Nr. 333 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 31. September 1901 Erscheint täglich Mit Ausnahme des Montags. Die Siebener Familien- t lütter werdendem Anzeiger im Wechsel mit vem „Hess. Landwirt" und den »Blattern sür hessische Volkskunde* ptermol wöchentlich beigelegt. (Rebottwn, Expedition und Druckerei: Schnlstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Xk W" Q Annahme von Anzeigen jMMBHe WF ^jggk IM ▼ au der für den folgenden GletzenerAnzeiger General-Anzeiger " S®S Amts- Md Anzeigeblatt sür den Kreis Sichen Uli Amtlicher Teil. KeKmutmachung. Betr.: Beurlaubung des Großh. Kreisarztes Dr. Haberkorn zu Gießen. Vom 16. September bis 16. Oktober führt der Großh. Kreisassistenzarzt Herr Dr. König er in Gießen, Goethe- straße 23, die Amtsgeschäfte des Großh. KreisgefundheitSamts Gießen. Gießen, den 18. September 1901. Großherzvgliches Kreisamt Gießen. I_______________v. Bechtold.____________________ Gießen, den 18. September 1901. jBetr,: Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Großh. Kreisschulkommission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. • Nachdem Ihnen die Listen der zum Besuche der Fortbildungsschule Verpflichteten wieder zugegangcn sind, beauf- rgen wir Sie, dieselben den Lehrern behufs Aufstellung der Schülerlisten für die Fortbildungsschule des Jahres 1901/02 zuzustellen, und den Unterricht zur gleichen Zeit wie in früheren Jahren beginnen zu lassen. , Mr machen Sie hierbei wiederholt darauf aufmerksam, baß ohne besondere Erlaubnis der obersten Schulbehörde nach 7 Uhr abends kein Unterricht in der Fortbildungsschule mehr gehalten werden darf. Diejenigen von Ihnen, welche Anträge auf Verwilligung girier späteren Unterrichtszeit gestellt haben, werden in Kürze < 'escheid auf ihre Gesuche erhalten, bis dahin aber ist der Unterricht gemäß der Ministerialverordnung vom 5. Oktober v. *J. zu ertellen. t___________________v. Bechtold.____________________ Bekanntmachung. In dem Gehöfte des Johannes Bindewald zu Zeilbach (Kreis Alsfeld) ist die Schweinerotlauffeuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden. Die Rotlaufseuche in Brauerschwend (Kreis Als- fdfb) ist erloschen und die angeordnete Gehöftsperre auf- ^gel'Zben worden. a‘ Die Räude unter der Schafherde in Wahlen (Kreis Alsfeld) ist erloschen und die Weidesperre aufgehoben worden. Der Verdacht auf Räude bei den Schafen der Gemeinde Gleimenhain (Kreis Alsfeld) besteht nicht mehr und ist die Gemarkungssperre aufgehoben worden. Gießen, 18. September 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Bechtold.___________________ Kelranntmachung, batr. die Einrichtung und den Betrieb von Dampfsässern. Einer Anregung des König!. Preußischen Herrn Ministers für Handel und Gewerbe zufolge bringen wir den nachstehenden Auszug aus der einheitlich sür ganz Preußen erlassenen Polizeivorschrift über den Bau und die Ausrüstung von Dampffässern zur Kenntnis der Interessenten. Bei der Durchführung dieser Vorschrift, nach welcher Gußeisen von der Verwerfung zu den Wandungen, Mannlöchern und Verschlüssen von Dampffässern im wesentlichen ausgeschlossen istz haben sich namentlich deswegen vielfache Schwierigkeiten ergeben, weil unvorschriftsmäßig gebaute Apparate aus anderen Bundesstaaten in Preußen zur Aufstellung gelangten und bei der Abnahme beanstandet werden mufften, wodurch insbesondere sür die Fabrikanten Weiterungen entstanden. Gießen, den 19. September 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Auszug: III. Bau und Ausrüstung der Dampffässer. § 4. Die Wandungen und sonstigen Bestandteile der Dampftässer müssen dem beabsichtigten Betriebsdruck entsprechend bemessen werden. Als Baustoff für die Wandungen und Einzelteile dürfen Holz und Gußeisen nur da verwendet werden, wo der Betrieb es erfordert und durch ihre Verwendung Gefahren nicht hervorgerufen werden. Umlegbare Verschlußschrauben, in Schlitze eingelegte Schirauben und Klammerverschlüsse müssen gegen Abrutschen gesichert sein. Eingelegte einseitige Hakenschrauben sind nicht zu- lässig. Gesäße mit einem lichten Durchmesser über 800 Millimeter sind besteigbar einzurichten. Ovale Mannlochverschlüsse sollen in der Regel 300 bis 400 Millimeter, runde 400 Millimeter weit sein. § 5. Die Dampftässer sind mit Vorrichtungen zu versehen, die gestatten, jedes einzelne für sich von der Dampfleitung abzusperren. Feuerungen von Dampfsässern sind so einzurichten, daß ihre Einwirkung auf die letzteren ohne weiteres gehemmt werden kann. § 6, Dampftässer müssen mit einem zuverlässigen Sicher- heitsvenftl und Manometer versehen sein. An letzterem ist die festgesetzte höchste Betriebsspannung durch! eine Marke zu bezeichnen. Sofern ein Manometer wegen der Eigenart des Betriebes nicht funktioniert, kann es mit Zustimmung des für die regelmäßige Ueberwachung zuständigen Sachverständigen durch ein Thermometer, an dem die höchste zulässige Temperatur durch eine in die Augen fallende Marke zu bezeichnen ist, ersetzt werden. Zellstoftkocher sind mit einem Manometer und Thermometer zu versehen. Sicherheitsventil und Manometer sind an enter solchen Stelle anzubringen, daß sie durch den Inhalt des Tampf- sasses nicht ungangbar gemacht werden können. Ihre Einschaltung in die Dampfleitung, jedoch in unmittelbarer Nähe des Dampffasses ist gestattet, wenn die Art des Betriebes die Anbringung auf dem Dampffaß selbst nicht zuläßt. Werden mehrere Dampffässer unter gleichem Druck an dieselbe Dampfleitung angeschlofsen, so genügt die Anbringung eines Sicherheitsventils und eines Manometers in der gemeinschaftlichen Leitung vor den Dampfsässern, wenn die freie Turchgangsöffnung des Sicherheitsventils dem Querschnitte der gemeinsamen Leitung entspricht. Dampffässer, deren Druckspannung derjenigen des Druckerzeugers gleich ist, bedürfen keines besonderen Sicherheitsventils oder Manometers, wenn der Druckerzeuger mit den entsprechenden Sicherheitsvorrichtungen versehen ist. Dampffässer, die für einen Betriebsdruck gebaut find, der zwei und mehr Atmosphären geringer ist als derjenige des Druckerzeugers, mässen in der Dampfzuleitung ein Truckverminderungsventil enthalten. Letzteres ist durch den Sachverständigen so etnzustelleu, daß der Druck im Dampffaß dauernd nicht über den genehmigten Druck steigen kann. An jedem zu öffnenden Dampffaß muß sich eilte Vorrichtung befinden, die mit Sicherheit erkennen läßt, ob noch Druck im Dampffaß vorhanden ist. Ein Manometer genügt hierzu nicht. § 7. Die Dampffässer müssen mit einer Einrichtung (Kontvollflansch) versehen sein, die die Anbringung des amtlichen Kontrollmanometers ermöglicht. § 8. An den Dantpffässern muh der Fassungsraum in Litern, die Firma uno der Wohnort des Verfertigers, die laufende Fabriknummer und das Jahr der Herstellung sowie der gemäß 8 10 festgesetzte höchste Betriebsdruck in Atmosphären-Ueberdruck auf leicht erkennbare und dauerhafte Weise angegeben sein. Die Angaben sind auf einem Schilde (Fabrikschild) an- zubringen, oas mit Nieten so am Dampftaß zu befestigen ist, daß es auch nach der Ummantelung oder Einmauerung des letzteren sichtbar bleibt._____________________________________ Bekanntmachung. Nachdem Paul Zink dahier aus dem Institut der Dienstmänner ausgeschieden ist und die Aushändigung der von ihm hinterlegten Dienstkaution verlangt hat, fordern wir diejenigen auf, welche Ansprüche an diese Kaution aus der Eigenschaft des pp. Zink als Dienstmann erheben zu können' glauben, solche bei Meidung des Ausschlusses binnen acht Tagen bei uns vorzubringen. Gießen, den 18. September 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.t Roth. Die bisherigen internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des Anarchismus. Aus Mailand wird uns berichtet: Tie italienischen Polizeibehörden vertreten saft durchgängig die Ansicht, daß der Mordanfall auf Mac Kinley, ebenso wie die Ermordung des Königs Humbert wahrscheinlich hätten verhindert werden können, wenn die Vorschläge der italienischen Regierung für eine internationale Bekämpfung des Anarchismus befolgt worden wären. Aber nicht nur Nordamerika und England, sondern auch die europäisch^festländischen Regierungen hätten nur ein sehr geringes Interesse gezeigt, die Maßnahmen, welche auf der zur Bekämpfung des Anarchismus abgehaltenen Konferenz beschlossen warm, wirllich durchguführen. Inder Konferenz war man übereingekommen, die italienische Regierung solle nach Verlauf von etwa sechs Monaten ein inzwischen auszuarbeitendes Reglement zur lieber», wachung der Anarchisten und zur gegenseitigen Benachrichtigung über die anarchistische Propaganda den übrigen' Regierungen vorlegen. Dieser Aufgabe ist man in 9t3m durchaus nachgekommen, aber die übrigen Regierungen betrieben die Angelegenheit so wenig -eilig, daß erst nach Verlauf eines vollen Jahres zwei Regierungen an die thatsächliche Durchführung des vorgeschlagenen Ueberwach- ungsdienstes herantraten, während die übrigen Regierungen nur sehr wenig oder gar nicht auf die Vorschläge, eingingen. Am meisten ablehnend aber verhielt sich die Nordamerika nischeRegierung. Von Rom aus, sowie durch den italienischen Botschafter in Washington war sie mehrmals auf die Umtriebe der an ar chistischen Klubs in Paterson, wo die Ermordung des Königs Humbert vorbereitet wurde, unter Anführung sehr greifbarer Thatsachen hingewiesen worden. Aber man legte in Washington diesen Vorstellungen nicht die geringste Bedeutung bei, und die örtlichen Polizeibehörden wachsten sich geradezu ein Vergnügen daraus, die von Italien in Nordamerika zur Ueberwachung der Anarchisten gehaltenen Geheimagenten, unter Mitwirkung der Anarchisten und Sozialisten, zu belästtgen. So wurde die Beaufsichtigung der Klubs den italienischen Behörden absichtlich un- Iemlketon. Labore m n s.*> Schauspiel in 3 Akten von Björnstjerne Björnson. An drei Bühnen zugleich, in München, Stuttgart und Berlin, wurde das neue Drama des norwegischen Dichters a b g e l e h n t, und nur die Achtung vor dem Namen Björnson verhinderte heftigere Ausbrüche des Unwillens. Dieser ausgesprochene Mißerfolg, den bis jetzt niemand zu beschönigen den Mut fand, fällt umso schwerer ins Gewicht, wenn man bedenkt, welche Huldigungen erst kürzlich dem Dichter von „Ueber unsere Kraft" in deutschen Landen zu teil wurden. War es damals ehrliche Begeisterung für ein groß angelegtes Kunstwerk, so äußert sich jetzt ebenso ehrliche Gleichgiltigkeit gegenüber einem mißratenen Stück. Sck)ließlich hat jeder Künstler einmal das Recht, in den falschen Topf zu greifen. Dieses Drama hat alle Verbindung mit dem Leben verloren; ein Einsiedler könnte es geschrieben haben, der jahrelang nicht aus seiner Zelle herausgekommen ist, und nur durch die Butzenscheiben der Litteratur in die weite, blühende, jauch- zenoe Welt hinausgesehen hat. Jbsen's „Rosmershvlm" ist ihm der Anstoß zur eigenen Arbeit geworden. Aber Björnson hat seinen Stoff nicht glaubhaft zu machen gewußt. Schon äußerlich krankt sein Werk an den Gebrechen, daß er" zwei Handlungen zusammenschweißen möchte, die im Grunde nichts miteinander gemein haben, von denen die eine nicht die andere in ein bedeutsames Licht zu rücken weiß, sondern die nur obenhin verkittet find. Tie junge, verführerische Pianistin Lydia hat ein bewegtes Leben hinter sich, das an die Vergangenheit gewisser Chansonetten erinnert. Ueberall in den Badeplätzen tauchte sie auf, die Alännerwelt durch ihr Spiel und mehr noch *) Buchausgabe bei Albert Langen, München. vielleicht durch ihre Reize fesselnd. Einmal verfiel sie auf den Kniff, sich lahm zu stellen, um dadurch die Aufmerksamkeit der mitleidigen Herren in noch höherem Maße auf sich zu ziehen. Tagsüber wurde sie im Rollstuhl gefahren — und ihre Bewunderer rissen sich förmlich um die Ehre, ihren Wagen eigenhändig zu schieben —, bei Nacht aber tanzte sie wie toll in ihrem Zimmer herum. Als die unsaubere Geschichte herauszukommen drohte, reifte Lydia plötzlich ab. Ein alter, reicher Herr folgte ihr von Ort zu Ort; ein junger englischer Offizier soll sich ihretwegen erschossen haben. Ihr wechselvolles Geschick trieb sie eines Tages an das Krankenbett einer schwer leidenden Frau, die zur Linderung ihrer Schmerzen sehnsüchtig nach beruhigendem Klavierspiel verlangte. Obwohl die Krankheit ansteckend war, und darum eine Tochter der Dulderin aus dem Hause gebracht wurde, scheute Lydia die Gefahr nicht. Anfänglich übte sie auch die erwünschte Wirkung aus; aber bald wurde ihr Spiel von wilden Gedanken beherrscht: sie begehrte den Platz der Kranken einzunehmen, und ihr sündiger Wille vermochte diese aus dem Weg zu räumen. Heimlich und eilig fand die Hochzeit Lydias mit dem älteren Wisby statt. Tas ist die Vorgeschichte, in der es nicht ohne Sprünge und Lücken hergtzht. Nun setzt die eigentliche Handlung des Dramas ein. Schon in der Hochzeitsnacht hat Wisby eine Erscheinung: seine erste Frau tritt ihm entgegen und öffnet dem Geblendeten die Augen, daß es ihm wie Schuppen davon fällt. Der Bruch zwischen den Ehegatten wird durch dieses Eingreifen höherer Mächte herbeigeführt; Lydia fühlt, daß sie hier ausgespielt habe. Um sich schadlos zu halten, umgarnt sie einen jungen Komponisten, der in ihr das leibhaftige Modell feiner heranreifenden Undine-Oper erblickt. Doch auch hier ist ihre Macht von nicht allzu langer Dauer. Plötzlich tritt ihr die aus der Pension r.urückgekehrte, itjrer Mutter aufs Haar gleichende Tochter ber ersten Frau entgegen; die erschreckte Lydia glaubt in ihr ein Gespenst zu sehen. So wird der Bruch' zwischen den Liebenden durch eine ganz reale Erscheinung bewirkt. Lydia, die ränkevolle Buhlerin, sucht möglichst bald den Ausgang zu gewinnen. Ter Komponist aber, mit dem wohlklingenden Namen Langfred, dessen Schaffenskraft im Umgang mit diesem dämonischen Wesen zu versiegen drohte, wird durch seinen thatkräftigen Oheim wieder auf den rechten Weg geleitet; der Segen der Arbeit wird ihm als Heilmittel für feine Verirrung an gepriesen. Laboremus! Früher hätte man den Titel gewählt: „Arbeit macht das Leben süß"; die moralische Tendenz konnte auch so stark genug zum Ausdruck gelangen. Ter Schluß ist notdürftig aufgekleistert, trotz seiner Handgreiflichkeit kein befriedigender Abschluß. Und was bezweckt denn diese ganze mühsam erklügelte Fabel? Eine Teufelin, der Macht gegeben ist über die schwachen Männer, wird in ihrer ganzen Verworfenhett enthüllt und nimmt „fran- zösischen Abschied". Dieses den frommen Bürger beruhigende Ende erhält obendrein einen moralischen Einband Ein plumper Gemeinplatz, die Notwendigkeit der Arbeiß wird der Hafen, in dem eine unwahrscheinliche Geschichte landet. Was schlimmer ist: die fünf handelnden Personen des Dramas stehen uns menschlich so fern wie möglich. Keine von ihnen erheischt unsere Teilnahme, kaum unser Interesse. Ueberdies hat ihnen Björnson un-i sympathische, durch nichts gcredftjerti^te Zuge verliehen. Warum muß Lydia eine so wilde Vergangenheit haben? Warum greift Wisby zur Schnapsflasche? Warum ist dieser Komponist Langfred ein prahlerischer Bursche? Warum drängt sich die Tochter Borgny in einen Handel ein, von dem sie ihr durch die Pension verfeinertes Gefühl zurückhalten sollte? Warum endlich schweigt der Dr. Kann- bis es zu spät ist? Nun, damit Björnsons unmögliches Drama nicht im Keime ersttckt wird. Wo man immer das Werk auch nur leise mit dem Finger antippt, werden seine Schwächen blosgestellt. Durch Möglich gemacht, und so waren die letzteren auch außer stände, dem Mordplane Brescis vorzubeugett. V ö l l i g un- erhört aber war das Verhalten der nordameri- kaui scheu Polizei nach der Errnordung des Königs Humbert. Während es mit den Händen zu greisen war, daß die Äubs in Paterson die Geldmittel für die Entsendung des Bresei g^ammelt, und die Mordthat von langer Hand vorbereitet hatten, führten die amerikanischen Po- uzeibeamten, welche die Mitschuld der Klubs feststellen sollten, diese Untersuchung mit einer fast unbegreiflichen Oberflächlichkeit, und erstatteten auf die „eidlichen" Aussagen mehrerer Anarchistenhäuptlinge hin einen Bericht, woncah irgend welche Anhaltspunkte für die Mitschuld anderer an oem Verbrechen Brescis nicht hüttkn festgestellt werden können. Die Folge davon war, daß offenbar aus denselben mit so sträflicher Nachsicht behandelten Anarchistenklubs nun auch die Anstifter und Dollführer des Mordes Mac Kinleys hervorgingen. Der Berliner Milchkrieg. Aus Berlin, 18. September, wird uns geschrieben: Der „Milchkrieg", der nunmehr über Berlin rind Umgegend erklärt ist, hat auch außerhalb der Reichshaupt- stMt aus Beachtung Anspruch Es handelt sich da nämlich um eine sehr interessante Probe auf die Kraft und ,die Ausdauer landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens. Der „Milchkrieg" richtet sich nicht, wenigstens nicht unmittelbar, gegen die Bevölkerung, die dies Getränk „der "frommen Denkart"' genießt, sondern gegen die Milch- Händler. Auf den ersten Blick erscheint die Streitursache nicht sehr erheblich: die Milchwirte verlangen von den Wiederverkäufern 13 einhalb Pfennig pro Liter Milch frei Berlin, während die Wiederverkäufer nur? 12 einhalb Pfennig bewilligen wollen. Bei den mehreren hunderttausend Litern Tagesbedarf gn Milch spielt aber natürlich die Differenz von einem Pfennig eine Rolle. Eine Einigung kam nicht zu stände. Milchpächter und Milchhändler verpflichteten sich bei hoher Konventionalstrafe, keinesfalls mehr als 12 ein- hcllb Pfennig zu bewilligen. Die märkischen Milchwirte thaten ' sich ihrerseits zu einer gewaltigen Milchverwert- ^ungsgenvssenschaft zusammen, um mit vereinten Kräften ^entweder die Händler „kleinzukriegen", oder selbst die Bergwertung der Milch durch direkten Verkauf an das Publikum ins Werk zu setzen. Die Parole der Milchwirte ist zu dem ersteren Zweck: Kein Tropfen Milch darf an die widerspänsftgen Händler geliefert werden; dagegen nimmt 'die „Milch-Zentrale", die eine große Molkerei gebaut hat, zur Verarbeitung der nicht frisch verwertbaren Milch, den !Milchproduzenten die Produktion bis wm 15. Oktober d. I. ab. Die Zentrale kann sowohl an die Händler (die den geforderten Preis bewilligen) wie an das Publikum ver- kaufen. Tie Reichshauptstadt wird also keineswegs „erbarmungslos dein Milchmangel überantwortet". Sollten nun die Händler bis zum 15. Oktober nicht Frieden schließen wollen, so hat die Milchzentrale Vorkehrungen getroffen, den Zwischenhandel auszuschalten, indem allein in Berlin Nicht weniger wie dreihunoert Läden von der Zentrale gemietet, und Milch und Milchprodukte unmittelbar an das Publikum verkauft werden. Ohne Frage würde die letztere Maßregel einen harten Schlag für den Milchhandel bedeuten. Denn das ist nicht zu leugnen, daß gerade auf diesem wichtigen Gebiet der Lebensmittelversorgung in der Gvoßstaot vielfach arge Zustände herrschen. Eine wiederholt in allen Milchläden Berlins angestellte Probe auf die Reinheit der Milch usw. soll, wie in der gestrigen Versammlung der Milchprv- Mzenten mitgeteilt wurde, zum Teil „skandalöse Ergebnisse" gehabt haben. Die Behauptung mag nicht frei von Ucber- treibung sein; aber die Einwohnerschaft Berlins und nicht minder der „ländlichen^ Vororte liest häufig genug von entdeckten, behördlich konstatierten Milchpantschereien, ganz abgesehen von den Erfahrungen im eigenen Haushalt. Absolut einwandsfreie Milch wird zwar von Großhändlern vertrieben, diese sind aber zugleich Milchproduzenten. Was in manchem kleinen Milchkeller als Milch und Sahne und Butter verkauft wird, spottet als kühnes Fabrikat der auf den möglichsten Nutzen Bedachten der Hygiene Hohn. In dem Augenblick, da mehrere hundert Läden garantiert einwandfteie Milche und ebensolche Milchprodukte in Berlin verkaufen, sind zahllose Heine Milchgeschäfte „fertig", denn das Publikum zahlt lieber eine Kleinigkeit mehr und hat dafür die Gewißheit, daß die Milch, deren Reinheit von so gewalttger Bedeutung bei der Kinderernährung ist, keiner die Gesundheit bedrohenden Verfälschung ausgesetzt wird. Die Organisation der Milchverwertungsgenossenschaft, an deren Begründung der Oberamtmann Ring in Düppel bei Berlin großen Anteil hat, scheint eine geschickt äufgebaute und gesicherte zu sein. Und so werden vor- aussichtlich die Milchproduzenten den Sieg davontragen. Die namentlich das Publikum angehende Frage: Ist die Forderung der Milchwirte, 13 einhalb Pfennig pro seine Mischung von Mystik und Moral wird es gewiß nicht erbaulicher. Schon im Fundament ist es verunglückt, und die Ausführung konnte daran nichts mehr ändern. Björn- son hat sich da einen Stoff ersonnen, in dem seine Vorzüge nicht, seine Mängel doppelt zu Tage traten. Vielleicht hat der Mißerfolg das Gute, daß er dem Dichter die wahren Gebiete seiner Kraft zeigt und ihm fortan vor einer Bethätigung „über die Kraft" bewahrt. xy. Der Burenkrieg in Bild und Wort betitelt sich ein soeben von Schriftsteller Fritz Bley und Maler A. Hoffmann herausgegebenes Werk, das von I. F. Lehmanns Verlag in München zum Preise von einer Mark zu Gunsten der Burensammlung herausgegeben wird. Text und Bilder des kleinen Prachtwerkes ergänzen sich gegenseitig. Von der ersten Landung der Buren an, werden die Hauptmarksteine in der Geschichte des wackeren Volkes fest- gehalten. Wir sehen den berüchtigten Galgen von Slaaters Neck, an dem die ersten Buren von Engländern gehenkt wurden, wir folgen den treckenden Buren und beteiligen uns an den Kämpfen mit den Zulus. Auch in die neuen Heimstätten folgt der Engländer. Am Berge Majuba streckt das stolze Albion die Waffen, und wenige Jahre später thut der edle Dr. ^ameson, der Veranstalter des „Heldenrittes", gleichfalls die Hände zum Himmel erheben und um Gnade flehen. Die nächsten Bilder führen uns schon in den Burenkrieg. Die Ermordung der verwundeten Buren durch Lanzenreiter und die Vernichtung des Lanzenreiterregiments durch die Buren, sowie die Schlacht am Tugela zeigen uns die kämpfenden Krieger beider Heere. Dann folgen mehr kulturgeschichtliche Bilder, die durch tteffende Unterschriften erläutert werden. Der Text schließt sich eng an bie Bilder an. Der gesamte Reinerttag des Buches ist für die Buren bestimmt. Der Preis des kleinen Pracht- werres beträgt nur eine Mark. Liter, eine blllige? Diese Frage wird von zwei Männern, die politisch keineswegs den Agrariern zuzählen, nämlich von dem Aba. Dr. v. Siemens (freif. Ver.) und dem! gut nattonallrberalen Kgl. Baurat Boeckmann, auf Grund der Erfahrungen auf ihren eigenen Gütern, entschieden bejaht. Mit 13 einhalb Pfennig pro Liter werden nach Ansicht dieser Sachverständigen knapp die Selbstkosten der Milchwirtschaft gedeckt. Der Landwirtschaft ist häusig der Rat gegeben worden, durch Einkaufs- und Verkaufs-Genossenschaften ihre Lage zu verbessern. In diesem Falle soll also ein Versuch großen Stils vor sich gehen, und man wird daher die Entwickelung des „Milchkrieges" allenthalben mit Spann- ung verfolgen. Kolonialpost. Ter Gouverneur von Samoa Tr. Solf hat neuerdings eine Rundreise auf der Insel Savaii unternommen. Wie aus seinen Berichten hervorgeht, hat er bei den Samoanern überall eine ausgezeichnete Aufnahme gefunden. An zwei Stellen hat er sich, wie das „D. Kol.-Bb" mitteilt, allerdings genötigt gesehen, strafend einzugreifen, doch ist dies aus die Eingeborenen von guter Wirkung gewesen. Für ihre Auffassung find Aeußerungen von Interesses die sich in einem Schreiben des samoanischen Dolmetschers beim Gouvernement in Apia finden. Sie lauten in der Uebersetzung wie folgt: „Am 11 Juli begab sich Gouverneur Tr. Solf nach Matantu auf Savaii, von wo der von der Regierung als Torfhaupt eingesetzte Tulafale (Sprecher) vertrieben worden war. Seine Gegner hatten seine Pflanzungen zerstört und seine Schweine abgeschlachtet. Tie über die Schuldigen verhängte Strafe von über 100 Dollars war nicht entrichtet. Auch nach der Ankunft des Gouverneurs blieb die Bezahlung auf Anstiften des Dorfältesten aus. Der Gouverneur entbot nunmehr alle Schuldigen — im ganzen sechs — vor sich und setzte sie auf der Stelle in einem Hause des Dorfes Matantu gefangen. Jetzt legte man sich auf das Bitten. Aber der Gouverneur bestand auf seiner Entscheidung und ließ die Leute in das Gefängnis in Apra absühren, wo sie für ihren Ungehorsam büßen. Dann ging die Reise nach dem Faasaleaga-Bezirk, wo gleichfalls ein Häuptling festgenommen wurde. Es war der Häuptling Sua, der dem Befehl, eine Wegsperre zu beseitigen, nicht nachgekommen war. Auch er sitzt jetzt im Gefängnis zu Apia. Aber trotz dieser Sttenge sind die Samoaner zufrieden, denn gerade auf diese Art lernen sie die Bedeutung der Gesetze kennen. Man hört die Leute sagen: „Erst jetzt erkennen wir die Schranken der Gesetze, und es ist mit dem leichtsinnigen Schwören und den Meineiden vorbei." Gerade darum fteut sich Samoa über das gegenwärtige Regiment. Man lasse nur den Gouverneur und den Richter ihres Amtes walten." Dieselbe Persönlichkeit schreibt über einen anderen Vorfall, der die Gemüter der Samoaner in Erregung versetzt hat, folgendes: „Im Juni wollte der Oberhäuptling Mataafa eine Zahl seiner Matten verteilen, die zu diesem Zweck von seiner Familie aus Anlaß der Verleihung des Oberhäuptlings-Titels (alii sili) zusammengebracht waren. Er hatte alle Bezirke zur Teilnahme an der Feier eingeladen. Der Bezirk Falealili leistete jedoch keine Folge. Tie Antwort von dort war, man sollte dergleichen alt- samoanische Unsitten aufgeben, es gäbe nur einen Herrn von Samoa, den Kaiser, und einen Gouverneur, dem alle zu gehorchen hätten. Ter Tag der Verteilung der Matten kam heran, ohne daß sich die Unzufriedenheit jener Partei gelegt hätte. Aber es kam darüber nicht, wie ehedem in Samoa, zum Kampfe, sondern das ganze Land blieb ruhig, und alle Teilnehmer der Feier versicherten den Gouverneur ihrer besonderen Verehrung und fügten sich dessen Wunsche, daß man sich allgemein mit der Art, wie Mataafa die Matten austeilte, zufriedengeben möchte. So ging diese Austeilung in aller Ruhe vor sich und war am 10. Juli glücklich beendet. Politische Tagesschau. Wie die „Deutsche Warte" aus besfinformierter Quelle erfährt, hat der Aufenthalt des Zaren und des russischen Ministers des Auswärtigen in den deutschen Gewässern mit Zustimmung der deutschen Regierung zur Einleitung einer Anleihe geführt. Es handelt sich um 80 Mill. Mark russische Eisenbahn-Obligationen, die von einem Konsortium übernommen werden, in dem deutsche Firmen die führende Rolle spielen. Tie deutsche Regierung hat dem neuen Anleihegesuch des befreundeten Nachbarreiches, in dem es sich um eine für die Verhältnisse des russischen Staates nur geringfügige Summe handelt, Folge gegeben, da die aufzubringenden Kapitalien in Rußland eine Verwendung für wirtschaftliche Zwecke finden sollen. Außerdem haben bisher die in Rußland angelegten deutschen Kapitalien stets hohe Zinsen ab- geworfen, ohne daß Verluste hierbei zu befürchten sind. In den Blättern war von einer bevorstehenden neuen Konferenz behufs Beratung von Maßnahmen gegen den Anarchismus die Rede. An Die deutsche Regierung ist, wie die „Nat.-Ztg." hört, von keiner Seite eine derartige Anregung gelangt. Zur niederländischen Thronrede wird uns aus Amsterdam geschrieben: Von den auf die auswärtige Politik bezüglichen Stellen der Thronrede, mit der die Königin Will) e Imin a die Parlamentstagung eröffnete, ist hervorzuheben die Ver- ficherung, daß die Verhältnisse in der westindischen Kolonie Curacav die Aufmerksamkeit der Regierung fortdauernd in Anspruch nehmen. Curacao, am Golf von Marakaibo, unweit der Küste von Venezuela gelegen und bedeutungsvoll als Stapelplatz für die aus Europa und den Vereinigten Staaten kommenden Schifte, ist im April d. I. Gegenstand von Verhandlungen zwischen der Haager und der Washingtoner Regierung gewesen, weich' letztere, wie es hieß, dort eine Gebietserweiterung zwecks Errichtung einer Kvhlen- ftatinu anstrebte. Diesen Verhandlungen ist anscheinend ourch den im Sommer erfolgten Kabinettswechsel in Holland ein jähes Ende bereitet worden Der Kriög zwischen Venezuela und Kolumbien, an dessen Ausbruch die panamerikanische Propaganda der chauvinistischen Yankees bekanntlich^ nicht ohne Schuld ist, mag dem jetzt in Holland am Ruder befindlichen konservativ-klerikalen Ministerium die Lust vollends benommen haben, der Union auf Curacao Besitz- recht zu gewähren Und jede folgende niederländische Regierung wird gut thun, dieser ablehnenden Politik treu zu bleiben. Tenn wenn erst der interozeanische Kanal fertiggestellt ist, gewinnt die Insel für den Welthandel eine außerordentliche Bedeutung. Nach einer Mitteilung der „Köln. VollSzta." hat drr Allerspräsident des Reichstages Dr. Lingens sein Mandat für Siegburg endgiltig nieder gelegt. Jnfolgedeften hat man sich schon mit der Kandidatenliste beschäftigt. In einer Versammlung, die in Siegburg stattfand, wurde von der einen Sette Der Landtagsabgeordnete Becker, von der anderen der Vorsitzende des rheinischen Bauernvereins! Graf Spee empfohlen, beides Zentrumsleute. Dieser letztere Kandidat wurde von dem Zentrums ab geordneten! de Witt u. a. damit begründet, daß es DankbarkettspflichH ei, dem Grafen Spee ein Reichstagsmandat zu verschaffen, weil er durch fein Auftreten gegen die Ausbreitung be$ Bundes der Landwirte im Rheinlande sich verdient gemacht habe. Man konnte sich aber in der Versammlung noch nicht einigen. In einer zweiten Versammlung wurde nun mitgeteilt, daß Graf Spee zu Gunsten des Herrn Becke« zurückgetreten sei. Tas ist insofern von Bedeutung, als Becker für die Kanalvorlage gestimmt hat, während Graf Spee als nicht kanalfreundlich gilt In der Angelegenheit des nach Straßburg als Pxofes-ov der Geschichte berufenen Professors Dr. Spahn hatte M? „Nation cll-Ztg." vor einigen Tagen erwähnt, ba& als Dr. Spahn sich um die Zulassung als Privatdozent bei der Berliner philosophischen Fakultät bewarb, aus der Mitte dieser an ihn die Frage gerichtet worden sei, ob nach seiner Auffassung die Unfehlbarkeit des Papstes sich, auch auf die wissenschaftliche Thätigkett beziehe, und daß er diese Frage verneint habe. Nunmehr wird der „Nationabi Ztg." geschrieben: „Diese Frage oder eine ähnlich? ist an Sjxchn nicht gerichtet worden, weshalb auch die ihm in den Mund gelegte Antwort oder eine ähnlich? von ihm nicht gegeben worden ist Auch ein ähnliches Privatgesprach ist nie mit ihm geführt worden." Die Mitteilung, wonchh sich aus Anlaß der fran^ön sisschen Manöver eine höchst ärgerliche Szene abspielte, bei der in Gegenwart Der militärischen Vertreter der fremden Mächte von französischer Sette über den Kriegs- minister GeneralAndre in ^ö^^ft ab fälliger Weise abgeurteilt wurde, hat ihre volle Bestätigung erhalten. Auf Antrag des Konseilpräsidenten und Ministers des Innern Waldeck-Rousseau unterzeichnete der Präsident bet, Republik noch vor seiner Abfahrt nach Dünkirchen ein Dekret, durch das der Maire von Rethel, Dr. Leftanc, seines Amtes enthoben wird. Ein Einschreiten war umsomehr geboten, als General Andre in der schroffsten Weise angegriffen worden war, so daß der anwesende Ordvnnanz- ofsizier des Kriegsministers sich genötigt sah, dem Maire von Rethel sehr entschieden entgegenzutreten. Die „Agenee Havas" sieht sich denn auch, genötigt, eingehend übe« den Vorgang zu berichten. Dieser spielte sich auf dein Bankette ab, zu dem der Generalissimus General Brugere in Rethel, außer den Spitzen der Behörden, auch die fremden Offiziere eingeladen hatte, die den Manövern at* folgt waren. Nach dieser telegraphischen Meldung hatte Der Maire von Rethel sich in nnehreiwietiger Weise über den Kriegsminister General Andre geäußert, und war er von dem Hauptmann Targe, der dem Stabe des Kriegsministers angehört, zurechtgewiesen worden. Ein Lokalblatt/ der „Petit Troyen", stellt die Dinge nach! der Aussage eines Ohrenzeugen folgendermaßen dar. Der Maire, der zwischen einem amerikanischen und einem russischen Hauptmann, Ordonnanzoffizier des Generals Sakarow, saß, sagte laut, um ja von seiner Umgebung gehört zu werden: In Rethel hätte ich keinen Wähler auftreiben können, ver diese Kanaille (den General Andre) hätte ins Quartier nehmen wollen. Hauptmann Targe, welcher der Nachbar des russischen Offiziers war, entgegnete rascher mochte doch wissen, ob die Wähler, von denen der Maire so spreche, Franzosen zu heißen verdienen. Daj der Maire fortsahren wollte, den Kriegsminister abfällig zu beurteilten, schritt ihm Hauptmann Targe daS Wort mit der Bemerkung ab, er gestatte nicht, daß in seiner Gegenwart der Kriegsminister geschmäht werde. Die Nck" tionalisten machen sich über seine Empfindlichkeit lustig, während von der entgegengesetzten Sette sogleich verlangt wurde, daß der Maire von Rethel vom Amte abgeseßk werde. _______ Nach einem Telegramm der „TimeS" aus Shanghai wird aus deutscher Quelle berichtet, Yuanshikai, der Gouverneur von Schantung, habe die Zurückziehung aller außerhalb der Grenzen der Kolonie Ki- autschou befindlichen deutschen Truppen verlangt.. Die Deutschen wollen Yuanshikai nicht verletzen, aber auch nicht seinem Wunsche Folge leisten. Der deutsche Gouverneur habe sich darum nach Peking begeben, um mit dem deutschen Gesandten zu konferieren. Tie bereits kurz erwähnte Erklärung, die die Req gier un g von Kolumbien mit Bezug auf bett (Streit mit SSenejuela am 14. September in Bogota erlassen hat, lautet folgendermaßen: Die Regierung wird sich von dem Grundsatz, den sie immer in der auswärtigen Politik verfolgt hat, nicht abwenden, nämlich: unter keinen Umständen sich in bie inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, und die Regierungen solcher Staaten stets zu respektieren. Die Regierung ist sicher, mit dieser Politik das nationale Ansehen Kolumbiens zu erhalten, und die öffentliche Ordnung, welche durch Treulose gestört ist die, nachdem sie besiegt und aus den Grenzen zurückgetriebett wurden, mit fremden Aufständischen jetzt den vaterläudk scheu Boden überfallen haben. Die Kolumbianische Re-, gierung hat genügende Truppen auf dem Isthmus, um jeden Ueberfall dort zu verhindern. Falls es aber nötig ist wird die Regierung sich! auf die bestehenden Verträge berufen, um die Freiheit und die Regelmäßigkett des Verkehrs zu sichern. Diese Erllärung ist in einem Tagesbefehl enthalten, den der Kriegsminister an sämtliche Regierungspräsidenten und militärische Befehlshabererlassenhat._________ Aus Stadt und Land. (Der Mdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten rst nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." geftattet) Gießen, 20. September 1901. •• Auszeichnung. Dem Hilfsmaschinisten Wilh. Petri (ein geborener Gießener) zu Griesheim a. M., der sich am 25. April bei der Explosions-Katastrophe in hervorragender Weise und mit eigener Lebensgefahr an den Rettungsarbeiten beteiligte, wurde vom Kaiser das Allgem. Ehrenzeichen verliehen. ** Militärdieustnachricht. Markert, Ganuson-Verwall.* Kontrolleur in Diedenhofen wurde als Verwaltungs-Inspektor nach Offenbach versetzt. sogerrcrnir- : R. Dittmann. M-l ULr die Redaktion verantwortlich r. V. lammen Blasen- und Harnleiden Are heutige Kummer umfaßt 10 Setten. e Ikon des Abg. Köpp das Mandat für bcn zweiten Reichstagswahlkreis des Reg.-Bez. Wiesbaden erledigt war, stellte die freisinnige Volkspartei Wintermeyer auch als Reichstags- kandidatcn auf, und er siegte in der Stichwahl gegen den f. Reiskirchen, 18. Sept. Ob des guten Ausfalles unserer Gemeinderatswahlen herrscht hier überall eitel Freude. So- philosophischen Fakultät unserer Landesuniversität ein. F rie d- ich Schwallv studierte in Gießen und Straßburg Theo- 7. ___m.rn 1 «RA £7. ühtL. - Prof. Dr. Friedrich Schn-ally, der bisher an l oersttüt Straßburg wirkte, tritt, wie wir s» Z. berrchteteu, Altertümer Bd. I, 1901. - Der Gemischte Chor des evangelischen Arbeitervereins | hült am nächsten Sonntag von nachmittags 3*/, Uhr im großen Saale der Liebigshöhe zum Besten des Fahnenfonds eine Unterhaltung, bestehend in Theater, lebenden Bildern, Gesangsvorträgen und Tanz. Es sind bereits alle nötigen Vorbereitungen getroffen, sodaß angenommen werden darf, daß das Fest zur Zufriedenheit aller Teilnehmer aus- .füllt (f. Annonce m heutiger Nummer). 4- Von der Lahn, 19. Sept. Pfarrer G. Vogel-See- Herm (früher in Beuern) wird am Sonntag, den 22. Sept., ^nachmittags, in Winnen die Erntefestpredigt halten. Da (auch manche Leser unseres Blattes P. Vogel als Schriftsteller und Dichter hochschätzen, wird es ihnen erwünscht fern, davon Kenntnis zu bekommen. Der Festprediger versteht es bekanntlich wie wenige, seinen Zuhörern sorgfältig Erwogenes Herrle hat' 'M edler Form zu bieten. , , * Eir r. Sberstadt, 19. Sept. Gestern fand hier die diesjährige' " - - Dekanatssynode des Dekanats Hungen statt. Die Synode wurde durch einen auch von der Gemeinde gut besuchten —..o — — Y --7l-------------- . ■ , ■ _~ Gottesdienst eingeleitet, der Ortsgeistliche eröffnete diesen mit Konkurrenzkampf entkleidet die vom Arbeitsschweiß sich ungen an anderen GesckMen find im WittV-Korrent^De-^ einem Gebete; die Predigt hielt Pfarrer E n g e l - Obborn- Mästenden jeder humanen Gewandimg und zeigt ihre Wolfs- bttoren" mit enthalten und ber derlWMerbmrg baM Hofen über Gebet und Fürbitte Nach dem Gottesdienste natur in ganz nackter Häßlichkeit." W fanden die Verhandlungen der Spunde statt. Dekan Hetner . Brauuschwetg 18 Sept. Be. der htesigen. Kon- für d^»^u^^n aus Hungen begrüßte die Gemeinde sowie die Synodalen.fekttonsfirrna H. L. Weihe smd große WarendiebstaN--nt-j", NgeutUm der Leidiger Bank stehendem Wechseln sind .Zum ehrenden Gedächtnis der vier verstorbenen Mitglieder I worden, die auf 16 Jahre zurückdatieren. Der Inhaber der Konkurseröffnung insgesamt 10 046 864,56 Mk. ver- .erhoben die Anwesenden sich von ihren Sitzen; die bereits ker Firma schätzt den gesamten Schaden auf 200000 2Ju. korben. Sie waren also bei Eröffnung des Ver- vollzogenen Neuwahlen wurden genehmigt. Sodann wurde Die Diebesbande, die aus früheren und jetzigen Angestellten Ehrens nickst im Besitz der Konkurs-Verwaltung Diese der Rechenschaftsbericht vorgelesen. Pfarrer König von Bellers- besteht, ist ermittelt und zum Teil geständig. Durch Haus- toCnig Ausnahmen nunmchr abgelaufenw WechM ssi^. heim referierte über: Was haben die kirchlichen Organe 311 ^ung sind bereits Waren im Werte von über 20000 EDtt. nur zum geringsten Teil eingelöst wor^n. Erne Abschrerb-, thun, um das Lesebedürfnis des Volkes zu befriedigen. Er aufgefunden worden, die in den zwei letzten Jahren gestohlen ung aus Forderungen, M deren ^ch^ng die sowohl, wie der Korreferent Pfarrer W e i ß - Villingen, legten morden sind. Eine große Anzahl Personen soll als ^e^et w. ber in längeren Ausführungen sehr schön dar, wie der Geistliche L Betracht kommen. ± VÄe QÄS in seiner Gemeinde sowohl selbst, wie auch durch Mlthllfe »London, 18. Sept. Um 1.25 Uhr heute morgen S^grgcinen geringen Wert besitzen. Und in anderer zur Preffe, indem er diese mit guten Aufsätzen ver- wurde in Jnverneß em heftiger Erdstoß verspürt. 1^^.^ weil die betreffenden PfmidglLubiM sehen Hilst, viel dahin wirken könne, daß die schlechten Schriften Die Leute, die hierdurch aus dem Schlafe geweckt waren, £er sind, daß sie beAglich der ihnen verpfändeten aus seiner Gemeinde verdrängt würden. Ein anderes Mittel l^fen auf die Straßen und fürchteten sich, in die Häuser uni) selbstverständlich das Giro der Leipziger Bank tragen* zur Förderung der Volksgesittung seien gute Volksbibliotheken, zurückzukehren. Der Erdstoß dauerte drei Sekunden und war i)en W^sil sich auf die Bestimmung in 8 58 der Konkurs- deren Gründung, Leitung und Unterstützung ber Geistliche heftiger als derjenige, der im November 1890 Jnverneß be- Ordnung berufen können, und nicht nötig baden, E toaS' fiA angelegen sein lassen müsse. Die Slusführungen beider unruhigte. Das Personal der Eisenbahn, der Post rmd der sie auf Grund der Wechsel erlangt Haden, bei Verteilungen Herren fanden den Beifall der Synode. Vor der Debatte, Polizei war sehr alarmiert und begriff anfangs nicht, daß ein vorher von en ™ dt- recht lebhaft und anregend war, wurde Bürgermeister Erdbeben stattgefunden hatte. In vielen Wohnhäusern fielen auchrchtlrch wlw Gärlach-Eberstadt an Stelle des verstorbenen Ausschuß.,Gegenstände zur Erde und Schornsteine stürzten aus bet totrb 6«^. Mitgliedes Bürgermeister Bopp-Bellersheim zum Ersatz ge- Gegenstände zur Erde und Schomisteme stürzten.aus d^ — u. , , , , - - -, ,Straße nieder. Im Zentrum der Stadt war der Alarm am . Eröffnung des Konkurses ein großer Teil ver-, wählt. Das darauffolgende gemeinsame Mittagessen hielt bie Legten. Soweit bekannt, hat das Erdbeben sehr wemg Äänbet ein anderer Teil befand sich im Besitz von Synodalen noch einige Stunden zusammen. I Schaden angerichtet. Ein viel leichterer Erdstoß fand um Eubigern, die das kaufmännische ZurückhaltungsreM gel- f. Reiskirchen, 18. Sept. Ob des guten Ausfalles unserer 4 ^hr morgens statt. tenb machen. Gegen den Wert, mit dem die EffeKett« Gemeinderatswahlen herrscht hier überall eitel Freude. So- » Schüpfen (Bern), 18. Sept. Bei einer Attacke im Buch standen, ist ein erheblicher Kursrückgang zu ve-r- gar die obdachlose Gemeindefeuerspritze wollte ihre Freude zu ätzten Manöver wurde ein Infanterist überritten und ge- zeichnen, der in der Bilanz eingeschchtet werden mußie. erkennen geben und sprang mit einem großen Hopser in bie11öbtet, ein Dragoner stürzte mit seinem Pferde und brach Tas Communique sthließt: Bevorrechtigte Gläubiger stich Wieseck hinein, aus der sie am nächsten Morgen mit Hilfe ^s Genick. Fußtruppen und Reiterei wurden mehrfach in der Mla^ nM ^v^gehobm wo^en,tveck soLch^ einer Winde noch gerettet werden konnte. Nunmehr hat man handgemein. Ein Füsilier wurde von einem Dragoner mit mit AheblttchM M^en in ^trE aber die Spritze mit einer Kette an einen Baum angeschlossen, ^m Säbel schwer verwundet, einem anderen wurden bret ^menben ©ummcn a^f tüe^fü/ die nTtbevorr^Mw um ihr solch übermütige Sprünge em- für allemal unmög= I ^nger abgeschlagen. ! Gläubiger auszuwerfende Tävidende schlechterdings keinen! lich zu machen. I nennenswerten Einfluß ausüben kann. Nach allärem läßt § Griedel, 19. Sept. Unsere Darlehnskasse m.u.H., Xlorlrohr 4ltrrl kßtmrtffhrtft sich das mutmaßliche Ergebnis der Durchführung des: der anfangs dieses Jahres 107 Mitglieder angehörten, hatte DlMöel UNS USMSMrLiqUsU ^nkmsverfahrens dahin zusammenfassen, !)ah die für 1900 einen Gesamtumsatz von 119 591 Mk. 88 Pfg. mit Leipziger Bank. Am 10. September ist die Kon- bevorrechtigten Gläubiger ungefähr 50 Prozent ihrer Fon 101 Mk 68 Pfg. Reingewinn. kursbilanz der Leipziger Bank abgeschlossen worden. Sie perungen zuzüglich derjenigen Betrage erhalten werden, um § Vom höheren Vogelsberg, 19. Sept, ©eit einiger Zeit ist per 30. Juni 1901 ausgenommen, und ergiebt folgendes welche sich die Aktivmasse durch VerÜlbEg der sogenann^ tnirh i.nfpre ®eoenb wieder viel von Zigeunern Heim- Bild der Aktiven und Passiven: Akttva: Marktwechsel- ten Treberwerte und durch Geltendmachung des! Regreße wird unsere Gegeni) wieöcr mei Don ^igeunern geui Kaa 94« 96 Mk . Abicbreibuna rtPnPH die ki-überen T4rektoren und den früheren fftützungsgeldern aufgehoben worden. London, 18. Sept. In Grimsby wurde das Bureau des ^erei-Unternehmer-Verbandes von st r e i k e n d e n Fr s eh ern im demoliert, nur die vier Wände des großen Gebäudes stehen h. Das ganze Innere mit zum Teil kostbE Einrichtung ist r XI BLrnwn-Unte^tzunLfonds'-Konto 96 569 Mk., Baar-^po-1 demoliert und aus bie h-r»°gspa-v, JTrWFuF«nd m6it W» 21«* ture aus dem Sommernachtstraum bildete das Vorspiel I ungsunfahigen Aceeptonten 6^^fligeu ^bchselverpflich- zu dem Don Tanzlehrer Petersohn vortrefflich arrangierten teten Nicht ^gelöst w^en kEer^nd deshalb zur . Eröffnungsspiel „Der Blumen Erwachen", bei dem in präch- mellmng gelangen (rund) 16 000 000 Mart, zusammen tigen Kostümen 36 Damen und 12 Kinder mittoirften. Zum 56851418.04 A^k. n Schlüsse des Eröffnungsspiels überreichte Fräulein Stephanie I Aus den @tföutermtSeTt ffityta-Q ! Racke der Großherzogin einen Blumenstrauß. Mit Fräulein I geht Hervor, daß ^i der Mn^sbilcmz nicht ^berücksichtigt Racke waren einige der Kinder in der Hofloge erschienen sind diejenigen AktWen, tMche Mit den Geschäftsbezieh- und der Großherzog richtete an sie ffeundliche Worte. Nach ungen der Bank zu der Kafleler ^^rebertrvcknungsgesell- Harubremren, Hmmdraug, Harnverhawmg, Blasen- einem Blumenreigen erfolgte der schon zur Gutenbergseier schäft und deren Tochtewuntmmehmmigen rn Verbindung Katarrh u. s. w. finden Heilung ohne Demfsstönmg durch P>fnhrMaen den 110 ^tain^er Sckmlmcwcken stehen, sowie der von der Konkursverwaltiing gegen die vl9age " Das^besttI Konto^und^TeDflen-Konto 25 533948,96 Mk., Abschreibung! Spruches gegen die früheren Direktoren und den ' " gesucht. Es ist dies eme gliche ^ndplage.^ ste 8 500 000 Mk., Effekten-Konto Aufsichtsrat die Leipziger Bank erhöhen wird. Mittel, sie los zu werden, ist, daß man sie bald nach 577888042 Mk., Abschreibung 3 895 181,13 Mk., sonach "" . . —------ Ankilnft im Orte durch die Polizeiorgane weiterttanspottleren 899P0 Mk., Kassa-Konto 866 330,50 Mk., Coupons- und ÄrbEitElbfHJinUlUL läßt. Eine praktische Einrichtung hat m dieser Hinsicht ^4945,34 sÄ, Pfand-Konto 1 456081,30 Mk., Evt. Der Geuerackstreik Gendarmeriestation Grebenhain getroffen, die sämtliche an- Psand^insen und Provisions-D)ebitoren-Konto 13 591,15 Mk.,I ter'ist ' wie der Vorwärts" mittellt, kommenden Zigeunerbanden sofort, nachdem sie davon Kennt-1 Konto-Korrent-Konto 128 492 961,28 Mk., Abschreibung unterstüyungsgeldern ' " ' 7 ms erhalten, über das angrenzende preußische Gebiet beför- 100 877 323,71 Mk., sonach 27 615 637,57 Mk., Mobiliar-Konto Pnnbntt. 18. S. Lern lässt 46 601,95 Mk., Hausgrundstt'lcks-Konto 3 482 626,64 Mk., Fehl- Fische IQ ta.hf ^0- Vsiimensest in der Stadt- betrag 43301095,04 Mk., zusammen 86821616,04 Mark, völlic , M a i n z,19. Sü)t. >.av ^0 l umens e st in ber E/t r . Beamten-Pensionsfonds-Konto 868 983,60 Mark, noch, halle fand gestern abend bei sehr gutem ^sucbe statt. ^n ^eamten-Unterstühungsfouds-Konto 96 569 Mk., Baar^Depo- demo besonders her gerichteter H^floge nahmenPlA dav^t^nterirugun^r Check-Konto 2 456 399,07 Mk., Verb, v w w „ Muna dieser Werte, trenn. , J ,v *ntt I suh /r«, k.,,.i^^bervor- Laborator., Stuttgart. nona gezierren ^uuuiu^ un iity vorveibewegen alisierung dav Endergebnis des Konkurses kaum in y^nor Niederlagen in Gießen: Pelikan-Apotheke tt. Univerfitats- ließen Der Großherzog unterhielt sich anscheinend äußerst ragend günsttger Weise beeinflußt werden kcmm. ^ ^ug ^rpotheke zum goldenen Engel. 614, verfügt mit dem O^rbürgeiMieister, auf dessen Frage, auf die Regrevanspruche ist daraus ^atoe^ -----—----------------- wie es ihm gefiele, der Landesfürst lachend erwiderte: „In vmi der Konkursverwaltung erhobenen Regr.mich uch Mainz gefallt es mir immer sehr gut." Nach,seitens der früheren Direktoren und ckufilchl- Beruf Landwirt. I Hauptsache zinsbar angelegt sind. Zum KDMo-«vrrerw- getretenen ©e»pttmro wirb bemerft: Don der Gesamtsumme bei Konto- non^cyastsanwalr ^Btt^ett?^che^B^/Ä^ ÄÄ Landtags gewählt. Mchdem im Jache 1897 durch| c^c6^i^^e Beträge abge^gen werden. Zu-laMt find a^ bcn Debitoren alle Konten ausgeschieden, wtstche sich als bie Kasseler Treber-Trocknungsgefellschaft und betressenb barstellen. Sie sind mit rund 56 5M000 Mk. lf „ - angenommen. An der früher gemachten Angabe, bah das ultramontanen Kandidaten v. Fugger. Im Sommer 1898 Treber-Engagement sich auf insgesamt 87 Mill. Mark bo-. wurde er aeaen den Sozialdemokraten Dr. Quarck wieder- laufe, ändert sich hierdurch nichts, denn Mich im Wechset^ ' I Ztonto sind bedeutsame Treber-Werte enchalten, und auße.0- I be-m treten zu dem Treber-lfti^agement noch, 4400000 Mk. für Bürgschaften unh Dhligationen-Garantien, denen auf ber Aktivseite kein Posten gegenübersteht. Ferner ist ber , A 1R Kent Aus dem hiesigen Blei- Gesamtbetrag des Aecept-Kontos mit 28 589 863,77 Mk. ab- M°ch°rn,ch. 18. ©ept. Jlur Bern w B * tttiori)en. £ bie Leipziger B. o; ver^teteu ^0ie E^^^'^ellnng. werden kann. Die Re §reMagettt (unter VorbehÄt ein« mtt dem Beginn des WmtersemesterS m den Lehrkö^e der Wiesbaden, 19. Sept. Gestern ist zu Brunnen in der Erhöhung des Anspimches) öunäckH wegen 10 Mitt^M^k philosophffchen Fakultät unserer ^r^esuniversttat r5o* Schweiz der parlamentarische Vertreter der Stadt Wiesbaden, erhoben. Eine hoher-Ä rich Schwally studierte m Gießen und Straßburg Theo- W 8 P“ Neickstaas- und Landtags - Abgeordnete das Vermögen ,amtllcher Mitglieder der Dwemon und We unh arische Sprachen WRiÄ« M *« Herzschlag andern L-n Ln-7siNL^ P"X188t " n^n^fi«tteSkafi6utq ftr femttiiche p's'-n nwrden. Nach im 2-rnf-d-sTageSwaren bet ferner Betvrg va.t ungefähr 7 Müll Mark Die Sttäu^g-N ^phtschen Fakultät der Unwerltt-ft Sttaßburg Pir leimip-pe $rief unb cinc Karte emgelausen, warm er fein bemerken beS. des LfsaLnt-a: Heute betragtderbare Kaffen. Sprachen und Geschichte und wurde J-m>ar 1900 zum u^ra Wohlergehen meldete und die Heimkehr in wenigen Tagen bestand in runder Summe 18 Mill. Mark, d^e ru der -rdinarius ernannt. Außer zahlreichen ZeMchnstenauss ^en Aussicht stellte. Wintermeyer ist von Beruf Landwirt. Hauptsacbe zinsbar angelegt sind. Zum Kmtto-Korrerch- sind van ihm erschienen: Geschichte £ '^tttschen Var- m zurüü. ' ~ ' $ ~ ' --------- “ stellungen vom Zustchlde nach dem Tode, 1892. Idiot^on ^osscnschaftsanwalt Schenk zum Mitglied des preußischen be{j christlich - palästinischen Aramaeffch, 1893. Kutturl^ ,, ioa<7 s»» Tnh des alten Orients (in Hellwald's Killturgeschichte 4. Aust.), 1696. — Kultur de? Islam im Mittelalter (bei Hellwald 4. Aufl.), 1897. — Ibrahim ibn Muhammad al-Baihaqi, (öiab al-Mahasin val-Masawi, in arabischer Sprache, Bd. I, 1900. — Baihaqi, Bd. II, 1901. — Semitische Kriegs- Gascokes. Mer W Wei ul IMerlp! I Kaffee Tbee der am 1. Oktober d. Mr den Centner ab CD WmAeigervilg. ä Dienstag den 24. d. Mts., 'S 1,80 Mk. 1,8Ö ML CD Kreuzplatz 5. Lindenplatz 5. Lennep er Fabrikate J> W. Schulhof, der modernen Die herrschafttiche Villa ————— -------— I 'VlUU IW I) liiitto ff! 50 Kilo Mk. 2.75 j zu verkaufen. _62071 frei ins Haus empfiehlt 5486 Ofen-Politur. * frei ins Haus empfiehlt 5486 6204 Das Kommando, Submission die 4.—, 6, 1299 Kartoffeln Zwiebeln n* 8* z 2 * 2000 V) 5 20 Gew. = Mk. 53 Aedes Matz wirb sofort «»gefertigt. 4424 reich. 5689 3n uvrhnufcit 'M. 2000 2000 2000 2000 2800 4200 Zuckerwaren Biskuits io 3 6 2 2 02 O (D 1 E O ist dla Krone 'aller KaffBEverbesserungsmiifel, Herd 6287 ro 3 3 J. Hankelj 6 Schloßgaße 9kr. 6. I cd empfiehlt JB StÜHDCr General-Debit, Slrassbora i. L Wiederverkäufen w. gesuoht Aehnliche Anerkennungen laufen fortwährend ein. Muster franko oyne Kaufzwang. i> roten Rüben ■ weißen Rüben ■ gelben Rüben , Meerrettig Französ.Cognac pro Fl. Mk. 8.—, 4.—, 5.—,6.—. Alleinige Niederlagen bei; H. Gengnagel, Giessen, Nenen-Bäne 10, Konsum-Halle Heuchelheim, Inh. W. Schmitt, Ant. Conr. Müller, Lang-Göns, Kolonial- und Eisenwarenhdlg Aug. Seibert, Wleseck. lac. Sommer II., Zum Löwen In Watzenborn. . Zuletzt verzeichnete französische Cognacs sind aus französischen Weinen in unserer Brennerei gebrannt. Wir ersparen dadurch an Eingangszoll cä. Mk. 1.50 pro Flasche und sind wir dieserhalb im Stande, bei gleicher Preislage einen wesentlich besseren französischen Cognac zu liefern, als die Brennereien in Frank- H? Fussböden und Treppen, staubfrei, trocknet sofort und klebt nicht, * empfiehlt in 1-LiterKrügen b 1,00 Mk. und lose gewogen. Gustav Walter, Mausburg 13. B CD m** sN (J? CD CD B rö B CD B tdti Stadtverordneten - Beschlusses vom 20. Juni d. I. PreiSewDigmg Mieter teofes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt wie folgt: J Mr unsere Kliniken soll Lieferung von 25 Cfr. Aepfeln 650 „ Kartoffeln Tpllr- md Leihklisse Gießen. Einladung. Die Vertreter'der Vereinsgemeinden werden zur ersten Samstag -eu 21. lfd. Mts., nachmittags 3 Uhr, tzn Saale der höheren Mädchenschule dahier sSchillerstraße) statt- findenden Haitptversammluug emgeladen. Tages-Ordnung: Wahl der Mitglieder des Verwaltungs- rates und Vorstandes. Gießen, den 3. September 1901. 5972 Direktion der Spar- und Lethkaffe Gießen. Wiener. weber’s Karlsbader Kaffeegewürz ist die Krone aller Kaffeeverbesserungsmittel. 804 Weltberühmt als der feinste Kaffeezusatz. Qfye geräucherte Franks. BratVnrstchen von heute ab stets frisch und vorrätig ä Paar 25, 30 und 35 Pfg. Eigene Fabrikation. F. Schreiner Seltersweg 65. 6105 Verkaufsstelle: 1,20 Mk. 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Die Lieferungsbedingungen liegen nachmittags von 3 bis 5 Uhr aus dem Verwattunasbureauoffen. Offerten sind versiegelt und mtt entsprechender Aufschrift versehen bis zum 19. Oktober d. I., vot> mittags 12 tthr, aus dem erwähnten Bureau abzugeden. ^'»LÄchlagsfrist erfolgt bis zum 29. Oktober d. I. Gießen, 16. September 1901. I .^roßh. Verwaltungs-Direktion oer chirurg. und ophthalm. Univ.- Klimk. 6189 Poppert. Vossius. | In guter Familie Darmstadts finden 3 bis 4 Pensionärinnen, welche die DarmsL Lehranstalten besuchen wollen, freundliche Aufnahme. Beste Empfehlungenvorhanden. Gesang- und Klavierunterricht kann im Hause erteilt werden. Näheres bei Fräul. Helene Der«, Victoria- srraße 58, vom 1. Oktober GrafenstratzeZb, Darmstadt. 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Die roid)tigeren Abweichungen Bin den seitherigen Fahrplan darauf in einer Zusammen- ung angegeben. 62851 Frankfurt a. M., im Sept. 1901. Königliche Eisenbahndirektion. Kamin Ofen nur mit Stückcokes 1,15 Mk. Nußcokes Nr. 1 .... . 195 Nutzcokes Nr. 2 i,gg n Dei gleichzeitiger Entnahme von mindestens 200 Centnern: Stückcokes 1,10 M. Nußcokes Nr. 1 1,20 NußcokeS Nr. 2 1,25 ’ Cokesabnehm^, welche zwei und mehr Doppelwaggons btziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Zentner. ..Mr Aufuhr an baS QanS werden 5 Pfennig für den Eeutner berechnet. M. Sofern das Verbringen der Cokes auf die befr. Lagerplätze «Keller, Stall re.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centn er i Cokes statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der Slrinoertaf schm CssMg \ von 1 bis 5 Centner ^bestehen, nämlich bei den Herren: Joh. Kischer, Alicesfraße 19, t. Hof, Löwengasse 11 und Bahnhofffraße 33, ebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Lrcherstraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. , . M^Firmen berechnen obenftehende Preise unserer Gascokes fcmtt Anfuhr rote das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch tn Mengen unter 5 Centnern. 11 Gießen, den 21. Juni 1901. Städttsches Gas- und Wafferwerk Gießen. __I- V.: Edm. Wetter. 43881 Rheinlsehes 4 2 03 Technikum Bingen! f. Maschinenbau n. Elektrotechnik. Programme kostenfrei. Mmrlmf. 11 ENAMELINE m ml Amon Aepselverßeigermg Dienstag den 24. d. Mts., von vormittags 10 Uhr an, sollen die der Gemeinde Lauter I zustehenden Aepfel, in den vorzüglichsten Sorte» und voll-1 hängenden Bäumeu, stammweise versteigert werden. Der Anfang ist an der Kreis-1 sfraße Lauter-Wetterfeld, 20 Mi- nuten von der Haltestelle Wetter- feld. W ~ Lauter, den 17. SepL 1901. (Ihnpfiladfi Sd “ I Dampf - Kaffee-Rösterei. Verloren Mtteral. Gegen Belohnung ab- zugeben Lüberstratze 5, II. “■ Königreich Sachsen. E— Technikum Hainichen^ für Maschinen- n. Elektroteohnik. Praktikum f. Masch.- u. Elektrot. HM Staat). Ober aufs. Progr. kostenfr. MM ^ssr Kaisers Kaire "Z* ÄrsCarJs^.