flnbet ßtl mir verdienst nldaröeUra. Muster gegenSOPf. dthausen eben 30, rstrasae 28. M gegen ■Sstssu». “i4«5«Ä|u ff ®ywf vSß * «ää = unter HZC2757 MstM ! unter G.E. 02758 “ÜJLsÄ 6er nebenbei Mverittet, suLt fWhMjoufe. ö^t*6e. a Mi Bcfeif. u tiguag auf c sehr ge- timaxm, militärfrei, nWtnissehalbn ins .nach Amerika gehen, i einem hies. Fabrik- und befindet sich in tgekündigtnEtelllwg. chm herm mit Rat- and gehen, auch find terredungen sehr an« rten unter „Celestin" nb Gießen erbeten. nita Lemgo in Lippe idbau-, Zle^6t‘ racbule. Beginn' Vonioterricbt: un’M kMMfrei. We in Nr. 167 GrfteS Blatt. 151 Jahrgang. Freitag 19. Juli 1901 Erschelhl täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Kamillen- Slotter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter für Hess. Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Lnaahwe von Anneig,n gu bet nachmittags für den folflotben Tag erscheinende« Shimmtr biß txmn. 10 Uhr. GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger w vezugrpreir viertelsährl. Ml. 2.20, monatl. 75 Pfg. mit Bringcrlohn: durch die Abholestcllcu vierteljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 Pfg. Bei Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. Alle Anzciaen-Brrmitklung» stellen deS In- unb rlnSlanbai nehmen Anzeigon für den Gießener Anzeiger entgegen, ßcilcnorciß; lokal 18 Psg^ außtoärtä 20 Pfg. »mir- und AnMebla» siir dm NreK Sichen ;agjs: Die Schuckert Affaire. Die Nachrichten über die Generalversammlung der Elektrizitäts A.-G. vormals Schuckert u. Co., in Nürnberg, lassen leider keinen Zweifel, daß das deutsche Kapital abermals eine empfindliche Schlappe erlitten hat. Die begleitenden Umstände, insbesondere die Art und Weise, wie heutzutage die Aktionäre behandelt werden, sind so charakteristisch, daß wir es uns nicht versagen wollen, näher auf diese Tinge einzugehen. t t Vor ungefähr einem Monat wurde bekannt gegeben, daß die Direktion dem Aufsichtsrat die Verteilung einer Dividende von 10 Prozent pro 1900/1901 gegen 15 Prozent im Vorjahre Vorschlägen werde. Die Generalversammlung wurde auf den 13. Juli anberaumt, jedoch erst fünf Tage vor derselben ein gedruckter Geschäftsbericht ausgegeben. Den erschienenen Aktionären, deren Zahl nicht groß war, da ein besonderer Grund zur Anwesenheit nicht erkennbar geworden war, wurde zu ihrer größten Ueberraschung und Erregung seitens der Verwaltung der Antrag vorgelegt, von einer Verteilung dieser Dividende gänzlich Abstand zu nehmen. Die Gesellschaft habe von der falliten Leipziger Bank einen Posten von 4 200 000 Aktien der Bosnischen Elektrizitätsgesellschaft in Jajce käuflich erworben, für die eigentlich der Kaufpreis erst in zwei Jahren hätte entrichtet werden sollen. Durch den Konkurs jener Bank sei man genötigt, den ganzen Posten jetzt schon abzunehmen; die hierdurch eingetretene Inanspruchnahme von Barmitteln mache es erforderlich, den Gewinn nicht zur Auszahlung zu bringen, sondern auf neue Rechnung vorzutragen. Dagegen seien an Tantiemen 749 250 Mark zu bewilligen! Aus der Reihe der bestürzten Aktionäre wurde nunmehr der Antrag gestellt, die Generalversammlung zu vertagen, um erst einmal einen klaren Ueberblick über die Verhältnisse des Unternehmens gewinnen zu können. Es wurde hervorgehoben, daß der Reservefonds überhaupt zu gering und fast nur durch das Agio bei Begebung junger Aktien erzielt worden sei, daß die in eigenem Besitz der Geselb- schuft 'befindlichen Aktien der Kontinentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen in Nürnberg noch immer zu hoch zu Buche ständen, daß auch die Abschreibungen au: Maschinen als genügend nicht zu betrachten seien, und daher auch von der Verteilung von Tantieinen und Grati- .fikationen abgesehen werden müsse. Vergeblich — die Verwaltung erklärte, daß eine Katastrophe zu befürchten sei, wenn diese Beträge nicht zur Auszahlung gelangten, daß ferner die meisten Herren abwesend seien, und sich daher über einen etwaigen Verzicht nicht sofort erklären könnten, und daß die Tantiemefestfetzung überhaupt Sache des Aufsichtsrates sei! Man hatte die Mehrheit und nützte sie aus — die Anträge der Verwaltung wurden angenommen und jedermann konnte nach Hause gehen, die Herren von der Verwaltung mit gefüllten, die Aktionäre mit leeren Taschen! Wir wissen nicht, ob sich die enttäuschten Aktienbesitzer aufzuraffen suchen werden, um ihre Interessen künftig besser zu wahren, oder ob sie im Hinblick auf die vorgetragenen circa 5 Millionen Mark sich der süßen Hoffnung überlassen wollen, übers Jahr einen um so größeren Schatz heben zu können. Wir fürchten aber, daß sie sich! in dieser Annahme täuschen werden, die Schuckertgesell- schast hat bei 42 Millionen Mark Aktienkapital unb' 35 Millionen Mark Obligationen, zu denen noch 26 Millionen 'Kreditoren kommen, mithin bei Verpflichtungen, die, von sonstigen kleineren Posten abgesehen, über 100 Mill. Mark betragen, einen Besitz von ca. 40 Mill. Mark Effekten und Beteiligungen und ca. 45 Mill. Mk. Debitoren. Ihr Zustand kann also durchaus nicht als sehr liquid bezeichnet werden. Dieser Umstand hat aber bei den derzeitigen Geldverhältnissen und der Schwierigkeit, Bankkredit in früherem Umfange zu erhalten, große Bedeutung. Die Verwaltung selbst hat dafür auf der Generalversammlung Zeugnis abgelegt. Es wurde ihr vorgeworsen, daß sie die letzte Anleihe von 15 Mill. Mark an ein Konsortium zunt 'Kurse von nur 95 einhalb Prozent begeben habe, das mit dem Aufsichtsrat fast identisch sei. Dieses habe die Anleihe in kürzester Zeit mit'99 Prozent losschlagen können und somit einen schönen Nutzen gemacht, während die Gesellschaft bei diesem Geschäft fast 1 Million zusetze. Auf diese unangenehme Vorhaltung erwiderte die Verwaltung, daß bei jetzigen Verhältnissen günstigere Bedingungen nicht zu erzielen seien. Selbst wenn man annimmt, daß der böse Aktionär, der diese Sache zur Sprache brachte, recht hatte, so ist doch nicht zu verkennen, daß die Lage sich inzwischen sehr zugespitzt hat. Cs blieb der Gesellschaft thatsächlich garnichts weiter übrig, als auf die Auszahlung der Dividende zu verzichten, aus dem einfachen Grunde, weil sie kein Geld hatte. Natürlich hat die Gesellschaft auch ihren „Concern". Sie besitzt, wie schon erwähnt, die Aktien der kontinentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen in Nürnberg in Höhe von ca. 29 Mill. Mark, bei einem Gesamtkapital von 32 Mill. Mark. Dieses Unternehmen ist nicht in der Lage gewesen, eine Dividende für das vergangene Geschäftsjahr auch nur herausrechnen zu können, sondern ist sehr stark beteiligt an ausländischen Elektrizitätswerken und Streckenbahnen, deren Rentabilität erhofft wird. In der ebenfalls am 13. Juli ab gehaltenen Generalversammlung lehnte die Verwaltung die Auskunft über ihre Kreditoren ab. Ferner ist die Schuckertgesellschaft beteiligt bei den österreichischen und rheinischen Schuckertwerken usw. Nach alledem ist es wohl nicht zu bezweifeln, daß auch hier wieder eine Anspannung der finanziellen Kräfte stattgefunden hat, die über das berechtigte Maß hinausgegangen ift Der Börse ist dies so lebhaft zur Erkenntnis gekommen, daß sie die Berichte von der Generalversammlung mit einem Kurssturz von 20 Prozent beantwortet hat, so daß die Aktien jetzt noch ca. 96 Prozent notieren. Dir Behandlung der Aktionäre aber seitens der Herren der Verwaltung, die im Vorjahre sich 1207 452 Mk. Tantiemen und außerdem 360 000 Mark für Gratifikationen bewilligen ließen, und jetzt ebenfalls so edel für sich selber sorgen, kann nicht scharf genug verurteilt werden. Niemand verlangt, daß den Ingenieuren und Beamten die Tantiemen, die doch einen Teil ihres Gehaltes bilden, entzogen werden, auch wird die dafür entfallende Summe gewiß nicht einmal sehr bedeutend sein. Den Löwenanteil aber haben wohl die Herren der Verwaltung erhalten, die den jetzigen höchst verdrießlichen Ausfall herbeigeführt haben? zum Lohn für ihre „vortreffliche" Geschäftsführung. Zum Gumbinner Militärprozeß. Von Rechtsanwalt Horn erbält die „Nat.-Ztg." in der Gumbinner Prozeßsache folgende Zuschrift: „Auf die Ausführungen des Reichisgerichtsrats o ist. dem entgegenzuhalten, daß solcher F Freilassung ständiger Weise nirgendwo vorgeschr:eben s 6 und Wiederfestnahme können , und durM unbelttettbar zett lich sehr wohl zusammentrefsen. Man hatte ja mir, um solcher formalistischen Forderung zu 9 . 9 usmlassen nach der Freisprechung durch -m« 2 “ q “ und dann sofort aus Grund der %L, b 1 wiesen berechtigten - vorl«»^ -restnahmc durch die andere Thür wieder hinernzuführen aewesen?" So den» "A einB ^Ä^ Ä=t,e9=- ^bult ai|o ein r> y. 9 Abcht seiner Mitmenschen «uf F?eche?^Jch glaube deshalb nicht, daß den Generälen fn W Romen ein" besonders geschickter Verteidiger imnden ist An der Spitze einer gewißen Presse, die » versönlich angreift und verdächtigt, marschiert zur «eit der ,Reichsbote", der die „Tägl. Rundschau" abgelost dot Ick werde auf solche Angriffe nicht antworten, die tteit wird aufklären,' aus wessen Seite die Wahrheit gewesen if" Es ist außerdem gegründete Hoffnung vorhanden dnk diese mit Injurien reichlich gewürzten Artikel bald »eiben. Es ist für diese Invektiven charakteristisch, daß in ihnen die Behauptung wiederkehrt, die Generäle dürften auf meine öffentlichen Angriffe nicht antworten, das verböte ihnen Amt und Pflicht - während Mit Händen zu greifen ist, daß die Verfasser einen militärischen Gewährsmann, dessen Person nicht zweifelhaft ist, haben müssen. Als drittes Charakteristikum kennzeichnet diese Angriffe, die zuerst in der in Insterburg erscheinenden „Ostd. Volksztg." ans Licht traten, die Behauptung der „Tägl. Rundschau", diese Angriffe seien „vollkommen unverdächtig hinsichtlich» ihres Zeugnisses", weil die „Ostd. Volksztg." ein Organ freisinniger Richtung sei. Da der Prozeß nunmehr beim Gericht des ersten Korps schwebt und der Gerichtsherr der zweiten Division nicht mehr in Thätigkeit treten wird, werden die persönlichen beleidigenden Ausfälle gegen mich wohl mit der Zett verstummen." Soweit Herr Horn aus Insterburg. Wie die „Pr. Lith. Ztg." meldet, setzte das Oberkriegsgericht des ersten Armeekorps zu Königsberg eine Be lo hn un g von 1000 Mark für die Ermittelung des Mörders des Rittmeisters von Krosigk aus. Politische Tagesschau. Einer Lügeufabrik von sogenannten Huuneubriefeu find die Behörden aus die Spur gekommen. Offiziös wird getrieben : Gelegentlich der Ermittelungen über die Urheberschaft eines in der Presse veröffentlichten Briefes hat ein zur Unter* offizierklaffe zählender Angehöriger des Ostafiatifchen Expeditionskorps bei feiner verantwortlichen Vernehmung durch den Gerichtsoffizier ausgesagt, ein Handlungsgehilfe B. hätte ungefähr Mitte Februar ein Packet Briefe, in Couverts mit vollständigen Adressen und der Ortsangabe Peking versehen, aus Luzern an ihn gesandt und ihn im Auschreiben gebeten, die Briefe an ihre Adressen — seine Verwandten und Freunde — von Peking aus abzusenden. Er habe dein B. damals auf offener Postkarte auheimgestellt, selbst nach China zu kommen und die Briefe selbst abzusenden, und, da ihm die Angelegenheit ohne besonderen Wert erschien, von einer Meldung an seinen Vorgesetzten abgesehen. Seinem Empfinden nach wollte B. bei seinen Angehörigen den Glauben seiner persönlichen Anwesenheit in China erwecken. Die fraglichen Briefe — fieben an der Zahl — find inzwischen an die heimatliche Behörde gelangt; au- ihnen einige Proben: * . . . . Hier wird Tag und Nacht gemordet und gebrannt. . . . Wenn es gelingt, so werde ich desertieren..... Euer Stiefsohn." „Werte Freunde I .... Wollte ich von den Mordthatm erzählen, was ich gesehen, die Feder würde sich sträuben . . . .* „Werte Verwandte! so wüßte ich nur von Mordthaten zu schreiben..... Sobald ich kann, werde ich über Nacht zu entrinnen fachen Werde viel Ehinageld heimbrtngm . . . ." „Werter Freund! .... Nächsten« wrede ich Dir über Mordthaten berichtm . . . ." „Herrn Karl .... Habe grauenhafte Mordgruben gesehen " Wären diese Briefe von dem betreffenden Unteroffizier, der Bitte ihres Verfassers entsprechend, mit ihren genau bezeichneten Adressen in Peking zur Post gegeben worden, so würden fie, wohl zum größten Teil in die bekannten Hunnenbriefmappen gelangt, als echtes, unumstößilches Beweis- material veröffentlicht worden sein. Hierbei sei erwähnt, datz sich die Fälle mehren, in denen leider auch Angehörige des Expeditionskorps überführt worden find, Lügen über Greueithaten nach der Heimat berichtet zu haben. Der amtlichen Sendung der erwähnten fieben Briefe war auch das Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung eines solchen Falles beigelegt. Der betreffende, s. Z. von vielen Zeitungen veröffentlichte Brief enthielt die Angabe, der Ver süsser und sein Kamerad hätten je einen Chinesen tot« geschossen, weil diese nicht von dem Wasser, das fie gebracht, trinten wollten. DaS sei eine große Freude gewesen. ES werde nämlich niemand geschont. Der Briefschreiber hat aber ausgesagt, er habe in dem Briefe sehr stark gelogen; weder er noch irgend ein anderer Mann seiner Batterie hätte einen Chinesen getötet. Als die Chinesen eines Tages von dem gebrachten Wasser nicht trinken wollten — wegen Argwohns der Vergiftung dazu aufgefordert — habe er sie mit dem Wasser davongejagt. DaS fei die ganze Thatfache! — Ferner ist die nochmalige amtliche Bestätigung eingetroffen, daß wohl die Mannschaften wiedecholt davor gewarnt worden sind, Unwahres nach Hause zu berichten, daß aber die Eröffnung von Privatbriefen und die Ausübung einer Kontrolle nirgends siattgefunden habe. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist »tu? unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Arrz." gestattet.) * Ernennungen. Der Großherzog hat den ©teuer» kommifsariatsassistenten bei dem Steuerkommissariat Worms Regierungsassessor Hermann May in gleicher Diensteigenschaft an das Stenerkommiffariat Offenbach versetzt; den HauptsteurramtSasfistenten bei dem Hauptsteueramt Gießen Regierungsassessor Gustav Pflug zum SteuerkommissariatS- assistenten bei dem Steuerkommissariat WormS und den Hauptsteueramtskontrolleur bei dem Hauptsteueramt Gießen Leonhard Petry zum Hauptsteneramtsrendanten bei diesem Amte ernannt. )( Großeulinde«, 17. Juli. Die bei dem Gießener Zweigvereinsfeste hier erhobene Kollekte betrug 78,88 Mk., die in gleichen Teilen für die Gemeinden Herbstein, Fürth und Gonsenheim von dem Kirchenvorfiand bestimmt wurde. L. Aus dem höheren Vogelsberg, 17. Juli. Wie weitgehend das Interesse für den Krieg zwischen England und den tapferen Buren ist, mag folgendes lehren: In einem Dörfchen des höheren Vogelsberges findet im Herbste dieses Jahres Bürgermeisterwahl statt. ES sind zu diesem Zweck bereits 2 Kandidaten aufgestellt worden. Sofort haben sich auch zwei Parteien gebildet, von denen sich die eine „Engländer", die andere „Buren" nennt. Mit großer Spannung fieht man dem Ausgang des Kampfes entgegen. Beide Parteien sollen sehr erbittert auseinander sein. Darmstadt, 17. Juli. Der Großherzog empfing den Grafen zu Erbach-Erbach in besonderer Audienz. UmversttAs Nachrichten. — Der bisherige a. o. Professor für Physik an der Universität Greifswald Dr. Walter König, vordem Dozent am Physikalischen Verein in Frankfurt, ist zum o. Proftffor ernannt worden. — Wie man aus Straßburg berichtet, hat sich an der dortigen Universität Dr. Emil Hanntg aus Monttgny bet Metz als Prioat- dozent für Botanik habilitiert. Er ist schon längere Zett am Botanischen Institut der genannten Hochschule als Assistent thätig. — Der Pro fessor sür darstellende Geometrie und Konstruktions-Zeichnen an der Technischen Hochschule in Wien G. A. Peschka tritt nach 49jähriger Lehrtätigkeit in den Ruhestand. — In B onn ist der altkatholische Theologteprofcssor Dr. Josipb Langen am Samstag infolge/eines Schlaganfalles gestorben. — Das russische Ministerium der Volks ausklärung beabsichtigt, den Frauen das Universitäts- Studium zu gestatten und zwar sollen solche, die ein Mädchen- Gymnasium absolviert haben, versuchsweise zum Besuch der historisch- philologischen Fakultäten zugelassen werden. Nach beendigtem Studium erhalten sie dre Lehrbereartigung für alle Klassen der Mädchen- und die unteren Klassen der Knaben-Gymnasten. — In Halle scheidet mit dem Schlutz dieses Semesters der Rechtslehrer Prof. Dr. Geck aus dem Lehrkörper der Universität; an seine Stelle ist der bisherige außerordentliche Professor, Dr. Paul Rehm e - Berlin in die juristische Fakultät der Hallenser Universität als ordentlicher Profefior versetzt worden. ______________________________ Arbeiterbewegung. — Zum Taoakarbetter-Ausstand in Nordhausen berichtet dir „Nordh. Ztg.", daß aufs neue Einigungsverhandlungen .wisch,» dkn Fabrikantin und AllSstSnbigm 'm Mang« si»d. AnlMch i—.a «Alt h»n ^ahrifanten auf Anfrage an den Elsten Burgermel.ter Antritt tn di-Brrhandlung-n be,chl°s-n nutbe. SB » gigW» di- einzeln-» Fabrikant-» oa'lSufig auch m-rl-t» °u » lum Eintritt in erneute B-chandlung-n Schritte aber von der Stellungnahme der Fabrckanten-Veretr.tgung abhängig gemacht, die in den nächsten ^<6en Litteratur in Deutschland. 2. Die Selig- und Heiligsprechungen der römischen Papfie un 19^ Jahrhundert. - Gewünscht wird em hischrisch-kritischer Beruht über die Vorgeschichte den Verlauf und die Begründung der einzelnen Selig- und Heiligsprechungen. 3. Heber tritt c aus der römisch-katholischen zur evangelischen Kirche in Deutschland während des 19. Jahrhunderts. — Erwartet wird nicht eine Statistik, sondern eine Zusammenstellung und Bearbeitung der Konversionen derjenigen Persönlichkeiten, die allgemeines Interesse erregen. Die Sammlung ist gedacht als ein Gegen- tück zu Rosenthal, Konvertitenbilder aus dem 19. Jahr- )lindert. — Der Preis für die erste Aufgabe beträgt zwölfhundert Mark; Ablieferungstermin 31. Dezember 1903. — Der Preis für die zweite und die dritte Aufgabe beträgt je fünfhundert Mark; Ablieferungstermin für beide Arbeiten 31. Dezember 1902. Der Zentralvorstand behält sich ür den Fall, daß die eingereichten Arbeiten nicht allen Anforderungen genügen, vor, die Hälfte der ausgesetzten Preise zu verleihen. Die mit dem Preise gekrönten Schriften werden Eigentum des Evangelischen Bundes und von diesem veröffentlicht. Außer diesen wissenschaftlichen Preisaufgaben schreibt der Zenttalvorstand einen Preis von 150 Mark für eine „der Evangelische Bund" betitelte Broschüre aus. Diese Schrift soll über die Entstehung, die Geschichte und die Leistungen des Bundes zuverlässig orientieren und durch ihre Gesamthaltung sich dazu eignen, als Agitationsschrift verwandt zu werden; der Umfang soll 2 einhalb Druckbogen — im Format der Flugschriften des Evangelischen Bundes — nicht übersteigen. Mlieferungtermin 1. April 1902. Be- werbungsschriften, in deutscher Sprache und mit einem Motto versehen, sind bei dem Zentralvorstand des Evangelischen Bundes in Halle a S. einzureichen. Beizufügen ist ein durch das Motto der Abhandlung gekennzeichneter versiegelter Brief, der Namen, Stand und Wohnort des Verfassers, sowie die Erklärung enthält, daß der Verfasser Mitglied der evangelischen Kirche sei. Man schreibt' uns aus Jena vom Deutschen Schriftfiellerheim: Der Vorstand gebenTt in der Umgebung Jenas nach und nach ein eigenes freundliches Villenviertel zu schaffen, worin das erste, z. Zt. in der Gebäudeanlage schon fix und fertige Grundstück im nächsten Frühjahr eröffnet werden soll. Dieses vorläufige „Erhol-» ungsheim" wird mit dem 1. April 1902 alljährlich gegen 150 Personen auf je 4—6 Wochen freie Wohnung und Bedienung bieten, und dazu auch für billigste Verpflegung sorgen. Hierdurch wird einstweilen schon vielen abgeaibei» teten Schriftstellern und Schriftstellerinnen, Redakteuren ujro. eine vorzügliche Gelegenheit zu nicht allzu kostspieligen Erholungspausen geboten. Damit diesem ersten Grundstück alsbald auch noch ein paar andere Gebäude zu dauernde r Aufnahme invalider Dich ter und Journal ist en hinzugesellt werden können, gilt es jetzt, rüstig weiter zu arbeiten. Die bekanntlich sehr leistungsfähige Firma^J. I. ßVeber in Leipzig hat Herstellung und Verlag des zum Besten des Heims demnächst von Dr. Timon Schroeter herauszugebenden Buches „Deuffche Dichter und Denker der Gegenwart" übernommen. Dieses in vornehmster Weise auszustattende Werk, welches neben den Bildnissen unserer gegenwärtigen ersten Schriftsteller mit Faksimile-Unterschrift auch ihre Selbstbiographie und dazu eine kräftige Probe ihres Schaffens bringen wird, verspricht damit ein wahres Schatzkästlem nicht allein für jeden Litteraturfreund, sondern auch für die deutsche Familie zu werden. Es liegen für dasselbe schon sehr beachtenswerte Beiträge vor, u. a. von Ger har vt von Amyn- tor, (der dieser Tage seinen 70. Geburtstag beging. D. Red.) Karl Bleibtteu, Emil Claar, Ernst Haeckel, Paul Heyse, Wilh. Jordan, Graf K. E. zu Leiningen-Westerburg, Anna Ritter, Peter Rosegger, Robert Schmeichel, (dem Achtzigjährigen. D. Red.) usw. Um seine Herausgabe nicht zu verzögern, ergeht an alle deutschen "Dichter und Denker, denen diese Zeilen zu Gesicht kommen, die Aufforderung, sich mit ihrer Zuwendung dafür zu beeilen, und irgend ein bisher, noch ungedrucktes Sttick: Gedicht, Erzählung, Beschreibung, Lebensansicht, Heiterkett usw. nebst Selbstbiographie unfcl Photographie nach Jena einzusenden. 'fc'Ä’jfc «’Ö? i-rK ftSÖ L^.°. *Ä?u 8"«t v^-wt 4)0 eine Lokn- dem Riige; S betuE Ä? ^mflnn w "ach dem Er- ,u zahlen hütt^ eR hätten. Der bet Klage, weil 1 6”lm8 Wagner IL SS 13,14 pos. 2 im Am m ^oäe der ostr^e von ICO M. 1 hatte er Berufung gelegte Rechtsmittel, urt, 1868 geboren, 1 vom Gericht erster ängnisbeamten und j Monaten verurteilt er das Rechtsmittel mgenapparat in Br« erfolgter LeweiSaus- gegen den Heinrich tzung wird vertagt. ti«r tum W M Hereins ist der Liehzncht. D» ;n des BezülSveremd « in Friedberg. 3» oes Weideganzes, die ches besprochen. Le- tirrfchau am 31. W t*. «uferet z Friedberg, auf der Preis für den Burg- WhrlichgeM ihnung und i?te ArPfleMS Fen Mearbei- 5 Adcckeurm M kostspieligen bersten chS Aches !Tt Eststeller # ®J2E und sS-»'s <»fCWr; (hfl/ vy ven und^ sich nul Hjtzhc- hstbiogE^ Gräfenroder Bullen und eine Anerkennung für eine Kuh deS Beigeordneten Jacobi, Rodheim v. d. H. Außerdem unterstützte der ZuchtoerUn die Prämiierung gelegentlich der Märkte in Butzbach und Friedberg mit je 50 resp. 155 Mk. und die Geflügelausstellung in Friedberg mit 30 Mk. Es wurden ferner die Kosten übernommen des Transportes von Vieh zur Vormusterung für die Darmstädter Ausstellung, ferner die Kosten für 2 weitere Begleiter von Zuchtvieh nach Darmstadt, die der Provinzialverein nicht übernommen hatte und die Transportkosten von 3 Tieren kleinerer Besitzer zur und von der Jungviehweide nach Wernings. Das sowie die Uebernahme der Transportkosten nach den Jungviehweiden in Hungen und in Wernings in diesem Jahre bewirkte, daß wir in diestm Jahre 42 Tiere, die meisten von allen Zuchtveremsbezirken auf die Weide brachten, nämlich 33 nach Hungen und 9 nach Wernings. Dem Zucht- verein gehören 23 Gemeinden, 40 außerordentliche Mitglieder und 180 Besitzer alS ordentliche Mitglieder an mit 550 gekörten Tieren. Stallschauen wurden abgehalten in Burg-Gräfenrode, Okarben, Klein- Karben und Büdesheim, wodurch die Preise namentlich infolge der Ein richtung, daß auf die 3 Klaffen Besitzer mit über 10 Stück Vieh, solche oon 4—9 und unter 4 gleichmäßig verteilt sind, solche auch in die Hänve kleiner Leute kommen können. In diesem Jahre werden die Stallschauen in Reich-lsheim und Melbach abgehalten, für nächstes Jahr find Ostheim, Nieder-Weisel und Griedel vorgesehen, falls die Hauptversammlung das beschließt. — Die landwirtschaftliche« Winterschule« haben in Heffen einen großen Aufschwung genommen. Vor 30 Jahren gab eS deren nur eine, für welche 3055 Mk. aufgewendet wurden. Der Staat leistete noch keinen Beitrag, nur der landwirtschaftliche Provinzialverein gab 1804 Mk , der Rest mußte durch Schulgeld ausgebracht werden; 10 Jahr« später, im Jahre 1880/81, bestanden bereits drei landwirtschaftliche Winterschulen mit einem Gesomtkostenaufwand von 18 019Mk ; auch damals unterstützte der Staat diese Schulen noch nicht. Erst 4 Jahre später gewährte er ihnen einen Zuschuß von 500 Mk für das Jahr. Abermals 10 Jahre später bestanden 5 Winterschulen mit einem Kostenaufwand von 24231 Mk. und einem Staatszuschusft von 1737 Mk. Wie sich aber in den letzten 10 Jahren die Aufwendungen für diese Winterschulen vermehrt haben, ersehen wir daraus, daß in dem Rechnungsjahr 1899/1900 bereits zehn Winterschulen mit einem Kostenaufwand oon 65 955 Mk. und einem Staatszuschuffe von 34 605 Mk. bestanden. A Aus dem Vogelsberg, 17. Juli. Mehr wie in den vorausgegangenen Jahren haben im letzten Jahre die Landwirte Gebrauch gemacht von den „Kunstdüngern", insonderheit von Chilisalpeter und Thomasschlacke. Die Wirkung der künstlichen Dünger ist augenscheinlich. Jeder Landmann steht es einem Fruchtfelde von weitem an, ob darauf „gestreut" worden ist oder nicht. Welch eigenartige Ansichten manche Landwirte bezüglich des Streuens künstlicher Dünger haben, erhellt aus der Thatsache, daß sie die Streuung fast heimlich vornehmen, gleichsam als schämlen sie sich dieser Thätigkeit gegenüber der Oeffentlichkeit. DaS ist doch wohl eine entschieden falsche Auffassung. Nicht ein Zeugnis falschen Begriffes von rentabler Bewirtschaftung, sondern vielmehr ein solches geistigen Fortschrittes stellt sich derjenige aus, der Augen und Ohren rechter Erkenntnis nicht verschließt. Namentlich hinsichtlich der Steigerung des Wiesenertrag^s thut man noch viel zu wenig. Wie ungemein lohnend aber gerade hier die künstliche Düngung ist, zeigt folgendes Beispiel. Das Los einer Partie Domanialwiesen im Waldesgrunde wurde seither bei der Versteigerung mit durchschnittlich 4 Mk. bezahlt. Im verfloffenen Herbste hatte man diese Wiesen mit Kunstdünger überstreut. Die Wiesen erhielten einen solch vortrefflichen Graswuchs, daß in diesem Sommer 40 Mk. erzielt wurden. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Kassel, 17. Juli. Der Beschluß der Konkursverwaltung der Aktien- gesellschaft für Trebertrocknung, im Einverständnis mit der Konkursverwaltung der Leipziger Bank, den Betrieb der hiesigen Werke der Trebertrocknungsgesellschaft weiterzuführen, erfolgte nach einer Sitzung, welche die Konkursverwaltung der Trebertrocknung in der Nacht vom Montag zum Dienstag in Leipzig mit der Konkursverwaltung der Le pziger Bank hatte. In dieser Sitzung wurden auch die nötigen Mittel zur Fortsetzung der betreffenden Werke bewilligt, jedoch ist bis heute noch nicht festgestellt, wie hoch dieser Betrag sein wird. Die Verhandlungen der hiesigen Konkursverwaltung mit den Herren Otto-Dortmund, Schulze- Dellwig und Richard Schlegel sind noch zu keinem Abschluß gekommen. Der Konkurs über das Vermögen derselben erscheine jedoch unausbleiblich, da noch von anderer Seite neuerdings Ansprüche an dieselben gestellt werden. Leipzig, 17. Juli. Die Haftentlassung deS Vorsitzenden deS Aufsichtsrates der Leipziger Bank, Dodel, erfolgte gegen eine Kaution von 250,000 Mk. Leipzig, 17. Juli. Das Amtsgericht hat die Verwaltung des Nach- laffeS des am 24. März verstorbenen, früheren Aussichtsratövorsitzenden der Leipziger Bank Eugen Sachsenroeder angeordnet imb einen Nachlaß Verwalter bestellt. Märkte. 8 Groß-Felda, 17. Juli. Unser gestriger Sommermarkt zeigte gute Auffahrt an Jungschweinen und äußerst flotten Handel trotz ungewöhnlich hoher Preise. Für das Paar Ferkel wurde bezahlt 50 bis 60 Mk. und 60 bis 70 Mk.; Läufer galten 90 bis 100 Mk. und 100 bis 120 Mk. Der Krämermarkt zeigte schwachen Besuch. Limburg a. d. Lahn, 17. Juli. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter Roter Weizen 13.12 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.20 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer, 7.28 Mk., Erbsen 00 00 Mk., Kartoffeln 00.00 Mk. Vermischtet. ♦ Köln, 16. Juli. Großes Aufsehen erregt die heute erfolgte Verhaftung des Zahnarztes Dr. Hülsebusch wegen dringenden Verdachtes, au der Kölner „Stern. berg-Affaire" beteiligt zu sein. Die in den Prozessen als Hauptbelaftungszeugin auftretende 13jährige Katharina Hölterhofs wurde wegen Diebstahls festgenommen. ♦ Leipzig, 17. Juli. Das „L. Tagebl." meldet aus Wechselburg: Beim Baden in der Mulde ertranken bei der Mühle zu Göhren die zehn- resp. zwölfjährigen Söhne des Kutschers Rauh. Einer wollte den andern retten, ertrank aber dabei. * Washington, 17. Juli. Das Wetterbureau berichtet: Noch herrscht im ganzen Lande Hitze. Im Maisgebiet hat sich das Wetter wenig geändert. In Teilen von Nebraska, OstkausaS, Missouri, Südminnesota und Süddakota verursachten Platzregen zeitweilige Erfrischung. Es weist aber nichts darauf hin, daß die Abkühlung anhält. *DteverhängnisvolleBa vereise. Kein fröhliches Wiedersehen war es, das ein begütertes Ehepaar aus Forst am Sonntag morgen in einem Berliner Cafe hatte. Ter Herr Gemahl war am Samstag abenv nach Berlin gekommen, um wenigstens auf einen Tag vem schrecklichen Spioniersystem zu entfliehen, das die in die Badeorte gereisten Damen seiner Heimatstadt für ihre zurückgebliebenen Strohwitwer eingerichtet haben, und das dem ganzen Orte willkommenes Thema zum Klatsch bietet. Nach einer gemütlichen Bierreise war der Lausitzer mit seinen Freunden am frühen Morgen noch in das Cafe eingekchrt, unter dessen wenigen Gästen er alsbald ein Pärchen entdeckte, das nicht allein durch seine „Zutraulick/eit" sein größtes Interesse erregte. In dem Galan erkannte er einen seiner ehemaligen Commis, der zum „Brettl" übergegangen war, und in der von ihm zärtlich um die Taille gefaßten Dame — seine Krau, die ihm fast täglich von Warmbrunn aus chöne Ansichtskarten und erst Samstag einen Brief gesandt hatte, der voll von Ermahnungen war, ja ein recht solides Leben zu führen. Tas Pärchen fühlte sich so sicher, dah es das Nahen des betrogenen Mannes erst merkte, als dieser und seine rasch verständigten Freunde am Nachbartische Platz nahmen. Nach einigen Augenblicken peinlichen Schweigens, welche die Dame dazu benutzte, in eine Art Ohnmacht zu fallen, richtete ihr Gatte an den Liebhaben die Aufforderung, mit ihm auf die Straße zu treten. Einige schattende Laute, die man bald darauf hörte, gaben Kunde, daß dort eine Abrechnung statt fand. Der allein zurückkehrende Mann ersuchte nun seine Gattin, ihn nach einer Droschke zu begleiten. Wie er später seinen Freunden mitteilte, hat er sie vorläufig zu ihren Eltern geschickt. Die um die Moral ihres Mannes so besorgte Dame war, wie sich noch herausstellte, schon vor ackft Tagen in Berlin angelangt, wo sie mit ihrem Liebhaber mit dem für die Badekur bewilligten Gelde nicht nur ein ungebundenes Leben führte, sondern sogar auch einmal auf dem Brettl ausgetreten war. Tie Karten und Briefe aus Warmbrunn sandte in ihrem Auftrage eine Freundin ab. Humoristisches. * Heirats-Annonce. Modern denkende Dame wünscht Ehe mit einem konfisziert und verboten gewesenen Schriftsteller. * Grausam. In einem polnischen Dorfe verkündete der Ge-- rneindediener „mittels der Schelle": „Wer seinen Hund mit auf das Feld bringt und jagen läßt, wird totgeschoffen und muß außerdem 3 Mark Schußgeld bezahlen." Salons für kleinere u. grössere Gesellschaften. v.v Gr. Bockenheimer Str. 30. nahe der Oper. Wein Restaurant i. rg_s Berühmte Küche, hervorragende Weinkarte. Kleine u.grosse Menuszu festen Preisen u. nach der Karte. In dem Konkursverfahren über das Vermögen derPhiliPP Belte« I. Witwe, Marie, geborene Leun, zu Großen- Linden, bringe ich den Rest- bestand der Masse zur Verteilung. Das Verzeichnis der zu be« rückstchtigmdenForderungen liegt zur Emsicht der Interessenten von heute ab 14 Tage lang auf der Gerichtsschreiberei hier offen. Die Summe der richt bevorrechtigten Forderungen beträgt Mk. 19095.39, während sich der noch verfügbare Restbestand der Masse auf Mk. 974.98 be rechnet und kommen demnach 5. 0% zur Verteilung. Gießen, den 15. Ju!i 1301. 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