Nr. 275 Bekanntmachung. Aber mit Raisonuements ist es im Augenblick nicht ne. 11 nn nrt cvtt» hrihnM r. -. ' ö . Die erste Sitzung der wieder eröffneten Zweiten in unseree gar ein Arbeitermangel vorhanden. KD Kunst und Wissenschaft. fremde» 4,0F/N Kinder vom r: 2.-15. W Sefr • g)p,-rtrs » ^"ßen, 1^- November 1901. <>err.. Besoldimgsnoten. Aas Museum -es Oberhesfischen Geschichtsvereius. Ein Run-gang durch die »neu hergerichteten Räume im alten Rathause zu Gießen. IV. ’ merft die ,,W', „zeigt nur der von 'd^r'nätionalen Produktion unterhaltene nationale Markt." BdtW. 301. O Äsrerbant E*1* dicht ■ »ÄS"? Morden, 1DDb |e nur derselben L ? «st eine bei dnß fie '"'d Beeten der Schaden hierdurch ,^ng ist jedoch Seite init^teilt '* her Sfiinne wiler derartig,,, !°her dringend ge- i die Hunde nicht eits in 9h; 273 die „Wehl. gegen 11 Uhr Mn,ML ny ' Hanfe ju be- $ 'Straf;f go wie Don bL'fet mgetrunfenen Szene gefefit, rs dem einen ibrsiaü dessen id)te üsm zwei . in den Arm, en zusammen- fommen, nach Ein Gefährt mitte. Tic zu den Tod kan- mit seinem reits in der iters Heinrich । aus dem Bett in das hiesige e vormittag die engen stattfand, t und ech vor in morden sein. Ein Kasten m.t dem Vermerk römisch enthält Gegen- stände unbekannter Fundorte. Aus der vor römischen Zeit heben wir aus den aufgelegten Bronzefunden unbekannter Fundorte besonders hervor: Flugelartig ausgeschweiftes Unterortband ornev Bronzefchwertes, sowie verschiedenartige wohl erhaltene Zelte. ’ Die aus der la Tene-Zeit stammenden bronzenen Gurtelhaten zeigen sehr schöne Arbeit. Die benachbarten Kunde^aus Oäerwetz bei Wetzlar (audgegrabr-i durch Pros- Gundermann) der jüngeren HallstaUzeit zu- gehorend, zeigen uns einen Heldring, eine sehr schone en Teil in gii.'. an Arbeitskraft Eintritt?’wirb toi?b^V?ie Italffcai? I »L^Ä^beit verstehen Die „Dtsche. im flriÄ b°ei'de°?i,w'Li»u 7 d-s"un^ Belitzes, eine bessere Besitzverteilung sowie eine Ät^ s^brsorgung der Kleineren möglich ist, und organi- I c"". v* 7“*'*'* «4*öcuuuu niajj ge= i orst Darauf hin eine von Lasten beschwerte allaemein^ ac-ntinHff b ^Iöatc Wohlth.atigkeit, so gut sie auch und staatliche Hilfe gegen die industrielle Arbeitslosigkeit nn uns L«a m L ormnern an die Zusendung von 15Mk. unter Zuhilfenahme der Industrie selbst, die von der ^och- - unserem Leserkreise und würden gern die l knmnttur und dem Arbeitszustrom den Hauptvortesi batte aefftv9tBa^m ®^,tcn der Arbeitslosen ins Werk Aonst wird di^ Arbeitslosen-Fürsorgehypertrophisch'" «ra ^b.nn wir uns einen wesentlichen immerhin em Gedanke, der nicht so ganz von der , f(,A • , - - v Erfolg davon versprachen - nicht alle Wunden öu weisen ist. ganz von oer Hand hessischen Kammer brachte alsWichtigstes eine Verhand- kann, zumal da das Almosen gerade für den cfii — - ____ lang über den Antrag des sozialdemokratischen Abg. Ulrich ^"den Arbeiter keinen Ersatz bietet für den wohlver- fi5cr die Milderung der herrschenden Arbeitslosigkeit. Ministe- Lohn, da auch mancher Industriezweig, will er! Awölte Hesstsche StilNdeKummer. nalrat Braun gab eine sehr ausführliche und ei^öpfenbc K in Lage ist, noch! weiter 31- Landtag. 71. Sitzung. Mittwoch den 20 Nov 1901 s -je t $GSnubmtanbnl S'?“ bet Vorstcllmig des Lehrers u 45. «aumann fortgefahren. W Dr. Schmitt beantragt, die Reaieruno ru iiviifc®11 ß Hovei* whNorn Ml lertri nfler rirkang d<* Hahn 04729 'S U6®"ÄnD^””^ R°"mb-r, nachmittags I I ft TOOJU idj jebermann freundlichst einlade. , nugenbe Beschäftigung hat, bann gehen zahlreiche Arbeiter- ^ussbUpump schreiten. Ja, die herrlichen Ziele, denen wir Gießen, den 20. November 1901 famiüen fernem freundlichen Winter entgegen. entgegengefuhrt worden sind, kosten viel Geld, sie kosten Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksoereins L. ®3e(^eä die Gründe für den Niedergang in der deutschen £[e”X£ bescheidenen Ziele, denen wir durch .v Bechtold -rsoerems. Industrie mi allgemeinen sind, womit natürlich die Klein- S Sm I. entgc0enflcful)rt wurbra. l;nt eg beim --------------------- - Industrie allerorten Hand in Hand geht, ist männiolich be- u7ebr^^ , ‘ö" neuen grasten Arbeiten Die «E Meü« MMWeL-W WiLZ ZGSWZZ au Vie Schulvorstände und Grokb Mi mh s'b um die mdustrielle Blüte zu knicken, schwärmen, Wenns nicht an ihren .Vhragen geht, das Hemd des USfei Bürgermeistereien und dw Reaktion muy um so stärker empfunden werden, als der Nock, dahin gewirkt werden/ daß, Hie bet Diejenigen von cw™ 77 f die bisherige, stetig steigende Entwickelung, sowenig sie gesund Ulic, ch ganz richtig und ganz unsozialistisch sagte, 22. Oktober^d t?^e unserer Auflage vom war und Dauer verhieß, doch noch eine ganze Reihe von als Lohndrücker benutzt werden Wenn, sind roerhen /, s' r* ??r’ 12) noch nicht nachgekommen guten ^agen zu versprechen schien. Die Festlegung aroüer Nachr." erzählen, der Vorsitzende te M-MLWRUWMWLZ nur 80 Einheimische, int übrigen aber Ä?1 J Italiener beschäftigt, so ist das geradezu hiunSrnMt« 'sn- ^a6-Cr't bod) nicht für jene wundervolle Mensthenraisc zu >orgen, die über unsere Gren- zen an das Land hereinströmi, sondern unsere Sorge must SJ®*n' d°,b der deutsche Arbeiter nicht fortzieht über den Ozean, weil ihm das Vaterland die Nahrung versagt. Und Ware es Nicht auch etn gerechtes, wenn audy „Heine»" Mittel zu streben, daß die UiUfualifizierten Arbiter, d ie m riesigen Scharen aus dem Osten Deutsch- lanb§ m die westlichen Jndustriebezirke geströmt sind. Großh. Staatsanwaltschaft beim Landgericht der Provinz Oberheffen. Dr. Güngerich. Kein Notstand. Lekmnämasiiin^ bi3™S des inneren Marktes durch die Notlage' der Land. Mir UrMINNIMallfUNg, "'Schaft- der Bankdiskont, der angeschwollen ist wie Fausts & dUC ^^ntlichen Kenntnis, daß P"del — alle diese Faktoren treten, als Ursache ober Folge 9Jnrnfi bcu 2». November 1901 zusammen, um uns in eine Krise hineinzutreiben, die nirgends Königlichen Hoheiten brS I geleugnet wird und deren Wirkungen heute noch nicht erkenn- Großyerzogs und der Großherzogin die Geschäftsräume der b« smd. 1 - "SÄÄÄt“» Großherzogliches Hauptsteueramt. I ^lor sie den Ueberblick über den Bedarf und die Krisen ---Weißenbruch. Je9annei! in geometrischer Progression zu verstärken.! Kekanntmachung. ä § ^rd hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Wandel der ^arftt)el^^ä^tnUTf:^^rtunb 81^6^^0x066^^ ^^^Oern befinden sich, ja ohne- Todesuckerl heute vormittag um 7'/, Uhr im Hofe des Großh. Provlnzialarrefthauses dahier vollstreckt worden ist. Gießen, den 21. November 1901. sowie eine Spitzhacke, alles zum w Zustande. Kastell Arnsburg bei Lich in Oberhesse:! gc : ljat vermutlich seine Erstehung -her Regierung Domitians (81—96) nach dem Ehattenkrieg j SdjatÜpiÄ Ä gegeben werben fod Tae vielbesprochene Stück .Der Lei»nmn- der ÄÄÄ M Q‘'d) w°hrsch'einlich°°LL Herm a n7/e °ye r 'm an n'?". wÄ'Ärchdie^Meb^Ä" Tooneelvereinigung" in Amsterdam ,studiert. "^'ebeUanbyche Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 22. November 1901 GictzknerAnzcigkr General-Ameiaer ® ** ÄS. lag der Brühl'schen Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen -r-7. ,.lli||lll|__ ___________" zeigentei'l: Hans Beck. die Gedanken durchführen zu können. Vor allem habe auch gegen die Juden um ihrer Religion willen betrieben!. Abg. Kö hl er-Darmstadt: Seine Partei stehe au.f dem Boden der Verfassung; er bitte auch die Regierung daß verloren, so gehe es überhaupt mit dem Volke abwärts. Man solle daher dafür sorgen, das; man nicht durch Anstellung jüdischer Richter dem Volke seinen guten Glauben Abg. Reinhart (nl.) weist im Namen seiner Parteifreunde die Behauptung des Abg. Köhler, sie seien Antisemiten, als unwahr zurück. Sie ständen auf dem Standpunkt der Regierung, daß die Religion keinen Unterschied ausgefaßt sei. Ihr Bestreben würde es sein, sämtliche beteiligten Kreise mit anzuregen. Tie Regierung könne es als eine besondere Freude für sie bezeichnen, daß hier auf dem idealen Gebiete der Kunst eine solche Einhelligkeit in ganz Hessen bestehe. Zum Schlüsse weise er darauf hin, daß das Vorgehen der Regierung auch im gesamten übrigen deutschen Vaterlande freudigen Wiederhall gefunden habe. In einer großen Versammlung in Freiburg habe man eine Resolution angenommen, die ausspreche, daß der hessische Entwurf vorbildlich sei. Ter Ausschuß habe das Seine gethaü, er bitte auch das Gesamthaus, daß es das Werk zum Ruhme unseres Hessenlandes, der Regierung wie des Hauses selbst, zum Abschluß bringe. die verwaltungsmäßige Pflege gefehlt. 1884 und auch nach 1898 habe man sich von Seiten der Regierung gegen eine sich der hessische Richterstand den Glauben an seine Unparteilichkeit im Volke erhalten; er glaube aber, daß es Ben Richtern nicht mehr gelingen werde, den Glauben zu bewahren, wenn Juden unter ihnen seien. Er habe ja auch schoir Juden gefunden, die recht ehrlich zu handeln gewußt hätten. Sein Antisemitismus richte sich auch nur gegen den jüdischen Geijr im allgemeinen. Er wolle vor allem vor den Folgen einer Anstellung von Juden warnen. Fange man einmal mit ihnen an, so werde man auch bald einen jüdischen Justizminister haben. Die Herren oon der Sozialdemokratie, dem Zentrum und insbesondere Herr Reinhart brauchten sich hier nicht so ins Zeug für die Juden zu legen. Draußen im Lande würden sie oft eine ganz andere Anschauung bekommen. Er bitte die Regierung, bei ihrem seitherigen Standpunkte zu beharren. Dem Justiz- minister rufe er das Wort zu: Landgraf, werde hart! Gehe der Glaube an die Unparteilichkeit der Richter im Volke (Bravo!) Abg. Köhler (Darmstadt) begrüßt es freudig, daß die Regierung in dieser Frage ein so lebhaftes Interesse zeige. Es habe aber bis jetzt immer an Mitteln gefehlt, um auch sie in Zukunft sich darnach richte. Es sei nicht zu leugnen, daß Fälle vorgekommen seien, die die Meinung aufkrnmmen ließen, daß nicht gerecht verfahren worden sei. Ekt hätte lieber gesehen, wenn der Ausschuß in seiner Resolut ion gesagt habe, daß der Standpunkt der Gleichberechtigung ge*' wahrt „wird" statt „bleibt". r Abg. Dr- Schmitt (Ztr.) erklärt gleichfalls, i daß er und seine Parteifreunde aus dem Standpunkt unsei-er Verfassung ständen. ,ßr begreife nicht, wie Abg. Köhller dazu komme, zu behaupten, die Mehrzahl der Abgeordneten seien Antisemiten. di. Abg. Wolf: Was ihn veranlasse, an dem 2husschuß- oericht Anstand zu nehmen, sei nicht seine antisemitische Stellung, sondern die Ueberzeugung, daß es sich.'hier um eine Frage drehe, die das ganze Volk berühre. Sonst habe raUb5ibg. Dr. Kntfleisch (frf.) beantragt nunmehr, insiMchüche Regelung der Denkmalspflege als mit den Begriffen der oben mitgeieilten Resolution das Wort ,prinzipiell" des Prwatrechts undurchfuhrbar gesträubt. Umsomehr habe Staumann ausnahmsweise eine Erhöhung seiner Pensionssumme um 174 Mark zu gewähren, eventuell den Antrag Schmitt zur Annahme. Der Ausschußantrag sei in langer Beratung von demselben genau erwogen. Man habe nicht verkannt, daß die Regierung habe Milde walten lassen, aber mau habe auch erkannt, daß Baumann zuerst Unrecht geschehen sei, daß das ihn in Aufregung versetzt habe, daß er immer mehr gereizt worden sei, und dann in seinem nervösen Zustande das begangen, weshalb er jo hart bestraft worden sei. Deshalb sei der Ausschuß für ihn eingetreten. Es werde wohl auch nicht schwer sein, für Baumann eine Stelle zu finden. Abg. Backes: Er könne den Antrag Schmitt nur warm empfehlen. Baumann sei für seine Schuld bestraft, wie wohl selten jemand bestraft worden sei. Er habe seine Frau, seine Kinder, seine Stellung, sein Vermögen verloren; sechs Wochen habe er im Gefängnis gesessen, ^nur weil er geglaubt habe, es geschehe ihm von einer Seite Unrecht. Nur dieses Gefühl habe ihn so weit getrieben, daß er sich strafbar gemacht habe. Ter Regierungsvertreter habe gestern gesagt, Baumann verdiene Mitleid, aber fein Wohlwollen; setze man das Mitleid in die That um, so WfÄS«, sowie anch der »ntr°gI^«°nH L^Ubt^^ch^Hs°r sich gefreut, aks .man indessen -um ersten M°l d.e Grund- Schmitt werde» angenommen. Tic Vorstellung dec fchen. - Er Messe, daß in der vorliegenden Frage jeder gcdankcn cmes hegljchcn Gejetzes mitgeteilt habc.^ Er habe Hilfs ger.ichts schreib er bei den Amtsgericbten und seinen Standpünkt habe, von dem er sich nicht abbringen aber trotzdem nicht die kühne Hoffnung gehabt, daß der Gnt- Staatsan walts gehilf en die Anrechnung ihrer Be- lasse, und er wolle auch gar nicht versuchen, jemand von wurf sobald vorgelegt würde. Er nehme die Gelegenheit soldungsvordicnstzeit und anderweite Regelung ihrer Ge- seinem Standpunkt abwendig zu madjeu. Er sei an sich wahr, der Regierung den Glückwunsch der Kammer auszu- haltsverhältnisse betr. werden von der Tagesordnung ab- kein Freund von Resolutionen. Tie vorliegende enthalte I ipveähcn, daß sie mit solch weiser Mäßigung in dem Gesetze gesetzt, um mit einer dritten Petition, den gleichen Gegen- aber durch die Einfügung des Wortes „prinzipiell" Ipgar üorqCqanf.Gn te; unb hoffe, daß an dem Entwurf, den der stand betreffend, demnächst zusammen beraten zu werden, eine Beleidigung der Regierung, da man bie Erwartung Ausschuß so genau beraten, nicht geändert werde. Da das Abg. Leun will mit dem weiter zur Beratung kom- ausspreche, baß )ie bei der Anstellung von Beamten ytnv , Stritt in der Denkmalvfleae sei so sei es wenden Antrag erreichen, daß, wenn ein beantragter Erb- 'spielt den Standpunkt de,r Gleichberechtigung wahre, aber tsests der erste v^rUt m der ^entmaipstege ]ci, jo ]e es schein nur die Ueberschreibung von Grundstücken außer- dann doch ,/bedenke, die Regierung werde gegebenenfalls möglich, daß an verschiedenen Punkten Kritik geübt werden halb des Großherzogtums bezwecken soll, auch nur der dies nicht beachten. Er habe deshalb die Streichung des könne; aber er meine, daß man der Regierung folgen solle, Stempel und die Gerichtskostengebühr nach dem Werte Wortes „prinzipiell" beantragt. Er wolle nicht weiter davon die hohe wichtige Aufgabe zu Ende zu fuhren. Er glaube des zu überschreibenden Grundbesitzes zur Erhebung sprechen, ob nicht dock; d.e Gleichberechtigung seither manch- anch, daß die Ausführung des Gesetzes kernen Schwierigkeiten gelangen solle. Er bemerkt dazu: Nachdem der Aus-! mal durchbrochen worden sei. Es spreche jedenfalls em begegnen werde. Aus dem Gesetzentwurf, so hoffe er, werde schußberichl gesagt habe, daß der Antragsteller zu seinem starker Sck-ein gegen die Regierung; er wolle sich nicht auf ^'ch vieles hervorgehen zum Segen der Kunst und Wissen- Rechte gelange, indem die Regierung sich bereit erklärt! Beweise einlassen. Jedenfalls bitte er das Wort „prinzipiell" habe, den Stempel auf Anstehen zu erlassen, so spreche zu streiche um bannt anzudeuten, daß man auch eine '• ( 6 ■ f ic[[e Bedenken gegen die er sich nicht weiter zu seinem Anträge aus. Es werde wirtliche Gleichberechtigung wolle. nnr h-p nF)Pr hin-A aber außer dem Stempel noch eine Gerichtskostengebühr Abg. Köhler-Langsdorf betont, daß es eine lud.sche Ausführungen des Geiitzes vor aber durch für die eidesstattliche Versicherimg, daß jemand Erbe sei, Konfession nicht gebe; die Juden besäßen eine eigene Re- Abg. Kohler (-angSdors) und Ministerialrat v. Biege- erhoben. Von einer solchen eidesstattlichen Versicherung Cgion, nicht Konfession. Er sei für eine gleiche Behandlung leben beseitigt werden. könne aber in den meisten Fällen von dem Gerichte ab-I von Katholiken und Protestanten, da sw Volksgenossen seien. Abg. Reinhart bittet ebenfalls, so wenig wie möglich, gesehen werden. Man habe ja die Sterbfallsanzeigen, die Die Juden aber seien keine Volksgenossen. I am Entwurf zu ändern. Er verspricht sich von dem Gesetz genügenden Aufschluß gäben. Er bitte deshalb die Amts- Abg. Ulrich stimmt dem Abg. Dr. Gutfleisch bar in cincn großen Vorteil für das Land. gerichte anzuweisen, nur in den äußersten Fällen von der bei, daß man sagen könne, das Wort „prinzipiell" fei Berichterstatter Abg. v. Brentano dankt im Namen eidesstattlichen Versicherung Gebrauch zu machen. nur deshalb gewählt worden, um scheinbar der Verfassung L $ Ausschusses dem Staatsminister für die Einbringung des Der Antrag Leuu wird für erledigt erklärt. — Zu zu huldigen, in Wirklichkeit aber Ausnahmen zu machen. - . L Qraubt sich die Reaieruna durch das Gesetz der Vorstellung der G e r i ch t s vo l lz i e h e r um Verstaat- Abg. Köhler-Langsdorf beantragt dann, die Re- Id 9 ' tr)Prsr lichung und Regelung ihrer dienstlichen Einkommens-Ver- gierung zu ersuchen, von dem seither geübten Gebrauch selch- cm Denkmal gesetzt habe. ®cfeg roeibc: b c hältnisse, wird ohne Debatte beschlossen: 1) Das Gesuch, nicht abzuweichen. Wirkung haben, daß die ~iebe zur Kunst in vielen Kreisen das dahin geht, denjenigen Gerichtsvollziehern, welche An- 2lbg. B<ä h r wendet sich gegen die Vorredner, bie immer luicber criveckt und Slllgememheit des Volkes werde. wartschaft auf eine anderweite staatliche Anstellung haben, auf die Religion hingewiesen hätten. Die Religion spreche Es gelangt darauf der Gesetzentwurf, der 35 Artikel diese zu erhalten, insbesondere aber den aus dem Stande aber hier gar nicht mit. Es handle sich um den Unterschied umfaßt, mit einigen unwichtigen redaktionellen Säuberungen der ehemaligen Aktilariatsaspiranten hervorgegangelien Ge-I zwischen Deutschen und Juden. Wir hätten eben in Hefsen Annahme. In Kraft wird das Gesetz am 1. April richtsvollziehern den Rücktritt in den Tienst der Gerichts- einen so vorzüglichen Richterstand, daß man ihn sich nid)! 1902 treten. — Schluß der Sitzung 12 Uhr 3.0 Mm. schreibereien und das Aufrücken in Gerid)tsschreiberftellen! besser wünschen könne. Man solle dafür sorgen, daß man ■ r zu gewähren, der Regierung zur Berücksichtigung zu em- ihn nicht durck) Einführung von Juden verderbe. k pfehlen. 2) Im übrigen die beiden VorsteUungell mit Abg. Köhler-Darmstadt spricht sich gegen den An- ^1115 AlllUl UllV ^UHV* Rücksicht auf die seitens der Regierung für das dem- trag Köhler-Langsdorf aus, der ein scharfes Votum gegen .. .n. nächstige Budget in Aussicht gestellten Vorschläge derzeit eine angebliche Handlungsweise der Regierung sei, und Nachrichten von allgemeinem Jwereße und uns stets willkommen für ^erledigt zu erklären. — Es kommt sodann die Vorstellung I bittet um Annahnic des Antrags Gutfleisch. , and werden-ng-m°ff°n h-«°r -rt hessischer Juden um Gleichbereckstigung mit den Be i Es wird darauf die von dem Ausschuß be-l Gießen, 21. Jtoocmbcr isn. fennern anderen Glaubens zur Beratung. Der Ausschuß I a n t r a g t e R e s o lut io n angenommen, der Antrag * Audienzen. Der Großherzog empfing am 20. Nohat dazu folgende Resolution beantragt: Die Kammer Gntfleisch aber ab gelehnt, womit der Antrag ^^er u. a.: den Oberstleutnant v. Mosch, Kommandeur spricht die Erwartung aus, daß bei Anstellung der Beamten Köhler erledigt ist. — Man tritt nunmehr in bieL § Landwebrbezirks Gießen, die Forstmeister Diefenbach prinzipiell der Standpunkt der religiösen Gleich- Beratung des ,Gesetzentwurfs, den Denkm als chutz betr. ^ang von Binaenheim, die Regierungs- becechtigung gewahrt bleibt. ein Ter Aus.chup hat c.nen ganz neuen G-iehentwurs °°n CW »ö ~»»8^ 8^9 Abg. Kohle r - Langsdorf erklärt zich mit dem Aus-1 ausgearbeitet. . L_, r c , ö „ r» schußantrag nicht einverstanden. Es bleibe sich aber gleich, ob Präsident 5) aas: Da der Entwurf des Ausschusses Ellenberger aus Ortenberg. $ p g man sich hier im Hause für ober gegen bie Juben erkläre; keine materiellen Aenberungen gegenüber bem Regierungs- Herzog den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten bie nächste Wahl bringe doch wieder mehr Antisemiten in I entwurf enthalte, so erkläre die Regierung, daß der Ent-I Minitter am Königl. Preußischen Hofe, Wirkt. Geheimerat den Landtag. Wenn die Regierung so viele Juden anstellte, wurf des Aussd)usses als Regierungsvorlage dienen solle. «Dr. v, Neid Hardt. Um 10^ Uhr empfing er den Kömgl. so biente sie damit nur den Antisemiten. Sie bedauerten, | Staatsminister Rothe: Er könne es sich nicht nehmen!^otzpxllannischen Geschäftsträger Mr. Johnstone, daß die Regierung Juden als Notare angestellt habe. Nassen, dem Ausschuß für die freundliche Aufnahme und ** Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Me Bauern sähen einen Nachteil für sie darin, daß Juden dem Berichterstatter, Abg. v. Brentano, für bie sorgfältige großer Zuhörerschaft sprach am Dienstag, ben 19. No- als Notare Erbverteilungen vornähmen. Die Juden seien «Bearbeitung zu danken. Man werde wohl nickst verkennen,! ^^mber, Frau Leopolbine v. M o r a w e tz-D i e r ke s (Wien) nun einmal ein Volk in unserem Volk, das nicht hinein «daß der Schutz, den man der Kunst angedeihen la;senl^ ber Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde über Kreta, gehöre. Das hätten bie Juden selbst durch Gründung von! wolle, die Grenze tvahre, und daß er nicht zur Beschränkung I Gegensta.ld allein, dieses in jahrhundertelangem Kampfe Zionistenvereinen u. f- w. anerkannt. Es sei aber nicht I der Freiheit der Kirnst führe. Wenn in unserem Satibe gegen seine Unterdrücker blutgedüngte Eiland, ist geeignet, erforderlich, daß er hier im Hause viel gegen die Juden zuerst der gesetzlichen Regelung des Tenkmalschutzwesens l ^chstes Interesse zu erwecken, wenn er auch weniger leb- rebe; man müsse sich damit an die Wähler wenden. Denn, «näher getreten worden sei, so dürfe er wohl darauf ver-I h^st und weniger umfasfend dargestellt worden wäre, als das betone er, bie größte Zahl der Abgeordneten huldigten! weisen, daß Unser Großherzog der Kunst seinen SchutzI die Rednerin that, nebenbei bemerkt, wohl die erste antisemitifchen Tendenzen. I und Pflege habe angedeihen lassen. I Frau, bie hier ein wissenschaftliches Thema öffentlich be- Abg. Ulrich (Soz.) verwahrt sich seinerseits dagegen, Ministerialrat Frhr. v. Biegeleben: Es hande,le! handelte. Sie that es mit völliger Beherrschung des Stoffes daß er Antisemit sei, in dem Sinne, wie Köhler dies! sich bei der Vorlage uni einen ganz neuen schwierigen, I ^i) mit ungewöhnlicher, frischer Beredsamkeit. Im Früh- auffasse. Wenn die Sozialdemokraten sich gegen die An-1 von der Hand des Gesetzgebers noch nicht berührten Gegen- 1899 hat sie das Land forschend durchzogen, das noch maßungen eines Juden wendeten, so seien sie noch nickst Island. Man könne sich denken, daß die Regierung ihrer überall bie unvernarbten Spuren der letzten Kämpfe zeigte. Antisemiten. Er weise jede Anmaßung zurück, von wem sieIVerantwortung voll bewußt gewesen sei, und das Einzelne! ^ie geographische Bildung der Insel, die Schilderung ihrer auch komme. In der Sache stehe er auf dem Standpunkt nach allen Richtungen hin geprüft habe. Man sei Schritt Teil überwältigenden Schönheit standen im Vorderbes Ausschusses. Es müsse prinzipiell der Standpunkt der «für Schritt vorwärts gegangen, und endlich bei dem I gründ. Daran knüpfte bie Rednerin neben einem launigen Gleichberechtigung gewahrt werden, da ja auck)! alle Vorrechte! Entwurf angelangt, wobei man auch von feiten der Justiz- Bericht über ihre Reife und die durch Schmutz und die, aufgehoben sein sollten. Abg. Köhler habe zur Begründung!und Kommunalverwaltung Unterstützung gefunden habe. MitI primitivsten Einrichtungen verursachten Beschwernisse der- seines Standpunkts auf die Befürchtung der Bauern wegen! Rücksicht auf die Neuheit der Materie habe man der Ge-I^^on eine eingehende Darstellung von Klima, Vegetation Erbverteilungen durch jüdische Notare hingewiesen. Die! setzesvorlage eine ciugehenbe Begründung und historische Unb Volkstum. Die wirtschaftliche Lage der zur Zeit der Anstellung der Notare geschehe aber nach gesetzlichen For-! Einleitung beigegeben. Schon im vorigen Jahrhundert habe Veiietianer als „Kornkammer Roms" berühmten Insel ist meln. Sie ständen unter Aufsicht der Regierung. Würden «der Regent und die Regierung sich die Pflege der Denk- aufs äußerste gedrückt — dahin ist der Getreidebau, ver- fie sich etwas zu Schulden kommen lassen, so würden sie!mäler angelegen sein lassen. Es habe aber an einer gesetz-laichtet der Weinbau! (Der Malvasier hatte hier seine bestraft, wie Christen auch. Die Religion spiele hierbeil lichen Handhabe, abgesehen von einer Bestimmung der Heimat.) — Als Venedig Kreta erwarb (1204) waren eine keine Rolle, wohl aber das soziale Milien, in dem der! Landgemeindeordnung, gefehlt. Einen staatlichen Denkmal- halbe Million Einwohner, zwei Jahrhunderte später nur Richter lebe. Jedenfalls müßte hier im Landtage der Stand-«schütz gebe es bis jetzt noch in keinem Lande, es seien rwch 290000 Seelen vorhanden, und in endlosen blutigen punkt der Gleichberechtigung aller gewahrt werden. | aber die Bestrebungen in Deutschland namentlich feit bem Kämpfen der Christen durch die Türken ist die durch nationalen Aufschwung darauf gerichtet, die ehrwürdigen Fronbienst erschöpfte Bevölkerung dezimiert. Wie die Denkmäler zu erhalten. Man sei allgemein von dem er-1 Türken hausten, mag bie Thatsache beweisen, daß im letzten zieherischen Wert der Denkmalpflege überzeugt. Aus dem Aufstande 800 000 Oelbäume, die einzige Einnahmequelle yuun uh uup vlv uvingiv.i ivll.v.l —^..v^v,, vorliegenden Gesetzentwurf wolle er zwei Gedanken her- des Landes, zerstört worden sind. Hochinteressant war bie bedinge. Er verabscheue die Hetze, die die Antise!miten! ausgreifen. Wenn man der Ansicht sei, daß die Bauten l eingehende Schilderung eben dieses unausgesetzten Ringens 'und Denkmäler einen Schutz verdienten, so müsse man auch! gegen eine 2000jährige Knechtschaft. Nun herrscht dort zur Gewährung des Schutzes die Mittel bieten. Tas könne I Prinz Georg von Grieche nland, und an sein ernstes, nur durch Eingreifen der Staatsgewalt geschehen. Erkenne! segensreiches Wirken für das Land klammert sich dessen man, daß der Schutz ein öffentliches Interesse sei, so müf)'e I ßufunft. Wer mag sie Voraussagen? — Kreta ist klassischer man auch die Pflicht des Staates, hier helfend und schützend Boden; hier ist das Labyrinth, der Lethefluß, hier finden und fördernd einzugreifen, anerkennen. Daraus resultier- die Ruinen von Abdera, das Ida-Gebirge u. s. w. Frau ten die beschränkenden Bestimmungen des Gesetzes. Esl^. Morawetz hat alle diese Orte besucht und schilderte sie sei mit weiser Vorsicht vorgegangen und nur Beschränkungen durch Wort und Bild. Eine reiche Sammlung von Lichtstatuiert worden, die unbedingt notwendig seien. Die Re-! hadern unterstützte ihren gediegenen Vortrag, der sicher gierung sei ja selbst nicht der Meinung, daß mit dem einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird. Gesetze alles gethan sei; sondern daß es vor a . m auf •• Missionar Flad au§ Frankfurt a. M., der zehn eine, dem Geist des Gesetzes entsprechende A'. .ihrung ^ghre in China gewirkt hat und im nächsten Jahre dort- ankomme. Sie wolle aber keine bureaukratische Har. abung. wrfirfnrfehren hofft, hielt gestern abend im Konsirmanden- Sic w°llc nicht die Initiative dec Einzelnen, dec L.ädtcd Kicchstcaß eknen recht interessanten Vor- der Gemeinden unterbinden, sondern als freund helfendRau'c m n Q Qb an und fördernd zur Seite stehen, und bie- freie Kunst nicht trag über di. Ba^lei Mistio ) * $ .. . tot machen. Er könne die beruhigende Versicherung geben, der Hand einiger Bilder, die cm chinesischer Christ, em [baB nui; in biesem Sinne, bie Vorlage von.der Regierung!früherer Schüler von ihm, gemalt und ihm geschenkt hatte, emen Abriß chinesischen Wesens und der hervorstechendsten chinesischen Sitten. So zeigte er an einer Karte, die mit chinesischen Schriftzeichen angefüllt war, deren es bekanntlich mehrere tausend gießt, wie unendlich schwer das Erlernen der chinesischen Sprache ist, wie aber andererseits die Schriftzeichen mit dem feinsten Verständnis den Gegenständen und Begriffen, die sie ausdrüeken sollen, abgelauscht sind. Je mehr aber europäische Kultur eindringe, desto mehr würden diese schwierigen Zeichen zurüekgedrängt werden und die römischen an ihre Stelle treten. Auf einem anderen Bilde war symbolisch in drei männlichen Figuren der dreifache Glückstern des Chinesen dargestellt. Dieses Bild fehlt fast in keinem Hause. Alles Glüek sieht der Chinese in mühelos erworbenem Reichtum und im Zusammenhang damit in einem hohen Rang, in hohem Alter und zahlreicher Nachkommenschaft. Auf einem dritten Bilde sah man einen Mandarinen mit den Insignien seiner Würde, dem roten Knopf, der Pfauenfeder, dem Perlenschmuck, dem Amtsschild und den eigenartigen Schuhen. Wieder ein anderes Bild zeigte einen alten Mann, vor dem ein junger Verwandter kniet. Tarin soll die göttliche Verehrung ausgedrückt sein, die die Kinder in China dem Alter zollen, denn in China gießt es nicht Eltern- Verehrung, sondern Elternvergötterung. -i- Wetterfeld, 19. Nov. Hier ist folgende Petition an den Reichstag abgesandt worden: „In Anbetracht der wüsten Agitation, wie sie gegen die Erhöhung der Zölle in Stadt und Land gegenwärtig in Wort und Schrift getrieben wird, sehen auch die unterzeichneten Landwirte und Freunde der Landwirtschaft sich genötigt, dem hohen Reichstag Folgendes vorzustellen: Die landläufige Erwägung, daß nur der Großbesitz von einer Erhöhung der Getreidezölle Vorteil haben werde, ftcht uns deshalb nicht an, weil selbstverständlich den größeren Kosten eines größeren Betriebes auch größere Einnahmen entsprechen müssen. Obwohl meist kleine Leute, haben wir doch unter der Differenz zwischen den hohen Produktionskosten und den niedrigen Verkaufspreisen des Getreides so zu leiden, daß wir die Ueberzeugung gewonnen haben: Die vorgeschlagenen Tarifsätze reichen nicht aus, um unfern Stand dauernd vor dem Untergang zu bewahren. Hat der Arbeiter ein Recht auf Arbeit und auskömmlichen Verdienst, den ihm niemand schmälern möchte, so haben auch wohl wir ein Recht darauf, zu fordern, daß, was geschehen fann, ge- than werde, damit der Ackerbau so ertragreich wird, daß wir uns von unsrer Hände Arbeit nähren können. Daß dies zur Zeit nicht der Fall ist, geht unbestreitbar aus der Abnahme der landwirtschafllichen Betriebe hervor. Während der Arbeiter bei Arbeitswilligkeit seine regelmäßige, bestimmte Einnahme hat, ist der Ertrag unsrer Arbeit von so vielen außer Menschenmacht liegenden Einwirkimgen abhängig, daß jeder mögliche Schutz notwendig ist, um sie zu erhalten. Das kann nur so geschehen, daß die heimische Produktion gegen die -übermächtige Konkurrenz des erheblich billiger produzierenden Auslandes wirksam geschützt wird. Solchen Schutz sehen wir in einer ausreichenden Erhöhung unserer Schutzzölle, um die ;roir um so mehr den hohen Reichstag bitten dürfen, als ein gesunder, kräftiger Bauernstand die sicherste Gewähr bietet tfur die Erhaltung der Wohlfahrt und Wehrkraft unseres ganzen Volkes. Den hohen Reichstag bitten wir deshalb: Er wolle 1. anstelle des seitens der Regierung vorgesehenen Zolltarifs für alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse einen wirksamen Schutzzoll dadurch schaffen, daß der vorgeschlagene Marimalzoll als Minimalzoll für alle Fruchtarten ange- nommen werde, 2. in anbetrachr der durchgängig höheren Zndustriezölle auch der Landwirtschaft gegenüber von dem Grundsätze: Jedem das Seine! Gebraiich machen." — Der Krieger verein faßte in seiner Monatsversammlung folgende Resolution: „Ter Kriegerverein Wetterfeld weist mit Entrüstung die Auslassungen des englischen Staatsministers Chauiberlain als dreiste Unverschämtheit und grobe Lüge zurück." >< Nieder Lhmcn, 20. Nov. Zwei junge Leute auf der hiesigen Molkerei vergnügten sich mit dem Schießen aus einem Flobert. Tie Kugel traf einen in der Nähe in einem Steinbruch beschäftigten Arbeiter über dem einen 9(ugc. Eine Linie tiefer — und der Schuß wäre gerade in das Auge gegangen. So kam der Arbeiter glücklicher Weise mit einer leichteren Verwundung davon. Toch ist polizeiliche Anzeige erstattet ivorden. Q Hainbach, 20. Nov. Die hiesige Schafherde war unrein geworden oder „angegangen", wie der landläufige Ausdruck besagt. Tie Schafbesitzer sahen sich genötigt, ihre Schafe zu verkaiifen. Ta das Fleisch der Tiere ja unbedenklich genießbar war, stellten sich bald Händler ein, die aber nur 10 Mk. für das Stück bezahlen wollten. In den benachbarten Ortschaften merkte man aber, auf welche Weise man gutes Schaf- und Hammelfleisch recht billig erwerben konnte. Tie Nachfrage nach den feilgebotenen Schafen ward so stark, daß bis jetzt sämtliches Angebot abgesetzt wurde. Die Schafbesitzer erzielten nun 15 bis 18 All. für das Stück, und die Käufer stand das Pfund Fleisch 33 big 35 Pfennig gegen einen sonst üblichen Ladenpreis von 60 Pfg. □ Ulrichstein, 20. Nov. Von einem schweren Geschick wurde die Familie des hiesigen früheren Bürgermeisters heim- gesucht. Die erwachsene Tochter wurde von schwerer psychischer Krankheit befallen, sieht aber jetzt ihrer Heilung entgegen. Ihr Bruder mußte in diesem Herbste zum Militär einrücken. Vor kurzem erkrankte er schwer an einem Gehirnleiden, dem er nach wenigen Tagen erlag. Sein Leichnahm wurde auf dem hiesigen Friedhöfe beerdigt. Gerichtssaal. Soh. Gießen, 15. Nov. (Schiedsgericht für Arbeiter- v ersicherung). In der heutigen Sitzung führte Regicrungsrat B o e ck m a n n den Vorsitz. Die dem Valentin Roth zu Zell- Romrod als Unfallentschädiguiig gewährte Rente von 30 Prozent hatte die Tiesbauberufsgcnofscnschaft auf 20 Prozent herabgesetzt. Ter eingelegten Berufung gab das Gericht statt und verurteilte die Genossenschaft zur weiteren Zahlung der 30prozentigen Rente, da eine wesentliche Besserung im Zustand des verletzten Beins seit der letzten maßgebenden Untersuchung nicht eingetreten sei. — Mit Bescheid vom 14. August 1901 setzte die Fleischereiberufsgenossenschaft die dem Reinh. D r e y l i n g zu Grünberg bewilligte Schonungs rentc für Verletzung des vcd)ten Daumens von 30 auf 15 Prozent herab. Tie hiergegen eingelegte Berufung wurde von dem Gericht verworfen, da nach Ansicht des ärztlichen Sachverständigen eine höhere Crwerbsbcschränlung als 15 Prozent nicht besteht. — Die Steinbruchsberufsgenossenschaft reduzierte die lOOprozcntige Rente des Eberhardt Hardt zu Albach auf 40 Prozent. Auf eingelegte Berufung setzte da? Gericht nach Augenscheinnahme der schwer verletzten hnfen Hand und Anhörung des ärztl. Sachverständiaen und des Zeugen Nickel die Rente auf 60 Prozent feit. — In der > oalidenversicherungssache Heinrich Al aus- Teckenbacb erklärte sich der Vertreter der ZnvaliDcnversicherungsa „statt bereit, die diente statt vom 1. 9. 00 vom 1. 6. 00 zu gewähren. Tie weiter von dem Gericht wegen Nachverwendung von Beitragsmarken ange- stellten Ermittelungen waren resultatlos. Tie Verhandluiig wurde zur außergerichtlichen Erledigimg ausgesetzt. — Tie Berwung der Sufanne K n i s; Wittwe in Bruchenbrücken gegen den ablehnenden Altersrentenbcscheid der Versicherungsanstalt mußte als verspätet erhoben vom Gericht zuriickgewiesen werden. — Mit der Einstellung der von Der Hess. Nassauischen Baugewerksberufsgenossenschast bewilligten Rente von 33* 3 Prozent gab sich der Fnhrknecht Andreas Schmidt zu Friedberg nicht zufrieden. Seine Berufung wurde von dem Gerick)t venvorfen, da nach zwei übereinstimmenden ärztl. Gutachten keine Unfallfolge mehr besteht. — Die Süüwest- dentsche Holzberussgenossenfchaft hatte die dem Karl Häuser beleidigte Rente von 15 Prozent eingestellt. Der eingelegten Berufung» gab das Gericht statt und verurteilte tue Genossenschaft zur Weiterzahlung der Reine. — Taglöhner Michael Hab eis zu Alsfeld war mit seinem Antrag auf Invalidenrente von der Versicherungsanstalt Großh. dessen abgewieseri worden, weil bezüglich der Marken in Quittungslarte I die Anwartschaft auf Rente erloschen sei lind die Nachvciwcndung von Marken für blos 2 Jahre zulässig, und darnach die Wartezeit von 200 Beitragswochen nicht erfüllt sei. Tas Gericht erachtete zwar die NachverwenDung von Marken für 4 Iahte als zulässig, Da das Bersicherungsverhältnis zwischen dem Hebeis und der Stadt Alsfeld streitig im Sinne des § 146 Ges. gewesen sei, tonnte aber unter weitgehendster Berück- stchtigung Der gelieferten Arbeitsnachweise und ärztlicher Beschemig- ungen doch nicht soviel Beitragswochen annehmen, als zur Erfüllung der Wartezeit notwendig ivaren. Die Berufung mutzte deshalb abgetuiejen werden. SchiffsuachUchtell. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 19. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Toppelfchrauben - Postdanipfer „Königin Luise", Kapitän H. Prager, vom Norddeutschen Sloyd in Bremen, ist heute 1 Ubr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. »M m M xsx ■ । bis Mk. 6.85 pr. Foulard-Seide ss n Serbe" in schwarz weiß und farbig von 95 Pfg. bis All. 18.65 pr. Mtr. 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Mißbräuchliche Benutzung dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß aus dem Verein nach sich und wird gegebenen Falles gerichtlich verfolgt. Die Bezugsscheine und Einttittsbeikarten sind beim Vereinsrechner, Herrn H. Hochreuther, Südanlage 5, sowie beim Vereinsdiener und an der Kasse am Eisplatz erhältlich. Gießen, den 15. November 1901. 7572 Der Vorstand. 6 76 7482 jlaarrw Reimer’s Emil Fischbach. Pk Herrmann. "Wilhelm Haas. I Kalkhof. W. Kilbinger. Eberhard Metzger, ttebr. Michel. H. F. Nassauer. Koch- und Beokrecepte, verfasst von Lina Morgenstern, gratis. Bestreuzucker zum Bestreuen des Geblöks an Stelle von Vanille-Zucker, in Beuteln L 10 Pfg. ir baarmenn’s Vanillin Ist absolut frei von den *m ■$- schädlichen und nervenaufrogonden Bostandtheilen, die in der WW- Vanille enthalten sein können, dabei wohlschmeckender Wfl 8BT und unendlich viel billiger als Vanille-Schoten. Generalvertreter: Max Elb in Dresden. 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