Nr. 222 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 21. September 1SV1 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ®te Sietzener Kamillen- Elotter werden dem An- eiger im Wechsel mit em »Hess. Landwirt" und den „Blättern für , hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. «Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstraße 7. lAdresie für Depeschen: Anzeiger Gießen. .Fernsprechanschluß Nr. 51. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeigen äu der für den solgenoen Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt» llingSstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unioersitats - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witiko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Amtlicher Teil. KeKanntmachung. Die Brücke im Zuge der Klinikstraße wird wegen Verlängerung der dortigen Ueberführung über die Bahngeleise vom 21. L Mts. ab biS auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. Gießen, den 20. September 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Die Trinksprüche des Zaren und Loubets. Man schreibt uns aus Berlin, 19. September: Ter Trinkspruch, in dem der Zar das von Frankreich mit besonderer Vorliebe vernommene Motiv der „Waffen- brüderschaft" hat anklingen lassen, — diesmal galt das Kompliment dem „brüderlichen Zusammenstehen der Flotte in den Meeren des fernen Ostens" —1 enthält nichts, was den Berliner politischen Kreisen Grund zur Beunruhigung geben könnte. Cs ist ein Toast, der trotz der warmen und lcb- baften Ausdrucksweise eine behutsame und wohlüberlegte Wfassung ausweish, wie denn natürlich bei solchen hochpolitischen Gelegenheiten Improvisationen nicht erwartet werden können, umsoweniger, als Kaiser Nikolaus keine rhetorischen Gaben besitzt. Loubets Trinkspruch geht erheblich weiter, «als der des Zaren. Der Präsident legt Gewicht darauf, daß der neue Besuch vornehmlich der Armee und Marine Frankreichs gilt. Auf diese Wendung, die ein wenig an das berühmte „Sire, wir sind bereit!" erinnert, ist der Zar in seiner Antwort nicht eingegangen. Tie russische Politik wünscht eben alles zu vermeiden, was auch nur entfernt dazu dienen könnte, Ncvancheideen zu nähren. Ten nur auf die Verteidigung, nicht auf den Angriff gerichteten Charakter des Bündnisses zu betonen, ist den anderen Großmächten gegenüber, insbesondere Deutschland, nicht mehr erforderlich. Es wäre leicht und dankbar für die russische Politik gewesen, im Interesse der bekannten Anleihepläne, durch eine Bestätigung der Pointe Loubets die Hoffnungen Frankreichs ausflammen zu lassen. Daß dieses Zugeständnis nicht gemacht, lirorben ist, das beweist mehr als alles andere, daß Itußland Me Aufrechterhaltung des europäischen Friedens ernstlich wünscht. Abgesehen von dem Hinweis Loubets, daß der neue Besuch vornehmlich der Armee und der Marine gelte, enthalten die Trinksprüche nichts neues. „Alles andere", schreibt die „Boss. Ztg." mit Rechts „sind politische Selbstverständlichkeiten." Ter Zar sei, wie es sich für einen so großen Herrn geziemt, in der Häufung gefühlvoller Worte zurückhaltender gewesen als der Präsident. Tie außerhalb der Negierungsgefolgschaft stehenden Gruppen würden kein rechtes Verständnis dafür haben, weshalb der Besuch des Zaren gerade der Armee gelten soll. Tie „Nationalztg." vermißt ebenfalls das Neue in den Trinksprüchcn. Ta der geraume Zeit hindurch vergebens ersehnte Ausdruck von der „verbündeten" Nation früher bereits in offiziellen Trinksprüchen figuriert hat, handele es sich diesmal nicht mehr um eine neue Errungenschaft. Aus den heute vorliegenden Pariser Meldungen läßt sich auch nicht gerade eine gesteigerte Festesfreude erkennen. Tie nationalistischen Zeitungen fahren fort, den geringen Wert des Bündnisses darzuthun; andererseits begnügen sich die republikanischen Blatter mit der Würdigung des Bündnisses, während in früheren Zeiten die Aeußerungen des Enthusiasmus einander überboten. Ter Zarenbesuch in Frankreich trägt zur allmählichen Abkühlung bei, und inan wird nur wünschen können, Kaiser Nikolaus setzt noch recht häufig den Fuß auf französischen Boden. — Tie heutige B e r l i n e r B ö r s e interessierte sich weit weniger für den Zarenbesuch, als für die Wahrscheinlichkeit einer Ermäßigung der Kohlenpreise. Der Besuch des Zarenpaares in Frankreich. Am Donnerstag Morgen 8 Uhr ist das russische Kaiserpaar mit dem Präsidenten Loubet unter den Huldigungen der Menschenmassen nach Reims abgefahren. 9 einhalb Uhr traf der Zug auf der bei Reims eigens anläßlich des Besuches des Kaiserpaares erbauten Haltestelle Fresnois eilt. Loubet geleitete die Kaiserin nach dem Ehrenpavillon, welche mit ihrer Ehrendame den Wagen bestieg, während der Kaiser, der die Uniform der russischen Gardereiter angelegt hatte, mit Loubet im zweiten Wagen folgte. Die Fahrt ging nach dem Fort Vitry les Reims zur Besichtigung der Schlußübungen der großen Manöver der Ostarmce. Auf der Fahrt wurde das russische Kaiserpaar von General Brugere und seinem Stabe begrüßt. Der Kaiser richtete einige huldvolle Worte an den General, verließ den Wagen, bestieg ein bereitgehaltencs Pferd und ritt in scharfem Galopp in die Richtung auf die Vorposten, während der Kriegsminister und die Loubet begleitenden Offiziere ihm folgten. Bei den Truppen angelangt, ritt der Kaiser von einem Regiment zum anoern, wobei er seine Anerkennung über die gute Haltung der Truppen ausdrückte. Tas auf dem Manöverfelde nicht zahlreich ver- ßammelte Publikum brachte lebhafte .Hochrufe auf den Kaiser, Rußland und die Republik aus. Tarauf kehrte der Zar zu dem Wagen zurück, in dem die Kaiserin und Loubet sich befanden. Alle drei be- «gaben sich sodann nach dem Fort, wo sie den Manövern ton der höchsten Schanze bis zum Schlüsse beiwohnten. Fort war ein großes Zelt errichtet und mit den russischen und französischen Farben geschmückt. Ter Schluß des Kampfes gewährte ein prächtiges Bild. Tas Geschützfeuer arreichte seinen Höhepunkt, die Trompeten schmetterten, Lie Trommeln rasselten, die Infanterie erstürmte mit dem Bajonett, Geschütze und Kavallerie jagten heran, Säbel, Kürasse und Helme blitzten in der Sonne. Jetzt wurde dem Angriff Halt geboten. Die Truppen zo^en nach Reims ab. Der Kaiser stteg wieder zu Pferde; ine Kaiserin und Loubet, sowie die Gefolge begaben sich zu Wagen nach Berru. Mittags 1 Uhr trafen die Wagen hier wieder ein. Bei dem Frühstück, das Loubet dem Kaiserpaar gab, nahm die Kaiserin den Ehrenplatz ein. Zur Rechten saßen der Kaiser und der französische Minister des Aeußeren, Delcasse, zur Linken Loubet und der russische Minister des Aeußeren Graf Lambsdorff. Der französische Ministerpräsident Waldeck-Rousseau saß gegenüber. — Loubet brachte folgenden Trinksprucy aus: „Ich bin glücklich. Eurer Majestät die Grüße und Dankesbezeugungen der französischen Armee zu übermitteln, welche Eurer Majestät für das soeben bezeugte Interesse dankbar ist. Alle einen Herzens, sind Frankreich und die Vertretung Frankreichs bemüht, die Armee mit allem zu versehen, was ihre Stärke auf den höchsten Punkt bringen kann. Die Armee ihrerseits legte ihre ganze Seele darein, jeden Mämentdem Rufe Frankreich ssol- gen zu können. Die Anwesenheit Eurer Majestät bei den Manövern bildet für sie zugleich eine sehr hohe Belohnung und stärkste Ermutigung. Die Führer wissen und die Truppen empfinden cs. Ich mache mich mit Freuden zu ihrem Dolmetscher, indem ich mein Glas zu Ehren Eurer Majestät und der Kaiserin erhebe, es auf den Ruhm der russischen Armee leere, welche, wie Eure Majestät in Chalons sagten, mit der unsrigen durch ein tiefes Gefühl' der Waffenbrüderschaft verbunden ist." Hierauf spielte die Musik die russische Hymne. Der Kaiser von Rußland antwortete: „Tie Manöver, denen wir soeben beigewohnt haben, gestatteten mir persönlich, den Grad der Vollkomm en- heit der glänzenden französischen Armee zu würdigen, welche mir das Herz erfreut als Gegenstand des gerechten Stolzes für das befreundete Frankreich. Ich trinke auf die große französische Armee, auf ihren Ruhm und ihre Wohlfahrt. Ich betrachte fie gerne als eine m ä ch-- tige Stütze der Grundsätze der Billigkeit, auf denen die allgemeine Ordnung, der Friede und das Wohl- eirgehen der Nationen beruhen." Hierauf wurde die Marseillaise gespielt. Nach dem Bankett begaben sich das Kaiserpaar und Loubet zu Wagen nach Reims. In Reims, wo sie um 5 Uhr ankamen, fand kein offizieller Empfang statt, da der Kardinal Lange- nteux sich weigerte, den Wortlaut der Ansprache, die er in der Kathedrale an das russische Kaiserpaar halten wollte, vorher vvrzulegen. Tie Gäste besuchten das Rathaus, wo der Bürgermeister eine Ansprache hielt. Der Zar und Loubet begnügten sich mit kurzenDankesworten. Daraus wurde die Kathedrale besichtigt, in der der Erzbischof die Gäste ohne Ansprache empfing. Um 6 Uhr erfolgte die Rückreise nach Compiegne. Der Untergang eines tnglifdjtn TorxedMstöms. Es ist kaum mehr als eine Woche verstrichen, seitdem die deutsche Marine einen schweren Verlust zu verzeichnen hatte, den Untergang der „Wacht", und schon wieder kommt die Nachricht von einem Schiffsuntergang. Diesmal ist es die englische Kriegsmarine, die von einem furchtbaren Unglück betroffen worden ist. Wie uns telegraphisch gemeldet wird, ist gestern der englische Torpedozerstörer „Cobra" in die Luft geflogen. Die „Cobra", die das schnellste Schiff der Welt sein sollte, ist auf der Werst von Armstrong erbaut worden. Sie befand sich unterwegs von Newcastle nach Portsmouth, wo sie von der Admiralität übernommen werden sollte. Sie hatte 60 Mann an Bord, unter ihnen Vertreter und Arbeiter von Armstrong und von Parsons Turbine Company. — Ein ähnliches Schicksal hatte auch vor noch nicht langer Zeit das Schwesterschiff der „Cobra", die „Viper", die unlängst während der englischen Marinemanöver bei Alderney unterging. Beide hatten 4 Schornsteine, 4 Turbinen und 8 Schrauben. „Cobra" hatte 34 bis 35 Knoten Geschwindigkeit. Bis jetzt liegen über den Untergang folgende Telegramme vor: Grimsby, 19. Sept. Es ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß der Torpedozerstörer „Cobra" mit der gesamtcu Bcsanuny in die Lust geflogen ist, während er einer Kcsselprooe in der Nordsee bei Yarmouth unterzogen wurde. Ein Fischdampfer, der heute früh hier cintraf, brachte sechs Leichen mit, die er auf dem Wasser treibend in der Nähe der Stelle antraf, wo die ,,Cobra" zuletzt gestern früh 7 Uhr durch das Feuerschiff bei Towsing-Sands in Rauch gehüllt gesehen wurde. Gestern Abend 5 Uhr bemerkte das Feuerschiff die auf dem Wasser treibeudcn Leichen und signalisierte dies dem Fifchboot, durch das die Leichen geborgen wurden. Grimsby, 19. Sept. lieber die „Cobra" liegen bisher nur die Meldungen vom Kapitän des Fischdampfers vor, der die Leichen nach Grimsby brachte und von dem Wächter des Feuerschiffes von Towsiug-Sauds. Ersterer sagt, er habe die Leichen, die alle Rettungsgürtcl trugen, gestern Nachmittag aufgelesen. Vier derselben waren Seeleute, die zur Kriegsmarine gehörten. Auch habe er ein aus dem Wasser ragendes Schiff gefehcn, das von Dampf umgeben war, aber kein Zeichen von Leben dabei entdecken können. Der Wächter des Feuerschiffes erklärt, gestern früh um 7 Uhr sei offenbar ein Schiff mit vier Schornsteinen in zwei Teile gebrochen. Er habe niemanden das Schiff verlaßen sehen. Die Rettungsringe mit dem Namen „Cobra" seien später anfgcfischt worden. — Die „Cobra" ist ein neues Turbinenschiff, ein Schwesterschiff des „Viper", und noch nicht von der Admiralität abgcnommcn. An Bord befanden sich 60 Mann, deren Schicksal mit Ausnahme der sechs als Leichen aufgcfundenen nnbckannt ist. Grimsby, 19. Sept. Nach stürmischer Fahrt strandete die „Cobra" Mittwochmorgen halb 8 Uhr an der Küste von' Lincolnshire, brach in zwei Stücke und sank sehr schnell. 9iur ein Boot mit 12 Mann, an welches sich noch andere geklammert hatten, die aber bald erschöpft abfielen, wurde flott und wurde gestern abend vom Dampfer „Harlington" der Peninsular Oriental-Gesellschast entdeckt. Die Insassen desselben wurden in sehr erschöpftem Zustand gerettet und heute nach Middlesbrough gebracht. Ein Pannouther Dampfer brachte heute die Leichen von sechs Matrosen der „Cobra" nach Grimsby, sie hatten Rettungsgürtel um. Ein leeres Boot der „Cobra" wurde ebenfalls gefunden. Grimsby, 19. Sept. Der Dampfer „Harlington" mit 12 Ueberlebenden der „Cobra" ist in Dttddlesbrough ein» getroffen. Es scheint, das Schiff ist auf Felsen aufgelaufen und in zwei Stücke geborsten. Die Zahl der Opfer ist noch ungewiß. • * Zu dem Untergang wird uns aus Fachkreisen ge« schrieben: Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der in den Schiffslisten der englischen Flotte als Torpedobootszerstörer bezeichneten „Cobra" infolge zu hohen Dampfdrucks die Kessel geplatzt sind. Das Fahrzeug gehört zu den sog. „Turbinenschiffen", ein Typ, dem sich neuerdings besonders die englische Marineleitung zugewendet hat, weil ihre Ingenieure als den „Typ der Zukunft" bezeichnen. Das Charakteristische dieser Schiffsgattung ist, daß zur Fortbewegung nicht eine Schraube, sondern eine Turbine dient, die eine enorme Anzahl von Umdrehungen leistet und wenn Alles gut geht, das Schiff mit rasender Schnelligkeit durch das Wasser treibt. 40 Knoten in der Stunde werden von den britischen Ingenieuren als das Mindestmaß an Fahrtleistung bezeichnet. In der Theorie, in Plänen und Berech- nungen nimmt sich Alles prächtig aus, in der Praxis zeigen sich Unvollkommenheiten, die bereits zum Untergang des Turbinenschiffes „Viper" und jetzt wieder zur folgenschweren Explosion auf der „Cobra" geführt haben. Beide Schiffe waren erst vor Kurzem von Armstrong in Newcastle gebaut. Es ist staglich, ob die britische Admiralität nach diesen traurigen Erfahrungen noch weitere Turbinenschiffe in Bestellung geben wird. Die deutsche Marine hat sich mit dem Bau solcher Fahrzeuge bisher ebensowenig befaßt, wie mit dem der von Frankreich als Spezialität betriebenen — gleichfalls noch unvollkommenen — Unterseeboote. Die deutschen Hochseetorpedoboote genügen durchaus den Ansprüchen an Schnelligkeit, soweit diese Ansprüche sich mit der Rücksicht auf die Sicherheit des Lebens der Bemannung vereinen lassen. Engländer und Buren. Lord Kitchener scheint völlig Fiasko in Südafrika zu machen. Seine Proklamation hat, wie wir bereits verschiedentlich betont haben, nicht den geringsten Eindruck hinterlassen. Von allen möglichen Seiten laufen Nachrichten ein, die die Wirkungslosigkeit der Proklamation immer von neuem bestätigen. Nirgends habe sich eine größere Abteilung von Buren ergeben, wie man es ganz bestimmt erwartete. Nur einige einzelne Leute hätten sich unterworfen. Natürlich fehlen auch die Stimmen nicht, die diese Thatsache zu bemänteln und zu begründen suchen. So greift man zu der Ausflucht, volle 50 Prozent der Buren im Freistaat wollten Frieden, der Einfluß Tewets und Steiins sei aber so groß, daß sie nicht wagten, ihre Ansichten offen auszusprechen. Man sei sogar algemein der Ansicht, daß selbst, wenn Botha sich ergeben sollte, Steijn und Tewet den Kampf ruhig fortsetzen würden. Es ist das alte Märchen, das in neuem Gewände immer wieder erscheint. Was will aber das alles bedeuten im Verhältnis zu der letzten Nachricht, die Kitchener aus Prätoria nach London gelangen ließ, und in der er nicht nur von einer Schlappe, sondern von zwei völligen Niederlagen der Briten melden muß. Der Draht berichtet uns darüber folgendes: London, 19. Sept. Lord Kitchener meldet aus Pretoria: General Botha lockte südlich von Utrecht drei Kompagnien berittene Infanterie in einen Hinterhalt. 16 wurden getödtet, 30 verwundet und 155 gefangen genommen, die drei englischen Geschütze wurden erbeutet. Ter Burenführer Smuls überfiel westlich von Tarkastad eine Ulanenschwadron. 23 Mann wurden getödtet und 31 verwundet. London, 15. Sept. Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 19. September: Drei Kompagnien berittener Infanterie mit drei Geschützen, unter Major Gough, südlich von Utrecht aufklärend, gewahrten vor Dejagersdrist etwa 300 Buren, welche abfattelten. Sie eilten einem Höhenzuge zu, welchen die feindliche Stellung beherrschte. Die Vuren- bewcgung erwies sich als eine Falle. Gough wurde plötzlich in der Front und der rechten Flanke von einer beträchtlichen Burenstreitmacht, welche gedeckt stand, angegriffen. Die britischen Truppen wurden nach heftigem Gefechte überwältigt und verloren ihre Geschütze. 2 Offiziere und 14 Mann find tobt, 5 Offiziere, 25 Mann verwundet, 5 Offiziere und 150 Mann wurden gefangen genommen. Major Gough und ein anderer Offizier entkamen unter dem Schutze der Nacht nach Dejagersdrift. Es heißt, die Bureu waren 1000 Mann stark unter Botha. Ich bin im Begriffe, General Littleton Verstärkungen zu schicken. Ferner meldet Kit ch en er: wie French berichtet, überfiel der Burenführer Smuts, um die ihn einschließendcn englischen Truppenabteilungen zu durchbrechen, bei Elandsriver- poort westlich von Tarkastad eine Schwadron Lancers. 3 Offiziere, 20 Mann sind gefallen, 1 Offizier, 30 Mann ver- wunoet. Die Bureu, die in Khaki gekleidet waren, erlitten schwere Verluste. London, 19. Sept. DaA Kriegsamt veröffentlicht die Zeugenaussagen, welche von britischen Soldaten unter Eid abgegeben wurden, über die von den Buren verübte Nieder metzelung von bei Doornriver am 27. Juli verwundeten Soldaten, und von Soldaten, die am 6. Juni bei Graspcm sich ergaben und von bei Vlakfontein am 29. Mai verwundeten Soldaten. Kitchener schrieb am 20. August dem General Prinslov, und zollte ihm für die Behandlung der Verwundeten und Gefangenen Anerkennung und fügte hinzu, diese Behandlung weiche von derjenigen ab, die den britb- . scheu Soldaten letzthin seitens der durchs den langen Krieg demoralisierten Buren zu Teil wurde. Kitchener fügte diesen 'Brief den obigen Zeugenaussagen bei. I Durban, 18. Sept. Da man einen Einfall in Natal , erwartet, hat der Gouverneur Befehle erlassen, durch 'welche die Natal-Feld-Artillerie, die Natal-Karabiniers, die ' berittenen Natal-Shützen, die berittenen Grenz-Schützen und die berittenen Umvoti-Schützen einberufen werden. Zweitausend gefangene Buren befinden sich hier. Ein Teil davon soll nach Indien verschifft werden; über den Beshimm- ^ungsort der übrigen ist noch nichts verfügt. I Deutsches Reich. Berlin, 19. Sept. Der Kaiser hat gelegentlich der Flotten-Manöver dem Staatssekretär des Reichs-Marine- ,Anrts, Vize-Admiral v. TirPitz, den Stern der Komthure des Königlichen Hausordens von Hohenzollern verliehen. / — Der „Reichsanzeiger"" meldet folgende Ordensauszeichnungen. W erhielten den Stern zum Roten Adlerorden 'zweiter Klasse mit Eichenlaub- und Schwertern und Krone .Generaladjutant Scholl, den Roten Adlerorden zweiter ,Klasse mit Eichenlaub und Krone Generalmajor Löwen- selo, den Roten Wlevorden zweiter Klasse mit Eichenlaub ,imb Schwertern Generalmajor Dö mmin g, den Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub Generalmajor Gotzler, den Kronenorden erster Klasse Generaladjutant D. Kessel, Generaladjutant Deines, den Stern zum Kronenorden zweiter Klasse Generalmajor Moltke, Gene- raladjutant und Chef des Militärkabenetts v. Hülsen- Häse l er und der Kommandeur des Kadettenkorps Gene- rcckmajvr v. Seckendorfs. — In der beute abeno beendeten zweitägigen Konferenz im Aogeordnetenhause betreffend Abänderung einiger Bestimmungen des Börsengesetzes, ist es erfreulicherweise im Anschluß an die vom Börsenausschuß einstimmig gefaßten Beschlüsse wiederum zu übereinstimmenden Meinungsäußerungen über einzelne wichtige Punkte gekommen. Es ist davon abgesehen worden, die Ergebnis^ der Verhandlung durchs Abstimmung zu fixieren. Dagegen ist eine Kommission eingesetzt worden, die den Versuch machen soll, die Ergebnisse der Verhandlungen in einer Weise zusammenzufassen, daß darin die Grundlage für ♦ gesetzgeberische Änderungsvorschläge gefunden werden können. Tie Kommission besteht aus dem Wirkl. Geh. Ob.- Reg.-Rat a. D- Gamp, Justizrat Ri eße r, Geschäftsinhaber der Tiskonto-Gesellschaft Tr. Salomon sohn, Reichsgerichtsrat Tr. Sv ahn und Jusftzrat Dr. Staub- — Heute mittag fano in der amerikanischen Kirchs eine Drauerfeier für McKinley shatt. Anwesend waren die zur Zeit in Berlin weilenden Minister und Botschafter, sowie das Botschaftspersonal. Der Kaiser hatte den Prinzen zu Solms-Baruth mit seiner Vertretung betraut. Außerdem war befohlen, daß heute sämtliche Schisse der Marine die Flagge halbmast führen. In Vertretung des Reichskanzlers war Geheimrat Günther erschienen. Tie Feier begann mit Chopins Trauermarsch. Nach Gebet und Gesang hielt Reverend Dickie die Gedächtnisrede und führte aus, alle Welt verabscheue das furchtbare Verbrechen, trotzdem solle man nicht dem Vergeltungsgefühl nachgeben, da dies nicht im Geiste des Ermordeten liege. Alsdann sprach er das Gefühl der tiefsten Sympathie für die Witwe und das Land aus unb feierte endlich die Staatskunst, Rechtschaffenheit und das Christentum des Toten. Tickie schloß mit einem Hinweis aus Roosevelt, von dem man oas Beste zu erwarten habe. Gesang und Segen beendigte die Feier. Königsberg, 19. Sept. Der -Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, Freiherr v. Richthofen, veröffentlicht nachf- stehendes, ihm zugegangenes Handschreiben Seiner Majestät des Kaisers: „Es war mir eine wahre Herzensfteude, daß mich, die Manöver in diesem Jubeljahre des preußischen Königtums in meine getreue Provinz Ostpreußen geführt haben. Der herzliche, patriotische Empfang, der mir und der Kaiserin und Königin, meiner Gemahlin, von Seiten der Provinz wie tun meiner Haupt- und Residenzstadt Königsberg bereitet worden ist, hat uns überaus wohlthuend berührt. Ich darf darin den beredten Ausdruck jener bewährten Treue erblicken, mit der die Provinz allezeit zu meinem Hause gestanden hat, und nehme gern Veranlassung, hierfür unseren warm empfundenen Tank auszusprechen. Indem ich Sie beauftrage, dies zur Kenntnis der Provinz zu bringen, füge ich! zugleich den Ausdruck meiner lebhaften Genugthuung und dankenden Anerkennung hinzu für die vortreffliche Aufnahme, welche die Truppen trotz der gesteigerten Einquartierungslast in allen Kreisen und Ortschaften gefunden haben. Danzig, an Bord M. Y. „Hohenzollern", 19. September* 1901. Wilhelm R. Dirschau, 19. Sept. Bei dem heutigenn Manöder beabsichtigte das blaue Korps, den Feind anzugreifen; es war verstärkt durch die 10. Infanterie-Division. Das rote Korps wollte links umfassend angreifen. Der Kampf entwickelte sich zeitig auf der ganzen Linie. Das rote Korps ?ach Süden zurückgedrängt, nachdem sein rechter Flügel durch die blaue, 41. Infanterie-Division, und durch das unterhalb ^.rrschau gelandete Landungskorps des Geschwaders unter Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Heinrich geworfen war. Der Kaiser wohnte dem Manöver bei. Elbing, 19. Sept. Die Kaiserin traf aus dem Manövergelande zwischen Preußisch-Stargard von Dirschau kommend um dreiviertel 3 Uhr hier ein und reiste sofort nach (Sabinen weiter. Bremerhaven, 18. Sept. Der Stab der 1. Jnf.-Brigade, das 1. Bataillon des 2. Ostasiatischen Regiments, die 4. Feldartillerie - Batterie, die Munitionskolonne, die Pionierkompagnie, Sanitätskompagnie und die Feldbäckerei, im ganzen 46 Offiziere und 2050 Mann, darunter 150 Rekonvaleszenten, ind mit dem Hamburger Postdampfer „Batavia" hier ein- getroffeu. Stuttgart, 19. Sept. In der englischen Kirche fand zum Gedächtnis Mac Kinleys ein Trauergottesdienst ’tatt. Der zahlreich! besuchten Feier wohnten Ministerpräsident Breitling und die Vertreter sämtlicher Gesandtschaften ;ei. Die Trauerpredigt hielt Pfarrer Whitefoord. Ausland. Belgrad, 19. Sept. Bei Jvanica drang gestern, wie amtlich! gemeldet wird, abermals eine Schar Türken in räuberischer Absicht auf serbisches Gebiet. Die serbische Grenzwache gab Feuer und zwang die Türken mit Hinterlassung von zwei Toten zur Flucht über die Grenze. Cadix, 19. Sept. Das spanische Kriegsschiff „Numancia" ist gestern nach Tanger in See gegangen. Der Kommandant hat von den rhm übergebenen versiegelten Be- ehlen erst auf hoher See Kenntnis zu nehmen. Zwei andere Schiffe werden der „Numancia"" folgen. Petersburg, 19. Sept. Man macht hier kein Geheimnis mehr daraus, daß die Reise des Zaren nach Frankreich mit der Aufnahme eines großen Anlehens zusammenhängt. Man hat sich in Frankreich den russischen Wünschen sehr entgegenkommend gezeigt. Tas Anlehen soll aber verschiedener Gründe wegen, nicht sofort, sondern erst nach etwa 3 Monaten realisiert werden. Dies geschieht hauptsächlich wohl deswegen, weil das im Mai abgeschlossene Eisenbahnanlehen noch nicht plaziert sein soll. Vom Betrage, den Rußland nun erhält (angeblich eine Millarde Franken), wird ein großer Teil wiederum zu Eisenbahnbauten verwandt werden. Tie Petersburg-Wjatka-Bahn, Bahnen in Polen, werden genannt. Auch auf die Mandschurische Bahn dürften ansehnliche Summen entfallen. London, 19. Sept. Tem „Neuterschen Bureau" wird aus Curacao unter dem heutigen Tatum gemeldet: Die columbischenTruppen haben den von Echeverria geführten columbischen Aufständischen und venezolanischen Kontingenten bei Rro Hatza eine schwere Niederlage beigebracht. Echeverria ist gefangen genommen pnd wrrd vielleicht erschossen werden. New-York, 19. Sept. Ein Telegramm aus Willemstad besagt, der holländische Kreuzer „Sam- melsdijk"" mit einer Anzahl holländischer Flüchtlinge ist eingetroffen. Er ging am Abend des 16. Sept, aus Lahachg ab. Tie Flüchtlinge bestätigen, daß in den Kämpfen am 13. und 14. Sept, in den Vorstädten von Lahacha mit den kolumbischen Liberalen und venezolanischen Truppen General Echeverria, der die venezolanischen Karronenboote an der Küste befehligte, und einige Tage vor den Kämpfen gelandet war, gefangen genommen wurde. Tavilla ist mit einen tausend Venezolanern von der Halbinsel Guajira nach Venezuela zurückgekehrt. Die Kanonenboote haben La- hacha nicht beschossen. Lion von, 19. Sept. Nach! einer Meldung des „Expreß"" aus New-Dork soll der VätervonCzolgosz schon ein Mörder gewesen fein. Ein gewisser Heinrich! Molitor, angeblich ein natürlicher Sohn eines früheren Königs von Württemberg, der wegen Verkaufs deutscher Festuntzsplänei üach Amerika entflohen sei, fyabfe in Milch i g a n ein Bauholzgeschäft gegründet und eine Ansiedelung von Deutschen und Polen geschaffen. Molitor habe diese Ansiedelung „wie ein König regiert"". Eine Anzahl Ansiedler habe sich gegen ihn verschworen und in einem Komitee von 12 Leuten, unter denen sich auch Czolgosz' Vater befand, sei beschossen worden, Molitor zu töten. Dieser sei denn auch im Jahre 1876 erschossen worden. Fünf schuldige Personen wurden zu lebenslänglichem Gefängnis verurteilt, während Czolgosz straffrei blieb, weil er als Staatszeuge fungiert hatte. Can ton (Ohio), 19. Sept. Frau Mac Kinley ist so krank, daß sie dem heutigen Leichenbegängnis des Präsidenten Mac Kinley nicht beiwohnen kann. Präsident Roosevelt wird heute abend nach, Washington abreisen. N e w - Y o r k, 19. Sept. Das Vermögen MacKin - leys wird auf 70000 Doll, geschätzt, wovon zum mindesten 50 000 Doll, in Bar sich in Banken zu Washington und (Santon befinden. Dazu kommen noch 30 000 bis 50000 Toll. Lebensversicherungen. Alles erbt Frau Mac Kinley. Der verstorbene Präsident soll wiederholt Anerbietungen, sein Vermögen durch Spekulationen zu vermehren, abgelehnt haben. Aus Stadt und Zand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 20. September 1901. ** Für unsere Postabonnenten. Um eine Unterbrechung in der regelmäßigen Zustellung unserer Zeitung zu vermeiden, machen wir unsere geehrten Postabonnenten daran aufmerksam, daß die Briefträger amtlich angewiesen sind, zur Erneuerung des Abonnements die Quittung über den Abonnementsbetrag (2 Mk.) für das 4. Quartal bis zum 25. September zu präsentieren, während nach dem 25. September die Erneuerung des Avonnements direkt am Schalter des Revierpostamts geschehen muß. ** Zugverspätuug. Eine unliebsame Verspätung erlitt gestern abend der 7 Uhr 26 Min. in Gießen fällige Personenzug Gelnhausen-Gießen. Infolge einer Senkung des Eisenbahndammes zwischen Lich und Garbenteich, die auf eine Erdrutschung zurückzuführen ist, mußte in der Rahe der Brücke auf dem Wege nach Kloster Arnsburg der Zug anhallen. Sämtliche Fahrgäste mußten in den etwa 4 Minuten entfern stehenden Zug umsteigen, der mit fast einstündiger Verspätung in Gießen anlangte. ** Silberhochzeit. Wie wir hören, feiert Bäckermeister Klingelhöff er morgen das Fest der silbernen Hochzeit. *• Des bewiesenen Vertrauens unwürdig hat sich die Gouvernante einer hiesigen Herrschaft gezeigt, die während ihres kurzen Aufenthalts in der Familie dieser die mannigfachsten Dinge gestohlen hat. Sie wurde deshalb entlassen. Bei der Durchsicht ihrer Effekten fand man verschiedene kleinere gestohlene Gegenstände, dann aber auch entwendete Kleidungsstücke, goldene Ringe und Broschen. Die Diebin wurde verhaftet. ** Heiteres und Ernstes aus dem Manöver. Wie sehr die Milittchpferde durch das anhaltend nasse Wetter und durch die Strapazen bei den schlechten Feldwegen gelitten haben, mag daraus hervorgehen, daß ein Pferd von zwei in Birkenau einquartierten Batterien dem Wasenmeister übergeben werden mußte, während ein zweites als völlig untauglich noch Darmstadt per Bahn transportiert wurde, und verschiedene andere der Schonung bedürfen und deswegen vorläufig „außer Dienst"" gesetzt wurden. — Als am Montag früh in Birkenau die Einquar- tierung wieder abzog, mußte eine Kanone zurückgelassen' werden, da zur festgesetzten Zeit weder Geschütziühver, noch Fahrer und Zugpferde zur Stelle waren. Tie jungen Leute des verwaisten Geschützes hatten sich nämlich an einem Balle, der von dem dortigen Turnverein an dem vorhergehenden Abende arrangiert war, beteiligt und infolge der pät angetretenen Nachtruhe am andern Vtorgen verschlafen. Der Turnerball wird für die betreffenden Artilleristen wahrscheinlich einen doppelten Katzenjammer zur Folbe haben. — Als weiteres Kuriosum erzählt man sich: Ern Artillerist suchte am Morgen der Abreise sein Pferd, und als er verschiedentlich die Frage gestellt, wo die „Frieda"" ei, antwortete ein Birkenauer, dessen Tochter zufällig „Frieda"" hieß: „Frieda liegt noch! im Bett." — Von der Verpflegung der Mannschaften in den Quartieren hort man von fast allen Ortschaften des Odenwaldes nur eine Stimme des Lobes; der biedere Odenwälder läßt es sich nun einmal nicht nehmen, „feinen Mann"" ober „feine Leute"" gut zu verpflegen und es auch an dem nötigen „Naß" nicht fehlen zu lassen. Daß es auch vereinzelte Ausnahmen geben mag, thut wohl dem Ganzen keinen Abtrag. 8. Die 13. Versammlung des Forstvereius für das Groß- Herzogtum Heffeu wurde gestern Abend im „Burgbräu"" zu Darmstadt eröffnet. Es hatte sich schon eine stattliche Teilnehmerzahl eingefunden. Die Verhandlungen versprachen sehr interessant zu werden. Es sind drei Tage dafür vorgesehen. Morgen Freitag sindet große Wagenfahrt in die Oberförstereien Bessungen und Darmstadt nebst einfachem Waldfrühstück statt. Am Samstag beginnen die Verhandlungen über das Thema: Die Bewirtschaftung der Waldungen in Rücksicht auf landwirtschaftliche Schönheit, sowie Erfahrungen über das Verhalten der Eiche gegen Licht und Schatten. ** Diebstahl. Vor einigen Tagen wurden in einer Hof- raithe der Grünberg erstraße ein Hundemaulkorb und eine Kartätsche entwendet. Der Verdacht, den Diebstahl ausgeführt zu haben, lenkte sich auf einen jungen Burschen, der morgens das Haus mit Brödchen versorgt. Heute morgen wurde nun wieder eine Bürste auf die betreffende Stelle gelegt, die denn auch, als der junge Mensch die Hoftaithe verlassen hatte, verschwunden war. Man eilte ihm nach, und ein Schuhmann beförderte die Bürste aus der Tasche des Burschen zu Tage. Dieser gestand auch die Kartätsche seiner Zett mitgenommen zu haben. □ Eckartsborn b. Ortenberg, 19. Sept. Ein hiesiger 16jähriger Junge fuhr heute Mittag, als der Zug von Gedern —Stockheim die Staatsstraße berührte, einen Wagen mit Grummet heim. Als die Kühe den hinterher kommenden Zug hörten (die Bahn geht eine lange Strecke auf der nicht breiten Chaussee), wurden sie scheu und gingen durch. Bald sauste der Wagen die Böschung hinab, wurde aber im Fallen von einem Gartenzaun gehalten, sodaß der Wagen nicht ganz umsiel. Der Bursche wurde zu Boden gedrückt und an der Schulter vom Hinterrade gefaßt. Schwer verletzt zogen ihn Leute, die vom Lokomotivführer nach der Unglücksstätte beordert wurden, unter dem Wagen hervor. Er hat den Arm, soweit man feststellen konnte, gebrochen und ist auch an der Schulter schwer verletzt. Aerztliche Hilfe wurde alsbald von dem nahen Ortenberg geholt. 8. Darmstadt, 19. Sept. Der erste Finanz-Ausschuß der Zweiten Kammer der Stände ist heute zusammengetteten und hat eine Anzahl wichtiger spruchreifer Fragen erledigt. Voraussichtlich werden in den nächsten Tagen auch die weiteren Ausschüsse Sitzungen abhalten. § Hochheim, 19. Sept. Für die neue Bahnlinie Mainz —Wiesbaden—Bischofsheim sind jetzt auch für die Teilskecke Kastel—Hochheim die Pläne hier angelangt und liegen bei der hiesigen Bürgermeisterei auf. Die neue Bahnlinie läuft nach den Plänen oberhalb Kostheim neben der Linie Kastel- Frankfurt fast bis zur hiesigen Station links her, überschreitet alsdann in einer Ueberführung die Linie Kastel—Frankfurt und läuft in einer kleinen Kurve auf einem hohen Damm direkt nach dem Main zu. Durch den vorgesehenen hohen Damm, der die Auffahrt auf die Brücke vermittelt, wird eine große Geländefläche der hiesigen Gemarkung von dem Main abgeschlossen, weshalb es jedenfalls an Einwänden gegen das Projekt nicht fehlen wird. hs Mainz, 19.Sept. Bei einer Schläg erei in Heides» h eim am vergangenen Sonntag Abend wurden drei Personen schwer verletzt, darunter eine tätlich. Es fanden Verhaftungen statt. k. Mainz, 19. Sept- Da es hier in der letzten Zeit außergewöhnlich häufig vorgekommen ist, daß Strafanzeigen von Schutzleuten nachträglich zu gerichtlichen Freisprechungen geführt haben, so ist der Schutzmannschaft mitgeteilt worden, daß die Staatsanwaltschaft in Zukunft bei Verhandlung von Einsprüchen gegen Strafbefehle, die ihre Entstehung Anzeigen von Schutzleuten verdanken, dann Antrag auf Verurteilung der Schutzleute in die dem Staate entstandenen Kosten beantragen werde, wenn die Anzeigen als ohne genügende Begründung erhoben sich Herausstellen. — Tem hochverdienten Präsidenten des Mainzer Gartenbauvereins, Herrn Racke, dem neben dem städtischen Garten- baudirektor Sck)räder das größte Verdienst um das Gelingen der gegenwärtigen Gartenbauausstellung zugeschrieben werden muh, war der Titel Kommerzienrat zugedacht, doch hat er, allen Titeln abhold, die geplante (Ehrung ab gelehnt, was zur natürlichen Folge hat, daß auch bie übrigen, die sich um die Ausstellung verdient gemacht haben, an Auszeichnungen leer ausgehen müssen. _ t ~ Mainz, 19. Sept. Eine ältere, alleinstehende Frau, die als nächsten Erbberechtigten einen Neffen besitzt, den sie aber seines Leichtsinns wegen enterben wollte, setzte ein eigenhändiges Testament auf, dem sie ine Jahreszahl 1901 hinzuzufügen vergaß. Zu Erben hatte sie darin wettläufige Verwandte eingesetzt. Das Gericht hat jetzt dieses Testament wegen des Fehlens der Jahreszahl für ungiftig erklärt, und nun erhält der Neffe doch das Erbe. >i§ 60 Mk. verkauf er e. Gieße«, 20. Sept. (Gewerbegericht.) Den Vorsitz a ck d e ki hs. Homburg v. d. H., 18. Sept. Uphues in Berlin hergestellte Modell für das Kaiserin Friedrich-Denkmal ist zur Besichtigung durch die Stadtverordneten hier eingetroffen. fc Fulda, 19. Sept. Der Uebertritt der Land- Gräfin von Hessen zur katholischen Kirche ist nunmehr in aller Stille erfolgt. •• Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. In Homburg v. d. H. hat ein 13jähriger Schulknabe durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. — Auf dieselbe Weise brachte sich ein seit mehreren Tagen vermißter Tage- löhner in Darmstadt ums Leben; er erhängte sich in den Jnfanterie-Schießständen. — In das Hospital zu Bingen wurde mit einer tätlichen Kopfwunde ein achtjähriges Mädchen au§ Sarmsheim eingeliefert. Das Kind ist gelegentlich der dortigen Kirchweihe von einer Schiffsschaukel an den Kopf getroffen worden. — Die Leiche des seit dem 24. Juni verschwundenen jugendlichen Bahnbeamten Friedrich Frischauf au§ Wald-Algesheim wurde bei Bacharach im Rheine geländet. — In Kassel ist der Mitbegründer und frühere .Redakteur des „Kasseler Tageblatts", Adolf Gotthelft, im Alter von 73 Jahren gestorben. — In Roth (Rhön) trank der 40jährige Taglöhner Rittberger aus Versehen statt Hofmanns-Tropfen eine Morphiumlösung. Alsbald schlief er ein und erwachte nicht wieder. — In Speele ist am Montag Morgen der Fabrikarbeiter Heinrich Kraft in der Fulda ertrunken. Er wurde vom Werkführer der Wertheim'schen Fabrik beauftragt, nach dem Wehr zu gehen, um den dort befindlichen Leuten zu sagen, daß höherer Stau gehalten werden sollte, da das Wasser stark gefallen sei. Diesen Auftrag hat er ausgeführt; auf dem Rückwege ist er jedenfalls ausgeglitten und ins Waffer gefallen. Er wurde von den Bahnarbettern Friedrich Lotze und Johannes Brandenstein etwa 30 Meter unterhalb der Schleuse als Leiche aus dem Waffer gezogen. August Schevpelmann tgen den Maurergesellen Heinrich Pseiffer zu : der Arbeit für noch 12 ArbetÄ- Arbeiterbewegung. Grimsby, 19. Sept. Die Menge stürmte heute baS Bureau des Verbandes der Fischetei“ n te £ n e bnue~.i-2m” begab sich dann nach einem anderen Gebäude, das sie mit Steinen bewarf. Ein Vertreter des Fischer-Verems hielt eme Ansprache cm ist l die Menge und es gelang ihm, dieselbe zu beruhigen. Da dre hiv- isU l figen Behörden Beistand verlmigt haben, sind 180 Polrzeibeamt^ ld-1 mit 3 Inspektoren von Sheffield nach Grimsby abgegangen. Grimsby, 19. Sept. Heute 9U>enb kam es zu neuen Ruhestörungen. Die herbcigerusene Polizei würbe von ber Menge mtt einem Steinhagel überschüttet. Tie Polizei hieb in bie Menge em und es gelang ihr, die Docks zu säubern; die Zugänge zu denselben wurden dann polizeilich abgesperrt. , Vermischtes. • Straßburg, 19. Sept. Ern schweres Unglück ereignete sich gestern in Habudingen (Kreis Chateau-Salins). Während in dem in Brand geratenen Hause einer Witwe Adrian Löscharbetten vorgenommen wurden, stürzte eine 18 Meter hohe Mauer ein und begrub 15 Feuerwehrleute unter den Trümmern. Die Verunglückten trugen zum größten Teil erhebliche, zum Teil schwere Verletzungen davon. Ein 24 jähriger Feuerwehrmann Namens Thiebault ist bereits an seinen Wunden gestorben. Beck; 1 St. Heidelberg schreibt man: Der bisherige erste Assi- stent am physikalischen Institut &tr hiesigen Universität Professor P'-cht. bi- t-chm!ch° Sodj&ukm SÜgen rote di-Äahnftacht v-r-mslägt, di- Absicht von berl Han nover tmb hat bmfetoen angenommen. - Än ber Um- Dux, IS. Sept. Jo bem RaflerW^tonen|B^n dm Frachtbrief !ft: Hanau Bahnhof Nott>. — -^ch hat dn Ankcust von Hulsenfrüchten und 3wiebeln settens der Konservenfabrik ttr Mcm^ begomien. Etwaige Angebote sind an die genanntt Fabttk oder an das Proviantamt Hanau zu richten. 3ebe roeüere Uuj- kunft wird bereitwilligst von beni genannten Amte mündlich wie schrisllich erteilt. In dem die Versammelten das \ beklagen, seine Erfolge als Staatsmann bervorheben und ihre Entrüstung über die schändliche That des Mörders wie i über bie schändlichen Lehren de§ Anarchismus zum Ausdruck bringen. Zum Schluß sprechen sie der Gattin des Präsidenten ihre Sympathie aus. Ter Generalkonsul wurde beauftragt, einen schriftlichen Bericht über die Verhandlung an die Gattin McKinleys gelangen zu lassen. I Frankfurt, 19. Sept. Tie „Internationale Burenliga" hat ebenfalls eine Expedition der Mttgtteds- diplome der internationalen Burenlrga und zwar für ©üb* deutschland in Frankfurt a. M. unter Theodor Müller, Theaterplatt 31, errichtet, wo das bekannte Diplom, entworfen von Professor Teftegger und E. Thöny, welches einen ergreifenden Appell des Präsidenten Krüger sowie die Satzungen der Liga enthält, für den Preis von 2 Mk. zu haben ist. Ebendaselbst werden auch Abonnements auf das Organ „Der Burenfreund" für den Preis vvn 2.40 Mk. halbjährlich entgegengenommen. Wiesbaden, 19. Sept. Im Magistrat war gegen den früheren Beschluß zur Verlegung des Fortbildungsschulunter richts von den Abendstunden 8—10 Uhr auf die Zett von 5—7 Uhr der Anttag gestellt worden, die «Abendstunden beizub eh alten. Dieser Antrag wurde gestern abgelehnt. Gleichfalls abgelehnt wurde ein üeawt nur A)ectuua oer imennonen iui< wu tuu. ■ •.••• ........ o—-> ° & cn"_ mittelungsanttag zur Einführung einer Unternchtszett von ^rzuaslktien^ zum^Kurs von 102$, pEt., wodurch das Aktien- beizubringen st watten sich m der von. AA^Arechtt mttVo^ 7-9 Uhr. Damit hat also der Magistrat seine frühere Mn- x ^ta? auf 3380 000 Mk. wächst. Die westdeutsche Ersenbahngesell- hebe Kimaesuchten G^rd nach emg^e^^ zchielle'Entscheidung für die Stunden von 5-7 Uhr auf- Kst hat. U berett erflart, die sämtlichen Aktien zu dem genannten da? rscht erhalten, was um fo mehr anzuerkennen ist, als eine, vurs zu übernehmen. o . t , • p I entfliehen war, indem er sich seinen Opfern, ans Händen und vvn der Handwerkskammer begunfttgte mtt fast 1100 Unter- o. Gernsheim, 19. Sept. In Sachen der Zuckerfabrik lcw$en kriechend und schleichend, unbemerkt näherte. Am Abend schriften versehene Eingabe um Beibehaltung der spaten Gernsheim wurde gegen 15 Aufsichtsmitglieder in Gernsheim, 20. April, als er sich auf dem okkupierten Terrain, in dem Abendstunde ersucht hatte. Kl -Rohrheim, Biebesheim, Worms, Biblis und Pfungstadt und 12 Schutzleute und 8 Gendarmen versteckt waren, einem als Machen Hanau, 18. Sept. Einer von den wenigen noch leben- . Betriebsleiter A. Frieß in Kitzingen durch die Staatsanwall- verleideten Schutzmcmn mit dem noch von einem am Vorabend vei> denOffttterenaus kurfürstlich-hessisch er Zett,Ma;or m 2 rr qo rq ,, rj. 1 übtenVerbrechen blutigen Messernaherte, wurde er ergriffen. AnaefickM K hier aeswrben Er gehörte als «st Anklage wegen Vergehens gegen-du§8 82 83 n 84 desGe-I^ ;hn vorliegenden Beweise nutzte er sich auch sehr bald die gerade nicht zu den ruhmreichsten der hessischen Ge- Su^emGroßeMenaenEi^ ^aeSnung Die schwere Krankheit zugezogen habe. Auch wollte er durch vieles schichte gehören. War es doch des Verstorbenen Vater, ber hat einen großen ?rst vor wenigen K>manlefen zu den Unthaten verleitet worden sein. Man glaubte . Zt. im Verdacht Mnb Mitwisser vvn den Dvohbrrefen in Schupbach gam eingestellt. ^nächst es mit einem ..... ' zu sein, die am 27. Julr 1822 an den Kurfürsten Wilhelm II. Lausanne, 19. Sept. Das Bundesgericht hat die Ausliefe- vorgebrachten Gründe gerichtet wurden. In diesen wurde der Landesherr mit' “ * ' - ■" - - .,..^...^...1^«, dem Tode bedroht. Robert, der damals Arttllerie-Leut- nant war, wurde Monate lang im Kastell zu Kassel gefangen gehalten, wo er zweimal einen " Später, nachdem seine Schuldlos v er den Mschied und wurde Rentmeister in Ziegenhain. Schullehrer Johann Friedrich Langensiepen-OhltgS wegen Girö-Verbind-1 Vergehens gegen § 174 I S1r.-G.-B. (unzüchtige Handlungen mit Voraus- minderjährigen Zöglingen) zu 5 Jahren Zuchchcms. t| Mannheim, 16. Sept. Der unter dem Namen ......tzer gefürchtet gewesene, auS SangnteU alte Eisenbahnstrecken-Vorarbeiter Ludwig Graf von WML «.t.» Geistesgestötten zu thun zu baden, da die fe-! vorgedrächten Gründe unmöglich geeignet waren, die von Graf rung der vom Untersuchungsrichter in Dresden wegen betrügerischen verübten schauerlichen Verbuchen tzu.begrundQu D^Unho^ wurde, odert, der damals Artttterte-L!eul-1Bankerstts verfolgten und in Luzern verhafteten Marie Beley I deshcüb zunächst zurBeobachtmrg fernes Gersteszustarrdes derJr^^- te lau a im Kastell zu Kassel gefangen Ian die deutschen Behörden bewilligt. I anstalt Klrngemnunster üderwreserr. Nach Verlauf von sechs Wochem ral einen Selbstmordversuch machte Breslau, 19. Sept. Die hiesige Bankfirma Ernst Kuzni tzky, von dieser Anstalt oem Untersuchrmgsrrchter u^lckgegeben, wurde Sch^ dlosiak^it^wiesen war erhielt die bei der Bevorschussung von Ladescheinen der 9chederei Per- nach beendeter Untersuchung dc^ HauvwerfcHen gegen (ö(piilDlo| gt«terwiesen war, ,cr9ie11 . . . @rf.:«er beroorraaend betciUnt ist suchte ein Mora- geklagten wegen zehn schwerer Verbrechen eröffnet. Gr wurde be- urde Rentmerster in Zregenharn. E nQT yervorrageno oereurgr m, sucyre em ^cora- mKelS MeffeZ und mittels hinterlistigen UeberfalleS elf H., 18. Sept. Das von Profeffor Hannöver, 19. Sept. Die gestern und heute fortaesetzten P^sonen meist Fabrikarbeitermnen, schwervnletzt m h^en. Der irqestellte Modell für das Kaiserin Unterhandlungen des Nordwest-mÜteldeutschen ^ort^an^^ement= ^n9^a?te;J r Besichtiauna durch die Stadt- Sydikats und des Unterelbischen Porlland-Eement-Syndikats stwre zu verheiraten, hat sich, wie schon erwähnt, zwar-uemem Geständnis ich zur Besrchlrgung durch ore Diaoi Stettiner und Schlesischen Portland-Cementfabriken haben zu I bequemt, doch bezieht Ach dieses nur auf einige Falle. B^uglrch der einem befriedigenden Ergebnis geführt. Die Unterzeichnung des I übrigen stellte er dre Thäteftchcht m Ab^e.^Es würbe deshalb endglltigen Vertrags dürfte gegen Ende dieses Monats erfolgen. I eme größere ^n(J(^^l3eugen, baruntCT die Mehrzahl der non rhm । — I verletzten Frauenspersonen, geladen. Graf hat, nach einem Bericht ~ I des „Mannh. Generalanz.", das Aussehen eines leidlich intelligenten *ir verstorbenen Präsidenten in einer Rede, in der An fetten Schweinen wurde dagegen alles verkauft, meist aut ~ebenb- b^ben Z^e^amsckEen des Verstorbene sowie gewicht, das^Pfund mit 45 kns47Ptg. Der Handel war sehr ruhig. stetig fei 5m war in Mnd. et, fei&m er die Präsidentschaft übernahm, rn der AcHung! . , unbedeutend befahren. Etwas wurde vettaust. Die niid dem Zutrauen bei seinem Volk wie m den Augen der m^ise waren ziemlich gering. An Schweinen war dagegen der Außenwelt gewachsen. Darauf skizzierte Gouverneur Sa- Auftrieb ziemlich bedeutend, etwa 500-550 Stück. Junge Fette,, llTmon die segensreiche Thätigkeit McKinleys als Präsident. 5—7 Wochen alt, kosteten 30—34 Mß, 7—9 Wochen alt 34—40 Mk. Nack) ihm ergriff ein Deutsch-Amerikaner das Wort und Auch wurde eimge allere Fetteln vettaust das Paar für 45—55 Mk. ru , A brachte die sympathischen GeMle der hier wohme^en Es wurde ziemlichin Vettre'tunq des Beigeordneten D?o l f f^StadtterordnetLr Deutsch^Amerikaner uim Ausdruck, yyrouf Jexteug ber Ver- mf, 9 J , werden Dies dachte man auch seit längerer Haubach. — Der Bauunternehmer August Scheppelmann fanuntung einstimmig ein W-Mntz —Mme« tourte Ansicht Wch. Stufet, °°n hier )agt «gen den Mau. ' frühe Hrnschewen McKinleys . . 's' begehrt als keine Fettel. Der Allenbuseck auf Wiederaufnahme taatsmann bervorheben unb b bedeutend besser, Alles wurde vettauft. Tas tage, weil Pfeiffer diese unbefugt wid ohne Ellchaltung der gesetz- hirrcMffmittlifh 70—90 i>l.Ebel 03681 Rittergasse 11. M ucultiuifcn Snigbirnell zu verkaufen. 6295 Wallthorstraffe 48. Ein Haus mit Laven in guter Geschäftslage, per sofort zu kaufen ooer mieten gesucht. 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