4218 iS 5»dÄgtlumS 02330 ___IB. Jiiitijt W oit «sucht bei 02382 )• Wilm, Hosmamstr. U. he hiesige tzludenlrnvnbmd- Num einen jüaM« Diem», geböte, trenn möghd) mit PH». IM, sind biS 20. ^uni unter ffrt »Fax 02319* an die fo ition bteieS Matte? ju tiiten. 5986] Asnger LwrSmsche gt|. Ar. Hennings, Seltersweg u, 4074] Ein braver Junge kann ! Bäckerei und Konditorei ünblidj erlernen bei WtlSe/m mevd, Bäckerei und ffonbitorei. AMM if L bal^ntn j ^bÄMmr,s°fE oben Lohn geM Nah. ^zz sMJSL----- MKSfi® gWgaeaAÄ; Ö^ft -SS?- gor«ittas»« «Wlie "L «*H* iiMWL""' 34 Litbi-steatze 65. Vtthrne tiitzti-e 4027 Arbeiterinnen i gutem Lohn und dauerndn /MMA auf fofoti jefuAL ina Kramer, Mesu.KoM. MMaVU.M. 4013} Ein iun^s, biaöd rävlhen aus ordentlicher Fannlie ird unter günstigen.Bedingurzen jamilienanjilufe) tur den Lattn «er Konditorei aus M öW MereS in der Erveditron d. Ät. M r ratternde veschäftiM BMS- MM ^arliihe unbfl; iud)t61f i i'1*' 429» eiö T Wr. 141 Zweites Blatt. 181. Jahrgang. Mittwoch 19. Juni 1901 rriztich mit ähtAeefciu W Montags. 8*« *^*wr f «Milien. KMrtai dem An. fto&t w mit W**T **b „Blätter Öb UMittunde" »ier« 3«i MchiiMjch beiylegt. 1*jtl|tn e fcw w*eHug« fir »en Xofl erscheinenden «?«*■* w *kw. le um 45*»NMetz«ier ttntctger tnt*ceda gcitenprei« lokal 11 Hb «uBBärl» K Vf,. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen sag Telegramme deS Gießener Anzeigers. London, 17. Juni. Nach einer abends eingegangenen Verlustliste fand am Freitag in der Nähe von Houtkop anscheinend ein ernsteres Gefecht statt, wobei 3 Munn getötet und 12 verwundet wurden. London, 17. Juni. Lord Kitchener telegraphiert aus Bloemfontein vom 17. Juni: Seit dem letzten Bericht sind 24 Buren getötet, 14 verwundet und 65 gefangen genommen worden; 165 Buren ergaben sich,. Erbeutet wurden 137 Gewehre, große Munitionsmengen, 198 Wagen, 1500 Pferde und 3000 Stück Vieh. Hierin sind die Verluste der Buren während der Operationen Elliots nicht eingerechnet. v , Kapstadt, 17. Juni. Es scheint, Dewet habe erst in letzter Zeit die Buren bewogen, unter seiner Führung sich! neu zlr konzentrieren, aber, nachdem dies erst jüngst geschehen sei, griffen ihn die Engländer an, und zersprengten die Truppen. t (w. London, 18. Juni. Amtliche zusammenfassende Mitteilungen über die letzten Zusammenstöße besagen: Ein Teil des Kommandos Scheepers nahm am 13. Juni Murraysburg und plünderte die Läden. — 150 Buren unter Maritz umzingelten eine britische Patrouille von 29 Mann. Von diesen wurden 2 getötet, 2 verwundet und die anderen gefangen genommen. Im Kakama- Tistrikte sind 200 Aufständische aufgetaucht. Dieselben Simonsbown gemeldet. Im ganzen sind bisher 714 Pest- älle gemeldet, von denen 338 tötlich verliefen. Tie niederländische Regierung hatte bei der englischen Regierung Schritte gethun, um diese zu er- uchen, die Sendung von Lebensmitteln, Kleidung usw. nach Südafrika für die Frauen und Kinder in den Burenlagern zu erleichtern und hat von der englischen Regierung in dieser Hinsicht sehr befriedigende Erklärungen erhalten. Tie Kommission zur Prüfung der Entschädigungsorderungen der aus Südafrika ausgewiesenen Per- onen nahm am 17. ihre Sitzungen wieder auf. Ter Vertreter des Kriegsamts, John Ardagh, behauptete, den Angestellten der niederländischen südafrikanischen Eisenbahn- Gesellschaft dürften, obgleich sie Unterthanen eines be- sreundeten Staates seien, leine Entschädigungsansprüche eingeräumt werden, wenn sie nicht im stände sind, nachzuweisen, daß sie auf ihre Eigenschaft als Neutrale Anspruch erhoben und diese aufrecht erhalten haben. Er wolle nicht die Eisenbahn-Angestellten in die algemeine Schlußfolgerung einbegreifen, daß die Eisenbahn zu den Kriegführenden gehört, doch müßten die Angestellten beweisen, daß sie Schritte gethan haben, um Neutralität zu beanspruchen. Engländer nud Buren. Ter neueste Erfolg der Buren bei Wilmänsrust ttiehe unser gestriges Telegramm), der den Engländern 6 Offiziere und 54 Mann, sowie 2 Maximgeschütze, die den Buren eine sehr willkommene Beute sein werden, außerdem die Kriegsausrüstung der wieder freigelassenen Gefangenen gekostet hat, ist offenbar dem unermüdlichen Burenfnhrer Ben Viljoen za danken, der nicht versäumen wird, diesen Erfolg moralisch in denkbar gründlichster Weise auszunutzen. Auch in der Kapkolonie ist von neuen Unternehmungen zu berichten. Ein Reutertelegramm aus Molteno vom 14. Juni besagt: „Nachdem die in die Kapkolonie eingedrungenen Buren nach der Grenze von Kaffraria gedrängt worden waren, wollten sie nicht auf Kafferngebiet hinübergehen, sondern brachen wieder in westlicher Richtung durch. Sie bestehen aus drei Kommandos unter Kritzinger, Fouche und Myburg, jedes 200 bis 300 Mann stark. Tas Kommando Kritzingers hat die englische Postenlinie 3 Kilometer südlich von hier auf dem Marsch nach Westen gestern nacht durchbrochen." Auch der „Taily Mail" wird aus Narwals- pvnt vom 15. gemeldet, die Zahl der Buren und der sich ihnen anschließenden KasKolonisten nehme im Bezirk von Narwalspont fortgesetzt zu. In Bezug auf die Meldung über den angeblichen Ueberfall des Kommandanten Beyers bei Warmbad durch den Obersten Wilson meldet das Reutersche Bureau, ihm sei unterm 15. ds. aus Turban eine Depesche zugegangen, die, aus anderer Quelle stammend, die erste Meldung des Reuterschen Bureaus in allen wesentlichen Einzelheiten bestätige mit Ausnahme des Namens des Kommandanten, welcher daselbst fehle. Tas amtliche Dementi scheine sich dabei, wie das Reutersck-e Bureau annimmt, auf den Punkt der Meldung äu beziehen, daß das überfallene Kommando dasjenige Beyers gewesen sei. Ueber den Strauß, den Elliots Kolonne mit Oranje- burhi bei Reitz gehabt habe, die nach Kitcheners Meldung unter De Wet standen, ist schon berichtet worden. Dieses Gefecht ist deswegen besonders interessant, weil es endlich wieder ein sicheres Lebenszeichen von Te Wet giebt. Der vielgewandte Mann hat sich also nicht nach der Kapkolonie begeben, um den Kampf abermals zu organisieren, sondern weilt noch immer in den unzulänglichen Bezirken des nordöstlichen Freistaats und hat anscheinend wiederum eine Sck>ar kampfesmutiger Streiter um sich gesammelt. Der Verlust, den er den Engländern zugefügt hat, ist erheblich, denn er wird von Kitchener auf 20 Tote, darunter 3 Offiziere und 24 Verwundete, angegeben. Innerhalb der letzten Tage wurden drei neue Pestfälle von Port Elizabeth, zwei von Maitland und einer von gingen nach Südwesten. Tie Gesamtsumme aller gefangenen Buren beträgt 19 242. China. Tie Gesandten haben sich endlich über die Entschä- digungsfrage geeinigt. Alle haben Amerikas Vor- chlag angenommen, die Gesamtsumme der Entschädigung mit 450 Millionen Taels zu fixieren, die vierprozentig zu verzinsen wären. Danach hätte China jährlich 18 Mill. Taels an Zinsen zu zahlen. Mit der Amortisierung der Schuldsumme soll erst in einigen Jahren begonnen werden. Rußland hat seine Einwendungen aufgegeben. Mehrere Gesandte haben noch an ihre Regierungen depeschiert, um deren formelle Zustimmung zu den einhellig gefaßten Beschlüssen zu erlangen. Auch über die Steuerquellen, aus! denen die Zahlungen Chinas zu bestteiten sein werden, haben sich die Gesandten geeinigt. Es sollen das sein: Die Abgaben auf Salz, die Jnlandzölle und ein fünfprozentiger Zuschlag auf die Seezölle. Für diesen letzteren hat der amerikanische Gesandte Rockhill bereits die Zustimmung der Mächte erlangt. Auch in Betreff der Details ist vollständige Uebereinstimmung erzielt worden, und die Gesandten atmen auf, daß die langwierigen Verhandlungen endlich zum Schlüsse gebracht worden sind. Tie „Agence Havas" meldet aus Peking: Das diplo- mattsche Korps einigte sich über die Hilfsquellen, die dem Anleihendienst zuzuweisen sind, nack;dem die Vereinigten Staaten darin eingewilligt haben, nicht auf den von ihnen gestellten Bedingungen zu bestehen und eine Erhöhung der Zölle auf 5 Prozent anzunehmen. Bezüglich der Aufbringung der Anleihe, mit der China die verlangte Kriegsentschädigung vorgestreckt werden soll, sttmmte das diplomatische Korps einmütig dem Vorschlag zu, sie durch Ausgabe von Bonds zu beschaffen. Ein Telegramm des „Reuterschen Bureaus" lautet: Tie fremden Gesandten sagen, daß die Verhandlungen über den Atodus der Zahlung der Kriegsentschädigung einen befriedigenden Fortgang nehmen, imb sprechen die Erwartung aus, daß man noch vor dem Vdonat Juli zum Abschluß der Verhandlungen kommen werde. — Ter Direktor der Paottngfu-Eisenbahn hat die Anweisung erhalten, für den Transport von 3000 Mann chinesischer Truppen nach Peking Vorkehrungen zu treffen. Eine oer beiden französischen Brigaden wird aus der Provinz Petschili zurückgezogen. Tie Zurückziehung erfolgt zwischen 25. Juli und 20. August. Ein italienischer Priester aus Schanzi bestätigt die Meldung von der vor einigen Wochen erfolgten Mas sakr ier- u n g fünfzehn belgischer Priester und einer Anzahl bekehrter Chinesen in Ningtiaoling (Südmongolei) durch Sol- Das Nkberbrettl «ab das Krettl in Kaukfnrt a. M. P. W. Gießen, 18. Juni 1901. I. Auch vom Humor gilt im allgemeinen, was Goethe vom Schlafe sagt: „Ungerufen kommt er am willigsten!" Rufi man ihn, sucht man ihn in ein Prokrustesbett zu spannen, dann ifts nichts mit ihm! Nun haben auch wir auf den Brettern, die, einem überwältigend falschen Gerücht zufolge, Ueberwelt bedeuten sollen, ihn gesehen, den Herrn Ueber-Baron, den deutschen Dichter Ernst Freiherrn v. Wolzogen, von dem mau einst, nachdem er seine prächtige litterarische Posse „DaS Lumpengesindel" geschrieben hatte, erwartete, er werde den Deutschen daS neue deutsche Lustspiel geben. Aber ach, der Herr Baron haben nicht gehalten, was einst Ihr schönes Talent versprach. Mit großem prätenfiösem und durch ostentative Scheinbescheidenheit umso wirksamerem und sehr aeschicktem Tamtam streut er jetzt dem großen Publikum, ua8 »cd ja dadurch stets so leicht bestechen läßt, in die guten treuen deutschen Augen sehr feuchten Sand, um hiuterdrew sich Los Ueber Fäustchen zu lachen. So ging dieser schlaue und witzige, ans dem ff seine Zeit verstehende freie Freiherr über zur allzu leicht beschwingten Muse — und ist damit, ohne daß er sich deswegen irgendwelche Skrupeln macht, ganz gewiß bewußt im Begriff, unter zugehen in der Schar derer, die um eines nwhl'Mg-- Zweckes willen nämiich des der Seibstbereichernng, der ernsten, hohen Kunst für immer Lebewohl sagen Schad- um ihn, er hätte, bei mehr Charakter, Wertvolles leisten können, »der sein Freund Sttlpe - man tennt den Roman dieses Namens, da» nnverschLmt nette Sorgenkind Otto Julius Bierbaums — hats ihm angethan, und nun wird er wohl nicht mehr heraus können aus dem selbstgewählten Milieu, er, der Sohn einer berühmten deutschen, mit unserem Schiller verwandten Adelsfamilie, in dessen Elternhaus zu Schwerin einst der alte Nibelungen sänger Wilhelm Jordan zu Gaste war, er, der einstige Schüler Geibels und HeyseS, der jüngere Freund des prächtigen alten Fontane - und unsere gute Litteratur wird um einen ihrer begabtesten Jünger ärmer. Verhülle Dein Haupt, ° ^AlS der Vorhang im überfüllten Frankfurter Schau spielhause am SamStag aufging, schieuS, als befänden wir uns gegenüber einem Salon, in dem jeder, der etwas Geist volles auf dem Herzen hat, es zwanglos zum Besten giebt. Diese Idee ist gewiß gut und könnte eine reizende Belebung des Vortrages herbeiführen. Aber als sich der Herr Baron, ein magerer hoher Vierziger mit scharfen Zügen, charak- teristischern dunkelblondem Spitzbart und Kneifer, von einem Seffel erhob, vor das Publikum trat und in sehr ungezwungener, scheinbarer Stegreifrede mit wenig Witz und viel Behagen gleich zu Beginn polemisch wurde, da war der aller« erste gute Eindruck schon dahin. Wir hatten erwartet, der Herr Baron, der, w-e seine Nebenmänner, in dunklem Frack mit goldenen Knöpfen und hellen Unaussprechlichen erschien, werde, diesem originellen Kostüm entsprechend, einen reizvollen, w'tz- und geistsprühenden EinleitungSspecch vom Stapel laffW, und sogleich hinanSsühren mit Geist und Grazie ans dem Bereich der grauen Alltäglichkeit in die üppigen Lande köstlichen Humors. Statt dessen gabs eine nüchterne, breite Auseinandersetzung über den Unterschied zwischen dem deutschen Ueberbrettl und den französischen CabaretS, die jedem höchst gleichgiltig war, und dann unter tausend Worten oer Versicherung größter Bescheidenheit und Anspruchslosig- feit — wie reimt sich daS mit den enorm hohen, ganz un oerhältniSmäßigen Eintrittspreisen zusammen?! — die Behauptung, daß daS Ueberbrettl dazu da sei, den Aufgang einer neuen Sonne deutscher Lyrik zu bereiten, die nur auf diesem Wege in die rechten Beziehungen zum großen Publikum treten könne, das bei der Ueberfülle der neuen Erscheinungen nicht genug Zeit habe, daS Gute selbst heran-- zufinden. Und was nun kam, war fast ausschließlich lebendig gewordener „Simplicissimus", gesungener, getanzter, deklamierter „Simplicissimus" allergröbster Sorte! „Das aber", so wird sich nun ein unberatenes Publikum fragen „ist die neue deutsche Lyrik? Das ist die neue Kunst? Wir danken dafür!" O nein, verehrtes Publikum, das ist durchaus nicht die neue Lyrik, die neue Dichtkunst! Das ist nur eine, und zwar eine glücklicherweise verschwindend kleine Abart von neuer Kunst. Um Gotteswillen urteile niemand nach dem Ueberbrettl über unsere Kunst von heute! Auch heute haben wir unter den jungen deutschen Poeten nicht wenige, die an das Publikum das Verlangen stellen, das einst Stöber, der alte Elsässer Poet, in die rechten schlichten Worte kleidete: Willst du hören ein Gedicht, sammle dich wie zum Gebete!" Die Poesie des Ueberbrettl, die es uns am Sonntag in Frankfurt entgegentrat, ist fast durchweg^ schlüpfrig und schwül, keck und frech, wenn auch keineswegs kunstlos, o nein, vielmehr zum größten Teil wirklich echt künstlerisch, von berückender Grazie, von bestrickendem Wohllaut, in der Form meisterlich — dem Inhalt nach abscheulich. Sonderbar, daß Herr v. Wolzogen gerade für Frankfurt, und zwar gerade für den Frankfurter Eröffnungsabend seine allertollsten Programmnummern ausgewählt hatte. Hat er ein Recht dazu, oas Frankfurter Publikum derartig einzuschätzen? Er hat doch in anderen Städten, zumal in Berlin, häufig Abende einem ihm innig dankbaren sehr fein empfindsamen Publikum geboten, an denen das Obszöne ganz und gar in den Hintergrund trat. Daß er seine Gäste vom letzten Sonntag in dieser Weise reguliert, war wirklich nicht sehr nobel. Herrgott, Muckerei und Philistrosität find wahrhaftig gräßlich, und wehleidige Sentimentalität ist beinahe ebenso schlimm, aber die Waffen, mit denen Wolzogen dagegen ankäwpft, sind noch schlimmer als diese unleidlichen Gegner. Der Herr Baron thut so, als ob die tausendfältig variierte und detaillierte AuSspinnung des Themas von der freien Liebe aller Arten das einzige Mittel fei zur Bekämpfung und Unterdrückung eines faden, bis an die Kravatte im blöden Konventionalismus steckenden, niemals auch nur um ein Jota vom einmal vorgeschriebenen engherzigen Sittenkodex abweichenden Philistertums. DaS ist wahrhaftig der falscheste Weg. Gebt dem Volke immer und immer mehr gesunde, lebensfrische Kunst, gewiß, aber eine Kunst ohne allen impertinent häßlichen sexuellen Beigeschmack, nicht eine Kunst, die da stinkt von Frivolitäten, sondern eine Kunst, die, und wenn sie auch im leichten Mäntelchen deS Humors auftritt, doch des Leben- Ernst und vornehmlich des Lebens Würde aufrecht erhält, den Humor etwa, wie er in der Schülerszene des „Faust" sich äußert, und Ihr werdet in der Bekämpfung der Philistrosität die schönsten Erfolge erzielen! ___ Schluß folgt Humoristisches. * Zeichen der Zeit. N. Woraus gründen Sie Ihren Anspruch auf Unterstützung seitens unseres Vereines? B. Meine Frau hat die beiden Feste iu gunsten dieses Vereines besucht, und o sind wir verarmt. * Kindliche Frage. „Du, Mama, muß eine kranke Kuh dem Tierarzt auch die Zunge zeigen?!" — Laten der Prinzen Turnt, Alackan und Tungfuhfiang, doch erklärt der Priester, mau könne für diese Unthat nicht den Hof verantwortlich machen. Ter betreffende Bezirk sei das Rendezvous vieler abgesetzter Beamten. — Der Peking- Han kau er Eisenbahn wurde der Auftrag erteilt, die Truppen Hnanschikais von Hockienfu und Paotingfu nach Peking zu befördern, sadaß sie daselbst rascher ankommen und die Stadt nach Abzug der fremden Truppen garnisonieren können. — Tie jüngste gemeinsame Expedition französischer und chinesischer Truppen nach einem chinesischen aufrührerischen Bezirke südlich von Paotingfu schlug fehl, zum Teil wohl infolge geheimer Vorschubleistung der Chinesen Deutsches Keich. Berlin, 17. Juni. Heute besichtigte der Kaiser im Milttär-Reitinstttut zu Hannover drei Offiziersabteilungen im Reiten. Um] 6 ein halb Uhr traf er auf der Vahren- Walder Heide ein, wo das Königs-Ulanenregiment zur Besichtigung bereitsfand. Zunächst fand ein Vorbeimarsch im SciMtt statt, dem ein Exerzieren folgte. Nach kurzer Kritik fand die Inspizierung um 8 einhalb Uhr in einem Vorbetmarsch in Eskadrons ihren Abschluß. Ter Kaiser setzte fw sodann an die Spitze des Regiments und führte es rn die Stadt zurück. Ter Chef des Militär-Reitinstituts Oberst v. Mitzlaff ist zum Generalmajor befördert worden. Nach> der Rückkehr in die Stadt nahm der Kaiser das Frühstück im Kasino des Königl. Ulanen-Regiments. Tann besuchte der Kaiser die Gräfin Waldersee und reiste dann nach Homburg, wö er heute abeno eintraf. Zur Begrüßung waren auf dem Bahnhofe anwesend: der preußische Gesandte Graf Wolff-Metternich, ferner der erste Bürgermeister Dr. Hachmann, Senator Dr. Burchard, sowie der Staatssekretär Dr. Hagedorn. Vom Bahnhofe aus begab sich der Monarch mit seinem Gefolge in Begleitung deK Grafen Wolff-Metternich nach der Billa des letzteren, wo das Ttner eingenommen wurde. Hier verblieb der Kaiser brs 9 Uhr abends und setzte mittels Hofzuges um 9 ein- halb Uhr die Weiterreise nach] Cuxhaven fort. — Zum Kaisermanöver wird aus Tanzig geschrieben: Daß das große Manöver der Herbstübungsflotte zu dem Kaisermanöver des 17. und 1. Armeekorps rn gewisser Beziehung stehen wird, dafür sprechen mehr und mehr ine Vorbereitungen. Schion die Reise des Prinzen Hemrich auf der Weichsel im Beginn des Fttihjahres ließ darauf schließen. Am Donnerstag hat nun auch der Chef des Admiralstabes der Marine, Vizeadmiral v. Tiederichs, mit seinen beiden Stabsoffizieren von Tirschau aus eine Jnspekttonsfahrt auf der Weichsel bis Gerdin und Kl. Schlanz unternommen, wobei namentlich die Beteiligung von Torpedoböten bei einem forcierten Stromübergang der Landarmee in Frage gekommen sein soll. Tie Herren kamen nut dem Dampfer nach Danzig und begaben sich hier an Bord des Aviso „Grille", welcher feit Donnerstag an der kaiserlichen Werft liegt, und voraussichtlich morgen unseren Hafen verlassen soll, um weitere Jnspektionsfahrten der für das Flottenmanöver in Betracht kommenden Kustenstrecke vorzunehmen. — Es ist ganz bestimmt, daß am 14. August eine Truppenschau auf dem Großen Sande bei Mainz statt- ftnden wird, der der britische Herrscher und Kaiser Wilhelm beiwohnen werden. König Eduard wird int August Homburg besuchen, dort auch mit dem Kaiser Zusammentreffen, und beide Monarchen Zverden der Kaiserin Friedrich] in Kronberg Besuche abstatten. Heber die Dauer des jeweiligen Aufenthaltes der beiden Herrscher sind bestimmte Positionen noch nicht getroffen. — In der englischen Presse tauchen wiederholt Gerüchte auf, welche Deutschland die Absicht zuschreiben, auf den Farsaninseln Gebietsteile erwerben oder dort eine Kohlen st ation errichten zu wollen. Wie an bestunterrichteter Stelle mitgeteilt wird, find derartige Ausstreuungen vollkommen haltlos und entbehren jeglicher Begründung. Auf einer der Inseln befinden sich von der deutschen Regierung angefaufte Kohlenlager, die lediglich zu dem Zwecke errichtet sind, unseren in die ostasiatischen Gewässer entsandten Kriegsschiffen als Depot zu dienen, um ihr Feuerungsmaterial zu ergänzen. — Tie „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Anläßlich der Enthüllung des Bismarckdenkmals fand gestern bei dem Reichskanzler Grafen v. Bülow ein größeres Diner statt, zu dem namentlich die Präsidien der Parlamente und die Mitglieder des Zentralkomites für das Denkmal eingeladen waren. Fürst Herbert Bismarck, und Wirkt. Geh. Rat v. Levetzow hatten wegen Familientrauer der Einladung nicht folgen können. — Tie „Nordd. Allg. Ztg." meldet: „Nachdem der erste Monat des Etatsjahres 1901 bei den preußischen S t a a t s b a h n e n schon eine Mehreinnahme gebracht hatte, hat der Mai die beträchtliche Mehreinnahme von 6 600 000 Mark gegen den gleichen Monat des Vorjahres ergeben, so daß die Mehreinnahmen für April und Mai über acht WillionenMark betragen. Das günstige Mai-Ergebnis ist allerdings zum großen Teil darauf zurückzuführen, daß das Pfingstfest in diesem Jahr auf den 26.-27. Mai fiel, im vorigen Jahre dagegen auf den 3.-4. Juni. Immerhin läßt sich aber aus dem diesjährigen Mai-Ergebnis die befestigte Grundlage der Verkehrsgestaltung deutlich' erkennen. — Generalleutnant v. Gayl, Kommandeur der 20. Division in Hannover, wurde zum Gouverneur von Köln ernannt; Generalmajor Graf v. Moltke, Kommandeur der 11. Kavallerie-Brigade in Breslau, zum Kommandeur der 20. Tivision befördert, Oberst Graf v. d. Schulen- burg, Kommandeur der 19. Kavallerie-Brigade, zum General-Major. — Tie Freisinnige Volkspartei hat am Mittwoch ihren Berliner Parteitag abgehalten und sich nur mit Organisationsfragen beschäftigt. ' Aus der Tagesordnung befand fid)i als Hauptgegenstand noch der von der Kommission ausgearbeitete Entwurf eines freisinnigen Kommunalprogramms, aber es kam hierbei nur zu einer kurzen Generaldiskussion. Tie Spezialberatung ist bis auf eine nach den Sommerferien anzuberaumende Sitzung vertagt worden. Tie Volkszeitung teilt den Entwurf mit und übt abfällige Kritik daran. Das Programm fordert Beseitigung der Klassenwahlen und Einführung des geheimen Wahlrechtes für die Stadtverordnetenwahlen. Tie Kreuzztg. nimmt diese Forderung nicht ernst. Auf dem Gebiete des Unterrichts wird u. a. gefordert „vollständige Unabhängigkeit der schule von der Kirche", doch wird hinzugefügt: „unbeschadet der Ordnung des Religionsunterrichtes." — Der Reichskanzler gießt auf Grund des ß 1 der Anlage 2 der deutschen Wehrordnung bekannt, oaß bis auf weiteres bei einer Anzahl Prüfungskommissionen für Einjährig-Freiwillige die russische Sprache als Prüfuugsgegenstand an Stelle der englischen Sprache treten darf. In Preußen befinden sich diese Prüfungskommissionen in Königsberg, Tanzig, Marienwerder, Berlin, Stettin, Stralsund, Breslau, Magdeburg, Merseburg, Erfurt, Lüneburg; in den Bundesstaaten sind es die bayerische Prüfungskommission in München, die königl. sächsische in Bautzen, die württembergische Prüfungskommission, die großherzo glich hessische Prüfungskommission und die kaiserliche Prüfungskommission in Straßburg, bei denen es erlaubt ich sich in der russischen anstatt in der englischen Sprache prüfen zu lassen. Ausland. London, 17. Juni. Tas auswärtige Amt erhielt heute folgendes Telegramm des Generalkonsuls an der Somaliküste: Die Expedition des Obersten Swayne verließ So lala, eine Tagereise südlich von Eldat, am 2. Mai mit der Hauptmacht der Truppen, um gegen das Lager des Mullahs in Yalel zu ziehen. 300 Mann ließ er in Zariba als Wache. Seit der Zeit wurden zwei Angriffe gegen Zariba gemacht von 500 Berittenen und 1500 Fußtruppen. Beide Angriffe wurden zurückgeschlagen. Der letzte Angriff des Mullahs wurde zurückgeschlagen, nachdem der Feind 400 bis 500 Mann verloren hatte. Auf britischer Seite sind zehn Mann getötet, neun verwundet. — Ter deutschjeKaiser teilte dem königlichen Yacht- geschwader mit, daß er auch in diesem Jahre einen Becher für das im August bei Cowes stattfindende Wettsegeln stiften werde. — Nach einer Meldung des „Expreß^ aus Lissabon hat auf dem Tampfer „Kronprinz", der mit Portugiesischen Truppen an Bord aus Lorenzo Marques in Lissabon ankam, eine blutige Rauferei zwischen Soldaten und Passagieren stattgefunden. Tie Deutschen an Bord litten alle sehr viel; poxtugiesische Soldaten wurden aber auch verletzt. Paris, 17. Juni. Dem „Temps" zufolge ergab die am 24. März d. I. stattgehabte Volkszählung, daß die Bevölkerung Frankreichs ungefähr sich auf 38 600 000 Seelen teilt. Tie Einwohnerzahl nahm in allen Departements ab, in welchen sich keine großen Städt befinden. Tie Zunahme der Bevölkerung seit 1896 beträgt ungefähr 330000 Seelen. Tiefer Zuwachs ist sehr wahrscheinlich der Fremdenein,Wanderung zu verdanken. — Verschiedenen Blättern zufolge wird die Reise der marokkanischen Gesandtschaft nach Frankreich auch] bemerkenswerte wirtschaftliche Ergebnisse haben. Die Marseiller Kaufmannschaft, heißt es, beschäftige sich mit verschiedenen Plänen, welche die Handelsbeziehungen mit Marokko fördern sollen. Es handele sich- insbesondere um mehrere große Bauunternehmungen, die von französischen Gesellschaften ausgeführt werden sollen. Es soll u. a. eine Bahn gebaut werden, welche Tanger und die ganze marokkanische Küste mit Tlemoen, Bran, Algier und TuniA verbinden soll. Die marokkanische Regierung habe dem Plane bereits im Prinzip zugesttmmt. — Dem „Matin" wird aus Algier gemeldet, daß der französischen Behörde ein Brief in die Hände gefallen ei, welcher an die Söhne des aus dem Jahre 1870 be- ännten Jnsurgentenführers Mohrini gerichtet war und in welchem stehe, daß die Eingeborenen für den kommenden Winter einen allgemeinen Ausstand vorbereiten. Madrid, 17. Juni. Gestern entfloh aus dem Kloster der Sklavinnen Mariae, demselben, worin Fräulein Ubao gewesen war, die 30 jährige Novize Julia Galvez. Sie eilte zum Richter und erklärte, sie werde gegen ihren Willen seit einem Jahr in einer Einzelzelle zurückgehalten. Ihr Bruder, der ihre Erbschaft haben wolle, habe sie den Nonnen überliefert. — Gestern fanden hier antiklerikale Kundgebungen gegen die Prozession vom Herzen Jesu stätt. Aussig, 17. Juni. Kaiser Franz Josef traf um 2 Uhr nachmittags in Aussig ein, und wurde von der Bevölkerung auf das Lebhafteste begrüßt. Auf eine Ansprache des Bürgermeisters von Aussig, der ebenso wie der Bürgermeister von Leitmeritz den deutschen Charakter der Stadt betonte, erwiderte der Monarch, er freue sich, in diese, aufblühende Grenzstädt zu kommen. Er ersehne Frieden im Lande und werde fein Augenmerk immer auf dieses Ziel richten. Belgrad, 17. Juni. Nach, hier eingegangener amt- icher Meldung liegt die eigentliche Ursache eines Aufruhrs in Novibazar, an dem mehr als 1000 Albanesen beteiligt waren, in der Ernennung eines unbeliebten Kai- makams, der von den Aufrührern gezwungen wurde, nach, Sjenitza zu flüchten. In Novibazar sind die Läden seit ünf Tagen gesperrt. Die Bewegung richtet sich auch gegen )ie dortige serbische Bevölkerung. Aus Stadt und Sand. Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist Ultr unter genauer Quellenangabe: „Gietz. Änz." gestattet.) LU. Ernennung. Ter ord. Pros, der Gesundheitslehre an der hiesigen Hochschule Geh. Medizinalrat Dr. Georg Gaffky wurde zum außeretatsmäßigen Mitglied >es wissenschaftlichen Senats bei der Kaiser Wilhelm-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen ernannt. ** Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat den ersten Landwirtschäftslehrer Aug. Lang von Heppenheim in gleicher Tiensteigenschast an die landwirtschaftliche Winterschule zu Darmstadt, den ersten Landwirtschaftslehrer Karl Spieß von Michelstadt in gleicher Diensteigen- schaft an die landwirtschaftliche Winterschule in Heppenheim — versetzt; den zweiten Landwirtschastslehrer Wilhelm Haug von Michelstadt zum ersten Landwirtschaftslehrer an der landwirtschaftlichen Winterschule dort, den zweiten Landwirtschastslehrer Friedrich Heck von Worms zum ersten Landwirtschastslehrer an der landwirtschaftlichen Winter- fchule in Alzey, die Wärter Johannes Müller und Jakob Bausch in Dieburg zu Aufsehern bei dem Arbeitshaus Dieburg — ernannt; in den Ruhestand wurde versetzt der Eisenbahn-Sekretär in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Johannes Pfleger in Mainz. **TagesordnungfürdieSitzungderStadt- verordneten am nächsten Donnerstag: 1. Mitteilungen. 2. Die Auslosung der zur Rückzahlung kommenden Obligationen des 1890er Anlehens. 3. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1899/1900. 4. Tie Stellung der Rechnung der Stadt Gießen für 1900/01; hier: Holzabgaben aus der Hand. 5. Baugesuch der Firma Birkenstock & Schneider für die Wilhelmstraße; hier: Dispens. 6. Desgl. des Wilhelm Nachttgall für die Weserstraße; hier: Dispens. 7. Desgl. des Karl Feußner für die Ebelstraße; hier: Dispens. 8. Desgl. des Vorstandes der Großßh. Eisenbahn- Betriebs-Jnspektton I für den Bahnhof Gießen; hier: Dispens. 9. Desgl. des C. W. Nowack für die Bahnhofstraße; hier: Dispens. 10. Desg. des Aug. Scheppelmann für den Großen Steinweg; hier: Dispens. 11. Desgl. des H. Kröck von Heuchelheim für die Rodheimerstraße; hier: Dispens. 12. Tie Grasnutzung von der Böschung an der Grünbergerstraße entlang der Kaserne. 13. Verpachtung der Sandgrube am Sandberg. 14. Gesuch des Moses Keßler um Pachtung eines städtischen Grundstücks in der Lichtenau. 15. Verpachtung von Gelände des vorm. v. Rabenauschen Gutes. 16. Tie Gebühren der Feldgeschworenen. 17. Gesuch der Meßgehilfen Becker und Meißner um Gewährung einer Extravergütung. 18. Tie Gehilfen des Stadtgeometers. 19. Das Ausleeren der Senkgruben in den städtischen Gebäuden; hier: Gesuch des H. Zölzer um Erhöhung der Vergütung. 20. Herstellungsarbeiten in der Aliceschule. 21. Anlage eines neuen Friedhofs am Rodberg; hier: die Bildhauerarbeitem 22. Rechnung der Firma Otto Fennel Söhne in. Kassel für Meßgeräte. 23. Den schadhaften' Zustand des Mauerwerks am Stadtbach; hier: Rechnung der Firma Birkenstock & Schneider. 24. Ausbau der Moltke- straße; hier: Reklamation des Christian Petti V. 25. Voranschlag über die Kosten zur Errichtung eines Laufstegs an den Gebäüdemauern im Untergraben des Elektrizitätswerks in der Neumühle. 26. Herstellung erhöhter Trottoirs in 1901/02. 27. Asphaltierung des nordwestlichen Bürgersteigs in der Stephanstraße zwischen Bismarck- und Goethesttaße. 28. Beitritt der Stadt Gießen zur wirtschaftlichen Vereinigung deutscher Gaswerke. 29. Festsetzung der Cokespreise. 30. Tas Halten der Faselochsen. 31. Gesuch des Karl Rühl um Erlaubnis zum Betrieb einer Kantine auf dem Bauplatz für das Siechenhaus. 32. Gesuch des Oscar Behringer um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Westanlage Nr. 21. 33. Gesuch des Franz Wigandt um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Neuenweg Nr. 31. 34. Desgl. des Louis Dreher um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Bahnhostttaße Nr. 57. ** S e l b st m o r d. Bei seinem heuttgen Mo r gen spazier- gang entdeckte ein hiesiger Einwohner in der Nähe des Kirchhofes und des Wasserbassins auf dem sog. Lutherberge an einer Hecke einen Schirm, Hut und Zettel. Tie Besichtigung dieser Gegenstände hieß ihm Verdacht schöpfen, er suchte die Gegend ab, und fand bald einen leblosen Körper. Mit Hilfe eines in der Nähe arbeitenden Gefangenaufsehers konnte bald festgestellt werden, daß sich, hier ein Mann erschossen hat. Ten Revolver hielt der Tote noch in der Hand. Auf dem Zettel waren, durch den Regen etwas verwischt, die Worte zu lesen: „Karl Lehrmund". Nach, dem Polizeibericht ist der Tote ein 60 Jahre .alter hier wohnhaft gewesener Mann. Die Ursache zu dem Selbstmord ist unbekannt. (!) Mißhandlung. Ein Erdarbeiter an der Licher- straße geriet wegen einer geringfügigen Begebenheit dermaßen in Aufregung, daß er einem Lehrjungen ein Stück Holz ins Gesicht warf, und ihn verletzte. Anzeige gegen den Thäter ist erstattet. (!) Unfug. Zwei hiesige Arbeiter, die gestern Vormittag in angetrunkenem Zustand durch allerhand Allottia in den Straßen das Publikum belästtgten, und den Ermahnungen der Schutzleute keine Folge leisteten, wurden verhaftet. (!) Obdachlos. Eine obdachlose Frauensperson, die sich schon einige Tage in der Stadt aufhält, mußte gestern im Polizeihaftlokal untergebracht werden. ** In der Klinik gestorben ist der kleine Sohn >es Beigeordneten Kraft von Wippenbach (b. Ortenberg). Ter unglückliche Knabe wurde vor einiger Zeit von einem Pferde ins Gesicht geschlagen, jedoch nicht ernstlich verletzt. Später schwoll der ganze Körper des Kindes an, es wurde in die Klinik gebracht, leider war es schon zu pät. Ter Kleine starb während der Operation. ** Der Gesangverein Heiterkeit unternahm am Sonntag, nachmittag einen Ausflug nach dem Jagdschlößchev Duten- Hofen, wo die Mitglieder des Vereins und deren Angehörige sich recht zahlreich eingefunden hatten. ** Freie Wärter stellen. Im Laufe der nächsten! Wochen werden, wie bereits durch Ausschreiben bekannt gegeben, in der Gr. Landesirrenanstalt zu Heppenheim mehrere Wärtersfellen frei und sollen durch 21—30 Jahre alte, gesunde, geistig geweckte, gut beleumundete, unverheiratete Männer alsbald wieder besetzt werden. Der bare Anfangslohn von 350 Mark steigt innerhalb der ersten zwei Tienftjahre auf 500 Mark; außerdem wird freie Statton einsdoch mcht ernstlich ucr '^Ler des M--«, X leider Wc5 İn Ju -er 0peratkon. 3=3 W' dtt Nächsten len. bekannt durch tzeppenhm ,b fo len durch s unWp e gut beleumuMr“bflrt ^bese^IechenM eiflt inncr^° h freie .Hkleiduhg ^Mäwie von tu wenden- r.^mokra' &u:- . 8« Ä® W ein ÄFSägis S-Ss« W- fit I« 1 Telephonischer Kursbericht &*/■% Rotohnanloihe . Tondene uchwach. Mlänz am 31. Dezember 1900 246918,04 116016,71 106326,55 218,70 Sa. 261032,90 Sa. 261032,90 4284 Lollar, den 17. Juni 1901. 21516,67 10665,78 7289,49 99.80 88.40 99 80 88.80 95.80 97.00 45.70 25.80 26.40 88.90 B’/lVo 8°A 8Ve% 1. Aufgenommrnc Kapitalien 2. Gefchäftsguthab. der Mitglieder 3. R'seroefond 4. Reingewinn Höchste Temperatur Niedrigste , . . 178 80 . . 128 6a . .138 90 . . 148.50 . . 142 60 . . 153.60 . . 109.00 . . 181.00 . . 178 50 co Koneole do Heesou 6300,— 6078,62 1746,24 6 °/c Ralfen. Rente . . 4% Grlooh. Monop.-Anl, 8 o/o Portugloeon . . 8°/c Mexikaner . . . 4en tresflich Stand gehalten. Auch die Sommer- halmsrstäste sehen leidlich aus, wenn sie auch besser zu wünschen wären. Hinsichtlich der Futterverhältnisse können wir zufrieden sein; der stlcc steht au vielen Orten prächtig, und der zweite Scl>nitt wächst tapfer nach. Tiefe günstigen Futtervcrhältnisse haben tvir unserem kräftigen, an Feuch tigkeit niclst armen Boden zu verdanken. Wo von letzterer genügend vorhanden ist, sicht iuid)i der Wiesenwachs gut aus, auf trockenen Lagen ist der Grasstand natürlich spär | lieh. Mit dem Pflanzensetzen hapert es allerdings in vielen Gegenden, das bischen Regen seit Pfingsten genügt nicht; wir hoffen aber, daß. er bald erscheinen wird. Mit dem Aussehen der Kartoffeln sind wir zufrieden, sie sind Som- niervögel und können Trockenheit vertragen. Doch ivätmer könnte cs im Juni scheu sein; an mancl)en Abenden, wenn der Nordost unbehaglich über die Berge steigt, ist cs mitunter fröstlich. Ein Jahrgang, der gar nicht gescholten wird, war bis jetzt noch nicht da. W. Nidda, 17. Juni. Tas 2 8. Turnfest des 4- 17.80 0. 4- 9.20 c. am Güterbahnhof Bingerbrück ist bei de« Transportieren eine« Kranes teilweise znsammengerissen worden. Das Geleise ist gesperrt. Passiva: JL $ Spar- u. Iorschußverein Lollar Eingetr. Genoffensch. mit unbcschr. Haftpflicht. Der Direktor: Dec Kontrolleur: Der Rechner: L. Krank III. H. Rohrbach IV. . 50—70 d, Kartosieln per 100 Kilo 5.50-6.00 X. Weißkraut per St. 00—00 g, Zwiebeln per Etr. X 8.00—8.50, Milch per Liter 18 *. Kirschen per Pfd. 25 Pfg Dauer der Mark«»eit von 7 Uhr vormittag« bi« 1 Uhr mittag«. «eteorotogifche Beobachtungen bet Station Wiehe«. am 16.-17. Juni Gaues Hessen lyeit den erwünschten schönen Verlauf!Sportplätze an der Hardt nur Herrenfahrer Rennen abgenommen. Die ganze Stadt war in festliches Grün ge gehalten worden sind, sollen am-nächsten Sonntage auch ileidet und mit Fahnen uni) Wimpeln in den Reichs und! Berufsfahrer wieder einmal ^Gelegenheit bekommen, ihre Landesfarben geschmückt. Geschmackvolle Ehrenpforten I Kräste aus der hiesigen Rennbahn zu messen. Es sind zn waren an den Eingängen der Stadt errichtet. Aus dem l pjesein Zlvecke hohe Preise in barem Gelde, im ganzen über großen Festplatz in unmittelbarer Nähe der Stadt umicii 800 M art, ausgeschrieben nwrden, und es steht zu er lange Reihen von Zelten errichtet; für Vergnügnngen aller! warten, daß die besten Professionals Süd und Mittel Art war reichlich gesorgt. Tas erhoffte schöne Wc'tter stellte I Deutschlands sich dieserhalb hier ein Stclldick)ein geben wer- sich trotz zeitweise drohenden Gewölkes ein und führte eineI t>en. Interessante und äußerst scharfe Kämpfe bleiben dabei zahlreiche Menschenmenge herbei. 48 Vereine »varen ange ficr nicht ans, und wir wollen nur hoffen, daß die nieldet, von ihnen ivaren über 40 erschienen. Samstag I scharfen Konkurrenzen ohne erhebliche (Kesahren für die abend stellten sich bereits einige Vereine ein, die von der Gesundheit der Herren ansgefochten iverden. Tas sport- Kapelle der 115er abgeholt wurden. An demselben Abend liebende Publikum wird bei diesen Berufsfahrcrrennen mit fand als Vorfeier auf dem Festplatze ein großer Konimers Interesse wahrnehmen, daß hier nicht blos die physische statt. Bürgermeister Roth begrüßte die Gäste im "Namen ^raft des Einzelnen den Ausschlag giebt, und daß auch der Stadt und wünschte deni Fest einen fröhlichen Der h)if größere absolute Schnelligkeit nicht allein den Sieg lauf. Hierauf begrüßte der Vorstand des Turnvereins Nidda, verbürgt, sondern daß vor allen Dingen die Technik und Herr Reuning, die Versammlnng nnd warf einen fiir^n Routine im momentanen Ausnützcn der jclveiligcn Po Rückblick aus die Entivickelung des Turnvereins Nidda Oom |ition das Hauptersordernis für einen tüchtigen Professional Anfang bis jetzt. Er sprach auch den Wunsch aus, daß zahl gilden. Tie Namen der Gemeldeten werden wir nocl)chckannt reiche junge Mitglieder die abgehenden alten ersetzen geben, und ebenso nächKer Tage auch über die gleichzeitig niöchten. Gesangs-und Musitvorträge und turnerische Auf-1 ^uin Rust rag kommenden Herrcnsahrer-Rennen bericlsten, snhruugen, Absingen gemeinsamer Lieder hielt die Teil denen kein bares Geld, aber große Wertprcise zur Ber- nehmer lange beisammen. Am 16. früh sand großes Wecken teiluna gelangen sollen. durch das Trommlerkorps der Turner statt. Um 7 Uhr---—L—Au,------ — ■ ■ ■■ - - -—— begann das Wettturnen. Nachmittags 2 Uhr setzte sich der (ßerifhitiML Festzug, an der Spitze der Radfahrvercin Nidda mit Stan- i darte, in Bewegung. Es beteiligten sich daran Festjung- Darmstadt, 17. Juni. Ter von der Strafkammer in frauen, die Vereine Niddas und die verschiedenen Turn Mainz seinerzeit von der Anklage der W e i n v e r f ä l s ch vereine. Es war ein prächtiger Zug, der allenthalben mit ung freigesprochene Weinhändler Paul Maier-Alzey wurde „Gut Heil" begrüßt und mit Plunien und Sträußchen über- heute von der Tarmstädter Strafkammer im Wiederauf schüttet wurde. Am Festplatz angekommen, hielt Herr Land nahineverfahren wegen Vergehen gegen 8 10, Absatz 1 und tagsabgeordneter Erk die Festrede, in der er die Wichtig 2, des Nahrungömittelgesetws zu 1200 Mk. Oleldstrafe verkett des Turnens für die Stiihlung des Körpers, besonders urteilt. Ter Staatsanwalt harte einen Monat Gefängnis aber die Verdienste der Tnrnerei um die einheitliche Ge und 1000 Mk Geldstrafe berntragt. st.altung des Vaterlandes hcrvorhob. Er wies darauf hin, Königsberg, 17. Juni. Etliche Tage beschäftigt das wie vor einem halben Jahrhundert Turner und Schützen Schwurgericht ein Prozeß, in dem eine Fran unter der von oben her mißtranisch angesehen wurden, wie aber 1862 schiveren Anklage des Mordes steht. Tiesmal handelt nach dem großen Sck)ützenfest zu Frankfurt a. M. durch die es sich um die Tötung einer alleinstehenden, anscheinend Teilnahme des Herzogs Ernst von Sachsen Koburg das In vermögenden Frau, in der Absicht, sie gleichzertig zn be teresse für die Sache dieser Verein mehr geweckt wurde, rauben. Am 3. September v. I. war der Minnnalpolize, Die politische Lage ixrinaliger Zeit berül-rend, hob er noch gemeldet worden, daß die etwa 50 Jal)-re alte verwitwete die Bedeutung des Turueus für die künftigen Soldaten Rentiere Natalie Secathe tagsüber kein Lebenszeichen von lrervor und brachte der ferneren gedeihlick)cn Entwickelung sich gegeben habe. Am Abend erbrach ein SckMtzmann die der Turnsache ein „Mit Heil". Tsr Gauvertreter Helm Thür zu der Secatheschen Wihnung und betrat in Begleit aus Gießen dankte für das herzliche Interesse, das auch nng einer Frau Sknttnick, die sich ihm als eine Freundin heute wieder der Turnsache cntgegengebracl)t werde und der Secathe vorstellte, und die sich mit einer brennenden hob hervor daß die Stärkung der Turnerei besonders Lampe cingefunden hatte, die Wohnung der Vermißte», dem Vaterland zu gute kommen müsse. Ein Turner könne Als er die Thür znm Wohnzimmer öffnete, sagte Fran nicht anders als national gesinnt sein. Er brachte ein Skuttnick, ehe er sich noch über die Situation Nar ge Mit Heil" dem Kaiser Wilhelm II. und dem Großherzog worden war: Da liegt sie! und auf seine Frage: Wer beim ? Ernst Ludwig. Hierauf folgte die Nationallchmne. Der wies die Fran aus eine oir dem in der Nähe des folgende Nachmittag war durch turnerisch^ Vorführungen Stubenfensters befindlichen Schreibtisch liegende Leiche und mancherlei Art ausgefüllt. Auch erntete eine Tamenriege! erwiderte: Frau Secatl>e! Darauf stiirzte sie mit einem (Butzbach) reichen Beifall. Tie vorzüglichen Leistungen der lauten Entsetzensschrei ans dem Zimmer. Bei der Unter 115er Kapelle trugen zur Erhöhung der Festfreude reiche suchung der Toten ergab sicy, daß sie erschlagen und erlich bei. Bei der Abends stattfindenden Preisverteilung würgt worden war. Tie Untersuchung ließ es als zweifel- erhiclten auf der Ober- und Unterstufe die ersten Preise hast erscheinen, daß ein Raubmord vorlag, da der Toten rwei Niddaer, und zwar Gebrüder Wolf. (Ein spezielles neben einigen Sck)inucksachen mehrere Hundertmarkscheine Verzeichnis der Sieger folgt n)ch.) Leider stellte sich am geraubt waren. Tie Kriminalpolizei sand in der Wohnung Montag spät nachmittags Regen ein; aber das eigentliche der Skuttnick mehrere blutige Taschentücher, einen blut- Fest war doch gut verlaufen. — Bemerkenswert ist noch, befleckten Unterrock, einen ebensolchen Schuh und eine iMift der Lauterbacher Turnverein als „Wappen" einen Schürze, in der sich ein Loch und ein Blutfleck befanden, ausae stopft en Strumvf von Wollgarn mit sich Ferner wurde in der Küche ein dietrichartiger Schlüssel tüUrte Diesen Strumpf aber verloren die Lauterbacher nicht! gefunden, der nachweislich Eigentum der Ermordeten ge 1 1 DrelS-VeraUun,,. D«s iHtfuiuu geüaUete sich folgrnbermaß«,: wesen war. Alle diese Funde in Verbindung mit der au Oberstufe 1. (67>/, Punkt») Hetnr. Wolf, Nidda, 2. (62 P ) Schnedder, fälligen Erregung, in der sicy Frau Skuttnick zur Zeit der Marburg A. T.-V., 3. (ie 60 P.) Liopold Köhler, Friedberg, und Mordthat befunden hatte und die Thatsache, daß sie nach Wtlh. Henc«. Baö-N«uhetm, 4. (b87s P) HUnr. Hrne«, Bad-Nau' Morde im Besitze größerer Geldmittel war, führten heim, 5. (57% P) Chr. Röistna, Marburg T.;V., 6. (o7 < Rad l it)rcr Verhaftung und zur Erhebung der Anklage. Tie Kreiling, Wiefeck, 7. (66V,P-) Winand' HUn, Trtedberg.^a^etlagle gab zu, mit der Ermordeten näher bekannt Schlotten ^1 l ^W?lli'Schm^nd,^ AlSstld,^ l^ Karl Frich Marburg T.-V.' .le'wese» zu sein bestritt jedoch, daß ein intimer Umgang 13 Karl'Erb Gießen, 14'Karl Medener, Wetzlar, 15. Friedrich pattgefunden habe. Für das Vorhandensein eines solchen smrn Bad-Naubeim, 16. Isidor Seligm.nn, Wetzlar, 17. Wilhelm führte der Vorsitzende unter anderen an, daß die Tote die Braun Gietzen, 18. Wilhelm Born, Ufingen, 19. ».Georg, Gießen Angeklagte als „Mein Männchen! mein Kerlchen!" angc M-T.-V., 20. Walter Göbel, Marburg H. T.-V. — Etwa 60 Preise sprochcn und bezeichnet habe, und daß die Tote bei einer wmben verteilt in der Unterstufe. 1. (667, 5trl)in•nb ffiolf, 0je(Cgfn^cit, wo von der überaus stattlichen Figur der Nidda, 2. (66 P.) Wilhelm Keller, Friedberg, 3. (64/, P.) Adam Angeklagten die Rode war, gesagt l)at: T-ie sollten Sie Spamer, Schottm. t n erst einmal in Männerkleidern sehen. Ferner erscheine Mainz, 17. Juni. Das Jöden'sche, vormals Krätzer- bemerkenswert, daß die AngeNagte sich ost und lange icke Weingut in Nackenheim, in welchem Weine gepflanzt der Wohnung der Toten aufgehalten habe und über werden die mit den feinen Marken des Rheingaues kon« deren finanzielle Verhälttiiffe sehr gut unterrichtet ge lurrieren ist lünafier Tag- in großherzoglich-n D°. wescn sci Tie 'MngcHante nmvicss bem8cgcnü6er auf ben manialbefib überqegangen. «ls Kaufpreis wird mit den >»nst«nd, das; auch andere tzausaenoffmnen mrt der toten raantalocHV u g g h Million Mark genannt intim gewesen seien, und daß die -tote einen regen Ver Kellern, Jnventarrc einehalbe MUionMart genanmi ^, ,^„,gichen Personen gehabt habe. Sie sei dc-r — Die Weinstöcke stehen in der ganzen Provinz m voller! daß ein ihr unbekannter Mann, der sich am Blüte. Wärmere Witterung ist jetzt für das weitere Ge- di,^rdtage vormittags im Hause anfaehalten habe, der Thüter deiheu das Haupterfordernis. fei. Tas Schwurgericht sprach Frau Skuttnick frei und Kleine Mitteilungen auS Hessen und de» Nachbarpaatev. i^gte die Kosten der Staatskasse auf. Znm Mitgliede der Kaiser!. Disziplivarkammer in Darm- -- " ---- ----- ftabt wurde der preuß. Militär.Jntend..Rat, Borst, der MewUNllkN. tutend, der 25. Div. Nordhoff ernannt. — DaS Mädchen I CZ* r ö* au0 Höchst, das auf der Fahrt von Bingen nach Rüdes- W. Petersburg, 18. Juni. Die Kaiserin Alexandra beim aus einem Kajütenfenster des Trajektbootes in den wurde von einer Prinzessi»; entbunden. (So ist wieder ein- Rbein gesprungen und ertrunken ist, soll in dem Wronker'schen mal die Hoffnung der russischen Nation, mit e nem Kaiser- Geschäft zu Frankfurt bei einem Diebstahl ertappt worden föhne erfreut zu werden, getäuscht worden.) Die Prinzessin und auS Scham in den Tod gegangen sein. — Die Brücke I erhielt den Namen Anastasia. Uermischles. * Ta piau, Ostpr, 17. Juni. Heute entgle ist c ein Zug der Kleinlxihn auf der Teirnebrncke. Die Maschine und zwei Wagen stürzten in den Fluß. Ter Zugführer, der auf der Maschine verblieb, ertrank, der Heizer konnte noch rechtzeitig von der Mascyine in den Fluß springen und kam mit einigen Verletzungen davon. Der Betrieb der Kleinbahn ist unterbrochen. * L as k 0 w i tz, Westpr., 17. Juni. Gestern entgleiste ans der Strecke Könitz-Lasloivitz, zwisckxn den Stationen Tritschmin und Laskowitz der Pcrsonenzug Nr. 702 mitJiimt licheu Wagen. Personen sind nicht verletzt. Tas Geleise war 12 Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde durch Umstcigeu an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Tie Ursache der Eut- gleisung ist bisher nicht ermittelt. 1 Sport. ti. Radrennen z u Gießen, Sonntag, 23. Juni. Nachdem in den beiden letzten Jahren auf dem hiesigen Juni Barometer auf 00 reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit I ja 1 1 .5 K Wetter 17 9“ 745,4 + 10,1 8,6 94 k . 1 Beb. Hlmmel 18. 7“ 744,6 + 9,5 8,0 91 w. 1 Beb. Himmel 18. 2« 744,2 4- 11,8 7,6 76 E - 1 Beb. Himmel zum Wurzen Todes - Anzeige Ml 4294 Giessen, Lorsch, den 18. Juni 1901. Die Beerdigung findet Donnerstag den 20. Juni, vormittags 11 Uhr, vom Trauerhause, Nordanlage 33, aus statt. Eintritt 50 Pfg. Anfang 8 Uhr. Krausse, Grossh. Musikdirektor. 4305 4307 Lich (Oberheffen), 17. Juni 1601. Der Vorstand: Dr. Fromme. 4811 ¥&*¥¥?¥¥¥¥¥¥*¥¥¥¥¥¥¥*¥¥¥¥¥¥¥&?¥¥¥¥¥**¥** Seltersweg 77. 4286 02362 einzureichen. 4304 Mein Familienlog. per 1. Juli zu vk verm. Mainzer Hof,Grünbgstr. Inh. Rt. Tripel 8? Fr. Bette D°s Hebet Danksagung GaSeinricktung). 4289 tMansardenwohnuug, 2 Z.,sof. *** z. verm. Ludwigstr. 27, yrt. Eisschränke böden empfiehlt 2857 Emil Fischbach. saubere Waschfrau auf sogleich ö gesucht. Löberstroße 24. AltbauS. 428R verantwortlich fßr He «ageinebttn XcU: P. Ähttte, fkr den ÄnjcigeHtdl: Ham« — Sru< trab «erlag der vrützi'schen UnietrfUitl-4h* und Stetndruckerei (Pietsch Erben) in Sieten. t« w» laM Wilhelm Wallenfels, Rentner Familie Engen Wallenfels Familie Oberamtsrichter Dr« Ludw. Fischer. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verlust sagen innigen Dank Per 1. Oktober a. c. ist der zweite Stock mein. HauseS (5 Zimmer, Veranda, Bade- und GaSelnrichtung) anderweit zu ver« Mieten. Eoentl. auch eine schöne, geräumige Mansardenwohnung (4 biS 5 Zimmer, Bade- und Wik mu wird Mn mit Bechtels Salmiak-Gallseife gewaschene Stoff jed. Gewebes. Vorrätig in Pack zu 40 Pfg. bei Gustav Walter. Heugras- Verfteigerung. DaZ diesjährige Heugras von 15 Morgen Freiherrlich von Nordeck zur Rabenaa'schen Wiesen und Gärten in der Gemarkung Alten- Buseck soll Donnerstag den 20. Juni, von vormittags 11 Uh? au, tn der Wirtschaft deS Herrn Wilhelrn Rabenau zu Alten- Buseck versteigert werden. GroßeN'Buseck, 17. Juni 1901. u. Kühlanlagen Sester Konstruktion. E. H. Müller Gießen, Schillerfiraße 26. Kostenanschläge gratis. Statt jeder besonderen Anzeige teilen wir schmerzbewegt hierdurch mit, dass unsere gute, unvergessliche Gattin, Mutter, Grossmutter und Schwägerin Verdingung. Die für den inneren Ausbau der Hochbauten auf dem neuen Friedhöfe am Rodtberg erforderlichen Glaserarbeiten s l Los), Schceinerarbeiten (3 Lose), Bau- und Kunstschlofserarbeiten (3 Lose) und Weißbinderar- beiten (2 Lose) sollen Mittwoch den 2«. Juni d. I.» norm. U Uhr, öffentlich verbunden werden. Pläne, Arbeiisbeschretbung undBedingungen liegen währ-nd der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, stnd H» nach langem, schwerem Leiden. Um stille Teilnahme bitten Fussboden anstrich Verfärben, in allen Nuancen, rasch und hart trocknend, Leinöl« siccativ zum Einölen,Kutzbodeu« lack zum Ueberlackieren, Parkett- wach-, Stahlspähne, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum An- streichen und Wichsen der Fuß- Die Beerdigung findet am Donnerstag dem 20. Juni, nachmittags 3 Uhr, statt. Versteigerung. Mittwoch den 19. d. Mts., nachmittags V» Uhr, sollen zu sausen bei Gießen 24 Stämme Bau« und Werkholz (Eichen und Tannen), eine größere Anzahl beschlagener Balken, Pfosten und Sparren, ca 300 Dachlatten und ca. 300 Spalierlatten zwangs weise gegen bar versteigert werden. Zusammenkunft am Rathause doriselbst. 4296 Seipel, Gerichtsvollzieher. Verloren Fächer uev» Ballkrageu mit Pelzbesatz. Abzugeben gegen Be« lohnung Bahnhofstraße 3. Bett.: Der 1901/ Groß! Vorbringur Staatsstem zettel für d für dieses. Hu°k Im Nmes der ttauervdru Kiuterblirbmu: Friedrich Bopp. (Sretzener Omnibus-Gesellschaft E. G m. b. H. Drei Zweispäuuer-OmnibuS sollen zum Lackieren und zwei Ein« spänuer zum Firnissen vergeben werden. Jnteresienten werden ersucht, Offerten biS zum Samstag den 22. d. Mts. auf dem Depot 298] Wer Stelle sucht, verlange unsere „AllgemeineBakanzen-Liste". W. Hirsch Verlag, Mannheim. Gekauft werden alte, künstliche Zahngeöifse und wird um Offerten unter 8. M. 02338 on die Expedition diese- Blattes gebeten. Tüchtige VerKSnseriu, sowie ein Lehrmädchen per sofort oder später gesucht- 4299 Julius Schulze. Todes-Anzeige. Gestern abend 88/4 Uhr verstarb mein lieber Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Hm Bernhard Schmitt, Gastwirt, Betreff, Das Gieße« Montag mittw Dienstag Lony vom Mittwoö Donners 8 llh Freitag 1 Grüubekl Es ha Vorladunge lichen Obe fanterie-Br gefiellen: a. d Pf zu; b. bv c. di 2) d. bi ei fd e. bii Er f. bie Den ( sondere Lad 4291] Wir suchen für unser Kontor einen junge« Mann mit guten Kennlniffen als BureWthiljen. Offerten sind schriftlich einzureichen. 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Die Beerdigung findet Mittwoch den 19. Juni, nachmittags 2V, Uhr, von den neuen Kliniken aus statt. Heugras- Versteigerung. Mittwoch den 19. Juni d. I., vormittags von 8 Uhr an, soll das Heugras von den Alten - Busecker Ge- metndewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Auweg. Alten«Buscck, 17. Juni 1901. Gr.BürgermeistereiAlten-Buseck. Körber. 4295 der Suppen, Saucen, Hemüse, Salate u f. w., ebenso Maggis Hemüse- und Kraftsuppen und Maggis ZSouilran-Aapsekn. Soeben wieder eingekroffcn bet Adolf Leuhard, Frankfurterstr. fKin tücht. Mädchen für olles, w. schon in beff. Hause ged. hat, wird auf 1. Juli zu ein. Beamter» familie (1 Kinl) nach auswärts gesucht. Meldungen werden in SteinS Garten entgegengenommen. Melmcher gesicht Riuu Sf Cloos, 4309 Nach e Herrn Sei M friföe "°ch «inet f nt ,®.fJ «Wen gefefii wutbe \ ‘^übeniaft, Dann t &6,tt «wbrnj m M°-iIchen '>iett9(J, feine r. , llNf> JJji ■Gelten fe„" Herrn Os/, 6inMn UnZ VRei J;? 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