t »M W ** Hk be* Xe% crMMnenkn JMnR W ewr*. >« llhr weinen. aufge- die an- txxx ;un. Betr.: Maul- und Klauenseuche zu Steinberg. Nachdem die in einem Gehöfte zu Steinberg tretene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, werden geordneten Sperrmaßregeln hiermit wieder aufgehoben. 5057 Zimmermann, tritt 50 txxx Gießen, den 18. Juli 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. zu sofortig Si«- v tritt arem Jammer vergeblich ankämpfen. Alle drei Dichtungen ind auch bei der Lektüre von erschütternder Wirkung. Das? Buch sei allen empfindsamen Lesern empfohlen. Die Ueber- etzung durch Herrn v. Oppeln-Bronikowski läßt nichts zu wünschen übrig. düsteren, uralten Wald aus einer einsamen nördlichen Insel mitten im Meer. Es ist Nacht. Das Licht des Mondes und der Sterne vermag nur an wenigen Stellen durch die dichte Finsternis des Laubes zu dringen. Sechs blinde Greise und sechs blinde Frauen, worunter zwei junge, sitzen aus Steinen, Baumstümpfen, welken Blättern einander gegenüber. Durch die Art ihrer Rede unterscheiden sich die Blindgeborenen von den Erblindeten. In ihrer Mitte sitzt ein uralter, weißhaariger Priester, gegen eine riesige hohle Eiche gelehnt. Sein gram durchfurchtes Antlitz ist von einer wächsernen Fahlheit. Seine Augen schauen nicht mehr „nach der sichtbaren Seite der Ewigkeit". Er ist tot. Die Blinden wissen es nicht. Sie glauben ihn weggegangen, um für eine wahnsinnige Blinde, die ein kleines Drei Mtagsdramen. Von Maurice Maeterlinck. (Verlag von Eugen Diederichs in Leipzig.) bekannteste Stück des feinen, idealistischen belgrschen Poeten bietet dieses kürzlich erschienene, merk- \ Büchlein, „Der Eindringling" (L'Jn- JJv .ftxfjrt uns ins alltägliche Leben. Eine große Gefahr scheint überstanden zu sein. Es ist Aussicht vorhanden, daß die schwer erkrankte Mutter des Hauses, die einem kleinen schwachen Kinde das Leben gab, wieder qe- • ^*er alles am besten weiß und alles erklären kann, spricht mit Bedauern von dem blinden Großvater, der ui einer wachsenden Unruhe und Aufregung 11 und sich nicht berufen lassen will. ,> schrecklich l * blind zu sein. „Nicht zu wissen, wo man ist, nicht nicht zu wissen, wohin inan zeht. Er weiß Nicht daß diese Worte für ihn selbst und für Sie meisten der Anderen mehr gelten, als für den alten ’tan ber „afae sie zu begreifen, all die ewigen Gefeße b.°lau cht, die rings um fein Haus walten/- „Es ist ein der Tod--, so singt das alte Volkslied! Das Nahen dieses Schnitters fühlt der alte, für seine Tochter bangende Mann, und seine Enkelin Ursula nimmt zuerst die seltsamen Zeichen wahr, die dies Nahen begleiten und das neugeborene Kind schneit auf, als der Schnitter' sein vollbringt. — Greise am Ausgang, Kinder an der schwelle des Lebens und Frauen stehen bei Maeterlinck Natur und dem Wesen der Dinge am nächsten. Sie !Men deren inneren Zusanimenhang. „Jeder Stern des prmmels und jede Kraft der Seele ist dabei beteiligt wenn ein Augenlid zufallt oder ein Gedanke sich bildet/' -ju den „Blinden" führt uns der Dichter in einen! Politische Tagesschau. Die leidige Gumbinner Militär-Angelegenheit hat zwar schon reichliche Verwirrung gestiftet, aber daß sie nun auch noch als Argument für die Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit ausgenutzt werden würde, war denn doch kaum zu erwarten. Dieses logische Kunstück blieb den „Hamb. Nachr." Vorbehalten, die es nicht verschmähen, als Mittet zum Zwech das Offitterkorps wegen der. in neuerer Zeit angeblich auffallend zahlreichen Fälle des Mißbrauchs der Dienst^ gewalt zu verdächtigen. Das Blatt klagt, es gehe jetzt „freu sämtlichen Fußtruppen die unbestreitbar erzieherisch höchst wertvolle Hilfskraft der besseren Elemente des dritten Jahrganges" verloren und der erschwerte Dienst führe leicht „zu Nervosität und zu Exzessen in der Behandlung der Untergebenen". Dem gegenüber ist denn doch zu bemerken, daß die „erzieherisch höchst wertvolle Hilfskraft" der Mannschaften des dritten Jahrgangs von aktiven Militärs keineswegs als so „unbestreitbar/' angesehen wird, sintemalen dieser dritte Jahrgang sich großenteils aus nichts weniger als „besseren Elementen" zusammensetzte. Uebrigens deutet das genannte Blatt selbst andere Mittel zur Gleichterung des Dienstes an, die jedenfalls eher in Gespräch auf die That Breseis kam, rühmte er in begeisterten Ausdrücken dessen Heldenmut und erklärte, daß es sein sehnlichster Wunsch sei, auch« einmal etwas Großes im Interesse der Sache unternehmen zu dürfen. Das! Mißtrauen der „Roten" besiegte Segura völlig durch fanatische Ansprachen, in denen er den Königsmord verherrlichte Kaum war ein Monat verflossen, da ernannte man ihn zum Mitglied der „Gesellschaft für soziale Studien", der Hauptvereinigung der Anarchisten. Niemand ahnte in ihm den Verräter. Die wißtrau- ischen Leiter der „Reds" äußerten sich zu ihm ohne Rückhalt. Nach und nach erfuhr er die ganze Geschichte des Humbert-Komplotts. Er machte die Bekanntschaft aller Personen, die um den Mordplan wußten, lange bevor Bresci ihn zur Ausführung bringen konnte. Aus dem Munde eines Hauptanführers vernahm er, wie man eines nachts Anfang Mai, nachdem alles zu der That vorbereitet war, in der Bartholdi-Hall in Paterson zusammentraf, um das Los entscheiden zu lassen, wer den Revolver auf den König richten sollte. Die in das Geheimnis eingeweihten Männer gruppierten sich um einen großen Tisch. Schmale Papierstreifen wurden in einen Hut gethan, und jeder Anwesende griff hinein und zog einen Streifen. Das Papier, auf dem das Wort „Dod" stand, bestimmte den, der seine Hand mit dem Blute des Königs beflecken sollte. Gaetano Bresci zog den verhängnisvollen Streifen. Wie man Segura wiederholt erzählte, ist Bresci sehr niedergeschlagen gewesen, als er erkannte, daß ihn das Los traf. Nur mit Widerstreben ging er an die Ausführung. In einem Brief, den er am 10. Juli 1900 an einen Verbündeten schrieb, bittet er, man möge sich seiner armen Frau annehmen, von der er keine Nachricht mehr erhalte. Er wisse auch nicht, wo sie sich, befinde; denn sie habe ihm versprochen, gleich nach seiner Abreise ihren Wohnort zu wechseln. Sie möge sich sein Unglück nicht so sehr zu Herzen nehmen, sondern immer daran denken, daß er eine „Pflicht" gethan habe. Dieses Schreiben brachte Segura in seinen Besitz, und fügte es dem Bericht hinzu, >en er der italienischen Regierung überreichte. Nur zu gut wußte Alexander Segura, daß sein Leben jenseit des Ozeans keinen Pfifferling mehr wert ist, seit er eines Tage^ Ende Marz spurlos aus der Mitte der „Roten" verschwand. Nachdem er unter dem Schutz des italienischen Konsuls feinen Bericht ausgearbeitet hatte, eilte S-i nach Italien. al8balbiflen.6i£ alld^n ytn . q«[j 190t- Ms riüN» in — iS« Im Reichsamt des Innern hat am 6/ Juli eine Konferenz getagt, die sich mit der Frage zu beschäftigen hatte, wie eine Regelung der Hausarbeit in der Tabak- industrie herbeigeführt werden könne. Vor mehr denn Jahresfrist entsandte das Reichsamt des Innern einige Regierungsräte in westfälische Bezirke, um sich frort über die Heimarbeit in der Tabakindustrie zu informieren. Am 6. Juli waren nun vier Gewerberäte, acht Zigarrenfabrv- kanten und acht Zigarrenarbeiter im Reichsamt des Innern zur Beratung versammelt. Die Organisation der Unternehmer, der „Deutsche Tabakverein", war vertreten durch seinen Vorsitzenden, Kommerzienrat Collenbusch-Dresden, sowie durch Kommerzienrat Biermann-Bremen; die Organisation der Arbeiter dagegen, der „Deutsche Tabakarbei- ter-Verband", war von der Beratung ausgeschlossen. Aus den westfälischen Bezirken waren aber Arbeiter, die der Organisation fern stehen, zur Konferenz herangezogen. Man verhandelte u. a. über die Frage, ob es „erwünscht und durchführbar" sei, die Vornahme aller zur Herstellung von Zigarren erforderlichen Vorrichtungen zu verbieten: a) in Räumen, deren Fußboden 0,50 Meter unter der Oberfläche des Bürgersteiges oder des Hofes liegt; b) in unverschalten Dachräumen; c) in Schlaftäumen. Eine weitere Frage ging dahin, ob das Abrippen, das Mischen und Lagern von Tabak in Wohn- resp. Arbeitsräumen zu verbieten sei. Die Antwort darauf lautete: Das Abrippen und Mischen von Tabak soll, wenn dieser feucht ist, gestattet sein, das Lagern von 5 Kilogramm für einen Arbeitstag ebenfalls. Weiter soll das Trocknen von Tabak in den Wohnräumen nur gestattet sein, „wenn ausreichende Fürsorge gegen hiervon drohende Gesundheitsschädigung getroffen ist", wozu man empfiehlt, „in die Oeffnung einen besonderen Rahmen mit Luftabschließung einzuschieben, wie das z. B. in den Schriftsetzereien seit Jahren eingeführt worden ist." Die Arbeitsräume sollen mindestens 2 einviertel Meter hoch und mit zu öffnenden Fenstern, sowie festem und dichtem Fußboden versehen sein; ferner sollen sie für jede mit Rollen, Wickelmachen oder Enttippen be- schäMgte Person 10 Kubikmeter Luftraum bieten. Und nach einer anderen Bestimmung sollen Kinder unter zwölf Pir Prrböüdktkll drs italienischen Köoigsluörders Krrsci. Wie amerikanische Blätter berichten, kennt man jetzt alle Einzelheiten des Planes, der ins Werk gesetzt wurde, um König Humbert von Italien zu ermorden. Man weiß die Namen von sämtlichen Personen, die Bresci gewissermaßen i die Mordwaffe in dieHand gedrückt haben. Einzelne der Verschwörer wurden bereits unter einem Vorwande nach Italien gelockt, und sitzen nun hinter Schloß und Riegel. Viele sind auf dem Wege nach Europa, und zwar glaubt man, sie seien mit einer neuen, schrecklichen Mission betraut. Einige haben sich nach Kanada ge- fluchtet, die Mehrzahl aber ist in Paterfon geblieben, wo Geheimpolizisten sie scharf beobachten. Man hofft, alle Hauptbeteiligten im Lauf der nächsten Wochen verhaften ^er, Schuld überführen zu können. Die italienischen Polizeibehörden sind davon benachrichtigt worden, daß Carlo Chinale, Anführer der Anarchisten, von Toledo im Staate Illinois, sich vor kurzem nach seiner Heimat begeben habe. Ms nach der Ermordung des Königs Humbert das Gerücht austauchte, Bresci habe nicht aus eigenem Antriebe gehandelt, sondern sei das Werkzeug einer in der nord- amerikanischen Fabrifftafrt Paterson ansässigen Anarchisten- öande gewesen, suchte man in Italien nach einem be- ,vnders tüchttgen Detektiv. Die Wahl fiel auf Umberto Molossi, den Chef der Geheimpolizei von Ancona. Früh un Herbst des vorigen Jahres langte Molossi in New-York an, wo er unter dem Namen Guiseppe Massone seine Arbeit begann. Er hatte aber nur wenig Erfolg, da die ,.Roten" von Paterson sehr auf ihrer Hut waren, und -ödem frisch herüber gekommenen Landsmann e mit größtem Mißtrauen begegneten. Einem Griechen, Mexander Segura, blieb es Vorbehalten, es der italienischen Regierung zu ermöglichen, die Verbündeten des Königsmörders Bresci zur Rechenschaft zu ziehen. 'Der italienische Konsul in New-York Braucht hörte von der Findigkeit und Unerschrockenheit des Griechen, der seit vier Jahren in New-York als Angestellter eines Detektiv- Bureaus thätig war. Der Konsul bestellte ihn zu einer Unterredung in den Lotos-Club und setzte ihm auseinander, daß man einen Mann brauche, der keine Gefahr scheue, dem es nichts ausmaM, sich selbst als Anarchist aufzuspielen, das Vertrauen der Paterson-Roten zu erschleichen, um in ihr Geheimnis zu dringen. Der Heine, schmächtig gebaute Manu versicherte, daß er sich der gefährlichen Aufgabe vollkommen gewachsen fühle. Nach wenigen Tagen mietete Segura, in einem viel getragenen Arbeiteranzug von gröbstem Stoff gekleidet, ein bescheidenes Logis in Paterson. Er wußsse, daß er va banque spielte, und um den leisesten Verdacht zu vermeiden, nahm er Beschäftigung in einer Seidenfabrik an. Gewissenhaft verrichtete er seine Arbeit, besuchte nach Feierabend die Bierstuben, und erschien dann und wann auch in dem Stammlokal der Anarchisten. Ganz allmählich wurde er mit einigen Wortführern bekannt. Ms eines Abends das Betracht gezogen zu werden verdienten, als die Wieder- Verlängerung der Dienstzeit. Es drängt sich, so schreibt es, die Frage auf, ob nicht die rein formale Ausbildung der Truppen, unbeschadet der vollsten Aufrechterhaltung der Disziplin und Kriegstüchtigkeit derselben, bei dem gesteigerten Dienst- .betrieb in geeigneter Weise zu vermindern ist Wir rechnen hierzu den gesamten Paradedrill und alles, was die Eleganz der Exerzitien zum Zweck hat, wie der langsame Schritt, die scharfen Gelvehrgriffe und manches andere. Schon vor einigen Jahren wurde mit der Vereinfachung des Exerzierreglements in dieser Richtung ein bedeutsamer Schritt gethan, und wenn man in früherer Zeit das Hauptprodukt militärischer Erziehung, die Disziplinierung der Truppe, fast ausschließlich auf dem Wege straffer Exerzieranforderungen von außen nach innen zu erzielen bestrebt unfr gezwungen war, so erscheint bei dem heuttgen intellektuellen und moralischen Niveau des aus guter Volksschulbildung heran- gezogenen Heeresersatzes das Einschlagen dieses rein mechanischen Weges nicht mehr so dringend erforderlich wie in früherer Zeit. Schärfste Gefechts-, Feuer- undf Marschdisziplin sind auch heute noch und sogar in erhöhtem Maße geboten, aber bei den Anforderungen auf formalen Gebieten ist eine beträchtliche Abminderunä zulässig. Wir glauben, fraß dadurch eine Truppen und Führer entlastende Einschränkung bewirkt, beiden die Er- Mlung ihrer Aufgabe erleichtert unfr die Zahl der Mißhandlungsfälle im Heere verringert werden würde. huhe ■0' 35 $fg. 85 * Wagen) MS, 2 A. 2.85 3 M. ll35, L50 Mk. -60, 2.80 M. 5» 70, 90 Pfg. 125 M. •>40,60««, Kind hat, Wasser zu holen. Sie warten auf ihn. Er hat sie, weil die Sonne schien, aus dem inmitten der Insel gelegenen Blindenhospital herausgeführt. Auch war er unruhig wegen starker Gewitter, die den Fluß angeschjwellt hatten und das Meer steigen machten. Er hatte sie auf alle Merkmale des Weges aufmerksam gemacht, aber sie hatten seiner Worte nicht geachtet. Manche murrten, wollten nicht weiter gehen. Jetzt warten sie vergebens, unfr ihre Lage wird bang und bänger. Endlich ein Zeichen, daß etwas Lebendes naht! Es ist der Hund des Hospitals, er wird sie führen, retten! Aber er zieht einen der Blinfren zu der Leichie hin, unfr durcb Tasten entdeckt dieser den Toten. Der Hund will nicht mehr von der Leiche weichen. Wieder nahen Schnitte. Das Kind, das einzige sehende Wesen, wird in die Höhe gehoben, und es beginnt zu Die Schritte sind ganz nahe. Auf bange Fragen erfolgt keine Antwort. Die Antwort hat schon zuvor das immer stärkere Rauschen des Meeres gegeben. Der Tod ist es, der unter die Blinden getreten ist. Diese Blinden, Pie wie durch Mgründe voneinander Erste- Blatt «r. 169 1S1« Jahrgang Sonntag 31. Juli 1901 Adresse für Depesch«« Anzeiger Siehe«. Fernsprechanschluß Ne. I». StreitsR unb W-4 T. General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezngLprrk viei der hohen Temperatur allzu große Anstrengungen und den reichlichen Genuß alkoholischer Getränke. Genügende Berlin, den.... I. A. der Unterverbandsversammlung:" Der Antrag rief eine kurze Trskussion hervor, in der Unser Pater Robert lebe Biele Jahre noch wie heut', O, daß ihm der Himmel gebe Alles, was sein Herz erfreut. Wer es gut Robertisch meint, Hat sich heut' mit uns vereint. Seht, wir bringen ihm zu Ehren Heut' an seinem Namenstag Preis und Jubel, und in Chören Halten wir ein Festgelag. Und dem Papa Robert töne Froher Glückwunsch seiner Söhne. Komm, o Tag, noch oft hernieder. Der unS heut' so heiter scheint, Und wir feiern dann dich wieder, Stets so froh wie jetzt vereint. Kaffee, eine Stütze*) Wein Wird uns dann willkommen sein. Möge doch die Sonne scheinen Unferm Papa Robert lang, Stärke geb' sie seinen »einen, Seinem Geiste muntern Gang, Und das Fläschchen gratias Mache seine Gurgel naß. Ohrensausen, Gicht und Fieber Und kein Schlagfluß soll ihm bräun, Alles, was ihn ruft hinüber, Möge ferne von ihm fein, Daß er uns die Messer schleife Und nicht nach Arzneien greife. Hell und rein sei feine Kehle, Wenn er den DiSkanto stimmt,**) Und er geige ohne Fehle, Wenn er die Viola nimmt. Brav Col'phomum zum Streichen Wird den Schlaf von ihm verscheuchen. Niemals werd' er mehr genommen AuS den Mauern Arnsburgs fort, Er soll nicht als Geißel kommen Hin an einen bösen Ort, Kein Franzos***) soll ihn mchr schrecken Und kein Bataver ihn necken. es folgen Krämpfe oder gar Blutungen und unter Umständen der Tod. Mau vermeide, um der Krankheit vorzubeugeu, ♦) Stutzbecher, Becher ohne Fuß. — **) Nach der »Commentatie hiötorica de antiquo romano Castro aquilae vulgo Arnsburg in Kolonialpost. Bon der deutschen tzeideumiffiou. Die deutschen Kolonien machen nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht sichtbare Fort schritte, auch die religiös-sittlichen Fortschritte sind bemerkens wert. Hierher rechnen wir, daß im Jahre 1899 in Deutsch- Ostafrika l 14 Personen wegen Sklavenraubs oder'Verschiffung von Sklaven über See bestraft und 2180 Freibriefe an bisherige Sklaven ausgestellt wurden. In Deutsch- Südwestafrika hat die Rheinische Mission im verfloffenen Jahre 740 Heiden getauft; 1623 Eingeborene befinden sich noch im' Taufunterricht. — In Lome, der Hauptstadt unseres Togogebietes, ist für die zahlreichen Deutschen der Bau einer Kirche geplant, zu dem die kleinen Leser des Kindecmisfionsblattes „Für unsere Kinder" in der Heimat Gaben sammeln. — In Kamerun wurde kürzlich im Seminar der Basler Mission das erste Abgangsexamen gehalten. Fünf eingeborene MisfionSgehilfeu bestanden eS und wurden mit einem guten Zeugnis entlaffen. — Daß sich auch das Reich der sittlichen Hebung der Eingeborenen annimmt, erhellt auS einem Erlasse der Reichsregierung, welcher die Ausführung von Eingeborenen aus den deutschen Schutzgebieten zum Zwecke der Schaustellung untersagt. Möchten die un würdigen Schaustellungen fremder Raffen überhaupt beseitigt werden! Die Eindrücke, welche die Farbigen aus de« Ländern der Weißen mitnehmen, find meistens recht zweifelhafter Art. — Um noch unser Schutzgebiet Kiautschou zu erwähnen, gedenkt die Berliner MissionSgesellschaft ein größeres Schulhaus für etwa 55000 Mk. zu bauen, da der Andrang der Chinesen zu dem von Missionar Kunze erteilten Unterricht groß ist. Erfreulich ist, daß die evangelischen Missionen in China beschlossen haben, für die zahlreichen ermordeten Missionare (186) keinerlei Anspruch aus Schadenersatz zu erheben und überhaupt einen solchen für zerstörtes MisfionS- eigentum nur dann anzunehmen, wenn er freiwillig angeboten wird. Das AergerniS, welches übertriebene Schadenersatzansprüche nichtevangelischer Missionare in China erregten, ist ja weltbekannt. IO*» norm. 1235 nachm. iso w 317 , 4« , Aus Stadt und Land. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. + Der deutsche Zeutralvereiu der Gustav Adolf-Stiftung hatte im Jahre 1900 eine Gesamteinnahme von 1 998 872 Mk. Seit seinem Bestehen hat er 35 821 771 Mk. verteilen können. Im letzten Jahre wurden 38 mit seiner Hilfe gebaute Ki rchen, Betbäuser und Kapellen eingeweiht, 27 begonnen. 22 Ge meinben konnten vom UnterftützungSplane abgesetzt werden; 49 600 Mk ist der Höchstbetrag, der an eine von ihnen im ganzen gezahlt worden ist. 40 Gemeinden wurden neu in die Reihe der zu unterstützenden ausgenommen. •• Die Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand ist morgen, Sonntag, zum letzten Male geöffnet. Bon Montag an bleibt die Ausstellung bis zum 15. September geschloffen. •• Der Kaufmännische Verein begeht am 21. ds. sein Sommerfest auf dem Schiffeuberg. Die Beteiligung ver- Wt eine rege zu werden. Zur Hinfahrt können der 2 Uhr.Zug, sowie die Wagen der Omnibus-Gesellschaft benutzt werden und für die Heimfahrt läßt die Bahnverwaltuua auch den 10 Uhr Zug an der Station Schiffenberg halten. Das Fest findet bei jeder Witterung statt und wird rm Notfälle im eigenen Heim abgehalten. () Marburg, 19. Juli. Gestern fanden die Verhandlungen des in diesen Tagen in Marburg abgehaltenen Verbandstages der Raiffeisen-Vereine des Reg.-Bez. Kassel ihren Abschluß. Den Schluß der Verhandlungen bildeten die Berichte der Unterverbandsdirektoren aus Hanau, Fulda, Niederhessen, Oberhessen, Schaumberg und Heiligenstadt. Der Unterverband Schlüchtern stellte folgenden Antrag: Der Unterverband Raiffeisen scher Genossenschaften für den Kreis Schlüchtern beantragt, der Verband ländlicher Genossenschaften für den Regierungsbezirk Kassel möge den auf der Schlüchterner Unterverbandsversammlung vom 19. Februar er. einstimmig angenommenen Antrag sich zu eigen machen, wonach die hessischen Raiffeisen-Vereine bei dem nächsten zusammentretenden Provinziallandtag durch eine motivierte Petition um Erlaß eines Provinzial-Ge- setzes, betr. gesetzliche Einrichtung ländlicher Fortbildungsschulen nach Art der städtischen gewerblichen Fortbildungsschulen vorstellig werden sollen. Das Provinzialgesetz soll nach der von der Unterver- bandsversammlung angJJmme^ Formulierung ungefähr folgenden Wortlaut haben. Kastel) Kantor des Konventes. — ***) Dies bezieht sich auf die Drang- „Mr Wilhelm von Gottes Gnaden usw. usw. ver- fa[e, die das Kloster Arnsburg in den Revolutionskriegen, des. in de» ordnen mit Zustimmung des Landtags der Monarchie Jahren 1792 und 1795, erduldete. sowie des Provinzial-Landtags für die Provinz Hessens Nassau für den Umfang dieser Provinz folgendes: § 1. Die Gemeinden sind berechtigt, durch ern Gemeindestatut die zwangsweise Teilnahme aller männlichen Einwohner im Alter von 15 bis 18 Jahren an den innerhalb ihres Gemeindebezirks bestehenden oder emzurich^ tenden öffentlichen Fortbildungsschulen vorzuschreiben und durch die den Ortspolizeibehörden gesetzlich zustehenden administrativen Zwangsbefugnisse (Landesverfassungsgesetz vom Zu ergingen. § 2. Der Unterricht dieser ländlichen und städtischen Fortbildungsschulen ist, soweit derselbe nicht auf die Sonntage verlegt, sondern an Wochentagen erteilt werden soll, auf die Abendzeit (nach6Uhr) der Monate Oktober bis März anzusetzen. § 3. Zur Gründung solcher öffentlichen Fortbildungsschulen sind die Gemeinden selbst, die Kreise sowie die Regierungs-Kommunal-Verbände berechtigt. Eine seltsame Unhöflichkeit gegen den deutschen Kaiser hat: fü6 ba« « »X kommen gierungsorgan „Tagbladet zu 1 ) folgenden lassen, indem es dem „Verl. Tgbl. zufolge, lvigenven ihm zugegangenen Brief mit der Unk j. riirft- unter dem Titel „Ein unvermeidlicher Mann abdruckt. Kaiser Wilhelm herrscht nun feit 13über „das" große Vaterland", und jedes Jahr hat es ihn ge- rieben uns zu besuchen. Außer dem wider ichcn Em- Lianae im Frchre 1890, da Christram-l vor lauter Betz isterung auf dem Kopf- stand, und Straßen und Brucken nach ihm tau te, sind diese Besuche von uns immer mrt Gleichgiltigkeit betrachtet worden. Unsere Behörden sind zuvorkommend gewesen das Telegraphenwesen war vflicbtaetrcu, und das Kabel zwischen Odde und dem kaiserlichen Schiff hat untadelhafte Dienste gethan. Der Kaiser hat für alle Höflichkeiten dadurch quittiert, daß er der Domkirche in Trondhjem zu ihrer Restaurierung 1000 Kronen schenkte, der Kirche, die 1888 nach dem Tode des alten Kaisers zum Trauergottesdienst zur Verfügung gestellt wurde. Diese jährlichen 1000 Kronen sind wohl nicht ohne Zusammenhang mit dieser uns Norwegern wenig angenehmen Verwendung unseres größten nationalen Heiligtums. Könnten wir nichit jetzt Konto zwischen uns und dem R. . . . kaiser einigermaßen für ausgeglichen ansehen? Ich denke ja, und stelle anheim, daß „Tagebladet" den Anfang macht. Fort mit allen diesen nichtssagenden Telegrammen, über das, was der Kaiser von Tag zu Tag vornimmt, und notieren wir einzig die drei Dinge: Ankunft, 1000 Kronen an Die Domkirchfe und Abreise. Wenn wir dies zu wissen bekommen haben, sind wir ganz zufrieden und werden uns mit größerer Ruhe in das Unumgänglichje finden. Das „Tagbladet" sucht sich, jetzt mit der kaum minder absurden Erklärung aus der Affaire zu ziehen, der Artikel sei infolge eines bedauerlichen Irrtums veröffentlicht worden. Zur Erkenntnis des Irrtums ist aber doch wohl „Tagbladet" erst gekommen durch den allgemeinen Unwillen, den der Aufsatz in Norwegen selbst erregt hat. Mit Recht nennt „Morgenbladet" den Artikel roh und dumm. Es bedarf kaum der Mahnung eines anderen Blattes, „Aften- gaten", man möge aus dieser glücklicherweise vereinzelt dastehenden Auslassung keine weiteren Schlüsse ziehen. Solche Schlüsse auf etwa vorhandene antideutsche Stimmungen in Norwegen sind nicht gezogen worden, umsoweniger, da auch die Beziehungen zwischen den Höfen die allerbesten fintk Eben verlautet, daß voraussichtlich mit dem Kaiser von Oesterreich der König von Schweden den diesjährigen deutschen Kaisermanövern beiwohnen werde. Die deutsche Regierung hat ganz gewiß den Artikel von vornherein nicht ernsthaft genommen. Jahren nicht zu den zur Herstellung von.3^611 er forderlichen Arbeiten herangezogen we^en dursem Jahre soll Frist gegeben werden, die Beschränkungen fu Arbeitsräume durchzuführen. In umgekehrter Richtung: Luzern c 101 , 230 „ 425 „ 520 „ abends 912 , Frankfurt a. M. „ 5is „ Beide Züge durchfahren die Strecke Darmstadt—Karls ruhe und umgekehrt über Schwetzingen, ohne anzuhalten, in nl$L9anJ die Notwendigkeit' des' 'Schulzwangs betont, aber auch die gerüstet find und auch RestauratwuS- und Küchenbetneb ein 5^to{erigfeit berührt wurde, die richtige Stunde für । erlebtet ist, haben die Reisenden alle Annehmlichkeiten wie Schule zu finden. Der Antrag wurde einstimmig an- )ei V.Zügeu, ohne Platzkartengebühr bezahlen zu genommen, ohne daß auf die Fixierung der Stundenzahl müffen. Nach Luzern findet Wagendurchlauf statt, für die Wert gelegt wird. Der nächste Verbands tag soll in F ul d a i brigen Schweizerischen Stationen muß in Basel umgestiegen abgehalten werden. werden. Auch für uns Gießener bietet der neue Zug in der ** Kleine Mitteilungen aul Hestea und den Nachbarstaaten. Achtung von Norden nach Süden hiernach eine vortreffliche In Butzbach trat am 18. Juli, wie die „Butzb. Ztg.- Verbindung nach der Zentral- und Westschweiz, sowie nach mitteilt, eine Landwehr-Kompagnie in der Stärke von über 100 Mann zusammen, die fich vorzugsweise aus Landwehr- teufen von Mainz und Umgebung zusammensetzt. — Das Gasthaus „Znm Frankfurter Hof- in Lang «Göns wurde von der bisherigen Inhaberin Kath. Mohr zum Preise von 25000 Mk. an Jakob Metzger in Butzbach verkauft. — Im fürstlichen Schloßgarten in Gedern kommt demnächst eine 80—100jährige Aloe zur Blüte. An der Spitze des etwa 3 Meter hohen Schaftes entwickeln fich bereits mehrere Knospen, deren Zahl sich aber dem Anschein nach noch wesentlich vermehren wird. Der Schloßgarten ist zur Be- ichtigung jeden Nachmittag von 4—8 Uhr geöffnet. — Die Reichsbank.Nebenstelle für Friedherg und Bad. Nauheim wird nächsten Montag im Hause der Frau Dr. Trapp eröffnet. — Förster Diehl von Altenfeld fand auf dem Felde einen Kornhalm mit 20 Aehren. — GerichtSaffeffor Dr. Waldschmidt in Wetzlar ist zum Amtsrichter ernannt worden. — Lehrer Reitz von Gladenbach, zuletzt Zehrer in Biedenkopf, hat in den letzten Tagen in Zürich ein Doktor-Examen bestanden, nachdem er einige Jahre an Basel Freiburg Karlsruhe Darmstadt i ffue ihm die Kleider und verschaffe ihm Kühlung mit Waffer. In schlimmeren Fällen gebe man dem ganzen Körper naffe, ------------------- —7------ « - - kalte Umschläge, führe die künstliche Atmung durch Bewegen der dortigen Universität studiert hat. — In Marburg der Arme und Brust herbei und belebe chn durch Riech, und verschied infolge eines Schlaganfalls der Oberlehrer am Gym- Arzneimittel. ttaftum Prof. Dr. Heiur. Schäfeft._____________ Friedberg, 19. Juli. Die Manöver des 2. baye- . rischen Armeekorps finden gemäß einer Bereinbarung Elve Geburtstagsfeier rm Kloster ArttSvurg mit dem preußischen 5kriegSministerinm dieses Jahr zum Tetl vor hundert Jahren. auf hessischem und preußischem Gebiet statt. Die Korps- Nr. 14 der Zeitschrift „Heffenland" (Verlag von Manöver finden im Gelände zwischen Aschaffenburg und Würz- g^r. Scheel in Kassel) schreibt unter dieser Spitzmarke urg, die DivifionSmanöver im Gelände von Würzburg bis Dr. August Röschen: Das nachstehende Gedicht wurde mir Frankfurt a. M. und Friedberg statt. von Herrn Geheimen Kirchenrat Wilhelm Nebel (aus Groß- r. Eberstadt, 19. Juli. Den Beweis dafür, daß eS für @erau) mitgeteilt. ES stammt aus dem Nachlaffe von dessen einen Fuhrmann unerläßlich ist, vor dem Wegfahren sich zu Baler Dr. Ernst Ludwig Nebel, Professor der vergewissern, ob am Wagen alle« in Ordnung ist, lieferte Medizin zu Gießen, dem bekannten Altertumsforscher gestern wieder ein Unfall, der sich hier ereignete. Ein un^ Sammler (geboten 1772, gestorben 1854). Dieser war Handelsmann aus Muschenheim fuhr einen steilen Hohl- Oon seinem Baler, der ebenfalls Profeffor der Medizin zu weg herab; da die Hemmvorrichtung nicht in Ordnung war, Hießen und PhyfikuS des Klosters Arnsburg war, öfter zum ließ der Wagen das Pferd wieder die Hinterbeine. Das Besuche dieser Abtei mitgenommen worden. Nach dem Tode Pferd ging durch und rannte in rasendem Lauf nur noch seines Balers, den er, erst 11 Jahre alt, verlor, dauerten mit dem Borderwagen und dem Besitzer darauf, ins Dorf, ^ie Beziehungen zu Arnsburg weiter, und er war oft dort wo es eingefangen wurde. Der Fuhrmann wie daS Pferd a[8 gern gesehener Gast. Manchmal erzählte er, wie er, ind verletzt. — Bot kurzem wurde hier ein altes Bauern- obgleich Protestant, dem Gottesdienst beiwohnte und die -aus, gebaut 1696, renoviert. Bei den Arbeiten kamen Mönche durch feine kräftige Baßstimme in Erstaunen setzte, irachlvolle Schnitzereien zum Vorschein. ES ist nach Ein- Diesen Beziehungen verdankt folgendes Gedicht feine Ent- drücken aus der Darmstädter Künstlerkolonie wiederhergestellt stehung, das dem Pater Robert Stock im Jahre 1801 worden und hat nunmehr eilt ganz prächtiges Aussehen ge- 8um Namenstage (7. Juni) gewidmet wurde. Das Gedicht Wonnen. Das Gebälk ist dunkelrot, die Fenster, das Thor zeigt, daß die Klosterbrüder einen anständig munteren Ton und die Läden sind grün, der Bewurf mattgelb gestrichen. utlb eine heitere Geselligkeit mit dem Ernste ihres Berufs In der Durchfahrt sind Malereien angebracht. So ist das verbinden wußten. ;)au« ein Schmuck für das ganze Dorf geworden. Darmstadt, 18. Juli. Der allgemeine Verband und der Neuwieder Verband der Deutschen landwirtschaftlichen Ge- offenschaflen, sowie die Deutsche KornhauS Kommission haben ich mit ihrer gesamten Organisation dem preußischen Staats- Minister zum Zwecke der Ankäufe und der Vertreibung von Saatgut, Futter- und Düngemitteln in den Notstandsbezirken zur Verfügung gestellt. — Zu der in unserer gestrigen Nummer gebrachten Notiz, wonach der Militärfiskus der Stadt die große Jnfanteriekaserne in der Alexander- traße zum Kauf angeboten habe, erfährt das ^Darmst. Tgbl.- auS zuverlässiger Quelle, diese Nachricht eile den Thatsachen weit voraus. Anläßlich der Verhandlungen über den Erwerb des Hopfengartens fei allerdings eine Ausmessung und Nach der Schweiz. Seit dem 15. d. M. bis einschl. 15. September verkehrt ein sehr rasch fahrendes Schnellzugs- mar zwischen Frankfurt a. M. und der Schweiz (zurzeit be- schnellste Verbindung) wie folgt: Frankfurt a. M. ab 12so mittags Darmstadt Karlsruhe Freiburg Bafel Luzern Zürich Bern Wetzlar, Altenburg und Gießen, Engelthal, Marienschloß, Die thm ihre Lieb bewiesen, Seiner Freunde ganzer Troß, Die Frau Meisterin*) vor allen Suchen ihm nur zu gefallen. Ec soll gut sich konservieren, Bis die Jubelzeit erscheint. Fünfzig Jahr zu celcbrteren, Und dann rufen wir vereint: Lange lebe unser Stock, Stehe fest sowie ein Block! *) Küchenmeisterin. Vermischter. * Aschersleben, 19. Juli. Am 18. ds- überfuhr ein Schnellzug bei Gönnern auf der Strecke Aschersleben- Halle auf offenem Ueberwege ein Lastfuhrwerk. Der Führer des letzteren wurde getötet. , London, 19. Juli. Der deutsche Dampfer „Mmerva" mußte infolge Zusammenstoßes mit einem anderen Schiffe ins Tieburz-Tock gehen. * Belgrad, 19. Jüli. Infolge der drei neuen P e stz- fälle in Konstantinopel ist die serbische Grenze gegen die Türken gesperrt. _ , , „ , ,, * Grudenunglücksfälle. Ber einer Explosion von Grubengas in dem Bergwerk Moliäre im französischen Departement Gard wurden vier Bergarbeiter getöter, zehn verletzt. — Im Ludwigschacht bei Kutterschitz in Böhmen wurden durch GaSauSströmung drei Arbeiter getötet, zwei schwer verletzt. ♦ Die Entstehung der Irrlichter sucht ein russisches Volksmärchen, das Maxim Gorki erzählt, sinnvoll zu erklären. Die blauen Feuerzungen, die über die Steppe huschen, sind die Funken von Dankos brennendem Herzen. Vor grauen Jahren ward ein Zigeunerstzamm von b-en reichen Fluren, die er bewohnt, durch mächtigere Nachbarn vertrieben und in einen tiefen, dunklen Wald gedrängt, durch dessen Laubdickicht kein Strahl der Sonne schien, und dessen Boden ein Pesthauch ausatmender Sumpf war. Viele starben, die Ueberlebenden aber wohnten in Schwermut und Verzweiflung. Ta erbot sich ein junger, schöner und kühner Mann, Tanko, sie aus der Waldesnacht hrnauszuführen. Und er führte sie. In einer furchtbaren Gewitternacht aber "erlosch ihre letzte Hoffnung und sie murrten gegen Tanko und wollten ihn töten. Da plötzlich riß Danko mit den Händen sich die Brust auf, riß sein Herz heraus, und hielt es hoch über seinem Kopfe. „Es flammte so hell wie die: Sonne, und heller noch als die Sonne, und der ganze Wald schwieg, von dieser Fackel der großen Menschenliebe durchleuchtet, und die Finsternis floh vor dem Lichte und fiel zitternd, tief, tief im Walde, in den moderigen Rachen des Sumpfs". Und nun führte Danko die Leute aus dem Walde heraus, beim ersten freien Strahl der Sonne, die die Wandernden auf blühenden Gefilden begrüßte, lachte Danko hochgemut auf, siel hin rind hauchte den Geist aus. Die Jubelnden aber merkten es nicht. „Nur einer von ihnen sah es,, und trat, irgend etwas fürchtend, mit dem Fuße auf das stolze Herz. 'To sprühte Dankos Herz in hellen Funken auf, urtd verlöschte. Das sind die FeuerzungeN, die vor einem Gewitter über die Steppe huschen. Unwersttäts Nachrichten. s. Darmstadt, 19. Juli. Für das Studienjahr 1901/02 wurden vom Senat der Hochschule die folgenden Preisaufgaben gestellt: 1. Abteilung für Maschinenbau (Preis 100 Mk.): „Es sind umfassende Versuche über Dampfausfluß durch Ocffnungen und Kanäle unter den in Steuerungs- vrganen der Dampfmaschinen bestehenden Strömungsverhältniffen anzustellen und aus den Versuchen die Ergebntffe der zweckmäßigsten Dampf» osschwindigkeiten in Ein- und Austrittskanälen der Dampfmaschinen zu ermitteln." — 2. Allgemeine Abteilung (Preis 70 Mk. aus der Lauden- heimerschen Stiftung): „In dem Buche „Statik der starren Systeme von Henneberg" ist unter Berücksichtigung der Reibung der gleiche Gewichtszustand eines Körpers bestimmt, welcher auf einer horizantalen Unterlage ruht, und zwar für den Fall, daß die zur Unterlage parallele Kraft nicht im Schwerpunkt der Berührungsfläche angreift." Es sollen einige weitere Beispiele untersucht und durch Zeichnungen erläutert werden. — 3. Abteilung für Chemie (Preis 100 Mk.)r „Es sollen Versuche angestellt werden, um bet elektrolytischen Prozessen die Temperatur der Elektrode und den Einfluß derselben auf den Verlauf der betreffenden Prozeffe festzustellm." An der Universität Straßburg hat sich Dr. Adolph Dock aus Bischweiler im Elsaß als Privatdozent für allgemeines Staatsrecht und für deutsches Reichs- und LandeSstaatsrecht habllitiert. — Aus Innsbruck wird berichtet: In der letzten Gemeinderatssitzung teilte der Bürgermeister mit, daß der Bau einer neuen Universität auf dem Ausstellungsplatz in Aussicht genommen sei. — Im Alter von 84 Jahren verstarb zu Bern der emeritierte Profeffor der dortigen Hochschule Dr. Brasilius Hidber. Sein Lehr- und Arbeitsgebiet war die Schweizergeschichte. Eine spezifisch katholische Universität in Deutschland. Dem „Allg. Anz." wird aus Fulda geschrieben: Ein älteres, seit mehr als zwei Jahrzehnten fast völlig vergessenes Projekt ist plötzlich wieder in Erscheinung getreten: die Gründung einer spezifisch katholischen Universität für Deutschland. Dieser Plan wurde am 13. Oktober 1870 in Fulda — unmittelbar nach der großen Protestversammlung gegen die Einverleibung des Kirchenstaates in das Königreich Italien — ausgearbeitet, wobei in erster Linie Fulda als Sitz der neuen Hochschule in Aussicht genommen war- Mehrere Konferenzen des deutschen Episkopats beschäftigten sich mit der Angelegenheit, für deren Verwirklichung aus ultramontanen Kreisen nicht unbedeutende Beiträge gespendet würben. Da die folgenden Jahre des Kulturkampfes der Sache nicht günstig waren, so kam das Projekt in Vergeffenheit. Jetzt sollen mehrere sehr begüterte Personen die Frage wieder aufgegriffen, erhebliche Spenden in Aussicht gestellt und den deutschen Episkopat für die Wiederhebung zu interessieren versucht haben. Jedenfalls wird der im August in Fulda stattfindenden Bischofskonferenz ein bezüglicher Antrag vorliegen. — Zwei Grotzmeisierrr der Wissenschaft darf am 13. Oktober eine Huldigung dargebracht werden. Denn außer Rudolf Virchow, der das 80. Lebensjahr vollendet, ist jener Tag auch für Theodor Mommsen von hoher Bedeutung. Am 13. Oktober kann der große Altertumsforscher das fünfzigjährige Jubelfest als ordentlicher Profeffor begehen. 1851 am 13. Oktober erhielt er die Berufung als Ordinarius für römisches Recht nach Zürich. Theodor Mommsen hat seine Lehrthätigkeit merkwürdigerweise als — Mädchenschullehrer in Altona begonnen. Das war noch vor seiner ersten wiffenschaftlichen Reise nach Italien, von wo ihn die Freiheitsbewegung in die Heimat zurückrief. Er wurde dann Redakteur bet in RenbSburg erscheinenben Schleswig-Holsteinischen Zeitung. Im Herbst 1848 wurde er außerordentlicher Profeffor in Leipzig. Auch dort beteiligte er sich an der politischen Bewegung. Die Folge war, daß er gemeinsam mit Moritz Haupt und Otto Jahn revolutionärer Umtriebe angeklagt wurde. Trotz der Freisprechung verfügte die Regierung 1850 seine Absetzung. Ein Jahr lang hatte nun Mommsen den herben Kampf ums Dasein zu führen, aber schon dieses Jahr brachte ihm einen ehrenvollen Preis von der Pariser Akademie, und am 13. Oktober 1851 wurde ihm dann die Berufung nach Zürich zuteil, der er im Frühjahr Folge leistete. 1854 vertauschte er die Rechts-Professur mit dem Ordinariat in BreSlau. Vier Jahre darauf wurde er von der Akademie der Wissen- schäften zur Leitung eines großen lateinischen JnschristenwerkeS berufen, wobei er seine organisatorische Meisterschaft nicht minder glänzend bewährte, wie seine historische, philologische und staatswissenschaftliche Krittk. In Berlin ging Mommsen gleichzeitig zur philosophischen Fakultät über und lehrte nun statt Pandekten römische Geschichte. 1874 lehnte er eine Berufung zum Ordinarius ber Jurisprubenz nach Leipzig ab, nachdem er zum ständigen Sekretär der Akademie der Wissenschaften ernannt worden war, und zwar als Nachfolger von Haupt. Mommsen hat dieses Amt bis 1895 inne-* gehabt; an seine Stelle trat Hermann Diels. Es ist ein eigenartiger Zufall, daß Mommsen und Virchow an einem Tage gefeiert werden können. Der eine ist das unerreichte Vorbild auf dem Gebiete der Geisteswiffen- schasten, der bahnbrechende, universale Altertumsforscher; der andere, nicht minder oielfeitig, der Führer und Altmeister in den exakten Raturwiffen schäften. Beide vereint die UeberzeugungStreue, mit ber sie auch im polittschen Leben an ben Geschicken bes Vaterlanbes tetlgenommen haben. Theodor Mommsen ist vier Jahre älter als Rudolf Virchow. Meratur, Wissenschaft und Kunst. München, 19. Juli. Der Generalintendant der Hofmusik, Freiherr v. Per fall, wurde von seiner Stelle als Direktor der Akademie der Tonkunst unter holdvollster Anerkennung seiner ausgezeichneten Dienste unter Verleihung des Titels „Ehrenpräsident der Akademie der Tonkunst" enthoben. Arbeiterbewegung. Scranton, 19. Juli. Die vereinigten Grubenarbeiter Amerikas haben einen Beschlußantrag angenommen, wodurch ihr Präsident ermächtigt wird, alle Heizer, die Mitglieder ihrer Organisation sind, wieder an die Arbeit zu beordern. Damit dürfte der Ausstand der Heizer in diesem Distrikt thatsächlich beendet sein. Landwirtschaft. Wien, 19. Juli. Amtlich er Saaten st ands-Be- r i ch t. Wolkenbrüche, Hagelschläge verursachten namentlich in Westböhmen, Galizien und Südtirol schwere Schäden. Die" Roggenernte in der südlichen Länderzone ist meist mit gutem Erfolg beendet; die Qualität der Körner ist meist befriedigend. In Galizien und Mähren wird über Notreife geklagt. Die Weizenernte in der südlichen Ländergruppe ist bereits beendet; die Resultate sind meistenteils zufriedenstellend, Sommerungen mittelmäßig. Gerste und Haser versprechen eine mittlere Ernte. Für Raps wird durchschnittliche ein mittelmäßiges Resultat erwartet. Mais giebt Anlaß zu Hoffnungen auf eine gute Ernte; für Kartoffeln sind die Aussichten ausnahmslos günstig. Der Stand der Zuckerrübe in Niederösterreich, teilweise auch in Böhmen ist gut, in Galizien schadete vielfach Nässe. Die Aussichten für die Weinernte sind günstig, nur in Südtirol durch heftiges Auftreten der Peronospora verschlechtert. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Hypothekenbanken. Wie der „B. B.-C." hört, bestehen unter den Hypothekenbanken Fusionsbestrebungen. Insbesondere wird berichtet, daß zwei große Hypothekenbanken beabsichtigen, einige der mittleren Institute m sich aufzunehmen. Im allgemeinen Interesse würde die Aus- fiihrung dieses Planes nur willkommen geheißen werden können. Leipziger Bank. Nach dem „Leipz. Tgbl." hat die Konkursverwaltung der Leipziger Bank der Konkursverwaltung der Aktiengesellschaft Trebertrocknung zur Fortführung der Geschäfte bis jetzt lediglich nur 500 000 Mk. zur Verfügung gestellt. ' Welche Beträge später zur Auslösung von lombardierten Waren ^argeliehen werden, stehe noch dahin; jedenfalls werden dre Beträge noch lange keine Million Mark erreichen. Leipziger Bank. Wie aus Leipzig mitgeteilt wird, hat sich aus einer größeren Anzahl Gläubiger der Leipziger Bank ein freiwilliger Ausschuß gebildet, der, ausschließlich die Interessen der Gläubiger vertretend, vor der offiziellen Gläubigerversammlung eine Aussprache und Einigung der Gläubiger über alle zu treffenden Maßnahmen herbeiführen will. () Hamburgs 20. Juli. 30Mill.Mark 4 proz. zu pari rückzahlbare Hypothekenpfandbriefe (Serie 341—3f0) der Hypothekenbank in Hamburg sind zum Handel an den Börsen in Hamburg, Berlin und Frankfurt a. M. zuge- tassen worden. (Näheres ist aus dem Inserat in dieser Nummer ersichtlich.) Tabak Im Pfälzer Tabakgeschäft trat auch während der abgelaufenen Berichjtswoche eine Besserung nicht ein, es ist sehr ruhig. Mit dem Empfang der von den Fabrikanten gekauften Tabake wird begonnen, und je nach Ausfall der Waren dürfte noch ziemlich nachgekauft werden. Im Laufe der Woche wurde eine Partie 1899er Rheinbayrischer Tabak (ca. 150 Zentner) zu 30 Mk. von Spekulanten an Händlern verkauft. Sonst sind uns nennenswerte Abschlüsse nicht bekannt geworden. Für gute entrippte Einlage besteht immer sehr lebhafte Nachfrage, lose Pfälzer Rippen ruhig, lose feine 8.50 bis 9.50 Mk., gebündelte 10.50 bis 11.50 Mk. verpackt. Diehmartt. An den hervorragenden Viehmärkten Südwestdeutsch^ lands bewegte sich das Geschäft in der abgelaufenen Woche ziemlich lebhaft, und war es hauptsächlich prima Großvieh, das allenthalben im Vordergründe des Handels stand. Aber auch mittlere Qualitäten fanden bessere Beachtung, und der Absatz hierin kann ebenfalls als sehr gut bezeichnet werden. Kälber waren an einigen Plätzen lebhaft gefragt, während wieder an mehreren kleineren Plätzen ziemlich Ueberstand blieb. Fette Schweine waren rasch ausverkauft, dagegen mittlere Qualitäten und Läufer im Verhältnis weniger beachtet. Im allgemeinen ist das Geschäft als mittelmäßig zu bezeichnen. Kraftfuttermittet. Im FuttermittelgefMst hat sich in der letzten Woche wenig geändert. Die Stimmung bleibt lustlos, und sind Umsätze von Belang nich^ zu verzeichnen. Die Nachfrage aus dem Jnlande war trotz der andauernden Trockenheit ohne Bedeutung. «etreide. Aus Osteuropa, wo jetzt die Ernte im Gange ist, laufen nun auch Klagen über die Ernteergebnisse ein und es ist anzunehmen, daß wir in Europa nur auf eine schwache Mittelernte in Weizen rechnen können. Infolge dessen ist man hier gerne der besseren amerikanischen Tendenz gefolgt. Der Konsum beteiligt sich zwar noch zögernd am Einkauf, doch fanden immerhin größere Umsätze statt wie in den letzten Wochen. Roggen ist fester auf russische Berichte, daß die Druschausbeute geringer als erwartet. Hafer fest und begehrt. Gerste. Braugerste fest; in Ungarn fallen die Qualitäten sehr verschieden und ist quantitativ eine schwache Mittelernte zu erwarten; auüjt in der Pfalz hat die Hitze ungünstig auf die Qualität cingewirkt. Futtergerste unverändert. Mais fest auf amerikanische Schadenmeldungen. Tie heutigen Notierungen sind: Redwinter 2 127 bis 129 Mk. Kansas 2 126 bis 128.50 Mk. Südruss. Weizen 127 bis 146 Mk. Laplata-Weizen 126 bis 134 Mk. Rufs. Roggen 104 bis 106 Mk. Russ. Futtergerste 97 Mk. Rufs. Hafer 109 bis 126 Mk. Amcrik. Hafer 120 Mk. Mixed Mais 104 Mk. Laplata Mais rye terms 93 Mk. cif Rotterdam. AiMg ms btn Sieuitscmlsrtsißtrn der Sielt Tießkll. Slufgedote. Am 12. Juli. Dr. Friedrich Karl Rubolf Köster, Oberarzt bautet mit Elsa Maria Rahm in Potsbam. — Am 18. Äonrab Kießelbach, Bäckergeselle bahier mit Johanna Dorothea Karoline Jürgensen Hierselbst. — Arn 18. Peter Friedrich Heinrich Castein, Kommis bahier mit Ra- thilbe Johanna Auguste Garn Hierselbst. Gheschliestuusittt* Am 18. Juli. Christian August Friedrich Hüttenberger, Kurmusiker in Homburg v. d. H. mit Minna Mathilbe Elsa Braehrne bahier. — Am 19. Wilhelm Friedrich Karl Anton Schiele, Chemiker in Freienorla mit Ottilie Elisabeth Rosalie Anna Buderus bahier. Seboreut» Am 8. Juli. Dem Briefträger Georg Reul ein Sohn. — Am 9. Dem Dachbecker Wilhelm Thielmann eine Tochter, Frieba Dorothea. — Dem Schlosser Johannes Roth IL ein Sohn, Otto Johannes. — Am 11. Dem Schuhmacher Christian Löber ein Sohn, Adam Christian WUHelm. Dem Kaufmann Wilhelm Ockel ein Sohn, Wilhelm Ernst Christian. — Am 12. Dem Gefangenwärter Karl Storck ein Sohn. Dem Kutscher Heinrich Lich ein Sohn, Friedrich. — Am 13. Dem Arbeiter Johannes Funk ein Sohn, Johannes Dietrich. — Am 14 Dem Dachbeckermeister Johann Lapp ein Sohn, Johann Georg Emil Friedrich. Dem Schlosser Marlin Fischer ein Sohn. — Am 15. Dem Vostboten Heinrich Schmidt eine Tochter, Maria Katharina Elisabeth. — Am 17. Dem Weißbinder und Lackierer Emil Schmall III. ein Sohn, Karl. Vrfiorderre. Am 12. Juli. Wilhelm Gustav Ludwig Karl Sartorius, 1 Jahr alt, Sohn des Gerichtsschreibergehilfen Wilhelm Sartorius dahier. — Am 15. Wilhelm Johann Jakob Schuldt, 35 Jahre alt, Tapezier dahier. Friedrich Hermann Borschbach, 1 Monat alt, Sohn des Sattlers Franz Peter ^Borschbach dahier. — Am 18. Ludwig Arnold, 67 Jahre alt, Taglöhner dahier. Ä Dahna y Aecht nur in versiegelten W V ^grünenRacksten ä30u.50PFg. Tötet sicher alleJnsecten sammt Brut. ,^a .-----4 nnTLin (besonders auch in Stall- vregen X Aiegei*, ungen), Flöhe, Schnacken, Russen n. s. w. ist die Wirkung des Dalma geradezu überraschend und wird von keinem anderen Mittel erreicht. In 10 Minuten lebt kein Stück mehr. Garantiert giftfrei. Fabrikant: Apotheker E. Lahr Wurzburg. In Giessen zu haben in d. Hirsch-Apotheke und bei Aug. Noll, Drogerie zum roten Kreuz. 4548 Unerreichter Insectentödter! Kaufe aber nur in Flaschen, wo Plakate aushängen. Wasserdichter Abschlus; Luftund festerhaltbarer 4 ispette.Mutier,Beweise üterBewähnmg* sendet portofrei der Fabrikant A .W Andernach >e«a/d/n Rhein . PatentFalztafe/n Kosmos feuchte Wände Zu baden m Gießen auf der Fabrik - Niederlage bei Herrn Willi. Textor, Wallthorstraße 6. 8897 Guter Ratschlag für die Hausfrau. Ewig das alte Klagelied von der Wäsche, die trotz aller Mittel nicht rein und weiß werden will oder nicht leidet. Und doch gibt tfc ein Mittel, das alle Vorzüge enthält, ohne die Nachteile anderer zu kennen: DaS,Triumph* - ealmiaktrrpeutt«. Waschpulver der Kölner Seifenpulveifabrtk Aug. JenneS. Triumph ist der beste Freund der Hausfrau und Wäscherin. In den Verkaufsstellen fordere man ausdrücklich nur daS „Triumph"-Terpentin Waschpulver und lasse sich kein otCe es Waschpulver aufdrängen ® ® @ TAFELKARTEN • •• BALL- UND TISCHKARTEN HOCHZEITSTAFELKARTEN REIZENDE NEUE MUSTER IN EINFACHER UND GLÄNZENDER o o o o o AUSFÜHRUNG o o o o o BRÜHL’SCHE UNIV.-BUCH- UND STEIN- DRUCKEREI, GIESSEN, SCHULSTRASSE 7. wjw— Gr Bockenheimer Str. 30. nahe der Oper. Wein-Restaurant i. rg_s Berühmte Küche, hervorragende Weinkarte. Kleine ugrosse Men uszu festen Preisen u. nach der Karte. Salons für kleinere v. grössere Gesellschaften. < Kunst-Ausstellung. ausstell ung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 8 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uh* ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 Pfg« an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg, >T - -.rrXfi am lznr Notiz, dass meine Kur von Auerbach nach Nervösen Bemaren am Rhein verlegt ist. Combin. Methode. Topinardbad, Mechano- therapie u. Wachsuggestion. Indio, b. Angst, Willensschw., Zwangsged., Herzerreg., Schwäche, Magenübel eto. HerstelL d. Darmkraft bei alter Darmträgheit. Prosp. üb. Art u. Wirkung frei. Dr. Boreherdt. jeder Art empfehlen 5068 Frnchtsaffyww, WneszclmMr Haushaltungs - Maschinen A. Kröll Söhne Telephon 284. Seltersweg 12. beehren sich anzuzeigen 5079 Statt besonderer Mitteilung. Die Geburt eines gesunden Töchterchens Lehramts-Assessor Loos u. Frau Hilda geb. Mogk. Lauterbach, 19. Juli 1901. Z. Zt. Hof-Schwalheim bei Echzell. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 2. Arraedot der «rbrttrrehmer: 1 Glaser, 1 Schreiner, 2 Schlosser, 2 HauSburschen, 2 Taglöhner, 1 Putzfrau, 1 Waschfrau, 1 Schrerbgehilfe. Lehrlinge: 1 Sattler. _, Rachfrage der Arbeitgeherr 2 Dachdeckergehilfen, 1 Schweizer, 2 bis 3 Schlosser, 2 Schreiner, 1 HauSbursche, 1 Arbeiter, mehrere Krankenwärter. L 4 . Lehrlinge r 2 Buchbinder, 1 Glaser, 2 Schlosser, 1 Schremer, 1 Schneider _________________________________________ Versteigerung von Weißbinder arbeit. Die zur Herstellung von Anftricherueueruugeu in den Univerfitätrgebäuoen auf dem Seltersberg zu Gießen erforderliche Weitzbiuder- arbeit wird hiermit zur 23. r« gebuug auf dem Submifflons weg ausgeschrieben. Die bezüglichen Unterlagen liegen in unserem Amtrlokal zur Einsicht offen und sind An» gebotsformulare daselbst zum Selbstkostenpreis erhältlich. Angebote find bis Mittwoch den 31. Inti d Z., vormittags 10 Ilßr, postfrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 20. Juli löOl. Gcoßh. Hochbauamt Gießen. Neuling. 50811 Vergebung von Schreiuerarbeiteu. Die zur Herstellung von Deckenverschalungen (ca. 200 qm) in dem alten Lagerhaus des Großh. Haupt- steueramts dahier erforderliche Echreinerarbeitwird hiermit zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die bezüglichen Unterlagen liegen in unserem Amtrlokal zur Einsicht offen und sind An- gebotrformulare daselbst zum Selbstkostenpreis erhältlich. Angebote sind bis Mittwoch den 31. Autt d. I., vormittags IOV2 Mr, postfrei an uns abzugeden. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 20. Juli 1901 Großh. Hochbauamt Gießen. Neuling. 5082 Wchlfeuerwehr. Donnerstag den 25. Juli d. I, abends Sy2 Uhr, im Tnrmhaufe am Brand: Hebung der 1., 2., 3. u. 4. Rotte. Gießen, am 19. Juli 1901. 5066 Der Branddirektor: Traber. Kunstverein. Die Gemälde Ausstellung im Turmhaus am Braud bleibt vou Montag dem 22. d. Mts. an bis zum 15. September geschlossen. 5090 Der Borstand. Kochmmin;u Grchn-Dnsrck Soimtfll Kli 4. unb Mrnitllß hi'K 5. Anglist: Großes Hadfahrfest am Schützenhans veranstaltet vom Giessener Radfahrer-Verein 1885. Sonntag den 4. August: Grotzer Preis- und Blumeu-Korso, Preis Reigenfahren auf dem Festplatz, Anftreten des Kunst- fahrerpaares Jenny und Alban Dahler, Konzert und Tanz, bengalische Beleuchtung des Festplatzes. Montag den 5. August: Großes Konzert, Radpoloweltspiele, Radspiele und nochmaliges Auftreten des Kmrstfahrerpaares Jenny und Alban Daßler, Tanz. 5093 Alles Nähere durch die Plakate. Giessener Depositenkasse und Wechselstube Wurms und j Maren-Niederlage hat mit dem heutigen Tage für Gießen snß Hingegen- Jean Weisel 5096 Müller. 6. An- und Verkauf von Wechseln auf ausländische Plätze, Ausschreibung von Checks, Anweisungen und Kreditbriefen auf alle Hauptplätze des In- und Auslandes, Vermittelung von Auszahlungen, 7. Einlösung von Zins- and Dividendenscheinen, Ausübung und Verwertung von Bezugsrechten, Erwirkung neuer Kouponsbogen u. s, w., 8. Annahme von Depositengeldern, 9. Gewährung von Darlehen gegen Verpfändung von Wertpapieren, und 10. Versicherung gegen Coursverlust im Falle der Auslosung. in Giessen, Wiesenstrasse Nr. 2 (Ecke Ostanlage) ▼ermittelt alle in das Bankfach einschlagenden Geschäfte, insbesondere befasst sie sich mit: M Oft Pi* ß fit 1*1*1t*Pl1ltl(1 1. Aufbewahrung und Verwaltung von offenen Depots und Aufbewahrung von verschlossenen ■ Depots, ■ 2. Konto-Korrent-Verkehr und Eröffnung von Check-Reohnungen, 8. An- und Verkauf von Wertpapieren und ausländischen Geldsorten, 4. Diskontierung von Wechseln, 5. Domizilierung von Wechseln, übernommen. 5020 Giessen, im Juli 1901. v. Jungenfeld. der Bank für Handel und Industrie Mnsklmm (eigenes Wachstum) per Flasche zu 0,60, 0,80 und 1 Mr. empfiehlt 4970 Carl Schwaab, Hoflieferant. «SW 6078 IUI Pncanthal Mann, akadem. geb. (Reserve 1IL HUSvUlUäl Offizier), m ges. Stellg., sucht mit Prima neue holl. Vollheringe Liebigstratze. schott. 21 Markt 21 wozu Antritt 20 Mg. H. Gemmen «nzngmteil: Han- «eck. — Druck und Vertag der Brühl'schen UuiverfitütS.Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. IkrlWfiifs 11 11 11 11 11 Matjesheringe Florentiner Kartoffeln Hingetragene Hevoffenschaft. Sonntag den 28. Juli I. I, nachmittags 3 Uhrr DaS Beste in Bruchbaudageu. bekannte Thatsache, daß Brucheinklemmungen oft emen tötuchen AuSaang nehmen. Um derartige Fälle zu verhüten, empfiehlt eS sich, ein Bruchband ^ü^.!?^vaßt ist. Wein Wrnchöaud ist ohne Keder, Tag und Nackt getragen werden. Empfehle jedem halte ",urück^Kl»ck»Äu bQm V AU mQ.*en' selbst die schwersten Brücke GleichzerNg empfehle meine Aeivvinden, AaVek-Aorfalr- Zlandage«. Hockackteno 5065 Ich nehme Bestellungen entge^am 2?.*JuU^n Gießen' Hotel Rregelmann, am 23. Jul: m Friedberg, Hotel Schott ' ü Goldene Medaille Paris 1800. Srüolis. Unfälle- Generalversammlung bei Gastwirt H. Brück. Tagesordnung: 1. Rechnungsablage sür 1900. 2. Verschiedenes. verbunden mit Tanzvergnügen ergebenst einladet 02809 Wirtschaft zur Stadt Lich Wilhelm Lauer. Der Vorstand: H« Meyer, Direktor. Karl Siegfried, Lagerhalter. Albach. Sonntag den 21. Juli: Saal-Einweihung* Kaupl-Kiehung der Cöthener Geld-Lotterie* Mur Nar-Hekd-Hewinne. 70,000 Mark. Als Haupttreffer r 3 ml 10,000 Mikk = 30,000 Mark. Zusammen 5520 Geldgewinne. Lgfp * » Mk., Porto und Liste 20 W, durch 8. F. Ohnacker in Darmstadt, sowie bei Richard Buchaffer, Neuen- baue 11, W. Temmler, Cigarrenhandlung, Seltersweg 25, Schäfer, Marktstraße, und Philipp Weiler, Cigarrenhandlung. 4915 Braueeei-Auss ch ank Giehener Brauhaus (Ad. Deuuinghoff, früher RSHrle's Bierhalle). Dienstag de« 23. IuN, aöends 8 Mr: 6. großes Garten-Konzert der hiesigen Regiments-Kapelle. 8984 Couverts mit Zirma billW __________________vrühllche llniverfitätr-vnickerei, verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den soeben frisch eingetroffen bei 4912 & G. Wallenfels Telephon 46. Ornteßlickk V sofortauf Hypothek, (Iftf I |l Wechsel, Sckuldfchein, ($ieknf.®Mbnd>äHbrr) mit Kokzverschlnß RÄÄÄ empfiehlt 4890 4808 . Radbrunnenftraße 188. geb. Dame a. vorn. Fam. zw. spät. Heir. in Briefw. zu 1r. Briefe mit 2 gut erhaltene au£?’ Darleg. der Verh. w. m. vertr. französische Vkllstkttktt u. Nr. 02780 m d. Exv. gcfi. nieder!. sind billig zu verkaufen. 02803 z- < e Zu erfragen «aplaneigaffe 5. /kl ^11 l"T't' K'tlOV 21 Wochen alt, ist V llt zu verkaufen. 02804 «arl e kan^'sslkskund $s® btt E w6““ gesllüdrv Dtrloren: Die btütbtu ihn « tziehevi Gr Tierschutz vrößere Scha Die Tierschutz Men, die W* Mn chen M besten Ächter von Herrschaft« Wohlwollen zi Mn in Be stäMM ihr ftmäiiche 2' Drechen x\t der ProM hohen W Herhand ge eiftig sollt legt auch den jugend geweckt, ur bekämpft roi lityn H Sießene die es sich ichastlichen den Schch' Schöpfers neue darnc populären« Mcherschrc tzwßen un Jugend - nige wissen was auf ix Gefieder zu Die Ges schutzdestrebu besondere bei bche Untere)) Mir hat i legenden, in IrusgM wir heernng izon Unterholz, si H sich e heimisch zu besitzer ist 1 W sind vie solche Weise Längst für das De drbeitetes ( Onntholögi widmet, ut der letzten 3 schuhvereiw ist diese Es Ansprüchen kurzen Ber fsntwurses geschlagene *uf diesem faen an ty ^gehoben Alljährlich ^rvorraqe, untersagt m Mhrn. har eine Äi wi Gehlchen ^nrch die § mant Mietet ba und W Ä,?