S.eisxA bdaMS —Ivl ■gaSifc .1898 Jin dkschästigung _ 2146 feffer Platz ß. öhner^ Md Weitet deschästigMtzm Ziehen. 8118 & Schneider. MsM 1 Meister. 2007 N fucbt !l, «iublschreinerei. I in v n) w11 < E m»h lmrd auf HU baSKontor Sigarrenfabnf ein w*»« ** ftliöj!> b« ftfe ein »” „ iW” ÄmÄ sth. 6(9.ü,flfce VI,11 ist besitzt und gute , it. lüdjt. AuLbstd. | Lchristl Off u. 1 EM. d. Bl. lehrlmg uUenfttniffen und stift (twonugt ein nit ßgrunalub ebn erDbtrfehinba mit te) nehmen unter >en na* Citern an nn 4k Cie., \w MendeMmr^b SoWW Hessen, ilt gesucht für fofort eQiqenter 21« ittlehrltttg. u braver Junge in die Lehre neten. tzarx, Ubnnecher^ üchtiges dchen, cbeit gründlich vw ,ot6tnjW^ Ml. Aprils- wiML. jTäTW"*' per W«rt«- * iwJ- 'Se*1"* >en, fu*1 a .A.meur C. Nr. 68 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 21. März 1901 Erlcheknt täglich mit Ausnahme deS Montags. DK Gießener Familien« 0(21ter werden dem An« zckger im Wechsel mit „Hess, fwrtwut" und „Blätier ßbr Hess. Volkskunde" vier« »al wöchentlich bergelegt. U«««h»r Don »nitlgen E*er n8*mtttofl6 far den cmben Dag erjchetnrnden »m«r »I» norm. 10 llbr BUcJteltangen tpflttftenB •benM vorher Medaktiov, tkxpedition und Bruder«!• Zcholßraß« 7. GietzenerAMiger Genera!-Anzeiger v Amts- und Anzetgeblatt für den Ureis Stehen Bejugspreis vierteltähel. Mk. 2.20, monatl. 75 mit Briugerlohn: durch 6k Abholestellen vierteljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 M. Bei Postbezug vierteljähel. Mk. 2.00 ohne Besitllg^» Hüt Hnteigcn- Bennittleae» stellen deS §n» und HuOlanw nehmen Anzeiorn für bee Eiegencr «nzciaer cntgeeee. ZeUcupre.S lokal 11 WM. auS»ürtS 10 Pfg. Adresse für Depescho«! Anzeiger Stehe». Fernsprechanschluß Nr.GS. Die rusfifcheu Studentenunruhen 93 thaten; dort und rauchten Zigaretten, obgleich dort Gottesdienst abgehalten wurde. Ms der oberste Geistliche die Manifestanten vergebens aufgefordert hatte, die Kirche zu verlassen, drang die Polizei ein und zwang die Manifestanten, die Kirche zu verlassen und ihr nach dem Polizeigebäude zu folgen. Im Ganzen wurden 339 Studenten und 377 Frauen, meistens Studentinnen, außerdem noch 44 andere Personen, verhaftet. Lei dem Zusammenstöße zwischen der Menge und dem Militär sowie der Polizei wurde außer dem erwähnten Kommandanten der Kosaken noch ein Polizeikommissar ziemlich schwer verwundet. Leichter- verwundet wurden 20 Polizisten, 4 Kosaken und 32 Männer und Frauen aus der Menge. Eine Untersuchung ist über den Vorfall eingeleitet worden. Dragonern auseinandergetrieben; eine aus 400 Personen bestehende Gruppe wurde umzingelt und in die Manege abgeführt. Ms Anführer wurden 17 Studenten und ein Ar^t verhaftet. Am 11. März sammelten sich 150 Studenten und andere Personen auf dem Platze Ochotnyi Riad; 85 wurden in die Manege gedrängt und zwei von ihnen als Anführer verhaftet.' Am selben Tage erschienen auch in anderen Straßen lärmende Gruppen, wobei zwei Männer und eine Frau verhaftet wurden. Am Sonntag, den 17. März nachmittags, wurde wieder versucht, Unruhe zu stiften, wos jedoch von der Polizei versucht, Unruhe zu stiften, was jedoch von der Polizei Männer und drei Frauen verhaftet. Am 17. März vormittags sammelten sich in Petersburg vor der Kasanschen Kathedrale Gruppen an. Gegen Mittag wuchs die Mnge auf dem Platze vor der Kirche durch die Ankunft von Studenten und Studentinnen bald auf 3000 Personen an. Ter Aufforderung der Polizei, sich zu zerstreuen, wurde keine Folge geleistet. In der Menge zirkulierten .verschiedene Flugblätter. Ein Student verlas einen Auftuf, in welchem verschiedene Forderungen der Studenten enthalten waren. Es kam hierauf zu lärmenden Kunggeb- ungen, so daß Polizei und Kosaken herbeigerufen werden mußten, welche die Manifestanten von dem übrigen Publikum trennten. Die Manifestanten zogen hierauf nach der Kirche und bewarfen die Polizei und die Kosaken mit verschiedenen Gegenständen. Einige Studenten versuchten, rote und weiße Fahnen mit verschiedenen Aufschriften zu entfalten, die ihnen aber sofort von der Polizei abgenommen wurden. Aus der einen Seite der Kathedrale kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen der Menge und der Lolizei und Kosaken. Hierbei wurde ein Kommandant der Kosaken durch einen eisernen Hammer am Kopfe verwundet. Die Kosaken stiegen hierauf von ihren Pferden und umzingelten die Unruhestifter, von denen ein Teil verhaftet üZurde. Die anderen zogen sich in die Kirche zurück, lärmten Parlamentarisches aus Heffe«. Auf den vom Abg. Ulrich und Genossen gestellten Antrag betreffend das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden hat die Regierung erwidert, daß er den mit der Revision der Verwaltungsgesetze beauftragten Beamten überwiesen worden ist, sowie daß die Regierung mit Rücksicht auf die bereits im Gange befindliche Revisionsarbeit zurzeit nicht in der Lage ist, aus den Antrag selbst des Näheren einzugehen. Der 2. Ausschuß beantragt daher, den Antrag vorerst für erledigt zu erklären, ebenso den Antrag von derselben Seite, betreffend dieVereins-undVer- ammlungsfreiheit, sowie die Vorstellung der Bürgermeisterei Mainz, betreffend die Abänderung des Artikel 67 Absatz 1 der Kreis- und Provinzial-Ordnung, und den Anttag des Abg. Häusel, betreffend die Ergänzung des Artikel 22 des Gesetzes über den Bau und die Unterhaltung der Kunsfftraßen vom 12. August 1896. Aus der Zweiten Kammer. -ck- Darmstadt, 19. März 1901. Daß ein Staat, wie Hessen mit seiner 1 Million Einwohner sich den „Luxus" einer Universität und einer technischen Hochschule gestattet, wollte heute manchen Abgeordneten, besonders Vertretern ländlicher Kreise nicht gefallen. Der Neubau einer Universitätsbibliothek in Gießen ist ja glücklich unter Dach und Fach gekommen, nachdem die 54 000 Mk., die schon im Hauptvoranschlag 1897/1900 für den Anbau der Bibliothek bewilligt worden waren, nicht verbraucht worden sind, und jetzt hierfür verwendet werden können. Jetzt werden wir in Gießen wieder um einen stattlichen Bau reicher werden. Auch die Neubauten der chirurgischen und der ophthalmologischen Klinik haben bei der Kammer Genehmigung gefunden, nachdem von Seiten der Kammer mit Freuden von dem Entgegenkommen der Stadt Gießen in dieser Angelegenheit Kenntnis genommen worden war. Sehr schwierig gestaltete sich die Situation, als man 850 000 Mk. für die Darmstädter technische Hochschule begehrte. Ein Entgegenkommen gegenüber dem Staat von Seiten der Stadt Darmstadt, in der Art wie von Seiten der Stadt Gießen für die Universitätsneubauten berichtet werden konnte, lag nicht vor. Zwar wurde vom Abg. Morneweg in seiner Landtagsjungfernrede bestimmt eine Unterstützung in Aussicht gestellt, aber verfassungsmäßig dar an eine Abstimmung nicht eine Bedingung geknüpft werden. Wenn nicht die Regierung die bestimmte Versicherung abgegeben hätte, dies soll die letzte Forderung für die Technische Hochschule sein, wäre der Würfel über diese Frage vielleicht anders gefallen. Mit Recht wurde ein Kapitel angeschnitten, da» der Regierung zu denken geben muß. Es ist die „Auslanderfrage" an unserer Hochschule. Von 1600 Studierenden 400 Ausländer ist ein starkes Miß Verhältnis. Soll sich der hessische Staat deshalb, weil es einem ober dem anderen Dozenten gefällt und der es sich zur Ehre anrechnet, unter seinen Herren Japaner, Polacken und Rumänen zu haben, ein so teures Institut halten und fortwährend wegen deS kolossalen Besuchs aus beängstigender Form Erweiterungsbauten vornehmen? Durch die jetzt von der Regierung in Aussicht gestellte höhere Besteuerung wird auch nicht der erwünschte Erfolg herbeigeführt werden. Daß der Ausländer statt 10 Mk. jetzt 20 Mk. Eintrittsgeld be zahlen soll und daß er an Unterrichtsgeldern statt 3 Mk. für die Vorlesungsstunde und 2 2ftf. für die Uebungsstunde 4 Mk. bezw. 3 Mk. bezahlen soll, wird ihn auch nicht ab halten, wenn er einmal hierher gekommen ist, wieder das Feld zu verlassen. Aber es sind doch noch andere Gesichts punkte, die man hier gelten lassen muß. Sind es nicht deutscher Geist und deutsche Wissenschaft, die unserem Lande durch diese Leute entzogen werden? Im Ausland bringt nachher der Ausländer zum Schaden unserer Technik das an, roafl er auf Kosten unserer Steuerzahler sich erworben hat. Wäre es nicht richtiger, unsere deutsche Technik gegenüber dem AuSlande dadurch konkurrenzfähiger zu machen, daß man alles Nichtdeutsche von unseren wissenschaftlichen Sammelpunkten, den Hochschulen, fernhält? Dagegen wird man den wirtschaftlichen Nutzen einwenden, den die unmittelbar beteiligte Stadt hat. Dem Einzelnen zu helfen, der Gesamtheit aber zu schaden, ist einer der gröbsten Fehler, die begangen werden können. Engländer und Buren. Ueber die Friedensverhandlungen zwischen Botha und Kitchener hat jetzt Chamberlain im englischen Unterhause die längst erwartete die Engländer schwer enttäuschende Auskunft gegeben. Chamberlain erklärte, Botha habe Lord Kitchener brieflich mitgeteilt, er sei nicht bereit die Bedingungen, die Kitchener ihm mitzuteilen den Auftrag hatte, der ernsten Erwägung seiner Regierung zu empfehlen. Botha bemerkte dazu, seine Negierung und seine obersten Offiziere stimmten mit seinen Ansichten überein. Der Feldzug nimmt also seine Fortsetzung. Uebrigens ist der Waffenstillstand in den letzten Tagen durchaus nicht allgemein gewesen. Allerdings befindet sich French zur Zeit in Unthätigkeit, aber nur unter dem Zwange des seit vier Wochen herrschenden Unwetters, das die ganze Gegend unwegsam gemacht hat. Er steht zwischen Paulpietersburg und Utrecht und bat seine liebe Not, die Verproviantierung aufrecht zu erhalten, die auf großen Umwegen von Dundee über Vrijheid bewerkstelligt werden muß. Von den Burenabteilungen, die er vor und, wie man weiß, auch hinter sich hat, verlautet nichts. Dagegen heißt es in einer Meldung aus Lourenco Marquez vom 16. ds. Mts., einer Quelle, die wenig Vertrauen erweckt, daß sich in Swasiland beträchtliche Scharen Buren täglich der Besatzung von Bremersdorp (Swasiland) ergeben, die aus Mannschaften von Steinackers Korps unter Hauptmann Halgate besteht. Ferner ist an der Bahnlinie Volksrust-Johannesburg eine Burenabteilung von 2:50 Mann noch immer thätig. Am Morgen des 16. versuchte sie einen Zug bei Vlaklaagte in die Lust zu sprengen; indessen flog nur der als Patrouille vorauffahrende Zug i» die Luft, der nachfolgende Hauptzug übersprang das durch die Explosion zerrissene Loch und entkam. Bei dem Erscheinen einer englischen Abteilung aus Vlaklaagte machten sich die Buren mit leeren Wagen und Karren nach einigen Salven auf das Stationsgebäude von Vlaklaagte davon. Im Freistaat setzt De We t seinen Marsch nach Norden fort; er hat Senekal nordöstlich von Winburg schon hinter sich und marschiert nach neueren Meldungen wieder in getrennter Abteilungen. Eine Abteilung von 800 Mann unter dem gestern erwähnten Fourie ist der Umzingelung durch >ie Engländer entgangen. Fourie soll sich nach Angabe gefangener Buren mit De Wet entzweit und erklärt haben, nicht länger unter dessen Kommando fechten zu wollen. In der Kapkolonie steht Scheepers in der Nähe von. Graff Reinet, und Scobells und Colenbranders Freiwillige rilgen ihm, werden indessen durch den strömenden Regen am energischen Vorgehen gehindert. Kritzinger steht 22 Kilometer vom Fort Beaufort und hat den Telegraphendraht zwischen diesem Ort und King Williamstown zerschnitten. Er besindet sich mit einem Pompom vor dem verfolgenden Obersten Gorringe auf dem Rückzüge nach Blinkwater über Adelaide. Ein drittes Kommando, das Mararsburg g - nommen hatte, zieht sich auf Kamasrone du™“- r., Mit welchen Nachrichten das englische Volk täglich ge- Abg. M ö l l i n g e r beantragt: Die Kammer wolle die Regierung ersuchen, den Nachweis der Bedürfnisfrage bei der Erteilung von Wirtschaftserlaub nissew aufzuheben. Der Vorstand des Victoria Melita-Vereins» bittet um Getvährung einer jährlichen Subvention von 6000 Mark zur Unterstützung der Bestrebungen des Vereins, der bekanntlich die Errichtung billiger Wohnungen bezweckt. Der Abg. Köhler-Langsdorf wünscht die Bekanntgabe von Untersuchungsergebnissen hinsichtlich Getreide- und Vieh v e r käufen, sowie Brot- und Futter z u käufen in der Gemeinde Langsdorf. Diese Ergebnisse sollen die Notwendig Feit der Erhöhung der Schutzzölle erweisen. Der Abg. Weidner beantragt, die Kammer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, die Ausschreiben, betreffend Landwirtschaft, vom 30. November 1900, 3. und 29. Januar d. I. drucken und an die Mitglieder der Kamnrer verteilen zu lassen, den Antrag auch für dringlich zu erklären. Abg. Dr. Heidenreich beantragt: die Kammer möchte ihre Zustimmung dazu geben, daß der der Regierung für die laufende Budgetperiode 1900/1901 zur Verfügung stehende Betrag zur Unterstützung bei Beschickung der landwirtschaftlichen Ausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft von 1000 0 M k., der int Jahre 1900 eine Verwendung nicht gefunden hat, für die im Jahre 1900 stattgehabte landwirtschaftliche Landesaus st ellung verwendet werde. Tie für die Finanzperiode 1894/1897 bewilligten, in die Finanzperiode 1897/1900 übertragenen Kredite und zwar: 1. für den Neubau eines Museums 1 500 000 Mk., 2. für die Erweiterung des Landeshospitals .Hofheim, 3. für beit Dom in Worms, Rest 20000 Mk., Titel 12 bewilligten 75 000 Mk., 4. für Wiederherstellung des Kurfürst!. Schloffes in Mainz, 1. Rate 75 000 Mk., sonne 5. der mit laudstänvi- scher Genehmigung in die Finanzperiode 1897/1900 übertragene Kreditrest von 759 640 Mk. aus der 1. Rate für die Erweiterungsbauteir in Dochheim können nur teilweise in der Finanzperiode 1897/1900 zur Verrechnung gelangen, weil die Verwendung dieser Mittel noch nicht vollständig ftattgefunden hat. Das Ministerium des Innern bittet die Kammer, die Zustimmung dazu zu erteilen, daß die erwähnten Kredite, soweit sie nicht noch in der Finanzperiode 1897/1900 zur Verrechnung gelangen, in das Rechnungswesen der Etatsjahre 1900/01 bezw. 1901/02 über- tragen werden dürfen. Amtlicher Heil. Gießen, den 15. März 1901. Betr.: Die Förderung von Volksbiblioth-cken. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Ortsfchnlvorftände des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung un- SerooCrfÜ9Un.9 öom 121 Februar 1901 (Gießener Anzeiger Jcr. 38) noch im Rückstände find, werden an deren sofortige Erledigung erinnert. v. Bechtold. _ . Petersburg, 19. März. Der „Regierungsbote" bringt über Straßenunruhen, welche in der letzten Zeit in verschiedenen Städten stattgefunden haben, folgende Mitteilungen: Am 4. März sammelten sich in Petersburg bei der Kasanschen Kathedrale Studenten an, und zogen von dort zum Newski. Die Polizei drängte sie zum Rauthause, in dessen Hof dann die Namen von 244 Personen, darunter 71 Studenten und 128 Studentinnen festgestellt wurden, worauf alle wieder entlassen wurden; verletzt worden war niemand. - An demselben Tage begaben sich in Charkow nach der Trauer- feter für Kaiser Alexander II. über 100 Studenten im Zuge zur Universität und weigerten sich^ der Aufforderung der Polizei zum Auseinandergehen nachzukommen. Nachdem -eine Sotnie Kosaken die Studenten umzingelt hatte, wurden einige Aufrührer verhaftet. Am Abend desselben Tages wollte eine Gruppe von Studenten vor der Redaktion der Zeitung „Juschni Kraj" eine Katzenmusik veranstalten, wurde aber von Polizei und Soldaten in das Polizeihaus gedrängt, wo die Namen der Beteiligten festgestellt wurden. Eine andere Gruppe, welche sich beim Theater versammelt hatte, wurde ebenfalls von der Polizei auseinander getrieben. Im ganzen wurden 136 Verhaftungen vorgenommen, von denen 24 aufrecht erhalten wurden. — Am 8* März sammelte sich in Moskau vor dem UuiversitätsgebäudA eine große Menge Studenten und Studentinnen an; der Aufforderung der Polizei, auseinanderzugehen, wurde keine Folge geleistet. Gegen 300 Personen drangen in den Aktensaal, wo aufreizende Rufe ausgestoßen und Ansprachen gehalten wurden. Als wiederholte Aufforderungen zum Auseinandergehen erfolglos blieben, drängte die Polizei die Menge, unter der sich 517 Studenten und 101 Frauen befanden, in die naheliegende Manege; abends wurde den Frauen anheimgestellt, sich nach Hause zu begeben, was 93 thaten; während 8 es vorzogen, die Nacht mit den übrigen Verhafteten in der Manege zu verbringen. Am folgenden Tage wurden 53 Verhaftete unter Bedeckung in da- Gefängnis geschickt; am 10. März wurden 21 Schüler des Topographischen Instituts der Lehrobrigkeit übergeben und weitere 463 Verhaftete ins Gefängnis äbgeführt. Am 9. März sammelten sich ungefähr 700 Personen vor der Manege an, die mit den Verhafteten durch die Fenster zu sprechen versuchten, von Polizei und Kosaken aber verdrängt wurden. Um Mitternacht des 9. März erschienen wieder ungefähr 100 Studenten und Studentinnen singend auf der Straße, wurden aber von der Polizei zerstreut. Am 10. März abends schlug die Menge in mehreren Straßen die Fenster ein, wurde aber von Kosaken und Aus Stadt und Land Gießen, 20. März 1901. Berlin, 19. März. D^r Kaiser empfing geflcrn Iher Urprodu,,nten nachdrücklich zu vertreten. mittag den Landrichter Donandt-Bremen und hörte später einen Vortrag des Reichskanzlers Grafen v. Bülow. (Don dem Bremenser Richter wurde der Kaiser offenbar als Zeuge in Sachen des Bremer Zwischenfalls im Schlosse vernommen. D. Red.) — Die Vorbereitungen zum Empfange des Kron Prinzen in Bonn, wo er zwei Jahre hindurch wissen-«den Kopf getroffen, daß eine blutende Schmarre ent- schaftlichen Studien obliegen soll, sind bereits begonnen stand. Die Wunde wurde sofort verbunden und Dr. Schmidt worden. Hiesige Blätter berichten darüber: konnte alsbald den Heimweg antreten. r c Zr" Auftrags be§ ?°Krs weilten dieser Tage der *. eine zweite Feldbriefpost nach China geht diese Woche Hofmarschall Freiherr v. Lyncker, sowie der militarfichrFreitag den 22. März ab. Die Standorte der deutschen um'^e L Ä--'"ang7- Trupp-N wird sie °'wa Anfang Mai -rr-.ch-n. Diese A- kaufte Villa zu besichtigen, die dem Thronfolger nebst post ^^rdert nur Bnefe und Postkarten. seinem Hofstaate beim Aufenthalt dort als Wohnung I *c- Gladenbach, 19. Marz. Ju dem benachbarten Dorfe dienen wird. Bei dieser Gelegenheit hatten die beiden Damm wollte der Bauer Blatt Heu vom Boden holen. Abgesandten auch eine längere Besprechung mit den Char- Er kam dabei zu Fall und trug so schwere Verletzungen da« gierten des Korps „Borussia", in das der Kronprinz, von, daß er starb. wie ehedem sein kaiserlicher Vater, während der Dauer fc. Vom Vogelsberg, 19. März. Die Schnepfevjagd des Universitätsbesuches eintreten soll. Der Kronprinzwird fog jetzt noch wenig ergiebig gewesen. DaS Wetter war in Bonn neben seinen übrigen Studien auch die M^k [a[t unb windig, weshalb der Spätstrich der Langfchnäbkl Lg, L H7L^L°ibL Lh»r st»mm verlaust. Ocu.i kam aber auch in diesem Jahre am Konservatorium in Köln beauftragt worden ist. Der ptt iruy- Kronprinz dürfte erst nach Beendigung der diesjährigen Mainz, 19. Marz. Em schauerlicher Fund, der wahr- großen Herbstübungen, an denen er voraussichtlich aktivIscheialtch mit einem Familiendrama zusammenhangt, teilnehmen wird, die Universität Bonn beziehen. wurde heute unterhalb der Ingelheimer Aue gemacht. Es — Der Prinzrcgent von Bayern, der Groß- wurden die durch eine Baggermaschine vollständig Herzog von Baden, der Großherzog v on Hessen zerfetzten Leichen eines Mannes und einer Frau haben eine Anzahl von Seesoldaten, die sich in den,! Tage gefördert. Nach einer heute hier eingelaufenen Mit- Kämpfen in China ausgezeichnet, durch Verleihung von' - - - -- . . _ Kriegsdekorationen und Medaillen geehrt. Die von ihren speziellen Landesherren dekorierten Matrosen sind füttert wird, zeigen einige Beispiele aus den Kriegsdepeschen der vergangenen Woche: Sonntag: Die Linie Pretoria-Lourenco-Marques ist vollständig frei von Buren. Montag: Die Buren nahmen einen Transportzug in der Nähe von Balmoral weg und zerstörten ihn. (Balmoral ist eine Station der Bahn von Pretoria nach Lourenco- Marques.) 40 englische Soldaten wurden gefangen. Donnerstag: Ein Zug mit 200 kranken und verwundeten.' Soldaten kam gestern vom östlichen Kriegsschauplatz in Newcastle an. Freitag: Der Gesundheitszustand der Truppen ist wunderbar gut. (Meldung von Standerton). Sonnabend: Die sechs Verlustlisten der Woche melden, daß 121 Mann an Krankheiten verstorben sind. Das macht 20 Mann per Tag. Daraus läßt sich schließen, daß die Zahl der Erkrankungen ungefähr 200 per Tag ausmachen. Nach Urteil der Aerzte kommt auf 10 Erkrankungen nämlich im Durchschnitt ein Todesfall. Montag: De Wet und Steijn wurden von Philippolis abgeschnitten und ziehen nach Faureshmith. (Man ziehe die Karte zu Rate, um diesen Unsinn zu verstehen.) Dienstag: Steijn ist in Smithfield. Sonntag: Stefin ist in Kroonstadt. Dienstag: De Wet ist nördlich von Brandfort. Kämpfen in China ausgezeichnet, ourch xzerieiyung vonitej[ung aus Kaiserslautern verschwand dort vor'einigen Tagen Donnerstag: De Wet ist in Senekal. Kriegsdekorationen und Medaillen geehrt. Die von . ff ofj «fahr» alten (Sohne in der Freitag: Steijn ist bei De Wet. ihren speziellen Landesherren dekorierten Matrosen sind «« Mutttr mit ihrem «wo • . * auch vom Kaiser durch Verleihung von Ehrenzeichen aus- »"ytung> nach Mainz. Man glaubt, daß beide gememschaft- Telegramme deS Gießener Anzeiger-. gezeichnet worden. ^lbstmord verübt haben. . Kavstadt 20 Märi Das Reuterscbe Bureau" — Der sozialdemokratische Landtagsabge- Bmgen, 19. März. DaS furchtbare Bootsunglück meldet unter dem 19* d ^Mts • Heute sind hier fünf ordnete Opificius ist, wie bereits erwähnt, in Pforz- bei Bingen in der Nacht vom 16. April v. I. ist noch frisch Personen an der Pest erkrankt,"darunter drei Europäer heim verhaftet worden. Diese Verhaftung hat eine be- m aller Gedächtnis. Die Studentenvereinigungen, denen die Durban, 19. März. Der von Kapstadt eingetroffene merkenswerte Vorgeschichte. Jüngst veröffentlichten ui den Ertrunkenen nahe gestanden, stifteten zur pietätvollen Sr- Dampser „Roslin Castle" ist in Quarantäne gelegt worden, Zeitungen zwei kaufmännische Sachverständige die Erklär- innerung an jene, erschütternde Stunde, die über so manche weil an Bord ein Pest fall vorgekommen ist. ung, daß die Gerüchte über Opificius hinfällig seien, weil Familie bitterstes Weh gebracht, ein würdiges Denkmal, . । ■■■■ ' ■ ■■ ■ sich die vermeintlichen Veruntreuungen rm Lebensmittel- Z « A f b 6 -weiten Ottertaoe d Q dem ^akreS- (Thina bedürfnis-Verein als grobe Irrtümer in der Buchführung vyrenef, oa» am zveu«^p«rage o. oem ^ayr^ .... . ... t . herausgestellt hätten. Diese Erklärung hatte das unerwartete tage des Unglücks, auf dem RochuSberge zur Enthüllung und In Tientsin geht es drunter und drüber. Sind Ergebnis daß sich die Staatsanwaltschaft die Bücher des unter großer Feier zur Einweihung gelangt. In tief- vielleicht auch die allarmrerenden Meldungen des „New- Vereins ausfolaen und nach kurzer Prüfung zunächst den empfundener und sinniger Weise ist der Schmerz der betreffen. Yorker Herald" einigermaßen übertrieben, so scheinen doch langjährigen Geschäftsführer Stadtv. Eberhard und dann den Familien durch eine kiotä versinnbildlicht; mit dem Aus- die russischen und französischen Soldaten die Engländer ben Vorsitzenden des Vereins, Landtagsagb. Opificius, ver- orucke tiefster Trauer hält die schmerzhafte Mutter den Leich- ^rrchaus nicht als Waffenbruder" zu betrachten. Deutsche haften ließ. nam des Gekreuzigten in Liebe umfangen. Im Hintergründe — preußischen Abgeordnetenhaus trat Abg. erhebt sich der Rochusberg. Die Rochuskapelle, in der noch Mi? »iw bugschw°cht Frachttarif t u t Sowenige Siunden wttabie beklagenswerten Opfer mü ihren immer da ru besindcn wo nickts vailiert Nickt ohne l D€n ern uno var, oie ^rarisierung Kommilitonen in Andacht versammelt waren, ist trefflich nach- Bedenken liest man in' englischen Wegramme'n, daß Feld- ^aftreQe^ ^e^te^ o^atn'auT^Uqei^Vn?n^unjdJ9cbilbct unb ^aut friedlich auf die Szenerie herab. Links marschall Graf Waldersee als Friedensstifter auftritt. Das ^r^an bewirt schäft und sei in? allgemeinen Interesse von dem Bilde eröffnet sich dem Beschauer das Panorama ist die bei weitem undankbarste und gefährlichste Aufgäbe ^wendig angtmeintrn u i beö ^heinthalS, in welchem die Orte Gau-Algesheim und für den hartgeprüften Oberkommandierenden. Im fran- — Ueber die Neu-Uniformierung des Heeres Gaulsheim gut hervortreteu. höfischen Ministerrat erklärte der Minister des Auswärtigen ^rd berichtet: Beim ^aisermanöver soll ein kleiner Truppen- Alzey, 19. März. Die kürzliche Bestrafung eine« D^casse, die letzten, der Regierung zugegangenen Nach- die neue Bekleidung und Ausrüstung anlegen, um etwa hiesigen NstarS wegen Dienstvergehens im Amte richten erwähnten nichts von Zwischenfällen m Tientsin. herausstellende Mängel noch rechtzeitig zu beseitigen. oor der Strafkammer zu Mainz, besten Urteil auf Revision ÄbVw?miK SääSTÄE» ”m7i^rige77lau7nn'Se8ef?ttiq" durch da« R-ich-gmcht s-in- Bestätigung fand, scheint w ei. - re falls bekannt daü während die Erlediauna des unmittel- vorläufig noch aus dem viSyerigen viauen ^.uch geserrrgl folgen nach sich zu ziehen, denn dem „Rhemh. Beob.- baren Streitpunktes durch Militärbehörden an Ort unh benOffi^ roirb ^^endes von einem Korrespondenten, der, wie man Stelle schwebe, die beiderseitigen Wachtposten in ihren ™ bic,ena sP« ist. g°- früherer, Stellungen mit , fiengen Besehlen nicht zur Blanke und Aufsällige, das den zukünftigen Waffen, lchrieben: Seit -m.ger Z-tt sind V-rnchmung-n tm ©ange lllggresswe nberzrgehen. derbleiben. Kerne Friedensstörung I zieren wird. Doch werden im Manöver und im Felde I vor dem Oberamtsrichter und Amtsanwalt in Alzey, in denen sei zu befurdsten. Ashmead Bartlett fragte, ob der britische Achselstücke nicht getragen. Die Offiziere erhalten auch ein wiederum ein Großherzoglicher Notar aus dem Amts- Befehlshaber Anweisung von der Legierung empfing, sich Abzeichen am Ae?mel. sitze Alzey eine ganz merkwürdige Rolle spielt. A^.^Vgreifung. von dem für das ^opngbleise uotigen _ Die Matrikularbeitrüge für 1901 betragen Wie mit Freuden zu konstatieren ist, sollen endlich einmal ^v.bf^^b"^ ^.^brsetz^ HamEon einer dem Reichstage zugegangenen Berechnung für durch energisches Vorgehen von eingeweihter (?) Seite ge- w nn,e:’ Ä kn"glksAd r7t s'chk C hln'a^Ab -°rn S"/«Mk' Ä G°!ch°hnsis° und Praktiken ausgedcckt w-rd-n, von d-n-n men aus die Mandschurei Anwendung finde. Cranborne f2 6^2 0ck Mk. Württemberg '4unser Volk einfach befrett werden muß. Wenn nur der zehnte erwidert, der erste Artikel drücke das Einverständnis beider 4 TO! H 570 933000 Mk. An den im Etat T«l von dem, was erzählt wird sich als wahr erweist, woran Mächte aus, die Freiheit des Handels an den Flüssen und ^1 Angestellten Ueberschüssen des Rechnungsjahres nicht mehr zu zweifeln ist, obgleich man in lunststchen Reg,- den an der Küste Chinas gelegenen Hafen, wo sie immer ^9 -inb t Preußen mit 20049 685 Mk., Bayern mitpnen immer noch zweifelt, so ist eine ganz gründliche Sauber- Einfluß ausuben können, zu wahren. Der zweite Artikel 3363451 Mk., Sachsen mit 2 382 896 Mk., Württemberg mit ung notwenig, der sich die DienstauffichlSbehörde und ebenso erkläre, daß die beiden Regierungen die gegenwärtige -^^131028? Mk., Baden mit 1085 923 Mk., Hessen mit 653960 die Staatsbehörde nicht verschließen kann." Wir wüsten dem Wicklung nicht benutzen wollen, um territoriale Vorteile fi^rk, Oldenburg mit 235 232 Mk. usw. Die Gesamtsumme betreffenden Artikelschreiber die Verantwortung für seine Be- " inshm». " Li.VÄÄ JÄSÄ- die Nachricht gegangen, daß sich in Petschili eine starke m 1Q ^„7-, ^nnntmin^r dem Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen und B an d e v 0 n D es e rt eure n der versckfiedenen Nationen 191 ®c.r Fiuanzmmister richtete em ^em Leibarzt Dr. Spielhagen unternommen. — Das Kaiser gebildet habe, die zwischen Peking und Tientsin marodiere. Rund chreiben an alle Steuereinnehmer mit. der Aufforderung, Friedrich-Denkmal vor dem Friedrichshofer Schlöffe ist Eine kleine deutsche Abteilung, die auf die Bande für die richtige Besteuerung der Kloster zu.sorgen. i^neS der Projekte, mit denen sich die Kaiserin Friedrich selbst stieß, soll zum Zurückweichen gezwungen, und Der Madrider HandelSverband wandte sich an alle Handels- ben schwersten Stunden ihrer Krankheit angelegentlich be- eine englische Kavallerie-Abteilung zum Zerstreuen der verbände und Arbeitervereine Spaniens mit dem Ersuchen, ?Eiat bat Vor dem Witwensibe der Kaiserin soll sich das Bande entsandt worden sein. Die e Nachricht beruht w ahr - sich seinem Gesuch, daß den Klöstern überhaupt Industrie ^nkmal erbeben- in seiner Nackbarscbaft wird nachdem peinlich auf einem S^rrtum. Weder von der Bilduna ^ndel unterfagt werden, anzuschließen. Der Unter- E,n Wunsche der bob ü Fra^dir.inst auch ihr "tgene” „......... e«.».■■■... a;;.1“„v, sä”■ N-titilltie Taaessliiau. pwßent. -igenhSudig eine neu- Skizze eulworseu und unter , m ® , ... . „ . Bern, 19. Marz, Der Nationalrat hat denAnlrag, jn6erfm oer[ggli daß di- zu dem Denkmal führenden Stufen Die B-rzog-rung der Einbringung des Zolltarifs, der erst die Fabrikarb-it soll- an Samstagen g-s-tzlich nach^rtfall kommen sollen, sodaß entsprechend der ländlichen im Herbst dem Reichstag zugehen soll, erklärt sich wohl mittags um4Uhr aushören, mit 55 gegen 22 stimmen I u “ b ' einc ntäßerc Einfachheit erzielt wird. Di-Statu-, -infach daraus, daß di- R-gicrung sich mit di-s-r Vorlag- ab gelehnt. die von Professor Uphues.Wilmersdorf geschaffen wird, soll ebenso Zeit läßt, wie die vereinigten Konservativen d-S Zürich, 19. März. In d-r .Züricher Post" wendet sich 3 20 smetcr uox roerben. ben architektonischen Ausbau teilet preußischen «bgeordnet-nhaus-S mit den Kanalproiekteu. der Professor der Militärwiflenschafteu am eidgenössischen « . Baurat Fhne in Berlin Als Tag der Einweihung gilt Wird hier die Dringlichkeit einer Entscheidung nicht anerkannt, Polytechnikum Oberst Afsolter, früher Ches der Gotthard. I ach den bisherigen DiSpositioueu d-r Geburtstag des Kaffer« so nimmt die Regierung ihrerseits für den Zolltanfeutwurf befestigung, gegen die geplante Neubewaffnung der!^r 18. Oktober die gründlichste Nachprüfung in Anspruch. Der Vorsitzende Feldartillerie mit 7,5 Ctm. Kruppgeschützen, da die “ fc 19, TOBa.’ Der Maurer Horn von So«, der Kanalkommission, Abg. v. Eynern (nl.), entwickelt eine KommissionSversuche mit den verschiedenen neuen Geschütz- ^rn der wie wir gestern berichteten, auf dem Bahnhofe rührende Geduld, aber er will endlich einmal ein Resultat internen keineswegs abgeklärt seien. Die Frage der Neube- Langenselbold verunglückte ist im hiesigen St. Vincenz- herbeiführen und möglichst den Dortmund-Rhein-Kanal vor waffnung, für die rund 18 Millionen Franken verlangt § A c inen Verletzungen erlegen. Ostern zur Abstimmung bringen. Wie wenig Notiz bie kerben, bürste noch manches zu reben geben. m en8 n und den Rachbarüiutte«. Sommissionsmehrheit von ben Intentionen ihres Vorsitzenden Wien, 19. März. Der preußische Kronprinz wirdk. ^E^e »M^g« « d^r volitiscke Kleinkrieg ben nimmt, geht schon daraus hervor, daß gleich in der ersten auf Einladung des Kaisers Franz Josef Mitte April zu ?"d^ordentttch^irzhast ist P' sch 9/ Sitzung das Arbeitsprogramm des Vorsitzenden verworfen einem mehrtägigen Aufenthalte hier eintreffen. LQtT^m^n des "viel besprochenen Darm- wurde. Je eifriger Herr v. Eynern die Entscheidung über — Im volkswirtschaftlichen Ausschüsse deS Abgeord-1"?ormser Ztg. wegen des viel befprochm«Dar» den Dortmunb'RheiN'Kanal zu bewirken sucht, umsomehr wird netenhauseS erklärte der Ackerbauminister, die Regierung nationalliberalen Blatte wird vermutlich der Widerstand sich regen mit der Parole .Nun werde voraussichtlich spätestens im fommeiiben ^erb^^ bie Sor= h’ttCT ! flCrabe nichU"----- ----------- ,aa- b-lr-ff-nd"di- R°s°rm d-S börs-nmäß.g-n -»- AAL Deutsches Keich. liberalen gegen ben Strich gegangen. — Der Vorstanb beS Kur- unb Verschönerungsvereins zu Bad-Nauheim ist ersucht worben, bei ber Stadtbehörbe vorstellig zu werben, ____o_____ Schritte zu thun, bamit Bab.Nauheim mit ben nächstgelegeneu k. Unfall. Beim heutigen Pferbemarkt wurde leider für die Hebung des Badeortes besonders interressierteu Orten KreiStierarzt Schmidt von einem Pferde so unglücklich an|bei der Neueinteilung zu einem eigenen Wahlkreis oct» «.'S' ® «ußDioni tu Sta«m fiavdS in larzer 3elt { Hörden, den erfolglos- 7 jJ Wiegavd in ® rolhttnb einer1 des HerdeS P4 in FiiiMieo. aüt M trug findet nnj dew pooibrrg-^» regt in GernSh Saft stehenden S Betreffende, rinn kompromittiert v' sehr angesehener . * Braun sich hier der L Araunfchtv. hie Lhat ift n * Metz, 1 die Berhanolunj leutnant Rüge Ostern stattfinde im Arresthaufe Geisteszusta dehnte Erhebur und über sein ZMiptmann Ä D. Wttt flattfpiel Hat in @t feierlichkeü, die in Äimeraben oermfi wendet, deren Hai Mmmm'schen Wi itfanb sich unter \ •mit sch fihsie, eii der Aerichtchdecke äußeren Unschnn sührlithen Inhalt Georz Metzger fei ihn buch bin foäi rechten Augen unn Miimg wird Äfettn erilitt unb frtigtfpi eenirteHt. - Der gerch -,u »ird auch in der ■ ftanb zur Berhand von Maibach und 1 57, 74 610. Wissig, Konrad alle von Malbach^ der Nacht vom 7^ »«übt ju haben. Disfig und MSfer be,üglich der übrig gningeres MaK. ; fgi ben Ingefai $ Sonaten den Stflen 6a(: anJ Schneider wirt nne Seldfiase Darvchadt, Edelheiten, des Dr. n Landlagsabg. Dr. ‘5 sttts sehr n Wirrung mit 1 des Urt. Der i£S?!*■5 -K- Methode u P,C| chrrnh^, JA bestan StttrtuVT Staub ISS •«De ShJ «t J«n mjp* nied JJh ft, >1 Die ß^-ch nefen M,h,/"'chrr d-h bt, w h, ^kurw?^"u lf. b«fe S0*e ®"fe Selo. Ib”‘« ®wft ”Oht« Will, "^ovgru da- ^httjaob lö>4r b* w der wahr, WsawwevhSogt, gewacht. Ez »ollftänbig einer Frau el*tn M. tinifitutaatn Sohne in der ümemschast. >ootsunglü lehnt, da weder die Angeschuldigten im Bezirke des unterzeichneten Ge richtes einen Wohnsitz haben, noch die strafbaren Handlungen tm diesseitigen Gerichtsbezirk begangen worden sind." Inzwischen hat in derselben Angelegenheit auch der Pfarrer Useck in Neversdorf (Böhmen) Klage wegen Beleidigung bei dem Amtsgericht Mainz erhoden. Auch hier wurden von dem Beklagten gegen die Zuständigkeit des Mainzer Gerichtes Einwend- »*/•% 8«/0 8V»% 8 '-7o O’/e % Handel und Verkehr. Uolkswirtschast. fc. Friedberg, 19. März. Der hiefigr Vorschuß- und Kreditverein verteilt 6'/, Prozent Dividende (wie im Vorjahre). Der Reingewinn beträgt 54 225 Mk. gegen 50 380 im Vorjahre. fc. Frankfurt a.»M., 19.März. (Heu- und Strohmarkt.) Angefabren: 17 Wagm mit H-u, 2 mit Stroh. Heu Mk. 4.30 bis Mk. 4.70, Stroh (Roggenstroh) Mk. 2.80 bis Mk. 3.30. Alle, per 50 Kilo. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Arbeiterbewegung. fo. Frankfurt a. M., 19. März. Die Lohnbewegung der hiesigen Scbuhmachergehilfen nimmt einen friedlichen Verlauf. Die Meister si-d bereit, 25—30 Prozent Lohnerhöhung zu bewilligen. Landwirtschaft. Berlin, 19. März. Das kaiserl. Gesundheitsamt teilt mit: Der Ausbruch der Maut- und Klauenseuche unter Ueberstände-Rindern ftt gemeldet vom Zentral-Vtehhofe zu Berlin am 19. März 1901. dem Thäter fehlt, wie man hört, noch jede Spnr. G. Darmstadt, 20. März, 1 Uhr 45 Min. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.") Die Zweite Kammer setzte heute morgen nie Beratung des Finanzbudgets fort, bewilligte für die Herstellung einer Grundwasserleitung für die Irrenanstalt !zu Heppenheim 132 000 Mk. Hebet die Errichtung einer 3. Irrenanstalt zu Gießen entspinnt sich eine lebhafte Debatte, da sich auch die Stadt Grünberg um den Besitz dieser Anstalt beworben hat. Für Grünberg treten in warmer Weise die Abgg. Schönseld, Wolff, Frenay ein, während der Staatsminister Rothe für die Errichtung der Anstalt m Gießen plaidiert. Die Kammer beschließt, die angeforderten 150 000 Mark für Geländeerwerb in Rheinhessen und Oberhessen zu bewilligen und die Wahl des Bauplatzes in diesen Landesteilen zu verschieben. Für die Wein- und ^bstbauschulezu Oppenheim werden von der Regierungsfordermtg 58 OOO^vtt. gestrichen und nur der Betrag von 33 500 JRt. bewilligt. Eine längere Debatte entspinnt sich über den Bauplatz d^ neu zu erbauenden Amtsgerichtsgebäudes zu Oppenheim. D Regierungsvertreter, Justizminister Dittmar, tritt für Dee alten Bauplatz ein, während nur ein geringer Teil der Av- geordneten für einen neuen Bauplatz eintntt. Die Verhandlungen werden um 1 Uhr geschloffen. Fortsetzung morgen Donnerstag 9 Uhr. Darmstadt, 20. März. Die diesjährigen H erbst- Imanöver der hessischen Division werden ui dem «Teil von Alzey, mit Einbeziehung eines Stuckes des Jucd -o- Friedberg, 20. März. (Tel. d. G. A.) nacht wurde durch rohe Hand ein Wagenrad auf die Eisenbahnschienen der Sir cke Gietzen — Frankfurt a. M. in der Gemarkung Schwalheim gelegt um den Nacht-Sch uellzug Nr. 78 zum Entgleisen zu bringen. Der Lokomotivführer sah jedoch auf kurze Entfernung das Rad liegen; er versuchte den Zug zu stellen, was ihm auch, nachdem die Maschine da8 l Wagenrad bereits überfahren und etwa 100 Meter w.it mit sich fortgeschleppt hatte, gelang. Glücklicher Weise ist der Zug nicht entgleist, wohl aber an der Maschine und an dem Bahngeleise ein nicht unbedeutender Materialschaden entstanden. Von Vermischtes. ♦ . * Braunschweig, 17. März. Heute früh erschoß sich hier der Leutnant Frhr. v. Knobelsdorfs vom Braunschw. Jnf.-Reat. Nr. 92 hier. Ein Beweggrund für die That ist nicht bekannt. * Metz, 19. März. Gutem Vernehmen nach dürfte die Verhandlung des Oberkriegsgerichts gegen den Oberleutnant Rüger aus Mörchingen erst in der Woche vor Ostern stattfinden. Rüger ist auf Antrag der Verteidigung im Arresthause einer sechswöchigen Beobachtung seines Geisteszustandes unterworfen; auch werden ausgedehnte Erhebungen über das Vorleben des Angeklagten und über sein früheres Verhältnis zu dem erschossenen Hawptniann Adams angestellt. Verträgt Aaöy immer die Mitch? Ein Wort an Mütter und Wöchnerinnen. Zuweilen vertragen Säuglinge und Kinder die Milch nicht, weil sie im Magen zu schnell gerinnt. Mondamin dagegen besitzt den kostbaren Vorzug dies zu verhindern. Man koche nur einige Minuten eine Obertasse Milch nut einem T.heelöffel Mondamin gut durch. In größeren Mengen ist Mondamin mit Milch gekocht eine gesunde, leicht verdauliche Speise für die Kleinen, allerdings erst nach dem Zahnen, 014 PrämiierurrgS Resultate. P. Gießen, 20. März 1901. Prämiiert wurden: Einjährige Fohlen. 1. Preis: Wilh. Viand, Münchholzhausen, Kreis Wetzlar; 3. Preis: Phil. Becker, Treis a. L. Warmblütige zweijährige Fohlen. 1. Preis: Ludw. Rinn 14., Heuchelheim; 2. Preis: Wilh. Vogel, Bellers-1 heim; 3. Preis: Phil. Müller, Oberhörgern. Kaltblütige zweijährige Fohlen. 1. Preis: Jakob Reuter, Nieder-Weisel; 2. Preis: R. Weiß, Hof-Graß I b. Hungen; 3. Preis: Wilh. Becker, Stangenrod. Dreijährige Fohlen. 1. Preis: Konrad Wagner, Kirchgöns; 2. Preis: R. Weiß, Hof-Graß; 3. Preis: Heinrich Messerschmied, Münzenberg; 4. Preis: Heinr. Lang, Kestrich. Brauereibesitzer Bichler, Gießen, 3 Ehrenpreise für zwei- und dreijährige Fohlen. Schwere Arbeitsschläge. 1. Preis für 1 Paar Füchse: S. Michel, Gießen; 2. Preis für 2 braune Wallache: Simon Kaufmann, Nieder-Weisel; 3. Preis für 2 schwere Füchse: August Frensdorf, Gießen. Leichte Arbeitspferde. 1. Preis, Schimmel: Aug. Frensdorf, Gießen; 2. Preis, 2 Füchse: S. Michel, Gießen; 3. Preis: H. Hinkel, Reichelsheim; 4. Preis H. Binz, Lich. Anerkennung hat S. Michel, Gießen, für Rotschimmel (verkauft für 1600 Mk., erregte Aufsehen als Einspänner). Arbeitsschläge, einzeln prämiiert, im Besitze von> Landwirten. 1. Preis für 4 jähr. belg. Stute: Herrn. Wilh. Straßheim, Griedel; 2. Preis für 4 jähr. Oldbg. Stute: Herm. Wilh. Straßheim, Griedel; 2. Preis für Rotschimmel- stute: Jacob Reuter V, Nieder-Weisel; 3. Preis für 6 jähr. Fuchsstute: Joh. Langsdorf VI, Lechgestern; 4. und 5. Preis für tragende Schimmelstute und 5 jährige belgische Stute: R. Weiß, .Hof-Graß; 6. Preis für 4 jähr. belg. Stute: Heinr. Gottfr. Marställer, Grüningen. Reitpferde unter dem Reiter. 2. Preis: Alb. Nathan, Ober-Ingelheim; 2. Preis: Isenburger u. Co., Friedberg. Kutschpferde. 1. Preis für 2 gallizische Füchse: Alb. Nathan, Ober-Ingelheim; 2. Preis für 2 hannöversche Füchse: Gebr. Löwenthal, Friedberg; 3. Preis für 2 Rappen: Isenburger u. Co., Friedberg; 4. Preis für 2 braune Pferde: Isenburger u. Co., Friedberg. D. Gtetze«, 20.März. Ltraskammerfitzung. Ein unerquickliches Nachspiel hat in Gestalt der heutigen Strafkammer-Verhandlung eine Trauer- ' feierlichkeit, die in Rodheim v. d. H. der Kliegerveretn einem verstorbenen Kameraden veranstaltete. Zum Salutschießm wurdm Mausergewehre verwendet, deren Handhabung der Angeklagte Philipp Kleemann in der Rullmann'schen Wirtschaft einem Zuhörerkceise erläuterte. Unseliger Weise befand sich unter den Patronenhülsen, die dieser in einer seiner Taschen mit sich führte, eine durch Zufall hineingeratene Patrone, die, weil ihr der Verschlußdeckel fehlte und ihr Inhalt zusammengevrückt war, den äußeren Anschein einer harmlosen Hülse bot, in der That aber ihren ge- fährlichen Inhalt noch bewahrte. Mit dieser Patrone lud der Angeklagte Georg Metzger sein Gewehr, zielte auf den Zeugen Welter und verletzte ihn durch den losgehenden Schuß derartig, daß der Getroffene auf dem rechten Augen unwiederbringlich die Sehkraft verlor. Nach kurzer Be raiung wird Kleemann der fahrlässigen Körperverletzung für nicht schuldig erklärt und freigesprochen, Metzger in eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten verurtellt. — Der Karl Wetzstein von Gettenau, der vom Schöffengericht zu Nidda für nichtschuldig eines Diebstahls erklärt worden war, wird auch in der zweiten Instanz freigesprochen. — Als letzte Strafsache stand zur Verhandlung die Anklage gegen Wilhelm Julius Schneider von Maibach und sechs Genoffen wegen Vergehens gegen SS 223, 223a, 57, 74 St.G.B. Wilhelm Julius Schneider, Heinrich Mrckel, Heinrich Wissig, Konrad Roth, Wilhelm Möser, Konrad Saltenberger VIII., alle von Maibach, und Karl Lewalter von Wernborn sind angeklagt, in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 1900 in Maibach Körperverletzungen verübt zu haben. Das Gericht kommt bezüglich der Angeklagten Mickel, Wissig und Möser zu einem freisprechenden Erkenntnis und reduziert auch bezüglich der übrigen Angeklagten den Thalbestand der Anklage auf ein geringeres Maß. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche gegen den Angeklagten Lewalter, gegen Schneider auf eine solche von 5 Monaten als den Hauptbelasteten und auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche gegen Saltenberger. Gegen die Angeklagten Saltenberger, Roth und Schneider wird außerdem wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung auf eine Geldstrafe von 20 Mk., eventuell 4 Tage Gefängnis, erkannt. Darmstadt, 19. März. Der Strafprozeß gegen den Kurpfuscher Schuhmacher und Genossen bietet sehr intereffante Einzelheiten. Besonders bemerkenswert war die Vernehmung deS Angeklagten Dr. med. Lang, dem von seinem Studieugenossen, dem Landtagsabg. Dr. Gäbe-Deggendorf, da» Zeugnis ausgestellt wird, da« er stets sehr exzentrisch gewesen sei und möglicherweise bei seiner Sffoztterung mit Schuhmacher tn gutem Glauben gehandelt habe. Seine Studien des Paraccksus hätten ihn zur „Elektro Homöopathte" geführt. Der Präsident hält dem Dr. Lang einen Briefkopf vor, der folgenden Wortlaut hat: „Heilanstalt „Isis", Kombiniertes medizinisches Naturheilverfahren, Maffage, Mechano-Elektto- und Hybro- theraphie, Hell-Gymnastik, Kneipp'sche Kuren rc. rc." Im Anschluß daran fiagi er den Angeklagten: Ste hatten doch gar keine Mittel tn der Anstalt, um z. B. die Kneippkur durchzusuhren Angekl.: O doch. GS war ja eine Gießkanne da. (Heiterkeit) Präs.: Na schließlich wuchs vielleicht auf der Straße vor dem Haufe noch etwas Gras, dann könnten Sie auch sagen, daß eine Wiese zum Barfußlauf en da war. (Große Heiterkell.) Auch der Zeuge Arzt Dr. Setbold- Frankfurt a. M. kennt den Angeklagten von der Universität und aus der Praxi« her. Auch ihm ist bekannt, daß Dr. Lang ftüh allerlei Reformtdeen gepredigt habe. Die Patienten in den verschiedenen bayerischen Städten, tn denen Dr. Lang vor feiner Uebersiedelung nach Darmstadt praktiziert habe, hätten sich sehr günstig über seine Kurmethode, die in einer Verquickung von Naturhellmethode und Homöopathie bestand, geäußert. Er halte Dr. Lang für durchaus ehrenhast und glaube, daß Schuhmacher seine Gutmütigkeit und sein Vertrauen tn schnödester Weise mißbraucht habe. Rechtsanw. Wolff: Ist Ihnen bekannt, daß von einem bekannten bayerischen Bezirksarzt die Rede geht, er schreibe schon in der Unterhose 6 bis 8 Rezepte.-' (Große Hetterkett.) Zeuge: Ja. In Bayern sieht oft der Arzt den Kranken garntcht. Er fchreibt auf Grund der Klagen, die meist von Mittelspersonen überbracht werden, seine Rezepte nieder. Natürlich wird er keine drastischen, sondern meist unwirksame Mittel oerschretbm Präs.: Und den Bauern helfen sie schließlich doch? Zeuge: Das kommt schon vor! (Heiterkeit.) Sachverständiger Dr. med. Klein-Frankfurt a. M. hält die Mittel der Anstalt .Isis" für total wertlos. Auch der Großh. Kreisarzt Geh. Med.-Rat Dr. Lehr - Darmstadt bezeichnet die therapeutisch- dtätettschm Vorschriften wie auch die von Dr. Lang verordneten Medikamente als völlig nutzlos. Dagegen macht der Sachverständige für Homöopathie Dr. Sellenthin-Franksurt a. M. geltend, daß die Verordnungen Dr. Langs, soweit ste sich gegen die Queck- filberkurrn der Mopathrn richteten und die Folgeerscheinungen solcher Kuren zu bffeitigen suchten, als zweckmäßig anzusehen seien. Da auch der als Sachverständiger vernommene Allopath Dr. Srtbold-Frank- surt a. M. die vom Angeklagten tn homöopathischen Dosen verordneten Medikamente Dr. Langs in manchen Fällen als wirksam bezeichne!, so entspinnt fich schließlich ein ergötzlicher Streit zwischen den Sach verständigen über die Frage, in welcher Weise Medikamente, die in abgehalten werden. _ New - York, 19. März. In einem Bergwerke in Lansing (Kansas) meuterten 284 dort arbeitende Sträflinge. Dieselben hielten 15 Auffeher in der Mme fest und verhinderten sie ins Freie zu gelangen, bis ihre Forderungen bezl. besserer Nahrungsmittel ihnen bewriligt anwul» yuu#u uttumpiim uitjm wmuuh, v* vm I waren. Die Sträflinge töteten die Maultiere, die sich im SÄfi-BÄÄiielsHÄr- -»*> •*! Bombay, 19. März. Sieben Artilleristen würben Sekunckrabad heute durch die Explosion eines Hau- ist zu haben in Paketen ä 60, 30 und 15 Pfg. Toilette Angelegenheit. Mit dem chemisch reinen „Kaiser-Borax" wird der Damenwelk ein Hilfsmittel von weittragendster Bedeutung an die Hand gegeben. Schon die Wichtigkeit des „Kaiser-Borax" als zuverläffiges Mittel zur Verschönerung des Teints macht chn äußerst wertvoll. In hygienischer Beziehung kommt der Kaiser-Borax für die Wundbehandlung, fitr's warme Bad, für kalte Körperabwaschungen, zur Pflege des MundeS, der Zähne und Haare, als sicherstes Mittel gegen Fußschweiß, wie auch zur Desinfektion in Betracht. Unbegrenzt ist jedoch seine Verwendbarkeit als Reinigungsmittel im Haushalt. Infolge seiner reinigenden, bleichenden und desinfizierenden Eigenschaften verdient er als das vollkommenste Waschmittel gepriesen zu werden; unglaublich mühelos imo vorteilhaft ist gegenüber anderen Waschmethoden die Behandlung ver Wäsche mit Kaiser-Borax. Beim Einkauf verlange man auSdrücklrch ve« °cht°» Kaiser-Borax in raten Tartans unb 6=gnüg= M V„'*‘ losem Borax, welcher leider manchmal als -Karser-Barax aerad- | folgt wird. März ti Barometer auf Oo reduziert 3 ä § der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 19. 9» 728,7 8,4 6,6 81 N.E. 6 stürm. Wetter 20. 7« 729,7 5,6 5,9 86 N.E. 4 beb. Himmel 20. 2« 730,8 5,4 5,3 78 N.E. 6 stürm. Wetter Schuljahr annähernd erforderlich: sowie für den Hand- 2202 in der 2199 zogen werden. 2193 ileMiymuuml. 600 1900 1260 90 760 330 20000 5400 n n 3. des der Zusch:agsfrist 4 Wochen. Großh. Eisenbahn-Bauabteilung. Lesebücher Rechenbücher Biblische Geschichte Gesangbücher Bibeln Neue Testamente Katechismen Atlanten Weltkunde Sch esertafeln mit Schwämmchen Griffel Schreibhefte mitSchoner und je 2 Löschblättern Gros Stahlfedern Die Mitglieder der §§ 4, 5 und 7 2209 Stück i, 980 530 250 250 100 100 250 160 130 1800 Lieferung von Lehrmitteln für die Volksschulen. Kekanntmachung. Donnerstag den 21. d. M», nachmittags 3 Uhr, sollen dahier Neustadt 55: 1. verschiedene Hausund Küchengeräte, sowie eine Ladeneinrichtung, 2. zwei Nähmaschinen gegen bar versteigert werden. Die Versteigerung der Nähma- chinen findet bestimmt statt. Gießen, den 20. März 1901. Seidel, Gerichtsvollzieher. Jahresbericht. Prüfung der Rechnung. Ersatzwahl. Vereins werdm hiermit auf Grund Satzungen ergebenst eingeladen. Der Vorstand: Schlosser. Federhalter Feder- bezw. Griffelkasten Zeichenblöcke Bleistifte Radirgummi der Großh. Forstwart Schmitt zu Eickelsdorf. Eichelsdorf, den 16. März 1901. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. Trautwein. entsprechender Aufschrift versehen einzureichen. Gießen, dm 19. März 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Die Lieferung dieser Bedürfwsse soll im Wege schriftlichen Angebotes und vorbehältlich der Verteilung größerer Lieferungen an 2 oder 3 Bieter, vergeben werdm. Muster der zu liefernden Gegenstände, welche von den Schülern der beiden Schulgruppen benutzt werden, liegen in dem Stadtknabenschulhause auf der Nordanlage und Muster der Materialien für den Handarbeitsunterricht im Stadtmädchen- fchulgebäude auf der Westanlage bis zum 25. l. Mts., vor mittags von 11 bis 12 Uhr, offen. Angebote — zu welchen Formularien bei den Oberlehrern erhältlich sind — sind bis spätestens 30. l. Mts., vormittags 10 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle verschlossen und mit eine gröbere Menge von Materialien arbeitsunterricht in der Stadtmädchenschule. Zur Gewäh ung freier Lehrmittel an den Volksschulen werdm für das kommende Holz-Versteigerung. Bersteigerr werden: I. Montag den 85. 1. Mts., vormittags 10 Uhr, Forstwartei Langd und zwar Knab en-H and arb eit. Sonntag den 24. d. Mts., von vormittags 11 Uhr biS nachmittags 2 Uhr, soll in dem Konferenzzimmer der Stadtknabenschule eine Ausstellung der von den Schülern im diesjährigen Unterrichtskursus für erziehliche Knabenhandarbeit gefertigten Gegenstände stattfinden, zu welcher wir hiermit einladm. Gießen, den 20. März 1901. 2204 Mecum, Bürgermeister. Hahu, Oberlehrer. Altg. Verein für Armen- und Krankenpflege Freitag deu 29. März, nachmittags 5 Uhr, im Saale des Schwesternhauses (Johannesstraße). Tages-Ordnung: 1. " 2. Zusammenkunft am Saatbeet im Buckwald, auf dem Heyerweg. Auskunft erteilen zu h der Großh. Forstwart Büttner zu Langd, zu linder Großh. Forfwmrtsaspirant Sckäfer zu Eichelsdorf, zu III 1. auS dem Domanialwalddistrikt Kupp: Stämme: 4 Eicken — 2,00 fm, 8 Fichten — 1,20 fin; Z>ervfiangen: 7 Eicken; Scheiter: 81 rm Buche; StammKnüppek: 580 rm Bucke, 180 rm Eiche (hierunter 182 rm in Schichten von 2,5 m Länge); Neifig: 810 rm Buche, 500 rm Eicke; Stöcke: 95 rm Bucke 2. aus den Domanialwalddistrikten Sttlleverg und vorderstes Käsets: StammKnüppek: 124 rm Bucke, 56 rm Eiche in Schichten von 2,5 und 4 m Länge; Stammrelstg: 678 rm Buche, 260 rm Eiche; Astreistg: 118 rm Buche, 90 rm Elche; Stöcke: 5 rm Bucke. Der größte Teil dieses Holzes sitzt an oder in nächster Nähe von Chausseen und ist gut abfahren. DaS vereinzelt, sowie im Vordersten Hasels sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft in dem Distrikt Hupp, auf der Hungen-Schottener Straße, bei Nr. 1. II. Dienstag den 26. 1. Mts., vormittags 10« 8 Uhr, aus den DomanialwalddtNrikten KißnersrothsKopf, Aanrvakd und AorK- hards der Forstwartei Stornfels: Stämme: 11 Eichen von 20—30 cm Durchm., 2,4—11 m Länge — 3,06 fm, 1 Fichte von 22 cm Durckm., 18 m Länge — 0,68 fm, 7 Hainbuchen von 18—26 cm Durchm., 2,4—5 m Länge — 1,03 fm, 1 Buche von 32 cm Durchm., 6 m Länge — 0,48 fm, 1 Birke von 18 cm Durchm., 9 m Länge — 0,28 fm; AuhKnüppek: 9 rm Fichte (3 m lang); Scheiter: 300 rm Bucke I. Kl., 107 rm Buche II. Kl, 8 rm Hainbucke (rund), 8 rm Erle; Knüppel: 402 rm Buche, 12 rm Hainbuche, 58 rm Eiche, 3 rm Nadelholz; Aeifig: 960 rm Buche, 128 rm Eiche; Stöcke: 100 rm Buche, 83 rm Elche. Das mit Kalk gespritzte Holz wird nicht versteigert. Zusammenkunft auf der Kreisstraße im Dlstrikt Bauwald. HL Mittwoch den 27. 1. Mts., vormittags 101/? Uhr, aus den Domanialwalddistrikten Auchrvatd, AlotheVerg und ^ange- öäum (Areitkopf) der Forstwartet Eichelsdorf: Stämme: 9 Fickten II. Kl. von 25—47 cm Durchm., 3—21 m Länge — 7,41 fm, 25 Fichten III. Kl. von H—24 cm Durchm., 8—21 m Länge — 9,60 fm; Scheiter: 401 rm Bucke I. Kl. (5 rm Hainbuchen-Nundscheit), 110 rm Bucke II. Kl; StammKnüppek: 40 rm Buche; AstKnüppek: 80 rm Buche, 15 rm Eiche (1, 2 und 3 m lang), 12 rm Fichten (3 m lang, Lattenholz, Baumpfähle rc.), 50 rm Kiefer (3 m lang, Latten- holz, Baumpfähle rc.), 10 rm Kiefer (2 m lang), 6 rm Kiefer (1 m lang); Stammrelstg: 180 rm Buche; Astretstg: 100 rm Buche, 160 rm Eiche, 220 rm Nadelholz (ausgebengelt); Stöcke: 65 rm Buche, 20 rm Eiche, 144 rm Nadelholz. DaS mit Kalk gespritzte Holz wird nicht versteigert. Kottkursimfahren. Ueber das Vermögen des Kaufmann» ßhristian Wagner in Gieren wird heute am 19. März 1901, nachmittags 12 Uhr, da» Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Karl LooS dah:er wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen find bis zum 12. April 1901 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- auöschusses und eintretenden Falls über die in S 131 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag de« 19. April 1901, vor- mittags IO Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 12, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Be- sriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 13. April 1901 Anzeige zu machen. Großh. Amtsgericht zu Gießen, gez. Neuen ha gen. Veröffentlicht: 2208 Orth, Gerichtsschreiber. Submission. Die Angebote, betr. Lieferung von Backwaren für die neuen Kliniken, sind nicht genehmigt worden. Zur Vergebung wird nochmals Termin auf DieuStag deu 26. März £901, mittags 12 Uhr, anberaumt. I Offerten sind bis dahin auf das Verwaltungsbureau einzureich n. Die Bedingungen sind an >m Wochentagen auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken einzusehen. Zuschlag am 28. März 1901. 2205 Gießen, den 20. März 1901. Großh. Vrrwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. Verdingung der Erd-, Fe S-, Rottungs- und Wegebefestigungsarbeiten, sowie der Arbeiten zu den Kunstbauten und dem Tunnel behufs Herstellung der Nebenbahn von Lauback nach Mücke in 8 Losen. Los I umfaßt ca. 86000 cbm Erd- und Felöarbeiten und 43000 cbm Maurerarbeiten. Los H umfaßt die Herstellung des 133 m langen Tunnels, 65000 cbm Erd- und Felsarbeiten und 1100 cbm Maurerarbeiten. Los III umfaßt ca. 51000 cbm Erd- und FelSarbeiten und 750 obm Maurerarbeiten. Termin Montag den 22. April 1901, vormittags 11 Uhr, im Bureau der Großherzogl. Eisen- bahn-Bauabteiluna Gießen, Frank- ürterstraße 20. Lagepläne, Bauwerkszeichnungen rc. können da« elbst eingesehen werden. Die Ver« dmgungSunterlagen können von der Bauabteilung gegen porto- und bettellgeldfreie Einsendung von 2 Mark für jedes Los be- Giessen, im März 1901. 01085 Statt jeder besonderen Mitteilung. Meine Verlobung mit Fräulein Jenny Speyer aus Osnabrück beehre ich mich hiermit anzuzeigen. Gustav Hornberger- Ortsgcwerbevcrein. Alle Mitglieder des Orlsgewerbeoereins, der Innungen und der freien Vereinigungen werden zu dem am Donnerstag den 21. März, aöcuds 8‘/2 Zlhr, im Saale des Hotel Einhorn stattfindenden Vortrag des Herrn Paech aus Frankfurt a. M. übet: Gründung v.GtnoflrusWkn im Handmerk ergebenst eingeladen. 2203 Der Vorstand. Contentia (Wohtthättgketts-Sereiu). Kamstaz brn 23. Mär; von abends 8V2 W an: Stiftungsfest (Theater mit darauffolgendem Mall) im Saale des Caf6 Leib. Die Vereinszeichen sind zu tragen. 2192 Obna Karte keinen Zutritt. Telephon Stereotypie, Papier- (Pietsch Erben) Giessen, Schulstr asae 7. Anfertigung von Drucksachen aller Art. Steindruckerei Eigene Buchbinderei, Galvanoplastik. Billigste Herstellung von Massenauflagen. ßrühl’sche Univ.-Buch- u. Grosses Lager. ZN ucrlhtiifcii Aoanttslag itn 21. Map, nachmittags 2 Uhr, werd'N im vteterscken SaaU, Neustadt 55, versteigert: 1 Chaiselongue, 1 Polstert«fiel, 1 Kinde sitz- wagen, 1 Schlitten, 2 Schaukeln, 1 Trockenaestkll, 1 Haferkiste, 1 kleiner Eieschrank, 1 Holzbade wanne, 1 Kinde-badewanne au Gestell, 1 S'tzbadewanne, 1 Sauerkraut« u. 1 Bohnenständer, 2 Koste', Lampen,Ofen>chirme, leere Flaschen, 1 Sportwagen, 1 Sternenglobus, 1 Alabatter-Visitka ten-Schale, 1 SchweizerhäuScken, 1 Briefk sten, 1 Geldkassette, 2 Eiskühler (cuivre- poli), 1 Steinguivase, Dekorationskrüge, Tintenfäffer, verschiedenes HandweikSzeug, Vorhänge aller Arten, Tischdecken, Ema,ll> geschirr, 2 Holzkörbe, 1 Bild in Goldradmen (Erecktheion in Athen), 1 Küchen« tisch, Läufer, Felle u. vieles Andere Z)ie Versteigerung findet 6c- stimmt statt. 2184 tSeivler, Gerichtsvollzieher. Hohversieigerung Das in den Gemeindewald- ungm von Atzbach, Dorlar, Kinzenbach, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar liegende Nutzholz soll verkauft werden. Es sind zusammen etwa 251 fm Eichmstämme 1. bis 4. Kl. und 491 „ Nadelholzstämme 1. bis 4. Kl. und Stangen. Angebote ersuche ich mir bis zum 10. April er., nachmittags 6 Uhr zuzusenden. Zahlungstermin bei genügender Bürg- schäft bis 1. November 1901 Krofdorf, 18. Mär; 1901. Der Bürgermeister: Licktenthaeler. g Versteigerung. Mittwoch deu 8. April d. I., nachmittags 2 Uhr anfangend, läßt Unterzeichneter meistbietend versteigern: 4 Pferde, 2191 1 Kuh, frischmelkend, 1 Kuh, hochträchtig, Vogelsberger Rasse, 1 Stier, iyt Jahr alt, 8 Hühner, 2 alte Häckselmaschinen, 2 Dezimalwagen, verschiedene Geschirre und sonstige Haus- u. Mo* nomie Gerätschaften. Homberg (Oberhessen). Wilh. Schweiker. oiiipfililiiihicii Stadt. Schlachthaus. Freibank. 2ieo Gchftsßeisch 56 pfg. Kuh«eisch 45 M Schellfische Kabeljau n la. feinster, blutfrischer Ware ockien eingetroffen bei 296 Ä. & 6. Waiienfels. Markt 2i. — Fernspreck-Nr. 46. g? 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