Nr. 298 Erscheint täglich lnu Ausnahme des Montags. Die Eichener Familien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem .Hess. Landwirt* und den „Blättern für hessische Volkskunde* viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen, tzrrnsprtchanschluß Nr. 51. Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 19. Dezember 1901 GietzenerAnzeiger " General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen Annahme von Anzeige« Mi der für den folgende» Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anieigen-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Bev» lag der Brüh l'schen UniversitätS - Druckerei" (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Xeil: P. Wlttko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Englands Kommender Manu. Tie Hoffnungen, mit denen die englische Regierungspartei der Rede Lord Roseberys in Chesterfield entgegensah, haben sich nicht erfüllt. Der schottische Peer hat nicht die Gelegenheit ergriffen, um das Tafeltuch zwiscljen sich und der liberalen Partei zu durckschneiden, sondern er hat «sine gründliche, umfassende und stellenweise auch recht Marse Abrech-nung mit der Politik des Kabinetts Salisbury gehalten. Ganz besonders enttäuscht von der Chesterfielder Rede müssen aber diejenigen sein, die aus den Worten, die Lord Rosebery am ö. Dezember in der Guildhall in Anwesenheit des Prinzen von Wales über die Kolonien sprach, eine weitreichende Uebereinstimmung Mischen dem liberalen Lord und dem Kolonialsekretär herauslesen zu dürfen glaubten. Denn die schärfsten Wendungen und die absprechendste Kritik, die sich in der Rose- leryschen Rede finden, sind gegen die unbegreiflichen maßlosen Taktlosigkeiten Chamberlains gerichtet, lenen er einen Teil der Schuld daran beimißt, laß England gegenwärtig fast einmütig von den Völkern Europas mit einem in der ganzen Geschichte Englands beispiellosen Groll betrachtet werde. Lord Rosebery hat auch wieder erklärt, daß der Krieg inSüdafrika mit oller Ouergie fortgeführt werden müsse. Aber auf .diese Ueberzeugung beschränkt sich seine Ueber- tiinstimmung mit der Regierung hinsichtlich der in Süd- e srika zu befolgenden Politik. Nre ist aus den Reihen der liberalen Imperialisten mit so großer Bestimmtheit die Meinung ausgesprochen worden, daß der Krieg gegen die Buren hätte vermieden werden können, wenn die Regierung sich pacht mannigfacher Fehler schuldig gemacht hätte. Mit Hecht gebt Lord Rosebery bei der Aufzählung dieser Fehler tls auf das Verhalten der Regierung bei der Untersuchung tber den Jamesonschen Einfall zurück. Denn die Behandlung dieser ernsten Angelegenheit seitens des Kabinetts mußte in Südafrika den Eindruck Hervorrufen, daß die Legierung für den Vorgang moralische Mitschuld trage. Auch hinsichtlich, der Voraussetzunaen für die Beilegung lies Streits mit den Buren zeigt sich Lord Rosebery als der weitsichtigere Politiker. An Gewährung von Unabhängigkeit denkt er so wenig wie die Unionisten, aber er ebnet den Weg Mm Frieden durch Verheißung einer Amnestie, und wenn er es auch für unmöglich hält, daß England den Buren reue Frieoensbedingungen mache, so erklärt er es doch jülr erforderlich, daß England Vorschläge von Krüger und dessen Umgebung freundlich entgegennehme. Im gegenwärtigen Augenblick wird diese mildere und friedfertigere Auffassung kaum von Erfolg begleitet sein, denn noch sind d ie Buren — die ausgewanderte Regierung wie die Heer- fiiihrer — fest entschlossen, die Waffen nicht früher aus der Hand zu legen, als bis iljnen vollkommene Unabhängigkeit gesichert ist Vielleicht aber kommt einmal der Augenblick, wo es von Wichtigkeit ist, daß in der Regierung Großbritanniens ein Mann von milderer und menschlicherer Ge- simnung, als die gegenwärtigen Machthaber bekunden, den entscheidenden Einfluß übt. Lord Rosebery rechnet wohl selbst mit der Wahrschein- Mhkeit, daß dieser Augenblick nicht mehr fern sei. Denn sonst hätte er nicht in so ungewöhnlicher Weise dem Lande öffentlich seine Dienste angeboten. Es fragt sich nur, ob Handlung hält die Staatsanwaltschaft den Thatbeftand der Anklage für gegeben und beantragt unter Stattgebung ber Berufung, den Angeklagten Andreas Walther in eine Ge- ängnisstrafe von 2 Monaten, den Angeklagten Heinttch Walther in eine solche von 1 Monat zu verurteilen unter Zurlastsetzung der Kosten des Verfahrens beider Instanzen. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisstrafe von 3 bezw. 2 Wochen. Die Kosten beider Instanzen fallen den Angeklagten zur Last. — Ter Weißbindermeister Friedrich Wilhelm Stamm und der Gastwirt Heinrich Philipp Münk von Bad-Nauheim sind beschuldigt, in gemeinschaftlicher Aus- ührung der That am 7. Juli in der Gemarkung Ober-Mörlen ohne behördliche Erlaubnis öffentliche Ausspielungen beweglicher Sachen veranstaltet und durch dieselbe Handlung ich gegen § 22 des Reichsstempelgesetzes vergangen zu jaben. Die Angeklagten sind geständig. In Anbetracht des eichten Falls beantragt die Staatsanwaltschaft gegen jeden der Angeklagten eine Geldstrafe von 10 Mk.; das Gericht erkennt dem Antrag gemäß. — Die vielfach wegen Diebstahls vorbestrafte Margarete Möser von Gelnhaar ist an» geklagt, der Mutter des Bäckermeisters Reuß in Friedberg und Frau Dr. Bittelmann von da verschiedene Gegenstände in rechtswidriger Absicht entwendet zu haben. Sie leugnet nicht. In Anbettacht ihrer vielen Borsttafen beantragt die Staatsanwaltschaft gegen sie eine Gesamtzuchthaussttafe von 2 Jahren 6 Monaten, unter Einbeziehung einer durch die Strafkammer in Frankfurt a. M. erkannten Zuchthausstrafe. Das Urteil tautet auf eine solche von 2 Jahren 1 Rlonat. — Durch Urteil des Schöffengerichts Laubach vom 24. Oktober war der Karl Diehl von Villingen wegen Körperverletzung in eine Gefängnisstrafe von 3 Wochen verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hat der Angellagte das Rechtsmittel der Berufung eingelegt. Die Verhandlung wird nach erfolgter Beweisaufnahme zum Zweck weiterer Zeugenladung au. gesetzt. — Wegen Beleidigung be 3 iri der jährigen Sohnes des Privatklägers M. Ewald in Ockstadt war durch Erkenntnis des Schöffengerichts Friedberg vom 5. )tovember der Angeklagte Philipp Feuerbach von Ockstadt in eine Geldstrafe von 15 Mk. verurteilt worden. Gegen dieses Urteil verfolgt der letztere bas Rechtsmtttel der Berufung. Die Berufung wird nach erfolgter Verhandlung kostenfällig verworfen, jedoch wird von der Publikationsbefugnis abgesehen, die das Urteil erster Instanz verfügt hatte. — Außerdem wird ein falsches Einmarkstück unbekannten Autors eingezogen. Dresden, 16. Dez. Der am vorigen Samstag von der hiesigen Strafkammer wegen Hypotheken-Schwinbelsi und Wuchers zu viereinhalb Jahren Gefängnis und 33 000 Mark Geldstrafe verurteilte Bau-Spekulant Arndt hat sich im hiesigen Gefängnis erhängt. Leipzig, 17. Tez. Wegen Freiheitsberaubung und Nötigung ist am 26. August vom Landgerichte Limburg der Pfarrer Peter Ewald Haubrichzu drei Tagen Gefängnis verurteilt worden. 1 Ter Angeklagte hat zwei Vertreter des Kirchenvorstandes, die bei ihm das Inventar aufnehmen wollten, emgesperrt unb erst, nachdem der Bürgermeister herbeigeholt worden war, wieder freigelassen. Tie Revision des Angeklagten wurde vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. $rtef kalten dec Aeöciklwn. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) K. B. R. Ihre recht unklaren Anfragen sind so allgemein gehalten, daß sich eine nur Halbwegs treffende Antwort nicht geben läßt. In jedem Einzelfalle ist ein besonderes Verfahren zu empfehlen, ein allgemein als das „beste und billigste" 311 bezeichnendes Verfahren gibt es nicht. Niemand ist bei Eingehung einer Ebe zur Angabe seiner Vermögensverhältnisse verpstichtet, uitd der Abschluß von Eheverträgen empsieht sich in ebenso vielen Fällen, als er sich nicht empfiehlt. Wenn Sie eine genaue Auskunft haben wollen, so muffen Sie uns Einzelheiten mitteilen. Das Bürgerliche Gesetzbuch behandelt übrigens das eheliche Güterrecht in den §§ 1363 bis 1431 sehr ausführlich und klar, und in jeder Buchhandlung können Sie für wenige Pfennige eine Ausgabe des B. G.-B. erhallen. Pf. Eine Maß hatte als Getränkemaß in Hessen-Darmstadt und Nassau einen Inhalt von 2 Liter, in Baden und der Schweiz 1,5 Liter, in Bayern 1,069 Liter. Von diesem Getränkemaß ist die früher als Getreidemaß gebrauchte Maß wohl zu unterscheiden. Die jetzt in Bayern gebräuchliche Maß hat genau 1 Liter Inhalt. Aus Stadt und Kund. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind un§ stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 18. Dezember 1901. ** Der landwirtschaftliche Provinzialverein der Provinz Oberhessen hatte an das Ministerium in einer Eingabe das Ersuchen gerichtet, daß die Ministerialabteilung für die Landwirtschaft, Handel und Gewerbe getrennt werde, und zwar in eine Abteilung für Landwirtschaft, und in eine Abteilung für Handel und Gewerbe, und ferner, daß in die Abteilung ür Landwirtschaft zur Vertretung ber landwirtschaftlichen Interessen ein praktischer Landwirt, wenn auch nur in beratenoent Sinne, berufen werde, wie dies dem Handel und Gewerbe eingeräumt sei. Das Ministerium des Innern hat nun vor kurzem dem landwirtschaftlichen Provinzialverein in Oberhessen die Mitteilung zugehen lassen, daß das Ministerium nicht in ber Lage fei, den geäußerten Wünschen des Lprovmziaiv^r.ins eine Folge geben zu können. p. Wallenrod, 17. Dezbr. Nach einer uns von unterrichteter Seite zugehenden Mitteilung ist unsere die Felb- bereinigung Wallenrod betreffende Notiz in Nr. 296 dahin richtig zu stellen, daß zwar die Einleitung des Feldbereinigungsoerfahrens für Wallenrod durch Unterzeichnung eines dahingehenden Antrages mit der erforderlichen Majorität beschlossen ist, daß aber die Kosten des Verfahrens weder bereits veranschlagt sind, noch zttrzeil auch nur annähernd über- ehen werden können. 4- Ober-Lais, 16. Dez. Am Samstag kam beim Holz- allen im Walde der hiesige Ottsbürger Adolf Emrich beim Immerfen der Stämme so unglücklich zu Fall, daß ihm die Kniescheibe sprang. Er mußte nach Hause gefahren werden und sich sofott in ärztliche Behandlung begeben. Er dürste ein steifes Bein behalten. — An demselben Tage wurde ein hiesiger Landwirt beim Füttern von einem Pferde in das Gesicht gebissen. Er mußte ärztliche Hilfe in Llnspruch nehmen. X Bleichenbach, 16. Dez. Zum Beigeordneten unserer Gemeinde wurde heute Johannes Heinrich Heß V. mit 74 Stimmen gewählt. Ein weiterer Kandidat war nicht aufgestellt. Die Wahl, bei der etwa nur ein Drittel der Stimmberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten, verlief sehr ruhig. § Butzbach, 17. Dez. Auf Grund unseres Ottsstatuts werden hier auch die unverheirateten steuerzahlenden Haussöhne und alle bei Dritten zur Miete wohnende Junggesellen, insoweck sie steuerpflichtiges Einkommen haben, zur Entrichtung von Wassergeld herangezogen. Sie müssen ohne Rücksicht auf die Höhe des Normatiosteuerkapitals jeder 50 Pfg. monatlich zahlen, wogegen die ohne eigentlichen Lohn zu Hause beschäftigten Söhne für den Wasserkonsum nichts entrichten. Letzterer Umstand gab den unverheirateten Steuerzahlern mit Einkommen unter 2000 Mk. Veranlassung, bei dem Gemeinderat um Befreiung von Wassergeld, event. entsprechende Reduktion nach Verhältnis'ihrer sonstigen Steuerpflicht vorstellig zu werden, aber ohne Erfolg. Nun werden sie beim Ministerium behufs Erreichung ihres Zweckes vorstellig werden. Auf das Resuttat dieses Schrittes ist man begreiflicherweise sehr gespannt. so unbedingt günstigem Sinne zu beantroorten ist. Wer Stil- ttnheit, Originalität, Größe, Tiefe, Klarheit und Knappheit der Form ermattet hatte, kam nicht immer auf seine Kosten. Man traf auch Verschwommenes und Skizzenhaftes an, man begegnete manchen abgebrauchten Mitteln aus einer absterbenden Kunstepoche, und wohl auch einer etwas dürftigen Behandlung der Chöre. An manchen Stellen aber zwang dann wieder die Wolfrum'sche Weihnachtsmusik 'ben Hörer in wirklich weihevolle Stimmung, erreichte sie Höhepunkte von packender Wirkung, übte sie den Eindruck aus, daß man von ihr sagen konnte, „sie schallt wie der Quell aus 'verborgenen Tiefen, aus dem Innern und weckt der Gefühle Gewalt, die im Herzen wunderbar schliefen". Neue musika- jlische Formen aber aufzustellen, ist dem Komponisten, der sich an Vorhandenes überall anlehnt, ebensowenig gelungen, wie if. Z. Rubinstein. Freilich mag die aus anderen Rücksichten fehr erwünschte Drapirung des Saales, um ihn dem Charakter ldes musikalischen Wettes anzupassen, die Klangwirkung, die Mittung des Orchesters wie des Gesanges nicht immer günstig beeinflußt haben. Besonders ergriffen ward das Publikum, soweit ich es beobachten konnte, durch das Mysterium nicht. Das Ganze 'wittte mehr auf die Schaulust, als daß es durch Weihe, Vergeistigung und tiefernste Andacht die Herzen erhob und ^erquickte, obwohl es das Weihevollste, Heiligste wiederzugeben beabsichtigt, das uns die Bibel erzählt. Das Sttlle, Schlichte ’nnb doch s-r Hehre und Erhabene der Evangelien kommt in unseren einfachen alten Chorälen doch ergreifender und zum Herzen sprechender zum Ausdruck. Es ist der Wunsch im Publikum laut geworden, die prächtigen Weihnachtsbilder mögen den Kleinen, als herrliche Festgabe, gesondert vorgeführt werden. Der Gedanke ist gut, und ich glaube und habe auch diese Ansicht von anderer Seite oertreten hören, daß eine Kindervorstellung eine außerordentlich tiefe Wirkung auf das kindliche Gemüt ausüben würde, wenn man z. B. statt mit der Wolfrum'schen Ouvertüre mit einer unserer schönen alten schlichten Weihnachtsmelodien die Aufführung beginnen und die Bilder dann durch Choräle und Auszüge aus dem Wolfrum'schen Wette, chor- gesanglich unterstützt, verbinden und mit ihnen begleiten wollte. Der naturalistische Zug unserer Zeit, der ja ihre untilgbare Begleiterscheinung ist und als solche auch volle, untadelige Existenzberechtigung hat, vettrtte sich auch einmal in das Bühnenbild: man sah das Kind in der Krippe. In Bremen hatte Prof. Bulthaupt es, m. E. geschmackvoller, verhindert, daß ein lebendes Kind ober eine Puppe der Maria in den Schooß gelegt wurde. Für eine etwaige Wiederholung fei empfohlen, dieses Beispiel Bremens nachzuahmen und das Kind nicht zu zeigen, sondern seine Existenz in vertiefter Krippe nur anzudeuten. -0. -w Mangel au ästhetischem Tutt. Der Professor der Kunstgeschichte an oet Universität Dtraßbsi' Ak. Qh Debr 0, hat in einer Broschüre: „Was wird etdem Heidelberger Schloß?" zu der Frage der Restautterung dieses^ Bauwerks Stellung genommen, natürlich in ablehnendem Sinn. Die bedeutsamen Schlußbemerkungen des Schristchens seien hier wieder- gegeben: „Man denke fid^', schreibt Prof. Tehio, „welchen Einoruck der funkelnagelneue Schäfer'sche Ersatz-Otto-Heinrichsbau int Ganzen der Schloßruine machen wird! Er wird als eine schreiende Dissonanz dastehen. Er und die ihn umgebenden Ruinen werden sich wechselseitig unmöglich macheit. Es wäre dasselbe, wie wenn man auf der Akropolis von Athen einen einzelnen Tetnpel wiederaufbauen und alles übrige liegen lassen wollte wie es ist. Wer hier höhnisch von „Senttmentalität" und „Romantik" spricht, beweist nur seinen gänzlichen Mangel an ästhetischen Takt. Daß Altes auch alt erscheinen soll, mit allen Spuren des Erlebten, und wären es Runzeln, Risse und Wttnden, ist ein psychologisch tief begründetes Verlangen. Ter ästhetische Wert des Heidelberger Schlosses liegt nicht in erster Linie in dieser oder jener Einzelheit, er liegt in dem unvergleichlichen, über alles, was man mit blos archittttonischen Mitteln erreichett könnte, weit hinausgehenden Stimmungsakkord des Ganzen. Verlust unb Gewinn im Fall sort- gesetzter Verschäferung des Schlosses lassen sich deutlich übersehen. Verlieren roütbeu wir das Echte und gewinnen die Imitation; verlieren das historisch Gewordene und gereimten das zettlos Willkürliche; verlieren die Ruine, die altersgraue und doch so lebendig zu uns sprechende, und qeroinnen ein Ding, das reeder alt noch neu, eine tote akademische Abstraktion. Zwischen diesen beiden wird man sich zu entscheiden haben. Wir haben Grund zu hoffen, daß es noch gelingen wird, die Gefahr abzureenden. Wer dies Blatt in die Hand bekommt, soll sich aber klar machen, daß die G e f a h r feine" vereinzelte ist. Möchte doch das vertrauensvolle Publikum es endlich bemerken, daß der Sache nach Aehnliches, mag es auch in kleinerem Maßstab sein, fortwährend bei uns geschieht. Das bedrohte Heidelberg liegt üb erall! E & fe o t-oti x "et: • ** Q o © 6 ß ft» £> ort «8 oft ft. ter. •=* s*. K „_ E-r=^^ oft <7-. <3 ■5 g E o G E -O s E« *?. een 9 5 K «- t»° 5 ip'- Z7 2 PR- ss S Ci Q E o x e ■*- c Wb :E es R Sog ‘O Ä" R.el 8 «> 03 <9 S5 E 5°L«^r ZZ 7-, »- -E G- ZL§ S oft G © SEE sSBSf S = 5 « LS 7? 8 L LT SSyL N ft» so- GL L =°(5) LG «2 G.-O E Q 0$> s iS Q Oft G — ■O 3 01 © sa ® c- 10 s «»L & S £ & ÖZ) E 03 G — E CJ ft» V •«©»R E s E ft» E -- «ÜN- eo-o' eo rJü e T L vE G _ £ ft* «Jo 5 -A o, -°L^Zr-S 8. E e £ = "5" E G 5 L R s R 2ZR Hx v to Oft a* ^© Oft R ft» ±1 •oT E E ft» L s ■E E" « «» Oft O • — — 2 «3© iS- Ä « 5s " ’ KE'L -§L^ E ft» X E b n p *- £.3 g 'S -- r ~ .H 5®=« CD E E •*» «e> E N-RL ^■‘O'E. E 0' 5": K § J=-y £ ® <*» Ä-1- « 4lS>QÜ2 jO 4$> *-* O ^xc §5. "ol © ~g 'n- ft* = „S. «*rf 2* E E E e-=& £Z »e E <21CR oO «E- ZToft^Z RZ.R^Z .E^' ft» ^7-° •“-»A UZF' R w K« 21 VR E « A >D Oft -SftOi Oft G L «19 19 a Oft ft» o E v oft -Q 5£ LLLsL-Z »-» u— E M E 252!?« uOgS 2z> g a 510 E s o E S.S © -3- EZ"d Lsr R RKß-^b “zoe,G §«-io3 E G 2 E E L s s c or» 8, E G L c 9 E s N- oft R bl c E gR G R&? 2 e ER S 1X» tie o Oft Ci G QD E O P 03 CO e L Gi G E N VD E tfc -E Cz 5 o p zQ E 2 —- G = § s 2, jO X Oft -— I ’S 02 s I- • €■5 CQ ret G S c S ■** CO 03 00 CO o 5 8 CJ CO ft» N H g er ft» «zo> . ft» n äl <2* o <Ä E « o» E — .«-Tx ft» ft» ___ T3 ZJ- vO M E.X C C ©ÖR5 ‘ 8 A o cy - 3 03 gl"' ^CE. Q l« E 2 A.2 c • 3 * kX<^ g ^E S^L. _♦ © 7 » 41 O 2 .- 5C. G E 2 ** ft» C.45-—• fcj ** 1-1 . oft ” St ft» —,3 . ss^S " <3 Q 2 n*5i E s«!1 - Jo 2.- .sj-G- - ft* Ö Oft -%gc®®^Q -- <-> G> . 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