WjkWs Dac hdeckerei" Empfehlung, Reparstnreu aller Ittm n Dächern werden Mn nE sofort Mg qui- •W Wmahme vonM, au'en. Bestellung nimmt ent« i"n .WkrM W«A.k . «W- ^*«£0«" .?*»« eaen Job. Lapp, MM«, Katharioensiafie 8. Santo. TiknAbolm, nur beui|d)iebenbe Leute, q!3: ineite, Kulster, Slallschweijn, 8iehfüllem, Hofgänger, jfamilitn. jungen wrmitidt biDigÖ in Met: M unter Garantie für Ankunft: onlft SärtvW, Nt 6. Z. 'aftburaerfir. 8 iflrofpeft gratt?. von nach -er 0et 151. Jahrgang. Sonntag 19. Mai 1901 Nr*. 116 Zweites Blatt. W* —ch-Ech betgrttgt. M«<> t»4teft»n» ttgllch mit ***** W Montag-. 9bt Gtoß'^-r ftmtHen- WK'j<< m«Wh dem Än« fN»< i«»«chkl mit ,Heff. Mi „Möiier Hit ken intnbtn 16 llbr GietzenerAnzeiger W " Senttsi-Anzeiger ** i£;~£y£ Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen sä Amtttcher Heil. Ein neuer Berliner Kongreß Der Reichstag geht also auseinander, ohne daß er ’üfj mit der heiß, umstrittenen Aolltarisvvrlage hat be- Truppen er stets Worte Waldersee vermutlich eher nehmen. Trotz alledem scheint an eine Einstellung der mili- deutscher Seite noch nicht ge- Engländer und Buren. Die in Aussicht genommene Besuchsreise des englischen Thronfolgers nach Kapstadt ist amtlich abgesagt worden! Das ist ein deutliches Zeichen dafür, daß die Mißstimmung über die fatale Lage in Südafrika, die Furcht vor dem allgegenwärtigen Dewet, unter den leitenden Kreisen Englands weit stärker ist, als man nach außen erkennen läßt. Man hatte so fest darauf gerechnet, daß bis zur Beendigung der Weltreise des Herzogs von Dort die Buren end- giltig niedergeworfen sein würden und daß dann die Ankunft des Thronfolgers in Kapstadt und ein sich daran an- Volitische Tagesschau. AuS Solontalkreiscn wird uns geschrieben: Herr v. Puttkamer, der Gouverueur Kameruns, ist vor einiger Zen von seiner InformatronSreise nach den Kroß schließender Abstccl)er landeinwärts das große britisch« Sieges- und Jubelfest in Südafrika werden sollte. Jettt aber wagt man in London eine derartige Hoffnung nicht mehr zu hegen, und deshalb will man dem Kronprinzen einen derartigen peinlichen Abschluß einer an sich wenig zeitgemäßen imperialistischen Agitationsreise ersparen. Der Burenkommandant Fouries, der sich den Engländern ergeben wollte, mürbe von den Buren gefangen genommen. Aus der neuesten englischen Verlustliste geht hervor, daß die im Distrikt von Klerksdorp im Felde stehenden Australier in einem Gefecht am 10. d. Mts. einen Verlust von fünf Toten, darunter ein Offizier, und sechs Verwundet» erlitten. Wie es die Engländer in Südafrika treiben, wie sie vor den niederträchtigsten Mitteln nicht zurückschrecken, um den Buren Sck)aden zuzufügen, beweist folgenbe Reuter-Meldung aus Durban vom 17. d. M.: Ein Mitglied der gesetzgebenden Körperschaft Natals für den Distrikt Eshowe, Namens Brunner, richtete an die „Natal Mercuri" ein Schreiben, worin er mitteilt, daß unter dem Mitwissen der höchsten militärischen Behörden des Landes Schritte unternommen seien, die Eingeborenen auf den „schon demoralisierten Feind" l 0 s z u l a s s e n und ihnen zu gestatten, zu rauben und zu plündern. Die Zulus seien von den Offizieren des britischen Heeres angewiesen, in den Disttikt Voyheid einzudringen, Tausende Stück Vieh seien von ihnen den Buren geraubt und dem Oberst Bvttomley ausgeliefert, der den Zulus gestattete, zehn Prozent der Beute zu behalten. Ein Bure fei von den Zulus mit Assagaien schwerverletzt worden. Infolge der Vorkommnisse seien die Stämme der Dinizuluas und Usi- pubus wieder auf dem Kriegspfadc. Brunner veröffentlicht ein von ihm an den Premierminister gerichtetes Protest telegramm und die Antwort des Letzteren, daß er bei den Militärbehörden sofort gegen dieses Verhalten protestterbe, daß er aber glaube, Bottomley überschritt die ihm ursprünglich erteilten Jnsttuktionen. unruhig. Neunzig japanische Studenten seien neuerdings in Shanghai eingetrvsfen, um sich im Chinesischen zu vervollkommnen. Sie hielten fortwährend Versammlungen mit unzufriedenen jungen Chinesen ab, und feuerten sie zu gewaltsamen Resormschritten' an. Eine andere Londoner Meldung lautet: Die Deutschen verhafteten die gesamte Besatzung des unter brr- ttscher Flagge segelnden chinesischen Schleppboots „E i v 0", das an die deutsche Pontonbrücke in Tientsin Meß, steckten sie ins deutsche Gefängnis und vrüaelten sie Tas Boot wurde unbeschutzt gelassen und aus geraubt. Der britische Generalkonsul toertox« Wie ein Spezialberichterstatter aus Peking drahtet, wird Graf Waldersee voraussichtlich im nächsten Monas die Heimreise antreten. Fast ein Jahr wäre also bann der Oberkommandierende der deutschen Heimat ferne geblieben. Freudig wird Graf Waldersee den Staub Chinas von seinen Füßen schütteln. Der rauhbeinige amerikanische General Chaffee, dessen Eigenwilligkeit dem Grafen Waldersee viel Verdruß bereitete, fühlt füf} jetzt veranlaßt, ihn zu bitten, den Rückweg über Amerika zu nehmen. Auch der Kaiser von Japan hat den Feldmarschall zu Besuch geladen, und den „Abstecher" nach dem Jnselreich, für bessere hohen Lohes fand, wird Graf in fein Rückreiseprogramm auf- schnellen an die Küste znrückgekehrt nnb dürste jetzt mit der Ausarbeitung eines für der. Direktor der Kolonialabteilung bestimmten Berichtes beschäftigt sein. Dieses Aktenstück wird nicht nur von Dr. Stuebel mit Spannung erwartet, auch die Oesfentlichkeit hat ein Interesse daran. Denn der Gouverneur wird in dem Bericht nicht sowohl über das Ergebnis seiner Reise mS Hwteclund, als vieia.ehc über die Arbeiterverhältuiffe der Kolonie sich zu äußern haben, beson- derS in Hinsicht auf die Behandlung und Entlohnung der Schwarzen. ES find da vor einigen Wochen im Reichs tage böse Klagen erhoben worden, und zwar durch einen Manu, der außerhalb des Berdächis müssiger Nörcelsucht steht. Bei der Beratung des Kolonialetats verurteilte der konservative ReichStagSabg. Schrempff (Württemberg) das „System Puttkamer- aus das schärfste. Mitteilungeu aus dem ihm brieflich zugegangenen Material machte er nicht, er übergab letzteres dem Kotonialdirektor, der strenge Unter« fuchung zusagte. Dieser Vorfall erregte nicht nur im Parlament, sondern auch in klerikalen Kreisen daS größte Auf sehen. ES erscheint auch unbegreiflich, daß Herr v. Puttkamer, der über die Schwierigkeit der Arbeiterverhällniffe und die iufolgedeffen der Entwickelung Kameruns drohende Gefahr durchaus unterrichtet ist, eine harte Behandlung der Ein- geborenen dulden sollte. Auf der Sonfereuz ^Kameruner Pflanzer, die der Vorgänger Dr. Stuebels am 5. April letzten Jahres nach Berlin einberief — auch Gouverneur v. Puttkamer wohnte ihr bei — find Klagen über Mißgriffe der kolonialen Verwaltungsbehörde nicht laut geworden. Ge rabe Herr v. Puttkamer war eS, der die Notwendigkeit guter Behandlung und kräftiger Ernährung der Plantagenardeiter damals betonte. Zwischen einem solchen System und der in dem Schrempf'schen Material gegebenen Darstellung der Lage der Arbeiter tritt doch ein erheblicher Widerspruch zu Tage. Vielleicht entschließt fich die Kolonialoerwaltung, im Hinblick auf die Bedeutung der Sache, den Bericht des Gouverneurs 0. Puttkamer alsbald nach Eingang zu veröffentlichen. „Was sind Hoffnungen, was sind Entwürfe, die bet Mensch, der flüchtige Sohn der Stunde, aufbaut auf dem betrüglichen Grunde!" Des Bulgarenkönigs Alexander Hoffnung auf ein thron erben des Söhnlein ist, wie nun zweifellos feststeht, getäuscht. Seine Majestät sollen höchst erbittert darüber sein, und Frau Draga, von der es heißt, daß sie niemals Mutter werden könne, soll sich in schweren Aengsteu befinden, daß ihr königlicher Herr und Ehewirt den fürchterlichen Entschluß fassen wird, sie von Tisch und Bett zu vertreiben, nach berühmten Mustern. Von zuständiger serbischer Seite wird gemeldet: Durch die berufenen Aerzte wurde protokollarisch festgestellt, daß eine Niederkunft der Königin derzeit nicht zu erwarten stehe und daß es sich um einen sehr eigentümlichen Fall handle; es sei nicht ausgeschlossen, daß sich die hohe Frau erst im bierten Monat der Schwangerschaft befinde. Die russischen Aerzte und der französische Arzt, die ba$ Protokoll mit unterfertigten, sind abgereist. Dagegen wurden zwei neue Aerzte, Professor Wertheim aus Wien und Professor Cantacuzene aus Bukarest, zur Abgabe von Gutachten berufen. — Nach der „N. Fr. Pr." soll dagegen der russische Professor Snegiref vor seiner Abreise dem König, dem Ministerpräsidenten und dem russischen Gesandten erklärt haben, daß er an Schwangerschaft der Königin Draga nicht glaube, wogegen der französische Acconcheur Coulet, den die Königin noch aus der Zeit kennt, wo sie Hofdame bei Natalie war, beharrlich erklärt, er erwarte eine normale Niederkunft. Der König neigte zur Ansicht Coulets, weswegen Snegiref seine Beziehungen zu Coulet abbrach. Coulet hat vor neun Monaten die Schwangerschaft in einer Weise festgestellt, die schon damals Bedenken hervorrief. Mehrere Wiener Blätter melden, es habe der Plan bestanden, Draga das Kind i h r e r S ch w e st e r, die dieser Tage niederkommen sollte, zu unterschieben, nun habe die Schwester ein totes Kind geboren, wodurch dieser Plan mißglückte. Man weiß in diesen Kreisen noch nicht, ob Alexander von Draga irre geführt wurde oder ob es sich um einen sogenannten Fall hysterischer Schwangerschaft handelt. Im ersteren Falle hält man die Ehescheidung und Außerlandesverweisung der Draga, sogar den freiwilligen Thronverzicht Alexanders für möglich, zumal, wenn man sich an gewisse unwiderlegt gebliebene Aeußer- ungen des Königs Alexander erinnert, wonach er zu seiner so schleunig ins Werk gesetzten Hochzeit, die anfangs August vorigen Jahres erfolgte, als Ehrenmann sich gezwungen sähe. tärischen Operationen von , dacht zu werden, im Gegenteil! Der Pekinger Berichterstatter der Times stimmt in aufgeregter Weise einen Alarm ruf an gegen eine neuerdings geplante deutsche Expedition geaen die Boxer im Süden von Tschili, wozu die Verbündeten zur Mitwirkung eingeladen worden seien, und schreibt die Unruhen in der Provinz auf deutsche Rechnung. Wie die „Köln. Ztg." aus Peking meldet, sind im Süden von Paotingfu und in Tschenatingfu Ruhestörungen ausgebrochen. Das betreffende Gebiet war bisher französischer Ueberwachung unterftellt, und wurde nach demi Mzuge der Franzosen den Chinesen übergeben. Tas erfte Bataillon des 1. Ostasiatischen Infanterie-Regiments unter Majo Graham wird für etwaige Ereignisse bereitgehalten. Ter New-Yorker Berichterstatter des Blattes stellt fest, daß man in der Washingtoner Regierung die Nachgiebigkeit der chinesischen Regierung bedauere, weil sie damit den Vereinigten Staaten oder sonsttgen Freunden die Möglichkeit abschneide, etwas für das bedrängte Land zu thun. Man räume ein, daß diese Nachgiebigkeit die Errungenschaft der Staatsklugheit des Grafen Waldersee und seiner Strafzüge sei. Letztere würden immer noch als hart (inhumane) aber jedenfalls als unwiderstehlich erklärt. Nach einer Meldung des Bureau Laffan aus Shanghai waren die Boxer in Tientsin wieder an der Arbeit. Die chinesische« Kaufleute machten am Tage Geschäfte und exerzierten in der Nacht; auch in den Yangtseprovinzen werde es wieder mit den anderen Staaten. Für 1903 ist eine Revision fast aller unserer handelspolitischen Abmachungen mit dem Auslande geplant. Also Ende 1902 müssen die bisherigen Verträge gekündigt werden. Wenn alles gut geht, werden wir mit unseren Vorbereitungen, in erster Linie mit der Durchberatung des Zolltarifs, im Mai 1902 fertig fein; man vergesse nicht, daß es sehr eingehende Kommisfionsverhandlungen geben wird. Aber im Sommer 1902 könnten wir in ernsthafte Verhandlungen mit den ausländischen Staaten treten. Nach dem jetzigen Stande der Vorbereitungen im Auslande zu urteilen, werden aber im Sommer 1902 nur ganz wenige Negierungen, höchstens die österreichische und die italienische, soweit sein, um verhandeln zu können. Sollen aber die neuen Verträge sofort nach den jetzigen mit dem 1. Januar 1904 in Kraft treten, dann werden sich, da sie vorher noch den Reichstag passieren, müssen, die Verhandlungen auf einen sehr kleinen Zeitraum zusammendrängen. Menn man bedenkt, daß darin Fragen, wie der deutsch- rus ische Vertrag, erledigt werden sollen, dann begreift, man, daß sich vor unseren Unterhändlern eine Riesenaufgabe auftürmt. t . An tückstigen Beamten fehlt es Deutschland ja nicht, aber nur wenige sind vollständig mit dem geradezu kolossal aufgestapelten Material vertraut. Wir besäßen also gar nicht das Personal, um zu den Verhandlungen auch nur mit den wichtigsten Staaten zu gleicher Zeit Kommissionen entsenden zu können. Obendrein würde dadurch auch das ganze Material ausem- andergerissen werden. Diese und andere Schwierigkeiten lassen )ich vermeiden durch Anwendung eines oft bewährten Mittels, wir meinen die Einberufung eines großen Kongresses nach Berlin. Durch die hervorragende Persönlichkeit Kaiser Wilhelm's und durch die eminente wirtschaftliche Entwickelung ist Deutschland ja in den Mittelpunkt der Welt gerückt. Wir letten tarauS keine Prätensionen auf Vorherrschaft über andere Volker ab wie es z. B. Napoleon III. für Frankreich gethan hat. Wir empfehlen diesen Kongreß nur aus Zweckmäßigkeit; denn wie 1891/94, so wird auch jetzt Deutschlands Haltung einen maßgebenden Einfluß auf die Gestaltung der kommenden Verträge ausüben. , . , c k Tie Einberufung des Kongresses erleichtert und vereinfacht allen Beteiligten die Arbeit. Jeder Staat hat feine Mitkontrahenten gleich zur Hand. Ta würde stch auch Herausstellen, ob und inwieweit die Herstellung der vielbesprochenen Zollunionen möglich ist. Vor allem könnte eine gewisse Verständigung zwischen einzelnen Staaten aeaenüber den Vereinigten Staaten erzielt werden. Ein weiteres wichtiges Moment kommt in Betracht: Unsere Unterhändler stünden in fortwährenden Beziehungen zu den Sachverständigen. Ter öffentlichen Meinung wie dem Reichstage bliebe eine gewisse Einwirkung auf die Verhandlungen offen. Auch ließen sich, bet dieser Gelegenheit internationale Abmachungen über eine Neige wichtiger Fragen der Zollpolitik und Zolltechnik erreichen. Wir haben den großen Berliner Kongreß von 1878 gehabt. Auch die internationale ArbetterM,utz-Konferenz hat in Berlin getagt. Die Einweihung de^Kaijer Wilbelm- Kanals sah ebenfalls eine internationale ^-char von Gasten bei uns Wir haben keinen Grund, anzunehmen, daß irgend eines der Länder, die Interesse an einem guten handelspolitischen Verhältnisse mit Deutschland haben, die Nnladung zu einem Internationalen Zollkongreß in Berlin ablehnen mürbe. chaftigen können. Schon aber soll unsere Regierung mit >cr italienischen durch deren Botschafter in Fühlung über die Erneuerung des Vertrags getreten sein. Dabei kann eS sich, solange unser Zolltarif noch' nicht Gesetz geworden ist, natürlich nur um unverbindliche Vorbesprechungen gehandelt haben. Immerhin sind wir an eine Frage herangetreten, die für die Gestaltung der zukünftigen Handelspolitik von Bedeutung ist. Wir meinen die Verhandlungen vekanutmachung, Ju der Zeit chom 11. bis 18. Mai I. I. wurden in hiesiger Stadl gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 goldene Borstechiadel, 1 silberne Schießdenkmünze und 2Ö00 Sparkaffenmarken; verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 18. Mai 1901. Großherzogliches Polizeianü Gießen Hechler. Telegramm deS Gießener Anzeigers. Kapstadt, 17. Mai. Fünf neue Pestfälle find unter den Europäern und fünf unter der farbigen Bevölkerung festgestellt. ___ Tie Lage in China. die Sache dem General Lorne Campbell, und General von Lessel wurde höflich um Erklärung ersucht. Lessels soeben erhaltene Antwort gelte für so unbefriedigend, daß diq ganze Korrespondenz an den britischen Gesandten geschickt wird, zu diplomatischer Aktion. — Was daran wahr ist, wird sich ja wohl bald Herausstellen. 2er Berliner Berichterstatter des „Standard" hört, die deutschse Regierung sei bereit, in die Erörterung des chinesischen Gesuchs um Verminderung der Kriegsentschädigung einzutreten, falls die übrigen Mächte ein gleiches thäten. Ferner sei Deutschland bereit, in eine zwerprozentige Erhöhung der Seezölle nach chinesischem Vorschläge zu willigen, falls dieser Zuschlag mit andern Einnahmequellen vertragsmäßig und unter ausländischer Aufsicht der Verzinsung der Entschädigungsanleihe überwiesen werde. Ta es aber unwahrscheinlich) sei, daß sämtliche Mächte den vollen Betrag der Anleihe gewährleisten würden, so zöge Deutschland vor, seinen eigenen Entschädigungsanteil durch eine chinesische Sonderanleihe, einschließend Verzinsung und Tilgungssatz, mit China unter deutscher Sondergewähr zu vereinbaren. Deutsches Keich. Berlin, 17. Mai. Aus Metz wird gemeldet: Der Kaiser traf kurz nach 1 Uhr nachmittags hier ein und begab sich nach der Kathedrale, um die Restaurierungs- arbeiten am Portal und das Innere zu besichtigen. Später nahm der Kaiser das Frühstück beim Kommandeur der 34. Division, Prinzen Heinrich XIX. Reuß, ein. Nach dem Frühstück besuchte der Kaiser den früheren Kommandeur seines Leibgarde-Husaren-Regiments, jetzigen Kommandeur der 33. Kavallerie-Brigade, Oberst v. Wallenberg, und begab sich sodann nach dem Bahnhofe, wo er vom Reichskanzler und dem Kriegsmini st er empfangen wurde, die mit ihm gemeinsam nach Urville fuhren. Der Kriegs- Minister wurde sofort zum Vortrag befohlen und bestieg den kaiserlichen Wagen, um mit dem Kaiser nach Kürzel zu fahren. Heute nacht trafen der russische Botschafter Graf Osten-Sacken und die Herren der russischen Botschaft von Berlin ein, um an dein Galadiner teilzunehmen, das morgen anläßlich des Geburtstages des russischen Kaisers im allgemeinen Militärkasino stattfinvet. — Zu der am Sonntag stattfindenden Trauerfeier für die verewigte Prinzessin Luise von Preußen wird der Kaiser im Potsdamer Stadtschlosse eintreffen; auch Prinz Albrecht von Preußen wird zur Teilnahme an der Feier nach Potsdam kommen. — Der Bu ndesrat hat in seiner heutigen Sitzung die Beschlußnahme über die Resolution des Reichstages zu dem Entwurf eines Gesetzes betr. die privaten Versicherungsunternehmungen dem Reichstanzler überwiesen, das Weingesetz in der Fassung der Beschlüsse oes Reichstages angenommen und dem Entwurf von Ausführungsbestimmungen zu dem zwischen dem Reiche und Oesterreich-Ungarn abgeschlossenen Uebereinkommen zum Schutze der Urheberrechte an Werken der Litteratur, Kunst und Photographie die Zustimmung erteilt. — Unser Berliner ncb-Korrespondent meldet, daß der Antrag auf Zulassung der Real- Abiturienten zum Studium der M e d i z i n im Bundesrat auf Widerspruch von mehreren Seiten stieß; trotzdem erwartet man in unterrichteten Kreisen mit Bestimmtheit, daß schon vom 1. Oktober ab die Abiturienten der Realgymnasien zum medizinischen Studium werden zugelassen werden. — Die „Berl. Korresp." meldet: Der Minister der öffentlichen Arbeiten lenkte das Interesse der staatlichen Baubeamten auf die gemeinnützigen Bestrebungen zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse. Die Beamten wurden veranlaßt, die letzteren nach Thunlichkeit durch Gewährung von Rat und Auskunft, insbesondere bei Aufstellung der Bauentwürfe, der Kosten- und Rentabilitätsberechnungen förderlich zu sein, ferner in geeigneten Fällen die gemeinnützigen Baugesellschaften und Baugenossenschaften darauf aufmerksam zu machen, daß sie sich, sofern ihnen bautechnischer Beirat nicht zur Verfügung steht, an besonders namhaft zu machenden staatlichen Baubeamten, die zur Unterstützung der gemeinnützigen Bestrebungen sich bereit erklärten, wenden. — Der „Reichsanz." veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Direktors des Reichs-Schatzamts v. Fischer zum Unterstaatssekretär und des bisherigen Vortragenden Rats Geh. Oberregierungsrats T w e l e zum Direktor des Reichsschatzamts. Hamburg, 17. Mai. Der Lloyddampfer „Stuttgart" mit den Leichen des Obersten Graf York von Warten bürg und des Hauptmanns Freiherrn von Rhein b ab en ist heute hier eingetroffen. Vormittags sand auf Anordnung des Kaisers eine große militärische Leichenparade statt. Zum Salutieren waren das zweite Bataillon des 31. Infanterie-Regiments und eine Batterie des in Bahrenfeld stationierten Artillerie-Regiments erschienen. Militäroberpfarrer Zierrach hielt an Bord die Trauerrede. Hierauf trugen Unteroffiziere die Särge in zwei Eisenbahnwaggons. Während die Soldaten präsentierten, die Batterie je drei Schüsse und die Infanterie drei Salvon abgaben, setzte sich der Zug langsam in Bewegung. Ein Parademarsch der Infanterie vor dem General v. Massow bildete den Schluß der Feier. Cron berg, 17. Mai. Die Kaiserin Friedrich macht fortgesetzt Spazierfahrten in die nächste Umgebung. Prinzessin Adolf von Sck)aumburg-Lippe ist nach Bonn zurückgekehrt. Morgen trifft Prinzessin Beatrice von Eng- land, die jüngste Schwester der Kaiserin Friedrich zu kurzem Besuche ein. W ies b a d en , 17. Mai. Heute nachmittag fand die ftPrinzessin Luise von Preußen . rselben waren eingetroffen der Kronprinz, die Grobht.rzogin von Baden, die Erbprinzessin von Sachsen - Meinmgen, Erbprinzessin von Anhalt, Prinz Friedrich qvouL« ° lle Prinz Friedrich Heinrich von Preußen. Der Kronprinz legte am Sarge ein herrliches Palmenarrangement nieder. Generalsuperintendent Tr Maurer verlas das Schriftwort und sprach das Gebet- Di- vistonspfarrer Runge hielt die Trauerrede. Stuttgart, 17. Mai. Die Volkspartei hat im Landtag den Antrag eingebracht, mit der Reichspostverwaltung unter Wahrung des verfassungsmäßigen Reservatrechts und der eigenen Postverwaltung ü b e r e i n st i m m e n d e Postwertzeichen auszugeben. Dabei soll jede finanzielle Beeinträchtigung Württembergs ausgeschlossen, dic Genehmigung hinsichtlich der bildlichen Darstellungen und Aufschriften garantiert, ein Kündigungsrecht Vorbehalten und die Beibehaltung der bisherigen Portosätze sichergestellt werden. München, 17. Mai. Der Prinzregent b e g n a d i tyk e aus Anlaß seines 80. Geburtsfestes gestern abermals 396 Personen. Damit hat die Amnestie, welche insgesamt 1384 Personen zu Teil wurde, ihren Abschluß gefunden. Ausland. Brüffel, 17. Mai. Ja der heutigen Sitzung der Reprä entantenkammer riefen die Sozialisten einen Zwischenfall her vor. Als der Deputierte Dohet von der Rechten im Laufe »er Erörterung über die auswärtigen Angelegenheiten gegen )ie Unterdrückung der weltlichen Herrschaft des Papstes Einspruch erhob, rief der Sozialist Furnemont: Der mit der Culotte! Das kommt von dem Possenspiel her! Vorwärts, singen wir die Marseillaise! Die Sozia- isten stimmten darauf dieselbe an. Die Rechte und die ge mäßigte Linke rufen zur Ordnung; das Absingen der Mar- eillaise dauert fort. Die Rechte ruft: Es lebe der König! Der Präsident bedeckt sich und zieht sich zurück. Furnemont chreil: „So wird man mit der Welt nicht fertig!" Die Deputierten bleiben noch eine Zeitlang in lebhaftem Meinungsaustausch im Saale zurück. Paris, 17. Mai. Deputirtenkammer. Cuneo r'Ornano bringt die gegen den Juftizminister Monis erhobene Beschuldigung zur Sprache, daß er sein Amt dazu benutzte, um einem von ihm begründeten Alkohol I au del mit Hilfe seiner Geschäftsfreunde eine größere Ausdehnung zu geben. Er wünscht zu wissen, wer fälschlicherweise in dem Amtsblatt die Verleihung einer goldenen Medaille an den in Frage stehenden Buchholz habe veröffent- ichen lassen. Der Justizminister erwidert, die Veröffent- ichung sei durch einen Sekretär der Jury veranlaßt, der lbrigenS deswegen später zur Verantwortung gezogen worden ei. Der Handelsminister Millerand bestätigt diese That- ache; der Justizmiuister fügt hinzu, daß er daS Haus Suchholz garnicht kenne, deffen angeblicher Korrespondent er ein solle. MontS giebt sodann Aufklärungen über sein zandelShauS, dessen Leitung er seinem Mitinhaber übergeben abe, und mit dem er sich nicht mehr beschäftige; der Minister verliest schließlich Zeugnisse der Steuerbehörde, aus denen ich ergiebt, daß er niemals derartige Geschäfte mit aus- ändischen Häusern gemacht habe, wie man ihm vorwerfe. Cuneo d'Oruano zieht hierauf seinen Antrag auf Einsetzung einer Untersuchungskommission zurück, womit der Zwischenfall erledigt ist. — Zum Schluß der Sitzung befragte der Sozialist Sembat den Kriegsminister über einen Fall von lerikaler Agitation in der Armee. Ein Hauptmann sielt religiöse Andachten für die Soldaten ab, und als die republikanische Preffe sich darüber beschwerte, wurde ein Sol- rat, der die Angelegenheit den Zeitungen mitgeteilt haben ollte, mit Arrest bestraft und schließlich als irrsinnig ins Spital geschickt. Der KricgSminister bestätigte diese Angaben. Der Hauptmann wie der Abt wurden mit Arrest restraft. — Im heutigen Minifterrat im Elysße wurde das GntlassungS-Gesuch des General-Gouverneurs von Algerien, Ion art, genehmigt. Madrid, 17. Mai. In Andalusien wächst die Aufregung unter den Landarbeitern. An vielen Orten sind die Arbeiter jetzt — kurz vor der Ernte in den Aus st and getreten. In Granada streiken auch die Zollbeamten. Man »efürchtet wieder größere Unruhen; den bisher vorgekommenen leineren Ausschreitungen sucht man durch Verhaftung der Rädelsführer zu begegnen. Rom, 17. Mai. Deputiertenkammer. Bei Beratung des LandwirtschaftS-BudgetS erklärte der Interstaatssekretär im Ackerbauministerium, Alfred Baccelli, )ie landwirtschaftliche Produktion Italiens werde bei den Verhandlnngen über die neuen Handelsverträge fest gewahrt werden. Zanardelli entwickelte die sozialen Pläne »es Ministeriums, deren einer dahin geht, ein zentrales Arbeitsbureau sowie einen oberen Arbeitsrat einzurichten. Er hoffe auch, Gesetzentwürfe einzubringen, die bezwecken, auch in den Provinzen Arbeitervertretungen und berufSmäßigeSyndikatezu organisieren; des Weiteren werde er einen Gesetzentwurf einbringen, wonach ein obligatorisches S ch i e d S g e r i cht bei Streitigkeiten, welche die Landwirtschaft betreffen, eingeführt werden soll. Budapest, 17. Mai. Die Untersuchung wegen der am 29. April gegen den Professor Pickler in der Universität veranstalteten Kundgebung, bei der die Hörer desselben aus dem Hörsaale vertrieben wurden, ist beendet. Der Uni* versitätSsenat beschloß, den Führer bei der Kundgebung für immer von der hiesigen Universität auszuschließen. Für morgen sind acht Studenten vorgeladen, gegen die, wie verlautet, gleichfalls ein strenges Urteil gefällt werden wird. Tanger, 17. Mai. Die französischen Kreuzer „Pothuau" und „Die Chayla" find hier zur Unterstützung der Ent schädigungSforderungen Frankreichs wegen Ermordung eines Franzosen in Rebdana eingetroffen. Sie gehen nach Mazagan, wo fie bis zur Regelung der Forderungen bleiben. Aus Stadt und Aand. vießeu, 18. Mai 1901. * * Personalnachrichten. Der Großherzog hat den Hofgärtner des Prinzen Wilhelm von Heffen Wilhelm Nau zum Großherzoglichen Hofgärtner ernannt. • * Das Promenadenkonzert findet morgen ausnahmsweise von 11 t/z b i s 12^ Uhr statt. DaS Programm ist folgendes: Ouvertüre zur Oper „Norma" von Bellini; „Mimosa", Walzer von JoneS; „Kriegsmarsch" auS der Oper „Die Bärenhäuter" von Siegfr. Wagner; Phantasie aus derOpe» „Jeffonda" von Spohr. * * Gemäldeausstellung. Wie von Seiten des Unterneh merS m tgetei't wird, und wie auch aus der heutigen Anzeige ersichtlich, gelangen die in der Plockstraße Nr. 11 ausgestellten Gemälde von Montag dem 20. ab zum Verkauf. Kunstliebhaber werden diese Gelegenheit, würdigen, dauernden Schmuck ihres^Heims zu erwerben, nicht ungenützt vorübergehen laffen. E. Jubiläum. Am 15. Mai waren es 25 Jahre, seit Justizrat Dr. Gutfleisch dem AuffichtSrat der Gewerbebank angehörte. Aus diesem Anlaß wurde dem Jubilar vom Vorstand und AufsichtSrat am Freitag Abend eine Gedenktafel überreicht. Juftizrat Dr. Gutfleisch wurde in der Generalversammlung vom 15. Mai 1876 einstimmig in den AuffichtSrat gewählt; er war stets ein hervorragender Mitarbeiter an den segensreichen Bestrebungen der Bank, und stellte seine reichen Kenntnisse und Erfahrungen auch als juristischer Berater jederzeit gern in ihren Dienst. *• Der Lehrermangel im Großherzogtum Heffen veranlaßte besonders eine große Anzahl bayerischer Lehrer, in Heffen Anstellung zu suchen, so daß in dieser Beziehung, wie in der hesfischen Kammer neulich bemerkt wurde, wirklich von einem Massenangebot gesprochen werden kann. Die bayerische Schulbehörde hat sich nun an die hessische Regierung mit dem Ersuchen gewandt, von einer weiteren Anstellung rayerischer Lehrer im hesfischen Schuldienst abzusehen, weck onst in Bayern selbst Lehrermangel zu befürchten wäre -n. Ilbeshausen bei Herbstein, 15. Mai. Lehrer Keitzer, der längere Jahre segensreich in unserem Dorfe wirkte, verzog dieser Tage nach seinem neuen Wirkungsorte Wolfskehlen bei Darmstadt. — Unser Ort erhält eine Station an der im Herbst einzuweihenden neuen Bahnstrecke Lauterbach-Grebenhain. H. Herborn, 17. Mai. Es ist geplant, die Bahn- trecke Niederwalgern-Weidenhausen-Harteurod-Herborn nach ihrem vollständigen Ausbau über den Westerwald in südwestlicher Richtung bis Westerburg weiterzuführen. Mainz, 17. Mai. Der Soldat Fuchs von der 1. Kom- lagnie des 3. Fuß-Artillerie-Regiments hatte die Zahlmeister-Ordonnanz zu besorgen. In der Frühe des Dienstag morgen sah der Bahnwärter der Bahnbrücke den Soldat! auf dem Brückenpfeiler stehen. Noch ehe er hinzuspringen onnte, hatte sich Fuchs hinab in den Rhein gestürzt, wo er in den Wellen verschwand. Unglückliche Liebe soll den Mann in den Tod getrieben haben.. Er stammt aus einem Orte bei Gießen. ko. Frankfurt, 17. Mai. Am Schaumainkai lief ein 9 Jahre alter Knabe auf den dachartig zulaufenden Decksteinen über dem westlichen Treppenbau der Untermainbrücke umher, stürzte aus einer Höhe von 2 Stockwerken herab auf den Plattenboden und erlitt einen Schädelbruch. Der Knabe starb während der Ueberbringung ins Krankenhaus. — Die Leiche des seit voriger Woche vermißten Metzger- meisterS Schretzmann auSBockenheim wurde in der Nidda gefunden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß Schretzmann in der Dunkelheit durch einen unglücklichen Zufall ins Waffer gestürzt ist. — Die Gärlnersfrau Straßheim stürzte sich aus dem 3. Stock ihrer Wohnung in der Schul* straße 35 und erlitt schwere Verletzungen. Der Beweggrund ist unbekannt. — Der 24 Jahre alte Schreiner Ludwig K u ch von hier, machte wegen verschmähter Liebe einen Mordversuch auf daS Dienstmädchen Marie Huhn, seine frühere Geliebte, nachdem er die Thüre zum Schlafzimmer in der Beelhovenstraße 69 erbrochen hatte. DaS Mädchen schrie rechtzeitig um Hilfe, so daß sich Kuch bewogen fühlte, Reißaus zu nehmen. Er wurde später ver- haftet. — Ein Soldat des 81. Infanterieregiments schoß sich in der Wohnung seiner Eltern in Sachsenhausen mit einem Revolver in die linke Stirnseite. Er wurde schwer verwundet in das Militärlazarett gebracht. — Auf dem Bahnhofsplatz starb gestern, als sie auf einem Spaziergange begriffen war, plötzlich die 35 Jahre alte Kutschersfrau Katharine Schacht. ko. Höchst a. M., 17. Mai. Am Mittwoch ist im hiesige» Krankenhause bei der Amputation eines Beines die bei dem Unglück in der Fabrik „Elektron" verunglückte Frau Gersfeld gestorben. Homburg, 7. Mai. Nächst der Saalburg, am Endpunkt des König Wilhelmsweges und des Lindenweges, beabsichtigt ein Konsortium, an dessen Spitze die Herren Justizrat Bing- Frankfurt a. M. und Meirowitsch.Mainz stehen, ein Hotel ein Hotel ersten Ranges zu errichten. Einem Kaufgesuch um 10 Morgen städtischen Waldes an jener Stelle haben sich die Stadtverordneten geneigt gezeigt, und dürfte dasselbe demnächst bewilligt werden. Das Hotel soll in altrömischem Stil mit Dependance erbaut werden. — Die städtische Saalburg-Restauration ist auf die Dauer von zwei Jahren an den bisherigen Pächter zu dem Preise von 4500 Mk. wieder verpachtet worden. — Unsere Karkasse hat im vergangenen Jahre einen Ueberschuß von Mk. 9436,65 erzielt. — Die neben dem LudwigSbrunnen im Kurpark vorgenommene Neubohrung hat das Ergebnis gehabt, daß in einer Tiefe von 71 Metern ein Iproc. salzhaltiges, außerordentlich kohlensäurereiches Waffer gefunden wurde. Die Bohrungen sollen bis zu einer Tiefe von 80 Metern fortgesetzt werden. •• Kleine Mitteilungen auS Heffen und den Rachdarstante». Pfarrer G. Th. Dithmar ist nach fünfmonatlichem Leide» in Marburg im Alter von 91 Jahren verschieden. Er war geboren im Jahre 1810 in Homberg a. E. Gerichtssaal. D. Gießen, 17. Mai. (Strafkammer.) Der noch in sehr jugendlichem Alter stehende, aber schon mehrfach vorbestrafte Johann Heinrich Gerhardt in Laubach ist angeklagt und geständig, zu Solms und Ilsdorf in rechtswidriger Absicht Privaiurkunden, die zum Beweise von Rechten von Erheblichkeit waren, am 26. März d. I. gefälscht und von ihnen zum Zwecke der Täuschung Gebrauch gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen den Angeklagten in Anbetracht seiner Vorstrafen eine Gefängnis st r a f e v o n d r e i M o n a t e n, auf die das Gericht nach kurzer Beratung erkennt. Die Kosten des Verfahrens werden dem Angeklagten zur Last gelegt. Er erklärt, die sofortige Rechtskraft des Urteils anzuerkennen. — Die Valentin Nees Ehefrau in Lißberg hatte gegen die Lni'e Neumann frort Nrivaiklage erhoben wegen angeblich Mai Wetter 16.-17. Mai am Kenntnis in Bekanntmachung 2. 3678 749,3 750,7 750,5 + 9,5 4- 5,2 + 12,0 NNE nw: NE. lcht-bew.Himmek Sonnenschein am Hause. 3684 Höchste Temperatur Niedrigste „ diesem Gutachten hätte sich die Königin damals in vier- bi£ fünfwöchcntlicher Lchtvangcrsäsaft befunden. T-as Protokoll der Aerzte erklärt sodann, die Annahme Eaulets erkläre sich indes aus den Umständen, daß die Gesanitlxit der Stzmp- tome, die sich bei der Königin gezeigt hätten, für wirkliche Schwangerschaft sprechen und genügen konnte, um die Königin sowie die Umgebung der Königin von dem Vorhandensein der Schwangerschaft zu überzeugen. Die Aerzte geben zu, daß es sich um den Anfang der Schwangerschaft gehandelt haben könnte, dieselbe sei jedoch inzwischen unter«, brochen worden. Schließlich stellen die Aerzte fest, daß der jetzige Zustand der Königin weder für ihre Gesundheit noch für ihren gesamten Organismus irgendwie nachteilig sei. Daher sei ihre baldige -Ähwangerschaft nicht ausgeschlossen. Bezüglich, der Berufung Eaulets im September 1900 ist; jetzt festgestellt, daß damals verschiedene Symptome auftraten, welche die ärztliche Konsultation um so gebotener erscheinen ließen, als das Königspaar eine Reise in das Innere das Landes unternehmen wollte, welche infolge des Gutachtens von Caulet unterblieb, da derselbe der Königin strenge Ruhe anriet. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gießen, 17. Mat. (Diehmarkt.) Aufgetrtrben waren 760 Kühe, 30 Ochsen, 980 Schweine und ,e1ne* Anzahl Kälber. Bezahlt wurde: Milchvieh 1 Qual. 425-450 Mk., 2. Qual. 300-375 Ml., Abmelkkühe 175-245 Mk. Ochsen 1. Qual. 300-450 Mk. Ein Paar Ochsen 1. Qual, wurde mit 900 Mk. abgesetzt. Kälber 1. Qual. 60-65 Mk., 2. Qual. 54—58 Mk. und 3. Qual. 50-52 Mk. für 100 Pfund Schlachtgewicht Schweine je nach Qualität. Etnleg- schwetne 80-120 Mk., Ferkel 45-75 Mk. Ter Handel war ziemlich lebhaft, der Markt wurde fast geräumt. Besonders flott war de» Handel mit Kälbern und Ferkeln. ko. Frankfurt l d-> n« verunglückte Fra der Saalburg, des Lindenweg > >e dietzmE tzotel itfchMawz^ GesuchBw § Haden sich die an -7 L dasselbe dem- gt, ^s ?in altrömischk« ;£,SS dem hat im vev «i«e ^ 9436,65 --M n,y NN , in einet w »- ^^Mde°tlich'°L Arbeiterbewegung. fo. Hanau, 17. Mit. In der Süddeutschen Waggonstbrik Kelsterbach streiken infolge einer Lohnreduktion die Holzarbeiter, Lackierer und Schmiede. Die übrigen Arbeiter dürften ebenfalls in den A u s- ftanb treten. Neueste Meldungen. Sch. Darmstadt, 18. Mai. DarmstädterSpiele. Tie erste Serie der unter der Leitung Holzamers stehenden Vorstellungen hat ein wenig ruhmvolles Ende genommen. Tie zweite Vorstellung spielte sich vor erschreckend leeren Bänken ab, sodaß das Theater seit Freitag geschlossen ist. Am Sonntag soll dafür g r o ß e s R e u n i o n in den Theater-Räumen stattsinden, das voraussichtlich dann mehr Beifall finden wird. — Der Besuch der A u s st e l l u n g ist in Anbetracht des nicht gerade günstigen Wetters fort gesetzt gut Am Donnerstag wurden ca. 900 Tageskarten ausgegeben, auch, der Absatz der Tageskarten nimmt stets zu. 8t. Berlin, 18. Mai, 12 Uhr 10 Min. In hiesigen politischen Kreisen verlautet, daß dem Reichstage in der nächsten Session ein neuer Entwurf des Brauntweinsteuergesetzes nicht vorgelegt werden soll. München, 18. Mai. Wie bestimmt verlautet, soll das bayerische Heer noch in diesem Herbste mit den neuen, in Spandau hergestellten Gewehren, welche bereits im Gebrauche unserer Chinatruppen sind, ausgerüstet werden. Be l g r a d, 18. Mai. Zuständigerseits wird gemeldet: Die fachmännische Untersuchung berufener Aerzte des Auslandes stellte fest, daß bei der Königin einstweilen weder Schwangerschaft unmittelbar vor der Geburt (großesse a terme) noch vorgeschrittene Schwangerschaft (großesse avancee) bestehe), wie dies der französische Arzt Caulet in seinem Gutachten vom 8. Januar 1900 behauptete. Nach Bekanntmachung, betr.: die Verwertung der Grasnutzung von den Wieseck* böschungen und den städtischen Feldwegen u.s.w. in der Gemarkung Gießen. Die rubr. Grasnutzungen sollen DouuerStag, deu '23. Mai 1901 versteigert werden und zwar: uachmiltagS 2 Uhr von den Wieseckböschungen, mit Zusammenkunft an dem Viadukt am Lenz'schen Felsenkeller; nachmittags 3 Uhr im Hof des Bürgermeistereige- bäude» von sämtlichen städtischen Feldw'gen; nachmittags 4L1/» Uhr, von dem Niederdruckbehälter am Lutherberg und von dem oberen Teile des Friedhofes mit Zusammenkunft an Ort und Stelle. Gießen, den 18. Mai 1901. 8679 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Sy-, u..... * Srätbet U-, fett toutbe h etoecbe. 1 8«itag u ? Nttat 18&utbl In Ni ein in und Ersann ®anl, :**>Ä JJtÄI ^.bGchten mär, W. 15. Mai. Lebrer .jA unserem Torfe nem neuen Wirkunasork er Ort Aält eine Station neuen Bahnstrecke Lanter- § A geplant, die Bahn^ "s^enrodcherborn nach den Westerwald in süd- eg weiterzusiihren. at Fuchs von der 1. Kom- gments hatte die Zahltet Frühe desTienstao ; Bahnbrücke den Soldat, coch ehe er hinzusprinaen denRheingestürzt, ld. Unglückliche Liebe soll n haben. Er stammt aus m SchaumaiM lief ein achartig zulaufenden Deck- renban der Untermainbrücke in 2 Stockwerken herab auf itn Schädelbruch. Der bringung ins Krankenhaus. Woche vermißten Metzger- kenheim wurde in der Mda 0 3681 ■ Ai f 1VVU* ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦*♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Eisschränkeu.Kühlanlagen für Metzgereien und Wirtschaften liefert in bester Ausführung Karl Kling*elmeyer, 24 WaMhorstratze 24. 3674 Stöbt. Schlachthaus. 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Juni 1888 von nach« verzeichneten Objekten ein Beitrag zur Berufsgenosscnschaft Nicht erhoben wird: 1. von Grundstücken, welche zu einem land- oder forstwirt* schaftlichen Betriebe überhaupt nicht gchören; von allen Gebäuden nebst zugehörigen Hoftäumen, Hau»- T elephonische S>/, o/, KelohÄAuieiLe . . 98.30 10/c do . . 88 00 51/l 6/3 Konsole . . . 98 20 8 fc* S»«ä Preise/^ ■ ^te?!tr5ter « Gebrauchter «iudersport J S Vagen zu kaufen gesucht Offerten Marktplatz 17. u. 6 8655 an die Exp d Bl. fex Kis Kleines S'übchen mit B tt zu ' V verm. Merweg 9, Nebenb. r. öut möbliertes Zimmer zu ver» 21 mieten Giünbergerstrahe 47. Stübchen mtl <8 eit zu vermieten. ^01949 Bahnhofstraße 80, I. Dr. med. Woerleine I Magentrank aus den feinsten Kräutern und Murzelu hergestellt, ift von vorzüglicher Wirkung. Jeder Versuch] wird die Angabe bestätigen. Zkreis l Wk. 1.-, 1.50, 3.—. Nur echt M't vollem Namenszug Dr. med. Woerleln, prakt. Arzt. Ilavrikaut: Jean Becker, Ludwigshafen a. Ah. 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