Nr. 275 Zweites Blatt Freitag £2. November 1901 20. ür das P[arkt8tr. 5, itr Auswahl: 7618 .w. I ieu 6169 lila, hing er. 151. Jahrgang ’ie ein. rote haltbare ranze, mige Zrievhofs- Värtnerei, '«ße 7. Einführung der tschechischen Amtssprache und Errichtung emcr tschechischen Universität in Mähren, bestehen. Alle diese Erklärungen über „Bereitwilligkeit" gehen doch darauf hinaus, daß keiner von seinen Forderungen etwas nach lägt. Darum wird wohl doch die Arbeitsstockung rm österreichischen Abgeordnetenhause zu einer parlainen- tarischen Krisis führen. Die tschechische Duodez-Politik verlangt nationalen Kuhhandel kategorisch. So wird viel- laicht v Körber bald gezwungen sein, dem Kaiser sein O'uis, ionsgesuch unter der Motivierung einzurcichen, dag em Zusammenarbeiten der Regierung mit dem Parla- ment unmöglich sei. Die Tschechen wollen eben dem Mi- nislerium die Annahme des Budgets in kurzer Frist nicht gewahren, ohne daß die Regierung ihnen die nötigen Garantien bietet, daß ihren Forderungen entsprochen wird, ckur eine» nationalen Vorteil opfern sie eben alles. Armes Oesterreich! ™ er ganze Ernst der politischen Lage kam auch in einer Besprechung der deutschen Obmänner zum Ausdrucke, die folgende Ergebnisse hatte: Es ist bekannt, daß die Tschechen die Verlegenheit der Regierung wegen Erledigung des Budgets benutzen wollen, um zwei Forderungen, nämlich die der inneren tschechischen Amtssprache unb ber Errichtung einer tschechischen ober mindestens zweisprachige» Universität in einer deutschen Stadt Mährens mit allem Nachdruck in den Vordergrund zu stellen. Die Deutsche» lehnen zur Zeit diese Forderungen unbedingt ab. Mit Rücksicht darauf, daß die Tschechen bei jedem Versuch, mit ihnen ju verhandeln, zuerst Regelung dieser Frage verlange» wurde», erscheint es ausgeschlossen, daß von feiten der deutschen Obmannertonferenz der Anstoß zu solchen Verhandlungen gegeben wird, lieber einen Waffenstillstand zur Erledigung des Budgets wären sie bereit zu verhandeln mehr aber nicht Wenn sich auch in der Konferenz eine teilweise Geneigtheit dazu zeigte, so ist der Unmut über dre frivole Erpressunasaklion der Tschechen doch so groß und es gilt daher als sicher, daß die Deutschen ihre b(> obachtende Haltung nicht aufgeben werden. Die Regierung hält sich ganz neutral, und es fehlt somit an jedem Vermittler, um die drohende Gefahr der Schließung oder abermaligen Auflösung des Reichsrats abzuwenden, wenn die Tschechen, die doch ein bedeutendes Interesse an > der Erledigung des Budgets und nicht minder größere rMrcht vor etwaigen Neuwahlen haben, nicht im letzten Augenblick noch umkehren. 9hm hat neulich schon der Wg. Prumaven erklärt, daß dre projektierte tschechische Universität von den deutschen Wgeordneten niemals zugegeben werden wird, ohne das äußerste Mittel zu erproben, das^ da eine Universität nur durch ein Reichsgesetz errichtet werden könne, die Obstruktion sei. Und auch ber Kaiser sagte, wie berichtet wird zum rumänischen Abg. Wassilko: Die parlamentarische Lage ist wieder sehr ernst, das geht so nicht weiter. Es ist zum verzweifeln. Vielen Wgeordneten fehlt der gute Wille und die Kurage; das muß anders werden, so geht's unmöglich weiter! Parlamentarisches ans Hessen. Wir haben heute wieder über neue Kammervorlagen zu berichten. , , 0 Die Aufseher der Gefängnisse und Provinzialarrest- hauser zu Darmstadt und Mainz bitten, die Kammer wolle E. ^Währung eines Wohnungsgeldzuschusses oder einer ^^/E^rhohung von 400—500 Mk. an die Unterzeichneten beschließen. 0 ’ en, 20. Nov. Heute nachmittag fand eine gemeinsame Sitzung des Präsidiums des Tschechenklubs, der konservativen Großgrundbesitzer und tschechischen Agrarier statt, in welcher der Wortlaut der Entgegnung des Jungtschechen- tlubs auf die Erklärung der Obmänner der deutschen Parteien mitgeteilt und festgestellt wurde, daß man bezüglich der prinzipiellen Auffassung der durch die Erklärung der Pbmanner der deutschen Parteien geschaffenen Lage und über das gemeinsame Vorgehen gegenüber dieser Lage eine vollständige Uebereinstimmung aller Anwesenden wünsche, ^n der Entgegnung der Jungtschechen heißt es, die Vertreter des tschechischen Volkes verschlössen sich nicht der ernsten Lage, sie drangen jedoch auf Beseitigung des ihnen zugefügten Unrechts und verlangten vor allem die Ein- fuhrung der inneren tschechischen Amtssprache. Ein Aufschub bicjcr dringendsten aller Angelegenheiten wäre nur eme augenblickliche Erleichterung der parlamentarischen Lage, keineswegs aber eine gründliche Sanierung der Ver- Mnif^ Die rasche Erledigung dieser Frage der inneren tschechi.chen Amtssprache wäre die Lösung der Frage, betreffend die Erledigung des Budgets und aller üdriaen dringenden Vorlagen. Die tschechischeii Vertreter wollten sich an der Besprechung über die Sanierung der schwierigen Verhältnisse beteiligen, mußten sich jedoch Vorbehalten, nicht nur über bas parlamentarische Polendarium sondern auch über das Parlament und feine Lage rückhcllt^ tos zu sprechen. Nach dem Verhalten der Regierung und der Parteien gegenüber ihren Forderungen werde sich auch ihre parlamentarische Haltung gestalten. Der „Slav. Korresp." zufolge beschloß die parlamentarische Kommission des Tschechenklubs die Kundgebung der deutschen Obmänner mit einer Erklärung zu beantworten, die nach Vorlegung bei dem Tschechenklub und nach Mitteilung an die Klubs des konservativen Großgrundbesitzes und der tschechischen Agrarier publiziert werden soll Die "Alldeutsche Vereinigung hielt am Dienstag eine Besprechung ab, in der von verschiedene» Seite» betont wurde, daß man de» angebliche» krisenhaften Zustand des Parlaments Nicht anerEcimen könne, daß das Parlament vielmehr eine naturgemäße Entwicklung nehme; man fei erst auf dem Wege der Gesundung, deshalb sei es zu bedauern, daß die Obmännerkonferenz noch nicht Anlaß nahm, mit der nötigen Entschiedenheit die parlamentarische Lage zu sanieren Es fei gegenüber der weiteren Entwickelung der parlamentarischen Verhältnisse eine beobachtende Haltung einzunehmen und unbedingt an dein Standpunkte sestzuhalten, daß den Schechen keine neuen Konzessionen gemacht werden dürfen Es gehe auch nia-t an, daß die Deutschen sich auf den Boden von Verhandlungen mit den Tschechen begeben sei es vor, sei es nach Verabschiedung des Budgets. — Von einem Privatkorrespondenten geht uns aus Wien folgende Notiz zu: parlamentarische Sage hat sich etwas gebessert. Es verlautet, die Tschechen würden bei der Beratung des Budgets nicht die äußerste» Schritte u»ter- nehme», sondern sich mit der Zusage der deutschen Obmänner, nach der Budgetdebatte mit ihnen in Verhandlungen eintreten zu wolle», vorläufig zufriedeugebe» Die Entscheidung dürfte in der für Donnerstag (also heute) vom Ministerpräsidenten einberufenen allgemeinen Obmänner- Konferenz getroffen werde». — Die Publikation der tschechischen Kundgebung, todtre die Äereitw.illigkeit ausspricht mit de» Deutschen in Uuterhandlunhe» einzutreten, sollte •; Aftern abend erfolge». I» der Kundgebung wird betont i daß die Tschechen auf ihre» Kardinal-Forderungen, nämlich i Vstoffe [Gazen [Mull I und 6yp8. len batten Ische Faren litel [Apparate pren Pparate |fi9e Pflaster een orien r die 6758 GietzenerAnzemer General-Anzeiger *9 Sä Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen m" zcigentei'l: Hans Beck. willen zu beseitigen, den er durch ,-m° Mgs. g-M-n- ^Zri-dberg J°h°nnes 3»^ jein Nachsuchen mtt Rede in gennssen Kre.sen deut, chen V° kes h rvar- Wakun^ndm a,°g Mnste und unter ge-ufen habe, durch «emcn Sekretär antwartyi fifl, Verleihung d«. Silbernen Kreuzes des Verdienstordens „künstliche 2Xciiicxtion in Deutsch MpriAtfiapcenii't 3-rie.hend eine Macht, sei es die stolzeste oder die bescheidenste, zu verletzen. Wir bekennen freimütig, daß wir die Freundschaft aller Brächte suchen und Handelsverkehr nnt allen Volkern wünschen. Wir sind uns unserer großen Hilfsquellen bewußt, aber keine Ueberfülle von Kraft wrrd uns jemals veranlassen, gegen eine andere Nation schroff aufzutreten, weil sie schwach ist, noch wird uns trgend welche Furcht vor unedler Kritik in Versuchung bringen, eine Großmacht zu beleidigen oder herauszusordern, weil sie stark ist. Inserat.) '* Personalnachrichten. Der Großherzog hat den Notar Geh. Justizrat Dr. Hermann Weber in Offenbach auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seines treuen Dienstes in den Ruhestand versetzt und den Notar Justizrat Ernst S ch m e e l in Darmstadt zum Mitglied der Disziplinarkammer für die Notare der Provinz Starkenburg, sowie den Notar Otto v. Brentano di Tremezzo in Offenbach zum stellvertretenden Mitglied dieser Disziplinarkamnter, beide für die Zeit bis zum 31. Dezember 1902, ernannt. — In den Ruhestand wurde versetzt der Gerichtsvollzieher mit dem Anttssitz Der Rektor wird die Demonstranten zur Verantwortung ziehen, Die Vorlesungen wurden bis auf weiteres eingestellt. . Washington, 19. Nov. Der russische Botschafter Gras |U1, ---------------- Cassini stattete heute dem Staatssekretär Hay einen Besuch r . Redefreiheit die Gesamtregierung oder das ab. Der Botschafter ist von dem russchchen Kaishrbeauf-|gQn§e englische Volk verantwor^^ „ Nein! Es liegen ganz untrügliche Anzeichen vor, daß man VotMsche Tagesschau. Herr Chamberlain spielt den Großen. Er hat auf ein Schreiben, das ein gewisser Marriner aus Penrith an ihn gerichtet und in dem er ihm-nahegelegt hatte. Schritte zu thun, um den Un- künstliche Agitation ... - . , vollständig auf einem Mißverständnis semer Rede, daß er nicht daran denke, irgend welche Notiz davon zu nehmen. Er wolle indessen feststellen, daß sich kein vernünftiger (senaib e) Deutscher durch die Worte beleidigt fühlen könnte, in denen er gehalten hat und über die wir in unserem gestrigen Depe- chenteil berichteten. Diese Rede, freilich auch eine Parteirede, önntc überall da im Auslande gehalten werden, wo man menschliches Mitgefühl mit den Buren hat. Die gegenwärtige britische Regierung ist, wie jede andere in England, eine Parteiregierung; diese niederzuringen ist aber Sache des bri- ischen Volkes. , Sehr bezeichnend ist es, daß am Dienstag der Radikale Sir Patterson Nickalls in Maidstone, der den Vorsitz in einer burenfreundlichen Versammlung führte, eine Rede gegen den Krieg gehalten hat. Man sieht, die Bewegung gegen den Krieg fetzt sich in England fest. Sir Nickalls wird es nicht unterlassen haben, Herrn Chamberlain derbe Wahrheiten zu agen. . Das Präsidium des württembergischen Krieger- bundes erläßt eine Bekanntmachimg, in welcher es gegenüber Chamberlain auffordert, die Bedeutung solcher Redensarten eines Einzelnen nicht zu überschätzen, die Behauptung selbst aber für eine grobe Unwahrheit und einen frivolen Angriff auf die Ehre des deutschen Heeres erklärt. Sie mit Entrüstung zurückzuweisen, sei das gute Recht jedes Veteranen. — Die Württemberger haben wahrlich vollkommen recht! Aus Stadt und Saud. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 21. November 1901. LU. Die Zahl der im laufenden Semester immatrikulierten Studierenden läßt sich noch nicht genau bestimmen. Jedenfalls aber haben wir nicht, wie gewöhnlich im Wintersemester, mit einer Minderung, sondern mit einer Mehrung zu rechnen. Im Sommer 1901 betrug die Zahl 916, im Winter 1900/01 846, in diesem Winter wird sie auf ungefähr 940 kommen. ** Auf den ersten Vortrag des Privatdozenten Dr. Co Hin am morgenden Freitag über den deutschen Roman im 19. Jahrhundert machen wir nochmals aufmerksam. (Vgl. 9kchestörer war. , _ ... Lrwürrg, 19. Nov. Mehrere hundert ruthenische! Studenten drangen gestern in einen Hörsaal der Universität, um eine Versammlung über die Frage der Errichtung einer ruthenischen Universität abzuhalten, und hinderten die Professoren gewaltsam am Betreten des Saales. Der Rektor erklärte die Versammlung für aufgelöst. Als nun Um- versitätsdiener den Saal räumen wollten, schlugen die Studenten mit Stöcken auf dieselben los, verließen bann aber den Saal und durchzogen darauf, ruthemsche Lieder Anslan-. , London, 20. Nov. Das Kriegsamt soll beabsichtigen, die Territorialarmee zu vermehren, indem es mehrere neue Bataillone Miliz in England und Schottland schafft. — Die Zollbehörden in London hielten emen Dampfer, der am letzten Mittwoch angeblich nut Passagieren zu einer Vergnügungsfahrt abgehen wollte, zuruck. Gewiss Umstände, und namentlich der, daß das Schiff eiiwn Scheinwerfer mit sich führte, erregten Verdacht. Es-heißt, die Zollbeamten hätten an Bord 4 Feldgeschütze und eme Menge Holzkohle und Salpeter gefunden; die Vorräte bestanden auv Büchsenfleisch, Biskuits und anderen Dmgem die für Ber- gnüqunasreisende ungewöhnlich sind. Tas Schlp war auch so Ungerichtet, daß es 500 bis 600 Mann mit sich fuhren formte. Wie es heißt, hätten die Beainten feftgeiieClt, daß bas Schiff, das einer Rhederei in Aberdeen gehört, zunacyn gericht am 11. Juni Sie wegen Mordes zum Tode verurteilt, und nachdem Se. Kgl. Hoheit der Großherzog kerne Veranlassung gefunden, Gnade zu üben, befehle ich dem Scharfrichter, das Urteil zu vollstrecken". Willenlos Uetz sich der Delinquent vom Scharfrichter und seinen Leuten die neun Stufen zum Blutgerüst hinaufführen. Im Nu war er festgeschnallt; ein Ruck, und er lag unter dem tfalLbetl, bas Scharfrichter Brand mittels Druckes auf einen Knopf löste. Drei Minuten nach dem Betreten des. Richtplatzes durch Ermer konnte der Scharfrichter dem Oberstaatsanwalt melden, daß sein Befehl ausgesuhrt sei. Tas Verbrechen hatte seine Sühne gefunden, der irdiichen Gerechtigkeit war Genüge gethan. — Ter Körper des Enthaupteten wurde nach der Anatomie geschafft. ■ -f*Scharfrichter Br and. uninteressant burftt unseren Lesern sein, einiges über die Person des ^harf- richt er § zu erfahren, der heute borimttag die Hinrichtung bes Ermer vollzog. Brand bekleidet bereits seit 16 Jahren bas düstere Amt, das sich schon lange in den Händen seiner Familie befindet. Brand ist jetzt 57 Jahre alt- Bis zu seinem 41. Lebensjahre, war er der Gehckse seines Vaters, nach dessen Tode er an seine Stelle trat. Brand wohnt in Oederan, einem Flecken von 1500 Einwohnern in der Arnts- hauptmannschaft Zwickau, und betreibt dort Landwirtschaft. Von seinen 5 Kmdern ist der älteste Sohn fern Gehilfe bei der Ausübung seines blutigen Handwerkes. Auch der zweite 67 Jahre alte Gehilfe ist ihm nahe verwandt, Großherzogtum Hessen hat er bereits acht Mal wahrend seiner Amtszeit Hinrichtungen vollzogen, darunter je dreimal in Mainz und Gießen und zweimal in Darmstadt. Mt ernstem Tone erklärte er uns, er wünschte, so lange er lebe nicht nötig zu haben, daß er noch ein Mal in das Hessenwnd gerufen werde, um seines Amtes zu walten. Scharfrichter Brand ist schon am sNontag mit seinen Leuten angekommen und hat während seines Hierseins in der „Stadt Berlin' gewohnt. Seine Thättgkeit bestand auch barm, das Ausstellen des Schaffots zu überwachen. Den DeÜquenten hat er vorher, ehe ihm dieser vom Vertreter der Staatsbehörde heute morgen überantwortet wurde, nicht gesehen. *• Hofkapellmeister Richard Strauß, der am 4. Dezember mit dem Kammersänger Buff- Gießen hier konzertieren wird, hat dieser Tage in Dresden seine neue Oper .Feuersnot" mit größtem Erfolge zur Erstaufiührung gebracht. Am 3. Dezember wird Richard Strauß m Frankfurt biese Oper selbst dirigieren, worauf wir Verehrer des jungen Meisters hiermit aufmerksam machen wollen. „ ** Ter Opern- und Konzerts'änger Boldt beabsichtigt, am Dienstag hier ein Konzert zu geben. Nähere Mitteilungen Vom Burenkriege kommt wieder einmal eine englische „Siegesbotschaft". Kitchener meldet aus Pretoria vom 20. d- M.: Erne Strett- macht unter dem Befehl des Oberst Eolenbrander kam beute aus Magalapye an der Rhodesischen Bahn in Warrn- baths an. Während des Marsches kam es zu zwei Gefechten, in denen die Buren drei Tote und ebensoviel Verwundete hatten; außerdem wurden vierundfünfzig Mann, einschließlich Feldeorner Schalk Roos, gefangen genommen; auch viele Vorräte und einige Wagen wurden erbeutet. Wie Londoner Blätter berichten, haben das 4., 5. und 6 Armee-Corps Mobilisierungsbefehl erhalten. Das sieht nicht sehr danach aus, als ob man den engttschen Truppen in Südafrika noch weitere „Siege" zutraute. „Daily Marl" meldet aus der Kap-Kolonie, daß, wenn die englischen Kolonnen keine größeren Erfolge zu verzeichnen .hätten, dies dem Umstande zuzuschreiben sei, daß die e n g li s che n Truppen sich nicht gern Gefahren aus setzten. Man kann auch noch andere Gründe dafür finden. Uebrigens haben bie Engländer mit ihren letzten Pserde- /endungen wieder einmal Pech gehabt: Aus Kapstadt wird gemeldet: Mehrere bedeutende Sendungen amerikanischer und ungarischer Pferde mußten bei ihrer Landung ijn Kapstadt zu 4 Mark pro Stück verkauft werden, weil die Tiere während der Reise erkrankt und vollständig unbrauchbar geworden waren. Wie das „Reutersche Bureau" aus dem Haag erfährt, hat sich der V e r w a l tun g s r a t des Schieds^Ge- richtshofes für inkompetent..erklärt, dem Anträge der Buren auf Intervention in der südafrikanischen Frage stattzugeben. Warum, das wird diskret verschwiegen. Aber das war vorauszusehen. Jede Intervention würde z. Z ja doch in England völlig vergeblich sein, solange Chamberlain noch am Ruder ist. Und daß das Haager Schiedsgericht nur ein lächerliches Scheindasein fuhrt, wie einst der deutsche Bundesrat in Frankfurt a. M., das war jedem Einsichtigen von vornherein durckjaus klar. Philipps des Großmütigen. — Der GerichtsaeeesststFrieden- rcich in Mainz wurde mit Wahrnehmung der Dunsloer- richtungen eines Amtsanwalts bei den Amtsgerichten Alzey, ului v »Pfeddersheim und Wörrstadt beauftragt. Ernnant wurden t- das Ver- die Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericyt eehgcnitabt verübt worben sind, wie sie jetzt von den Engländern gegen W.rknng v°m S.^°z-mber. u b nt ö r b e r $ (st- konnte. Wie es hecht, hätten die ^eamien fqigq^ut, . unglückliche und wehrlose grauen und Kmder lern inoe tjormittäa qcaen einha.lb 8 Uhr fanden sich das Schiff, das einer Rhederei in Aberdeen gehört, zunaapt nehmen, das dem englischen KolomalmiNister des ^.angeten f)intercn Hofe des Provinzial-Arresthauses etwa nach Hamburg gehen sollte; der Kapitän habe ücrliegclic aU5Cinanber5ufe6cn, haben wir keine Veranlaßung. -,o Herren ein, um Zeugen der Vollstreckung der Todech^afe Ordres. Wie verlautet, soll der Dampfer nunmehr frei» sjjMnne iann nicht geholfen werden! Wir halten uns für viel l ^^m 22 Jahre alten Raubmörder Georg Ermer aus ^)ir- aclanen aber auf seiner ganzen Fahrt durch em Kanonen- um niedrige Verdächtigungen, die durch keinen! ^n Sachsen zu sein. Ermer ist bekanntlich am 11. ^uni boot überwacht werden. Die Behörde befürchtet, daß es sich $crgIc^ ber neueren Weltgeschichte gerechtfertigt werden des an seinem Wandergenoisen, -ragelohner UM en. Kapcrschifs handelt. . . können, einerEwiderung zu würbigen. Der Herr hat ganz|Heinrich M -ller tm Wäldchen.zw.tzqe» K.l-ppentern Madrid, 20. Nov. Die hiesigen Studenten^setzten, ^cht, daß „kern vernünftiger ohne daß ein Grund erklärlich war, ihre Flegeleien fort; ste leidigt fühlen kann!" Es ist auc^ verbrannten zwei Tramwagen, ...... und Petroleum geraubt hatten. Polizei kam und schritt ein, wobei verschiedene Personen verwundet wurden. Die Universität wurde geschlossen, was offenbar der Zweck der 9 ** Protestversammlung. Wir möchten nicht ber* fehlen, auch an dieser Stelle nochmals auf die Plwtest- versammlung gegen die Schmähungen Ehamber- l a i u s aufmerksam zu machen, die morgen (o-reitag) afcenb in Steins Saalbau stattfinden wird. Wie wir Horen, werden Geheimrat Prof. Dr. Duden und Pfarrafiistent Papst aus Darmstadt, ein alter Herr des V. D. St. h. Täublingen, 20. Nov. Die heutige B et geordnet en wähl hatte zum Ergebnis, daß un,er bisheriger Beigeordneter Alb ach mit,ca. 60 abgegebenenSttmmen wiedergewählt wurde. Es ist die- cm neuer 3^eu bamr, welches Vertrauen Herr Albach in un.erer Bürger,chalt genießt. ULUlUvll» »Vv v v J O U | «VvUlt LUI •• v v * * v v • • / u _ , - «v • • > r A . er Deutscher sich durch ihn b.e-l und Tortelweil in der Nähe der L>tragc Vilbel—^ri^berg ch durchaus zwecklos, historische am 14. August 1900 begangenen Rauomorde- vom Schwur- nachdem sie Strohs^^^^zuM-en; wer sich -.huldigt klagt sich ani Wir brauchen ilns nicht zu entschuldigen! Nur wollen wrr Menschenmenge eingefundeil, die durch eine Schutz- uns ein für alle mal davor verwahren, nut jenen ~eutsrat Anlaß^ des Todes^ des Präsidenten Mae Kinley ausspricht. auf gewisse Forderungen der Militärischen Ehre halt noch Schmidt, der als Beisitzer bet ber Li«=SÄ-Äi-TK1 Äbwesterrevubliken seien überzeugt von der Aufrichtigkeit Verbreitung übergab. Daß der englische Kolonialmmlster ^yer sprach, em etwa eineinhalb Minuten wahrendes Haltuna Amerikas, das ihr Gebiet ebensowenig be- keinen anderen Ton fand, das lehrt uns nichts anderes, als $ebet, worauf Oberstaatsanwalt -v.r. ^"^rtch e^a fol- aebre Wiebes sich gelüsten lasse nach den Bergen des baß dieser Mann es eben nicht besser versieht, und daß wir gende Worte an^Ermer richtete: ,,Vachd,un d<^s.Dchwur- Ebes. Die Botschaft Mae Mnleys habe klargelegt, daß um so weniger erns z I vh* " * , . . . ' ' ' - _f < I ./ . ... < v ■. _________I urteilt iirth nnmnem «C. .'n.01. Amerita bestrebt gewesen, mit allen Mächten freundliche I unter diesen Umständen die Mißstiminung des Volkes Beziehungen zu unterhalten, sich aber an der Bildung kann nicht Wunder nehmen. Wir Deutschen lassen irgend welcher Gruppen oder„Kombinationen Nicht zu• un§ nicht gefallen, daß fremde Völker über uns schimpfen, tettigen. Redner schloß: Präsident Roosevelt ist ebenso^ ^bcr Chamberlain und Genossen sind für einen überaus großen tbaten wie in Friedenswerken hat, aber dieses ferner Zett liegt, das liest man aus der Rede, die der übe- Bewußtsein der Stärke führt nicht zu der Versuchung, irgend raie englische Parteiführer Campell Bannermann dieser^age . . V-t.i i-i fipfrfip.ibpnfte. »ri__..«s vikov xio mir in Iinsprpm aeitrtaen Deve- Butzbach, 20. Nov- Vorgestern trat im Gerichtsge- öäude-hier ein aus Oberamtsrichter Engel und Kreisamt- amtnrann v. Bechtold, sowie 6 Bürgermeistern unseres Amtsgerichtsbezirks gebildeter Ausschuß zusammen und wählte die für nächstes Jahr erforderliche Zahl von Schöffen und Hilssscyöffen, sowie die als Geschworene in Vorschlag zu bringenden Personen aus dem hiesigen Bezirke. — Düdelsheim, 20. Nov- Nach langem Krankenlager starb hier heute vormittag der pratt. Arzt Dr. Kreuder. Ein Gichtleidcn fesselte den tüchtigen Arzt, der weit und breit zu Kranken geholt wurde, schon zwei Jahre ans Lager. Wiederholte Kuren zu Baden-Baden und anderen Badeorten brachten ihm keine Heilung. Er erreichte ein Alter von noch nicht 40 Jahren. ? Selters b. Lrienberg, 20. Nov. Bei der heute stattgehabten Wahl wurde der seitherige Bürgermeister Heinrich Rupp VI. einstimmig von der Gemeinde wiedcrgewählt- Rupp wurde heute zum oritten Male zum Bürgermeister gewählt, ein Beweis dafür, wie sehr unsere Gemeinde mit seiner Amtsführung zufrieden ist. Darmstadt, 20. Nov. Der Großherzog hat, wie die ,Darmsl. Ztg." meldet, zu befehlen geruht, daß an seinem Geburtstag die Gratulation der dazu eingeladenen Herren vormittags im Großh. Nesidenzschloß in den Assemblee- Zimmern stattfindet. Die Gratulation der Damen für die Großherzogin wird die funktionierende Obcrhofmcisterin Frau v. Westerweller in ihrer Wohnung zu empfangen bereit sein, während die Gratulation der Herren durch den Oberhofmeister Frhrn. v. Riedesel bei dem Empfang im Schloß entgegengcnomrnen wird. Zum Einschreiben der Gratulation zum Geburtstag des Groß Herzogs und der Großherzogin werden die Bücher in der Galerie vor den Russischen Zunmern, Eingang gegenüber der Hauptwache, aufgelegt werden. Mainz, 20. Nov- Bekanntlich wurde vor einigen Monaten in der Wohnung des Hofrats Börckel am Fischthor platz ein bedeutender Einbruch verübt. Außer 7000 Mark Coupons wurden Wertpapiere in Höhe von ungefähr 100 000 Mark gestohlen. Nach telegraphischer Benachrichtigung wurden in Brüssel ein Mann namens Christ. Drahms und eine Frauensperson verhaftet, die die gestohlenen Wertpapiere des Herrn Boerckel bei sich führten. Gleichzeitig wurde ein Mann namens Klug, der in Sternberg im Jahre 1856 geboren ist und Mitschuldiger an dem Diebstahl Drahms sein soll, verhaftet. Kirchliche Kachrichtcn. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 21. November, abends 8 Uhr, im oberen Kon- firmandcnjaal: Bibelstunde. Psalm 33. Pfarrer Schlosser. Gottesdienst in der §ijnagogeT Züdanlage. Israelitische Religionsgemeinde. Samstag, den 23. November 1901. - Vorabeird: 4W Uhr. Morgens 9 Uhr. Geburtstagsfeier Ihrer Köuigl. Hoheiten dcö GroßhcrzogS und der Großherzogin. Nachmittags 3 Uhr. Sabbathausgang: 520 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Dcligionsgesrlllchatt. Sabbathseier am 23. November 1901. Freitag abend 4*°. Samstag vormittag 8'. Feier des Geburtstages I. I. Kgl. Hoh. des Großherzogs und der Großherzogin. Nachmittags 380. Sabbathauögang 5-°. Woc^cngoNesdieuü: morgens 7 llbr.,abends 4"" Ubr. Kandel und UerKehr. Volkswirtschaft. Frankfurt a. M., 20. Nov. Die bekannte hiesige Musilalicn- Handlung von S r c n l u. Thomas ist in K o n k u r s geraten. § cur |lc Wewluigen. Lriginaldratttmcldungeu des Gießener Anzeigers. Darmstadt, 21. Nov. Prii-zeffin Heinrich von Preußen wird am Samstag, den 23 November, voruritlags 1004 Uhr von Kiel hier zu mehrwöchigem Besuch des Großh. Hofes cintreffen. In ihrem Gefolge bestudeu sich Hofdame Frl. v. Schwickow und Kammcrherr Graf Hahn (Prinzessin Hcinnch ist bekanntlich die um 2 Jahre altere Schwester des Großherzogs. D. Ned.) Berlin, 21. Nov. Ter Kolonialrat trat heute vormittag unter dem Vorsitz des Tirektors Dr. Stiibel zusammen. London, 21 Nov. Die heule früh vcrösscntlichte Verlustliste meldet, daß in einem bei Noodrport am 17. November statt- gehabten Gefecht, worilber bis jetzt nicht belichtet wurde, 1 Leutnant und ein Sergeant getötet nnd nenn Mann verwundet worden seien. Poitiers, 21. Nov. Der Appellgerichtöhof sprach den ehemaligen Unterprafcktcn Monier, der wegen jahrelanger Einsperrung seiner Schwester Blanche zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, frei, weil sein Vergehen nicht unter das Strafgesetz falle. Johannesburg, 18. Nov. Vor kurzem wurde gerüchtweise behauptet, Tewkt sei durch Krankheit ober Wunden kampfunfähig gcwo.deu, vielleicht auch gestorben Nunmehr sind hier Nachrichten eingegaugen, aus denen bestimmt hervorgcht, daß Dcwct lebt und bei guter Gesundheit ist, aber nur von einer kleinen Anzahl von Anhängern begleitet wird. Darmstadt, 21. Nov. In der Zweiten Kammer rourbc bet der Beratung der Regierungsvorlage, betr. die Anstellung von drei wetteren Landwirtschaftslehrern und Regelung ihrer GchaltSverhältnisse, von den Abgg Wolf, Kohler-Langsdorf, Weidner und Berger lebhafte Klage über ttngenügende Ausbildung dec jüngeren Landwirtschaftslehrer erhoben. Vom Otcgterung'stische wird diese Ansicht scharf zurückgcwiesen. Bei der Wahl eines 3. Präsidenten wird Abg. Reinhart mit 28 Stimmen gewählt. Abg. Zinßer (Schlitz) erhielt 15 Stimmen. Ein Antrag Korell, die Fleischbeschau-Lorlage im Reichstag betr., wird angenommen. Berlin, 21. Nov. In Berlin hat sich ein deutscher Burenhilfsbund gebildet, der es sich zur Aufgabe macht, das Elend in den südafrikanischen Konzentrationslagern zu lindern. Ter Aufruf ist von einer langen Reihe von detttschen Politikern, Gelehrten, Künstlern ujro. unterzeichnet. Charlottenburg, 21. Nov. Tie Technische HoH-i schule hat Versuche mit einer neuen Art von Stahl- b e r c i t u n g vollendet. Fachleute behaupten, daß die, neue Erfindung die ganze Metall-Industrie revo- l u l i o n i e r e n dürfte. Ter Erfinder ist ein kleiner Mecklenburger Fabrikant, Namens Giebeler, der erst vor die Oesscntlichkeit treten wollte, nachdem eine FaclMUto- rität tute die \ ochschule ein Gutachten über die Erfindung abgegeben habe. Ties ist nun in günstigem Sinne seitens der yoüschule gech.hen. Ter Prozeß besteht darin, daß durch öa-j Giebeler sche Versahren allen Arten von Eisen ein Härtegrad und eine Stärke gegeben wird, der den Harvey'schen, Krupp schen und Böhler'säzen Stahl um daZ Doppelte des Härtegrades übertrifft, obgleich gleichzeittg die Erzeugungstoften um 50 Proz. verringert werden. Pro- jeftile, die gegen einen 7 dreiviertel Mm. starken Stahlpanzer, der nach dem Giebeler'schett System erzeugt worden war, ge- schl.udert wurden, machten blos einen 1 Mm. starken Eindruck, während Krupp'sche Stahlplatten gleicher Stärke vollständig durchlöchert wurden, stlingen aus dem neuen Stahl erzeugen Zersplitterung anderer Stahltltngeu, als wären sie ans Holz gemacht. Ein Vertreter Giebelers begiebt sich nächste Woche nach Pittsburg, um seine Erfindung dem großen Stahltönige von Amerika zu unterbreiten. Leipzig, 21. Nov- Der Zentral-Vorstand des Verbandes deutscher Kriegs-Veteranen, der ca. 60000 Mitglieder hat und sich über ganz Deutschland verbreitet, veröffentlicht folgenden offenen Brief an den englischen Minister der Koloniett Sir Joe Chamberlain: Herr Minister! Nach unwidersprochen gebliebenen Berichten ijaben Sie am 25. Oktober ds- I. in Edinburg u. a. gesagt: Englands Vorgehen in Südafrika werde sich an Brutalität und Grausamkeit niemals dem nähern, was Deutschland- im Kriege 1870/71 gethan habe Sie wissen genau, wie englische Söldner in Südafrika Hausen und wissen ans der Geschichte, welche Zeugnisse Ihre eigenen Landsleute und selbst gerecht denkende Franzosen den deutschen Kämpfern/ auf französischem Boden und ihren Führern ausgestellt^ haben. Wider besseres Wissen also haben Sie die. Wahrheit entstellt und zu einer groben Verleumdung s i ch erniedrigt. Vor Gott und der Geschichte haben Sie zu verantworten, was Sie in Südafrika- jünbigen ließen und selbst an der Wahrheit sündigen. Wir aber, die deutschen Teilnehmer am deutsch-srartzösi- schen Kriege weisen mit reinem Gewissen und tiefer Ent- rüftung Ihre Beschimpfung zurück und machen Sie oer» antwortlich für den verderblichen Einfluß, den diese Be-i schcmpsung auf die Beziehungen zwischen der deutschen und englischen Regierung haben muß. Der Vorstand des Verbandes deutscher irttiegs-Veteranen. Hanau, 21. Nov. In einer von etwa 700 Personen besuchten allgemeinen Burger-Versammlung wurde nach einem zündenden Bortrage des Professors Dr. Wackermann in einer geharnischten Resolution Verwahrung gegen die Chamberlains ch en Verdächtigungen eingelegt. Die Resolution soll dem Reichstage und d-m ReichMnzler übermittelt werden. London, 21. 9Lov- Die tägliche Verlustliste der englischen Truppen in Südafrika beziffert sich für gestern auf 6 Tote, 12 Verwundete und 15 an Krankheit Verstorbene. Krlrauntmachullg. Wegen Vornahme von Erdarbeiten wird die Löwengasse am 22. und 23. l. Mts. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 20. November 1901. Grvßherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. In das Handelsregister wurde bei Abt. A Ord.-Nr. 4 eingetragen: Die Firma „S. Klipstein" zu Hungen ist geändert in „S. Klipstein, Inhaber Salomon Wiesenfelder". Inhaber ist Salomon Wiesenfelder und wurde der Ehefrau desselben, Dorchen, geb. Kahn, Prokura erteilt. Angegebenes Handelsgewerbe: Verkauf von Manufaktur- und Spezereiwaren. Hungen, den 18. November 1901. 7627 ______________Großherzogliches Amtsgericht.______________ Wir empfehlen zur Feinbäckerei prima, garantiert hell- und hochbackcnd feinstes Blütenmehl X Ä GO s VI per Pfund I ■ Pfg. | 5 , ä 16 | S io , i ÄlE> , » hochfein. Konfektmehl (Tiamantmehl) per Pfund 18 Pfg. in 10 Pfund-Beuteln 1.75 Mk. in 25 Pfund-Säckchen 4.25 . la. garantiert reines | Schweineschmalz § per Pfund 65 Pfg. 2 o „ ä 63 Pfg. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, für die liebevolle Pflege der Schwestern während der Krankheit, für die vielen Blumenspenden, sowie dem Herrn Pfarrer Dr. Grein für seine trostreichen Worte sprechen nur unseren hcrz- 7598] Für ein gesittetes, tüchtiges Mädchen v. Xlanbe, 22 I. alt, 2 Jahre in bess. Familie mit 2 Kindern bei Familienanschluß thätig, wird Stellung gesucht als besseres Mädchen, für Haus, Küche u. Hausarbeiten ob. zu Kindern in gut christlicher Familie, am liebsten Pfarrersfamilie, oder auch bei einer ält. feinen Dame. #a= milienanschl. erw. Eintritt per bald oder Januar. Beste Empfehlungen. Ansprüche bescheiden. Gest. Anerbieten unter u R post- lagenid Erfurt erbeten.__________ das fi । anbere ba [ein verttge Philipp Pepies* im Witter Artillerie-Verein Unsere Mitglieder sind vom Verein Deutscher Studenten zu der am Freitag de» 22. ds. MtS. stattfindenden Protest-PerfmmlNg gegen die bekannten Schmähungen Chamberlains eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 7630 Der Vorstand. Freitag den 22. November: Zum zweiten Male: Leontinens Ehemänner. Schwank in 3 Akten v. A. Capus. Samstag den 23. November: 6. Mstümliche Soi|teüunrt zu kleinen Preisen. Kans Kuckeöein. Schwank in 3 Akten von Blnmenchal und Kadelbnrg. •e®e@®eeee Kolonialministers Chamberlain recht zahlreich zu beteiligen. ~ (Siebener c^ung. Mann sucht per 1. Dezbr. Stelle als Portier, Ausläufer oder Packer. Offerten unt. 04714 an die Expeditton dieses Blattes. —04736]—Bursche sucht Beschäftigung, geht auch zu Pferden. Näh. Frau Tränkner, Maigasse 12. Für emenSohn achtbarerEltern wird Lehrliugsstelle in Manusaktunvaren-Geschaft gesucht. Gefl. Offerten unter Nr. 04733 an die Exp. d. Bl. erb. C>ür einen Sohn achtb. Ettern |y wird per 1. Januar eine Lehrlingsstellung in israelitschern Hause gesucht. Kost und Logis erwünscht. 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