.MEsfiges ichen r 1. Auaust in kleine u)t. Offerten unter die (fcpeb. d. 581. ' Per fni' ftüAe u< >°s°n og ■Sjuu. *818 lott ZHifton Arrott 5i 12*2Ä' S*=^ "»'■ w> e®* ^erg 9 !WM° ^Neuen-Bäue^ hrling MAnlM« "**•08 mit nutn ft:.^ertenunL «PPebUion b. PI w •ontor jtmflt $(,«. ir 8. Äontorfad) nicht M schöne hanbfchr. « o Sfr** 0 L 5 Ä e 3 « p * * S 1 in — Ö2 ® tc 0) 'S S *> ft 5 s S S 5 Ski = BI ■ tf - tij Mr. 168 Liweires Blatt. Samstag ÄO. Jirli 1901 ds Mirefle für Depesche Anzeiger Sieben. Fernsprechanfchluß Är.N. 151. Jahrgang. m*MerTe»wMtiM< unk 53r.^ß8ht*w femhUw- •**« btw Sn. Mi „Blatter MWiHike* Mer« 8Ä»6 ««q»Ech bMyteft. MM llWl|ii"i im in imuwii n iwwi ^j^iri^rrriT-mTTnnnnraMMnBi ■■iiiimb h lll■ll^HLlll himwm ■um III Noch einmal die Huunenbriefe. Mau schreibt uns aus Berlin: Die „halbamtliche" Aufklärung, wonach die Behörden einer Lügeufabrtk vou sogeuauuteu Huuneubriefeu auf die Spur gekommen seien, begegnet doch einigem Kopfschütteln. Also rin „Handlungsgehilfe B." aus Luzern hat an einen Unter Offizier fieben fertige Briefe geschickt, die der letztere in Peking auf die Post geben solle, damit die Angehörigen des B. zu Hause in den Glauben versetzt würden, ihr tapferer Vetter und Bruder morde und brenne in China. Aber der Unteroffizier hat diese Briefe ja gar nicht abgesandt, sondern fie sind an die heimatlichen Behörden gelangt, die jetzt Stellen daraus veröffentlichen. — Möglich, daß andere Unteroffiziere ähnliche Briefe erhalten haben, aber nicht recht wahrscheinlich. Die Hunnenbriefe erklären fich viel menschlicher aus der Lust am Fabulieren, die namentlich Un- und Halb gebildete so leicht ergreift in Lebenslagen, die über das All- lägltche gehen. Mir erzählte 1870 ein deutscher Streiter allen Ernstes, daß fie in Frankreich jedem Pfaffen die Tonsur einge sch läge« hätten. Der Mann war katholisch und aus einer katholischen Gegend! Ich lachte den dummen Menschen aus, und verbat ihm, mich so einfältig anzulügen; ob er denn nichts Besseres erfinden könne. Wir hatten damals noch keinen Reichstag und keinen Bebel, sonst hätte dieser moderne Nachfolger des blinden ZiSka vielleicht schon eine Rolle spielen können. Aus der Kriegsberichterstattung des Hauptmanns Neuuhauer in einem hiesigen Matte ragt als besonders bemerkenswert die Schilderung zweier kühner^Reiterthaten hervor. Zwei Leutnants mit nur wenig Mannschaft, 6 und 9 Reitern, machen durch feindlichstes Gebiet einen RekognoSzierungSritt bis an die große Mauer. Sie kommen in Gegenden, wo die grauenhaftesten ChristenmaffacreS stattgefunden hatten; fie werden von naq Hunderten zählenden Chinesen, Boxern und Soldaten angegriffen. Deutscher Ue&ermut läßt fie toll in die Feinde hineinreiten, die denn auch nach chinesischer Manier vor solcher Tapferkeit gleich Fersengeld gaben. Und das nicht einmal, aber fortwährend auf dem ganzen Ritte! Hinter den Reitern ziehen die Ueberbleibsek aus den verwüsteten Christen- Mrfern und nehmen jetzt, wo fie sich sicher fühlen, an den einstigen Quälern blutige Rache. Daß die deutschen Reiter, wer ihnen in den Weg kommt, nicht mit Sammetpfoten an» fassen, läßt sich denken; ein Erfolg ihres Rittes ist nur möglich, wenn vor ihrem Häuflein der Schrecken geht, und wie die apokalyptischen Retter rasten fie auch dahin. Darüber Briefe in die Heimat und diese in die Hände von Leuten gegeben, welche vom Kriege, namentlich so grausamem Feinde gegenüber, nichts verstehen, oder nichts verstehen wollen, denen jedes Mittel recht ist, wenn es in ihren Kram paßt, auch wider ihre Uebrrzeugung, — und die Hunnenbriefe waren fertig. Sie wären auch gekommen, wenn die betreffende un- glückliche Redewendung nicht gefallen wäre. Die letztere hat nur Pathe dazu gestanden. Menelik und Mullah. Zu den politifchjen Persönlichkeiten, die sich anders entwickelt haben, als man von ihnen annahm, gehört Negus Menelik, der „Kaiser" von Abessynien. Dieser halb- barbarische Fürst ist mehr Diplomat als Eroberer. Er frrad)| die Machtstellung Italiens in der Erytrea, scheint «ber daraus zu verzichten, sein Waffenglück auch gegen die Engländer im Nilthale zu versuchen. Er bekämpft diese vielmehr mit den Waffen politischer Klugheit. So sehr sich die Agenten Englands auch bemühen, Ganzkonzessionen oder sonstige Zugeständnisse zu erlangen, der Negus verhält sich! Ablehnend, um sich dem Russen Leontiew und dem französischen Gesandten Lagarde gegenüber desto entgegenkommender zu zeigen. Diese Letzteren haben soeben wieder eine Goldminen-Kvnzession erhalten, während der englische Agent «m Hofe Meneliks, Oberst Harrington, die Zustimmung Me- neliks zur grundsätzlichen Regelung der Grenze zwischen Abessynien und den anliegenden Nilländern nicht erreicht hat. Dafür aber überbringt er, einem heute uns vorliegenden Reuterschen Telegramm aus Aden zufolge, dem englischen Könige ein „Glückwunschschreiben" Meneliks und das Großkreuz des Sterns von Aethiopien in Gold! Hei, wird sich! König Eduard über diese kolossal schneidige exotische Dekoration freuen! Seine getreuen Engländer aber werden von weiteren Expansionsversuchien fürs nächste wohl Abstand nehmen. Meneliks Truppen leisten ihnen nämlich zurzeit im Kamps gegen den neuen Mahdi, den „tollen" Mullah, wertvolle Unterstützung, wenn Auch die Abessynier keineswegs im englischen, sondern durchaus im eigenen Interesse den Nachfolger Abdullahs befehden. Er ist zufällig der gemeinsame Feind der Briten und des Negus. Ueber den Feldzug gegen den Mahdi Mull ah, Nn jetzigen Führer des Aufstandes im Sudan, veröffentlichen die „Times" einen ausführlichen Bericht, dem wir Folgendes entnehmen: „Die Expedition marschierte am 22. Mai von Burao aft des Mullah. Einer der Offiziere hatte zuerst nur ein einzelnes grasendes Kamel entdeckt, das einen Hügel hinaufgeklettert war, und daraus schloß Man, wie sich nachher herausstellte mit Recht, daß man in die Nähe des feindlichen Lagers gekommen war. Die beiden Abteilungen begannen sofort den Angriff von zwei verschiedenen Seiten. Sie gingen von der Stelle weg im Galopp vor, und so gelang es, den Aden Madoba 600 Kamele und 500 Stück Rindvieh und Schafe wegzunehmen. Man nahm an, daß ein großer Teil des Jama Siad-Stam- mes sich ebenfalls in der Nähe befinden müsse, den die berittene Infanterie nach einem Galopp über zehn Meilen auch antpa-f und in die Flucht trieb. Diesem Stamm wurden 2200 Kamele abgenommen. Als man aber bemerkte, daß der Feind sich zum Angriffe sammelte, und daß die Pferde zu sehr übermüdet waren, um sie noch weiter verwenden zu können, beschloß der Major, die Kamele so schnell wie möglich wegzüführen, was keine leichte Aufgabe war. Der Feind drängte bei dem ganzen Rückmarsch über 16 Meilen bis an die Stelle, wo die Hauptabteilung lag, nach, und dort mußte schnell für die Nacht ein Lager befestigt werden. Ein Angriff schien unvermecküich, und es war äußerst schfver, die wenigen Leute so zu verteilen, daß sie die große Zahl von Kamelen schützen konnten; wären diese unruhig geworden oder gar durck^egangen, so wäre das Resultat entsetzlich gewesen. Um die Lage noch bedenklicher zu machen, stieg ein Gewitter auf, und der Mond verdunkelte sich vollLimmen. Der Regen kam in Strömen nieder, und die Leute zitterten vor Kälte auf ihren Posten. Der Morgen kam aber heran, ohne daß der Feind sich hätte sehen lassen, und so wurden die Kamele im Triumph nach Gebile getrieben, wo sich das Hauptquartier der Expedition befand. Die ganze Angelegenheit schadete dem Prestige des Mullah sehr. Am Abend des 2. Juni verließ die Expedition dann Gebile mit der Richtung au: Assura. Man kam immerfort mit Patrouillen des Feindes in Berührung, und am dritten marschierte man durch ein Thal, in dem aus Webbe Shebile. irnportierte Leute für den Mullah verschiedene Arbeiten verrichteten. Die berittenen Truppen wurden voraus geschickt, um den Mullah zu fangen, er war aber offenbar wenige Stunden vorher abmarschiert. Am nächsten Morgen wurden einige Leute gefangen genommen, vonß denen man in Erfahrung brachte, daß der Mullah einen Flankenmarsch ausgeführt und die in Gebile zurückgelassenen Truppen vergeblich! angegriffen habe. Kurz darauf wurde gemeldet, daß der Njad Mullah selbst an der Spitze eines großen Heeres der britischen Abteilung folgte. Infolge von Transportschwierigkeiten war es nicht Möglich, so schnell vorwärts zu kommen, wie es wünschenswert gewesen wäre. Zwei Kompagnien bekamen darauf den Befehl, den Transport zu schützen, und mit den übrigen marschierte der Major dem Feinde entgegen. Es kam zuerst zu einem Kampf zwischen der britischen und der feindlichen Kavallerie, wobei die letztere in die Flucht geschlagen wurde, das war das Zeichen für einen allgemeinen Rückzug des Feindes. Er warf Gewehre und Munition von sich die verfolgenden Truppen drängten nach umsomehr, als man in Erfahrung gebracht hatte, daß drei Führer der Rebellen an der Front waren, neben dem Mullah noch der Sultan Nur und Haji Sudi. Der Feind floh nach einem befestigten Platz des Mullahs in den Bergen, der Welahed hieß und ungefähr 40 Meilen entfernt lag. Die Verfolgung wurde unter den schwierigsten Veryältnissen über ein sehr rauhes Gelände fortgesetzt, die Pferde gaben schließlich nach und nur die Kamele zeigten eine wunderbare Ausdauer. Die berittene Infanterie und die Kamele hatten in dreißig Stunden eine Strecke von über 100 Meilen zurückgelegt, und während der Verfolgung des Mullah 60 Meilen in 24 Stunden. Wäre nicht die Nacht zu dunkel gewesen, so wäre es wahrscheinlich gelungen, den Mullah zu fangen, der nur einen geringen Vorsprung hatte. Die Leute waren so ermüdet, daß, wenn sie für einen Moment abstiegen, um eine Spur zu untersuchten, sie häufig sofort schlafend umfielen. Am nächsten Morgen wurde Welahed verbrannt. Die Mannschaften waren 36 Stunden ohne Essen und Wasser gewesen. Das Heer das Mullah, mit dem dieser den Angriff auf Gebile machte, bestand aus 5000 Mann, von denen 3000 beritten waren, bei dem ersten Angriff waren ungefähr 2000 Mann beteiligt. Bei dem Angriff auf diesen Ort halten die Engländer ungefähr zehn Tote und zehn Verwundete, der Feind hatte sehr große Verluste. 340 Leichen wurden innerhalb weniger hundert Meter von den schnell aufgeworfenen Befestigungen gefunden, und ungefähr 300 lagen auf den Anhöhen rings herum. Der Gesamtverlust des Feindes an Toten allein dürste über 800 betragen haben, und die ganze Gegend ist voll von Verwundeten. Der Mullah selbst nahm an dem Kampf feinen Teil, sondern beobachtete denselben nur von einem in der Nähe liegenden Hügel aus. Als er dann sah, daß Alles verloren war, setzte er ich an die Spitze einer Kavallerieabteilung und ritt nach Welahed zurück." Der Korrespondent der „Times" meint, die ganze Angelegenheit zeige deutlich, was der britische Offizier aus den Eingeborenen eines solchen Landes machen könne. Vor echs Monaten habe es überhaupt noch keine Somali-Land- oldaten gegeben und in dieser kurzen Zeit seien sie so ausgezeichnet ausgebildet worden, daß sie solche Massen des Feindes einfache vernichten konnten. Die Macht des Mullah scheine vollkommen gebrochen zu sein, der ganze nördliche und östliche Teil von Dolbahanta ergebe sich. Der Glaube an den Mullah ist geschwunden, weil seine Anfänger mit eigenen Augen gesehen haben, daß 300 Mann ihrer eigenen Stämme unter der Führung weißer Offiziere 5000 Mann unter Führung des angeblichen Propheten in die Flucht schlagen konnten. Uebrigens, fügt der Bericht hinzu, sei es interessant, zu erfahren, daß die Somalis den Mullah selbst Mahdi nannten und sich als Derwische zu bezeichnen liebten. Die Expedition will nun zunächst auf Bohotte marschieren, wo man mit der ab es syrischen Abteilung zusammenzutrefien gedenkt. Dann soll gemeinsam weiter vorgegangen werden. VoMische Tagesschau. Das Koh lens yndikat will noch immer nicht an Preisermäßigungen heran, obgleich eine ganze Anzahl von Industriebetrieben, so die Eisen- und die Zement-Industrie, der Verschlechterung der Konjunktur durch Preisnachlässe Rechnung tragen. Man Null zunächst, so schreibt man soeben der „Voss. Ztg.", aus dem westfälischen Kohlenrevier, die Entwickelung des Herbstgeschästs abwarten, und allenfalls eine Preisermäßigung von 50 Psg. für Jndustriekohlen und von 25 Pfg. für Hausbrand auf die Tonne zugestehen. Diese, obendrein ungewisse Ermäßigung wird im Detailhandel für den Hausverbrauch kaum zur Geltung gelangen. Es wird also, da die Preise des Kohlensyndikats für die anderen deutschen Kohlenbezirke in Betracht kommen, im nächsten Winter aller Wahrscheinlichkeit nach ungefähr dieselbe Hphlenteuerung herrschen, wie im vorigen Winter. Das sind trübe Aussichten. Die wiederholten parlamentarischen Kohlennot-Jnterpellationen, die Zusicherungen der Regierung, nach Kräften Abhilfe schaffen zu wollen, Herrn v .Thielens Trostwort von der „vorübergehenden Erscheinung" — alles das mag gut gemeint gewesen sein, aber es hatte den einen Nachteil, daß es nicht half. Jetzt läßt sich nur noch einige Hoffnung darauf setzen, daß aus dem Auslande, beispielsweise aus den Ver. Staaten, billigere Kohle ein geführt wird. Es scheint seine Richtigkeit zu haben mit der neuestem Mitteilung über die projektierten landwirtschaftlichen Zollsätze. Die „Nordd. Allg. Ztg." schweigt, während sie in ähnlichen Fällen sehr prompt Meldungen, die den Inhalt des Zolltarifs betrafen, in das Gebiet den Kombination verjpies. Details aber, wie die jetzt berichteten können nichl auf Kombinationen beruhen. Selbst die „Kreuzztg." sieht sich veranlaßt, Notiz zu nehmen von den Angaben, weil diese, wie das konservative Organ schreibt, „ihren Weg durch die Presse nehmen". Eben im Hinblick auf die rasche Verbreitung der Meldung würde unseres Erachtens die Regierung nickst gezögert haben, eine Richtigstellung zu veranlassen — wenn etwas richtig zu stellen wäre. Die „Kreuzztg." vermutet, daß durch die Kundgebung des „Beobachter" lediglich der Bewegung gegen die Erhöhung der Agrarzölle neuer Zündstoff zugeführt werden solle. Diese Wirkung, ob beabsichtigt oder nicht beabsichtigt, dürfte allerdings nicht ausbleiben. Engländer und Buren. Dem „Daily Telegraph" wird aus Pretoria vom 16. ds. gemeldet: Die Nachrichten über Grausamkeiten, die von Buren bei Vlakwntein begangen worden seien, haben sich als unbegründet herausgestellt. Die Buren haben während des Krueges mit wenigen Ausnahmen immer human und großmütig gehandelt. — So Haden also die Engländer wieder einmal gelogen! — „Daily Telegraph" sheht der Regierung sehr nahe und dürfte daher gut unterrichtet sein. Es sei übrigens bei dieser Gelegenheit hinzugefügt, daß die Opposition im englischen Unterhause den Fall des Sergeanten Fisher, der eingestandenermaßen bei Vlaksontein unter b,em Scheine, sich ergeben zu wollen, einen Buren erschossen hat, zur Sprache gebracht hat. In der Sitzung vom 17. Juli fragte Ladouchere den Kriegsminister, ob der Fall dem Oberstkommandierenden zur Bestrafung vorgelegt werden solle. Brodrick erklärte, daß er in der Sache nichts thun könne, wenn ihm nicht weitere Beweise vorgelegt werden könnten. Ladouchere fragt darauf, was für Beweise denn das Kriegsministerium haben wolle, ivenn des Mannes eigenes Geständnis nicht genügend sei? Der Kriegs Minister entgegnete, eine solche Anklage müsse erst amtlicherseits erhoben werden, ©in anderer Abgeordneter fragte alsdann Brodrick, ob feiner Ansicht nach der betreffende Sergeant nicht als geständiger Mörder zu betrachten sei. Für diese Frage wurde der Abgeordnete zur Ordnung gerufen! — In der Sitzung am folgenden Tage teilte Chamberlain mit, Milner werde am 10. August nach Südafrika zurückkehren. General Kitchener meldet aus Elandssontein, daß bei den Kämpfen in der Oranjefluß-Kolonie Karl Botha, der Sohn Philipp Bothas, der Leutnant Thomas Gumun und der Feldkornet Oliver gefallen seien. Deutsches Keich. Berlin, 18. Juli. Aus Gu dv a n ge n wird gemeldet: Se. Majestät blieb gestern an Bord und erledigte Regierungsgeschäfte. Heute nachmittag begab Se. Atajestät sich nach Stalheim, wo in dem Hotel bis Samstag nachmittag Wohnung genommen wird. . Das Wetter ist andauernd schön. An Bord alles wohl. — Der preußische Handelsminister Möller benutzt die parlamentslose Zeit dazu, die Verhältnisse im Lande draußen, soweit sie das Ressort für Handel und Gewerbe angehen, durch Augenschein kennen zu lernen. Tie nächste, ür Ende Juli in Aussicht genommene Reise führt den Minister nach Danzig, Königsberg, und Memel. Der Minister will sich vor allem über die Sage des Getreide- und Holzgeschäfts informieren. Ta dieses sich großenteils auf dem Seewege abwickelt, ist anzunehmen, daß staatliche Maßregeln zur Belebung des brachliegenden Ostseehandels demnächst erwogen werden. — Durch Allerhöchste Kabinettsordre nnii'be bestimmt: Tie Marinetruppenteile des ost asiatischen Ex - leditionskorps treten mit ihrer Heimreise in den Befehlsbereich der Inspektion der Marine-Infanterie. Das erste und zweite Seebataillon sind mit dem Eintreffen in der Heimat demobil &u machen unter gleichzeitiger Auflösung des ersten und zweiten Ersatzseebataillons. Mit demselben Zeitpunkte sind die übrigen Formationen des genannten Expeditionskorps aufzulösen. , t A A Bremen, 18. Juli. Ter Norddeutsche Lloyd hat neue Vorschriften über die Ausbildung von Soernaschrmiren aus feinen großen Post-- und Passagier-Dampfern erlaufen, wonach weiterhin die Berechtigung zum einjährig- sremulllgen Dienst die Voraussetzung für den Eintritt der Icaschmisten- Zöglinge ist. Die Vorfchrifteri verlangen eine dreijährige Ausbildung auf deutschen Werften, und neben den gesetzlich vorgeschriebenen Fahrzeiten jedes Mal den einjährigen Besuch einer technischen Lehranstalt mit abgeschlossener Prüfung. (Unter-Ingenieur- und Jngenreur-Prufung.) H a m b ii r g, 18. Juli. Aus Anlaß der neuesten Rekordleistung des Schnelldampfers „Deutschland" der Harn- Lnrg-Amerika-Linie, der auf seiner letzten Reise von New- York nach Plymouth eine Durchschnittsgeschwindig- keit von 23,51 Knoten in der Stunde erzielt hat (gegen bisherige 23,38 Knoten), ist der Direktion der Hamburg-Ame- rika-Linie folgender Glückwunsch vom Kaiser aus Gud- vangen zugegangen: „Bravo „Deutschland"! Ein bisher noch von keinem Schiffe der Welt erreichtes, vorzügliches Ergebnis. Ehre den Erbauern, der oft erprobten Vulkanwerst, und Ehre dem Personal des Schiffes! Beide tragen den Ruhm würdig über die Meere! Ich freue Mich, daß das Schiff „Deutschland" heißt." Osterburg, 18. Juli. Bei der heutigen L a n d t a g s- ersatzwahl im zweiten Wahlbezirk des Regierungs-Bezirks Magdeburg wurde Deichhauptmann v. Lucke-Büttnershof (konservativ) gewählt. Stuttgart, 18. Juli. In der Tarifkommission der zweiten Kammer hat die Regierung eine Erklärung dahin abgegeben, daß auch sie mit der Einführung der 45 tägigen Giltigkeit der Rückfahrkarten die Tarifreform nicht als abgeschlossen betrachte, und daß sie die Einführung eines einheitlichen und billigeren Tarifs unter möglichster Beseitigung der bestehenden Ausnahmetarife für erstrebenswert halte. — Die Kammer der Abgeordneten lehnte in ihrer heutigen Sitzung den Antrag der sozialdemokratischen Abgeordneten auf Einführung einer Vermögenssteuer mit allen gegen 6 Stimmen a b. Hierauf wurden die Entwürfe der Regierung zur Steuerreform an ine Steuer-Kommission überwiesen. Ausland. Stockholm, 18. Juli. Die45tägige Giltigkeit der Rückfahrkarten soll jetzt auch in Schweden eingeführt werden. Diese Rückfahrkarten sollen auch im Verkehr zwischen Schweden und Deutschland gelten. Die einschlägigen Unterhandlungen sind im Gange. Loudon, 18. Juli. Im Unterhause richtete Herbert Roberts an den Unterstaatssekretär Cranborne die Frage, ob er nicht eine Erklärung abgeben könne über die S ch w i e r i g- keiten, die dazu geführt hätten, daß die Frage der Regelung der chinesischen Entschädigung auf den toten Punkt gelangt sei, und ob das indische Kavallerie-Regiment, das Tientsin verlassen sollte, Gegenbefehl erhalten habe. Cran borne entgegnete, die Schwierigkeit, die sich erhoben habe, stehe in Beziehung zu der Auswahl der Einnahmen, die für den Dienst der für die EntschädigungSzahluug auszugebenden Bonds bestimmt seien. Die Verhandlungen seien noch immer im Fortgang. Die Abfahrt des indischen Regiments sei nicht verschoben worden. Brüssel, 18. Juli. Repräsentantenkammer. Im Lause der Erörterung über das Budget deS Unterrichts wurde der Sozialist Demblon zur Ordnung gerufen. Weiterhin kam es zu stürmischen Szenen. Ein Mitglied der Rechten rief Demblon „Infamer Verleumder!" zu. Demblon erwiderte „Elender!" und erging sich inmitten großen LärmS in schweren Angriffen und Beleidigungen gegen den König. Der klerikale Abg. Verhaegen beschuldigt die Sozialisten der Unfittlichkeit, weil das litterarische Wochenblatt „Terminal", an dem sozialistische Abgeordnete Mitarbeiten, eine unsittliche Novelle veröffentlicht habe. „Kanaille", „Jesuit", „Lockspitzel" und andere Schimpfworte wurden gegen Verhaegen geschleudert. Hubin geht mit erhobener Faust auf den Deputierten Verhaegen zu. Die Kammerpolizei schreitet ein. Der Präsident unterbricht die Sitzung aus eine halbe Stunde. Nach Wiederaufnahme derselben droht der Präsident mit endgiltiger Aufhebung im Wiederholungsfälle. Paris, 18. Juli. Die Budgetkommission strich mit allen gegen 2 Stimmen den Posten der Gesandtschaft beim Vatikan. Madrid, 18. Juli. Die gestrigen Vorgänge in Saragossa sind hochervst. Geistliche und viele andere Teilnehmer der Prozession waren mit Revolvern und Schießvorrat versehen. Ein Geistlicher, der die Fahne vorantrug, schlug mit einem Knüttel ein, sobald er das erste Pfeifen vernahm. Biele Tonsurierte schossen unaufhaltsam auf die Menge. Nachdem die Prozession durch dazwischengeschobeue Karren getrennt war, flüchtete ein Teil in die Kirche St. Philipp Neri, dort schoffen Geistliche, Sakristane und Chorknaben vom Turm herab auf die Massen. Die Polizei las in der Kirche 13 Revolver auf. Ein Toter warde aufgefunden, über 50 Leute find verwundet, 12 schwer, durch Kugeln und Dolchstiche. Viele Straßen find blutgerötet. Das Rote Kreuz intervenierte emsig. Die Thüren der Kirche Philipp Neri uud des Klosters „Heilige Agnes" wurden mit Petroleum begoffen und verbrannt. Das Jesuitenkloster und das der Karmeliter wurde mit Steinen bombardiert. Die Redaktion des katholischen „Noticiero" wurde zertrümmert und ein Redakteur verwundet. Weitere Prozessionen wurden untersagt. Petersburg, 18. Juli. Die von der russischen, italienischen uud französischen Preffe in der letzten Zeit wiederholt Der« breitete Nachricht von einem Besuch deS italienischen Königspaares am Hofe des Kaisers von Rußland im Herbste dieses Jahres bestätigt sich nicht. Maßgebende Persönlichkeiten erklären, das italienische Köuigspaar beabsichtige, in diesem Jahre keine Reifen an fremde Höfe zu uvternehmen. Aus Stadt und Kand. Machrichter» von allgemeinem Interesse sind unB stets wUrtomme* und werden angemessen honoriert. medizinische Fakultät lädt auf Montag den 22. Juli Nm, 7 Uhr, zu einer öffentlichen Vorlesung über „Die neuesten Forschungen auf dem Gebiete der Malaria" ein, die der Assistenzarzt an der medizinischen Klinik Dr. Franz Volhard zum Zweck der Habilitation für innere Medizin an der Landes- uwiversität halten wird. **Pros. Bier merin Frankfurt. Wie wir hören, wird der ordentliche Professor der Nationalökonomie an der hiesigen Universität Dr. phil. et jur. M. Biermer im kommenden Wintersemester an der neu eröffneten Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt a. M. Vorlesungen über „Geld-, Kredit- und Bankwesen" halten. ** Das Vorlesungsver zeächnis unserer Universität für das Winter Halbjahr 1901/02 ist erschienen. Von den neu berufenen Professoren sind die Herren Drews, Gross und Schwally aufgeführt. Aus den angekündigten Vorlesungen seien folgende hervorgehoben, die allgemeines Interesse haben dürsten: Prof. Dr. Holtzmann lieft u. cl ein Publikum über „Christentum und Gesellschaft", Prof. Tr. Schmidt liest über „Grundzüge des deutschen Privatrechts, mit Berücksichtigung der Rechtsentwicklung in Hessen", Prof. Dr. Groos über „Das Seelenleben des Kindes", der demnächstige Rektor Prof. Dr. Hansen über „Die Vegetation der Erde", Prof. Dr. Biermer über „Volkswirtschaftliche Tagesfragen", Prof. Dr. Thaer, der seinen Rücktritt angekündigt hatte, über „Technologie der landwirtschaftlichen Gewerbe", Prof. Dr. Sauer über „Kunstkritische Hebungen über italienische Malerei", Prof. Dr. Behaghel über „Sprachgebrauch und Sprachrichtigkeit" und „DieWort- bildungen des Deutschen", und Musikdirektor Trautmann über „Mozart und Beethoven in ihrem Leben und ihren Werken, mit Beispielen am Klavier". ** Studentenversammlung. Gestern abend fand im Hotel Einhorn ein eStudenkenversammlung statt, in der Dr. phil. K. Heim über das Thema „Der moderne Student und die Sittlichkeitsfrage" spracht Der Redner wies an der Hand von Beispielen auf die ungeheure Schädigung hin, die die deutsche Volkskrast durchs die Unsittlichkeit und ihre Folgen erleide. Die Gesetzgebung fei ohnmächtig im Kampfe gegen die Unsittlichkeit. Da sei in erster Linie der Student, der einstige Träger der Volkskultur, dazu berufen, diesen Kampf aufzunehmen. Erfolgreich könne er das aber nur, wenn er aus dem Kampfe mit der eigenen Sinnlichkeit als Sieger hervorgegangen sei. Das fei durchaus notwendige Vorbedingung. Die Kraft zur Selbstüberwindung aber könne ihm weder angestrengtes Stu- duim, noch Philosophie, noch' irgend etwas anderes geben, diese sinde er nur im Christentum, im Anklammern und völligen Sichhingeben an Christus. ** Auszeichnung. Der Großherzvg hat dem Wachtmeister a. D. Frieß, seither im 2. Großh. Dragoner- Regiment (LeMDragoner-Regiment) Nr. 24, die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Sch. Folgender Schnlwih, wird uns aus unserem Leser- reis mitgeteilt: Lehrer: Abraham wohnte im Haine Mamre iei Hebron. Also wo wohnte Abraham? — Schüler: Abraham wohnte bei seiner Mama in Herborn. § Butzbach, 19. Juli. Gestern abend traf aus Anlaß der in der Umgegend stattfindenden militärischM Ueb- ungen der Kommandeur der 21. Division, Generalleutnant v. Deines zu einem dreitägigen Aufenthalt hier ein. — Morgen wird eine Eskadron der 21. Kavalleriebrigade in Butzbach« Quartier nehmen, wo sie bis zum 22. Juli bleibt. Während dieser Zeit befindet sich auch das Hauptquartier in unserer Stadt. k. Bad-Nauheim, 18. Juli. Am nächsten Dienstag eiert Herr Carl Machts hier sein 25jähriges Jubiläum als Musikdirektor der Kurkapelle des Bades Nauheim. Machts ist in Weimar geboren; er gehört zu den Schülern Liszts und war mit Rich Wagner eng befreundet. Der Jubilar ist ein ausgezeichneter Dirigent und hat auch als Komponist nicht Unbedeutendes geleistet. Bei den Kurgästen von Nauheim erfreut er sich großer Beliebtheit. Wie man hört, sind ihm von feiten der Großh. Kurverwaltung, wie auch von der Gemeinde verschiedene Ehrungen zugedacht. ** Bad-Nauheim, 18. Juli. In den letzten Tagen lief der neue Karlsbrunnen etwas schlechter. Nachdem nunmehr aber Reinigungsarbeiten vorgenommen worden ind, ist der Sprudel stärker als zuvor. Er liefert ein Liter Wasser in 44 Sekunden. -h- Selters (Kreis Büdingen), 17. Juli. An der Domäne „Konradsdorf" läßt der hessische Staat ein zweistöckiges Ar beitshaus mit etwa 20 Räumen bauen. Die Kosten des Baues sind auf ungefähr 12 000 Mark veran- chlagt. Das Material läßt der derzeitige Pächter des Gutes unentgeltlich zur Baustelle fahren. Damit wird einem dringenden Bedürfnisse Rechnung getragen, da im Sommer und Herbst viele vstpreußische Arbeiter hier beschäftigt werden, für die es bisher an den nötigen Schlafräumen fehlte. Auch sollen Zimmer für einen Obstbaumwärter und Verwalter in dem Neubau vorgesehen werden. S. Darmstadt, 18. Juli. Während des gestern abend m Platanenhatn stattgehabten sog. Doppelkonzertes, dem auch der Großherzog beiwohnte, wurde eine Dame namens Schneider fest genommen, die sich in auffallender Weise in der Nähe eines mit Artillerie-Offizieren besetzten Tisches zu schaffen machte; sie hatte einen mit 6 scharfen Patronen geladenen Revolver bei sich. Bei ihrer Vernehmung erkürte sie, sie habe sich erschießen wollen, da sie von ihrem Verehrer, einem Offizier, dessen Namen sie auch nannte, verlaffen worden sei. Die Verhaftete, eine sehr hübsche Erscheinung von zirka 25 Jahren, wurde nach ihrer Vernehmung in ihre in der Kirchstraße gelegene Wohnung gebracht. — Die Ziehungstage für die nächste 4. Großh. Hess. Landeslotterie sind wie folgt festgesetzt: 1. Kl. 11. September 1901, 2. Kl. 8. Oktober, 3. Kl. 4. November, 4. Kl. 3. Dezember, 5. Kl. 3. Januar 1902, 6. Kl. vom 24. Jan. bis 4. Februar 1902. — In der heute nachmittag stattgehabten Gesamtfitzung des Verwaltungsrates und VergnügungS- komiteeS der Künstler-Kolonie wurde beschloffen, auf dem an die Kolonie anschließenden Terrain eine vollständige Parodie auf die Ausstellung herzustelleu. Es soll ein Kostümfest, Eröffuungsszeue :c. stattfinden. Sin größerer Betrag ist hierfür bewilligt worden. Man verspricht sich von dem Unternehmen einen bedeutenden Erfolg. Nach der Meinung Eingeweihter ist das Vorhaben allerdings mit einem ziemlich bedeutenden Risiko für die neue Leitung verbunden. ES wäre vorerst viel ratsamer, wenn etwas mehr Abwechslung in die Konzerte im Platauenhain gebracht würde. — Für Sonntag den 28. Juli ist ein großes Volksfest mit Verlosung borge sehen, wobei jeder Besucher gegen Lösung einer Eintrittskarte das Anrecht auf einen Gewinn hat. Es sind bereits eine ganze Anzahl größerer und kleinerer Sunstgegenstände auS- grsucht worden, die zur Verlosung bestimmt sind. Am nächsten Mittwoch soll wieder ein Feuerwerk stattfinden. () Offenbach, 17. Juli. 25. Mittelrhein- Jubiläums-Turnfest. Auf dem Festplatze hatte sich gestern gegen Abend das bekannte festliche Treiben noch einmal recht stark entwickelt. Bei dem geringen Eintrittspreise von 20 Pf. benutzten viele, die bisher nicht dazu gekommen waren, die Gelegenheit, auch einmal das Fest zu besuchen. Die 168er und die Feuerwehr-Kapelle erledigten den musikalischen Teil des Programms in gewohnter zufriedenstellender Weise. Am Samstag winkt noch ein- mal eine echt volksfestliche Veranstaltung: es wird auf dem Festplatz ein ganzer Ochse gebraten. Das „Opfertier" wird am Samstag morgen um 9 Uhr unter Borantritt des Knaben-Trommlerkorps vom Schlachthaus au$ durch die Stadt geführt, dann im Schlachthaus geschlachtet, und von Mittag ab auf dem Festplatz gebraten. Das große Ereignis des Sonntags wird die Luftballon-Auffahrt des Frl. Käthchen Paulus aus Frankfurt bilden, zu der die Vorbereitungen schon jetzt getroffen werden. () Hanau, 18. Juli. Wir haben seinerzeit bereits von derDiebstahls-undHehlerei-Affaire, zum Nachteil der Kleher'schen Fahrradfabrik, berichtet. Nachdem der Vertreter der Kl.'scheu Fahrradwerke in Offenbach, schon kürzlich in Haft genommen worden ist, erfolgte gestern auch, wie der „Han. Anz." meldet, die Verhaftung deA Geschäftsführers'der Hanauer Zweigniederlassung. Zugleich wurden in der hiesigen Zweigniederlassung eine große Anzahl Reserveteile von Rädern, selbst ganze Räder, beschlagnahmt, die von einem Angestellten der Frankfurter Werke dem hiesigen Geschäft zugeschmuggelt worden sind. Die beschlagnahmten Waren dürften eine ganze Wagenladung repräsentieren. — Das Hantieren mit Schußwaffen seitens halbwüchsiger Burschen hat wiederum ein Menschenleben gefordert. Am Dienstag nachmittag begab sich der 17jährige Schuhmacher Valentin Hohe in Gemeinschaft mit dem 18jährigen Taglöhner Karl Roye nach der Volksbadeanshalt, um dort zu baden. Roye trug ein Terzerol bei sich, das er, am Mainkanal angekommen, aus der Tasche nahm, um seine „Schußsähigkeit" zu prüfen. Der jSchuhmgcher Hohe trug die Patronen des Roye und ließ sich dann die Schußwaffe geben, um einen Schuß abzugeben. Als er die Waffe mit einer Patrone versah, kam er unvorsichtiger Weise dem Abzug zu nahe, die Waffe entlud sich, und das Geschoß drang dem Roye in den Unterlieb. Der! Getroffene verschied bereits am folgenden Tage. Der unglückliche Schütze wurde in Hast genommen. *♦ Kleine Mitteilungen Der frühere demokratische Landtagsabgeordnete Prof. Dcm. Krebs, ein alter Achtundvierziger, ist am 16. Juli in Mannheim gestorben. — Der Ortsvorstand zu Fried- b e r g beabsichtigt, mit dem am 22. Oktober stattfindenden Herbst-Fohlen- und Pferdemarkt dort eine Verlosung von Pferden, Fohlen usw. zu verbinden. Das Ministerium des Innern hat die Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 12 000-Lose,'zu 1 Mark dasiMück, ausgegeben werden dürfen, und mindestens 55 Prozent des Bruttoerlöses aus dem' Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinn gegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Groß Herzogtum gestattet worden. KeruriWes. * Ensisheim i. Oberelsaß, 18. Juli. Der frühere Oberleutnant Rüger vom 17. Infanterie-Regiment in Merchingen ist heute aus dem Arresthause zu Metz unter Bedeckung eines Vizefeldwebels und eines Gefreiten hierher übergeführt worden. * Gumbinnen, 18. Juli. Im Prozeß Krosigk haben heute vormittag zu Gumbinnen die Zeugenvernehmungen, die fünf Tage in Anspruch nehmen sollen, unter der Leitung des Oberkriegsgerichtsrates Meyer in der Kaserne des Dragonerregiments v. Wedel 9ir. 11 begonnen. Die beiden Verteidiger, die Rechtsanwälte Burchard und Horn sind heute hier ein getroffen uni) wohnen den Verhandlungen bei. * Berlin, 18. Juli. Zwei aus Stettin zugereist^ Schwestern, 43 bezw. 41 Jahre alt, die hier ein Zimmer gemeinsam gemietet hatten, stürzten sich, als ein Kriminalbeamter nach ihnen fragte, aus dem Fenster auf den Hof. Sie erlitten Knochenbrüche und Verstauchungen. Dem Beamten war das verstörte Wesen der Schwestern beim Wohnungsuchen aufgefallen. Anscheinend liegt Geistesgestörtheit vor. * Berlin, 18. Juli. Die kürzlich verstorbene Witwe des Hofmalers Richter bestimmte ihren Nachlaß von einer halben Million größtenteils, und der verstorbene Komponist Professor Vierling, Senator der Akademie der Künste, vermachte sein Vermögen im Betrage von 1 einhalb Mill. Mark der Stadt Berlin zu wohlthätigen Zwecken. * K ö l n , 18. Juli. Die Kunde von einem grauenerregenden Mord v er such durcheilte gestern abend den Vorort Nippes. Der dortige Postdirektor Jngemey hatte dienstliche Unregelmäßigkeiten des beurlaubten PvstschaffnersHaessy festgestellt und begab sich gegen 8 Uhr in Begleitung des Geldbriefträgers Bilstein in Haessys Wohnung. Freundlich empfing Haessy seinen Vorgesetzten und führte ihn ins Empfangszimmer, während Bilstein im Vorzimmer stehen blieb. Als Jngemey gesprochen hatte: „Nun Haessy, geben Sie das Geld, was Sie noch haben, heraus, dann ist alles gut", murmelte Haessy einige Worte, die wie: „Da haben Sie es" oder „So mach ich es" klangen, und stieß demPostdirektor mit Wucht ein breites Dolchm esser etwa 10 Ctm. tief in die linke Brustseite. Mit dem Rufe: „Bilstein, ich bin gestochen!" fiel Jngemey vornüber, riß das steckengeblie- bene Messer aus der Brust und fiel seinem Begleiter in die Arme. Der Schwerverletzte wurde in seine Wohnung geschafft. Der Thäter wurde alsbald verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht. Haessy ist verheiratet und Vater mehrerer Kinder. Der Zustand des Postdirektors Jngemey ist sehr bedenklick). Die zur That benutzte Waffe ist ein Jagdmesser mit feststellbarer Klinge und Hirschhorngrifft das in einem besonderen Futteral aufbewahrt wurde. Telephonischer Kursberichti GchWklliii Liedtthiii, Kiebn 02800 Der Vorstand 90.10 100 95 101.09 98 50 97.10 Frankfurt, den 19 Kreditaktien . . . DiBkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgut. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener .... schwach. Gottesdienst in der Synagoge^ Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde. Samstag ben 20. Juli 1901. Vorabend 7« Uhr, morgens 8M Uhr, nachmittags 4 Uhr, Sabbatb- ausgang 9“ Uhr. Juli . 199.00 . 171 10 . 127 50 . 128 50 . 135 20 . 13700 . 152.70 . 180.50 . 165.10 . 150 80 Kirchweihfest Mrohe Sonntag den 21. u. Wontag den 22. Zuli in der Wirtschaft zum Burgkeller: und umfaßt sämtliche Eisen- und Stahlwerke in Pennsylvania, Ohio, Indiana und Maryland, die der großen Arbeiterunion angehören. Irgend welche Ruhestörungen haben bis jetzt nicht stattgefunden, da die Streikenden den Kampf mit dem Trust strikte auf der Basis erlaubter Mittel durch zufahren gedenken. Der Präsident der „Amalgamierten Metallarbeiter- Association", Theodor Shaffer, der den ganzen Streik in Szene gesetzt hat und weiter kommandiert, hat Theologie studiert, die Examen mit Auszeichnung bestanden und ist später Methodisten-Geistlicher gewesen. Er ist ein wahrer Riese an Gestalt mit einem eisernen Gesicht und scharfen schwarzen Augen, im ganzen eine Persönlichkeit von außerordentlichem, geradezu suggestivem Einfluß. In den letzten zwei Jahren ist er selbst als Arbeiter in den Stahlwerken thätig gewesen und hat sich mit Leib und Seele den Jntereffen der großen Union gewidmet- Shaffer erklärte einigen Preßvertretern gegenüber, daß die Arbeilerunion den Morganschen Stahltrust bereits jetzt fest in der Hand habe. „Sollte es notwendig sein", meinte er, „so werden morgen am Tage 500 000 Kohlen« arbeitet mit in unseren Streik emtreten und später eventuell andere 800000 Mann der „American Labor Federation", sodaß vielleicht weit über eine Million (?) amerikanischer Arbeiter den Kampf gegen den Mor- gan'schen Riesentrust und deffen Nachteile aufnehmen werden. Morgan wird schwerlich ein derartiges Risiko laufen und eine so fürchterliche Der» antwortung tragen wollen. Wir werden seinem Trust das Rückgrat brechen und dann eine Aera der Freiheit und der ehrlichen Behandlung des amerikanischen Arbeiters aus Basis der Prinzipien der Arbeiter Union inaugurieren." Diese Erklärungen des Arbeilerführers beweisen zur Genüge, daß die Streikenden sich ihr Ziel gesetzt haben und mit voller Ueber« legung und großer Zuversicht die Erreichung desselben durchzusetzen versuchen werden. verbunden mit Konzert und Tanz bei Gastwirt Ludwig Schlierbach Am Sonntag dem 21. Juli: W Stiftungsfest Universitäts-Nachrichten. Heidelberg, 17. Juli. Gegen das Ueberhanbnehmen der ausländischen Studenten, die trotz ihrer zum Teil ungenügenden Vorbildung den deutschen Studierenden in den Hörsälen den Platz beschränken, haben sich die Kliniker der hiesig°n Universttät mit einer Ein abe an den akademischen Senat und gleichzeitig an den Studentenausschuß gewandt, um eine Abhilfe gegen diesen — auch gn anderen deutschen Universitäten fühlbar gewordenen — Mißstand zu erbitten. — Am schwarzen Brett der Universität Göttingen ist nun mehr daö D'plom ausgehängt, da« für Joses Joachim ausgestellt ist über die ihm von der philosophischen Fakultät der Georgia Augusts verliehene Doktorwürde. Es ist gezeichnet vom derzeitigen Dekan der Fakultät, Profesior der Botanik Dr. Berthold. In ihm wird hervor- gehoben, daß die Fakultät die Ehrenpromotion vorgenommen habe, um den bedeutendsten aller lebenden und aller vor ihm dagewesenen Geiger zu ehren, der seine Kunst nie zur Künstelei erniedrigt habe, sondern stets bemüht gewesen sei, bas Ideal reiner Kunst und ewiger Schönheit seinen Hörern näher zu bringen, und der sich dadurch die höchste Bewunderung seiner VolkSgenossn rote dcS Auslandes gewonnen habe. Ferner roirb auf die hohe Bedeutung Joachims als Komponist, namentlich aber alS Lehrer seiner Kunst htngeroiesea, auS d ff en Schule eine flro§- Anzahl bedeutender Künstler hervorgegangen sei. Gerichtssaat. ** Darmstadt, 17. Juli. (Kriegsgericht.) Der Unteroffizier WUHelm Straub, Handwerksmeister auf der Handwerker- und Zuschneidestube des Art.:Regimen^ hier, ist beschuldigt in den Jahren 1899/1900 und 1901 in einer ganzen Anzahl von Fällen die ihm untergebenen Hand, »erker bei Ablieferung der meist nicht vorschriftsmäßig gearbeiteten Uniformstacke durch Ohrfeigen, oder Stöße mit der Faust gegen das Kinn, die Brust oder den Rücken rc., mißhandelt zu haben, er gibt dies zu will aber in der Aufregung über die meist schlecht gelieferten Arbeiten gehandelt haben, auch sollen die Stöße nur unbedeutend gewesen fein; die Gestoßenen haben auch in den meisten Fällen dies nicht als Mißhandlung betrachtet und geben selbst zu, daß sehr oft nachlässige Arbeiten geliefert wurden, die ost zu Anständen Veranlassung gaben. Es werden durch 7 Zeugen ca. 90 einzelne Fälle nachgewiesen. — Der Vertreter der Anklagebehörde betrachtete die Vergehen als einzelne Strafthaten und beantragte die dadurch zulässige Höchststrafe von 60 Tagen Arrest, der Gerichtshof betrachtete dagegen das Vergehen als eine fortgesetzte Handlung und verurteilte den Angeklagten zu 6 Wochen Mittelarrest wegen Vergehen gegen 8- 122 und § 556 des Militär-Strafgesetzes. Er nahm dabei zu Gunsten des Angeklagten die bisherige tadellose Führung und die guten Zeugnisse seitens seiner Vorgesetzten, ebenso die außerordentlich schwierige Lage, in der sich der Angeklagte befand, an, da er die Handwerkerstube bei Gründung des Regiments neu einrichten mußte und dabei meist sehr minderwertiges Material hatte, das zu Anfang sehr schlecht arbettete, ebenso sprach zu seinem Vorteil, daß die Mißhandelten die Strafen selbst nicht als Mißhandlung empfanden, da die Schmerzen nicht groß und bald vorbei waren. Der Angeklagte war durch Rechtsanwalt Dr. Bopp verteidigt und nahm die Strafe an. vtaipz, 18, Juli. Der Pferdehändler Markus Nathan in Bingen hatte sich vor der Strafkammer wegen betrügerischen Bankerotts zu verantworten. N., über beffcn Vermögen am 4. Februar der Konkurs verhängt wurde, war stark in Wechselreitereien gewesen. Eine Bilanz hatte er nie gezogen. Durch seine schlechten Wechsel ist eine Firma um 15 000 Rk gekommen. Auch mit dem früheren Bierbrauereidirektor Meurer, der durch Selbstmord endete, hatte der Angeklagte Geschäfte mit Wechseln gemacht. Er ließ sich von Bekannten Blankowechsel diskontieren und füllte bann die Zahlen nach Belieben aus. Die Unterbilanz betrug 23792 Mk. 9t., der sich in Hast befindet, wurde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. München, 17. Juli. Graf de la Rosse, deffen Verhaftung wegen Wechselfälschung wir kürzlich meldeten, wurde heute zu 21/, Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte die hiesige Bankfirma Fraenkel u. Selz um 11000 Mk. geschädigt. Bamberg, 18. Juli. Die Anwaltskammer oerurtellte den Rechtsanwalt Dr. Gabriel Gengler zu 650 Mk. Geldstrafe, weil er eine Forderungsklage absichtlich derart in die Länge gezogen hat, daß den Beteiligten allein 457 Mk. Anwaltskosten erwachsen sind. London, 18. Juli. Heute vormittag begann in der königlichen Gallerie des Parlamentshauses der Prozeß des unter Anklage der Bigamie stehenden Earl of Rüssel. Der Saal mit seinen für die Peers hergerichteten scharlachroten Seffeln, seinen mit Fresken geschmückten Wänden und mit Waffenbildern bemalten Fenstern gewährte ein eigen- . artige- Bild. Von hervorragenden Persönlichkeiten hatten sich unter den ' ersten der Herzog von Teck und der amerikanische Botschafter eingefunden. ' Der Attorney General Finlay und der Sollicitor-General Carson vertreten - die Krone. Mr. Robson, Mr. Horaeo Avory und Mr. Mathews fungieren ' als Verteidiger des Earl of Ruffel. Grade vor der Estrade, auf welchem 1 ein Thron errichtet ist, sitzt der Earl of Halsbury, der als Lord high 1 Steward fungiert. Unterhalb der Estrade befinden sich die Sitze der - Richter. — Das Oberhaus verurteilte Ruffel zu drei Monaten Ge- 1 jängn,8 als Arrestant erster Klaffe in dem Londoner Gefängnisse ' Holloway. । ö ii , Kirchliche Nachrichten. ÄvSRgrlisHe Aeweintzk. Sonntag dm 21. Juli. 7. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der StadMrche. VormtttagS 8 Uhr: Pfarrasfistent KrauS. Zugleich Christenlehre für die Nrukonstrmierten der Matthäusgemeinde Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Markus- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Plärrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kinderktrche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. In der Johannesttrche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtktrche. Vormittags 9i/a Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Ktnderkirche für die LukaSgemeinde. Pfarrer Euler. Am nächstfolgmden Sonntag wird nach allm Gottesdienstm eine Kollekte für die „Innere Mission" erhoben. Katholische Gemeinde. SamStag den 20. Juli. Nachmittags um 4V| Uhr und abends um 8 Uhr: 'Gelegenheit zur hett. Beicht. Meteorologische Beobachtungen der Vtatio« Gieheu. Gesangverein Heiterkeit Lansing kn 21. Mi, nachmittags 3 Uhr: Sommersest Litterarische Neuerscheinungen. Laura von Skublics und Erzherzog Ernst. Ausführliche Darstellung ihrer heimlichen, aber glücklichen Ehe, der traurigen Schicksale ihrer Kinder und deS Kampfes dieser ums Recht gegen Mißgunst und Lüge. (67 S.) Leipzig, O. Gracklauer. Müller S., Bereitung von Obst- und Beerenweinen, Einlegen und Konservieren von Früchten. (12 S) Berlin, Thormann & Goetsch. Kunstwort. 2. Juliheft. München, Georg D. W. Callwey. 60 Pfennig. Das Weiberregiment in den Pfarrhäusern oder Türkisches im Christentum. 3. Aufl. (86 S.) München, O. Th. Scholl. 1 Mk. Arbeiterbewegung. , . Hapnover, 18. Juli. Die hier tagende Versammlung der Ver- Sr ?.n0o.lL • Flaschenfadriken faßte einstimmig folgenden Bc- schluß: Jedes Eingeym auf die jetzige Forderung dcr Glasmacher N- Mehrten. Die anweienden Mitglieder verpflichteten sich in ihrer 8U ub£5n0tjn ^^ohnung ,9‘ nne My' unt?f .ftet und^Koikl W **. « fes>. Reiben 'gen & noch nicht ' unter BZ ^iCtete6oit Neben [inj, S-M Sagen. Tchuß-- 5*^ ein ianhmirtrrhnft Saragoffa, 19. Juli. Ein Volkshaufe bombardierte , - ®1Q _ , * J ’ * Iden Palast des Erzbischofs, das Priesterseminar und »eriammYunoTst?eidnf ftof1 Kirchen mit Steinen Die Polizei mußte -inschreü-n. erstattete den Rechensläftsbericht für 1900 und 1901, Rtelf« t)6= ®te ®utbe gleichfalls mit Steruwürfen empfangen. Eme bei die Verbältmsse der Studienreise nach Oberbaben und stellte die Anzahl Personen wurde verwundet, darunter mehrere Frauen, dortigen Verhältnisse bis zu einem gewissen Grade als vo bildlich fül Der Bischof ordnete die Suspendierung aller religiösen Cere- unser Zuchtgebiet dar. Sodann gab der Redner Erläuterungen iu I monien an dem Voranschlag für 1901/02. Der Voranschlag wurde mit 1050 Mk. ' 1Q m .. .. . m , in Einnahme und Ausgabe genehmigt. W. Klein aus Burg-Gcäfen- 191 Juli. Die „Gera" mit dem Grafen rode berichtete über die Tierausstellung in Halle. Für unsere Der- Waldersee traf gestern hier ein und fuhr heute weiter, hältntffe sei die Einfuhr von Zuchtvieh, namentlich in Hinficht auf I An Bord ist alles wohl. Milchergiebigkeit, aus der Schweiz von größerem Vorteil als aus' Oberbaden. Zu demselben Punkt führte Ockonomterat Leithiger aus, daß es sich aus der Ausstellung zu Halle gezeigt habe, daß mit der Zucht deS Stmmenthaler Rindes am meisten Erfolge erzielt worden feien. Wenn Hessen auch auf der Ausstellung in Halle gegenüber Baden etwas im Rückstand geblieben sei, so läge das an d m Zucht- ziel, das wir, entgegen Baden, in unserem Zuchtgebiet uns stellen; an diesem Ziel festzuhalten, sei die erste Aufgabe. H. I. Gruner von Klein-Karben und Fr. Häuser von Nieder-Weisel sprachen über die Studienreise nach Oberbaden. Nach der Verteilung der bei der Tierschau zueikannten Preise schloß der Bolfihende, Geh. Reg.-R Dr. Braden, die Sitzung mit Worten der Anerkennung und des Dankes für das Gebotene. -Anl. —.— . . 26.10 . . 26.55 . 80.95 Tendenz „ um 9V« Uhr: Hochamt mit Predigt. I ___ . Nachmittags um 21/» Uhr: Sakramentalssche Bruderschafts-Andacht. 15054 Sonntag den 21 Juli. «. Sonntag nach Pfingsten. i Vormittags von 61/« Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. vCt r!ievlgSh0he. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; > m i w i ■ , vor und in derselbm Austellung der heil, taunton. K AMVOm TflllV 1111(1 KlHfiAFSDlAlß „ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. MUitärgottesdieust ly 1, L— smt. 1.00, 2.50 . Damen-Unterröcke (Jupous) Gestreiftem Waschstoff 2.50, 3.50 Mk. Grauleinen Waschstoff 1.85, 2 50 Mk '--big, «u 3.50, 4.50 Mk. Damen-Strümpie englisch lang, schwarz und lederfarbig, 35, 55, 75 Pfg. gestrickt, schwarz, engl. Länge 80, 90 Pfg. gestrickt (Ersatz für Handarbeit), engl, Lange, g gn g on schwarz, ’ Kinder-Strümpfe, gestrickt Grützen |1|2|3|4|5|6|7 Paar | 80 | 35 | 4U | 45 | 50 | 55 | 6ü Kor settschoner, to=i6.18,25,40 w Damen-SonnensChirme sehr preiswert. Damen-Selbstbinder 38 gemustert Battist Vorsteck-Schleifen 20, 50, 70 , Seidene Bänder mit Chinsfond Meter 60, 85 Pfg- gestreift, in allen Farben, Meter 25 Pfg- Damen-Handschnhe farbig, mit Raupe 15, 20, 35 Pfg- farbig, mit Knöpfen 35, 50, 85 Pfg. weiss, mit div. Raupen 20, 40, 75 Pfg Herren-Ünterzeuge (Tricotagen) Macco-Hemde«, leicht, für Hochsommer, 0.95, 1.45, 2 Mk. N»tz'Herre«'Hembe«, sehr solide und leicht, 2.85 3 Mk. 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