Nr. S2V Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. ,Die Siebener Familien' blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit Dem „Hess. Landwirt" und den ^Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. yernsprechanschluß Nr. 51. Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag IN. September 1801 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger w Amis- und Anzeigeblatt für den Mir Gießen Annahme von Anzeigen au der für den folgenden Tag esicheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungSstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen UniversitätS - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: HanSBeck. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Del der heutigen Stallschau des Zuchtvereins sür Vogelsberger Rindvieh in Steinberg - Watzenborn wurden folgende Preise verteilt: I. Viehbesitzer mit 5—9 Stück Rindvieh. 1) Johs. Philipp IH., Steinberg, mit 86 Punkten 1. Preis = 30 Mk., 2) Valthaser Hirz VI., Watzenborn, mit 82 Punkten 2. Preis = 20 Mk., 3) Joh. Karl Philipp, Watzenborn, mit 79 Punkten 3. Preis = 10 Mk., 4) Johs. Philipp XI., Steinberg, mit 79 Punkten, 3. Preis 10 Mk. II. Viehbesitzer mit 1—4 Stück Vieh. 1) Joh. Eberhard Pitz, Watzenborn, mit 84 Punkten 1. Preis — 30 Mk., 2) Johs. Rinn II., Watzenborn, mit 82 Punkten 2. Preis 20 Mk., 3) Jakob Schmandt XIII., Steinberg, mit 82 Punkten 2. Preis = 20 Mk., 4) Balth. Philipp III., Steinberg, mit 81 Punkten 3. Preis = 10 Mk., 6) H. Burger in., Watzenborn, mit 81 Punkten 3. Preis = 10 Mk., 6) Joh. Philipp VIII. Wtw., Watzenborn, mit 68 Punkten 3. Preis = 10 Mk., 7) Ludwig Häuser, Steinberg, mit 67 Punkten Anerkennung und 5 Mk., , 8) Christian Sames, Watzenborn, mit 63 Punkten Anerkennung und 5 Mk. III. Besitzer von Zuchtsauen. 1) Joh. Heinrich Heß, Watzenborn, 2. Preis — 15 Mk., n Anerkennung und 5 n 10) Balthaser Philipp III., Steinberg, = 10 = 10 = 10 = 10 — 10 ---- 10 2) 8) 4) 5) n n fr n n ii ii v n n n u fr n fr 6) Joh. Philipp VIII. Ww. 7) Joh. Georg Hirz III., 8) Jakob Sommer III.. 9) Konrad Ackermann, Balthaser Hirz VI., Joh. Georg Philipp II., Joh. Eberh. Leicht, Karl Kloos, ii Mk., ri ii Außerdem erhielten die beiden Gemeindefaselhalter Balth. Philipp III. in Steinberg und Johann Karl Philipp in Watzenborn für sorgfältige Führung des Sprungregisters je 5 Mk. Anerkennung. 3. 3. 3. 3. 3. 3. /> 5 ,, 5 Es kam das für Stallschauen bei Rindvieh vorgeschriebene folgende Punktverfahren zur Anwendung: 1. Beschaffenheit, Raumvcrteilung und Durchlüftung des Stalles ....... 2. Fütterungsoorrichtungen ...... 3. Düngerbehandlung ........ 4. Plan und Zweckmäßigkeit in der Zucht- richtung ........... 5. Ernährungszustand der Tiere . . . . 6. Haut- und Stallpflege der Tiere . . . 7. Pflege und Aufstellung des Jungviehs . 8. Gesamteindruck ......... Punkte bis 10 r 10 o 5 - 25 „ 15 „ io „ 10 Summa 100 Gießen, 17. September 1901. Der Direktor des Kreiszuchtvereins. __________________B oeckmann.__________________ Kelranntmnchlmg. Betreffend: Die Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins in Lich. Ich weise zur Vermeidung von Irrtümern nochmals darauf hin, daß die Generalversammlung des land- wirtsch. Bezirksoereins nicht am Mittwoch, 20. d. M., sondertt am Freitag, 25. d. Mts. in Lich stattfinden wird. Es erfolgt nochmalige Bekanntmachung. Gießen, 17. September 1901. Der Direktor des landw. Bczirksvereins. v. Bechtold. Zaren Toaste. Aus den Danziger Kaiser tag en sind keine Trinksprüche veröffentlicht worden. Flugs schmeicheln sich die Franzosen damit, daß dies auf Wunsch des Zaren unterblieben sei. Wenn man das als eine Aufmerksamkeit gegen Frankreich betrachtet, so giebt man doch auf der anderen Seite zu, daß der Inhalt des Zarentoastes warme Empfindungen sür den Kaiser und Deutschland ausgedrückt habe; denn die Veröffentlichung eines berechnet kühlen Zarentoasts hätte ja der Republik zur Genugthuung gereicht, die Pariser Presse zum Triumphieren veranlaßt, daß Deutschlands „Bewerbung" zurückgcwicsen sei. Wie nun der „Bert. Lok.-Anz." aus sicherer Quelle Mitteilen zu können erklärt, sind keinerlei Trinksprüchc politischen Inhalts gewechselt worden. Bei der Tafel an Bord der „Hohenzollern" habe sich Kaiser Wilhelm darauf be- schränkt, sein Glas mit den Worten: „Ich trinke auf das Wohl meines Freundes, S. M. des Kaisers von Rußland" Pt Lsxrex. Dieftrr Toast Habe Zar Nikolaus an Bord des „Standard" mit fast gleichlautenden Worten erwidert: „Ich leere mein Glas auf das Wohl meines Freundes, S. M. des deutschen Kaisers." Ter herzliche, warme Ton, der das ganze Beisammensein der beiden Monarchen beseelte, habe streng politischen Aeußerungen oder Worten der glatten Höflichkeit im Wege gestanden. Die kurze, männliche Versicherung der Freundschaft allein sollte den Inhalt der öffentlichen Kundgebungen bilden (?). Von anderer Seite wird berichtet, daß der Kaiser den Spruch in deutscher Sprache ausbrachte, der Zar in ftanzösischer Sprach^. Die Beunruhigung der Franzosen ist also gegenstandslos gewesen. Aus der Kürze des Toastes läßt sich keineswegs ein ungünstiger Schluß ziehen. Bekanntlich hegt Nikolaus II. gegen Ansprachen und vor allem gegen deren Beantwortung eine außerordentlich starke Abneigung. Ist es gar nicht zu umgehen, daß er das Wort bei offiziellen Gelegenheiten ergreift, so thut er dies so kurz als möglich. Bei seinem Besuch in Frankreich wird der Zar reden müssen, weil sonst die von der russischen Politik beabsichtigte Wirkung, den Boden für neue Anleihepläne vorzubereiten, schwerlich erreicht würde. „Welcher Franzose", sagt Bulwer sehr richtig, „ward nicht gewonnen durch eine schöne Phrase!" Dieser Höhepunkt darf den bevorstehenden Festen nicht fehlen — oder die ftanzösische Bevölkerung ist späterhin nicht dazu zu bewegen, aufs neue ihre Ersparnisse auf dem Altar der Freundschaft zu opfern. Russische Orden an die ftcm- zösischen Staatsmänner genügen nicht. Ganz Frankreich brennt darauf, die nie zu oft vernommene Musik zu hören von der unerschütterlichen „Waffenbrüderschaft". Es ist so angenehm, zu Illusionen angeregt zu werden. Zum Zarenbesuch in Frankreich. Wie wir telegraphisch meldeten, ist das Zarenpaar am Dienstag früh 5 Uhr an Bord der Kaiseryacht „Standort" nach Dünkirchen abgefahren. Auch Präsident Loubet hat sich an demselben Tage in Begleitung des Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau nach Dünkirchen begeben, wo er vier Uhr nachmittags eintraf. Unterwegs machte Loubet in Arras einen kurzen Aufenthalt. Er empfing auf dem Bahnhof die Spitzen der Behörden der Stadt und andere hervorragende Persönlichkeiten. Auf eine Ansprache des Präsidenten des Generalrates des Departements Pas de Calais erwiderte er, die Zusammenkunft mit dem Kaiser von Rußland werde für die ftanzösische Nation von großem Nutzen fein, und aufs neue den Nachweis liefern, daß die ftanzösische Republik die a u s w ä r t i g e P o l i t i k, die es mit Ausdauer verfolge, in den Dienst des höheren Interesses des Vaterlandes stelle. Die Empfangsfeierlichkeiten dürften durch das nasse Wetter wesentlich beinträchtigt werden. Trotzdem bereitete die Bevölkerung dem Präsidenten bei seiner Ankunft in Tünkircheu schon am Bahnhof einen sehr herzlichen Empfang. Tie von den Nationalisten ins Werk gesetzten Hetzereien blieben meist unbeachtet. Tie Hochrufe setzten sich bis zum neuen Rathause, wohin sich Loubet begab, fort. Hier führte Loubet auf eine Begrüßungsansprache des Bürgermeisters aus, seine größte Freude und Genugthuung bilde die Hoffnung, daß der Besuch des kaiserlichen Bundesgenossen das Gedeihen unb die Sicherheit der französischer: Republik fördern werde. Tarauf weihte Loubet das Rathaus ein. Tann unternahm er einen Rundgang durch das Rathaus, dessen Bau, holländischer Renaissancestil, seinen lebhaften Beifall fand. Besonders verweilte er vor einer gut getroffenen Darstellung der Rhede Dünkirchens mit der Einschiffung Felix Faures auf dem „Pothuau" zur Abreise nach Rußland im August 1897, die die Unterschrift „Zur Weihe der französisch-russischen Alliance" zeigt. Für die Anwesenheit des Zaren sind die strengsten Sicherheitsmaßregeln getroffen worden. Bei der Flottenschau in Dünkirchen, bei der 20 große Panzerschiffe ausgestellt sein werden, durchfährt der Kaiser auf einem französischen« Kriegsschiffe in Begleitung des Präsidenten Loubet die in drei Treffen ankernden Schiffe, wobei das Kaiserschiff zu beiden Seiten von 12 Torpedoschiffen umgeben ist, die jede Annäherung anderer Schiffe verhindern. In Dünkirchen selbst hält sich der Zar nur kurze Zeit auf, alle Straßen sind abgesperrt; neben zahlreichen Gendarmen und Schutzleuten ist ein ganzes Infanterieregiment und vier Reiterschwadronen zum Schutze und zum Ehrendienst aufgeboteu. Zur Bewachung der Eisenbahnlinie von Dünkirchen über Amiens nach Compiegne und Reims sind die Truppen eines ganzen, im Innern von Frankreich stehenden Armeekorps bestimmt. Die ganze Eisenbahnlinie wird mit Schildwachen besetzt, alle Brücken, Tunnels, Bahnhöfe, Straßenübergänge sind mit Wachen versehen, starke Reiterpatrouillen gehen die Bahn entlang. Stadt und Schloß Eompiegne werden von zwei Kompagnien republikanischer Garde aus Paris, von vier Infanterie-Bataillonen und von je zwei Schwadronen Kürassiere und Jäger bewacht, überdies von Hunderten von Schutzleuten. Auch in Reims wird die Llbsperrung vollständig sein, nirgends werden Tribünen errichtet, und an dem Tage, an dem der Zar den Dom besucht, werden alle iStraßen durch doppelte Truppenspaliere gesichert. Am merkwürdigsten aber ist es, daß ein dem Zaren in Reims gegebenes Essen nicht im Stadthause stattfindet, sonder:: in den Kasematten des Forts Vitry, dicht bei Reims. In diesem Fort sind durch Pariser Tapeziere 6 Kasematten von je 15 Meter Länge und 6 Meter Tiefe zu Festräumen umgewandelt; das ganze Fort ist vollständig abgesperrt, und so wird es wohl zum ersten Male fein, daß der Herrscher des mächtigsten Reiches mitten im Frieden die Kasematten einer Festung aufsuchen muß« um in Sicherheit seine Mahlzeit zu nehmen Während die republikanischen Blatter dem Zaren Lob- hymnen singen und auch die übrige Presse den bevorstehenden Besuch beifällig bespricht, besinden sich die Sozialist en in höchster Erbitterung gegen die Regierung. In einem öffentlichen Aufrufe protestieren die Sozialisten von Dünkirchen, wo der Kaiser landen wird, dagegen, oaß der Kaiser die ftanzösische Flotte und das ftanzösische Heer besichtigt, während er in Rußland die Proletarier in das Zuchthaus oder nach Sibirien schickt oder sie hänge:: und niedersch:eßen läßt. In Grenoble erklärten die Sozialisten aus Anlaß der Beratung einer vom Gemeinderat an den Zaren abzusendenden Adresse, „daß die Sozialisten ihren Gruß dem russischen Proletariat senden, den Gruß aber verweigern dem Henker des russischen Volks." Die Pariser Sozialisten haben es schon vor einigen Tagen für eine Schmach erklärt, daß die ftanzösische Regierung sich gegenüber dem größten Despoten der Welt in dieser unterwürfigen Weise benehme, und nun fordert das Generalkomitee der Sozialisten auf, durch allgemeine Versammlungen gegen den Empfang des Zaren Verwahrung einzulegen, denn der Zar habe, indem er vor kurzem in Petersburg und Charkow die Arbeiter, wie auch d:e Studenten habe niederhauen lassen, gleichzeiftg die Arbeit wie die Wissenschaft brutalisiert. Diesen Opfern gegenüber sei der Empfang des Zaren eine schimpfliche Beleidigung, ein Akt niedrigster Schmeichelei von Seiten derer, die gegenwärtig an der Spitze der Republik stehen. Zur Programmrede Roosevelts. wird uns noch von geschätzter Seite geschrieben: Tas am meisten Bemerkenswerte an dem von Präsident Roosevelt in Buffalo entwickelten politischen Programm ist der Verzicht Roo evelts auf eigene Ideen. Was er da sagte, entspricht saft Wort für Wort dem, was McKinley in seiner letzten öf entliehen Rede, am Tage vor dem Czolgosz'schen Attentat, ausführte. Indessen, dem Auslande kann es nicht einerlei [ein, ob McKinley oder Roosevelt ein solches Programm aufrollt. McKinleys Persönlichkeit bot eine gewisse Gewähr dafür, daß auf wirtschaftlichem Gebiet, beispielsweise bei den Verhandlungen über de:: Abschluß von Gegenseitigkeitsverträgen, die Haltung Amerikas in Zukunft eine maßvollere sein würde, sodaß die Einleitung eines! Handelsvertragsverhältnisses unter annähernd gleicher Verteilung von Licht unb Schatten möglich geworden wäre. McKinley, der seinerzeit durch den nach ihm benannten hochschutzzöllnerischen Tarif außerhalb Amerikas überhaupt erst bekannt wurde, hatte seine wirtschaftspolitischen Anschauungen allmählich einer Revision unterzogen, und zwar unter dem Drucke der Notwendigkeit, in der Erkenntnis, daß die industrielle Ueberproduktion Amerikas die Gewinnung neuer Auslandsmärkte unumgänglich mache. Kurz, die Einsicht, daß im Exporthandel Amerika jetzt mehr auf das Ausland,. speziell auf Deutschland, angewiesen ist, als dieses auf die Union, gewann unter Mac Kinley in den amerikanischen Regierungskreisen an Boden und stellte einen beide Teile befriedigenden Verlauf der Handelsvertragsoerhandlungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten in Aussicht. Roosevelts politisches Charakterbild dagegen schwankt derart in der Geschichte, daß seiner Versicherung, den Spuren McKinleys zu folgen, zunächst kaum mehr als episodischer Wert wird beigelegt werden dürfen. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, daß Roosevelt unter allen Umständen eine politische Kundgebung habe vom Stapel lassen wollen, unb daß ihm in Anbetracht des ganzen Milieus, der Gemütsstimmung seiner Umgebung eine Wiederholung der letzten McKinleyschen Programmrede am geeignetsten erschienen sei. Roosevelt soll, einer durch die Presse gegangenen Notiz zufolge, vom Handeln viel, vom Reden wenig halten. Es empfiehlt sich deshalb, die Thaten des neuen Präsidenten abzu- warten. In Deutschland nimmt man einstweilen ihm gegenüber den Standpunkt kühler Reform ein. Uebrigens sei erwähnt, daß die Programmrede auf die Berliner Börse einen günstigen Eindruck machte. Vielleicht nur deshalb, weil diese Auffassung zu der allgemeinen zuversichtlicheren Stimmung paßte. Sonst hat gerade die Börse Roosevelt mit einiger Beklemmung kommen sehen wegen seiner deutschfeindlichen Gesinnungen. ♦ Von den gestrigen Berliner Abendblättern, die sich mit der Ansprache Roosevelts beschäftigen, äußert sich besonders die „National Ztg." ziemlich skeptisch. Das Blatt hebt hervor, es komme darauf an, wie das Programm durch Roosevelt gehandhabt werden würde. McKinley war ein Systematiker; Roosevelt ift ein Temperament. Roosevelts Temperament, das für die Union so vieles Hoffen läßt, schließe Befürchtungen keineswegs aus. Speziell, was bei der Forderung nach neuen Schiffahrtsverbindungen mit Süd-Amerika zwischen den Zeilen zu lesen ist, verdiene die größte Aufmerksamkeit. Den kommerziellen Interessen der Union in Süd-Amerika stehen besonders die Teutsch,- lands gegenüber, dort einen wichtigen und wertvollen Markt gefunden hat. Aehnlich zurückhaltend schreibt die „Voss. Ztg.": „Von der Art der Turchführung dieses Programms hängt es ab, wie sich die internationalen Beziehungen Nord-Amerikas zu den anderen Großmächten gestalten werden." Tas „Berl. Tagebl." bemerkt zu dem Programmpunkte bezüglich Förderung der Schiffahrt nach Süd- und Zentral-Amerika: „Gegen eine ehrliche Konkurrenz Amerikas im Frachtverkehr unb am Jnbuftriemarkt wird niemand etwas einwenden können; gegen unehrliche Praktiken der Union bietet deren neuerdings nicht mehr zu bestreitendes Angewiesensein auf ein gutes handelspolitisches Verhältnis zu seinen Hauptkonkurrenten eine wirksame Handhabe." Bemerkenswert ist auch noch die Aeußerung der Londoner „Times"; Obwohl Roosevelt ge- Den bei dem Brande, roh sh. Wallenrod, 17. Sept. R fiorben. am korps .r Widm, / her Unter nach ' durch dem mittag Prof. und d daran weit f mit 70, Mahlt» ihrem Gießen, 18. September 1901. " Auszeichnung. Bei der Internationalen Ausstellung für Feuerschutz und Feuerrettungswesen in Berlin 1901 erhielt von hessischen Ausstellern eine bronzene Medaille, gestiftet durch das Kgl. Württembergische Ministerium des Innern, die Firma Maury & Co. in Offenbacha. M. für Ausrüstung für Feuerwehren. — Die Freiwillige Feuerwehr in Hanau erhielt die bronzene Medaille der „Magdeburger Feuersocietät". ** Ans dem Manövergeläude der hessischen Division. Nachdem die 49. Jnf.-Brigade — die Jnf.-Regimenter 115, 116 und 168 — das Feldart.-Negt. 61 und das Drag.-Regt. 24 ihre Manöver in der Brigade im südlichen Odenwald, die 50. Jnf.-Brigade — die Jnf.-Regimenter 117 und 118 — das Feldart.-Negt. 25 und das Drag.-Regt. 23 dagegen in der Alzeyer Gegend beendet, begann heute das Divisionsmanöver. Die demselben zu Grunde liegende allgemeine Generalidee ist folgende: Die aus einer blauen Armee (49. Jnf.-Brigade) bestehende Truppen werden von einer roten A'nuee (50. Jnf.-Brigade) bis in den Odenwald zurück- Jn 0): aussche die Hei Dreudt Heinrich fyift, 60 Siebte &t lütNochi zu veqc LufLeb. den W Nf-it Mung ‘Wi W aU d-s hoch Stteit Nn h richtete Politische Tagesschau. Eine zahlreich besuchte Bauernoersammlung im Wahlkreise des Zentrumsabgeordneten Tr. Spahn hat einstimmig folgende Entschließung angenommen: „Tie Versammlung richtet an die Vertreter des Kreises Rheinbach im Reichstage, den Herrn Reichsgerichitsrat Spahn, dessen bisherige Wirksamkeit die Versammlung mit Tank anerkennt, die Bitte: bei Beratung des Zolltarifgesetzentwurfs mit dahin zu wirken, daß der Körner- Lau für die Landwirtschaft sich wieder lohnend gestalte. Rückhaltlos tritt die Versammlung auf den Boden der bekannten Petition des Rheinischen Bauernvereins an den deutschen Reichstag, worin der Durchschnittspreis der Jahre 1850 — 1890 für Getreide zur Erhaltung der Landwirtschaft als absolut notwendig bezeichnet iftV' __________ die üb Die G des in: irefflick Profess langjäk an bei Schluß Verstör! nieder, einige 8 Thätigke WW nu fe.8« Klocke .uritckzE W? jejünW ging. H“ aus »ni Mi« 1 Mestal arbeite" iverde"' Einladun angenom Die tun# licken Po unö der! gegen de '*c\\ ausgespr Doppel« taris er höhunge Zölle m einen bt vanbels sebr vei der Stal cnirout'- Königin Wilhelmina der Niederlande eröffnete am Dienstag die Generalstaateu mit einer Thronrede, in der es heißt: Die Beziehungen zu den übrigen Mächten seien sehr freundschaftlich. Das gleichzeitig mit den anderen Staaten in China unterzeichnete Friedensprötokoll sichere die Entschädigung für die in Pekin zerstörten Gesandtschastsgebäude. Die allgeineine Lage Hollands biete in mehrfacher Hinsicht ein erfreuliches Bild. Es sei jedoch zu bemerken, daß sich neuerdings für die Regierung mehr als bisher die Notwendigkeit herausstellte, beständig darauf zu achten, daß das Christentum die Grundlage des Volkslebens werde. Die Revision des Gesetzes betr. die Sonntagsruhe und ein wirksamerer gesetzlicher Schutz der Volksmoral seien notwendig ebenso eine wirksamere Bekämplung des öffentlichen Hazardspiels und des Alkoholismus, ohne Beeinträchtigung der individuellen Freiheit, ferner die Aufrechterhaltung der Freiheit des Unterrichts in den verschiedenen Zweigen desselben. Was die materiellen Interessen anbetrifft, so beschäftigte die ftönigm nach wie vor die soziale Frage. Es werde deii Kammern ein Gesetzentwurf über die direkte Vertretung der Landwirte unterbreitet werden, damit die Regierung von dieser unterstützt, besser über die Interessen der Landwirtschaft sich unterrichten könne. Die Fälschung der Nahrungsmittel rind der unlautere Wettbewerb müßten bekämpft werden. Für die Entwickelung des praktischen Volksschulunterrichtes und Regelung des Lehrlingswesens werde die Beihilfe der Volksvertretung verlangt werden. Tie Acciseabgaben und 2lbgaben auf neue Erfindungen würden auf einer neuen Grundlage wiedereingeführt werden. Tas Konsularwesen werde mehr als bisher den Jutereffen der Landwirtschaft, der Industrie und des Handels dienstbar gemacht, die Arbeitsverhältnisse erforderten eine Neuregelung. Die obligatorische Unfallversicherung werde eingcsührt und auch oie Seefischer und ländlichen Arbeiter umfassen. In Vorbereitung sei ferner die obligatorische Kraiiken-, Alters - und Invaliditäts-Versicherung. Um die soziale Refornr zu ermög lichen, sei eine Verstärkung der Staatseinkünfte erforderlich. I erster Linie die Revision des Zolltarifs, wobei zugleich der Schutz der nationalen Arbeit zu erhöhen wäre. Falls diese Revision die Bevölkerung mit geringem Einkommen zu stark belaste, werde man bei den Beiträgen dieser Bevölkerungsklassen zur obligatorischen Versicherung einen Ausgleich schaffen. Den Kanunern gehe ferner eine Vorlage über das Vermaltugsgerichtsverfahren zu. Die Gesetze betreffend die nationale Ver- jeidraung wurden prompt ausgeführt werden. Die Einführung - SchneMeuergeschutze sei dringend. Sie werde beträchtliche Ovker erfordern. Auf die Marine und das Heer von Niederländisch-1 geschlagen. Auf die Meldung, die blaue Armee habe au3' Indien würde in religiöser und moralischer Hinsicht bessernd ein-Kcr (Hegend von Aschaffenburg bedeutende Verstärkungen er- gewirkt. Die Niederlande seien als christliche Macht ver-pflichtet, , ziehen sich die Truppen der roten Armee wieder über die rechtliche Stellung der chrytüchen Eingeborenen beper zu regeln ö LJ < <■ und die christliche Mission zu unterstützen und die ganze Re- den Rhein zurück und hallen am Morgen des 17. ^-ept. dre aierung von der Aufgabe zu überzeugen, die sie in moralischer Hin- Linie Speyer—Worms—Mainz besetzt. Zu dieser Zeit Übersicht den Eingeborenen gegenüber zu erfüllen habe. Tie Gründe schreitet die blaue Arinee bei Worms den Rhein. Die Truppen ür die Abnahme des Wohlstandes der Elngeborenen auf Java b t Armee gehen auf der Linie Pfeddersheim—Mörstadt Ä D in Stellung, tue J raten entwickeln sich im Gelände Herrns- werde eine Dezentralisierung der Verwaltung beabsichtigt Die bis-1 heim—Abenheim, wo es zum Gefecht kam. Im ~aufe des her bezüglich Atjeh befolgte Politik werde aufrecht erhalten in der frühen Nachmittags mußte die blaue Armee auf Worins mit Hoffnung auf die völlige Pazifikation desLandes. Die Entwicklung $ t zurück gehen und das Gefecht kam zum Stillstand, von Surinam und Curacao nehmen fortdauernd das Interesse der ^ororw z » , />6erv,u'tdirektionsberirke Regierung in Anspruch. Goll, der Allmächtige möge Sie" so Wechfclfte.npclsteuer. Im Oberpostdlrettionvbeztrke chlleßt die Thronrede, „leiten, Ihre wichtige Aufgabe zu erfüllen." ID a rm st a d t wurden im August d. I. 17 926,50 JJcar” an Prinz Heinrich wohnte der Eröffnung bei. Wechselftempelsteuer vereinnahmt, zusammen mit den Vor- ~ tu .«>. a ~ monaten des ab 1. April laufenden Rechnungsjahres 89808,10 Mltjches Lielty. Mark oder 6336,90 Mk. mehr als im entsprechenden Zeittaum heute den Text des dem Reichskanzler zu erstattenden Gut- brauchspferde. Soweit sich beurteilen laßtz war der Bestand achtens des Ausschusses fest. Das Gutachten beantragt unter guter Beschaffenheit, m welcher Hmsicht sich der heutige anderem Aufhebung des Börsenterminregisters, mindestens aber Markt von den früheren vorteilhaft abhob. ^er Umsatz ließ Rechtsgiltigkeit der Sicherheitsstellung und fristloser Anerkennt- hu Punschen übrig, was wohl durch die für die Pserdebesitzer nisse, ferner Aufhebung des Verbots des Terminhandels in P" SMWftd&cnbe Getreide, Mühlenfabrikaten, Anteilen der Bergwerks- und ^ett durch den Winter zu bringen,^erklärlich ist. Auf Fabrikunternehmen, mindestens aber die Bestimmung, daß dem Ochs en markt waren_ctma 100 derselbe unbeschadet der Rechtsgiltigkeit der einzelnen Ge- dem Schweine markt 1000-1100 Stuck. Auf letzterem rvjr. ,war der Handel ziemlich lebhaft. 1 17 Seot Das 17 (Blaue) Armeekorps Wallenred, 17. Sept. Den bei dem Brande von beendete mit der j ihm gehörige» Kavallerie-Division L st-m n>ir bereitz telephvmsch gemeldet haben, ^Stenpeue^ gestern Slbenb den Aufmarsch bei Danzig und trat morgens wehren gelang e^ nach langer > sch ~ f , den Vormarsch an. Das erste (Rothe) Armeekorps, der» die Element, das Feuer aus seinen Herd zu beschranten. Infolge Kavallerie-Division A bereits vor einigen Tagen voran-fies hier herrschenden llöagerm rg | •! gegangen ist, überschritt gestern und in der Nacht bei Weißen- bezeichnen, daß das durch das anhaltende Regenwetter r ich. berg und Mewe die Weichsel und rückt gegen Danzig vor. sich gesammelte Master ,n der Nachbarlchast zu den ersten - Die Kaiserin wohnte vormittags den Einweihungen der L°lcharbe,ten verwendet werden konnte Auch das bedroh unter ihrem Protektorat erbauten Kirchen in Sch,dl,tz und Anweien. be§benadjbarfen Stampf ’f‘ ' S . O , 4. • bedeutend beschädigt worden. Der vom Unglück betroffene - Der Kaiser wohnte heute dem Manöver bei, be- Stock ist versichert. Die Entstehungsursache des Feuers ist suchte darnach das Biwak des Kavalleriekorps bei Czechlau unbekannt, es iv.rd vern-utet, feuchtes Grummet sei m Brand und kehrte von Spengawsken mit Sonderzug über Dirschau geraten. , nQ|? zurück, woselbst er sich an Bord der „Hohen- ^^-g"läU hier* eine auswärtige Bergwerksgesellschaft, die zollern" begab. Vormittags setzte em starker Regen em, der - Keilthale größere Werke besitzt, Aufschlußarbeiten noch andauert. Bei dem heuttgen Manöver kam die 1 Bogelthale vornehmen. Die ohne große Schwierig- fanterie nicht zum Gefecht. Beide Kavallerie-Divisionen, A Seiten zu Tage geförderten Erzmassen sind, wie die „Butzb. (rot) und B (blau), stießen in der Gegend zwischen Groß- Ztg." erfährt, von hohem Prozentgehalt. Es besteht nach kleschkau und Großtramstken aufeinander. Das Gefecht endete der Ansicht des leitenden Fachmannes begründete Aussicht, mit dem Siege der Division A. Nachmittags telegraphierte daß es sich hier um ein mächtiges Erzlager handelt, der Kaiser an die Manöverleitung etwa folgendes: Die Bivak- Angrenzend an dieses Gebiet besitzt Forstperwaller Sommerplätze glichen Sümpfen, die von Bächen gespeist würden, von Ziegenberg das Muthungsrecht. E» ist ihm behord- »4 i ä“ ,5$, aiö'ssrÄS: durchnäßt. Außerhalb der Chauffecn fei überhaupt mcht zu . Terrain von noch weit größerer Ergiebigkeit und passieren, mfolgedesien sei morgen Ruhetag. größerer Ausdehnung sein. Tas dort lagernde Erz wäre sagt habe, daß er die Politik McKinleys fortsetzen werde, fei es nicht gewiß, daß er den etwas unbestimmten Phrasen, in welchen er diese Politik darlegt, dieselbe Auslegung geben werde, wie sein Vorgänger. — Wie man sieht, wird zunächst dem neuen Präsidenten nicht recht über den Weg getraut. Er soll auch, nicht zu freundliche Gefühle gegen England hegen. Das ist freilich geeignet, wenn es zutrrfft, ihm im den Augen vieler Deutscher einen sympathischen Zug zu verleihen. Engländer uud S „reu. Aus Südafrika sind in den letzten Tagen wenig oder- gar keine Siachrichten gekommen. Wenn Lord Kitchener gar nichts zu melden weiß, so ist das ein Zeichen, daß ihm auchj der kleinste Erfolg, anscheinend sogar die sonst übliche „Gefangennahme" von so und so viel Stück Vieh, versagt geblieben ist. Aus einer Tepeschss aus Kapstadt kann entnommen werden, daß der britische .Höchstkommandierende seine Drohung, über Kapstadt den Belagerungszustand zu verhängen, noch immer nicht verwirklicht hat. Das kapländische Ministerium, die Bürgerschaft und die Presse setzen der Turch^führung dieser Maßregel den äußersten Widerstand entgegen, weil sie mit Recht befürchten, daß der kapländische anbei, der schon jetzt damieder- liegt, dadurch' noch empfindlicher geschädigt werden würde. Ob nun Kitcyener unter dem Eindruck dieses Protestes von seinem Vorhaben Abstand nimmt oder ob bie Wirkung dieser Maßregel auf den Gang des Krieges nicht mehr so hoch veranschlagt, sei dahingestellt. Es dürste jedenfalls feststehen, daß die Buren auch die Eventualität der Verhängung des Belagenlngszustandes bereits in Betracht gezogen uni) entsprechende Vorkehrungen getroffen haben. Tazu kommt, daß jetzt die gute Jahreszeit für die Buren hereinbricht. Das Gras fängt an zu sprießen, die willkommene Nahrung für die Burenpferde; dadurch wird die Beweglichkeit der Kommandos erhöht, während für die Engländer diese Verhältnisse verderblich werden, insofern als die eingeführten Pferbe das afrikanische Gras nicht vertragen, sondern daran er fr auf en und unbrauchbar werden. Die englische Heerführung ist um die Sage, die sie sich ge- schäffen hat, wahrlich nicht KU beneiden. Herr Kitchfener wird aber in Zukunft vielleicht den Mund etwas weniger vollnehmen und nicht das Ende des Krieges befehlen, sondeni — ab warten, wenn feine Geduld auch noch auf eine sehr harte Probe gestellt werden wird. Oder sollte nicht die natürliche Konsequenz der jetzigen Lage seine Abberufung sein? Aus Johannesburg wird der „Daily Mail" vom 12. September gemeldet, daß der Prozeß gegen den früheren dritten Staatsanwalt Broeksma begonnen habe, der der Spionage angeklagt ist. Aus der Zeugenaussage geht hervor, daß der Angeklagte der Vermitteler zwischen Tr. Leyds, Dr. Krause sowie andern Buren, die sichi in Europa auf halten, und den im Felde stehenden Buren war. Die Briefe wurden durch den amerikanischen Konsul in Johannesburg befördert. Unter den im Haufe Broekmas ge- funbenen Schriftstücken befand sich eine Prollamatton, durch welche General Kitchener seine Offiziere und Soldaten für vogelfrei erklärt werden und den Buren befohlen wird, alle bewaffneten Briten, die nach dem 15. September gefangen genommen werden, zu erschießen. Es wurden ferner im Hause Broeksmas zahlreiche Briefe von Krause und Kopien der Antwortschreiben Broeksmas gefunden. Wie im Haag verlautet, lvollte am Samstag das Schiedsgericht den Antrag der Burenstaaten, auf Zusammentreten des Schiedsgerichts der englischen Regierung unterbreiten. Im Falle der Ablehnung sollen mehrere hervorragende Mitglieder des Schiedsgerrchts entschlossen sein, ihr A m t n i e d e r z u l e g e n, um so eine Sprengung des Schiedsgerichtshofes herbeizuführen. (!) noch leichter zu fördern. § Butzbach, 18. Sept. Ter Küfermeister Ehr. L a n g * 9?nm 17 Dm- N av st eniviina bei ausaereickmeter bein hier hat eine Sch,eibe zur Waschmaschine mit San^ G.sundbeit den GfeYretär ^e?B^gEn de^ Pro- W zu deren Bewegung erfunden und das aus Holz GE-sdfin^ kßh7rt. Es istItts^nnrnVr 3Ä britt/größ^re vertreten. Um 9 Uhr wurde der Sarg aus dem Werßen Durch das energische Eingreifen der Feuerwehr Hause herausgebracht, geleitet von regulären gruppen, Ma- . bi Nebenaebäude aerettet trofen, Seesoldaten sowie ^uge Man^n ? Wettsaasen, (Kr. Alsfeld), 17. Sevt. Infolge des ich Roosevelt, der frühere Prajident Cllveland, Bertteter! Niederschlägen so reichen Wetters ist das Obstpflücken aller Zweige der Bundesregierung, eine Anzahl Gouverneure rec^ gefährlich geworden und die Mahnung zur Vorsicht mtt ihren Bediensteten und Vertreter zahlreicher Zch.lll heim Besteigen der Obstbäume geboten. Eine hiesige, in Körperschaften. r5rau McKinley blieb im weißen Hause zuruck. mittleren Lebensjahren stehende Frau fiel beim Apfel- Der Sarg wurde in dem weiten Raume unter der rffiüden vom Baume herab. Sie brach dabei ein Bein und der Rotunde um halb elf Uhr aufgeitlellt. Der Gottesdienst einen Arm und trug auch Verletzungen an der Schjulter begann um 11 Uhr. Wahrend der Ueberführung toewen ^Qtion, >ie Straßen ungeachtet bes Regens mit kiner dichten Mainz, 17. Sept. Vom Gouvernement wurden Er- Menschenmenge befetzt. — Info ge mangelhafter Polizei- anaestellt über Zahl, Ausstattung und Stärkeder Eshanbrll New-York, 17. Sept. Der Korrespondent des „New- sich darum, Unterlagen für bie eventuelle Verwendung deS Yorker Herald" in Washington meldet, es sei nunmehr sicher, Automobils zu Kriegszwecken zu gewinnen. däßl Staatssekretär Halp seine Entlassung innerhalb Mainz, 17. Sept. Das Großherzogspaar traf 14 Tagen einreichen wird. Dieselbe werde angenommen und gestern nachmittag um 4.40 Uhr von Wolfsgarten kommend Rodt zu seinem Nachfolger ernannt werden. Ebenso sei jetzt h^r ein. Tas hohe Paar besuchte noch am Nachmittag das fast sicher, daß Ga g e im Amte bleibe. Der Attorneigeneral Anttguitätengeschäft von Bro 0 auf der Rheinsttaße, worauf Knox bleibe wahrscheinlich im Amte, wenn nicht eine Ver- Herrschaften zum Schlosse zurückkehrten. Mit den kgl. ändernng in den gegenwärtigen Plänen eintrete. Roosevelt Hoheiten sind noch eingetroffen: Tie Prinzessin Beatrice, sagte gestern zu einem intimen Freunde: „Ich war Kan- Schwester der Großherzogin, der Großfürst Ktzrill, didat für die Präsidentschaft im Jahre 1904, man muß jetzt Prinz Arthur v. Connaught. Im Gefolge der hohen Herr- von mir ab seh en; ich bin keinesfalls Kandidat für schäften besinden sich: Schlüsseldame Freiin v. Grancy, Hof- die nächste Wahl." bamc Freiin v. Notsmann, Gesellschaftsdame Frl. Gazert, Peking, 17. Sept. Heute zogen die chinesischen Trup- Excell. Obersthofmarschall General v. Westerweller, Oberpen wieder ein. Zugleich fand die lieber gäbe d e r v e r - sEmeister Frhr. v. Riedesel, Ober'st v. Wachter, Flügelboten en Stadt an die chinesische Behörde durch die adiutant^^Frhr. v. Röder, FlügeladjutantMttmeister Kraemer, Amerikaner und Japaner statt. Oberst Tattcheff und Kapitän Wyndham. — Der Großherzog ■ reiste heute vormittag um 10 Uhr mit einem Extrazug von Hflttu. Mainz nach Worms und begab sich in das Manövergelände-., ® Tie Rückkehr nach Mainz erfolgte um 12.45 Uhr. (DerMdruckberunterbttserRubrikbesinbllchenOrigmal-NachrichtcnI Oftrsen, 16. Sept In der Kiste eines alten Sonber. ist nur untergenauer Quellenangabe. „Gieß. Anz. in' bie Siechenanstalt nach Heidesheim verbracht worben ist und den man als mittellos betrachtete, wurden über 500 Mk. in kursfähigen Münzen, sowie alte hessische, Holländer, Oesterreicher, französische und italienische Münzen, ferner amerikanische Banknoten, jede für sich eingewickelt und versteckt, vorgefunden und von ber Gemeinde in Verwahrung genommen. ** Aus d c m Arbeitshaus Dieburg sind während des verflossenen Monats August 17 Personen, welche daselbst korrektionelle Nachhaft verbüßten, entlassen worden. Tie längste Dauer der Nachhaft betrug bei 2 Personen 307 Tage und die kürzeste bei 8 Personen 180 Tage. Bingen, 16. Sept. Gestern abend war der Schlepp» dampfer „Diana" des Schiffers Martin Hcyderüy von Caub mit dem eisernen Schleppkahn „Vereinigtes Deutschland", welcher mit Kohlen beladen war, auf der Fahrt nach dem Oberrhein. In der Nähe vom Binger ^.och nun brach dem Dampfer eine Schieberstange, fvdaß er ins Treiben kam. Es gelang ihm jeboch, unterhalb vom Bingep Loch vor Anker zu gehen. Der Scblepplahn aber trieb, nachdem man das Verbindungsfeil gekappt hatte, etwa eine Stunde weit zurück bis unterhalb Trechtingshausen. Schlingen werden L ÜIbSrLALcke produziert. Die Staatsanwaltschaft hält Augelagten. rettet wurden. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft Wetter o CQ September § 8 H am 16.-17. September Höchste,Temperatur an Niedrigste „ v n Für die Redaktion verantwortlich i. V.r fR. Dittman n, 8°/o Mexikaner 41/2,’/o Chinesen 8. 8. 4 2 2 4- 17,3 4-13,2 4-14,2 84.551 Harpener . . Tendenz: ruhig. 228 925 726 s 10,2 10,6 11,4 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Gotthaiflbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... 69 95 95 rieh" zu Barop stürzte der alte Schacht ein. dessen neue Steigleitern eingebaut werd. ' - Reicheanleihe do. Konsole do. . . Hessen 18,1° C. 5,4° C. > ' * Berlin, 17. Sept. Aus Tsingtau wird amtlich! gemeldet, daß der Maurermeister Hermann Knappe dort am 13. September am Herzschlag verstorben ist. * Kiel, 17. September. Heute nachmittag tenterte im Kriegs Hafen ein Seegelboot mit sechs Insassen, von denen der BootfüHrcr Brenster ertrank, während dre übrigen ge- . 194.00 . 173.70 . 117.00 . 126.50 . 134.80 . 131.60 . 154.00 . 178.50 . 162.30 . 150.20 Bed. Himmel Regen 3V2% 30/9 3i/»% 3°o . 100.30 . 90.20 . 100.20 . 90.40 . 98.10 . 99.40 42.90 . 25.80 . 26.40 •• Beisetzung des Professors Dr. Eichbaum. Heute Vormittag gegen 11 Uhr traf die Leiche des Heimgegangenen Prof. Dr. Eichbaum aus Bad Rheinau auf dem hiesigen Bahnhofe ein. Unter den Klängen des von einem Musik-! korps gespielten Trauerliedes wurde sie in den Leichenwagen gehoben, der dann mit Kränzen reich geschmückt wurde. Unter dem Vorantntt des Musikkorps setzte sich der Zug nach dem Friedhof in Bewegung. Er nahm seinen Weg durch die Liebig-, Alice- und Ludwigstraße. Hmter dein Leichenwagen schritten die Angehörigen des Verblichenen; dann folgten die beiden Universitätspedelle, die Kränze trugen, der Rektor der Universität Prof. Dr. Schmidt und der Dekan der medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Strahl; daran schlossen sich die übrigen Dozenten der Universität soweit sie in Gießen anwesend sind, die Chargierten einiger studentischen Korporationen in vollem Wichs mit Fahnen und die übrigen Leidtragenden. Es war ein stattlicher Zug. — Die Grabrede hielt Pfarrer Dr. Naumann. Er gedachte des innigen Familienlebens des Abgeschiedenen und hob seine trefflichen Charaktereigenschaften hervor. Nach ihm ergriff Professor Dr. Schmidt das Wort. Er erinnerte an die langjährige Wirksamkeit des Heimgegangenen Kollegen an der Lanesuniversität, der et 22 Jahre angehörte. Ayr Schluß seiner Rede legte er mit einer dem Andenken des Verstorbenen geweihten Widmung einen Kranz am Sarge nieder. Hierauf weihte Prof. Dr. Strahl dem.Verstorbenen einige Worte des Gedenkens. Er hob seine wissenschaftliche Thätigkeit, seine Kenntnisse und Erfolge auf dem von ihm eingeschlagenen Gebiet der Wissenschaft hervor. Leider sei es ihm nur kurze Zeit vergönnt gewesen, als Ordinarius an unserer Hochschule zu wirken. Auch er legte mit entsprechender Widmung einen Kranz am Sarge nieder. Telephonischer Kursbericht« Frankfurt a. M., 18. September. 17. 17. 18. Meteorologische Beobachtungen der MaSiors Gießers. 32/r% 5 •**♦<*- <- - , liark Kunst und Wissenschaft. 3 hem O!hmth°l. 17. Sept, tot ersten Sand regen seit Ostern haben wir seit Freitag bis gestern nachf-! Ludwig Vin dem gleichnamigen Stück. Der Künstler wurde mittag gehabt. Der Regen hat, ohne auch! nur sehr gefeiert. . nute lang auftuhören, angehalten. Unberechenbaren Scha- Mainz, 16. Sept. Die Saison am Stadttheater wurde den hat dieser Landregen angerichtet, in erster ^ime am gestern mit „Figaros Hochzeit" eröffnet. Eine Neuemstu- EJAWS «SS Ä S “S? ÄÄTMÄ Früchte sind aufgesprungen und fallen zur ^be. Der 9 (Figaro) mit gutem Gelingen, während von unseren sonst so kräftige Geschmack der Zirletschen ist aus gewassert. -vüAcn Mitgtiedeni Frl. Matern a (Gräfin) und Herr R ü n g e r I Großen Schoden hat das Regenwetter auch der Grummet-1 /(^rac\ am vorteilhaftesten hervortraten. ernte gebracht. Erst zur Hälfte hat man fte heremgebracht, die übrige Hälfte sitzt auf den Wiesen. Zum Füttern ist nun viel Grummet untauglich, geworden, arideres wurde von ALULftt WtlvUNgM. den Wiesen fortgeschwemmt. Im benachbarten Jlsbachthale D ü n kir ch e n, 18. Sept. Präsident Lo u b e t empfing bei Groß-Eichen stand der ganze Wiesengrund unter Wass^:. Unterpräfektur die hier zur Begrüßung eingetroffene — Prüfung von Kartoffelerntemaschinen. Die „Hessische ™ Königs der Belgier und gab den Mit- Landw. Ztg." gießt in ihrer Wen Nummer bekannt dap amI i^ebie’r^ berfei6en ein Diner im kleinen Kieise. Sodann ^SchLpr°b^°'°n Lt°M°rnte- besuchte Loubct ben Ball im Rathaus-unh kehrte später nach maschmen ftattfmbet. Ein voiii Hessischen Landwirtschastsrat er- der Utiterpräfektur zurück. Dre Stadt und der Hafen smd. nanntes Richterkollegium ivird vorher die zur Schanprobe ange-1 festlich beleuchtet. Ter Regen hat nach4gelasten, aber es! meldeten Maschinen nach bestimmten Bedingungen emer eingehenden rveht ein heftiger WiM Prüfung unterziehen, deren Ergebnis gelegentlich der Schauprobe Paris, 18. Sept. An Stelle des Generals Flo ren- bekannt gegeben wird. Voraussichtlich werden vW Landwirte die frer pie Altersgrenze erreicht hat, wurde der bisherige IGelegenheit wahniehmen, die neuesten und bewährtesten Fabrikate! Kommandant des 16. Armeekorps General Faure-Bi- I uuf diesem Gebiete praktifch vorgesuhrt zu sehen. I g u e t zum Militärgvuverneur von Paris ernannt. Washington, 18. Sept. Tie Gattin des verstorbenen Präsidenten McKinley ist gestern abend nach Cauton! (Ohio) abgereist. — Präsident Roosevelt bat in der Kobin ettssitzung, daß die Mitglieder desselben während dep Toner seiner Präsidentschaft ihre Portefeuilles behalten. — Man glaubt, daß etwa fünfzig Frauen und Kinder aus' der Menge, welche den Sarg McKinleys in der Rotunde sehen wollten, verwundet wurden; die meisten waren jedoch! im stände, sich in ihre Wohnungen zu begeben. Washington, 18. Sept. Ter Zug mit der Lerche M c K i n l e y s ist gestern abend 7.20 Uhr nach Canton (Ohio) abgegangen. Derselbe besteht aus drei Wagen, im zweiten befindet sich die Leiche. _ Buffalo, 18. Sept. C^olgosz wergert sich, irgend ein Wort zu sprechen, selbst mit seinem Rechtsbeistand. Ter Prozeß findet am 23. September statt. Unser grosses Lager in \ neuesten Eerren-Ansug- ui Paletetstolfen j für Anfertigung nach Maass und im Ausschnitt Üanksagung 6251 Giessen, den 17. September 1901. Die tieftrauernden Hinterbliebenen Familie Seth t Jul. Bach 6038 Gieß en, den 17. September 1901. 6250 Die Beerdigung findet Donnerstaa den 19. d. Mts. vormittags 11 Uhr, von den neuen Kliniken aus statt. Dr. Reinewald verreist, melden. 6235 gesucht. Hotel Rappen. 3n vermieten MKWiS - WWiMts MWWlWW Zu verkaufen fiant Gelnche bei dem uns insbesondere Gemütlichkeit z== Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme betroffenem schwerem Verluste sagen wir allen, Herrn Pfarrer Kraus und dem Gesangverein unsem tiefgefühltesten Dank. 6157] 2 Bim., Kabinett, Kammer u.KücheneostKellerantheil z.verm. 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