Nr. 273 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Mittwoch 20. November 1901 Erscheint täglich nut Ausnahme des Montags. Die Gießener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dein .Hess. Landwirt" und den .Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Erpeditiov und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechanschlußNr.51. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v '** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeig« au der für den folgenden Sag erscheinenden Nr. bis vorinlttags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt- lungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pft auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Veo» lag der Brüh l'schen Unioersitats - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. KeKanntmachung. Die Faselmarkt-Kommission zu Butzbach beabsichtigt mit dem am 13. März k. I. dortselbst stattsindenden Faselmarkte eine Verlosung von Fasel, Rinder, Schweinen, Geflügel, landwirtschaftlichen Geräten u. s. f. zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 11000 Lose zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und abzüglich eines Betrags von 300 Mk. für die Prämiierung mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Großh. Ministerium des Innern hat zugleich den Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet. Gießen, den 15. November 1901. .Großherzogliches Kreisamt Gießen, .v Bechtold. Aus Koöurg weiß ein gewöhnlich gut unterrichtetes Berliner Blatt u. a. folgendes zu erzählen: .... In der Ehrenburg, einem uralten, im Laufe der Jahrhunderte vielfach modernisierten Monumentalbau von zwar würdig verwittertem, aber ungemütlichem Aussehen, residiert der Regierungs-Verweser, der Erbprinz Ernst au Hohenlohe-Langenburg. Der Prinz, dem das schwierige Mandat zufällt, die Regierung während der Minderjährigkeit des Landesherrn, des Herzogs Karl Eduard, zu führen und sie dann in die Hände des rechtmäßigen Besitzers zu legen, ist eine sympathische Erscheinung. „Könnten wir ihn behalten!" sagen die Koburger, die durch die häufig wechselnde Thronfolge der letzten Jahre ein wenig unsicher geworden" sind, wem sie denn eigentlich an gehören. Der älteste Sohn des Statthalters von Elsaß- Lothringen nimmt es ernst mit seiner Sache; er hält sich nicht nur „Regierens Halver" in Koburg auf, sondern er arbeitet wirklich vom Morgen bis zum späten Wend. Während der so früh verstorbene Herzog Alfred trotz seiner liebenswüroigen Formen niemals rechten Boden im Volke fassen konnte, das in ihm nur immer den englischen Admiral sah, genießt der Regierungsverweser den Kredit eines echt deutschen Mannes, dem unbedingtes Vertrauen entgegengebracht wird. Seine Lebenshaltung ist in der Hauptsache bürgerlich, wie er auch die Zivilkleidung nur bei besonders militärischen Anlässen imt der Uniform vertauscht. Aber auch dann läßt er nicht viel mit sich her. machen. Unlängst bei einem Kriegerverein zu Gaste, war ihm ein besonderer Ehrentisch reserviert worden. Er lehnte das entschieden ab und setzte sich, mit seinem Adjutanten mitten Unter die Versammlung, was ihm die leicht begeisterte Bevölkerung hoch anrechnet. Man sagt von dem Regenten, daß er ein ebenso guter Jurist, wie feiner Diplomat sei. ... Er hat es auch gutem Vernehmen nach übel vermerkt, daß sein Besuch am Potsdamer Hof weiten Kreisen bekannt geworden ist. Seit dieser Zeit legen sich die Hofkreise eine doppelte Zurückhaltung auf. Auch das Herzogliche Hvfmarschallamt, das mit Anfragen aus aller Welt überschüttet wird, beobachtet diese Reserve. Man dementiert nicht, aber bestätigt auch nicht. Nur ein Achselzucken. . . . Im Palais des verstorbenen Herzogs Alfred, der „Edin- burg", geht es zur Zeit recht still zu. Die rumänischen Herrschaften haben ihren Aufenthalt entgegen dem ursprünglichen Programm abgekürzt und sich nach Sigmaringen begeben. Prinzeß Marie, die älteste Tochter des herzoglichen Hauses, die seit acht Jahren an den Thronfolger Ferdinand von Rumänien vermählt ist, gilt als ein erklärter Liebling der Koburger. Die Prinzessin verfügt über die schöne Gabe des Hnrnors und war von jeher das lustige, belebende Element am Hofe. Die Sympathie für die Frau Erbprinzessin hat sich auf ihren Sohn, den kleinen Prinzen Karl, übertragen, den Die Mutter in erklärlichem Stolze überall auf Spaziergängen und Ausfahrten mitnimmt. Das drollige Prinzlein hat unlängst im Theater durch sein fröhliches Knabenlachen sogar einem Lustspiel zu gesteigertem Heiterkeitserfolge verhalfen. Im Ahnenschlosse weilt zur Zeit die Herzogin-Witwe Marie mit ihren Töchtern, der Großherzogin Viktoria von Hessen und der noch unvermählten Prinzeß Beatrice. Die Tochter des Hauses, Großherzogin Viktoria von Hessen oder Melitta, wie sie mit ihrem Mädchennamen nach alter Gewohnheit hier genannt wird, . - » hat, wenn die Koburger Chronisten zuverlässig sind, eine besonders sorgfältige und strenge Erziehung gehabt, so daß der Posten ihrer Gouvernanten kein leichter war. Die Frau Großherzogin offenbarte während ihrer diesmaligen Anwesenheit in der Oeffentlichkeit, bei Bazaren, im Theater rc. stets eine gute Stimmung. . . . . Die Trauer um Herzog Alfred ist erst! vor kurzem ab gelaufen, Festlichkeiten sind nach Lage der Sache vor der Hand ausgeschlossen. Eine eigentliche Hofsaison haben hie Koburger seit langer Zeit nicht gehabt. Der Landesverweser ist ohnehin kein Freund unnützer, Aufwendungen: er hält gehörig den Daumen auf .den Beutel und spart, wo 6r nur kann. So sind jetzt mehrere Hofämter in einer Hand bereinigt, und auch das des Hoftheater-Jntendanten wird durch das Oberhofmarschallamt verwaltet. Herzog Karl Eduard wird dank dieser planmäßig auf Einschränkung des Hofetats gerichteten Finanzwirtschaft dereinst wohlgeordnete Verhältnisse vorfinden. Der junge Herr, der häufig von Groß-Lichterfelde, wo er zu seiner militärischen Ausbildung weilt, nach Koburg kommt, hat sich schnell die Herzen erobert. Die Damen namentlich sind von dem Landesherrn, den die Husarenunisorm allerliebst kleidet, ganz entzückt. Herzog Karl Eduard repräsentiert bei Hofe die Jugend, ein glückliches Los, das er mit der unvermählten Tochter Herzog Alfreds, seiner Altersgenossin, der 17 jährigen Prinzeß Beatrice, teilt — dem Prinzeßchen Baby, wie die Koburger in ihrer familiären Ungezwungenheit sagen. Die Prinzeß, die immer lustig und guter Dinge ist, beteiligt sich an allen Wohlthätigkeitsbestrebungen und hat erst vor einigen Tagen auf einem Baz^r mit großem Erfolge die Verkäuferin gespielt. Als Seniorin des herzoglichen Hauses, fern vom Gc> räusch des Tages, doch alle Vorkommnisse genau verfolgend, lebt auf Schloß Kallenberg bei Koburg die Herzogin Alexandrine, die Witwe Herzogs Ernsi II. Die jetzt 81jährige Dame bringt allem, was in ihrer guten Stadt Koburg passiert, hohes Interesse entgegen, unterstützt alle Wohlthätigkeits- akte, erscheint aber selbst wegen ihrer zunehmenden Gebrechlichkeit nicht mehr in der Oeffentlichkeit. Vor einiger Zeit hatte die Frau Herzogin, eine geborene Markgräfin von Baden, die Freude, das großherzogliche Paar von Baden auf ihrem stillen Witwensitz als Gäste zu sehen. Die Herzogin-Witwe stellt mit dem herzoglichen Hose in Koburg in enger Verbindung. Das Znsteröurger Duell vor dem Kriegsgericht. Insterburg, 18. Nov. Vor dem Kriegsgericht der zweiten Division wurde heute über die Jnsterburger Duellangelegenheit verhandelt. Oberleutnant Hildebrand, der den Leutnant Blas- kowitz erschossen hat, wurde wegen Zw eika mpfes mit tödlichem Ausgang zu zwei Jahren Festung und Leutnant v. Groddeck wegen Kartelltrageus zu fünf Tagen Festung verurteilt. Den Antrag des Verteidigers, ein Gnadengesuch an den Kaiser zu richten, lehnte das Gericht ab. Nach der Verlesung des Eröffnungsbeschlusses, welcher auf Tötung im Zweikampf und Kartelltragen lautet, wird verkündet, daß die Oeffentlichkeit ausgeschlossen sei. Unter Strafandrohung wird den Journalisten zur Pflicht gemacht, über die Art der Thätlichkeiten und Beleidigungen zu schweigen. Hildebrand sagt aus: Wir kamen mit fünf Kameraden am 31. Oktober früh vier Uhn aus dem Arttlftrie- lasino im Dcmfich.'u Hans und fanden /''-dee-Reitt' chw- htraHe in einer Thüröfinung hockend und schnarchend, einen Offizier, den wir anfänglich für einen eingeschlafenen Nachtwächter hielten, machten Witze, erkannten, aber Blaskowitz und beschlossen, ihn nach Hause zu bringen. Raßmussen gab die Junggesellenwohnung des Blaskowitz an; dieser war anfänglich äußerst schwer zu behandeln. Er war mehr schlaftrunken als betrunken, ermunterte sich bald, konnte in der Nähe der Post schon wieder allein gehen, suchte sich hier seiner Begleitung zu entziehen, wurde aber zurückgeholt und nach der Albrechtstraße 5 gebracht, und zwar von Oberleutnant Hildebrand, Splettstößer und Leutnant Raßimissen. Dort kam es £U Thätlichkeiten im Hausflur (auf Einzelheiten muß wegen Schweiggebvts verzichtet werden). Aas Museum des Vberhesstscheo Gtschichtsvkrcivs. Ein Rundgaug durch die neu hergerichteteu Räume im alten Rathause zu Gießen. IL Nach der Straßenseite des Saales sind die Münz- ammlungen ausgestellt, und zwar die vom Oberhessi- chen Geschi-chisverein angelegte, und die von den Erben >es verstorbenen Dr. med. Klewitz erworbene. Zu letzterer hat in dankenswerter Weise die Stadt Gießen seinerzeit einen namhaften Beitrag gespendet. Während die Vereinssammlung Münzen und Medaillen der verschiedensten Länder aufweist, birgt die Klewitz-Sammlung Sonderheiten von Hessen, Fulda, Frankfurt, Solms und verwandten Gebieten. In Fortsetzung sehen wir die An si ch te n von Gießen und Umgebung vom 17. Jahrhundert an bis zur Neuzeit, sowie viele auf die Stadt Gießen sich beziehende Stücke. Bilder von Syndicis und Bürgermeistern sind mehrfach vertreten, desgleichen volkstümliche Persönlichkeiten, wie Kirchenrat Engel und der Mitbegründer und eifrige Förderer des Museums Prof. Dr. Otto Buchner. Auf die Münzen, die sich hauptsächlich auf Festlichkeiten in her Stadt Gießen beziehen, sei aufmerksam gemacht. Es folgt nun ein Schrank mit altem Porzellan Bauerntellern, Glaswaren, Schnitzereien, >er in seiner Art hervorragende Stücke enthält. Haupt- ächlich hessische und nassauische Töpferware ist vertreten, mrunter Kelsterbach, Rüsselsheim, Marburg. Eine sehr wertvolle von Troger-Nürnberg (18. Jahrhundert) geschnitzte Figur eines Bettlers fällt durch ihre Formvollendung auf. Für Gießen bieten die vier geschnitzten Figuren mit zugehöriger Bezeichnung, in der Tracht der Picardie besonderes Interesse. War es doch ein französischer Soldat, Schweizer von Geburt, der dieselben in her Behausung eines Gießener Bürgers, bei dem er in Quartier lag (1812 auf dem Durchzuge nach Rußland), schnitzte. Eine Uhr mit sinnreicher Mechanik verdient Be- C$tl<3er anschließende Schrank birgt außer den verschiedensten Beleuchtungsgegenständen aus alter Zeit, kunstvolle Stickereien und sonstige Textilerzeugnisse aus Urgroßvater- und Urgroßmutters Zeit. Eine kunstvolle Urkunde mit Siegel, Skizzenbuch eines Malers H. W. Wille 1783, eine Sammlung optischer Instrumente, alte Goldwagen, meist bergisch-märkischer Fabrikation, liegen aus. Das Gesimse des Schrankes zieren drei Uhren aus dem 18. Jahrhundert. An der Wand befestigt sind verschiedene Wetterfahnen, von denen uns Die Zeughausfahne auf dem Brand und die des sog. Heidenturms besonders auf fallt; auch der schmiedeeiserne Löwe aus dem 16. Jahrhundert, her das alte Rathaus schmückte, fand hier seinen Platz. Auf her Fensterbrüstung steht der Giebelknauf des jetzt abgebrochenen Lutherhauses in Grünberg, mit der Jahreszahl 1544. Der UeberUeferung nach soll Luther bei seiner Rückkunft von Worms hier übernachtet haben. Der Zinnschrank dürfte mit seinen sehr schönen Geräten, die zum größten Teil aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, besonders anziehend sein. Ein sehr beachtenswertes Stück ist ein Zinnteller in der Mitte mit der Auferstehung Christt und am Rande mit den Wappen der sieben Kurfürsten, vom Nürnberger Zinngießer Caspar Endterlein (f 1633) angefertigt. Eine hübsche Auswahl von Siegburger und Nassauer Steingut, sowie reich verzierte Stücke Marburger Thvnware birgt das Innere. Sogenannte holländische Dosen mit drastischen Eingravierungen, verschiedene Leuchter, sowie die jetzt so seltenen Glasernteflaschen mit ihren derben Figuren und Sinnsprüchen, meist aus Oberhessen stammend, sind schöne Erwerbungen. Im Inneren des Saales sehen wir die Trägerbalken mit den verschiedensten Handarbeiten der Schmiedekunst verziert, denen sich wertvolle Schlösser und Schlüssel anschließen. Unter letzteren erwähnen wir die Riesenschlüssel von Gleiberg und Vetzberg u. a. Sehr schön sind die Beschläge, zumeist aus Gießen, und unter diesen wieder besonders fein gearbeitet die vom alten Schlosse am Brand herrühren. Die Ofenuntersätze und Kacheln aus dem 16. Jahrhundert bis auf die neuere Zeit, zeigen die Kunstfertigkeit unserer Voreltern als Hafner. Eine Ofenkachel aus dem zerstörten Schlosse in Ulrichstein ist gerettet worden, und zeigt denselben Anfertiger wie eine Kachel aus Hungen. Der daneben stehende Schaukasten birgt eine Menge der eigenartigsten Dinge. Butzenscheiben, Klein- funde vom Gleiberg, Darunter das Holzszepter der Glei- berger Richter, Spinnwickel, kleinere religiöse Gegenstände, Amulette, Eheringe, Spielmarken und Würfel wechseln in bunter Reihenfolge. Der anschließende Behälter enthält eine kleine aber hübsche Siegelsammlung nebst Stempel. Für uns besonders anziehend sind die Gießener Zunftstempel, sowie die Stempel des Amts Gleiberg; auch die alten Wachssiegel zu Urkunden pp. gehörend, beanspruchen unsere Aufmerksamkeit. Der hufeisenförmige alte Rathaustisch zeigt in seinem Aufbau Waffentrophäen, Hirschfänger, Säbel, Gewehre, Pulverhörner mit Eingravierung, Sprüchen und Schnitzereien, alte hessische Käppis und Kopfbedeckungen der Gießener Bürgerwehr, sowie Erinnerungen an den Feldzug 1870/71. Sehr hübsch ist ein kunstvoll gearbeitetes Modell eines Geschützes. Sporen von frühester Zeit bis zur Gegenwart, Pferdegebisse, Steigbügel und eine aus gewählte Sammlung von Hufeisen liegen aus. An der Außenseite des letzten Trägers nach der Straße zu, hängt ein unscheinbarer Roccocospiegel. Ein Ulrichsteiner Bürger, der als französischer Soldat den Brand von Moskau (September 1812) erlebte, hat ihn erbeutet, und im Tornister bei dem Rückzüge über die Beresina in hie Heimat geschleppt. Eine sehr solide Arbeit zeigt ein Reiterstiefel mit Sporn aus dem dreißigjährigen Krieg. Nun folgt noch ein Kasten mit Geschossen, Sprengstücken und ähnlichem Material, zum Teil von geschichtlicher Bedeutung, und vielfach aus den Befreiungskriegen, den Feldzügen 1864, 1866 unb 1870/71. Friedlich schließt sich eine Sammlung von Wirtschaftsgegenständen aus alter Zeit, wie Fidibusbecher, Nähkästchen, Schmuckttuhen u. a. an. Die oberen Wände des alten Rathaussaales nach bet Thüre zu schmücken die Bilder der Gießener Ratsschöffen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, ein Teil -derselben mußte wegen Raummangels auf dem Vorflur Platz finden. Damit wäre unsere Wanderung durch Abteilung I beschossen, mit Ausnahme der im oberen Stocke jicfy befindenden Kapelle, welche uns von dem weltlichen in das geistliche Mittelalter führt. Im Hintergründe sind die Flügel eines Altars auf- gebaut, hie Gemälde Christt Geburt und Anbetung darstellend, sind von wunderbarer Frische und schöner Auffassung, sie mögen wohl der zweiten .Hälfte des 15. Jahrhunderts und der Nürnberger Schule angehören. Derselben 8eit ist auch der unten angebrachte Lemwandstreifen, der anscheinend einst die Rückwand eines Chorgestühls be- > kleidet hat, ein sogen. Dorsale- Die Stifter sind in den Figuren rechts und links zu erkennen. Die Zeichnung soll aus der Wirnpfener Kirche stammen. Tie beiden Figuren in Lebensgröße zu beiden Seiten des Tafelbildes, die heilige Walburga und heilige Constantia darstellend, sollen sich ehemals in dem Dome zu Wetzlar befunden haben. Verschiedene Heiligenfiguren aus Holz ge,chnitzt, gehören dem 15. Jahrhundert an, mit Ausnahme der noch Spuren einer Bemalung zeigenden Maria und Johannes, welche dem 17. Jahrhundert ihren Ursprung verdanken- Ein an der Wand rechts sich befindendes Schwarz- kunstblatt von Georg Philipp Rugendas, geb. 1666, zu Augsburg stellt den Sieg Gideons wider die Midianiter dar. heraufbeschwor — daß hier keinerlei Versuche zur S te gemacht worden sind. mir bis dahin völlig fremd waren, zu befassen, um die ren den Vater und über die Braut des Leutnants Blaskowitz ärztlichen Vereins gewählt wurde, nachdem ich rm ^ahve oen yaier u keinerlei Versuche ;ur Schlichtung 1892 als Vor fitzender des hiesigen Aerztevererns Mich, ge- qp £ec Einerlei ^eisueye ^ur öcqucqiung sah, mich mit den Kassenangelegenheiten, bL '♦ ^nr, daß die ursprüngliche Forderung - 9 hnbin völlia fremd waren, au befassen, un jedenfalls war Blaskowitz nicht unzurechnungsfähig. Hildebrand reagierte auf die Thätlichkeiten nicht. Sie verließen >das Haus, nachdem Leutnant Splettstößer vergeblich zu ermitteln gesucht, ob dort ein anderer Infanterist wohne. Sie beobachteten die Hausthür von der gegenüberliegenden Straßenseite, bis Leutnant Schmidt vom Infanterie-Regiment 147 zufällig hinzukam. Diesen sandten sie zu Blaskowitz, nachdem sie ihre Nüchternheit durch Schmidt hatten feststellen lassen. Tie Artillerieleutnants gingen sodann in Hildebrands Wohnung, dort schrieben sie die Vorgänge nieder, und gaben das Protokoll an den Ehrenrat weiter. Dieser erklärte, er könne einen Ausgleich nicht Vorschlägen. Tags darauf erging die Mitteilung an den Ehrenrat von der beabsichtigten Forderung. Die ursprüngliche Forderung lautete bis zur Kunrpfunsähigkeit, wurde aber durch Ber- chandlungen gemildert, erst auf dreimaligen, dann ein- - maligen Kugelwechsel. Ich wollte, erklärte Oberleutnant Hildebrand, Blaskowitz nur kampfunfähig machen, nicht töten, habe mich ebenso wie Raßmussen auf dem Kampfplatz mit dem Gegner versöhnt. Ich faiuite ihn übrigens wie dessen Vater nicht genauer, v. Groddcck hat die Forderung überbracht und machte nicht den B e r - .such einer friedlichen Beilegung, ebenso Hilde- Ueber das Duell haben wir mehrere Berichte veröffentlicht, der ergreifendste war der des bemitleidenswerten Vaters des Getöteten, des Pfarrers Blaskowitz; auf eine amtliche Darlegung hatte man vergeblich gewartet. Vielleicht sollten die Ergebnisse der kriegsgerichtlichen Verhandlungen gegen die beteiligten Offiziere abgewartet werden. Da jene Verhandlungen stattgefunden und nut der Verurteilung des Herausforderers, Oberleutnant Hildebrand, geendigt haben, so kann in kurzer Frist eine erschöpfende Klarstellung des Vorganges erfolgen, von dem selbst die „Kreuzztg." zugiebt, daß er, trag an öte Generalver. Wahl abzuschaffen, da sie . ... müsse. Die Delegierten beschlossen dem entsprechend, und die freie Arztwahl wurde ausgegeben. In der General Versammlung vom 26. Oktober 1893 verlangten die Delegierten, welche sich inzwischen von der Haltlosigkeit der, gegen die freie Arztwahl erhobenen, Vorwürfe überzeugt hatten, die Einführung derselben wieder, und beschlossen dieselbe, trotz der inständigsten Bitten und Gegenvorstell- ungen vom Vorstandstische, mit gewaltiger Majorität, und so wurde am 1. Januar 1894 die freie Arztwahl wieder eingeführt, und besteht seit dieser Zeit ungestört fort. Und nun sehe man sich einmal den ruinenhaften Zustand der Miainzer Ortskrankenkasse etwas näher an; sie steht in einer Blüte da, daß sie den Neid anderer Kassen wecken, jedenfalls aber vielen derselben in mancherlei Beziehungen als Muster dienen könnte. Tie Mitgliederzahl nimmt fast Jahr für Jahr um 1000 zu, der Reservefonds ist in einer Höhe von 317 500 Mk. angesammelt. Die Kasse ist im Besitze eines eigenen Hauses, das in der Rechnungsablage für 1900 unter den Aktiven mit 92 500 Mark gebucht ist, und hat ein Genesungsheim eingerichtet, welches mit 53500 Mark unter den Aktiven figuriert, die Kasse giebt ferner jährlich über 100 000 Mark für ärztliche Behandlung der Familienangehörigen aus, sie hat die Unterstützungsdauer auf 26 Wochen ausgedehnt, sie gewährt die Krankenunterstutzuna vom Erkrankungstage an, sie nimmt Genesende in ihr Genesungsheim auf, sie zahlt ihren Mitgliedern Sterbegeld !auch bei dem Tode der Familienangehörigen, kurz, es I giebt wohl keine der, durch § 21 des Krankenkassengesetzes gestatteten Extraleistungen, welche die Mainzer Ortskrankenkasse ihren Mitgliedern nicht gewährte. Dies ist das i Bild des Ruins der Mainzer Ortskrankenkasse, entstanden 1. ES sollte die Bildung zu kleiner Kaffen gemieden werden und es sollen nur größere, auf einen Kreis oder selbst Provmz- ausgedehnte Krankenkassen eröffnet werden, wert aus solche größere Verbände einzelne schwere Erkrankungen der glieder weniger verhängnisvoll einwirken, als aus kleinere Verbände. , . , . . 2. Bei den Krankenkassen überhaupt, besonders aber bei den Landkrankenkassen, sdllte die Feststellung des durchschmtlllchen Taglohnes den thatsächlichen Verhallmffen entsprechend 8. Würde diese Maßregel nicht auSreichen die Kasse in Stand zu setzen, ihren Verbindlichkeiten nachzukommen so mußten die Beiträge von 1 und 1,5 Prozent aus 2 ProzeM und nötigenfalls noch mehr erhöht werden. .... 4. Es müßte strenge darüber gewacht werden, daß die zunrEm-, 'brand nicht. Leutnant Schmidt schildert den Vorgang und das Zusammentreffen mit B. wie Hildebrand. War auf dem .Babnhofsweg wegen einer Kommandierung. Oberleutnant Splettstößer gab ihm Auftrag, Blaskowitz in die neue Wohnung zu bringen, nachdem Schmidt ihm den Wohnungswechsel mitgeteilt hatte. Heber den Vorgang selbst wurde nickst gesprochen. Die Artillerie-Offiziere sanden Blaskowitz im Hausflur schlafend. Er weckte Blaskowitz auf; dieser war s ofort ziemlich normal, brauchte unterwegs keinerlei Unterstützung, redete vernünftig und sagte, er müsse früh !zn seiner Braut ab reifen. Schmidt sagte: „Tu kannst nicht fahren. Bei dem Zweikampf war P. Sekundant des Blaskowitz. Beide Schüsse fielen fast gleichzeitig ans das Kommando zwei des Unparteiischen. Anfänglich wurde an einen unblutigen Ausgang geglaubt. bei freier Aerztewahl. Interessant ist es, zu sehen, wie Herr Fourier auch die Arbeitgeber für seine Bestrebungen mobil zu machen sucht, indem er ihnen die schrecklichen Folgen ausmalt, die sich aus der Erfüllung der ärztlichen Wünsche für sie ergeben würden, wenn namentlich einmal die Heranziehung der Arbeitgeber zur Halste der Beitrüge, statt einem Drittel derselben, gesetzlich eingeführt würde. Nun, die Arbeitgeber dürften sich wohl über diesen Punkt vorerst noch beruhigen, denn abgesehen davon, daß Herr Fourier wohl selbst kaum wünscht, und dafür eintreten wird, daß die Arbeitgeber in gleicher Höhe, wie die Arbeitnehmer, zur Zahlung der Beiträge herangezogen werden, weil ja ibann auch die Zusammensetzung des Kassenvorstandes anders würde, und die Zweidrittelmajorität für die Arbeitnehmer verloren ginge, besteht nach dem bisherigen Verlaufe der Dinge vorläufig noch keine Gefahr, daß die Bäume der Aerzte in den Himmel wachsen. Wenn aber Kassen bestehen, bei welchen für den ärztlichen Besuch 40 Pf., litt nur 25 und selbst nur 16 Pf. durchschnittlich bezahlt wie mir Kassen bekannt sind, und darunter die e nur aus ärztluye Verordnung vetommen; unoiArrtwabl Vr> wird das Be- ^b ^-ranken infW ^^stimmungen des ^ben der betreffenden Aerzte nach einer Aufbesserung ihrer V? PeiWnaen Honorare in den Augen jedes billig Denkenden gewiß nicht kein Grund vorhanden, ferne Seiftungert Jfn0erecf,tfettigt erscheinen, und ich kann dem Herrn Fourier "und seinen Lesern versichern, daß viele dieser Herren sehr erfreut wären, wenn ihnen seitens der Kassen auch nur ein lleines Entgegenkommen in dieser Beziehung gezeigt „Bis zur Kampsunfahigkell" durch Verhandlungen erst auf cktoeren Vorwürfe zurückzuweisen, welche damals dem ärzt- breimnügen, dann auf einmaligen Kugelwechsel „gemildert" tic^en Stande seitens des Kassenvorstandes gemacht worden wurde. Der Zweikampf hat nur erst seine rechliche Sühne waren, eine Aufgabe, der ich mich mit allem Ernste, und, gesunden. Aber wir enuaricn, mit der „Kreuzztg.", daß er wie ich glaube, behaupten zu dürfen, auch mit Erfolg noch andere, einschneidende Maßnahmen nach sich zieht, unterzog. . . .... . ~ . Maßnahmen, die in der wirksamsten Weise daraus ausgehen, Was die Frage der freien Arztwahl betraft, unter der der Wiederholung solcher traurigen Ereignisse varzubeugen. L ------- -1 unfr Äerzteverein geschlossenen, Vertrage unterstellen, so Krankenkassen UNO Aerzte. bemüht sich Herr Fourier seinen Lesern in der abgedroschen- titel abgedruckt, ^^sen be-de Dchlutzsatze ^u emn E - dieselbe vorwiegend von den Aerzten und nicht wwerung notigen da sie mich, als den Versa er o» sta- I b ei? beteiligten Versicherten gewünscht werde. Wenn tistl chen Arbeit über die Kranreniassen de-, G^oß-ierzog- allerwärts die Versicherten auf die Ein- wms Hessen im Jahre 1899, persönlich berühren. Diese mcht °ll°rw°rts die ^er^erren ™ beiden Schlußsätze sind so gefaßt, .daß jeder ^.efer zu ber I »einen Grund darin, daß von den Kassen- Meinung gebracht werden muß, daß ich, bei der genannten jo*» >£l“en ° fortaeiebt wie ia auch : iexwÄ" &FÄÄ ää KbÄ JU sem scheint, und ^»e sich nur aus d.e vsiizlctten Generalversammlung der Mainzer Ortskrankenkasse ber/chnet war der ^Mhrer der Kasft säsä WSfeSS Ich könnte nun leicht den Spieß umkehren und Herrn Fourier beschuldigen, daß er statistisches Material zum mindesten leichtfertigerweise in einer Ar: verwandt hat, welche die öffentliche Meinung irre führen kann. Wenn Herr Fourier gegen Schluß seines Artikels hervorhebt, daß die Ausgaben der Krankenkassen für ärztliche Behandlung von 1888 bis 1898 sich stets in aufsteigender Richtung bewegt haben, und zwar der Art, daß bei den Gemeindekranken- lassen die Ausgaben pro Mitglied von 1,98 Mk. auf 2,33 Mk-, also um 17,7 Prozents bei den Ortskrankenkassen von 2,15 Mk. auf 3 Mk., also um 34,9 Prozent (nicht 3,0 wie wohl irrtümlich zu lesen), und bei den Betriebskrankenkassen von 3,73 auf 4,69 Mk. im Jahre, also um 25,7 Prozent gestiegen | seien, so muß das bei jedem Leser, der die Verhältnisse nicht kennt, die Auffassung Hervorrufen, als ob die Aerzte im Laufe der genannten elf Jahre für ihre ärztliche Tätigkeit in der angebeuteten Weise besser bezahlt worden seien; wenn sich wirklich all-Z so zug-trag-n" hätte,' wie es vielfach das wird aber Herr Fourier wohl kaum beharren wollen, geschüdert^w°rdc, einschneidende^ Maßnahmen nach sich ärztliche Behandlung pro Mitglied und Jahr bet den Kassen mußte, ^.hatsache ist, daß der ^Fall Blaskowitz auch n stnd, so lassen sich dafür drei Gründe leicht auf» militärischen Kreisen eme tiefe Bewegung hervorgerufen hat. I ^ben. Erstens ist die Krankheitsdauer der mit Erwerbs- Von einer besonderen Schwere des vom Kriegsgericht gegen unsähigkeit verbundenen Krankheiten wohl dadurch, daß Hlldebrand erkannten Urteils kann freilich nicht die Rede sein, viele Kassen inzwischen die Unterstützungsdauer über die Die Ablehnung des Antrages der Verteidigung durch das I pflichtrnaßigen 13 Wochen ausgedehnt haben, gestiegen, also Gericht, ein Gnadengesuch an den Kaiser zu richten, ist da- auch die ärztlichle Thütigkeit, allerdings nicht in dem Pro- gegcn in Verbindung mit der raschen Justiz, die hier gewaltet Entsätze wie die Ausgaben für die Aerzte; bei den^Ge- iL? nppinnpf her ^nrberuna einer emofindlicken meittdekrankenkas en kamen 1888 auf 100 Mitglieder 39o,4 ^at wohl geeignet, der Forderung einer empnnouc^en ^ttQntxuxfiät' 1898 beren 410,7, eine Vermehrung um W&ung f.^"?^nnen auch, daß dasProzent; bei den 'Ortskrankenkassen kamen 1888 auf Gericht trotz des Ausschlußes der Oeffenlllchkeit den ^er- Mitglieder 531,2 Erkrankungstage, im Jahre 1898 deren tretem der Presse den Aufenthalt im Saale gestattet hat, g28,5, eine Steigerung um 18,3 Prozent; bei den Betviebs- fteilich unter der Bedingung, die Art der Thätlichkeiten krankenkassen kamen 1888 auf 100 Mitglieder 586,7 Gründ Beleidigungen unerwähnt zu lasten. Dadurch fehlt krankungstage, im Jahre 1898 deren 679,7, es ergiebt dies ein nicht unwichtiges Moment zur Beurteilung des Falles, eine Zunahme von 15,8 Prozent. Der zweite Grund des und die Militärverwaltung wird kaum umhin können, wenn I Anwachsens der ärztlichen Ausgaben liegt in der unge- dies nicht früher geschieht, bei der mit Sicherheit zu gewär- heuren Zahl erwerbsfähiger Krank^i, welche heute tigenden Erörterung der Angelegenheit im W*** £üde auszufüllen. Der Schwerpunkt der Angaben des Ober-! Großen und Ganzen der ziffernmäßige Nachleutnants Hildebrand hegt tn folgenden Worten, vorausgesetzt, I was wir aber darüber sicher wissen, ist gerade genug, daß die Wiedergabe eine genaue ist: der Ehrenrat erklärte, \um ^gen, wie sehr die Arbeitslast der Aerzte in den er könne einen Ausgleich nicht vorschlagen. Nach dieser setzten elf Jahren in dieser Richtung gestiegen ist. Die Entscheidung des Ehrenrats war, das wird billigerweise dem Mainzer Ortskrankenkasse veröffentlicht jährlich auch die verurteilten Oberleutnant Hildebrand zugestanden werden «Zahl derjenigen Erkrankungsfälle, welche nicht mit Ermässen, der Letztere vor die Alternative gestellt, entweder eine I werbsunfähigkeit verftiüpft waren; im Jahre 1888 kamen Forderung unter schweren Bedingungen ergehen zu lassen bei dieser Kasse auf je 1O0* ^töheber i^,5 °d°r sich nicht zu du°llrcr-n und den Abschied einzurerchen ™ vL/dreser'Kranken, wie Auf der anderen Seite kommt es wesentlich auf ben Jnhalt ^^^jer meint, sich ihre Heilmittel einfach ans einer des Protokolls über die Vorgänge an, das dem Ehrenrat A holen könnten, so thun sie es aber nicht, well unterbreitet worden ist. War Blaskowitz, als er sich die bas Krankenkassengesetz ihnen im § 6 freie Arznei zusichert, i". thätlichen Beleidigungen gegen die Offiziere zu Schulden und sie diese nur auf ärztliche Verordnung^ bekommen; und kommen ließ, zurechnungsfähig oder nicht? Das ist der l wenn nun diese Mtujiitui insvl^e hi VestiUiinungen bi» 11. • ~ Kernpunkt der Sache. Pfarrer Blaskowitz äußerte sich in! Krankenkasfengesetzes den Arzt in^ Anspruch nehmen^ so ist seiner Mitteilung an die Presse mit Bestimmtheit dahin, sein doch für diesen f T \ - ■' Y Sohn habe von der Schwere des Vorgefallenen nicht die ge- uu^^Elich zu verrichten. Der dritte Erund der Er^ ringste Ahnung gehabt ; dafur 11888 fauVbeT eine^Krankenkasse die ärztliche Weder der Leutnant am folgenden Morgen m den Zug stieg, h^^blung der Familienangehörigen der Mitglieder ein-, ... um zum Polterabend zu fahren. Die Aussagen nun m dem ^führt war, wenigstens erwähnt die Krankenkassenstatistik wurde bie Tlwsen welche sich 'Prozeß, soweit fie vorliegen, Hellen das Dunkel, das diese deutschen Reiches pro 1888 derselben mit keinem Worte, ^um ^luffe erlaub ich , y s ^we^e Frage umgiebt, leider nicht auf. Hildebrand schildert BlaSko- während inzwischen viele Kassen dieselbe aufgenommen ™ir im Jahre 1W9 ergaben, der witz als „mehr schlaftrunken als betrunken-, .ledenfalls mcht haben, und sehr beträchtliche Summen bafui au8gaben breit®r^ ® DeHe%Wcit sur Diskussion zu übergeben; von unzurechnungsfähig"; aber geht mcht doch aus der Be-1 wie SB, bU Mainzer Ortskrankenkasse etlrche 40000 Mk!brertesten Uesienmqtert »u^ ns zu imerEung Hildebrands, Blaskowitz sei anfänglich Äußerst im ^ahre. Diese Betrage werden in den Rechnungen der 9^f^auung einsichtsvoller Kassenvorstände völlig übernn- schwer zu behandeln gewesen, die Wahrnehmung eines Kassen Nicht besonders ?.^6Nuhrll Indern ™ stimme, andere mögen vielleicht bei einer sachlichen, ohne nicht normalen Zustandes hervor, daß nach allem, was manPg1' 3tarbaeanent’ felbÄ^nwä bic Pebe Gehässigkeit und ohne Vorurteile geführten Wk'isswn von dem Charakter des Getöteten erfahren hat, dieser fonft er^ö^ten. rJertberun9e” erleiden, wenn irgend remand etwas Bes,eres :em liebenswürdiges und konziliantes Wesen hatte? Der ^w^ten MifiZLe Ist In SS u^^ X'Sn^ Zeuge vernommene Leutnant Schmidt fand Blavkowitz im k^en die Arbeit der Aerzte bei den Krankenkassen ganz em bie/ bei den gegen- Hausflur schlafend. Jemand, der seiner Smne mächtig pt, gewaltig gestiegen, noch in einem ganz anderen SerLlt* Jen üieh^^ ber Kall ist, jede Berufs- wird sich diese Lokalität nicht zum Ruhen aussuchen. Nach nisse als die Ausgaben der Kassen für bte ärztliche Be- boch^wohl nicht ganz ent- dem Gewecktiverden war Blaskowitz „sofort ziemlich normal". Handlung, und bie natürliche Folge davon ist, daß bte । ")crben fann wenn die Krankenkassen in Wirklichkeit Trotzdem muß Leutnant Schmidt Zweifel an der raschen Er- einzelne Leistung des llrztes heute viel schlechter h^uuviert bie Arbeiterbevölkerung sein holung des Leutnants Blaskowitz gehabt haben, well wird, wie früher. Das fino L^irn Interesse der Sache „nur er diesem auf die Aeußerung: er (Blaskowitz) müsse w gut wisten konnte, wie ich, aber wicht wfffen zu wollen Der Ton, welchen Herr Fourier angeschlagen, durfte früh zu seiner Braut abreisen, erwiderte: „Du kannst heT britten Svalte des Blattes drückt Herr Fourier tuohl kaum dazu beitragen, zu dem angegebenen Ziele zu «icht s-hren.- Als „voMonmrern nüchtern" erschien^Blas- sai„?Verwunberung darüber ans, daß mcht^dte fassen, stihren^ Dae werdm unb kowitz den Artillerieoffizieren. Man steht hier vor^ Wider- ärzte die Agitation betreiben, sondern daß dieselbe von' I.^wuie oe-o « u ------ sprächen, die möglicherweise dadurch sich erklären lassen, daß! Nichtkassenärzten und Aerztevereinen betrieben werde, es der Schlaftrunkene oder Berauschte durch die Bewegung in hingt dies wirtlich zu naiv; aber sollte Herrn Fourier nicht ftischer Luft zeitweilig wieder zur Besinnung gelangte, inl schon die Idee gekommen fein, daß die Aerzte da nach ber eingeschlossenen Luft der Wohnung aber, zumal nach An-1 Mustern arbeiten, die sich anderwärts zu bewahren schienen, wendung des sanften Zwanges, in den früheren Zustand und sollte es chm wirklich ganz unbekannt sem, daß schon znrücksiel. Wie gesagt, hier ist wertere Aufklärung abzu- wiederhol,.Kassenarzt-, bie tid) um ,tm gmngfteu mutffteu, KtEn -J* 1Ä • °bel ™ 65 '"hohem Grade^^den Mrs^uden m der ru-Mslos-st-n W-rs-^-m°^ bedauerlich, das; m einer so zur friedlichen und intimen Bei- ;ür enllassen, brotlos machen. Was speziell meine legung geeigneten Angelegenhell, die nach ihrer ganzen Art Legitimation, mich nut Kassenangelegenheiten zu befassen, und unter Berücksichtigung der Verhältnisse, des schweren anbelangt, so finde ich dieselbe darin, daß ich wiederholt, iLeids, das ein schlimmer Ausgang des Zwellampfes überrund, auch jetzt wieder in die Krankenkassen-Kommffsion des rritte in die Kaffen verpflichteten Personen, denselben auch rvirklicb beitreten. 5. Es sollte möglichst aus die Errichtung von Kreiskrankeiihäusern hingewirkt werden, in welchen Schwertranke und Verletzte, namentlich aus solchen Orten, in welchen es an ärztlicher Hilfe und in der Regel auch an sonstigen Einrichtungen für eine geordnete Krankenpflege mangelt, untergebracht werden könnten. 6. Innerhalb der Krcnikcnkassenbezirke sollte freie Aerzrewahl unter allen, im Bezirke verkehrenden und zur Annahme der Verträge gewillten Aerzten gewährt werden. 7. Tie Verträge mit den Kaffen sollten nur unter Mitwirkung der staatlich anerkannten ärztlichen Kreisvercine abgeschlossen werden. 8. Zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Kassen und Aerzten sollten Schiedsgerichte eingesetzt werden, in welchen die Aerzte- vereine in der gleichen Stärke vertreten sind, wie die Katzen. v. Es sollten überhaupt zeitweilige Besprechungen der gcmein- samen Angelegenheiten zwischen Vertretern der Katzen und des Llcrzteitandes stattsinden. 10. Es sollte lein Kassenstatut genehmigt werden, welches ans eine Erweiterung der Leistungen abzielt, bevor nicht der Reservefonds m voller Höhe angcsammclt ist, mit den Aerzten ei» Abkommen geschlossen ist, das die Billigung der Standcs- verlretung erlangt Hal, und bevor nicht wenigstens die Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, daß mit den Mitteln der Kasse die beabsichtigte Mehrleistung auch durchführbar ist. Tr. Krug-Mainz. Vermischtes. * Hannover, 18. Nov. Ein Pistolenduell hat hier zwischen dem Oberleutnant v. St- von dem hier garrtt- sonierenden Infanterie-Regiment Nr. 73 und dem Chemiker Sch. stattgcfunden. Beide lvurden verletzt. Ter Oberleutnant erhielt einen Schuß durch den Arm, der Chemiker wurde durch die Brust geschossen, lieber den Vorfall sind folgende Einzelheiten bekannt geworden. An einem Nachmittage im Sommer dieses Jahres ging der zu der Zeit als Einjähriger bei dem 73. Infanterie-Regiment dienende Sch. nach dem Lokale „Niedersachsen" auf dem Gehrdener Berge bei Hannover. Hier kam er an einem Tische vorbei, an dem der bei demselben Regimente stehende Oberleutnant v. St. mit einem Husarenofsizier (beide in Zivil) Platz genommen hatte. Sch. grüßte nun den ihm bekannten Offizier nicht, worauf dieser den Einjährigen an seinen Tisch heranrief und ihm sein Verhalten vorwarf. Sch. entschuldigte sich damit, daß er sich nicht für verpflichtet halte, Offiziere in Zivil zu grüßen. Bei dem Meinungsaustausch soll das Wort Kümmel" von feiten des Offiziers gefallen sein. Der Einjährige hat hernach dem Oberst von dem Vorfall Mitteilung gemacht. Bei dieser Gelegenheit wurden dem Sch. einige Tage Arrest zudiktiert, weil er sich ohne Erlaubnis außerhalb der Stadt aufgehalten hatte. Sch. ließ alsdann dem Oberleutnant eine Forderung übermitteln, und das Duell wurde jetzt, nachdem Sch. vom Militär entlassen war, ausgetragen. Der Zustand des Sch. ist besorgniserregend; an seinem Aufkommen wird gezweifelt. * Sagan, 18. Nov. Der Landbriefträger Müller tötete heute vormittag die 60 Jahre alte Christiane Reimann in Dattersbach durch Beilhiebe und beraubte sie sodann. Der Raubmörder wurde verhaftet- * Ehrenfriedersdorf i. Sachsen, 18. 9tt)v. Im Hause des Ziegeleibesitzers Barthel hier brach heute früh ein Brand aus. Infolge von Rauchentwickelung erstickten Frau Bartels und zwei Kinder. Drei andere seiner Kinder erlitten Brandwunden. Unioersillits-Nachrichtrn. Frankfurt a. M., 17. Nov. Tic meiste» Dozenten der Akademie für Sozial- undHandelswifse» schäfte» haben bei ihrer Anstellung die Bedingungen der Pensionierung und der Gewährung von Wilnven- und Waifengcld gestellt. Tie Akademie erstrebt nun, da sie bei ihre» begrenzten Mitteln vorerst solche Ausgaben nicht i» den Etat einstelle» ka»», Anschluß an die städtische Pensionsanstalt. Nach dem Gutachten des statistischen Amts soll die Jahresprämie auf 10 Prozent der Gehälter festgesetzt werde». — Tie Einführung der Abituricntenprüfung als Vorbedingung für das tierärztliche Studium wird nach einer Aeußc- rung des preußischen Kultusministers als ziemlich sicher betrachtet. Diese Mitteilung würde bswcisc», daß die Verhandlungen zwischen den preußische» Ministerien i»t wesentliche» abgeschlossen sind, und daß von einem grundsätzlichen Widerstande des Kultusministeriums nicht die Rede ist. Wien, 16. l)lou. Einer Korrespondenz zufolge faßte das Pro- fessorcn-Kollegium der Wiener H o ch j ch u l e für B o d c n k u l t u r einen Beschluß auf Zulassung der Frauen als ordentliche und außerordentliche Hörerinnen. In Ausführung des Beschlusses wird an das Unterrichtsministerium eine Petition gerichtet, um den baldigen Erlaß einer Verordnung betreffend die Regelung des Frauenstuoiums an der Hochschule. Gerichtssaal. Budapest, 18. Nov. Vor dem Polizeigericht sand beute die Verhandlung über eine Klage statt, welche der Dichter Moritz Jockai gegen seine Stiestochter, Frau Arpad Feszthy, angestrengt hatte, weil diese am Allerseelentage eine Kranzschleife, ivelche die jetzige Gattin Jockai's auf dem Grabe der ersten Gemahlin des Dichters nicderlegtc, herabgerissen hat. Nachdem Frau Feszthy erklärt hatte, daß sie weder ihren Vater, noch dessen zweite Gattin habe beleidigen wollen, zog Jockai die Klage zttrück. Das Polizeigericht sprach darauf die Beklagte frei. Auszug KUS den Slaudesamtgregistttll der Atsdt Hießen. Geborene. Am 3. November. Dem Former Adam Weber ein Sohn, Hermann Ludwig Otto. 5. Dem Buchhändler Georg Martini eine Tochter, Luise Pauline Katharine. Dem Bahnwärter Heinrich Heß eine Tochter, Martha. 6. November. Dem Metzgermeister Heinrich Henkel eine Tochter. 7. November. Dem Geschäftsreisenden August Bender eine Tochter, Else. 8. November. Dem Hilfsbremser Georg Vesper ein Sohn. 10. Dem Schutzmann Heinrich Schnabel eine Tochter, Julie Karoline. 11. November. Dem Taglöhner Heinrich Braun eine Tochter, Anna. 14. November. Dem Metzgermeisler Johann Konrad Malkomesius eine Tochter. Aufgebote. Am 11. November. Johann Trageser, Kaufmann dahier, mit Frida Tute in Moringen. Ludwig Heinrich Otto Schneider, Kaufmann dahier, mit Katharine Töpfer Hierselbst. 12. November. Julius Ludwig Sack, Schreiner dahier, mit Karoline Nord Hierselbst. Johann Georg Adami, Kaufmann dahier, mit Johannette Wilhelmine Luise Marie Schmall Hierselbst. Siegmund Herzberger. Kaufmann in Krefeld, mit Toni Meyerhofs dahier. 15. November. Andreas Reinhardt, Heizer dahier, mit Dorothea Findt Hierselbst. Eheschließungen. Am 9. November. Wilhelm Becker, Schreiner dahier, mit Elisabeths Müller Hierselbst. Dr. Georg Victor William Friedrich Schwarz, Chemiker in Berlin, mit Luise Friederike Helene Lina Schwarz dahier. Christian Arnold, Tavezicr dahier, mit Lma Marie Katharine Schmitt hierselbst. Salomo» Eichenwald, Kaufmann in Coesfeld, mit Sara Grünebaum dahier. 11. November. Tavid Löwenstein, Kaufmann in Fritzlar, mit Pauline Reis dahier. Gestorbene. Am 11. November. Lina Stech, 3 Jahre all, Tochter des Taglöhners Chrisioph Steih dahier. Friedrich Weeg, 52 Jahre all, Kreisamtsgehilse baliier. 12. November. Karl Georg Loos, 24 Jahre all, Kaufmann dahier. 15. November. Ferdinand Parthier. 48 Jahre alt, Korbmacher dahier. Knndmirtschlist. + Blcichenbnch, 17- Nov. Heute sand hier im Grauling« schcn Saale eine landw. Versammlung statt, bei der der Landwirt- schaftslehrcr Andrae von Büdingen vor zahlreiche» Zuhörern einen Vortrag über vorteilhafte Züchtung der Simmenthaler Rindvichrassc hielt. Ter Redner führte aus, daß das Hauptaugenmerk aus Ankauf rassereiner Tiere, Haltung leistungsfähiger Bullen und Benutzung der Tummel- und Weideplätze für Rindvieh zu richte» sei, wen» die Verbreitung dieser Rasse zum Vorteil des Bauer» Platz greise» solle. Spielplan brr vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch de» 20. November geschlossen. Donnerstag den 21. November*): „Ter polnische Jude". Freitag de» 22. Nov.: „Ter Zigeunerbaro»". Samstag den 23. November: „Aida" Sonntag den 24. November, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von Nürnberg". Schauspielhaus. Mittwoch den 20. Nvemober geschlossen. Donnerstag den 21. November, abends halb 8 Uhr: „Tic Zwillingsschwester/ Freitag den 22. November: „Tie Schmetterlingsschlacht". Sams- tag den 23. November: Zum erstenmale: „Tie Hoffnung" Sonntag den 24. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Di/ Grille". Abends 7 Uhr: „Tie Hoffnung". • ) Ansang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. PJfiin Kinder beim Wichen weinen, so ist dies ost nur ein Aufschrei gegen die bedauernswerte Unsitte, sodascharfe Seifen anzuwenden. Mütter, die ihr eure Kinder liebt, gebraucht zum Wasche» eurer Kinder feine andere Seife als Doe- ring's überaus milde und fettreiche Eulen-Seife! Bei dieser Seife hat' man die volle Gewißheit, daß sie unverfälscht rein und frei vor Sodaschärfe ist. Für 40 Pfg. ist sie überall erhältlich. die auf einen feinen aromatischen Geschmack des Kaffees Wert legen, verwenden als Zusatz eine Kleinigkeit Linde s Essenz. Strickwolle. Strümpfe. Ersatz für Handetrickerei, bestbewährte Qualitäten. 7253 — A. Holterhoff Söhne 20 Seltersweg 20 20 Seitersweg 20 Petroleum 7579 Ludwigstr. 30. Heppeler & Meyer. 7566 Telephon 316. i. Qualität Extra, äusserst kräft. 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Die Liste der Wahlberechtigten liegt 10 Tage lang, und zwar vom 20. bis incL 29. d. Mts., auf dem Bureau der Firma A. Heichelheim, Südanlage 13, von 9 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags, zur Einsicht offen. Einwendungen gegen den Inhalt der Liste, welche nur innerhalb der erwähnten zehntägigen Frist zulässig sind, müssen bei der Handelskammer vorgebracht werden. Nur Diejenigen sind zur Teilnahme an der Wahl berechtigt, welche in die festgestellte Liste ausgenommen sind. Termin zur Wahl ist bestimmt auf Mtiwoch den 4. Aezemöer d. I., nachmittags von 3 öis 6 Ayr. Als Wahlkommissär wird Herr W. Zurbuch, hier, fungieren. Die Wahl findet auf dem Büreau der Handelskammer, Nordanlage 15, Parterre rechts, statt. Gießen, den 19. November 1901. Kroßi-erzogttche Kandelskammer. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Weickartshain für das Jahr 1902/03 liegt vom 22. d. Ms. an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. 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Wir machen darauf aufmerksam, daß jeder Quittung eine Beikartc (nicht übertragbar) beigefügt wird, daß aber weitere Beikarten gegen Ausstellung des mitfolgenden Bezugscheines und gegen Entrichtung von 50 Pfg. pro Stück gefordert werden können. Berkarten können nur für die Hausstandsmitglieder der engeren Familie verlangt werden und sind nicht übertragbar. Mißbräuchliche Benutzung dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß aus dem Verein nach sich und wird gegebenen Falles gerichtlich verfolgt. Die Bezugsscheine und Eintrittsbeikarten sind beim Vereinsrechner, Herrn H. Hochreuther, Südanlage 5, sowie beim Vereinsdiener und an der Kasse am Eisplatz erhältlich. Gießen, den 15. November 1901. 7572 Der Vorstand. Habe mich i 04614 bei Herrn Max Dreifuss. Tierarzt. Pelswaren werden nach neuester Mode umgearbeitet, Reparaturen gut und billig hergestellt in der 6713 Kürschnerei A. Kretzschmar zwischen Markt- uud Kirchenplatz 1. 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