Minister Rothe stellen die Notwendigkeit der Neubauten fest und bitten die Kammer, der RegierungS Forderung zuzu stimmen. DaS HauS genehmigt ohne Debatte die geforderten 383300 Mk. — Ferner für den Aufbau eines dritten Stockwerkes auf das früher Greiner'fche Haus in der Frankfurterstraße 9300 Mk., für das physi- kalifch-chemifche Institut 6800 Mk., für den Neubau einer Universitätsbibliothek 97000 Mk. als Bausumme. Eine längere Debatte verursacht die Regierungsforde- rung für die Erweiterungsbauten der Technischen Hoch schule zu Darmstadt. Die AuSschußmajorität beantragt, die Regierungsforderung mit 856 940 Mk. zu bewilligen. Die Ausschußminderheit beantragt Strich dieser Summe. Berichterstatter Köhler-Darmstadt weist in längerer Rede die Notwendigkeit der Neubauten nach. Er hebt hervor, daß die Großh. Regierung eine Vermehrung des Professoren- Kollegiums nicht beabsichtige, trotzdem die Zahl der Studierenden um mehr als das dreifache gestiegen sei. Die Majorität des Ausschusies habe sich von der Notwendigkeit der Forderung überzeugt und empfiehlt dem Haus die Bewilligung der angeforderten Summe. Staatsminister Rothe betont, daß die gegenwärtige Stunde den Bestand der Technischen Hochschule zu Darmstadt entscheide. Er habe aber das feste Vertrauen, daß die Kammer die geforderten Beträge bewilligen werde, damit dieselbe den anderen deutschen Hochschulen gleichkomme. Eine weitere Steigerung der Frequenz der Anstalt sei nicht zu erwarten, und das Emporblühen der Hochschule sei nur den vorzüglichen Lehrkräften und den besten Einrichtungen, was die Wissenschaft bietet, zuzuschreiben. Die Regierung sei jederzeit bereit, Sparsamkeit walten zu lassen, aber die Raumnot der Anstalt sei so groß, daß Abhilfe geschaffen werden müsse. Er bittet das HauS dringend, den Bestand der Schule durch Ablehnung der Vorlage nicht zu gefährden Abg. Molthan freut sich, daß die Regierung endlich die Erhöhung der Studiengelder für Ausländer ins Auge gefaßt habe. Im Interesse der Steuerzahler sei diese große Forderung wohl zu prüfen. Er wünscht noch, daß auch die Stadt Darmstadt zu einem entsprechenden Zuschuß für die Hochschule herangezogen werde. Dieselbe habe doch den größten Nutzen von der Anstalt. Abg. Wolf spricht sich gegen die Forderung aus, weil er sie für vorerst nicht nötig hält. Die Erweiterungsbauten könnten auch noch in späterer Zeit hergestellt werden. Die BedürfniSfraze sei nicht gelöst worden. Abg. Weidner wird nunmehr für die Forderung stimmen, weil er sich von der Notwendigkeit der Neubauten überzeugt hat; nur wünscht er von der Großh. Regierung gleiches Entgegenkommen bei den ländlichen Forderungen. Abg. Schill mahnt zur Sparsamkeit und beantragt, nur 300000 Mk. zu bewilligen. Finanzminister Gnauth stellt fest, daß die Regierung bei. Aufstellung des Budgets mit der größten Sparsamkeit verfahren sei. Trotzdem sei im Staatshaushalt ein Defizit von 2307 000 Mk. bis jetzt eingetreten. Abg. Morneweg erklärt, daß die Stadt Darmstadt einen Zuschuß gewähren werde, wenn die gesamten Neubauforderungen angenommen würden. Zur heutigen Forderung könne er keinen Zuschuß zusagen. Oberregierungsrat Weber erklärt, daß die Stadt Darm- stadt moralisch gezwungen sei, einen Zuschuß zu den Neubauten zu gewähren. Die für die Hochschule angelegten Staatsgelder im Betrag von 2 800000.Mk. verzinsten sich mit ca. 20 Prozent. Bei der Bewilli^ing von weiteren 3000000 Mk. würde die Gesamtsumme von 6000000 Mk. immerhin noch 5 Prozent Zinsen abwerfen. Der Zweck der Hochschule dürfe kein materieller, sondern ein idealer und volkswirtschaftlicher sein. Die Nichtbewilligung der Mittel werde den Bestand der Anstalt gefährden. Durch die Erhöhung der Studiengelder für Ausländer werde voraussichtlich ein Ausfall an Studierenden eintreten. Die ideale Seite der Vorlage müffe doch berücksichtigt werden. Abg. Dr. Heid en reich hebt in längerer Rede hervor, daß die Kammer die Forderungen für die Hochschule nicht abweisen könne. Die Leistungen der Stadt Darmstadt seien ja ganz bedeutend, er hoffe aber, daß sich dieselbe auch noch zu weiteren Opfern bereit finden laffe. Abg. Köhler-LangSdorf ist für die Regierungsforderung, wünscht aber die Erhöhung der Studiengelder für Ausländer. Er bedauert, daß die Profefforen aus Staats- mittelu bezahlt werden. Diese würden den Bauern das Leben sauer machen, wie z. B. Profeffor Staudiuger. (Gelächter.) Berichterstatter Köhl er-Darmstadt empfiehlt nochmals die Regierungsvorlage. Die Kammer beschließt hierauf mir allen gegen die Stimmen der Abgeordneten Jökel, Ioutz, Wolff, Schmalbach, deu angeforderteu Bettag von 856 940 Mk. zu bewilligen. Deutscher Reichstag. Berlin, 19. Mürz. Am Bundesratstisch befinden sich Reichskanzler Graf Bülow, Staatssekretäre und zahlreiche Mitglieder des Bundesrats. Das Haus ist gut besetzt. Auf der Tagesordnung steht die dritte Beratung des Etats einschließlich des Ergänzungsetats. In der Generaldiskussion bezeichnet Abg. Freiherr von Sch e le (Welfe) es als unangebracht, der Heeresleitung wegen der ostasiatischen Expedition besondere Anerkennung zu zollen. Er hält eine Reorganisation des Unteroffizier, korps für dringend und bespricht sodann die Neuordnung der Verhältnisse der Unteroffiziers-Witwenkasse. Damit schließt die Generaldiskussion. Der Etat des Reichstags wird ohne Erörterung genehmigt. Bei dem Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei kommt Abg. Fischer (Soz.) auf die Berliner politische Polizei zu sprechen. Die ganze Institution sei unmoralisch. Aber selbst wenn man sie anerkenne, müsse man zugestehen, daß es ihre Aufgabe sei, zu unanständigen Handlungen zu verleiten. An einen sozialdemokratischen Parteigenossen sei man mit Versprechungen herangetreten, falls er sich dazu bereit finde, als Spitzel zu dienen und politische Parteimitteilungen von den Parteisitzungen, vornehmlich der Reichstagsfraktion, zu liefern. Man habe sogar einem Parteigenossen zu einem Reichsmandat verhelfen wollen. Er frage daher den Reichskanzler, ob er mit diesem Ge- bahren der politischen Polizei, das schon bei dem Tauschprozeß gebührend gewürdigt worden sei, einverstanden sei. Reichskanzler Graf Bülow erwidert, von den zur Sprache gebrachten Vorgängen sei ihm nickst das mindeste bekannt, und sei er deshalb nicht in der Lage, auf die Materie näher einzugehen. Er möchte aber darauf Hinweisen, daß es sich um eine rem preußische Angelegenheit handelt. Wenn dieselbe im Landtag zur Sprache gebracht würde, werde der Minister des Innern nicht verfehlen, die nötigen Aufttärungen zu geben. (Sehr richtig rechts.) Abg. Fischer (Soz.) meint, die ausweichende Antwort des Reichskanzlers lasse ebenso wie in der 12000-Mark- Angelegenheit keinen andern Schluß zu, als daß er die Sache billige. Ter Etat wird hierauf ohne weitere Debatte erledigt. Bei dem Etat des Auswärtigen Amtes führt Abg. Fürst Bismarck (wild) aus, er teile vollkommen die große Anerkennung, die der Heeresleitung anläßlich der ostasiatischen Expedition gezollt werde, aber die neuliche Redewendung des Reichskanzlers, die ostasiatischen Interessen seien eine Lebensfrage für Deutschland, halte er für zu weit gehend. Wenn die Pachtung KiautschouS seinerzeit unterblieben wäre, hätte die Machtstellung Deutschlands nicht gelitten. Der Platz an der Sonne ist gut, aber der Sonnenbrand kann einem zu viel werden. Mit Befriedigung habe er mit dem ganzen Haus gehört, daß der Reichskanzler betonte, wir verfolgen in China ausschließlich wirtschaftliche Interessen, ebenso, daß unsere Beziehungen zu sämtlichen Mächten gute und freundschaftliche seien. Er habe volles Vertrauen zu den Fähigkeiten des Reichskanzlers und hoffe, daß wir künftig in allen Thronreden ähnliche Versicherungen hören können. Noch größer sei seine Befriedigung über die Aeußerung betreffs der Mandschurei. Solange Deutschland einen korrekten Standpunkt einnimmt, und chinesische Beschwerden an das Konzert der Mächte verweise, können wir der Sache ruhig entgegensehen, und die etwaige Initiative den Mächten überlassen, die dort mehr interessiert sind, als wir. Der Abg. Richter hatte neulich sehr recht, als er sagte, wir könnten froh sein, wenn wir unser Geld aus China wieder bekämen. Das war ein cri de coeur. (Heiterkeit.) Es sei auch der Wunsch des ganzen Reichstags. Wir können zufrieden sein, wenn wir 66 zweidrittel Prozent wieder bekommen. An die Seezölle müssen wir uns halten. Wir können sie höchstens verdoppeln. Ob das ausreicht, um die Forderungen der Mächte zu befriedigen, nnsse Redner nicht. Eine Anleihe perhorreszieren sowohl der Reichs kanzler, wie die anderen Mächte. Ich habe mich, neulich gefreut, als der Reichskanzler den Namen Brandt nannte. Er gilt als der beste Kenner Chinas. Es sei schade, daß er nicht auf seinem Posten blieb. Er hätte vortreffliche Dienste leisten können. Eine Kritik der auswärtigen Politik wolle er aus politischen Gründen unterlassen. Er wünsche, daß wir in Frieden und Ehren wieder aus China herauskommen und China nie Wiedersehen. Reichskanzler Graf Bülow spricht dem Vorredner seinen Tank für die wohlwollende Art aus, wie er die von ihm vertretene Politik behandelte. (Heiterkeit. Zurufe links.) Ich glaube aber, daß der Vorredner mich neulich nicht ganz verstanden hat, wenn er einen Widerspruch findet zwischen der Zirkulartelegramm - Wendung, China dürfe sein Staatsvermögen nicht ungebührlich in fraudem ereditorum vermindern, und der Antwort, die der Staatssekretär des Auswärtigen Amts auf verschiedene Anfragen erteilte. Ich habe nicht den mindesten Bweti« gelassen, daß wir in der Mandschurei keine polittfwe Interessen haben, ferner daß das Pangtse-Abkommen ja? nicht auf die Mandschurei bezieht, aber üleMelttg g ? 9 , daß wir natiirlich wünschen, daß Chine> d, Mogluhrttt hat, die berechtigten Entschädigungs-Anforderungen Neu Detter httnmel MATADM Mn geWv-n -as bürg, ko«- MA HucrgS !> «aT&t 8"» o E rjterten unter ERK'8 lyl 1 mit Rlngenks •Qualitäten jy| LSer als zweite« Hrch. Plaut. gegen Hoti Ber- gülung gesuckl. rrl Beiz, Äta -sucht. 2189 Ml Mtlh. mverlisf, rtinllit läbdien für einige 8ornuttag§ gesucht. ,e Expedition d. vl. usnMen sofort gr> Sleichitraße 12, II. ttge Haushälterin wer, 31 Jahre, ge< Meliäuw nickt Näherer durck »steift, Schotten- i w ät gesucht. 2115 ihNM m HW irurg. Acht «n Lauschen Dd?en oder tfau’ur »tb. der W ’iii 0jt c. c. IL v> «r. 68 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 21. März 1901 täglich mit ■eteefrm M Montags. Me «üßener Familien- Göttler werden dem Mn« W WL Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. oen «nielgen P> »er nvchmtNag« für den MHende« Tag rrlchetnenden ■■iaumr bte wra. 10 Uhr ■Mctcltungen spätestens •*«»M vorher. 9*ehtoe, Expedition und •mdmi: Schal,raße 7. GießenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezugrpreir viertelstch^. Mk. 2.20, monatl. 76 P». mit Bringerlohn; durch Ä Abholestellen vierteljichvi. Mk. 1.90, monatl. 65 Bei Postbezug vikrteljckhal. Mk. 2.00 ohne Bestell-«». II0t «nzeiocn vcrmililunOv- ftrllrn de« 311» und AuvtantM nehmen Anzetarn für b«e Siebener«ilnzrlger entgeee«. ZeUrnprrlS lokal 18 WA, auvwärtv 80 Psg. Adrefle für Depesche»: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. Gl. Amtlicher Feil. Gießen, den 19. März 1901. Betr.: Die Pfleggeldsätze in den Kliniken der Großherzogl. LandeSuniverfität. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Oroßh. Bürgermeiftereieu uud die Vor- ftäude der Krankenkassen des Kreise-. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 7. April 1898 im Gießener Anzeiger Nr. 85 teilen wir Ihnen mit, daß Großh. Ministerium des Innern durch Verfügung an die Großh. Akademische Administrations-Kommission angeordnet haben, daß eine Herabsetzung des einheitlichen Pflegsatzes für die III. BerpflegungSklasse von 1 Mk. auf 70 Pfg. nach den ersten 28 Verpflegungstagen vom 1. k. MtS. ab zu unter- bleiben hat. Im übrigen wird an dem Ausschreiben von 1898 nichts geändert. ___________________v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Berstadt. Nachdem sich mehr als ein Fünfteil der beteiligten Grundeigentümer in der Gemarkung Berstadt, welche mehr als die Hälfte der beteiligten Fläche besitzen, unterschriftlich für die Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigung der Gemarkung Berstadt erklärt haben, und nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder RechtSbeständigkeit dieses ErgebniffeS erhoben worden find, hat Großherzogliches Ministerium de- Innern, Ab» teilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten angeordnet. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, lade ich gleichzeitig sämtliche beteiligten Grundbesitzer zu der in Gemäßheit des Artikels 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 Mittwoch, 8. April 1901, vormittags 9 Uhr, im Gemeindehaus zu Berstadt stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die BereinigungSkosten aufgebracht werden sollen, ob durch Au-schlag auf den Flächeu- gehalt, oder den Abschätzungswert der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Maffengrund- stücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur VollzugSkommisfion zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und deffen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Be- teiligten vorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidrittteilen der Anwesenden und find unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. Kommen gütige Beschlüsse nicht zu stände, so hat zu 1. die VollzugSkommisfion die erforderlichen Beschlüsse zu fassen, zu 2. Großherzogliches Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe die Sachverständigen und die Schiedsrichter zu ernennen. Zugleich fordere ich hiermit die außerhalb der Gemarkung Berstadt wohnenden Ausmärker auf, zur Wahrung ihrer Jntereffen einen in der Gemarkung Berstadt wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Bereinigungsverfahreus an sie nicht mehr erfolgt. Friedberg, 15. März 1901. Der Großh. Feldbereinigungskomnnfsär: Sandmann. Hessischer Handtag. Zweite Kammer der Stände. nn- Darmstadt, den 19. März 1901. Die Sitzung wird um y3ll Uhr eröffnet. — Am Ministertisch: Staatsminister Rothe, Finanzmimster Gnauth, Ministerialrat Weber. — Die Beratung wird mit Kapitel 127 Universitätsneubauten zu Gießen insbesondere die Geländeerwerbungen für die medizinische Fakultät usw. fortgesetzt. Berichterstatter Köhler- Darmstadt, sowie Staats Mächte zu erfüllen, das ist an keiner Stelle mißverstanden worden. Gerade heute erhielt ich ein Telegramm aus Petersburg, wonach der dortige Minister des Auswärtigen gegenüber unserem Botschafter seine Genugthuung mit meinen neulichen Ausführungen über China aussprach. Bezüglich Bismarcks Beziehung auf den Abg. Richter nehme ich keinen Anstand zu sagen, daß ich das von Richter aufgestellte Programm „redde legiones nostras, gieb uns unsere Millionen wieder" teile. Das ist ein ganz vorzügliches Programm und es freut mich doppelt, daß Richter dem Fürsten Bismarck begegnet, nachdem Richter schon neulich auf die Autorität Bismarcks sich bezog, und da ist es doch ganz erfreulich, wenn sich der Berg und Mu- hammed begegnen. Es würde mir leid thun, wenn, wie Bismarck meint, ich durch meine Aeußerung, wir hätten in Ostasien Lebensfragen, einen ruhigen Bürger erschreckt hätte. Ich habe aber von einem solchen Schnecken nicht das mindeste entdeckt. Ich habe neulich sowohl im einzelnen Wendungen, sowie im ganzen Thema keinen Zweifel darüber gelassen, daß wir Ostasien nicht als Dreh- und Angelpunkt betrachten, aber dort sehr berechtigte und große Handelsinteressen haben. Unser Handel in Ostasien repräsentiert einen Wert von 80 Millionen; ich glaube, daß diese Summe eher zu niedrig gegriffen ist, da hierbei nicht in Rechnung gebracht wurde, was über Belgien, Holland uni) England geht. Dann haben wir mit 100 Millionen, die in Schantung investiert sind, zu rechnen, und das ist doch wahrlich kein Pappenstiel. Wir haben also doch ein eminentes Interesse daran, daß der chinesische Handel nicht die Beute einer einzelne^ Macht oder einzelner Mächte ohne uns wird, und daß wir unseren Einfluß auf diesen Handel behalien. Ein Schriftsteller der äußersten Linken, Bernstein, sagte: „Deutschland hätte ein hervorragendes Interesse daran, daß der chinesische Handel ihm nicht aus den Händen gleite." Ich darf also schließen, daß wir den Schwerpunkt unserer Politik nach tvie vor in Europa suchen; wir werden diesen Standpunkt nicht verrücken lassen, aber auch alle Interessen und Rechte in Ostasien, die sehr wichtig sind, schützen; wir werden nament- un ere Ehre schützen, die dadurch angegriffen wurde, daß un er Gesandter massakriert wurde. Diese Ehre des deutschen Volkes betrachte ich allerdings als eine Lebensfrage! Auf eine Anfrage des Abg. Pachnicke (frs. Ber.) erwidert Staatssekretär v. Richt Hofen, die Texte der Konventionen und Deklarationen der Haager Konferenz lägen |ur Publikation im Gesetzblatt bereit. Nach den feststehen- oen Grundsätzen erfolgt die Publikation solcher Verträge erst dann, wenn der Geltungsbereich der internationalen Abkommen vollkommen unübersehbar ist. Tas ist hier noch nicht möglich, es fehlt noch die amtliche Erklärung der niederländischen Regierung, welche Mächte die Rektifikationsurkunden bereits niedergelegt haben. Wir hoffen, diese Erklärung noch in der gegenwärtigen Session zu erhalten. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir die Texte der Deklarationen dem Reichstage besonders mitteilen. Wenn der Vorredner einen besseren Schatz für das private Eigentum auf See wünscht, weil wir seitens Englands unfreundlich behandelt würden, stimmt das nicht mit den Thalsachen überein. Im übrigen erklärte der Reichskanzler bereits als früherer Staatssekretär, daß, wenn Anträge auf internationale Regelung des Schutzes des Eigentums zur See an uns berantreten werden, wir es an unserer Mitarbeit nicht fehlen lassen werden. Auf eine Anregung des Abg. Bee kh-Koburg (frs. Vp.) erwidert der Direktor im Auswärtigen Amt Körner, die Verantwortung der Konsulate sei eine sehr große, man könne Auskünfte von ihnen nur bis zu dem Grade erwarten, als sie selbst gut unterrichtet und Kenntnis über den betreffenden Fall Kälten; daß dies an einem Platze wie London, den der Vorredner erwähnte, sehr schwierig ist, sei klar. Abg. Fürst Bismarck (wild) führt aus, er sei mißverstanden worden und habe keine Zurückweisung seitens des Reichskanzlers verdient, dem er beispringen wollte. Es sei selbstverständlich, daß unsere Ehre gerächt werde, der Reichskanzler habe aber den Ausdruck Lebensfragen nur auf die wirtschaftlichen Interessen in China bezogen. Reichskanzler Graf Bülow erklärt, er nehme gern davon Akt, daß er den Vorredner in zwei Punkten mißverstanden habe. Cs bleibe ihm nur übrig, deni Fürsten Bismarck zu danken für die wohlwollende und erfolgreiche Weise, in welcher er ihm bei der chinesischen Mensur sekundierte. (Heiterkeit.) Abg. H au ß mann-Böblingen (D. Vp.) erklärt, die Strafe gegen China sei vollzogen, Peking sei zerschossen, die chinesischen Dörfer seien eingeäschert. Nun sei es genug! Jeder Tag, den unsere Truppen dort länger zubrächten, koste dem Reich fast eine halbe Million, und dabei habe man es schließlich mit einem zahlungsunfähigen Schuldner zu thun. Hüte man sich, China zur Verzweiflung zu treiben! Der Platz an der Sonne sei doch recht heiß. Er könntz der China-Expedition nicht zustimmen und höchstens die Kosten bewilligen für den Rücktransport der Truppen. Abg. Münch-Ferber (natl,) berichtet namens der Budgetkommission über den Antrag, den Reichskanzler zu ersuchen, im nächsten Etat des Auswärtigen Amtes für die Vorbereitung der Errichtung von Handelskammern im Auslande 20000 Mark einzusetzen. Staatssekretär des Auswärtigen, Freiherr von Richt- hofen: Die Regierung könne sich von der Errichtung solcher Handelskammern einen Nutzen nicht versprechen. Die Regierung sei nicht in der Lage, die Erfüllung der Resolution ihrerseits in Aussicht zu stellen. Er bittet, der Resolution die Zustimmung zu versagen. Abg. Freiherr von Hehl zu Herrnsheim (natl.) befürwortet die Resolution. Abg. Blell (frs. Vp.) und Frese (fr. Vg.) sprechen sich gegen, Abg. Förster (kons.) für die Resolution aus. ., Freiherr v. Richthofen : Es sei eine starke Ueber- sct)atzung der Handelskammern im Auslande, wenn man von ^huen eme Wirkung auf die Zollpolitik erwarte. Die Resolution wird angenommen. Bei Kapitel „Kolonialverwaltung" begründet Abg. Bebel (Soz.) eine Resolution, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen, wodurch un deutschen Kolonialgebiet von Haussklaven geborene Kinder als Freie anerkannt werden. Abg. Gröber (Zentr.) begründet einen Antrag, wonach der Reichskanzler ersucht wird, einen Gesetzentwur vorznlegen, welcher bezüglich der Haussklaverei vorschreibt, daß der Herr verpflichtet ist, die Hanssklaven im Alter oder bei Krankheit zu verpflegen und auch ihre Familienmitglieder nicht von ihnen zu trennen, daß er den Hanssklaven gestattet, an bestimmten Tagen für sich zu arbeiten und den Ertrag ihrer Arbeit behalten usw. und daß es den Haussklaven erleichtert wird, ihre Freiheit zu erwerben. Die Abgg. Graf Oriola (ntl.) und Dr Arendt (Rp.) ziehen in der Regelung der Frage den Verordnungsweg vor. Kolonialdireltor Dr. Stübel weist auf die große Verschiedenheit der Hausstlavenverhältnifse in den deutschen Schutzgebieten hin. Die Grundsätze der Resolution Gröber würden im allgemeinen in der Praxis schon befolgt. Der Verordnungsweg sei aber einem Gesetz vorzuziehen. Abg. Bebel (Soz.): Ich bin überrascht durch den Widerstand gegen meinen Antrag; ich glaubte, es wäre selbstverständlich, wenn man ehrlich und ernst die allmähliche Beseitigung der Sklaverei wünscht. Der Kolonialdirektor will das Material dem Kolonialrat vorlegen und danach würde die Regierung handeln. Das bedeutet eine Degradation des Reichstags. (Sehr richtig I bei den Soz.) Abg. Stöcker (toi) erklärt sich für beide Resolutionen. Kolonialdirektor Dr. Stübel: Wenn die Freigebung der Kinder eines Sklaven auch noch nicht die Aushebung der Sklaverei bedeutet, so wird sie doch von ihnen als solche empfunden und das hat die Gefahr, daß Aufstände und Unbequemlichkeiten für das Gouvernement sich daran knüpfen. Abg. Bebel: Die Erklärung des Direktors besagt nichts weiter, als daß der Antrag Gröber in einem Sinne ausgeführt werden soll, der die Fortsetzung der Sklaverei ermöglicht. (Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Abg. Gröber: Bebel trennt das Kind vom Vater und überläßt es schutzlos sich selbst (Widerspruch bei den Soz.) Die Resolution Gröber wird mit einem Amendement Oriola, wonach der Verordnungsweg eingeschlagen werden soll, angenommen, die Resolution Bebel abgelehnt. Beim Etat des Reichsamts des Innern befürwortet Abg. Schmidt- Elberfeld (frs. Vp.) eine Resolution, wonach durch Bundesratsbeschlüfse festgesetzt werden soll, daß Kohlen und Koks nur in vorgeschriebenen Ge- wichtseinheiten im Einzeloerkehr feilgeboten werden dürfen. Im Sinne dieser Resolution sprechen Redner verschiedener Parteien, u. a. Abg. v. Levetzow (Ions.), der für die Resolution eintritt, namentlich hinsichtlich auf den Brikethandel. Der Bundesrat hätte gar nicht auf diese Resolution warten sollen. (Sehr richtig I) Staatssekretär Graf Posadowsly äußert sich entgegenkommend. Die Abstimmung findet erst später statt. Abg. Stöcker nimmt seine Auseinandersetzungen mit den Sozialdemokraten aus der zweiten Lesung über den Tuckerbrief zurück. Dieser Brief war ein ganz vertrauliches Schreiben, das ein anständiger Mensch nicht in die Oeffentlichkeit bringt. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: Frechheit!) Präsident Graf Ballestrem: Wenn ich wüßte, wer das gerufen hat, würde ich ihn zur Ordnung rufen. (Abg. Kunert bekennt sich dazu.) Dann rufe ich den Abg. Kunert zur Ordnung. Abg. Stöcker (fortfahrend): Die Geschichte mit dem Falscheid, daß ich Herrn Ewald nicht kenne, obwohl ich mehrfach mit ihm in Versamm- lnngen zusammen war, Vie von Tausenden besucht waren, ist auch wieder in den setzten Wochen gegen mich aufgewärmt worden. Wagen die Herren zu behaupten, die Tage vom 17. November 1881 oder 4. Februar 1890, die Tage der kaiserlichen Botschaften und Erlasse seien Tage, die die Arbeiter nichts angingen, die keine Kulturthat bedeuten? (Zuruf links: Jawohl.) Sie wagen das? (Stürmische Zurufe links. Der Präsident ersucht wiederholt, Ruhe zu halten.) Jeder ehrliche Mensch wird sagen müffen, daß diese Dinge empörende Lügen sind, um das Voll zu betrügen und ihm den Patriotismus auS dem Herzen zu reißen. (Zuruf von den Soz.: Das thun Sie ja!) In der „Vorwärts"-Nummer steht fett gedruckt: Die Mailresse als Schmuck der Krone. Das soll unverständigen Leuten einen Ekel vor der Krone einflößen. (Zustimmung rechts.) Es gießt Leute, die schnüffeln so in dem Dreck herum wie die Hunde. (Heiterleit und Zustimmung rechts.) Um 6 Uhr wird die weitere Beratung auf Mittwoch 11 Uhr vertagt. Abonnements - Einladung. Die stetig wachsende Abonneutenzahl des Kießener Anzeigers darf wohl als bester Beweis dafür gelten, daß er allen billigen Anforderungen Rechnung zu tragen versteht. Er wird auch weiter weder Kosten noch Mühe cheuen, seinen Beruf als größte Tageszeitung Ober- jessens zu erfüllen und gern jede Gelegenheit ergreifen, die Interessen der gesamten Bevölkerung der Provinz wahrzunehmen. Wasche über die Ausgestaltung «oseres Blüttes usch beliebiger Richtung hin werden, wenn ste uns n Ohren kommen, stets nach Möglichkeit Aerückstchtigung indeu. Durch die volkstümlich gehaltenen Beilagen: Gietzerrer Familienblätter, Hessischer Landwirt und Blätter für hessische Volkskunde kommt die Zeitung »den verschiedenartigsten Wünschen und Interessen ihres Leserkreises entgegen. Wir ersuchen namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post bezw. den Zweigstellen baldgefl. aufgeben zu wollen. Nellhinrntretende hiesige Abonnenten erhalten vom Tage der Kestellnug bis 31. Marx den Anzeiger lastenfrei zugestellt. Auch schicken wir jederzeit Probe- Ammern postfrei nach auswärts und ersuchen alle Freunde des Gießener Anzeigers, ihre Bekannten daraus aufmerksam zu machen. Unseren hiesigen Lesern werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeigers" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben). Aus Stadt und Kanö. Gießen, den 20. März 1901. P. Realgymnasium und Realschule. Der Jahresbericht für das abgelaufene Schuljahr liegt uns jetzt vor. Außer den „Schulnachrichten" und „Bemerkungen aus der Geschichte der Anstalt" enthält das Heft einen ausführlichen Bericht über die neuerdings geschaffenen Einrichtungen für den physi. kalischen und chemischen Unterricht in dem Erweiterungsbau des Realgymnasiums und der Realschule" von Direktor Dr Rausch und den Lehrern der Physik und Chemie. Dem Ar tikel find zur Ueberficht eine Anzahl Karten und Tabelle« beigefügt. P. Der Herr Bürgermeister, t Ein phantasiereicher Mitarbeiter erzählt uns folgendes Märlein: In einem Dorfe war ein Feuer ausgebrochen, der Besitzer des in Brand geratenen Gehöftes beeilte sich nicht allzu sehr, denn er war gut versichert. Aber die Nachbarn, die nicht versichert waren, stürmten erregt zum Bürgermeister und verlangten schnell die Spritze. Der Bürgermeister erklärte den Leuten zunächst ein Aktionsprogramm wie folgt: „In diesem Falle klaffen ;arte Interessengegensätze an einander. Es ist meine Pflicht in diesem Widerstreit der Interessen ausgleichend, versöhnend zu wirken. Wir müßen die Diagonale ziehen . . ." „Nein! wir müssen die Spritze ziehen!" jammerten die Nach- rarn. „Ruhig!" sagte der Bürgermeister unbeirrt, „da ist zunächst das Interesse deS Hausbesitzers, er ist gut versichert, also liegt ihm daran, daß daö Gehöft ganz niederbrennt; vermutlich hat der Mensch das Feuer selbst angelegt. Ihr, liebe Nachbarn, habt Euer Anwesen nicht versichert, das ist sehr leichtsinnig von Euch. Ich verstehe aber Euer Interesse an der Löschung deS Feuers, doch ich bitte zu redenken, wenn ein Stück des Dorfes abbrennt, dann gibt eS Arbeit für die Zimmerleute, Maurer und Glaser; diese Leute )aben das Interesse, daß möglichst viel vom Feuer zerstört wird." „Aber die Zimmerleute, Maurer und Glaser verlieren a selbst ihre Häuser, jammerten die Nachbarn verzweifelt." „DaS mag sein", versetzte der Bürgermeister, „dann ist also in ihnen selbst ein Jnteressenkonflikt vorhanden. Um fo chwieriger ist eS, und um so größere Sorgfalt erheischt eS, )te richtige und gerechte Diagonale zu ziehen. Außerdem ist noch zu erwähnen, daß der Gemeindewald Holzlieferung be- ommt, wenn das Dorf brennt, und somit der Gemeindesäckel gefüllt, und Ihr alle habt Vorteil davon. Auf der anderen Seite verkenne ich nicht, daß daS Staatsinteresse gebietet, verbrecherische Brandstiftungen im Keime zu ersticken." „Also löschen wir", flehten die Nachbarn. „Ihr dürft aber nicht außer Acht laffen", fuhr der Bürgermeister fort, „daß eS im Interesse der Spritze liegt, wenn sie nicht so sehr trapeziert wird, der Schlauch kann ohnehin nicht viel vertragen; außerdem leiden wir unter Wassermangel, da ist es unser Interesse, mit dem Wasser sparsam umzugehen". „Wenn nicht bald die Spritze kommt, werden wir zu Bettlern", wimmerten die Nachbarn. „Gewiß, das verkenne ich nicht", erklärte der Bürgermeister, „Ihr habt das Interesse, Euren Besitz zu erhalten, und auch im Interesse der Armenverwaltung wäre Zunahme der Armut nicht erwünscht". „Unser Vieh brennt", schrien die Nachbarn. „Diese Mög- ichkeit", sagte der Bürgermeister, „hat auch wieder zwei Seiten. Wenn daS Vieh brennt, werden die Fleischpreise in dieser Gegend teurer, die Landwirtschaft hat ein Interesse an hohen Fleischpreisen. Es ist unbedingt notwendig, einen Ausgleich in diesen verschiedenen Interessen zu inden, denn —--In diesem Augenblick war nichts mehr zu retten, das Dorf lag halb in Trümmer und Asche. P. Folgende Tragikomödie erzählte man uns neulich: In einem Lokale veranstaltete unlängst eine Gesellschaft eine Kneipe. Am Ende der „Schlacht" bedeckten viele „Leichen" )as Feld. Der Wirt, ein hilfsbereiter Manu, sorgte für die Heimkehr der „Geladenen". Zuerst sollten die vier entfernter wohnenden Herren transportiert werden, und zu diesem Zwecke wurde ein bekannter Droschkenführer mit seinem Wagen beordert. Unter Assistenz der beiden kräftigen Kellner wurden die „Kampfesmüden" in den Wagen gehoben und der Wirt instruierte nun den Kutscher: „Emil" sagte er, links itzen (?) zwei und rechts sitzen zwei, der links hinten sitzt, kommt zuerst dran,.....straße Nr. 14, der hier vorn links sitzt dann in dieselbe Straße Nr. 22, dann fährst Du um die Ecke nach der ... . straße Nr. 34, da wohnen die beiden, die rechts sitzen." Emil beschaut noch einmal die Gesichter und „Machen wir", ertönte es von seinen Lippen; der Wagen fuhr los. Im Lokale saß noch eine Anzahl „Heimatsberechtigter" und harrte der Rückkunft des Wagens. Nach einer Viertelstunde kam der Ersehnte schwerfällig an. Emil sprang vom Bock, ging in« Lokal und sagte dem ver- >utzt dreinschauenden Wirt: „Seien Sie so gut und ortier en Sie sie mir noch einmal, die sind mir inrcheinander gefallen." ** Die Bestrebungen der Handwerker, durch Zusammenschluß zu Einkaufs-Vereinigungen, Rohstofs- genossenschaften ihre schwierige Lage zu bessern, nehmen einen immer größeren Umfang an. Bereits im November v. I. hatte sich der I. Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag in Berlin dahin ausgesprochen, daß die Handwerkskammern mit allen Kräften die Gründung von Genossenschaften im Handwerk fördern möchten. Am Donnerstag abend 8 einhalb Uhr findet nun im Saale des Hotel Einhorn für die hiesigen Handwerker und Gewerbetreibenden ein Vortrag statt, der sich bei der Wichtigkeit >es Themas und der großen Bedeutung des Genossen- chaftswesens für die Handwerker eines zahlreichen Be- uchs erfreuen dürfte. Die hessische Handwerkskammer wird bei diesem Vortrage vertreten sein. -h- Eschenrod, 19. März. Die letzte Holzversteige- rung hatte am Abend noch ein blutiges Nachspiel. Zwei hiesige Bürger sprachen im Walde, da ein Wirt Speise und Trank verabfolgte, dem „Ordinären und Bittern" gehörig zu. Nach der Versteigerung gingen die beiden nochmals in die Appel'sche Wirtschaft und zechten fröhlich weiter. Plötzlich entstand ein Wortstreit mit hiesigen Burschen, der in Thätlichkeiten ausartete. Während de« Streites flog einem 16jährigen Burschen ein Sierglaö an den Kopf, sodaß er eine tiefe bis auf den Knochen gehende Wunde direkt über dem einen Auge davontrug. Blutüberströmt und besinnungslos wurde der Verletzte in das Elternhaus verbracht. Ein Arzt wurde sofort von Scholten telephonisch gerufen. Die Sache wurde zur Anzeige gebracht. Schiffsnachrichten. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Linie", in Antwerpen, ist laut Telegramm am 17. März wohlbehalten in Philadelphia angekommen $uri ®ei! ° ifaet morden, e*LW‘ 1816 zu ReM gMndertuud W 8S NrMen der, 2. Ludwig stau, ged- M h*.cor seit Anfang w Ludwig LuM mögen WH 8. stein f bei Großen ^wandert und ) vorn antragM GroßeN'Susta n Qiit 1228 Mk> 4. Marie ! und dessen Ehest M 12. Juni lk angeblich in En; in Trohe kurati beträgt zur Zett 5. Jost Dr 6. Justine Zuseck, Kinder d stau Wbethe, über 50 Jahre n schollen. Tas vo von Men.Buseck schollenen betragt 7. Eva Elis 1819, 8. Rad W 10. Juni 1821 Philipp Nord vor mehr als 5 verschollen. Das von Sießrn kur beträgt zur Zeit 9. Katharir seiner Ehefrau zu Oppenrod, i und seitdem Ja Pslegn Joham waltete Vermög 43 Psg. 10. Want getont am 4.5i N Frankreich । scholl«. Dat x kuralorisch vem Zeit ca. 100 M 11. Johan feiner Ehestau 1816 in Alten/ gewandert und Wger Wilheln Vermögen bei 2 12. Äi/on 13. eilfatot „ 14. Ludwig sieben, Kinder vor etwa 60 verschollen. Der Ließen kurat W zur Zeit .15* Emil s D*6enen Chri !“ ließen, vor i S“ io Ja Sä- ®$igdlSemii9 NtaS0"”« geb. Abel «r$ei 18 o Seit k >« 02 HengjP’ta« •812 SÄ Sfifi «Atbi SRit. » Stanb k " «°r Wtt waren eR schnell dir ftMl |aDe Men ist meine VNe^enb, Mm. 5 et >st am st ganz nieder, selbst angelegt, tcht verficherl, ehe aber Euer ch 'ch bitte zu Nt, dann gibt set; bit^tßtuu Km zeGrt Glaser verlieren m verzweifelt.- "dann ist also fanden. Um fo alt erheischt es, Außerdem ist olzliesernng be> ■ GemeindeM los der anderen interesse ge» : zu ersttLev.- Zhr dLch aber , ter fott, „daß Ächt so sehr i nicht viel ver- mgel, da ist eS im Wzugehen". vir zu Bettlern", kenne ich nicht", lS Interesse, Znteresse der licht erwünscht". „Diese Mfl- ch wieder zwei Fleischpreise in hat ein Inter« I singt notwendig, Interessen zn iblid war nichts imer nnb Asche. uns neulich: Sesellschast em viele.Leichen" \,W\W e vier evlserntrr und zu diesem irer mit seinem kräftigen Kellner gehoben und der [igle er, M* lin« Hinte" W 6,r bitt vor« bM« W ®“ d- I ,oi einmal M r feine« 4 ei« W* *»■** ob We S"hS KS in ent ,-^yerbC' -SSL 9‘'oßirt6Pd(‘ »*? gittert“ e beide« ««*’ 1 bt.Sl «*’ I« Ä, e« W\i (H 6»“ Wunde gsloS ut nnd b^ -lrzt ferbrE ^che ek» ., sä- . Star ^Philadelp^ Dern und Gründung seiner Ehefrau Anna Margaretha, geb. Eif, geboren am NB. Mein bereits reich assortiertes, großes Lager neuer Modelle bitte ebenfalls zu besichtigen. 1799 Der Vorsitzende: Dr. Rausch. 2196 wohin ausgewandert und seitdem verschollen. Das vom antragu stellenden Pfleger Heinrich Keil von Beuern kuratorisch ver. Emil Horst, Giessen Cementwaren- und Kunststein-Fabrik Liebigstrasse 43/45 und An den Bahnhöfen. Rasche Lieferung 1* gediegener Ausführung su billigen Preisen. Gr-ßo faget in ttittfrfm, Hatten. P,chs°luiküel°. »tippen, 8ritn 02 Pfg. 19. Johann Georg Gibb, Sohn des Adam Gibb und dessen Ehefrau Anna Maria, geb. Leicht, geboren am'13. Oktober 1812 zu Leihgestern, im Jahre 1854 nach Amerika aus- gewandert und seit langen Jahren verschollen. Das vom antragstellenden Pfleger Johannes Binz VI. zu Leihgestern kuratorisch verwaltete Verargen des Verschollenen beträgt zur Zeit 135 Mk. 09 Pfg. 20. Elisabeths Konrad, Tochter des Christoph Konrad und der Anna Dorothea, geb. Belloff, geboren am 8. Sep- UnslhMtMSS-Vnem Meßen. Generalversammlung Freitag den SS. März, abends 8 Uhr, im Cafs Balzer. Tagesordnung: 1) Jahresbericht, 2) Vorstandswahl. Mm. Hudmrkkl-VnsMMMg zu Gießen am Donnerstag, 21. Wärz, aöeuds 81/* Mr, in großartiger Auswahl empfiehlt billigst Emst Bloedner, Seltersweg. Vorjährige nnb ältere Muster, sowie Reste jeder Stückzahl werden fortwährend zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft. 2125 Jean Falk, Vorsitzender. Engelbach, Sekretär. DaS Neueste m Tapeten Gießen, den 19. März 1901. Großherzogliches Amtsgericht. 2195 Gebhardt. Neuenhagen. Trapp. Glasser. ...........* • M^?Än®etm8sen bec 58erre°aenen 8. Christoph Hochstein, Sohn der Ludwig Christian Hoch- Zeit 101 Mk. 7v Pfg- stein Eheleute, geboren am 21. Mai 1850 auf der Fußmühle «n°«m^95> «-nt-m I bei Großen Buseck, vor vielen Jahren nach Amerika aus- seiner Ehefrau Maria, geb. Bruckel, geboren am 22. Septem- gewandert und seit mindestens 10 Jahren verschollen. Das ber 1835 zu Lang-Göns, m ^0 er Jahren nach Australien vom antragstellenden Pfleger Christoph Wagn-r XIX. von ausgewandert und seit wenigstens 10 Jlchrm verschollen. Großen-Bustck kuratorisch verwaltete Vermögen beträgt zur Das vom Pfleger Anton Konrad Dem inLang-Göns kara- Zeit 1228 M. torisch verwaltete Vermögen der Verschollenen beträgt zur Zeit 4. Marie Katharina Lenz, Tochter von Johannes Lenz *276 Mk. 78 Pft , . Q .. und dessen Ehefrau Anna Margarethe, geb. Hammel, geboren 24 Mane Katharma Schmidt, .Tochter des Jo^anneö am 12. Juni 1819 zu Trohe, schon seit mehr als 50 Jahren Schmidt IL und s"ner E^ angeblich in England verschollen. Das vom Pfleger Jost Döll boren am 7 Februar 1829 in Reiskirchen, K langen Jahren in Trohe kuratorisch verwaltete Vermögen der Verschollenen nachAmerika ausgewandert un'seit mindestens 10 Jahrm beträgt rur /leit 135 Mk 22 Ma verschollen. Das vom antragstellenden Pfleger Johannes 5. Jost Damm, geboren am 8. April 1825, Schmidt III. von Reiskirchen kuratorisch verwaltete Vermögen 6. Justine Damm, geboren am 8. August 1829 zu Men- der Verschollenen be ttägt6 l Mk. 71 Pfg. Buseck, Kinder des Johann Balthasar Damm und seiner Ehe- 261 Ott, «ohn des Johannes Ott und seiner stau Elisabethe, geb. Friedrich, von Alten.Buscck, sind schon Mau Christine, geb. Hey, geboren am 18. 3uh 1831 w über 50 Jahre nach Amerika ausgewandert und seitdem ver> Leihgestern, seit langen Jahren nach Amnika ^ewanbctt CAnITon nnm ntitrnnfip^nhpn Wilhelm Stiehl und mindestens .20 Jahre verschollen. Das vom anttag. v<. I tetnber 1816 zu Beuern, in ten 30er Jahren nach England QCVUl* ausgewandert und seitdem verschollen Das vom Pfleger Durch Beschluß uul-rzrichn-t-n Gericht, ist da« Auf. Kmr-d Dort van B-u-rn kura'arisch -erwall-,-Vermögen der ?rö^°Ln Ä.b" f0‘Senben Uel,160lIenen '^2°l Kristin?Luh/Tachter de« Adam Luh und seiner ^1 fiaipQr' Cheliu« Sohn de, Friedrich Cheliu, und Eh-ftau Christina geb. Dudenhöfer, gebaren am SN. August deffen^Ehefta^Anna Maria,^ge" Damm^geboren am S.^August >832 zu Leihgestern, im Jahre 1846 am 22. Okta er oder 1816 zu R-iikirch-n, °°r vielen Jahren nach Amerika au«, um d.efe Z°tt nach England.°u-g°wand-rt und feit 1852 gewandert und seitdem verschollen. Das vom antrazstellenden verschollen. Das vom anttagstellendm PflegerI VfÄVÄSl''S*" 2 WSSm.“.\» w”i« s K.S Ä'KS S«S«' Meidung der Nichtberücksichtigung bei unterzeichnetem Gerichte« « u t geltend zu machen. r I Jnh FF. SCllclcU, Zugleich werden alle, welche Auskunft über Lebm oder 4** Tod eines der Verschollenen zu erteilen vermögen, aufgefordert, "[ spLtest-n- im Ausgebotitermin dem Gerichte Anzeige zu machen, re-omml-rt«-« N-?rr-d »-Ich ft Bekanntmachung. Bei den Anmeldungen der Kinder zur Aufnahme in das Grofth. Gymnasium, daS Grofth. Realgymnasium und die Realschule, sowie in die höhere und erweiterte Mädchenschule, müssen die Eltern unter Anderem auch einen Geburtsschein des bttreffenben Kindes den Direktoren der genannten Anstalten vorlegen. Da sich erfahrungsgemäß die Gesuche um Erteilung ber Auszüge aus dem Geburtsregister bei dem Schulanfang derart anhäufen, daß unliebsame Verzögerungen in ber Abfertigung nicht zu vermeiden sind, ersuchen wir die Interessenten, schon jetzt bei der unterzeichneten Behörde schriftlich oder mündlich die Auszüge aus den Geburtsregistern, welche gegen Erstattung ber gesetzlichen Gebühr von 0,50 Mk. für jeben Schein verabfolgt werden, zu erwirken. Gießen, den 19. März 1901. Großherzogliches Standesamt Gießen. _________________ Wolff.__________________2181 Holzversteigerungen Montag den 25. d. Mts., morgens 10 Uhr, au dem Gemeindehause zu Altenkirchen: 80,83 fm Eichen-Stammholz 136,68 „ Kiefern- „ 1,30 „ Buchen- und Erlen Stammholz 10,00 nn Eichen-Nutzholz (Grubenholz). DienStag den 26. d. Mts., im Gemeindewald Erda: 106,00 fm Eichen-Stammholz (darunter eine Anzahl schöner Schneidstämme) 62,00 rm Eichen-Nutzholz (2 und 4 m lang) 5,52 fm Fichten-Stämme (Bauholz) 72,41 „ Kiefern-Stämme (meistens Bauholz) 25,18 „ Kiefem-Stangen (Grubenholz) schollen^ ^Das^vöm^ aMraastellenden^Pfleger Hlhelm Hehl!und mindestens ^20 Jahre verschollen. Das vom antrag-t 19,4 rm Kiefem-Nutzholz (Grubenholz). von Alt-n^Bus-ck kurafvrisch v-rwaltil- Vermögen der V-?. »-ll°nden Pfleger Johann Heinrich Brück-l von L-chgest-rn Beginn nwrgens s Uhr im Distrikt Hollerberg. fckollenen beträut rur Qeit ie 153 Mk kuratorisch verwaltete Vermögm^des Verschollenen beträgt zur Das Nadelholz und das Erchen-Stammholz aus den 7 E°» Elis- Henri-tt- Nord geboren am 16. August M 45 Mk. 04 Pfg. Distrikten HungerUg, Schnepfen,Hal, Lochikopf und Elber«. 1819 9 26. Margaretha Binz, geboren am 24. Januar 1818, wirb in der Mittagsstunde im Gemeindehaus verkauft. 8. Karl Wilhelm Heinrich Martin Nord, geboren am 27. Jacob Binz, geboren am 6. April 1821 in Leih- Hohensolms, den 15. März 1901. 10. Juni 1821 zu Gießen, Kinder der Eheleute Scharfrichter gestern, Kinder des Georg Bmz III. und seiner Ehefrau 2194 Der Bürgermeister. Philipp Nord und Elisabeths geb. Braunbach, von Gießen, Katharina Elrsabetha, geb. Möbus, in den 40er Jahren ober vor mehr als 50 Jahren von hier ausqewanbert und seitdem um diese Zeit nach England ausgewandert und seitdem ver- 32?ÜbClflO(ltU1lle -.... w*S,>3.1..«..«°"“'"''s seiner Ehefrau geb. Mengel, geboren am 12. März 1812! garetha, geb. Schmidt, nachmalige Ehefrau des Paulus Schild, I Beginn des Sommersemsters: 15. Avril. M. Ellas. zu Oppenrod, im Jahre 1834 nach England ausgewandert geboren am 16. Dezember 1817 zu Lechgestern und und seit dem Jahre 1850 verschollm. Das vom antragstellenden I 29^^ Christme Elisabetha Schild, Tochter der^ Paulus Pfleger Johannes Kinzenbach von Oppenrod kuratorisch ver- Schrld Eyeleute, geboren am 26. Okrober 1824 zm Leihgestern, waltete Vermögen der Verschollenen beträgt zur Zeit 261 Mk. beide im Jahre 1839 oder um diese Zeit nach England aus^ 40 mfg l gewandert und feübent verschollen. Das vom antragstellenden 10. Johannes Horn, Sohn der Johannes Horn Eheleute, Pfleger Johannes Schild zu Leihgestern kuratorif^verwaltete geboren am 4. November 1844 zu Steinbach, im Jahre 1879 Vermögen der Verschollenen beträgt Zert 268 Mk^ 03 Pfg. im Saale des Hotel Einhorn. ÄS* äs* Sä S.SÄ SS .......p..«*, »MM.» ” V-'« “«*•- -k‘SSÄ"S! 3Ä’.»X Krüudum 0 11 Johanne« Damm, Sohn des Ludwig Damm und stellenden Pfleger Heinrich Keil von Beuern kuratorisch ver- Ä seinnEhefrau Anna Clara, geb. Ziegler, geboren am 22. Juli waltete Vermögen des Verschollenen beträgt zur Zeit 160 Mk. Genossenschaften lM KaNdwekK. 1816 in Alten-Buseck, vor vielen Jahren nach Amerika aus- 73 Pfg. Wir ersuchen um zahlreiches Erscheinen. 2111 gewandert und seitdem verschollen. Da» vom antragstellenben ^??argaretha Balser, Tochter des Konrad Balftr und Handwerkskammer XU Darmstadt. Pfleger Wilhelm Stiehl in Alten Buseck kuratorisch vnwaltete ferner Ehefrau Anna Margaretha, geb. Erf, geboren am V 3_ _ ' . Vermögen des Verschollenen beträgt zur Zeit 52 Mk. 36 24. Stuguft 1828 zu Rerskirchen, vor vielen unbekannt 12. Anton Stamm, geboren am 14. Januar 1816, wohin ausgewanbert und seit mindestens 10 Jahren ver 13. Elifabetha Stamm, geboren am 27. November 1830, schollen. Das vom anttagstellenden Pfleger Johannes Schepp I 14. Ludwig Stamm, geboren am 17. September 1832 von Burkhards eiben kuratonsch verwalte^ Vermögen der zu Gießen, Kinder der verstorbenen Eheleute Jost Karl Stamm, Verschollenen beträgt zur Zeit 14 Mk. 67 Pfg. vor etwa 50 Jahren nach Amerika ausgewanbert und feitbem I 32. Christoph Pfeifer, unehelicher Sohn der Katharma verschollen. Das vom antragstellenden Pfleger Friedrich Helfrich Pfeifer, geboren am 12. September 1832 S» Mamzlar, im> in Gießen kuratorisch verwaltete Vermögen der Verschollenen Jahre 1870 nach England ausgewandert und seitdem ver- beträat zur Beit 88 Mk. 59 Pfg. schollen. Das vom antragstellenben Pfleger Ludwig Spaar I. 15. Emil Friedrich Georg Christian Möhl, Sohn bes von^01^ ^«^Uete $ermb3en des Ver« verstorbenen Christoph Möhl, geboren am 13. Januar 1837 fchollenen beträgt zur Zeit 214 Mk. 60 Pfg. iu Gießen, vor mehr als 20 Jahren ausgewandert und feit 33. Julie Dorothea (oder Ernestine) Wagner, Tochter länger als 10 Jahren verschollen. Das vom antragstellenden I von Schuhmachermeister Philipp Wagner und feiner Ehefrau Pfleger Friedrich Helfrich in Gießen kuratorisch verwaltete Elisabeths, geb. Kraus, geboren 18. Apnl 1841 zu Vermögen des Verschollenm beträgt zur Zeit 3632 Mk. 44 Pfg. Gießen, vor mehr als 20 Jahren ^4 Am^ 16. Wilhelm Harbach, Sohn des Wllhelm Haibach und und sertdem verschollen. Das vom antragstellenden Pfleger dessen Ehefrau Susanna, geb. Hoffmann, geboren am 28. März Friedrich Helfrich in Gießen kuratorisch verwaltete Vermögen • onr fflrn£>nn sHnfprf fpif lanaen labten unbekannt wo? I ber Verschollenen beträgt zur Zeit 325 Mk. 43 Pfg. nfcmofonh iih|i fpit mindestens 10 Jahren verschollen. Das Die vorbenannten verschollenen Personen werden hiermit ß t vom Pfleger Heinrich Reinichmidt von Großen-Buseck kuratorisch aufgefordert, sich spätesten» im Aufgebotstermin ! ! verwaltete Vermögen des Verschollenen beträgt zur Zeit 185 Mk. DitNslag d0N 1. Oktober 1901, 25 ^ück Tochter üoti^ Heinrich Orwig und seiner Ehefrau Sufanna, Ibei unterzeichnetem Gericht zur Empfangnahme ihres Ver-l "5?SLIMCIC aeb^Slbel aeboren am 28 Februar 1819 zu Gießen, vor mögens so gewiß zu melden, als sonst sie für tot erklärt teilweise nock sehr gute gebrauchte, m-br fuhren nack> Amerika ausgewandert und seitdem werden und ihr Vermögen ihren sich meldenden nächstberech- erlasse, um für neue Sendungen Platz I tigten Verwandten ausgeliefert werden würde. , 1« Wen. rumTeü in Gießen kuratorisch verwaltete Vermögen der Verschollenen | ,^Bis zum LiMen^Tmnin sind^evenw^^^^ | tüClt UlttCt? PpktA. Beträgt zur Zeit 917 Mk. 83 Pfg. 18. Kaspar Schmandt, Soyn der Marie Kathanne Roth, nachmalige Ehefrau des Balthasar Schmandt, geboren am 5. Juli 1826 zu Daubringen, in den 50er Jahren nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen. Das vom Pfleger Wilhelm Schäfer I. in Daubringen kuratorisch verwaltete Vermögen des Verschollenen beträgt zur Zeit 428 Mk. 9lr. & Braubach & Fischer Giessen 4 Neuenweg 4 4 Neuenweg 4 LB98 Geschäfts-Eröffnung und -Empfehlung Schützenstrasse 4 Schützenstrasse 4 fliessen 1937 gesucht. 2146 empfiehlt 1384 Die r 1536] Lehrling sucht Philipp Henkel, Stuhlschreinerei. Karl Schwall. vermieten. Continental Caootohonc & Guttaperoha ßomp., Hannover. «üferet 1660 GEMÜSE-u.MM/T- E vermieten. Näheres 2Q39 ASöerstratze 26, pari. 2112 bei 1492 666 Emil Loh. 1491 bet Emil Fischbach Tüchtige Waschfraa Nen! .Neu! für dauernd gesucht 2169 Das beste bei Erkält « cv CD Gießen, Seltersweg 9. per 2. April gesucht. 2182 sowie 1845 4 Zimmer und Zubehör zu verm. L. Mörser. 1942 Offene Stellt n Vermietungen uppen Lil i et g etliche 0985 Jung. Mann kann sof. Zimm. m. Kost erh. WäusSurg 7 K. E E CO und zurückgesetzte Muster bedeutend unter Preis. Willi. Böhling, Kaplansgaffe 14. 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