'"ig Freitag SO. Dezember 1901 Nr. 299 Zweites Blatt. 151. Jahrgang Wat* 5, LA rasse. NKFURTäM Emil 6|ew*’b w1 -.85 L- 116 130 140 L- L- &C! b.H.« Politische Tagesschau. Dänisch-Westiudieu verkauft. Unter unseren gestrigen, nach Schluß der Redaktion ein- flefroffcnen Telegrammen befindet sich auch die Nachricht, daß der Kaufvertrag zwischen den Vereinigten Staaten imb Dänemark über die dänischen Antillen nunmehr in Washington unterzeichnet worden sei. Man hat sich, wie o?§ heißl, auf den Preis von vier MMonen Dollars geeimgt. Da ähnliche Meldungen sich bisher stets als unzutreffend er-; wiesen haben, wird auch diesmal eine Kopenhagener Bestätigung cibgeroartct werden müssen. Die jetzt von den Londoner Central News" verbreitete Nachricht ist allerdings aus zwei Gründen glaubwürdiger als die früheren. Einmal ist die Inangriffnahme des Nicarag ua-Kanalbaues durch Ab- i chluß des Kanaloertrags zwischen der Union und England näher gerückt, wodurch den Amerikanern die beschleunigte Regelung der Besitzftage bezüglich Dänisch - Westindiens wünschenswert erscheinen muß. Und dann führt in Dänemark gegenwärtig ein liberales Ministerium die Ntegierungsgeschäfte. Dessen Präsident ist kein Freund einer Kolonialpolitik, die bexxx Lande ziemlich beträchtliche Opfer sinanzieller Art auf- rdegt. Er wird also bestrebt sein, sich solchen Besitzes zu g edem annehmbaren Preise zu entledigen. Das frühere kon- i croative Ministerium wollte unter den Satz von 6 Millionen - Dollars nicht heruntergehen. Unter der Herrschaft des Sternenbanners dürste vor allem der arg vernachlässigte Schiffsverkehr un Hafen von St. Thomas einen Auffchwung nehmen. Ge® Mleofeh,W“\ erireter: idwigTboa»* hofstrassa 31. EbtUti ^marken sseSweinek ilorla . Mk. lorla extra, erlad'lteüa, :lora . •» »ianti . ickzU । Qnihta1 Ausland. London, 18. T ez. In der Gulldhall wurde heute nach- mittag von dem Zentralmarkt-Ausschuß zu Ehren der russischen Ackerbaudelegierten ein Mahl veranstaltet, bei dem der Vorsitzende des Ausschusses, Msojen, Trinksprüche auf den König, den Kaiser von Rußland und die russischen Gäste ausbrachte. Redner dankte besonders dem russischen Finanzminister für die freundlichen Aeußer- ungen über England und hob die Wichtigkeit der freundschaftlichen Beziehungen zu Rußland hervor und sagte, die Engländer wünschten, die Einfuhr vonLeben smitteln aus allen Teilen der Welt, namentlich aus Rußland zu förd ern. Ter Vertreter des russischen Ackerbauamtes, Krukoff, sprach sich für die gegenseitigen Besuche der Engländer und Russen aus, damit sie sich einander besser kennen lernten und leichter direkte Verbi nd ungen her st eilen könnten. Ter Redner alaubt, daß die Augenblicke nahe seien, wo die russischen Produzenten den eiiglischen Konsumentendie Hände reichen würden. — Nach einer Tepesche aus Washington hat Deutschland der Union seine Absicht notifiziert, Venezuela zur Zahlung seiner gerechten Forderungen zu zwingen. Tabei habe es versichert, es habe keine Absicht, irgend einen Hafen, den es zu besetzen für nötig finde, dauernd zu halten. Tie Union habe erklärt, nicht -zu intervenieren, so lange nur Maßregeln zur Erzwingung der Zahlung getroffen würden. Eine Intervention würde nur tzattfinden, falls eine europäische Nation amerikanisches Gebiet dauernd besetze. Ter Kreuzer ,-Topeka" in 9Lorfvlk (Virginien) ist zur Abfahrt bereit, um dem dÄttschM Kreuzer „Vineta" nach Venezuela zu folgen. (Man wird allen derartigen amerikanischen Nachrichten Mißtrauen entgegenzu-- brin gen haben. D Red.) Wien, 18. Dez. In hiesigen politischen Kreisen nimmt man an, daß infolge der Opposition, die im deutschen Reichstage gegen den neuen Zolltarif herrscht und infolge. der 2ang»pierigicit der Verhandlungen, die betreffs des Tarifs sowohl in der Kommission als im Plenum des Reichstages. in Aussicht steht, die deutsche Regierung kaum in Deutsches Reich. Berlin, 18, Dez. Heute vormittag um 10 Uhr wurde als letztes der Denkmäler in der Siegesallee das !x>es Knrfürsten Johann Georg von Martin Wolff 'Büsten: Graf Rochus v. Lynar und Kanzler Lampert Diestel- mayer, enthüllt. Zu der Feier hatten sich außer dem Künstler und l. h ' tts zu den Enthüllungsfeierlichkeiten geladenen Herren eingefunden: der Reichskanzler Graf v. Bulow, die Minister Frhr. v. Rheinbaben, Dr. Studt, Frhr. v. Hammer- ftein, die .xabinettschess, Fürst Lynar, Standesherr Graf Lynar Vübbbemni mit zwei Söhnen re. Dem Denkmal gegen» über hatten die Schüler des Gymnasiums zum grauen Kloster Mit ihren Lehrern und dem Schulbanner Aufftellung gekommen. Ter Kaiser, in Gardes du Corps-Uniform, erschien mit der Kaiserin im geschlossenen Wagen. Se. Majestät begrüßte zunächst den Direktor des grauen Klosters, Wvos. Lellerinann, und rief den Schstlern einen guten Morgen j'.iL Nack dem Fallen der Hülle besichtigte das Kaiserpaar t ingehend das Denkmal und zeichnete demnächst viele der Anwesenden durch Ansprachen aus. Bildhauer Wolff erhielt den Kronenvrden 4. Klasse. Dem Oberbürgermeister Kirsch- mer schüttelte der Kaiser kräftig die Hand. Schüler und Lehrer des grauen Klosters legten einen Kranz am Denkmal mieder. Tiergartendirektor Seltner überreichte der Kaiserin c inen Strauß Maiblümchen. Nach der Enthüllungsfeier und einigen Ateliersbesucheu fuhr das Kaiserpaar zu dem neuen Pergamon-Museum, auf dessen Attika die preußische Mhne wehte. Am Eingang wurde das Kaiserpaar vom Mi- mister Tr. Studt, Generaldirektor der Museen Dr. Schöne, vom Abteilungsdirektor Geh.-Rüst IKekule v. Stradonitz, dem gütigen Rektor der Universität, empfangen. Anwesend waren ferner Professor Tr. Alexander Conze, Frau Humann, die Witwe des Ingenieurs, dessen genialer Thatkast wir die omtiken Kunstschätze in erster Reche verdanken. Ihnen hatten sch Prof. Dr. Winnefeld hinzugesellt, auf dessen Schultern i*ie Hauptvürde der Ausstellungsarbeiten ruhte, sodann Bau- iat Prof. Fritz Wolff, von dessen Hand der Entwurf des Museums stammt, und Regierungs- und Baurat Hasak, der frie Ausführung geleitet hat. Der Kaiser äußerte seine Freude über die Vollendung des großen Werkes, das für alle Zeit eine der vornehmsten Sehenswürdigkeiten der Retchshaupt- fiabt bilden wird. Tas Kaiserpaar schritt alsdann die Treppe hinauf zu dem Altarraum, dessen Architektur mit dem grandiosen Relieffries des Gigantenkampfes einen über- naschenden und ganz außerordentlichen Eindruck machte. Ten Gasten wurden zwei Schriften überreicht, die Beschreibung d er Gigantomachie und der Führer von Pergamon. Bei der heutigen Ab end täfel im Schlosse, zu der u. a. fämt- Uiche Künstler geladen waren, die die Tenkmalsgruppen der Siegesallee geschaffen haben, hielt der Kaiser eine An- s.p rache. Die Kaiserin saß zwischen dem Grafen Goertz im Schlitz und dem Kultusminister Studt, der Kaiser zwischen bien Professoren Reinhold Begas und Schaper. — Ter Kaiser hat heute nachmittag den Architekten Woda E b h a r d t in Gegenwart des Herrn v. Lukanus em- pj sangen. — Zu Gunsten der Kaiser Wilhelm-Stiftung für deutsche Invaliden soll am 11. Januar eum großes Fest mit Liedervorträgen und einer Operetten- Mfführung im Theater des Westens ftattfinben. Bei der Mmahlin des Reichskanzlers erschienen heute die Komitee- mritglieber zu einer eingehenden Besprechung. — Das Befinden des zur Zeit als Jagdgasv des Fürsten hyenckel v. Donnersmarck in Ober-Schlesien weilenden Grafen Salbet fee ist zur Zeit durchaus befriedigend. Man nimmt an, daß der Feldmarschall in Gemeinschaft mit bötn kommandierenden Generalen am bevorstehenden Neu- jachrstage dem Kaiser die. Glückwünsche der Armee dar- bmingen wird. — Tie zweite Division in Insterburg, deren bisheriger Kommandeur, Gener illeutnant v. Alten, bekanntlich vor dmrzem den Abschied genommen hat, soll Generalmajor der Lage sein dürfte, den jetzigen Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn rechtzeitig zu kündigen. Ta andererseits in Oesterreich-Ungarn vor Eintritt in die Verhandlungen mit den Ausland-Staaten nicht nur der neue autonome Taris, sondern auch das Zoll- und Handels-Bündnis zwischen beiden Staaten der R^narchie parlamentarisch erledigt sein müssen, was aleichsalls vor 1902 nicht in sicherer Aussicht steht, so dürste auch seitens Oesterreich- Ungarns von dem Kundigungsteckste kaum Gebrauch gemacht werden. Für den Fall nun, daß sowohl Deutschland wie Oesterreich-Ungarn von ihrem Ende Tezember 1902 auszu» übenden Kündigungsrecht feinen Gebrauch machen, würde gemäß den Bestimmungen deö Handelsvertrages dieser auf ein Jahr, d. h. bis 1904 stillschweigend als verlängert gelten, eine Eventualität, die man in hiesigen wohl informierten Kreisen für absolut wahrscheinlich hält. — Iw der heutigen Sitzung des Abgeordneten- Hauses beantwortete der Finanzminister eine Interpellation, wonach Baron Albert v. Rothschild sein Ein- kommen zu niedrig angegeben hätte, dahin, daß die Untersuchung auch n ich t den leisesten Anhaltspunkt dafür au Tage gefördert hätte, daß Bavon Rotschlld sich den nach den Steuergesetzen chm obliegenden Verpflickftungen in irgend welcher Beziehung zu entziehen versucht hätte. — Eine Protest-Versammlung gegen die Beleidigungen der österreichischen Armee durch Chamberlain nahm folgende Resolution an: Die vom Brigitten- auer Wahlklub einberufene Versammlung verurteilt auf das entschiedenste die Grausamkeiten und entmenschte Kriegführung der Engländer in Südafrika, die in der Geschichte der Zivilisation ohne Beispiel, und ein Hohn und Spott auf die von den Engländern stets im Munde geführte Phrase von Kultur und Christentum sei. Die Versammlung weift den Vergleich Chamberlains über die Art der Kriegführung in Südafrika mit jener in Bosnien als unerhörte Rohheit und Beleidigung der braven Soldaten mit Entrüstung zurück und bedauert, daß bisher von berufener Seite noch keine Zurückweisung der schweren Beleidigung erfolgt ist. Die Versammlung bringt ferner ihren tief empfundenen Abscheu zum Ausdruck über die barbarische Behandlung der wehrlosen Buren-Frauen und Kinder in den berüchtigten Konzentrationslagern, die febe§ menschlich fühlende Herz mit Entsetze n erfüllen müssen. Lemberg, 18. Dez. Der Obmann des Wiener Polenklubs, v. Jaworski, richtete an den Führer der Polen- Fraktion im deutschen Reichstage, Fürsten Radziwill, eine Zuschrift, worin er für die Fortsetzung der T bä te über die Polen-Interpellation i m Reichstage den vorgemerkten polnischen Rednern zahlreiche Daten mitteilt, um die Angaben des Reichstagsabgeordneten Sattler über die Verwaltungs- und Schulvcrhättnisse in Galizien richtig zu stellen. Jaworski drückte zugleich den Wunsch aus, die Aktion des Berliner Polenklubs zur Verteidigung der Rechte der polnischen Bevölkerung möge zur Veränderung der bestehenden Verhältnisse in Preußen beitragen. Budapest, 18. Dez. Der Gerneinderat beschloß heute, die Regierung dringlich zu ersuchen, durch eine novellarische Verfügung das Du eit als ein besonderes Delikt aus dem Strafgesetz zu eliminieren und es unter die gewöhnlichen strafbaren Handlungen einzureihen. Tie persönliche Ehre solle durchs strengere Bestrafungen geschützt werden. B.e l g r a d, 18. Dez. In einer der lebhaftesten Straßen überfiel meuchlings ein Sohn des früheren Ministerpräsidenten Dr. Wladau G-jo r g e v i t sch, ein Beamter im Finanzministerium, den früheren Kultusminister Abg. Paul Marinkovitsch und versetzte ihm einige Hiebe. Dieser zog einen Revolver und schoß zweimal auf den Angreifer und verwundete ihn leicht sowie einen vorbeigehenden Lehrbuben. Unter Begleitung einer großen Volksmenge wurden beide der Polizei vorgeführt, wo Gforgevitsch beim Verhör als Anlaß seines Attentats eine Erklärung Marinkovitschs bezeichnete, in der er Tr. Wladan Gjorgevitsch abfällig beurteilte. li i« jlöifu ®ptehl.n ** iamen Hausfrau 1Ur iw» teile, largarine illtausff.Rinderf! Sehern Eigelb iteurisierter Sala iaml, Mäasburg, irdux, Bahnbohtrau th. Elle, Steinetniü iltte, Seltermg, äs, Bleichetraye, lecker, Brandgaase, bfleiseb, Marburgern (opp, Bismarckstrw-1 nhard, Frankfurter- ih II. Nachfl, Wei trasee. rlg, Krofdorfentri». ieele?, Ludwigttn* )el, Ludwigeplati. el, Frankfurtmirw & Naler, Matej v. Brietzke, bisher Kommandeur der 14. Infanterie- Brigade in Halberstadt erhalten. Generalleutnant von Lessel, der Kommandeur des ehemaligen ostasiatischen Expeditionskorps, soll beabsichtigen, in den Ruhestand zu treten. — Ta der Chefredakteur der „Potsdamer Zeitung", Berger, Reserveoffizier ist, so hat das Bezirkskommando eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob Herr Berger thatsächlich, wie er erklärt bat, von der in sein Blatt gelangten Mitteilung über die angebliche Dsuellrede des Kaisers nichts gewußt hat. — Wie die „Staatsb. Ztg." von angeblich gut unterrichteter Seite erfahrt, soll der Staatssekretär des Reichs- schatzamtes, Frhr. v. Thielmann, amtsmüde sein. Seine Villa am Tegernsee sei zu feinem Empfange ziemlich fertiggeftetlt Der Rücktritt dürfte erst erfolgen, nachdem der Zolltarif unter Dach und Fach gebracht ift — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde der Antrag Preußens wegen Abänderung des Börsen gefetzes, ferner die Vorlagen betreffend a) den Entwurf von Bestimmungen Über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in den Cichorienfabriken, die zur Herstellung von Cichorie dienenden Werkstätten mit Aiotorbetrieb; b) den Entwurf eines Sonderabkommens zwischen der deutschen und österreichischen Regierung zum internationalen Abkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr für die deutfch- österreichischen Verkehre; c) die Ausprägung von Kronen; d) die Ausprägung von Reichssilbermünzen den zuständigen Ausschüffen überwiesen. Bon der Uever- sickst über Bauusführungen und Beschaffungen der Reichseisenbahnverwaltung nach dem Stande vom 30. September 1901 wurde Kenntnis genommen. Hinsichtlich der Vorlage, betr. die Vereinbarung mit den Niederlanden über den sogen, grenzüberspringenden Frachtverkehr wurde dem Ausschußauttage Zustimmung erteilt. — Der litterarische und der musikalische Sachverftändigen-Verein, die auf Grund des Gesetzes vom 11. Juni 1870, betreffend das Urheberrecht ge- bilbet find, um auf Erfordern der Gerichte uno der Staatsanwaltschaften Gutachten in Fragen des Urheberrechts abzugeben, bleiben in ihrer bisherigen Zusammensetzung und Thätigkeit auch nach dem am 1. Januar 1902 erfolgenden Inkrafttreten des Reichsgesetzes vom 19. Juni 1901 bestehen, erhalten aber die Bezeichnung: Litterarische Sacbverftändigenkammer und Vinsikaliiche Sachverständigenkammer. Breslau, 18. Dez. In oberschlesischen industriellen Kreisen ist bekannt geworden, daß die Regierung eine Anfrage der Werften betreffs Beschleunigung des Bantempös für die bewilligten Kriegsschiffe, verneinend beantwortet hat. Die Werften, denen gegenwärtig Ordres von Privat-Rhedereien gänzlich fehlen, hätten an solcher Beschleunigung und Arbeitsvermehrung ein gleich großes Interesse gehabt, wie die Eisenindustrie. Man ist infolge der Arbeitsnot dem Bautempo innerhalb der Grenzen eines Jahres bereits bei den Werften etwas vorausgeeilt, fodaß die nun eintretende Pause noch schwerer empfunden wird. Die Vulkauwerft hatArbeiter- enHaf[ungen angeordnet. Anleilquoten in Grobblechen für fällige Staatslieferungen sind unlängst nach Oberschlesien überschrieben worden. Die Gesamttendenz bleibt unbefriedigend. Annahme von Anzekae» iu der für den folgenden erscheinenden Nr. dis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Dermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pt» auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'sche« UniversitätS - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für ben allgemeinen Teil: P. Witt ko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Vom Burenkriege. Ein Wechsel des Kriegsglücks ist wieder einmal einaetreten. Es läßt sich nicht leugnen, daß die letzten 14 Tage für die Buren ungünstig verlaufen find. Zwar ift der Bericht von der Verwundung Louis Bothas offenbar ein Märchen; dagegen wird die Nachricht von der ernstlichen Verwundung des Kommandanten M a r i tz durch Kitchener bestätigt, und einen besonders schmerzlichen Verlust haben die Buren durch die thatsächlich erfolgte Ge- fangennahme des schwer verwundeten wackeren Kruitzinger erlitten, der bisher die Seele aller Operationen in der Kapkolonie war. Es fragt sich nun, wer an seine Stelle treten wird. Wir glauben, daß unter den gegenwärtigen Kommandanten in der ttaplolonie sich noch verschiedene tüchtige Leute befinden, die Kruitzingers Thätigkeit förtsetzen können. Die Burenkommandanten int allgemeinen aber werden aus den Vorgängen der letzten Wochen die Lehre ziehen, fortan größere Vorsicht anzuwenden. Sie waren offenbar durch die Schwerfälligkeit, mit der sich bis in. die letzte Zeit hinein die brivifchen Truppen bewegten, etwas sorglos gemacht worden. Aus den Operationen Bruce Hamiltons aber geht hervor, daß wenigstens einzelne englische Truppenführer von ihren Gegnern gelernt, und sich möglichst unabhänaia von ihren Transportwagen gemacht haben. Hiermit haben die Hamilton und French gegenüberstehenden Kommandos augenscheinlich nicht gerechnet, und darauf beruht ihr Mißgeschick. Von entscheidendem Einfluß auf den Gang des Krieges sind jedoch diese unglücklichen Zusammenstöße der letzten Tage keineswegs, wenn die Buren daraus nur das Nötige lernen. Das erkennt jelbtz Sä ginalfüllu'J ß'ÄÄf? S'KsZ r» *8 „pn Depo^ Utn -nd 6!lttilite.'8 uif- tb’dlToriDO - lemachl, Erscheint täglich ® A ydT O mü Ausnahme des 63 ▼ WSietzenerAMiger Redaktion, Expedition General-Anzeiger w und Druckerei: v ** Anzeigeblatt für den Kreis Gießen iww ii umn■■BrnngMaamMM—mi der „Times"-Korrespondent in Pretoria an, indem er die Engländer davor warnt, sich übertriebenen Hoffnungen hinzugeben, und darauf hinweist, daß die Truppennot Kitcheners in dem Maße, wie die Linie der Blockhäuser sich ausdehne, immer größer werde, und daß die Regierung Fußtruppen hinaussenden müsse, koste es, was es wolle. Zu der Gefangennahme Kruitzingers meldet heute das „Reutersche Bureau" aus Middelburg in der Kapkolonie: Kruitzinger überschritt am 15. d- M. mit 150 Mann, in der Hauptsache Aufständischen, in der Nähe von Lolesberg den Oranje-Fluß, marschierte in die Kap- Kolonie ein, und versuchte, die Eisenbahn zwischen Hannover und Tailbosch zu überschreiten. Die Blockhäuser eröffneten ein heftiges Feuer; Kruitzinger und 5 Mann wurden verwundet und gefangen genommen. — Ob der Rest der Burenabteilung die Blockhauskette durchbrach, ist aus dieser Meldung nicht ersichtlich. — Uebrigens beabsichtigt die englische Regierung „mit Rücksicht auf die Entwickelung der Lage in Südafrika mehr als tausend Mann der Gardebrigade Mitte Januar dorthin zu schicken, um das Blockhaussystem auszudehnen und wirkungsvoller zu gestalten". Doch auch eine freudige, allerdings bisher unbeglaubigte Botschaft kommt heute vom Kriegsschauplcche. Eine in Amsterdam eingetroffene, aus angeblich bester Quelle stammende Meldung besagt, daß Tewct die Engländer bei Klippriver angegriffen und ihnen eine ernste Niederlage beigebracht habe. Einzelheiten fehlen noch, nur so viel will man wissen, daß der Kampf von langer Dauer gewesen ist. Wir wollen hoffen, daß oiese Nachricht sich bestätigt, und daß auch Kruitzingers Nachfolger es so gut wie dieser und wie Dewet es versteht, mit den Engländern fertig zu werden, und mehr vom Glücke begünstigt wird wie dieser, dessen militärischer Thätigkeit nun wohl für immer ein Ziel gesetzt worden ist. Aus Lissabon ist Nachricht eingegangen, Reisende, die aus Lourenco Marques eintrafen, erzählten, daß die Buren kürzlich bei Mefsangiri eine englische Abteilung überraschten, welche auf portugiesisches Gebier flüchtete. Der Kommandant des portugiesischen Grenz- vostens befahl den Engländern die Waffen niederzulegen; oiese weigerten sich, und setzten den Kampf fort. Ein Offizier, ein Sergeant und drei Soldaten der Portugiesen wurden getötet. Man wisse nicht, ob sie von englischen oder von Kugeln der Buren getroffen worden sind. l „Daily Telegraph" meldet aus Johannesburg vom 16. d. M.: Eine bemerkenswerte Besserung ist im Laufe des letzten Monats bezüglich der Verhältnisse in Johannesburg eingetreten. Die Geschäfte sind geöffnet und mit Waren gefüllt. 2tuf den Straßen bewegen sich gut gekleidete Frauen und Kinder. Geschäft und Verkehr beleben sich täglich mehr. Aus Philadelphia wird telegraphiert: Die kiesige Vereinigung der Burenfreunde hat dem holländischen Konsul in Kapstadt 1000 Dollars für die in den Konzentrationslagern Untergebrachten telegraphisch überwiesen. Die Vereinigung beabsichtigt, auch Liebesgaben für dieselben per Schiff zu senden, wird jedoch zuvor an den Präsidenten Roosevelt die Anfrage richten, ob das Schiss unter amerikanischer Flagge fahren, und ob es auf oen Schuß der amerikanischen Regierung rechnen könne. Aus Stadt und Zand. ('S)er Abdruck der unter dieser Rubrik besindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet) Gießen, den 19. Dezember 1901. • * Pensionierung. In den Ruhestand wurde versetzt der Monteur bei der Main-Neckar-Eisenbahn Behrmann zu Darmstadt wegen geschwächter Gesundheit mit Wirkung vom 1. Januar 1902 an und ihm das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. • * Patentamtliches. Dem prcrkt Zahnarzt Robert Schwalm hier ist unter Nr. 165 342 ein Musterschutz er- tellt worden unter der Modellbezeichnung „für an zahnärztlichen Bormaschinen zu befestigende Schleisapparate und andere als Betriebsvorrichtungen anzubringende aus einem in der Höhenlage verschieb- und feststellbaren gelenksam angeordneten Rollenhebel bestehende Spannvorrichtungen." — Durch diese neue Vorrichtung wird es ermöglicht, mit derselben Schnur auch Schleifapparate an der Bohrmaschine in Benutzung zu ziehen. * * Die strenge Kalte der letzten Tage hat es den Brauern und Eishändlern ermöglicht, früher wie sonst mit dem Einfahren des Eises für den Sommerbedarf zu beginnen. Das Eis hat gegenwärtig eine Stärcke bis zu 8 Zentimeter. * * Eissport. An Stelle des aus dem Vorstande geschiedenen Herrn Geh. Hoftats Prof. Dr. LaspeyreS wurde Herr Kaufmann Ernst Balser zum ersten Eiswart gewählt. • * Elektrische Beleuchtung der Eisbahn. Die gestern abend durch den nahezu vollzählig erschienenen Vorstand des hiesigen Eisvereins erfolgte Abnahme der elektrischen Beleuchtungsanlage der Eisbahn fand unter zahlreicher Beteiligung des Publikum gegen 6 Uhr statt und ist zur allgemeinen Befriedigung ausgefallen. Die Eisbahn und der Anschnallplatz werden durch an hohen Holzmasten angebrachte neun Bogenlampen, die je nach Bedürfnis zur Hälfte ausgeschaltet werden können, taghell erleuchtet; ebenso sind die Kasse, die Garderobe, Wirtschaftsräume, Aborte u. s. w. durch Glühlampen elektrisch beleuchtet. Die Anlage ist von der Firma Elektrizitätswerk A.-G. vorm. Schuckert u. Co. Die Anlagekosten betragen nahezu 1600 Mk. — Wie aus der im heutigen Inseratenteil befindlichen Bekanntmachung ersichtlich ist, wird bei andauerndem Frostwetter die Eisbahn auch abends geöffnet und beleuchtet sein. Es wird alsdann von jedermann ein Zuschlag von 10 Pfg. für die elektrische Beleuchtung erhoben. In anerkennenswertester Weise hat der Vorstand beschlossen, an Sonn- und Feiertagen die Eisbahn ständig offen zu halten und an diesen Tagen den Zuschlag wegfallen zu laßen. Es soll damit allen Denen, deren Beruf oder Stellung es nicht zuläßt, an Wochentagen dem gesunden, körperstärkenden Schlittschuhlauf zu huldigen, an Sonn- und Feiertagen und zwar den ganzen Tag über, für ein geringes Entgelt die Gelegenheit geboten werden, diesen schönen Sport auSzuüben. — Konzert und Nachtfeste sind für die nächste Zeit in Aussicht genommen. — Weihllachtsbescherung. Wir möchten nicht unterlassen, unsere Peser auf die Weihnachtsfeier noch««U« aufmerksam -u machen, die der „Gesangverein Enthusiasmus" heute Donnerstag abend halb 8 Uhr im „Hotel Schütz" veranstaltet. , Es werden etwa 60 arme Kinder unserer Stadt beschenkt. Gäste sind herzlich willkommen. •• Die Christbäume, die wie in früheren Jahren, auch diesmal zu wesentlich billigeren Preisen, als sie die Händler fordern, auf dem Hofe der Bürgermeisterei am gestrigen Mittwoch abgegeben wurden, gingen so reißend ab, daß der erste Transport schon nach einer halben Stunde verkauft war. Um den zweiten, gegen Mittag eintreffenden riß man sich förmlich. Leider soll, wie wir hören, der Verkauf mit der Zeit eingeschränkt werden und zwar aus forsttechnischen Gründen. ** Wichtig für Händler. Nach einer kürzlich getroffenen Entscheidung des ObcrlandeSgerichts in Darmstadt bedürfen nichthessische Hausierer für den Straßcnverkaus von Ansichtspostkarten bei in Heffen gefeierten Festen des krcisamt- lichcn Gewcrbspatentes und eines ortspolizeilichen Legitimationsscheines. ** Bevölkerungsrückgang im Großh. Heffen. Im Anschluß an unsere kürzliche Mitteilung über den Bevölkerungsrückgang in den rein länd lichen Gemeinden des Großherzog- tumZ sei noch bemerkt, daß die Bevölkerung des Großherzogtums an sich von 1 039 020 am 2. Dezember 1895 auf 1 119 823 am 1. Dezember 1900, also um 7,78 Proz. gestiegen ist. An dieser Zunahme haben die Kreise Alsfeld und Schotten, welche eine Abnahme von 0,67 bezw. 0,33 Proz. aufweisen, überhaupt keinen Anteil. Die anderen Kreise nehmen an der Zunahme wie folgt teil: Erbach mit 0,14, Alzey mit 0,84, Dieburg mit 1,16, Büdingen mit 1,70, Oppenheim mit 1,77, Lauterbach mit 1,94, Heppenheim mit 4,83, Bingen mit 5,63, Gießen mit 5,85, Bensheim mit 7,56, Friedberg mit 7,93, Mainz mit 10,26, Darmstadt mit 12,33. Worms mit 12,45, Groß-Gerau mit 14,59 und Offenbach mit 18,99 Proz. -- Dem Lehrermangel will auch die Zufuhr aus Bayern nicht abhelfen, obgleich von dorther eine ganze Anzahl herübergekommen ist. So ist die dritte Lehrerstelle zu Nieder-Ohmen mit einem bayerischen Lehrer besetzt worden, der einem anderen gleichfalls aus Bayern stammenden Berufsgenossen gefolgt ist. Nach Ulrichstein kam dieser Tage auf die dort erledigte Schulklasse ein junger Lehrer aus Nürnberg. Die zweiten Schulklassen zu Ober- Qhmen, zu Sellnrod u. n. a. sind zur Zeit unbesetzt, da die Lehrkräfte fehlen. () Vom Lande, 18. Dez. Während des letzten Jahrzehntes haben die Preise für die fetten Sch weine nicht auf einer solchen Höhe gestanden wie zur jetzigen Zeit. Der Preis von 50 Pf. für das Pfund Lebendgewicht, wie et jetzt bezahlt wird, war nicht selten für das Pfund Schlachtgewicht. Nach der seitherigen Erfahrung gab es bei hohen Preisstufen für die Schweine vor Weihnachten nach denselben einen Preisrückgang. Ob er wohl auch nach den diesjährigen Weihnachten eintreten wird! Auffallend bleibt es, daß die Preise für das Wildpret im Verhältnis zu den sonstigen hohen Fleischpreisen recht niedrig sind. Die Jäger erhalten von den Händlern für einen feisten Hasen 2.50 Mark. § Ruppertenrod, 18. Dez. Einen schweren Unfall erlitt ein hiesiger Holzmacher im Walde. Mit einem Kameraden war er beschäftigt, einen gefällten Holzstamm zu zersägen. Schon war der Stamm fast durchsägt, da sprang er auseinander. Der eine Teil schlug dem Holzhauer wider das linke Bein mit einer solchen Wucht, daß Schien- und Wadenbein brachen. Da der Verletzte weder stehen, noch gehen konnte, brachten ihn seine Kameraden auf einer iinprovisierten Bahre nach Hause. ? Grünberg, 18. Dez Hier und in mehreren Ortschaften der Umgegend herrschen schon feit Wochen unter den Kindern die M a s e r n. In Nieder-Ohmen,. sowie in Lauter mußten deshalb die Schulen geschlossen werden. Glücklicherweise verläuft die Krankheit im allgemeinen gutartig. — Wie in früheren Jahren, so wird auch diesmal wieder zu Weihnachten hier für bedürftige Kinder eine Christbescherung veranstaltet. Die Mittel werden durch freiwillige Gaben aufgebracht. k- Grimberg, 18. Dez. Die hiesigen Bäckermeister geben bekannt, daß sie künftighin nur noch das bei ihnen gekaufte Weizenmehl verbacken. — Grimberg, 18. Dezbr. Die Zahl der sogenannten reisenden Handwerksburschen wird mit jedem Tage größer. Allenthalben begnet man auf den Landstraßen den Aermsten, die, oft nur dürftig gekleidet, in Scharen der nächsten Verpflegungsstation zueilen. In Grünberg wurden fest Beginn dieses Jahres bis jetzt schon 2100 Mann verpflegt, während im vorigen Jahre, das seit Errichtung der Station den höchsten Stand aufwies, nur 899 Mann beherbergt wurden. Und dabei haben wir erst Wintersanfang ! (-) Kaulstos, 18. Dez. Dor einigen Tagen kaufte der Forstfiskus von hiesigen Bürgern für über 13000 Mk. Gelände (teils Oedungen und Wiesen) an. Durchschnittlich erhielten die Leute pro Quadratmeter 6 Pfg. Das Land ist durchweg gut bezahlt, weit besser als bei einer Güterversteigerung in der Gemeinde. So erhielt z. B. ein Mann für eine Wiese, die er vor mehreren Jahren für 10 Mk. erstand, 150 Mk.! i ' () Vom oberen Vogelsberge, 18. Dez. Nunmehr hat sich der Winter in vollem Maße eingestellt; der 8nee liegt etwa 10 Ctm. hoch; ansehnliche Schneewehen en sich! schon an manchen Stellen aufgetürmt. Tie litten fahrt und der „Skisport", der sich feit einem Jahrzehnt hier oben eingebürgert, werden eifrig betrieben; für die Forstbearnten sind die „Ski" ein gutes Beförderungsmittel und auch Touristen erscheinen mit solchen ausgerüstet. i Darmstadt, 18. Dez. Der Groß Herzog empfing am 18. Dezember u. a. den Kreisrat Geh. Regierungsrat Schönfeld von Schotten, den cand. ing. Emil Völsing und den Sind. rer. electr. Gustav Schmidt vom Bismarck- Ausschuß, den Landwirt Gg. Phil. Feuerbach von Ockstadt, den Ingenieur Schiele von Gießen, den Forstmeister Au gst von Heldenbergen. b. Mainz, 17. Dez. In der in Anwesenheit des Oberbaudirektors Prof. Dr. Durm-Karlsruhe und des Vertreters der hessischen Regierung, Oberbaurats K ling e l h ö f e r-Darm - stadt, vor einigen Tagen stattgehabten Sitzung der Kommission zur Restaurierung des Kurfürstlichen Schlaffes kam auch ein Projekt für ein neues natur geschichtliches Museum und eine neue Bibliothek mit Gutenberg-Museum zur Sprache. Beide Gebäude sollen auf dem Terrain in un- mtiklbaier Nähe dsS Kurfürstlichen Schlaffes erbaut iDerben, das die Stadt vor einiger Zeit von dem Milttarfistus käuflich erworben hat. Die Kosten für das erstere Gebäude sind ohne die innere Einrichtung auf 287 842 Mk. geschätzt, die für die Bibliothek auf 330 090 Mk. § Frankfurt a. M., 18. Dez. Die Amtsgerichtsdiener aus den Landorten unseres Großherzogtums hielten am Sonntag hier eine Versammlung ab, deren Zweck war, zur Förderung der Kollegialität und der Standesinteressen einen näheren Zusammenschluß zu schaffen. Frankfurt, 17. Dez. Hier verlautet, Polizeipräsident Frhr. v. Müffling sei in eine höhere Stellung berufen worden und an seine Stelle komme Herr Landrat v. Meister in Homburg. " (i) Frankfurt a. M., 18. Dez. Am zweiten Wechnachts. feiertage wird in der ehrwürdigen Paulskwche eine Gedenk, feier an Ernst Moritz Arndt, das „deutsche Gewissen" stattfinden, der am 26. Dezember feinen 132. Geburtstag (geb. 1769) hat. An dem Platze, den er in der Parlaments, session der Paulskirche innehatte, wird eine entsprechend« Tafel angebracht. Zu der Feier wird. ein Enkel des Dcchtnj erscheinen und sein noch lebender Freund, der 82 jährig« Wilhelm Jordan (geb. 1819 — man beobachtet hi« wieder einmal die auffällige Thatsache, daß die Geburtsjahr« großer deutscher Männer eine Neun am Ende haben. D. Red.^ hat ebenfalls sein Erscheinen zugesagt. — Gestern ist dei erste Postsonderzug von hier abgegangen. Er ging nach Cöln und hatte neun Wagen, in welchen zusammen 900C Pakete versandt wurden. •* Kleine Mitteilungen au8 Heffen und den Nachbarstaaten -Der Mühlenbesitzer Wiederhold in Klr nkenmühle be? Kassel geriet zwischen die Mühlenräder und wurde ge, tobtet Vermischtes. * Greifswald, 18. Dez. Bei Eldena entgleist« und stürzte eine Lokomotive mit zwei Wagen eines Kleinbahnzuges um. Der Heizer und der Lokomotivführer sowie mehrere Fahrgäste wurden schwer, eine größere Au, zahl der letzteren leicht verletzt. Hamburg, 18. Dez. An Bord des Fischdampfert „Lysander" fani) eine Kesfelexplofion statt. Der Steward wurde getötet, Kapitän und Steuermann verletzt. — * Paris, 18. Dez. Ein Straßenverkäufer, der vor seinem Hauswirt wegen rückständiger Miete exmittiert wurde, erschoß diesen. Der Thäter wurde verhaftet. * Brudermord. Ein Glasschleifer aus Golbach bei Reinerz ermordete seine drei Brüder. Der Thäter wurde sofort verhaftet; es stellte sich heraus, daß a irrsinnig ist Gerichtssaal. e. Gießen, 18. Dez. (Gewerbegericht) Den Dorsii führt Beigeordneter Wolff. Als Beisitzer fungieren Metzgermeistei Ludwig Pirr hier und Zigarrenmacher Johannes Rudolph vor Wieseck, Letzterer an Stelle des verhinderten Bierbrauers Guiiar Holtberg hier. — Es kommt nur die Klagsache des Kellners Heinrich Keil von Heckersdorf gegen Wilhelm Am end hier wegen Enb schädigung zur Verhandlung. Durch die Zeugenvernehmung tyn das Gericht für feststehend angenommen, daß der Kläger nicht entlassen worden ist, daß dieser vielmehr bte Arbeit verlassen hat Es wird deshalb die Klage kostenfällig abgewiesen. Darmstadt, 18. Dez. Die heutige Schwurgerichts-Verhandlung gegen den Hauptsteueramtsvorsteher Dietert hier roegei Notzucht ging um halb 4 Uhr zu Ende. Der Angeklagte wurd« des Notzuchtversuchs unter Annahme mildernder Umstände schuld!« erkannt und zu JO Monaten Gefängnis verurteilt Die Rechtskrafi des Urteils wurde anerkannt Daudet und Verkehr. Volkswirtschaft. — Gewerkschaft Gießener Braunsteinberawcrke vorm Fernie. Die am Mittwochnachmittag 3 Uhr in Eöln a. Rh. in Dom-Hotel stattaehabte Gewerken-Versammlung war beschlußfähig Es waren 508 Kuxe vertreten. Als Vorsitzender fungierte Rechtsanwalt Grünewald -Gießen, als Protokollführer Rechtsanwab Reh- Alsfeld. Die Vertreter der Dr. Pfahl'schen Konkursmasse Rechtsanwall Abs und Wassermeyer-Bonn, beanspruchten Stimmrecht, das vom Vorsitzenden bestritten und von der Verfammlunx einstimmig abgelehnt wurde. Sie verließen hierauf die Versammlung. Der Antrag des Grubenvorstandes, betr. die zwischen der Rechtsanwälten Dr. Gutfleisch und Grünewald mit Fernie uni Paskoe vereinbarten Vergleiche wurde von der Versammlung einst i m m i g genehmigt. Wegen der Oppenheim'schen Forderung wurde der Grubenvorstand ermächtigt, falls nicht eine Vereinbar' ung mit Oppenheim oder einem anderen Vankhause möglich fei eine Zubuße auszuschreiben. Der Vorstand beantwortete sodanr eine Reihe von Anfragen aus der Versammlung, welche sich au' Betrieb, Verwaltung, Geschäfts-Ergebnisse, Tarif- und Zollfraaei' erstreckten. Hauptmann Del in s-Düsseldorf dankte uamens der Gewerkschaft dem Vorsitzenden für die unter großen Schwierigkeiten durchgeführte Ordnung aller Verhältniffe. Märkte. w. Friedberg. 18. Dez. Der heutige Schweinemarkt, der letzte in diesem Jahre, zeigte einen etwas schwächeren Austrieb als der letzte Markt. Dagegen waren wieder sehr viele Käufer am Platze. Tie Nachfrage war darum groß und die Preise hielten sich auf der seitherigen Höhe. Es wurde alles verkauft. Das Paar Primaferkel galt 40 bis 45 Mk., Einleaeschweine 80 bis 100 Mk Die Schweinezucht ist eben bei den hohen Fleischpreisen und den niedrigen Kartoffel- und Fruchtpreffen recht rentabel. — Der gleichzeitig abgehaltene Krämermarkt, der Weihnachtsmarkt, war ebenfalls sehr stark besucht Die Meßbuden waren stets stack umlagert und die Geschäfte mitunter stundenlang überfüllt Limburg a. d. L., 18. Dez. Frachtmarkt Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.07—00.00 2JIL, Weißet Weizen 00.00—00.00 Mk., Korn 10.23—00.00 Mk., Gerste 9.00 biS 0.00 Mk., Hafer 7.54—0.009)«., Erbsen 00.00—00.00 Mk., Kartoffeln 0.00—0.00 Mk. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 17. bis 18. Dez. — 2,4* C. Ätcdckgfiv , > 17. * 18. , -1M0 & Dezember - — 6,81 2,7 AR AR 3,7 SSE. Wetter 18. 18. 19. 236 y6 7« NW. .S « "97“ 98 AR 5? * 734,5 735,9 7 RS R ITank fort a. LR., 19. Dezember. 874)0 Tendenz: fest. 3 Heinrich Huhn 5 Schulstrasse S 5 Schulstrasse 5 KarantierL reine Büchsen-ll.Waschgmitureil. NgschevwtMe Küch-ngeschirr aller Art. IJ. Alle SortenTassen, Kannen, Teller, Schüsseln, Terrinen Arras Teller, Schüsseln, Terrinen empfiehlt in altbekannter Güte —- ——' , „ Itieöridi M SÄ 'y* Dienstmaun Kerber im fcoibadH, MattSbvrg 12. Schlohhofe an der allen Kaserne. Hofbauer, MSttöbnrg 12. 100.80 90.40 100.65 90.45 98.45 205.80 181.00 126.00 128.20 139.40 140 90 164.00 182.70 170.00 160.60 4*/t /) Chinesen . . Electric. Sei ackert . Nordd. Lloyd . . Lombardische Lohen Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresd mr Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatobahn . Gotthardbahn . . . Lauranütte ... Bochum . „ . . Harpener . . . Türkenlose ... J awelier empfiehlt sein grosses Lager In Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst m der Synagoge, Südanlage. Israelitische Veligionsgemeinde. Samstag, den 21. Dezember 1901. Vorabend: 4 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmtttags: Ahr. Lchrifterkläruug. Sabbathausgang: 5“ Uhr. Kunstverein. Die Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand ist morgen Freitag, den 20. d. Mts., wegen teilweisem Wechsel der Gemälde geschlossen.8277 Drogerie zum roten Kreuz, Bahnhofstraße 51. 7956 Gold-, Silber- und versilberten Waren Vollständ ges neues Lager in den neuesten Stilarten und Mustern. in jeder Preislage. Pier-, Wein-, Haselund Kaffeeservice in den verschiedensten Ausführg. Blumenvasen, Bierseidel, Becherm.Goldbuchstaben Altdeutsche Krüge, Kowlru u. Aasen. Han-u. Küchengeräte Große Auswahl 8263 praktischerVerlosöngsgegenstände. Killise Kreise. Reelle Kediei»,. Philipp Wagner, Neustadt 4. 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Gnmmi-Waren?Ä gratis u. Ire Gust. Arras, Versandhaus, Mftnnhmm L 8276 ldena entgleif, ■ Wei Vagen ent! er Lokomotivsüv, ' eine größere L des Fischdampsn sion statt. L u Steuermann k Verkäufer, der d Miete exmitti )urde verhaftet. er aus Golbach: der. Ter Lyäs h heraus, daß o MiM im* st. Albin bet tanaiöijriae Mitarbeiter des „Figaroder eine große Unzahl Theaterstücke geschrieben hat, ist infolge eines Gehirnschlags ges^St.^Etienne, 19- Dez. Die ausständigen Bandweb er veranstalteten gestern abend neuerdings lärmende Straßenkundgebungen und zertrümmerten in verschiedenen Fabrücn die Fensterscheiben. Mehrere Fabrikanten erklärten nunmehr dem Polizeikommissar, daß sie derartige Ausschreitungen mit der Waffe in der Hand verhindern ^Si’en, 1. Dez- Die Herzogin Clementine von Koburg ist gestern abend nach Sofia zum Besuch ihres Sohnes, des Fürsten Ferdinand, abgereist. Tie Reise der hochbetagten Herzogin zu dieser Jahreszeit hangt mit der bulgarischen Minister- und Finanzkrise zusammen. Es scheint, daß in Sofia große Aufregung herrscht und die Lösung der Krise Schwierigkeiten bereitet, wobei der Fürst den Rat seiner Mutter hören will. Kognak Rum Punsch - Essenzen empfiehlt 8208 Victoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktstraße 5. * s* 3n>ei ” I*w4 ÄS ?ni 'S'®* 32’ SebuttS' , Eel des Dichl ->d. da 82^ 'N beobachtet J bie Geburtsjgi- bc haben. T.z^ - ®elM ist j. 'cn‘ ,Gt ging w- ?n zusammen M lnkenmühle •, lr und wurde §6 1% C. Türken . . . 5 /0 Griech. Monopo l-Anl 41/,% äassere Argentiner 3j/q Mexikaner .... 25.50 Kunst und Wissenschaft. Dalel. 18. Dez. Die kürzlich verstorbene Frau Adele Merian- Mlin hat testamentarisch 1,025,000 Frc s. s ür He »ne in - Mitzige Zwecke bestimmt, von welcher Summe 700,MO Frcs. für de Crrichtnng e. »es homöopathischen Spitals verwmdet werden musjem Außerdem erhält das Museum aus denrRacklaß n erlvolle Bilder, darunter Böcklias „Petraica" und einen ^00^ bepj" und Stückeisbergs ^lln'd^mi^der^EideMe^^^^^^^ an eiltet Stelle für die deutschen unv erst kür die Ausländer da. — Dem ,Lok- Anz. ^toige wirt man annehmen, bafe der Reichstag noch der gegew, wärtigen Session mit der Abänderung des Börsen 9 e । geuät tVaTt W Die Steuerlommission M» Landtages hat den dcmorratischxn Antrag Dortige. führuna der progressiven Vermögens, teuer- neben der Einkommensteuer nach dem en-tfchtedenm Widaq spruch des Finanzministers md großer Mehrheit ab g über den alsbaldigen Umbau der Darmstadter Bahnhofe und die Vergrößerung der Hauptwerkflatte getroffen. Berlin, 19. Tez. Eine Extra-Ausgabe des „Mll.- Wochenbl." meldet: Generalleutnant v. Alten, Kommandeur der 2. Division, ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur ^ispoinion gestellt, GeneraL-Major v. Brietzke, Kommandeur der 14. Fnfanteriebrigade, ist unter Beförderung zum Generalleutnant zum Kommandeur der 2. Division uno Frhr. v. G a y l, Generalmajor von der Armee, zum Kommandeur der 14. Jnsanteriebrigade ernannt worden. Kopenhagen, 19. Dez. Ter internationale Kongreß für Augenärzte findet un Juli nächsten Jahres hier statt. . Paris, 19. Dez. Zu der Meldnn', daß Koni g Eduard zu Beginn des nächsten Jahres nach Südfraukrcich gehen und dort e.mge Wochen zubringen werde, wild von offizieller Se.te aus London ber.chtet, daß der König noch keinerlei hierauf be- Ronnefeldtslhee ■KL vom 1.—24. Dost:- In künoUerioon augoiutteten Gr raus - ~W"eihnactits dosen Mier-lmvort Rannfteldt. ?r»n>tart a. IN. . * Berlin, 19. Dez- Bei der gestern anläßlich der Enthüllung der letzten Nische in der Sieges-Allee stattgehabten Tafel im königlichen Schloß, zu der alle Künstler geladen waren, hielt der Kaiser eine halbstündige Rede, in der er auf die Geschichte bec bildenden Knust bis auf das Altertum zurückgriff. Er wies sodann auf die große Idee hin, die durch die Versinnbildlichung der Geschichte in der Sieges-Allee verwirklicht worden sei, und betonte, indem er auf die Werke der einzelnen Künstler näher einging, daß jedem vollkommen freie Hand bei seiner Schöpfung gelassen worden sei. Im weiteren Verlaus sprach sich der Kaiser „gegen die krasse moderne^ Richtung" aus. Man sollte in dieser Beziehung die Füael ein wenig mehr anspannen, und „sich in den lenzen der schönen Formen bewegen." Jeder Lehrer der Kunst solle bei seinen Schülern dahin wirken, daß die edle Kunst mehr zum Vorschein komme. — Auf der Protest- Versammlung gegen die Polen-Demonstration an der Berliner Universität führte Dr. Adolf Wagner ungefähr folgendes aus: Mit Stolz könne er sagen, daß der achte Teil aller Studierenden i ^Deutschland Ausländer seren. Hort so em Ausländer in irgend einer Disziplin eine Auffassung, du-ihm nicht ansteht, so dürfe er sich nicht dagegen auslehnen. Das Vorgehen gegen seinen Kollegen Schiemann sei unerhört. Die Ausländer genössen in unseren Universitäten so viele Freiheiten, daß sie dankbar sein mußten (Sehr richtig! D. Red-) und nicht auf so rüde Weise protestieren dürsten. Diese Versammlung hacke er daher für ganz gerechtfertigt. Die deutschen Professoren seren Ml Lebkuchen von H. Häberleiu, Honigkuchen, eig. Gebäck Weisses Anis Gewürz-Anis Buttergebackenes Makronen Brenten Zimmtsterne Baumkonfekt Kaufladen- und Pupp enküchen- Artikel Bonbons, Bonbonnieres Kakao, Chokolade soso cicht.) Ten M gieren MeygermeW Hannes !RuW) ooi Bierbrauer?' &ufiat beä fallners peinig ib hier wegen WX vMen {t Hwuigerickls-Ärirb liefert hier Mp Ter Angellag!! nderUmslände rteilL Die ROlm Verding. Zur Herstelluna des neuen Vorplatzes aus Bahnhof Gießen sollen m Wege der öffentlichen Aus- chreibung vergeben werden: die Herstellung von ca. 800 cti den Alten Herren des Vereins deutscher Studenten ein« t erufene große «tudentenversammlung ftatt als Protest gegen bie neulichen Kundgebungen der polnischen Studenten rn cer berliner Universität. Tr. Wendland erftaltete das «efciat,, gmg iunächst auf den Wreschener Fall ein, unb beleuchtete die Zustande ui Galizien, wo sogar bei Prozessen die Folter angeroenbet roerbe. Lest sollten die Polen dorr Abhilfe schaffen. Nachdem em Student tsprochen hatte, sprach Professor samassa, Redakteur der Ulldeulscheii Blätter", als Oesterreicher über das Vordringen der Polen in Oesterreich und führte aus, die Vorkommmlie m letzter 3?-ü seien der Anfang eines Kampfes mit grogter Entfcheldungs- idilad)t zwischen den Deutschen unb Slaven. In ^t9're.lc^ lü Deutschen in ber Minderheit und mußten manches einstecken. OLN Deutschen im Reiche, wo sie eine Vormachtstellung hatten, ici en zwei und eine halbe Millionen, Polen aegemiber m .lcselben Lage. Es liege an der Degenswstellung der deutschen unb es müsse aggressiv vorgegaiigen werden. Jii Galizien hatten bue Polen die verlangte Freiheit und hatten daraus em tanb »on Imalvljabeten gemacht. Als bekannte Defraudanten m Galizren iwigesprochen ivurbeu, jubelte das ganze polnische Bolt. Dies sei iia keiinzeichen des Unlersänedes -wischen der Moral der Polen und ^utscheii. Tas deutsche Volk müsse die Abwehr gegen die Polen se.bsl ui die Hand nehmen. (Bravo.) Pros. Aböls W agn e r. der crnzig ainvejende Umversstätslehrer fuhrt aus, die akadeinlschen Lehrer säheil nicht gern, daß sich die Studenten mit der Politik de- icjaftiglem Er bitte bie Bersainnielten, sich nicht mü ber Polen- iinflc zu befassen unb nur Protest gegen bie Unverschämtheit von biyi Heuten einzulegen, bie bas Gastrecht mißbrauchten. (Lebhafter Beifall.) Schließlich würben einstimmig zwei R e | o l u 11 o n e n guiaßt. In ber ersten werben bie polnischen ^ludenten ersucht, von bem Versuche abzustehen, ihre beutschsembliche Gestn- n. uifl auf akademifchem Boben zur Geltung zu bringen. In der Zellen wird der Kultusininister gebeten, Vorkehrungen gegen ö;.e Beeinträchtigung des Studiunis durch die Ausländer zu tuefferu Die Annahme war mit stürmischen Beifallskundgebungen jrglcitet. «1*c- ckrmM lung war beschlußsch mber füngiertet kollführerAecktsmv. iahl'scken MrutimW ‘Ä* bett, bie*- eroalb mit ö«nit ÄS "Ö Äs« niet grop°" nisfe. rt®Äde «* • Ä-Si rent^Vx^aHt, * a^fiberfüjü. 110.01 26*85 00.00 42.40 Mandela große, ganz unb gerieben Safelllußkem, Srangeaf, gitronat, Kiiistes Konfektmeh! in 5 unb 2 Psb.-Paketen, sowie alle übrigen Backartikel nur prima unb billigst. Ferner empfehle meine bekannten Rhein- und Moselweine zu billigsten Preisen. Prompte Zusendung ins Hauk. Johann Seibel, LttdwigSplatz» ^^London,19. Tez. In Regierungskreisen bereitet mrm die Kolonisierung des Oraniefreistaates durchi englische Ansiedler vor. 50 junge Leute werden morgen fuQ diesen Zweck eingeschifft werden. ~ erklärt sich berechtigt mitzuteilen, daß Lord Kitchener sich weigere Verstärkungen anzunehmen. Er nur immer Ersatztruppen. Dieselben werden fern Bedürfnis gemäß nach Südafrika abgehen. Birmin gh am, 19. Tez. ^os bur e n fr eutt blrch« Parlamentsmitglied Lloyd George v^suchte^ gestern hi« m einer liberalen Versammlung zu sprechen, ^e chm fein>- li ct gesinnten Zuhörer suchten das Podium zu stürmens wurden aber von der Polizei daran gehindert. Eine großL Volksmenge, welche sich augerhalb des Ver,ammlungsloüileÄ befand, warf alle Fensterscheiben em unb nahm eine Res», luti-on zu Gunsten der Regierung cm. Lloyd George als Polizist verkleidet und an einen sicheren Ort gebrachü Tie Polizei ging mit Stöcken gegen die Menge vor. Eme Person wurde getötet, und mehrere verlebt. 30 Vev» Haftungen wurden vorgenommen. 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