Freitag SV. Dezember 1901 Nr. Ä99 Erstes Blatt. 151. Jahrgang worden und, rmbegreiflicherweise, bis zu den letzten Jahrev nur sehr wenigen bekannt gewesen. Die ersten Aufführungei fanden privatim in litterarischen Vereinen statt. So er« quiekte vor Jahren die Berliner neue freie Volksbühne, di» sich um kindliche Zensurbedenken nicht kümmerte, ihr ver« wundert aufhorchendes Publikum mit dem mächtigen Ge« dankendrama des Norwegers. Ihr nach chat es dann der akademisch-dramatische Verein in München; es folgte eüz Pariser Theater, wo das Stück unter dem Titel: ,Au desaue des forces humainea“ gegeben wurde. 1886 unternahm mav eS in Stockholm, daL Drama aufzuführen, fand aber feine Gegenliebe. Auch eine Aufführung im Münchener Schauspiel- Hause in den 90er Jahren ging unbeachtet vorüber. Do wurde Paul Lindau, der es oder den man in Meiningen satt bekommen hatte, Direktor des Berliner Theaters. Er braucht» Neuigkeiten, rare Neuigkeiten, die die Kritik reizten. In Meiningen hatte er gelernt, welche Wunder die Regie vollbringen kann, selbst wenn ihr so außerordentlich schwer zv bewälttgende Aufgaben zu lösen gegeben werden, wie sie dieses Björnson'sche Drama bietet. Er wollte zeigen, daß er mehr könne als andere, daß in Bezug auf Regiekunst nichts „über seine Krafts gehe. Es war ein Wagestück, aber eS gelang. Im März v. Js. führte er zunächst des DramaS ersten Teü auf; es übte eine tiefgehende Wirkung aus, und seitdem haben nahezu alle namhaften Bühnen im deutscher Reiche beide Teile des DramaS gebracht, das jetzt allenthalben als eine der wertvollsten Bereicherungen des deutschen Spiel« planes giü, und ebenso von den Engländern wie von den Tschechen als eins der bedeutendsten Werke der neueren dramatischen Litteratur in ihrer Landessprache gelesen und be» timen aufgeführt wird. Wir Deutsche können es nur bedauern, daß dieses Dram» kein Deutscher geschrieben hat! Freilich, es ist ja nahezu Anmaßung, wenn wir uns in der poetischen Litterattir irgend ein Ansehen geben wollen: wie lange schon zehren wir von Ibsen und anderen Nordländern, zu denen sich die Poesie aus dem Rauch der Fabrikschornsteine und dem Hader üermatteter politischer Parteien seit Jahren geflüchtet zu haben scheint! Hoch oben im Nordland, wo der graue atlantische Ozea» an die steilen, schwarzen Felsmauern der Fjorde schlägt, wo die unheimliche Kraft des Nordlichts in wildem Farbenspiel flammt und die Sonne ein ganzes halbes Jahr lang unten» Horizont steht, hoch oben in Mitternacht wächst ein Menschengeschlecht auf, das der phantastischen Natur gleicht. Hier ist eine Gestatt wie der Wunderpastor Sang eigenttich nichts Merkwürdiges — wenn irgendwo auf der Erde Wunder geschehen können, dann hier. Sang hat durch die Kraft seines Gebetes, durch die Berührung seiner Hand Gelähmte gehend gemacht, eine — augenscheinlich — Tote zum Leben erweckt. Sang hat, den Geboten Christi wörtlich folgend, sein Vermögen unter die Armen verteilt, und weil er fein Leben in Gottes Hand gestellt hat, befährt er das in Sturm empörte Meer mit leichtem Nachen, steigt ins nebelige Gebirg, sobald ein Kranker ihn ruft Freilich — der suggestive Wnnder- thäter vermag den Seinen, der eigenen heißgeliebten Frau nicht zu helfen — weil, ob sie ihn gleich über alles liebt, obwohl sie, wie sie sagt, nicht ohne ihn existiert, i h r Glaube nicht weit genug mit dem seinen geht. Sie liegt, des Gebrauches ihrer Glieder beraubt, auf dem Sterbebette. Der Arzt hat ihrem Leiden einen „häßlichen Namen" gegeben. Die zierliche, zarte Frau Clara rieb sich auf in 26 jähriger Sorge um den Hausstand; dafür hat ihr Gatte, das große, gottbegeisterte Kind, nie einen Blick und Interesse übrig. Ihm fehlt der Sinn für die Wirklichkeit; alle seine Geisteskraft ruht im Glauben. Und weil Frau Clara nicht glaubt, darum kann er sie nicht retten. Er hat die Kinder aus der Fremde zurückberufen, damit sich ihre Gebete mit den seinigen vereinen. Doch auch sie sind vom Glauben abgefallen. „Es gibt nur einen Christen, und das ist Vater", sagt der Sohn. Der Anderen Christentum, so fährt er im Gespräch mit seinem Vater fort, ist ein Kompromiß. „Du suchst das Idealste aus der Lehre heraus und richtest Dich danach. Aber ist denn das Christentum etwas, das von Millionen nur einer erreichen kann?" Pastor Sang verzagt nicht. Jetzt erst, glaubt er, will Gott ihm die Kraft verlechen, aus Eigenem seinem Werbe Heilung zu bringen. Er wandelt zum Kirchlein hin- über, er läutet die Glocke, sein Gebetswerk hat begonnen — und da beginnt das Wunder. Die Frau, die seit anderthalb Monaten keinen Schlaf mehr gefunden hat, entschlummert, wie sie den Glockenton hört. Dem ersten Wunder folgt das zweite. Der Ort ist von Bergstürzen bedroht; wie der Pfarrer in dem Kirchlein auf den Knieen liegt, geht ein furchtbarer Sturz nieder, geradenwegs auf das Gotteshaus zu .... und unmittelbar vor ihm teilt er sich, die Kirche bleibt unversehrt, die Glocke läutet weiter. Einen ganzen Tag, eine Nacht und noch einen Tag fleht der Priester Gott an. Es eilen Menschen von Nah und Fern in Scharen herbei und umlagern die Kirche, die hohe Geistlichkeit erscheint, um zu beraten, was sie in dem seltsamen Falle thun solle. Die Herren sind fast alle sehr rationalistisch gesinnt; ein paar gebratene Rebhühner wären ihnen lieber als der ganze Wunderspuk. Aber langsam umspinnt sie der Zauber, langsam öffnen sich ihre Seelen dem geheimnisvollen Lichte, und der Duft überirdischen Frühlings berauscht sie. In ihre Mitte tritt der Zweifler Statt, der in höchster Erregung zitternd von dem verzehrenden Kekmmtmachmig. Bett.: Räude der Pferde. Bei einem Pferde des Bäckermeisters Ludwig Weber dahier ist der Ausbruch der Räude festgestellt worden. Gießen, den 17. Dezember 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Gießener Stadtlhealer. Ueber unsere Kraft. •) Schauspiel in zwei Teilen von Björnstjerne Björnson. Erster Teil. Dem musikalischen Ereignis, das uns Gießenern bisher dieser Winter gebracht hat, der Aufführung von Wolfrums „Weihnachtsmysterium" ist nun, ziemlich uumittelbar, ein großes — leider von nur sehr wenigen beachtetes — Theater- ereignis gefolgt: die Aufführung des ersten Teiles von Björnsons grandiosem Drama „Ueber unsere Kraft." Der christlichen Musikaufführung folgte ein christliches Schauspiel — zwei köstliche Weihnachtsgaben. Das Drama ist bereits im Jahre 1883 veröffentlicht *) Buchausgabe: 3. gänzlich reo. Auf!., 1900, bei Albert Langen in München. Langen ist, wie wir hinzusügen wollen, Björnsons Schwiegersohn unö in weiteren Kreisen namentlich bekannt als der Herausgeber der satirischen Wochenschrift „Sim- plicissimus". scheint, gefallen sie sich in der Rolle der Unterdrückten und Bedrückten, der Verfolgten und ihres Volkstums Beraubten. Und doch ist's narbgerabe der Deutsche geworden, der in der Ostmark einen schweren Stand Hai, der von dem gewaltig anstürmenden Polentum Gefahr läuft, zerdrückt werden. Eine deutsche Politik muß das Deutschtum gegen nationale (gefahren innerhalb des Reiches zu wahren verstehen, und daß dies bis jetzt so wenig geschehen ist, daß man Jahrzehnte lang ruhig znsah, wie die Polen dem staatlichen Organismus den heftigsten Widerstand entgegensetzten, die Deutschen in den Bann thaten und heftig angriffen, muß der Regierung rum Vorwurf gemacht werden. Ja, man hat bekanntlich sogar, damtt die Polen chre Briefadressen in polnischer Sprache schreiben können unb dabei so weit gehen, urdeutsche Namen zu polonisieren — man denke an die Po Ionisierung des Namens Gießen in Lac —, Uebersetzungsbureaus eingerichtet, ein Entgegenkommen, das einerseits von den Pol«l als viel zu gering angesehen wird, das andererseits aber allen Deu.tstl)en lächerlich erscheinen muß und in manchen anderen Staaten undenkbar wäre. Es darf auch, nicht unausgesprochen bleiben, daß ein großer Teil der Schuld an den verworrenen Zuständen, die die Polen st) kampfesmutig und in der Unterdrückung des Deutschtums fo siegesgewiß machen, neben der Lauheit der Regierung, vielen Deutschxn in Polen selber zuzuschreiben ist, die teils aus geschäftlrchen Interessen heraus, teils auch aus Mangel an nationalem Empfinden gegenüber den Uebergriffen des Polentums nicht allein glerchgiltig bleiben, sondern sogar chr Deutschtum verleugnen uni) sich der polnischen Propaganda ohne Schwertstreich ergeben. Zeitungs- stimmeu wie die obige der ,^8olksztg.", werden auch Mitwirken, die Polen in ihren Ansprüchen immer anmaßender und zudringlicher zu machen. Daß aber auch eine große Partei im deutschen Reichstag offen aus die Seite dieser Feinde des Deutschtums sich stellt, die Geschäfte der Polen besorgt und nicht sehen will, wie man von feiten der Polen alle Anstrengung macht, in schärfster Opposition Zugeständnisse zu erpressen, die eine Regierung, trenn sie sich nicht selbst aufgeben will, keineswegs duloen kann, ist freilich etwas, was — nur bei Deutschen Vorkommen kann. Wir sind sicher, daß der größte Tell der Wähler auf dieses Gebiet ihren Führern nicht folgt. In einen eigentümlichen Gegensatz stellt sich dieselbe Partei damit zu ihrem Verhallen in der österreichischen Bewegung, wo sie einem fo mächtigen und kulturell überlegenen, um feine nationale Existenz ringenden Volksstamm, wie der deutsche in Oesterreich ist, die Wahrung der berechtigten Lebensinteressen versagen will und darinnen Revolution und Abfall vom Hause Habsburg erblickt. Es ist darum Zell, daß ein jeder Deutsche sich der großen Gefahr bewußt wird, die dem Deutschtum in den Ostmarken von den Polen droht, die nicht, um es noch einmal zu sagen, wegen chrer nationalen Eigentümlichkeiten — niemand will ihnen diese verwehren und der Bedrückte ist nicht der Pole, sondern der Deutsche — sondern einzig und allein deshalb bekämpft werden müssen, weil sie dem staatlichen Organismus, mit dem sie die Geschichte nun einmal verbunden hat, mit fast allen unerlaubten Mitteln sich widersetzen und auf Kosten des Deutschtums sich immer mehr auszubrellen versuchen. Sv traurig die polnische Interpellation im Reichstage auch war, erhebend war sie nach der Selle hin, daß Regierung und der größte Teil der Abgeordneten einmütig sich zeigten in der Erkenntnis und Notwendigkeit der Abweisung der polnischen Gefahr. Es soll dem Reichskanzler unvergessen sein, daß er Miene zu machen scheint, das Versäumte lli der Polenpolllik nachzuholen, und das Gehen- lassen Weller nicht nrehr dulden zu wollen, auch unvergessen sollen ihm die Worte fein, er werde thun, was seines Amtes fei und dafür sorgen, daß der Deutsche im Osten nicht unter die Räder komme. Dazu ist nötig, daß das Deutschtum einen Aufschwung in den hart bedrohten Ostmarken erfahre. Der Alldeutsche Verband hat empfohlen, den vor wenigen Jahren auf 200 Mill Mark erhöhten Ansiedelungsfonds noch um 100 Millionen zu vergrößern. Dieser Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen, seine Ausführung wird aber nur dann Erfolg haben, wenn mit dem begonnenen System der zerstreuten Ansiedelung gebrochen, dafür aber Sorge getragen wird, daß die Ansiedelung in großen Gruppen ja sogar in kleineren Gemeinden erfolgt. Nur bei einem solchen Vorgehen kann das Deutschtum dem vorliegenden Polentum einen Damm entgegensetzen, während im anderen Falle die Gefahr groß ist, daß der Einzelne „unter die Rader kommt". G S Nationales ßmpfiuden. Wir erhalten folgende Zuschrift, der wir zmn größeren Lckle zustimmen: Tie polnischen Demonstrationen nehmen mit der Zell men Charakter cm, der so sehr gegen unser nationales Empfinden verstößt, daß auch solche, die die polnische Frage an ihrem eigenen Leibe noch nicht versvürten, sich doch ernstlich mit ihr beschäftigen müssen Aus das Urteil im Wreschener 'Lwozeß folgten die Ausschreitungen in Lemberg und Warschau und die Angriffe auf das deutsche Konsulat, als 3 Aft erschien die unwürdige Interpellation im Reichste ge und nun am vergangenen Freitag das rätselhafte Be- inageu einiger polnisch-russisscher Studenten in Berlin, die ei fertig gebracht haben, in der deutschen Reichshauptstadt bie Vorlesung eines deutschen Professors zu stören Wll mürben keine Veranlassung genommen haben auf die uner- IjDrtc Dreistigkeit der polnischen Studenten noch ein Wort M erwidern wenn wir nicht in einer deutschen Zeitung es gelesen hätten, daß an dem traurigen Vorgang die Polen — nrin, die deutschen Studenten die Schuld trügen Es ist die 'berliner „Vvlksztg.", die diesen Standpunkt vertritt. „Tie Deutschen haben angefangen, denn sie waren es, die den Professor mit Beifallstrampeln empfingen Erst durch diese Demonstration provoziert, werden die Polen mit Gegenmaßregeln, mit Scharren, Zischen und Pfeifen geantwortet haben. Daß die Deutschen im weiteren Stadium der Lärm-Scenen äfft schimpften („Polacken raus"), was ihnen keineswegs zum Besten gereicht, und »in sich entschlossen zeigten, die Polen $u prügeln, ie fo ost behcmptete Ueberlegenhett der deutschen Kultur nicht gerade im rosigsten Lichte erscheinen lassen Ungehörig ketten weift man nicht dadurch zurück, daß man selbst zu Ungehörigkeiten zn schreiten gewillt ist. Schließlich, wenn dre deuftchen Studenten das Recht in Anspruch nehmen, demonstrativ zu trampeln, ehe noch das Kolleg eröffnet war und der Professor ein Wort geredet hatte, so haben die Polen das Recht, ihrerseits dieser Dwwn- ftration durch eine Gegendemonstration zu begegnen ®in Unterschied in der Zumessung dieses Rechts aus konfessionellen ober nationalen ober anderen Gründen ist nicht statthaft, well die Hörer selbst unabhängig von ihrer Konfession oder Nationalität ga den Hörsälen ^gelassen werden." So schreibt die „Voltzztg." Das Blatt weiß ganz genau, dvlß das Beifalls trampeln eine auf allen deutschen Hoch?- schulen feststehende, wenn auch vielleicht keineswegs be- sonders geschmackvolle studentische Kundgebung ist. Wenn zu einer solchen studentischen Begrüßung Hörer sich veranlaßt fühlen, fo ist es zum mindesten eine taktlose Verletzung des Gasttechtes, wenn slavische Fremdlinge an wur- bnger Stätte nut einer nationalen Demonstration antworten. Solche und ähnliche Scenen sind aber lehrreich Sie zeigt, daß die polnische Frage längst keine polnische Frage mehr ist, sondern daß in der Ostmark ein Kampf herauf- ziieht, hervorgerufen durch polnische Hetzer, der dem Deutschtum überhaupt gefährlich werden kann. Schon begnügt man sich nicht mehr mtt den altpolnischen Gebieten, man geht bient Deutschen nach in feinen Heimatssitz und zwingt chm überall den Kampf auf. Die roheste Gewalt und die wüstesten Ausschreitungen sind kaum stark genug. „Fremdlinge" und „Räuber der Gewalt" werden die tn Polen wohnenden Deutschen genannt, und es liegt eine zielbewußte Hetze in den Worten, die der ,Lwendownik" aussprach: „Der liebe Gott verlaßt uns nicht, der Tag der Frechett ist nicht fern." Eben dieses selbe ehrenwerte Blatt hat den Vorschlag zrrr «Gründung etmes „Weftmarkenvereins" gebracht, de sen Aufgabe es sei, ,chas nationale Bewußtsein des stark bedrohten Polentums zu stärken, feine Kühnheit und Vertrauen auf bte Zukunft in erhöhen, den polnischen Stolz zu erwecken unb schließlich die zerstreuten Kräfte zusammenzuschießen unb das pol- n ischie Volk über bie ihm im Westen drohende Gefahr aufM- Enären." Solche anmaßende Sprache, auf die Vernichtung des Deutschtums abzweckende Thaten kann sich keine Regierung g -fallen lassen, und es ist zu wünschen, daß in den Ostmarken b ald eine Politik einsetze, die dem zielbewußten Vordringen d es Slaventums ein Ende mache. Herr Roeren, der eifrige Verteidiger des Panslavismus, braucht nicht zu befürchten, daß man deutscherseits darauf ausginge, den Polen ihre be- r-ecktigten nationalen Eigentümlichkeiten zu benehmen, wir sind die letzten, die den dem Polentum zur Zierde gereichen- b m starken nationalen Impulsen die Achtung versagten, (über warum sollte es nicht möglich sein, daß Bürger des d mischen Reichs polnisch sprechen, ihre eigenartigen Lebensformen bewahren und zugleich loyale llnterthanen sein tonnen? Um das letztere zu werden, ist es noch lange nicht nidtig, Konfession, Sprache und Sitte und nationale Eigenart Mszugeben. Freilich, auf polnischer Sette wird es so gehalten, und ts3 war neben der vorzüglichen Reichskanzlerrede bei der polnischen Reichtagsinterpellation der Höhepuntt der Te- bl'ttte, als der nationalliberale Abg. Dr. Sattler das Verheilten der Polen da schilderte, wo sie in der Uebermacht füirtb, als rücksichtslose Bedrücker fremden Golks tu ms. Wo ihnen diese Möglichkeit verschlossen ervrschetnt tSgNch @ A O Annah«, von An;eia« rlll Ausnahme d«S . zu der für den folgender» sGlchenerAiiMgers« >-«?■ General-Anzeiger v BBS ■Sä- Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MZZ -rnsprrchanschlußNr.51. V -Nr 1 KZ zeigenteil: HanS Beck. Glaubenskampfe erzählt, den er seit sieben Iahreu kämpft. Er wartet auf das Wunder, wie die ganze Christenheit darauf wartet, die ein Pfand begehrt für die Verheißung, die sehen will, um glauben zu können. Ist es wahr, daß hier ein Mensch alle heiße Sehnsucht der Menschheit, alle ihre Glau- benskrast in sich aufgenommen hat, und mit ihr das Wunder erzwingt, dann ist auch jene goldene, süßtraurige Legende von Golgatha wahr, dann hat Jesus Christus durchbrochen den unbarmherzigen Mechanismus der Natur, dann geht das Leben ftohlockend hinaus über den Tod .... Niemand in der Versammlung wagt noch ein lautes Wort zu sagen. Aber seligste Hoffnung verklärt sie, sie sehen allenthalben Zeichen und Wunder. Sie werfen sich nieder auf die Kniee, sie heben das verzückte Antlitz gen Himmel, sie harren dem großen Wunder entgegen — sie, die „Aufgeklärten", Nüchternen, Trockenen 1 Und wie sonderbar, im Theatersaal lauscht man mit ihnen, hingerissen .... man erwartet kein Schauspiel mehr, ■nan erwartet eine Offenbarung .... Und nun kehrt Sang aus der Kirche zurück. Sem Weib aber erhebt sich von ihrem Schmerzenslager und schreitet ihm entgegen. „Du leuchtetest,--als Du kamst, ---mein Geliebter!", flüstert sie — ihr Haupt sinkt wieder herab» die Arme fallen nieder, der ganze Körper giebt nach. Sang 'steht und hält sie und legt die Hand auf ihr Herz, beugt !sich dann überaus verwundert, schaut nach oben und sagt in kindlichem Ton: „Aber das war ja nicht die Absicht" —? beugt das Knie und legt ihr Haupt darauf, untersucht, legt sie vorsichtig hin und erhebt sich, wieder euiporschauend — „Aber das war ja nicht die Absicht —? Oder —? — — Oder — —— greift nach seinem Herzen und fällt — um, wie sie, nimmer mehr aufzustehen .... Das Wunder läßt sich erzwingen,'aber es geht über unsere Kraft, und statt zu beseligen, tötet es ... . Das ist die unerhörte Dichterkrast Björnsons, daß er iins zwingt, an die suggestiven Wunder seiner Helden zu glauben, daß er durch sein Drama, dem die dramatischen Eigenschaften eigentlich sämtlich fehlen, Wirkungen von herzbezwingender Gewalt herbeiführt. Die beiden Akte bestehen eigentlich nur aus Erörterungen über Glaubenssachen; schwerfällig entwickelt sich aus breiter Exposition das Körnchen Handlung, und immer neue theologische Gespräche retardieren sie — und dennoch folgen wir mit fieberhafter Spannung, dennoch schlägt der wunderbare Schluß wie ein Blitzstrahl in die Seelen, und dennoch erschüttern die wenigen Worte, die Sang vor seinem jähen Tode spricht, alle Fundamente unseres Denkens. Wir sollen an einen Menschen glauben, dessen Glaube an Gott so groß ist, daß, da er die Absicht seines Gebetes falsch erfüllt sieht, da in Jifjm die Einsicht aufdämmert, daß allein sein felsenfester Glaube und nichts Ueberirdisches ihm eine Kraft verlieh, die über die Kraft seiner Mitmenschen hinausging, sein Leben erlischt, denn dieses 'Leben war eben der Glaube .... Es ruht eine großartige Zartheit über diesem einsamen Werke. Es ist gewiß schon manches wirkungsvollere Werk geschrieben worden, welches aber in der ganzen neueren Litte- ratur ist feiner, ergreifender?! Diese zwei Björnson'schcn Akte sind ganz innerlich, feierlich, groß. Allein betrachtet, ohne den zweiten Tell der Dichtung, stehen sie vor uns wie die zwei wundervollen Sätze jener Schubert'schen L-rnoll-Sym- phonie, unvollendet-vollendet, ein so großes Kumtwerk, daß man nichts an feine Seite stellen möchte. Aber es giebt neben dem Dichter Björnson, der mit genialer Rücksichtslosigkeit gegen die Möglichkeiten und Gesetze der Bühne das neben Ibsens „Brand" reinste und weihevollste nordische Werk geschrieben hat, noch einen klugen und agitationsbedürftigen TheaterpraktikuS Björnson, den Björnson des zweiten , Teiles. Der Bildhauer HasselriiS, der Schöpfer des Pariser Heinedenkmals, hat ihn nicht übel charakterisiert: „Er hat immer Lust zu fabulieren, für etwas Propaganda zu machen, was ihm nahe geht, und seine Worte klingen fast immer schön. Man hort ihn ebenso gern, als er sich selbst gern hört, und er kann wirklich begeistern. Wenn er Schauspieler geblieben wäre, hätte man gewiß auch viel von seiner mimischen Kunst gesprochen . . . / Doch bleiben wär beim ersten Teil. Es ist sehr selten gelungen, eine ganz dem Idealen zugewandte, in oer Welt kaum heimische Natur poetisch erträglich zu machen. Björnson hat es auf die einfachste Weise erreicht. Der Pfarrer Sang umgiebt uns schon vor seinem Auftreten dicht und dichter mit den Schatten, die er wirst: die schwer leidende Frau, die so lange vernachlässigten Kinder, das sind so beredte Zeugen seiner Schuld, daß uns dann die wunderbare Kindlichkeit des Mannes ganz überwältigt. Ja die Kindlichkeit, sie sühnt dann in einem Augenblicke alles. Der Dichter hat mit dem feinsten Takt empfunden, daß nur in einem solchen Wesen ein solcher Gedanke ohne abstoßende Wirkungen oder überhaupt überzeugen kann. Und da kommt er nun herein und bringt einen ganzen Frühling mit, einen Frühling voll Duft und Gesang, daß wir denken müssen, es sei schön, für ihn an seiner Seite zu sterben, und ganz in der Seele seines Weibes fühlen, wenn es, von ihm getötet, an ihm niedersinkt und ihn noch fterbenb mit unendlich schönen Worten grüßt. Es ist ein mörderisches Ideal — welches Ideal ist es nicht, in seiner Reinheit genommen! — aber wir fühlen auch, daß es eines Opfers wert ift Seit Faust, seit jenem: „Sonst stürzte sich der .Himmelsliebe Kuß Auf mich herab in ernster Sabbathstille —" hat es niemals ein Dichter so ergreifend deutlich gemacht, wie viel die Menschheit ap dem Traum ihrer Kindheit verliert. Das Stück i|t mit Bewußtsein a;-nchristlich, es predigt nicht den Glauben an das Wunder, sondern den Unglauben. Tie Ewzeit fällt mit dem schnöden Spiel geheimnisvoller und gefährlicher Naturkräfte über diesen Maimenschen herein, das ist sein Tod. Ter Dichter will sagen, daß man so wie Pfarrer Sang nur leben kann, wenn man keine Augen für das Wirkliche hat — werden diese aufgethan, so ist es der Tod. Tas Stück ist bewußt widerchristlich; ob es auch that- sächlich gegen das Christentum ist, hangt davon ab, ob man die obige Gleichung zugiebt, ob das Christentum notwendig ein Leben über die Natur hinaus ist. ; . . Welch ein sinnverwirrender Poet, welch ein Geistesbeherrscher steckt in diesem nordischen Dichter, dessen kühne, Geist und Gemüt erregende Gedankensymvhonie eine unendliche Fülle feiner und starker dramatischer Effekte sprüht, die echt dramatisch ist in jedem Wort und dabei doch allen dramatischen Regeln Hohn spricht, deren Zustandsschilderung auf körperlich-pathologischen Elementen beruht, die zu Beginn des ersten Aktes die Grenze des Erträglichen nahezu überschreitet und die doch die Kraft eines Genius zeigt, eines Genius, der ein größerer Wunderthäter ist denn Pastor Sang. Das Trama ist zu ernst, um die Aufmerksamkeit eines großen Publikums zu fesseln. Stücke, die mit einem großen Fragezeichen schließen —i Gitt! Für die wenigen aber, die erschienen waren, bedeutete das Drama wohl einen hohen geistigen Genuß; zum mindesten wird es eine starke oder wenigstens aufregende Wirkung auf die ernsteren und die litterarisch geschulten Zuhörer ausgeübt haben. Die Aufführung verdient lebhafte Anerkennung. Der Sang war Herr Ger lach. Die Rolle ist enorm schwierig zu gestalten, wenn sie nicht monoton wirken soll. Herr G- war anfangs nach meinem Empfinden zu süßlich und zu pathetisch, im allgemeinen zu konventionell, in der Maske nicht besonders vorteilhaft. Der wunderthätige Pastor braucht milde Schwärmerei gepaart mit dem lebensvollen Feuer hellster Glaubensbegeisterung, ein aufgeregtes, märchenträumendes Kinder- Herz. Ganz gut aber gelang ihm das Gespräch mit seinem Sohne. Aus der Frau Sang mit ihrer bei scharfem Wirklich- keitssinn hingebenden Liebe, ihrer merkwürdigen seelischen Zartheit und ihren pathologischen Symptomen schuf Frl. Hohenfels ein Charakterbild von überzeugender Wahrheit. Die schwierige Aufgabe, den wertvollen seelischen Gehalt über die Krankenstubenatmosphäre hinaus zu retten, löste sie in fesselnder Weise. Vielleicht hätte die Nerven- leidende ein lebhafteres Spiel mit den Kissen re. ausführen können, vielleicht sprach sie nicht sowohl krankhaft nervös, als vielmehr zu jämmerlich monoton, vielleicht gab sie der im Grunde fest auf realem Boden stehenden Frau, die sich der Intelligenz ihres Geschlechtes rühmt, einen allzu kindlichen und gedehnten Ton. Immerhin verdient betont zu werden, daß die junge begabte Künstlerin mit Heroismus sich dieser alten Mutterrolle geopfert hat und daß die Anlage richtig, die Gesamtleistung, trotz allem, ein kleines Kunstwerk war. Der Preis des Abends aber ist Herrn Schneider zuzuerkennen. Er zeigte schönste Gefühlskraft, bald behutsamsten Takt, bald hellste Efftase, bald stand er erschüttert vor der geheimnisvollen Welt des menschlichen Geistes — kurz? er beleuchtete den jungen Zweifler mit den charakteristischsten Lichtern. Die große Rede des Pastors Bratt hatte Herr Rarnseyerzu sprechen. Er that es wohl mit allzu weisem Maße, das nicht so ganz dem nach Wundem sich sehnenden Geistlichen entsprach. Doch bot auch er ein erschütterndes Seelengemälde. Noch wäre der wackere junge Pastor Kröjer des Herrn L e ß m a n n hervorzuheben. Frl. v. Hellbronn hatte als Hanna eine sehr undankbare Rotte, und Frl. Feige wußte mit den Rahel nicht viel anzufangen. Etwas mehr Anzeichen nach-- denttichen Wesens wären am Platze gewesen. Die Konferenz der Geistlichen wurde von den Herren Woisch, Hertzog, Faber, Sandor und Zoder nicht übet geführt. Angemessen war auch in ihrer kurzen, nicht gerade geschickt angebrachten Episode die uralte Pfarrerswitwe der Frau Jenny. Herr Gerl ach, der Spielleiter, hat dem zweiten Akte einen sehr charakteristischen szenischen Hintergrund von intimer Wirkung zu geben gewußt. P. W. Kolonialpost. Debet die Etpeditiou der Schutztruppe von Kamerun gegen die Bangwa berichtet der kaiserliche Gouverneur folgende Einzelheiten: Nachdem dte beiden ExpeditionS-Kompagmen am 20. bezw. 21. Oktober d. Js. auf dem Landwege am Mungo entlang abmarschiert waren, hat sich am 24. des- elben Monats der Kommandeur der Schutztruppe, Oberstleutnant Pavel, mit seinem Stabe — Adjutant Leutnant v. Gellhorn, Stabsarzt Zupitza, Leutnant Buthut für Routenaufnahmen — zu Wasser den Mungo aufwärts begeben. Die Kompagnien setzten sich wie folgt zusammen: 1. Kam» pagnieFührer Oberleutnant v. M a d a i, Leutnant v. Klinkow- ftröm, drei weiße Unteroffiziere und 150 Mann; 2. Kompagnie: Führer Oberleutnant Stiebet, Leutnant Graf Stillfried, drei weiße Unteroffiziere und 150 Mann. Dazu: sieben Reittiere, ein Schnelllade-Berggeschütz, etwa 700 Träger. Um das Land nicht zu sehr zu belasten, marschierten die Kompagnien und der Stab getrennt bis Tinto, wo die Vereinigung stattsindet. Zweck der Expedition ist die Bestrafung und Unterwerfung bet Bangwa und die Anlegung einer Station im Bangwagebiet. Darauf Vormarsch nach Banyo, wohin gleichzeitig von Poko aus Oberleutnant Nolte mit seiner Kompagnie marschiert und wo ebenfalls eine Station angelegt werden soll. Ans Stadt und Sand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets wMommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 19. Dezember 1901. K. Zur Mainzer Diözesan-Konferenz, über die wir zuletzt in unserer Nr. 297 berichteten, geht uns von einem unserer Leser, der Mitglied des Tiözesan-Kirchen- Vorstandes ist, ein Schreiben zu, das einige ergänzende Be- merlungen zu unseren Berichten über die jüngsten Verhandlungen dieser Körperschaft in Mainz enthält und das wir im folgenden wiedergeben: Tie vor etwa zwei Iahten eingesuhrte Kirchensteuer konnte damals keine definitive Regelung erfahren. Es hing dies mit den in der Umbildung begriffenen Staatssteuern und anderen Verhältnissen zusammen, deren Darlegung kein allgemeines Interesse beanspruchen kann. Erst jüngst konnte man mit Sicherheit auf absehbare Zeit zur Bestimmung des Prozentsatzes schreiten, der von den direkten Staatssteuern für die Kirchensteuer zu erheben ist, wenn die Besoldung der kath. Geisllichkeit nicht hinter per unserer Volksschuttehrer zurückbleiben sollte, von akademisch gebildeten Lehrern und anderen BeamtenkatL- gorien gar nicht zu reden. Mit dem Beschluß des Diözesan« Mrchenvorstandes, die Kirchensteuer endglltig auf 6 Prozent festzulegen, wird die bischöfliche Behörde im wesentlichen einverstanden fein. Bei der großen Rücksicht, die her Bischof auf die zur Zeit abnehmende Steuerkraft nimmt, ist sogar eine Ermäßigung dieses Prozentsatzes nicht ausgeschlossen. Was nun die Ablösung der Stolgebühren anlangt, ist vor allem zu beachten, daß dieselbe als ein ins Gewicht fallendes AeqUivalent nicht in Betracht kommen kann. Diese Gebühren iinb so gering, daß sie kaum einhalb Prozent der direkten Staatssteuem au fro legen. Im Fall der Zubilligung der Ablösung würde sich die Kirchensteuer auf 6.50 Prozent der direkten Staatsfteuer erhoben haben. Uebrigens stehen der Aufhebung dieser Gebühren gewichtige Bedenken entgegen; auch> erfordert ihre Beseitigung die Zustimmung des Papstes. In allen wesentlichen Fragen stimmten die bischöfliche Behörde und der Tiözesan-Kirchen vor stand überein. Zweifel über die Grenzen der Kompetenz dieser Körperschaft, wie sie bei einzelnen Mitgliedern bestanden haben mögen, sind jedenfalls durch die Verhandlungen vollständig beseitigt worden. ** Uebertritt zur evangelischen Kirche. In der vergangenen Woche traten zwei in reiferen Jahren stehende Herren, nachdem sie sich längere Zeit hierzu vorbereitet hatten, in unserer Stadtkircye vom katholischen zum evangelischen Glauben über. Einer der Uebergetretenen ist Schlesier, der andere Oesterreicher. Des letzteren Familie ist infolge der „Los von Rom"-Bewegung in der Heimat evangelisch geworden. Den gleichen Glaubenswechsel voll- zogen kürzlich in der Johanneskirche eine ältere Tarne und deren Tochter. B. Leihgestern, 17. Dez. Um die Mittagszeit ereignete sich in unserem Orte heute ein schwerer Unglücksfall. Ein für eine Butzbacher Firma hier arbeitender Dach- deckergehilfe stürzte von dem zweiten Stockwerk eines in der Bahnhofstraße gelegenen Neubaues in die Kellerräume. Er scheint schwere innerliche Verletzungen erlitten zu haben. Mitleidige Hände nahmen sich feiner an. Er wurde nach Gießen in die Klinik gebracht. t Nieder-Ohmen, 18. Dez. Bei der am 18. Dez. hier erfolgten Wahl eines Kreistagsmitgliedes wurde unser neu gewählter Bürgermeister, Mühlenbesitzev H. Neeb, mit 14 von 16 Stimmen gewählt. n. Ran stad t, 18. Dez. Gestern wurde in unserer Nähe die erste Holzversteigerung abgehalten. Für Scheitholz wurden hohe Preise erzielt, der Raummeter wurde mit 7 bis 9 Mk. verkauft. Reisholz war verhältnismäßig billig, der Raummeter wurde für ca. 60 Pfg. zugeschlagen. Spare wo Du kannst! ^Nachdruck verboten.) Gut und doch billig haushalten, das ist das Ideal jeher tüchtigen Hausfrau und wo, ohne sich irgend etwas abzuziehen, gespart werden kann, da ist sie gleich zur Stelle. Sparen kann man nun sehr viel durch die Einführung der Selbstbäckerei im Haushalt, wenn auch naturgemäß nicht alles selbst gebacken werden kann. Zunächst macht das Selbstbacken jeder Hausfrau Freude, aber vor allen Dingen weiß sie auch ganz genau, was sie genießt und welchen Wert für die Ernährung das von ihr selbst Gebackene hat. Das Backen mit Hefe nimmt viel Zeit in Anspruch, auch ist die Anwendung von Hefe für unsere Gesundheit schädlich, denn bei her durch Hefe eingeleiteten Gährung bilden sich stets organische Säuren, vornehmlich Milchsäure, welche dem Brote einen mehr oder weniger sauren Geschmack verlechen und sehr häufig im menschlichen Körper, besonders bei Personen mit schwachem Magen, Verdauungsstörungen Hervorrufen. Es wurden nun im Laufe der Jahre eine ganze Anzahl mehr oder weniger brauchbarer Backpulver als Ersatz in den Handel eingeführt, welche jedoch alle an dem Uebel- stand litten, daß sie im Verhältnis zur Hefe zu teuer waren. Ein Päckchen Backpulver zu 10 Pfg., ausreichend für ein Pfd. Mehl, war zu kostspielig, um eine allgemeine Verwendung zu gestatten. Man gebrauchte eben Backpulver meist nur bei besonderen Gelegenheiten, wenn matt sich etwas AußergewöhnlichxS M Gute thuu. wollte. Heute ist auch dieses Hindernis behoben. Die Fabrik chem. Pharmazeut. Präparate von Arnold Kürten in Solingen bringt neuerdings unter dem Namen Ambabackpulver in Paketen zu 10 Pfg. ein Präparat in den Handel, welches nach dem Urteil von vielen hundert erfahrenen Hausfrauen an Güte und Triebkraft alles bisher oagewesene übertrifft, dabei im Preise um mehr als die Hälfte billiger ist, da ein Päckchen ausreicht für 2—4 Pfd. Meyl, je nach Schwere des Teiges. Dieser billige Preis ermöglicht auch die Anwendung bei leichten Pfannenbäckereien, der sog. Hefeküchelchen, nur muß hierbeid^ achtet werden, daß man dieselben auf der er|'ten,^nte nicht allzulange backen läßt. &ie mit Ambabackpulysr her- gestellten Backwerke werden äußerst locker und wipd dadurch die Verdaulichkeit derselben ungemein erhöht./ Vergleicht man diese vortrefflichen Eigenschaften des Ambabackpulvers mit den schädlichen Eigenschäften oer Hefe, sowie den Zeitverlust beim Backen mit der letzteren, so wird sich in Anbetracht des billigen Preises auch gegenüber den bisherigen Backpulvern keine tüchtige, rechnende Hausfrau mehr besinnen, welchem Auftreivungsmittel sie von jetzt an den Vorzug geben wird. Ter billige Preis des Ambabackpulvers ist nur dadurch möglich, daß sich die Fabrik in der Hoffnung auf großen Absatz mit ganz geringem Nutzen begnügt. Um sicher zu gehen, daß man nicht den doppelten Preis zahlt für womöglich weniger gute Ware, verlange- man ausdrücklich „Amba" und achte auf die weltbekannte Fabrikmarke „Zwillinge" auf den mal-Arn ^.«backpulver- Bäckchen. Gewiß wird manche Hausfrau Zweifel Legen und es füt unmöglich halten, daß das nicht halb fb teure Ambabackpulver ebenso gut, ja noch betfor/ein soll, als die bisherigen. Um daher jederHailsfrau Gelegenheit zu geben, selbst zu prüfen und üdfauS eigener Anschauung und Ueber- zeugung em^Urteil zu bilden, erklärt sich obengenannte FabrikArsiold Kürten, Solingen, hierdurch gern bereit, jedex^Hausfrau, welche unter Bezugnahme auf diese Zeitung JkS Ende dieses Monats den Wunsch äußert, ein Paket Ambabackpulver gratis und franko zum Versuch zu übersenden. Als Ersatz für die benutzte Postkarte sendet die Fabrik eine schöne Ansichtskarte mit Deutschlands höchster Brücke bei Müngsten. Eine Anzahl für den sparsamen Haushalt berechneter, approbierter und bewährter Rezepte werden in den Geschäften umsonst verabreicht, auch vom Fabrikanten gratis und franko zugesandt. Selbstverständlich kann aber Ambabackpulver auch zu allen anderen guten, von den verschiedensten Seiten veröffentlichten Back-Rezepten verwendet werden, nur mit dem Unterschiede, daß ein Päckchen Ambabackpulver für zwei Pfd. Mehl reicht und trocken mit dieseni gemischt wird. Man hat also bei denjenigen Rezepten, bei denen ein Psd. Mehl angegeben ist, nur nötig, ein Päckchen Ambabackpulver in zwei Hälften zu teilen, niemals aber thne man des Guten zu viel, und nehme ein ganzes Päckchen auf ein Pfd. Mehl, da man hiermit etwas ähnliches Hervorrufen würde, aß wenn ein Gericht gründlich berfal^ wird. £373 8176 Bei grösserer Abnahme Rabatt. Prompter Versand nach auswärts £oui$ lind Weinhandlung. Kirchenplatz 10. hen Kircht. fr i reiferen Un t Zeil hierzu to n katholische!!^ lebergetretener. letzteren Füll, ng in der heur udenswechsel» ältere Tarne 1 ie Mittagszeii u chwerer llnfllü’ rbeüender 2c6 en Slolklveriei' ,e§ in die M Setzungen erliL- lh seiner an- - der am 18. asmitglie- t, Mhleubeilp A . Ä e in unjerer^ ten. MSP mietet wM.f- Verhältnis^ Big. zuge^d- SSL ,11, b,ek LE ft« sendet d>e A 'Mer s-lti-A ft# EL ii «vejü6 Illi. EI“5 »iOtae, peitmbet Hu R^nferenr ül r£n' geht mir I ^rozesan-Kintt- K® ergänzende r, lungitcn Ber^ palt und das - Ra zwei reute definitive'-- 'n der Umbiix- I^erhältnissen i. "es Interesse mit Sicherheiti Entsatzes >ie Kirchensteuer h-Geistlichkeit x. aoleiben sollte,: eren Beamtend Aß des Tiöze iltig auf 6 m wesentlichen i ht, die der Ih ft nimmt, ist st._ icht ausgeschlosjn n anlangt, ist v. i Gewicht salleck t Diese Gebühre- ozent der direkte Zubilligung da 6.50 Prozent La rigcns ityen da denken entgegen! ung des Papstes. 1 bischöfliche ibtmu. roi: hen mögen, f; illftrnbig beii«:: lld) om 5» rfl^ant ts Immen: R?t Re etoajog^ Lmatfcv' fn.to' wo biek W P«> 15 Ä! Bekanntmachung. Tie Benutzung des Schweinemarktplatzes und verschiedener Liderer Plätze zur Förderrlug des in der Lahn gewonnenen Eises 1 s Ü für den lausenden Winter Samstag den 21. Dezember, vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. Dezember 1901. 8271 Großyerzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung, betreffend: Tie Erhebung des vctrois von Getränken in der Provtuzial-Hauptstadt Gießen. Nach Beschluß der Stadtverordneten-Bersammlung wird mit Genehmigung Größt). Ministeriums des Innern die Erhebung des Octrois von sämtlichen Geträirken vom 1. Januar 1902 ab den städtischen Octroihebestellen überwiesen. Tie von auswärts eingesührten octroipslichtigen Getränke sind daher vom genannten Zeitpunkte ab wie die übrigen octroi- rsüchtigen Gegenstände von den Einbringern an derjenigen Octroi- bebestelle, an welche sie zuerst gelangen, ober welche der Be-- 5ausung, in welche das Getränk eingesuhrt werden soll, zunächst liegt, anzumelden und sofort zu versteuern. Tie mit der Eisenbahn eingehenden octroipsüchtigen Getränke fi:nb sofort bei der Einfuhr vom Bahnhose in die Stadt von den Empfängern ober beren Beauftragten (Spediteuren, Tienstmännern, Dienstboten u. bergt) an den Hebestellen Seltersthor ober Neu- städterthor anzumelben unb zu versteuern. Rann bte zu ver- titeuembe Sache bei ber Einfuhr nicht nach Art und Menge genau angegeben werden, so erhält der Einbringer einen Transportschein, welcher vvm Empfänger binnen 2 Tagen unter Vorlage der be- messenden Frachtbriefe, Faßlisten, Rechnungen u. dergl. zwecks Fest- beüung der alsbald zu entrichtenden Abgaben an derjenigen oebestelle, welche den Transportschein ausstellte, einzureichen ist. Äei verspäteter Vorlage der Transportscheine und bei verspäteter Zahlung der Abgabe tritt wie seither Ordnungsstrafe von 1 bis » Mark gegen den Empfänger ein. Von dem im Octroigeviete hergestellten Branntwein und Bier auirb bas Octroi aus Grund der von Großh. Hauptsteueramt ließen geführten Bücher und Register nach Ablauf eines jeden Kalender-Vierteljahres durch den Octroi-Injpektor festgesetzt und l,ur Erhebung an die von uns bestimmte Octroihebestelle überwiesen. Das von den Wein- und Obstwein-Produzenten, den Wein- und Branntwein-Großhändlern zu entrichtende Octroi wird ebenfalls durch den Lctrol-Jnspcktor auf Grund der bestehenden Be- limmungen nach vorheriger Kontrollierung der hergestelltcn Mengen .-)ber nach vorheriger Prüfung ber eingereichten Buchauszüge über :>en Verkauf innerhalb bes Octroigebietes festgesetzt und zur Erhebung an die von uns bestimmte Octrochebestelle überwiesen. Gießen, den 18. Dezember 1901. 8268 Gcoßherzogltme Bürgermeisterei Gießen. ______ _________I. V.: Wolff.________________________ Bekanntmachung. Im Anschluß an die amtliche Bekanntmachung des städtischen Gas- und Wasserwerkes, betreffend der zu «reffenden Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Gas- mnd Wasserrohrleitungeu, der Aborte re., gestatte ich »mir, falls dennoch ein Austauen bezm. Reparieren oder Erneuern von Eisen- sowohl wie von Bleirohrleitungen «erforderlich werden sollte, meine aus das Beste eingerichtete Rcparaturwerkstätte für Installation ganz ergebenst zu mrpsehlen. Schnellste Bedienung wird in allen Fällen von mir ijugesichert. 6265 Hochachtungsvoll Georg Appel, JchllatioMWst, Fernsprecher 243._______________ Löweugasse 20. KicinKinder-Aewal-ranflalt. Am nächsten Sonntag, dem 22. Dezember, soll, wie seither angekündigt wurde, die Ehristbescherung unserer Anstalt gehalten werden. Nachmittags 81/« Uhr findet zunächst in der JohanucSkirche eine kirchliche Feier statt, die zugleich als Gemeindegottesdienst gehalten wird. Nachher werden in der Älcinkinderschule den Kindern ihre Gaben beschert werden. ®Zu der kirchlichen Feier in der Johanneskirche laden wir die e Gemeinde freundlichst ein. Zu der Bescherung in der Anstalt t können wir, außer den Angehörigen der Kinder, wegen des lehr beschränkten Raumes leider Niemanden einladen. Alle, die uns zur Ehristbescherung für unsere 220 Kinder noch Gaben zuerkannt haben, bitten wir, dieselben baldigst an die Vor° standsdamen gelangen zu lassen. Gießen, den 17. Dezember 1901. 8231 Der Vorstand der Sleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Nauman n. WoüspiMktti ©rorjfnljaniintr bet Lauter Mederlage in meiner Wohnung Grünberg, Marktplatz (int Hause des Herrn Ludw. Stein), empfiehll sich zum Kämmen u. Spinnen von Wolle unter billigster Berechnung. Strickgarne in allen Farben billigst. L tri «klumpen nehme tu Tausch. 8074 Albert Godosar. = fesztemSvtel = neue, große Ausways, von Mk. 3.50 an. Ernst Bloedner, giss Seltersweg. FQr Weihnachts-Geschenke empfehlen wir zu billigen Preisen: 78) Bett-Damaste Handtücher Wollene Schlafdecken Damen-Wäsche Weisse Hemdentuche Tischtücher, Servietten BaumwolL Schlafdecken Herr en-Wäsche Weisse Leinen Gläsertücher Kinder-Wäsche Biber-Betttücher Weisse Halbleinen Bettüberdecken Steppdecken Flanell-Hemden W?isse Piques Taschentücher jeder Art in Leinen, Halbleinen und Baumwolle. Partie-Taschentileher in Reinleinen ausserordentlich preiswert. Kragen, Manschetten Bett-Kattune Damen-Schürzen Echte Bettzeuge faM: Elegant gestickte Monogramms zum Aulnähen. Kinder-Schürzen B Schürzenzeuge Teppiche und Vorlagen Fertige Bettwäche Zier-Schürzen Baumwoli Flanelle Tischdecken Haus-Schürzen ünterzeuge Reste aller Artikel bedeutend unter Preis. Bahnhofstr. 54. C. Röhr & Co Bahnhofstr. 54. Rotweine: Telephon 119. versand nach auswärts. pr Fl. 60 Pfg. . SO . so . 120 120 Ital. Rotwein . . Marca Italia . . Ingelheimer . . . Oberingelheimer . Bordeaux-Weine von pr. Fl. 6u Pfg. 70 , 76 , 90 , SO » 100 , 120 » Weissweine: Laubenheimer .... Oraacher ..... Oppenheimer .... Ze'tinger . . . . . Niersteiner . , , » . Dürkh. Feuerberg . . Rüdesheimer .... ffin Kistchen W:ih«chlsCis«rrkii sollte für keinen Raucher in der Familie unter dem Weihnachtsbaum fehlen. Jeder Raucher wird ein Kistchen Cigarren als Weihnachttzabe mit Freuden begrüßen. Sie erhalten solche in schönen Packungen von 25, 50 und 100 Stück schon von Ml. 1.25 an und höher in bekannt guten Qualitäten in dem Eigarreu-Geschäft von Richard Buchacker, s»eueubäne 11, gegenüber der Weidengaffe. Hervorragende Backart. ^^0001 ff. Blütenmehl 5g f 10 Pfd. Mk. L50, 5 Pfd. Mk. 0.80. Hochfeinstes Diamantmehl 25 Psd. Mk. 4.25, 10 Pfd. Mk. 1.75, 5 Pfd. Mk. 0.90. Kem. Kucker, per Psd. 32 Pfg. Haudgewählte Bari-Mandeln, per Psd. 80 Pfg. Coriutheu per Psd. von 36 Pfg. on,| schöne, Rosinen „ „ , 46 „ , saubere Sultauiueu „ , „ 55 , w s Qualität. Cürouat, Orangeat, Citroneuöl, Rosenwasser, Wachs, Oblaten, Backpulver, Traubenrosineu, Prinzeßmandelu, Almeria - Trauben, Mandarinen, Apfelsinen, Citrouen, Maronen. Süssrahm-Margarine per Psd. so Pfg. Palmin per Pfund 65 Pfg. Garantiert reines Schweineschmalz per Pfd. 64 Pfg., 5 Pfd. ä 62 Pfg. . Gebrüder Berdux , Bahuhofstr. 27. Liudenplatz 12. Sorgfältigste und prompte Bedienung frei Haus._____8253 !!!Ur WeihuHen nnö Lylveßerük lebende Spiegelkarpfen LL lebende Aale, Schleie re. Lebeudsrische Hechte, Zauder, holländische Schellfische, Nabliau, Schollen re. Ferner empfehle Orangen, Datteln, Feigen, Nüsse, hochfeine Puuscheffeuzeu, Rum, Arrak und feinste Liköre. Alle Sorten Obst- und Gemüse-Konserven in nur bester Ware empfiehlt billigst 8261' J. M. Schulhof, S»Lt Gefällige Vorausbestellungen erwünscht. • Prompter Versand nach auswärts, Für die Feiertage empfehle als preiswerte ^ischweine Frische Fluß- und Seefische. 86T Christbaum Lichter in Stearin, Wachs und Parafi« zu äußerst billigen Preisen offeriert Emil Bender, Aeustadt 53. _______Günstigste Gelegenheit für Wiederverkäufe-. 8070 für twpfindliihe haut das Beste. - Mildeste Kiaderseift. Reine überfettete Toilelle-ielt-Seife das Stuck 25 Pfennig, Karton ä 6 Stuck Mk. 1.25 empfiehlt Adolf Bieler, Victoria-Drogerie 5 Marktstraße 5. 8089 MW siik liWlhjlkil' " Frühere Firma: G. Neidlinger. 8202 Singer Singer Singer Singer Singer Nähmaschinen Nähmaschinen Nähmaschinen Nähmaschinen Nähmaschinen sind mustergültig in Konstruktion und Ausführung, sind unentbehrlich für Hausgebrauch und Gewerbe, sind die meistverbreiteten in Fabrikbetrieben. sind rmübertroffen in Leistungsfähigkeit und Dauer, sind vorzüglich geeignet für die moderne Kunststickerei. Singer Ko. Mähmaschinen Mt. (Ses., Bahnhofstrasse 4 Welt - Ausstellung Paris 1900 „Grand Prix“ Höchste Auszeichnung! Unentgeltliche Unterrichtskurse in allen häuslichen Näharbeiten, wie in moderner Kunststickerei. Lager von Stickseidc in großer Farbencurswahl. Elektromotoren für einzelne Maschinen zum Hausgebrauch. Die Singer Nähmaschinen find mustergiltig in Konstruktion, leichter Handhabung, Schönheit des Stiches, sowie größter Tauer, wie unsere Konkurrenz dadurch anerkennt, daß sic dieselbe» bis aus den heutigen Tag nachbaut. Au dieser Thatsache können auch die eifrigste« Bemühungen, die Singer Maschinen hcrabzusetzeu, nichts ändern. Hur das Gute wird nachgemacht! ... __— ÜetaiBpreis per Stück 6 Pfennig ®» w- topeziaiitat. ■«» Vgrstenlanden - MadaiCigarre Bel grösserer Abnahme p | ^.-.U für Wiederverkäuler Vlvl 1 WUllUI lUU Preisermässigung. s Marktplatz s. Für den 7794 Fabrikant-: Ballseide, 8KB rc. 8223 gerstraese. G2- b. H.e G.m. FRANKFURTaM praktisch und leicht anbringbar in Effen o 8204 s- sowie ra 7678 Koufett ) II III IV «.so 8.20 4.50 Installation für 6as u. Waifer moderne Belenchtungskörper Klofet- und Badeeinrichtungen man verlange Koffenankhlag Weih- Gesell- .Import» schäft Große Auswahl in Ehokolade und BonbouS. Flaschen ä 20, 30 u. 50 Pfg. 1 Liter — Mk. 1.50. Als passende 8181 Weihnachtsgeschenke Wildleder-, Krimmer- u. Tricot-Handschuhen Shlipse, Herrenwäsche, Tricotagen. Serie IV: Rongeaut, 3 Jahre Garantie, Serie V: Celephon 243 Qi ESSEN IröwengaHe 20 Granaten, CoralRen und Double- Schmucksachen. Miea/lgemelMiebfen Tischweinmarken undDessMweineder 5)5UtSchj$eHisdiMI A. & 6. Wallenfels, MarktpUu. Vertreter: Chr. Ludwig Thomas Bahnhofstrasse 37. in Vorsteckern, Schleifen, Chiffon- n. Federboas Spitzenkragen, Mieder-Gürteln, Schleiern Korsetten, Schürzen, Taschentüchern, Kopfshawls, Schulterkragen, woll. Westen Pelz-Muffen und Kolliers Prima Ziegenleder - Glace - Handschuhen Versilberte Waren in großer Auswahl aus der Württemb er gischen Metallwarenfabrik in Geislingen. Parketi'ünoleDin-IöbelwiehBe in Dosen ä 75 Pfg., Mk. 1.25 und Mk. 2.40. Hochglanz-Ofenlack, wohlriechend, in Flaschen ä 40 Pfg. Kaiserlack für Fussböden 1 Kilo-Dose Mk. 2.30. Terpentin- VV achsbeizen in nussbaum, eichen, schwarz, grün, ä. Flasche 50 Pfg. Feine chinesische Firnisse in allen Farben, ä Flasche 25, 50 und 75 Pfg. Farbige Emaillelacke, Möbelpolitur, Lackbroncen, Chevreau-Hochglanz-Pasta und wasserdichtes Lederfett sind bekannte, vorzüglich bewährte Spezialitäten von W. Kilbinger, Löwendrogerie. 8185 Selbstspielende Musikwerke von 20 Mk. an. Goldwaren: Fugenlose Trauringe in 585 und 333 r. Gold, (gesetzlich gestempelt) Damen-u. Herrn-Uhrketten, Ringe, Colliers, Arm- Korbsessel, Stroh-, Rohr- n. Pateutfitz-Stühle Küchen- und Klavier-Stühle W nnö nieöete KinöerstShle, Ämph-KlirpMel empfiehlt billigst die Wlschrckerei non Philipp Henkel 7850 14 Sonnenstratze 14. BicKer-jtde. Hiesige Brauerei t)dt noch täglich 100 Liter js. Back-Sefe billigst abzugeben. Anfragen unt. Nr. 8245 an die Exped. d. Bl. -.85- 1.— 1.15 1.30 1.40 2.- 2.- Bei dem jetzigen hohen Stande der Salnrbütierpniie empfehlen sparsamen Hausfrauen als besten Ersatz Ihr htnrbnfler Vilello- Als billiges Präsent offeriere ein größeres welche beim Umzug, bei der Quantum Fabrikation re. kleine, zum Teil Kaum bemerkbare Fehler «ht-ll-n. znr Hälfte sonstigen Preises. Schirmfabrik M Levi. iS.B. Unter obigen Schirmen befindet sich eine größere Anzahl bänoer, Brocken, Ohrringe, Anhänger, Manschetten- u. Brust-Knöpfe, Kravatten- nadeln, Medaillons Julius Schulze Kreuzplatz empfiehlt in reicher Auswahl: Silberwaren (800/1000 gestempelt), Tafelbestecke, Kaffeelöffel, Becher, Pokale, Serviettenbänder, Stock- u. Schirm- Griffe, fertige Stöcke. Die so beliebten echten Nürnberger Lebkuchen aus der ältesten Lebküchnerei von Georg Goetz-Nürnberg empfehlen zu den billigst. Preisen Hebrüder Adami, Mäusbnrg 14. 7726 ^le^II-^uiÄiiikiun „Fulmenol putzt alle Metalle sofort spiegelblank^s.chmieifl nichl, greift nicht an und ist sehr . ■ sparsam [das Kleid 12.50 Mk. früher Meter Mk. 3A0. empfehle mein großes Lager in: Uhren für Damen und Herren in Gold, Silber, Stahl, Weißmetall und Nickel, Regulateure,Freischwinger, Tisch- und Wanduhren, sowie Wecker. Feinste Toilettebnrsten Feinste Toilettekasten in Schildpatt re. empfiehlt billigst 8122 H. Tichy, SeUrrsweg 43. Margarine hergestellt aus ff.Rinderfett frischem Eigelb und pasteurisierter Sahne Gebr. Adami, Mäusburg. Gebr. Berdux, Bahnhofstrasse. Frau Kath. Eile, Stein strasse. Adolf Geisse, Seltersweg. Wilh. Haas, Bleichstrasse. Robert Hecker, Brandgasse. Emil Kalbfleisch, Marburgerstr. Frledr. Kopp, Bismarcketrasee. Adolf Lenhard, Frankforterstr. Conr. Roth II. Nachfl., Woll- thoretrasse. Adolf Rörlg, Krofdorferstrasse. Joseph Seele?, Ludwigsträsse. Joh. Seibel, Ludwigsplatz. Carl Seibel, Frankfurterstrasse. Trageser & Maler, Grünbor- Farbige Damasses 3^ti reine Seide, dunkle Farben Serie II: Marke Gloria . Mk. Marke Gloria extra , Marke Perla d’ltalia „ Marke Flora . . „ Marke Chianti . . „ Marsala . . . Vermouth dl Torino . drehöare Gckhardt'sche ßhrisiöaumständer Wechnachtslieder spielend, Chriftbamttgärtchen re. empfiehlt in großer Auswahl 8005 «I. H Fuhr, LmeMe 25. Efldwig Dill Konditorei Wen — Marktstrch 32 für Wiederverkäuser Spkzilllitlit Christbanm- Konfett Anis- und Bnttergcbäck Leb- nnd Honigkuchen Makronen- und Ehokoladen- Schurzen aller Art in denkbar großer Auswahl empfehlen billigst 6893 L. Söhr & Co. das Kleid 15 Mk. M Blusen-Reste 5S knappen Matzes, ganz besonders billig. Kleine Reste, 1Ä Carl JVowacK Wodewarenhaus Seltersweg 85. Seltersweg 85. Ratten, schnell u. sich. Freybergs (Delitzsch) Delicia-Rattenknchen Menschen,Haustieren u. Geflügel unschädlich. Man verl.stets Freybergs Dellcla-Ratteokuohen. Vorrätig in Dosen zu 0,60 und 1,00 Mk. bei Otto Schaaf u. in d. Hirsch- Apotheke, Giessen. 2750 Neuheiten in lebendem Christbaumschmud; Unzerbrechlich, nnverbrennbar bewegt sich von selbst durch die Lichtwärme sowie alle Arte« Wristöaum-Werziermrgen in Glas, Lametta, Christbanmschnee. Liohthalter Christbaumständer 10 Proz. Rabatt gewähre biS Weihnachten gegen Barzahlung auf sämtliche fertigen Schuywaren sw in Leder nnd Filz. 8113 Ernpfehle gestrickte Winter-Laves- und Gummischuhe. Friedrich Magnus, Wtidenzasselü. das Kleid 18." Mk. früher per Meter Mk. 8—3.50. Der Stadtauflage der heutigen Nummer liegt, soweit der Vorrat reicht, ein Prospekt der Verlags-Buch" und Kunsthandlung von Emil Roth in Gietzen bei. Wir empfehlen den Prospekt, welcher eine Reche der besten, zu Weihnachts- usw. Geschenken geeigneten Werke enchält, der besonderen Beachtuna unserer verehrten Leser. 6260 „ 4 „ 4 , 4 , 4 habe ich eine große Partie Seidenstoffe im Preise ganz beöeutcnii errnStzigt. Serie I: Bengalins, t6me *roc*'} u 10-12 Serie III: Taffet, } d-Ew 12-15 Billige Preise, prompte Bedienung, reelle Garantie. Reparaturen und Gravierungen werden rasch und gewiffenhast preiswchck ausgeführt. D. Kamliika Juwelier u. Uhrmacher Marktplatz 18. Blusen-Selden Serie I Bluse, 4 Meter für Mk. 2.— wird hiermit ganz besonders aufmerksam gemacht; dieselben find zu vorstehenden Preisen in Originalfüllung zu beziehe« iu Gietzeu durch: Gebr. Adami, Mäusburg 14, L. Kalkhof, Kolonialwaren, N. Kilbinger, Seltersweg, C. 6. Klelnhenn, Bahnhofstraße 59, Eberh. Metzger, Kolonialwaren, Gebr. Michel, Wallthorstraße 29, A. &.G. Wallenfels, Marktplatz21, Christian Wallenfels, Marktplatz 17. 8064 IS" Die Selbstabfüllangen der Herren Depositaire sind entsprechend billiger. Man ver- laneeausführl. Preisliste. 9C Emil Fischbach Giessen. Backzuthaten in bekannter bester Qualität billigst.