Nr. 221 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Siebener Familien- Glätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt' und den .Blättern sür : hessische Volkskunde' viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Sch ulst ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr.51. Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 20. Septeurber 1901 Annahme von Anzeigen zu der sür den folgenden Tag eficheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen *ä@s " zeigenteil: Hans Beck. GietzeimAnzeiger Seneral-Anzeiger v KMicher Ekil. Gießen, den 18. September 1901. B etr.: Die Ableistung des Huldigungs- und Verfasiungseides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Zireises. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungseides der in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden verheiratet haben, soll wie nachstehend angegeben, stattsinden: 1. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg und Homberg gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen sowie der Gemeinde Ettingshausen Samstag den 5. Oktober d. Js., vormittags 9 Uhr, in dem Rathause zu Grünberg; 2. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Laubach und Nidda gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen mit Ausnahme der Gemeinde Ettingshausen Mittwoch den 9. Oktober d. Js., vormittags 9*/< Uhr, in dem Rathause zu Hungen; 3. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Donnerstag den 10. Oktober d. Js., nachmittags 2% Uhr, nr dem Rathause zu Lich; 4. der Orts- und Staatsbürger aus den in dem Amtsgerichtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag den 15. Oktober d. Js., vormittags 11 Uhr, in dem Saale von Lonys Bierkeller (Schanzenstraße 18) zu Gießen. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladcn und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Vorgeladenen bis zum 1. k. Mts. anzuzeigen, oder zu berichten, daß niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Bechtold. Dkl Besuch des Zurciipaares in frnnhrtidj. Das russische Kaiserpaar ist Mittwochmittag auf der Rhede von Dünkirchen ein getroffen. Bereits früh von 6 Uhr ab versammelten sich auf der Landungsstelle die Persönlichkeiten, die mit Präsident Lvubet an Bord des Torpedojägers „Cassini" dem russischen Kaiserpaar entgegenfahren sollten. Es waren dies die Präsidenten des Senats und der Kammer, Fallieres und Deschanel, die Minister, die Botschafter Montebello un Urussow, die Admiräle Gervais, Fournier, Hurnann, Bienaime, General Lucas u. a. Selbst das Wetter schien ein Einsehen zu haben; denn der Regen hörte auf. Freilich wehte ein heftiger Nord- wesh 7.15 Uhr traf Loubet ein und wurde von lebhaften Zurufen begrüßt. Sobald der Präsident das Schiff betrat, wurde die Flagge des Präsidenten gehißt. Ein Schleppdampfer führte den „Cassini" aus dem §afen und unter Hochrufen des Publikums, das sich trotz des frühen Morgens zahlreich eingefunden hatte, und dem Donner der Geschütze trat der „Cassini", zu dessen beiden Seiten je sechs andere Torpedojäger fuhren, die Fahrt an. Der „Cassini" ist weiß getüncht. Auf dem Vorderdeck ist ein Pavillon mit dunkel und hellblauen Sammtbalustraden errichtet; er trägt drei Fauteuils für Loubet und das Zarenpaar, die allerdings nicht in Benutzung kamen. Gegen 11 Uhr vormittags kamen sich die russische Kaiser- hacht „Standort" und der „Cassini" nahe. Ter „Cassini" hielt, und der „Standart" legte sich ihm zur Seite, tagelang Loubet, trotz der hochgehenden See, mit Delcasse und Waldeck-Rousseau an Bord des „Standart" zu gelangen, wo die Begrüßung des Zarenpaares stattfand. Tie Rückkehr auf den „Cassini" wurde jedoch aufgegeben aus Rücksicht auf die Zarin. Infolgedessen nahm der Zar mit Loubet auf dem „Standart" die Revue des Nordgeschwaders ab. Der „Standart", der neben der Tricolore auch die Kaiserflagge gehißt hatte, nahm die Spitze. Das Schiff fuhr majestätisch durch die Reihen der französischen Schiffe. Die Mannschaften paradierten auf dem Verdeck, Hurras ertönten, und das russische Geschwader feuerte nun seinen Salut. Der „Cassini" und die übrigen Schiffe rangierten sich hinter dem „Standart". Nach der Revue kehrten sie für kurze Zeit nach ihrem Platz zur Seite des Geschwaders zurück. Unterdessen hatten sich bte Molen mit undurchdringlichen Mensch en massen gefüllt. Die Quais 'starrten von Bajonetten, als gelte es, einen Feind abzuwehren. Von allen Seiten erschallten die russische Nationalhymne und die Marseillaise. Loubet kehrte nun auf den '„Cassini" zurück und landete nach 1 Uhr im Hafen von iTünkirchen. Der „Standart" traf eine halbe Stunde später lein. Während das Schiff sich näherte, stand das Zaren- aa r lange grüßend an Bord. Dann nahm der Zar Abschied -3ou der Mannschaft. Diese Zeremonie, sowie das imposante Keußere der schwarzen s2) ad) t, im Gegensatz zu der bunten Umgebung der Flaggen, Teppiche und Blumen gab der Amdungsszene einen feierlichen Charakter, der seinen Höhe- vunkt erreichte, als das Zarenpaar aus einer im Mittelbau des Schiffes sich öffnenden Tbüre trat. Loubet begrüßte nun an der Brücke die Zarin, die ihm die Hand reichte, während der Zar Loubet schon die Hand entgeaenstteckte. Tie Zarin trug einfache Trauerkleidung. Ter Zar, der in sehr heiterer Stimmung war, trug den Großkordon der Ehrenlegion über der Infanterie-Uniform, während Loubet im blauen Band des Andreasordens erschien. Ter Bürgermeister von Tünkirchen überreichte Brot und Salz auf einer Silberschüssel. Tie Marktfrauen boten nach alter Sitte der Zarin einen Silberfisch dar, den die Zarin annahm Man begab sich nach der Handelskammer, die mit gelben und grünen Seidendraperien, Pflanzen und Blumen aufs prachtvollste geschmückt, einem Feenpalast gleicht. Hier wurde das Frühstück eingenommen. Präsident Loubet brachte in dessen Verlaufe folgenden Trink sprach aus: „Sire, im Namen Frankreichs, das bei der Nachricht von Ihrem baldigen Eintreffen durch die Generalräte, die es kurz vorher gewählt, ferner Freude darüber Ausdruck gegeben hat, bitte ich Eure Majestät, unsere herzlichen Willkommensgrüße entgegenzunehmen bei diesem Besuch, dem wie vor fünf Jahren, die huldreiche Gegenwart Ihrer Majestät der Kaiserin besonderen Reiz verliehen hat. Tie französische Republik ist erfreut, einen Beweis für den guten Eindruck zu sehen, den Sie sich von Ihrem ersten Aufenthalt bet uns bewahrt haben. Tas ganze Land empftndet das um so mehr, als dieser neue Besuch vornehmlich seiner Armeeundseiner Ma rine gilt, welche beide Gegenstand seiner unaufhörlichen Fürsorge bilden, und es toeiü, daß, geschützt durch diese beiden, es mit Sicherheit und Würde die zähe und fruchtbringendeArbeit Bahnhof zum Schiloß passiert, wurden Balkonplätze zu 75 Francs aus geboten. Von der Straße aus den offiziellen Bag zu sehen, ist sogut wie unmöglich. Der Zar wird unter einem Triumphbogen durch eine leergefegte Straße einziehen. Die Umgebung des Schlosses selbst ist vollständig abgespemt. Auch an den wenigen Stellen, wo das Publikum sich gruppieren könnte, sind Polizisten auf- gestellt worden. Beistehend bringen wir unseren Lesern ein Bild des Schlosses in Eompiegne. Es konnte in der That kein schönerer Platz für den Zarenbesuch gewählt werden als dieser. Im Departement Oise an der Nordbahn gelegen, ist es in fast gleich kurzer Zeit von Paris und der Küste aus, wo der Kaiser landet, zu erreichen. Dabei ist das Schloß Compiegne ein Bau, der allen den für ein kaiserliches Hoflager nötigen Komfort aufweist, war es doch vor der Republik die zeitweilige Resident der französischen Kaiser und Könige bis zurück aus Ludwig XV. Dieser ließ den Bau in seiner heutigen Gestalt durch, den Architekten Gabriel aufführen. Später residierten hier Ludwig XVI. mit der Königin Marie Antoinette, und zu jener Zeit war Compiegne der Platz der größten Prachtentfaltuna des königlich französischen Hofes. Die Räume, die der Zar beziehen wird, dienten einst den beiden Napoleonen zum Aufenthalt, und für die Zarin sind die Gemächer besttmmt, in denen die Kaiserin Marie Luise mit Vorliebe wohnte. Alles was aus der Zeit der französischen Herrscher stammt, hat die republikanische Regierung in den Zimmern der fürstlichen Gäste aufgestellt, sodaß Compiegne in den bevorstehenden Septembertagen in altem Glanze erblichen wird. Auf unserem Bild zeigen wir die Vorderfront des Schlosses mit den beiden Seitenflügeln. An der Nück- /*O8 Lampson trMarhn, Berlin,#. 50. fortsetzen kann. Tie Zurufe unserer Marinemannschaften auf Ihrer Fahrt sind die gleichen, die in allen Orten Frankreichs das geliebte Herrscherpaar der Nation grüßen würden, die mit der unserigen verbunden ist durch gemeinsame Sympathie, durch übereinftimmenbe Interessen und durch die jeden Tag in innigere Fühlung tretende Politik ihrer Regierungen. Sire, die französische Marine ist Ihnen ganz außerordentlich dankbar für die Ehre, die Sie ihr soeben erwiesen haben. Indem ich diesen Gefühlen Ausdruck gebe, erhebe ich mein Glas auf den Ruhm Der Regierung Euerer Majestät, auf das Wohlergehen Ihrer Majestät der Kaiserin und auf das Ihrer Majestät der Kaiserin Marie und der kaiserlichen Familie, auf das Gedeihen Ihrer Marine, die noch jüngst mit der unserigen in den Meeren des fernen Ostens brüderlich zusammenstand." Tie Musik spielte die russische Hymne. Ter Präsident hatte feinen Trinkspruch mit bewegter Stimme gesprochen. Gleich darauf erhob sich Kaiser Nikolaus und entgegnete: „Tie Kaiserin und ich empfinden eine ganz besondere Freude darüber, nach Frankreich zu der befreundeten und verbündeten Natton zu kommen. Wir sind tief gerührt von dem uns bereiteten so sympathischen Empfang. Mit der lebhaftesten Befriedigung habe ich soeben das glänzende Nordgeschwader bewundert und ich spreche Ihnen meinen aufrichtigsten Tank dafür aus, Herr Präsident, daß Sie mir bei meiner Ankunft in den französischen Gewässern dieses eindrucksvolle Schauspiel geboten haben. Ich trinke auf Die Wohlfahrt der französischen Flotte, die vor Kurzem mit der meinigen in den Meeren des fernen Ostens brüderlich zusammen stand, auf die Ihrige, Herr Präsident, und auf diejenige ganz Frankreichs!" Tie Musik stimmte nunmehr die Marseillaise an. Beide Toaste wurden stehend angehört. In der Handelskammer empfing das russische Kaiserpaar auch die belgische Mission, die der König der Belgier zur Begrüßung des Kaiserpaares abgesandt hatte. Tie Frühstückstafel wurde kurz vor 4 Uhr nachmittags ausgehoben. Nach einer kurzen Ruhepause geleitete Loubet die Gäste vor die Thür der Handelskammer zu dem bereit- stehenden Sonderzuge. Nachdem der Zar eingestiegen, nahmen Loubet und die Minister im folgenden Waggon Platz, worauf die Abfahrt nach Compiegne erfolgte. Im Schloß von Compiegne ist alles ftir den Zarenbesuch borbereitet. Freilich gleicht der Ort mehr einem für den Einzug eines Feldherru geschmückten Kriegslager. Wir haben bereits gestern in einem Artikel die getroffenen Sicherheitsmaßregeln geschildert. Ein ganzes Armeekorps, 10 000 Mann, ist zur Verstärkung der kleinen Garnison auf- geboten worden. In den Straßen sieht man fast nur Uniformen, obwohl von allen Seiten Extrazüge auch neue Zivilmassen bringen. Auf der Straße, die der Zar vom feite schließt sich der herrliche Park an, in welchem eine Bogenlaube von 1400 Meter Länge führt. Die Architektur des Schlosses weist die graziösen Formen des Rokoko auf, die sich auch in dem Inneren in reicher Mannigfaltigkeit offenbart. Wertvolle Gemälde, Skulpturen und GobolinH verleihen dem Schloß Compiegne auch einen hohen kunsthistorischen Wert. Von den bemerkenswertesten Räumen erwähnen wir das Vestibül, den Saal der Wachen, den Saal der Thürhüter, den Thronsaal, das Kaiserinnenzimmer und den großen Empfangssaal. So birgt denn Compiegne eine Perle unter den französischen Schlössern, nun nach mehr als 30 Jahren zum erstenmal wieder gekrönte Häupter in seinen Mauern. * * ♦ Wenn man nun die aus Frankreich kommenden Berichte liest, so erkennt man, daß sie darin übereinftimmen: Ter erste Akt des mit soviel Ungeduld erwarteten Schauspiels „Ter Besuch des Zaren" hat durchaus nicht „elektrisierend" gewirkt. Nicht einmal in der guten Stadt Dünkirchen war von Begeisterung viel zu verspüren, was freilich kein Wunder ist, wenn man hört, daß beinahe sechstausend Sicherheitsbeamte in den Mauern Dünkirchens sich nützlich machten und daß die Quais bei dem Nahen der russischen Kaiseryacht „von Bajonetten starrten, als gälte es, einen Feind abzuwehren". Präsident Loubet und das Zarenpaar vereint an Bord des „Standart"! die harrende Menschenmenge hat aus weiter Entfernung diesen „historischen Moment" an dem Aufhissen der Kaiserflagge und der Trikolore erkennen können, am 5^urra der Mannschaften und dem Geschützdonner. Aber die Schaulust des Volkes verlangt mehr; die Masse hat keine Phantasie, und ihr fehlt jedes Verständnis für das feine Wort Taudet's, daß die Worte schöner find als die Tinge... Es heißt, der Zar werde der Einladung Loubets zu einem Besuch in Paris zustimmen. Wenn es den Parisern nur nicht eracht, wie den Bürgern von Reims, die.ohne alle Umstande dazu gezwungen sind, sich scharfen polizeilichen Beschränkungen zu unterwerfen. So sollen die Bewohner derjenigen Straßen, welche der Festzug passiert, am Donnerstag von 10 Uhr ab ihre Wohnungen nicht mehr verlassen dürfen! Dergleichen kühlt die Begeisterung für den Gast der Republik bedeutend ab. In Paris würden die Sicherheits- Verkehrungen noch energischer fein, die Absperrung der Sttaßen, durch die der Zar fährt, würde derart )treng sein müssen, daß lediglich die Geheimpolizisten und die erprobtesten Beamten Der Regierung für die „Ovationen' der Bevölkerung" zu sorgen hätten. Wird vollends die Pariser Presse nicht genügend berücksichtigt, dann dürfte der Chor der Mißvergnügten, der schon mehrmals aufgetreten ist in diesen Tagen, gar nicht erst den Abschied 5es Gastes abwarten, uni grimmiger Enttäuschung Luft zu machen. haben. Ausland langen werden selbstverständlich nur von den Delegierten geführt, doch ist es sehr wünschenswert und liegt auch im Nachfolgerin von Agnes Sorma am deutschen Theater in Berlin wirkt, wird unser kunstliebendes Publikum mit besonderer Freude erfüllen. Aus Stadt und Kand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 19. September 1901. - Hessische Handwerkskammer. Die Vorbereitungen zum 2. deutschen Handwerks- und G ewerbekammer- tag am 27. und 28. September zu Darmstadt sind in vollem Gange. Die verschiedenen Ausschüße haben bereits eine rege Thätigkeit entfaltet. Insbesondere ist dem Wohnungsausschuß die immerhin nicht leichte Aufgabe zugefallen, den zahlreich aus allen Teilen des Reiches angemeldeten Kammervertretern Wohnungen zu besorgen. Die Verhand^ Schwachen." Den besten Beweis aber für das Umsichgreifen der Aufstanbsbewegung in der Kapkolonie und die Ohnmacht Kitcheners, den Aufstand zu dämpfen, bietet ein Bericht der „Daily Mail" aus Kapstadt, wonach die Kaphalbinsel, die man bisher noch mit dem Standrecht verschont habe, nun Gefahr laufe, ebenfalls unter Standrecht gestellt zu werden. Es scheine, daß dieser neue Gedanke von dem Ob erftkommandierend en ausgehe. Das Kabinett sei wie ein Mann gegen die neue Maßregel, un die ganze Bürgerschaft stehe hinter ihm. Wahrscheinlich werde srch das Kabinett energisch der neuen Maßregel wtt>ersetzen und so eine bedenkliche Krisis heraufbeschwören. Leute, die in der Kolonie sehr geachtet seien, und an deren Loyalität man in keiner Meise zweifeln könne, seien der Ansicht, daß das Borgehen einiger Offiziere in solchen Bezirken, die unter Standrecht stünden, derart sei, daß die Loyalität her Bürger auf eine harte Probe gestellt werde. So fei z. B. ein holländischer Prediger mitsamt seinen Kirchenaltesten vor einen Kommandanten geschleppt und )eder von ihnen zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie zugegeben hätten, daß ein junges Paar ohne die vorherige Genehmigung des Kommandanten in der betreffenden Krrche getraut worden sei. Auch sonst seien Behörden erlassen werden. — Die Verhandlungen der vom Handelsminister ein-1 Interesse der Handwerksmeister, wenn sie zahlreich den Be- berufenen Sachverständigen über die Reform des Börsen- Zungen als Zuhörer beiwohnen, da besonders wichtige gesetz es begannen vormittags 10 Uhr. Anwesend roaren $cagcn auf der Tagesordnung stehen und den Beschlüssen des Vertreter des Handelsministeriums, der Ministerien der Land- Handwerkskammertages eine weittragende Bedeutung zu- wirtschaft, der Finanz-Justiz des Reichsjustiz-Amtes, lumeffen ist. Ebenso erfreulich wäre es, wenn sich viele Reichsschatzamts, des Reichsamts des Innern. Sachverstän-1 Handwerksmeister bereit finden würden, an dem Freitag dem dige sind: Die Grafen Arnim, v. Kanitz, v. Schwerin, Geh. 27. September, nachmittags 2 Uhr statthabenden Festessen Kommerzienrat Mendelsohn-Bartholdy, Gamp, Spahn u. a. teilzunehmen, um den fremden Gästen zu zeigen, daß die Minister Möller eröffnete die Verhandlungen und sprach die hessischen Handwerksmeister es mit den Pflichten als Gast- Hoffnung aus, daß die Hauptpunkte m den Beschlüssen be§ gebec ernst nehmen. Den Betreffenben steht es frei, eine Börsenausschusses angenommen würben. Die Verhanblungen gande Teilnehmerkarte ober eine Karte zum Effen zu nehmen, bauerten bis abenbs 6 Uhr unb haben sich bisher auf eme Die hoffentlich zahlreichen Anmelbungen werben bei C. Rockel General-Diskussion beschränkt. Beschlüße fiub noch nicht ^d auf bem Sekretariat ber Kammer (Kiesstraße 133) jetzt 9cfa^* schon entgegengenommen. Dortmund, 18. Sept. Der 8. allgemeine deutsche Berg- ** Spar- und Leihkaffe Gießen. Es wird darauf auf* mannstag, der in den letzten Tagen hier stattfand, hat merksam gemacht, daß zu der nächsten Samstag den an den Kaiser ein Huldigungstelegramm gerichtet, auf das 2 1. I. Mts., nachmittags 3 Uhr, auf Grund der neuen an die Adresse des Staatsministers Möller nachstehendes Satzung stattsindenden ersten Hauptversammlung der ge- Antworttelegramm eingegangen ist: „Seine Majestät ber Lamte Stabtvorstanb in Gießen, sämtliche Bürgermeister oder Kaiser und König haben den treuen Gruß des 8. allgemeinen in Vertretung die Beigeordneten der Bezirksgemeinden sowie deutschen Bergmanntages huldvollst entgegengenommen unb bie gewählten Mitglieber (Gruppe C) eingelaben sinb. Die lassen Eure Exzellenz ersuchen, ben Teilnehmern Allerhöchst- Einlabung erfolgt nicht mehr speziell, sonbern gemäß § 6 ihren Dank zu übermitteln. Abs. 1 auf bem Wege öffentlicher Bekanntmachung in bem Köln, 18. Sept. Der Papst sah von ber Ernennung Amtsblatt bes Großh. Kreisamts. bes früheren Weihbischofs Marbach in Straßburg zum *♦ ^tene Trisch wirb auch im kommenben Winter wieder Titularerzbischof auf inständiges Bitten besselben ab. Lm Theaterverein gastieren. Nachbem bie Künstlerin Stuttgart, 18. Sept. Die Tarifkommission be- schon vor einiger Zeit ein Gastspiel versprochen hatte, schrieb antragt bie Beseitigung bes Schnellzugszuschlags, bessere Aus- sie neuerbings bem Vorstanbe bes Theatervereins, baß sie gestaltung bes Gepäcktarifs, sobann als Kilometergrundtaxe herzlich gerne bem lieben Gießen wieber einen Besuch ab- für bie 3. Klasse 2 Pfg., für bie 2. Klasse 4, für bie 1. Klasse siMen unb ben Termin bes Gastspiels in einigen Wochen be- 6 ober 8 Pfg. Arbeiter aller Art, Militär, Schüler und stimmen wolle. Diese Nachricht von dem bevorstehenden Kinder sollen in der 3. Klasse die Grundtaxe von 1 Pfg. Gastspiel der großen Künstlerin, die, wie bekannt, jetzt als lands fein." Tie Petersburger „Nowoje Mremja" hat an der Spitze ihrer gestrigen Nummer einen Leitartikel, betitelt „Die historische Minute". Der Artikel ist voller Ueberschwäng- lichkeiten und feiert die Verbrüderung der französischen und russischen Nation in den enthusiastischsten Ausdrücken. So heißt es darin: „Zum Morgenrot des festlichen Jubeltages, beim Rollen der Geschütze, deren Getöse französische und russische Wimpel begleiten, zieht unser Kaiser in das Seeterritorium der befreundeten und verbündeten Macht ein." Am Schluß preist das Blatt in hochtönenden Worten das französische Volk und Frankreichs Weisheit. Siziliens öffnen darf. Konstantinopel, 17. Sept. Der Konflikt, der zwischen der P f 0 r t e und derenglischenRegierung dadurch entstanden ist, daß der Kommandant ein ** Zur Verhütung von Unglücksfällen auf Eiseobahuüber» gangen hat der preußische Kultusminister Dr. Studt vor einigen Tagen eine Verfügung erlassen, in der es als wünschenswert bezeichnet wird, daß auch mit Hilfe gelegentlicher Belehrung in den Schulen auf eine größere Aufmerksamkeit bei der Annäherung von Eisenbahnen und Kleinbahnen beim Betreten der Uebergänge hingewirkt wird. Der Minister ver- , -, anlaßt aus diesem Grunde die königlichen Regierungen, die . .. . . . Plues' englischen Kreisschulinspektoren mit zeitweiligen Besprechungen dieser An- SÄ® Ärit9'IcgenMt auf den amtlichm auf Grund eines zwischen der Pforte und der englischen Aus dem Manöver. Der Großherzog reiste am Mm Regierung getroffenen Einvernehmens beigelegt worden. wvch vormittags 7 Uhr mittels Sonderzu^s nach Osthofen, Konstantinopel, 18. Sept. Die Pforte verweigerte stieg dort zu Pferde und begab sich nach den Höhen bei bisher dem amerikanischen Missionar in Bitlis Bechtheim. Im Gefolge befanden sich Oberstallmelster Baron (Armenien) die Erlaubnis zu der herkömmlichen Rundreise I von Riedesel, der funktionierende Generaladjutant Oberst von durch das Vilajet. Die amerikanische Gesandtschaft errnäch^- Wachter, die Flügeladjutanten Major Freiherr von Röder unb tigte darauf den Missionar aus eigener Initiative zu der Rittmeister Kraemer. Die Rückkehr nach Mainz erfolgte um Reise, die er -wch bereits angetreten hat. - Auftrage u-t 36 Minuten. — Die Bewegungen der hessischen Di- der russischen Batschast begab sich der: »AW „Ä"’“’ m nat>men am Mittwoch ihren Fortgang und zogen sich m Wan nach Musch, doch ist aus seinen bisher emgetvofienen 1 .7® Berichten nichts Genaues über die dortige Sage zu ent- wehr nördlich bis zur L,me Mettenheim Dorn-^urkheim nehmen. Bechtolsheim. Heute ist Ruhetag. Das Manöver m der Perpignan, 18. Sept. Ein aus Buenos Aires ein- Division sindet am Samstag seinen Abschluß, dann beginnen Bener spanischer Anarchist Namens Cora wurde auf I die Manöver der Division gegen eine markierte. Am 23. soll ahnhose Cerbere verhaftet. Zollbeamte fanden in dem Divisionsbiwak stattsinden und am 25. die Herbstmanöver be* Gepäck eine Menge anarchistischer Schriften. endet sein. New-York, 18. Sept. Die kolumbische Regier- .. Schlägerei. Gestern mittag gerieten zwei Dienstknechte unB erklärte in einem Tagesbefehl ait flte PWVMvuder-Neustadter Felde im Streit, wobei der eine seinen Gegner Lt MjTXItaffiÄb dem umgedrehten «ufta. M fei, werde sie sicy auf die. bestehenden Verträge berufen, schlug, daß dieser eme stark blutende Wunde davo g. um die Freiheit'des Verkehrs zu sichern. Vielleicht ist in Thäter wurde zur Anzeige gebracht. letzterem Hinweis eine Andeutung der Möglichkeit einer I ** Diebstahl. Gegen einen bei einem hiesigen Fuyrmann Einmischung der Vereinigten Staaten zu erblicken. Ich Diensten stehenden Knecht wurde Anzeige erhoben, wen et Colon, 18. Sept. Der Kreuzer „Pinzow" ist hier-1 seinem Nebenknecht ein neues Hemd entwendet hat. ber zurückgekehrt. Er überbrachte die Nachricht, daß die a Schotten, 17. Sept. Bei der gestern stattgehabten Liberalen am 14. September bei Bocasdektoro von den rae^neiftenvaM wurde der Bäcker unb Fabrikant Heinrich kolumbischen Regierungstruppen völlig zersprengt, «, 7 21lm Nüraermeister gewählt. Geschütze und, Munitton erbeutet seien. Oberst Gruzo Kromm IX. .-msttmmig zum ^urgemei,re g y näherte sich mit 300 Mann in Booten' unb Dampfern der! -h- Herchenham, 17* Sept Ziga^enfa^ von Proviftoninsel, landete ungesehen an mehreren Stellen und! Seb. Weibner ist nunmehr m b I 9 ,, griff die Aufständischen vorn und im Rücken zugleich! an. ,H. Weidner übergegangen. Zurzeit ruht ber Vetneo, 1 Paris, 17. Sept. Das „Echo de Paris" erfährt aus Toulon: Die Abfahrt einer fliegenden Schiffs-Division dürste am 24. d. M. erwartet werden. Der Admiral >er den Befehl über die Division übernehmen wird, bekommt genügende Instruktionen, die er aber erst an der Küste Engländer nnd Buren. Es hat den Anschein, als ob die Engländer jetzt allmählich, einsehen, daß sie mit der Vollstreckung von Dodes- urteilen an den „Rebellen" nicht weit kommen. Es wird durch Reuter nämlich aus Sommerset-Ost berichtet, daß das gegen Johannes Els gefällte Urteil von 5 Jahren Gefängnis auf eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren herabgesetzt und das über Jakobus Nel und Johannes N e l gefällte Todesurteil in Gefängnisstrafen von 3 resp. 5 Jahren umgewandelt ift Ein anderes Urteil ist in lebenslängliche Gefangenschaft und ein zu 2 Jahren Gefängnis und 500 Pfund Sterling Geldstrafe berurteiUer Kap- holländer ist zu 6 Monaten Gefängnis und 500 Pfund Sterling Geldstrafe begnadigt worden. Das gegen Caspar Jakobus Grobbelaar, einen bei Garftlandkloof gefangen genommenen Rebellen, gefällte Todesurteil ist in lebenslängliche Gefangenschaft auf den Bermuda-Jnfeln ab- geändert worden. Eine neue Bestätigung für die un günstig e Lage, in der sich die Engländer in Südafrika befinden, geht der „Weltkorrefpondenz" von ihrem Mitarbeiter in Johannesburg zu: Nach allem, was man hört und sieht, scheint es um die Sache der Engländer sehr schlecht zu stehen. Dazu kommt die wachsende Erbitterung und zwar nicht nur der burischen und ausländischen Bevölkerung, sondern fast noch mehr der englischen Unter» tHan en. Die Nichtengländer ertragen die orückende Last wie unter einer füllen Vereinbarung ohne Murren, um nicht etwa den Schein zu erwecken, als wollten sie die Buren durch ihre Klagen zum Aufgeben des Kampfes beeinflussen. Mehr oder minder offene Klagen kommen dagegen von Seiten der englischen Untertanen, sie leiden nicht nur unter den gemeinsam empfundenen Beschwerden, sie stehen obendrein noch unter der äußerst lästigen Verpflichtung, Sdldatendienste zu thun, am Morgen, am Abend, zu Fuß, zu Pferde und auf dem Zweirade mit heliographi- schjen Apparaten und Scheinwerfern, müssen sie sehr zum Ueberdruß der Beteiligten zu Exerzierübungen, zu Schieß- und Marschübungen, zu Paraden 2c. rc. antreten, und warum ist dies alles, warum wird ein Teil der so gebildeten Truppe zur Assistenz der Feuerwehr abkommandiert? Die Erbitterung der nichtenglischen Bevölkerung wird gesteigert durch die Nachrichten aus den Konzentrationslagern. Nahe bei Johannesburg befindet sich ein großes derartiges Sager; doch sind Besucher dorthin nicht zugelassen; ebenso wenig werden Pässe von dort nach Johannesburg ausgegeben, angeblich wegen der in Johannesburg epidemisch auftretenden Masernkrankheit; davon wissen wiraber nichts. !Es handelt sich also um einen faulen Vorwand, und man fragt sich! natürlich: Wozu die Geheimniskrämerei, wenn nichts Schlimmes zu verbergen wäre? Und sprechen denn nicht die Totenlisten eine traurige Sprache? Wenn man da von Dutzenden von Säuglingen lieft: als Todesursache wand of breaft milk! Mangel an Muttermilch! Davon fino früher keine Burenkinder gestorben, denn die Burenfrauen sind eine kräftige Raffe. Also führen wohl Entbehrungen und Strapazen diesen Mangel an Muttermilch! herbei. So ließen sich noch zahlreiche andere Dodes- und Krankheitsursachen aus den langen Trauer und Mitleid erweckenden Siften anführen, welche das eine mit Bestimmtheit erkennen lassen, daß die Sorge für die dort untergebrachten Unglücklichen in Hinsicht auf passende Nahrung und Wohnungsgelegenheit außerordentlich viel zu wünschen übrig läßt. Und nun kommt noch dazu, daß diese erschreckend hohe Anzahl von Todesfällen sich in der trockenen Jahreszeit ereignet; man schreckt mit Entsetzen davor zurück, daran zu denken, wie die Zustände sich gestalten sollen, wenn die Regenzeit eintritt, etwa Mitte September, dann wird der Würgeengel seinen erfolgreicheren Beutezug antreten unter den Kindern und die Verleihung von Kreuz und Stern der Komthure des Hausordens der Hohenzollem an den Admiral Köster, des Roten Adlerordens 1. Kl. mit Eichenlaub an den Admiral- tabschef Diedrichs, des Sterns zum Roten Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub an den Vizeadmiral v. Arnim, des Roten Adlerordens 2. Kl. mit Eichenlaub an den Geh. Admiralitätsrat Hildebrand, des Sterns zum Kronenorden 2. Kl. an den Wirkl. Geh. Admiralitätsrat Berndt. — General der Infanterie v. Obernitz, General- Adjutant und Chef des Grenadier-Regiments „König Friedrich der Große", ist heute vormittag in Honnef gestorben. — In Ausführung des Reichsseuchengesetzes sind Bestimmungen über die wechselseitige Mitteilung des Aus- retens von Volkskrankheiten durch die Civil- und Militär- ivuitt uucl -------- ™ .........ö~ — , Washington, 18. Sept. McKinley war unbinett sich im Amt befinde, von Standrecht keine Rede fähig, an den Zeremonien im Kapitol teilzunehmen, unb in der Kolonie sei ;es handle sich hier um Seben oder am Abend wurde sie von einem langen Weinkrampr befallen, Dod. ! von dem sie sich später wieder erholte, worauf sie nach * # Canton (Ohio) ab reifte ~ Canton (Ohio), 18. Sept. Ter Seichnam McKin* Telegramme des ^Eesicuer Anzeigers. !lehs ist hier angelangt Auf den Straßen war eine nach Sanbon, 18. Sept. Lord Kitchener telegraphiert oehntausenden zählende Menfck^enmenge versammelt aus Pretoria von gestern: Eine Patrouille der Buffalo, 18.©6#. Czolgosz war, als er gestern Gardegrenadiere unter Leutnant Rebow wurde auf einer h^m Gerichte vorgeführt wurde, gefesselt, er wollte Farm in der Nähe von Reiteiding an ber Sune ^eaar- ^cht abnehmen, und ein Polizist mußte das be- Naaunsport umzingelt unb nach hartnäckigem Kampfe sorgen Auf bie Frage, ob er sich schuldig bekenne, gab gefangen. Leutnant Rebow und ein Mann wurden aetotet, Czolgosz keine Antwort Der Richter Lewis, der ihn zwei schwer verletzt, ein Sergeant ertrank bei dem Versuch, vertndigt, plaidierte für nicht schuldig, eventuell für Irr- über den Fluß zu gelangen und Hilfe herbeizuholen. «ntI Lewis sagte, die Aufgabe, Czolgosz zu verteidigen, Kroonstad, 17. Sept. (Meldung des „Reuterjch^enI erstrebe ihm sehr. Der zweite Verteidiger Titus be- Bureaus".) Die Proklamation Lord Kitcheners bringt in antragte Vertagung, damit der Geisteszustand des An- >er Sage in hiesiger Gegend keine Veränderung hervor, o^klagten untersucht werden könne. Die Verhandlung wurde Einige Buren ergaben sich freiwillig, sagten aber, beim darauf bis Montag vertagt. Czolgosz wurde auf dem Wege Verlassen ihrer Kommandos nichts von ihrem Vorhaben. Dom Gerichtssaal zur Zelle von Männern und Frauen aus- Nirgends hat sich eine Burenabteilung ergeben. gezischt. — . 5=5 Y0k0hama, 18. Sept. Marquis Ito begiebt sich heute yflll|nj£5 JA Cluj* auf eine längere Reise nach den Unionftaaten und bann nach Berlin, 18. Sept. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht , Von Pariser BlätterMmmen, die ben Besuch bes Zaren- die Schwierigkeiten, die die Militärkommandanten ben Ein-1 Es entstand ein heftiges Gefecht 30 Aufständische wurden Mares besprechen lieg? bis^jetzt nur wenig vor. Der ehe- wohnem bereiteten, geradezu unerträglich und noch dazu! teils getötet und teils verwundet, 40 gefangen;^ übrigen malige Minister ^H'anotaux widmet in dem Pariser meist vollkommen unnütz. Es sei daher nicht ausge- entkamen. Die Regierungstruppen hatten 5 -tote, 4 23er- „Journäl" dem Zarenbesuch einen eingehenden Seit- schlossen, daß die nächste Zukunft schwere Krisen brmge; wundete. artifet und streift bei diesem Anlaß die Danziger Rede bes soviel aber sei sicher, daß, solange ^as gegenwartige^Ka-^ W a Kaisers Wilhelm, ber bie Versicherung abgiebt, bah ber europäische Friebe für lange Zeit gesichert sei. Dies wirb überall mit Genugthuung ausgenommen werben. Die Kaiserzusammenkunft in Danzig und die Fesllichkeiten in Dünkirchen und Reims haben also eine nachdrücklich betonte friedliche Bedeutung, und die humanitäre Hegemonie, die der Zar Nikolaus, der Urheber der Friedenskonferenz im aaHg, in Europa gewinnt, wird in Frankreich freudig aufgenommen. Hanotaux glaubt freilich, Zar Nikolaus könne nicht ganz vergessen, daß er zu Felix Faure von der Erhaltung des Friedens im Geiste der Billigkeit und .Gerechtigkeit gesprochen habe. — Der „Gaulois" schreibt: „Wir sagen nickst, daß zwischen Deutschland und Rußland ein Allianz-Projekt besteht, aber wir können zur Stunde incht ber Feinb Deutschsimbs und ber Bunbesgenosse Nuß- aufier auf der Chaussee vollkommen ausgeMossen finSe _ _ .. __4-w i-^.hP-n,,»><» MlÄ S* D» &>.. ... Ä.» w Amerikanische und Kalifornische Elsenbahnpaplcre, Hessische gut zu Schwemesutter. dem Kabylenstamm Beninasara 10 000 Francs, um die Frei-. Staatsschuldverschreibungen, Holländische Kommunattose, Raab- m. Bon der Bergstraße, 18. Sept. Wo sind dre Hoffnungen gefangen genommenen Spanier zu erreichen. Portugiesisch-, St°°ts-nl°ih°, \ W XÄÄ A - «’n „ z zu stieß ein Güterzug auf die Wagen eines von Boston kommenden l r u n d e. Bezüglich der Qualität erwartet man einen Mittelweln. Personenzuaes und schleuderte ihn vom Damm herab. Drei g u n b°e b ft “m‘b=g?nnbm fctog «uf etaen Männer und drei Frauen wurden getötet, acht Personen ver- halben Herbst. Auch hier sprinaen die Trauben auf und laufen wundet. / 18. Sept. Tausende strömten vom besinnungslos herausgeholt. Aerztliche Hilfe war sosott zur Weinernte bedeutend perichlechtert. Ueberall. hort: man^^en, . Obsten Morgen au in die Stadt. Der Zug mit der Leichss ' die beiden abgewendet d° .^7« bie ^^-saule aufge- ein. »Ä Meilen von | trete» ist unöwpro wnjrni gttVL -------Canton stand die Bevölkerung an der Ersenbahnlmre und Gottesdienst Ul der Synagoge, Südantage. erwartete in schweigender Trauer den Zug. Als ^rau Mac Aftaetitisrffe Religionsgemeinde. Kinley den Zug verließ, war sie so^überwältigt, daft sie m der am Montaa in berl Samstag den 21. September 1901. einen Wagen gebracht werben mußte, der sie nach .^auft der am Montag n Der | g5orabenbg6>^ Uhr, morgens 880 Uhr, nachmittags 4 Uhr, brachte. Inzwischen wurde der Sarg nach bchn Hof deA Sabbachausgang 7" Uhr. Hauses Mac Kinleys gebracht. Roosevett, die Mimfter, Gottesdienst der israelitischen Keligionsgestllschast. ber Gouverneur von Ohio und z^hlreich^ andere ^Eden- * Mieter am 2l/Septtmber 1901. träger gaben ton b^ Freitag abends 6 Uhr, Samstag vormittags 8 Uhr: Magen. HoheLsfi^re oer Lttmee und d F , . Predigt. unter General Miles uno Admiral ^ewey, vuoeten dre Nachmittags 4 Uhr, Sababthausgang 715 Uhr. Eskorte des Sarges. Später wurde das Publikum m den Sonntag morgens 5, nachmittags 3 Uhr. I c\of bes Hauses zugelassen, wo tausende am Sarge vorüber Montag den 23. September 1901; fdiritten Vcrsöhnuugsfest. Sa'ntia go, 19. Sept. Die feierliche Einführung des Vorabends6^: Predigt. neuernannten Präsidenten von Chile, Riesco, in Morgens 6 , Festausgang 7 . hat am 18. September stattgefunden. Alsdann Wochengottesdienst: morgens,6^.°,,abestds. 6°°.---------------| l«g y%bSt den Ministern, den Mitgliedern des geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Mathern.-Naturw. Verein L A.: Heinrich Orbig sind, ehern. 6280 3277 Im Namen aller Hinterbliebenen: Giessen, den 19. September 1901. Der Gatte: Otto Schneider, Giessen, den 19. September 1901c Die Beerdigung findet Samstag, nachmittags 4 Uhr, in Villingen statt. Kd Eva Maria Schneider geb. Birkenstock sprechen wir unseren tiefgefühltesten Dank aus. Für die ausserordentlich vielen Beweise aufrichtiger und teilnehmender Freundschaft während der Krankheit und bei dem Tode unserer lieben . - Unterfertigter Verein erfüllt hiermit die traurige Pflicht, seine lieben E. M. E. M., A. H. A. I. a. B. I. a. B. und a. B. a. B. ' von dem gestern morgen erfolgten Ableben seines lieben A. H. Wilhelm Sepp Grossherzig!. Hess. Gerichtsaccessist zu Friedberg W WWhlilnW Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute und «orgeu: Wudflkisch 56 Pfg. 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