»m «*> «k Kn W*» *M erwetawUn Kr. 196 Zweites Blatt 151« Jahrgang Donnerstag 22. August 1901 'frWMm, uni S CD ki CD s CD ft ! Li CQ CD Staatsanwalt Meyer: Wollte Marten mit Hilfe von Hickels Vater nach Rußland fliehen? Marten: Ich wollte überhaupt nicht nach Rußland. Bei der Flucht war ich. derartig verwirrt und aufgeregt, daß. ich keine Uebertegung hatte. Als ich dann beruhigt zurückkam, stellte ich mich freiwillig. Kaiser eine günstige Antwort. Am Anfang des August richtete Präsident Loubet einen Brief an den Kaiser, in dem er seine frühere Einladung wiederholte, worauf der Kaiser sofort zustimmend antwortete. der Untersuchung zu den Unteroffizieren. Ter Gemeine in so enger Berührung, wie dre Unteroffiziere. Nun waren an dem Tage der That elf Unteroffiziere in der Kaserne, davon fünf im Dienste au Es kommen also nur die übrigen sechs in r^rage, unter ihnen Marten und .Hickel. Die übrigen vier """ sen, und damit ist ein i n d i r e k - er Beweis gegen Marten und .Hickel erbracht, wie denn auch das negative Ergebnis aller sonstigen Bemühungen verwertet werden muß für den positiven Nachweis, daß kein anderer Thäter in Frage kommt. Punkt 4 Uhr 15 Min. wurde der Schnaps aus der Kantine gebracht, °° gchgen Hickel und Marten nach der Marten- _ Marten ging dann in seine Stube wo er Stumbries antraf, 4 Uhr 32 Min. ging er weg, 4 Uhr 34 Min. ging er aus dem oberen Korridor hinab. Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk vor dem Oberkriegsgericht. (Fortsetzung aus dem 1. Blatt.) Adrefst für Anzeiger Hietzo. Fernsprechanschluß Rr.lt« Btiugsprtlt Ml. 2 2U, monatt. Mit Br,I grrlntn; MbijölrP/Urn »inte Mk. l.yo, menatl. 65 ©d Postbezug viertk'.jihM. Ml. 2.00 ohne Bestell ■Oe UneelgenrSiennmiMiie^ Kellen bt4 Sn- ii.it nehmen ilnze,ßen für k> • icfeencr tini,. iqer cntfrCML 8cilcnprei3. lofai 11 «uflwärte SO f-fe- an|aBe, *fr®**** Xeitlti« Hm Än. «rtMW mW ,Heff. w* ^Blätter 3" N< WeCUWet ' wer. WS bn-elegt. eigentlich in den Ställen wollte. Es ist unwahr, daß es seine Aufgabe war, für das Anzünden der Lampen zu sorgen. Wir sehen. Laß ihn keineswegs der Biereifer hin- trieb, sondern das Bestreben, sich einen Alibibeweis zu schaffen. Auffällig ist sein Auflachen bei der unflätigen Aeußerung Krauses: Wen hat der Deibel geholt? Ich weise ferner hin auf die auffälligen Aeußerungen Hickels gegenüber Exz. v. Alten, daß er 20—25 Minuten bei seiner Schwiegermutter gewesen sei, obgleich er nur acht Minuten dort war. Welchen Grund hatte er dazu? Ich sage, der Angeklagte fühlte sich schuldig, deshalb gab er einen längeren Aufenthalt gn. Dann ist auffällig, daß er Domnrng darüber ausfragt, welche Zeit er angegeben habe Wenn Marten und Hickel in Briefen ihre Unschuld beteuern so gebe ich nichts darauf, denn sie wußten, daß diese Briefe von den Behörden gelesen werden. Nach dem alten Verfahren hatten tvir eine strenge Beweisführung. Das Kriegsgericht durfte nur verurteilen, wenn zwei klassische Zeugen pir jede Frage vorhanden waren. Das neue Ver- ahren überläßt es den Richtern, eine Ueberzeugung zu gewinnen aus dem Inbegriffe der ganzen Verhandlung. Präs.: .Nachdem die Verhandlung so weit vorgerückt ist, halte ich es für angebracht, die Angeklagten auf eine mögliche Aenderung des Rechtsstandpunktes hinzuweisen. Der Anklagevertreter hat bereits gesagt, daß möglicherweise hier Totschlag und Beihilfe dazu vorliegen könne. Marten mache ich darauf aufmerksam, daß der Fall angenommen werden könnte, daß der Thäter einen vorsätzlichem Totschlag (Mord) in Jdealkonkurrenz mit dem § 97 (Angriff aufeinenVorgefetztenmit der Waffe, wodurch dessen Tod herbeigeführt wurde) begangen haben könnte. Hickel weise ich darauf hin, daß gegen ihn erkannt werden könnte wegen Beihilfe zum Morde in Jdealkonkurrenz mit dem § 9. Haben die Angeklagten noch etwas zu bemerken? ging er zur Reitbahn, wo er den Wachtmeister Schulz 4,o5 antraf. Danach sprach er 5,10 Bunkus. Ferner traf Dragoner Sawatzki und ging dann in den f/,011' ,,^d) ™On*'- baB J?iarten für die Zeil der Tötung, also 4,34—4,40 kernen Beweis für seinen Verbleib zu lresern vermocht hat. Dieses Fehlen des Verbleibnachweises bildet ein gewaltiges Indizium. Es kommen aber weitere erdrückende Momente hinzu. Das Verhältnis des Ritt- meisters zum Wachtmeister Marten war ungünstig, wie auch zum Angeklagten. Fest s.-eht, daß der Rittmeister seine Leute bald so, bald so behandelte. Zweiffellos mußte das Mißverhältnis des Vaters auch den Sohn tangieren wodurch sich der von Alters her eingefressene Groll noch mehr zum Hasse verdichtete. Schon bei den Vorgängen in Stallupönen fiel der Verdacht auf die Familie Marten Ich erinnere weiter an die Vorgänge auf der Reitbahn am 19. und 20. Januar. Marten wurde durchs die Behandlung zur Wut gereizt; er knirschte mit den Zähnen. Am 21. nachmittags war Marten auf der Kammer. Marten konnte keinen Schnaps vertragen. Der Schnaps stieg ihm zu Kopfe, er war stark animiert, und in diesem Zustande stieß er die Drohung aus: Der Hund soll noch heute Farbe bekennen! Nun kann man zwar nicht bestimmt sagen, daß damit der Rittmeister gemeint war, es konnte ja auch der Gaul gemeint sein, doch beweist die Aeußerung immerhin den ungeheuren Groll, den Marten gegen den Rittmeister hegte. Infolge der Anwesenheit des Stumbries wurde die Erinnerung an die schlechte Behandlung durch den Rittmeister wieder lebendig, und in dem bis zum höchsten Maß gesteigerten Zorne stieß er jene Drohung aus. Ich bin fest überzeugt, daß der Angeklagte sofort, nack)dem er die Drohung ausgestoßen hatte, den Karabiner holte. Dragoner Weber hat ihn im Karabinerstande gesehen. Um Bartulat auszuweichen, trat Marten an das Fenster und ließ ihn vorbei. Ich bin überzeugt, daß er den Karabiner hierbei schpn unter dem Mantel hatte. Unglaubwürdig erscheint seine Behauptung, daß er hinaufgegangen sei, um Drückeberger abzufassen. Alle Achtung vor dem Unteroffizierstand, aber so biereifrig ist wohl niemand, der selber Drückeberger ist daß er sich in der Dunkelheit hinstellt, um anbere Dri^eberger abzufassen. Wo blieb nun Marten? Unmittelbar vor der That sah Skopeck zwei Unteroffiziergestalten an- der Bandenthür vor der Reitbahn. Nunmehr fehlt der Ausweiß über den Verbleib. Ich glaube, daß er nach der Abgabe des Schlusses zu seiner Mutter herumlief, um damit einen Alibibeweis! zu schaffen. Tann ging er nach seiner Stube und traf unterwegs Stumbries. Nun folgt sein geradezu auffallendes Benehmen. Viermal that er, als habe er nichts ge- uls ihm der Tod des Rittmeisters mitgeteilt wurde. । Rekrutenstalle fiel dann sein unruhiges ernstes Ausehen auf. Eigentümlicherweise wich er den Gesprächen über den Vorfall aus. Alle Unteroffiziere eilten an den That- ort. Marten war der einzige, der nicht hinlief. Weil er ein böses Gewissen hatte. Erst als die Schwadron angetreten war, erschien Marten auf der Bildfläche. Hier machte er sich wiederum verdächtig. Er lief unruhig umher. Noch auffälliger war, daß er sich zu den dienstthuenben Unteroffizieren hinstellte, obgleich er dienstfrei war. Qroar pt die Fahnenflucht abgeurteilt, doch kommt noch! immer in Betracht die Flucht eines Les Mordes Angeklagten. Sie liefert ein bedeutendes Verdachtsmoment. Nach alledeut ist kem ariderer als Marten der Thäter gewesen. Nun- inehr komme ich zu Hickel. Die Trennung von Marten ^Wlgte 4 28 Der Schuß geschah 4,38, der Eintritt in den a-b-Stall 4,44. Hickel ist bemüht, den Nachweis zu führen, daß er schon 4,30 dorthin gekommen ist. Taß er aber ,pater gekommen sein muß, ergiebt sich wenn wir rückwärts zahlen aus dem Zusammentreffen Hickels mit Bunkus und dem Eintreffen der Todesnachricht. Diese ist im Rekrutenstalle 4,54 eingetroffen. Er hat sich dort aufgehalten sieben Minuten, alfo von 4,47 an. Hickel behauptet, er habe mit ^.vmning zehn Minuten iin a-b-Stalle gesprochen. Ich be- haupte aber nur drei Minuten. Wenn er sich länger auf- gehalten hätte, so hätten wir das heute gehört. Demnach trat er 4,44 in den a-b-Stall, und es verbleiben also acht Minuten bis zum Schüsse. Diesem Beweise füge ich eine Anzahl Indizien bei. Als Schwiegersohn des Wachtmeisters Marten konnte ihn nicht gleichgiltig lassen, wenn seinem Schwiegervater im Dienste' etwas Unangenehmes, passierte, ebensowenig wie Kränkungen seines Schwagers. Er hat denn auch selbst zuletzt mit dem Rittmeister schlecht gestanden, und in ihm muß sich ein Quantum Haß und Groll aufgespeichert haben. Ich weise darauf hin, daß Baranowski Soldaten mit schwarzem Schnurrbart an der Bandenthür gesehen hat. Es ist ferner auffällig, was er Bupp er sch bestreitet, gesagt zu haben, daß er sich hätte das Leben nehmen mögen. Präs.: Haben Sie gesagt, der Rittmeister könne einen zur Verzweiflung bringen? Buppersch: Tas ist möglich: der Rittmeister war ja sehr streng. Auch habe ich nicht gesagt, die Wände haben Ohren oder, es wäre am besten, man sagte nichts. Feldwebel Tollkühn läßt sich über die bekannten, ausführlich sbehanbelten Vorgänge bei der Flucht aus. Marten fragte auch einmal, ob ihn das Kriegsgericht wohl ohne Beweise Der urteile« könne, es h a b e ihn niemand gesehen. Der Offizier, bet die Arrestzelle revidierte, machte ihm Vorhaltungen wegen der vorgeschriebenen Meldung. Marten warf im wütende Blicke zu. Als ich durch das Guckloch der Zellenthür sah, nahm ich wahr, wie Marten einen roten Kopf bekam und sehr erregt war. tttt» iE M SM 5^* Der Besuch des Zaren in Frankreich. Als am 18. Mai zu Ehren des Geburtstages des russischen Kaisers in Metz die bekannte Parade über die dortige Gfcrrmfo« abgehalten wurde, der auf Einladung des deutschen Kaisers die Herren von der russischen Botschaft in Xxuin beiwohnten, wurde diese Thalsache in Frankreich mrt merkwürdiger Ruhe hingenommen. Man faßte es dort — wenigstens äußerlich — nicht als Affront auf, daß die Vertreter derjenigen Macht, die Frankreich nach der Hoffnung aller Franzosen die Wiedergewinnung der 1870 „geraubten" Provinzen ermöglichen sollte, in dem geraubten Metz eine militärische Demonstration des Enkels des da- nraligen Siegers durch ihre Anwesenheit eigentlich erst zu einer solchen gestalteten. Die Paraden am Geburtsfest des ^aren waren ja herkömmlich in Berlin, herkömmlich auch die Teilnahme der Russen an denselben. „Zufall" war ir Jahre nur, daß der deutsche Kaiser am ftch befand, also auch das militärische M srch abspwlen mußte. Freilich sagte man w I^on, daß die schweigsamen Franzosen eines ^"U"g für jene Festlichkeit präsentieren würden. Le5e 2?a sKwimmt ganz Frankreich in Selig- den Zranzojlschen Manöver« in Reims - von der d gegenwärtig das meistumworbene ZaiNt Sa i en s hätte den Orden pour le »rj3,-(Hvem ben klasfwohl niemals bekommen, wenn er vLk SürKomponist wäre.-Seine Oper „Samson A.biet.ln diesem Jahre zur Aufführung im p1!?6" Opernhaus in Berlin gelangte, hat die Berliner Kritik einmütig abgelehnt. Die deutsche Presse konstatiert im übrigen ziemlich Überei rijNmrnend, daß der Besuch eine Bü r g s cha f t des all- g e in e inen Friedens und der unveränderten Jn- ^Beziehungen zwischen Rußland und Frankreich ui sich schließe. Einige Kritiker meinen, der Zar wolle ^m von Monarchisten, Nationalisten und selbst von einem Lenl der russischen Diplomatie angefeindeten republikanisch- t v , radikalen Ministerium Waldeck-Rousseau ein Ä Rietet : Ich kann nur erklären, daß ich u n s ch u l d i g tuauensvotilm" erteilen. Näher liegt doch die Annabme^ \bin. ter äar beabsichtige durch die Reise seinen Tank 'zum fanrt mir erklären, daß ich un- Arisdruck zu bringen für die Bereitwilligkeit, mit der Frank- ' reich die russische Anleihe vom Mai d. Js iiber £nteTBftt%xe-r Bunkus): Sie glauben, daß nahm, ein Geldgeschäft, dessen Wiederholung Im Herbst Mantel angehabt hat? Bunkus: Ja, ich dirses und im Beginn des nächsten Jahres zu erwarten1 c* rrber Nicht genau. Sergeant Schi e lat: Ich glaube, fkht. Trnn her' G-ldbÄxrrf Rußlands wfrd von unter- einen an. Domnin g. Er hatte einen an; er rirfjteter Seite auf ca. 1 Milliarde Franks berechnet. Dieser!^?»? bie ^nde in der Manteltasche. Hickel: Ich weiß es „Liebesdienst des Allierten ist mit dem Besuch des Soren Im also kaum zu hoch belohnt. Kein anderer Staat ist zurzeit ^ünut ble Beiveisaufnahme geschlossen, in der Lage und geneigt, Rußland einen derartigen Kredit ~ Die PlaidoherS. 5" eröffnen. In Paris betrachtet man den Minister Delcasse . Staatsanwalt Meyer: Es erscheint unmöglich, daß als den eigentlichen Organisator der Zarenreise. Tas einemr That allein begangen hat. Unbedingt müssen durfte zutresfen; hat doch dieser Minister damals in Peters- Personen an dem Verbrechen beteiligt sein. Ich frage, bürg auch die Anleihe-Vorverträge abgeschlossen unbtziese beiden Personen? Wenn es sich um eine babei sicherlich die baldige Fahrt des Zaren nach Frank-! Zrviljache handelt, werden Staatsanwalt und Kriminal- rei nottoenbig bezeichnet. Delcasse wurde bekanntlich p^nzei, sobald der Thäter nicht unmittelbar gefaßt wird, don Nikolaus II. in feierlicher Audienz empfangen. I imrner vor ein Rätsel gestellt. Bei einer Militärstrafsache ist Das Programm für den Aufenhalt des Kaisers unb --=arjn= gestellt, man kann einen engeren Kreis ber Kaiserin von Rußland in Frankreich ist noch nicht voll- ^^effs des Thaters ziehen, und wir werden deshalb in slandig festgestellt. Wie verlautet, wird der Kaiser am b!-^w Falle zu keinem anderer^ Ergebnis kommen können, 17. September in Dünkirchen eintreffen und wahrscheinlich SL ! V °,n b e r.eL bie That begangen haben °n demselben Tage eine Flottenschau über das französische Marten. Ausgeschlossen ist, daß Nordgeschwader abhalten. Von Dünkirchen wird sich^der IZivilisten ausgefuhrt wurde. Welches Jnter- ^aiser nach Compiegne begeben, wo am 19 die Kaiserin I )of. ten ^vckisten daran gehabt haben? Auch daß ein chenfalls ein trifft Der Minister des Aeußeren Delcasse ^Ealiger Soldat den Mord ausgefiihrt habe, erscheint begab sich am Dienstag nach Compiegne, um die Räumlich' Can mal fehlte auch hier das Interesse, wie beiten zu besichtigen, die im dortigen Schlosse für den es einem Zivilisten unmöglich gewesen wäre, Lupenthalt des Zarenpaares in stand gesetzt werden sollen I V durchzuführen. Gleichwohl erstreckte sich die Unter- M dem „Figaro" sind für diesen Aufenthalt mehrere ^""6 auT ^ne solche Möglichikeit. Cs fehlt aber rage nach der großen Schlußparade bei Reims in Aussicht völlig an einem Anhalte dafür, daß der Thäter mummen. Nach der Revue von Reims findet ein aroües b ?ner anderen Schwadron oder bei einem anderen Regi- ttjeuner statt, an dem sämtliche Minister und Militär- Trotzdem sind auch nach der Rich- etachees teilnehmen werden. Tie vier Armeekorvs welch,»! Nachsorjchungen angestellt worden. So kommen wir, erste und zweite Armee bilden unL die an der Reimser wir den Kreis derartig immer enger ziehen, zu der . Zsvue teilnehmen — es sind das 1., 2., 6. und ^0 Armee- ?^rten Schwadron, -^a fragt es sich denn nun zunächst, ^rps -stehen unter dem Befehle der Armeechefs Tuchesne t ""hl von einem Gemeinen verübt sein? Md Keßler. '* ^1 Selbstverständlich hat die Untersuchung auch diese Möglich- Nach anderen Meldungen werden der Kaiser und bie In^ gefaßt, aber alle Angriffe gegen Skopeck zer- Mserin Frankreich am II9. September abenbs oder spätestens 2Iucf)l 5*7 Erdacht gegen den Hilfstrom- 20. September wieder verlassen. Ein Besuch von Par^s ^^n^?^"stch erwies sich als haltlos. So führt der Weg ^V^*totea im Zentrum Frankreichs ist zurzeit nicht Untersuchung zu den Unteroffizieren. Ter Gemeine m Aussicht genommen. 16 6 * Eskadronschef nicht in jo enger Berührung, wie Die französischen Blätter nehmen natürlich die Nach-1 Lj, . n^t von der Ankunft des Zaren mit großer Befriedigung Ur. Ter „Figaro" bemerkt, das ErschAnen des '^a^n b^ Reitbahn, m. so erfreulicher, als in Petersburg, unb LaX bei ff' »Mittelbaren Umgebung des Kaisers, dieser Reise lange nachgewief. Merraten worden sei, und zwar hauptsächlich mit Rück-' Mt auf die Sicherheit der Person des Monarchen Ter veröffentlicht dagegen folgende Einzelheiten über tÄi'S smsttii $ s» .W1-1 Einzutreten, daß dieser dem Wunsche Loubets weg 4 Ubr 34 y können, nach- 4,38 oder 4,39 war die Tötung vollzogt." Wir sehen fltirffebr in Ru?land Mei^ chrernun Marten erst 4,45 in der Wohnung' der Eltern wieder, y tzl nd diesen Auftrag aus und erhielt vom | wonach er 4,50 wieder mit Stumbries zusammentraf. Nun T, Ä M mg tind §ägrM u u. M AM ptember gefall f ' KSHur, Siienh.1’- Heiter sucht. Slexauda solider, gutm^'.- usbmi'chl Wiftt/fatraflmfr1 Wflrietcltlftltei ’tf, Vabnboistraßif ehckW t meine UWn- lung.^Cif^: bie mttt nnben w lernbe W®.; lag. hiefigeS 9*1 ubtlunMgtfi* id)t,aud) fnWW'w gegen fofort-N-,; s&jnW^- mTSSK rung rmeS M-, srZ ittiuÜtg; mitte hn pgeEM- GietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Es ist notwendig, hieraus hinzuweisen, weil wir uns noch immer nicht aus dem alten Verfahren herauvrecken können. Jede Ueberzeugung muß sich natürlich stutzen aus positive Thatsachen, sonst geraten wir auf die Bahn des Kriminalromans. Der oberste juristische Grundsatz: In dubio pro reo, dieser Grundsatz hat mich bestimmt zu meiner D.urdig- ung der strafrechtlichen Frage. Es handelt sich um die Frage, ob Mord vorliegt oder Totschlag. Ter ^taatsanw. behandelte eingehend die Frage der Ueberlegung. Er bezweifelt, daß Marten den Tod des Rittmeisters von langer Hand geplant habe. Dazu fehlte die positive Grundlage. T-er Entschluß sei plötzlich infolge des Ausrufes: der Hund muß heute noch Farbe bekennen! entstanden. Beim Anblicke Stiiinbries, der den Gaul zugeritten, habe sich das Gefühl der erlittenen Kränkung erneuert. Jähzornig von Natur, wie er war, und aufgeregt durch den Schnapsgenuß, hat er schon den Entschluß ohne Ueberlegung gefaßt, und noch mehr die That ohne Ueberlegung ausgeführt. Ich behaupte, daß Marten die ganzen sechs Minuten bis zunl Schüsse aus dem Jähzorn und der Aufregung nickst herausgekommen ist. Deshalb ist nicht Mord anzunehmen, sondern vorsätzliche Tötung. Welche positiven Grundlagen haben wir nun für das Verhalten Hickels? Gesehen haben wir weiter nichts, als daß er wachestand. Können wir darauf eine Mitthäter schäft begründen, dann müssen wir annehmen, daß Hickel die Thal mitgewollt und mit in sich ausgenommen hat. Hickel hat eine zehnjährige Dienstzeit hinter sich- Er ist jung verheiratet. Ist es wohl denkbar, daß er sagen wird: Ich will Deine Thal auf mich nehmen? Das ist wohl ausgeschlossen, und deshalb behaupte ich, daß Hickel sich nur der Beihilfe am Totschlage schuldia gemacht hat. Die Anklage wäre also auf Sand ohne Grund gebaut. Wenn sich demnach Marten schuldig gemacht Hat des vorsätzlichen Totschlags und zugleich, nach § 97 des thätlichen Vergreifens an einem Vorgesetzten mit der Waffe, was noch schwerer wiegt als Totschlag, so hat sich Hickel der Beihilfe zum Totschlage schuldig gemacht. Das Gesetz läßt mildernde Umstände zu. In diesem Fall ist aber von mildernden Umständen ebensowenig die Rede wie von einem minderschweren Falle. Der Fall ist ein schwerer, wie er seit undenklichen Zeiten in der Armee nicht vorgekommen ist, und hoffentlich auch nicht wieder vorkommt. Daher muß die Schwere des Gesetzes herangezogen werden, und ich beantrage, Marter, wegen Totschlags, verbunden mit thätlichem Angriff auf einen Vorgesetzten mit der Waffe, wodurch der Tod des Angegriffenen herbeigeführt worden ist, zu zwölf Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust, Versetzung in die zweite Klasse des Soldaten st andes, Ausstoßung aus d e m H» e c r e zu verurteilen. Ferner beantrage ich die Umwandlung der wegen Fahnenflucht erlittenen Gefängnisstrafe von einem Jahre in sechsmonatliche Zuchthausstrafe. Hia'el betreffend beantrage ich wegen Beihilfe zum Totschläge und zum thätlichen Vergreifen an einem Vorgesetzten eine Zuchthausstrafe von fünf Jahren auszusprechen, ihn ferner zu zwei Jahren Ehrverlust, Versetzung in die zweite Klasse und zur Degradation zu verurteilen. Zur Anrechnung der Untersuchungshaft liegt kein Anlaß mor. Das Generalkommando hält an der Ansicht fest, daß es berechtigt war zur Verhaft i g Hickels nach dem ersten Urteile und von diesem Starck/ unft ist noch, kein Atom widerlegt. Der Staatsanwalt b./Meßt sein zweistiindiges Plaidoyer mit den Worten: Wo der Thäter ermittelt ist, muß auch die Strenge des Gesetzes walten. Auf Mord steht Todesstrafe und vor Todesstrafe schreckt man gemeinhin zurück. Man klammert sich an ein Minimum, wenn die positive Unterlage fehlt. Ich bitte Sie also, nicht auf Mord, sondern, meinen! Anträge gemäß, auf Totschlag zu erkennen. Haben Sie Vertrauen zu meiner Objektivität. Der Verteidiger des Marten, Rechtsanw. Burchard: Der Staatsanwalt hat eine Auffassung der Verhältnisse .............. Deullldes Vision beim Reichsmilitärgerichte. Auf Anordnung I „ , 20 Wnanft Der Kaiser und die Kaiserin de.' '-'t ' e- ' s tn F r 11V11 fl«f«11 u„t-rnöhme°^h-u^fr'ich in Wilhelm,höhe einen SueritL ®“* Man wird über diese« Urteil de« OberkriegSgericht« in Laiserpaar wird mit den kaii-rlich-n 8indeni nnd d.m P ^ weiten Kr.isin nicht wenig überrascht sein. Nach den ruhigen I staat am Sanntagabend nach P°t-d°m abreisen, w° gegeben, die vollständig neu ist. Ich glaube wohl, daß . -der Gerichtshof seinen Ausführungen dahin beistimmen , wird, daß der Vorfall ungewöhnlich ist. Ich gebe dem Staatsanwalt zu, daß die in der vierten Schwadron geschehene That ein Schandfleck für die ganze Armee ist, > und ich lehne mich nicht gegen das Bestreben auf, die > Thal zu sühnen im Interesse des Ansehens der ganzen 1 Armee, aber ich halte die Anklage für u n au sr e ichejn d. - Wenn Marten in der Nähe des Karabiners gesehen wurde, ; so fehlt doch jeder Beweis dafür, daß dieser sich zur Zeit noch an der betreffenden Stelle befunden habe. Die Behauptung ist hinfällig, daß der Karabiner sich noch nachl- nnttags dort befunden haben müsse, wo er 10 Uhr vormittags hingestellt wurde. Ein logisches Benehmen wäre angemessen, wenn er, nachdem er gesehen war, den Karabiner wieder hingestellt, und von anderwärts einen hergeholt hätte. Nur aus logischem Verhalten aber könne man logische Schlußfolgerungen ziehen. Die Darstellung über die Art der Ausführung der Thal sei ganz unmöglich. Der Thäter mußte doch die Gelegenheit abpassen, und konnte nicht so auf Geratewohl schnurstracks hinlaufen und abschießen. Dann hätte er ja geradezu ausrufen müssen, macht mal Platz da, ich will jetzt schießen. Daraus, daß Marten sich schlecht verteidigt habe, dürfe ihm kein Strick gedreht werden. Die in Frage kommenden Zeiträume und Entfernungen seien so klein, daß das Verlangen eines Nachweises darüber, wo der Angeklagte von 4,35 bis 4,45 gewesen ist, als ganz unmöglich bezeichnet werden müsse. Er glaube, daß es dem Staatsanwalt auch unmöglich sein würde, nachzuweisen, wo er vor acht Tagen nachmittags zwischen 4,35 und 4,45 gewesen ist. lieber die Aussage Skopecks und die ganz-e Art und Weise, wie sie zu stände gekommen ist, ließe sich ein Roman schreiben. Die Angaben sind so ungenau, daß man nichts auf sie geben darf, namentlich da nick)t, wo sichs um Leben oder Tod handelt. Bei allen großen Verbrechen tauchen Leute auf, die etwas behaupten und so lange immer von Neuem behaupten, bis sie es zuletzt selbst glauben. Ist Marten wirklich der Mann, von dem man sich einer solchen That versehen kann? Selten hat jemand eine sorgfältigere Erziehung genossen. Er war ein tüchtiger Soldat, vom Glauben an seinen Beruf, von Liebe zu ihm erfüllt. Und ein solcher Soldat sollte sich wegen geringfügiger Vorgänge an seinem Vorgesetzten vergreifen? Uebrigens war das Verhältnis des Marten zum Rittmeister nicht einmal schlecht. Und wenn der Rittmeister feiner Frau gegenüber sich abfällig über Marten aussprach, so beruhte das auf einem Vorurteil. Ein Motiv dazu ist wenigstens nicht nach- gewiesen. Man hat gehört, wie v. Bäckmann schon den Unterroffizier Domning angefahren hat. Danach kann man sich einen Begriff machen, wie er Leute vom Schlage eines Skopeck behandelt hat. Es ist überhaupt gefährlich, Kriminalkommissare als Zeugen zu vernehmen. Welche Kautelen werden nicht von einem Untersuchungsrichter beobachtet? Er hat die Leute regelrecht examinier wobei ihm der Protokollführer zur Seite steht. Ganz an-1 und thatsächlich durchaus objektiven Darlegungen des Staats ders der Kriminalkommissar. Ter verhandelt tagelang mit anwalts war dieses Urteil umso weniger zu erwarten; und den Leuten. Tann trägt er, ohne Notizen zu haben, es war ohne weiteres auzunehmen, als daß Marten sofort jedes Wort mit einer Sich er heit vor, als wenn $eDjfion gegen das über ihn gefällte Todesurteil einlegen werde, es erst heute ausgesprochen wäre, mit einer Sickstrheii, I Freisprechung Hickels war vorauszusehen. Die von dem die Erstaunen erregt. Turch Herrn v. Backmann hat die i gegen Hickel angekündigten neuen Verdachts« ganze Untersuchung Wendung ^ornmem . e- mOmente sind auSgeblieben und die Berechtigung einer In- Mr? "o°tzben^man f ch bi7 grötzi^Mühe Sgab, nLe has.behalmng währ-nd der Zeit von der Fällung einer ersten «nbaltseuntie w ^croinnen und dazu sogar eine Belohn-Freisprechung bt, zu der letztgen werd nun noch mehr -nzu. unq aussetzte. Tie Richter haben nach sreier Ueberzeugung zweifeln fein al« bisher. zu urteilen. Wir haben ebensowenig stattzugeben den Mit- Wir werden unS wohl noch mehrfach mit dieser Ange- leidstündaebungen des Publikums wie den Wünschen hoher | leqen^eit zu beschäftigen haben. Vorgesetzten und den militärischen Interessen. Am hiesigen ' ~ Ort hat der Vorfall eine begreifliche Erregung hervor- Engländer Nttd Bure». gerufen, und niemand hat sich wohl den Erörterungen dar-I @ine her bekannten „SiegeS"-Depeschen KitchenerS aus über entziehen können, und deshalb tyatte xdy too^l <ßretotia üom iZ. h. M. meldet: Seit dem 12. d. M. gewünscht, daß im G e r i ch t sh o s nur ich, ter Ntzen, einschließlich der bereits besonders gemeldeten Ziffern, die dem Regimeute lernstehen Ind.eiem Saale , getötet, 20 verwundet und 248 gefangen genommen. bÄÄ’’ etÄ^^re^lum6 95 etgato sich Ferner wurden erbeutet Z67,Gewehre aber die rechtlichen Ausführungen des Staatsanwaltes sind 13 700 Patronen, 127 Wagen, 940 Pferde und 4<00iL>tück unzutreffend Ich halte die Angeklagten keines-lVieh. Oberst Beoson überrumpelte am 16. ds. em Buren« wegs für üb er führt. Sie können dieselben nach dem lager bei Doornpoort. Zwei Buren wurden getötet und Ergebnisse der Beweisaufnahme unmöglich verurteilen und dreißig gefangen genommen, darunter Hauptmann Breyten- ich beantrage deshalb, unter Verwerfung der Berufung, unb Devilliers, der Vater von Frau Schalk Burger. Freisprechung gemäß der Entscheidung der ersten I^p^rst Garratt überrumpelte gestern ein Burenlager bei "SU..™. ?»<« einer Stube beim Gespräche mit Stumbries den Entschluß linie durchbrachen und sich jetzt in der Gegend von Wepener zur That gefaßt und dann, innerhalb sechs Minuten die befinden, sowie gegen eine gleiche Anzahl von Krmtziuger» That ausgesührt. Es fehlt die Zeit, wo sich Marten mit Kommando, die von French über den Oranlefluß getrieben Hickel verabredet haben konnte. Wo haben sich Beide zu I wurden. dieser Verabredung getroffen? Als Motiv für Hickel wird gu dem am 18. d. M. in der Nähe von Brakhorstspruit angeführt, daß Seidel als Schwager des Marten mit dem I aU!gflc ührten Angriff auf das Bureulager wird noch gemeldet, dn“U derartige Beeinflusiu'ng %StaÄ’J Und feinten »bteilung^nen wi e be r abge n °m me n wurden, selbst wenn zwei Männer an jener Thür zur Reitbahn gc- — Wer find eigentlich da die „Banditen , die in da« semd- standen haben, kann man unmöglich annehmen, daß der liche Lager sich schleichen? Zweite ein Mithelfer des Thäters gewesen ist. E5^ ist Der Standard meldet aus Pretoria vom 17. August, immer gesagt worden, der Zweite habe dem Thäter als bcrß soeben abermals Burenfrauen in das Concen- Gehelfe den Rücken gedeckt. Jemand aber, der tr at ionSlag er gebracht worden seien und daß diejenigen einem den Rücken decken will, stellt sich! nicht hinter I oon biefen, deren Männer sich jetzt noch auf Kommando den Thäter, sondern an die Eingänge. -tie beiben ~eute , b üoq Mutes seien. Diese erklärten wieder und an der Bandenthür waren offenbar neugierige Zuschauer. I . - aßem waS in der letzten Zeit geschehen spnM.Lrr.LSv»««. stens Skopeck in Frage kommen; denn es ist eigentümlich, daß daß in der letzten Zeit Briefe von der 8urcnabotbnun9 qu8 er sich um die Thür des Krümperstulles herumgedrückt Europa angekommen seien, auS denen hervorgehe, daß valo hat. Das kann geschehen sein, um den Thäter vor Heber» Line Wendung zum Bessern eintreten werde. Die Führer raschungen aus dem Stalle zu sichern. Hickel erfreute würden in diesen Briefen aufgefordert, weiter zu kämpfen, sich des Wohlwollens des Rittmeisters, der ihn zum Ser- ba e§ j-x^cr sei, daß die continentalen Mächte in allerkürzester geanten befördert hat, ihm ein Hochzeitsgeschenk widmete eingreifen würden. Infolge dieser aus Europa gründ ihm die Pläne zur Mobilmachung anvertraute■ gmmemm guten Nachrichten hätten ihre Verwandten und hätte Hickel wohl veranlassen sollen, fein junges Eheglück im Felde neuen Mut geschöpft, sie seien sicher, daß und seine Zukunft aufs Spiel setzend, Morbgehüse zuwer- Fr-und- m1 s-l°° neuen ^g°i-tzop^, , Dankgotte«- h^te^Min u?en be^ech,n/n g mifgeBaut und deshalb bienste ab. Die Art und Weise und b-r Ton bieser [frauen völlig unzü reich end. Eine Aeuderung der An k l a g e I deren Männer sich unter Waffen befanden, seien jetzt so zeugt immer von einem Mangel der Anklage. Man herausfordernd, daß man sich ernstlich überlegt habe, ob e» schreckt vor einem Todesurteile zurück und hofft die ge-I nicht besier sei, sie von denen zu trennen, deren Männer ringere Strafe durchzusetzen. Bezüglich der Berechtigung ergeben hätten. So wie die Sache jetzt liege, belästigten der Jnhaftbehaltung 5chckels glaube ich alle namhaften ^zst-1 peschjmpften sie immerfort die Frauen derjenigen, die risten auf meiner Seite zu haben. Ich beantrage Frer-l_^ ergeben hätten, und belegten sie mit dem entehrende» sprechung. «vjmen ^Sanb bock". Die Folge davon sei, daß Buren, Nach auderthalbstündiger Beratung erscheint , ergeben und in ihr Schicksal gefunden hätten, jetzt der Gerichtshof wieder im Sitzungssäle. Unter h Gruben, baß sich bie Sache roiebet wenden könnte, Ä bi« 2-9« ^ließen unb sich wieder ben »ommanbo« an- durch Anschlag bekannt gegebene») Spruch: Der n • Schilderung hat -« nicht im Geringsten den A"S-klaat- Marte« ,st d-S Mo-d -s ,«. Zu. I a[8 ob si.ch-n-r,, whe Proklamation die Buren sammeuhauge mit Meuterer schuldig besuudeu ' acht hätte. Im Gegensatz dazu behauptet aller- uud znm Tod e verurteilt, ^t^e zum Berlufte l Bloemfonteiner Berichterstatter der ^Daily Mail-, der bürgerlichen Ehrenrechte. — Bezüglich Hickets u ejncn bedeutenden Eindruck mache. Ganz besonders hat daS Oberkriegsgericht dre Berusuug deS ®e« |e’ba§ QUjB ben vielen Uebergaben hervor, die seitdem zu richtSherru verworsen uud erkennt demgemäß ans ^rzeichnen seien. Man sei zuerst im Zweifel darüber ge- •••«ter* » Marten ber Thäter qewefen fein. Zwar war Marten ein ob bie Besitzungen aller unter lassen befind- guter ©olbat, aber nach seinem Charakter war er ber lichen Buren zur Deckung der Unkosten der Lager hat fähig. Diesem seinem Charakter nach muß ange- verwendet werden sollten! Nach Ansicht des Bencyl nommen werden, daß Mottve zu der That für ihn in crftatter§ ist das letztere gemeint. Wahrscheinlich sei, Satz reichem Maße Vorlagen. Ter Gerichtshof hat die Ueber- in der Weise gehandhabt werden solle, daß monatSwelse zeugung, daß Marten den Entschluß zu der That schon »armett Beteiligten öffentlich meistbietend verkauft längst gefaßt hatte. Tie Zurechtweisung, die er am letzten roetb°en conten, Da sich nun die Unkosten der Lager täglich äsfcX'Äü... -i - « seüaeitellt erachtet, daß der Karabiner nachmittags dort zu bringen. .. . . - « gestanden hat, wo er vormittags hingestellt worden ist. Wir möchten vorläufig noch daran zweifeln, daß dies Es wäre unnatürlich, wenn gerade dieser Karabiner von Auslegung zutrifsk, obwohl sie tum bekannten engli che feinem Standorte weggekommen wäre. Der Gerichtshof Kriegsgewohnheiten kaum widersprechen würde. Man rann nimmt an, daß Marten einen zweiten als Helfer — nid)! cben üon Seiten Englands jetzt auf alles gefaßt sein, uuo Mitthäter, sondern Mithelfer und Förderer — gehabt hat, I p b(e Axitik deS Auslandes sich noch um einige Grade meyr : jedoch sei der Beweis nicht erbracht, daß Hickel dieser I , ob man sich auch im AuSlande daran gewöhnt, , zweite gewesen ist. Skopeck ist vorn Gerichtshof für durchaus I fortan nur noch als einer duranS ver- ; glaubwürdig erachtet worden. In dem Verhalten des von oen ^gia i ba8 ist den Söhnen : Marten nach bcm Morbe ist ein weiterer Beweis fürseine * } " J-x’L ’’Ahr G-ldsack^regiert ja b°ch Thäterschaft gefunden worden. Sein Benehmen bei der Albions gänzlich schnuppe, i g Todesnachricht war auffällig. Nach der Art der Ausfiihr-1 die SBelt. bet nng des Verbrechens hat der Gerichtshof die Ueberzeugung! „Daily Mail" erfährt auS Brüffel, der S u gewonnen, daß ein zweiter dabei beteiligt gewesen ist. Der Transvaalgesandtschaft, Jonkheer van der Hoeven, wur Gerichtshof hat erwogen, ob das Hickel sem könne. Er kürzlich vom Zaren in Gatschina empfangen und yai auw erachtete auch Hickel für thatsächlich belastet. Er war bmn me^rcrc wichtige Konferenzen mit Graf LamSdorf. Rittmeister getadelt, mag auch seinem Schwager haben,be- . ^ue längere Konferenz mit dem holländischeri Mim?» hilflich sein wollen. Die Belastung genügte aber Aeußeren, Baron Melville, über KitchenerS Proklamatw«. urtcUuna bes Marten wegen Meuterer Der scheint biefe Vermutung benn boch nicht« al« ber «u» Gerichtshof ist überzeugt, daß Marten die That nut Ueber-j eitles optimistiscken WuvsckeS zu sein. ————-s legung ausgeführt hat, und hat deshalb wie oben erkannt.' Marten erklärt sofort die Anmeldung der Re- I. vom 17. SlH in das So neu nnb daß diejei^i ’<$ auf Mmutf: nrlen wieder uti ten Zeit ges^n. Sie be^ipfeltn, Ttnaborbnutig am 'vorgehe, dah bal) erde. Dir M 'eitet zu tämf’ü ä)te in aüeriün!?- : aus Suio.*; :e Bnwandiu it seien sicher, hi hielten Dacheltil Ton bitfer Araia bin, fein jetzt 1 irltgt (labe, ob d , beten M» t Uey, W|bfp en derjenigen, x it dem entchn^ , sei, daß 8m junben HW eher wendeo Bk )in ÄommauX'i: i. ««it« l'9Un9 "««9 ti * •Jw? mil di.k N [ im Gering :i amation btt 8tw aju behchltl & der »Daily Mr je. Sa^öesck oot, dir seiidtr» Geisel darüber , die wittr tiR erben [oft, m ün r rll ttWh ' .toften HW.“?! ühischM'" St, bii l,n btt &H"U- neue $W*; mr-(ä Ä Ni» anf W - $»*' **» fcW»*. mürbe. W 8!<‘f £U M ewe1®1:,. °>« n? * ?[ai «M >' ,, bet ber «,.■ lan«<« .* :al »KN H, "«.Nenetg flü be« 12. d. ? 22Bb,»iä "S9'«o»a„ ©etoebf, 7 47«os« , • «“ «Uten, " ü'lbttt M &•«»*» L»-.. «*< ft* »tate der l'"b ton t0,„8™i6'»M w*5 8* lrb voth gemtii? U"n grsao,,. lenden überleg», nowmen touih - die in das f& !ch'. niHt Sleuen Palais Wohnung nimmt. — Nicht nur in England will man den deutschen Kronprinz verloben, sondern auch in Dänemark. DaS Blatt „Politiken" behauptet, aus guter Quelle erfahren zu haben, der Kronprinz werde dem. nächst nach Schloß FredenSborg kommen, um dort seine Ber. lobung mit einer Cumberland'sch en Prinzessin zu feiern. (Offenbar ist es in dem sonst so kühlen Kopenhagen zur Zeit recht huudstäglich heiß.) — Immerhin kann man e« aber nicht als ganz aufrichtig bezeichnen, wenn es jetzt offiziös heißt: „Der Ausflug nach England ist lediglich eine Studienreise, bei der der Prinz sich mit England und englischen Verhältnisien bekannt machen soll. Die Reise ist auch keineswegs plötzlich beschlosien worden, sondern die Vorbereitungen dazu wurden schon vor sechs oder acht Wochen getroffen. Eine Notwendigkeit, diese schon damals urbi et orbi bekannt zu geben, wird aber wohl nicht vorgelegen haben." Wir sagen „nicht ganz aufrichtig", weil dabei verschwiegen wird, in welcher Form denn eigentlich die Nachricht von der Reise zuerst austauchte. Die erste Mitteilung besagte nämlich, der Kronprinz werde am 16. August „zu einem ver» traulichen Besuch in England eintreffen." Das hieß natürlich allerlei Vermutungen wecken und erklärt, warum die erwähnten Kombinationen auftauchten. „Eine Reise, die lediglich eine Studienreise" ist, nennt doch niemand vertraulich." — Den Abendblättern zufolge legte der Fürst zu Wied die Stellung als Präsident des Deutschen Flottenvereins nieder und schied gleichzeitig aus dem Gesamt- vorstand aus. Hamburg, 20. August. Durch die Walderseefeier und den Empfang des Zoologenkongresses sind dem Staatsbudget so große Ausgaben erwachsen, daß der Senat bei der Bürgerschaft die Erhöhung des bereits 1 Million Mark großen Postens für unvorhergesehene AuS- gaben um eine weitere halbe Million beantragen muß. ArrÄand. Loudon, 20. Aug. Die „Times" meldet aus Peking vom 19. August: Der britische Gesandte Satow teilte den chinesischen Bevollmächtigten mit, daß, falls gegen die Urheber der Metzeleien in Tschutschau die beschlossenen Bestrafungen nicht sofort vollstreckt würden, England auf'S Neue sich überlegen werde, ob es seine Truppen zurückziehen solle. Brüssel, 20. Aug. Der ehemalige ArbeitsMinister Nyssens tötete sich heute durch einen Schuß in die rechte Schläfe. Als Grund der That werden Familienverhältniffe abgegeben. Petersburg, 20. Aug. DaS russische Unterrichtsministerium verbot die Aufnahme von Juden in das technologische Institut in Petersburg während dieses JahreS. New-Bork, 20. Aug. Nach den letzten Meldungen aus Caracas gelang es dem Präsidenten Castro, eine Koalition gegen Columbia zustande zu bringen. ES verlautet, daß jetzt Truppen aus Venezuela, Ecuador und Nicaragua abmarschieren, um von allen Seiten in Columbia einzufallen. Castro war unaufhörlich bemüht, dieses Ziel zu erreichen, da er schon lange damit umgeht, seine Machtstellung z» heben und die Niederwerfung Columbias zu sichern. Leute, die mit der wahren Sachlage in Südamerika vertraut sind, schenken den Berichten keinen unbedingten Glauben wegen der bekannten Neigung Castro's, alle von Caracas abgehen den Nachrichten zu Gunsten seiner Zwecke zu färben. Kus Stadt und Land. NachUichte« von allgemeinem Interesse sind und stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, den 21. August 1901. Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Peter Jung in Mainz, in Diensten der Gesellschaft „Kasino-Hof znm Gutenberg" daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. • • Das Regierungsblatt veröffentlicht in Beilage Nr. 18, cm-gegeben am 17. August 1901, 1. ein Vorlesungsverzeichnis der Hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen für das Winterhalbjahr 1901/02, 2. eine Ueberficht der vom Ministe- rium des Innern für das Etatsjahr 1901/02 genehmigten Umlagen der KommunalbedÜrfniffe in der Stadt WormS, 3. eine Ueberficht der pro 1. April 1901/02 zur Bestreitung der KommunalbedÜrfniffe in den israelitischen Religionsgemeinden deS Kreises Groß-Gerau zur Erhebung genehmigten Umlagen, 4. eine Ueberficht über die für das Rechnungsjahr 1901, bezw. 1901/02 erforderlichen Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen ReligionS gemeinden des Kreises Heppenheim, 5. eine Ueberficht der vom Ministerium des Innern für das Etatsjahr 1901/02 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen ReligionSqemeinden des Kreises Lauterbach und des Kreises Mainz. 6. Ordensverleihungen. 7. eine Kon- kurrenzeröffnung. (Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wiebelsbach, Kr. Dieburg, mit dem gesetzlichen, nach dem Dienst- alter sich bemeffenden Gehalt. Mit der Stelle ist Organisten- bienst verbunden. Dem Fürsten zu Löwenstein - Wertheim-Rosenberg steht das Präsentationsrecht zu derselben zu.) 8. eine Berichtigung. • • Militärisches. Dom 1. Oktober ab ist Lt. Sander im Jnf.'Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 mit Patent vom IS. August 1900 als Komp. Offizier zur Unteroff. Schule in Weißenfels kommandiert. — Zu Assist.Aerzten befördert purben der Unterarzt Flath beim Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Versetzung zum Großherzogl. Hess. Train-Bat. Nr. 25, und der Unterarzt der Res. Dr. Schäfer in Friedberg und zum Oberarzt der Assistenzarzt der Res. Di. Spribille in Gießen. • • Eine neue Gendarmerie-Einteilung des Grotzherzogtums ist, wie wir hören, in Vorbereitung. Die Vorarbeiten find bereits erledigt, und es steht zu erwarten, daß die Neu- tieteilung bald in Kraft tritt. Die bisherige Einteilung der Smdarmerie richtete sich noch nach der alten Kreiseinteilung unb ist der jetzigen Kreiseiuteilung nicht mehr entsprechend. * • Einbruch- Ju der vergangenen Nacht zwischen 2 und 3 Uhr wurde in der Wirtschaft von Berg in der Marbnrger- strraße eiugebrocheu. Der Einbrecher leuchtete fich mit Streich- HSlzern im Zimmer, um fich feine Beute zu suchen. Er vwrde auf frischer That ertappt und festgenommen. Wie verlautet, soll er fich als Schloffer J ö ckel aus Breslau aus- gegeben haben. •* Entsprungen. Der am vergangenen Freitag Ent- sprungene ist noch nicht wieder eingefangen worden. Wie wir erfahren, stammt der Entwichene aus Bad-Nauheim und st am 10. August von der hiesigen Strafkammer wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Melsungen, 21. Aug. Bei dem am Sonntag hier veranstalteten großen Amateur-Athleten-Wettstreite, )er eine starke Konkurrenz zu verzeichnen hatte, errang Joseph Stein, Mitglied des 1. Gießener Stemm- und Ringklub im Stemmen 1. Klasse den 4. Preis, im Ringen 1. Klaffe den 2. Preis und im Steinstoßen 1. Klasse den 4. Preis, Emil Simon im Stemmen 3. Klasse den 20. Preis. Bad-Rauheim, 20. Aug. In der Gemeinderatsfitzung vom 19. August fand die^Wahl der Kommissionsmitglieder ür die Gemeinderatswahlen für 1901 statt. Nachdem der Vorsitzende die Wahlverhältniffe in 1901 gemäß kreis- amtlicher Verfügung dargelegt hatte, wurden gewählt: Als Beisitzer bei der Gemeinderatswahl Gemeinderat Knieriem und Gemeinderat Sprengel, und als Vorsitzender und Bei sitzer bei der Bürgermeisterwahl Beigeordneter Langsdorf, Gemeinderat Kersting und Gemeinderat Grünewald. — Der Wachtmeister Weiß von hier ist als Reoierkommiffär nach Darmstadt versetzt worden und zwar an ein neu errichtetes Revier daselbst. k. Friedberg, 21. Aug. Wie soeben erst bekannt wird, kam vor einiger Zeit die Witwe des Konrad Schneider!, zu Stammheim in ihrer Wohnung durch Verbluten aus einer Verletzung am linken Arm ums Leben. Auf das Geständnis des Tagelöhners Karl August Schneider, des Enkels der Verstorbenen, der wegen der Verletzung in Untersuchungshaft genommen worden war, wurde die verwitwete Konrad Schneider DL aus Usingen, wohnhaft in Stammheim, auf Anordnung des Amtsgerichts Altenstadt verhaftet. Die Sache wurde dem Landgericht Gießen überantwortet. Der Untersuchungsrichter hat, wie wir hören, bereits seine Untersuchung beendet, so daß die Sache jedenfalls in ber nächsten Schwurgerichtsperiode zur Verhandlung kommen wird. Friedberg, 20. Aug. Der Ausflug des Friedberger GeschichtSvereipS auf die Kapersburg am Sonntag verlief, wie der „Oberh. Anz." schreibt, insofern nicht ganz in zufriedenstellender Weise, als die Darmstädter Herren unter Führung des Ministerialrats Soldan erst nach 11 Uhr vormittags auf der Kapersburg eintrafen. Jnfolgedeffen hatten einige Friedberger Herren schon vor Ankunft der fremden Gäste ihre Schritte weiter oder wieder heimwärts gelenkt. Die Zurückbleibenden aber hatten die große Geuug- lhuung, aus den Worten und Beweisen des Herrn Soldan die Ueberzeugung schöpfen zu können, daß derselbe mit der sogenannten Renovation des BadcS nichts Neues, nichts Bedenkliches geschaffen hat. Eine so Peinlich genaue Beobachtung alles vorgefundenen Materials, jedes Steines und aller Vorsicht bei ber Erhaltung des noch Vorhandenen und Wiederherstellung desjenigen, was bei der starken Zerstörung zu rekonstruieren noch möglich war, verdient im Gegenteil un- eingeschränktes Lob, mit dem auch niemand zurückhielt. Am Nachmittag erfolgte die Besichtigung des Neubaues der Augustinerschule und der Altertumssammlung des GeschichtS- Vereins, woran fich ein Besuch der Stadtkirche unter der Führung des Kirchenbaumeisters Kratz anschloß. B. Lang.Göns, 21. Aug. Am Sonntag fand hier eine schöne Feier der Kleinkinderschule statt. Pfarrer Feller von Eberstadt hielt die Festrede. Der hiesige Posaunenchor sowie der cd. Kirchengesangverein von Klein- Linden trugen zur Verschönerung des Festes bei. Zahlreiche auswärtige Gäste waren erschienen. Pfarrer Weller dankte den Besuchern für die Teilnahme am Feste. (:) Lauterbach, 20. Aug. Auf dem Gutshofe des Pächters Backhaus zu Rudlos gerieten in der Gefindestube gestern beim Mittagessen zwei Arbeiter nach einer Neckerei in Streit. Der eine von ihnen, namens Möller, ergriff ein dolch- artiges Messer und stieß es seinem Gegner, Joseph Ritt, in die Brust, sodaß dieser mit einem lauten Schrei zu- sammenbrach und bewußtlos liegen blieb. Dr. Stotz von hier wurde sofort zu Hilfe geholt. Gr stellte fest, daß dem Verletzten die Lunge durchstochen sei. Der Unglückliche ist noch nicht zum Bewußtsein zurückgekehrt. Der Thäter wurde verhaftet. Darmstadt, 20. Aug. Die Großherzogin, Prinzessin Elisabeth, die Erbprinzessin zu Hohenlohe-Langen, burg nebst Kindern und die Prinzessin Victoria zu Schleswig-Holstein trafen gestern abend halb 10 Uhr von der Rosenau bei Coburg hier ein und reiften alsbald nach Wolfsgarten weiter. In ihrer Begleitung befand fich die Hofdame Freiin v. Königseck. — Der Großherzog und die Groß Herzogin begaben fich heute vormittag 7 Uhr, begleitet vom Oberstallmeister Frhrn. v. Riedesel und Major Frhrn. v. Röder, zu Wagen nach dem Truppen- UebungSplatze, stiegen dort zu Pferde und wohnten der Besichtigung des 3. Großh. Jnfaulerie Regiments (Leib-Regiment) Nr. 117 durch den kommandierenden General bei. — Astt Freitag voriger Woche fand sich eine Anzahl inaktiver Offiziere im hiesigen BahuhofShotel ein, um über die Bildung einer „Hessischen Gruppe des Vereins inaktiver Offiziere der deutschen Armee und Marine" mit dem Ortsfitz in Darmstadt Beschluß zu fassen. Nachdem der Vorsitzende, Oberstleutnant a. D. Schwarz, die Ziele und den Zweck des Vereins inaktiver Offiziere kurz hervor- gehoben hatte, wurde von den anwesenden Herren beschlossen, sich zur Verwirklichung der idealen und materiellen Aufgaben des Vereins zu einer „Hessischen Gruppe" zusammen zuschließen. Als Vorsitzender wurde Oberstleutnant a. D. Schwarz, als Schriftführer Hauptmann a. D. Vollmar gewählt. Mainz, 20. Aug. Der Bierbrauer Albert, der bekanntlich in Weisenau in der Brauerei seinen Kollegen König auf schreckliche Weise umS Leben gebracht, wurde vor einigen Tagen aus der Irrenanstalt Hofheim, wo er sich zur Beobachtung seines geistigen Zustandes befand, entlaßen und wieder hierher ins Untersuchungsgefängnis verbracht. Nach dem Gutachten der Aerzte ist Albert geistig r-ollständi'g normal. Er kommt im September vor das Schwurgericht wegen Mords. *• Kleine Mitteilungen au» Hessen und den Nachbarstaaten. In Darmstadt entschlief sanft nach längerem Leiden im Alter von 78 Jahren OberlandesgerichtSrat i. P. Otto Pi stör. — In Frankfurt wurde ein 53 Jahre alter Agent mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe auf einem Floß am Mainufer aufgefunden. Im Heiliggeist- Hospital, wohin man ihn verbrachte, starb er. NahrungS- ’orgen haben den Unglücklichen in den Tod getrieben. — Der, wie wir gestern berichteten, am 18. August vom Hom- Burger Zug Ueberfahrene und Getötete ist der ledige Backsteinmacher Assian. Er warf sich auf die Schienen, als der Friedberger Bahnzug nahte. Es war dem Lokomotiv- ührer nicht mehr möglich, den Zug zum Halten zu bringen. Assian, ein Stromer schlimmster Sorte, war sofort tot. — In der vorigen Woche erfolgte in der chemisch-technischen Fabrik von Dr. Ed. Wiederholt in Kassel eine heftige Explosion von Carbid dadurch, daß ein Arbeiter in ber Abteilung für Calcium-Carbid trotz strengen Verbots: „Beim Sieben von Carbid kein Wasser zu trinken", durch Unvorsichtigkeit den Inhalt einer Carbid«5ErommeI mit Wasser benetzte, wodurch fich Gase entwickelten, welche, da die Oeff- nnng an der Trommel zum Entweichen der in zu großem Maße entwickelten Gase zu klein war, dieselbe zum Explodieren brachten. Zwei in der Nähe befindliche Arbeiter wurden durch umherfliegende Stücke, der eine schwer an Kopf und Augen, der andere leichter an Arm und Hand verletzt. Die Explosion war weithin hörbar und verursachte im ersten Moment große Erregung. — In Burghaun bei Hünfeld brach am 17. August ein größeres Schadenfeuer aus. In dem ältesten Teile des Ortes, der zu der sogen. „Stadt Burghaun" gehört, wurden sechs Wohnhäuser und Scheunen eingeäschert, auch wurden größere Mengen Getreide und Heu, die in den Scheunen lagerten, vernichtet. DaS Feuer soll, wie vermutet wird, durch Kinder veranlaßt worden sein. Die Abgebrannten sind nur ungenügend ver- sichert. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. München, 20. Aug. Vor einem geladenen glänzenden Publckum wurde soeben daS Prinzregententheater feierlich eröffnet, «uf die Festmustk Max Schilling« folgte ein Prolog Han« v. Hopsen«. Die Festwiese au« den „Meistersingern" mit Eug.n Gura al« HanS Sach« leitete zu der eigentlichen Aufgabe de« Wagnerfestspiel- hause« über. Die Stimmung im Hause war weihevoll erhaben, die nach dem glanzvollen Bild der Festwiese in eine stürmische Ovation für den Intendanten v. Possart umschlug, der mit beredten Worten für die Ehrung dankte. Handel und UerKehr. Volkswirtschaft. Berlin, 20. Aug. Die Mecklenburg - Strelitzer Hypothekenbank erklärt sich bis auf Weiteres außer Stande, mehr a!8 dcn dritten Teil der Psandbriefzinsen zu bezahlen, weil die au« den Pfandbriesunterlagen auskommenden Hypoihekenzinsen zur Einlösung der Pfandbrieskoupon« bei weitem nicht ausreichen, das gc- tarnte Grundkapital durch Beleihung der Aktien der Pommer'schen Hypolhekenaktienbank bezw. von den zweiistrlltgen Grundschulden e- - traglo« fcftgelcßt und die Nebengesellschaften der Pomme,'scheu Hype, ihekenaktienbank um Stundung der Zinsen nachgesucht hätten. Gerichtssaal. h- Gießen, 21. Aug. (Ferienstrafkammer.) Die Sache gegen Joh. Heinr. Ledermann, Totengräber und Maurer in Lich, wegen Diebstahls bezw. Hehlerei wird zwecks Vernehmung eines z. Zi. in Amerika befindlichen Zeugen auf unbestimmte Zeit vertagt. — Der Tag, kühner Karl Klein von Eifa, der schon wiederholt wegen Zechprellerei bestraft ist. erhält wegen des gleichen Delikts, begangen zum Nachteil des Wirtes Georg Heinr. Dürr in Alsfeld, eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten unter Aufrechnung eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft. Er erkennt die Strafe sofort an. — Die Berufung des Dienst- knechts Karl Frank von Grünberg gegen zwei Urteile des dortigen Schöffengerichts, durch die er wegen Körperverletzung und Bedrohung verurteilt wurde, wird verworfen, da der Angeklagte trotz gehöriger Ladung zum Termin nicht erschienen ist. — Das von der Staatsanwaltschaft und den Angeklagten mit der Berufung angefochtene Urteil des Forstgerichts Alsfeld i. S. Heinrich Eckstein IV. u Gen. von Eifa wegen Forstfrevels wird bestätigt. Neueste Meldungen. Frankfurt a. M, 21. Aug. Die Kaiserin Friedrich stiftete vor ihrem Tode, wie Graf Seckendorf dem Komitee für die Ausstellung von Schutzvorrichtungen zur Verhütung von Unfällen mitteilte, drei wertvolle Portraitmedaillen für die Prämiierung. Berlin, 21. Aug. Der „Nat. Ksrresp." wird als sicher bezeichnet, daß die Fortführung der Reform der preußischen Beamtenbesoldungen und des WohnungSgeldzuschuffeS in absehbarer Zeit zu erwarten ist. Berlin, 21. Aug. Die Jugendschriftfielleriu Emilie Ludwig und der Komponist und Musikpädagoge Richard Kleinmichel sind gestorben. 1«/B % Betotaanlelhe . 10095 8% do 3i/l Vq Konao 1h . do 3 °/6 Tendenz fest. 90 75 100 85 91.05 98.50 98.50 43.50 25.80 26.25 83 00 . 175 60 . 120.60 . 130 50 . 138 00 . 136.20 . 153.00 . 187 00 . 169 90 . 150 00 Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahfltte . . . Bochum ...» Harpen er .... 8% % Hessen . . . 5 n/ö Italien. Bente . . 49/0 Griech. Monop.-Anl 3 0/0 Portugiesen . . 3 0/-> Mexikaner . . . 41/1 •/□ Chinesen . . . Frsnkfart, den 19. August 15 Kreditaktien ..... 200.40 Meteorologische Beobachtungen bet Station Oietzerr. Höchste Temperatur am 19. bi« 20. August 22,7° C. Niedrigst« , , 19. , 20. , 13,5° C. 1 August i Baromecer auf Oo reduziert Temperatur 1 der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit 1 Windrichtung Windstärke Wett« 20. 9?fi ! 7551 15,3 = 8,1 62 N. 1 fiernb.Htn mel 21. 7« 755,8 12,2 8,4 80 . w. 1 bed. H m'i el 21. 2» 755,2 18,4 9.4 60 1 N- 1 2 bed. Himmel Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 2. ««gebot der 1 Sckloffer, 1 Schuhmacher, 1 Ta- pezier, 1 Hausbursche, 1 Näherin oder Flickerin, 1 Schreibgehilfe, 1 Kindermädchen. Lehrlinge» 1 Sattler. Nachfrage der Arbeitgeber» 1 Metzger, 1 Tapezier, 1 Haus- bursche, 1 Wagner. 2 Schuhmacher, 4 bis 6 Arbeiter, 3 Dienstmädchen. Lehrlinge» 2 Buchbinder, 1 Glaser, 2 Schlaffer, 2 Schneider, 2 Schreiner. Bekanntmachung. Das dritte Ziel Gemeindesteuer pro 1901/02, sowie die hierher zahlbaren Schulgelder pro zweites Quartal 1901/02 find bis zum 31. August bei Meldung de« Antreibung« verfahrens zur hiefigen Stadtkafie zu bezahlen. Zahlftuudeu täglich von 8 bis 12 Uhr vormittags. Gießen, am 21. August 1901. 5709________________________De«: Sfadlrechs'.rr: Doepfer. Gascokes. Infolge Stadtverordniten-Beschluffer vom 20. Juni d. I. tritt erne Preisermäßigung unserer Gascokes em und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festge. setzt wie folgt: Für den Centn er ab Verkaufsstelle : Stück-Cokes..........1,20 Mk. Ikntz Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite uud enge Ofenfchachte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anchracit, gangbarste Sorte.......1,30 Mk. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchracit.....1,35 Mk. An Wagenladungen von mindestens 36 Kestnern: Stückcokes .... 1,15 Mk. Nutzeokes Nr. 1 . . 1,25 M NutzcokeS Nr. 2 . . 1,30 , 3M gleichzeitiger Kutvayme von mindestens LOOIKentnern: Stückcokes .... 1,10 Mk. NutzeokeS Nr. 1 . . 1,20 „ Nutzeokes Nr. 2 . 1,25 „ Für Cokerabnehmer, welche 2 und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Ctr. Für Anfuhr au daS Haus werden 5 Pfennig für den Ceatner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der CokeS auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall rc) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dteS ohn» besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centuer Cokes statt; dagegm bleibt bet folgenden hiefigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gascokes von 1 bis 5 Centuer bestehen, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 38, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gar- cokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Gießen, den 21. Juni 1901. 4388 Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. I. V.: Edm. Wetter. Die Kirchen-Rechnungen der hiefigen Matthäus-, Markus-, Lukas- und Johannes- gemein^e für 1900/1901 liegen acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht in den Wohnungen der unterzeichneten Pfarrer offen. Gießen, den 21. August 1901. 5708 Die vier evangelischen Kirchenvorftande: Dr. Naumann. Schlosser. Euler. Dr. Grein. * , MlllMtMllMM Verdingung. Die Lieferung des Gestühles für die Kapelle der neuen Friedhofanlage soll Freitag den 30. August, vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Zeichnungen,Arbettsbeschreib- ung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Büreau, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum genannten Termine bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 19. August 1901. Das Stadtbauamt. I. V.: Gerbel. 5692 Meres schwer. ArbeiHfcr- nod) sehr brauchbar, ftebt zu bet» taufen bet 1 hillpv ®fafL ßi'ünr. Douuerstag den 12. Sept. 1901, Nachm. 8 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die dem Wild. Schmal! HI. und Kindern zugeschriebenen Liegenschaften .6580 Flur 36/206»/,o—503 qm Hofraithe auf die Eichgätten und die Wieseck, 36/2O6>/io — 159 qm Grab- garten daselbst, 36/2066/10 — 129 qm Grab- garten daselbst, 36/2060/10 — 806 qm Grab- garten daselbst, 36/2O677/,0o — 45 qm Wiese daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 14. August 1901. Großh. OrtSgericht Gießen. __________Gros.__________ Donnerstag den 22. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, sollen dahier im Bieker'schen Saale: HauS- und Küchengeräte aller Art, eine Ladeneinrichtung, 17 Bände Brock- baus' KonversationS-Lexikon, Konserven und Liköre, sowie eine größere Partie Schuhwaren zwangsweise gegen bar versteigert werden. Gießen, den 21. August 1901. 57>^ 'Zeipd, Gerichtsvolllieber. Krummelgras- Jersteigerung. Samstag den 24. ds. Mts., beginnend 8 Uhr vormittags im Kloster und 9 Uhr bei Colnhausen, wird das Grummetgras von den Wiesen im Gotterackerthal, Großen Petersee und den Vierzig Morgen versteigert. 5701 Arnsburg, 19. August 1901. Hräfftche HSerfSrsterei. Krummetgras- Aersteigerung. Mittwoch bett 28. An gnft, vormittags 9 Uhr, läßt die Aktien Vrauerei Gießen da? Grummetgras ihrer Wiesen in 22 Parzellen meistbietend versteigern. Der Anfang wird bei der Schöaeu Ausficht gemacht. 5707 Aktikn-Lrauerki Gießen. E m p fc lün »gen Stadt. Schlachthaus. 5679 Heute und morgen: Gchsksfikisch 45 Pfg. Kchweinksteifch 50 Pfg. (gesalzen)________________ Frische Schellfische rc. eingetroffen. 655 Schulhof -'M-" FußbsdenMstrich. Verllfteinlglksllrbe über Nacht trocken, hochglänzend, per Pfund 90 Pfg. LpiritliSlch'arbe SÄ per Pfund 75 Pfg. sowie sämtl. Oelfarben. Pinsel usw. Gustav Walter, __«äusburg 13. [02945 Bildschön! ist ein Gesicht oßne Sommersprossen und ohne Kautnnreintgkeiten wie: Mitesser, Ainne«, Atechte«, ZStüt- che« rc., daher waschen Sie sich nur mit: Maltbtultr filitnmildj-Stift von Kergmauu L- Co.» Kadebeul-Vresdeo Schutzmarke: Steckenpferd. L Sluck 50 Pfg. in der Engel-Apotheke, beiP J.Möbs u.C Schwaab. Neue uud gebrauchte Frucht- und Kartoffel-Säcke empfiehlt billigst 5393 Robert Stuhl, Aeuüadt 23. Anstalt „Hygiea“ Oscar Höpsmr's Uachs. Victor May, Gießen Moltkellraße 8. Erfolgreiche Behandl. v. Rheumatismus u. Gicht in all. ihren Formen, Verrenkungen,Berstauchungen,Lähmungen, Verdauungsbeschwerden, Frauenkrankh., Bleichs., Blutarmut, Schwindel,Nervenschw., Migräne rc. Mäßige Preise. Hnte ZSediennng. Du vermieten schöne S'Zim.-Wohnung und Zubeh. ,. 1. Oktober zu ver- mieten. «rünbergerstratze SS. (Schöne Wohnung, 3. St., 3 ger. Zim., Küche, Speisekam., Zubeh. an ruh. Leute zu verm. Neustadt 14. schöne Mansarden Wohnung per 1. Okt. an ruh. Leute zu verm Näb. Merweg 4S, I. 5706 |))leine8 LogiS per 1. September o» zu verm. Neuenweg 38. kleines Logis zu vermieten. 5710 Wallthorstraße 1». (Stube mit Kabinett zu verm. 5718 Neuenweg SS. fller 1. September möbl. ttcmmer V zu v-rm. DenenSäue 2. mit ober ohne Wohnung, w a. einxel. Zimmer dazu, zu verm. Nöb Neustadt 14, park. 03258 Betten-Geschäft. 2tiietncfml|e Billigste Bezugsquelle für Zum 1.^ Oktober L I. wird ein Schlafzimmer-Möbel, tucht. Bomiige ü e gefacht. W;itirhknmmnf1pn XMÄÄS: WaSCxSkÄ0JnS0P®nMPla“e“• ^singbesohlägen, Kreiyerrk. Schenckische Aentei. Mk. 60, Mk. 65, Mk. 70 und hoher. 3 Zubehör, möglichst Garten, zum Frits .Voimclt 1. September v. ruh. Leuten gesucht. — Offert.__unt. K03247 an d. Exp-d. BCtteil-GeSChaft. 581t & Mrave Krau od. Mädchen gesucht ^udwigstraße 64. II Niederlage bei ilendorf a.Lda geben. Herren besserer Stände, event. auch Nichtfachleute, finden Feldstecher Operngläser Kompasse Reisszeuge Barometer Thermometer Wetter- Telegraphen Lupen Lesegläser Salon-Lünetten Winkelspiegel Wasserwagen Massstäbe Rollbandmasse Inhalier- Apparate Irrigateure Luftkissen Bruchbänder Elektrisier- Apparate Kleiderschränke Mk. 65, Mk. 70 und höher. Mit festem Gehalt verbundene KTn phtc nlwälllzQ echt Nussbaum, mit Marmor- EtgEUtur einer 5704 XiClvUldviUl 702 Bierkutscher sofort gesuöit Aktien-Brauerei. Change reute u. 14—16 Jahren \J sofort gesucht. Ar. KaSenicht, Brennerfabr.k, Wiesenfir. 4. 03251 DMÄentlMMM für Küche u. Hausarbeit p. 1. Okt. gesucht. Näh, in der Exped. 03245 .Slfllrn=(5rfiid)f ?iit ucrhiutfcn schöner, fast neuer Kinderwagen '^pseisw.z.verk.BiSmarckstr. 10,111. Am 5. Oktober findet im neuerbauten Saale des 6 Körve 03250 Frühbirnen am Baum zu verkaufen bei A. Pabst, Amöneburg Obmtbalb. /Gebrauchter Ofe« billig zu ver- '51 kaufen. Ztzuhr, Sonnenstr. 25. PerschiedeneM Herrn Gastwirt Lilli großer Simchas-Thora-Ball statt, wozu freundlichst einladet Anfang 4 Ahr. Das Comite. Für gute Speise« und Getränke ist bestens Sorge getrage«. 5711 Achtungsvoll Ludwig Lull. Ein Stück Gartenland wird in der Nähe der Ebel- stratze zu pachten gesucht. Gefl. Anerbieten mit Angabe des Flächeninhaltes und Preises unter Nr. 5664 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers._____________ fSründliche Nachhilfe in der 'S! Mathematik wird für einen Tertianer des Gymnasiums auch während der Ferien gesucht. Offerten unt. W 03216 an Exp Our Vorbereitung für das 'OEinlährigen-Exameu erteile energische Nachhilfe. Näheres Goethestratze SV, HI. 5671 Schüler oder Schülerin, welche >■»' hier die beff. Schule bes., finden freundl. Aufnahme in geb. Familie. Näheres in der Expediüon. 5522 Wohne von heute ab 08256 Mr* Löwengaffe 13. H. Weideuhaus, Möbeltransport Gründlichen Unterricht im Maßuehmen, Zeichnen, Zuschnetden und Unfertigen vor» Kostüme« erteilt akademisch ausgebildete Lehrerin. Auch solche Damen, die schon ander- weit einen Kursus besuchten, können monatwetse teilnehmen. Beginn am S. Oktober. 5658 Näheres Goethestraße 84, 11. IIMelritlmi! Im Stricken u.Anstricken von StrümpieN empfehle ich mich angelegentlichfi. KtrilLgarne(bestevllsMairs) habe ich stets vorrätig. 864 w Preise billigst. Ernestine Hopfner Grunbergerstraße 17. Verloren von Rodheim nach Gießen vom ver« gang. Montag auf DienStag ein Portemonnaie mit Inhalt. Abzugeben gegen Belohnung bei 03253 Venner. Hammstraße. O3O76| 2)n0 Bermirtvurea« v. Frau Tränkner befindet sich M-igchc 1L Stirn Ai- Berklnl von Dillen, Wohn- und Geschäftshäusern, Hotels,Restau. rants, Bauplätze« u. s. w., so« wie Wohnungs-Nachweis em» pfiehlt sich 5226 Heinrich Wallach _______Nismarckssraße 14._______ 2tenercrtlöriinncn, Art fertigt, auch erteilt eingehende Auskunft in Rechts» Invaliden«, Unfallsachen rc. rc Ed. Botte, KcwlanSaaffe 2 am Kr-ut. 552*> Zur Anfertigung von Druckarbeiten aller Art empfiehlt sich die Brühl'stbe Dniv.-Bueh- und 8leindruekerei (Pietsch Erben) Giessen, Schalstrasse 7. Capilalien Mk.IS 20000 1. Hypothek alsbald auSzulethew Adresse niederzulegen unt. Hypother 5661 in der Expedition d. Bl. Mk. 24000 5%, 2. Hypothek, auf ein HauS in bester Lage zu Frankfurt a. M wiw zu cediren gesucht. Schuldner t? pünktlicher Zinszahler und in guten Verhältnissen. Evtl, wird für den Eingang deS Betrages Garanfic übernommen. Offerten unter G. d, 54RS an die Ervedition d. Bl. verantwortlich für den allgnnetnen Ifil: P. ZBittto; für den «nzeigenteil: Han» Beck. — Druck und Verlag der Brühlschen UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.