzender. Mk. 1,30 Mk. 1,35 1189 ins Rhein- und Moselweine. Champagner Marken. Kunst und Wissenschaft. K r a an bis b'e B> können. 4393 151. Jahrgang Stückcokes . . . Nntzcokcs Nr. 1 . Nnßcokcs Nr. 2 . Bei gleichzeitiger Entnahme von Stückcokes . . . Nntzcokcs Nr. 1 . Nutzcokes Rr. 2 . . ** •v '» V* V* V V Q14 j )Ö erblicken wir entsprechend bezeichnet die Kleinfunde aus verschiedenen Limeskastellen, wie Butzbach, Cnpersburg, Grüningen, Saalburg u. a. Ein Kasten mit dem Vermerk rö mi s ch enthält Gegenstände unbekannter Fundorte. Aus der vorrömischen Zeit heben wir aus den ausgelegten Bronzefunden unbekannter Fundorte besonders hervor: Flügelartig ausgeschweiftes Unterortband eines Bronzeschwertes, sowie verschiedenartige wohl erhaltene Zelte. ein und wurden die Preise derselben bis aus weiteres' festgesetzt wie folgt: Für den Ecntncr ab Verkaufsstelle: -u verpacht n. R fl kUnteu wollen sich an u:s oder Stadtbauamt wenden, miselist auch b:c Plan und schreibung über di: einzelnen Plätze eingesehen werden Gießen, den 14. Juni 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Mobilmr-Verfteigermng. Donnerstag den 21. und wenn nötig Freitag den 22. November, jedesmal nachmittags ll,2 Uhr anfangend, werden in dem Hause Wilhclmstraße 22 nach verzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert: 5 sehr gute Bettstellen mit Sprungrahmen, dreiteiliger Matratze und Keil, 1 vollständiges Bett, 1 Kinderbett, 1 Sopha mit 4 Segeln in grünem Plüsch, diverse Sessel und Stühle, 1 Büffet, 1 Kassenschrank, 1 Vertilow, mehrere Tische, 1 Waschtisch mit Toilettespiegel, Schränke, Nachttische, Bilder und Spiegel, Uhren, Küchengestelle, Teppiche und Vorhänge, 1 Küchcn- schrank mit Glasaufsatz, 1 Kinderbadewanne, sowie Hausund Küchengeräte aller Art. genommen. Gießen, den 16. November 1901. Die Armcn-Teputation der Stadt Gießen. Wolff. Bekanntmachung. Die Stadt Gießen hat aus der von ihr erworbenen Margareth nhülte noch einige Lagerplätze und Lagerräume Annahme von Anzeige» äu der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. bis vormtttags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der B rü h l'schen UnioerfitätS - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wlttko: für den Anzeigenteil: Hans Beck. —9 Schnlstrasse 9 -===— Stück-Eokcs.............. Ruß-Cokcs in zivei verschiedeneil .Korngrößen für Stllbeilheizmlg und sür iv e i t e und enge Osensch ä ch t c passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als dnrchsrhnitt- liehe Korngröße des Ailthracit, gangbar st e S o r t e ......... Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Ailthracit...... Zn Wagenladungen von mindestens 36 Centncrn: Hichener Gisverein, e.H. Zahrcsbciti'lig 2 Mk. Wcktszck 1 Mk. Derselbe wird von dem, Vereinsdiener Adolf Schwan im Laufe dieser Woche erhoben werden. Wir machen darauf nnf* merksam, daß jeder Quittung eine Beikarte (nicht übertragbar) beigefügt wird, daß aber weitere Beilarten gegen Ausstellung des mitfolgenden Bezugscheines und gegen Ent- richtlmg von 50 Pfg. pro Stück gefordert lverden können. Beilärten können nur für die Haus- standsmitglieder der engeren Familie verlangt lverden unb sind nicht übertragbar. Mißbräuchliche Benutzung dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß dem Verein nach sich rmd lvird gegebenen Falles gerichtlich verfolgt. Die Bezugsscheine und Eintrittsbeikarten sind beim Vereinsrechner, Herrn H. Hochreut her, Südanlage 5, sowie beim Vereinsdiener und an der Kasse am Eisplatz erhältlich. Gießen, den 15. November 1901. 7572 Der Vorstand. Gascokes. Infolge Stadtverordneten • Beschlusses vom 20. Ium d. tritt eine PkeisMNhiWg inijerer WM nvi*«11 5 NoveiM \>* iB )Zert8änger ffirkaog d<* i Bal», 1 * 0472» «itteii kn 27. S«. 1901, rttnteS’MW, im Lony'schcn Bierceller. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl des Vorstandes und der Ersatz- männer. 2. Wahl der Rechnungsprüfungskommission. 3. Antrag der Ortskrankenkasse Darmstadt be.tr. Petition gegen die Gctreidezölle. empfiehlt saine direkt bezogenen ___ BpanisekienW eins Zz ferner: französischen und deutschen Kognak. ^scheint täglich mu Ausnahme des Montags. Die Gießener Zamilien- olatter werden dernAn- «eiger im Wechsel mit bem „Hess. Landwirt" und den -Blättern für hessische Volkskunde- viermal wöchentlich bei- gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Gemeinderatsmitgliedes Louis Labroifsc ist Brennmaterial an arme Familien zu vergeben. Bewerbungen lverden auf dem Bureau des Armenamtcs (Zimmer Nr. 4 der Bürgermeisterei) bis zum 28. d. M. entgegen- . . . . 1,15 Mk. . . . . 1,25 „ . . . . 1,30 „ mindestens 200 Centncrn: . ... 1,10 Mk. - . . . 1,20 „ . . . . 1,25 v " L^f Leo f olftoi arbeitet gegenwärtig an eurem neuen' ^chaus-cl, über dessen ^.Uel und Inhalt vorläufig nichts bekannt aegebei Lverden soll. -ia§ vrelbesprochene Stück „Der Leichnam" hat nicht vollendet; es wird auch wahrscheinlich niemals der Leserlichkeit übergeben werden. — De Panti er" („Der Panzer), ein neues Stück von Herm> in Hcyermanus ,r. ,v rl durch di- „Ni-derländM- Tooneel^reungung" m Amsterdam .studiert. 1 J stände gewonnen wurden. Besonders' zu erwähnen sind außer den schüsselarbigen Gefäßen, die fein gearbeiteten Bronzekettchen, eisernen und bronzenen Fibeln und Gürtelhaken, sowie der eiserne Kopfring und die verschiedenfarbigen Glasflüsse. Außerhalb der Gefäße lag der am Ende petschaftähnliche Teil des Buckelringes und der wohl erhaltene Spiralarmring. Wir kommen nun zu den römischen Erwerbungen des Museums. Im Anschluß an die Kirchhofssunde birgt ein Behälter mit der Aufschrift „Kastell Arnsburg u n d To t e n f ( ! d M u s ch e n h ei m Nägel, Haken, Angeln, Charilierbänd- sowie eine Spitzhacke, alles zum größten Teil in gu.. Zustande. Kastell Arnsburg bei Lich in Oberhessen ge . n, l efstsche Ständekammer. Sitzung. Mittwoch den 20. Nov. 1901. ung 9 Uhr 20 Min. Am Regierungs- : Rothe, Justizminister Dittmar, Geh. dda, Geh. Rat Emmerling, Ministerial- ückel, v. Biegeleben, Eisenhuth, Ober- r, Lorbacher und Best. Debatte zu der Vorstellung des Lehrers ortgefahren. itt beantragt, die Regierung zu er- illende Prüfung der Frage einzutreten, 'such des Baumann seine Wiederver- chrfache stattfinden könne. empfiehlt den Ausschußantrag, dem teiches weg, sic werden demnächst durch ige noch übcrttoffen werden, jetzt tragen rme Steuerlasten und im Reiche wird Wirkung zu verdecken, zu einem neuen en. Ja, die herrlichen Ziele, denen wir rden sind, kosten viel Geld, sie kosten die bescheidenen Ziele, denen wir durch ttgegengeführt wurden- Da hat es denn n, alsbald zu neuen großen Arbeiten > ist wohlberechtigt, zunächst an „kleine auch stets der Landwirtschaft empfohlen In erster Linie müßte, da jedem, auch en, die sonst für die Internationale nicht an ihren .fragen geht, das Hemd ock, dahin gewirkt werden, oaß, wie der richtig und ganz unsozialistisch sagte, als Lohndrücker benutzt werden. Wenn, lest. Nachr." erzählen, der Vorsitzende mgsanstalt Berlin feststellen muß, daß -ieltowkanals, also vor den Thoren der n zwei beteiligten Firmen in der Mehr- beschäftigt werden, daß die eine Firma nur 80 Einheimische, im übrigen aber Italiener beschäftigt, so ist das geradezu haben doch schließlich nicht für jene 'nrasse zu sorgen, die über unsere Gren- 'reinströmt, sondern unsere Sorge muß utsche Arbeiter nicht fortzieht über den s Vaterland die Nahrung versagt. Und n gerechtes, wenn auch „kleines" Mittel, ich zu stteben, daß die unqualifizierten iigen Scharen aus dem Osten Deutsch- ichen Jndusttiebezirke gesttömt sind, ckfluten und sich der Landarbeit Hin- Sachsengängern befinden sich ja ohne- ahl von Leuten, die auf dem Lande d die Landarbeit verstehen. Die „Dtsche. ttbt eine agrarische Kultivation des >til, bei der eine Sanierung des unge- ie bessere Besitzverteilung sowie eine ^er Kleineren möglich ist, und organi- eine von Lasten beschwerte, allgemeine gegen die industrielle Arbeitslosigkeit der Industrie selbst, die von der Hoch-- Arbeitszustrom den Hauptvorteil hatte. rbeitslosen-Fürsorge hypertrophisch!" nke, der nicht so ganz von der Hand ingcndem Bronzeblech, Eisenteile von wertes, sowie zwei Kugeln aus ge- tztere sind hohl, mit Steinchen an- n auf den ersten Blick Mnderrasseln spricht dagegen; es hängt vielleicht Vorstellung zusammen. (Schutz gegen man dem erwachsenen Toten diese - mit ins Grab gab. e Glaskasten mit Aufschrift: „Jam» bei Langgöns enthält neben den wei sauber bearbeitete Lanzenspitzcn g zurück. Gleich rechts vom letzteren großen Amphora mit Töpferstempel -eiche Ziegel und Platten für Heiz- Nühlsteine mit der Aufschrift: „Ech- 'wei wohlerhaltenen römischen Wasser- Lhon (in Langenhain gefunden) Fortsetzung findet sich ein römisches es gewährt uns einen Anhalt über rer Römer. oei Kasten mit K l e i n f u n d e n von s d o r f. Die aus der la Tene-Zeit stammenden bronzenen Gürtelhaken zeigen sehr schöne Arbeit. Die benachbarten Funde aus Oücrwetz bei Wetzlar (ausgegraben durch ..... . hat vermutlich seine Erstehung Prof. Tr. Gundermann) der jüngeren Hallstattzeit zu- üer Regierung Domitians (81—96) nachdem Ehattenkrieg j gehörend, zeigen uns einen Heldring, eine sehr schöne GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v **" Amts- und Aineiaeblatt für den Kreis Gießen Für Eokcsabnehmer, welche zivei unb mehr Doppebvaggoiis beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Anfuhr au das Hans lverden 5 Pfennig für den Centner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 CerUnern — auf die bett. Lagerplätze (Keller, Stall tc.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütlmg. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der gkimrtaf iinfrrer Amkkg von 1 bis 5 Centner bestehen, nämlich bei beit Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwe:,gasse 11 und Bahnhofstraße 33, Gcbr. Kahl, Franksurterstraße 151, Ed. Klinket. Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Ptpor Nachfolger, Aiarktstraße 10, Georg Schäfer, Lichcrstraßc 2, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascokes : samt Anfuhr wie das Gasiverk nnb verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Ceiitnern. Gießen, ben 21. Jilni 1901. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. I. V.: Ebm. Wetter. 4388 Ibfas.v" ^rtbild- prunben der lerlaisen. KJ einer Vor- WMäiibe r J ?“ Großh aplehrer, ein Inifer Untenicht ,5^tfe von je । nn pic Unterricht, ritt, unb für Kost ■ Monatsraten ftä- U"d zu entrichten 'ben für Arzt und irenb bes Kursus, ober Auftrag lt nicht verkehren, ?ausorbnung ihnen auch ®ji> , gegen bas Auf. it, Verträglichkeit nb enblid) Treue, ftmgftcn Pflicht en bie Viäbfyn )n zu bejudjeit, bie Begleitung it unb nach bm engehen \Wt n sind gestattet, itung eines Mit- ingen: 1 Bett- Matratze werden Bettuberwurf, d Hemden, 4 hand^ nchnet), 1 Kleide» zenschirni, 1 Näh- mg bezw. Unter* »äjche, Wolle und i. und 2 Bor* eine Ausstellung von Zeugnisleu ine feierliche ozu deren Eltern innt Freitag g den 31. Mai bem unterzeich- i| reins Büdingen Zunamens, des b des Wohnort- Item ober W t Wie aus London berichtet wirb, hat „Ueber unsere - L ?°(n yj^rn^n im Royalty Theater einen yroßeif Erfolg gehabt. In Deutschland haben das Werk bis ieül über z ^echundert Bühnen zur Darstellung gebracht bezw. zur Au - lührun angenommen, darunter bekanntlich auch das Gießener Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere innigstgeliehte Gattin, Mutter, Tochter, Schwester, Tante und Nichte Beilage zum Siebener Anzeiger gestern abond pl Giessen, < Die Beerdigunj iu|jcmv e<,ueien. Pianist. 04729 Zu eiserne L 15/15 biet, und Thür steinplatt 7473 vom 2.-15. ' 7616] Schöne Mansardenwohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, per 1. Januar zu verm. Daselbst 5-Zirnrnerwohnung mit Zubchör sofort zu vermieten. Nähert Bleichstrntze 29, L Ro! staatl. Woche Sow Spezi Zähm Hofopern- und Konzertsänger unter gütiger Mitwirkung de> Herrn Julins Hahn A. Reinig Optische Waaren e Giessen Seltersweg 30 ilMflUblVI I1VII4.U1 <* Dienstag den 26. November, abends 8 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn von 7574] (Line Schlafstelle zu vermieten.Seltersweg 61. Neue Entdeckung. Von vielen Aerzten und Spezialisten aufs wärmste empfohlen gegen Hautausschläge und Flechten eg™ sowie gegen aufgesprungene Hände, alle Uaar_ , -B- 7442 Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Kränkheit auf von auswärts nach (Aieken oebradite Kranke kommen To hat billig Ed. Kl Air jejL Kenntnis, daß ich die Korb- und Stuhlflechterei meines Mannes unverändert weiterführe und bitte um gütige Unterstützung. Frau Elise Parthier. 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Diese müssen, um sicheren Schutz zu gewähren, schon 2 Zentimeter stark sein, ebenso Schnee, der zur Winterszeit im Notfälle in festgestampftem Zustande als Deckung verwendet wird. Mauerwerk bietet erfahrungsgemäß einen sehr mäßigen Schutz. Ein einzelner Schuß durchschlägt noch Ziegelmauerwerk von der Stärke eines halben Steines. Auch stärkere Mauern werden durchschlagen, wenn Salven auf sie abgegeben, werden, wobei damit zu rechnen ist, daß mehrere Schüsse auf derselben Stelle einschlagen. ** Auch im Winter Schuh den Anlagen! Es ift eine bei den Besitzern von Hunden weitverbreitete Ansicht, daß sie ihre Tiere im Winter auf den Grasplätzen und Beeten der Anlagen hernmlanfen lassen können, da Schaden hierdurch nicht verursacht werde. Eine derartige Unterstellung ist jedoch unzutreffend. Wie uns von fachmännischer Seite mitgeteilt wird, haben die von Hunden besudelten Wurzeln der Bäume, Sträucher und sonstigen Gewächse bei Frostwetter derartig zu leiden, daß sie oft ganz eingehen. Es ist daher dringend geboten, auch im Winter dafür zu sorgen, daß die Hunde nicht in den Anlagen umherlaufen dürfen. Wetzlar, 18. Nov. Heber den bereits in Nr. 273 von uns mitgeteilten Mord erfahren die „Wetzl. Nachr." folgende Einzelheiten: Gestern abend gegen 11 Uhr kamen Schreinermeister Willy Haupt und Frau, Karl Lu y und Frau, sowie Mechaniker Schäfer aus der Heger'sch en Wirtschaft in Hermcmnstein, um sich nach Hause zu begeben. Als sie an die vom Siechhof führende Straße gelaugten, wurde Schäfer von zwei Burschen, die von dieser Straße kamen, angerempelt. Bon den angetrunkenen. Burschen wurde ein mutwilliger Streit in Szene gesetzt, den Haupt schlichten wollte. Er sagte besonders dem einen Burschen, er solle das Messer wegthun. Anstatt dessen geriet der Messerheld auf Haupt los und brachte ihm zwei Stiche bei, einen direkt ins Herz und einen in den Arm, worauf Haupt schon nach wenigen Schritten zusammenbrach und ohne wieder zur Besinnung zu kommen, nach einigen Minuten sein Leben aushauchte. Ein Geführt brachte die Leiche in die Wohnung der Familie. Die zu Rate gezogenen Aerzte konnten nur noch den Tod konstatieren. 'Ter Thäter, der sich mit seinem Helfershelfer eiligst flüchtete, ist bereits in der gestrigen Nacht in der Person des Arbeiters Heinrich Nagel von Klcin-Altenstaedten ermittelt und aus dem Bett heraus durch die Gendarmerie verhaftet und in das hiesige Gefängnis überführt worden, wo schon heute vormittag die Vernehmung des Thäters und auch der Zeugen stattfand. Der Verbrecher soll schon mehrfach vorbestraft und erst vor dreiviertel Jahren aus dem Zuchthause entlassen worden sein. Schöne Äi|mjni, 30 Etm. breit, zu haben [7504] Neueuweg 60. 7584] Papierschnetdmaschine (Krause), 60 Etm. 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Der letztere reklamierte gegen dieses Wahlergebnis und begründete seine Beschwerde mit der Angabe, die Stimme des Wählers Erispens sei von Müller gekauft und deßhalb habe Müller 36 Stimmen erhalten. In der mündlichen Verhandlung behauptete nun Erispens, daß er vorgehabt habe, den Peter Müller IV. zu wählen; erhübe sogar die Stimmzettel auf dessen Namen drucken lassen und auch verteilt. Am Abend vor der Wahl sei er auf der Straße mit Gg. Fried r. Schneider zusammengekommen und später habe sich auch Schmidt hinzugesellr. Beide hätten ihn veranlaßt, den S ch midt zu wählen und Schneider habe geäußert, nach der Wahl bekomme er 10 Mk.; Schmidt soll auch gerufen haben: „Noch mehr". Der letztere habe auch gesagt, er sei beim Vorstand der Kasse und da könne Crispcnz leicht Geld erhalten. Hierdurch habe er sich bestimmen lassen, den von Schneider für Schmidt erhaltenen Wahlzettel abzugeben. Der hierauf vernommene Zeuge Gg. Friedr. Schneider bezeichnet die Aussage des Erispens als unwahr und sucht den Genannten als einen schuachköpfigen Menschen hinzu stellen, der sich die ganze Geschichte in seinem Kopf zurecht gemacht habe, und auch Ferdinand Schmidt bestreitet die Angabe des Crisp enS. Der Großh. Bürgermeister von Birklar giebt dem Erispens das Zeugnis eines allerdings etwas beschränkten, aber unbescholtenen Mannes, von dem er nicht glaube, daß er sich die erwähnte Aussage zurecht gemacht habe, „etwas müsse dran sein, von nichts komme nichts". Tie übrigen Zeugenaussagen sind nicht von besonderem Belang. Der Kreisausschuß hob die Wahl des FerdinandSchmidt als ungiltig auf und verurteilte die Gemeinde in die Kosten des Verfahrens. Peter- Ni ü ller IV. war durch Rechtsanwalt Katz, Ferdinand Schmidt durch Rechtsanwalt Dr. Spohr vertreten. Erwähnt sei noch, daß bei der Großh. Staatsanwaltschaft bereits ein Verfahren wegen Stimmenkaufs in der gedachten Sache anhängig ist. — Wilhelm Fischer von Steinheim beabsichtigt, neben der Schule zu Steinheim eine Schmiede zu errichten, wogegen die Schulbehörde des hierdurch entstehenden und den Unterricht störenden Geräusches wegen Einsprache erhob. Es kam eine Einigung zu stände, dahingehend, daß die Erlaubnis zum Betrieb zu erteilen sei unter der Bedingung, daß alle störenden Arbeiten mit Ausnahme des Hufbeschlags während der Unterrichtsstunden zu unterbleiben haben. -tt. B e l e h r u n g s s ch i e ß e n. Ende letzter Woche fand, wie man uns mitteilt, in der hiesigen Garnison, ein sogenanntes Belehrungsschießen statt. Das Schießen .hatte den Zweck, den Mannschaften die Leistungsfähigkeit ihrer Waffe praktisch vorzuführen, und ihnen dabei zu zeigen, unter welchen Bedingungen sie eine möglichst hohe Nutzwirkung erzielen können. Da man auch in weiteren Kreisen meist einer staunenswerten Unkenntnis über die Leistungsfähigkeit unseres Gewehrs begegnet, ist es wohl am Platze, hier einmal etwas genauer darauf einzugehen. Baumstämme gewähren gegen Gewehrfeuer aus naher Entfern ung (bis 150 Meter) keinerlei Schutz, da das Geschoß auf diese Entfernung noch Stämme von ansehnlicher Ticke, bis drei Viertel Meter, glatt durchschlägt. Mit zunehmender Entfernung nimmt natürlich auch die Durchschlagskraft des Geschosses ab. Immerhin vermag das Geschoß noch ans 2000 Meter Bretter von 4 bis 5 Zentimeter Ticke zu durchschlagen. Tie Geschoßwirkung ist selbstverständlich auch abhängig von der Art des Holzes. Gegen das sehr feste Eichenholz ist sie viel geringer als gegen Tannenholz, für das sie die oben genannten Werte erreicht. Ein Schuß gegen eine Stahlptatte von 1 Zentimeter Ticke äußert schon bei 100 Meter keine Wirkung auf dieselbe, dagegen tverden Platten von einhalb bis dreiviertel Zentimeter Dicke noch auf 300 Meter durchschlagen. Da man im Kriege darauf angewiesen ist, Deckungen aus Material zu erbauen, wie man es aerade zur Hand bat. so möaen bier Hausmann Bewerber aus der Kolonial- waarenbranche bevorzugt. Gest. Anerbieten mit Angabe der Gehaltsansprüche und der seitherigen Thätigkeit unter 7612 an die Expedition d. Bl. erbeten. Für Schneider! Ein guter Rockarbciter auf schwarze Arbeit findet dauernde Beschäftigung bei 7614 _________A. Schuster & Go. 7615] Eiir braves, fleißiges Mädchen gesucht. Neuenweg 60. Bartkrankheiten wirkt in allen Fällen unter Garantie »Obenneyer’s Herba- seife“. U. A. schreibt Herr Dr med H. i. D., Spezialist für Haut- leiden, unterm 20. Mai 1901 (notariell beglaubigt); „Obermeyer's Herba-Seife „Ist von mir In vielen Fällen „von Hautaussohlägen zur Anwendung gekommen und war „der Erfolg geradezu über- „raachend“. Dr.G i.D. schreibt (7.10.01): „Mit Obermeyer’s Herbaselfe „habe ich recht gute Erfolge „bei chronischem, besonders „trockenem Excem erzielt". 8 Bestandteile: 90% Seife, 2% Salbei, 8°/0 Amica, l,5°/0 ar ab Lungenschwindsucht 2 (2) 2 (2) - - Krebs 1 (1) 1 (1) - - " Bronchitis 1 (1) 1 (1) - - Herzentzündung 1 (1) 1 (1) - - Bruchletden 1 (1) 1 (1) - - Actinornykose 1 (1) 1 (1) - - Tiphtheritis 1 (1) - — 1 (1) Rose 1 — 1 — Selbstmord 1 1 — Verunglückung (über- fahren) 1 (1) 1 (1) - Sumina: 11 (9) 9 (8) 1 1 (1) Du vermieten WUMM