■vhoMfla,. 6Fp> handenen Mittel reichen, auch auf Antrag der Besteller ein Teil des Steigerlöses, und zwar bis zu 20 Prozent für solche Tiere, die von Zuchtvereinen und deren Mitgliedern oder von Gemeinden bestellt sind, an einen einzelnen Besteller jedoch nicht mehr als für 1 Stück, nachgelassen werden Ort und Tag der Versteigerung der angekauften Tiere unter den Bestellern wird später milgeteilt. Hardthof, den 15. Juni 1901. 4 Der Präsident des landwirlschastl. Vereins für di- P-oviu, Ob-rh-ss-n. Schlenke. Drohungen. Es wäre recht scherzhaft, wenn es nicht zu ernst wäre. Während ein Teil der liberalen Pre,,e sich nut günstigen Meldungen über die Ergebnisse der Handelskonferenz in eine hoffnunasfreubrge Stimmung zu versetzen sucht, ein anderer über die Ungewißheit der handelA politischen Zukunft klagt, und vor zeder.Hoffnungsseligkeit warnt, sind rechts und links verschiedene Leute thattg, sich gegenseitig mit T-rohungen eiuzuschuchtern. Di Teutsche Tagesztg. hat den Bäckern Schlachtern, Mehl- unb Gemüsehändlern mit der Gründung oon lanbwirt- schöstlichen Bäckerei-, Schlächterei- usw. Genosjenschasten gedroht, wenn sie nicht aufhörten, die Erhöhung der land- wirtsckmftlichen Zölle zu bekämpfen unb durch ungerecht- fwHflt hohe Preise den Landwirten Antipathieen zu erwecken. Tie Kreuzztg. hat den Industriellen zremluhi un- eibentia mit der Ablehnung einer Erhöhung der^zn- dustriezölle gedroht, wenn die Industrie der Landwirtschaft .Den verlangten Schutz versagen wollte. Ten über diese Drohungen entrüsteten Liberalen werden von Konservativen nod) schlimmere liberale Drohungen entgegengehalten. Ein Tr. M. Lohmann fordert in einer Flugschrift zum systematischen Boykott der „Agrarier" im ganzen Reiche aus. Tie vereinigten Zollgegner sollen durch öffentliche Versammlungen den Boykott gegen Die inländi- dien landwirtschaftlichen Erzeugnisse beschließen und eine lontrollkornmission wählen lassen mit ber Aufgabe, sämt- 1 iche Bäckereien, Schlächtereien, Konsumvereine, Mühlen usw. bekannt zu machen, bie sich verpflichten, nur noch ausländische Ware zu verwenden; bei diesen nur soll gekauft werden. So sollen die „Agrarier" gezwungen wer- >en, zu kapitulieren; gegen Entrichtung einer Boykottteuer, aus der Wohlfahrtseinrichtungen für die Verbraucher geschaffen und den Boykottern Dividenden gezahlt werden sollen, soll die Kontrollkommissionen dann gestatten, daß auch inländische Erzeugnisse verwendet werden dürfen. Tie Kreuzzeitung meint, dieser Boykottvorschlag werde von den verbündeten antiagrarischen Taktikern sicherlich in Erwägung gezogen werben. Wir halten ihn für zu absurd, als daß ein vernünftiger Mensch an seine prak- tische Ausführung denken sollte. Allerdings ist vor einigen Tagen von landlmndlerischer Seite vorgeschlagen worden, die Städte Kiel und Rendsburg zu boykottieren, das heißt ihnen die Fleisch- und Brotlieferung zu entziehen, und zwar Kiel, weil es auf die Einführung dänischen Viehes nicht verzichten zu können glaubt; Rendsburg, weil die Stadtvertretung sich gegen die Erhöhung der Getreidezölle ausgesprochen hat. An der Empfehlung dieses Boykotte war der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein in erster Linie beteiligt. Gewiß wirb aus dieser Boykottdrohung ebensowenig Ernst werden, wie aus der des T-r. Lohmann. Auch mit ber Mattsetzung bes Kleingewerbes burch lanbwirtschaft- liche Genossenschaften wirb es wohl noch gute Wege haben. Je weniger man aber an bie Ausführung berartiger Troh- ungen benfen kann, um so mehr sollte man sich ihrer enthalten. Sie machen auf ber anberen Seite boch nur böses Blut, ohne baß man irgendwie ben beabsichtigten Zweck erreicht. Sie werben nur ausgenutzt zur Erregung noch größerer Erbitterima, als ohnehin schon vorhanden ist. Tie Freisinnigen unb bie Sozialdemokraten schlagen Agitationskapital aus den „agrarischen" Drohungen, die Konservativen und die Landwirtsbündler bedienen sich der liberalen Drohungen zur Schürung ber Abneigung gegen Industrie, Hanbel unb Stabte in ihren Kreisen. Unb boch haben beide Teile ein Interesse daran, daß bie Zoll- und Hanbelsvertragsfragen mit Ruhe unb Sachlichkeit behanbelt werden. Wir meinen, es heißt unverantwortlich gegen bie eigene Sache gehandelt, wenn man burch Drohungen Oel ins Feuer gießt. Taburch wirb niemanb sich einschüchtern lassen. Im Gegenteil. Nicht im Wege gegenseitiger Verbitterung, Verhöhnung unb Anschwärzung wirb etwas zu staube kommen, was ber Gesamtheit vorteilhaft ist, sonbern nur burch friebliche Verstänbigung, einerseits zwischen ben Vertretern ber produktiven Stände, anderseits zwischen diesen und der Regierung. Vielfach sieht es so aus, als hätte die Regierung allem die Entscheidung in der Hand; alles bemüht sich, auf sie Einfluß zu gewinnen. Aber schließlich kann doch nichts Positives zu stände kommen, über das keine Verständigung mit dem Reichstage herbeigeftihrt wird. Unb ba ist bekanntlich! Zentrum Trumpf. Weber bie eine noch bie anbere könne das Zentrum entbehren. Und nach welcher Seite in ihm sich die Wage neigen wird, das weiß heute niemand. GietzeimAnzeiger w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Amtlicher Fell. Gießen, den 18. Juni-1901, Betr.: Das Ober-Ersatz-Geschäft pro 1901. Der Cibilvorfitzende der Großh. Ersatz-Kommission Gießen mt die Großh. Bürgermeistereien deS Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Anzeige, daß die Ladungen den Militärpflichtigen zugestellt worden sind, im Rückstände sind, werden an sofortige Erledigung erinnert. I. B.: Dr. Heinrichs. Bekanntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung deS auf den 19. Juni 1901 in Wetzlar anstehenden Viehmarktes an die Be» dingungen geknüpft, welche durch meine, den Markt in Leun betreffende Bekanntmachung in Nr. 42 des Kreisblattes von 1901 veröffentlicht worden sind. Der Auftrieb beginnt um 8 Uhr vormittags. Aus der Provinz Oberheffen des Großherzogtums Hessen darf Rindvieh nicht aufgetrieben werden. Wetzlar, den 11. Juni 1901. Der Königliche Landrat. Nr. 141 Erstes Blatt. 151. Jahrgang Mittwoch 19. Juni 1901 hckslrasse habend: zert® tojfo Off U.FE 4231g'b.Sn, WM aus gut« FaM. w bürgerliche und seinm M Stelle «ber jMöfrau oder aU wym in gutem Haufe. Offerte» miet K. 02331 an bie tp. b.BI TS®? erhaltener WnW eine ein Waschtisch billig zu ftufen. vielchftraße 40,1II. Wigk AmMst 02320 «rote MÜMgasir 8S. IRE' |Drodl)au8 Rontofalifieplon, in 0 Prachl-tzinl>.,nvch ganj neu, |u deck M Siorvaalage U, HL «lauft *tt xeft*t 10 bti 12 Wochen alte DoL» MU Mtttt'LLurmtt, sowie men 9 Monate alten, sehr |dM sprungsähigm Lock. Mutter w von würbe im Mai 1800 ^^ durch ben Ianbö?irtf4aftli®en Sm em auS bei Schwei, bejvgen, WereS Sttegelpfad 20 JL 023361 6m gut erhaltener WM vreiito. iu betfaufei. Ä «fragen in berHved.— Kognak ung des Gesundheitsbeamten von dem unsauberen Zustand des Hauses Gefahr für die Gesundheit der Bewohner in Aussicht stellt. Ist ein Haus nach dem Urteil des Gerichtshofs „zur menschlichen Wohnung ungeeignet", so kann das Haus geräumt oder geschlossen "werden, bis die verlangten baulichen Aenderungen ausgeführt sind. Keller dürfen zu menschlichen Wohnungen (d. h. zu einer Schlafstelle) nicht eingerichtet werden. Bereits im Gebrauch befindliche müssen geräumt werden, wenn sie nicht u. a. mindestens 7 Fuß Höhe im Lichten und davon mindestens 3 Fuß oberhalb des Straßenniveaus, ferner ein genügendes Abzugsrohr, eine Feuerstelle und ein Fenster, das sich öffnen läßt, haben. Für die Beschränkungen in der Benutzung des Eigentums wird keinerlei Entschädigung geleistet. Im Jahre 1875 wurde für das ganze Land ein besonderes Gesetz erlassen, das der Behörde das Recht verleiht, Straßen und ganze Viertel, die zu enge und dicht bebaut sind, ganz oder teilweise zu expropriieren, niederzureißen und durch neue, breitere Straßen mit gesunden Wohnungen zu ersetzen. Tie Stadt Glasgow wurde zur Aufnahme einer Anleihe von ‘25 Millionen ermächtigt zum Ankauf und zur Niederreißung von über 1000 Häusern im ungefähren Wert von dreißig Millionen. . . Wie die Wohnungsvorschriften ins Einzelne gehen, erhellt daraus, daß z. B. das Polizeigesetz für Glasgow für jedes Schlafzimmer an ordnet, daß 'es ein Fenster von einer bestimmten Größe im Verhältnis zum Zimmer haben, daß oas Fenster zu einem Tritteil sich bequem öffnen lassen, daß vor dem Fenster ein freier Luftraum fein muß in einer Tiefe von mindestens drei Viertel der Zimmerhöhe. — In Liverpool waren schon im Jahre 1876 11 ‘278 untervermietete Häuser eingetragen, ausgemessen und an jede Zimmerthür Blechschilde mit Angabe der erlaubten Zahl von Bewohnern angeschlagen. In einem Jahre statteten die Inspektoren diesen Häusern 11001 Besuche in der Nacht und 57 084 bei Tage ab. — Tas Herbergswesen fand Tr. Sander in England vorzügliche geordnet. „In London und den schottischen Städten habe ich eine große Anzahl der Logierhäuser untersten Ranges besucht und überall Reinlichkeit, genügenden Raum, Sorge für frische Luft, leidliche Betten angetroffen, den Tag über darf niemand in den Schtasräumen bleiben, und die Fenster müssen offen stehen." Im Rahmen eines Zeitungsaufsatzes kann natürlich! ein Thema wie die Wohnungsgesetzgebung im Auslande nur gestreift werden. Aber es ist immerhin wissenswert, in welcher Weise man anderwärts die hier sich ergebenden Probleme zu lösen gesucht hat, und daß dies gerade in Ländern unternommen worden ist, in denen sonst eine sehr behutsame Behandlung der Privatrechte anerkannter Grundsatz ist. Es erhellt aus den erwähnten Umständen, daß da das große Interesse der öffentlichen Gesundheits- pflege gesiegt hat über das Interesse des Einzelnen, und zwar zu einer Zeit schon, als, nach Fürst Bismarck, diese Frage in Deutschland „kaum zum Bewußtsein der gebildeten Kreise gekommen" war. Politische Tagesschau. Die Konferenz für die Einheitlichkeit der deutschen Recht- schreibnug wurde am Montagvormittag im Reichsamt des Innern zu Berlin von dem Staatssekretär des Innern, Dr. Graf v. Posadowsky-Wehner, eröffnet. In seiner Bc grüßungSansprache wies der Minister Darauf hin, daß nach Ansicht der deutschen Bundesregierungen die Zeit gekommen sein dürfte, um dem kostbarsten Gute des ddutfchen Volkes, der deutschen Sprache, auch ein einheitliches Gewand zu geben, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Beratungen zu einem Erfolge führen möchten, der in gleicher Weise die Schule, das Amt und das deutsche Schrifttum befriedige. Mit Freuden sei es zu begrüßen, daß die österreichische Re gierung sich an der Konferenz beteiligt und zu dem Zwecke einen Kommissar in der Person des HofratS Dr. Hueme? abgeordnet habe. Graf v. Posadowsky bat alsdann de-> preußischen Minister der geistlichen rc. Angelegenheiter, Dr. Studt, den Vorsitz zu übernehmen, der namens der preußischen Staatsregierung die Teilnehmer der Konferenz willkommen hieß und hervorhob, daß angesichts der bekannten Mißstände in der deutschen Rechtschreibung die baldige Beseitigung derselben und eine Verständigung über die nicht mehr zahlreichen Differenzpunkte eine unabweisbare Not Wendigkeit sei. Für die Konferenz, an der die nachstehend verzeichneten Kommissare teilnehmen, ist eine Dauer von zwei bis drei Tagen in Aussicht genommen. Das Reich ist vertreten durch die Herren Schöll, Geh. Legationsrat, vortr. Rat in der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes, Lewald, Geh. Negierungsrat, vortr. Rat im ReichSamt des Innern, und Wagner, Geh. Oberpofirat; Preußen durch die Herren v. Rheinbaben, Geh. Ober-RegierungSrat und vortr. Rat, Dr. Althoff, Ministerialdirektor, Dr. Köpke, Geh. Ober-Re- gierungSrat und vortr. Rat, Dr. Schmidt, Geh. Ober-Re- gierungsrat und vortr. Rat, Dr. WilmanuS, Geh. Regie rungSrat, orbentl. Professor an der Universität in Bonn, und Dr. Duden, Direktor des Gymnasiums in HerSfeld; Bayen durch Dr. v. Ot lerer, Gymnasialrektor in Eichstätt, und Dr. Brenner, ordenll. UniverfitätSprofeffor in Würzburg; Sachsen durch Kockel, Geh. Rat im Ministerium des Kultus, und Professor Dr. Lyon, Stadtschulrat in Dresden; WÜrttem berg, Baden, Hessen (Nodnagel, Geh. Oberschulrat), Mecklenburg- Schwerin, Sacysen-Weimar, Braunschweig, Sachsen-Altenburg, Anhalt, Lübeck, Bremen, Hamburg und Elfaß-Lothringen haben je einen Vertreter entsandt, die anderen Staaten sind nicht vertreten. Vertreter des Buchhandels find Ernst Vollert, in Firma Weidmann'sche Buch Handlung in Berlin, und Dr. Alfred Gtesecke, in Firma B. G. Teubner in Leipzig. Graf Bülow hat einen großen Erfolg zu verzeichnen. Seme in der Thal so gedankenreiche, wie freimütige, jeglichen höfischen Zuges entbehrende Rede zur Enthüllung des Bis marck Denkmals in Berlin wird von der Presse auf das lebhafteste gerühmt. Die „Voss. Ztg." nennt die Ausführungen des Kanzlers „ein stilistisches wie politisches Meister wert"; das Blatt rechnet es dem Grafen Bülow als ein Verdienst an, daß er auch mit Dankbarkeit Derer gedachte, die gekämpft und gelitten haben als Märtyrer der deutschen Idee — die „Demagogen", die Burschenschafter, die Liberale . Sehr zutreffend hebt die „Nat.-Ztg." hervor den Unterschied der Bewertung Bismarcks in der Rede des früheren ersten Präsidenten des Reichstags, Dr. v. Levetzow, und derjenigen BülowS. „Hatte Herr v. Levetzow den Fürsten Bismarck den „treuesten Diener" Kaiser Wilhelms I. genannt, „unter dem und mit dem" er das Deutsche Reich geschmiedet habe, so trat aus des Grafen Bülow Rede die gigantische Persönlichkeit des großen Kanzlers herrlich und machtvoll hervor." Aehnliche Empfindungen werden viele Teilnehmer an dem gewaltigen und unvergeßlichen Schauspiel gehabt haben. Der Höhepunkt, der leitende Gedanke in der auch durch den Vortrag großartig wirkenden Bülow'schen Rede ist in dem markanten Satz enthalten: „In jeder Hinsicht stehen wir auf seinen Schultern". Diese Rede, weitaus die beste, vollkommenste Leistung des Grafen Bülow, wird in dauerndem Gedächtnis bleiben. „Eine Ministerfest rede", sagt das „Bert. Tagebl.", „die eine Thal bedeutet, und eine mutige und stolze Thal obendrein." . . . Aus den Schilderungen der konservativen „Kreuzztg." dagegen ist zu entnehmen, daß ihr mehr Herr v. Levetzows Worte zugesagt haben. Die „Kreuzztg." begnügt sich mit der etwas kühlen Feststellung, daß die Rede des Grafen Bülow mehrfach von Zustimmungen begleitet gewesen sei. Kolonialpost. Heber die Anbesitznahme einiger Inseln der Palas-Gruppe macht der kaiserliche Gouverneur von Deutsch-Neu-Guinea folgendes bekannt: Zufolge Auftrags der Kolonial-Abteilung des Auswärtigen Amts vom 6. Dezember 1900 sind für das deutsche Reich folgende, innerhalb der durch den Vertrag vom 6. April 1886 festgesetzten deutschen Machtsphäre liegende Inseln in Besitz genommen worden: 1. Sonsorol, 5° 20 N. 132° 16 O., am 6. März 1901, W/2 Uhr vormittags; 2. Moris, 40 20 N. 132° 28 O., am 7. März 1901, 6i/z Uhr vormittags; 3. Pul (Pulo Ana), 40 38 N. 132« 2 O., am 7. März 1901, 1% Uhr nachmittags. Die Kenntlichmachung der Besitzergreifung ist durch Einrammung je eines schwarz-weiß-rot gestrichenen Pfahles bewirkt, an dem sich ein Schild mit der Aufschrift „Kaiserlich deutsches Schutzgebiet" befindet. Nach Einrammung der Pfähle ist von dem mitanwesenden Polizeitrupp in Anwesenheit eines großen Teils der Einwohnerschaft ein dreifacher Salut gefeuert worden. Auf der Insel Sonsorol ist ferner eine deutsche Flagge gehißt worden. Die Häuptlinge der genannten Inseln und zwar: Gurrut und MoseS von Sonsorol, Tobirau und Sas von Moris und Maier von Pul, hatten "ich mit der Besitzergreifung einverstanden erklärt. Sie Der» prachen, für die Instandhaltung der Pfähle Sorge tragen zu wollen. An Bord des Regierungsdampfers „Stephan", Südsee, 8. März 1901. R. v. Bennigsen Senfft. Kaiser!. Gouverneur Kaiserl. BezirkSamtmann a. o. von Deutsch-Neu-Guinea. Aus Stadt und Land. lDer Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gietz. gestattet.) ** Landwirtschaftlicher Provinzialverein. Am 27. d. M. nachmittags sindet im .Hotel „Zum Prinz Carl" eine Ausschußsitzung statt. Gegenstände der Verhandlung werden u. a. sein: Erlas; von Normalsatzungen für Schweinezuchtvereine, Schweinezuchtbuchführung usw., Antrag des Schweine^uchtvereins Lang-Göns auf Anerkennung; die dienstlichen Verhältnisse des vormaligen Landwirt- chaftslehrers Köslin zur landw. Winterschule Alsfeld; Antrag der Verwaltungskonimission für die Jungviehweide Tiergarten, betr. Beschaffung von Kleegrassaat für die Weideschläge; Wahl eines Mitglieds zum Deutschen Landwirtschaftsrat; Ernennung eines Referenten für Veterinärwissenschaft. ** Ter Vorstand des Berliner Tierschutz- Vereins (zur Bekämpfung der Tierquälereien im Teut- chen Reiche) versendet folgenden „Aufruf und Bitte". Tie Gesittung der Menschen und die wahre Religiosität erweist ich stets auch durch eine barmherzige Behandlung der Tiere. Tas Jnslebentreten der Tierschutz-Vereine hängt innig zusammen mit allen anderen humanen Bestrebungen unserer Zeit. Diese Vereine haben schon seit Jahren die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine Massentierquälerei ge- 'enkt, welche sich leider bis heute im größten Teile Deutschlands erhalten hat und die jeden nicht gemütsrohen Menschen mit tiefem Mitleid erfüllen muß. Es handelt sich nm die ganz unnötigen Martern, welche im Deutschen Reiche beim Töten von über 100 000 Schlachttieren täglich verübt werden. Diese Martern können leicht vermieden werden durch die Betäubung der kleinen wie der großen Schlachttiere mittelst Beilschlag, SchlachMaske oder anderer zweckmäßiger Vetäubungsinstrumente. Selbst wenn wir absehen von dem Erbarmen für die gequälten Tiere, so müssen wir schon aus Rücksicht auf die Sitten der Menschen ein humaneres ^-chlachtverfahren anstreben; besieht doch ein unleugbarer Zusammenhang zwischen der Grausamkeit gegen die Tiere und den Rohheitsvergehen und Verbrechen gegen Menschen. Alle Schritte der deutschen Tierschutz-Vereine um eine gesetzliche Anordnung der — von verschiedenen Schlachthäusern und vielen rationellen Schlächtern bereits eingeführten — Betäubung auch der kleineren Sck)lachttiere sind bis jetzt vergeblich gewesen. Es muß deshalb das Volksgewissen geweckt werden, damit das unnötige Totmartern unserer Schlachttiere allgemein als ein Unrecht erkannt werde, obgleich es bis jetzt nicht durch das Gesetz verboten ist. Es muß besonders dahin gewirkt werden, daß möglichs viele Gemeinde- und Bezirksbehörden mit der ihnen zuslehenden Polizeigewalt die Betäubung der Schlachttiere anordnen. Wir sind überzeugt, daß das Gefühl aller guten gesitteten Menschen verletzt wird durch die Massenfolter, wie sie heute noch bei unserem Schlachtbetrieb stattfindet, und wir bitten sie, die Bestrebungen der Tierschutzvereine zur Beseitigung dieser ganz unnötigen Tierquälereien in jeder ihnen möglichen Weise zu unterstützen." Unterzeichner dieses Aufrufes sind u. a.: Professor Tr. Hinschius, Berlin; Graf v. Blumenthal, Gene- ral-Feldmarschall; Professor Dr. Friedrich v. Esmarch Kiel; Dr. v. Seydewitz, Oberpräsident von Schlesien, Breslau; Dr. v. Bennigsen; Dr. Paal Leopold Haffner, Bischof von Mainz; Tr. Wehland, Bischof von Fulda; Professor Ludwig Knaus, Berlin; Anton v. Werner, Direktor der Kgl. Hochschule für die bildenden Künste, Berlin; Bolko Graf v. Hochberg, General-Intendant der Königlichen Schauspiele, Berlin; Professor Dr. Schütz, Rektor d. tierärztl. Hochschule in Berlin; Ernst v. Wildenbruch, Berlin; F. A. v. Kaulbach, Direktor der Kunst-Akademie, München; Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Worms; Görz, Oberlandesgerichts-Präsident, Darmstadt; Friedrich Spielhagen, Berlin; Tr. Goldmann, Wirkt. Geh. Rat in Darmstadt; Professor Dr. Dernburg, Geh. Justizrat, Berlin; Dr. Paul Heyse, München; Professor Adolf Menzel, Berlin; Ernst Wichert, Berlin; Professor Reinhold Begas, Berlin; Tr. Wilhelm I rdan, Frankfurt a M.; Prinz Emil von Schoeriaich-Carolath, Haseldorf; Frhr. v. Öfagern, Provinzial-Direktor, Mainz; Professor Tr. Gustav Schmoller, Berlin; Professor Dr. Felix T^hn, Geh. Justizrat, Breslau; Tr. Klein, Bischof von Limburg; Franz Defregger, Professor, München; Professor Paul Meyerheim, Berlin. ! Beuern, 17. Juni. Leider wird der Bau einer Kleinbahn, ähnlich der Bieberthalbahn, von Gießen über Wieseck, Altenbuseck, Großenbuseck nach! unserm Dorfe n icht zu stan de ko m m e n. Für unser etwas entlegenes Torf wäre diese Kleinbahn von unschätzbarem Werte gewesen, und aus diesem Grunde war auch die hiesige Gemeinde sofort bereit, das Bahngelände usw. zu stellen. Ta aber die übrigen Orte mehr oder weniger nahe an der Bahn liegen, so haben diese dem Plane von Anfang an wenig Sympathie entgegengebracht, sodaß an die Ausführung nicht mehr zu denken ist. () Allendorf an der Lahn, 17. Juni. Gestern und heute beging der hiesige Gesangverein „Einheit sein20jährigesStiftungsfest verbunden mit einem Sängerfest. Tie Bewohner hatten meistens ihre Häuser mit Kränzen, Fahnen und Wimpeln geschmückt, und in dem Torf waren mehrere Ehrenpforten errichtet. Zwischen einhalb 2 und einhalb 3 Uhr wurden die eintreffenden auswärtigen Gesangvereine empfangen und ttad)i dem schön gelegenen, geräumigen Festplatze im Garten des Gastwirts Hörr geführt. Nachdem der Festzug aufgestellt worden war, fand der Umzug durch die Straßen des Torfes statt. Drei Radfahrer, die ihre Räder mit Blumen prächtig geziert hatten, eröffneten den Zug; ihnen folgten die Festdamen, die die von den hiesigen Jungfrauen dem Vereine gestiftete Fahnenschleife trugen; hieran schlossen sich der hiesige Kriegerverein, die erschienen auswärtigen Vereine und zuletzt der festgebende Verein. Nach dem Umzuge bewegte sich! der Zug auf den ebenfalls geschmückten Festplatz. Während des Vormittags und Mittags der Himmel diM bewölkt war, brach nun die Sonne durch und hob wesentlich, die Festfftimmung. Der Festredner Herr Heep, begrüßte die erschienenen Festgäste und schloß mit einem Hock), auf den Gesangverein „Einheit" zu Allendorf. Die Festjungfrauen überreichten die schöne, mit Widmung versehene Fahnenschleife, die die Farben rot, weiß, blau zeigt. Hieran schloß sich der Vortrag der Festlieder der einzelnen Gesangvereine. Von den größtenteils recht gut vorgetragenen Liedern war unstreitig das Lied: „Am Waldrand steht ein Tannenbaum", das von der Germania-Heuchelheim gesungen wurde, das schönste und ansprechendste. Außer den answärtig-en Sängern hatten sich noch sehr viele Festgäste aus den umliegenden Orten, sowie aus Gießen eingefunden, sodaß der Festplatz dicht besetzt war. Die Sonne lachte freundlich von dem blauen Himmel hernieder und so entwickelte sich bald auf dem Festplatze ein fröhliches Treiben. Dazu kam noch, daß die Musikkapelle lustige Weisen ertönen ließ. Im ganzen nahmen 14 auswärtige Gesangvereine an unserm Feste teil, eine Zahl, die selten erreicht wird. Erschienen waren die Gesangvereine: Harmonie und Ger- mania-Großen-Linden, Germania und Liederkranz-Heuchel- heim, Eintracht-Steinberg, Sängerkranz-Watzenborn, Lieder- kranz-Tukenhofen, Frohsinn-Atzbach,, Liederkranz-Waldgrr- mes, Liederhain-Bieber und die Gesangvereine von Lützellinden, Münchholzhausen, Hörnsheim und Salzböden. So nahm der erste Festtag einen recht schönen Verlauf. Leider ging am zweiten Tage ein starker Regen nieder, wodurch, das Fest etwas gestört wurde. Bad-Nauheim, 17. Juni. Tas Programm der Unterhaltungen für die nächsten Tage ist folgendes: Mittwoch nachm. von 4 bis halb 6 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Tie Großstadtluft". Donnerstag nachm. von 4 bis halb 7 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale Tanz. Freitag nachm. von 4 bis halb 7 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Die Geisha". Samstag nachm. von 4 bis halb 7 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Künstler-Konzert (Cäcilie Rüsche-, Therese Pott-, Reimar Poppe-Köln, Hermann En- dorf-Hambnrg). e. Bad.Nauheim, 17. Juni. Der Verwaltungs- Gerichtshof in Darmstadt hat entschieden, daß die Gemeinde Bad-Nauheim die gesamten Kosten für die Polizei zu tragen hat, d. h. eS sind also jetzt 1800 Mk. für den Wachtmeister zu zahlen. Früher mußte die Gemeinde diese Summe zu den 3500 Mk. Gehaltskosten des Polizeiamtmanns beitragen. In Zukunft soll der Posten eines Polizeiamtmanns ganz wegfallen und ein Wachtmeister oder eventuell ein Kommissär die ausgedehnten und oft recht schwierigen Geschäfte hier führen. Da der jetzige Wachtmeister Weiß, früher in Gießen, sich hier infolge seiner großen Arbeitskraft und Energie eingearbeitet hat, ist man allgemein der Ansicht, Weiß dauernd hier zu behalten. — Die am 14. Juni eröffnete 3. Geflügel- und Kaninchen- Ausstellung in der Turnhalle, veranstaltet vorn Wetterauer Geflügelzucht-Verein und dessen Sektion Bad Nauheim, ist heute abend geschloffen worden. Der Besuch war ganz un- erwartet groß. Arn Sonntag besuchten etwa 4000 Personen die Ausstellung, die viel Intereffantes bot und sehr übersichtlich in allen Teilen angeordnet war. Der Gewinn, den die Ausstellung machte, soll sehr erfteulich sein. — Das Kurtheater hat in der vergangenen Woche gezeigt, daß eS in der Operette gutes leisten kann. Störend find recht oft die alten Dekorationen. Die Badedirektion sollte wirklich ein Einsehen haben und einige hundert Mark für neue Kouliffen spenden. Mitleidiges Lächeln der Kurgäste über die Kouliffcn, die immer die gleichen sind, dürfte Aerztlioh empfohlen für___ Mund* und Zahnpflege. 30 000 Liter in einem Jahr in schwedischen Kliniken verbraucht. Stomatol-G. m. b. EL, Hamburg 8. Hoflieferant 8. M. des Königs von Schweden und Norwegen. Allein-Vertrieb für Baden, Hessen, Bayr. Pfalz und Elsass-Lothringen: 4246 D. Szamätölaki, Frankfurt a. M. Erhältlich in Apotheken, Drogen- u Parfümerie-Geschäften. w ZMadt; ^rnbura AE N suchen: W- öer h- qimt -0-'elot Ado ? n, Geh üü Cchnioller km, Setlin" ’^leifor, I )er Wird her SSftS 5%! m Uniet ettni”erm *Ne ‘ * ! hr ober teX?"'?™' I' dem $lant9hn„m5e.an -brach, K * |üoaB an die Aus- 17- Juni. Gestern unh ingvereinI ill^^brbunden mit einem M meiitens ihre Läufer i S geschmückt, und in I Ö er^et: fischen | würben die eintreffenden 'Tangen unb nach^ dem schön e im Garten des Gastwirt^ tzug ausgestellt worden war, Wii des Torfes statt. Trei t Blumen prächtig geziert neu folgten die Festdamen, ngfrauen dem Vereine lugen,- hieran schloffen sich ^schienen auswärtigen Bei- Verein. Nach dem Umzuge ebenfalls geschmückten Fest. 1 und Mittags der himme die Lonne durch und hoi Ter Festredner Herr Heep, De und schloß mit einem iheit" zu Mendorf. Tie M- I ine, mit Widmung vey'ehene 1 ot, weiß, blau zeigt, öieran tiieber der einzelnen Gefang- cht gut vorgetragenen Liedern Waldrand fleht ein Tannen- Heuchelheim gesungen wurde, te Außer den auswärtigen hr viele Festgäste aus den Gießen eingepnM W Jie Lonne lachte freundlich ter Md fv entwickelte frch öhliches Treiben. Tazu tam ustiae Weisen ertönen ließ, swärtige Gesangvemne an >ie selten eneicht wird. Erwine: Harmonie und Ger- >ia und Liederkranz-Heuchel' laerkranz-Wchenborn, Lieder- t Regen nieder, iww s.?gs i( W«6 b« Uhl «b-ndb *5£..v—ie m»rwaliuug',' cxn Pkunst p» Aacht- L'KS »y . wat- ,.x fein- i sehr et^.„ Koche lachte ' perganfl^ >*>« ** jAvier ivurde Hütteningenieur R. K. Friedrich aus Oberschlema vom 1. September ab berufen. — An der Technischen Hochschule in Wien wurde der o. öffentliche Professor der Bauttmst Architekt K. König zum Rektor für das Studienjahr 1901/1902 gewühlt. Gerichtssaal. ^Gießen, 17. Juni. (Gewerbeger icht.) Heute stehen nur zwei Termine an und zwar ist in beiden Sachen Beweis zu erheben. Den Vorsitz führt Beigeordneter Wolff, als Beisitzer fungieren Zäckermeister Fr. Hennings und Wilhelm Laucht. Hennings hatte de-. erkrankten Beisitzer E. H. Müller wiederum zu vertreten. In der Sache des Knechts WUhem Krätzer gegen den Wirt Ottto Luf l rechnen die Parteien dahin ab, baß Krätzer 132,16 Mk. rückständigen Lohn fordert, während Luft nur 72,16 Mk. zu zahlen sich bereit erklärt. Der Streitpunkt besteht darin, daß der Kläger behauptet, rntt dem Beklagten vereinbart zu haben, daß der Wochenlohn neben Kost unb Logis 9 Mk. betragen solle, während der Beklagte entgegnet, die Vereinbarung sei dabin gegangen, daß er für die Sommermonate 9 Mk. und für die Wintermonate 7 Mk. Lohn pro Woche zu zahlen versprochen habe. Di« vernommenen Zeugen erklären, von dem Kläger selbst gehört zu hoben, daß er von Luft im Sommer 9 Mk. und im Winter 7 Mk. Wochenlohn erhalte. Der Kläger bleibt trotzdem dabei, die Vereinbarung mit dem Beklagten so getroffen zu haben, roh von ihm angegeben und schiebt dem Beklagten den Eid darüber zu, welchen dieser annimmt. Nachdem Luft den durch Beweisbeschluß festgesetzten Eid über die Wahrheit der von ihm behaupteten Abmachung -rbgeleiftct hatte, erklärten beide Teile die Sache vorerst beruhen lasse,, zu wollen. — In der Sache des SchirmmacherS Paul Breit! o p gegen die Firma Joh. Spies L Co. (Inh.: M. Levi), über welch, wir bereits unterm 11. Juni in Nr. 136 berichtet haben, erschienen nur der beklagte Ftrmeninhaber und die geladenen Zeugen. 2lui Grund des § 41 des Gesetzes über die Gewerbegerichte kann Ver- säumnisurteU nicht erlassen werden, es muß vielmehr, da es sich um einen zweiten Termin handelt, die angeordnete Beweisausnahme erfolgen. Die beiden Zeugen können nicht sagen, daß Breitkopf mit der Erklärung gekündigt, daß er „Sarnötag" in 14 Tagen aufbören werde zu arbeiten, sie haben vielmehr nur gehört, daß das Arbeitsverhältn.s gekündigt worden sei. Zur Vernehmung eines weiteren Zeugen, bet SchirmmacherS Hammel, der s. Zt. gegen die Firma Spieß die gleiche Klage erhoben hatte, im Termin jedoch nicht erschienen war und sich jetzt in Köln aufhalten soll, wurde die Sache vertagt. k. Mainz, 17. Juni. Das Schöffengericht verurteilte in seiner letzten Sitzung drei Metzgermeister wegen Nahrungsmittel- Verfälschung zu je 50 Mk. Geldstrafe. Die VerurteUten hatten dem sogenannten Hackfleisch Konservensalz beige fügt, um das Fleisch frisch und rot erscheinen zu lassen. Das Gericht fuhrtt bei Begründung des Urteils aus, daß das Hackfleisch ein beliebtes Volksnahrungsmittel sei. Bei Rekonvaleszenten und Magenkranken, die dieses Fleisch zur Hebung ihrer Gesundheit genießen, könnten sehr leicht ernste Folgen entstehen, die durch die Beimengung von Kon ieroensalz herbeigeführt würden. Auch glaube daS Publikum, daß es sich beim Kaufe des Hackfleisches, das oft einige Tage alt sei, un frisches Fleisch handele. Mainz, 17. Juni. Vor der Straflammer hatten sich die Postschaffner Wilhelm Ulges und Ludwig Hübner wegen Vergehens im Amte zu verantworten. Im Jahre 1899 wurde auf einer auswärtigen Poststelle die Entdeckung gemacht, daß von Mainz kommende Pakete mit schon früher entwerteten, künstlich zusammengesetzten Marken beklebt waren. Es wurde damals ein älterer Postschaffner, Namens Sauer, der den Schalterdienst versah, in Untersuchung gezogen und ihm nachgewiesen, daß er die gefälschten Postwertzeichen verwendet hatte. Trotz seines Leugnens wurde damals Sauer zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Nun wurden auch seine Mitschuldigen in den obigen Angeklagten entdeckt. Ulges, ein ftüherer Buchbinder, eignete sich aus dem Papierkorb entwertete 20-, 2b- und bO-Pfennig-Postwertzelchen an. zerschnitt sie und setzte die nicht vom Stempel getroffenen Teile wieder künstlich zusammen. Die Marken verkaufte er sodann zu der Hälfte des kursmäßigen Preisos an die den Schalterdienst versehenden Postschaffner Sauer und Hübner. Diese klebten die gefälschten Marken auf die Pakete und steckten das Porto der Absender ein. Das Geschäft wurde fünf Monate betrieben. Ulges wurde zu fünf, Hübner zu drei Arbeiterbewegung. Budapest, 17. Juni. Beim Handelsminister erschien heute eine Abordnung der Reschitzaer Arbeiter. — Nachdem der Minister der Abordnung beruhigende Zusagungen gegeben, erklärte diese, sie werde den Arbeitern die sofortige Aufnahme der Arbeit anraten. Der Ausstand dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach beendet sein. Jagd und Sport. Berlin, 16. Juni. Der heutige zweite Renntag der „Berlins Regatta" auf dem Langen See bei Grünau hatte eine Völkerwanderung nach den Ufern der Oberspree veranlaßt Gegen,-/«5 Uhr erschren» dro Dampfyacht „Alexandria", auf Deck der Kaiser, in Jnfantene-Uniform, die Kaiserin, Prinz Joachim und Prinzeß Viktoria Luise, die Damen und Herren der Umgebung vom Dienst, außerdem Mimster Studt, Staatssekretär v. Tirpitz und die Admirale Frhr. v. Serien-Blbran und Büschel. Die „Alexandria" legte am Kaiserpavillon an, der Regatta-Ausschuß, un er Führung des Vorsitzenden des Regatta Verems Kommerzienrats Büxenstem, und Landrat v Stubenrauch begaben sich an Bord und d.e höchsten Herrschaften erwarteten so den Akademischen Steter bet dem bet „Äla- demische Rudet-Vetein Berlin" mit 8,21 Mm. den Wandetpreis des Kaisers gewann. Das nächste Rennen (zweiter Achter) be6( tete die „Alexandria" vom Start bis zum Ziel, der Berliner .„W)kmg siegte. Es folgte der „Kaiser-Vierer", um den vom Katser Frtednch gegifteten silbernen Pokal, den die „Alexandria" ebenfalls begleitete. atnfl b«c .Spindlersfeldet Rudetverein" mit 7,54'/- Mm. M erster durch daS Ziel, nach seht hartem Kampf mit dem „Berliner Ruderklub , der nur 7,55 Mm. hatte. Während des nächsten Rennens (Leichter Steter) wurden die Siegermannschaften an Bord geführt und empfingen m Gegenwart der Majestäten die Kaiserpreise. Etwa um 53/< Uhr dampfte die .Alexandna nach Ber.in zu^ck. Juni. Bei dem heutigen Rennen zu Horn wurde im brutschen Derby Major v. GoßlerS Fuchshengst „Tackt rster, H.rrn Nck. v. Szemere's br. Stute „Margaret »weiter, Herrn Pappen's br. Stute .Regenwolke" britter unb Herrn R. FölzerS vr- Hengst „Laerte" vierter. Paris, 16. Juni. Bei bem Rennen zu LongchampS um Den Grand Prix wurde „Cleri" erster, „Ttbere" zweiter, „Lady Kyllrs dritter; alles französische Pferbe. Präsident Loubet mit Gemahlin, Rinisterprästdent Walbeck Rousseau, brr größereTiil ber Minister unb Die Mitglieder beS biplomatischen KorpS wohnten bem Rennen bei. Herr Medizinalrat Bezirksarzt Dr. Greiff erstattete und worin die Möglichkeit gegeben wurde, das; die ungluck- liche Geburt das Gemütslebcn der Angeklagten start ve- einflußt habe, erkannte das Gericht aus eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen. Hamburg, 14. Juni. Gegen den hiesigen Mehrer Alpers, der auf der welfischen Landesversammlung in Lüneburg am 19. Mai den Ausspruch that: „Preu frische Kleptomanie", infolgedessen die Auslosung der Versammlung erfolgte, ist jetzt das Strafversay r e n ans Grund des § 131 des Strafgesetzbuches wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtung eingeleitet worden. Ter fliegende Gerich tsstand der Pref) e. Zurzeit findet ein vom Reiche Justizamt angeregter Meinungsaustausch über etwaige Abänderungen des obige Materie' betreffenden Gesetzes innerhalb der deutschen desstaaten statt. Welcher Art diese sein werden, lasit sich bei dem augenblicklichen Stande der Angelegenheit noch nicht übersehen. Eine Einigung über die schwebenden Fragen ist aber mit Sicherheit zu erwarten, und die Neuformulierung des Gesetzes wird im September beendigt sein. Tem später zusammentretenden ReickMage wird dann die betreffende Vorlage zur Beratung zugchen. Kermischltt. * Madrid, 17. Juli. Der „Jmparcial" erhielt ein langes Telegramm, welches mitteilt, daß in Becerrea (Pro vinz Lugo) Goldminen entdeckt seien, die nach Aussage hervorragender englischer und französischer Techniker denen Transvaals gleichkämen. Das Blatt verspricht eine eingehende Beschreibung der Minen. * Barcelona, 17. Juni. Eine sehr heftige Ga§' explosion ereignete sich in der Werftstraße. Das Pflaster wurde an verschiedenen Stellen emporgehoben und die Flammen schossen bis zur dritten Etage der Häuser empor. Vierzig Personen wurden verletzt, darunter einige schwer. * Oedenburg, 17. Juni. Im Elisabethparke, während die Militärmusik spielte, entstand zwischen dem Oberleutnant Schüssel und dem Realschulprofessor Meszaros ein Wort st reit, der alsbald in eine Rauferei auSartete. Schöffel zog den Säbel und schlug auf den Kopf des Pro- feffors, der bewußtlos zusammensank und in ein Krankenhaus befördert werden mußte. Kandwirtschast. Linderung der Futlernot. Der preußische Landwirffchafts' ministet hat in einer Verfügung die Regierungen angewiesen, zur Ltndetung ber herrschenden Futternot das Vieh der Waldanwohner in diesem Iahte nach Möglichkeit zur Waldweidenutzung zuzulaffen. Die Verfügung be- timmt ferner, daß ausnahmsweise auch eine Einmiete für einzelne Monate gestattet werden kann und daß bann das monatliche Weidegeld auf ein Sechstel des für die ganze Weidezeit geltenden SatzeS bemessen werden oll. Bei vorliegender Bedürftigkeit sind die taxmäßigen Weidegeldsätze nach dem Ermessen bet Königlichen Regierung bis auf bie Hälfte zu ermäßigen. Stuttgart, 17. Juni. In der heutigen Versammlung bcs Vet- banbes der lanbwirtschaftlichen Genossenschaften würbe konstatiert, baß sich infolge bes guten Vorjahres anstatt eines Defizits ein Guthaben von stark 2 Millionen ergeben hat. Der Gesamtumsatz ber Zentralkaffe betrug über 25 Millionen. Unwersitüls Nachrichten. __ Geh Rat Professor Dt. Joh. Schmibt feierte das 25jährige Jubiläum als Ordinarius an der Berliner Universität. Das Fach des Gelehrten ist die indogermanische Sprachwissenschaft. Die Betlrner Akademie der Wissenschaften bewilligte dem a.-o. Professor der Anatomie Vrosektor Dt. Hermann Braus in Heidelberg, zu Untersuchungen über 'die Entwicklungsgeschichte nieberet Gelachter ^00 Mk., dem a.-o. Professor für Paläontologie und Stratigraphie, Dt. Wilhelm S a l o m o n in Heidelberg, zur Beendigung seiner geologisch-minercüogsschen Durch- fotMuna b« SbameUo-Sruppe 1000 M. - Pr°s. Dr. Stiebens, bürg, der langjährige Leitet des preußischen Historischen Instituts m Ron?, verläßt am 1. Juli seinen bisherigen Ä, des Staatsarchivs in Stettin zu übernehmen. Hoß Fnedensbutgs Berufung nach Stettin war bereits vor mehreren Monaten erfolgt, doch wurde der Gelehrte später von der Generalditektwn der pteußlschen Archive ersucht, den römischen Posten noch solange zu verwlüten, vis eine geeignete Persönlichkeit für diesen gefunden wäre. DaPtofeffor Fnedens- butg nun Rom verläßt, ist die Leitung des dortigen Instituts vetmuttich schon anderweit vergeben worben. Doch verlautet noch nicht, auf wen bie Wahl ber maßgebenben Stelle gefallen ist. — Man schreibt aus Freiberg (Sachsen): Die an ber königlichen Bergakabemie burch ben Tob des Geheimen Bergrats Dr. Weisbach erledigte Professur für $hneralogte würbe d-m Pr°s-ff°- Dr. K-Ibeck übertragen ber eine Weffur für Löthrohr-Probierkund- an der genannten Lehranstalt berbehält. Als Dozent für metallurgische Probierkunde, Pyrometrie und Metallographie Monaten Gefängnis verurteilt. Marburg, 17. Juni. Ein interessanter Prozeß beschäftigte das hiesige Landgericht. Der hiesige kaufmännische Verein, beben gesellschaftlichen Verkehr seiner Mitglieder pflegt, hatte ein Mitglied ausgeschlossen, weil sich gesellschaftlich mit ihm nicht verkehren lasse. Der Ausgeschlossene verklagte den Verein unb wollt' bie ©rünbe seines Ausschlusses wissen, weil er sonst ehrlos bastehe. Er würbe jeboch mit seiner Klage abgewiesen, weil ber Verein nach seinen Satzungen nicht verpflichtet sei, nähere Gründe für ben Aus schluß anzugeben. Gegen das Urteil soll Berufung eingelegt werben Frankfurt, 13. Juni. (Ob erkriegsgericht.) Ein Soldat des Hess. Leibregiments in Darmstadt hatte auf einer Liste Beiträge für das Moltke-Denkmal einzusammeln. Dabei trug er zweimal, wo er 5 Mk. erhalten hatte, nur 3 Mk. ein, und änderte einen Eintrag von 20 Mk. in 10 Mk. um, lieferte aber schließlich das erhaltene Geld rick)tig ab. Außerdem ließ er sich für einen Militärpaß 2 Mk. statt 1 Mk. 50 Pf. geben. Tas Kriegsgericht in Tarmstädt hatte ihn dafür zu 6 einhalb Monaten Gefängnis und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurteilt, indem es Betrug und 3 Fälle schwerer Urkundenfälschung annahm. Tas Oberkriegsgericht aber hob dieses Urteil auf, weil blos eine versuchte Urkundenfälschung und ein vollendeter Betrug vorliege, und erkannte auf 14 Tage Gefängnis, die auf die Untersuchungshaft angerechnet wurden. M a n n h c i m, 1 Juni. S t r a f k a in m e r. Seit einer- unglücklichen Niederkunft ist die 24 Jahre alte Frau des Fabrikarbeiters Rudolf Hellmann von Hockenheim schwermütig und sehnt sich na-ch einem 5Ande, zumal auch ihr Verhältnis zu ihrem Mann seit jener Zeit eine Trübung erfuhr. Ta keine Aussicht bestand, daß ihr Mutterfreuden beschert sein sollten, versuchte sie es mit einer Kindesunterschiebung. Sie gab sich ihrem Manne gegenüber als guter Hoffnung aus und sagte, sie wolle sich der Entbindungsanstalt in Heidelberg anvertrauen, um einem abermaligen Mißfall vorzubeugen. Sie ging also fort, begab sich aber nicht nack) Heidelbelrg, sondern nach Schwetzingen zu einer Frau Müller, deren ledige Tochter, Elisabeth Berthold, mit einem Kinde überrascht worden war. Gegen eine Abfindung von 24 Mk. sollte das Kind, welches am 17. März d. I. das Licht der Welt erblickt hatte, in den Besitz der Frau Hellmann übergehen. Hellmann reiste, während seine Frau sich in Schwetzingen aufhielt, nach Heidelberg, um jene dort zu besuchen, erfuhr aber in der Entbildungs anstatt, daß seine Frau gar nicht dort war. Als er wieder heimkam, fand er die Vermißte zu Bett und neben ihr einen jungen Weltbürger, den sie dem Ueberraschten als sein Kind vorstellte. Hellmann meldete es darauf als am 26. März geboren beim Standesamte an. Allein seine Vaterfreude war nicht von langer Dauer. Eines Tages er schien die alte Müller, die Großmutter des Kindes, und verlangte die ihr noch nicht bezahlte Abfindungssumme Doti 24 Aiark, nicht ahnend, daß es sich bei der Abtretung des Kindes um einen Betrug handle. Tas Gesicht des Mannes kann man sich ohne große Phantasie vorstellen. Tas Kind wurde natürlich sofort zurückgegeben. Heute stand Frau 5oellmann wegen Kindesunterschsiebung vor Gericht. Unter Berücksichtigung des medizinischen Gutachtens, welches endlich Berücksichtigung finden. Die kühlen Tage sind für । den Theaterbesuch sehr günstig, für die Kur an sich aller ' bings nicht. Durch bie mächtige Bauerei in den letzten ' Jahren, sind hier selbst in ben besten Lagen Wohnungen genügend zu haben, weil sich der Fremdeustrom zu sehr verteilt. S. Friedberg, 17. Juni. Unsere herrliche Stadt- kirche sieht in ihrer Restauration der Vollendung entgegen. Tie Einweihung, bei der der Großherzog zugegen sein wird, findet am 26. d. Mts. statt; dazu wird eine von Direktor D. Weiffenblvh-Friedberg verfaßte Denkschrift erscheinen. Tie Kirche wurde in den Jahren 1270 bis 1410 in gothischem Stile als eine dreischisfige Hallenkirche erbaut, an Stelle einer romanischen Kirche, die dem Verfalle nahe war. Bei den Aufräumungsarbeiten wurde ein gut erhaltener romanischer Altar aufgefunden, der in der Kirche an dem Platze, da früher der Pfavrstuhl stand, auf- aestellt wurde, zunMst aber leider nicht benutzt wird. Wir hoffen jedoch, daß der den Platz versperrende und dahin gar nicht gehörende jetzige Altar entfernt und der roma Tiische Altar in Gebrauch genommen wird. Tie vom Architekten Kratz aus Magdeburg geleitete Restauration kostete 600 000 Mark. 9hin steht aber auch ein klassisches Denkmal gothischer Baukunst, eine der schönsten Kirchen im Lande, würdig da. —h— K a u l st o s, 17. Juni. Ter hiesige Landwirt Heinrich Usinger XI. fand beim Ackern ein österreichisches T r e i ß i g - K r e u z e r - S t ü ck aus dem Jahre 1807. Das Geldstück hat die Größe eines Thalers; die Schrift ist noch gut leserlich. — Seit einigen Tagen hat sich im sogen. „Breiten Busch" eine Nachtigall eingestellt, ein seltener Gast im hohen Vogelsberge. §§ Bobeahaufeu (Rr. Schotten), 17. Juni. Ein entsetzlicher Unglücköfall ereignete sich am Samstag auf der zwischen Höckersdorf und Bobenhausen gelegenen Zöckler'schen Holzschneiderei. Dort war der 18 jährige Sohn des Besitzers Zöckler an der Zirkelsäge beschäftigt, als plötzlich ein Stück Holz absprang und den jungen Mann ins Genick traf, mit einer solchen Wucht, daß er tot vom Platze getragen werden mußte. Der Unglücksfall ist umso erschütternder, als der Vater seinen ältesten Sohn ganz auf ähnliche Weise vor einigen Jahren verloren hat. § Merlau, 17. Juni. Das Bezirksfest des Hassia- Bezirks Grünberg verbunden mit der Fahnenweihe des hiesigen Kriegervereins wurde gestern und heute hier gefeiert. Der Himmel machte zwar dem wirklich reich geschmückten .Festorte ein trübes Gesicht und ein Festlüfterl wehte, daß man sogar auf dem Festplatze Herren im Winterüberzieher sehen konnte; aber dessenungeachtet war doch das Fest sehr gut besucht und der Verlauf recht befriedigend. Merlau versteht es eben, derartige Feste zu feiern, das bewies sein erstes Bundesfest des Ohm-Lumdathal-Sängerbundes. Sehr zu statten kommt ihm dabei der herrliche Festplatz auf historischem Grunde, dem alten Schloßteichplatze. Hier begrüßte Lehrer Gemmer nach Einzug des großen Festzuges, in dem ca. 30 Vereine schritten, Kriegerkameraden, Gesangvereine und Feftgäste. Pfarrer Frank hielt sodann die Fest- und Weihrede, und gedachte der gleichzeitig stattfindenden Eut hüllung des Denkmals des Fürsten Bismarck in Berlin. Wir könnens uns auch nicht versagen, aus der eindrucks vollen Rede das darin gezeichnete Beispiel aus dem Feldzüge 1870/71 zu erwähnen, wonach man damals auf dem Felde der Ehre das blutgetränkte Notizbuch eines Soldaten gefunden, dec als seine letzten Worte hineingeschrieben: „Ich sterbe unter großen Schmerzen, aber ich sterbe gern für Kaiser und Reich!" Fräulein Hörle überreichte hiernach unter entsprechenden Worten die neue Fahne. Allgemeiner Gesang der Festversammlung schloß die Feier, deren gemüt licher Teil nun in allen Richtungen eines schönen Volksfestes verlief. Grosse Rad- I I kennen aut dem Sportplatz® au der Hardt D^frär Amateure und Berufsfahrer 'W am Sonntag* dem 23, Juni, aachm. 3‘|.» Uhr. 4269] Freundl. möbl. gtmmer jix vermieten. Schulstratze 10, 111 02256] Schön möbl. Zimmer bill. zu verm. Jammstraße 44, II. 02293] Sch. möbl. Wohn« nebst Scklafzim.z.verm. Westanlage8611. 02301] Eins. möbl. Zimmer ev. mit Kost an zwei anftänd. Arbeiter zu vermieten. 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Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________~ Wolff.__________________4274 Pflichtfeuerwehr. Donnerstag den 20. Juni d. I., abends 8V2 Uhr, im Turmhause am Braud: Uebung der 1. u. 2. Rotte. Gießen, den 14. Juni 1901. 4228 Der Branddirektor: Traber. Verdingung von Bachherftelluugs- arbeite«. Die zur Räumung und profilmäßigen Instandsetzung des Lehngrabens in den Gemarkungen TraisHorloff, Steinheim, Utphe und Unter-WidderSheim erforderlichen Arbeiten werden hiermit nochmals zur Vergebung auf dem Submissionswege ausgeschrieben. Voranschlag, Pläne und Bedingungen liegen auf unserem Bureau, Frankfurterstraße 29, zur Einsicht rffen; auch können die Verdingungsunterlagen gegen eine Gebühr von 60 Pfg. in Bargeld von uns bezogen werden. Die Angebote sind in Prozenten deS Voranschlags zu stellen; si; sind verschloffen und mit der Aufschrift „Lehngrabcn- arbeiten" versehen bis zum Eröffnungstermine Samstag de» 22. Juni i>. IS«, vormittags 10 Uhr, postfrei bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, am 14. Juni 1901. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. 4186 Mittwoch den 3. Juki, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Ludwig Kreiling II. Eheleuten in Gießen gehörige Hosraite Flur 2 Nr. 118 — 257 qm Laag- gürten in den mittelsten Schießaärten öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 28. Mai 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. 8851 ö s h y ’y y 5 8 y S s - r il. Strassburger Bote Kreuz ^eldlotterie I Ziehung garant. 22. u. 24. Juni. U. Baden- lltzlck-1 Badener 1 Lotterie Ziehung sicher 19.—20. Juli I zu- KAAI7 Geld- i sarnmen JtiU I gewinne | m.87000 « Bar ohne Abzug «= 1sx30000 1 ssfi. 15000 toew. v.^666 =Mk.600ü 1 Gew. v. HH =Mk. 5000 Gew. v. IW = Mk. 5000 S Gew. v. 9Ö6 = Mk. 4000 110 Gew. V. M =Mk. 40001 10 Gew. v. 9L-.Mk.2OOO SO Gew. v. =Mk. 5000 I 1100 Gew. v. 10 =Mk. 5000 I H60 Gew. v. 5 =Mk. 7300 W Gew. v. Unk. 8700 Lose jeder Lotterie k 1 Hb 11 Lose 10 Mk. 1 Nh. 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