Nr. 248 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Dienstag 22. Oktober 1901 2 3 Vrscheiut tLgNch mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener LamMen- blätter werden demAn- »eiger im Wechsel mit oem „Hess. Landwirt" und den .Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei- gelegt. Redaktion, Erpeditirw und Druckerei: Gchulstraße 7. Adrefie für Depeschen: Anreiger Gießen. FernsprechonschlußNr.51. @ Q Annahme von Anzeigen S »erAnzeiger General-Anzeiger w v -*7 UnlversitatS - Druckerer Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen _________________________________________ V _________________»_______________________________________ tJf zeigenteil: HanS Beck. 1899 wurde er als Hauptmann und Kompagniechef in das 81. Regt, einrangiert, und zugleich als Rittmeister a la suite des 1. Garde-Drag.-Regts. gestellt. Auch jetzt verbleibt er a la suite dieses Regiments und ist zugleich beim 81. Inf.-' Regt, a la suite gestellt worden. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Gegenüber den Gerüchten, daß die bei der Zulassungsstelle neuerdings angemeldeten 35 Mill. Mark 3pvoz. Reichsanleihe jetzt unter der Hand begeben worden oder zu begeben wären, sind wir in der Lage, die Unrichtigkeit einer derarti-- den Auffassung sestzustellen. Bon diesen 35 Mill. Marl, ivaren rund 17 Mill, bereits im Februar 1901 vor der Ende März 1901 stattgehabten Emission von 300 Mill. Mk. deutscher Reichsanleihe begeben, während die übrigen 18 Mlll. Mark noch jetzt zur Verfügung der Reichsverwaltung stehen, und es nicht ut der Absicht liegt, noch! im Lause dieses Jahres irgend welche Verkäufe hieraus vorzunehmen. — Der Stadtvervrdnetenausschuß zur Vorberatung des bekannten Erlasses des Obervräsidenten in Sachen der wiederholten Wahl des Stadtrats Kauffmann zum zweiten Bürgermeister von Berlin hat gestern eine dreistündige Sitzung abgehalten und einstimmig beschlossen, die Vornahme einer Neuwahl bis zum Eingänge einer Entscheidung des Königs über die Bestätigung ab-- u l e h n e n und den Magistrat zu ersuchen, beim Minister des Innern Beschwerde über den Oberpräsidenten zu führen. — Wie zuverlässig verlautet, schweben Unterhandlungen der preußischen Regierung mit den thüringischen Staaten zur Uebernahme sämtlicher thüringischen Privatbahnen in die preußische Verwaltung. — Dieser Tage trat das Kuratorium für den China- fvnds des Deutschen Flottenvereins in Berlin zu einer Sitzung zusammen, woran u. a. General Menges^ General Keim, Dr. Tenius, Wirll. Admiralitätsrat Dr. Fetisch teilnahmen. Nach Feststellung der Satzung und Geschäftsordnung wurde der Haushaltsplan entworfen mrd Beschluß über die Anlegung des Fonds, der inzwischen auf 155 339,40 Mk. angewachsen ist, zu welcher Summe noch die Kapitalzinsen hinzutreten, in mündelsicheren Papieren gefaßt. Anrech taufUnter st ützung aus diesem Fonds haben alle Angehörigen der Kaiserlichen Marine, die in den chinesischen Wirren dienst- oder erwerbsunfähig geworden sind, sowie deren Familienglieder und die .Hinterbliebenen von Verstorbenen. Anträge auf Unterstützung sind an die Orts-, bezw. Landes- und Provinz-Verbände des' Deutschen Flotten-Vereins zu richten. — Der Gesellschaftsta g der deutschen Gesellschaft für ethisch e Kultur trat gestern in Berlin zusammen. Den Vorsitz führt Prof. Döring. Vertreten sind die Städte Berlin, Danzig, Magdeburg, Frankfurt a. M., München, Jena, Ulm und Wiesbaden. Außer den Berichten über den Fortgang der Bewegung in Deutschland und die Thätigkeit der Wanderredner wurden am ersten Tage vornehmlich grundsätzliche Fragen von allgemeiner Bedeutung diskutiert. Hadersleben, 20. Okt. Aus dem nahe an der dänischen Grenze gelegenen Dorfe Kjöbenhoved sind gestern fünf Personen ausgewiesen worden, weill sie an einer Hochzeit teilgenommen hatten, auf! der verbotene Lieder gesungen wurden, in denen der Wunsch nach Wiedervereinigung Schleswigs mit Dänemark ausgedrückt wurde. Auf der Hochzeit war ferner eine Rede gehalten worden, in der hervorgehoben wurde, daß das eben getraute Paar an dem Ziele der Vereinigung „Süd-Jütlands" mit „Nord- Jütland" Mitarbeiten möge. Hannover, 20. Okt. Die Vertrauensmännerversammlung der konservativen Vereinigung der Provinz Hannover nahm einstimmig eine Resolution an, in der es heißt: Die Vereinigung giebt ihrer Ueberzeugung Ausdruck, daß es im Interesse der deutschen Landwirtschaft liegt, zu einem Freihaudelssystem zurück- zu kehren- falls ein durchaus gesicherter und vollkommen ausreichender Zollschutz bei den bevorstehenden Zolltarif- Verhandlungen nicht zu erreichen ist. Breslau, 20. Okt. Die Nr. 30 des „Simplzissi- m us" mit dem Titelbild „Der kleine Willy" wurde gestern hier konfisziert München, 19. Okt. Der Chef des Generalstabes der bayerischen Armee, Generalleutnant v. Lobenhoffer, ist infolge eines Schlaganfalles gestorben. — Im Auftrage des Prinzregenten überreichte Staatsminister Graf Crailsheim dem Nuntius Monsignore Sam- bucetti, der aus Gesundheitsrücksichten seine Abberufung erbeten hat, die Insignien des Großkreuzes des Ordens der bayerischen Krone. 5>er Kongreß der Aucllgegucr in Leipzig. Die Beratungen der vom Fürsten Karl zu Löwenstein angeregten Konferenz von Gegnern des Zweikampfs sind zu Ende geführt. Ihr Hauptergebnis ist die Einsetzung eines Aktionskomitees, das im Sinne der Teilnehmer an den Besprechungen die jetzt erst angebahnte Bewegung ständig unterhalten und zu einer allgemeinen ausgestalten soll. Der erste Redner, Handelskammersyndikus Freiherr von Bönin g k-Halberstadt, sprach über „Ehre und Wahrung der Ehre". Seine Grundauffassung ist: Der Zweikampf ist die Verbindung zweier Menschen zur Vernichtung von Vernunft, Gewissen und Ehre. Die Rede des Oberbürgermeisters Dr. Antoni behandelte den Gedanken, daß die jetzige Bestrafung der Beleidigung nicht genüge. Der dritte Redner Dr. v. Ruetz führte aus, daß staatlich anerkannte Ehrengerichte gebildet werden müßten, mit weitgehendsten Macht- befugnissen und daß eine ehrengerichtliche Berufungsinstanz einzusetzen sei. Rechtsanwalt Dr. Rumpf-München hält die Ausrottung des Duells durch Aufrechterhaltung eines edlen, menschenfreundlichen Verkehrs für möglich, und fordert die Heranziehung der Jugend zur Bewegung gegen das Duell und somit den Fall der studentischen Mensur. In eine Kommission zur Beratung dieser Fragen wurden gewählt: Oberbürgermeister Dr. Antoni-Fulda (kctthol.), von Buing (evang.), Reichsgericktsrat Horten-Leipzig (evang.). In das Aktionskomitee mürben berufen: Dr. Antoni, Adalbert GrafvonE rbach, Karl Fürst zu Löwenstein, Juftiz- rat Trirnborn-Köln, v. Ruetz, ,Frhr. Louis v. d. Oelsnitz, Major z. D., Friedrich Graf zu Stollberg, Land- gerichtsdirektor Dr. Wulff in Hamburg, v. Boeningk- Reichs- tagsabg. Dr. Bachem teilte noch mit, daß man bei der bevorstehenden Revidierung des Strafgesetzbuchs eine allgemeine Erörterung der Duellfrage im deutschen Reichstage vornehmen werde. Resolutionen wurden nicht gefaßt, da die weiteren Vorarbeiten dem Aktionskomitee übertragen bleiben. Jm einzelnen sind noch einige interessante Detalls hervorzuheben. Dr. Antoni stellte für den gesetzlichen Schutz der Ehre und Bestrafung der Duelle folgende Leitsätze auf: 1. Der Schutz des Strafgesetzes ist kein genügender, insbesondere kann Geld-, Haft- und Gefängnisstrafe keine ge- nügende Sühne für angethane Beleidigung gewähren. 2. Deshalb ist die Aufnahme einer Bestimmung in das Strafgesetzbuch notwendig, welche den Richter berechtigt oder anweist, an Stelle oder neben der Strafe sestzustellen, daß der Beleidigte sich selbst an seiner Ehre geschädigt hat. 3. Die unbeschränkte Zulassung des Wahrheitsbeweises ist zu verwerfen, uUd nur insoweit zuzulässen, als sie mit den behaupteten konkreten Thatsachen im Zusammenhang steht und sofort zur Sprache kommt. 4. Die Schutzbestimmungen, soweit sie sich auf die Famllienehre beziehen, sind einer Revision zu unterziehen (Ehebruch u. Verführung sind Momente der Familienehre, die nicht genügend zum Ausdruck in unserem Strafgesetzbuch gebracht sind). 5. Die Behandlung des Zweikampfes als eines besonderen Delikts ist zu verwerfen, vielmehr nach den allgemeinen Strafbestimmungen und nach Maßgabe der eingetretenen Folgen als Vergehen wider das Leben und Körperverletzung zu bestrafen, v. B ö - ningk-Halberstadt verlangt, daß auch der Ehebruch für solche Fälle strafbar sein müsse, in denen eine Scheidung -nicht erfolge. Dann würden auch die Duelle wegen Verletzung der Famllienehre bedeutend abnehmen. Dr. Drucker- Leipzig empfiehlt eine scharfe Bestrafung der Beleidigung. -Eine Ehrenerllärung Pflege heute meist wenig Eindruck zu machen. Ein Graf von der Schul en bürg teilte mit: Eine Persönlichkeit am Berliner Hofe sei wegen ihrer Zweikampf-Gegnerschaft für nicht hoffähig erklärt worden. Fürst Löwenstein empfahl fol- gerrde Punkte zur allgemeinen Beachtung: 1. Es darf niemand sich selbst Recht verschaffen. 2. Es ist entschiedene Pflicht eines jeden Ehremnannes, Irrtümer einzugestehen, Beleidigungen zuzugestehen und zurückzunehmen. Ebenso ist es bie Pflicht des Beleidigten, die Entschuldigung des Beleidigers anzunehmen. 3. Die Richtigstellung des konventionellen Ehrbegriffes. 4. Es müssen Schiedsgerichte ge- b-lldet werden; durch deren Entscheidung ist ein vollgiltiger Ersatz des Duells auf friedlichem Wege ins Auge zu fassen. * * * Fürst Karl, das zu Kleinheubach am Main residierende derzeitige Haupt derFamilie Löwen st ein-Wertheim- Rvchefort oder -Rosenberg des seit 1711 beziehungsweise 1803 fürstlichen Gesamthauses Löwenstein-Wertheim, wurde geboren am 21. Mai 1834 zu Haid in Böhmen als Sohn des Erbprinzen Konstantin und dessen Gemahlin Agnes, einer geborenen Prinzeß zu Hohenlohe-Langenburg. Fürst Karl folgte 1849 seinem Großvater, dem Fürsten gleichen Namens: er vermählte sich zweimal: mit Adelheid, Prinzeß zu Isenburg (f 1-361) und mit Sophie, Prinzeß von und zu Liechtenstein (f 1899). Der letzteren Ehe sind zwei Prinzen und fünf Prinzessinnen entsprossen. Die einzige Schwester des Fürsten, Prinzeß Adelheid, Witwe des Prinzen Michael von Braganza, hat 1897 den Schleier genommen und lebt jetzt in der Benediktinerinnen-Abtei zu Solesmes. UMische Tagesschau. Zum Zolltarifentwnrf. In einem Artikel zu den Zolltarifarbeiten schreibt die „Köln.-Ztg." u. A.: Zn Regierungskreisen macht sich vielfach die Auffassung geltend, daß die Festlegung eines Mindest- zolltarifs für einige der wichtigsten Getreidesorten die neuen Verhandlungen nicht erschweren, sondern im Gegenteil erleichtern wird. Wenn bie auswärtigen Staaten wissen, daß deutscherseits die Mindestzollgrenze den festen Preis bildet, der in der Verhandlungen nicht weiter unterboten werden kann, so würdt das von vornherein dazu beitragen, den Boden der gegenseitig möglichen Zugeständnisse aufzuklären. Betreffs der Behcncp- tungen, Rußland könne sich unmöglich eine Erhöhung be£ Roggenzolles von 35 auf 50 Mk. gefallen lasten, weist ba5 genannte Blatt darauf hin, daß gerade zu der Zeit, als bei 50 Mark-Zoll in Deutschland in vollem Umfange in Kraf. war, bie Roggeneinfuhr aus Rußland nach Deutschland größer war, als in der späteren Zeit, wo der 35 Mark-Zol. erhoben wurde. Das Blatt warnt alsdann davor, im Reichstage Obstruktion zu treiben und schließt mit einem Appell ar bie Reichstagsabgeorbneten besonders an bie süddeutscher Mitglieder des Centrums, zu den Verhandlungen im Reichstage recht zahlreich zu erscheinen. Deutsche Juristen in Frankreich. Bislang haben deutsche Studenten der Rechtswissenschaft wohl auf fremdländischen Universlläten studieren dürfen, aber die dort zugebrachten Semester wurden ihner nicht angerechnet. Selbstverständlich war infolgedessen dir Zahl deutscher Studierender der Rechtswissenschaft am fremdländischen Universitäten immer nur sehr gering, dc das juristische Studium mit Hinzurechnung der Referendarzeit ohnedies sehr kostspielig und langwierig ist. Nunmehr ist eine Aenderung getroffen worden, und zwar was die Angelegenhell eben auch vom politischen Standpunkt aus interessant macht, hinsichtlich einer französischer Universität. An der Universität Grenoble bestanden schor seit längerer Zell besondere Kurse für Ausländer zur Erlernung der französischen Sprache. Nunmehr hat diese Universität, wie die Zeitschrift „Das Recht" mitteilt, von nächsten Wintersemester ab die Vorlesungen über das römische Recht vollkommen den Lehrplänen der deutscher Hochschulen angepaßt. Zum Dank für dieses Entgegen kommen hat die preußische Verwaltung die Bestimmunc getroffen, daß ein von der Univ ers ität Grenoblc einem preußischen Studenten testiertes Semester ebenso giltig ist, als wenn der Studierende dieses Semester an einer deutscher Uni versität zugebracbt hatte; es tritt somit keinerle Zeitverlust für den Studierenden ein. Bei den anderer Bundesstaaten, also auch bei uns, ist zur Anrechnung de« Semesters allerdings eine Eingabe an das Justizministerium erforderlich, doch wlld die Genehmigung sicherlick immer erteilt werden. Deutsches Reich. Berlin, 20. Okt. Der Kaiser hörte gestern dü Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamts uni des Stellvertreters des Chefs des Marinekabinetts. — Auf ein geftern von dem Oberbürgermeister vori Aachen Veltmann, an den Kaiser abgesandtes Telegramm ist nachfolgende Antwort eingegangen: Ich danke Ihnen vielmals für die Meldung von der erfolgten Enthüllung des Denkmals Meines hochseligen Herrn Großvaters, Kaiser Wilhelms des Großen Majestät, Auch mein Sohn, des Kronprinzen Kaiserliche und Königliche Hoheit hat mir mitgeteilt, wie würdig und schön du Feier verlausen ist. Es hat Mich schmerzlich bewegt, der Feier nicht haben beiwohnen zu können, aber Ich hoffe zuversichtlich, im nächsten Jahre unter glücklicheren Umständen die schöne Krönungsstadt Aachen besuchen zu können. Daß bei der heutigen Feier zugleich der Beschluß gefaßt ist, ein Denkmal für Meinen in Gott ruhenden Herrn Vater, Kaiser Friedrich III. Majestät, in dortiger Stadt zu errichten, hat Mich hocherfreut, und Ich spreche Allen, welche diesem pietätvollen Unternehmen ihre Förderung widmen. Meinen Königlichen Dank aus vollem Herzen aus. Wilhelm. — Zu der Zeituugsmeldung, daß der Fürst Reu ä. L. eine Aenderung der Thronsolgung vorgenommen habe', geht der „Münch. Ztg." von maßgebender Seite folgende Mitteilung aus Greiz zu: „Ich ersuche Sie, die tendenziöse Mitteilung über die Er b fol g eän d e run g seitens des Fürsten Heinrich XXII. ä. L. zu dementieren. Die Testamentsänderung betrifft lediglich eine private Aenderung. Durchlaucht ist ke in e s w e g s er kr an kt." —'Da- gegen geht den „L. N. N." folgende Nachricht aus Greiz zu: Die plötzlich eingetretene Erkrankung des Fürsten nimmtanBedenklichkeitzu. Von einzelnen Stellen wird angenommen, sie sei die Folge einer Erkältung, während von anderer Seite versichert wird, daß die Nerven d es Fürsten durch die Hlch aut vielen hat, den für itb“a®MS “ »rntag >80t, Ä Zedlitz, ^*miniftcts I1* «beiter E es jtetzt ta lcht. *9 der Handels« ?"dere Kammern Anführung der M Sonntags, e Königliche Eisen« : hierher gelangten onntagskarten iem früheren Zu« lll gekommen die en Frankfurt L.M. >ie bei ihrer sehr anerkannt werden arten zu kleineren ach dem Taunus dadurch geschafföi . morden sind, di- ielstation und auch i zur Rückfahrt be- Rückfahrkarten ent« reisekaüen. - Für len ähnliche Karten ning hin hat die sie in hie ja Sache e, wieher zurück- tober. Die Kamm, feit abends 6yt Uhr end. Die Ludwigs- LÜscharbeiten. ' btt 9e| lches großen Schaden tzlich irrsinnig ge. lledenzusemer^ ■ang dann au* ^Wohnung auf de ^nnitatsrator^e »-■«s S!***y UnteH^“"9 i(1. ■ts?** L«s etStntt betn jr ^Müitablnett senden ^7' ®eib» 3 d°^ Ät-ed>- :e!" e hett®9'Hub im ^drr jiMP 1 pE-l^Ä I? ,ich f'ÄiWft l‘S‘%e te «b ich < h°t«1 M AW al».' Tendenz: echwach. . 100.45 . 84.40 . 100.35 . 89.50 . 98.00 . 99.00 42.30 . 25.60 . 25.45 . 84.10 Reicheanleihe do. Konsole do. . . 3'/r°/o 3O/o 3V,°/o 8°;0 Kreditaktien . . . Diskonto-Kom m andit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . . . 193.60' . 171.20 . 106.10 . 117.60 . 129.40 . 131.50 . 154.50 . 178.25 . 159.50 . 154410 mit einer vor einigen Tugen stattgefundenen Gerichtsvechand- (ung gegen den Polizeisergeanten Backowski in Verbindung gebracht wird. (Er wurde wegen Erpresirmg eines Gestand« nisses zu einem Jahre Zuchthaus verurteilt Er hatte einen unter dem Verdacht des Diebstahls stehenden Ortsarmen durch Rohrstockhiebe zum Geständnis bringen wollen, doch war der Mann unschuldig.) Chemnitz, 21. Okt. Irr einer von neun evangelischen Arbeiter-Vereinen von Chemnitz und Umgegend em» berufenen öffentlichen Versammlung referierte Dr. Scheven- Dresden und Dr. dUmtze, der Sekretär des sächsischen Handels- Vertrags-Vereins über den Zolltarif und Handelsvortrag. Eine Resolution, die energisch Widerspruch gegen eine Zollerhebung auf Lebensrnittel erhebt, den Toppellaris verwirft und langfristige Tarif-Verträge fordert, gelangte zur Annahme. sehr gut bezeichnet. Brussel, 21. Oktober. Im hiesigen Buren-Hilfskomitee erzählt man sich, es sei dem Präsidenten Krüger vor etwa acht Tagen von gänzlich unbekannter Seite eine Summe von 2 Millionen Franks in englischen Banknoten üverwiesen worden mit der Widmung: „Ein Beitrag zur Ergänzung des Waffen- und Munitions-Vorrats der tapferen1 Buren." Im Anschluß hieran wird versichert, daß Agenten der Buren seit langem in allen südafrikanischen Hafenplätzen. mit großem Erfolge thätig seien, um aus den Händen englischer Kaufleute Kriegsbedarf für die Buren aufzukaufen. Paris, 21. Okt. Dem Journal wird aus Rom berich- tet: Der Privat-Sekretär Krügers wird wahrscheirllich- demnächst nach Pretoria zurückkehren. Er ist von Krüger mit einer Spezialmission beauftragt Konstantinopel, 20. Oktober. Die Einnahmen der türkischen Tab ak-Re gie-Ges ells ch ast befugen September 17 500 000 Pes, gegen 17 200 000 in der gleichen Periode des Vorjahres. Kingston, 21. Okt Ein bedeutender Erdrutsch hat auf Barbados stattgefunden. 200 Hektar bebauten Landes mit 85 Häusern glitten in dem Distrikte bei Boschaver ins Meer. 400 Personen sind obdachlos. Pretoria, 21. Okt. Kanadische Truppen überraschten m. der Freitagnacht 16 Mellen nordwestlich von Balmoral ein Burenlager. Nach kurzem Gefecht floh der Feind und ließ 3 Tote zurück. 4 Mann wurden gefangen und eine ÄRenge Vieh, Lebensmittel und Munition erbeutet. Die Kanadier verloren 5 Mann. Johannesburg, 21. Okt Ein Mann vom 1. Lewis wurde heute in Potchefsllomm wegen Beteiligung an der Ermordur^g zweier Soldaten zum Tode verurteilt Wie es in der Anklage hieß, waren die beiden Soldaten im Juli 1900 zu Frederikstad, nachdem sie sich ergeben hatten, ermordet worden. Ludwigshafen, 2L Okt Der Schaden bei der Brand-Katastrophe der Kammgarnspinnerei und Sammet-Fabrik in Oggersheim beläuft sich auf ca. eine Million Mark. Beteiligt sind dabei acht Ver- sicherungs-Gesellschasten mit 780 000 Mk.: die Leipziger, Badische, Süddeutsche, Helvetia, Baseler, Westdeutsche in Essen, München-Gladbacher und eine schlesische Versichere ungs-Gesellschast. Außerdem ist die Fabrik mit 150 000 ML bei der Konigl. Braub-Vers.-Karnrner für die Pfalz versichert. In der Spinnerei waren beschäftigt 125 weibliche und 65 männliche Personen, welche in den anderen Betrieben beschäftigt werden können. Der Betrieb der Spinnerei wird auf zwei bis drei Jahre ausgesetzt werden müssen. London, 21. Okt. Aus Kronstadt wird gemeldet: 20 gefangene Buren wurden hier eingebracht Unter denselben befindet sich der Kommandant Maras. — Wie aus Johannesburg depeschiert wird, herrscht im dortigen Bezirk völlige Ruhe. Kommandant Kemp ist nach der Gegend von. Elandsriver abgegangen, um dort die Ernte vorzunehmen. _ König Eduard beabsichtigt, wie die hiesigen Blätter' melden, dem General Buller den Pairs-Titel zu verleihen und chm außerdem eine bedeutende Dotation zu gewähren. — „Daily Mall" meldet aus Brüssel: Krüger empfing einen Bericht von Schalk Burger vom 23. September, worin mitgeteilt, daß ein großer Teil der Kap- Kolonie in offenem Ansruhre steht. Die Buren haben während der letzten drei Monate über 15000 Kap-> Holländer bewaffnet. Die Lage der Buren wird als1 3*/2°/o Hessen . . . 5% Italien. Rente . . 4 /o Grieoh. Monopol-Anl. 3% Portugiesen . . . 3% Mexikaner . . . 4*/2Va Chinesen . . . Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Brüssel, 21. Okt. Gestern Nachmittag fand hier der von den Sozialdemokraten angeküudigte Straßenumzug statt, ver- Kunden mit einer antimilitärischeu Kundgebung. Mehrere tausend Personen nahmen daran teil. An der Spitze des Zuges, der durch die Hauptstraßen sich bewegte, befanden sich die bekannten Sozialistenführer. Mehrere Musikkapellen spielten revolutionäre Lieder. Zuschriften zu Gunsten der allgemeinen Wahlpflicht wurden dem Zuge vorangelrageu. St. Etienne, 21. Okt. Wie zuverlässig verlautet, ist die Mehrzahl der Arbeiterdelegierteu, die über die Frage eines Generalausstaudes abgestimmt haben, für die Erklärung eines solchen. London, 21. Oktober. Wie der „Times" berichtet, ist es wahrscheinlich, daß der Rückkauf des Panama-Kanals durch die Vereinigten Staaten zum Abschluß kommt. Riva, 21. Okt. Der von dem angeblichen irrsinnigen Konditor Müller aus Insterburg überfallene Dr. Laden- bürg er ist heute Nacht seinen Verletzungen erlegen. Wien, 21. Oktober. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, hat sich Ministerpräsident v. Koerber mit der ungarischen Regierung verständigt und wird dem Abgeordnetenhaus die Bestimmungen des neuen Zoll- und Handelsvertrags mit Ungarn vorlegeu. Dieser Verttag soll namhafte Vortelle für die österreichische Jndnstrie in dem Handelsverkehr mit Ungarn gewähren. Berlin, 21 Okt. Zwei Typhus-Erkrankungen sind in Karolinenhöhe bei Charlottenburg festgestellt worden. Auf die von den Aerzten erstattete Anzeige begab sich eine Sanitäts-Kommission an Ort und Stelle, um die notwendigen gesundheitlichen Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Wie amtlich festgestellt wurde, sind die Erkrankungen auf den Genuß von Trinkwasser zurückzufuhren, das einem Brunnen entnommen war, in dessen Nähe sich zwei Dunggruben befinden. Stallupöueu, 21. Okt. Erhebliches Aufsehen erregt hier bte Verhaftung des Stadtw acht meistert Knrep, bte Telephonischer Kursbericht- Frankfurt a< JDLM 21. Oktober. Universitäts-Nachrichten. — Professor Dr. Saum, Anatom an der tierärztlichen Hoch- chule zu Dresden, erhielt einen Ruf als 0. Professor an die Universität Gießen, lehnte jedoch ab. kredit-Bank übersteigt bereits zwei Millionen. Die Zahl 1 der Geschädigten wächst zusehends. Der Oberbuchhalter der । fallitcn Bank Arthur Prochasta sowie deren Kassierer , Julius Wrchowski wurden verhaftet. — Der feit Freitag . verschwundene Direktor der fallierten Bank, Alfred ©d)la* derer, ist im nahe gelegenen Walde tot aufgefunden worden. Es liegt Selbstmord vor. . . Hannover, 20. Okt. Auch Hannover hat nun se-me K r i s e n v e r s a m m l u n g; die Aktionäre der Straßenbahn waren auf Samstag in das eleganteste Hotel der Stadt geladen, um über die verzweifelte Lage des. Unternehmens zu beraten. Die Voranmeldungen hatten ergeben, daß über 1000 Aktionäre sich einfinden wurden. Der Hotel- firma Kasten wurde vor dem Andrang ebenso Angst, iuie dem Aussichlsrat. So mußten sich die Aktionäre gefallen lassen, sich stundenlang auf einer elenden Hintertreppe zu drangen und bann zu erfahren, daß die Versammlung erst nach mehrstündigen Vorarbeiten in einem anderen Saale stattfinden könne. Die Polizei drohte mit Sperrung. Und cs drohte in der That ein Gedränge. Die Ankündigung steigerte die Erregung. Man witterte einen Kunstgriff der Verwaltung, der man zutraute, daß sie die Attionäre nur nach dem Tivoli abschieben wollte, um schtteflttch mit einigen Kreaturen ganz so unter sich zu tagen. Bantdirektor Basse, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Straßenbahn, Direktor der großen Braunschweig-Hannoverschen Hypothekenbank, einflußreiches Mitglied der HannoverichenStadt- vertretung, verlor gänzlich die Direktion. Nach längeren Reden und lauten Szenen erst bequemten sich die kleinen Aktionäre, den Saal zu verlassen. Die Versammlung wurde nach dem Tivoli auf den Nachmittag vertagt. Diese Versammlung beschließt zunächst die Wahl einer aus sieben Mtt- gbiebern bestehenben Revisionskommission mit ber Befugtns, Sachverständige zur Abgabe von Gutachten zuzuztehen. Bet ber Abstimmung über die Frage, ob überhaupt neue Geldmittel zu gewäl)ren sind, werben 8547 für, 4468 Stimmen gegen die Bewilligung abgegeben. 161 Stimmen sind un- giltig. Hierauf erfolgt die Abstimmung über nachfolgenden Antrag des Aufsichtsrats: Den Aktien, deren Inhaber eilte Zuzahlung von 25 Prozent auf jede Aktte lotsten, soll die Eigenschaft von Vorzugsaktien gegeben werden; der etn- qehende Betrag soll zu außerordentlichen Abschreibungen oder zur Deckung außerordentlicher Verluste verwendet werden und zwar nicht ohne Genehmigung der Revisionskommission; 1400000 Mark sind für die Einführung der Oberleitung zurückzustellen. Der Antrag wird, weil keine Dreiviertelmehrheit erzielt ist, abgelefynt Desgleichen wird auch ein Antrag Wiegandt, jetzt zwöf emhalb Prozent und später weitere zwölf einhalb Prozent zuzuzahlen, abgelehnt. Ein Vertreter von 2300 Stimmen erklärt, er wolle feine Opposition gegen die Geldbewilligung aufgeben, wenn die Statuten dahin abgeändert würden, daß dem Aufsichtsrat das Recht zur Ausgabe weiterer Obligationen entzogen und die 36 000 Mark betragende feste Tantieme für den Aufsichtsrat beseitigt werde. Justizrat Wolff erklärt Naniens des Aufsichtsrats sein Einverständnis hiermit, ^er Vorsitzende empfiehlt infolgedessen die Einberufung einer neuen Generalversammlung. Die Versammlung ftimmt dem zu. Nachdem die neue Generalversammlung auf den 11. November anberaumt ist, wird die Versammlung geschlossen. Kandel und UerKetzr. Volkswirtschaft ko. Frankfurt a. M., 21. Oktbr. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Amtliche Notierungen ber heutigen Fruchtmarktpreii e. gßenten Mk. 16.00—16.25, Kurhessischer Mk. 00.00—00.00, La Plata Mk800.00-00.00, Kansas Alk. 16.25-00.00, Roggen (hiesiger) Mk 13 50—00.00, Gerste (Wetterauer) All. 16.25—00.00, Kleie ffltt OOÖ^OOOO, Hafer Alk. 14.50-00.00, Mais Mk. 12.50 bis Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 24-50—00.00, 2. Ouahtat Mk. 2-.50 bis' Nll 00.00, 3. Qualität Alk. 20.50—00.00, Roggenmehl 0 Vst 2150-00,00,1. Qualität Mk. 00.00-00.00, Weizenkleie Mk. 8.7o bis'Mk. 00.00, Roggenkleie Mk. 9.75—0.00, Maiskerme Mk. 9./o bis Mk. 10.00, Frankenpsälzer Rieb Alk. 00.00—00.00. Alles per 100 hc'. Frankfurt a. M., 21. Oktober. (Telegr. Oria.-Bericht des Giek. AnO'). Amtliche Notierungen der heutigen Brehmarkt- vreise. Rum Verkaufe standen 447 Ochsen, darunter 124 aus Oesterreich, 46 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 934 Kühe, perien, Stiere und Rinder, 396 Kälber, 667 Schafe und Hammel, 463 Schweine, 2 Ziegen, 0 Ziegen-, S Schailamm-r. Bez-chU wurde vir 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 61—62 Mk. 2 Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 56—55 Mk.; Bullen l.Qual. 54 bis 55 Mk. *2. Qual. 50—53 Mk.; Kühe 1. Qual. 59—61 Mk., 2. Qua . c-7__59'9)lf. 3. Qual. 42—45 Alk, 4. Qual. 32 34 Mk., o. Qual. 30—32 Mk. Kälber: 1. Qualität77—79 Pfg., Lebendgewicht 46—48 Pf., 9 Qual 68—70 Psg., Lebendgewicht 40—42 Pfg., 3. Qual. Lebend- a'ewicht 00—00 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgeimcht 58—60^Pfg., 2 Qüal. 48-50 Pm., 3. Qual. 44-46 Pfg.; Schweine 1. Qual. 68 Pfg., Lebendgeivicht 54 Pfg., 2. Qual. 67 Plg-, 52 Ptz., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Psg. — Uebe^land^bedeutend. ^kt. Auf bie hiesigen Geldinstitute sand heute ein Sturm ber Einleger statt. Alle ^yorberungen würben bisher glatt befriebigt, trotzbem stehen wettere Fallimente bevor. Das Defizit bei der Bau- und Boden-- Arbeiterbewegung. Parts, 20. Okt. Aus Montceau les Mines wird berichtet, daß die Alehrzaht der Grubenarbeiter bewaffnet und entschlossen ist, sich der Waffen zu bedienen, falls man versuchen sollte, dieselben zu beschlagnahmem Die Aufregung ist so groß, daff Der Direktor der Gruben nur noch in Begleitung von Gendarnien in seinem Wagen auszufal-ren wagt. Seit einigen Togen werden alle Gepäckstücke, deren Inhalt mau nicht ganz genau kennt, einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Ter Sekretär des Natwnal- Komitees drückte die Ueberzeugung aus, daß der Auspand am 1 ylovember ein allgemeiner fern wird. — Aus Lens (Dep. Pav de Calais) wird gemeldet: Der Präfekt hat eine Untesiuchung über die Verkäufe der Gewehre in den Minengebieten des ^-epartemeMs anstellen lassen, wobei der mit den Ermittelungen betraute Kommissar feslstellte, daß die verkau'ten Gewehre unbrauchbar sind da sie nicht geladen werden können. Sie stammen von ehemaligen Schillerbataillonen. — Die Nationalisten wollen die Ursache der Gleichglltigtett der Regierung gegenüber dem geplanten Ausstande der Grubenarbeiter ausfindig gemacht haben. Sie be- baupten nämlich, die Regierung hoffe, daß der Ausstand eine große Einfuhr von Kohlen nach Frankreich veranlaßen werde, wodurch bann bedeutende Summen in Form von Einfuhrzöllen m bie Staatskasse fließen würden, die zur Deckimg des Defizits des dies- iäbrigen Budgets verweiidet werden könnten. _ 1 J Loudon, 19. Okt. In Northhampton sanden Straffenkrawalle statt, verursacht durch zahlreiche Arbeitslose, welche durch die wirtschaftliche Krisis brotlos geworden find. Beionders die -vuch- industrie leidet sehr infolge der amerikanischen Konkurrenz, lieber 200 Arbeitslose, welche allen Entbehrungen ausgesetzt snw, beaaben sich nach einer tumultuösen Versannnlung vor die -chore des Gefängnisses unb baten um Unterkunft. Es kam mit Bolttei und Gefängniswärtern zu einem blutigen Zu,ammen- stoß wobei auf beiden Setten mehrere Personen verwundet wurden. Gerichtssaal. Berlin, 19. Ott. In dem Prozeß gegen den Redakteur der StaaW. Ztg.", Böckler, wegen Beleidigung des Justizrats (Gaffel, welchem Böckler unregelmäßige Verweiidung von Atundel- geldern vorgeworfen hatte, rourbe Böckler zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. _ . . ' Paris, 19. Okt. Ein Mo n str e--Pro z eß, der demnächst rur Verhandlung kommen wird, bildet augenblicklich das Gesprächsthema der Pariser. Der Direktor der Straßenbabn- Gesellschaft hat gegen den Sein e-P räf ekten auf Schadenersatz geklagt, weil die Stadt Paris entgegen dem Vertrag mtt der Straßenbahn-Gesellschaft die Erlaubnis z u m B a u der Untergrundbahn erteilt hat. Infolge der der Straßenbahn hierdurch erwachse,iden Konkurrenz beabsichttgt die Direktion der Straßenbahn 720 Wagen aus dem Verkehr zurück^uziehen, rooburd) 3200 Straßenbahn-Angestellte brotlos werden wurden. Sämtliche Angestellten haben sich bereits solidarisch erklärt u,id sind entschlössen, in den Aus st and zu treten, falls die ©^6^0^= Direktion diese Entlassuugeii vornehmen sollre. ” Ausschutzsitzung des landw. Provinzialvereius. Im -Hotel zum Prinzen Carl" in Gießen fand am 17. ds. Mts. eine Httrsschußsitzung des landw. Provinzialvereius statt, zu der, obwohl wir eure Einladurrg erhalten hatten, unser Vertreter seltsamerweise nicht zugelassen wurde. Hertte geht uns darüber nachstehender Bericht zu, den wir im Interesse unserer Leserschaft veröffentlichen wollerr. Ter Sitzung wohnten auch Mmisterialrat Braun und der Generalskretär des Hessischen Landwirtschaftsrats, Oekonomrerat Dr. Müller aus Darmstadt bei. Nachdem wieder über 30 neue Mitglieder ausgenommen worden waren, genehmigte der Ausschuß die vom Präsidium vorgelegten Normalsatzungen für Ziegenzuchtvereine. Hiernach sollen in der Provinz Oberhessen nur die einheimische Ziege, die Saaner Ziege und Kreuzungen der beiden als vom Provüizialverein anerkannte Zuchtziele gezüchtigt werden. Bezüglich der vom Präsidium angeregten Frage betr. die Versicherung der Stationsbullen und des Jungviehs aus den Weiden wurde be- schlossen, dies demnächst in Eigenverficherung des Vereins zu thun und zu diesem Zweck einen eigenen Versicherungsfonds zu gründen. Der Entwurs zu den fragt. Versicherungsbedingungen soll dem Ausschuß in der nächsten Sitzung vorgelegt werden. Für die vom 1. bis 3. November stattsindende G e f l ü g e l aus )t e 11 u n g m Gießen wurden 13 0 M k. zu Eh r e np r e is en bewilligt. Von den dem Verein zur Verfügmig stehenden Mitteln für Hebung der Geflügelzucht sollen im nächsten Jahre drei Zuchtstattonen für Jtalittier, Minorka-Hühner und Peking-Enten errichtet werden. Der Schweinezuchwerem Windhausen wurde als Organ des Provin^alvereins^anettanntt^^^^^^^^^^^^E^»»»— ■ Awf raf l Seit einiger Zeit gelangen Nachahmungen meinc§ beliebten „Locher's Antineon" (ältlich warm empfohlen^, unschädliches innerliches Attttel gegen Blasen- und Harnleiden Ausfluß sowie gegen Haiiibrennen, Harndrang, __ iuiammensetzung: 40,0 äarsapariil, 20,0 Zur^elkraut, 10,0 Ehrenpreis, 100,0 Weingeist, 100,0 Kognakzum Verkauf. Da ^ese Nachahmungen teilweise sogar entgegengesetzte,Wirkung besitzen, ausnahmslos aber wertlos find, handett das kmitende Publckom m ebenem Interesse, wenn es bei dem Einkauf stets »Lochers Antt- neon" mit A. Locher's Namenszug au) Verpackung, Prospekt und Flasche verlangt und alles Andere, angeblich Beffere, energi ch zu- ckweist. „Locher's Antineoii" ist von aromalychem Geschmack leicht dmunehmen uni) wirkt gegen obige Krankheiten ra.ch und ohne Berussstörung. Dasselbe gelangt einzig und allem zur Herstellung non A Locher, Pharmac. 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Bei seinem Raube Überrascht, hatte er sich mit bewuubernswerter Geistes- ^genwart aus einem Diebe in ihren verzweifelnden Anbeter zu verwanbeln gewußt! ♦ Pasteur als „zerstreuter Professor' Eine hübsche Pasteur-Anekbote erzählt anläßlich ber Einweihung seines Denkmals in Arbois ber „Figaro": Pasteur war zerstreut, wie so viele anbere große Männer. Es ist auch bekannt, wie hartnäckig unb heftig er feine Meinungen zu verteidigen pflegte. Nach bem Kriege war er zu ber Familie seines Lieblingsschülers nach Clermont gekommen, um sicy einige Tage auszuruhen. Am ersten Abeub ent- spinnt sich bei der Mahlzeit eine Diskussion über bie religiöse Frage. Pasteur war gläubig, sein Schüler war mehr als skeptisch. Ter Streit wird sofort sehr lebhaft, bei ber Suppe ist ber große Gelehrte schon außer sich. Unb alsbalb hat er völlig vergessen, bei wem er sich aufhält, und als ob er noch auf seinem Katheber säße, schreit er plötzlich seinen jungen Gegner, der sich gerabe erlaubt hat, ihm ein kräftiges Argument entgegen zu hatten, an: „Mein Herr, Sie sind unverschämt... * Machen Sie, daß, Sie httiauskommen!" Unb bamit wies er ihm bie Thür. Der junge Mann respektterte seinen zerstteuten Lehrer und ging ans seinem eigenen Hause davon, um in bem benackp- barten Hotel zu speisen.. ., mo aber einige Augenblicke -später Pasteur bei ihm erschien, unb lächelnb sich bei ihm entschuldigte._______________ Kandwirtschast. 6ieW Oie tiefhaues'nden HmtierbSiebeneirc Giessen, den 21. Oktober 190L 6NL iWRW-S Herr Geheimer Meslizinalrat Dr. Oscar Wilhelm Stelzner Oie trauernden Hinterlassenen Lairg-e brück, Ortenberg, Dresden, Berlin. 6980 Marburgerstr. 29. 6978] Kamerad 6996 stimmt statt. August Hotz und Fra«, geb. Schalch. Gießen, den 21. Oktober 1901, um 8 sofort in ien Worte des und den k' h-M? o,ermal wo Ebenso en sowie Maggi der Höhe auf Wechs., Polic. poth.u.dergl. ten Beding. Nürnberg«. Ä.1850 ° §5.5 Theodor Krämer «ud Fra« Alten-Buseck, den 21. Oktober 1901. *5Ntte sowie für die zahlreichen Blumenfpenden und für die rrostreichen Worte des Herrn Pfarrer Seriba, sowie für die Kranzspenden der Kleinkinderschule sagen hrerourch mnigsten Dank 04360 (Xerr kann an gutem, bürgert V Mttagstisch noch teilnehmen. 04163__________Ebelstratze 2. Redaktion' und m Läalsti Adresse für W‘6et. aus religiöse Miduellben oder die Un öti> von vi ungesehen. Landen gerc nimmt das der Verweic die Pflichte- seits hat m< o. Hinkelder sichtigkeit n uichtsdeftow Schützen sei Natürl meinen Ans des Duells gksch-h-n. eigentümlich Hilfe zu ihn andererseits dienern die Mini der müsse und tamps nicht unter gewis' Mancher id muß sich ei schastlich g Männer sei entweder ei lassen oder Merdu Wendigkeit b in Teutfchla ist fein ausi MM W Mecu M Beüagte tyt zu dringen wollers zu und schlies die böswi Bewußtseir geschadet , beseitigen, jeden Bürg In L reich roerbe: und Zuecke geahndet. DerSi ohne die A wie die Sa seiner Ehre Am Dienstag, dem 15. Oktober, abends 2/48 Uhr, ist unser inmgst geliebter Gatte, Vater, Grossvater und Schwager « Des O KhMstoz • 1.9ebor Einderr. Unb Tenors bersche 5^9 fest Schauspi^ Die Beerdigung findet Dienstag den 22. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Neuenweg 11, aus statt. nach längerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen, was tieferschüttert nur hierdurch, anzeigen Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Schwetasch & Tuch Fabrikation und Versand »premberg bci> 697D Todes-Anzeige. Gestern nachmittag verschied unser liebes Söhnchen Hemo'ich 6974] Wallt Hörstraße 67, Familienlogis zu vermieten. Näheres Bahnhofstraße 57, Statt jeder besonderen Anzeige Bekanntmachung. Donnerstag den 24. d. M., von vormittags 10 Nhr an, sollen dahier Neuenweg 28 (Gasthaus zum Löwen): 1. 4 Paar Lorbeerbäume, 50 Stück Palmen, 227 Stück Blumenstöcke (aller Art) in Töpfen, 30 Stück Blumenkörbe und zirka 3000 Stück Blumentöpfe; 2. eine yr. Ladeneinrichtung zwangsweise gegen bar-versteigert werden. Die Versteigerung findet be- MMllMüWft Eichen hierdurch Kenntnis von dem am 20. Oktober erfolgten Hinscheiden unseres Kameraden Christian Weeg Schnhmachermeister. Drog. zum roten Kreuz, Bahnhofstraße 51. »lenswert sind Maggi's Suppenwürfel ä 10 Pfg., ouillou-KaPselu k 12 und 16 Pfg. 6617 Hierdurch die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigst geliebten Gatten, Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Christian Weeg, Schuhmachermeister, im Alter von 54 Jahren gestern plötzlich zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten: einen tüchtigen Jungen er Schulbildung und schöner hrift, wird für Ostern 1902 lgsstelle auf einem Kontor . Offerten unter 04258 an ped. 0. Bl. erbeten. Die Beerdigung findet Dienstag den 22. Oktober, gs 4 Uhr, vom Sterbehause, Neuenweg 11, aus Zusammenkunft der Kameraden Uhr bei Luft, Neuenweg. 6987 Der Vorstand. Merjlrsße 24 Zimrmr, eventl. einzeln, zu vernr. (6699 Tie bisher von <$.. 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