Erstes Blatt. 1151. Jahrgang. Mitttvoch 21. August 1901 n*in '• «M« Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Meiner Ansicht nach ist er der Thäter oder Marten. Click ttll SU Adresse für Depeschen, Anzeiger Sichen. FrrnsprcchanschlußNr.bl. 2taatsanwa.lt Meyer: Ich lege^kein Gewicht auf solche allgemeinen Reden der Leute. ielle für ■MöW. assbaum, mitMarnaor- i. Messi ogbeechlÄgei and höher. lum, mit Marnie Mmingbeecbläge löher tteeeingbeBcbläger. höher. Nussbaum, eintb? prima Cryetallgta l höher. glatte Faym, Mk 42 und mit Muschel-Auk . 48 und höher. i Preislage: Zeuge Dragoner Tuszyk: Hickel kam in den Stall und sprach eine Weile mit dem Unteroffizier Bunkus und dem Sergeanten Schielat. Tann ging Hickel weg. Nachher kam Unteroffizier Marten in den Stall und fragte, ob> seine Abteilung schon in der Reitbahn sei. Bunkus und Schielat sagten, daß die Abteilung bald herauskäme. Marten fragte nach seinem Säbel, schnallte ihn um, und ging eiligst fort. Präs.: Sah Murten dabqi, erregt aus? Zeuge: Tas kann ich nicht sagen. Präs.: War schon die Nach^ richt vom Tode des Rittmeisters im Stall verbreitet? Zeuge: Nein. Präs.: Ter Unteroffizier Tomning soll die Nachricht in den Stall hineingerufen haben. Zeuge: Nein. Er sagte an der Thür etwas zu den Unteroffizieren, was wir nicht hörten. Präs.: Früher haben Sie ausgesagt, Marten hätte bei seinem Eintritt in den Stall ganz wild ausgesehen. Bert. Horn: In der Hauptverhandlung hat Tuszyk stets betont, daß ihm nichts Besonderes an Marren ausgefallen sei. Zeuge Dragoner M i n u t h ist der Meinung, daß Hickel etwa um 4 einhalb Uhr in den Stall kam; Hickel sprach dann etwa 10 Minuten mit Bunkus und Schielat. Sodann ging er fort. Etwa um 4 dreivertel Uhr kam Marten sehr eilig in den Stall hinein. Er schien sehr erregt. Do Mining wird aufgerufen. Präs.: Sie sollen jetzt aussagen, Domning. Bedenken Sie, damals saßen Sie auf der Anklagebank und konnten aussagen, was Sie wollten. Heute geht das nicht mehr. Heute niüssen Sie als Zeuge die reine Wahrheit sagen, und dürfen auch nicht etwa denken: Es sind meine Kameraden; ich will sehen, daß ich ihnen helfen kann. Erzählen Die also die Vorgänge im Stalle. Tomning: Jäh war im a-b-Stalle. Erscheint täglich mit Ausnahme deg Montags. Oie Gießener Zamilien- »lStter werden dem An- »nger im Wechsel mit „Hess. Uandwirt" und „Blätier Mr Hess. Volkskunde" vier» »ick wöchentlich beigelegt. ■ unetjme von Dnzrtgen I* »er nachmittag» für den retgenben Tag erscheinenden MPmmer biS eorm. 10 Uhr. «ddestellungen spätesten» abend» vorher. aBirJicßn bann alle hin und sahen durch da-Guckloch in die Reitbahn. Marten trat, als der Befehl gegeben wurde, es mögen die diensthabenden und die dienst- sreren Unteroffiziere besonders antreten, zu den diensthabenden Unteroffizieren, Kriminalkommissar von Bäck- maun ichnauzte mich an, und sagte zu mir: Niemand hat Hiclel im Rekrutenftall gesehen, nur Sie! Sehen Sie sich vor, ich lasse Sie einsperren! Sie stehen mit einem Fug rm Arrest, Präs.: Damals konnten Sie als Mitangeklagter sagen, was Sie wollten. Jetzt müssen Sie sich vvr- sehen. Bedenken Sie, daß Sie beschwören müssen, was Sie hier diesmal aussagen: Downing (sehr fest und bestimmt : Jawohl, das kann ich beschwören. Marten ritt am Morgen das Pferd „Isidor". Dragoner Krause sagte: da liegt das Aas! Nach der ersten Vernehmung sägte Hickel zu mir: Es ist gut, daß ich zur kritischen'Zeit im Stall gewesen bin. ^ann fragte Hickel mich: Was haben Sie denn darüber angegeben, wie lange ich mich im Stall aufgehalten habe? Ich glaube, ich erwiderte ihm darauf, zehn Minuten! Hickel: Kriminalkom. v. Bäckmann ging umher und sprach davon, er suche jemand mit schwarzen! Schnurrbart. Darauf sagte ich zu Domning: Es ist ein wahres Glück, daß ich im Stall war. Ich fragte Tomning, was er über die Zeitdauer meines Aufenthaltes im Stall denn angegeben hätte? Er antwortete zehn Minuten ! Marten: Tomning wird bezeugen können, daß, wenn ich erregt war, dies auf den Schnaps zurückzuführen ist. Ich verkehrte viel yrit Tomning, und er wird bekunden können, daß ich nur wenig vertrug. Domniug: Marten trank wenig. Hickel: Erinnert sich Tomning, wie wir im Stall mit einander von Kaisers Geburtstag sprachen? Ich habe ihn auch gefragt, wie die Marie Simoneit. die Braut Martens, aussehe. Tomning: Jawohl, darüber! haben wir uns unterhalten. Zeuge Sergeant Schielat schätzt die Zeit des Eintretens von Hickel in den Stall auf 4 Uhr 40 bis 4 Uhr 45 Min. Do innig: Ich bin der Meinung, daß es früher gewesen ist. Präs.: Kann vielleicht Hickel nach der That schnell in den Stall gelaufen sein und sich dort im Dunkeln versteckt haben? Tomning : Nein, er sprach sehr ruhig. Schielat: Ja, er war ganz kaltblütig und ruhig. Krause machte eine unziemliche Bemerkung. Darauf sagte ich zu ihm: „Halten Sie die Fresse" (Heiterkeit). — Nach kurzer Beratung beschließt der Gerichtshof, Domnin g zu vereidigen. Dragoner Witt und Eisenblätter bekunden, daß Hickel in den Rekrutenstall kam und anordnete, daß die Lampen angezündet würden. Es war zwischen halb und dreiviertel 5 Uhr. Dragoner Madlick hatte die Aufgabe, die Lampen zu besorgen. Hickel hatte in seiner Eigenschaft als Quartiermeister die Aufsicht hierüber. Er gab auch die Putzlappen aus. Hickel: Ich bitte, den Zeugen zu fragen, ob ich ihn nicht mehrmals „angehaucht" habe wegen schlechten Brennens der Lampen. Madlick: Das weiß ich nicht mehr. Dragoner Staguhn hat zwei Tage nach dem Morde im Stalle erzählt, daß Marten gesagt haben soll: Der Hund muß heute noch Farbe bekennen. lule. !* 2 bis 5 Uh, AykN. .R'Nergui NorddeM 'N», ttiftttt tbttii iure, uetnettn ^UQtuitiir .. Katz? Bezugspreis Vierteljahrs Mf. 2.20, monail. 75 Pfg. mitBringcrlohn; durch die Abholcsicllen vierteljährl. DU. 1.90, monail. 65 Pfg. ei Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. «Ule Anzeigen-Dermin lung», ..cll n dcS Jn.und AuSlondeß ehmen Anzeigen für den chießener Anzeiger entgegen^ jeilenprtiß. lokal 12 Psg^ auSwärlS 20 Pfg. Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk vor dem Oberkriegsgericht. (Vierter Verhandlungslag.) G u m b i n n e n , 19. August Präsident: Es ist ein Bericht eingegangen an die zweite Division betr. Ermittelungen, die über die Aeußerung eines Unteroffiziers des Gardekorps gegenüber dem Ge- fckstiftsagenten Tolstnann angestellt wurden. Diesem Unter- rfsizier gegenüber soll der Wachtmeister geäußert haben, daß Hickel der Mörder sei. Tas Gespräch zwischen dem Unteroffizier und Tolstmann hat in dem iiellnerinnenlokal von Fohr in Potsdam stattgefunden. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen Amtlicher Teil. Bekanntmachung, betr.: Gesuch der Garnison Verwaltung von Gießen um Genehmigung zur Aufstellung eines neuen Dampfkessels zum Betriebe der Garnisonwaschanstalt. Die Garnison-Verwaltung beabsichtigt, für die Garnison- Waschanstalt in der Gemarkung Gießea einen feststehenden Dampfkessel zu errichten. Wz LPläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, oom Erscheinen dieses in dem „Gießener Anzeiger" an ge rechnet, auf dem Büreau der Großh. Bürgermeisterei Gießen zur Einsicht der Interesienteu offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei -Ulcibung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Gießen vorzubrivgen. Gießen, den 16. August 1901. Großherzogliches Kreiscunt Gießen. _________v Be chtold. Bekanntmachung. öetr.: Die Besetzung der Bauschätzerstellen im Kreise Gießen. Der Bauschätzer Herr Andreas Otto zu Gießen hat um Enthebung von dem Amte eines Bauschätzers im I. Be- ifc! unseres Kreises nachgesucht. ES ist diesem Antrag NUN' «ehr entsprochen und zu seinem Nachfoloer der seitherige Stellvertreter des I. Bezirks und Bauschätzer dcS II. Bezirks, Architekt Ludwig Seuling zu Gießen, ernannt Warden. Zugleich find dem Bauunternehmer Herrn August Scheppelmann dortselbst die Funktionen eines stell' vertretenden Bauschätzers im I. Bezirk und dem Architekten Herrn Heinrich Kockerbeck dortselbst die Bauschätzerstelle des II. Bezirks übertragen worden. Gießen, den 16. August 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Präs.: Des besseren Verständnisses halber wollen wir folgendes feststellen: Zuerst kommt die Reitbahn 1, der That- ort, dann nach einander der Krümperstall, der eine Wand ohne Thür hat, dann der Remontestall, der a-b-Stall, der c-d-Stall, zuletzt der Rekrutenstall, endlich die Reitbahn. Tomning: Um 4 einviertel Uhr ging ich durch den a-b-Stall nach dein Rekrutenstall, um die Lampen -y/ Prüfen. In meinem Beritte im a-b-Stalle hatte ich sie anzünden lassen. Als ich zurückkam, sah ich, daß sie erloschen waren. Es war kein Petroleum darauf. Im Dunkeln sah ich Hickel. Als ich zu ihm hingekommen war, fragte ich, weshalb es finster wäre. Wenn 'der Rittmeister in den Stall komme, so mache er Krach. Präs.: Wie lange war Hickel bei Ihnen? Tomning: Ich glaube, es war vor halb fünf. Hickel ging in der Richtung nach dem c-d- Stall, von wo er gekommen war. Vielleicht nach zehn Minuten kam der Gefreite Bandilla mir seinem Pferde herein und erzählte, der Rittmeister hätte sich mit seinem Revolver erschossen. Ich lief hin nach dem Guckloch der Reitbahn. Dort sah ich, wie der Rittmeister blutig am Erdboden lag. Schnell lief ich in den Rekrutenstall und meldete dort den Vorfall. Im Stall traf ich Schielat, Bunkus und Hickel. Hickel sagte: Das ist doch aber Ond alles hot m'r recht gä'. in „Ha", hot d'r Hannesle g'sagt, machet Sie doch emol's Signäle nuf, wenn Se 's Loiterle net hent!" — „D'r Hannesle hot 's Loiterle net", hot also d'r Zug- moischter zum Kondeteer g'sagt ond der hot's em freie Burger g'sagt ond der Hot die Nachricht wieder onterin Publikum verbreitet. Aber desmol Hot sich d'r gwaltig schwäbisch Volksgeischf nenune bändige lasse. „Morom Hot d'r Hannesle 's Loiterle net?" Hot älles durchenander g'schriee. „Hannesle, moram de 's Loiterle net hübscht?" Hot d'r Zugmoischter de Hannesle g'frogt, ond der Hot ganz ruhig g'sagt: „Spa weil i 's net send." Er fend 's net, Hot d'r Zugmoischter wieder zom Kondeteer g'sagt, und der ond d'r frei' Bürger hent's wieder weiter g'meldet. Dodrufna ischt en Haine Auge-- blick e Stillschweige ei’trete. Denn Korner Hot g'wißt, was jetzt en dem schwierige Fall wohl am beschte z'mache wär. Endlich Hot d'r freie Bürger, der überhaupt d'r g'scheitescht von alle g'wä ischt, 's Maul ufg'macht ond Hot g'sagt: „Ha", Hot ’r g'sagt, „na soll d'r Hannesle doch sei Loiterle sueche!" — „Jawohl, so ischt's", Hot älles mitg'schriee, der Hannesle soll uo sei' Loiterle sueche!" „Guet d'r Hannesle ist also furtgange and hat 's Loiterle g'sucht, and d'r Zugmoischter ond d'r Kondeteer und d'r freie Bürger send mitgange und hent ehm sucha helfe ond 's Publikum ischt wieder beruhigt cn d' Wägete en 's Loiterle. In der Halbmonatschrift „Schwabenland" veröffentlicht !'■ Diehl „E schwäbisch's Eisenbahn-G'schkichtle von Anno 2»zumol", ein köstliches Jdpll, das selbst Herrn Eisen- bahnmüiiftcr Thielen herzliche Freude bereiten könnte. 6c erzählt: ei'g'schtiege. Endlich noch eine Weile ischt d'r freie Bürger wieder komme ond Hot g'sagt: „Jetzt ischt älles en Ordnung", Hot er g'sagt, ,,d' Frau ^tationsmoischtere Hot 's Loiterle 'braucht zom wege Vorhäng' en ehrer Schlafstube nuf- z'macha, and Hot vergesse, 's Loiterle wieder herz'gebe. Also e Dienschlvergehe liegt kois vor; vom Dienschtpersonal trifft koin d'Schuld." „Ha, des Han i jo glei' denkt", Han i mi na zom erschtemol v.'ruehme lasse. Tenn i geh emmer. erscht d'r Lach' uf de Grond, eh'n i was schwatz. M t in n MW O-nterdessa hot's drauße au' scho' g'schriee: fertig! — Mitte fertig! - Furt!" — Und 's Zügle ischt lt. 24000 „Moram 's Signäle net nufkäm?" Hot d'r Kondeteer weiter g'frogt ond d'r Zugmoischter, der onterdesse' au' heuterekomme ischt, Hot e psiffig's G'sicht g'macht ond Hot e Weile nochdenkt; rro Hot er sich romdreht ond hat zu eme jonge Kerle g'sagt en ere blaue Kapp', der d' ganz' Zeit mit de .Händ en de Tasche dog'schtande ischt ond pfiffe Hot: „Freund ich ben's zufrieden, geh' es wie es will", also zu dem Hot er g'sagt: „Hannesle, Hot er g'sagt, „worum machscht d' denn 's Signöle net nuf?" saumäßig o’guet worde ond hent mordsmäßig g'schempft onter enander, ond oiner Hot wieder sein Kopf zom Felnsch- terle naus'schtreckt ond hat g'schriee: „Aber jetzt rnöcht' i als freier Bürger, der fei’ Schteuer uf d'Sekond na’ zahlt, wisse, morom 's Zügle so lang do hält." „Ha, i han's Ehne doch scho' g'sagt", Hot der Kondeteer g’nwint, „i woiß 's au net." Doderbei Hot sich aber der Bürger, der sei' Schteure so pünktlich zahlt Hot, net beruhigt. Kotz Heidegugug, Hot ber$ 'schempst! „Te'scht koi' Auskonft net für en solide Bürgersma'", Hot er g'sagt, „wenn Sie jetzt net glei’ de Zugmoischter frogel, morom 's Zügle net weiterfahrt, no beeng i die G'schicht vor de Landtag; denn mir scüd freie Bürger en onserm Wirteberg", Hot er g’sagt. Ha, do hättet Se emol des verschrocke G'sicht von den Kondeteer sehe solle, meine Herra. Glei' hot er vorg'rufe an d'Lokometiv: „Herr Zugmoischter, moram goht denn 's Zügle net weiter? d'Herra d ahente schernpset scho ." Dodrufna Hot m'r e Schtemm' von vorne g'hört, die hohgs 'sagt: „Ha, weil's Signale no' uet nufg'macht ischt." — „Ha, weil's Signäle no’ net nufg'macht ischt", hot d'r Kondeteer 'em freie Bürger weiter g'meldet, ond d'r freie Bürger hot wieder fein Kopf zom Fenschterle rei'zoge ond Hot zu ons g'sagt: „Ha, weil's Signale no' net nufg'macht ischt." No, no send in er natürlich wieder beruhigt g'wä. Denn's Signäle Hot natürlich z'erscht drobe sei müsse, des ischt jo selbschtverschtändlich; ohne Signale derf koi Zügle weiterfahre. Wie aber 's Zügle ällsg'rnach a halbe Schtond do g'schtande ischt, auschtatt oiner Minut, do Hot älles a'g'fange z'tobet wie d'Wilde; älle Fenschter hent se uf- g'risse ond ausg'schtiege send sogar a Baar, ond älle hent g'schriee, so thätet's em „Beobachter" brenge, ond em Polizeideaner a'zoige ond en's B'sch-verdebuch ei’tragc. Kurz, de ärgschte Trohunge hent se ausg'schtoße, and zom Schluß Hot d'r freie Bürger von vorher wieder de Onter- handler g'macht ond Hot de Kondeteer g'frogt: „Ha, morom kommt denn 's Signäle net nuf?" I woiß gar nit, was die Herra emmer an anserm dähnle ausz'setze hent; em oine fahrt's z'schuell, em andre z'laugsam; em oine send d'Eisebahner z'schueidig ond z'grob, sascht wie en Preiße, ein andre senk se z'gmietlich, zsckwäbisch; aber schempfe thuet e jed's über se, z'friede ischl^kois. Ond wie o'recht hent se! Ma' mueß ebbe emmer Sache uf de Grond gehe, no klärt sich emmer älles uf. To will i Ehne, meine Herra, emol e G'schicht verzählei, iie emol uf unserrn Sekondorbähnle passiert ischt, ond wo i ou dabei g'we ben, ond wo älles au saumäßig g'schempft jot uf's Zugpersonal ond d' Bommelei, ond wo sich zom Schluß älles ganz natirlich ufKärt Hot. Also, m’r send mit em Zügle von Gschtüdlinga weg- jsahre ond älles ischt gangn wie am Schnür le. Bärig ■irnf Minute Verschpäteng hent m’r g'het bei d'r Abfahrt; ld'r Zugmoischter ischt selber gang schtolz gwä deswege, Md uf d'r Fahrt ischfs gange wie d’r Blitz. Erst en Äifhnge hot's langer g'halte. Oi Minut hätt' solle Ausent- t sei'. No', daß fenf Minute draus worde send, doderbei tyt ncamer ebbes g fonde. M’r hent jo erscht fenf Mi- mutc Verschpätung g'het, des Han i scho' verzählt. Also 2i'r wartet ruhig fenf Minute. Wo's 7 ond 8 Minute worde ftnb*, Hot oiner von ons Baddaschör g'moint: „Ha, do ward «äe-iil-a Zugkreuzeng sei'; doderbei geit’s emmer Verschpät- W-" — „Ha jo, so wurd's fei’", hent d'andre g'sagt ond tynt ruhig weiter g'wartet. Wo's aber a Viertelschteudle Mden ischt, ond 's Zügle ischt no net weiter g'sahre, jifiib d'Leut so o'ruhig worde, ond am End ischt oinär uisg schtande ond hot's Fenschterle ufg'macht ond Hot cn Moukelheit, die enzwische ’rei'broche ischt, nausg'schriee: ,Lie-, Herr Kondeteer, ischt hie a Zugkreuzung?" — „Noi, Herr le!" hot der Kondeteer g'sagt, ond dodurshe' Hot sich Me-- wieder beruhigt ond Hot weiter g'wartet. ^ber d’r Goischt d'r O’ruh ischt doch^ scho' en's Publi- m nei’g'fahre gwä. Denn kaum hent m'r fenf Minute taijjsr g'halte, do Hot scho' wieder oiner von de Baddaschör I«n ilopf zom Fenschterle uausg'schtreckt ond Hot g'schriee: «-eie,. Herr Kondeteer, morom hält denn ’s Zügle so lang E.' ~ i.woiß au net", Hot d'r Kondeteer g'sagt, ond «dnufhe' Hot sich älles wieder beruhigt. Aber, wo's no' länger dauert Hot, send älle Reisende v : „Heute — Vorne fertig! — Aelles fertig! ischt mit drei Viertelschtednle 23er- chpäteng wieder weiter g’saust wie e siediger Blitz. 's Publikum aber Hot sich aus dera G'schicht wieder emol die alt Lehr ziehe könne, daß m’r z’erscht d'r Sach' uf de Grond gehe soll, eh m’r z schempfe a'fängt. Denn älles Hot g'wehnlich sei ganz natürliche Ursach! auf den Transportschiffen im Reichsgebiet wieder eintreffeu, können Briefe und Postkarten wie bisher portofrei abgeschlck werden. Solche Sendungen sind vom Absender mit dem Vermerk „Durch das Martuepostbureau in Berlin- zu versehen. Für den Postverkehr mit den Truppen der ostafiatischen Besatzungsbrigade und der Besatzung des KiautschougebieteS gelten vom 1. September an folgende Bestimmungen: Briefe, Postkarten, Drucksachen, Warenproben, Geschäftspapiere und Postanweisungen unterliegen den inländischen Portosätzen und Gewichtsgrenzen. Dasselbe gilt für die Besatzungen der deutschen Kriegsschiffe in Oftasien. Es treten jedoch folgende Sonderbestimmungen in Kraft: Für Briefe von mehr als 20 bis zu 60 Gramm Gewicht an oder von Angehörigen de- Heeres und der Marine, die nicht im Osfijiersrang stehen, beträgt das Franko nur 10 statt 20 Pfg. Druck fachen und Geschäflspapiere im Gewicht von mehr als 1 Kilogramm bis 2 Kilogramm sind gegen eine Gebühr von 60 Pfennigen zulässig. Postanweisungen an Angehörige des Heeres und der Marine, die nicht im Offijiersrang stehen, werden bis zum Betrage von 15 Mark gegen eine Gebühr von 10 Pfennig befördert. Die Dersendungsbedingungen für Pakete, Wertbriefe, Kästchen mit Wertangabe rc. sind die selben wie bei Sendungen an Privatpersonen in Oftasien, abgesehen von den besonderen Gelegenheiten, die das Kriegsministerium vermittelt. Alle an Angehörige der ostasiatischen Besatzungsbrigade und der Besatzung des Kiautschougebiets gerichteten Postsendungen müssen außer der genauen Bezeichnung des Empfänger- nach Namen, Dienstgrad und Truppenteil von jetzt an auch den Garnisonort in der Aufschrift enthalten. Die an die Mannschaften der ostasiatischen Besatzungsbrigade gerichteten Briefe von 20 bis 60 Gramm Gewicht und mit 10 Pfennig Frankatur sind von jetzt an ebenso wie alle dienstlichen Briefsendungen an die Besatzungsbrigade oder deren Truppenteile bis auf weiteres mit dem Vermerk „Durch das Marinepostbureau in Berlin- zu versehen. u *• Die psychiatrische Klinik wurde am Sonntag durch eine Kommission für das Irrenwesen der Stadt Paris einer eingehenden Besichtigung unterzogen. Die Kommission ist ausgesandt worden, um eine Anzahl neuerer psychiatrischer Anstalten in Deutschland kennen zu lernen und um sich über die Fortschritte, welche die Fürsorge für Geisteskranke bei uns aufzuweisen hat, zu informieren. Mitglieder derselben sind Dr. Sorieux, Chefarzt des großen Pariser Asyls Ville Evrard; Defrance, Leiter des Departe- mentalwesenS der Seiuepräfektur; Dr. Roussel, Generalrat des SeinedeparlementS; Dr. Brousse und Patenue, Munizipalräte und Mitglieder veS Gesundheitsrates; sowie der Gcneralinspekteur des Jrrenwesens Pelletier. Die Entsendung dieser wesentlich aus höheren Beamten zusammengesetzten Kommission darf als ein Beweis des großen Interesses aufgefaßt werden, mit dem von unseren westlichen Nachbarn die Entwicklung des deutschen Jrrenwesens verfolgt wird. •• Ein Zentral-Berband junger Drogisten Deutschlands.ist im Entstehen begriffen. Treue Pflichterfüllung und Ehrerbietung gegen die rechtlich handelnden Prinzipale, Förde rung der Standesinteressen, Pflege der Fachwissenschaften, Gründung einer Zentral-Stellenvermittlung, sollen der Zweck desselben sein. •• Leihgestern, 18. August. Auf der Ganturnfahrt zu Schlitz errang der hiesige Turnverein seinen ersten Erfolg. Wilhelm Menges erhielt mit 26 Punkten den 20. und Georg Althenn mit 25 Punkten den 22. Preis. e. Bad-Nauheim, 18. August. In den letzten Wochen hat man hier ganz bedeutende Funde gemacht. Die neue Fundstätte ist an Größe und Ausdehnung allen früheren überlegen, sie befindet sich auf dem sogenannten „Börlea-, einem Felde südlich von Bad-Nauheim, das nach der Burg Börlen, die früher dort gestanden haben soll, benannt ist. Gegenwärtig wird dort der neue Friedhof angelegt und bei den Planierungsarbeiten und bei dem Bau der UmzäuuungS« mauern stieß man auf Grundmauern von Gebäuden, die sich viele Meter weit nach allen Richtungen hin erstrecken. Außer zahllosen Scherben, Ziegelsteinen mancherlei Arten und Wand- bekleidungSsteinen, fand man zwei größere Säulen mit Profil, sowie eine sehr gut erhaltene und elegante Schale. Ministerialrat Sold an, der Leiter der Limesforschungen auf hessischem Gebiet, wurde von Bürgermeister Wörner benachrichtigt und erschien am Freitag, um die Fundstücke anzusehen. Er erklärte dieselben sofort als römischen Ursprungs uud eine Reibschale als ein äußerst seltenes Stück aus einer früh-römischen Periode. Auch die Fundstelle wurde besichtigt, sie liegt auf einer Anhöhe und wird von Süden durch einen alten Gebirgsbach des Wintersteins, den Deutergraben, von Westen durch den Ockstädterweg und von Osten durch eine alte Römerstraße, den Städterweg, begrenzt. Morgen werden weitere Ausgrabungen vorgenommen. Nach der Ansicht SoldanS handelt es sich hier wahrscheinlich um eine sehr große bürgerliche Niederlassung, vielleicht auch um eine Badeanlage auS früh-römischer Zeit. Für daS letztere spricht die Nähe deS DeutergrabenS und der Umstand, daß sich zu Römerzeiten nach der „Chronik von Bad Nauherm" die ersten heißen Salzquellen in jener Gegend, am Süd-Ostabhange des Johannisbergs, befunden haben sollen. In der Be« völkerung war man früher der Ansicht, an dem geschilderten Platze hätte einst die Burg Börlcn gestanden und man führte auch die jährlich bei der Bebauung des Feldes gemachten Steinfunde rc. auf diese Burg zurück Vielleicht wurde die Burg Börlen seinerzeit an die Stelle der zerstörten römischen Niederlassung erbaut, oder man sah die Reste der Römer« bauten als eine frühere Burg an, wie es ähnlich der Saalburg im 17. und 18. Jahrhundert ergangen ist. § Butzbach, 20. Aug. Am 22. ds. MtS. rückt das hiesige Bataillon nach dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt aus, um an dem Regiments-, refp. Brigade Exerzieren und den Schießübungen teilzunehmen. § Münster, 19. Aug. Gestern und heute fand, vom schönsten Wetter begünstigt, unser Kirchweihfest statt. Wie früher, so erfreute sich auch in diesem Jahre unser Dorf eines reichen Zuspruchs von auswärts, sodaß im Lokale des FestwiitS Theis gestern Abend alles bis auf den letzten Platz besetzt war. te- Stangenrod, 19. Aug. Eine schöne echt patriotische Feier veranstaltete gestern unser hiesiger Kriegerverein. Es galt zur Erinnerung an den Tag der Schlacht bei Gravelotte. Nachdem der Kriegerverein den Bürger« meister Bock nachmittags durch Paradeaufstellung und Dar- bringung eines Ständchens geehrt hatte, ging es mit Sang und Klang hinaus zu dem schön gelegenen Festplatze im Walde. Hier war für Speise und Getränke sowie für Sitz« Plätze genügend gesorgt. Die Festrede hielt der Vorsitzende des Kciegervereins Stangenrod. Er wies in packenden Worten auf die denkwürdige Schlacht bei Gravelotte hin und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf unseren Landesfürsten. Das Kaiserhoch wurde von dem Vorsitzenden des Kriegervereins Weickartshain ausgebracht, nachdem Redner der am 18. August gefallenen Kameraden in warmen Worten gedacht und die Kameraden ermahnt hatte, ihre Kinder in echt patriotischem Geiste und in Gehorsam zu erziehen, denn nur so könnten es dereinst tüchtige Soldaten werden. Die schönen Weisen der Weickartshainer Kriegervereinskapelle trugen viel zur Verschönerung der Feier bei. -h- Schotten, 18. August. Heute wurde der Lehrer Schäfer in Wingershausen, der etwa zwölf Jahre an der dortigen Schule wirkte, unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe I getragen. Der Verstorbene erkrankte Plötzlich an einer Lungenentzündung, die ihn jäh den Seinen entriß. । △ KaulstoS, 19. August. Ein hiesiger Bewohner fand vor einigen Tagen in seinem Garten ein Geldstück mit der Aufschrift: 24 Einen Thaler 1786. Die Rückseite hat als Wappen einen Löwen. -h- Kaulstos, 18. August. Bei der Ergänzungs- wahlderGemein de rats Mitglieder wurde Schrei- uermeister Herget II. wiedergewählt. Neugewählt wurden die Landwirte Johannes Luft I., Heinrich Usinger XI. und Christian Oberheim. Da der vor einigen Wochen zum! Bürgermeister gewählte Landwirt Heinrich Usinger VIII. seither dem Gemeinderate angehörte, so mußten anstatt drei vier Mitglieder gewählt werden. Die Wahl verlief ziemlich lebhaft; außer den vier Gewählten waren noch fünf weitere Kandidaten aufgestellt. — Ein hiesiger Landwirt verkaufte an die Telegraphenstangen-Jmprägnier Anstalt zu Schotten einen Fichten bestand für 3500 Mark. Der Verkäufer erstand den Wald vor etwa 10 Jahren bei einer Konkursversteigerung für 1200 Mark. () Breungeshain, 18. August. In letzterer Zeit hat die Oberförsterei Schotten um den Hohenrodskopf ca. 150 Morgen Oedungen von Privaten angekauft. Die Ländereien sollen fast durchweg mit Fichten bepflanzt werden. erklärt nun aber, das nur vom Hörensagen wertererzahlt zu haben. Präs.: Bon wem hatten Sie denn das gehört. Zeuge: Darauf kann ich mich nicht mehr besinnen. Gefreiter S t a m p e r und andere Dragoner bestätigen, daß Staguhn nur gesagt habe, er hätte jene Aeußerung von anderen gehört. Präs, (zum Zeugen Staguhn): Lautete die Aeußerung vielleicht: der Hund soll heute noch rot ober Blut sehen? Zeuge: Das kann sein. M ar t en : Letzteres habe ick) nicht gesagt, ich bestreite das entschieden. Zeuge Boguslawski hörte die gleiche Aeußerung vom Dragoner Knüppel, der erzählte: Als das Pserd^in die Reitbahn geführt wurde, habe Marten gejagt: -rer Hund soll heute noch rot sehen. Dragoner Traft: Ich erzählte im Stalle, Marten solle es gesagt haben. Präs.: Bezieht es sich vielleicht auf eine ähnliche Aeußerung, die Marten auf der Stube betreffs „Isidor" that? Träft: Das kann sein. Es lvurde jedenfalls in den Ställen herumerzählt. Dragoner Wach erinnert sich nicht, daß Domnrng im dunklen Rekrutenstall mit jemand gesprochen habe. Dom- ning: Auf meine Frage, ob er gehört habe, daß Hickel im Stalle gewesen sei, sagte Wach: Daß der Herr Unteroffizier mit jemand gesprochen hat, habe ich gehört. Zeuge Wach: Davon weiß ich nichts. Präs.: Domning, Sie haben geschworen. Domning: Jawohl, ich halte meine Aussagen aufrecht. Staatsanwalt M e h e r zu Wach : Wenn Hickel und Domning zehn Minuten im Stall mit einander gesprochen hätten, so hätten Sie das doch wohl hören müssen? Zeuge Wach: Jawohl, wenn sie in meiner Nähe gestanden hatten. Präs.: Domning, es ist doch auffallend, der Mann muß es doch gesehen haben. Wach: Mir ist aber nichts ausgefallen. Hickel: Es ist nichts Seltenes, daß Unteroffiziere zusammenstehen und die Leute es nicht beachten. Präs.: Wach, können Sie ganz bestimmt sagen, daß Hickel nicht im Stalle gewesen ist? Wach: Das nicht, es wäre möglich!, aber ich erinnere mich dessen nicht. Nachher habe ich nicht gesehen, daß Rietet im Stall gewesen ist. Verteidiger Horn: In erster Instanz haben das alle ausdrücklich zugegeben. Dragoner Saturski : Ich weiß, daß Hickel durch die Ställe ging, um das Anzünden der Lampen zu veranlassen. Dragoner Pallastieß erklärt, daß ihm der Mörder unbekannt sei. Präs.: Haben Sie nicht Ihrer Mutter geschrieben, daß Sie selbst den Rittmeister erschossen hätten? Zeugen Nein. Präs.: Und Sie lachen darüber? (Fortsetzung im 2. Blatt.) Aus Stadt und Kund. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, den 20. August 1901. Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat den Steuerkornrniffär des StenerkommiffariatS Offenbach, Regie- rnngSrat Hermann Kraus, mit Wirkung vom 1. Oktober 1901, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner lang jährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm auS diesem Anlaß den Charakter als Geh. Finanzrat verliehen. — Der Großherzog hat dem Bürgermeister Georg Herbst IV. zu Altenburg, Kreis Alsfeld, bat Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Kaiserin Friedrich - Medaille. Von BeyenbachS Metallwaren-Fabrik in Wiesbaden ist aus Anlaß des Hin scheidens der Kaiserin Friedrich eine Erinnerungsmünze her gestellt worden. Auf der Vorderseite der Medaille sieht man in einer Nische, von Draperien umschloffen, das Porträt der Kaiserin Friedrich, während links aus den Wolken sich das Antlitz Friedrichs HI. hebt. Das Ganze ist von einer Lor beerranke umgeben und endigt unten in einem matten Renaiffauce-Abschluß, auf dem die Kaiserkrone ruht, darunter die Inschrift: „Kaiserin Victoria. 21. 11. 1840., 5. 8. 1901.- Die Rückseite ziert eine Dornenkrone, darunter lieft man: „Ihr ward daS größte Erdenglück und das größte Leid zu Teil, sie litt und sie schwieg.- *♦ Aufhebung der Feldpost. Die deutsche Feldpost wird, wie uns mitgeteilt wird, mit dem Ende dieses Monats aufgehoben, nachdem das ostasiatifche Expeditionskorps aufgelöst und in die Heimat zurückgebracht wird. Feldpostfendungen nach China werden vom 1. September an nicht mehr zur Beförderung angenommen. Auch die Nachsendung der durch die Post bezogenen Zeitungen findet nicht mehr statt. Die für die Truppen in Oftasien bisher gewährten Portofrei- beiten und Portoermäßigungen hören mit dem 1. September auf. An Teile des Expeditionskorps jedoch, die erst später Feuilleton. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. Berlin, 19. August. Für die deutsche Südpolar-Expedition ist ein Dampfer des Norddeutschen Lloyd gechartert, der voraussichtlich am 11. Oktober von Sydney abgeht, um der Expedition nach Kerguelen, woselbst sie Ende November mit dem Expeditionsschiff „(Stuft* eintrifft, Kohlen und Proviant sowie die nötigen Polarhunde zuzuführen. Dieser Dampfer stellt die letzte Verbindung mit der Südpolar-Expedition her und tft angewiesen, Briefsendungen an die Theilnehmer der Expedition mitzunehmen. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung deS Komponisten EemUe Saint SaonS in Parts zum auswärtigen Ritte, deS OrdenS poar le märite für Wissenschaft und Künste. — Robert Graßmann, der Uebersetzer deS vielberufenen Buches über die Moraltheologie LtguoriS, ist im Alter von 87 Jahren in Stettin gestorben. Dr. Graßmann war Redakteur am „Stettiner Tageblatt". Er bat außer seinen Streitschriften gegen die römische Kirche eine ganze Reih« von Arbeiten zur Mathematik, Naturwissenschaft und Philosophie herauSgegeben. — In einem etwas theatralischen Schreiben erbietet sich Dr. Garnault, ehemaliger Leiter der vergleichenden anatomischen Arbeiten an der Fakultät zu Bordeaux, sich von Professor Koch mit Rindtuberkulose impfen zu lassen, obwohl er di« Theorien deS Berliner Gelehrten für irrtümlich halt«, und sicher glaube, krank zu werden. Notizen undZahlen. Ein statistisches Na'chfchlage- büchlein von Hans Beringer, Deutscher Verlag, Berlin. Ein merkwürdiges Heftchen! Auf 32 Seiten zusammengedrängt der Inhalt ganzer Bände, großer Werke. Hübners statistische Tafel ist allmählich ganz unhandlich geworden, hier ist weit mehr als dort gegeben in einem kleinen Heftchen, das man in jeder Brieftasck>e einkleben kann. Dazu wird es vielleicht kommen, denn tver diese Zahlen einmal studiert hat, will sie immer bei sich führen, sich jederzeit darauf berufen zu können. Dieses der Inhalt: Geographisch-statistische Notizen. — Nullmeridiane. — Geologische Formationen der Erde. — Erdteile. — Menschen-, rassen. •— Sprachen. — Religionen. — Mittlere Lebensdauer. — Ausdehnung der größten Kohlenlager. — Eisenbahnen der Erde, Anlagekapital der Eisenbahnen. — Gold- und Silberproduktion der Erde. — Tie größten Brücken spannweiten. — Eisenbahntunnels. — Nationalitäten Europas- Flächeninhalt und Bevölkerung aller Länder. — Die höchsten Berge der Erde. — Zeitungen. — Ein erwachsener Mensch braucht zu seiner Ernährung. — Nährwertverhältnis einiger Nahrungsmittel. — Brennstoffe. — Schnelligkeiten- — Eine Atmosphäre. — Eine Pferde kraft. — Ludolphine- — Elektrische Maßeinheiten. — Spezifische Gewichte oder Dichtigkeit einiger Körper. — Schmelzpunkte von Metallen. — Siedepunkte. — Änheitszeit. — Thermometerskalen. — Chemische Elemente. — Zollerträge 1899. — Japan, Statistik- — Statistische Notizen über Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland, Italien, Oesterreich, Ungarn, Rußland, Vereinigte Staaten Amerikas (Bevölkerungsstatistik, Bodenbenützung, Produktion, Konsum, Ein- und Ausfuhr, Staatsschulden und Staatsvermögen, direkte und indirekte Staatseinnahmen und deren Verwendung und anderes Wissenswertes). — Deutsche Staaten, Bevölkerungsstatistik. — Nationalitäten in Deutschland. — Deutsche im Ausland. — Deutsche Berufsstatistik. — Beschäftigungslose Arbeiter. — Selbständige Landwirte in Preußen. — Landwirtschaft in England. — Entwertung der ländlichen Grundstücke in England. — Einkommen der Einwohner der Stadt Breslau. Die Großstädte der Erde mit über 300 000 Einwohnern. — Deutsche Kriminalstatistik. — Verbrechen, Vergehen und Irrsinnige infolge Trunksucht in Deutschland und den übrigen Kulturländern. — Kostenaufwand für den Konsum alkoholhaltiger Getränke in Deutschland. — Arbeiter-Versicherung im Deutschen Reich: Krankenversicherung, Unfallversicherung, Jnvaliditäts- und Altersversickerung. — Todesursachen. — Verunglückte und Selbstmörder. — Verunglückte auf Eisenbahnen. — Selbstmord in den Armeen. — Jugendliche'Selbstmörder. — Kriegskosten an Mannschaften und Geld. — Jagdzeiten. — Schon- und Laichzeit- — Ergebnisse der Reichstagswahlen von 1874—1898. — Reichstagswahlgesetz. — Staatsschulden und rentierendes Staats-Vermögen aller Länder. — Armeen. — Kriegsflotten- — Kosten für Armeen und Flotten. — Verkehrskarte von Deutschland. — Vergleichung der Münzen, Maße und Gewichte. — Telegraphen- und Posftarife. — Eisenbahntarifsätze für Personenbeförderung. — Alphabetisches Verzeichnis der Orte des Deutschen Reiches mit Einwohnerzahl. — Ein Spruch Goethes lautet: „Man sagt oft, Zahlen regieren die Welt, das aber ist gewiß, Zählen zeigen, w i e sie regiert wird. — Und all das für 30 Pfg. Björnstjerne Björnson, A b s a l o n s Haar. Geheftet 1 Mk. Verlag Albert Langen in München. IN diesen meisterhaften Erzählungen tritt uns der große norwegische Dichter mit aller Weisheit des reifen Denkers, mit aller Wärme des jung gebliebenen Künstlers entgegen. Ter klare, warme Sonnenschein verstehender und verzeihender Mensck>enliebe liegt über jeder Seite dieses Buches, trotz des strengen Ernstes, mit dem Björnson die Charaktere seiner Helden analysiert und bis in die geheimsten Falten aufdeckt. In merkwürdig knappen energischen Strichen giebt er uns in der Geschichte eines Elternpaares und seines Sohnes ein tief ergreifendes Bild oe» ganzen Menschenlebens. Mit überzeugender Kraft zeM er seine Zusammenhänge, zeigt er uns, wie nach einem Wort Schillers alles im Leben Frucht ist und ^niar, wie jede Schuld schon hier auf Erden ihre Strafe ftnaer, wie keiner gekrönt wird ohne Kampf. Aber er zeigt un auch, wie das Leben eine zwecklose Grausamkeit map kennt, wie uns schließlich alles, auch das Ähwerste, zum besten dienen kann, wenn wir nur danach sind. "Nv i klingt das ernste Buch in einem vollen versöhnenden, Akkord aus. Dutbt der Lchv oölf Zahre an In :t tiligungju 6ni< MH an di(t inttift. : Brwv^n > KlbM mit te Hai dl '«»t b>« buS'X ^en bur* b.01 WlotS ? ch bet A :.‘S °»°>L 'Ä *•“5 "chk wurde si, 5?’Nh iSu Wö* d-r Saad ,eWn* i u teft fQnb- N ‘V’P statt, tzie uvsrr ?Vm Lokale dH I oe° letztens J Patriot^ ^tegervereil der Schlacht fe ?® den SüroR. ltellung und & l'ng es mit 6m -ven Festpl^e« 'e sowie für !lt der Lorfitzeik ies in paimbd et Graveiotte ha menen Hoch üi| DUtbt von btl Hain MMacht, Üenen Äamtrabtr amtrabtn nrnch! Zeistr nnb in y» es bneich tüchh er Weickartkh:-' Lerschönerviiz.‘r. in «E n* 5#Sfi ugen^ Iflj S unö «5 A 5tTüj; W 1 Er er/'^ txiy W Mch -ollen in den Amm' >n an LaitAeit-7^ 1898. Mendes rasflotten. AvonE d Gewichte ntariW -E ■e sie reg'er^ Ergänzung der wurdeÄ: eugewählt Wiitkr ch Usinger B. n) gen Woäieii jH trich Usinger N o mußten m"-- Die Wahl ötife jlten waren »! nn hiesiger w t^mprägnifrj : 3500 Marl w L 10 Zchiv kt lait. Zn lehM.A^ eurJi’vti’i’ ijt Die Manna tanzt werm. Darmstadl, 19. Aug. Zu der vom 7. bis 9. September hier stattfindenden allgemeinen Geflügel-Ausstellung des Vereins für Vozcl« und Geflügelzucht laufen die An Meldungen zahlreich ein. Da die Anzahl der AuSstellungS nummern durch die Zahl der vorhandenen Käfige beschränkt ist, so dürfte es im Jntereffe der Aussteller liegen, mit der Anmeldung nicht mehr allzu lange zu zögern. Mit dem Vertrieb der Lose ist jetzt begonnen worden. Wicdervcrkäufer können L se durch PH. Bro hm, Alic str. 20 Va, beziehen. Mainz, 16. August. Heute feierte Divisionspfarrer Karl Forschner von St. Quintin sein 25jähriges Priester, jubiläum. Zu Ehren des TageS hatte das ganze Stadt viertel Flaggenschmuck angelegt. Zahlreiche Geschenke wurden dem Jubilar emgehändigt, darunter auch namhafte Geld spenden, die derselbe besonders für kirchliche Zwecke verwenden wird. Außer den zahlreich erschienenen Gc st'ichen hatten Oberbürgermeister Dr. Gaßner und viele hiesige und aus wärtige Bewohner dem Jubilar ihre Glückwünsche dargebracht. Kassel, 18. August. Die Verlobung des Grafen Carl August von Schaumburg, jüngsten und jetzt einzigen Sohnes des Prinzen Philipp von Hanau, mit Frl. Anna von Trott zu Solz, Tochter des ObervorfteherS der hessischen Ritterschaft, Oberstleutnant a. D. Theodor von Trott zu Solz und besten Gemahlin Bertha, geb. Freiin von Oeynhausen, fand am 10 d. Mts. zu Oberurff statt. Raffet 16. August. Ein niedliche Episode, die sich bei der gestern nachmittag erfolgten Ankunft des Kaiser- paare- zugetragen hat, wird der „Kaff. Allg. Ztg." erzählt: Am oberen Ende der WilhelmShöh^r Allee, am Kreuzwege vor dem Schlöffe, stand eine Anzahl junger Damen, von denen eine einen großen Blumenstrauß in der Hand hielt, um die Majestäten auf ihrer Fahrt vom Bahnhof nach dem Schloß zu erwarten. Schon von weitem winkten die Damen dem Kutscher des kaiserlichen Wagens zu und bebrüteten ihn, langsamer zu fahren. Dieser erfüllte ihren Wunsch und als die Equipage heraurollte, konnte die Dame der kleinen Prinzeß Viktoria, die ihr kaiserlicher Vater auf dem Schoße hielt, den Strauß überreichen. Mit kindliche^Hreude nahm ihn diese entgegen und dankte durch wiederholtes freundliches Nicken mit dem Köpfchen. Auch die Majestäten dankten durch freundlichen Gruß den Damen für die finnige Huldigung. Koblenz, 19. Ang. Ueber den Brand des hiesigen Regierungsgebäudes meldet die „Kobl. Ztg.-, daß bei den gestrigen AufräumuogSarbeiten, woran 200 Pioniere milwtrkten, noch vereinzelt glühende Balken aufflockerten. Das ganze Gebäude ist durch das Feuer und Löschwaffer beschä digt und deshalb unbrauchbar. Zwei Neubauten in der Laster Friedrich- und Marienbildchenstraße wurden zur Unter- driugung der RegterungSbureanx gemietet. ** Kleine Mitteilungen an* Hessen und den Nachbarstaaten. Georg Brandes, der frühere Baritonist, dann Theater» düektor in Breslau und Mainz, ist am 14. August in Frankfurt a. M. gestorben. Ec war zuletzt als Gesang- letzter thätig und bildete u. a. eine Tochter für die Bühne aus, die in Augsburg als erste dramatische Sängerin wirkt. E ire andere Tochter ist in Zürich als Schauspielerin engagiert. — Zu dem Familieadrama in Wiesbaden, wird jetzt mit- geteilt, daß Maier, der zuletzt in Leipzig wohnte, erst vor einigen Tagen aus dem Untersuchungsgefängnis entlassen wurde, wo er sich unter dem Verdachte, mehrfache Be- ttii gereien verübt zu haben, befand. Wahrscheinlich befürchtete er eine Wiederverhaftung. Mau hofft, sowohl den Mann, der im Krankenhause polizeilich bewacht wird, als auch das Liid am Leben zu erhalten. Der Aussage Maiers, seine Frau habe die That ausgeführt, wird wenig Glauben ge schenkt. Uernischie». • Mainz, 18. Aug. Eine ernste Rüge wurde einer g-mzen Anzahl von Landbürgermeistern in unserer Provinz von der Verwaltungsbehörde ertheilt. Mittelst LuSschretbenS wurde den Bürgermeistern mitgetheilt, daß es nicht selten vorkomme, daß die Erledigung von Verfügungen der Verwaltungsbehörde, des Kreisamtes rc. Verzögerungen erleidet, die sachlich nicht gerechtfertigt seien. In dem Ausschreiben heißt es, daß in Rücksicht auf die aus alledem für die Bürgermeister erwachsende Verantwortlichkeit dieselben ans gefordert werden, dafür besorgt zu sein, daß alle erlassenen Verfügungen möglichst rasch erledigt werden; wenn dies aber im einzelnen Falle einmal nicht möglich sein könne, dann müsse unter Angabe des Grundes darüber amtlich berichtet derben. Sollten aber für die Folge ungerechtfertigte Ver- jSgerungen eintreten, dann würden zunächst die Erinnerungsschreiben unfrankirt an die betreffenden Bürgermeistereien abgehen, und nöthigenfalls werden alsdann ohne Weiteres Strafverfügungen erfolgen. • Coblenz, 18. Aug. Der Brand des RegierungS- gebäudeS dauert im Innern an. Das ganze Pionierbataillon ist feit 2 Uhr nachmittags auf der Brandstätte mit IlufräumungSarbeiten beschäftigt. Die Bureaus find in Neubauten untergebracht. Unversehrt sind bis jetzt die Zolldepots im Keller. * Köln, 19. Aug. In einem Bruch bei Worringen tnrbe am Freitag die Leiche eines etwa 19jährigeu ua- kannten Radfahrers aufgefunden. Der Aufgefundene »rr erdrosselt und seiner Habe beraubt. Der Verdacht Mt auf eine Zigeunerbaude, die am Abend vorher auf der Landstraße Halt gemacht und wegen Schadens an einem Vagen in einem Holzschuppen übernachtet hatte. * Düsseldorf, 18. Aug. Pastor DueSberg, der her als evangelischer Pfarrer wirkt und gesellschaftlich eine hervorragende Stelle einnahm, befindet sich schon seit längerer -Stil auf Urlaub, von dem er in sein Amt nicht zurückkehren «ird. Inwieweit die über ihn umlaufenden Gerüchte auf Wahrheit beruhen, läßt sich heute schwer feststellen. Pastor larSberg, der verheirathet und Vater erwachsener Töchter ift- soll in sittlicher Beziehung keinen tadellosen Lebenswandel geführt haben. Jedenfalls ist das Vertrauen zu ihm er- "füttert; zum 1. Oktober ist er von seinem Amt unter Bewilligung der ihm zustehenden Pension entbunden worden. e München, 17. Aug. Bei Brannenburg nahe Rosen- chiw wurde der wandernde Handwerksbursche Schober in «üer Jagdhütte halb verhungert aufgefunden. Gr starb -auf dem Transport zum Krankenhaus. • Hamburg, 17. Aug. Die Altonaer Polizeibehörde verhaftete zwei internationale Juwelendiebe, die Gold ''achen zum Verkauf anboten. Bei einer Haussuchung wurden Juwelen und Goldsachen im Werthe von 20000 Mk. vor gefunden. Die Polizei glaubt, die Verhafteten seien identisch mit den Verbrechern, die daS grüne Gewölbe in Dresden beraubten. • Görlitz, 17. Aug. Die Abfall-Spinnerei in Firma Kreibisch und Sohn, Warnsdorf in Böhmen, ist total nieder- gebrannt. * Paris, 19. Aug. Dem „GauloiS" zufolge wird nach Berichren der Präfekten die Weinernte in Frankreich ruf 135 Millionen Hektoliter geschätzt. (Tie vorjährige Ernte, )ie doch auch schon reich war, betrug 67 Millionen. Red) — Wie daS „Journal- meldet, beschloß der Minister für die Kolonien, in den Kolonien drahtlose Tcldgraphie zur Anwendung zu bringen. * Graz, 18. Aug. Der Redakteur Dr. Sima Paic, warf sich in einem Anfall von Irrsinn bei Laibach unter die Maschine eines Personcnzuges. ♦ London, 17. Aug. Einem bei Lloyds eingegangenen Telegramm zufolge ist der deutsche Dampfer „Harburg" auf der Fahrt von Australien nach Hamburg auf der Schelde mit dem schwedischen Dampfer „Antwerpen" zusamm en- gestoßen. Beide Schiffe sind ernstlich beschädigt, die .Harburg" am Bug. • Sandefjord, 17. Aug. Die Expedition des Kapitäns Stökken ist nach Untersuchung der Südküste von Franz Josefsland heute Vormittag hier eingetroffen Von den drei Verunglückten der Expedition des Herzogs der Abruzzen wurde keine Spur gefunden. Das vom Herzog gestiftete Denkmal wurde auf Kap Flora errichtet. * Victoria (Britisch Columbia), 19. Aug. Der Alaska- sompfer „Isländer" der kanadischen Pacific Gesellschaft stieß am Freitag früh in der Nähe von Juneau (Alaska) mit einem Eisberge zusammen und sank sofort. 65 Personen ertranken, 107 wurden gerettet und in der letzten Nacht hierher gebracht. • Dewet- Anekdoten. Ein „Tommy", der von Dewet gefangen genommen war, beklagte sich über die Nahrung, die fast einzig und allein aus Mehlspeisen bestand. Dewet sagte ihm, daß er nichts BeffereS hätte. „Aber-, fuhr er fort, „warten Sie einige Tage, ich werde einen Zug wegnehmen und kann Sie alsdann befriedigen". Einige Tage später nahm Dewet, wie er gesagt hatte, einen Zug und der englische Soldat erhielt die beste englische Nahrung. Ein andermal, als Dewet wieder einen Zug genommen hatte, fanden sich unter den Nahrungsmitteln zwei Tonnen Rum. Dewet verbot seinen Leuten, daran zu rühren, und schickte den Rum in ein englisches Krankenhaus, das in der Nähe war. Fürstliche Leichenbegängnisse. Tie Beisetzung der Kaiserin Friedrich ist auf besonderen Wunsch der hohen Entschlafenen in möglichst einfacher Forrn erfolgt. Immerhin ist es selbstverständlich, daß, fürstliche Persönlichkeiten auch noch im Tode ganz besondere, ihrem Range entsprechende Ehren empfangen. In früherer Zeit wurde bei -ftirstlicl-en Leichenbegängnissen oft ein ganz enormer Prunk entfaltet. Tie Begräbnisfeierlichkeit für Sophie Charlotte, Preußens erste Königin, kostete an 200 000 Thaler. Als Kaiser Siegismund starb, richtete ihm die Stadt Nürnberg ein Begräbnis aus, an dein sich hundert Geistliche beteiligten. Vierhundert Wachs- ekrzen erleuchteten den Raum in der Kirche, wo der Katafalk aufgerichtet war; allein der Nürnberger Rat hatte 44 Kerzen gestiftet. Auch sonst that sich die städtische Obrigkeit gern durch Kerzenspenden hervor und suchte dadurch ihre Teilnahme für einen verstorbenen Reichs- fürsden zu bekunden. So wurden, z. B. beim Tode Albrechts II. 52 und beim Begräbnis für Friedrich III. 20 Kerzen gestiftet. Bei den Leichenfeierlichckeiten für einen deutschen König zog der ganze Rat in Prozession zur Pfarrkirche und wohnte dort der Seelenmesse bei. Gelegentlich, wie bei der Feier für Friedrich III. im Jahre 1493, ging auch die Bürgerschaft mit im Zuge, wohlgeordnet nach den einzelnen Innungen und Zünften. Eines der berühmtesten Leichenbegängnisse ist das 1486 für den Kurfürsten Albrecht Achilles veranstaltete. In der Frankfurter Tominikaner- kirche, wo er während einer Andacht verschieden war, wurde der Kurfürst aufgebahrt. Das Licht von 36 brennenden Kerzen fiel auf das schwarze, mit einem weiften Kreuz gezierte Leichentuch. Sämtliche, wegen der Königswahl Maximilians I. gerade in Frankfurt anwesende Fürsten nahmen an der Trauerfeier teil. Auf der rechten Chorseite standen Kaiser Friedrich, König Maximilian, die Knr- fürsten von Mainz, Sachsen, Pfalz; dann folgte Herzog Albrecht von Sachsen, dem sich die Bischöfe von Bamberg, Eichstädt, Straßburg. Speyer, Worms und Meißen anschlossen. Linker Hand sah man den Graner Erzbischof, die badischen Markgrafen Christoph und Albrecht, die sächsischen Herzöge Friedrich und Johann, den Bayernherzog! Caspar, den Landgrafen Wilhelm von Hessen und eine Anzahl mit der Vertretung ihrer Herrn beauftragter Abgesandten. Nach der Messe wurde die irdische Hülle des Entschlafenen von Grafen und Edelleuten an den Main in ein Schiff getragen, und es erfolgte die Ueberführung in das fränkische Erbbegräbnis. In der Reihenfolge ihres Ranges waren bei diesem Geleit an den Main ebenfalls wieder die weltlichen und geistlichen Fürsten beteiligt; Barfüßer-, Karmeliter- und Tominikanermönche schritten dem Sarge voran, während nebenher die Tiener des Verstorbenen zogen, alle mit Wachskerzen in der Hand. Nicht selten kam es vor, daß für einen Heimgegangenen Fürsten im Laufe der Jahre noch einige nachträgliche Begängnisse veranstaltet wurden. Tie Söhne des genannten Albrecht Achilles, Friedrich und Siegmund ehrten z. B. acht Jahre nach dem Tode ihres Vaters dessen Andenken durch Veranstaltung einer erneuten großen Feier in der Frankfurter Tominikanerkirche. Im Chor dieses Gottes-i Hauses war unterdessen Herz und Eingeweide des Verstorbenen beigesetzt worden. Tas Dominikanerkloster schloß mit den Söhnen des Verblichenen einen Vertrag, wonach für den Kurfürsten auf ewige Zeiten alljährlich Seelenmessen und Vigilien aögel)alten werden sollten. Als Entgelt hierfür wurden dem Kloster zwei Grundstücke zugesprochen, eines au Xanten und ein anderes zu Breitentoch. Ganz besonders glanzvoll sollen u. a. die Begängnisse für Kaiser Maximilian II. (am 22. März 1577 zu Prag) und für Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1656) gewesen fein. S. Gerichtssaat. ... . Gieße», 16. Aug. (G ewe r b e g e r i ch t.) Dm Vorsitz mhrt Beigeordneter Wolff. AlS Beisitzer fungieren Schretnermeist« Emll Heinrich Müller und Glaser Heinrich Baum. Der Fuhr« knecht Jakob Z1 o n e ck verlangt von dem Oekonomen Friedrich E o st hier 9 Mk. 60 Pfg. rückständigen Lohn. ES kommt Vergleich dahin zu Stand-, diß Kläger bet dem Beklagten noch 14 Tage bi« Arbeit aufntmmt und daß Beklagter an Kläger auf die etngrklagte Forderung 8 Mk. zahlt und zwar 4 Mk. alSbald und 4 Mk. in acht Tagen. — In den Klagsachen der Erdarbeiter Eberhard M ö b u S von Garbentcich und Peter Knebel von Ltndenstruth gegen daS Braun- ^etnbergwerk hier, über die wir in Nr. 191 berichteten, findet £eU0mDerne6mun9 ES kommt schließlich Veraleich zu Stande. Der Vertreter deS Beklagtm behält sich jedoch eine WtderrusSsrtst von acht Tagen vor. Wird der Vergleich widerrufen, so findet noch wettere Beweisaufnahme statt. — Die Klagen der Fuhrknechte Heinrich L 1 ch, Heinrich O p p e r, Christian Werner und Jost Naumann gegen Vrauereibefitzer Denntnghoff hat das Gewerdegericht kosten- talltg abgewtesen, weil aus der Beweisaufnahme und den Erklärungm der Parteien sestgestrllt worden ist, daß di- Kläger die Arbeit verlassen haben. — Der Kellner Max Wehner klagt gegen den Hotel'er Mund hier auf Entschädigung wegen verfrühter Entlassung. ES kommt ein Vergleich zu Stande. — In der Sache deS Sp.-nglt'S Otto K r e t s ch m a n n gegen den Spenalermetfier Christian Arnold Beklagte nicht erschienen war, auf Antrag deS Klägers VersSumniSurtetl erlassen werden. 19 au8' Der ehemalige Kassierer deS landwirtschaftlichen Kreditvrreins für Mittelirankm, Schröppel, wurde wegen Untreue und B.trugeS vom hiesigen Landgericht zu drei J.hrm Gefänonis verurteilt. Universitäts-Nachrichten. — Der o. Professor an der Freiburger Universität für Anglistik, Schröeer, hat eine Berufung an die Handelshochschule in Köln anaenommen. Handel und Verkehr. Uolkswirtin alt. Rew-Bork, 18. August. Die Verhaftung Terlindens wurde durch den Konsularagenten Moritz Baumbach in Milwaukee verursacht, in dessen Wechselstube Terlinden zwanzig Tausendmarkschein in amerikanisches Geld umzusetzen versuchte, worauf Boumbach Verdacht schöpfte. Terlinden wird gegen die Auslieferung ankämpfen, obgleich er zugiebt, daß seine Ge- iellschaft eine Unterbilanz von acht Millionen Mark habe. Das Verhör erfolgt am 9. September. — Der flüchtige Gerhard Terlinden aus Oberhausen ist, wie wir bereits meldeten, in Milwaukee verhaftet worden. Er ist geständig, deutsche sanken um anderthalb Millionen Mark betrogen zu haben, macht aber mildernde Umstände geltend. Er hat in Newyorker Banken 25OCO Dollars, auf die die deutsche Regierung Anspruch erhebt. Terlinden wird nach Deutschland geschafft werden, um sich gegen die Anklage der Ausgabe wertloser Aktien, der Urkundenfälschung und der Fälschung von Aktienstempeln zu verantworten. Arbetterbewegung. Washinglo«, 19. August. Die Buchdruckerunion verpflichtete sich, den ausständigen Stahlarbeitern finanzielle und moralische Unterstützung zu gewähren. _____ Sport. Paris, 18. Aug. In der Radfernfahrt Paris—Brest- Paris ist um 9 Uhr 4 Mtn. als Erster Garin im Prinzen-Park- Velodrom angekammen. Er hat 1200 Kilometer in 52 Stunden und 11 Minuten und den letzten KUometer in 2 Minuten und 10 Sekunden zurückgelegt. Zürich, 18. Aug. Die Konferenz der internationalen Vereinigung der Rudergefellfchaften übertrug die Metsterfchaftskom« Mission für 1902 dem Ruderverband von Elsaß Lothringen, der daS nächste Metsterschastssahren Kehl—Straßburg übernehmen soll. Eisenbahn-Zeitung. Neustadt (Schwarzwald), 19. August Di« Bahnlinie Neustadt- Donaueschingen wurde heute unter Teilnahme des GroßherzogS, deS Fürsten Fürstenberg, des Staatsministers v. Brauer, deS Generaldirektors Eisenlohr, der Präsidenten der Handelskammern Freiburg und Villingen und mehrerer Reichstags- und Landtagsabgeordneten eröffnet. Der Groß- Herzog und die geladenen Gäste fuhren mit Extrazug von Donaueschingen bis Neustadt. An dem Festesten in Neustadt und den abendlichen Festlichkeiten in Donaueschingen nahm aber der Großherzog entgegen den ursprünglichen Bestimmungen nicht teil, sondern fuhr nach einer Rundfahrt durch das festlich dekorierte Neustadt direkt nach Schloß Mainau zurück. Humoristisches. * Durchfall. Professor. „Herr Kandidat, können Sie mir einige Drastica nennen? — Cand. med.: (schweigt). — Professor: „Nun, wisten Sie denn nicht «in einziges?" — Cand. med. (nach langem Besinnen, mit einem jähen Aufschrei der Freude): „Krotonvl i (DaS Krotonöl ist eines der «llerschärfffen Mittel und wirkt schon in den geringsten Dosen sehr hestig.) — Professor: „Aaah, Krotonölk Sehr wohl. Und, Herr Kandidat, welche Dosis würden Eie davon verschreiben?" — Kandidat: „Einen Eßlöffel voll." — Proseffor: „Einen Eßlöffel voll, so. Und Sie meinen, daS würbe wirken?" — Kandidat: „O ja." — Proseffor: „Nun ja, bei Ihnen hatS schon gewirkt!" (Jugend.) * Im GoelhehairS. Proseffor (zu seinem Freunde): „Die« hier ist die berühmte Juno Ludovist." — Führer: „Entschuldigen Eie, meine Herren, daS ist die Frau von ZeuS, GoetheS Geliebte tn Rom!" _ • Irr höheren Regionen. Dienstmädchen: „Herr Proseffor, der Storch hat ein kleines Bübchen gebracht." — Proseffor (arbeitend): „Geben Sie ihm ein Trinkgeld und stellen Sie ihn vorläufig dort in die Ecke." • Philosopherrttebcherr. Dozent der Phllosophie: „Du bist mir doch treu, Geliebte?" Fräulein (pathetisch): „Ich denke, also bin ich." >s»ccte,Muster.B«nise fiberBewkhrunF • endet portofrei der fabrlkant PdtenMä/ztafe/Hk „Kosmos Gecen fe u chte Wände eLäESitiJCIil Blusen. Besatz liefern wir btrekto» Brloete. Man verl. Muster unserer großen Auswahl. von Elten & Keussen| Handlung Krefeld. 8u haben tn Gießen auf der Fabrik ■ »iede*1age bei £>Sen Aermeln. inkleider 4. Großh. Hess. faniicg=foltetie. ■La ^3 ISs zur 1« Klaffe, Ziehung am 11. September empfiehlt zu Originalpreisen V1 Md. 28, >/, ML 14, y* M. 7, */8 ML 3.50 die amtliche Kollektur von ^iiiPifö'SclireibmLrclime Beste und Billigste. Sichtbare Schrift. Referenzen am Platze. Jeder, der eine Schreibmaschine zu kaufen beabsichtigt, der mit seiner Schreibmaschine nicht zufrieden ist, oder wegen des zu hohen Preises vom Kauf einer ausländischen Maschine Abstand nahm, lasse sich die Bia pii* e“ vorführen. — Sie werden überrascht sein von der Leistungsfähigkeit dieser in jeder Beziehung , idealen“ Maschine, die den teueren ausländischen Schreibmaschinen nicht nur vollwertig, sondern in vieler Beziehung überlegen ist. 4453 Vertreter: Heinrich Noll. I llcrflcigcriiiiiirii | Mittwoch den 21. August, nachmittags 1 Uhr, versteigere ich im Saale Neustadt 55: I. Möbel aller Arten, i goldene Damenuhr mit Kette, 3 Kastenwagen, 1 Schreibmaschine u. a. U. 1 Sopha, 1 ovalen Tisck mit Decke, 1 vollständ Bett, 1 Waschtisch. l zweithür. Klette,schrank, 1 Tiian. Die Versteigerung unter II findet ganz vestimmt statt. L663I «eitzler, Gerichtsvollzieher. Eiilpfelilnilgen Neves Tauerkraut Sakz-u.Wgurken. 5,8, J. ffankel, Sckloßq. 6. Frischer Zmebelkucheu Montag, Mittwoch u. Freitag Von 9 Uhr ab. 4731 Friedrich Noll, Hosbäcker. Schellers preisgekrönter Cognac ärztlich empfohlen in 7„ 1/4 Flaschen. Mosel-Cognac pro Fl. Mk. 1.80, 2.40, 3.—, 4 —, 5.—. 5689 Französ.Cognac pro Fl. Mk. 3.—, 4.—, 5.—,6.—. Alleinige Niederlagen bei: H, Gengnagel, Giessen, Neuen-Bäue 10, Konsum-Halle Heuchelheim, Inh. W. Schmitt, Ant. Conr. Müller, Lang-Göns, Kolonial- und Eisenwarenhdlg., Aug. Seibert, Wieseck. Jac. Sommer II., Zum Löwen in Watzenborn. Zuletzt verzeichnete französische Cognacs sind aus französischen Weinen in unserer Brennerei gebrannt. Wir ersparen dadurch an Eingangszoll ca. Mk. 1.50 pro Flasche und sind wir diese»halb im Stande, bei gleicher Preislage einen wesentlich besseren französischen Cognac zu liefern, als die Brennereien in Frankreich. Wh Kartoffel 50 Kilo Mk. 2.78 frei inö HauS empfiehlt 5486 J. Hankel, 6 «chlotzgasse Nr. 6. Emma Seuling Wehsteinkraße 45. 50ut> Billigste SluSnahmepretse für Einmachgläser in ollen Größen. ZVasterffaschen m. Glas v 25^ an. Altegengtüser und AlschgkoLen. Lttnher-Strichflaschen, ü. St. 10^. la.chummisauger, per Stück 10 KaiKstriar. Feldbraud. MP la. HnaMLt. Quantum bMgst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Bau» stelle gelt»fort werden. 1765 Andreas Enler. Einmachfässer Einmachständer Einmachtöpfe in allen Größen billigst. 6564 Wilb. Kohlermann 12 Neustadt 12. PikhpineBodenöi für 08153 g Fussböden und Treppen, ■< staubfrei, trocknet sofort und klebt nicht, empfiehlt in 1-LiterKrügen k 1,00 Mk. und lose gewogen. Gustav Walter, Mäusburg 13. 8ur beoorstehMenAiisMt für Weizen empfehle meinen, in diesem und früheren Jahren der Witterung widerstandsfähigen gut erhaltenen 5682 Weizen per 100 Kilo 20 Mark ab hier. C-Draudt, Küdesheim. So lange Vorrat reicht, verkaufe eine Anzahl gebrauchter Fahrräder unter Preis Aavrrad- und ALY- maschinen-Kandtung, Aeparatur- werkstätte H. Fetzler, 6655 BahnhofSratze 88, II Heilung Homöopath. Anstalt FRANKFURT A. M. Töngesgasse 33/35. --- gegr. 1883 --- fpec. für Geschlechts-, Harnröhr-, Blasenl.,Syphilis,Queckfilbermiß^ brauch,Hals-u.Hauttrankh.,Folgen jugendl. Verirrung, Neurastenie, Nerven!., Schwäche d. Männer u. mit - nachweisl. grohem Erfolg. Broschüre m.Tankschr.geg.70Pfg. in Briefmarken. Briest. BehaudL Icvmictnnaen 4164] kudwigstr. 40 Parterre- Wohnung: sechs Zimmer mit allem Zub., ® irtenant., auf 1. Oktober zu verm. Näh.A.«leeS,Südanl.l8 /Lbelfiratze 8, Ltebigftratze- Ecke, 5-Zimmer-Wohnung mit allem Komfort per 1. Hüloöer bifl zu vermieten. Nah. 1. Etaae das. 4192] Durch Wegzug deö Herrn Oberstleutnant Pavel ist alsbald HauS zum AlleiubewohutU zu vermieten. «. Nauheimer. c>n neuerdauiem Hause (B lla) sind -V 2 schöne Zimmer (1 Balkonzim.) mit prachtv. Aufsicht an ält. ruhigen Herrn oder Dame sof. zu verm. Auf Wunsch auch möbl. G fl. Off. unt. Nr. 03207 an die Exped. d. BI. erb. 03197] Kleine Mans.-Wohnung zu v. ASokfstr.10, EckpGrünbgstr. 5«56j Erne Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, bis zum i. oder 15. September 67j Klein-Linden Frantturicr' fhafte 76 sind 3 4.Zimmerwohnungen mit allem Zubehör, elegant eingerichtet, alsbald zu vermieten Näheres hei Frau Ha»use r. 5378] Zimmer mit Küche zu vermieten. Bahnhofstraße 31. Ö381J Bier Zimmerwohnung zu vermieten._______Asterweg 50, I. 5 Zimmer mit Zubehör zu vermieten. 5205________________L» Oswaldsgarten. Z Eine Vier biS Fünf-Zimmer- Wohnung im ersten Stock zu vermieten. Heinrich Rausch. 5181] Der seither von Herrn Lehrer Mulch bewohnte 2. Stock Wallthorstraße 44, 7 Zimmer mit allem Zubehör, großer Garten- anteil ic., ist per 1. Oktober a. o. anderweitig preiswert zu verm. Näheres daselbst im 1. Stock 5122] reuvwigstratze 12 ist der zweite Stock, 5 Zimmer nebst Zubehör und Gartenanteil, per ersten Oktober 1901 zu vermieten_______ freundliche Mansardenwoh- Q nung — Stube, Kammer, Küche und Zubehör — in ruhigem Hause der Ebelstraste an einzelnstehende Person zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers.4944 4880] Etephanstr. 15 Secks- zimmerwohnung, mittl. Etage, der Neuzeit entsprechend, mit allem Zubehör per 1. Oktober zu vermieten. Näheres daselbst dritter Stock. _____________Aul. Wenzel Wegen Wegzug deö Bau-'Jn- spektors Enderes ist deffen seither innegehabte Wohnung, bestehend auS 6 Zimmern m. Badeeinrichtung, 2 Mansarden, Gartenanteil und allem Zubehör per 1. Oktober, event. sckon früher, zu vermieten. 4760 Mehr, Alicestraße 18, I. 4746] Ein geräumiges LogiS mit 8 Zimmern und Mansarde, Vorgarten, Bleichplatz und Trockenhalle, in schönster Lage der Frankfurterstraße, ist per 1. Oktober zu verm. Earl Wenzel, Frankfurterstr. 40 4576] Das letzte Obergeschoß in meinem Neubau, Nordanlage, besteh, aus 6 ger. Zimmern, Badezimmer, Bleichplatz, tzkrockenboden ic., per 1. Oktober d. I, eventl. früher, zu vermieten. ZViky. Künsteln. _______Stepbanstraße 15, parterre. c>n unserem Neubau, Frank- VJ furterstratze 27, ist das I. u. III. Obergeschoß mit je 6 Zimmern und sonstigem Zubehör per Oktober eveml. auch früher zu verm. 4165 & Schneider. 3203] In dem Hause Aranü- fnrterstratze 31 ist der mittlere Stock, bestehend aus 8 Zimmern, großem Vorplatz, Küche, Mädchenzimmer, schönen großen Kellern, Bleichplatz u- s. w. per sofort zu vermieten. — Es können bei- gegeben werden: Kutscherwohnung, Bferdettall, Heuboden und Remise. Auf Wunsch auch ein Teil des großen Gartens. Näheres bei Wily. Z^kank, Bahnhofstraße 18. 5466] Eleg. 5-Zimmerwohn. mit Zubeh. im Parterrestock Schottstr. 10 zu verm. Näh. Gebr. Zutt, S'einstr ÖSfrtrf bestehend avs5Zim., L'kf S.Vlvll,Baderimmer, Kücke und 2 Kammern per sofort oder später zu vermieten. 4318 ___________Südanlage 28. Kleines Logis zu vermieten. <3*5433 «rofdorferstratze 11. 5651] Möbliertes Zimmer zu verm. Hrotze Wühfgaste 38, II. 4852] Einfach möbliertesZimmer zu vermieten. Marktplatz 17. 03194] Schön möbl. Zimmer zu vermieten. Hravenflraße 3, II. Mei« Eekladen ist gleich oder später, mit oder ohne Wohnung preis- wert zu vermieten- Louis Walther, 4939] Lindenplatz. Das der Frau I. Haeuser Xlli, in Klein-Linden gehörige, hier in der Wilhelm- und Franksurter- firaße gelegene Baugelände wird zu annehmbarem Preise verkauft. Näheres bei 5566 ___________«mil Uischbach. schöner Aüllofeu zu verkaufen. 2^_______«oethefiraße 33. 2 blühende Oleanderbäume zu verkaufen. Frankfurierstraße 41. Grummetgras von 3'/s Morgen am Lerhgesterner- weg und 3 Morgen Wiesen am Aulweg, hinter den Kliniken, zu ver- kanfen. [5683] Carl Haas je. Ein verschließbarer, gut erhaltener Federwagen z für jeden Zweck prffend, preiswert abzugeben. Ar.Schwan jr,Zvehlar. Damenrad,hochsemes, (jUyUUv, erstklaffigeS, noch wenig gefahren, preiswert zu verkaufen. Näheres Ludwigstraße 11, Htrh. verschifdfNts - Ein Stück Gartenland wird in der Rühe der Ebel- steaße zu pachten gesucht. Grfl Anerbieten mit Angabe des Flächeninhaltes und Preises unter Nr. 5S6i an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers._____________ Our Vorbereitung für das OElnjährigeu Examen erteile energische Nachhilfe. Näheres Goelhestraße »'>0, UL 5671 Bem An- unii Verkauf von Dillen, Wohn- und Geschäftshäusern, HotelS,Refiau. rants, Bauplätzen u. f. w., so. wie WohnuugS- Nachweis em- pfiehlt sich 5226 Heinrich Wallach ______MismarckSrahe 14.______ IV aus Hypothek, Wechsel, llilPili Schuldschein, Polizen, Vl/llU Erbschaft rc-, eeeeroei nicht unter Mk. 100.—, zu günstigsten Bedingungen. Rückporto e, Marlier, Nürnberg, 4308 Radbrunnenstraße 188. A. Fröhlich, Gießen, Goethestrahe 29. 5145 Atqfee 73onn$£ in Bidffldj preiogtkrönt Paketen zu 60, 70, 75, 80, 85,90 und 95 Pfg. das V, Pfd. mit prachtvoller Porzellan- Kaffee- und Tafelserviee- Zugabe in stets frischer Röstung. Alleinige Niederlage in Gießen bei Scirir's Mee Se/iusfer* ■ehutsniarke. Hch. Wallach Bismarckstr. 14 (Ecke Ludwigstr.) Lokomobilen Heinrich Lanz * Mannheim. Grösste und bedeutendste Fabrik Deutschlands für DampJ- Ureschmaschinen und mit den neuesten Schutzvorrichtungen und Verbesserungen, mH und ohne Strohpresse, Garbenbinder und Strohelevatoren. Verkäufe in den Jahren 1895—1900 allein 5357 Lokomobilen 2811 Dampfdreschmaschinen. Wwtrlrte Kataloge, ebenso Statuten otc. Für neuzugründende Genossenschaften kostenfrei. Couverts mit Zinna billigst Vrühl'sche UniversttatSrOruckerei. Berantwortlich für den allgemeinen Int: P Wtttko; für den Anreigentetl: HanS Beck. — Druck und Vertag der Brüht'lchen Unlserfitätr-Buch, und Steinöruderti (Pietsch Erben) in Gießen. I 8anbe Hinrich Die Lorst lange Neben, Reichstag lturch den p vor nngeM und mit de ivärttg. M Parteiorgan schärfste pari nur in der frahe hatte im Reichstac l-inksstehend< dagc Wfe „Franks Ztc Dauer eine Ztg." sagte >ie Wurzel Heute n Zolltarifentl Kreisen gun einer Aban> ltaucht zwar mehr andeu ifrlb hätte a jtchfuß im di lamentliche 2 ztg"richtet ft rng, Mann st Len Winter. ,einfache Mi lännen. 'Tas ist zur (Senii der Praxis der] agt da f Wlegraphisch» stcheinen, der nicht ohne ti tyigung, unba 4e)t§unage(n" e-der drei Sitzi : arifentwufi 1 Keine einzige Lark machen L«alten. Also ersten Blick. Dennoch Mr Anwendi feinen Zweck; M Bezug au lande wie in Heinze konnte Möglichkeit ei nnannigfache? Parteien, bie tarifentfouri 6 für Punkt, in gebt es gewiss, 70 energisch w >uch die Miste e.ndere Schwei öne Abänderu Pflicht" gegc darnach zu h schreibt die, d die Rechte „felsensc Ochttuktion ( L°^n" swlpe ^schastsordn s-uins hält : 5'cht schwer -iwljtarifentiü Q'setzt feit 5r Sch«» Kung des ms Hinderns, «^rmöchte, eine Hinderns- ®tf recht" E unh ^7 den. 10