Nr. 223 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Somttag 22. September 1901 Erscheint täglich MÜ Ausnahme des Montags. Di« Siebener ZamUlen- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit' Dem „Hess. Landwirt" und den „Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: «chulstrabe 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FrrnsprechanschlußNr.bl. GichenerAnzeiger ’1-' General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeige» au der sür den folgenden! Tag erscheinenden Nr.! bis vormittags 10 Uhr. Alle 2lnzeige>l-Vermitt- lungSstcllcn desJn-mch Auslandes nehmen An» S entgegen. _ iS:lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen, Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Amtlicher Teil. Gießen, den 18. September 1901. Aetr.: Die Ableistung deS Huldigungs- und Verfassungseides. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungseides der in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne OttSbürger zu werden verheiratet haben, soll wie nachstehend angegeben, stattfinden: 1. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden deS Kreises Gießen sowie der Gemeinde Ettingshausen Samstag den 5. Oktober d. IS., vormittags 9 Uhr, in dem Rathause zu Grün berg; 2. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amts- gerichtsbczirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen mit Ausnahme der Gemeinde Ettingshausen Mittwoch den 9. Oktober d. Js., vormittags 9x/4 Uhr, in dem Rathause zu Hungen; 3. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Donnerstag den 10. Oktober d. Js., nachmittags 2l/a Uhr, in dem Rathause zu Lich; 4. der Orts- und Staatsbürger aus den in dem Amtsgerichtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag den 15. Oktober d. Js., vormittags 11 Uhr, in dem Saale von Lonys Bierkeller (Schanzenstraße 18) zu Gießen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Vorgeladcnen bis zum 1. k. Mts. anzuzeigen, oder zu berichten, daß niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. ___________________v. Bechtold.___________________ Gießen, den 20. September 1901. Der Direktor des landtv. Bezirksvereins au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Der landwirtschaftliche Bezirksverein wird demnächst wieder mit Abhaltung von Vorträgen aus allen Gebieten der Landwirtschaft und Viehzucht beginnen. Ich lade daher diejenigen von ihnen, welche die Abhaltung eines Vortrags in ihrer Gemeinde wünschen, ein, Anträge bei mir zu stellen und zugleich anzugeben, in welcher Jahreszeit, zu welcher Tagesstunde, sowie ob an Sonn- oder Werktagen und in welchem Lokal die Vorträge erbeten werden. v. Bechtold. Bekanntmachung. Am Mittwoch, 25. ds. Mts., vormittags 10 Uhr, findet die Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins im Gasthaus „zum Löwen" in Lich mit nachfolgender Tagesordnung statt. Ich lade dazu die Mitglieder des Vereins und Jedermann, der sich dafür Interessiert, ergebcnst ein. Die Herren Bürgermeister wollen gest. sowohl selbst erscheinen, als auch in ihren Gemeinden auf zahlreichen Besuch hinwirken. Tagesordnung: 1. Prüfung der Rechnung für 1900/01. 2. Wahl des Vorstandes und des Ausschusses des Bezirksvereins. 3. Referat des Herrn Bürgermeisters He Iler-Lich über die landwirtschaftliche Studienreise nach Oberbaden. 4. Referat des Sekretärs über den Wert der Lebensversicherung, sowie der freiwilligen Invalidenversicherung für Landwirte. Gießen, 6. September 1901. Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksvereins. v. Bechtold. Handelsverträge und Handelsreden. Durch die frühzeitige Veröffentlichung des Zolltarifs hat sich diese Frage zu einer Art von Se^schlange ent- iwckelt, die sich munter durch die gesamte Diskussion des Sommers ringelte und gleich ihrer Muhme, der phantastischen Bewohnerin des Ozeans, unendlichen Stoss zu Mären und Sagen giebt. Es ist ja notwendig und gut gewesen, daß es so kam, daß vor altem die großen Interessengruppen die Möglichkeit erhielten, ihre Meinung zu äußern; aber wenn man genau zusieht, so ist die Klärung, die inzwischen eingctreten ist, ungemein gering, und nur das Eine wissen wir genau, daß es recht schwer sein wird, eine mittlere Linie zwischen.den Ansprüche der Landwirtschaft und den übrigen Gruppen zu finden. Denn es ist nun einmal so: Jeder bangt um sich selbst, jeder will für sich möglichst viel herausschlagen, und daS Organ, das etwa für Handschuhe nicht genug an Zöllen fordern kann, verfällt in einen Schrcikrcunpf moralischer Entrüstung, wenn Gevatter Schneider nebenan für seine schätzenswerte Produkte einen ähnlichen Maßstab auffteltt. Beide aber prophezeien den Einsturz des Himmels, wenn der Landmann nun seinerseits nicht den breiten Rücken herhalten will, damit aus der Haut sich andere die Riemen schneiden. Im allgemeinen dürfte aber schon jetzt ziemliche Klarheit darüber bestehen, daß Die Landwirte saft ausnahmslos einen Zoll von 6 Mark als die Grundlage für Handelsverträge ansehen, und man darf, auch ohne sich als unfehlbaren Propheten zu betrachten, auf eine Mehrheit im Reichstage rechnen, die diesen Zollsätzen zu- sttmmt. Allerdings darf man niemals die Rechnung ohne den Wirt machen. Auch vor zehn Jahren schien eine Mehrheit gegen den Zoll vorn 3 einhalb Mark gesichert und doch wurde er mit lautem Hurrah gegen eine verschwindende Minderheit im Reichstage angenommen. Aber damals waren die Verhältnisse, an die wir uns jetzt gewöhnt haben, noch ziemlich neu; das Zentrum hatte das Bedürfnis, sich zur regierungsfähigen Partei umzuwandeln, und es wußte, daß es nur bann zum Ziele gelangen könne, wenn es den Stand-, punkt des immer stärker in Ungnade fallenden Fürsten Bismarck mit Ostentation bekämpfte. Und die Konservo» tiven, die durch eine geschlossene und einheitliche Oppo^ sition nach Oben hin einen tiefen Eindruck hätten Hervorrufen können, glitten sanft die Ebene der Zustimmung hinab und ernteten für ihre Gesinnungstüchtigkeit vom Sachsenwalde her eine Zensur, die sie sich schwerlich hinter den Spiegel gesteckt haben. Für jetzt hat der Bund der Landwirte, und, in geringerem Maße, der Antisemitismus einen Riegel vorgeschoben, und der große „run" um die Gunst wird wohl kaum zum zweiten Male stattsinden. Aber weiter als zu solchen Annahmen reicht das, was bisher an Klarheit geschaffen wurde, nicht aus. Bor allem ist man über die Absichten und Pläne der Regierung noch völlig im Unklaren. Denn daß man das angebliche Wort des Kaisers: „Ter Minimaltarif ist Unsinn; Bülow ist übrigens derselben Meinung", zur Grundlage der Diskussion mache, muß dem vaterländischen Empfinden auf das Höchste widerstreben. Denn selbst wenn diese Aeußerung fiel, so zeigt schon die Form, daß es im ungezwungenen Privatgä'präch geschah, und wir haben es oft genug schon erlebte oah das Krebsen mit solchen Apercus eine tiefe und unnötige Erbitterung in den Meinungsstreit gebracht hat. Hier aber ist die Glaubwürdigkeit des Gerüchtes, das dem Monarchen jenes Mort in den Mund legte, um so Geringer, als es sich um eine Kaiserliche Vorlage handelt. Die überdies unter" der Verantwortlichkeit des Reichskanzlers in die Welt gegangen ist. Man hat überdies nicht die Erfahrung gemacht, daß das in gleicher Weise kolportierte Wort von den „Kanalschluckern" auf die Gegner der großen Wasserstraße den von den Verbreitern wohl beabsichtigten Eindruck hervorrief; es hat Keiner geschluckt, der nicht vorher schon geschluckt hatte. Nun hat die neue Exzellenz, die den Kosenamen des langen Möller trägt, wiederholt das Wort ergriffen. Er hat nach einem flüchtigen Ueberschlag etwa fünf Mal öffentlich gesprochen, ohne daß er gerade den nach dem bekannten Sprichwort üblichen Vergleich zwischen dem Golde des Schweigens und dem Silber des Redens umgestoßen hätte. Tas gesunde Gefühl des Volkes, das willig seinem Kaiser den Tribut der Liebe und Verehrung darbringt, regt sich dennoch gegen jede übertriebene Verherrlichung eines Lebenden, der die Krone trägt. Es ist gar zu leicht geneigt, wenn von dem „großen Enkel des großen Großvaters" oder von der „erhabenen Person" gesprochen wird, die „so vielseitige Kenntnisse hat in Wissenschaft und Kunst und in der Technik, sich die Frage vorzulegen, ob dort, wo so viel Licht ist, es nicht auch Schatten giebt, und leise tönt es in den Ohren Aeuilleton. Theater, Kunst und Wissenschaft. Virchow-Feier. Wie die „Deutsche Medizinische Wochenschrift" mitteilt, ist das Programm für die Feier von 9iudolf Virchows 80. Geburtstag nunmehr fest- gestellt. Wie schon mitgeteilt, findet die Feier am 12. Oktober statt, also am Tage vor dem Geburtstage selbst, den Virchow im Kreise seiner Familie zu verbringen wünscht. Am Mittag wird die Besichtigung der neu aufgestellten Sammlungen des pathologischen Museums stattsinden, zu welcher Virchow selber oie Einladungen ergehen läßt. Abends wird im Festsaal des preußischen Abgeordnetenhauses ein kleineres Tiner veranstaltet, welches wesentlich die Familie Virchow, sowie die von auswärts eingetroffenen Delegierten mit den dem Jubilar persönlich oder dienstlich Nächst- shehenden int engeren Kreise vereinigen soll. Unmittelbar hieran schließt sich unter W. Waldeyers Vorsitz der eigentliche Festakt im großen,Sitzungssaal des Mgcoronetenhauses. Hier werden die Begrüßungs- und Beglückwünschungsan- sprachen gehalten und die zur Virchvw-Sttftung eingegangenen Gelder überreicht werden. Es ist Vorsorge getroffen, daß diese Feierlichkeit sich innerhalb mäßiger Zeit- Grenzen bewegt, indem die einzelnen Kategorien-von Korporationen, Gesellschaften u. s. w- ersucht worden sind, nur je einen Sprecher zu wählen, während die übrigen Tele- Zierten in der Deputation erscheinen, aber ihre Glückwünsche ohne längere Anrede überbringen. Eine Zusammenkunft im Hotel Bristol am 11. Oktober abends ist dazu besttmmt, Liese Einzelheiten zu regeln. Dem Festakt folgt dann geselliges Beisammensein in den Gesamträumen des Abge- »rdnetenhauses. — Für den Sonntag, 13. Oktober, sind dann noch Besichtignngen des Kaiser und Kaiserin Friedrich- Kinderkrankenhauses, sowie des Museums für Völkerkunde iin Aussicht genommen. Ter Zutritt zum Festakt soll gegen Karten fieistehen. Am Festakt können auch Damen teil- nehmen, für welche einige Tribünen reserviert bleiben. Anmeldungen für Karten zum Festakt werden an Herrn Prof. Hosner, SW., Anhaltftr. 7, erbeten- Ehrungen Wilhelm Raabes. Der Vorstand des Goethe- und Schiller-Archivs sandte dem Dichter zu seinem siebzigsten Geburtstage folgende Adresse: „Es üst nicht wahr, was man gewöhnlich behaupten hört, daß das Publikum die Kunst herabzieht; der Künstler zieht! Idas Publikum herab, und zu allen Zeiten, wo die Kunst verfiel, ist sie durch die Künstler verfallen." Vor fast hundert Jahren ist dies Wort von Weimar ausgegangen. Wer unbeirrt, unv er führt von Gunst und Gelvinn feinen Lauf nach diesem Leitstern ein ganzes Leben hindurch gerichtet hat, beut gebührt zu seinem in Ehren erreichten Ehrentage ein huldigender Gruß aus Weimar. Von der Stätte unserer gemeinsamen Thätigkeit senden wir Ihnen, verehrter Mann, unseren Glückwunsch und feiern Ihren siebzigsten Geburtstag in aufrichtiger Mitfreude. Lange sei es Ihnen noch vergönnt, des Beifalls froh, den ein durch echte und wahre Kunst gewonnenes, gehobenes Publikum bezeigt, dem Gebote dieser Kämst folgend, schöpferisch wirksam deutsches Wesen, deutsche Gesinnung, deutsche Bildung auszubreiten. Glückauf zur ferneren Strecke!" — Die Lessing-Gesellschaft telegraphierte: „Tie Berliner Lessing-Gesellschaft sendet Ihnen namens dreitausend deutscher Männer und Frauen aufrichtige Glückwünsche. Wir freuen uns von ganzem Herzen des deutschen Dichters, Der sich in einem siebzigjährigen, schaffensreichen Leben'stets unverbrüchliche treu geblieben ist. Darum ist Ihr Ehrentag für uns wie für das gesamte deutsche Volk ein Freudentag, den wir frohen Herzens mit Ihnen feiern." Ein großes technisches Preisausschreiben hat die Pariser Zeitschrift „L'Jngenieur Francais" auf Anordnung und Kosten eines reichen Jndusttiellen für fünf besonders nützliche Erfindungen ausgeschrieben. Die gestellten Aufgaben sind folgende: Ein leichter Akkumulator als eins der wichtigsten Erfordernisse für die Automobil- Industrie. Ein leichter Motor im besonderen für die Anwendung auf Motorwagen und Luftschiffen. Eine industrielle Ausnutzung des Spiritus in der Form eines Heizoder Beleuchtungsapparates oder eines Motors, oder einer Vorrichtung zum Karborieren, die die Verwendung des Spiritus in den bestehenden Motoren gestatten würde; man wird an dieser Stelle auch Erfindungen berücksichtigen, die sich auf die Anwendung anderer Denaturierungsmittel an der Stelle von Methylen beziehen. Eine Erfindung zur Aenderung der Geschwindigkeit während der Fahrt für Fahrräder. Eine Erfindung von allgemeiner Nützlichkeit, wobei alle Gegenstände des täglichen Gebrauchs in Frage kommen. Ein Wort Napoleons bei Goethe. Der Goeth:- forscher Max Morris teilt im jüngsten Heft des „Sitter. ! Echo" Folgendes mit: Am 9. Juni 1814 schreibt Goethe an die Herzogin Luise von Weimar: „Ew. Durchlaucht danke zuvörderst unterthänigst für die gnädigen Mitteilungen. Die Worte Napoleons sind merkwürdig genug, er legt sich die entgegengesetztesten Eigenschaften bey. Die Liebe zum Wunderbaren gehört eigentlich dem Poeten und die Lust, Schwierigkeiten zu überwinden, dem Mathematiker." Die Herzogin hatte Goethe am 8. Juli geschrieben, Napoleon habe auf Elba gesagt: J’ai toujours cherchö le merveilleux; j’avaia la passion de surmonter toutes les difficultes et chaque contradiction me faisait roidir contre eile. Tout cela m’a men6 a Fiele d’Elbe. — Goethe war eben damals mit eiliger Abfassung des von Jffland gewünschten Festspiels („Tes Epimenides Erwachen") beschäftigt. Diesem Jdeenkreise fügte sich die Selbstschilderung Napoleons ein, und Goethe hat'sie sogleich in Poesie umgesetzt. Der Dämon des Krieges spricht: Des Höchsten bin ich mir bewußt, Dem Wunderbarsten widm' ich mich mit Luft: Tenn wer Gefahr und Tod nicht scheut. Ist Herr der Erde, Herr der Geister; Was auch sich gegensetzt und dräut. Er bleibt zuletzt allein der Meister. Kein Widerspruch! Kein Widerstreben! Ich kenne keine Schwierigkeit . . . Eine große Planeten taufe ist wieder einmal vollzogen worden. Dr. Schwaßmann in Heidelberg hat 5 vom Professor Wolf und ihm entdeckte und als neu erwiesene kleine Planeten mit den Namen Ella, Patricia, Photographia, Aeternitas und Hamburg« belegt. Den von ihm am 28. März 1900 entdeckten Planeten hat er $u Ehren des Jahresfestes der Mathematischen Gesellschaft in Hamburg auf den Namen Mathesis getauft. Noch schwieriger hat es der bekannte Planetensucher Charlois in Nizza gehabt, der nicht weniger als 34 von ihm selbst entdeckte Planeten benennen mußte. Tie Liste der von ihm gegebenen Namen ist folgende: Liguria, Apollonia, Bononia, Havnia, Padua, Jsara, Corduba, Amicitia, Modestia, Palma Melusina, Burgundia, Ursula, Geometria, Campania, Hol- mia, Huenna, Fiducia, Myrrha, Todona, Charydbis, Jn- dustria, Alma, Vienna, Chloe, Cyane, Arsinoe, Thia, As- pasia, Tiotima, Gratta, Cornelia, Pythia, Patentia Es mag keine leichte Arbeit gewesen sein, 34 Kinder auf einmal zu taufen. mietet. Das Haus soll zu Wirtschaftszwecken eingerichtet werden. Der Wirt, ein Herr Allendorf aus Orlenberg, hat bereits um Erteilung der Konzession nachgesucht, und der hiesige Stadtvorstand hat in seiner letzten Sitzung die Bedürfnisfrage für Errichtung einer Wirtschaft am Bahn- Aus Stadt und Zand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 21. September 1901. *• Wichtig für unsere Abonnenten! Für Jedermann ist -es notwendig, daß er seine engere Heimat genau kennt. Von ganz besonderem Wert aber ist es für die Schuljugend, daß sie beim geographischen Unterricht, bei der Heimatskunde auf einer eigenen Wandkarte alles genau verfolgen kann. Da die früher an Unsere Abonnenten abgegebene Weltkarte so großen Anklang fand, haben wir uns entschlossen, eine Karte von dem Großherzogtum und der Provinz Hessen, die auf das Sorgfältigste ausgeführt ist, Herstellen zu lassen. Trotz Hof bejaht. . , , o . c Beltershain, 19. Seht. Ber der am heutigen eine erste Provinzialzeitung gestellt werden daher stattgehabten Gemeinderatswahl wurden die seit- > '"! können herigen Gemeinderäte Wilh. Krug L, Fohs. Klos IL, Ludw. D°r Gi-tz-n°r Anzeiger ist -in nationales Blatt, das && »nK^wi^rgewMt.^b-Eg^n^ an der Urberach, 18. Sept. Dieser Tage wurden gelegentlich l= der starken Einquartierung des 1. Bataillons vom Jnf.-Regt. spruch erheben können. No. 166 Exzesse hervorgerufen, die, wie die „Butzb. Zty." Fur die Unterhaltung sorgen, außer den mitteilt, großes Aufsehen erregen dürsten. Als nämlich dem allbeliebten Gießener Familienblättern, im Hauptblatte Brigadekommando der 42. Infanterie-Brigade bekannt ge- interessante Feuilletons und erschöpfende Mitteilungen aus 1DOrbcn war, daß in hiesiger Gemeinde die Sozialdemokratie allen Gebieten der Künste und der Wissenschaften. Die un- besonders viel Anhänger habe, wurde den Soldaten der Ver- politischen Vorgänge aus aller Welt werden in fesselnder Form ^hr in den sechs sozialdemokratischen Wirtschaften der hiesigen sorgsam verzeichnet. Die Musikkritik ist in bewährten Händen Gemeinde untersagt. Nun verleitete eine Anzahl Genossen und über das Theater und die bildenden Künste orientieren Soldaten zu bedenklichen Vergehen gegen ihre Instruktion, wir mit besonderem Interesse.. Sie reichten den Soldaten aus den verbotenen Wirtschaften Der Handelsteil, der, wie unsere Leser be- heraus Freibier und boten auch solches auf dem Wachtlokal v "2 ' ’2' * . Andere gaben Soldaten Zivilkleider und überredeten sie, I die wichtigsten Nachrichten auf finanziellem und vollswirt-1 mit ihnen die genannten Wirtschaften zu besuchen. Der Kursdepeschen und telephonische im hiesigen katholischen Pfarrhaus einquartierte Kom- des verhältnismäßig kleinen Absatzgebietes und der großen Herstellungskosten sind wir infolge größeren Abschlusses in der Lage, unseren Abonnenten die Karte für 1 Mark abgeben zu können. Unsere auswärtigen Abonnenten können die Karte, , , cm-:?.. imui enu.0iDe11.unn nun. xak touiucituunucu vugu imv für denselben Preis bei den Zweigstellen des „Gieß. Anz." unb n)erben angemessener W sse h y,..-2 bereits in vollem Gange. Es wird seitens des Komitees erhalten. Auch mit der Post verschicken wir die Karte an Vorschläge au^> unserem Leserkreise zu 2 namentlich darauf hingewirkt, daß mehr wie in früheren auswärtige Abonnenten in einer Rolle innerhalb der ersten gestalt ung .un, er es Blattes nach irgend welcher J^en statt kleinerer Proben,^Obst, Gemüse und Kartofftln ◦ znnn -weiten äone an für Mk 1 60) aeaen vor- Nutung hin werden immer mit Dank entgegenge-in größeren Mengen, Obst z. B. in 25 oder 50 Pfd.-Korben . ffinrpnhnL nnn 9W 1 35 Nicktabonnenten nommen; sie werden stets gründlich geprüft und wenn irgend sauber verpackt, direkt zum Verkauf gebracht wird. Man ÄÄiJ Sie Ausführung gebracht werden. Aktuelle will damit den Käufern Gelegenheit geben, das Obst nach £6ÄÄF W 16 8roe’9fe “ °CC Cfe st-s ^°n«Z-L-b°ns°Nahr°ns°chl.ch- Ijerang^en «erben. ^-E^°ntag -m° - Neues Formular für den internationalen Frachtbrief. Das berufene, tuchtrge Manner unseres' ^»verzogtums, Obstbautechniker der Provinz sowie Vertreter der Obstbau- neue Abkommen über dcn internationalen Eisenbahnfrachtverkehr I und nnmer darf darum der Leserkreis des Gießener Anzeigers ^etne eingelaben sind. tritt bestimmungsgemäß am 10. Oktober in Kraft. Dadurch erwarten, Aufklärung und Belehrung über alle Dmge m- ist auch -in neues Formular für den internationalen Fracht-1 ' f art9emc,neS 'jnte“f,e Jbridf eingeführt, das sich von dem zur Zeit vorgeschriebenen nur in wenigen, minder erheblichen Punkten unterscheidet. Für den Aufbrauch der alten Formulare ist eine einjährige Frist bestimmt, die mit dem 9. Oktober 1902 abläust. Sie kann, da sie im Staatsvertrag selbst festgesetzt und eine Erstreckung nicht vorgesehen ist, nicht verlängert werden. — Für den inneren Verkehr ist bekanntlich mit der Eisenbahnverkehrsordnung vom 26. Oktober 1899 schon seit dem 1. Januar 1900 ein neues Frachtbriefformular eingeführt, neben dem das frühere auf Grund einer vom Reichs-Eisenbahnamt wieder- . , holt ertheilten Fristverlängerung noch bis einschließlich merkt haben werden, erheblich vergrößert worden ist, bringt an. 31. Dezember verwendet werden darf. >!' '7 V ™ 7 ** c " ““4‘ ** General-Major v. Madai, Kommandeur der 79. In- schaftlichem Gebiet. L r.. , . ... . , , , fanterie-Brigade in Paderborn, vom 18. April 1896 bis Marktberichte aus Frankfurt machen diesen Teil be- mandeur des 1. Bataillons, Major Hillmann, merkte 22. Mai 1899 Kommandeur deS hiesigen 116. Infanterie-1 sonders wertvoll. auf einem Rundgang den Unfug und schickte alsbald Regiments, bekanntlich ein in allen Kreisen unserer Stadt Die Gestaltung der land wirtschaft- eine Patrouille ab, um die Wirtschaften zu revidieren. In durch seine große Liebenswürdigkeit hochverehrter und be- [jchen Verhältnisse in neuerer Zeit veranlaßt der sozialdemokratischen Wirtschaft „Zum Mißen Roß' wider- liebter Herr, hat, wie wir hären, fern Abschiedsgesuch unser Augenmerk immer mehr und mehr den „agrarischen" >°^cn sich die Wwtm und di-anwesenden Gaste der Patrouille eingereicht. «nitrr unk au?Dieser und uberhauften sie mit Schimpfworten. Erne zweite, von ’* Glimmerpostkarteu. Da am 1. Okt. die Frist für dieungg4 des verstorbenen westfälischen Bauern-„Königs" einem Leutnant geführte, Patrouiüe ^/^ .^^^ ^fangen. sogenannten Glimmerkarten abgelaufen ist, und solche erfxQ[(t9aitl neue von allen Seiten, rechts und links. Ja, em junger Mensch, der 22jährigeArbeiter ,Gg. Selb von als Postkarten nicht mehr befördert werden dürfen, so habenb üb un§ nach besten Kräften, Klärung in die hier, warf dem Offizier sogar em ^attenstuck m die Seite, sich die'drei deutschen Postverwaltungen dahin peinigt, daß und das Unsere^ für die Auf dw Meldung des Offiziers beim Major ex te bxefer im inneren deutschen Verkehr als „Drucksachen" diese Aufrechterhaltung des bäuerlichen Besitzstandes zu thun. sofort m Begleitung des Burgenneifters an der Spitze emer Karten Beförderung finden können, und zwar m der Wesse, * uns dabei unterstützen will, der ist uns als ^eküon mit aufgepflanztem Seitengewehr und von seinen daß die Bildseite durch letzteren verdeckt und die Aufschrift- Mitarbeiter hochwillkommen. — Unsere Monats- Offizieren gefolgt nach der Wirtschaft. Dwse wurde voll- seite so an dem Umschlag festgeklebt ist, daß äußerlich nur praktische Landwirt" wissen unsere Leser ständig gesäubert und xn den Hof ein Posten Sestelll. Um diese sichtbar wird. In diesem Zustande können die Glimmer- f dem Lande längst zu schätzen. 7 ^hr wurden dann alle Wirtschaften des Dorfes für alle karten alsdann um 3 Pfg. Porto ihre Reise im Deusschen ° äns-""AbonnL-r M7-wiß davon -berz-ugk, baß S°-baten geschkossen Der ganze Vorgang erregte allen.. Reiche antreten. Diese Begünstigung soll ermöglichen, daß! f ber bi§ber bereits erreichten respektablen Fülle halben großes Aussehen. die noch ganz bedeutenden Vorräte von diesen Karten noef) 'n Lesestoffes, auch für die Folge bemüht sein werden, L Aus Rheinhessen, 19. Sept. In der Gegeno von einigermaßen Entwertung finden können. L ^nfcatt des Gießener Anzeigers immer weiter aus- Mariaborn wird zurzeit eine militärische Feldküche gebaut, ** Z u r Ableistung desVerfassungseides hat! ,^auen. Wir werden in diesem Bestreben nie erlahmen. die im Stande sein soll, das Essen für 6000 Mann auf ein- das Kreismnt Schotten Termin anberaumt auf Montag den seinerzeit die Weltkarte soviel Anklang fand, haben mal zu liefern. Diese Küche ist hauptsächlich dazu bestimm, ^u?ach für^ie G^eme^inden: ^Fr^?enseen, ^o^ß-E?chem Goii-!'vir Starte Von Hessen die Truppen, welche. in den Kressen Wörrstadtz Alzey und terskirchM, Solms-Ilsdorf, Klein-Eichen, Lardenbach, Lau-!Herstellen lassen, die Anfang Oktober für nur 1 Mk. zur Oppenheim manöverieren, zu verpf egen. 10 Morgen bach, Ruppertsburg und Wetterfeld, zu dem diejeniaen Ausgabe gelangt. (Siehe Artikel: „Wichtig für unsere anlage zu dieser riesigen, aufemem Terram vo Z Gwßh. Hessischen Staatsangehörigen, welche im Laufe der Abonnenten.) errichteten Küche sst unterirdisch angebracht. 3« 9*n g verflossenen letzten 12 Monate "mttrqe Poitamter utzt schon -t^uinmqen 13 j " lichkcit im Gewerkschastshaus, „Am Schwimmbad 8-10, scheinen. , . , -------------------------------------------- stvttfinden, heben wir neben dem von Redakteur ^vena- ** Der hiesige Stenographen-Verern für w Rodheim v. d. H., 20. Sept. Nach amtlicher Mit- Marburg, erstatteten politischen Jahresbericht und der w- bereinfachte deutsche Stenographie, Einigungs-System ^ilunq sind bei dem kürzlichen Großfeuer hier 11 Wohn- ratung über die Taktik bei den Gemeindewahlen vor au. m (Stolze-Schreh), beginnt am 1. Oktober m semem Vereins- ... »-Kit Stallunaen und sonstige Neben- zwei hervor. Pfarrer Naumann wird durch wnge^ Lokal, Restaurant Weidig, Sonnenstraße, einen AMnger- Haus«, V ^un9c” n9n t feottrexg eine Aussprache einleiten über ,,den Nxedergang -Kursus. Wir wollen nicht verfehlen, unsere geschätzten ^baud^' 'E die zweite Kirche niedergeorannr. hl Liberalismus in Deutschland". Ueber das Thema. Leser, die sich für Stenographie interessieren, auf dieses O^mülen sind obdachlos geworden. "Kolonialpolitik" werden Professor Rathgen-Heidelberg (be System, das infolge seiner fließenden Schreibbarkeit und m. Saasen, 20. Sept. Unsere Gemein berat s w a hl burdh; seine 10 jährige Lehrthütxgkm an ^^^uxver- der einfachen Zusammenstellung des Regelapparates zu fand unter überaus reger Beteiligung der Wähler statt. ^kio in Japan) und Adolf Damaschke, der verann^ einem der anerkannt besten aller bisherigen Stenographie- Sogar ein Invalide soll zur Urne gefahren worden fein. h^ob^tteformer, referieren. Manche Anregung mag au^ Systeme gehört, aufmerksam zu machen. Gewählt wurden Karl Schäfer, Karl Damm und Peter Vortrag des Berliner Gewerkschaftsführers^ijcyen- § Ober-Ro8bach, 20. Sept. Bei der hier stattgehabten Müller IV. Der vierte Kandidat Wilhelm Schepp unterlag, dörfer geben über das Thema: Die. ^oexterschast uxid Pürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister v Grünberg, 19. Sept. Das am Bahnhof gelegene Gebildeten. Am Sonntag, ben 29. uiw Jtomag, d • Dieffenbach mit 172 abgegebenen Stimmen einstimmig Anwesen des Baurats i. P. Dr. Die ffendach wurde von tember findet je exne große prtnDöcriammiun0 i • • wiedergewählt. Iber .Aktienbrauerei Gießen auf eine Reihe von Jahren ge-lDurM die Bäume der Gallusanlage leuchten ote w tote ffiitge ton Byzanz. War nun Erz-ll-nz Möll-r I AbüNNeMeNkA- (Stttlttbütttt. etwas Neues oder auch nur etwas Thatsachliches zu sagen 4m*-****-** *-«-*’’ tzehabt hätte! Wie lautete denn der Kern ferner Ausführ- 1. Oktober tritt der Gießener Anzeiger in das mir goldener 'Mittelweg das Richtige finden. Diesen|dxe an exne erste Provxnzxalzextung gestellt werden Weg Ihnen heute festzulegen, ziffernmäßig, ist nicht möglich Wx^in besteht denn das nicht völlrg Selbswerstandlxche in L._ diesen Worten? Man wird vergebens darnach spähen. Wenn von den großen Gesichtspunkten der nationalen Politik ge-1 Zntracht-'die" in unserem Orte herrscht, was auch als aber Exzellenz Möller weiter versichert, daß der Tarif ^itet wird und, m der Wahrnehmung natwnaler Jnterejsen, ^nt cht, j b{e biefc°n gerbst dahier bevor, nur gelten soll, Menn wir mit den anderen Landern zu allem auch den Interessen der engeren Heimat, der stehende Bürgermcisterwahl zu betrachten sein dürfte, keinem Handelsverträge gelangen, uiid wenn er ganzen Provinz Oberhessen, nachdrücklich zu dienen t Laubach, 20. Sept. Es ist nicht allgemein Lier Lch bestrebt ist. bekannt, daß hier eine Volksbibliothek^steht, die außer- nirfit allru oft Um dieses Programm zu verwirklichen, hat der Gießener ordentlich reichhaltig ist, und mindestens 600 Bände enthalt. ^an* ^tt1Ciöer a^Ient^al6en t>ie &c^^en ^erHnbltngen ge^ert, Inhalt erstreckt sich auf alles Wissenswerte Ta ^Saro if7to ®ef^7^'b ÄUüst wirb am d.° schon sein-S amtlichen Charakters halber m ihrer Art un- sind v-rtr-ten vvrznglich- R?is-b-fchr°ibung°r. ur^ N^rr. günstigsten^für uns liegen, wenn wir in Ruhe dem Auslände verglcichlich sind. Er steht in Verbindung mit den bc- Mengen von.^b°^r^ner^b-r versichern: „Wir kommen auch ohne Handelsvertrags aus: dcutcndstcn TclcgraVbcn-Burcaus Tcutschlands. Er der Weltgcsthichte vorn' Altertum bis auf wollt Ihr Euch nicht mit uns einigen, so ist es Euer -ch^e h.t seine Vertretung, die er bisher in Berlin hatte, zu sb^ld s Aelen Wiedenen Verfassern, ferner nrcht der unferrge. Je deutscher.derAndere erkennt, dahi^^ eigenen Berliner Bnrean erweitert, das uns ift vertreten die llnterhaltunaslitieratur, Schriften a\ kiwnten alles Wissenswerte sofort telephonisch oder tclegraplmch von dcn anerkannt besten VolksschriftstcNern Bitzius, Glaub- lassen, tvrr ogar unter Umstanden: geneigt scm ' übermittelt und ganz besonders während der Parlamentär,- recht, Schupp, Horn, Hoffmann, Meritz, Ottilie Wilder- St menn fcie ®ini t ' «ben fa ß tt Ä Zeit Anß-rordentlich-s zu leisten im stände fein muth, Schmid, Nathufius und viele andere auch unsere Tbattachen Mitruteilenhaben Äe? die Wirkung wird zweists- wird. Er hat ferner bekanntlich unter allen hessischen Blättern deutschen Klassiker sind vertreten. Die Bibliothek befindet f die vorzüglichsten Verbindungen mit Darmstadt. Unsere sich im zwe ten ---------- Darmstädter Mitarbeiter haben die mannigfachsten Beziehungen »Grunb. Anz. ^ "E '^en Montag und Donn-rst^ in allen Kreisen unserer Landeshauptstadt, wie unsere politss »»» ^ z^iL. Li schen Mitarbeiter m Berlin ihre wertvollen Jnforrnationen m ^ines Leihgeld wird erhoben von fünf Pfennigen, welches den verschiedenen Reichsämtern und Ministerien erl)alten. nötig gur ferneren Unterhaltung der Bibliothek. Der Leser des politischen Teiles des Gießener Anzeigers f Butzbach, 20. Sept. Infolge des Regens hat das wird über alle Vorgänge von Wichtigkeit innerhalb der vater- Steinobst sehr gelitten. Die Zwetschen liegen meistens unter ländischen, der Reichs- und der Weltpolitik aufs beste unter- Bäumen im Schmutz und sind unbrauchbar; die wenigen richtet. noch hängen gebliebenen sind zum größten Teil aufgeplatzt Gleiche Sorgfalt wie der Politik wendet der Gießener und faulen an den Bäumen. Gestern war schönes Wetter, Stadt und Land au jedoch fing es gegen Abend wieder an zu regnen und regnete Unausgesetzt wird der große Stab von Mitarbeitern aus ganz Nachts sehr stark^ ^»^tÄig g'eaEet, Oberhessen, aus den anderen hessischen Provinzen und aus Legten die Landwirte die frohe Hoffnung, nun endlich' den naheliegenden preußischen Ortschaften vermehrt, TobaE ba§fefbe unter Dach bringen zu können; infolge des ein- die Redaktion in der Lage ist, den Lesern alles auch nur getretenen Regens war jedoch ihre Mühe wieder vergeblich, einigermaßen Bemerkenswerte aus Stadt und Land schnell f. Darmstadt, 20. Sept. In der Zeit vom 12. bis | und in einzig dastehender Vollständigkeit zur Kenntnis zu 14. Oktober findet hier in der Restauration zur „Stadt bringen. Mitteilungen aus dem Publikum in der Pfungstadt" wieder ein Obst-, Gemüse- und Kar- Stabt Gi-ß-n selbst wie aus b-m Lande sind uns stets t°ffelrnarkt, berbunben nut einerJ - o »«■ onot'mt'ffpnt.r Weife honoriert mu s e aus st e l lu n g statt. Dre Vorbereitungen ^zu sind “T y .7- bereits in vollem Gange. U wirb seitens M Komitees Mauern des neuen btiS jetzt im Rohbau schreitet der Kup Frankosurtia, der monu- Statue der Herrn Roth vom Kirchenvorstand nicht der Leichenwagen zur Auszug ans den Slandesamlsregistern der Stadt Tteßen. Aufgebote. UnioerMts-Uachrichten. — Der bisherige Privatdozent in der theologischen Fakultät wenn sie in der Lage sind, mit dem König aller Puhmittel, dem Globns-Pntzextratt, zu putzen. Denn mit diesem in seiner hervorragenden Güte einzig dastehenden Puhmittel geht das Putzen sabelhaft rasch von statten. Mag ein Gegenstaiid aus Gold, Silber, Nickel, Alfenio, Messing, Kupfer rc. noch so blind oder unansehnlich gewesen sein, mit GlobuS-Putzextrakt roiro ihm leicht ein strahlender, t'gegen 33,5 Millionen Kronen im Vorjahr. Von Januar n B^lk|ereiS8ereinigter Schiffer inBre slau. tragen wird, zur Hälfte durchbohrt. Diese Arbeit hatte T," erhält von unterrichteter Seite über die Voremen Zeitraum von 3 Jahren und 34 Tagen beansprucht, xonirnnisse bei der Gesellschaft eine Reihe von Informationen, Am 12. September. Jdemer Theodor Wilhelm Hellerbrandt, und ging etwas rascher vor sich, als im Arbeitsprogramm die geeignet sind, einiges Licht in das Tmikel der Ange- Metzger in Gotha mit Bertha Weber dahier. vorgesehen. Bis zum Mai 1904 hofft man den Tunnel völlig legenheit zu bringen. Zunächstist festgestellt worden, daß LÄ7°StatwnsÜE mst Auauste^ApÄo^ Bn^chhäustr durchschlagen zu haben. Rhederei ^reini^^iffer an dw B^ff^a nst ^effäbst. 18. $Sil|elm ^56^6^ Säcfer bautet mü magbalcnc, ♦ Der Kin ematpgraph als Zeuge der Er- Kuznitzky 13 bis 14 Prozent an Zinsen und' öu /^acmer in Marburg. 19. Konrad Jakob Jendt, Glaser dahier mvrdung McKinleys. Aus' New-York wird einem zu zahlen hatte. Auffallend ist ferner, daß bet der Xmtt- mit Catharine Mlhelmine Poths Hierselbst. Londoner Blatte berichtet: McKinley war während seines bardierung der Zuckereowossemente nicht darnach^ gefragt I Eheschließungen. Besuchs der Ausstellung in Buffalo fast immer int Bereich wurde, woher der Zucker itamme, und um welche -Warte Am 14. September. Karl Heinrich Martin Emil Bögler, des Kinematoaraphen, und man hat jetzt eine Reihe von Zucker es sich handle, Fragen, bie sonst bei der LLom- o^nteur dahier mit Lina Hauffmann bierfelbst. Heinrich Braun, Bildern, die des Präsidenten Thun saft bis zum Augenblick bardierung von Zucker nicht unterlassen zu werden pflegen. Laglöbner dahier mit Lina Leng Hierselbst. Dr. Karl Wilhelm klbigen' des Mörders »eigen töntien. Ms jetzt in einer «Uta konnte^"- Privat-Ausitellung m der Edison-Fabrik zum ersten Mal Schvstag keinen Bescheid baraur erteilen tonnte, Oie g)tou.i b(U , Schicker, Schlaffer dahier mit daS Panorama gezeigt wurde, auf dem der Präsident setne bardierung ab. ^.te Bilanz der Gesellschaft wtes an rtre i Margarete Rosa Linke hierjelbst. Otto Peter Berth, Regierunas- Rede hält, wurde eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht, ditoren 1100 000 Mk. auf. Wie kommt es dann, datzi dte haumeister in Alsfeld mit Auguste Susanne Seth dahier. 17. Karl - ■ . e. < .... ...ix — I crj---- it die nllein >Berchold Vogel. Restaurateur in Kleinschmalkalden mit Eva Katharina Dreher oahier. Bersöhuungsfest. Vorabend 6" Uhr. Predigt: 680 Uhr, morgens: 780. Predigt und Seelenfeier ll30 Uhr. Schlutzpredigt nachm 5”. FesteöauSgang: 70i Uhr. NB. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. Das Putzen ist der Mädchen Lust, Inmitten' des Gedränges zeigt sich eine Gestalt mit er- Firma Ernst Kuznitzky und H Versuch. Frankfurter Schausvierhauses, angemessenen Geldstrafe. Das Gericht erkennt, unter aus-,Abonnement umfaßt mtudchMs. MomWdaner, Mr uvollen d et dasteht und der Ge- führlicher Begründung des Urteils, auf eme solche von Abonnementsgesp^iche sind dw Hälfte der Gebühren gleich ^^entlletdet isd^Gs ist ein piÄtioeS G^äude, das die 80 Mark. — Der Arbeiter Georg Stamm tn Wallenrod langer gewöhnlicher Tage^espräch^ zu entrichtM. Däe Salinas in den berrlichmBwEadengürtel hinein- und Karl Striebel in Frankfurt a. M. sind beschuldigt, Mttidestdauer eines Gesprächs betragt sechs, die Höchstdauer ^^JtorStetber Kuppelbau zu Wallenrod am 24. Februar 1901 die Karl Schmidt Ehe- zwölf Minuten. i k t , . . _ ^xubert hat. In shvlzen Limen V «SS s^ voLich mtttels lefährlichen Werkzeugs verletzt zu Wien, 20. Sepb Der WA der «mMt m^aß öfter- mentale'©ingang mit dem klassischen Giebel und den flau- haben, wurden durch Urteil Grosih. Schoffengericksts Lau-! Rmnen,1 Unionen Kronen gegen ^luguil 1900, kierenden Ecttürmen zeigt die Büsten Schillers und Goethes, terbüch, der erstere in GesantzNi^strafe Ausfuhr 150,1 A^llionen Kronen, weniger 15,1 Millionen daS ter reifenförmig auffteigende Dach schließt die riesige Wochen, der letztere in eme Geldstrafe von 20 M^k ^Iqurnen. Das Aktwum ber Handelsbilanz betragt sonnt 20,1 Mill. Ohlhof ab die iettt mit aowflimmerndem Kupfer bekleidet I urteilt. Gegen das verurteilende Erkenntnis haben bie ,qroncn oeaen 33,5 Millionen Kronen nn Voriahr. Von Januar- ttkNack) der Stadt zu erftredt sich ein Flügel mit glatten Angeklagten das Rechtsmittel der SJerufung verfolgt, um einschließlich Äuausl bezifferte sich bie Einfuhr auf 1107,3 Mill. JtaaL IMSUL I / u J in pti eien. Das Urteil lautet auf Ver- Nronen. m-niaer 15 MiNiunen Kronen, bie Ausfuhr aus 1194,6 Mill. Geborene. Am 8. September. IDem Schmied Otto Knorr ein Sohn. 10. Dem Schlosser Wilhelm Löffert eine Tochter, Karoline. Dem Steinmetz Heinich Heinz eine Tochter, Margarete Marie. 11. Dem Schlosser Heinrich Eckharbt ein Sohn. 13. Dem Bahnverwalter bei ber Bieberthalbahn Karl Zeta ein Sohn, Herbert Johannes. Dem Hallenmeister im stäbtischen Schlachthaus Wilhelm Schmitz eine Tochter. Dem Taglöhner Heinrich Rau ein Sohn, Heinrich. 14. Dem Stationsassistent Karl Wagner ein Sohn, Alfred Rudolf. Dem Vorarbeiter Karl Kochhann ein Sohn, Konrad Ernst. Dem Schreiner,Ludwig Werner eine Tochter. 17. Dem Heizer Heinrich Förster eine Tochter, Wilhelmine Luise. 18. Dem Bautechniker Heinrich Roß eine Tochter. Gestorbene. Am 15. September. Lorenz Schäfer, 70 ^)ahre all, Privatmann dahier. 16. Eva Maria Schneider, geb. Birkenstock, 36 Jahre alt, Ehefrau von Bauunternehmer Johann Otto Schneider dahier. 17. Adolf Fink, 37 Jahre all, Diener dahier. Gottesdienst in der Synagoge, Südantage. Asraelitische Rriigionsgemeinde. Montag den 23. September 1901: 3 3 0) 6314 Cohn & Co Gießen, Warktstraße 17 Cassel vormals F. Leitzow & Co b) Berbrauchsgegenstände, ungefähr: Riemen aus Eichenholz. 2,5 auf der Schreibstube den 6319 5646 ''r‘ -d 120 30 40 30 40 15 10 650 15 20 i E Fußböden. Möbeln. rv 8) o o 5* 3 N /r